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Westfalen-Blatt Nr. 260
LOKALSPORT
Cv19
8. / 9. November 2014
SC Wiedenbrück
SC Verl
1
0
SC Wiedenbrück: Hölscher Volkmer, Sumelka, Colak, Rogowski
- Strickmann, Lauretta - Loose
(90.+1 Zech), Wassey, Bednarski Puhl (82. Kotuljac).
SC Verl: Lange - Großeschallau,
Schmidt, Stöckner, Kaminski - Mikic, Mainka - Hecker (79. Safonov),
haeder (89, Schonlau), Engelmann Rasp (89. Plucinski).
Schiedsrichter: Felix Schmitz
(Xanten).
Zuschauer: 1310.
Gelbe Karten: Strickmann (21.),
Puhl (64.) - Rasp (70.), Kaminski
(84.).
Ecken: 6:3 (2:0).
Das Tor
1:0 Aleksandar Kotuljac (85.).
Sechster und letzter Derby-Eckball
für den SC Wiedenbrück. Massih
Wassey, der zuvor mit seinen Standards glücklos geblieben war, bringt
das Leder von der rechten Seite
herein. Carsten Strickmann kann
sich acht Meter vor dem Tor unbedrängt hochschrauben und verlängert die Kugel mit dem Kopf auf den
zweiten Pfosten. Dort lauert der
eingewechselte Kotuljac,der mit einem Spreizschritt den Ball zwischen
zwei Verler Verteidigern hindurch
aus drei Metern Torentfernung über
die Linie drückt.
Fußball
Die dicht gestaffelte Verler Abwehr mit Daniel Mikic (von links), Fabian Großeschallau,
Robert Mainka, Marco Kaminski und Julian Schmidt lässt aus dem Spiel heraus kaum
gefährliche Situationen der Wiedenbrücker Tobias Puhl (von links), Carsten Strickmann
und Kamil Bednarski zu. Folgerichtig fällt das einzige SCW-Tor nach einem Eckball.
Joker Kotuljac entscheidet das Derby
180 Sekunden nach seiner Einwechslung ist der Stürmer in der 85. Minute zur Stelle
Von Dirk H e i d e m a n n
Christian B r ö d e r
und Wolfgang W o t k e (Fotos)
Rheda-Wiedenbrück
(WB). Seinen Stammplatz hat
er vor Wochen verloren. Doch
als Aleksandar Kotuljac gebraucht wird, ist er da. Nur drei
Zeigerumdrehungen nach seiner Einwechslung entscheidet
der 33-jährige Stürmer des SC
Wiedenbrück am Freitagabend
das Kreisderby der Fußball-Regionalliga gegen den SC Verl.
Der nicht unverdiente 1:0
-Siegtreffer fällt in Minute 85.
»Ich habe darauf spekuliert,
dass der Ball durchgeht«, schildert
Kotuljac die Szene, als Carsten
Strickmann einen von Massih
Wassey geschlagenen Eckball mit
dem Kopf auf den zweiten Pfosten
verlängert. Seine letzten Treffer
hatte »Kutte« am sechsten Spieltag
beim 3:1 gegen Uerdingen erzielt.
»Als Stürmer wird man an Toren
gemessen, ich habe jetzt auf drei
erhöht. Das Spiel war ausgeglichen und ein typisches 0:0. Aber
wir haben das nötige Glück gehabt«, sagt der Derby-Entscheider.
Über weite Strecken sehen die
1310 Zuschauer eine Partie, in der
beide Mannschaften das letzte
Risiko scheuen. Der SCW, wieder
Männer Regionalliga West
SC Wiedenbrück - SC Verl
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Vikt. Köln
RW Essen
Alem. Aachen
SC Wiedenbrück
Bor. M'gladbach II
KFC Uerdingen
Fort. Düsseldorf II
RW Oberhausen
1. FC Köln II
SC Verl
SV Rödinghsn.
SF Lotte
FC Kray
SG Wattenscheid
VfL Bochum II
Schalke II
SF Siegen
FC Hennef 05
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21:11
21:23
26:21
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18:19
24:19
20:15
16:11
20:16
16:16
21:24
15:23
23:26
12:25
11:26
10:37
Absolutes
Raketenspiel
Powerpartie
Jure Colak
Carsten Strickmann
David Lauretta
Sinnbild eins: SCW-Coach Alfons
Beckstedde genießt den Erfolg.
Der Wiedenbrücker Linksaußen Kamil Bednarski (links) probiert's in
dieser Szene gegen den besten Verler, Spielführer Julian Schmidt.
Sinnbild zwei: Andreas Golombek
verlässt geknickt den Rasen.
mit Jure Colak in der Innenverteidigung und Strickmann im defensiven Mittelfeld, versucht es mit
Ballzirkulation und kurzen Pässen.
Die Gäste aus Verl, mit Robert
Mainka für den gelbgesperrten
Jannik Schröder auf der »Sechs«
und Marco Kaminski nach abgelaufener Gelbsperre für Hervenogi
Unzola in der Startelf, operieren
hingegen meist mit langen Bällen.
Gefährliche Situationen können
beide Teams aber nur selten heraufbeschwören. Kaminski blockt
einen Schuss von Tobias Puhl
(20.), der zudem nach einer Wassey-Ecke im Gewühl nicht zum
Zug kommt (20.). Wenig später
sieht Strickmann nach einem taktischen Foul seine fünfte Gelbe
Karte in dieser Saison und fehlt
dem SC Wiedenbrück am kommenden Samstag im Auswärtsspiel in Siegen. Die dickste Gelegenheit im ersten Abschnitt bekommt für die im Laufe der ersten
Halbzeit immer spielbestimmender werdenden Verler Fabian
Großeschallau (37.). Sein Freistoß
aus 18 Metern saust knapp am
linken Pfosten vorbei.
Nach dem Wechsel häufen sich
die Möglichkeiten. Der auffällige
Simon Engelmann nutzt einen
Stellungsfehler von Sebastian Sumelka, schießt aber rechts am Tor
vorbei (48.). Als Puhl mit einem
langen Ball auf die Reise geschickt
wird, stürzt SCV-Schlussmann Sebastian Lange aus seinem Kasten
und klärt außerhalb des Strafraums mit der Brust, als Puhl den
Ball an ihm vorbeilegen will (53.).
In ihrer besten Phase vergeben die
Gäste zwei gute Chancen. Zunächst klärt Colak einen Schuss
von Matthias Haeder in höchster
Not zur Ecke (60.), dann setzte
Kaminski einen GroßeschallauEckball (62.) per Kopf über das
Tor. Da dem SCW gegen defensiv
dicht gestaffelte Verler nichts einfällt, läuft alles auf ein 0:0 hinaus –
bis Kotuljac trifft. Schiedsrichter
Felix Schmitz zeigt zwei Minuten
Nachspielzeit an, daraus werden
jedoch fünf. Mit der letzten Aktion
des Spiels hat Großeschallau noch
den Ausgleich auf dem Fuß, sein
Freistoß aus 18 Metern landet
aber links neben dem Tor.
Der SCW schiebt sich durch den
Derbysieg zumindest für eine
Nacht bis auf einen Punkt an das
Führungstrio aus Köln, Essen und
Aachen heran, während dem SCV
auch im fünften Anlauf kein Sieg
im Jahnstadion gelingt.
Pflichtkick
Tobias Puhl
Kamil Bednarski
Massih Wassey
Marcel Hölscher
Jeffrey Volkmer
Sebastian Sumelka
Julian Loose
Mariusz Rogowski
Gurkenspiel
»Bleiben die Nummer eins«
Stimmen: Zwei Tage frei – SCW-Spieler sollen den Sieg genießen
Klare Ansage – auf dem Transparent der SCW-Fans mit der stilisierten
Karte des Kreises steht das Motto des Abends: »Nach uns der Rest«.
Der Derby-Torschütze Aleksandar Kotuljac (Mitte) wird von David
Lauretta (links) und Sebastian Sumelka beglückwünscht.
Alfons Beckstedde (52), Trainer
des SC Wiedenbrück: »Beide
Mannschaften wollten keine gravierenden Fehler machen und defensiv gut stehen. Es deutete viel
auf eine Nullnummer hin, aber
dann haben wir das Quäntchen
Glück gehabt. 1:0-Erfolge sind im
Fußball die schönsten Siege, die
man einfahren kann. Das bedeutet
Nervenkitzel bis zum Abpfiff. Ich
habe den Jungs jetzt erstmal zwei
Tage frei gegeben. Sie sollen den
Derbysieg genießen. Verl wünsche
ich weiter Glück: Nach dem Regen
scheint ja die Sonne.«
Andreas Golombek (46), Trainer
des SC Verl: »Es war ein typisches
Derby mit wenigen Chancen. Keiner wollte ins offene Messer laufen. Wir kamen überhaupt nicht
ins Spiel. Dass wir das Gegentor
nach einer Standardsituation bekommen, wurmt mich unheimlich.
Von unseren elf Gegentreffern haben wir gefühlte sechs bis acht
nach Standards kassiert. Jetzt ha-
ben wir das große Ding verpasst:
Mit 25 Punkten gegen Aachen –
das wäre ein Highlight gewesen.«
Burckhard Kramer, Wiedenbrücker Vorstandsmitglied: »Beide
Mannschaften haben ein gutes
Spiel gezeigt. Der Glücklichere hat
das Tor gemacht. Aber die spielerische Linie war stärker bei uns.«
Raimund Bertels, 1. Vorsitzender des SC Verl: »Wenn ich die
Partie über 90 Minuten sehe, hätte
es ein langweiliges 0:0 werden
können. Beide haben kein gutes
Spiel gezeigt und zuviel Respekt
voreinander gehabt. Dass man am
Ende mit ganz leeren Händen
dasteht, ist eine traurige Sache.«
Marcel Hölscher, Torhüter des
SCW: »Perfekt! 1:0 war ja mein
Wunschergebnis. Insgesamt waren beide recht defensiv eingestellt
und haben nicht viel riskiert.«
Julian Schmidt, Verler Spielführer: »Wir haben hinten eigentlich
nichts anbrennen lassen, aber zu
wenig Druck nach vorne gemacht.
Mehr sage ich dazu nicht.«
Carsten Strickmann, Wiedenbrücker Mittelfeldmann: »Ein hart
erkämpfter Sieg. Aber es ist doch
das Schönste, kurz vor Schluss im
Derby das Tor zu machen. Das hat
richtig Bock gemacht.«
Alexander Brentrup, SCW-Vorstandsmitglied: »Es war ein zerfahrenes Spiel, aber wir haben
nicht unverdient gewonnen und
eine bärenstarke Reaktion auf das
1:7 in Rödinghausen gezeigt.«
Christian Brentrup vom SCWVorstand: »Wir haben das Ding
verdient gewonnen, noch dazu vor
einer tollen Kulisse. Und wir bleiben die Nummer eins im Kreis.«
Simon Engelmann, Verler Angreifer: »Das war zu wenig. Irgendwie hatten wir keine Ideen
nach vorne und waren zu passiv.
Manfred
Ex-FIFAFührer,
Schiedsrichter, augenzwinkernd in
der Halbzeitpause: »Schreibt das
Spiel nicht schlecht. Es ist halt eine
taktisch geprägte Partie.«
Absolutes
Raketenspiel
Powerpartie
Julian Schmidt
Pflichtkick
Julian Stöckner
Simon Engelmann
Fabian Großeschallau
Nico Hecker
Matthias Haeder
Sebastian Lange
Marco Kaminski
Daniel Mikic
Gurkenspiel
Robert Mainka
Manuel Rasp
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