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Es ist was es ist - Singkreis Egg

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Es ist was es ist
SING
KREIS
EGG
EGG
2013
SING
KREIS
Hilde Domin
«Nicht müde werden
sondern dem Wunder
leise
wie einem Vogel
die Hand hinhalten.»
Es ist was es ist
Jaakko Mäntyjärvi, Max Reger,
Marcus Paus, Edward Elgar, Charles Hoag,
Fanny Hensel, Johannes Brahms,
Felix Mendelssohn, Gabriel Fauré
Manuel Leuenberger, Marimbaphon
Stephanie Pfeffer, Sopran
Tabitha Stähli, Piano
Alke de Groot, Sprecherin
Orchester Ars Classica (Solobesetzung)
Konzertchor Singkreis Egg
Ernst Buscagne, Leitung
Sonntag, 10. November 2013, 17.15 Uhr
Reformierte Kirche Egg
Einleitung
O magnum mysterium (O grosses Geheimnis); Titel eines der Schlüsselwerke
des heutigen Programms. Obwohl die Worte sich im liturgischen Rahmen auf
das Wunder der Geburt Jesu beziehen, waren sie gleichwohl die Inspiration für
das keineswegs nur geistliche Programm «Es ist was es ist».
Die grossen Geheimnisse des Lebens; Themen, die uns immer wieder aufs Neue
beschäftigen. Mit seinen Worten «Es ist was es ist, sagt die Liebe» macht Erich
Fried in seinem Gedicht Was es ist die Liebe als geheimnisvolle Urkraft unserer
irdischen Existenz beinahe greifbar. Mit der Musikwahl, unseren Darbietungen
und den vorgetragenen Texten wollen wir die Geheimnisse des Lebens: Geburt,
Tod, Glaube und Liebe in ihren vielen Facetten greifbar machen und sei es nur
für einen Augenblick. Festhalten, was man nicht halten kann; verinnerlichen,
was uns sonst flüchtig und unfassbar erscheint.
Mit dem Frühwerk «Ave Maria» des finnischen Komponisten Jaakko Mäntyjärvi
beginnt das Programm. Eine ganz eigene Klangwelt schafft Mäntyjärvi mit seinen Gegenüberstellungen; mystisch die Klänge des sprechenden Damenchores
über die langen getragenen Töne des Männerchores, dessen Gesang an die
Gregorianischen Gesänge des Mittelalters erinnern.
Auf diesem Klangteppich betten wir das restliche Programm. Alke de Groot
trägt ausgewählte Texte vor, welche als Bindeglied zwischen den Werken fungieren; kommentieren, bereichern und relativieren die von der Musik erzeugten
Stimmungen. Die vorgetragenen Texte sind in Form eines Handouts nach dem
Konzert am Ausgang erhältlich.
Mit dem «Ave Maria» Mäntyjärvis und den beiden Chorwerken Max Regers richten wir unseren Blick auf das Mysterium des Glaubens. Schlicht und doch harmonisch farbenreich sind die zwei Werke Regers, die vorgetragen werden. Sie
repräsentieren Regers Affinität zum protestantischen Choral und seine starke
Bindung zum Schaffen Johann Sebastian Bachs – seinem grossen Vorbild.
Die Geburt, das Wunder des Ursprungs menschlichen Lebens, rückt in den Mittelpunkt unserer Betrachtung. 2007 komponierte der norwegische Komponist
Marcus Paus ein faszinierendes Werk für gemischten Chor und Marimbaphon.
Der Ursprung und die Wirkung des mystischen Textes, der die Grundlage für
diese Komposition bildet, beschreibt Habakuk Traber wie folgt:
«In der Christmette wurden Responsorien zwischen den Abschnitten der Weihnachtsgeschichte gesungen [...] das musikalisch folgenreichste, «O magnum
mysterium» (O grosses Geheimnis). Besonders dieser Text hat unabhängig vom
liturgischen Zweck Komponisten seit der Renaissance immer wieder zu Vertonungen angeregt. Warum? Der Aura des Geheimnisvollen, dem mythischen
Denken ist die Musik unter allen Künsten am nächsten, denn sie setzt weder
auf die Eindeutigkeit des Begriffs noch auf die Klarheit bildlicher Darstellung;
beide sind ihrem Wesen fremd. Der andere Grund liegt in der menschlichen
Haltung, die unausgesprochen in den Text eingeschrieben ist, die staunende
Ehrfurcht vor dem Wunderbaren, des «Überwältigtseins», das nach Auffassung
von Olivier Messiaen das Ziel aller religiösen Musik sei. Sachlich hebt «O magnum mysterium» zwei Aussagen der Weihnachtsgeschichte hervor: Jesu Geburt
in einem Stall für Arbeitstiere (als solche standen Ochs und Esel in der animalischen Rangliste weit unten) und auf die Frau aus einfachsten, ärmlichen Verhältnissen, die zur Gottesmutter auserkoren war. Besonders der Gesang konnte
vermitteln, dass es in den kontemplativen Texten nicht um Tatsachenberichte
geht, sondern um das Geheimnis, dass das höchste Wesen wie ein Mensch in
die denkbar niedrigsten Verhältnisse geboren wird; will sagen: Fürs langfristige Wohlergehen der Menschen müssen Hierarchien bisweilen auf den Kopf
gestellt werden.»
Das «Überwältigtsein» von den Ereignissen der heiligen Nacht; das Staunen
über das Wunder der Geburt, werden in Paus’ Komposition mit sphärischen
Klängen, einer schlichten, aber ausgefeilten harmonischen Struktur und den
betörenden Klängen des Marimbaphons zum Ausdruck gebracht.
«Song of ’Almah» (Andrew Beall) wurde 2008 in der Fassung mit Streicherensemble uraufgeführt; in der ursprünglichen Besetzung war nur Sopran und
Marimbaphon vorgesehen. Ein enigmatisches Werk, das sich der bedingungslosen Liebe der Magd Almah zum biblischen König Salomon widmet. Mit Textzitaten aus dem salomonischen Hohelied als Grundlage, feiert Beall diese
Liebesbeziehung und damit das grosse Geheimnis der Liebe: einmalig, hingebungsvoll, erotisch, zutiefst bewegend – ungreifbar. Die dargebotenen Chorwerke Edward Elgars schliessen in Stimmung und Thematik an. In einer ausserordentlich bildreichen Sprache und einem wunderschönen dichten Chorklang
zeichnet Elgar eben diese unfassbaren Facetten der Liebe in eindrücklicher
Weise auf. Die Werke widerspiegeln kompositorisch und konzeptionell Elgars
Affinität zum Chorgesang.
Mit dem Werk «Cicada Songs» des amerikanischen Komponisten Charles Hoag
werden einige Naturbetrachtungen eingeleitet. Im Kreis der «Klassiker» Fanny
Hensels und Johannes Brahms (Abschied und Waldesnacht) besticht Hoags
Komposition durch ihre Schlichtheit. Einzig Klarinette und Marimbaphon zur
Begleitung, liegen die grossen Herausforderungen des Werkes in der klaren Diktion und natürlichen Tongebung des Chores. Mit diesen ausgesuchten Werken
widmen wir uns den Wundern der Natur.
Der Abend klingt aus, dort, wo sich der Kreis des Lebens schliesst. Gedanken
zum vollendeten Lebenswerk Simeons und der Hoffnung auf ein Paradies im
Jenseits. Der Tod bleibt das grosse Geheimnis; für den Menschen christlichen
Glaubens liegt Trost und Hoffnung in den apokalyptischen Bildern der Offenbarung nach Johannes. Für andere bleiben die Fragen und die Ungewissheit...
Mit den Worten Erich Frieds:
Bevor ich sterbe
noch einmal sprechen
von Liebe
damit noch einige sagen:
Das gab es
das muss es geben
Noch einmal sprechen
vom Glück der Hoffnung
auf Glück
damit noch einige fragen:
Was war das
wann kommt es wieder?
September 2013, EB
Jaakko Mäntyjärvi
(geb. 1963)
Ave Maria
gemischter Chor
Ave Maria, gratia plena,
Dominus tecum.
Gegrüsset seist du, Maria, voll
der Gnade, der Herr ist mit dir.
Benedicta tu in mulieribus,
et benedictus fructus ventris tui,
Jesus Christus.
Du bist gebenedeit unter den
Frauen, und gebenedeit ist
die Frucht deines Leibes, Jesus.
Sancta Maria, ora pro nobis nunc
et in ora mortis.
Heilige Maria, Mutter Gottes,
bitte für uns Sünder jetzt und in
der Stunde unseres Todes.
Amen.
Amen.
T: Gott ist ein Schmerzsystem
Christoph Schlingensief
(1960 –2010)
Max Reger
(1873–1916)
Wir glauben an einen Gott
Unser lieben Frauen Traum
Opus 138, Nr. 8, gemischter Chor
Opus 138, Nr. 4, gemischter Chor
Wir glauben an einen Gott,
Schöpfer Himmels und der Erden,
mit Worten liess er werden
alle Dinge zu seinem Gebot.
Und unser lieben Frauen,
der traumet, traumet ihr
ein Traum:
wie unter ihrem Herzen
gewachsen wär,
gewachsen ein Baum.
Von der Zarten ward er geboren,
Maria, der reinen, auserkoren,
uns zu Trost und aller Christenheit. Und wie der Baum ein
Schatten gäb wohl über alle,
alle Land:
Für uns wollte er leiden,
uns zu Trost und aller Christenheit. Herr Jesus Christ, der Heiland,
also ist er, ist er genannt.
Für uns wollte er leiden,
Herr Jesus Christ, der Heiland,
ob wir möchten vermeiden
ist unser Heil und Trost,
schwere Pein,
mit seiner bittern Marter
den Tod der Ewigkeit.
hat er uns all erlöst.
T: es ist ein wunder,
was ist ein wunder?
Kurt Marti (geb.1921)
T: Karsamstagslegende
Bertholt Brecht (1898–1956)
T: Nicht müde werden
Hilde Domin (1909–2006)
Marcus Paus
Andrew Beall
O Magnum Mysterium
Cedar of Lebanon
(geb. 1970)
komponiert 2007, gemischter Chor aus Song Almah
komponiert 2008, Sopransolo,
und Marimbaphon
Marimbaphon und Streicher
O magnum mysterium,
Sopransolo, Marimbaphon und
et admirabile sacramentum,
Streicher
ut animalia viderent Dominum
natum, jacentem in praesepio!
Beata Virgo, cujus viscera
meruerunt portare
Dominum Christum.
Alleluia.
Oh grosses Geheimnis
und wundersames Sakrament,
dass Tiere den neu geborenen
Herrn in der Krippe liegen sahen.
Glückselige Jungfrau, deren Leib
für würdig befunden wurde,
den Herrn Christus zu tragen.
Halleluja.
T: Nur nicht
Erich Fried
T: Was es ist
Erich Fried (1924 –1988)
T: Hohelied Kapitel 8, 6–7
Edward Elgar
(1857–1934)
The Snow
My love dwelt in a northern Land
Opus 26, 1
gemischter Chor, 2 Violinen und
Piano (arrangiert John Pointer)
Romance für gemischten Chor
O snow, in thy soft grave
Sad flow’rs the winter brave;
O heart, so sooth and save,
as does the snow.
The snow must melt, must go,
Fast, fast as water flow.
Not thus, my soul, O sow
Thy gifts to fade like snow.
The sunset slowly died away,
And herds of strange deer,
silver-white,
Came gleaming through the
forest gray,
And fled like ghosts before
the day.
And oft, that month, we watch’d
the moon
My love dwelt in a northern land,
A dim tower in a forest green
O snow, which sinks so light,
Was his, and far away the sand,
Brown earth is hid from sight,
And gray wash of the waves
O soul, be thou as white as snow, were seen,
O snow, which falls so slow,
The woven forest boughs
Dear earth quite warm below;
between:
O heart, so keep thy glow
And through the northern
Beneath the snow.
summer night
O snow, thou’rt white no more,
Thy sparkling too, is o’er;
O soul, be as before,
Was bright the snow.
Then as the snow all pure,
O heart be, but endure;
Through all the years full sure,
Not as the snow.
Fly, singing bird, fly
Opus 26, 2
gemischter Chor, 2 Violinen und
Piano (arrangiert John Pointer)
Wax great and white o’er wood
and lawn,
And wane, with waning
of the June,
Till, like a brand for battle drawn,
She fell, and flamed in a wild
dawn.
Fly, singing bird, fly,
From the wood where lies
shelter’d thy nest,
From the tree whence thou
pourest thy song,
Fly away, far away to the west,
Tell my love that I wait,
Ah! too long and lonely, I wait.
I know not if the forest green
Still girdles round that castle gray,
I know not if, the boughs
between,
The white deer vanish ere
the day.
The grass above my love
is green,
His heart is colder than the clay.
Fly, singing bird, fly,
O’er the blossoming meadows,
where grow
Yellow cowslips and daffodils pale.
Say I wait where anemones blow,
Weary wait, till with waiting I
Fail, and failing, I sigh.
Fly, singing bird, fly,
Leave thy nest ’midst the wood,
lone, unsought,
Leave the cradling boughs,
spread thy wing,
And swift as my following thought,
Onward speed, and swift flying,
still sing,
Come, or I die!
T: Sozusagen grundlos vergnügt
Mascha Kaléko (1907–1975)
T: Fragen und Antworten
Erich Fried
T: Die Grille und die Ameise
Jean de la Fontaine (1621–1695)
Charles Hoag
(geb. 1931)
Cicada Songs
komponiert 2000
gemischter Chor, Klarinette
und Marimbaphon
Dog Day Harvest Fly
Shrill in your hearing
When heat is searing:
«Seara-seara»
Harvest is by.
Cloying, annoying,
Bright August enjoying,
«Jeera-jeera»
Midsummer’s cry.
Now cool interrupting
His legato corrupting:
«Neara, neara»
Life soon shall be by.
How blind is his flying
Staccato and crying,
«Sic transit Cicada»
Dog Day Harvest Fly.
Like Cicadas
Like Cicadas sitting
Upon a tree in the forest,
And pouring out their piping voices
So the leaders of the Trojans
Were sitting in their towers.
In that Harsh Tune
Now one in flight,
Now one in light,
Now one at night.
How much love is there contained
In that harsh tune sung again,
In summer bright
In song and sight repeated?
Mmm.
Four epigrams
Cicada, ci
Lo, the heart-rending cry
Of the cicada caught by a hawk!
His voice
Consumed by crying
Only the shell remains.
Forest cicadas
Some have cool voices
Others warm.
Cicadas of my hut
I’ll be going away,
So make love and enjoy yourselves.
Happy are the cicadas
Kyoto Summer/Kansas summer
Happy are the Cicadas
For their wives
Are mute!
Kyoto summer
Three children walking
Through early morning mist
Toward a shrine
A pet cicada on a string leash
Leading us.
An die Zikade
Selig bist du, liebe Kleine,
Die du auf der Bäume Zweigen
Von geringem Trank begeistert.
Singend wie ein König lebest!
Dir gehöret eigen alles,
Was du auf den Felderrn siehest,
Alles was die Stunden bringen;
lebest unter Ackersleuten Ihre
Freundin ohnbeschädigt;
Du den Sterblichen verehrte,
Süssen Frühlings
Süsser Bote!
Kansas summers
My mother offers me
A cicada husk
As light as a tear
All sound escaped.
Seara, Seara
Seara, seara,
I wonder how they know
to crescendo together.
Who is their conductor?
Ja dich lieben alle Musen
Phöbus selber muss dich lieben;
Gaben dir die Silberstimme,
Dich ergreifet nie das Alter,
Weise, zarte, Dichterfreundin,
Ohne Fleisch und Blutgeborne
Leidenlose Erdentochter,
Fast den Göttem zu vergleichen.
Selig bist du, liebe Kleine.
T: Wanderers Nachtlied
Wolfgang Goethe (1820-1883)
Fanny Hensel
(1805–1847)
Johannes Brahms
(1833–1897)
Abendlich schon rauscht der Wald
Waldesnacht
Opus 3, Nr. 5
gemischter Chor
Text Joseph von Eichendorff
Opus 62, Nr. 3
gemischter Chor
Waldesnacht, du wunderkühle,
Abendlich schon rauscht der Wald Die ich tausend Male grüss’,
Aus den tiefen Gründen,
Nach dem lauten Weltgewühle,
Droben wird der Herr nun bald
O wie ist dein Rauschen süss!
An die Sterne zünden,
Träumerisch die müden Glieder
Wie so stille in den Schlünden,
Berg’ ich weich in’s Moos,
Abendlich nur rauscht der Wald.
Und mir ist, als würd’ ich wieder
All’ der irren Qualen los.
Alles geht zu seiner Ruh.
Wald und Welt verbrausen,
Fernes Flötenlied, vertöne,
Schauernd hört der Wandrer zu,
Das ein weites Sehnen rührt,
Sehnt sich recht nach Hause.
Die Gedanken in die schöne,
Hier in Waldes grüner Klause,
Ach, missgönte Ferne führt.
Herz, geh endlich auch zur Ruh.
Laß die Waldesnacht mich wiegen,
Stillen jede Pein,
Und ein seliges Genügen
Saug’ ich mit den Düften ein.
In den heimlich engen Kreisen,
Wird dir wohl, du wildes Herz,
Und ein Friede schwebt mit leisen
Flügelschlägen niederwärts.
Singet, holde Vögellieder,
Mich in Schlummer sacht!
Irre Qualen, löst euch wieder,
Wildes Herz, nun gute Nacht.
T: Bevor ich sterbe
Erich Fried
Felix Mendelssohn
Gabriel Fauré
Herr, nun lässest du deinen Diener
In Paradisum
Opus 69, Nr. 1
aus Requiem Opus 48
gemischter Chor und
Instrumentalensemble
(1809–1847)
Herr, nun lässest du deinen
Diener in Frieden fahren,
wie du verheissen hast.
Denn mein Auge hat deinen
Heiland gesehn,
den du bereitet vor allen Völkern,
daß er ein Licht sei den Heiden,
und zu Preis und Ehre deines
Volkes Israel.
Herr, nun lässest du deinen
Diener in Frieden fahren,
mein Auge hat deinen Heiland
gesehn,
welchen du bereitet,
dass er ein Licht sei den Heiden,
und zum Preise deines Volkes
Israel.
Herr, nun lässest du deinen
Diener in Frieden fahren.
Ehre sei dem Vater und dem
Sohne und dem heiligen Geist.
Wie es war zu Anfang, jetzt
und immerdar und von Ewigkeit
zu Ewigkeit. Amen.
T: Offenbarung 21, 1-5a
(1845–1924)
In paradisum deducant angeli,
in tuo adventu
suscipiant te martyres,
et perducant te
in civitatem sanctam Jerusalem.
Chorus angelorum te suscipiat,
et cum Lazaro quondam paupere
aeternam habeas requiem.
May the angels lead you into
paradise,
may the martyrs receive you
in your coming,
and may they guide you
into the holy city, Jerusalem.
May the chorus of angels receive you
and with Lazarus once poor
may you have eternal rest.
Ins Paradies mögen die Engel
dich geleiten,
bei deiner Ankunft die Märtyrer
dich empfangen
und dich führen in die heilige
Stadt Jerusalem.
Der Chor der Engel möge dich
empfangen,
und mit Lazarus, dem einst armen,
mögest du ewige Ruhe haben.
Mitwirkende
Manuel Leuenberger wurde 1988 in Thun geboren und
kam schon früh mit Musik in Berührung. Mit sechs
Jahren begann er Cello zu spielen, wurde jedoch bald
von der Faszination der Perkussion gepackt. Während
seiner Schulzeit erhielt er Schlagzeug-, sowie später
auch Klavierunterricht.
Anfangs 2005 kam er in Kontakt mit dem Marimbaphon und fand damit das richtige Instrument, um
seiner Musikalität Ausdruck zu verleihen. Ein Jahr später spielte er sein erstes Solokonzert mit Orchester
Manuel Leuenberger
und gewann einen 1. Preis mit Auszeichnung am 31.
Marimbaphon
Schweizer Jugendmusikwettbewerb. Im Sommer 2010
schloss er sein Bachelorstudium bei Horst Hofmann, Thomas Dobler und Rainer
Seegers an der ZHdK (Zürcher Hochschule der Künste) mit Auszeichnung ab und
debütierte in der Tonhalle Zürich, wo er das Concerto No. 1 for Marimba and
Strings von Emmanuel Séjourné aufführte.
Sowohl sein spielerisches Können, als aber auch seine Offenheit und Neugierde
anderen Künstlern und Pädagogen gegenüber, haben ihm schnell zahlreiche
Türen geöffnet. So konnte er mit namhaften Marimbaphonisten wie Katar zyna
Myc´ka, Svet Stoyanov, Emmanuel Séjourné, Pedro Carneiro und Shoko Sakai
zusammenarbeiten. Im Herbst 2011 durfte er Emmanuel Séjourné’s Magellan
Concerto uraufführen und trat als Solist mit dem Donau Symphony Orchestra
Budapest auf.
Anfangs 2012 wurde seine erste Komposition – Anna for marimba solo – vom
dänischen Verlag Edition Svitzer publiziert. Kurze Zeit später erhielt er ein volles
Stipendium von der Frost School of Music an der University of Miami, wo er
seit August desselben Jahres seine Studien beim bulgarischen Virtuosen Svet
Stoyanov fortsetzt.
Im Herbst 2012 besuchte er bereits ein erstes Mal die Schweiz, um als Solist
mit dem Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchester (SJSO) aufzutreten. Für ihn war
es eine grosse Bereicherung, das Auftragswerk Tides für Marimba und Orchester des jungen Schweizer Komponisten Maurus Conte uraufzuführen. Seine erste CD-Aufnahme, zusammen mit der japanischen Organistin Yoshiko Masaki,
erfolgte im Sommer 2013.
Manuel Leuenberger wird unterstützt von Marimba One.
Die 1986 geborene österreichische Sopranistin hat vor
kurzem ihr Masterstudium an der ZHdK bei Jane Thorner
mit Auszeichnung beendet. Ihre Bachelorausbildung
am RNC Manchester hat sie 2011 mit Auszeichnung
abgeschlossen und die RNCM Gold Medal gewonnen.
Jüngste Aufführungshighlights inkludieren Carissimis
Jephte mit der Kleinen Kantorei Zürich, Monteverdis
Marienvesper in der King’s Chapel, Cambridge sowie
Haydns Schöpfung mit I Suonatori Stravaganti.
Auf der Opernbühne gab Stephanie vor kurzem ihr
Debüt am Münchner Cuvillier-Theater als Cleopatra
Stephanie Pfeffer
in Händels Giulio Cesare. Gewinnerin des Brigitte
Sopran
Fassbaender Award für Lied, dem Alexander Young
Award und der John Petty English Song Competition. Meisterklassen bei Julius
Drake, Marijana Mijanovic und Brigitte Fassbaender.
Stephanie wird unterstützt von der Stiftung Elsy Mayer, der Stiftung Lyra und der
Stiftung Marguerite Meister.
Sarah Tabitha Stähli studierte Klavier an der Zürcher
Hochschule der Künste in den Klassen von Hadassah
Schwimmer und Konstantin Scherbakov. Parallel dazu
absolvierte sie ein Studium auf ihrem Zweitinstrument Flöte bei Brigitte BrynerKronjäger. Ihre Studien in Zürich schloss sie mit dem Klavier-Lehrdiplom sowie
dem Flöten-Lehrdiplom ab, beide mit Auszeichnung. Ein Stipendium der Yvonne
Lang-Chardonnens Stiftung ermöglichte ihr anschliessend ein Aufbaustudienjahr
in Paris, wo sie ihre Klavier-Studien an der Ecole Normale de Musique de Paris bei
Cécile Hugonnard-Roche vertiefte. Weitere wichtige Impulse erhielt sie durch ihre
Teilnahme an Kursen wie der Internationalen Engadiner Klavierakademie, mehreren Liedgestaltungskursen mit dem Liedbegleiter und Komponisten Daniel Fueter
und einem Melodrama-Kurs mit Daniel Fueter und dem Schauspieler Norbert
Schwientek.
Tabitha Stähli
Klavier
Bereits während ihrer Studien entwickelte Sarah Tabitha Stähli eine grosse pianistische Affinität zur Korrepetition und Liedbegleitung und widmet sich seit einiger
Zeit intensiv und mit Begeisterung der Zusammenarbeit mit SängerInnen, InstrumentalistInnen und Chören. Sie interessiert sich ausserdem sehr für die Wechselwirkung von Musik und Theater. Wertvolle Erfahrungen auf diesem Gebiet konnte
sie in der mehrmaligen anregenden Zusammenarbeit mit der Komponistin Maria
Porten und dem Regisseur Gian Manuel Rau sowie durch ihre Anstellung an der
Schauspielschule Zürich als Korrepetitorin sammeln.
Sarah Tabitha Stähli unterrichtet an den Musikschulen Pfannenstiel und Männedorf Klavier und pflegt neben ihrem pädagogischen Engagement eine rege
Konzerttätigkeit in verschiedensten Formationen.
Aufgewachsen in Norddeutschland hat Alke de Groot
zunächst Angewandte Sprachwissenschaft studiert,
um dann als Übersetzerin und später im Bereich Werbung/Marketing/PR zu arbeiten. In Zürich studierte
sie Theologie und ist seit sieben Jahren mit Begeisterung Gemeindepfarrerin in Egg ZH. Daneben engagiert
sie sich als Notfallseelsorgerin und als Radiopredigerin
auf SRF Kultur.
Alke de Groot
Sprecherin
Ernst Buscagne wurde 1974 in Durban, Südafrika,
geboren und absolvierte an der Universität von Potchefstroom (Südafrika) seine Gesangsausbildung
– 1997 setzte er sein Studium in Deutschland am
Richard-Strauss-Konservatorium in München fort.
Ernst Buscagne
Leitung
Nach seinen «Wanderjahren» als freiberuflicher
Sänger wurde Ernst Buscagne 2003 Mitglied des
renommierten Opernchores am Zürcher Opernhaus.
Die Arbeit in diesem Ensemble, in direktem Kontakt zu den Grössen der Opernwelt, erwies sich als
prägende Erfahrung für den jungen Künstler.
Nach fünf Jahren als Ensemblemitglied des
Zürcher Opernhauses traf Ernst Buscagne die Entscheidung, seine Leidenschaft für den Chorgesang auf eine weitere Ebene auszuweiten. Er widmete sich von 2008 bis 2010 einem Kantoren- und Chorleitungsstudium an
der Zürcher Hochschule der Künste, unter der Leitung von Markus Utz und
Beat Schäfer.
Seit Januar 2011 ist Ernst Buscagne Kantor in der Evangelisch-reformierten
Kirchgemeinde Egg ZH. Hier leitet er den Konzertchor Singkreis Egg (den er
bereits 2009 übernommen hatte) und trägt durch die Förderung des Gemeindegesangs aktiv zum Aufbau der Gemeinde bei. Im August 2011 hat er die
Leitung des «schmaz» Schwuler Männerchor Zürich von seinem Gründer Karl
Scheuber übernommen. Des Weiteren leitet er die Kinderchöre der Singschule
MKZ (Musikschule Konservatorium Zürich) im Glattal. Ernst Buscagne nimmt
weiterhin als Gesangssolist und Kursleiter an ausgewählten Projekten teil.
www.buscagne.com
Chormitwirkende am Konzert
Konzertchor Singkreis Egg
Sopran
Marianne Angehrn, Nicole Angehrn, Erika Berger, Sonja Boltshauser, Franziska
Cathrein, Susanne Egger, Catrina Erb Pola, Cornelia Hartmann, Ruth Lieberherr,
Vreny Lienhard, Hanna Niggli, Therese Schürch, Madeleine Schultz Herzog, Irene
Sommer, Jacinda Sroka, Susanne Stadler, Ursula von Bergen, Esther Zehnder
Alt
Marlies Bäumli, Regine Blaser, Elisabeth Eicke-Durrer, Varpu Gasser, Monica
Gemperli, Vre Hersche, Silvia Lohr, Verena Lutz-Schuhmacher, Carole Mattenberger, Brigitte Näf, Nica Pola, Irene Riethmann, Eveline Ryser, Tonia Strebel,
Raphaela Tinner, Carmela Toggweiler, Helen Wiher
Tenor
Jörg Bühler, Josef Horat, Yvonne Mühlemann, Curdin Niggli, Ernst Schellenberg
Bass
Ruedi Blaser, Peter Degiacomi, Eugen Eicher, Martin Fischinger, Toni Fluder, Fritz
Iff, Hans Kurer, Paul Mühlemann, Sebastian Müller-Crepon, Dietmar Wettach
Musiker:
Violine: Tatjana Vucelic & Andreas Wiesemes
Bratsche: Veronika Ruf
Violoncello: Robert Merkler & Bettina Fierz
Kontrabass: Daniela Reuschlein
Klarinette: Carmen Berger
Kommen Sie doch zu uns...
Haben Sie Lust bekommen, im Konzertchor Singkreis Egg mitzusingen? Haben Sie
eine Freundin oder einen Nachbarn, die/der schon lange wieder mal in einem
Chor mitsingen möchte?
Der Konzertchor Singkreis Egg probt immer am Mittwochabend um 20 Uhr in der
reformierten Kirche Egg.
Für Fragen nehmen Sie bitte Kontakt auf mit unserem Dirigenten, Ernst
Buscagne, oder wenden Sie sich an: Marianne Angehrn unter Tel. 044 984 32 36
(Präsidentin Konzertchor Singkreis Egg).
Mehr Informationen finden Sie unter www.singkreis-egg.ch
Möchten Sie uns finanziell unter die Arme greifen?
Damit wir solche Konzerte realisieren können, sind wir auf Sie angewiesen.
Wir freuen uns über jeden Beitrag auf unser Konzertkonto: PC 80-151-4 für den
Singkreis Egg.
Schon jetzt ein herzliches Dankeschön für Ihre grosszügige Unterstützung.
Zukünftiges:
Wir bieten Ihnen auch weiterhin spannende und wohlklingende Unterhaltung.
Am 9. November 2014 präsentiert der Konzertchor Singkreis Egg das Requiem
von Gabriel Fauré. Mittels kontrastierender Werke, unter anderem «Cantata
Misericordium» von Benjamin Britten, rücken wir dieses beliebte Werk – ganz in
der Tradition des Singkreis Egg – in ein neues Licht.
Darüber hinaus umrahmt der Konzertchor Singkreis Egg regelmässig die
Gottesdienste der Reformierten Kirchgemeinde Egg mit seinem Gesang; am
25. Dezember 2013 zum Beispiel erklingt die Missa Brevis in G-Dur, KV 140
(W.A. Mozart) im Rahmen des Festgottesdienstes.
Begleiten Sie uns auf unserem Weg und unterstützen Sie uns immer wieder mit
Ihrem Konzertbesuch. Wir freuen uns auf Sie!
Sponsoren und Gönner
Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Sponsoren und Gönnern für ihre
grosszügige Unterstützung. Ohne sie wäre ein solches Konzert-Projekt nicht zu
realisieren.
Reformierte Kirchgemeinde Egg
Politische Gemeinde Egg
Gemeinnützige Stiftung Basler-Hofmann
Schüller-Stiftung
Herzlichen Dank
Danke auch an alle Mitwirkenden vor-, hinter- und auf der Bühne.
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