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-buchten größerer Flüsse, in denen die Was- sertemperaturen im

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rung weist auch der im Vergleich zu anderen Neolam..
prologus-Arten übermäßig lange Magen-Darm- Trakt
hin. Zahnformen beziehungsweisedie gesamte Bezahnung sind zwar vorwiegend Werkzeuge im Zusammenhang mit der Ernährung; sie sind jedoch auch "Waffen",
die beispielsweisebei der Brutverteidigung eingesetzt
werden und evolutiv vielleicht auch unter diesem Gesichtspunktzu sehensind. In der Natur betreiben beide
Elterntiere in enger Gemeinschaft eine sehr intensive
Brutpflege, deren Intensität von der Größe (Menge) der
Brut beeinflußt wird (Karino 1997).
Neolamprologusmoorii besitzt innerhalb der Larnprologini morphologische und molekularbiologische Merkmale (nicht zuletzt die Bezahnung), die eine Abgrenzung gegenüberden übrigen Vertretern ermöglichen und
auf eine systematischeStellung nahe der Ursprungsart
diesermonophyletischenGattungsgruppehinweisen. Es
gibt daher Gründe, die Art, wie von Colombe & Allgayer (1985) vorgeschlagen,in die (monotypische) Gattung Variabilichromis zu überführen (Stiassny 1997).
Literatur
Colombe, J., & R. AlIgayer (1985): Description de Variabilichromis, Neolamprologus et Paleolamprologus,
genresnouveauxdu Lac Tanganyika, avec redescription
des genres Lamprologus Schilthuis, 1891 et Lepidiolamprologus Pellegrin, 1904. Revue Fr. Cichlidophiles
49: 9-28.
Karino, K. (1997): Influence ofbrood sire and offspring
size on parental investment in abiparental cichlid fish,
Neolarnprologusmoorii. J. Ethology 15 (I): 39-43.
Stiassny, M. (1997): A phylogenetic overview of the
lamprologine cichlids of Africa (Teleostei, Cichlidae): a
morphological perspective. Greenwood Festschrift.
SouthAfrican Journal of Science 93: 513-523.
Dieser N. moorii hat
sich bereits fast vollständig umgefärbt
Fotos:Stawikowski
DCG-lnformationen
29 16}: 106-110
Synonyme: Keine. Geophagus Pedroinus
AOASSIZ,1865 ist sicher mit G. proximus
identisch, doch dürfte es sich bei diesem
Taxon um ein Nomen nudum handeln.
Deutsche Bezeichnung: Keine.
Etymologie: Der griechische Gattungsname
läßt sich mit "Erdfresser" übersetzen und
bezieht sich auf das Freßverhalten dieser
Fische; wie der lateinische Artname ("der
nächste") zu verstehenist, geht aus der Erstbeschreibungnicht hervor.
Erstbeschreibung:
"Animaux nouveaux ou
rares recuei11is pendant l' expedition dans 1es
parties centrales de l' Amerique du sud, de
Rio de Janeiro, et de Lima au Para, executee
par ordre du gouvernement fran~ais pendant
1es annees 1843 a 1847, sous 1a direction du
Comte Fran~is de Casteinau. Poissons."
Paris; dort als Chromys proxima.
Typusmaterial: Die beiden Syntypen (143/
167 und 177/206 Millimeter Standard-/Gesamtlänge)befinden sich im Museum national d'Histoire naturelle in Paris (MNH),
Katalognummer A.9510.
Typusfundort: "Lac de l'Ucayale (Perou)".
-buchten größerer Flüsse, in denen die Wassertemperaturenim Jahresverlauf mit Werten um 28 bis 32 °C ziemlich stabil sind. Der
pH-Wert kann von 4 bis etwa 7 schwanken.
Am Rio Tefe (Amazonas, Brasilien) heißt
dieser Erdfresser bei den Fischern ,,(A)cara
roi-roi" (sprich: hoi-hoi); die lautmalende
Bezeichnung spielt auf die Fähigkeit der
Geophagus-Arten an, durch das Gegeneinanderreiben der oberen und der unteren
Schlundzähne gut hörbare, knarrende Geräusche zu erzeugen; vor allem, wenn man
sie aus dem Wasserhebt.
Ersteinfuhr: Allem Anschein nach im
Herbst 1988 durch Arthur Werner (Firma
Transfish, Planegg bei München), und zwar
ausAlenquer (Para, Brasilien).
Größe, Geschlechtsunterschiede: AusgewachseneG. proximus können eine Gesamtlänge von über 20 Zentimetern erreichen.
Wie bei vielen Erdfressern werden auch bei
dieser Art die Männchen um einige Zentimeter größer als die Weibchen, bekommen
etwas länger ausgezogeneRücken-, Afterund Bauchflossen und im Alter eine markante, nach vorn gewölbte Stirnbeule. Hinsichtlich der Färbung und des Zeichnungsmustersunterscheidensich die Geschlechter
nicht.
Verwandtschaft: Geophagus proximus ist
die Schwesterartvon Geophagusmegasema Pflege uud Zucht: Geophagusproximus ist
HECKEL, 1840, beschrieben aus dem Rio
ein einfach zu pflegender Erdfresser, den
man am besten in einer Gruppe aus sechs
Guapore (Brasilien).
oder mehr Exemplaren hält. Allerdings sollte das Aquarium eine Fläche von 70 bis 80
Verbreitung und Ökologie: Das Verbreitungsgebiet von G. proximus erstreckt sich X 150 bis 200 Zentimetern aufweisen. Die
vom Ucayali-Einzug in Peru entlang dem Einrichtung bestehtam zweckmäßigstenaus
peruanischenund brasilianischenAmazonas einzelnen Steinen und einigen größeren
bis in die Umgebung von Santarem (Para, Holzwurzeln, der Bodengrund aus einer
mehrereZentimeter hohen Schicht aus Sand
Brasilien).
Die Art bewohnt Weiß-, Klar- und Schwarz- und/oder feinem Kies. Die Temperatur sollte mindestens25 °C betragen;für die Zucht
Gewässer und scheint langsam fließende
oder gar stagnierende Tiefland-Biotope zu sind höhere Werte zu empfehlen (27 bis 30
°C). Die chemischenWasserwertesind von
bevorzugen, beispielsweise Uferseen und
.
Monatliche Beilage zu den DCG-lnformationen
Aktuelle Mitteilungen der Deutschen Cichliden-Ge:
(Sitz: Frankfurt am Main)
Die Deutsche Cichliden-Gesellschaft
ist Mitglied ir
Aquarien- und Terrarienkunde (VDA) e. V. und im B
Natur- und Artenschutz (BNA) e. V.
Verantwortlich für den Inhalt: Peter Schwer, Kanals
Telefon: 08 81 /637509
Namentlich unterzeichnete Beiträge stellen nicht U
Im Internet (WorldWideWeb)
erreichen Sie die DC
Verantwortlich für gewerbliche Anzeigen: Bernd Kil
Telefon und Fax: 02 28/66 99 66
Achtung: Redaktionsschluß für DCG-AKTUELL i!
Bitte senden Sie IhreTexte rechtzeitig an die Reda
Ausgabe
Juni 1998
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der DCG:
Friedrich Lütkemöller, Weismantelweg
26,511 O!
Telefon: 02 21/894735
Aktuelle Informationen
siehe DCG-lnfo 11/97!
Kontaktsteile
Ausland:
Alfred Ufermann, Ebereschenweg
41,46147 Obi
Telefon: 02 08/672551
Termine:
20. und 21.6.98: DATZ-Forum "Cichliden" in Stuttga
31.10. bis 1.11.98:Vorstandssitzung
Betr.: Patenschaften
in 53940 Helle
für Cichliden
Die DCG-Patenschaftsaktion
hat das Ziel, den Aquc
arten möglichst für immer zu erhalten (siehe Mitglie
Nachstehend finden Sie die Anschriften der Karteifü
schatten. Es werden nach wie vor Paten gesucht.
Patenschaften für größere Neuwelt-Cichliden:
Ulrich Minde, Mühlenstraße 25, 23769 Burg a. F.,Te
Patenschaften
fürZwergcichliden
Südamerikas
Patenschaften fürViktoriasee-Cichliden
te Buntbarsche: N. N.
u
und unter
Patenschaften fürTanganjikasee-Cichliden:
Frank Ringelmann, Marktstraße 19, 47137 Duisbur~
Patenschaften für Malawisee-Cichliden:
Jochen Steves, Am Steinacker 6,36781 Weilburg-G
links: Schwimmende
Wieseam Rio Tete
(Amazonas,Brasilien),
Fundortvon
Geophagusproximus
Rechts:Halbwüchsiges
Weibchenvor seinem
auf einem Stein abgesetzten Gelege
Beide Eltern beteiligen
sich an der Brutpflege;
hier trägt das
Männchen die Larven
in seinem Maul
Paar von G. proximus
mit frei schwimmenden
Jungfischen
Links: Ausgewachsenes
Männchen unbekannter Herkunft
Fotos: Stawikowski
Michael Härtl
In den DCG-Informationen 2/1998schilderte Uwe Krowiorsch seine Erfahrungenmit
der Pflege und Zucht von Neolamprologu
buescheri. Ich halte dieseArt seit etwasechs
Jahren mehr oder weniger regelmäßigund
möchte seinenArtikel mit meinenErfahrungen ergänzen.
Um meiner Ansicht nach einen sicheren
Zuchterfolg zu erreichen, machte ich mit
meinen ersten Tieren ebenfalls den Fehler,
sie ohne Vergesellschaftungin einemreinen
Artbecken zu halten. Ich richtete dasAquarium so ein, daß die Dekoration einem
Steinbruch recht ähnlich sah, und besorgte
mir fünf Jungtiere. Die Kleinen wuchsenin
diesem Becken zügig heran,dochals siedie
Geschlechtsreife erreichten, passie~edasselbe wie bei U. Krowiorsch. Als Ergebnis
der starken innerartlichen Aggressionen
blieb lediglich ein Pärchenübrig.
Mein Fehler war offensichtlich gewesen
daß ich ebenfalls einen zusammenhängen
den Steinaufbau geschaffen hatte. Meiner
Ansicht nach ist es wichtig, bei der Beckeneinrichtung darauf zu achten,daß für jedes
Weibchen ein eigenesRevier mit einerBruthöhle als Mittelpunkt zur Verfügungsteht.
Ist das Aquarium groß genug, ist es sogar
möglich, auf diese Weise mehrereMännchen zu halten.
Als ich nun voller Freudeein harmonieren
des Pärchen hatte, ließen die Jungfische
nicht lange auf sich warten. Auch bei mir
gab es eine "Etagenzucht"; die Jungfischzahl pro Wurf lag ebenfalls zwischenfünf
und zehn. Nach der dritten oderviertenBrut
wurden dann die Jungender erstenBrut von
DCG-lnformationen
29 161,111-113
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