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Gut zu wissen, was dahinter steckt - Wasser- und

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Wir machen Schifffahrt möglich.
Gut zu wissen, was dahinter steckt
Wasserstraßen, Sicherheit, Vitalität
Hier ist die WSV aktiv: wenn ein
Kreuzfahrtschiff die Werft in
­Richtung Nordsee verlässt und
wenn modernste Mehrzweckschiffe für Notfälle auf dem Wasser
bereit stehen.
Willkommen.
Wasser ist Leben. Wasserstraßen sind Lebensadern. Seit jeher
sind die Menschen auf Gewässer angewiesen – nicht zuletzt
als Transport- und Verkehrswege.
Auch heute sind unsere Wasserstraßen und Häfen als wichtige Bestandteile des Verkehrswegenetzes unverzichtbar.
Zusammen mit der Schiene tragen sie maßgeblich zur
Entlastung des Hauptverkehrsträgers Straße bei. Angesichts
der langfristig zu erwartenden Zunahme der Güterverkehrsleistung wird ihre Bedeutung in Zukunft wieder zunehmen
müssen. Wir brauchen leistungsfähige Wasserstraßen auch
als besonders energieeffizienten Verkehrsträger, der uns
hilft, den Verbrauch knapper werdender fossiler Brennstoffe
zu reduzieren und weniger Treibhausgase zu produzieren.
Der Wasserbau schreibt in unserem Land eine traditionsreiche Erfolgsgeschichte. Seine Aufgaben sind vielfältig und
erfordern besonderes Wissen und besondere Fähigkeiten.
Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV)
verfügt über hohe Kompetenz und stellt sich mit neuen
Methoden und Lösungen den verändernden Herausforderungen. Mit der schifffahrtlichen und darüber hinaus
ökologischen Unterhaltung unserer Wasserstraßen leistet
sie einen wichtigen Beitrag, um unsere Gewässer ebenso
als wertvolle Lebens- und Freizeiträume zu erhalten wie als
leistungs­fähige Transportwege in Gegenwart und Zukunft.
Dr. Peter Ramsauer
Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
Schifffahrt
Transport
Wirtschaft
Gut verbunden.
Flüsse und Kanäle durchziehen den europäischen Kontinent
und verbinden z.B. die Nordsee mit dem Schwarzen Meer. Als
Transportwege für Waren aller Art sind sie unverzichtbarer
Teil unserer Wirtschaft und tragen zu Grundversorgung und
Wohlstand bei. Dabei sind sie sicher und energieeffizient. So
ersetzt ein Binnenschiff mit 2.100t Tragfähigkeit 105 LKWs à
20t Tragfähigkeit.
Allein in Deutschland haben alle schiffbaren Flüsse und
Kanäle des Bundes eine Gesamtlänge von rund 7.350
­Kilometern, dazu kommen die Seewasserstraßen mit rund
23.000 km2. Für Sicherheit und Ordnung auf diesen Wasserstraßen sorgt die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des
Bundes (WSV). Denn jeden Tag nutzen Tausende Schiffe die
­deutschen Wasser­straßen. Die meisten sind geschäftlich
unterwegs und bringen Waren auf die Marktplätze in ganz
Europa. Und ihre Zahl wird ­steigen, denn die Europäische
Union fördert die Verlagerung des Güterverkehrs von der
Straße und der Schiene auf das Wasser.
Die aktuelle Seeverkehrsprognose 2025 des Bundes­
ministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung ­rechnet
damit, dass sich der Umschlag allein in den deutschen
­Seehäfen von 261 Millionen Tonnen im Jahr 2009 auf rund
759 Millionen Tonnen im Jahre 2025 erhöhen wird.
„Unsere Flüsse und Kanäle verbinden
Europa in alle Richtungen, die Häfen
sind unser Tor zur Welt.“
Güter- und Personentransport ist
von fundamentaler Bedeutung für
den Wirtschaftsstandort Deutschland. Häfen sind eine wichtige
Schnittstelle in der Transportkette.
Fast 400 Schleusen erhöhen die
Schiffbarkeit deutscher Wasserstraßen und sind ein bedeutender
Teil der europäischen Verkehrs­
infrastruktur.
„Dank hervorragender Verwaltung
sind deutsche Wasserstraßen ein sehr
sicherer, stressfreier Transportweg.“
Gut geregelt.
Damit sind Deutschlands Wasserstraßen mitten in einem
immer enger zusammenwachsenden Europa ­unverzichtbar –
sowohl für die deutsche als auch für die europäische ­Wirt­schaft. Reeder und Unternehmer müssen sich darauf verlassen
können, dass ihre Schiffe sicher, zuverlässig und pünktlich an
ihrem Bestimmungs­ort an­kommen.
Das zu gewährleisten, ist Aufgabe der WSV. Wir setzen unser
ganzes Know-how und modernstes technisches Gerät ein, um
den sicheren Verkehr auf allen deutschen Wasserstraßen zu
regeln und ihren guten Zustand zu sichern: Ist die Wasser­tiefe
ausreichend? Funktionieren Schleusen einwandfrei? Sind
Markierungen eindeutig? Sind Flüsse und Meere eisfrei?
Darüber hinaus sind wir dafür verantwortlich, ­besondere
­Veranstaltungen und Transporte auf dem Wasser zu ge­­
nehmigen, Schifffahrtspatentprüfungen abzunehmen oder
Havarien zu verhindern bzw. zu beseitigen.
Zur Brand- oder Schadstoffbekämpfung, fürs Notschleppen
oder Eisbrechen greifen unsere für alle Fälle ­ausgerüsteten
Mehrzweckschiffe ein. Mit ihren Ölaufnahme­geräten,
­Feuerlöschmonitoren, Gassensoren und einem Hospital
­tragen sie zur Sicherheit auf deutschen Wasserstraßen speziell
auf Nord- und Ostsee bei. Auch bei internationalen Einsätzen
unserer Schiffe ist unser Know-how gefragt.
Gut geplant.
Flüsse schiffbar zu erhalten und mit einander zu verbinden,
heißt Wege frei zu machen für eine ökonomisch wie öko­
logisch sinnvolle Logistik.
Mit fast 400 Schleusen sorgen wir für die Durchgängigkeit
deutscher Wasserwege und kontrollieren Pegelstände über
ganze Wassersysteme hinweg. Modernste Technik sorgt für
größte Sicherheit, beschleunigt die Durchfahrt und spart
Reedern Zeit und Geld.
Erste Pläne für das Wasserstraßenkreuz Magdeburg gab es bereits 1919.
„Kompetente Planung, High-Tech in
der Ausführung: so sind Deutschlands
Wasserstraßen zukunftsfähig.“
Wir verbinden Wasserwege miteinander – und das auch
schon mal mit einem hoch komplexen Bauwerk wie dem
Wasserstraßenkreuz Magdeburg. Diese ­architektonische
Meisterleistung verbindet den Mittellandkanal mit dem
Elbe-Havel-Kanal und macht aus einer ehemals komplizierten, von Niedrigwasserständen der Elbe beeinträchtigten
Strecke eine ganzjährig befahrbare Schifffahrtsroute.
Als Herzstück eines europäischen Wasserwegenetzes verbindet der Main-Donau-Kanal dreizehn europäische Länder
zwischen Nordsee und Schwarzem Meer miteinander. Auch
seine Schiffbarkeit stellen wir kontinuierlich sicher.
Wasserstraßen
Bauwerke und
Anlagen
Verkehrs­
anbindungen
Deutsche Wasserstraßen auf einen Blick.
Länge der Binnenwasserstraßen:
7.350 km
Fläche der Seewasserstraßen:
23.000 km2
Anzahl der Bauwerke
• Schleusen: 395
• Wehre: 290
• Schiffshebewerke: 2
• Kanalbrücken: 15
• Talsperren: 2
Fischaufstiege (bestehend und geplant):
260
Fahrwasserbezeichnungen auf See- und
Binnenwasser­straßen:
• ca. 11.000 schwimmende Schifffahrtszeichen
(Tonnen)
• etwa 1.600 feste Schifffahrtszeichen
(z.B. Leuchttürme, Baken)
Tragfähigkeit eines modernen Binnenschiffs
und LKWs im Vergleich
1 Binnenschiff
mit 3.000 Tonnen Tragfähigkeit
=
150 LKW
mit je 20 Tonnen Tragfähigkeit
Durchschnittlicher Primärenergieverbrauch im
Containertransport (Megajoule je tkm)
Binnenschiff
0,22
LKW
Bahn
0,50
0,39
Transportweiten für eine Gütertonne
(mit gleichem Energieaufwand)
0 Km
LKW
100 Km
Bahn
300 Km
Binnenschiff
370 Km
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„Gut zu wissen, dass sich jemand für
den Schutz der Natur stark macht.“
Eine wichtige Aufgabe der WSV: der
Erhalt naturnaher Landschaften.
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Gut geschützt.
Die Sicherheit auf deutschen Gewässern ist für uns oberstes
Gebot – und das gilt für Menschen, Natur und Güter.
So sorgen wir z.B. mit Tausenden Fahrwasserbe­zeichnungen
wie Tafeln, Tonnen oder Leuchttürmen für reibungslosen
Schiffsverkehr. Bei Havarien oder sonstigen Störungen
­greifen wir mit Spezialgerät und hoch qualifiziertem
­Personal schnell und präzise ein und schützen so Menschen,
Umwelt und Material.
Wasserstraßen sind mehr als nur Verkehrswege. Sie sind
­integraler Bestandteil der Natur. Aus diesem ganzheitlichen
Verständnis heraus begreifen wir uns als Vermittler, wenn
wirtschaftliche mit ökologischen Interessen in Konflikt
­geraten, und haben stets auch die Belange der Natur im
Auge. Deshalb gehen Bauwerke an Wasserstraßen, die in
die Natur eingreifen, mit umfangreichen Ausgleichsmaßnahmen einher. Dort, wo Schleusen die Wege von Wanderfischen von und zu ihren Laichplätzen unterbrechen, setzen
wir bundesweit auf Fischpässe wie die am Rhein in Iffezheim
und Geesthacht an der Elbe.
Schiffe und Fracht
Umwelt und Natur
Menschen und Tiere
Und das sind nur zwei von vielen Beispielen dafür, wie wir
naturnahe Umwelt erhalten bzw. wiederherstellen – und
damit auch zum Wohlbefinden des Menschen beitragen.
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Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
des Bundes in Zahlen und Fakten
Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
(WSV) ist eine nachgeordnete Behörde des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung
(BMVBS).
Sie besteht aus sieben Wasser- und Schifffahrts­
direktionen:
• Nord (Kiel)
• Nordwest (Aurich)
• Mitte (Hannover)
• West (Münster)
• Südwest (Mainz)
• Süd (Würzburg)
• Ost (Magdeburg)
In deren Verantwortungsbereich agieren insgesamt
39 Wasser- und Schifffahrtsämter (WSÄ) und sieben
Neubauämter.
Zu den Wasser- und Schifffahrtsämtern wiederum
gehören 143 regionale Außenbezirke mit Betriebsstellen wie Schleusen, Hebewerken oder ­Bauhöfen.
Unterstützt wird die WSV durch vier weitere Oberbehörden des Bundesministeriums für Verkehr, Bau
und Stadtentwicklung:
• Bundesanstalt für Wasserbau (BAW) in Karlsruhe
mit Außenstellen in Hamburg und Ilmenau
• Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG) in Koblenz
• Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
(BSH) in Hamburg und Rostock
• Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU)
in Hamburg
sowie durch das Havariekommando als gemeinsame
Einrichtung des Bundes und der Küstenländer.
13
Hätten Sie gewusst, dass …
… in den wichtigsten deutschen Seehäfen im Jahr 2009 rund 265 Mio. Tonnen Güter umgeschlagen wurden? Mit derselben Gütermenge beladene LKWs würden aneinander gereiht eine Schlange ergeben, die
mehr als 6 mal die Erde umrundet.
… Fahrbetriebe in Deutschland jeden Tag rund 200.000 Plätze – z. B. für einen Ausflug – auf ihren
Schiffen bereithalten?
… die russische Weltraumfähre Buran mit einer Flügelspannweite von rund 24 Metern und einer Nutzlast
von 30 Tonnen eines der spektakulärsten Schwergüter war, die jemals auf dem Rhein transportiert
wurden?
… auf dem Nord-Ostsee-Kanal über 40.000 Schiffe jährlich verkehren – mehr als auf dem Panamaoder Suez-Kanal – und er damit die meist befahrene künstliche Wasserstraße der Welt ist?
… bereits Karl der Große im Jahre 793 erste Versuche startet, die Stromgebiete des Rheins mit denen der
Donau zu verbinden?
… allein in Ostdeutschland im Jahre 2009 knapp 500.000 Sportboote die Schleusen passierten?
… der Duisburger Hafen mit einer Grundfläche von 1.350 ha der größte Binnenhafen der Welt ist?
… die WSV weit über 150.000 Schiffsbewegungen jährlich an der Nord- und Ostseeküste rund
um die Uhr aus 10 Verkehrszentralen sicher unterstützt?
… Weser und Elbe nach jüngsten Planungen in Zukunft leistungsfähig genug sein werden, damit die welt-
größten Containerschiffe wie z.B. die MSC Irene mit 14.000 Containern und rund 400 Metern Länge
hier sicher verkehren können?
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Gut erholt.
Wassersport
Tourismus
Naherholung
Was wäre ein Sommer ohne ein erfrischendes Bad in Fluss
oder See, eine Rudertour oder einen Segeltörn? Wie anders
­erlebt man doch eine Stadt vom Ausflugsdampfer aus!
Damit Wasserfreuden ungetrübt bleiben, setzen wir neben
den allgemeinen Schifffahrtsvorschriften auch spezielle
Regeln für die Sportschifffahrt um z.B. hinsichtlich Führerschein oder Fahrzeugkennzeichnung.
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„Ein Tag auf dem Wasser und man
fühlt sich wie neu geboren.“
Auch vom Wasser aus ein beson­
deres Erlebnis: das Bodemuseum
in Berlin.
Unser ausgedehntes Betriebswegenetz entlang der
­deutschen Wasserstraßen steht Radfahrern offen. ­
Entspannt lassen sich dort – meist fernab von Straßenverkehr und Lärm – reizvolle Landschaften erfahren.
Sport, Spaß und Freizeit auf und im Wasser haben aber
nicht nur einen hohen Erholungsfaktor. Sie fördern den
­Tourismus und kurbeln die örtliche Wirtschaft an.
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Bei der WSV erhalten Azubis
das Rüstzeug für ihre berufliche
Zukunft.
Ausbildung
Fortbildung
Verantwortung
Gut gearbeitet.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind hoch qualifiziert in so unterschiedlichen Berufen wie Bauzeichner oder
Energieanlagenelektroniker, Wasserbauer oder Binnenschiffer, Ingenieur, Jurist oder Verwaltungsangestellter. Sie
analysieren, beraten und planen, führen Bauprojekte durch
oder gewährleisten den reibungslosen Betrieb z.B. unserer
Schleusen.
Jungen Menschen bieten wir mit einer hervorragenden Ausbildung eine exzellente Basis für eine erfolgreiche berufliche
Entwicklung. Unsere überdurchschnittliche Ausbildungsquote von rund 1.000 Auszubildenden im Durchschnitt der
letzten Jahre zeigt, wie ernst wir unsere gesellschaftliche
Verantwortung auch in dieser Hinsicht nehmen.
„Wasserstraßen sind aus der Logistik
von morgen nicht wegzudenken. Das
bedeutet Arbeitsplätze mit Zukunft.“
Impressum
Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des ­Bundes (WSV)
im Geschäftsbereich des Bundes­ministeriums für
­Verkehr, Bau und ­Stadtentwicklung
Robert-Schuman-Platz 1
Postfach 20 01 00
D-53170 Bonn
Konzept: more virtual agency, Bonn
Design: Astrid Groborsch
Text: Dr. Romana Beyenburg
Wir danken unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern
für zur Verfügung gestelltes ­Bildmaterial.
Diese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des
Bundes kostenlos herausgegeben. Sie darf nicht zur Wahl­
werbung verwendet werden.
Stand 11/2010
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Seele and Geist
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