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Bricht us Mürre
Dunnschtig:
Träffpunkt um 9.45 Uhr in Stechelberg im Luterbrunnetal. Mier gsehnd us, als würdet mier für
gschetzti 3 Wuche id Ferie gah, soviel Gepäck händ mier debi. Dänn gahts los, mit de Gondle zur
erste Station. De Chrigi staht scho i de Mitti vo de Gondle. So höch und lang über Bode ohni Maschte
gfallt ihm nöd eso. Nachdem mier dänn in Mürre uf 1645 m.ü.M acho sind, laufed mier mit Sack und
Pack in Richtig „Sportchalet“ zu de vermeintliche Unterkunft. Aber dänn müend mier umchehre. Mier
dörfed euses Lager amene andere Ort ufschlah. Und mier hettets nöd besser chöne breiche. Für die
nöchschte vier Täg händ mier zwei Wohnige à siebe Bett.
Spöter gahts dänn in Richtig Halle zum erschte Training. Vo de Landschaft z Mürre, wo näbed bi
erwähnt, sehr imposant isch, gsehnd mier no gar nüt. Es rägnet und mer gseht weder Eiger, Mönch
no Jungfrau.
Afange tüend mier s erschte Training mit lockerem Tschutte. Doch wer eus kännt, de weiss, so locker,
flockig gaht das nöd. Mier gebed alles und merked die dünni Höheluft ziemlich schnell. Puschti isch
weg und dänn chunnts, was mier scho bim Mittagässe vermuetet händ. Atrabe zum Jo – Jo – Test. D‘
Stimmig isch für churzi Ziit im Eimer. Doch e Wahl händ mier ja eh nöd. D‘ Dischtanze vo de einzelne
Spieler sind ziemlich unterschiedlich und de Klöti gaht als Sieger hervor. No es Uslaufe und s erschte
Training isch scho verbii.
Im zweite Training vom Tag isch s Hauptthema Schüsse. Nach em Chaschteball nämes mier eusi
harzfreie Bölle. Die erschte Schüss sind ziemlich miserabel und landet im Chrut. Aber je meh Schüss
mier chönd mache, desto eher chömmeds det ane wo sie au söttet. Im leschte Teil lueged mier
nomal alli eusi Spielzüüg a.
Vom Trainerduo Wenzin / Petrig bechömed mier dänn no Einzel- wie au Gruppearbete. Mier sölled
eus Gedanke mache zu verschiedene Theme, wo eusi Mannschaft beträffed. Zum Biispiel:
Teamgeist, Verhalte uf em Fäld, Ibruch während em Spiel…. D Einzelarbet bestaht usere
Spielerbewertig / Analyse. D Näme sind zueglost worde, was einigi spannendi Paarige ergeh hät.
De Abig nach em Ässe, was übrigens sensationell gsi isch, lönd mier individuell i de Wohnige usklinge.
Was ich han müesse feststelle, dass s Jasse mindeschtens so ernscht gno wird, wie s Handball.
Fritig:
Am halbi siebni isch Tagwach. D Stimmig isch genau so betrüebt wie s Wätter. Es rägnet us Chüble.
Nichts desto Trotz gahts in einigermasse wätterfeschte Chleider als Team, inkluse em Verfasser vo
dem Bricht, veruse für en Morgespaziergang. Bi de Bergstation vo de Standseilbahn gits no es
Stretching für die müede Körper. Churz drüberabe erwartet eus im Sportchalet es riichhaltigs
Zmorgebuffet.
Um de Mittag ume tuet sich dänn au d Sunne mal zeige, aber nach wie vor dominieret die dunkle
Wulche. Aber mit de Akunft vom Tizi und em Mikko verziehnd sich au die letschte Wulche. Die zwei
händ leider erscht en Tag spöter chönne nach Mürre reise. D Freud isch riesig gsi, wo die Zwei zu eus
getosse sind, just i dem Momänt sind mier d Spielbewertige am vorträge gsi, was sehr spannend isch.
Am Namittag isch dänn s längschte Training am Stuck uf em Programm gstande. Zum Ufwärme
wieder e chli Tschutte. Mier müends ja usnütze, wänn mier scho e ganz Halle händ. De wiiteri
Trainingsverlauf hät us 2:2 – Üebige mit Gägestöss bestande. Mier händ dänn leider die grossi Halle
müesse verlah und händ defür e „Platte – Halle“ becho. So hät zumindescht am Telefon gheisse.
Naja, d Halle isch dänn doch e ganzes Stuck chliner gsi. Das so öppis es Team wie das vom TVT
Handball Herre 1 nöd schockt, hät s folgende Training sehr guet unter Bewies gstellt. Es paar „ uf em
Bode liege, chrüche – Spieli“ sind für alli sehr amüsant gsi. D Rumpfüebige sind ziemlich härt gsi,
dänn d Sunne hät gnadelos vom stahlblaue Himmel diräkt i d Halle gschunne. S isch dänn scho sehr
warm worde und d Schweisstropfe sind i rohe Mänge gflosse. Aber wie heissts so schön: „ Lieber
Schweissperle, als gar e kei Perle!“ E Staffete mit Purzelbäum und aschlüssender Schnällchraft häts i
dere chline Halle au no geh. D Stimmig und de Teamspirit sind zu jedem Ziitpunkt usserordentlich
guet gsi. S Abetüpfis zum Trainingsändi katapultiert de Spassfaktor sogar über s Schilthorn us.
Nach em Znacht gahts dänn in legendäre „Bliemli – Chäller“. Es werdet es paar Bierli kippet und
töggeled. Aber alles bliibt im Rahme. Ungefähr am halbi zwölfi falled die Meischte sehr gschafft is
Bett und nur es paar „härti Chrieger“ müend de Jass vom Mittag no beände. Nach viel Gelächter,
Bschiss und verchürzt Siegespünkt endet de Tag obwohl de neui scho agfange hät.
Samschtig:
Tagwach isch am halbi siebni. Morgentliche Spaziergang mit aschlüssendem Zmorge. Wo d
Mannschaft is Training hät müesse, han ich mich dörfe uf de Wäg in Richtig Schilthorn mache. Am
achti isch es de Hoger obsi gange für mich. 4 Stund und 15 Minute isch es im Dorf ageh gsi zum uf de
Piz Gloria, so heisst dä mit 2970m höchi Berg im James Bond – Film „ Im Geheimdienst ihrer
Majestät“ z wandere. Am Afang isch es nonig so steil gsi, was sich aber im 2. Drittel rapid gänderet
hät. Uf de Skipiste gahts de Berg duruf. Ich gnüsse d Rueh, dänn ussert mier isch niemert det ufe
unterwägs. Also es bitzeli nervts mich dänn scho, wänn ich d Gondle mit de vielne Tourischte de Berg
uf fahre gseh. Nach guet 90Minute han ich die Afangsstrapaze aber zielich vergässe. D Sunne lueget
zum erschte Mal a dem Tag über s Silberhorn und es wird agnehm warm. Es gaht dänn nüme lang
und es chunnt s Schilthorn mit em 360 Grad – Panoramadrehrestaurant zum Vorschi. Aber es isch
immerno es ganzes Stuck entfernt. A de Schilthornhütte verbi gahts dänn durch s‘ Engital in Richtig
Piz Gloria. De Ablick vom Grauseeli hät mich fascht zu de Wanderschueh use ghaue. Eifach e chlises
Berseeli und im Hintergrund Mittaghorn, Grosshorn und Breithorn. S Schilthorn isch scho es Stuck
nöcher cho und ich gsehn s Ziel scho Griffbereit. Aber dänn erwartet mich de strengschti Abschnitt.
Grossi Gröllhalde wo sich dä Wanderwäg drin verlürt. Jetzt wird’s nomal so richtig steil und
chräfteraubend.
Punkt viertel vor elfi bin ich uf em Gipfel acho, oder besser gseit in China… Ganz en huufe Tourischte
sind uf de Terrasse s wunderschöne Panorama am bestuune. D Fernsicht isch so guet, dass ich bis as
Meer gsehn. Ja, ok nur s Näbelmeer, aber trotzdem Wältklass. Wiiter gahts für mich is „James Bond
Museum“, wo mer alles über de 007 – Streife us em Jahr 1969 cha gseh. Ich begib mich dänn zur
Seilbahn, wo mich rächtziitig zum Zmittag zu mine Gspännli zrugg uf Mürre bringt. D Spaghetti
Bolognaise sind super gsi und hät allne gmundet. I de Namittagseinheit isch s Hauptaugemerk uf
Kondition gworfe worde. Am Feedback vo de Spieler nach z urteile isch es härt gsi, aber sehr guet.
Am spötere Namittag sind dänn alli wieder zrugg i de Wohnig und die letschte Spielerbeurteilige
werdet besproche.
Nach emene meh oder weniger guete Znacht, Polenta mit Schweinsbrate, händmier eus de letschte
Einheit vo dem Tag gwidmet. Fun pur! E gueti Stund Abetüpfis (und glich isch es asträngend gsi)!
Nachher gahts no einisch in Bliemli – Chäller! Nach em einte oder andere Bier und diverse TöggliMatches verlönd mier de Chäller in sehr gueter Stimmig. Eigentlich händ mier ja is Bett welle, doch
irgend öpper isch isch uf die genial Idee cho, es „Fuck the neighbour“ (E Jassart…..) z spiele. I dem
Spiel häts nöd e einzigi Minute geh, wo mier nöd glachet händ. Zu spater Stund, es isch ungefähr
halbi Zwei gsi; sind dänn ändlich au die letschte i d Fädere.
Sunntig:
Nachere viel z churze Nacht heissts am viertel vor siebni Tagwach. Es git e Planänderig. Infolge
Ziitplanig und Wohnigsabgab am zähni, müend mier alles packe und im Sportchalet go deponiere. De
Zmorge isch uf die achti agsetzt gsi. Nach emen sehr richhaltige Ässe, hüt sogar mit Zopf, nämed mier
s letschte Training in Agriff. Dä Start isch mittlerwile fascht Pflicht: Abetüpfis. Es isch eimal meh sehr
funny gsi. Dänn isch es mit Rumpfüebige wiitergange. S einte oder andere Teraband isch no dä
brachiale Chraft vo eusne Spieler zum Opfer gfalle. Sichtlich erschöpft begebed mier eus is
Sportchalet und genehmiged eus die letschti Duschi in Mürre. Nach em Zmittag gahts mit Sack und
Pack in Richtig Seilbahn uf Stechelberg. So ändet es sehr ereignisriichs Trainingsweekend.
Ich glaub, ich lige nöd falsch, wenn ich im Name vom ganze Team es grosses, herzlichs Dankeschön
tuen uspräche. Merci vielmal Regu und Chrigi
Mürre, 19.10.14 Pascal Meili
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