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GrünForum 2004: Was ist Grün wert? Züri-Chorn-Brot - Stadt Zürich

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Grün Stadt Zürich
Grünzeit
Zeitschrift für den Lebensraum Zürich
März 2004
Ausgabe 9
Fr. 4.50
GrünForum 2004: Was ist Grün wert?
Züri-Chorn-Brot:
Naturprodukt aus Zürich für Zürich
Kinder, Kühe, Kino –
Bäuerinnen in der Stadt
Waldspaziergang mit Aha - Effekt
Der Fuchs im Wäschekorb
Unsere Nachbarn, die Reinekes
Grün
v e r wirklichen
sähen aufpicken bewirtschaften schaffen bepflanzen erfahren erleben pflegen achten betrachten verstehen erkunden bearbeiten
Tiefbau- und Entsorgungsdepartement
kontakte
Grün Stadt Zürich Amtshaus II
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01 216 27 77
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01 216 27 79
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01 216 42 75
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01 216 27 69
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079 219 91 04
Bezirk Affoltern, Seebach
01 302 17 44
Wildschonrevier Uetliberg, Altstetten
079 219 91 05
Bezirk Oerlikon, Schwamendingen
01 322 02 20
Waldrevier Zürich Nord
(Holzverkauf )
01 251 89 47
Waldrevier Uetliberg
(Pflanzgarten, Brennholz)
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01 361 24 00
Unterhalt Kreis Ost
Bezirk Wipkingen, Fluntern,
Unter-/ Oberstrass
01 361 63 18
Bezirk Altstadt l. d. Limmat, Enge
01 201 75 00
Bezirk Hottingen, Witikon, Riesbach
01 422 54 97
Unterhalt Kreis West
Bezirk Wiedikon, Aussersihl
01 461 21 17
Bezirk Wollishofen, Leimbach
01 482 10 03
Bezirk Altstetten, Albisrieden
01 431 57 60
Bezirk Sihlfeld
01 492 17 50
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Stadtgärtnerei
01 492 14 23
Dekoration und Innenbegrünung
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Naturschulen
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Naturschutz
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Holzkorporation Hürst
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inhalt
editorial
Kinder, Kühe, Kino – Bäuerinnen in der Stadt
Zwischen Stall und Stube, zwischen Hofladen und Hühnerhaus
ziehen Frauen die Fäden in ihrem Familienunternehmen Bauernhof
2
Faires Brot aus Zürich für Zürich
Das naturnahe Züri-Chorn-Brot bringt den Bauern 10% mehr Ertrag
für den Weizen – und schmeckt gut
7
Mit dem Velo von der Villa Tobler zur Villa Pathumbah
Unterwegs mit Villengärtnerin und Villengärtner der Stadt Zürich
8
Bild: Susi Lindig
Titelbild: Die vier Stadtbäuerinnen (von links)
Irma Götsch, Barbara Braun Sierts, Alice Klöti, Noëlle Lusti
Liebe Leserin, lieber Leser
Das diesjährige GrünForum (das zweite seiner Art) findet am 1. April
Zwölf meisterhafte Gärten 10
Zu ihrem 15-jährigen Jubiläum gibt die Gartendenkmalpflege
ein Buch über ausgewählte Stadtparks heraus
statt. Das Thema «Was ist städtisches Grün wert?» wird aus unter-
Juchhof: der Stadtbauernhof mit besonderen Aufgaben 12
Juchhof-Eber haben Schwein – sie werden nicht mehr kastriert
zum Beispiel ein hundertjähriger Baum in seinem langen Leben? Und wie
schiedlichster Sicht in fünf knappen Referat-Sequenzen und anschliessend in einer Podiumsdiskussion beleuchtet: Welche Kosten verursacht
kann der Nutzen des Baumes für die Bienen oder die Vögel bewertet
werden? Oder dass Bäume Erosionen verhindern und das Wohlbefinden
Geld & Grün 14
Am GrünForum 2004 geht es um die spannende Frage: Was ist Grün wert?
der Menschen positiv beeinflussen?
Vielleicht ist der Wert des städtischen Grüns ähnlich der Kunst ein imma-
«Höngg ist das schönste Dorf der Stadt Zürich» 15
Der Verschönerungsverein Höngg feiert seinen hundertsten Geburtstag –
und ist immer noch nicht ganz eingemeindet
terieller – das, was übrig bleibt, wenn alles Quantifizierbare und
Analytische abgerechnet ist. Wir werden am GrünForum mehr darüber
erfahren. Nehmen Sie teil, diskutieren Sie mit! (Seite 14)
Mein grünes Zürich 16
Krawattenkönig Andy Stutz liebt Riesenzwerge im Hinterhofdschungel
und fordert energisch mehr Bäume für den Kreis 4
Bodenständig und konkret ist der Grünwert für die Landwirtschaft: Einblicke in den vielfältigen Alltag der Bäuerinnen (Seite 2) sind faszinierend und bewundernswert. Die Aufgaben im Betrieb und in der Familie
NahReisen – Ausflüge mit Kultstatus 17
Sommerliche Expeditionen führen in unbekannte städtische Naturwelten
unter einen Hut zu bringen, erfordert nicht nur viel Einsatz, sondern auch
Grüne Agenda 18
Der Veranstaltungskalender für alle, die Grünräume mögen und nutzen
Mit der Idee «Züri-Chorn-Brot» soll die Wertschöpfung vom Korn zum
Grünzeit by Mike 22
Zeichner Mike van Audenhove macht einen Sparvorschlag:
Landwirtschaft auf der Blatterwiese
ten einen um 10% höheren Preis für ihren Weizen. Nahmhafte Detail-
Organisationstalent.
Brot verbessert werden: Die beteiligten Bauern in und um Zürich er-hal-
handelsunternehmen, die das neue Züri-Chorn-Brot verkaufen, haben
die Verwirklichung dieser Idee möglich gemacht. (Seite 7)
Ganz spezielle Grünräume werden von unserer Gartendenkmalpflege be-
Impressum
Grünzeit
März 2004; Ausgabe 9
Auflage: 20 000 Exemplare
Grünzeit erscheint viermal jährlich
Eine Einzelausgabe im Ausland kostet a 4.50
Herausgabe
Verbund Lebensraum Zürich (VLZ)
Grün Stadt Zürich (GSZ)
Redaktion
Isabel Baumberger, Kommunikation&Kultur,
Zürich
Gestaltung
Ernst Hiestand + Partner AG, Studio für Design-Beratung,
Visuelle Gestaltung, Zollikerberg
Redaktionskommission
Ernst Tschannen, Direktor GSZ
Isabel Baumberger, Kommunikationsberaterin
Ernst Hiestand + Partner AG
Ella Kienast, Marketing und PR GSZ
treut. Zürich hat seit 15 Jahren eine solche Fachstelle, die für die Schweiz
immer noch einzigartig ist. Zum Jubiläum gibts keine Festschrift, sondern ein Buch, das 12 historische Parks beschreibt. «12 Gärten» heisst
es, bestellen können Sie es mit der beigehefteten Karte. (Seite 10)
Zurück zu Geld und Grün – zur Mischung von harten und weichen Werten. In Zürich ist in der Stadtentwicklung der Einbezug der Grünanliegen
selbstverständlich geworden. Dahingehend wirken auch der Verbund
Lebensraum Zürich (VLZ) und die angeschlossenen Vereine. Die Stadtbewohnerinnen und -bewohner anerkennen diese Leistungen durch gute
Bewertungen in den Bevölkerungsumfragen. Allen herzlichen Dank!
Redaktionsadresse
Redaktion Grünzeit, Postfach, 8023 Zürich,
Telefon 01 216 27 68, Fax 01 212 09 38,
info@gruenzeit.stzh.ch
Informationen im Internet
www.gruenzeit.stzh.ch
Titelbild
Susi Lindig
Ihr Ernst Tschannen
Direktor Grün Stadt Zürich
Bäuerinnen in der Stadt
Kinder, Kühe, Kino – Bäuerinnen in der Stadt
Was ist schwieriger – einen gemeinsamen Termin
mit vier Managerinnen zu finden oder einen mit
vier Bäuerinnen? Falsche Frage. Bäuerinnen SIND
Managerinnen, vor allem auf einem Stadt-bauernhof. Zwischen Kühen und Kindern, Stall und
Stube, Hofladen und Hühnerhaus ziehen sie die
Fäden in ihrem Familienunternehmen.
Sie managen den Direktverkauf, pflegen Kontakte
im Quartier, führen Schulklassen auf dem Hof
herum und erklären den StädterInnen geduldig
das Landwirtschaftsleben.
Grün pflegen
durchpflügen beackern beleben betrachten verfüttern besprechen planen jäten überwachen verarbeiten essen bewirtschaften
Wer vier Stadtbäuerinnen für zwei Stunden an
kauf im Hofladen zum Beispiel funktioniert
Das Engagement der Stadt für die Landwirt-
einen Tisch bringen will, braucht ein Bespre-
hier besser als auf dem Land. Und Anlässe, die
schaft hat keine romantischen, sondern ganz
chungsplanungsprogramm, das den einzigen
von einer der Bäuerinnen städtisch-zeitgemäss
handfeste Hintergründe und Ziele: «Es ist eine
für alle verfügbaren Nachmittag heraustüftelt.
als «Events» bezeichnet werden – wie etwa
sehr kostengünstige Möglichkeit, Grün- und
Und wenn dann gerade keine Kuh kalbt, keine
der Tag der offenen Türen im Leimbihof oder
Erholungsräume zu pflegen», meint Nadia
Hühner entfleucht sind, kein Kind und kein
der Adventsmarkt in Wollishofen –, stossen
Hungerbühler, bei Grün Stadt Zürich verant-
Rind kränkelt, sitzt das Quartett tatsächlich zur
bei StadtbewohnerInnen auf grosses Inte-
wortlich für die Landwirtschaft. Letztere kostet
vereinbarten Zeit in der gemütlichen Wohn-
resse. Auch die vielfältigen Kontakte und das
pro StadtbewohnerIn und Tag lediglich 3 Rap-
küche des Wollishofer Schipferhofs bei Barbara
Kulturangebot schätzen die vier Frauen sehr.
pen, die gärtnerische Pflege der entsprechen-
Braun Sierts. «Auf einem Bauernhof ist man
«Man hat hier nie das Gefühl, auf seinem Hof
den Flächen wäre einiges teurer. «Ausser-
halt sehr angebunden und immer ein bisschen
zu versauern, sondern kann sich auch mal ins
dem», so Hungerbühler weiter, «möchten wir,
im Ausnahmezustand», meint sie, auf das Ter-
Stadtleben stürzen, wenn einem die Decke auf
dass StadtbewohnerInnen den Bezug zur
minproblem angesprochen, «das ist manchmal
den Kopf fällt», meint Noëlle Lusti vom
Herkunft landwirtschaftlicher Produkte noch
eine Schwierigkeit im Kontakt mit Städte-
Leimbihof.
irgendwo erleben und ihren Kindern erklären
rinnen und Städtern. Die verstehen nicht, wenn
2
können, wo Milch und Eier herkommen.»
wir zu einer Verabredung zu spät kommen oder
Stadtbauernhöfe pflegen Grün-
der geplante Kinobesuch ausfallen muss.»
und Erholungsräume
Frieren Kühe im Offenstall?
Diese Situation kennen die anderen drei
Auf Stadtzürcher Boden leben 350 Kühe, 950
Von dieser Möglichkeit machen Stadtbewoh-
Frauen auch, und gelegentlich komme man
Schweine, 1750 Schafe und 2650 Hühner in
nerInnen regen Gebrauch, wenn sie mit der
sich schon etwas exotisch vor als Stadtbäu-
32 Landwirtschaftsbetrieben, die insgesamt
Familie «ihren» Quartierhof besuchen und den
erin, sagt Alice Klöti, die mit Mann und Schwie-
990 Hektaren bzw. 10% des Stadtbodens
Bäuerinnen Löcher in den Bauch fragen:
gereltern einen privaten Hof in Schwamen-din-
bewirtschaften. 11 Betriebe sind Eigentum der
Warum dürfen Milchkühe ihre Kälber nicht bei
gen bewirtschaftet. Andererseits hat die Lage
Stadt; einen davon betreibt sie selber (siehe
sich haben?* Frieren die armen Mutterkühe
auf Stadtgebiet auch Vorteile. Der Direkt-ver-
Seite 12), die anderen 10 hat sie verpachtet.
nicht im Offenstall?** Wieso sind die Hühner
Grünzeit März 2004
Bäuerinnen in der Stadt
«
Ich kenne meinen Mann, seit ich acht Jahre alt bin, und schon
als Kind habe ich bei seinen Eltern auf dem alten Leimbihof mitgeholfen. Ich weiss nicht, ob ich ihn geheiratet hätte, wenn
er irgendwo auf dem Land bauern würde. Es ist schon schön,
dass die Stadt so nah ist, auch wenn wir nicht oft ins Kino oder
essen gehen, aber man könnte, das beruhigt mich.
Im Moment sind die Kinder das Wichtigste in meinem Alltag.
Und der grosse Haushalt – ich koche und mache die Wäsche,
im Sommerhalbjahr auch für die zwei Angestellten, die bei uns
wohnen. Daneben bin ich für die Schafe und die Kaninchen
zuständig, sortiere die Eier unserer 1000 Freilandhühner und
betreue den Selbstbedienungsladen. Wir bewirtschaften
45 Hektaren und produzieren hauptsächlich Milch und Eier.
Die Stadtnahe
Noëlle Lusti (33), Leimbihof
Zahnarztgehilfin
1 Tochter (5), zwei Söhne (7 und 2)
aussäen umzäunen abgrasen einbinden anlegen aufpicken einsetzen respektieren erhalten bepflanzen erfassen belassen verbreiten vermitteln produzieren
nach einem Jahr auf einmal alle weg?*** «Wir
stehen bei der Arbeit immer im Schaufenster»,
Unsere Kälber sind so genannte Remonten, die ziehen wir auf,
meint Barbara Braun Sierts. «Genau», lacht
bis sie 200 Kilo wiegen, danach tauschen wir sie ein gegen
Irma Götsch vom Waidhof in Seebach, «alle
das Milchkontingent eines Kollegen. Manchmal kommt es einen
passen wie die Sperber auf, ob wir wirklich bio-
schon hart an, wenn ein Tier weggeht, aber das gehört zum
logisch produzieren und die Tiere gut gehalten
Landwirtschaftsleben, man hat nicht so eine enge Bindung
sind.» Noëlle Lusti ergänzt: «Ich finde es gut,
zu Tieren wie die Leute in der Stadt. Obwohl: Unser Hund ist ein
dass die Leute Bescheid wissen wollen.» (Der
älterer Herr und hatte einen Kreuzbandriss, der wurde schon
Meinung ist die Redaktion auch, drum finden
dreimal operiert. Mein Mann hat ein bisschen geknurrt und
Sie die Antworten auf obige Fragen auf Seite
gesagt, also das sei jetzt aber ein teurer Hund. Ja, mit einem
4.)
kranken Huhn würden wir kurzen Prozess machen, aber der
Hund gehört halt zur Familie.
»
Grünzeit März 2004
3
Bäuerinnen in der Stadt
Städtische Pachthöfe sollen biologisch
Nachhaltig und tierfreundlich
es Barbara Braun Sierts auf den Punkt: «Es ist
wirtschaften
Die vier Bäuerinnen erörtern Vor- und Nach-
ein gutes Gefühl, bewusst nachhaltig und tier-
Irma Götsch, Noëlle Lusti und Barbara Braun
teile biologischer Landwirtschaft. Alice Klöti,
freundlich zu wirtschaften. Gerade in der Stadt
Sierts betreiben auf Pachthöfen der Stadt
deren Mutterkuhhaltung problemlos die Bio-
können wir einen Beitrag dazu leisten, dass
Zürich biologische Landwirtschaft. Denn ihre
richtlinien erfüllen würde, erklärt, warum ihr
der Bezug zur Natur nicht verloren geht.»
Höfe wurden in den letzten Jahren umgebaut,
Hof dennoch nicht auf Biolandwirtschaft um-
und nach städtischem Landwirtschaftskonzept
gestellt hat: «Wir produzieren neben Fleisch
Text: Isabel Baumberger
Bilder: Ernst Hiestand + Partner, Susi Lindig
muss ein Pachthof bei baulichen Veränderun-
und Eiern auch viel Obst; beim Bioobstbau ist
gen oder Pächterwechsel auf Biolandwirt-
aber die Sortenauswahl sehr beschränkt, und
schaft umstellen. Zurzeit wirtschaften bereits
dass man Krankheiten mit Kupfer oder Schwe-
sieben der elf stadteigenen Betriebe biolo-
fel bekämpft, ist mir nicht geheuer.» Weil aber
gisch, ihre Produkte tragen das Biolabel Knos-
nur biozertifiziert wird, wer auf dem ganzen
pe. Die übrigen vier Höfe erfüllen den Ökolo-
Betrieb biologisch produziert, verzichten Klötis
gischen Leistungsnachweis – ehemals bekannt
vorläufig auf die Bioknospe.
unter dem Namen Integrierte Produktion (IP).
«Es war schon eine Umstellung», erinnert sich
Neun der zehn Betriebe mit Tierhaltung erfül-
Irma Götsch, deren Waidhof erst seit gut zwei
len zudem die Richtlinien BTS (Besonders
Jahren biologisch wirtschaftet, «wir haben
Tierfreundliche Stallhaltung) und RAUS (Regel-
unsere Produktepalette etwas gestrafft und
mässiger Auslauf ins Freie). Der letzte städti-
müssen uns jetzt neue Partner für die Vermark-
sche Hof, wo Kühe angebunden im Stall ste-
tung suchen.» Aber, da sind sich die drei Bio-
hen, soll dieses Jahr noch mit einem neuen
bäuerinnen einig, die herkömmliche Landwirt-
Pächter auf Mutterkuhhaltung im Offenstall
schaft wünscht man sich nicht zurück. Denn
und Biolandwirtschaft umstellen.
Bioprodukte verkaufen sich gut, und, so bringt
Grün erkunden
Wussten Sies?
Antworten auf die Fragen von Seite 3
* Milchkühe, die ihre Kälber säugen, geben nur
noch so viel Milch, wie das Kälbchen braucht. Ihre
Milchleistung nimmt also rapide ab, was in der
Milchwirtschaft logischerweise unerwünscht ist.
Deshalb werden die Kälbchen von der Mutter separiert und mit dem Schoppen aufgezogen.
** Kühe mögens kühl. Wie ihre Verwandten, die Büffel, kriegen sie ein Winterfell und frieren also nicht.
*** Nach einem Jahr kommen die Legehühner in die
erste Mauser, dann nimmt die Eierleistung stark ab,
und die Schalen der Eier werden brüchig. Darum
müssen die Hühner dann leider zum Metzger, der
sie üblicherweise zu Bouillonwürfeln oder Tierfutter verarbeitet. Die Biohühner vom Leimbihof
dagegen kann man als Geflügelgeschnetzeltes im
Hofladen kaufen.
lieben bebauen bepflanzen verwirklichen bewässern sähen beschneiden gestalten entfalten anschauen anbauen erschliessen
Die Bewegte
«
Barbara Braun Sierts (40), Schipferhof
Buchhändlerin
2 Töchter (8 und 5), 2 Söhne (13 und 11)
Mein Mann und ich kommen nicht aus Bauernfamilien,
aber ihn zog es schon immer in die Landwirtschaft,
er half als Kind oft auf einem Bauernhof mit und absolvierte die Landwirtschaftslehre. Ich dagegen hatte ganz
anderes im Kopf, als ich in Winterthur Anfang der
80er Jahre ins Gymi ging – damals brandete die Jugendbewegung auf und riss mich mit. Es war eine gute Zeit –
die Stimmung, die Kreativität ... Man nähte sich Kleider
aus Brockenhaus-Stoffen, studierte dicke Bücher über
Selbstversorgung und träumte vom Landleben in der
Toskana. Aber Bäuerin in der Stadt Zürich? Wer hätte das
gedacht. Obwohl ich heute lachen muss, wenn ich an
unsere unrealistischen Vorstellungen von damals denke,
kann ich als Stadtbäuerin doch einige Träume verwirklichen – einen Hofladen zum Beispiel hab
ich mir schon immer gewünscht. Als mein Mann und
4
Grünzeit März 2004
Bäuerinnen in der Stadt
«
Ich weiss gar nicht, ob ich eine richtige Bäuerin bin, denn im Blut habe
21 Hektaren Land, eigenes und gepachtetes, aber das ist etwas
ich das nicht wie meine Schwiegermutter, die jeden Handgriff weiss
knapp, wenn wir mehr hätten, könnten wir extensiver wirtschaften,
und jedes Kräutlein kennt. Aber die Liebe geht ihre eigenen Wege, mich
die Flächen öfter ruhen lassen. 200 Hühner und 15 Mutterkühe
traf sie mit 22 an einem Fest in Brüttisellen, was soll man da machen?
mit Kälbern betreuen wir, die sind im Offenstall oder auf der Weide.
Am Anfang hatte ich etwas Angst vor der körperlichen Arbeit, ich war
Ein Stier gehört auch dazu, das ist gäbiger und natürlicher als künst-
ein richtiges ‹Bürofräulein›, wusste nicht, wie man zupackt.
liche Besamung. Wir produzieren auch Birnen, Kirschen und 20 Sorten
Und alles musste ich von der Schwiegermutter lernen, das war nicht
Äpfel. Ich weiss inzwischen genau, wie jede Sorte schmeckt, und verkau-
einfach, obwohl ich gut mit ihr auskomme. Inzwischen macht mir harte
fe unsere Produkte auf dem Markt. Auch für die Lieferungen
Arbeit manchmal sogar Spass, ein Fuder Heu laden zum Beispiel,
an Läden und Restau-rants bin ich zuständig und für den Hofladen,
da weiss man am Abend, was man gemacht hat. Wir haben
der jeden Nachmittag offen ist, ausser sonntags. Gut, dass die
Schwiegereltern mithelfen, Ange-stellte könnten wir uns nicht leisten.
Die Kinder? Die laufen so nebenher mit, da kann man kein Stadtmami
sein und auf dem Spielplatz lismen.
Die Lernfreudige
»
Alice Klöti (37), privater Hof, Probsteistrasse 61
Kauffrau, 1 Tochter (7), 1 Sohn (9)
erhalten pflegen fördern verarbeiten zeigen verpacken verkaufen verrechnen verwerten planen verbinden erleben geniessen besprechen erwerb
e
n
ich einen Pachthof suchten, wollten wir unbedingt biologisch bauern. Aber bei privaten Landbesitzern blitzten wir
ab, die dachten wohl, bio sei nichts Seriöses.
1989 konnten wir den Schipferhof übernehmen,
der damals umgebaut und als erster städtischer Hof
auf bio umgestellt wurde. Wir haben 150 Hühner,
zwei Schweine und 18 Angus-Mutterkühe mit ihren
Kälbern und einem Stier. Anguskühe sind von Natur aus
hornlos, das ist ein grosser Vorteil; früher mal
mussten wir zwei Kühen die Hörner wegmachen,
das war scheusslich.
Mit 15 Hektaren ist der Hof zu klein, um unsere ganze
Familie zu ernähren, drum erledigt mein Mann im
Nebenerwerb Unterhalts- und Gartenarbeiten. Und ich
gebe seit kurzem Kurse für das Arbeiten mit Filz,
das macht Freude und schlägt den Bogen zurück zur
Kreativität der Bewegungszeit.
»
Grünzeit März 2004
5
Bäuerinnen in der Stadt
«
Ich bin im Toggenburg aufgewachsen, und wenn mir damals jemand prophezeit hätte, dass ich mal in der Stadt Zürich leben werde, hätte ich gesagt:
Du spinnst. Heute gefällt es mir in der Stadt ganz gut. Als Mitglied der Schulpflege habe ich viele Kontakte im Quartier. Oft zeige ich Schulklassen,
aber auch anderen BesucherInnen den Hof und erkläre ihnen unsere Arbeit.
Das Interesse freut mich, aber was ich mir manchmal wünsche, wäre etwas
mehr Rücksicht: Dass man Hunde nicht in Getreidefeldern rumtoben lässt
und unser Pachtland nicht als Allgemeingut betrachtet.
Die Vielseitige
Irma Götsch (45), Waidhof
Psychiatriepflegerin und gelernte Bäuerin
1 Tochter (18), 2 Söhne (16 und 13)
Auf dem Hof arbeite ich in allen Bereichen – ausser dass mein Mann für das
Futter schaut und ich für die Hygiene beim Milchgeschirr. Den Rest, im Stall
und auf dem Feld, machen wir gemeinsam. Wir bewirtschaften 28 Hektaren
und haben drei Standbeine: Milchwirtschaft, Ackerbau und Schweinemast;
daneben halten wir noch Hühner und Bienen. Der Haushalt bleibt dabei halt
auf der Strecke, und unsere drei Kinder wurden, als sie klein waren, einfach
überallhin mitgeschleppt. Sie mussten oft helfen und konnten in der Schule
nicht mit modischer Kleidung oder tollen Ferienerlebnissen brillieren.
Aber sie wurden auch bewundert – auf dem Traktor zum Beispiel, den sie
schon als Zweitklässler fahren durften. Der ältere Sohn fängt bald die Landwirtschaftslehre an, was uns natürlich freut. Ich glaube, die Biolandwirtschaft hat Zukunft, denn gegessen wird immer. Und dass man die Natur nicht
einfach vergewaltigen kann, zeigt gerade wieder die Hühnerpest in Asien.
Aufzeichnung: Isabel Baumberger; Bilder: Ernst Hiestand + Partner
Grün lieben
»
pflegen beackern bepflanzen begiessen entwickeln durchpflügen jäten belassen beschützen betrachten erneuern erschliessen
Einkaufen auf dem Stadtbauernhof
Affoltern
Familie Bader, Katzenseestr. 16, 01 371 04 12, keine fixen Öffnungszeiten
Familie Greutmann, Aspenholzstr. 5, 01 371 04 09, keine fixen Öffnungszeiten (Blumen ab Feld,
Christbäume)
Familie Schwarz, Blumenfeldstr. 99a, 01 371 19 62, keine fixen Öffnungszeiten (Blumen ab Feld)
Familie Weber, Blumenfeldstr. 104, 01 371 00 50, Mo und Do, 14.00 – 18.00 Uhr
Albisrieden
Familie Rohrer, Döltschihof, Döltschiweg 235, täglich, 18.00 – 19.00 Uhr (nur Milch)
Altstetten
Gutsbetrieb Juchhof, Bernerstr. 301, 01 432 34 88, Mo – Fr, 7.00 – 12.00 und 13.30 – 18.00 Uhr
Höngg
Familie Hasler, Am Hönggerberg 110, 01 341 99 64, täglich, 17.00 – 18.00 Uhr
Familie Willi-Bosshard, Am Hönggerberg 80, 01 341 06 07, jederzeit (nur Milchautomat)
Leimbach
Familie Lusti, Leimbihof, Grossackerstr. 121, 01 481 53 34, täglich, 8.00 – 19.00 Uhr
Schwamendingen
Familie Klöti, Probsteistr. 61, 01 322 20 22, Mo – Fr, 14.00 – 17.00 Uhr; Sa, 14.00 – 16.00 Uhr
Familie Ryffel, www.huebhof.ch, Probsteistr. 26, 01 322 21 86, Mi und Sa, 9.00 – 11.00 Uhr
Seebach
Familie Götsch, Waidhof, Schwandenholzstr. 157, 01 302 47 27, täglich, 18.15 – 19.00 Uhr
Familie Küchler, Riedenholzhof, Riedenholzstr. 122, 01 301 42 58, täglich, 17.15 – 17.45 Uhr
Stettbach
Betriebsgemeinschaft Nussbaum-Huber, Gfellerhof, 01 882 49 19, täglich, 7.00 – 19.00 Uhr
Stettbachlädeli, täglich, 7.00 – 19.00 Uhr
Wiedikon
Familie Oggenfuss, Friesenberg, Borrweg 265, 01 461 04 65, keine fixen Öffnungszeiten
Wollishofen
Familie Sierts Braun, Schipferhof, Kilchbergstr. 101, 01 482 34 72, Mo, 16.30 – 18.30 Uhr;
Mi und Fr, 10.00 – 11.00 Uhr
Genauere Informationen unter www.gsz.stzh.ch ➔ Natur- und Erlebnisräume ➔ Landwirtschaft
➔ Direktvermarktung oder bei Grün Stadt Zürich, Fachstelle Landwirtschaft, 01 216 46 31
6
Grünzeit März 2004
Züri-Chorn-Brot
Faires Brot aus Zürich für Zürich
Nicht nur in der dritten Welt ist fairer Handel
bewohnerinnen und Stadtbewohner vorbei.
sich, dass es verwirklicht werden konnte. «Die
oft hilfreicher und effizienter als herkömmliche
Falls sie zu Hause Züri-Chorn-Brot essen,
Bauern erhalten einen fairen Preis für ihr
Entwicklungshilfe. Auch die Schweizer Land-
sehen sie das Feld, auf dem ihr Brot wächst.»
Produkt», meint sie, «und zugleich brechen wir
wirtschaft sucht Wege aus dem Subventions-
Im Sommer werden entsprechende Informa-
die Anonymität von Lebensmitteln etwas auf –
dschungel, hin zu fairen Preisen für gefragte
tionstafeln am Feldrand den Bezug vom Korn
das Züri-Chorn-Brot kommt nicht irgendwoher,
Foto: Klaus Robin/LUNO, 2003
Grün Stadt Zürich lanciert zusammen mit den Detailhändlern
Gourmet Factory und Globus Delicatessa das neue Züri-ChornBrot. Der Weizen dafür stammt ausschliesslich aus Zürcher
Landwirtschaftsbetrieben, welche dafür einen 10% höheren Preis
erhalten als üblich.
erhalten verwerten fördern einbinden zeigen essen erleben bearbeiten bezahlen erkennen verbinden bedenken lancieren verkaufen unterstützen
und ökologisch vernünftig hergestellte Pro-
zum Brot erkennbar machen. Greutmann, auf
sondern eben aus Zürich und Umgebung.»
dukte. Ein praktisches Beispiel dafür ist das
dessen Hof am 6. Juni das diesjährige Stadt-
Und wie wirkt sich der um 10% höhere Weizen-
neue Züri-Chorn-Brot, das im April dieses
und Landfest stattfindet (siehe grüne Agenda,
preis auf den Endpreis aus? «Auch wenn dieser
Jahres auf den Markt kommt. Die beteiligten
Seite 20), ist es ein Anliegen, den Stadtbewoh-
Zuschlag vollumfänglich auf den Endpreis über-
Bauernbetriebe produzieren den Brotweizen
nerInnen die Landwirtschaft etwas näher zu
wälzt wird», sagt Sebö, «macht das pro Brot-
auf Feldern in der Stadt Zürich und ihrer unmit-
bringen. Für das Projekt Züri-Chorn-Brot hat er
laib nur ein paar Rappen aus und verteuert das
telbaren Umgebung. Gesammelt und aufbe-
sich zusammen mit Grün Stadt Zürich von An-
Produkt nicht spürbar.» Das Brot, das aus Wei-
wahrt wird das Getreide in Niederhasli, gemah-
fang an engagiert. Allerdings nicht nur aus rein
zenmehl, Wasser, Hefe und Salz besteht,
len in Birmenstorf und zu Brot verar-beitet in
pädagogischen Gründen, sondern auch, weil
kommt ohne Geschmacksverstärker und Kon-
Glattbrugg. Verkauft und gegessen soll es in
der um 10% höhere Preis, den er für seinen
servierungsmittel aus. «Zudem kann das Mehl
Zürich werden, so dass es auf dem Weg zu den
Weizen lösen kann, ein willkommener Zustupf
durch eine spezielle Verarbeitung des Weizens
KonsumentInnen möglichst wenig von der
ist: Der Unterschied zwischen dem bisherigen
mehr Feuchtigkeit aufnehmen», erklärt Sebö,
«grauen Energie» verschlingt, welche durch
Kilopreis von rund 58 Rappen und dem neuen
«dadurch hat das Brot eine angenehme
Transportwege anfällt.
Preis von 63 Rappen scheint klein, aber auf die
Konsistenz und bleibt lange frisch.»
rund 40 Tonnen, welche Greutmann pro Jahr
Das naturnahe Züri-Chorn-Brot gibt es als
Sehen, wo das Brot wächst
durchschnittlich produziert, macht er stattliche
Pfünderli oder als 300-Gramm-Laib bei Globus
Hansjörg Greutmann hat seinen Hof in Zürich-
2 320 Franken aus.
Delicatessa, in der Gourmet Factory (Jelmoli)
Unteraffoltern und ist einer der zurzeit acht
und zusätzlich in einigen Zürcher Coop-Filialen.
Landwirte, die Weizen für das Züri-Chorn-Brot
Naturnah und lange haltbar
anbauen. «An manchen meiner Weizenfelder»,
Franziska Sebö, bei Grün Stadt Zürich verant-
berichtet er, «spazieren sonntags viele Stadt-
wortlich für das Projekt Züri-Chorn-Brot, freut
Text: Isabel Baumberger
Bild: Ernst Hiestand + Partner
Grünzeit März 2004
7
Villengärten
Mit dem Velo von der Villa Tobler
zur Villa Patumbah
Im Auftrag von Grün Stadt Zürich
pflegen Marcel Wächter und
Maja Rathfelder seit dreizehn
bzw. drei Jahren Gärten herrschaftlicher Zürcher Villen
auf öffentlichem Grund der rechten
Seeseite. Für den Garten der
Villa Schönberg im Enge Quartier
ist Niklaus Märkli zuständig.
Bei der Betreuung der reich strukturierten Anlagen gilt es, immer
das Ganze Ensemble
im Auge zu behalten, Haus und
Garten als Einheit zu sehen.
Unten: Maja Rathfelder und Marcel Wächter
im Garten der Villa Hohenbühl
Grün erleben beeinflussen anschauen aufziehen beobachten verstehen betrachten vermitteln erfassen pflegen beschneiden erspüren respektieren
Villa Bleuler
sei, meinen beide, in einem Villengarten gebe
Abwägen hat er ihr jetzt die unteren Äste ent-
es «die ganze Fülle», das ganze Spektrum von
fernt und so Baum und Skulptur gerettet. «Mit
kulissenbildenden Bäumen, Rasenflächen,
unseren Pflegemassnahmen entwickeln wir
Geländemodulierungen über Staudenbeete,
den Park weiter, wir ringen täglich mit Farbe
Wasserspiele bis zu Steingärten, Rosenbeeten,
und Form», meint der Gärtner.
Wegen und Kübelpflanzen zu betreuen. Das
8
Wichtigste sei das Interesse am historischen
Ein Tag im Leben von Villengärtner-
Ensemble; darum ist jeder der vier Villengärten
und gärtnerin
anders, verlangt nach einem eigenen Pflege-
Maja Rathfelder fasst frühmorgens im Magazin
Wie Perlen an einer Schnur reihen sich im
konzept und viel Fachwissen. Die kreative
der Neumünsteranlage Gartengeräte und Ar-
Zürcher Riesbachquartier gepflegte oder auch
Arbeit von Gärtner und Gärtnerin liegt vor
beitskleider, dann schwingt sie sich aufs Velo
geheimnisvoll verwilderte Villengärten aus
allem im Detail: Sie entscheiden, wie häufig
und radelt zur Villa Bleuler, wo sie das Tor auf-
dem späten 19. Jahrhundert aneinander. Zwei
der Rasen gemäht wird, wie die Bäume
schliesst und in der warmen Jahreszeit die
von ihnen, die sanft erneuerte Parkanlage der
geschnitten und mit welchen Blumen die Som-
Kübelpflanzen giesst. Von dort gehts weiter
Villa Bleuler und der teilweise rekonstruierte
merflorrabatten gefüllt werden. Auch der «Gen-
zur Villa Patumbah, wo sie – wenn es trocken
Park der Villa Patumbah an der Zollikerstrasse,
transfer» von einem Garten zum andern wird
ist – den Rasen mäht, mit der Handschere die
werden von Marcel Wächter und Maja Rath-fel-
praktiziert; so wurden etwa Christrosen aus
Rasenkanten schneidet, im Frühling die Beete
der betreut. Die beiden sind auch für die
dem Toblergarten im Patumbahpark ausge-
lockert und jätet, die Kieswege putzt und vie-
Neumünsteranlage, den Garten der Villa Tobler
pflanzt. Eine mächtige Scheinzypresse vor
les mehr erledigt. Marcel Wächter betont, dass
an der Winkelwiese und für den Park der Villa
einer der vier Skulpturen im Patumbahpark
Villengärtner intuitiv erfassen müssen, welche
Hohenbühl oberhalb des Bahnhofs Stadel-
bereitete Marcel Wächter zunehmend Sorge,
Pflege vordringlich ist; vieles wird während des
hofen verantwortlich. Auf die Frage, was denn
liess sie doch ihre riesigen Äste über den Weg
Tages spontan entschieden, anderes – etwa
das Besondere an der Arbeit des Villengärtners
und die Figur herabhängen. Nach langem
das Bepflanzen der Sommerrabatten – im vor-
Grünzeit März 2004
Villengärten
betreuen erneuern bepflanzen sehen riechen putzen jäten erhalten verstehen bereichern beschneiden erneuern schützen gestalten lieben kultivieren
Villa Tobler
Villa Patumbah
aus geplant. Die Kontinuität in der Pflege ist
park interessiert die Besucher. Dass die
die Villengärtnerin begeistert von den Morgen-
entscheidend, Gärtner und Gärtnerin behalten
Muscheln, aus denen die Schale zusammenge-
und Abendstunden, wenn die Sonnenstrahlen
über Jahre die Übersicht und sind mit ihren
setzt ist, echt sind und aus dem Pazifik stam-
das Staudenbeet mit Iris, Pfingstrosen, Stor-
Anlagen vertraut. Typisch für klassische Villen-
men, ruft immer wieder Erstaunen hervor!
chenschnabel und Frauenmantel in rötliches
gärten sind die Birnenspaliere im Patumbah-
Licht tauchen. Der Rasen hat dort die Funktion
und Hohenbühlpark. Marcel Wächter hat sich
Verborgene Schätze
der ruhenden Fläche, er braucht keine Farben.
aus alten Büchern das nötige Wissen über un-
und lauschige Winkel
Marcel Wächter beschreibt, dass sich das
terschiedliche Kulturformen selbst angeeignet.
Während der Patumbahpark rekonstruiert wur-
Gartenbild im Jahresverlauf von den Rändern
Im Gegensatz zu den drei anderen Anlagen
de, handelt es sich beim Garten der Villa Tobler
her immer mehr gegen die Mitte hin zur
wird der Park der Villa Hohenbühl weniger auf-
um eine Sanierung; die Atmosphäre des über
Blumenrabatte und zur Rosenallee entwickelt.
wändig
zahlreichen
Jahrzehnte Gewachsenen muss sich bei beiden
Eine Besonderheit sind die mit Exoten wie
Schülern, die ihn benutzen, wird er dennoch
erst wieder einstellen. Dazu können auch klei-
Palme, Yucca oder Banane bepflanzten Insel-
respektvoll als Gartendenkmal wahrgenom-
ne Pflanzen beitragen. So führten die Villen-
beete im Rasen vor dem Pavillon. Vier dekora-
men. Villengärtnerin und Villengärtner stellen
gärtner auf dem Rasen der Villa Tobler Zwiebel-
tiv vermooste Skulpturen, die Jahreszeiten dar-
dem Publikum ein gutes Zeugnis aus, die Leute
blüher ein, die sich dort vermehren werden. Im
stellend, runden das Gartenbild ab.
würden Anteil nehmen an ihrer Arbeit und sie
alten, gewachsenen Park der Villa Bleuler ist
Natürlich gehören zu einem Villengarten auch
oft in Gespräche verwickeln. Immer wieder
der Frühlingsaspekt einzigartig. «Krokusse,
Kübelpflanzen. Marcel Wächter führte sie im
wird gefragt: Wie schneiden Sie die Rosen?
Primeln, Duftveilchen und blauer Günsel fol-
Bleulergarten wieder ein, er pflegt sie, ver-
(Kommt auf die Sorte an.) Was tun Sie gegen
gen sich vom Februar an Schlag auf Schlag»,
mehrt sie durch Stecklinge und stellt auch eini-
das Moos im Rasen? (Wir finden es schön.)
erzählt Maja Rathfelder, «und es riecht dann
ge davon im Patumbahpark auf. «Zitronen,
Oder Wie pflegen Sie die Kieswege? (Viermal
betörend.» Die abgesenkten Wege lassen den
Granatapfel, Neuseelandflachs, Agapanthus
im Jahr abschaben sowie abbrennen mit Infra-
schön geschwungenen Parkrasen besonders
und Zistrosen bringen das mediterrane Ele-
rot.) Auch der Muschelbrunnen im Patumbah-
gut zur Geltung kommen. Im Patumbahpark ist
ment in den Garten», meint er.
gepflegt.
Von
den
Text: Suzanne Kappeler
Bilder: Giorgio von Arb
Grünzeit März 2004
9
Villengärten
Zwölf meisterhafte Gärten:
Ein Jubiläumsbuch
der Gartendenkmalpflege
Zum 15-jährigen Jubiläum der Stadtzürcher Gartendenkmalpflege
dokumentiert ein opulent bebildertes Buch zu zwölf ausgewählten
Park- und Gartenanlagen das bisher Erreichte.
Die Buchlektüre, eine Fotoausstellung im Stadthaus und spezielle
Führungen machen Lust auf Besuche in Zürichs Gärten.
Oben: Rieterpark
Unten: Villa Patumbah
Grün erklären
beschreiben erzählen kennen erhalten begleiten begreifen zeigen besuchen vorstellen anschauen besuchen bewundern
1989 wurde Walter Frischknecht der erste
poetischen Bildern des Fotografen Giorgio von
Allenmoos mit seinem von Bäumen aus aller
Gartendenkmalpfleger der Stadt Zürich. Gut
Arb ist aus dem Jubiläumsbuch ein dreiteiliges
Welt geprägten parkähnlichen Charakter wird
anderthalb Jahre später übernahm Judith
Schaubuch und wertvolles Nachschlagewerk
gerne als «Arboretum Zürich Nord» bezeichnet.
Rohrer seine Arbeit, und seit knapp fünf Jahren
geworden.
Mit ihren neu eingefügten Rasenwellen haben
teilt sie die Stelle mit Silvia Steeb. Das Anfang
die Landschaftsarchitekten Dieter Kienast und
Mai erscheinende Jubiläumsbuch soll der
Glühwürmchen bei der Kreuzkirche,
Günther Vogt die Geländemodellierung aufge-
Auftakt zu einer Reihe sein, welche Einblick in
alte Grabflächen auf dem Sihlfeld und
nommen und eine spannungsvolle Verbindung
die vielfältige Arbeit von Grün Stadt Zürich
Bodenwellen im Bad Allenmoos
von Alt und Neu geschaffen.
geben wird. «12 Gärten», lautet der Titel des
Im Hauptteil des Buches werden die Park-anla-
Gleichzeitig mit der Buchvernissage am 4. Mai
Erstlings, der eine kleine Auswahl unter den
gen mit jeweils fünf ganzseitigen Bildern und
wird im Stadthaus eine Ausstellung über
unzähligen Garten- und Parkobjekten doku-
zwei Textseiten vorgestellt. Neben den
Zürcher Parkanlagen eröffnet. In abendlichen
mentiert, welche die Fachstelle im Lauf der
Gartendenkmalpflegerinnen äussern sich Ex-
Rundgängen führen die Gartendenkmalpfle-
Jahre betreute. Die vorgestellten Gärten, die
pertInnen zu besonderen Themen der Gärten.
gerinnen Judith Rohrer und Silvia Steeb inte-
vom Rieterpark über das Freigut und Arbore-
So erfährt man zum Beispiel, dass in der viel-
ressierte Besucherinnen und Besucher durch
tum, verschiedene Villengärten, den Platzspitz
fältigen Vegetation vor der Kreuzkirche eine
die zwölf porträtierten Gärten. (Daten siehe
und die Bäckeranlage bis zur Kreuzkirche, dem
grössere Kolonie von blinkenden italienischen
grüne Agenda, Seite 19/20.)
Bad Allenmoos und dem Friedhof Sihlfeld rei-
Leuchtkäfern heimisch ist. Oder, dass etliche
Das Buch «12 Gärten» kostet 48 Franken.
chen, zeichnen sich durch eine Besonder-heit,
unter Schutz stehende Prominenten-Grab-flä-
Leserinnen und Leser der Grünzeit können es
ungewöhnliche Begebenheiten oder eine
chen aus dem 19. Jahrhundert im Friedhof
zum einem Vorzugspreis von 36 Franken be-
spektakuläre Restaurierung aus. Mit dem Bei-
Sihlfeld für das eigene Familiengrab gemietet
stellen. Dieses Angebot gilt bis zum 30. April
zug des Buchgestalters Hans Knuchel und den
werden können. Das 1939 eröffnete Freibad
(siehe beiliegende Bestellkarte).
Text: Suzanne Kappeler
Bilder: Giorgio von Arb
10
Grünzeit März 2004
Ruf Lanz
Liebe Frauen: Es gibt noch Männer, die pünktlich
sind, galant die Tür aufmachen und euch nach dem
Ausgang unaufdringlich nach Hause bringen.
Wenn Sie sich selber von ihren Qualitäten überzeugen wollen, finden Sie an jeder Haltestelle schnell Anschluss.
Unsere Männer fahren durchschnittlich alle 7 Minuten mit einem schönen, grossen Wagen vor. Angenehme Fahrt.
Juchhof
Juchhof: Stadtbauernhof
mit besonderen Aufgaben
Der Juchhof ist der einzige Gutsbetrieb
auf Stadtzürcher Boden, der von der Stadt
selber bewirtschaftet wird. Er ist
Kompetenzzentrum und Experimentierfeld
auf etlichen Gebieten. Momentan läuft ein
Versuch zur Vermeidung der Kastration
bei männlichen Schweinen.
Nebenbei trägt der Juchhof zu Pflege und
Unterhalt von öffentlichen Grünflächen bei.
Grün fressen
aufziehen verwerten verkaufen bebauen berechnen vermitteln schützen fördern erhalten gestalten verwalten
hier 1100 Ferkel aufgezogen, 370 000 Liter
erster Stelle», erzählt Hans Stierli. Der städti-
Milch produziert und verarbeitet sowie 160 Hek-
sche Hof hat denn auch seit 1985 das Zertifikat
taren landwirtschaftliche Nutzfläche gepflegt.
für Integrierte Produktion (IP) und erfüllt die
Dank des Maschinenparks und eines genügend
Normen für BTS (besonders tierfreundliche
grossen Personalbestandes kann der Juchhof
Stallhaltung) sowie RAUS (regelmässiger Aus-
auch bei Unterhaltsarbeiten auf öffentlichen
lauf ins Freie). Weil er aber immer wieder Land-
Grünflächen mithelfen. Dazu gehören die Feld-
wirtschaftsflächen zur befristeten Zwischen-
randkompostierung, die Naturwiesenpflege,
nutzung übernimmt, kann der Hof nicht als bio-
der Flurwegunterhalt oder die Spülung von
logisch gelten. Ausserdem liesse sich der tra-
Drainageleitungen und anderes mehr.
ditionsreiche Rebberg am Höngger Chille-steig
Hans Stierli, Juchhof
12
nur biologisch bewirtschaften, wenn man alle
In Altstetten, zwischen dem Gaswerk und dem
Energieeffizienz und artgerechte
Reben gegen neue Sorten austauschen würde,
Postgebäude Mülligen, liegt der Gutsbetrieb
Tierhaltung
und das, meint Stierli, «kann ja nicht der Sinn
Juchhof. Mehrere Ställe und Wirtschaftsge-
Hans Stierli, der Leiter des Juchhofs, begrüsst
der Sache sein».
bäude gruppieren sich um ein Haupthaus. Die
mich. Mit Enthusiasmus zeigt und erklärt er
Architektur erinnert etwas an eine moderne
mir die technischen Anlagen und Einrichtun-
Juchhof-Eber haben Schwein
Ferienhaussiedlung in den Alpen, gehalten in
gen, welche den Hof in die Nähe eines indus-
Wir gehen hinüber zu den Schweineställen, um
einem nicht ganz reinrassigen französischen
triellen Betriebes rücken. Die Biogas-Anlage
die Ferkel zu sehen, die im Rahmen des
Landhausstil. An diesem Morgen ist es klirrend
produziert aus Gülle Energie, in der Schnitzel-
«Ebermastprojekts» aufgezogen werden. Weil
kalt, und es dampft kräftig vom Misthaufen her-
heizung wird Holz verfeuert, ein Wärmetau-
Fleisch von geschlechtsreifen Ebern meist un-
über. Die meisten der Ferkel haben sich in den
scher kühlt die Milch und heizt Wasser, mit
angenehm riecht, werden männliche Ferkel
gedeckten Bereich ihrer Offenställe zurück-
Sonnenenergie wird das Heu unter Dach nach-
normalerweise im Alter von 4 Tagen kastriert.
gezogen, doch einige blicken neugierig durch
getrocknet. Trotz modernster Technik ist der
Dies geschieht ohne Betäubung, was immer
die Türchen hervor, als sie mich sehen.
Juchhof aber kein Biobetrieb. «Bei Planung
wieder zu Protesten vom Tierschutz führt. Eine
Als Gutsbetrieb der Stadt Zürich kommt dem
und Bau des Juchhofs standen artgerechte Tier-
Betäubung ist jedoch teuer und aufwändig (die
Juchhof eine besondere Rolle zu, er ist Schau-
haltung, Energieeffizienz und ergonomische
Ferkel müssen nachher überwacht und evtl.
fenster und Versuchsbetrieb. Jährlich werden
Stalleinrichtungen für die Mitarbeitenden an
gewärmt werden), und die Verabreichung von
Grünzeit März 2004
Juchhof/GrünForum
Medikamenten zur Verhinderung der Ge-
allerdings, dass die Tiere gut gehalten werden
schlechtsreife lässt einem auch nicht gerade
und gesund sind – wird ein Tier krank, legt es
das Wasser im Mund zusammenlaufen. Des-
nicht genügend Gewicht zu. Trotz des Mehr-
halb hat man auf dem Juchhof nach einer
aufwandes kann sich der Erfolg sehen lassen:
neuen Lösung gesucht. «Das Prinzip ist eigent-
«Das Fleisch jedes einzelnen Ebers wird nach
lich einfach», erklärt Hans Stierli. «Mit einer
dem Schlachten überprüft. Von den letzten
optimierten Fütterungsmethode erreichen die
100 Tieren waren alle einwandfrei», berichtet
Ferkel das Schlachtgewicht von 105 kg schon
Hans Stierli. Es ist den männlichen Ferkeln zu
vor der Geschlechtsreife.» Dazu werden Brei-
wünschen, dass diese Methode in der Fach-
automaten eingesetzt, welche die Nahrung
welt Schule macht und von KonsumentInnen
warm abgeben. Die Tiere wachsen schneller,
unterstützt wird.
da sie weniger Energie für das Aufwärmen der
Text: Christoph Spinnler, Geschäftsbereich Unterhalt,
Grün Stadt Zürich
Bilder: Grün Stadt Zürich; Ernst Hiestand + Partner
Nahrung verbrauchen. Voraussetzung dabei ist
Geld & Grün –
Werte urbaner Grünräume
Lake Side Casino Zürichhorn
betreuen nutzen verfüttern erwärmen erleben entdecken beschreiben erklären bedenken beschauen besprechen würdigen unterstützen beschützen
Programm
Nehmen Sie am 2. GrünForum teil und diskutieren Sie mit!
(Eintritt frei)
Programm
1. April 2004, 17.00 – 20.30 Uhr
im Lake Side Casino Zürichhorn,
Bellerivestrasse 170, 8008 Zürich
(Tram 2 oder 4 bis Fröhlichstrasse,
S-Bahn bis Zürich Tiefenbrunnen,
Parkplätze vorhanden)
Begrüssung durch Rolf Walther, Präsident Verbund Lebensraum Zürich
Referate von
Robert E. Gubler, Geschäftsführer Vereinigung Zürcher Immobilienfirmen:
Grünraum – Wert für Immobilien?
Rico Maggi, Professor für Wirtschaftswissenschaften:
Geschätzter Wald – was ist er uns wert?
Edith Strub, ehemalige Direktorin Zürich Tourismus:
Grün in der Stadt – touristisch wertvoll?
Martin Waser, Stadtrat:
Zürichs Grün- und Freiräume
Brigit Wehrli, Direktorin Fachstelle für Stadtentwicklung:
Der Wert der Grünräume aus Sicht der Zürcher Bevölkerung
Leitung Podiumsdiskussion
Claudia Nielsen, Vorstandsmitglied Verbund Lebensraum Zürich
Grün Stadt Zürich
Verbund Lebensraum Zürich VLZ und Grün Stadt Zürich GSZ
Auskunft: Telefon 01 216 27 68
Grünzeit März 2004
13
GrünForum
Geld & Grün
Werte urbaner Grünräume
Eintritt CHF 5.–
Grün planen
Das zweite Zürcher GrünForum am 1. April 2004 befasst
sich mit dem Thema «Was ist städtisches Grün wert?».
Veranstalter des Forums sind der Verbund Lebensraum
Zürich und Grün Stadt Zürich.
nutzen pflegen bedenken bewerten geniessen bezahlen vermitteln benoten fördern diskutieren ermöglichen anerkennen
Die Vielfalt unserer städtischen Grünräume ist gross – Park-
Stadtwaldes, des Wildparks Langenberg und von Tessiner Natur-
anlagen zählen ebenso dazu wie Naturschutzgebiete, Wälder
räumen. Im GrünForum beleuchtet er, wie sich dies tun lässt,
oder See-, Fluss- und Bachuferräume. Ihren Wert anerkennen
wozu solche Bewertungen gut sind und mit welchen Reaktionen
die ZürcherInnen durch sehr gute Noten in den Bevölkerungs-
zu rechnen ist.
umfragen. Auch für Stadtrat Martin Waser, politisch fürs Grüne
Edith Strub, ehemalige Direktorin Zürich Tourismus: «Grün in
verantwortlich, ist klar: «Zürich ist lebenswert, vor allem weil es
der Stadt – touristisch wertvoll?» Edith Strub war zwölf Jahre
eine grüne Stadt ist.» Wichtig sind die Grünräume also, aber
lang Direktorin von Zürich Tourismus. Sie weiss aus Erfahrung,
weder selbstverständlich noch kostenlos. Grün ist nicht gratis.
was Touristinnen und Touristen nach Zürich zieht. Es sind auch
Der Verbund Lebensraum Zürich und Grün Stadt Zürich wollen
die Grünräume – von den Pärken über die Flussräume bis zum
zusammen mit Sachverständigen aus verschiedensten Berei-
Uetliberg und natürlich unser Seeufer.
chen dem Thema auf den Grund gehen. Im Anschluss an die
Martin Waser, Stadtrat, Vorsteher Tiefbau- und Entsorgungs-
Referate hat das Publikum Gelegenheit, die verschiedenen Mei-
departement: «Zürichs Grün- und Freiräume». Grün ist weder
nungen zu diskutieren und den Fachleuten auf den Zahn zu füh-
gratis noch umsonst. Grünräume werden geplant, projektiert,
len. Eingeladen sind alle ZürcherInnen, speziell auch Poli-
gebaut und gepflegt. Das bedingt demokratische Prozesse, eine
tikerInnen, Mitglieder der Vereine, die zum VLZ gehören, und
sorgfältige Budgetierung und langfristige Finanzierung. Grün
alle GrünzeitleserInnen.
bietet Lebensqualität und ist von hohem Wert für den Standort
Zürich. Kurz: Grün ist Standortpolitik.
14
Grünzeit März 2004
Die ReferentInnen und ihre Themen
Brigit Wehrli-Schindler, Direktorin der Fachstelle für Stadtent-
Robert E. Gubler, Geschäftsführer Vereinigung Zürcher Immobi-
wicklung in Zürich: «Der Wert der Grünräume aus Sicht der
lienfirmen, Präsident Standortförderung Zimmerberg-Sihltal:
Zürcher Bevölkerung.» «Wie wichtig sind für Sie öffentliche Grün-
«Grünraum – Wert für Immobilien?» In Wohnungsinseraten füh-
anlagen oder Parks?» Diese Frage wurde im Rahmen der letzt-
ren Immobilienfirmen die Nähe ihres Objektes zu Grünanlagen
jährigen Bevölkerungsbefragung 2512 Menschen, die in Zürich
gerne als besonderes Argument auf. Robert E. Gubler weiss um
leben, gestellt (siehe auch Grünzeit Ausgabe 8, Dez. 2003). Das
die Bedeutung von Grün bei der Vermarktung und Standortför-
Ergebnis zeigt, dass der Zürcher Bevölkerung öffentliche
derung. Er beleuchtet den Zusammenhang zwischen Grünraum
Grünräume viel wert sind: Für 89 Prozent ist Grün für ihr Wohl-
und Immobilienpreisen.
befinden in der Stadt wichtig bis sehr wichtig.
Rico Maggi, Professor für Wirtschaftswissenschaften, Univer-
Nehmen Sie am GrünForum teil, diskutieren Sie mit – am
sität Lugano: «Geschätzter Wald – was ist er uns wert?» Der
1. April (kein Scherz), von 17.00 bis 20.30 Uhr, im Lake Side
Forscher und Dozent Rico Maggi verfasste die Studien zur fran-
Casino Zürichhorn, Bellerivestrasse 170, 8008 Zürich.
kenmässigen Bezifferung des Erholungswerts eines Zürcher
Text: Claudia Nielsen, Vorstandsmitglied Verbund Lebensraum Zürich
Bild: Ernst Hiestand + Partner
Verschönerungsverein Höngg
Höngg: das schönste Dorf
der Stadt Zürich
Der Verschönerungsverein Höngg (VVH) feiert heuer
sein 100-jähriges Jubiläum. Als einziger Verein mit
gleicher Funktion schloss er sich nach der Eingemeindung nicht dem Verschönerungsverein Zürich an.
Höngg ist für viele Alteingesessene auch heute noch
ein Dorf, und der VVH ist stolz darauf.
VVH-Präsident Paul Zweifel
im Findlingsgarten Kappenbühl
betreuen nutzen verschönern erfahren erleben entdecken betrachten erklären organisieren erschliessen beschriften säubern pflegen aufräumen erhalten
Nach der Eingemeindung von 1934 habe sich in Höngg, so liest
Zürich geniessen kann, gehören ebenfalls zur Anlage und tragen
man in einer alten Publikation der Ortsgeschichtlichen Kom-
die stolze Aufschrift des Verschönerungsvereins. 100 solche
mission, «das Eindringen von städtischen Verordnungen und
Bänke platzierte der VVH im Lauf der 100 Jahre seines Beste-
Gepflogenheiten unangenehm bemerkbar gemacht». Schon
hens, baute zwei Brücken über den Holderbach, drei Brunnen
nach der Abstimmung über die Eingemeindung, erzählt VVH-
und ein knappes Dutzend Feuerstellen auf Höngger Boden.
Präsident Paul Zweifel, habe man im Dorf gemunkelt, das Ergebnis sei auf den Zuzug städtischer Beamte zurückzuführen,
VLZ als Plattform für gemeinsame Anliegen
die sich unten am Wasser breit machten – die «richtigen»
Der VVH sei kein politischer Verein, meint Paul Zweifel, «aber
Höngger, die am Berg oben wohnten, seien nicht dafür ge-
wir haben ein wachsames Auge darauf, dass Hönggerberg,
wesen. Und noch 1993 war eine Gruppe von Hönggerinnen und
Waidberg und Käferberg als grüne Erholungsräume erhalten
Hönggern so unzufrieden mit der Stadt, dass sie die Aus-
bleiben – wenn die bedroht sind, wehren wir uns.» Erfolgreich
gemeindung anstrebte. Inzwischen sei das Thema endgültig
bekämpfte der VVH beispielsweise vor einigen Jahren die auf
vom Tisch, Höngg sei jetzt einfach «das schönste Dorf der
dem Kappenbühl vorgesehenen GC-Trainingsplätze, für die
Stadt Zürich», meint Paul Zweifel, dessen Familie schon seit
man schliesslich in Niederhasli Platz fand.
mehreren hundert Jahren zu Höngg gehört wie die Reben zum
Der VVH will weiterhin eigenständig bleiben und sich nicht in
Höngger Wappen.
den Verschönerungsverein Zürich «eingemeinden» lassen.
Dem Verbund Lebensraum Zürich (VLZ) dagegen sei der VVH
Findlinge auf dem Kappenbühl
gern beigetreten, sagt Paul Zweifel überzeugt. «Denn das ist
Auf die Frage, wie lange er schon Präsident des VVH sei, muss
eine gute Plattform, die unserem gemeinsamen Anliegen,
Zweifel lange überlegen und in alten Unterlagen kramen, um
Grünraum zu erhalten, mehr Nachachtung verschafft.»
dann erstaunt festzustellen, dass der hundertste Geburtstag
Text: Isabel Baumberger
Bild: Ernst Hiestand + Partner
des Vereins mit seinem 15-jährigem Präsidentschaftsjubiläum
zusammenfällt.
Die wichtigste Errungenschaft des VVH unter Zweifels bis-heri-
Vom 4. bis 6. Juni 2004 feiert der Verschönerungsverein Höngg
ger Ägide war 1994 die Eröffnung des Findlingsgartens auf
sein 100-jähriges Bestehen mit verschiedenen festlichen Aktivitäten.
dem Kappenbühl. Die grossen Felsbrocken, welche zur Eiszeit
Unter anderem kann man am Samstag, 5. Juni, und am Sonntag, 6. Juni,
über die Gletscher bis nach Zürich gelangten, wurden vom VVH
die Höngger Fauna und Flora vom Pferdefuhrwerk aus entdecken.
in Zusammenarbeit mit der Zunft Höngg aus verschiedenen
Baugruben im Quartier auf den Kappenbühl gebracht. Gepflegte
Sitzbänke, von denen aus man die prachtvolle Aussicht auf
Grünzeit März 2004
15
Mein grünes Zürich
Mein grünes Zürich
mit Andy Stutz, Krawattenkönig
Andy Stutz (55) war Psychiatriepfleger, bevor er 1980
mit seinen beiden Schwestern das Seidenlabel
«Fabric Frontline» gründete, welches durch Krawatten
und Foulards berühmt wurde und heute ein weltumspannendes Unternehmen ist. Seinen Hauptsitz mit
Laden hat es im Kreis 4, an der Ankerstrasse 120.
Im gleichen Haus ist auch Stutz’ Restaurant
«Seidenspinner» untergebracht und zuoberst unterm
Dach seine Wohnung. Andy Stutz macht zuweilen
nicht nur mit edler Seide von sich reden, sondern auch
mit träfen Sprüchen und legendären Sauftouren.
Stutz in seinem Hinterhof-Dschungel
Grün erklären
erweitern entdecken durchschlendern erhalten bewundern eintopfen zeigen suchen fordern fördern geniessen begreifen
«Dass ich Grün gern habe, sieht man ja schon in unserem klei-
Am wohlsten fühle ich mich hier im Kreis 4, denn der liegt zwar
nen Hinterhof hier an der Ankerstrasse: Mehr Grünzeug könn-
in Zürich, aber fast nicht in der Schweiz. Dienstags und frei-
te man da unmöglich reinpferchen. Palmen, Kamelien, Birken,
tags am Helvetiaplatz zum Beispiel, wenn Markt ist, riecht es
japanische Zwetschgen, Rhododendron, Oleander, Bambus,
nach allen möglichen Gewürzen, man hört viele Sprachen,
Rosmarin, Thymian – alles wuchert hier aus dem Boden und
sieht alle Hautfarben – also der Helvti-Markt ist mir heilig, da
den riesigen Töpfen. Und nicht zu vergessen: Efeu! Unkraut ist
kaufe ich oft und mit Genuss ein. So richtig ins Grüne hinaus
nämlich schön und verdient Bewunderung – niemand pflegt
fahre ich bloss etwa zweimal im Jahr, wenn Gäste aus dem
es, und doch lässt es sich nicht unterkriegen. Woher die riesi-
Ausland da sind. Dann gehts mit dem Uetlibergbähnli zum
gen Kunststoffzwerge kommen, die hier rum-stehen? Die hat-
Kulm hinauf, die spektakuläre Sicht macht natürlich Eindruck.
ten wir schon früher an der Dienerstrasse; man muss das
Es stimmt schon, Zürich ist eine grüne Stadt, aber sie könnte
Publikum ja irgendwie neugierig machen. Und über-haupt ist
noch grüner sein, oder nicht? Auf dem Zeughausareal zum
es gut, wenn nicht immer alles so ist, wie alle immer denken.
Beispiel, bei mir gleich gegenüber, da sollte es doch grünen
Drum sind die Zwerge fast mannshoch, so setzen sie die
und blühen, dem Teufel ein Ohr ab! Aber nein. Bloss die tap-
Menschen in Erstaunen.
feren Frauen, die dort das Pflanzenlabyrinth kreiert haben,
Manche Leute haben sich gewundert, dass wir ausgerechnet
grübeln in der Erde und bringen etwas Farbe in den öden Ge-
hier, mitten im Chreis Cheib, ein Haus gekauft und unseren
fängnishof. Warum ist da kein Spielplatz? Und so wenig Bäu-
Laden installiert haben. Aber wieso? Die noble Innenstadt, die
me! Bäume fehlen überhaupt. Zum Beispiel an der Kreuzung
heutzutage City heisst, ist doch komplett verschnarcht – eher
Brauerstrasse/Kanonengasse: Da gehört ein Baum hin, unbe-
würde ich mich noch auf einem Friedhof niederlassen, da läuft
dingt und subito. Warum? Dumme Frage. Weil der Kreis 4 grün
ja mehr. Und die Damen vom Zürichberg sollen ruhig zu uns
und wohnlich und schön sein soll, darum. Wenn wir mal auf
nach Aussersihl heruntersteigen müssen, um ihren Gatten
dem Friedhof liegen, brauchen wir das Grüne nämlich nicht
Krawatten zu kaufen. Das Handtäschli ist hier jedenfalls noch
mehr. Obwohl: Nichts gegen die Zürcher Friedhöfe, die sind
keiner geklaut worden – so etwas passiert eher an der Bahn-
schon in Ordnung. Bloss eben drum herum könnte Zürich noch
hofstrasse. Apropos: Ich gehe selten spazieren – meist nur von
ein paar Bäume mehr vertragen.»
einer Beiz zur nächsten –, aber zum Bahnhof nehme ich oft
Aufzeichnung: Isabel Baumberger
Bild: Susi Lindig
den Weg an der Sihl entlang, das ist ein hübscher kleiner
Schlenderspaziergang. Oder zum Bürkliplatz hin kann man
dem Schanzengraben entlang flanieren.
16
Grünzeit März 2004
Nahreisen
NahReisen – Ausflüge mit Kultstatus
Zum fünften Mal bietet eine Reihe von Sommerveranstaltungen spezielle Einblicke in die unbekannte
Welt vor unserer Haustür.
Fuchsbau im Friedhof Sihlfeld
verstehen durchwandern sehen entdecken durchstreifen finden beschreiben aufspüren begehen beschauen erkennen erleben bereisen erfahren kennen
An einem heissen Hochsommermorgen im
Alphornbläsers. Auf einem anderen Spazier-
rellen, städtebaulichen und wirtschaftlichen
Jahr 2000 begab sich eine Gruppe von Reise-
gang begegneten die Reisegruppen in Schwa-
Faktoren als bewusstseinserweiterndes Spie-
lustigen mit Flossen und Schnorchel ins Was-
mendingen einer langhaarigen Herde genüg-
gelbild menschlichen Treibens. Dieser Blick
ser und tauchte unter fachkundiger Leitung
samer Schottischer Hochlandrinder, und an-
auf Stadt und Land stösst auf Interesse: seit
nach Fischen, Schnecken und Muscheln: in
schliessend bewies die Bauernfamilie, dass
2000 haben insgesamt über dreitausend
der Karibik nichts Aussergewöhnliches – im
die Rinder auch portionenweise auf dem
Personen an Dutzenden von «NahReisen»
Zürichsee bei Wollishofen, wo damals die ers-
Teller zu faszinieren vermögen. Auf einer
teilgenommen.
te Veranstaltung unter dem Titel «NahReisen»
«natürlichen Stadtrundfahrt» schliesslich im
Im Frühsommer dieses Jahres führen «Nah-
stattfand, schon eher. Seit jenem Sommer
Bus quer durch Zürich wurde klar, dass das
Reisen» zu Falken am Hochkamin und Fleder-
organisieren Grün Stadt Zürich und Migros
ganze Stadtgebiet ein spannender und viel-
mäusen im Faulturm, zu Blumenwiesen und
Kulturprozent diese Ausflüge in und um
fältiger Lebensraum für Pflanzen und Tiere ist,
Burgruinen, zu mediterranen Insekten im
Zürich – jedes Jahr mit neuen Akzenten.
für Götterbäume und Orchideen, Wasser-
Kohledreieck inmitten der permanenten Gross-
amseln und Waschbären.
baustelle Zürich HB, zu Molchen beim Ver-
Die Stadt – ein vielfältiger Lebensraum
waltungsgebäude und Palmen an der Limmat.
Auf Reisen pflegen wir Natur- und Kulturdenk-
Falken und Fledermäuse im Frühsommer
Nach den Sommerferien (wozu eigentlich in
mäler zu besuchen, schauen uns Bauwerke
«NahReisen» öffnen in der bekannten Alltags-
die Ferne reisen?) folgen im Spätsommer-pro-
und Ruinen untergegangener Städte an, las-
umgebung Fenster zu unbekannten Welten.
gramm weitere Ausflüge, welche immer auch
sen uns von Landschaften, seltenen Tieren
Dabei steht die Natur von Stadt und Region
dazu anregen, gerade im urbanen Raum die
und speziellen Blumen beeindrucken. Die
Zürich im Zentrum. Natur wird jedoch nie iso-
Chancen einer friedlichen Koexistenz mit
«NahReisen» ermöglichen Reiseerlebnisse
liert erlebbar gemacht, sondern stets im
andern Lebensformen wahrzunehmen.
dort, wo es uns am meisten verblüfft, aber am
Zusammenspiel mit geschichtlichen, kultu-
Text: Stefan Ineichen, freischaffender Ökologe,
Projektleiter «NahReisen»
Bilder: holenstein & holenstein
stärksten betrifft: vor der eigenen Haustüre.
Oberhalb von Leimbach zum Beispiel wachsen Alpenpflanzen, die sonst weit und breit
nirgends vorkommen. Auf einer der bis-herigen «NahReisen» konnten Enzian, Berg-distel
und Blaugras entdeckt werden, unter-malt
Das aktuelle Programm der «NahReisen» ist ab 3. Mai unter
www.nahreisen.ch erhältlich oder in gedruckter Form bei
Grün Stadt Zürich, Tel. 01 216 46 44, karin.oetiker@gsz.stzh.ch.
von den Klängen eines einheimischen
Grünzeit März 2004
17
Veranstaltungen
grüne Agenda
* Informationen zu den Veranstaltungsorten siehe Seite 21
März
Sa, 27. März, ab 11 Uhr
Ort: Forstgarten Albisgüetli, Uetlibergstr. 355,
8045 Zürich
Sa, 27. März, 14.05 Uhr
Ort: beim Bahnhof Sihlwald
So, 28. März, 14.15 Uhr
Ort: beim Bahnhof Sihlwald
Brennholzgant am Uetliberg
Versteigerung von FSC-Chemineeholz in jeder Grösse, frisch oder trocken; Imbiss und Musik.
Veranstalter: GSZ
Balsam und Salbe kochen
Selber gesammelte Kräuter im richtigen Verhältnis gemischt – fertig ist die Heilsalbe.
Mit Bettina Kellenberger, Naturpädagogin der Sihlwaldschule.
Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren.
Kosten: Fr. 20.–, inkl. Material, Anmeldung erforderlich *
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Sonntagsführung im Sihlwald
Auf der begleiteten Wanderung ist viel Wissenswertes über den Sihlwald zu erfahren.
Für Erwachsene und Kinder; Dauer ca. 2 Std.
Kosten: Fr. 5.– pro Person (vor Ort bezahlen)
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
April
Do, 1. April, 17 – 20.30 Uhr
Ort: Lake Side Casino Zürichhorn,
Bellerivestr. 170, 8008 Zürich
(Tram 2 oder 4 bis Fröhlichstrasse, S-Bahn bis
Zürich Tiefenbrunnen, Parkplätze vorhanden)
Sa, 3. April, 14.05 Uhr
Ort: beim Bahnhof Sihlwald
Mi, 7. April, 18 Uhr
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
Fr, 9. April, nachmittags
Ort: Wildpark Langenberg *
Sa, 24. April, 14 – 15.30 Uhr
Ort: Quartierhof Weinegg, Weineggstrasse,
8008 Zürich
So, 25. April, 11 und 13 Uhr
Ort: Sukkulenten-Sammlung Zürich *
So, 25. April, nachmittags
Ort: Wildpark Langenberg *
So, 25. April, 14.15 Uhr
Ort: beim Bahnhof Sihlwald
Mi, 28. April, 13.45 Uhr
Ort: Zürich HB, Extrazug der S4 bis Sihlwald
18
Grünzeit März 2004
GrünForum «Geld & Grün – Werte urbaner Grünräume»
Das zweite GrünForum widmet sich dem Thema «Was ist städtisches Grün wert?».
Die Frage wird aus unterschiedlichster Sicht von fünf ReferentInnen beleuchtet,
anschliessend Podiumsdiskussion.
Eintritt frei; Veranstalter: VLZ, GSZ
Schmuck gestalten mit Naturmaterialien
Aus den Früchten der Eichen kleine Schmuckstücke anfertigen mit Schmuckgestalterin
Marianne Gerosa; für Kinder von 6 – 12 Jahren.
Kosten: Fr. 20.–, Anmeldung erforderlich *
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Baumeister und Meisterschwimmer
Führung durch die Ausstellung ins Reich von Biber und Fischotter.
Für Erwachsene und Kinder; Dauer ca. 1 Std.
Kosten: ein gültiges Eintrittsbillett
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Ostereier bemalen
Vorfreuden auf Ostern für Gross und Klein
Veranstalter: GSZ, Restaurant Wildpark
1. Nationaler Tag der Hochstammobstbäume
Ökologischer Spaziergang durch den Hochstamm-Obstgarten der Weinegg.
Veranstalter: GSZ, Naturschutzverein Kreis 7 + 8, Trägerverein Quartierhof Weinegg
Matinée: Namibia 2002
Vortrag von Susann Schmid
Veranstalter: GSZ, Förderverein Sukkulenten-Sammlung
Wildkatzengesichter schminken
Nur bei schönem Wetter (Ersatzdatum 2. Mai)
Veranstalter: GSZ
Sonntagsführung im Sihlwald
Auf der begleiteten Wanderung ist viel Wissenswertes über den Sihlwald zu erfahren.
Für Erwachsene und Kinder; Dauer ca. 2 Std.
Kosten: Fr. 5.– pro Person (vor Ort bezahlen)
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Müxxis Märlimittwoch im Sihlwald
Leutwylers Märlizauber spielt «s’Eichhörnli vom Uetliberg» für Kinder ab 4 Jahren.
Eintritt: gültiger Fahrausweis für die Bahnfahrt
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Veranstaltungen
grüne Agenda
Mai
Sa, 1. Mai, 10.15 Uhr
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
So, 2. Mai, 11.15 Uhr
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
Mi, 5. Mai, 8 – 18 Uhr
Ort: Stadthaus Zürich, Stadthausquai 17
Mi, 5. Mai, 18 Uhr
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
Sa, 8. Mai, 14.05 Uhr
Ort: beim Bahnhof Sihlwald
So, 9. Mai, 10 – 17 Uhr
Ort: Höngg/ Waid
So, 9. Mai, 10.15 Uhr
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
So, 9. Mai, ab 11 Uhr
Ort: Wildpark Langenberg *
Do, 13. Mai, 17.30 Uhr
Ort: Gablerstrasse 15, vor der Villa
Wesendonk
Sa, 15. Mai, 14.05 Uhr
Ort: beim Bahnhof Sihlwald
So, 16. Mai, nachmittags
Ort: Wildpark Langenberg *
So, 16. Mai, 9 – 12 Uhr
Ort: Käferberg, Parkplatz Jägerhaus
Do, 20. Mai, 9.15 Uhr
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
Expedition Wasseramsel
Lebensraum am und im Wasser: Wir erfahren von Toni Masafret, Zürcher Vogelschutz,
Verblüffendes von der Wasseramsel. Für Gross und Klein ab 7 Jahren.
Kosten: Fr. 30.–, Kinder bis 16 Jahre Fr. 20.–, Anmeldung erforderlich*; Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Märlikutsche Sihlwald
Unterwegs mit Ross und Wagen entlang der Sihl in den nahen Wald.
Für Kinder ab Kindergartenalter (Eltern sind willkommen, müssen aber zu Fuss gehen).
Leitung: Bettina Kellenberger, Naturpädagogin der Sihlwaldschule.
Kosten: Fr. 20.– pro Kind, Anmeldung erforderlich *; Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Grün Schwarz Weiss
Eröffnung der Ausstellung «Grün Schwarz Weiss» mit Fotografien historischer Gärten
von Giorgio von Arb
Eintritt frei; Veranstalter: GSZ, Stadthaus Zürich
BilderBuchWälder
Führung durch die Ausstellung für Erwachsene und Kinder; Dauer ca. 1 Std.
Kosten: ein gültiges Eintrittsbillett; Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Minizoo
Mit kleinen Lebewesen einen Minizoo zusammenstellen. Leitung: Sihlwald-MitarbeiterInnen.
Für Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren.
Kosten: Fr. 20.–, Anmeldung erforderlich * ; Veranstalter; GSZ, Pro Natura
Schmetterlinge fördern
Im Rahmen der Aktion «Natur liegt nahe» werden Pflanzen,
die Schmetterlinge mögen, verschenkt.
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Musik im Frühlingswald
Xylophone bauen und Pfeifen und Panflöten schnitzen. Leitung: Ruth Twerenbold,
Primar- und Musiklehrerin. Für Kinder 9 bis 16 (für jüngere nicht geeignet).
Kosten: Fr. 40.– pro Person, Kinder bis 16 Jahre Fr. 20.–. Anmeldung erforderlich *
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Muttertagskonzert
mit dem Jugendspiel Langnau
Veranstalter: GSZ, Jugendspiel Langnau
Rieterpark
Unter fachkundiger Führung erfahren Sie Interessantes zur Geschichte,
zur aktuellen Entwicklung, aber auch zur Botanik und Pflege der Parkanlage.
Veranstalter: GSZ
BilderBuchWälder Fotogramme
In der Ausstellung hören wir von geheimnisvollen Waldwesen. Wir sammeln Materialien
und gestalten eigene Waldwesen im Fotolabor. Leitung: Elfi Anderegg, Museumspädagogin,
Kinder und Jugendliche ab 10 Jahren; Kosten: Fr. 20.– (+ Materialkosten Fr. 20.–);
Anmeldung erforderlich *; Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Wildkatzengesichter schminken
Nur bei schönem Wetter (Ersatzdatum 23. Mai)
Veranstalter: GSZ
Frühlingserwachen am Käferberg
Revierrundgang mit Wildhüter zum 75-Jahr-Jubiläum Wildschonrevier, Informationsstände.
Veranstalter: GSZ
Maus-Safari
Kleinsäuger und ihre Lebensräume, die heimlichen Bewohner in unserer Nachbarschaft.
Besonders für Familien mit Kindern geeignet. Leitung: Matthias Wüst, Wildbiologe und
Mitarbeiter der Rucksackschule Zürich; Kosten: Fr. 30.– pro Person, Kinder bis 16 Jahre Fr. 20.–,
Anmeldung erforderlich *; Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Grünzeit März 2004
19
Veranstaltungen
grüne Agenda
Do, 20. Mai, 17.30 Uhr
Ort: Winkelwiese 4
Sa, 22. Mai, 14.15 Uhr
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
Mi, 26. Mai, 13.45 Uhr
Ort: Zürich HB, Extrazug der S4 bis Sihlwald
Do, 27. Mai, 17.30 Uhr
Ort: Ämtlerstrasse 151, Haupteingang zum Friedhof
So, 30. Mai, 14.15 Uhr
Ort: beim Bahnhof Sihlwald
Villa Tobler
Unter fachkundiger Führung erfahren Sie Interessantes zur Geschichte,
zur aktuellen Entwicklung, aber auch zur Botanik und Pflege der Anlage.
Anmeldung erforderlich, Telefon 01 216 28 15; Veranstalter: GSZ
BilderBuchWälder Fotogramme
In der Ausstellung hören wir von geheimnisvollen Waldwesen. Wir sammeln Materialien
und gestalten eigene Waldwesen im Fotolabor. Leitung: Elfi Anderegg, Museumspädagogin.
Kosten: Fr. 80.– pro Person (+ Materialkosten ca. Fr. 20.–), Anmeldung erforderlich *
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Müxxis Märlimittwoch im Sihlwald
Wolfsland Theater mit Walter Schoch spielt «Dominik Dachs und die Katzenpiraten»
für Kinder ab 4 Jahren.
Eintritt: Gültiger Fahrausweis für die Bahnfahrt; Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Friedhof Sihlfeld
Unter fachkundiger Führung erfahren Sie Interessantes zur Geschichte,
zur aktuellen Entwicklung, aber auch zur Botanik und Pflege der Friedhofanlage.
Veranstalter: GSZ
Sonntagsführung im Sihlwald
Auf der Wanderung ist viel Wissenswertes über den Sihlwald zu erfahren.
Für Erwachsene und Kinder; Dauer ca. 2 Std.
Kosten: Fr. 5.– pro Person (vor Ort bezahlen); Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Juni
Mi, 2. Juni, 18 Uhr
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
Do, 3. Juni, 17.30 Uhr
Ort: Eingang Hohlstrasse beim
Wasserbecken
Do – So, 3. – 6. Juni
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
Sa, 5. Juni, 14.05 Uhr
Ort: beim Bahnhof Sihlwald
Sa, 5. Juni
Ort: siehe www.umwelttage.ch
So, 6. Juni, 10 – 17 Uhr
Ort: Aspholzstr. 5, Zürich-Affoltern
Do, 10. Juni, 14 – 20 Uhr
Ort: Sukkulenten-Sammlung *
Do, 10. Juni, 17.30 Uhr
Ort: Zollikerstrasse 32
20
Grünzeit März 2004
Thema «Naturlandschaft Sihlwald»
Wieviel wird in einem künftigen Schutzgebiet möglich und erlaubt sein?
Für Erwachsene und Kinder; Dauer ca. 1 Std.
Kosten: ein gültiges Eintrittsbillett; Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Bäckeranlage
Unter fachkundiger Führung erfahren Sie Interessantes zur Geschichte,
zur aktuellen Entwicklung, aber auch zur Botanik und Pflege der Parkanlage.
Veranstalter: GSZ
Ausgegrenzt in Zürich – integriert im Sihlwald
Ausstellung vom Naturwerk Sihlwald, ein Projekt des Ergänzenden Arbeitsmarktes
der Stadt Zürich. Wie stellt man mit einfachen Mitteln Kunsthandwerksgegenstände her?
Vernissage: 3. Juni, 11.30 Uhr; Veranstalter: GSZ, EAM
Schmetterlinge und Pflanzen
Welche Pflanzen sind für Schmetterlinge wichtig? Leitung: Sihlwald-MitarbeiterInnen.
Kinder und Jugendliche ab 6 Jahren; Kosten Fr. 20.–, Anmeldung erforderlich *
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
1. Zürcher Umwelttage
Veranstaltungen der Stadt Zürich rund um Umwelt und Lebensqualität vom 3. – 10. Juni;
Informationen sind ab April unter www.umwelttage.ch abrufbar.
Veranstalter: GSZ, UGZ und weitere Dienstabteilungen der Stadt Zürich
Stadt- und Landfest
Die Affoltemer Landwirte stellen sich vor mit Festwirtschaft, Marktständen, Pferdevorführung,
Züri-Chorn-Brot, Holzkorporation, Kinderspielecke, Tiere zum Streicheln.
Veranstalter: GSZ, Landwirtschaftlicher Verein Zürich-Affoltern.
Kakteentag
Grosser Pflanzenverkauf, Cafeteria, Kiosk.
Veranstalter: GSZ, Zürcher Kakteen-Gesellschaft, Förderverein Sukkulenten-Sammlung
Villa Bleuler
Unter fachkundiger Führung erfahren Sie Interessantes zur Geschichte, zur aktuellen
Entwicklung, aber auch zur Botanik und Pflege der Gartenanlage.
Veranstalter: GSZ
Veranstaltungen
grüne Agenda
So, 13. Juni, 9.15 Uhr
Rutengehen und Pendeln
Mit der Wünschelrute oder dem Pendel Gitternetze, Wasseradern und geologische
Phänomene finden. Leitung: Alfred Gloor, dipl. Bauingenieur und Mitglied Verein für
Radiästhesie und Geobiologie; Kosten: Fr. 80.– pro Person (Kinder im Schulalter auf Anfrage),
Anmeldung erforderlich *; Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Treffpunkt: Naturzentrum Sihlwald *
Do, 17. Juni, 21.30 Uhr
Kreuzkirche
Ort: Carmenstrasse 60
Fr – So, 18. – 20. Juni
Unter fachkundiger Führung erfahren Sie Interessantes zur Geschichte, zur aktuellen
Entwicklung, aber auch zur Botanik und Pflege der Parkanlage.
Anmeldung erforderlich, Telefon 01 216 28 15; Veranstalter: GSZ
Jubiläumsfest «50 Jahre GZ Wipkingen»
Ort: GZ Wipkingen
Sa, 19. Juni, 15.15 Uhr
Wipkinger Quartierfest; am Freitagabend Einweihung des Spielplatzes und der neuen
Ufergestaltung.
Veranstalter: Quartier Wipkingen, GSZ, TAZ, AWEL
Waldwurzeln (Litha)
Treffpunkt: Bahnhof Sihlbrugg
Sa/So, 19./20. Juni
Sonnwendritual für Frauen. Leitung: Mayra Melcher, Pflanzentherapeutin, Ritualleiterin.
Der Kurs endet um ca. 21.00 Uhr.
Kosten: Fr. 60.– pro Person, Anmeldung erforderlich *; Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Kinderzirkus Marotte
Aufführungen im Pavillon; nähere Angaben bitte beim Naturzentrum Sihlwald erfragen.
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Ort: Naturzentrum Sihlwald *
So, 20. Juni, 10 – 17 Uhr
Mosaikjungfer & Nixenkraut
Ort: Badi Katzensee
So, 20. Juni, nachmittags
Im Rahmen der Aktion «Natur liegt nahe»: Amphibien und Wasserinsekten live
u.a. zum Thema «Wasser»
Veranstalter: GSZ, Pro Natura
Wildkatzengesichter schminken
Nur bei schönem Wetter (Ersatzdatum 27. Juni)
Veranstalter: GSZ
Ort: Wildpark Langenberg *
ab Mai erhältlich
NahReisen
Das Frühjahresprogramm der «NahReisen» ist ab 3. Mai unter www.nahreisen.ch erhältlich,
oder in gedruckter Form bei Grün Stadt Zürich, Tel. 01 216 46 44, karin.oetiker@gsz.stzh.ch
Veranstalter: GSZ, Migros Zürich Kulturprozent
www.nahreisen.ch
bis Oktober frei zugänglich
Erlebnispfad
Ort: Wildpark Langenberg *
Jeweils mittwochs, 13.30 bis 18 Uhr und sonntags, 11.30 bis 18 Uhr, erzählen Tierboten
Wissenswertes zu den wilden Tieren Wolf, Bär, Wildschwein und Luchs; Spieltisch.
Veranstalter: GSZ
*Veranstaltungsorte (ganzjährig geöffnet)
Naturzentrum Sihlwald
Wildpark Langenberg
21. März bis 31. Oktober
Di – Sa, 12 – 17.30 Uhr; So, 9 – 17.30 Uhr
Auskunft und Anmeldung: Naturzentrum Sihlwald, Veranstaltungen,
8135 Sihlwald, Telefon 01 720 38 85, Fax 01 720 39 43,
info@sihlwald.ch oder www.sihlwald.ch
Anreise: Sihltalbahn S4 ab Zürich HB (Gleis 1 unter Shopville)
bis Bahnhof Sihlwald, 5 Minuten ab Bahnhof
Zentrumsteil täglich 24 Stunden frei zugänglich; Westteil,
begehbares Wildschweingehege und Wildkatzenhaus von 8 – 16 Uhr geöffnet,
Westteil und Wildkatzenhaus von Mai bis September bis 19 Uhr.
Verschieden lange Rundwege, meist rollstuhlgängig.
Albisstrasse 4, 8135 Langnau a. A., Telefon 01 713 42 13, www.wildpark.ch
Die Parkplätze sind gebührenpflichtig.
Anreise: mit der Sihltalbahn, der S4, ab Zürich HB (Gleis 1 unter Shopville)
bis zur Station Wildpark-Höfli, von wo aus der gut beschilderte Weg in
wenigen Minuten zum Wildpark führt.
Restaurant Wildpark Langenberg
täglich, 8.45 – 17.30 Uhr; Jäger- und Ofenstübli, Di – Sa, 18 – 24 Uhr,
geeignet für Anlässe, Telefon 01 713 31 83, Fax 01 713 31 97
Sukkulenten-Sammlung
täglich, 9 – 11.30 und 13.30 – 16.30 Uhr
Mythenquai 88, 8002 Zürich, Telefon Sekretariat 043 344 34 80,
Telefon Sprechstunde 043 344 34 84, Fax 043 344 34 88,
www.sukkulenten.ch; www.foerderverein.ch
Stadtgärtnerei Zürich
Gutsbetrieb Juchhof
Mo – Fr, 7 – 12 und 13.30 – 18 Uhr
Bernerstrasse 301, 8010 Zürich Altstetten, Telefon 01 432 34 88,
Fax 01 432 47 00, juchhof@gsz.stzh.ch, www.juchhof.ch
täglich, 9 – 11.30 und 13.30 – 16.30 Uhr
Sackzelg 25/27, 8047 Zürich Albisrieden, Telefon 01 492 14 23,
Fax 01 492 14 38, www.stadtgaertnerei.ch
Grünzeit März 2004
21
Grünzeit by Mike
Die landwirtschaftliche Nutzung von Grünräumen in der Stadt Zürich kostet pro StadtbewohnerIn und Tag
lediglich 3 Rappen. Sie ist damit um einiges günstiger als die gärtnerische Pflege entsprechender Flächen.
Grün zeigen
nutzen durchstreifen durchwühlen erleben erobern fressen beschnuppern geniessen bespielen beackern umzäunen erträumen
Grünzeit März 2004
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Seele and Geist
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