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Alles was Recht ist: Grundlagenwerk zu Gerichts-PR

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MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
Pressemitteilung | Juli 2012
Litigation-PR in Deutschland
Alles was Recht ist:
Grundlagenwerk zu
Gerichts-PR erschienen
Mit ihrer aktuellen Publikation „Litigation-PR: Alles
was Recht ist“ (Springer VS) legen die Herausgeber
Prof. Dr. Lars Rademacher von der MHMK,
Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, und Alexander SchmittGeiger vom Beratungsunternehmen Communication Public Affairs das erste
Grundlagenwerk zur strategischen Rechtskommunikation in Deutschland vor.
Unter theoretischen und empirischen Blickwinkeln erschließt der Sammelband den
Bereich prozessbezogener Öffentlichkeitsarbeit, der sich in den vergangenen
Jahren in Deutschland und Europa stark erweitert hat. Zu den 25 Fachautoren
gehören Kommunikationswissenschaftler und Soziologen ebenso wie Journalisten,
Anwälte und Richter. Anhand konkreter Fälle analysieren sie Rezeptionsmuster
von Gerichtsverfahren in Öffentlichkeit und Medien ebenso wie kommunikative
Strategien auf Seiten von Gerichten, Staatsanwaltschaften und Verteidigung. Das
Geleitwort zu dem Sammelband stammt von Alice Schwarzer. Die EMMAHerausgeberin beschreibt, welche gesellschaftspolitische Dynamik die Medienberichterstattung gerade bei spektakulären Prozessen entfalten kann und welche
Herausforderung es für die Richter bedeutet, damit professionell umzugehen.
München (Juli 2012) – Ausgehend vom amerikanischen Vorbild hat sich die
Öffentlichkeitsarbeit in und um Gerichtsverfahren in Deutschland und Europa deutlich
professionalisiert und ausgeweitet. Mit dem vorliegenden Band aus dem Verlag für Lehrund Fachmedien Springer VS wird der Status Quo der sogenannten Litigation-PR im
deutschsprachigen Raum erstmalig umfassend abgebildet.
Dazu der PR-Experte Lars Rademacher: „Der Professionalisierungsgrad und das Ausmaß
prozessbegleitender Öffentlichkeitsarbeit hat in den vergangenen Jahren enorm
zugenommen. Wir erleben eine deutliche Aufrüstung bei allen Prozessbeteiligten. Das zeigen
Fälle wie das Berufungsverfahren der Amerikanerin Amanda Knox für den europäischen
Kontext und die Verfahren gegen Jörg Kachelmann oder Klaus Zumwinkel in Deutschland.
Mit unserer Publikation wollen wir nicht nur das Potenzial strategischer
Rechtskommunikation vor Augen führen, sondern dieses Praxisfeld auch wissenschaftlich
verorten. Gleichzeitig hoffen wir, dass die vielfältigen Sichtweisen unserer Autoren allen
beteiligten Akteuren helfen werden, einen angemessenen Umgang mit der Dynamik von
Litigation-PR zu entwickeln.“
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MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
Doch nicht nur in den Verfahren mit hoher medialer Aufmerksamkeit ist Litigation-PR
mittlerweile selbstverständlicher Bestandteil der deutschen Prozesskultur, erläutert der
Kommunikationsberater Alexander Schmitt-Geiger: „Damit eine juristische Streitigkeit
nicht zu einem unkontrollierbaren Ansehensverlust wird, erleben wir auch in Deutschland
eine stark wachsende Nachfrage nach Litigation-PR. Das gilt für alle Unternehmensgrößen,
für Merger&Aquisition-Streitigkeiten ebenso wie für Strafverfahren oder
verwaltungsrechtliche Fälle. In Zeiten von Internetforen, Blogs und Tweets wollen auch
kleine Unternehmen und Privatpersonen die eigene Reputation durch systematisches
Kommunikationsmanagement schützen. Schließlich gilt ‚kein Kommentar‘ im Gerichtssaal
der Öffentlichkeit schnell als Schuldeingeständnis.“
Wie groß der Einfluss professioneller Litigation-PR sein kann, analysiert Alice Schwarzer
im Geleitwort des Bandes. Kritisch beschreibt die EMMA-Herausgeberin die generelle
Prozessberichterstattung deutscher Leitmedien ebenso wie die persönlichen Erfahrungen,
die sie als Prozessbeobachterin im Kachelmann-Verfahren gemacht hat: „Der Fall
Kachelmann hat mich gelehrt, dass die Gerichte in Deutschland und auch die Medien weit
davon entfernt sind, der konzertierten und hemmungslosen Wucht der Litigation-PR
gewachsen zu sein – ja, manche Medien sind gar selber Teil der Litigation-PR. So hat
meiner Meinung nach der Versuch der direkten Beeinflussung der öffentlichen Meinung in
Bezug auf einen Prozess und seine Protagonisten und damit indirekt auch der Versuch der
Beeinflussung des Gerichts inzwischen Dimensionen erreicht, die den Rechtsstaat
gefährden. Die Klassenjustiz ist wieder eingeführt, denn Litigation-PR ist eine Frage des
Geldes und geht bei Prozessen wegen sexueller Gewalt quasi immer auf Kosten der Opfer.“
Herausgeber
Dr. Lars Rademacher ist Professor für PR und Kommunikationsmanagement im
Studiengang Medienmanagement an der MHMK, Macromedia Hochschule für Medien und
Kommunikation. Er leitet dort den Forschungsschwerpunkt „Professionelle
Rechtskommunikation“.
Alexander Schmitt-Geiger ist Berater für Public Affairs und Litigation-PR in München und
Inhaber des Beratungsunternehmens Communication Public Affairs.
„Litigation-PR: Alles was Recht ist. Zum systematischen Stand der strategischen
Rechtskommunikation“, hrsg. von Lars Rademacher und Alexander Schmitt-Geiger
Wiesbaden: Springer VS 2012
ISBN 978-3-531-18201-8
EUR 39,95
Weitere Informationen unter: http://www.springer-vs.de/Buch/978-3-531-182018/Litigation-PR-Alles-was-Recht-ist.html
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MHMK Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
Für Rezensionsexemplare wenden Sie sich bitte direkt an den Verlag:
Karen Ehrhardt
Springer Fachmedien Wiesbaden GmbH
Tel.: 0611 / 7878 - 394
Fax: 0611 / 7878 - 78394
karen.ehrhardt@springer.com
Für Interviewwünsche mit den Herausgebern wenden Sie sich an:
Dr. Inga Heins
MHMK, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation
Tel.: 089 / 5441 51 - 784
i.heins@mhmk.org
Über die MHMK
Die MHMK, Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation, ist die größte private Medienhochschule in
Deutschland und lehrt nach dem Dreiklang „Medien verstehen, Medien gestalten und Medien managen“. Mit mehr
als 1.900 Studierenden und rund 80 Professoren an fünf Standorten in München, Stuttgart, Köln, Hamburg und
Berlin verfügt sie über ein bundesweites Netzwerk mit Institutionen und Unternehmen der Medien- und
Designbranche sowie über internationale Kontakte und Kooperationspartner. In den vier Bachelorstudiengängen Film
und Fernsehen, Journalistik, Medien- und Kommunikationsdesign sowie Medienmanagement wählen die Studierenden
aus einem breiten Spektrum an Studienrichtungen. Ergänzend wird der in Deutschland bisher einzige
englischsprachige Bachelor Media and Communication Management angeboten. Die Medienmanager und Medienund Kommunikationsdesigner absolvieren sechs Semester an einem Campus in Deutschland und ein integriertes
Auslandssemester an einer der Partnerhochschulen der Fünf-Kontinente-Plattform. Die Master School der MHMK ist
komplett englischsprachig und bietet mit den Studiengängen Media and Design sowie Media and Communication
Management die Grundlage für eine internationale Karriere. Im Masterprogramm ist das Studieren auch
berufsbegleitend möglich. Alle Studiengänge sind durch die Agentur FIBAA akkreditiert, 2011 erhielt die MHMK
zudem die institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat. Die Absolventen der MHMK arbeiten als
Nachwuchs- und Fachkräfte bei führenden Agenturen, Medienunternehmen und Firmen, u.a. bei ARD (WDR/SWR),
Adidas, Axel Springer, Audi, Burda, BMW, Deutsche Telekom, Edelman, Gruner + Jahr, RTL, SKY, Siemens, Vok
Dams und Warner Music.
Mehr unter www.mhmk.de
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Medienkontakt
Dr. Inga Heins
i.heins@mhmk.org
Telefon 089.544 151-784
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Bildung
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