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GEW Duisburg fordert mehr Personal für die Inklusion

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AUSGABE September / Oktober 2014
UNSER ANGEBOT FÜR SIE:
Die Tagespflege
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser,
Schubladendenken ist ein gängiger Begriff. Wir
ertappen uns oft selbst dabei: Alt - Jung, männlich - weiblich, behindert - nicht behindert, schnell
haben wir die Menschen entsprechend einsortiert. Und dann geht oft die nächste Schublade
auf: alt = behindert und pflegebedürftig.
Manche Schubladen können sinnvoll sein, wenn
sie uns schnelles Handeln und Reagieren ermöglichen, aber wenn sie den Blick für Weiteres
versperren, geht das auf Kosten der Flexibilität,
der Anpassung an die tatsächlichen Gegebenheiten und damit letztlich der von uns vorschnell
einsortierten Menschen.
Ein Beispiel dafür finden Sie in dieser Ausgabe
bei dem Begriffspaar „Alt und Pflege“: Der gän-
gige Begriff für ein Tagesangebot für ältere Menschen ist TagesPFLEGE. Dabei steckt in dem
Angebot selbst so viel mehr drin: Teilhabe, Gemeinschaft, Spaß und Freude teilen, Lebenserfahrung weiter geben, gebraucht werden, neue
Menschen kennen lernen, Förderung … Tagespflege ist sehr viel mehr als die Schublade „Alt =
Pflege“. Also am besten man macht die Schublade auf und füllt Neues hinein, zum Beispiel: Alt
und interessiert, alt und fröhlich, alt und klug, alt
und lebenserfahren und bietet dafür das passende Angebot.
Ute Treinen
1
Inhalt
Inhaltsverzeichnis
Aktuelles
Tagespflege für ältere Menschen - ein Modell
mit Zukunft ......................................................... 3
Neue Tagespflege des Club Aktivs in
Trier-Ehrang ...................................................... 5
Service
Neuer Behindertenbeirat und Behindertenbeauftragter in Trier ........................................... 6
Impressum
Urteile zum persönlichen Budget....................... 6
Regionalmesse »Zukunft Pflege« am 7. und 8.
November im Bürgerzentrum Schweich ............ 7
Durch Radeln aufklären .................................... 8
Club Aktivitäten
Sommerfest mit ganz viel Sonne ....................... 9
Wir sind dann mal weg …................................ 12
Neue Kollegen/innen stellen sich vor .............. 13
Bericht aus der Mittwochsrunde ...................... 13
Herausgeber:
Club Aktiv e.V.
Schützenstraße 20, 54295 Trier
Redaktion:
Ute Treinen (verantwortlich), Club Aktiv
Tel.: 0651/97859-130, treinen@clubaktiv.de
Satz und Layout:
Susanne Wagner-Tank, Club Aktiv
Druck:
Druckerei Koster, Trier
Seite für junge Leute
Lese-Ecke im Offenen Treff des Club Aktiv ..... 14
Kreativ- und Mitmachtage in den Herbstferien 15
Termine
Geburtstage ..................................................... 16
Redaktionsschluss ist der 15. des Vormonats.
Leserbriefe und Zuschriften unter dem Stichwort „Clubzeitung“ an o.g. Adresse schicken.
Mit Namen gekennzeichnete Beiträge geben
nicht unbedingt die Meinung des Vorstandes
oder der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich Kürzungen aus Platzgründen vor.
Der Bezug der Clubzeitung ist im Mitgliedsbeitrag enthalten. Interessenten erhalten 4
Ausgaben kostenlos. Der Bezugspreis beträgt pro Jahr 10,50 Euro incl. Versand.
Anzeigenpreise können bei der Redaktion erfragt werden.
Bankverbindung: Sparkasse Trier,
Kto: 969 352, BLZ: 585 501 30
2
Aktuelles
Aktuelles
Tagespflege für ältere Menschen - ein Modell mit Zukunft
Schon seit 1989
ist der Club Aktiv
Träger einer Tagespflege für ältere Menschen in
Trier-Olewig
und
seit 1993 auch in
Saarburg. Noch in
diesem Jahr kommt
eine neue Tagespflege in Trier-Ehrang hinzu.
In
Deutschland
gehört der Begriff der Tagespflege zur Wohlfahrtspflege und wird sowohl in der Kinder- und
Jugendhilfe, der Hilfen für Menschen mit Behinderung und, wie auch beim Club Aktiv in der Altenhilfe angewandt.
Bezogen auf die Altenhilfe bezeichnet Tagespflege eine teilstationäre Einrichtung, die tagsüber
für Pflege und Versorgung alter Menschen sorgt.
Finanziert wird diese Versorgung über die Pflegekassen.
In Deutschland wird
man ab dem 65. Lebensjahr zu den Alten gerechnet, in den
USA erst ab 70 Jahren. Allerdings gibt
es neben diesem
biographischen Alter
noch das biologische
Alter. Dieses drückt
aus, wie fit, aktiv,
krank, gesund ein
Mensch wirklich ist.
So kann ein 80-jähriger mit guten genetischen Voraussetzungen
biologisch jünger sein als ein 70-jähriger mit ungesünderer Lebensweise oder schlechteren Erbanlagen. Entsprechend heterogen ist die Gruppe
der alten Menschen und entsprechend individuell
müssen Angebote für diese Zielgruppe gestaltet
werden. Sie umfasst die wachsende Zahl unabhängiger Seniorinnen und Senioren, die bis ins
hohe Alter fit, mobil und interessiert sind bis hin
zu den alten Menschen, die mit Beschwerden
und Erkrankungen bis hin zur Pflegebedürftigkeit
umgehen müssen.
Aber ist dieser Begriff noch zeitgemäß und erfasst er wirklich das, was bei den Tagespflegen
Das Kuratorium Deutsche Altenhilfe (KDA) hat
geschieht und ermöglicht wird?
ein Lebensqualitätsmodell entwickelt, das die
Wenn man bei Pflege, wie es die meisten tun, an Basis einer modernen Altenhilfe sein kann bzw.
körperliche Pflege denkt, muss man hier „nein“ sollte.
sagen, denn die Tagespflegen haben immer Dazu gehört das Bedürfnis nach einem sinnschon weit mehr geboten als Körperpflege. Auch vollen Leben (Was motiviert mich, warum lebe
die Club Aktiv Tagespflegen arbeiten nach einem ich?), weiter gehören dazu die Grundbedürfnisse
ganzheitlichen Pflegemodell, das alle Aspekte (Nahrung, Atmen, Wärme, Kleidung, körperliche
des Menschen (psychische, mentale, soziale...) und materielle Sicherheit), das Wohnen, die soim Blick hat. Darüber hinaus stehen sie immer zialen Kontakte, die Gesundheit (medizinische
wieder vor der Herausforderung, passgenau auf und pflegerische Versorgung), Arbeit (Haus- und
das zu reagieren, was alte Menschen brauchen Gartenarbeit, Versorgung von Enkeln...) und das
Bedürfnis nach Selbstverwirklichung (Entfaltung
und wollen.
3
Aktuelles
der eigenen Talente, Hobbys).
Eine Einrichtung der Tagespflege für Senioren,
in der die Menschen einen großen Teil ihrer Zeit
verbringen, muss also, wenn sie die Lebensqualität ihrer Besucher im Auge hat, weit mehr umfassen als die Bedürfnisbefriedigung bezüglich
der Pflege.
Vielmehr gehören dazu die ganz individuelle Erfassung der geistigen, seelischen, körperlichen
und sozialen Fähigkeiten und deren Erhalt bzw.
Förderung. Natürlich sind die körperliche Sicherheit und die pflegerische Versorgung, sofern sie
notwendig ist, unabdingbare Elemente einer guten Tagespflege und müssen in fachlicher Qualität
angeboten werden, aber darüber hinaus haben
Tagespflegen
viele Möglichkeiten, den Bedürfnissen älterer Menschen
gerecht zu werden und auch
die Menschen
zu erreichen,
die noch weit
davon entfernt
sind, pflegebedürftig zu sein.
Hier kann eine
Ta g e s p f l e g e
Angebote machen, die die Fähigkeiten stärken und erhalten,
die vielleicht auch dazu dienen Neues zu erproben, sie kann Biographiearbeit leisten und so
dem Bedürfnis nach Sinn Raum geben, sie ist
dafür da, ein soziales Leben zu ermöglichen,
nicht nur durch die Gruppe der Besucher, sondern auch durch die Einbindung und Begleitung
der Angehörigen, was wiederum den Effekt hat,
dass die Wohnsituation alter Menschen stabiler wird, da die Angehörigen entlastet werden,
Ansprechpartner haben und so die Versorgung
alter Familienmitglieder besser bewältigen können. Auch die Teilhabe am gesellschaftlichen
Leben, die für viele ältere Menschen nicht mehr
selbstverständlich ist, kann in den Tagespflegen
ermöglicht werden durch die Teilnahme an kulturellen Veranstaltungen der Umgebung.
4
Hier stellt sich auch die Frage, inwieweit Tagespflegen in die Stadtteil- oder Dorfstruktur zu integrieren sind, ob ein Wohnkonzept, das alten
Menschen durch barrierefreie Wohnungen einen
Verbleib in ihrem Ort/Stadtteil ermöglicht, verbunden werden kann mit einer örtlichen Tagespflege.
Weitere Stichworte einer modernen, dem demographischen Wandel gerecht werdenden Tagespflege sind Sportangebote im weitesten Sinne,
der Erhalt und die Förderung lebenspraktischer
Fähigkeiten, Angebote einer sinnvollen Tätigkeit
während des Tages – sinnvoll im Sinne ergotherapeutischer Maßnahmen zum Erhalt bestimmter
Fähigkeiten ebenso wie das Motivieren zu Arbeiten, die notwendigerweise gemacht werden
müssen (Gartenarbeiten,
Hausarbeit) und
dadurch sinnvoll
sind und Sinn
stiften.
Wichtig ist der
Respekt
vor
der
Lebensleistung jedes
einzelnen Besuchers, seiner
Persönlichkeit
mit individuell ausgeprägten Wesenszügen und
Stimmungen, die durch die eigene Biografie und
Lebenserfahrung geprägt sind. Daraus resultiert,
dass die Erwartungen, Wünsche und Bedürfnisse der Besucher die Ziele und Angebote der Tagespflege mitbestimmen. Dies fordert Flexibilität
und Offenheit von Seiten der MitarbeiterInnen,
und auch eine hohe Fachlichkeit, denn die Verbindung von situations- und bedarfsorientiertem
Arbeiten mit vorstrukturierten, gerontologisch
sinnvollen Angeboten und notwendigen pflegerischen Hilfen kann nur gelingen, wenn fundierte Kenntnisse aus unterschiedlichen Disziplinen
vorliegen.
Inzwischen sind die Tagespflegen verstärkt An-
Aktuelles
laufstelle für Menschen mit dementiellen Erkrankungen und deren Angehörigen geworden. Hier
bedarfsorientiert zu arbeiten, den Förderaspekt
und die Teilhabe am Gruppengeschehen und am
Leben in der Gemeinschaft nicht aus den Augen
zu verlieren bei gleichzeitiger Garantie für die Sicherheit der Besucher mit Demenz stellt gerade
in den letzten 10 bis 15 Jahren die Tagespflege
vor große Herausforderungen. Auch deshalb ist
es wichtig, Fachkräfte vor Ort zu haben, die nicht
nur die Besucher fördern, sondern auch sich
selbst im Sinne eines lebenslangen Lernens weiter bilden.
So kann man sicherstellen, dass älter werdende Menschen eine höhere Lebensqualität haben
durch die Nutzung einer Tagespflege, auch wenn
sie noch nicht pflegebedürftig sind.
Neue Tagespflege des Club Aktivs in Trier-Ehrang
Schon vor circa 5 Jahren äußerte der ehemalige Ortsvorsteher von
Ehrang den Wunsch, im Gemeindezentrum eine Begegnungsstätte für alte und junge Menschen einzurichten. Nach einer längeren
Anlaufphase , die erschwert wurde durch das Abspringen eines
Investors, fand sich vor zwei Jahren ein neuer Investor, der zügig
mit dem Umbau des alten Gebäudes begann. Inzwischen sind die
Bauarbeiten fast abgeschlossen und es ist mit der Eröffnung der
neuen Tagespflege bis Jahresende zu rechnen.
Geöffnet ist sie von Montag bis
Freitag, 8:30 Uhr bis 17:00 Uhr.
Wie bei den Tagespflegen in
Trier und Saarburg bietet die
neue Tagespflege neben der
medizinisch-pflegerischen Versorgung individuelle und aktivierende Hilfen, eröffnet den
Die hellen und modernen Räume der neuen Tagespflege erstre- Besuchern sinnvolle Beschäfticken sich über zwei Etagen und bieten Platz für 22 Besucher. gungsmöglichkeiten, lädt ein zu
gemeinsamen Aktivitäten und
zur Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und Stadtteilleben. Selbstverständlich gehören gesunde Mahlzeiten und ein
Fahrdienst mit rollstuhlgerechten Fahrzeugen zum Standard.
Im Obergeschoss des Gebäudes wurden außerdem drei
barrierefreie Appartements geschaffen, die gedacht sind für
ältere Bewohner.
Tagespflege Trier-Ehrang
Niederstraße 145
54293 Trier
Informationen bei:
Club Aktiv e. V.
Rita Engels-Schweitzer
Tel.: 06 51 / 9 78 59-225
Das Objekt in Ehrang befindet sich noch im Bau
5
Service
Service
Neuer Behindertenbeirat und Behindertenbeauftragter in Trier
Seit Januar 2012 gibt es in Trier den Behindertenbeirat. Er ist Ansprechpartner für Betroffene
und gleichzeitig Ratgeber für die Stadt bei behinderungsspezifischen Fragen. Da der Beirat
der Inklusion auf kommunaler Ebene den Weg
ebnen will, müsste er letztendlich bei fast allen
kommunalpolitischen Fragen und Entscheidungen gehört werden.
Die Wahlperiode des Beirates ist gekoppelt an
die Legislaturperiode des Stadtrates. Somit wurde der Beirat im Juli 2014 neu gewählt. Bei der
konstituierenden Sitzung am 24. Juli wählte der
Beirat auch einen neuen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter, da Nancy Poser und Heike
Unterrainer, die bisher diese Funktionen bekleideten, aus persönlichen Gründen nicht mehr zur
Wahl antraten.
Neuer Vorsitzender und damit Behindertenbeauftragter ist Gerd Dahm, ehemaliges, langjähriges
Stadtratsmitglied und in dieser Funktion auch
schon vorher im Behindertenbeirat aktiv. Die
Themen Inklusion und die damit verbundenen
und zu schaffenden gesellschaftlichen Bedingungen sind ihm vertraut, nicht zuletzt durch seine
Arbeit als Pädagoge an der Porta Nigra Schule.
Bekannt geworden ist er in Trier außerdem durch
ein Projekt mit dem Stadttheater, bei dem Schüler der Porta-Nigra-Schule und die Künstler des
Stadttheaters gemeinsam Mozarts Zauberflöte
auf die Bühne brachten.
Sein Stellvertreter ist Erwin Laupichler, 1. Vorsitzender der Vereinigung zur Förderung Hörgeschädigter Trier e.V. und somit ebenfalls vertraut damit, dass Barrierefreiheit weit mehr ist als
Rampen und abgesenkte Bürgersteige.
Heike Unterrainer wird zukünftig den Beirat im
Jugendhilfeausschuss vertreten. Ihre Stellvertreterin ist Nancy Poser.
Von Seiten des Club Aktivs gratulieren wir den
neuen Vorsitzenden und Beiratsmitliedern, freuen uns auf die Zusammenarbeit mit dem neuen
Behindertenbeauftragten und dem Beirat und bedanken uns ganz herzlich für das bisherige gute
und konstruktive Miteinander seit 2012.
Urteile zum Persönlichen Budget
Bundesverfassungsgericht verhindert
Zwangsumzug
richtung. Der Betroffenen sollte in eine stationäre
Einrichtung umziehen.
Das Bundesverfassungsgericht hat entschieden,
dass ein mehrfach geistig und körperlich behinderter Mensch nicht zum Umzug in eine stationäre Einrichtung gezwungen werden kann. Der Sozialhilfeträger muss die Kosten für die ambulante
Betreuung vorläufig sicherstellen.
Der Betroffene klagte gegen den Sozialhilfeträger und hatte erst vor dem Sozialgericht Koblenz
und dem Landessozialgericht keinen Erfolg. Das
Bundesverfassungsgericht hat dagegen entschieden, dass erst einmal kein Umzug in eine
stationäre Einrichtung erfolgt, bevor der Fall abschließend beurteilt wurde. Es hat den Sozialhilfeträger bis zu dieser Entscheidung verpflichtet,
die Kosten für die ambulante Betreuung zu übernehmen. Anders als die rheinland-pfälzischen
Gerichte hat das Bundesverfassungsgericht
Der Sozialhilfeträger hatte dem Betroffenen ein
Persönliches Budget verweigert, weil bei der
ambulanten Betreuung höhere Kosten anfielen
als bei der Betreuung in einer stationären Ein-
6
Service
die möglicherweise für den Betroffenen entstehenden Gesundheitsschäden gegen die möglicherweise für den Sozialhilfeträger anfallenden
Mehrkosten abgewogen und die durch einen erzwungenen Umzug entstehenden Gesundheitsgefahren als schwerwiegender bewertet.
Das Land Rheinland-Pfalz sieht sich gerne in der
Rolle des Vorreiters in Sachen Persönliches Budget und Ambulantisierung und Wohnen wo, wie
und mit wem ich will.
Bei der praktischen Umsetzung gibt es für die
Betroffenen immer noch viele Hindernisse. Die
Sozialhilfeträger weigern sich oft, die Mehrkosten der meist teureren ambulanten Betreuung, zu
bezahlen.
Hilfe war von den Sozialgerichten in RheinlandPfalz bisher kaum zu bekommen. Unter Verweis
auf die Mehrkosten der ambulanten Versorgung
lehnen die Sozialhilfeträger in der Regel das persönliche Budget ab und verhindern damit eine
Ambulantisierung.
BVerfG – 1 BvR 2366/12
LSG Rheinland-Pfalz - L 1 SO 75/12 B ER
SG Koblenz - S 12 SO 104/12 ER
(Quelle: Der PARITÄTISCHE Landesverband
Rheinland-Pfalz/Saarland e. V. )
leistungen ohne Anbindung an eine Werkstatt für
behinderte Menschen sei vom geltenden Recht
nicht gedeckt.
Das Bundessozialgericht hat in der Urteilsbegründung ausdrücklich die Bedeutung des Persönlichen Budgets nach § 17 SGB IX hervorgehoben. Das Persönliche Budget sei nicht bloß
eine Form der Leistungserbringung. Menschen
mit Behinderung sollen notwendige Leistungen
selbst bestimmen und sich frei verschaffen können, dies sei bei der Auslegung der einschlägigen Rechtsgrundlage zu berücksichtigen, so
das Bundessozialgericht. (Erscheinungsdatum
20.03.2012)
Regionalmesse »Zukunft Pflege«
am 7. und 8. November im
Bürgerzentrum Schweich
Unter der Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Sozialministers Alexander Schweitzer und
initiiert vom Trierischen Wochenspiegel findet
zum zweiten Mal eine große Pflegemesse statt,
bei der es um die Pflege kranker, behinderter und
alter Menschen geht sowie um die Pflegenden
und die Zukunft der Pflegeberufe.
Wie schon im letzten Jahr werden viele Anbieter
von Pflegedienstleistungen, Selbsthilfegruppen,
Anbieter von Pflegefinanzierung und Rechtsberatung, Krankenkassen etc. eine Übersicht über
„Das Bundessozialgericht macht in der jetzt vor- den vielschichtigen Bereich der Pflege geben.
liegenden Begründung zu seinem Urteil vom 30.
November 2011 noch einmal deutlich, dass Men- Zusätzlich wird die Kreishandwerkerschaft Trierschen mit Behinderungen Werkstattleistungen Saarburg zum Thema barrierefreies Bauen,
im Persönlichen Budget ohne Anbindung an eine Wohnen und Renovieren beraten.
Werkstatt für behinderte Menschen erhalten können. Es hat damit klargestellt, dass Leistungen Auch der Club Aktiv ist auf der Messe vertreten.
für behinderte Menschen dem Menschen folgen Wir informieren über ambulante Pflege und
Wohnformen, über die Möglichkeiten einer indiund nicht umgekehrt.
Mit dem jetzt begründeten Urteil des Bundesso- viduellen und selbstbestimmten Assistenz sowie
zialgerichts ist eine entscheidende Frage geklärt, über die Chancen erster Erfahrungen in der Bedie bisher von vielen Kostenträgern anders be- treuung und Pflege durch ein Freiwilliges Soziaurteilt worden ist. „Menschen mit Behinderung les Jahr beim Club Aktiv.
können nach der Klarstellung des Bundessozialgerichts nicht mehr mit dem Hinweis abgespeist Neben den Info- und Präsentationsständen gibt
werden, ein Persönliches Budget von Werkstatt- es Fach- und Publikumsvorträge und Workshops.
Bundessozialgericht macht Weg frei für
Persönliches Budget ohne Anbindung an
Werkstätten für behinderte Menschen
7
Service
Ort:
Bürgerzentrum Schweich
Stefan-Andres-Straße
54338 Schweich
sionshilfe, die die Aktion mit der Barmer unterstützt, erkrankt jeder fünfte Deutsche einmal im
Leben daran.
7000 Kilometer unterwegs
Durch Depression verlieren fast doppelt so viele
Menschen ihr Leben wie durch Verkehrsunfälle. Jüngstes Beispiel ist Profi-Fußballer Andreas Biermann, der auf der Mood-Webseite zitiert
wird:
„Aktionen wie die Mood-Tour sind unschätzbar
wichtige Bausteine auf dem langen Weg der Depressionsaufklärung“. Biermann hat es nicht geDas genaue Programm stand bei Redaktions- schafft. Er nahm sich am 18. Juli das Leben.
schluss noch nicht fest und wird in der NovemBei den zwei Tandem-Teams mit je sechs Perberausgabe der Clubzeitung veröffentlicht.
sonen, die rund 7000 Kilometer durch ganz
Deutschland fahren, sind depressionserfahrene
und unerfahrene Menschen gemeinsam unterDurch Radeln aufklären
wegs. Alle berichten über positive Erlebnisse.
Depressionen gehören weltweit zu den häufigs- Das gemeinsame Erleben und die Freundlichkeit
ten Formen psychischer Erkrankungen. Dabei der Menschen unterwegs hat sie überwältigt und
werden die Auswirkungen immer noch unter- bestärkt. Mit ihrer Tour werden die Ängste und
schätzt. Nicht behandelte oder nicht erkannte Vorurteile bei den Betroffenen abgebaut.
Depressionen sind die häufigste Ursache für Su- Mitte Juni sind sie in Leipzig gestartet und wenn
ihre Tour am 20. September in Köln endet, werizide in Deutschland.
Viele Betroffene versuchen ihre Krankheit zu den sie insgesamt über 70 Städte besucht haverbergen aus Angst, ausgegrenzt zu werden. ben. Wie an jedem Haltepunkt haben sie auch
Um darüber aufzuklären und einen Beitrag zur in Trier Mitfahrer gesucht und gefunden. MitglieEntstigmatisierung zu leisten, ist die Mood-Tour der des ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad(englisch: Stimmung) auf ihrer Deutschlandrund- Club) und des Club Aktiv fuhren einen Teil der
fahrt. Oberbürgermeister Klaus Jensen (Foto, 2. Etappe mit, die bis Koblenz führt.
v. l.) begrüßte die Teilnehmer vor dem Rathaus (Dieter Jacobs, Rathauszeitung Trier, 29.07.2014)
Zeit:
Freitag, 7.11. 2014,
8:00 Uhr bis 13:00 Uhr:
Berufsinfomesse mit Ausbildungsbörse
Ab 13:00 Uhr bis Samstag, 08.11.2014,18:00
Uhr:
Messe „Zukunft Pflege“
und gab ihnen Gelegenheit, über diese Volkskrankheit zu informieren.
„Niemand ist vor Depressionen
gefeit, doch es gibt viele Möglichkeiten die Stimmung zu verbessern, zum Beispiel durch
gemeinsamen Sport“, lautet
die Kernaussage von Initiator
Sebastian Burger. Alleine in
Deutschland leiden derzeit vier
Millionen Menschen an einer
behandlungsbedürftigen
Depression. Nach Informationen
der Stiftung deutscher Depres-
8
Club Aktivitäten
Club Aktivitäten
Sommerfest mit ganz viel Sonne
Am 19.Juli feierte der Club Aktiv sein diesjähriges Sommerfest als großes Straßenfest in der
Pfützenstraße. Es gab diesmal noch einen besonderen Anlass zum Feiern, die Tagesförderstätte blickt auf stolze 25 Jahre erfolgreiche Arbeit zurück.
Im Vorfeld wurde das Straßenfest gemeinsam
organisiert und geplant. Wir brauchten eine Genehmigung für die Sperrung der Pfützenstraße,
die Beschilderung wurde in Auftrag gegeben, der
Bierwagen musste bestellt werden usw...
das Wetter schien nicht gerade verheißungsvoll. So starteten wir alle zusammen das Projekt
„Sonne fürs Sommerfest“, unter anderem wurden
Stoßgebete zum Himmel geschickt, im Minutentakt gingen Anrufe bei Petrus ein und unzählige
Teller wurden für das gute Wetter leer gegessen.
Das zeigte Wirkung, der 19. Juli präsentierte sich
von seiner sonnigsten Seite. Vielleicht haben
wir es mit dem Projekt „Sonne fürs Sommerfest“
übertrieben. Die Werte stiegen weit über 30 Grad
und das schon am frühen Morgen. Wir wollten ja
schließlich ganz viel Sonne, und
die haben wir auch bekommen.
Früh morgens ging es mit dem
Aufbau los. Der Tourbus von
RPR 1 rollte planmäßig um
8.00 Uhr an. Die Bühne stand
innerhalb kürzester Zeit, die
Leitungen mussten verlegt und
gesichert, die Pavillons, Tische, Bänke und der Bierwagen
mussten aufgebaut werden. Am
schwersten fiel es uns, den Grill
bei der Hitze aufzustellen.
Pünktlich um 10.00 Uhr begann
die Liveübertragung von unserem Sommerfest in der Pfüt-
Ein besonderes Highlight war
die Moderation durch „RPR1.
on Tour“. RPR berichtete schon
im Vorfeld über unser Sommerfest und am Tag selbst wurden
Ausschnitte aus dem Festgeschehen live im Radio gesendet. Mit zum RPR-Rahmenprogramm gehörten auch Clown
Andi und eine Wii Konsole, die
besonders bei den Kindern gut
ankam.
Wir waren schon einige Tage
vorher gut vorbereitet, einzig
9
Club Aktivitäten
zenstraße auf RPR 1. Die Moderatoren Thomas
Vatheuer und Mandy Thomson begrüßten die
Gäste und führten durch das bunte Programm.
Die Stimmung war von Anfang an sehr gut, die
Moderatoren waren immer ganz dicht am Publikum und einige Gäste waren auch eigens gekommen, weil sie die Werbung im Radio verfolgt
hatten.
Ab 10.00 Uhr konnten die Besucher bei uns frühstücken. Vom Croissant bis hin zu Waffeln, Frühstückseiern, jeder Menge Marmelade, Käse und
Wurst war für jeden etwas dabei. Für die Vitamine sorgten Säfte, Obstsalate,
Müsli und Fruchtjoghurt.
Michael Jörg und Paul Haubrich
begrüßten die Gäste live auf
der RPR 1 Bühne und erzählten
den Gästen und Hörern etwas
über die Arbeit des Club Aktivs
und natürlich zum Jubiläum der
Tagesförderstätte.
Sie setzte mit ihrem Auftritt einen gelungenen
musikalischen Akzent.
Nachmittags ging das bunte Unterhaltungsprogramm weiter. Überall schwirrte Clown Andi herum, der mit seinem breiten pfälzischen Dialekt
erhebliche Probleme hatte, ein bisschen trierisch
zu lernen. Mit „Eich ooch“ und „Dau ooch“ kam
er schon etwas durcheinander. Er sprang munter zwischen den Moderatoren
herum, half den Gästen bei den
Ratespielen und konnte trotz
der Hitze keine Sekunde Ruhe
bewahren.
Die Ratespiele des RPR 1
Teams kamen bei den Gästen
sehr gut an, egal ob es um das
Raten von Alltagsgeräuschen
ging oder um Filmmusik.
Die Jüngeren konnten bei den
Kinderserien punkten und die
älteren Gäste hatten bei amerikanischen Serien und Krimis
eindeutig einen Vorteil. Es gab
verschiedene Preise zu gewinnen vom Wasserball bis hin zu
T-Shirts und Schirmen mit RPR 1-Logo. Schnell
zeigte sich, dass es einige Spezialisten im Publikum gab, die auf Serien stehen und nahezu jede
Melodie erkannten. Kaum hatte man einen Titel
Um 11.00 Uhr war der Auftritt
von Rike Port, die mit ihrer unverwechselbaren Stimme schon
mehrfach auf den Vereinsfesten
aufgetreten ist. Rike interpretiert bekannte Lieder und macht
damit jedes Lied zu ihrem ganz
eigenen Lied. Sie arbeitet mit unterschiedlichen genannt, hatte man auch schon ein Mikrophon
Künstlern zusammen und passt ihr umfangrei- vorm Gesicht und musste seine Gehirnzellen
ches Repertoire dem Anlass entsprechend an. anstrengen. Thomas Vatheuer wollte es immer
10
Club Aktivitäten
noch genauer wissen: Worum ging es in der Serie, wer spielte mit? Mit ganz viel Hilfe vom Moderatorenteam konnten dann auch die meisten
Fragen beantwortet werden.
Interpretation der Songs von Eric Clapton, Muddy Waters, Robert Johnson, Johnny Winter, Neil
Young, James Taylor und vielen anderen ließen
Zeit und Raum, einfach nur die Musik zu genießen.
Um 18.00 Uhr wurde es rockiger mit Pezi Nells
und Band, die vielen Musikliebhabern unter dem
ehemaligen Bandnamen „Barfly“ bekannt sind,
eine perfekt aufeinander eingespielte Band mit
Gitarrist Kalle Georg, Bassist Sven Schröter,
Drummer Herb Lauer und Keyboarder Peter Anhäuser. Sie alle gehören wie Pezi Nells zu den
Urgesteinen der Trierer Musikszene.
Um 21.00 Uhr war das Straßenfest zu Ende. Sicher hätten einige Gäste gerne noch weiter gefeiert, aber eine Straßensperrung geht einfach auch
mal zu Ende.
Zum Sommerfest hatte die Familie Jacobi aus Die gesamte Tagesförderstätte samt FSJlerInnen
Leiwen einen Weinstand aufgebaut. Es gab sehr
guten Wein dort, aufgrund der Hitze hielten sich
viele aber mit alkoholischen Getränken sehr zurück. Hoch im Kurs standen am Samstag Sprudel, Wasser und alkoholfreies Bier oder Radler.
Am Straßenfest beteiligten sich auch die Nachbarn der Tagesförderstätte, wie der Eine Welt
Laden und Nabu, die Spielstände für Kinder aufgebaut hatten.
Das Wetter blieb bis in die Abendstunden konsequent über 33 Grad, die Häuserfronten auf
beiden Seiten der Pfützenstraße sorgten jedoch
dafür, dass wir nur wenige Stunden die volle Ladung Sonne abbekamen.
und PraktikantInnen hielten sich tapfer bis in die
Abendstunden und packten den ganzen Tag mit
an, hinzu kamen viele Kollegen und Kolleginnen
aus der Kita, der Buchsanierung, der Tagespflege, Sozialstation, ABC Trier und Kaiserslautern,
dem Fahrdienst und der Selbsthilfe.
An dieser Stelle möchten wir uns alle ganz herzlich bedanken für die Mithilfe und die vielen Kuchen- und Salatspenden. Ein ereignisreicher,
heißer Tag liegt hinter uns, ein gelungenes Bühnenprogramm mit RPR 1, gute Musik mit Rike,
Ralph und Pezi Nells. Es war ein schönes Fest
mit zufriedenen Besuchern, die nicht nur aus den
eigenen Reihen kamen, sondern einfach mitten
Gegen 16.00 Uhr kam Ralph Brauner auf die aus Trier. Die Begegnung von behinderten und
Bühne, ein gern gesehener musikalischer Gast nicht behinderten Menschen ist uns ein wichtiges
auf vielen Veranstaltungen des Club Aktiv. Seine Anliegen und beim gemeinsamen Feiern gelingt
Vorliebe für Blues in allen Spielarten und seine sie besonders gut.
11
Club Aktivitäten
Wir sind dann mal weg …
Nach überwiegend 12 Monaten verlassen uns einige junge Menschen, die ein freiwilliges soziales
Jahr unter unserer Trägerschaft abgeleistet haben. Und ich durfte sie auf ihrem Weg begleiten.
eigener Alkoholkonsum ging. Gleichgültig um
welches Thema es ging, sie konnten ihre eigene
Meinung klar äußern, aber auch andere Meinungen gelten lassen. Sie konnten ihre eigene Verantwortung erkennen. Das Selbstbewusstsein,
So unterschiedlich wie unsere FSJler_innen wa- das Verantwortungsbewusstsein und das Refleren, so vielfältig waren auch die Einsatzstellen.
xionsvermögen ist enorm gestiegen. Und das ist
Nicht nur innerhalb des Club Aktivs, sondern auch auch gut so.
externe Stellen standen ihnen zur Verfügung. So
konnte in Kindertagesstätten, Krabbelgruppen, Sie werden nun wieder zur Schule gehen, eine
Schulen, Einrichtungen der Jugendarbeit, Ein- Ausbildung oder ein Studium beginnen. Manche
richtungen der Behindertenhilfe, Aufnahmeein- im sozialen Bereich, manche nicht. Einige haben
richtung für Asylbegehrende usw.... Erfahrungen aber auch das FSJ verlängert. Alle gehen den eigesammelt werden. Teilweise wollten sie gezielt genen Weg weiter.
in bestimmte Einsatzstellen, manche mussten in
die „passende“ Einsatzstelle „geschoben“ wer- Danke, das wir euch kennen lernen und eure Zeit
den, aber rückblickend hat alles gepasst. Einige begleiten durften. Ihr werdet nicht nur mir fehlen.
fanden ihren Weg zu uns durch Mundpropaganda, andere durch Internet, Zeitung, Werbung ... und wir sind da!
oder „amtliche“ Vermittlung. Alle die uns finden
wollten, haben uns gefunden! Wollten einige ihre Da der Club Aktiv aber zu jedem Zeitpunkt, wenn
Zeit bis zur weiteren Ausbildung sinnvoll überbrü- FSJ Einsatzstellen frei werden, FSJler_innen eincken, andere auf Druck von außen „endlich mal stellt, werden zum offiziellen Start am 01. Sepwas machen und nicht nur abhängen“, andere tember 2014 wieder junge Menschen die FSJ
sich im sozialen Bereich ausprobieren, einige ih- Gruppe wachsen lassen. Es wird wieder eine
ren Notendurchschnitt anheben, so haben doch Gruppe, „Deutschland in Kleinformat“, werden,
letztlich alle von der Zeit profitiert. Unsere FSJ- so bunt und vielseitig wie das Leben. Auch die
ler haben viele Erfahrungen und nicht nur in der „Neuen“ werden „ihre“ Aufgaben in den Einsatzpraktischen Tätigkeit gemacht.
stellen finden und / oder bekommen. Sie werden
von den „Alten“ unter die Fittiche genommen daNeben der alltäglichen Arbeit in den Einsatzstel- mit ihnen der Einstieg erleichtert wird. Ein Danke,
len sind die Freiwilligen verpflichtet, regelmäßig dass ihr dieses immer wieder macht!
stattfindende Seminartage bzw.-wochen zu besuchen.
Und danke an alle Menschen, die mit uns zusamEs trafen junge Menschen unterschiedlichen Al- men arbeiten.
ters, Herkunft und Bildungsstand aufeinander.
Und sie sind zu einer Gruppe geworden! Sie Ich freue mich auf die weitere Zeit mit den jungen
konnten miteinander lachen, lernen, streiten, Menschen.
für einander einstehen … und sie haben immer
zusammengehalten. Besonders dann, wenn es Gaby Mutmann-Klassen
draußen ziemlich warm war. Eins hat die Gruppe
immer verbunden: „Mensch sein“.
Ich konnte in den Seminaren immer wieder erleben, wie reflektiert die jungen Menschen sind,
wenn es um brisante Themen wie zum Beispiel
12
Club Aktivitäten
Neue Kollegen/innen
stellen sich vor
Heike Altenhofen
Frau Altenhofen wohnt in Saarburg. Im Club Aktiv hat Sie die Abteilungsleitung für den ISB und
MSD inne.
Fragen an Frau Altenhofen:
Welche Ziele haben Sie mit Ihrer Arbeit?
Wichtigstes Ziel für mich ist eine gesunde wirtschaftliche Entwicklung im ISB/MSD zu behalten und auszubauen. Hierzu finde ich es wichtig, dass ein guter Teamgeist herrscht und ein
kooperatives Miteinander möglich ist. Zufriedene
und ausgeglichene Mitarbeiter können wiederum
den Club Aktiv positiv nach außen darstellen und
unsere Klienten zufriedenstellend betreuen und
begleiten. Für mich ist es ebenfalls wichtig, dass
unsere Klienten sich bei uns persönlich und individuell betreut fühlen. Das Besondere an der
ambulanten Betreuung durch den MSD und den
ISB ist Rücksichtnahme auf die Individualität des
einzelnen Menschen und das mit einer besonderen Nähe zum Klienten.
Was motiviert Sie beim Club Aktiv zu arbeiten?
Der Club Aktiv ist ein in der Region bekannter Arbeitgeber und auch Anbieter für soziale Dienstleistungen, der soziales Engagement in der Region zeigt. Ich möchte für und mit den Menschen
tätig sein. Diese Möglichkeit habe ich beim Club
Aktiv gefunden. Mich begeistert die Einstellung
vieler Kollegen/Innen, die schon Jahre innerhalb
Ihrer Arbeit immer wieder Verbesserungen und
Möglichkeiten finden, um Menschen mit Handicap das Leben im Alltag zu erleichtern.
Seit wann sind sie Mitarbeiterin im Club Aktiv?
Seit 01.02.2014
Bericht aus der Mittwochsrunde
Zwischen Ende April und Ende Juli erlebte die
Mittwochsrunde einige Höhepunkte. Einer davon war der Moselländische Abend, den Helmut vorbereitet hatte. Er las einige Passagen
aus dem Buch „Deutschland und die Moselaner“ von Alfons Krisam vor. Dazu gab es leckere Schinkenbrote. Vier Wochen später trug
Walburga Gedichte auf Trierer Platt vor, u.a.
von Addi Märtens. An zwei Mittwochen schaute sich die Gruppe den Spielfilm „Momo“ an.
Gedreht wurde er in den achtziger Jahren und
manche sahen ihn zum zweiten oder sogar
dritten Mal. Die Aussage des Romans von Michael Ende ist aktueller denn je, sorgen doch
die „Grauen Herren von der Zeitsparkasse“ für
immer mehr Stress.
Um sich untereinander besser kennenzulernen, schlug Helmut die gruppendynamische
Übung „LEBENSLEITER“ vor. Man würfelte eine bestimmte Zahl und erzählte, was in diesem
Alter wichtiges passiert ist. Ging es am Abend
um Kindheit und Jugend, so wurde am zweiten
Abend das Erwachsenenalter thematisiert. Natürlich durften Spielabende nicht fehlen: UNO,
„Activity“ mit Walburga (Begriffe umschreiben,
zeichnen oder pantomimisch darstellen) und
ein Denkspiel mit Christa. Dabei ging es reihum
(z.B. denk` ich an Bäume, denk` ich an Bäume,
denk` ich an Holz) – bis keinem mehr etwas dazu einfiel.
Wie jedes Jahr, feierten die im Frühling geborenen (Michael, Gaby H. und Walburga) ihre
Geburtstage mit Eis und Erdbeeren nach. Zwei
Treffen fanden außerhalb des Clubraums statt.
Da der Vorabend des 1. Mai diesmal auf einen
Mittwoch fiel, konnte die Gruppe am MaibaumAufstellen im Schammatdorf teilnehmen. Am
18. Mai jährte sich der Todestag unseres ehemaligen Mitglieds Hermann zum zwanzigsten
Mal. Traditionell wurde sein Grab auf dem Mattheiser Friedhof besucht, anschließend kehrte
man in die Pizzeria „Da Antonio“ ein. Während
der Sommerpause ist ein Ausflug zum Rioler
See geplant.
Joana und Ewald
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Seite für junge Leute
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Lese-Ecke im Offenen Treff des Club Aktiv
„Lesen macht Spaß?!“
Stimmt das denn?
Im Jahr 2009 wurden Kinder gefragt,
ob sie gerne lesen. Sehr viele Kinder
sagten, dass sie nicht gerne lesen. Sie
lesen nur für die Schule. Sie schauen
Fernseh oder spielen am PC.
Das ist schade, denn lesen kann richtig Spaß machen.
Außerdem hilft es, wenn man ein wenig lesen kann. Dann kann man Straßenschilder lesen, oder auch E-Mails.
Im Offenen Treff werden wir deshalb
eine Leseecke einrichten.
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Dabei geht es um die Freude am
Lesen. In der Leseecke findet ihr
Bücher und Geschichten in Leichter
Sprache. Wir lesen gemeinsam in
kleinen Gruppen. Wer will kann einzelne Sätze oder Wörter vorlesen. Ihr
bekommt Hilfe beim Lesen. Und ihr
könnt euch gegenseitig helfen.
Danach sprechen wir über die Geschichten.
Ort: Offener Treff des Club Aktiv,
Viehmarkt 4 in Trier.
Zeit: Jeden Dienstag ab 17:00 Uhr
ist ein Helfer in der Lese-Ecke, der
mit euch liest.
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Kreativ- und Mitmachtage in den Herbstferien
27. bis 31. Oktober 2014
Auch in diesem Jahr
gibt es wieder eine
Ferienfreizeit
ohne
Übernachtung
in den Herbstferien.
Diesmal ist unser
Treffpunkt - mit Ausnahme des ersten
Freizeittages - das
Schammatdorfzentrum im Schammatdorf in Trier-Süd.
Wir wollen die Woche nutzen, um miteinander Spaß zu haben und
uns mit Kunst und Kultur befassen, mit Theater,
Tanz, Musik und Film.
Am Montag, dem 27.10. starten wir ausnahmsweise in der Stadt. Treffpunkt ist die Caféteria unserer Tagesstätte in der Pfützenstraße 7 in Trier.
Von dort gehen wir morgens in die Tuchfabrik, wo
ein Theaterstück gezeigt wird. Nach dem Mittagessen fahren wir dann ins Schammatdorf.
Zum Schammatdorf
fährt der Bus Linie 3,
der alle 10 Minuten
kommt.
TeilnehmerInnen:
Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung.
Zeit:
Montag, 27.10.2014 bis Freitag, 31.10.2014
Beginn ist jeden Tag um 9:00 Uhr, das Ende ist
um 17.00 Uhr.
Der Unkostenbeitrag beträgt 125,-€ je Teilnehmer, inkl. Verpflegung, Material, Eintrittsgelder
und Animation. Für Kinder mit Pflegestufe und/
oder zusätzlichem Betreuungsbedarf (PflegeerWas wir sonst noch machen?
gänzungsleistungen bei eingeschränkter Alltagskompetenz) berechnen wir zusätzlich 180,- € für
Wir werden wie immer Ausflüge machen und wir die erweiterte Betreuung (Gesamtkosten dann
werden selbst kreativ werden. Auch trommeln, 305 €). Dieser Betrag kann ganz oder teilweise
Musik machen und tanzen stehen auf dem Pro- von den Pflegekassen nach Antragstellung übergramm.
nommen werden.
Wir kochen selbst und können uns ausdenken,
was wir ausprobieren und essen wollen. Außerdem versuchen wir, selbst Schokolade zu machen.
Natürlich kommt auch das Spielen nicht zu kurz,
dafür ist immer Zeit vorhanden – und auch viele
schöne Spiele aus aller Welt.
Anmeldung und Information bei:
Club Aktiv e. V.
Klaudia Klaus-Höhl
Schützenstraße 20
54295 Trier-süd
06 51 / 9 78 59-131
klaus-hoehl@clubaktiv.de
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Seele and Geist
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