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703 Thurgauer Schülerinnen und Schüler starten eine

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kongresszeitung sa
19.10.2013
21:26 Uhr
Seite 2
Stuttgarter Sportkongress • SpOrt Stuttgart
Umfrage:
Sie tragen jedes Jahr wesentlich zum Erfolg des
Stuttgarter Sportkongresses bei: Die Referenten.
Manche sind dieses Jahr zum ersten Mal dabei,
andere hingegen sind schon „alte Hasen“.
Insgesamt hielten 150 Referenten verschiedene
Workshops und Vorträge. Wir wollten wissen:
„Was gefällt euch am Stuttgarter Sportkongress?“
„Ich war schon einige
Male beim Sportkongress als Referentin dabei und komme immer
wieder gerne. Mich
begeistert die Vielfalt.“
Malte Spindler - Die BRUeDER
Sonntag, 20.10.2014
„Der Kongress hat
bundespolitische
Ausstrahlung und ist
ein gerne wahrgenommener ‚Darf-Termin‘ für
mich.“
Prof. Dr. Braun, HumboldtUniversität zu Berlin
Renate Wörle-Glomb,
„LaGYM“
Zahlen - Daten - Fakten
Rhythmen, die in die Beine gehen
E
s sind Lieder, die jeder kennt und die ins Ohr gehen – vor allen Dingen gehen sie aber in die Beine. Sobald die Töne erklingen, wird die Hüfte gekreist, die Beine im Takt bewegt und die Hände werden in
die Höhe gestreckt. Wenn beim 9. Stuttgarter Sportkongresses „LaGYM“ auf dem Kursplan steht, kann jeder Teilnehmer sicher sein: Die nächsten eineinhalb Stunden wird
getanzt – sei es zu Salsa-Rhythmen, zu Pop oder zu orientalischen Liedern. Es ist gerade diese Mischung, die Spaß
und gute Laune unter den Teilnehmern verspricht.
LaGYM ist das neue Trendangebot der Turnverbände für
die Vereine und ist zum ersten Mal Inhalt eines Stuttgarter Sportkongresses. Dass sich die Übungsleiter von neuen Trends nicht abschrecken lassen, sondern ihnen offen
gegenüberstehen, zeigt die hohe Nachfrage. „Die LaGYMKurse waren fast alle ausgebucht und das zeigt uns, dass
wir den Geschmack der Übungsleiter getroffen haben“, berichtet Hans-Jürgen Künneth, der Projektleiter des Sportkongresses. Und das ist auch wichtig: Denn nur der Verein, der neue und attraktive Kursinhalte bietet, kann seine
Mitglieder halten beziehungsweise neue hinzugewinnen.
Alle Übungsleiter, die nun von LaGYM begeistert sind,
haben die Möglichkeit, beim Schwäbischen Turnerbund eine Ausbildung zu absolvieren. Folgende Termine stehen zur Auswahl:
• 6. bis 8. Dez. 2013 (Kurs-Nr. GA-20-1100-0-0865/13)
• 6. bis 8. Juni 2014 (Kurs-Nr. GA-20-1100-0-0323/14).
300
Viele Turn- und Sportvereine haben
kreative Ideen – das zeigten wieder
einmal die zahlreichen Bewerbungen, die zum diesjährigen Innovationspreis eingingen. Aber wie viele Bewerbungen gab es eigentlich seit der ersten Preisverleihung? Es sind rund 300.
152
Wie lange dauert es eigentlich noch bis
zum GAZPROM Gymnastik-Weltcup
2014 in Stuttgart? Wir helfen gerne
weiter: Wir müssen noch 152 Mal
schlafen.
687
Und wie weit ist die Gymnastik-WM
2015 noch entfernt? Bis dahin sind es
noch 687 Tage.
78
Beim 9. Stuttgarter Sportkongress
treffen wieder Menschen unterschiedlichstem Alter aufeinander. Die älteste
Teilnehmerin ist 78 Jahre alt.
21
Der jüngste Teilnehmer ist ebenfalls
eine Frau und 21 Jahre alt.
6400
Knapp 1000 Teilnehmer benötigen
Platz. Und zwar ziemlich genau 6400
Quadratmeter. Auf dieser Fläche findet nämlich der 9. Stuttgarter Sportkongress statt, wenn man alle Veranstaltungsorte zusammenzählt.
Beide Kurse finden in Bartholomä statt. Alle weiteren Informationen dazu finden Sie auf www.stb.de/lagym.de
365
Lebe Balance
Exakt ein Jahr, sprich 365 Tage, ist
STB-Präsident Wolfgang Drexler heute im Amt.
Erstes umfassendes Präventionsprogramm für psychische Gesundheit in Deutschland
Am 7. Oktober startete mit „Lebe Balance“ das 1. Präventionsprogramm für psychische Gesundheit. Die landesweite Gesundheitsaktion der AOK Baden-Württemberg richtet sich an gesunde Menschen ab 20 Jahren. „Ziel von Lebe
Balance ist es, die Anfälligkeit für psychische Störungen
zu senken, indem Menschen lernen, ihre persönlichen
Schutzfaktoren zu stärken und ihr Leben intensiver nach
ihren Werten auszurichten“, sagt der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Martin Bohus.
„Seit nunmehr 25 Jahren gehört gezielte Gesundheitsförderung zum Markenkern der AOK Baden-Württemberg“,
so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK
Baden-Württemberg. „Die rasante Zunahme an psychischen
Erkrankungen wie Erschöpfung, Burnout oder Depression hat uns nun veranlasst, auch für die Gesunderhaltung
der Psyche weit im Vorfeld einer Erkrankung ein maßgeschneidertes, wissenschaftlich fundiertes und lebensnahes
Präventionsprogramm anzubieten.“ Mit Informationen, einem Buch, einer Audio-CD, Veranstaltungen und den Seminaren bieten sich den AOK-Versicherten und darüber hinaus allen Interessierten vielfältige Möglichkeiten, an Lebe
Balance teilzunehmen. Weitere Informationen: www.lebebalance.de
Impressum
Herausgeber
STB-Bildungswerk e.V. • Postfach 50 10 29 • 70340 Stuttgart
Tel: 0711/2 80 77-200 • Fax: 0711/2 80 77-270
E-Mail: info@stb.de • Internet: www.stb-bildungswerk.de
Redaktion: Hannes Haßpacher, Tamara Steinmetz
Layout und Satz: Joachim Kant, STB Marketing und Event GmbH
Druck:
Bechtel Druck • Hans-Zinser-Straße 6 • 73061 Ebersbach / Fils
www.bechtel-druck.de
Lebensfreude für „Unsportliche“ durch Sport im Verein?
„Sport ist im Verein am schönsten“, so lautet ein Slogan des DOSB. Mit diesem Motto möchte der organisierte Sport nicht zuletzt auch ausdrücken, dass jeder Mensch im Verein mit offenen Armen empfangen
wird und dort ein passendes Angebot findet. Bislang
gibt es jedoch nur wenige Untersuchungen zur Frage, ob es dem Verein tatsächlich gelingt, auch denjenigen Spaß am Sport zu vermitteln, die nicht besonders sportlich sind.
S
tudien zeigen allerdings, dass manche Gruppen, wie
zum Beispiel Menschen mit schwerem Übergewicht,
sich kaum vom Vereinsangebot angesprochen
fühlen. Mehr noch: Manche adipöse Menschen befürchten
im Sport sogar noch mehr Vorurteile und Ausgrenzungen
als im Alltag, gerade weil der Sport ein Sozialbereich ist, bei
dem der leistungsfähige Körper im Mittelpunkt steht. Wie
wichtig es für den Turn- und Sportverein ist, gerade in diesen Gruppen mehr Akzeptanz zu erreichen, zeigt ein Blick
auf die Statistik. Übergewicht in Deutschland hat sich schon
längst zu einer großen Volkskrankheit entwickelt. 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen haben Übergewicht, wobei 23 Prozent der Männer und 24 Prozent der
Frauen sogar adipös, also stark übergewichtig, sind. Also
ohne jeden Zweifel ein großer Markt, der – richtig angesprochen und gebunden – für jeden Turn- und Sportverein die
Basis für eine erfolgreiche Entwicklung in der Zukunft bilden kann.
Im Vortrag (Sonntag, ab 11 Uhr) von Prof. Dr. Ansgar Thiel,
der Direktor des Instituts für Sportwissenschaft an der Universität Tübingen ist, wird darauf eingegangen, was die Barrieren sind, die „sportabstinenten“ Gruppen vom Sport abhalten und in welchem Maße es dem Verein gelingen kann,
auch diesen Gruppen ein Angebot zu bieten, das Spaß an
der Bewegung und Lebensfreude vermittelt.
Prof. Dr.Ansgar Thiel verrät, wie man „Unsportliche“ vom
Vereinsleben überzeugen kann.
Geschafft:
Neuer Weltrekord im Sport Stacking
S
chnell war klar: Die Mindestanforderung von 2500
Cycle-Stacks erreichen sie locker. Dass sie allerdings so oft die zwölf Becher zu vorgegebenen Py-
ramiden auf- und wieder abbauen, haben sie selbst nicht
erwartet. Am Ende, nach exakt 24 Stunden während des
9. Stuttgarter Sportkongresses, brachte es Boris Nikolai Konrad auf 4421 Cycle-Stacks und Mohammed Sahraoui sogar auf stolze 4719. Letzteres bedeutete: Neuer Weltrekord! „Es hat mich enorm angespornt, dass Boris neben mir
gestackt hat“, erzählt der 21-Jährige. „Man entwickelt im
direkten Duell einfach einen gewissen Ehrgeiz, auch
wenn man befreundet ist.“
Leicht war es allerdings trotzdem nicht. Denn wer in 24 Stunden möglichst viele Cycle-Stacks absolvieren möchte, braucht
Disziplin und Ausdauer. „Abgesehen von ein paar kleinen
Pausen haben wir durchgestackt“, erzählt Mohammed Sahraoui, der auch achtmaliger Weltmeister im Sport Stackin
ist. „Geschlafen haben wir gar nicht.“ Dass das an die Substanz geht, ist klar. Insbesondere die Schulter und die Unterarme schmerzten mit der Zeit. „Spaß hat es aber trotzdem gemacht“, sind sich beide sofort einig. Und jetzt? „Jetzt
wird erst mal was gegessen und geschlafen“, sagte Mohammed Sahraoui. „Und dann müssen wir noch die offizielle Bestätigung von Guinness abwarten – das kann aber noch
etwas dauern.“
Der Verein als Partner vor Ort: gesund - sozial - gemeinsam
Gaumenfreude
Am Abschlusstag des 9. Stuttgarter Sportkongresses versorgt uns Olümp-Küchenchef Peter Frank ein letztes
Mal mit einem stärkenden Menü:
• Schweinrückensteak mit Pesto Jus und Kartoffeln
• Vegetarische Klöpse mit Ratatouille
Serviert wird das Essen ab 12.30 Uhr an drei Ausgabestellen: In Raum 08, im Atrium vor dem Olümp
und natürlich im Restaurant Olümp. An dieser Stelle schon ein kurzer Hinweis: Aufgrund der großen
Teilnehmerzahl kann es kurzfristig zu Engpässen bei
der Ausgabe kommen. Das Olümp-Service-Team bittet deshalb im Fall der Fälle um ein wenig Geduld.
www.stuttgarter-sportkongress.de
kongresszeitung sa
19.10.2013
21:26 Uhr
Seite 1
Umfrage:
Sie tragen jedes Jahr wesentlich zum Erfolg des
Stuttgarter Sportkongresses bei: Die Referenten.
Manche sind dieses Jahr zum ersten Mal dabei,
andere hingegen sind schon „alte Hasen“.
Insgesamt hielten 150 Referenten verschiedene
Workshops und Vorträge. Wir wollten wissen:
„Was gefällt euch am Stuttgarter Sportkongress?“
„Der Sportkongress ist
ein elementarer Bestandteil für alle, die mit
Vereinsentwicklung zu
tun haben. Der direkte
Austausch ist sehr
wichtig.“
„Mir gefällt vor allem
die gute Laune und die
Beteiligung der
Teilnehmer. Das pusht
und motiviert uns
Referenten enorm.“
Diana Sehringer,
„Männer in Action“
Dr. Nicolas Heidtke, Geschäftsführer VfB Fallersleben
Und die Gewinner sind ...
…die TG Tuttlingen, der SC Staig sowie die vier Kooperationsvereine im Voralbgebiet TSV Bad Boll, GSV Dürnau, TSV Eschenbach und TSV Heiningen.
„Die Teilnehmer können sich in vielen verschiedenen Bereichen
weiterbilden und bekommen ein Gefühl dafür, was für den Verein
in Zukunft wichtig ist.“
„Ich finde das ganze
Gebäude und das
Ambiente total toll.
Außerdem ist es ein
Kongress mit einem
absoluten Fachpublikum.“
„Mir gefällt die Vielseitigkeit beim Stuttgarter Sportkongress
und dass ein so breites
Spektrum der Vereinslandschaft abgedeckt
wird.“
Michael Brunner,
„Pilates Arc“
Sandra Hartleib (links),
„Pilardio®“
Markus Martz,
„Faszientraining“
fältige Bewegungserfahrungen sammeln. Dank eines langfristigen Partners konnte auch die Finanzierung gesichert
werden. Ziel des Vereins ist es nun, jedes Jahr einen weiteren Kindergarten in die Kooperation aufzunehmen, damit
Kinder schon im Kindergarten beginnen, sich regelmäßig
zu bewegen.
Otto Berner: Neun Sportkongresse und
kein bisschen Müde
Kategorie 2
D
In der 2. Kategorie „Mit Kooperation in der GYMWELT Menschen erreichen“ überzeugte der SC Staig mit seinem Sportvereinszentrum „fiss“. Nachhaltig und teamorientiert arbeiten Menschen im Ehren- und Hauptamt miteinander und bilden die Säulen des Vereins. Diese Führungsstrukturen sorgten maßgeblich für die strukturierte und zielorientierte Vorgehensweise bei der Planung des Sportvereinszentrums
„fiss“. Bemerkenswert ist der Mut der verantwortlichen Vereinsführung, ein solches Projekt in einer kleinen Gemeinde zu planen und umzusetzen. Und das in nicht einmal einem Jahr vom Spatenstich bis zur Einweihung. Beispielhaft
ist die Vernetzung mit acht benachbarten Sportvereinen,
die durch eine Kooperation mit dem SC Staig ihr eigenes
Vereinsangebot im Fitness- und Gesundheitssport erweitern können.
Kategorie 3
In der 3. Kategorie „Das Sportangebot der Zukunft“ ging der
Preis, den die SportRegion Stuttgart als Sonderpreis verliehen hat, an eine Kooperation von vier Turn- und Sportvereinen zur gemeinsamen und interkommunalen Sportstätten- und Sportangebotsentwicklung. Diese Kooperation besteht seit 2011 und hat in diesen gut anderthalb Jahren viel
bewegt. So ist es nicht nur gelungen, neue Wege bei der
Zusammenarbeit zwischen den Vereinen zu beschreiten, sondern auch die Heimatgemeinden, die dort ansässigen
Schulen, Kindergärten und die AOK Neckar-Fils für die Ideen zu begeistern. Seitdem gibt es zum Beispiel ein gemeinsames Kursprogramm, das vereinsübergreifend allen Mitgliedern die gleichen günstigen Teilnahmekonditionen gewährt oder einen gemeinsamen Weg mit den Heimatgemeinden zu einer interkommunalen Sportstättenplanung.
Sie alle sind die diesjährigen Preisträger des Innovationspreises, der bereits zum 7. Mal im Rahmen des
Stuttgarter Sportkongresses verliehen wurde. „Die diesjährigen Gewinner stellen sich mit ihren Ideen dem gesellschaftlichen Wandel und haben innovative Lösungen für die Zukunft von Sportvereinen entwickelt“, sagte Wolfgang Drexler, STB-Präsident und stellvertretender Präsident des Landtags von Baden-Württemberg,
bei der feierlichen Verleihung des Innovationspreises
gestern Abend. „Deshalb haben sie diesen Preis mehr
als verdient.“
D
och die Jury hatte es nicht leicht, unter den insgesamt 39 Einsendungen Sieger und Platzierte in den
drei Kategorien zu bestimmen. „Die Bewerbungen
waren dieses Jahr sehr professionell und das zeigt uns, dass
unsere Vereine an die Zukunft denken und sich mit tollen
Projekten den aktuellen Herausforderungen wie etwa
dem demografischem Wandel oder der Ganztagesbetreuung stellen“, sagte Stephan Scheel, Projektleiter des Innovationspreises und Geschäftsbereichsleiter Kinder, Jugend und Freizeitsport beim STB. „Doch am Ende können
nur drei Projekte gewinnen.“
Kategorie 1
In der 1. Kategorie „Kinderturnen in Kindergärten mit
Ganztagesbetreuung bzw. Kindertagesstätten“ war dies die
Turngemeinde Tuttlingen mit ihrem Projekt eines bewegungsfreundlichen Kindergartens. Für die TG Tuttlingen ist Bewegungserziehung ein unverzichtbarer Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung von Kindern. Deshalb kooperiert der Verein mit derzeit sieben Kindertageseinrichtungen. Einmal pro
Woche haben so bis zu 130 Kinder Spaß beim qualifizierten Kinderturn-Angebot der TG Tuttlingen und können viel-
Der diesjährige Innovationspreis wurde vom Deutschen,
Schwäbischen und Badischen Turner-Bund, vom baden-württembergischen Ministerium für Kultus, Jugend und Sport,
der SportRegion Stuttgart sowie der Kinderturnstiftung Baden-Württemberg verliehen. Das ausgeschüttete Preisgeld
belief sich auf 15 000 Euro. Dabei bekamen die Sieger 2500
Euro sowie die Zweit- und Drittplatzierten jeweils 1250 Euro.
Der Stuttgarter Sportkongress erfreut sich immer
größerer Beliebtheit. Bei der neunten Auflage mussten erstmals sogar Anmeldungen wegen Überfüllung abgelehnt werden. Wer aber war eigentlich bei allen
neun Veranstaltungen vor Ort? Der Kongress-Kurier hat sich
auf die Suche gemacht und ist tatsächlich fündig geworden. Otto Berner, Vorsitzender des TV 1898 Alsbach, ist
seit 1997 ununterbrochen Teilnehmer der jeweiligen
Sportkongresse in Stuttgart. „Als Banker hat mich natürlich das Thema Finanzierung interessiert. Dazu hat der Sportkongress eine Renaissance eingeleitet: Es war und ist wichtig, dass der Sportverband sich nicht nur um eine sportliche Angebotsstruktur kümmert, sondern auch für die gesellschaftliche Entwicklung zuständig ist. Das findet man
nur beim DTB und STB “, erklärt der 77-Jährige sein einmaliges Engagement in Sachen Weiterbildung beim Stuttgarter Sportkongress. Was sich in 16 Jahren Kongress verändert hat? „Alles ist farbiger geworden. Die Teilnehmer laufen inzwischen teilweise rum wie Litfaßsäulen“, sagt er
schmunzelnd. Ein großes Problem hat der immer noch als
Übungsleiter aktive Hesse damit aber nicht. Schließlich weiß
auch er, dass Stillstand Rückschritt ist. „Die Kunst ist es, Entwicklungen vorherzusehen. Ich habe schon viele Trends kom-
Otto Berner hat alle neun Stuttgarter Sportkongresse besucht
men sehen, viele davon sind aber auch wieder verschwunden.“ Und genau deshalb hat Berner noch lange nicht genug: „Den Jubiläumskongress im Jahr 2015 will ich mir natürlich nicht entgehen lassen“, sagt er. Eins ist dabei schon
sicher: Egal wie viele Anmeldungen eingehen, Otto Berner
hat sein Eintritts-Ticket auf jeden Fall sicher!
Wolfgang Drexler: „Die Vereinbarung
muss fortgeschrieben werden“
E
s war der „Aufreger“ des 9. Stuttgarter Sportkongresses. Die Podiumsdiskussion „Volkshochschule und
Turn- und Sportverein: Partnerschaft oder Wettbewerb?“. Und die Veranstaltung hielt, was sie versprach: Streitkultur auf höchstem Niveau. Wolfgang Drexler, Präsident des
Schwäbischen Turnerbundes, fasste abschließend zusammen: „Die Situation ist so nicht mehr zu akzeptieren. Wir müssen wieder in den offensichtlich abgebrochenen Diskurs mit
dem Volkshochschulverband eintreten und die Vereinbarung
von 1985 beziehungsweise 1994 dringend fortschreiben.“
Zuvor tauschten die Forums-Teilnehmer in ihrer angeregten Diskussion die Argumente aus. Dr. Hermann Huba, Verbandsdirektor des VHS-Verbandes Baden-Württemberg,
sprach dem organisierten Sport ein Erstzugriffsrecht im Bewegungs-, Gesundheits- oder Bildungsbereich ab: „Ich weiß
gar nicht, wieso der organisierte Sport, der so verankert in
der Gesellschaft ist, Angst vor der VHS hat. Lassen wir doch
den Markt entscheiden.“ Harald Link, Sportmanager der SV
Böblingen, erwiderte daraufhin: „Der Verein wird durch bürgerschaftliches Engagement getragen. Es darf doch nicht
sein, dass das durch eine staatliche Parallel-Institution angegriffen wird. Die freien Gesetze des Marktes dürfen hier
nicht wirken.“ Claudia Schmid MdL, sportpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, pflichtete dem bei: „Der Sportverein ist bei der Finanzierung nicht im Vorteil sondern im
Hintertreffen und das muss man bei der Lösungssuche klar
ansprechen.“ Dieter Schmidt-Volkmar, Präsident des Landessportverbandes Baden-Württemberg, zielte auch auf die
veraltete Vereinbarung zwischen Volkshochschule und
Landessportverband ab: „Die Vereinbarung ist überarbeitungswürdig.“ Diese Anmerkungen nahm VHS-Direktor Huba auf
und sagte: „Es wäre intelligenter, uns zusammenzuschließen. Ansonsten verlieren wir beide gegen die kommerziellen Anbieter!“ Dem pflichteten alle anderen Anwesenden gerne bei.
BREAKING NEWS +++ Die Aus- und Fortbildungen des 1. Quartals 2014 stehen online und sind im GymNet buchbar +++ Die Sportkongress-Kurse 541, 551, 535, 515 und 516 (Sonntag) entfallen +++Ab 17 Uhr werden gegen Barzahlung die benutzten Geräte zu Kongress-Preisen zum Verkauf angeboten +++
kongresszeitung sa
19.10.2013
21:26 Uhr
Seite 2
Stuttgarter Sportkongress • SpOrt Stuttgart
Umfrage:
Sie tragen jedes Jahr wesentlich zum Erfolg des
Stuttgarter Sportkongresses bei: Die Referenten.
Manche sind dieses Jahr zum ersten Mal dabei,
andere hingegen sind schon „alte Hasen“.
Insgesamt hielten 150 Referenten verschiedene
Workshops und Vorträge. Wir wollten wissen:
„Was gefällt euch am Stuttgarter Sportkongress?“
„Ich war schon einige
Male beim Sportkongress als Referentin dabei und komme immer
wieder gerne. Mich
begeistert die Vielfalt.“
Malte Spindler - Die BRUeDER
Sonntag, 20.10.2014
„Der Kongress hat
bundespolitische
Ausstrahlung und ist
ein gerne wahrgenommener ‚Darf-Termin‘ für
mich.“
Prof. Dr. Braun, HumboldtUniversität zu Berlin
Renate Wörle-Glomb,
„LaGYM“
Zahlen - Daten - Fakten
Rhythmen, die in die Beine gehen
E
s sind Lieder, die jeder kennt und die ins Ohr gehen – vor allen Dingen gehen sie aber in die Beine. Sobald die Töne erklingen, wird die Hüfte gekreist, die Beine im Takt bewegt und die Hände werden in
die Höhe gestreckt. Wenn beim 9. Stuttgarter Sportkongresses „LaGYM“ auf dem Kursplan steht, kann jeder Teilnehmer sicher sein: Die nächsten eineinhalb Stunden wird
getanzt – sei es zu Salsa-Rhythmen, zu Pop oder zu orientalischen Liedern. Es ist gerade diese Mischung, die Spaß
und gute Laune unter den Teilnehmern verspricht.
LaGYM ist das neue Trendangebot der Turnverbände für
die Vereine und ist zum ersten Mal Inhalt eines Stuttgarter Sportkongresses. Dass sich die Übungsleiter von neuen Trends nicht abschrecken lassen, sondern ihnen offen
gegenüberstehen, zeigt die hohe Nachfrage. „Die LaGYMKurse waren fast alle ausgebucht und das zeigt uns, dass
wir den Geschmack der Übungsleiter getroffen haben“, berichtet Hans-Jürgen Künneth, der Projektleiter des Sportkongresses. Und das ist auch wichtig: Denn nur der Verein, der neue und attraktive Kursinhalte bietet, kann seine
Mitglieder halten beziehungsweise neue hinzugewinnen.
Alle Übungsleiter, die nun von LaGYM begeistert sind,
haben die Möglichkeit, beim Schwäbischen Turnerbund eine Ausbildung zu absolvieren. Folgende Termine stehen zur Auswahl:
• 6. bis 8. Dez. 2013 (Kurs-Nr. GA-20-1100-0-0865/13)
• 6. bis 8. Juni 2014 (Kurs-Nr. GA-20-1100-0-0323/14).
300
Viele Turn- und Sportvereine haben
kreative Ideen – das zeigten wieder
einmal die zahlreichen Bewerbungen, die zum diesjährigen Innovationspreis eingingen. Aber wie viele Bewerbungen gab es eigentlich seit der ersten Preisverleihung? Es sind rund 300.
152
Wie lange dauert es eigentlich noch bis
zum GAZPROM Gymnastik-Weltcup
2014 in Stuttgart? Wir helfen gerne
weiter: Wir müssen noch 152 Mal
schlafen.
687
Und wie weit ist die Gymnastik-WM
2015 noch entfernt? Bis dahin sind es
noch 687 Tage.
78
Beim 9. Stuttgarter Sportkongress
treffen wieder Menschen unterschiedlichstem Alter aufeinander. Die älteste
Teilnehmerin ist 78 Jahre alt.
21
Der jüngste Teilnehmer ist ebenfalls
eine Frau und 21 Jahre alt.
6400
Knapp 1000 Teilnehmer benötigen
Platz. Und zwar ziemlich genau 6400
Quadratmeter. Auf dieser Fläche findet nämlich der 9. Stuttgarter Sportkongress statt, wenn man alle Veranstaltungsorte zusammenzählt.
Beide Kurse finden in Bartholomä statt. Alle weiteren Informationen dazu finden Sie auf www.stb.de/lagym.de
365
Lebe Balance
Exakt ein Jahr, sprich 365 Tage, ist
STB-Präsident Wolfgang Drexler heute im Amt.
Erstes umfassendes Präventionsprogramm für psychische Gesundheit in Deutschland
Am 7. Oktober startete mit „Lebe Balance“ das 1. Präventionsprogramm für psychische Gesundheit. Die landesweite Gesundheitsaktion der AOK Baden-Württemberg richtet sich an gesunde Menschen ab 20 Jahren. „Ziel von Lebe
Balance ist es, die Anfälligkeit für psychische Störungen
zu senken, indem Menschen lernen, ihre persönlichen
Schutzfaktoren zu stärken und ihr Leben intensiver nach
ihren Werten auszurichten“, sagt der wissenschaftliche Leiter Prof. Dr. Martin Bohus.
„Seit nunmehr 25 Jahren gehört gezielte Gesundheitsförderung zum Markenkern der AOK Baden-Württemberg“,
so Dr. Christopher Hermann, Vorstandsvorsitzender der AOK
Baden-Württemberg. „Die rasante Zunahme an psychischen
Erkrankungen wie Erschöpfung, Burnout oder Depression hat uns nun veranlasst, auch für die Gesunderhaltung
der Psyche weit im Vorfeld einer Erkrankung ein maßgeschneidertes, wissenschaftlich fundiertes und lebensnahes
Präventionsprogramm anzubieten.“ Mit Informationen, einem Buch, einer Audio-CD, Veranstaltungen und den Seminaren bieten sich den AOK-Versicherten und darüber hinaus allen Interessierten vielfältige Möglichkeiten, an Lebe
Balance teilzunehmen. Weitere Informationen: www.lebebalance.de
Impressum
Herausgeber
STB-Bildungswerk e.V. • Postfach 50 10 29 • 70340 Stuttgart
Tel: 0711/2 80 77-200 • Fax: 0711/2 80 77-270
E-Mail: info@stb.de • Internet: www.stb-bildungswerk.de
Redaktion: Hannes Haßpacher, Tamara Steinmetz
Layout und Satz: Joachim Kant, STB Marketing und Event GmbH
Druck:
Bechtel Druck • Hans-Zinser-Straße 6 • 73061 Ebersbach / Fils
www.bechtel-druck.de
Lebensfreude für „Unsportliche“ durch Sport im Verein?
„Sport ist im Verein am schönsten“, so lautet ein Slogan des DOSB. Mit diesem Motto möchte der organisierte Sport nicht zuletzt auch ausdrücken, dass jeder Mensch im Verein mit offenen Armen empfangen
wird und dort ein passendes Angebot findet. Bislang
gibt es jedoch nur wenige Untersuchungen zur Frage, ob es dem Verein tatsächlich gelingt, auch denjenigen Spaß am Sport zu vermitteln, die nicht besonders sportlich sind.
S
tudien zeigen allerdings, dass manche Gruppen, wie
zum Beispiel Menschen mit schwerem Übergewicht,
sich kaum vom Vereinsangebot angesprochen
fühlen. Mehr noch: Manche adipöse Menschen befürchten
im Sport sogar noch mehr Vorurteile und Ausgrenzungen
als im Alltag, gerade weil der Sport ein Sozialbereich ist, bei
dem der leistungsfähige Körper im Mittelpunkt steht. Wie
wichtig es für den Turn- und Sportverein ist, gerade in diesen Gruppen mehr Akzeptanz zu erreichen, zeigt ein Blick
auf die Statistik. Übergewicht in Deutschland hat sich schon
längst zu einer großen Volkskrankheit entwickelt. 67 Prozent der Männer und 53 Prozent der Frauen haben Übergewicht, wobei 23 Prozent der Männer und 24 Prozent der
Frauen sogar adipös, also stark übergewichtig, sind. Also
ohne jeden Zweifel ein großer Markt, der – richtig angesprochen und gebunden – für jeden Turn- und Sportverein die
Basis für eine erfolgreiche Entwicklung in der Zukunft bilden kann.
Im Vortrag (Sonntag, ab 11 Uhr) von Prof. Dr. Ansgar Thiel,
der Direktor des Instituts für Sportwissenschaft an der Universität Tübingen ist, wird darauf eingegangen, was die Barrieren sind, die „sportabstinenten“ Gruppen vom Sport abhalten und in welchem Maße es dem Verein gelingen kann,
auch diesen Gruppen ein Angebot zu bieten, das Spaß an
der Bewegung und Lebensfreude vermittelt.
Prof. Dr.Ansgar Thiel verrät, wie man „Unsportliche“ vom
Vereinsleben überzeugen kann.
Geschafft:
Neuer Weltrekord im Sport Stacking
S
chnell war klar: Die Mindestanforderung von 2500
Cycle-Stacks erreichen sie locker. Dass sie allerdings so oft die zwölf Becher zu vorgegebenen Py-
ramiden auf- und wieder abbauen, haben sie selbst nicht
erwartet. Am Ende, nach exakt 24 Stunden während des
9. Stuttgarter Sportkongresses, brachte es Boris Nikolai Konrad auf 4421 Cycle-Stacks und Mohammed Sahraoui sogar auf stolze 4719. Letzteres bedeutete: Neuer Weltrekord! „Es hat mich enorm angespornt, dass Boris neben mir
gestackt hat“, erzählt der 21-Jährige. „Man entwickelt im
direkten Duell einfach einen gewissen Ehrgeiz, auch
wenn man befreundet ist.“
Leicht war es allerdings trotzdem nicht. Denn wer in 24 Stunden möglichst viele Cycle-Stacks absolvieren möchte, braucht
Disziplin und Ausdauer. „Abgesehen von ein paar kleinen
Pausen haben wir durchgestackt“, erzählt Mohammed Sahraoui, der auch achtmaliger Weltmeister im Sport Stackin
ist. „Geschlafen haben wir gar nicht.“ Dass das an die Substanz geht, ist klar. Insbesondere die Schulter und die Unterarme schmerzten mit der Zeit. „Spaß hat es aber trotzdem gemacht“, sind sich beide sofort einig. Und jetzt? „Jetzt
wird erst mal was gegessen und geschlafen“, sagte Mohammed Sahraoui. „Und dann müssen wir noch die offizielle Bestätigung von Guinness abwarten – das kann aber noch
etwas dauern.“
Der Verein als Partner vor Ort: gesund - sozial - gemeinsam
Gaumenfreude
Am Abschlusstag des 9. Stuttgarter Sportkongresses versorgt uns Olümp-Küchenchef Peter Frank ein letztes
Mal mit einem stärkenden Menü:
• Schweinrückensteak mit Pesto Jus und Kartoffeln
• Vegetarische Klöpse mit Ratatouille
Serviert wird das Essen ab 12.30 Uhr an drei Ausgabestellen: In Raum 08, im Atrium vor dem Olümp
und natürlich im Restaurant Olümp. An dieser Stelle schon ein kurzer Hinweis: Aufgrund der großen
Teilnehmerzahl kann es kurzfristig zu Engpässen bei
der Ausgabe kommen. Das Olümp-Service-Team bittet deshalb im Fall der Fälle um ein wenig Geduld.
www.stuttgarter-sportkongress.de
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Seele and Geist
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