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Dokumentation Was für Jungs - Hamburg

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„Was für Jungs!“ Hamburg /
Boys’ Day
Angebote und Aktionen für Jungen 2012
gefördert von der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration (BASFI)
unterstützt von der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB)
koordiniert von Alexander Bentheim (agentur männerwege)
Bericht
Verfasser / Kontakt:
Alexander Bentheim
Koordinierung BASFI-Projekt "’Was für Jungs!’ Hamburg / Boys Day“
c/o agentur männerwege
Postfach 65 81 20, 22374 Hamburg
Tel./Fax: 040. 38 19 07
eMail: wasfuerjungs@aol.com
Web: www.WasfuerJungs.de
- im Oktober 2012 -
„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Vorwort
Das in Hamburg erstmals 2004 durchgeführte Aktionsprojekt „Was für Jungs!“ am Girls’ Day
wurde 2012 (nach der Einführung des bundesweiten Boys Day durch das Bundesfamilienministerium 2011) zum neunten Mal in Folge durchgeführt. Gefördert von der Behörde für Arbeit,
Soziales, Familie und Integration (BASFI) und unterstützt vom Landesinstitut für Lehrerbildung
und Schulentwicklung (LI) bei der Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) ging es seitens
der Hamburger „Boys Day Initiative“ wie in den Vorjahren darum, den Schülern der 5.-10. Klassen
Einblicke in vor allem soziale, betreuende und erzieherische Berufsfelder zu ermöglichen. Dazu
wurden erneut viele Einrichtungen der Betreuung von Kindern, älteren und erkrankten Menschen
um die Bereitstellung von Erkundungsplätzen gebeten. In Abstimmung mit der BASFI wurde das
Aktionsprojekt von Dezember 2011 bis April 2012 organisatorisch geplant und vorbereitet, am
26.4.11 mit vielen Beteiligten durchgeführt und mit diesem Bericht nun abgeschlossen.
Wie schon 2011 wurden die maßgeblichen organisatorischen Voraussetzungen und Abläufe, aber
auch die Ausweitung der inhaltlichen Schwerpunkte 1, auch 2012 bundeseinheitlich vom Servicebüro „Neue Wege für Jungs“ 2 beim Bielefelder „Kompetenzzentrum Technik Diversity Chancengleichheit e.V.“ konzipiert. Die Hamburger Initiative 3 übernahm – nach der ab Ende November
2011 freigeschalteten bundesweiten Datenbank mit einer integrierten Hamburgseite unter
www.boys-day.de (Platzangebote von Einrichtungen und Organisationen mit Kontaktdaten und
Kurzbeschreibungen sowie der Möglichkeit für interessierte Jungen, telefonisch oder online einen
Erkundungsplatz zu buchen) – ergänzende koordinierende und beratende Tätigkeiten, etwa die
Anregung zur oder (technische) Hilfen beim Erstellen eines Angebotes.
1
Vgl. das Angebotsspektrum in Anhang 1 sowie die „Boys Day Berufeliste“ unter http://www.boys-day.de/Service/Downloadcenter.
www.neue-wege-fuer.jungs.de
zur Historie des Aktionstages „Was für Jungs!“, der bis 2010 in Hamburg konzipiert und betreut wurde, vgl. die Dokumentationen
2006-2010, die unter http://www.hamburg.de/downloads-materialien/118484/start.html abrufbar sind.
2
3
-2-
„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Screenshot www.boys-day.de, 6.6.2012
Projektmaterialien und Bewerbung der Aktion
-3-
„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Als Projektmaterialien
wurden erneut ein
bundeseinheitlicher
Flyer (15.000 Expl. 4)
und ein grafisch
analoges Plakat (420
Expl.) verwendet, die
vom Bielefelder
Kompetenzzentrum in
Anlehnung an die
Materialien des Vorjahres gestaltet wurden. Auf der Rückseite
des Flyers wurde erneut Raum gelassen,
in den die Kontaktdaten der regionalen
Boys-Day-Initiativen
bzw. Ansprechpartner
eingedruckt wurden.
Neben diesem „Erwachsenen“-Flyer für
Betriebe, Schulen,
Eltern und Multiplikatoren gab es ebenfalls
erneut einen kleineren
„Jungen“-Flyer, der die
Schüler über den Boys
Day informierte.
Zusätzlich wurde vom Bielefelder Servicebüro ab dem 1.3.2012 eine telefonische Hotline freigeschaltet, die täglich von 14-18 Uhr besetzt war.
Das Bielefelder Servicebüro hielt darüber hinaus – neben einem monatlichen Newsletter 5 –
weitere „Aktionsmaterialien“ bereit, die von Schulen und anderen Interessierten angefordert
werden konnten und können, darunter einen „Leitfaden für Boys' Day-Initiativen“, einen
„Praxisleitfaden - Anregungen für einen erfolgreichen Boys' Day“, eine „Schulbroschüre Informationen und Praxishilfen für Lehrkräfte“, Elterninformationen in verschiedenen Sprachen 6.
Die Inhalte der Hamburger Projekt-Homepage www.wasfuerjungs.de wurden aktualisiert und
optisch an das Erscheinungsbild 2011 angepasst; das Portal ging dann überarbeitet am 27.1.12
wieder online. Wie schon 2011, diente die Seite – neben der Bereitstellung einiger Informationen
speziell für Hamburger 7 – vor allem als Erinnerung an den Boys Day und als regional bekanntes
„Durchleit“-Portal auf die Bielefelder Homepage und Datenbank.
Ende Januar 2012 wurden 1.488 Einrichtungen 8 angeschrieben, davon 763 zur Betreuung von
4
Aus Kostengründen wurde die Anzahl von 25.000 (Vorjahr) reduziert.
Bezug: http://www.neue-wege-fuer-jungs.de/neue_wege_fuer_jungs/newsletter.
6
http://www.boys-day.de/Service/Downloadcenter.
7
z.B. die bereits genannten Dokumentationen und die „Kleine Gesundheitsbelehrung“.
8
konfessionelle und nicht-konfessionelle, staatliche oder in freier Trägerschaft geleitete Einrichtungen.
5
-4-
„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Kindern 9, 445 zur Betreuung älterer und/oder erkrankter Menschen 10, 259 Grundschulen 11 sowie
21 weitere Einrichtungen, die in den Vorjahren als Projektpartner Plätze im Rahmen von MitmachAktionen angeboten hatten 12. Alle Einrichtungen wurden gebeten, erneut Erkundungsplätze zur
Verfügung zu stellen. Jedes Anschreiben 13 enthielt zwei Flyer und Hinweise zur online-Eintragung
der Plätze in die zentrale Datenbank; eine Unterstützung in inhaltlichen und technischen Fragen
wurde angeboten.
Ebenfalls im Februar wurden die Flyer und Plakate für die Schulen und Schüler – gemeinsam mit
den Materialien zum Girls’ Day für die Schülerinnen – von der Fa. Nordmetall zusammengestellt
und dann über die Poststelle der BSB versendet.
Neben der erneuten Bewerbung der Anbieter von Veranstaltungen aus dem Vorjahr durch das
Bielefelder Servicebüro bewarben einige Hamburger Schulen den Boys Day in ihrem
Internetangebot, wie z.B. das Gymnasium Othmarschen 14:
Girls- und Boys-Day in den sechsten und siebten Klassen
Termin im Schuljahr 2011/12: 26.04.2012
Am vierten Donnerstag im April eines jeden Schuljahres nehmen alle Schülerinnen und Schüler der
6. und 7. Klassen des Gymnasiums Othmarschen am bundesweiten Girls- & Boys-Day teil, an dem
sie Eltern, Verwandte oder Bekannte an ihren Arbeitsplatz begleiten. Dieser Schnupperpraktikumstag
bildet den ersten größeren Baustein der Berufsorientierung am Gymnasium Othmarschen.
(...) Auch der männliche Nachwunsch steckt immer noch häufig in geschlechterspezifischen
Berufswahlmustern fest. Darum gibt es seit 2011 auch einen bundesweiten Boys-Day für die Jungen.
Die Eltern werden in die Organisation mit eingebunden und gebeten, sich um einen Praktikumsplatz
ihrer Kinder zu kümmern. Sie sollten möglichst darauf achten, dass die Kinder auch einmal "über den
Tellerrand schauen" und vielleicht Einblicke in Berufe erhalten, die für ihr Geschlecht (noch)
ungewöhnlich sind.
Dieses Schnupperpraktikum wird von den Deutsch- bzw. Klassenlehrerinnen und -lehrern im Rahmen
unseres schulinternen Curriculums vor- und nachbereitet. Die Schülerinnen und Schüler fertigen
einen Bericht an, die Ergebnisse fließen in den Deutschunterricht ein.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter:
(...)
http://www.boys-day.de
http://www.wasfuerjungs.hamburg.de
http://www.neue-wege-fuer-jungs.de
9
Kindertagesstätten, Kindergärten, Horte, Krabbelgruppen, Kinderspielgruppen, Kinderläden, Kinderhäuser, Kinderstuben, Krippen,
Aktivspielplätze, Spielhäuser.
10
ambulante und stationäre Einrichtungen der Pflege und Betreuung für ältere, kranke und/oder beeinträchtigte („behinderte“)
Menschen, darunter Krankenhäuser und Kliniken, mobile Dienste, Seniorentreffs, Sozialstationen, Heime, Stifte, Wohnanlagen,
Wohngruppen, Interessensvertretungen für bestimmte Erkrankungen sowie einigen Einrichtungen angeschlossene Ausbildungsstätten.
11
z.T. mit Vorschulklassen und/oder Beobachtungsstufen.
12
darunter die Hamburger Bücherhallen, Arbeit und Leben Hamburg e.V., das Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, das
Bildungswerk des Dt. Hausfrauenbundes, der DRK KV Wandsbek, die Elternschulen Eimsbüttel und Niendorf, EvaMigrA e.V., die HAB
Hamburger Arbeit-Beschäftigungsgesellschaft mbH, das Jugenderholungswerk, die Kinderbibliothek Hamburg, das Kinderbuchhaus
Altonaer Museum, das Haus Drei.
13
s. Anhang 2.
14
http://www.gymoth.de/berufsorientierung.htm, Abruf 6.6.12
-5-
„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Beworben wurde der Aktionstag wie in jedem Jahr auch von der Bürgerinfo-Seite der Stadt 15:
15
http://www.hamburg.de/gleichstellung/118260/girlsday.html, Abruf 6.6.12
-6-
„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Eine weitere Werbung gab es seitens der HAW, die sich seit Jahren mit mehreren Angeboten am
Aktionstag beteiligt. In der Pressemitteilung vom 5.4.12 16 hieß es:
„Girls' and Boys' Day“ am 26. April an der HAW Hamburg
Auch in diesem Jahr beteiligt sich die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW
Hamburg) mit vielseitigen Angeboten an dem bundesweiten „Girls' Day“ am Donnerstag, den 26.
April. Mädchen von 11 bis 14 Jahren haben die Gelegenheit, technische und naturwissenschaftliche
Berufe kennenzulernen und damit Bereiche, die von jungen Frauen noch immer selten als berufliche
Laufbahn gewählt werden. Bereits seit 2005 bietet die HAW Hamburg am selben Tag auch einen
„Boys' Day“ an mit Veranstaltungen für Jungen in Berufsbereichen, die für Männer attraktiver werden
sollen: Pflege, Kinderbetreuung, Gestaltung und Life Sciences.
Wie schon in den vergangenen Jahren gibt es wieder ein vielseitiges Programm, das Mädchen und
Jungen von der 5. bis zur 8. Klasse ermöglicht, sich mit Berufsgruppen auseinanderzusetzen, die
traditionell immer noch vor allem vom anderen Geschlecht ausgeübt werden:
• für die Mädchen zum Girls' Day in der Technik und den Naturwissenschaften am Campus Berliner
Tor und Bergedorf
• für die Jungen zum Boys' Day in den Bereichen Pflege, Kinderbetreuung, Gestaltung und Life
Sciences in der Alexanderstraße, Stiftstraße, Armgartstraße, am Campus Finkenau und Bergedorf.
Die Veranstaltungen beginnen am 26. April 2012 um 9 Uhr und enden zirka um 14 Uhr mit einem
Essen in der Mensa.
(...) Veranstaltungen für Jungen
Fakultät Wirtschaft und Soziales – Alexanderstraße 1, 20099 Hamburg
• Pflegeheld für einen Tag! Das Department Pflege und Entwicklung zeigt die Vielfalt von Pflege als
Beruf und Wissenschaft: Hierbei schlüpfen die Jungen in die Rollen von Pflegenden, Patienten und
Pflegeforschern.
• Kita CampusKinder: Waldausflug von 9 bis 14 Uhr
Fakultät Design, Medien und Information, Department Medientechnik – Stiftstrasse 69, 20099
Hamburg
• Kita "Die Stifte": Besuch in einer Kindertagesstätte von 10 bis 14 Uhr
Fakultät Design, Medien und Information – Finkenau 35, 22081 Hamburg
• Es gibt nicht nur Donald Duck und Superman - Comics einmal anders: Die Teilnehmer bekommen
die Möglichkeit, in das Genre Comic herein zu schnuppern. Es wird gezeigt, dass es neben Donald
Duck und Superman noch andere Inhalte und Erzählweisen im Comic gibt. Mit Blei- und Buntstiften
sollen die Teilnehmer eine fiktive oder alltägliche Szene in Comicform erzählen.
Beworben wurde der Boys Day ferner von SOAL – Alternativer Wohlfahrtsverband e.V. 17, vom
Hamburger Jugendserver 18, vom Gymnasium Allermöhe 19, von der Stadtteilschule HamburgMitte 20 und von der ABACUS Nachhilfe Hamburg 21 – wobei die Aufzählung sicher nicht vollständig
ist.
Nicht beworben wurde der Boys Day – wie noch im Vorjahr – bspw. von der Elternkammer
Hamburg (kein Hinweis in den monatlichen Kurzinformationen zu Beginn des Jahres), von der Fa.
ars tutandi, von der Feuerwehr Hamburg und von einigen Krankenhäusern (2011 noch Anbieter
von Erkundungsplätzen).
16
http://www.haw-hamburg.de/aktuell/pressemitteilungen/pressemitteilungen-detail/artikel/542012-girls-and-boys-day-am-26-april-ander-haw-hamburg.html (Abruf 20.4.12)
17
http://www.soal.de/news/boy-s-day.html (Abruf 4.7.12)
18
http://www.jugendserver-hamburg.de/?RUB_ID=14&NAV_ID=381&ADR_ID=12388 (Abruf 4.7.12)
19
http://gymnasium-allermoehe.hamburg.de/index.php/article/detail/4255 (Abruf 4.7.12)
20
http://schule361.schul-cms.eu/index.php/article/detail/1608 (Abruf 4.7.12)
21
http://abacus-blog.nachhilfe-in-hamburg.de/girls-day-2012-und-boys-day-2012-unternehmensangebote/ (Abruf 4.7.12); s. Anhang 3.
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Veranstalter und Aktionsplätze
In der bundesweiten Datenbank waren für Hamburg 22 bis zum Boys Day am 26.4.12 insgesamt
85 Aktionen/Veranstalter mit zusammen 642 Aktionsplätzen gelistet 23. Von diesen waren 70
(vermut-lich für die Angehörigen von MitarbeiterInnen der eigenen Organisation) reserviert und
wurden als „Geschlossene Veranstaltung“ deklariert. 572 Plätze gingen in die öffentliche
Ausschreibung.
Wurden 2011 von einigen Veranstaltern in ihren Angeboten teils unspezifisch „Kinder“ adressiert
oder Angebote – aufgrund der Parallelität von Girls Day und Boys Day – gleich gemeinsam für
Mädchen und Jungen ausgeschrieben, so fanden sich diesbezügliche Hinweise in den onlineAngeboten 2012 in dieser Form nicht wieder. Gleichwohl fanden gemeinsame Veranstaltungen für
Mädchen und Jungen statt, die in einigen Fällen am Veranstaltungsort selbst in geschlechtshomogene Gruppen aufgeteilt wurden.
Insbesondere in den letzten drei Wochen vor dem Aktionstag gab es – da alle online gelisteten
Plätze vergeben waren – vermehrt Anrufe von Jungen und Eltern mit der Bitte, beim Finden eines
Erkundungsplatzes zu helfen. Kurzfristige Vermittlungsversuche waren nicht erfolgreich, und so
musste auf eine eigene Platzsuche verwiesen werden. Aufgrund dieser größeren Nachfrage
wurde eine Woche vor dem 26.4. der geplante „FunKITAlent“-Event-Nachmittag des Paritätischen
Wohlfahrtverbandes – der gemeinsame Abschluss der Hamburger Projekte „Mehr Männer in
Kitas“, „’Was für Jungs’! Hamburg / Boys Day“ und „Soziale Jungs Hamburg“ – online für bis zu
100 Jungen geöffnet. Ursprünglich war „FunKITAlent“ für alle Jungen bestimmt, die morgens ihren
Boys Day in einer Kita verbracht hatten – nun wurde er für diejenigen Jungen geöffnet, die keinen
Erkundungsplatz für den Vormittag gefunden hatten 24.
Von den Projektpartnern der Mitmach-Veranstaltungen bis 2010 beteiligten sich erneut das
Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, das Haus Drei, die Kinderbibliothek und das Kinderbuchhaus im Altonaer Museum. Andere Projektpartner bis 2010 waren nicht mehr dabei – vermutlich aus Gründen, die schon 2011 zu einer Absage führten.
Die Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) steuerte insgesamt 101 Erkundungsplätze bei, hatte ihr Angebot aber erneut nicht in die Datenbank eingetragen, da sie die große
Nachfrage, die es mittlerweile seit Jahren gibt, nicht noch steigern wollte.
Insgesamt lag damit das Angebot von 743 (bekannt gewordenen) Plätzen für Hamburger Jungen
deutlich über dem des Vorjahres, aber unter dem Spitzenwert von 2010. Gleichzeitig ist jedoch
anzumerken, dass – wie schon in den Vorjahren – die tatsächliche Anzahl der von Jungen
besetzten Plätze nicht zu ermitteln ist, da nur die bekannten (Angebots-)Daten ausgewertet
werden können und es möglicherweise weitere Erkundungsplätze gab, die jedoch nicht öffentlich
bekannt gemacht wurden.
Besieht man sich die Platzangebote nach Arbeitsbereichen, so sind neben den bislang für
Hamburg präferierten Bereichen der Vorjahre (v.a. Betreuung von Kindern, Senioren, erkrankten
und beeinträchtigten Menschen) auch 2012 erneut Aktionsplätze z.B. im Handel, im Handwerk, im
Medienbereich, im Gesundheitswesen und in der Forschung dazugekommen 25. Hintergrund dafür
ist eine Neukonzipierung (2012) seitens des Bielefelder Servicebüros, nach der Anbieter von
22
http://www.boys-day.de/aktool/ez/eventliste.aspx?gkz=02000000&skin=uo&tag=0 (Stand 26.4.12). Ein Auszug der
Übersicht befindet sich im Anhang 1.
23
bundesweit: 4.707 Veranstaltungen (mehr als 2011) mit 33.600 Plätzen für Jungen (weniger als 2011); vgl. auch Anhang 4.
24
vgl. Anhang 5.
25
Vgl. Auswertung am Ende des Anhangs 2 und weiter unten im Bericht.
-8-
„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Erkundungsplätzen in die Datenbank aufgenommen werden können, in deren Branchen/
Tätigkeitsbereichen die Anzahl männlicher Auszubildender, Studierender oder Beschäftigter
maximal 40% beträgt (errechnet vom Statistischen Bundesamt 2011) 26. Unter diesem Aspekt wird
das Berufespektrum – über den sozialpflegerischen Bereich hinaus – deutlich erweitert und es
kommen damit auch weit mehr „frauendominierte“ Berufsfelder in den Blick, etwa Bürokaufleute,
Hotelfachleute, Verwaltungs- und Steuerfachangestellte, Fachverkaufspersonal,
Reiseverkehrskaufleute, Medienkaufleute, Personal in Kommunikationsberufen, Assistenzberufe
in verschiedenen Branchen. Daher finden sich unter den Hamburger Anbietern in der Boys Day
Datenbank Werbefirmen, Medienagenturen, Unternehmensberatungen oder ein Autovermieter.
Informationsbedarf/-angebot und Anmeldeverhalten
Einen grundsätzlichen Informationsbedarf, worum es sich bei der Aktion „’Was für Jungs!’
Hamburg / Boys Day“ handelt, gab es in diesem Jahr nicht mehr. Während ein bundesweiter Boys
Day von vielen Anrufern weiterhin begrüßt wird, hielten einige das Verfahren, ihre Aktionsplätze
online anzubieten (Veranstalter) bzw. nach Plätzen zu suchen und sich anzumelden (Mütter,
Jungen, Väter), immer noch für zu kompliziert. In allen Fällen – außer jemand hatte keinen
Internetzugang – konnte die telefonische Beratung Abhilfe schaffen, sei es durch Erläuterungen
direkt am Bildschirm und/oder den Hinweis auf die Hotline des Servicebüros in Bielefeld.
Zum Anmeldeverhalten der Jungen – z.B. wie frühzeitig oder auf welchen Wegen dies geschah –
können keine näheren Aussagen gemacht werden, da das komplette Verfahren über die
Bielefelder Datenbank lief. Es kann nur festgehalten werden, das sich erneut 26 Jungen oder ihre
Eltern in den etwa drei Wochen vor dem Boys Day telefonisch meldeten, um nach Alternativen zu
fragen, weil entweder Plätze schon vergeben waren oder sie den Tag gänzlich woanders als in
Sozialbetrieben verbringen wollten. Eine Woche vor dem Boys Day wurden die Anrufenden
zusätzlich auf den „FunKITAlent“-Event-Nachmittag des Paritätischen Wohlfahrtverbandes
hingewiesen.
Von zwei Kinderbetreuungseinrichtungen wurde erneut nachgefragt, ob Haftungsfragen geklärt
seien und ob es notwendig sei, die Eltern eines interessierten Jungen zuvor anzusprechen.
Andere Fragen, auch von Eltern, bezogen sich auf die Anfangs- und Endzeiten der Mitarbeit der
Schüler sowie auf Pausenzeiten (Jugendarbeitsschutzgesetz), inhaltliche Ausgestaltungen des
Angebots, auf das Anmeldeverfahren und auf die Teilnahmebescheinigungen.
Seitens der Schulen wurde in diesem Jahr nur eine Beratung nachgefragt.
In zwei Fällen gab es für Anbieter Unterstützung bei konzeptionellen Fragen, wie der Boys Day
sinnvoll zu gestalten sei.
Einige (anonymisierte) Mails illustrieren die vielfältigen Anfragen und Anliegen von Eltern,
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus sozialen Einrichtungen und Lehrkräften. Sie beziehen sich
auf Seiten der Jungen, Eltern und Lehrkräfte u.a. auf die Platzsuche, die Art der Angebote, den
Versicherungsschutz, die schulische Freistellung und auf den Wunsch nach zusätzlichen
Materialen; auf Seiten der Anbieter hauptsächlich auf Organisationsformen der Angebote:
Sehr geehrte Damen und Herren,
26
Vgl. Anhang 6 („Boys'Day Berufeliste: Top 30“) sowie die „Ausführliche Boys' Day Berufeliste“, abzurufen unter http://www.boysday.de/Service/Downloadcenter.
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Sind noch keine Angebote geschaltet? Mit wurde der November genannt ... Ich bitte um Nachricht, ob
es eine besondere homepage gibt, die ich nur nicht gefunden habe.
(Mutter, 1.12 2011)
Guten Tag,
gibt es eine Liste mit Unternehmen in Hamburg, bei denen Jungs mit Freude diesen Tag absolviert
haben???
(Mutter, 5.1.12)
Lieber Herr Bentheim,
unser Haus überlegt, dieses Jahr am "Boys Day" teilzunehmen. Ich bin dafür zuständig, ein Konzept
zu erarbeiten resp. in einem Team auszuarbeiten. Dies alles muss natürlich recht zeitnah geschehen,
da der Aktionstag ja schon recht bald ist - hat es für dieses Jahr überhaupt noch Zweck? Bis wann
müssten wir uns in die "Aktionslandkarte" eintragen? Können Sie das abschätzen? Vielen Dank für
Ihre Antwort.
(Mitarbeiterin eines Krankenhauses, 13.2.12)
Hallo Herr Bentheim,
vielleicht können Sie uns noch freie Plätze in einem größeren Unternehmen in HH zum Kids Day
vermitteln, wir wohnen in Osdorf und mein Sohn wünscht z.B. einen Tag bei Airbus oder im Hafen ...
(Mutter, 19.2.12)
Guten Tag Herr Bentheim,
ich bin auf der Suche nach einem interessanten Einblick für meinen Sohn (11 Jahre) am Boys Day
2012. Leider erscheinen auf der Homepage Boys Day 2012 in unserer Nähe nur freie Stellen in Kitas
und Kindergärten. Haben Sie noch Angebote darüber hinaus? Beim NDR habe ich schon angefragt.
Über eine interessante Antwort würde ich mich sehr freuen.
Einen schönen Tag und viele Grüße
(Mutter, 29.2.12)
Guten Tag,
mein Sohn möchte am Boysday teilnehmen, aber die Lehrerin hat für dieses Jahr keinen Girls/Boysday geplant. Wir haben nun den Vordruck aus dem Netz benutzt, um unseren Sohn an diesem
Tag von der Schule freizustellen. Ist mein Sohn trotzdem unfallversichert, wenn er an diesem Tag in
einen Beruf hineinschnuppert ???? Im übrigen wollen noch mehrere Schüler dieser Klasse an diesem
Tag teilnehmen. Bitte um kurze Rückinfo.
(Vater, 6.3.12)
Sehr geehrte Frau ...,
ich habe eine Frage und zwar die: Ob es möglich wäre am 26.4.12 dem Girls and Boys day bei ihnen
ein bisschen reinzuschnuppern. Wäre es möglich dann bitte ich Sie mich so schnell wie möglichst zu
benachrichtigen. Hier sind ein paae Informationen von mir:
Name: ...
Geschlecht: männlich
Alter: 13
Und ich kann mich gut mit kleinen Kindern verstehen!
Dankeschön
(Junge, 30.3.12, in Kopie an die Koordinierungsstelle)
Hallo Herr Bentheim,
aus familiären Gründen sind wir erst seit etwa 2 Wochen aktiv dabei, einen Platz für unseren Sohn
(10) zu finden. Die Angebote im Internet sind schon lange ausgebucht, auch privat sind wir nicht
fündig geworden. Haben Sie Tipps für uns, nach welchen Kriterien wir wo noch suchen können
und was genehmigt wird? Herzlichen Dank im Voraus!
(Vater, 5.4.12)
Sehr geehrte Organisatoren,
ich wende mich als Lehrerin der 6. Klasse einer Schule an Sie. In meiner Klasse sind nur Jungen.
Mein Interesse wäre es, dass diese gemeinsam mit den Mädchen, die am 26.4. ihren Girl's Day
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
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haben, an einem Praxistag mitmachen. Würden Sie uns bitte Material schicken, mit dem die Jungen
bzw. ihre Eltern sich um den Praxistag kümmern können? Oder wie ist das Vorgehen? Könnten Sie
mir sonst helfen, indem Sie mir sagen, was aus dem umfänglichen Material im Internet ich für die
Schüler ausdrucken müsste? Fast alle Eltern der Schüler sind nicht in der Lage, sich die
notwendigen Informationen über das Internet zu besorgen. Mit freundlichen Grüßen und Dank im
Voraus für Ihr Bemühen.
(Lehrerin, 5.4.12)
Resonanzen von Veranstaltern und Schulen
Nachfolgend zusammengestellt sind die Resonanzen einiger Veranstalter und Schulen auf den
Boys Day, die der Koordinierungsstelle bekannt wurden oder im Internet recherchiert werden
konnten. Sie geben einen kleinen Eindruck von der Ideenvielfalt und engagierten Umsetzung des
Aktionstages in ganz unterschiedlichen Bereichen. Sie unterscheiden sich beispielsweise
dadurch, dass es einerseits gemeinsame Angebote für Mädchen und Jungen gab (parallele
Ausrichtung des Girls Day und Boys Day bei einem Veranstalter), andererseits bei gemeinsamen
Angeboten darauf geachtet wurde, dass Mädchen und Jungen phasenweise getrennt wurden, um
unbeeinflusst von der Anwesenheit des anderen Geschlechts Erfahrungen mit dem Berufsfeld
machen zu können. Darüber hinaus gab es für Jungen ungewöhnliche, auch neue oder moderne
Arbeitsbereiche zu entdecken – viele davon im Forschungs- und Medienbereich.
Neben einem Empfang im Rathaus und einem Kurzen Bericht aus der Hamburgischen
Bürgerschaft 27 gab es folgende Berichte:
Gymnasium Corveystraße 28
Girls' Day - Boys' Day
Am 26. April war Berufs-Schnuppertag. Corvey-Girls bei Airbus und Innogames.
Am 26. April 2012 war am Corvey kein Unterricht. Wir nutzen seit Jahren den "Girl's Day", der
inzwischen auch ein "Boys' Day" geworden ist, um allen unseren Schülerinnen und Schülern einen
Tag lang einen Einblick in den Berufsalltag Erwachsener zu geben.
Dazu sucht sich jede Schülerin und jeder Schüler einen Betrieb, in dem sie bzw. er einen Tag lang
eine erwachsene Person in ihrem Beruf begleiten kann. Diese Begleitung soll unaufdringlich wie ein
Schatten sein - daher auch der verbreitete Name "Shadow Day" für diese Art beruflicher Hospitation.
Shadow Day für alle
Lange Zeit waren Mädchen in Schul- und Berufsausbildung gegenüber den Jungen benachteiligt. Um
dem abzuhelfen, startete zunächst in den USA die Initiative, einmal im Jahr Mädchen zur Hospitation
in besonders "männlichen", z.B. technisch orientierten Berufen einzuladen. Die Initiative verbreitete
sich rasch auch international, und seit 2001 findet in Deutschland der Girl's Day am letzten
Donnerstag im April statt.
Doch schon wenige Jahre später wies die Kritik am Girls' Day zunehmend darauf hin, dass
heutzutage eher die Jungen als Bildungsverlierer dastehen und eine gute Vorbereitung auf das
Berufsleben mindestens ebenso nötig haben wie die Mädchen. Unter verschiedenen Namen wie
"Neue Wege für Jungs" und "Was für Jungs!" entstanden Initiativen, auch den Jungen Einblicke in
Berufe zu geben, und zwar besonders in "mädchentypische" Berufe: medizinische Versorgung,
Pflege, Erziehung usw.
27
http://www.hamburgische-buergerschaft.de/cms_de.php?templ=akt_sta.tpl&sub1=62&sub2=443&cont=2734 (Abruf 4.7.12), s.a.
Anhang 7.
28
http://www.corvey.hamburg.de/index.php/article/detail/7255?PHPSESSID=dc92a37d54aac4513d6f525182c38134. Siehe auch
Anhang 8 (Nachbericht des Niendorfer Wochenblattes).
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Am Gymnasium Corveystraße werden deshalb alle Jungen und Mädchen (bis auf die 10. Klassen)
den 26. April mit einer erwachsenen Person in deren beruflichem Alltag verbringen und - hoffentlich neue Ideen für die spätere eigene Berufswahl gewinnen.
Nicht nur bei den Eltern
Je jünger die Schüler sind, desto eher wird dieser Tag wohl bei den eigenen Eltern oder bei näheren
Bekannten oder Verwandten stattfinden. Das muss aber nicht sein! Schon ein einfacher Tausch
zwischen befreundeten Familien kann die Sache viel spannender machen! Und wenn Bäckers Sohn
einen Tag lang mit dem Schornsteinfeger unterwegs ist, während dessen Tochter den Tag in der
Backstube verbringt, dann machen beide sicher überraschende neue Erfahrungen.
Der Girls' Day im Web: http://www.girls-day.de/
Der Boys' Day im Web: http://www.boys-day.de/
Speziell für Hamburg - die Aktion "Was für Jungs!": http://www.hamburg.de/wasfuerjungs/
Kinderbibliothek Hamburg
Die Kinderbibliothek beteiligte sich wie in den Vorjahren mit dem von den Mitarbeiterinnen in der
„Kibi“ entwickelten Konzept "Große lesen für Kleine", das sich gezielt an Jungen wendet und viele
Aspekte der Leseförderung beinhaltet:
Es basiert auf dem einfachen Prinzip, dass die älteren Boys Day-Jungen (Klassenstufe 6 und 7)
jüngeren Kita-Jungen vorlesen. Durch diese Lesesituation kann den Jungen gezeigt werden, wie sie
als männliches Vorbild für kleinere Jungen auftreten können, die häufig in Kitas oder in Grundschulen
nur von Frauen umgeben sind. Die kleinen Jungen erfahren so, dass Lesen nicht etwas typisch
29
Weibliches ist und die großen Jungen, dass Vorlesen Freude machen kann.
Universität Hamburg / Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften
Die Fakultät beteiligte sich sowohl am Boys Day als auch am Girls Day. Ein Bericht von A. Newig
und J. Crcic online 30 und im Newsletter der Universität, Mai 2012, Nr. 3831, Auszug:
Allein an der Fakultät für Mathematik, Informatik und Naturwissenschaften (MIN) haben knapp 180
Schülerinnen und 40 Schüler an den Veranstaltungen teilgenommen – 50 mehr als im letzten Jahr.
Erstmals beteiligten sich auch das Institut für Romanistik und die Stabsstelle Gleichstellung. (...) 2012
hat das Institut für Romanistik erstmals eine Boys’ Day-Veranstaltung mit dem Titel „Romanistik für
Jungs: ein Schnupperkurs“ für 20 Jungen durchgeführt. Mit einem Frauenanteil unter den
Studierenden von rund 82% will das Institut aktiv das Interesse für Spanisch, Italienisch, Französisch
und Portugiesisch unter den Jungen wecken.
ASB Kita Burgwedel
Die Kita – zugleich Modellkita im Hamburger Netzwerk "Mehr Männer in Kitas" – bot drei Jungen
die Gelegenheit, den Beruf des Erziehers kennen zu lernen. Deren Motivation, diesen Tag in der
Kita zu verbringen: „Spaß an der Arbeit mit Kindern“ – auch wenn sie am Ende erfuhren, „dass
der Beruf mehr Verantwortung abverlangt, als auf den ersten Blick erkennbar ist“ 32.
29
Der gesamte Nachbericht zu dieser Veranstaltung findet sich in Anhang 9, im Anhang 10 gibt es einen weiteren Bericht der
Bücherhallen aus den verschiedenen Stadtteilen; Direktlinks: http://www.buecherhallen.de/ca/v/uuf/ (Abruf 4.7.12) und
http://www.buecherhallen.de/ca/c/udf/ (Abruf 4.7.12).
30
http://www.uni-hamburg.de/newsletter/archiv/Mai-2012-Nr-38/Magnet-fuer-junge-Forscherinnen-und-Forscher-bdquo-Girls-lsquoDay-ldquo-und-bdquo-Boys-lsquo-Day-ldquo-an-der-Universitaet-Hamburg.html (Abruf 2.8.12)
31
vgl. auch Anhang 11.
32
http://www.vielfalt-mann.de/deine-infos/kita-co/aktuelles-aus-hamburger-kitas/kita-co/article/boysday-in-der-asb-kita-burgwedel-ichbin-heute-euer-erzieher-fuer-einen-tag/ (Abruf 4.7.12); s. Anhang 12.
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW)
Ein Feedback zum Boys Day schickte Susann Aronsson, Koordinatorin an der HAW:
Am 26. April fand der diesjährige Boys‘ Day mit 101 Jungen auch wieder bei uns an der Hochschule
für Angewandte Wissenschaften Hamburg statt.
11 Jungen im Fachbereich Soziale Arbeit bei der Veranstaltung „Pflegeheld für einen Tag!“ (10
33
Jungen ): Am Boys‘ Day zeigte das Department Pflege und Entwicklung den interessierten
Jugendlichen die Vielfalt von Pflege als Beruf und Wissenschaft: Hierbei schlüpften die Jungen in die
Rollen von Pflegenden, Patienten und Pflegeforschern. Es wurde geübt, gelacht und am Ende findet
eine Art Pressekonferenz statt. Und 1 Junge war in der Kita „CampusKinder“ und hat dort einen
34
Waldausflug mitgemacht .
43 Jungen waren am Campus Bergedorf, im Fachbereich Life Sciences bei den Veranstaltungen
„Die Wahrheit über das Lügen / Isolierung der DNA aus einer Tomate“ und „Der Teich im
35
Wohnzimmer / Untersuchung der Wasserqualität eines Aquariums" (13 Jungen ). „Packaging
36
Technolgy oder Verpackungsentwicklung und -prüfung im Alltag“ (10 Jungen ): Alles ist
verpackt, mal gut mal weniger. Wer hat nicht schon versucht die neu gekaufte CD mit den Zähnen zu
öffnen. Warum brauche ich überhaupt eine Verpackung und was muss Sie aushalten? Seien Sie
kreativ, setzen Sie ihr neu erworbenes Wissen um und entwickeln Sie im Team selbst eine neue
Verpackung. Aber Vorsicht, am Ende erfolgt der Härtetest. Kann ihre Verpackung bestehen? Testen
Sie es aus!
37
„Im Turbogang altern / Leistung und Funktion unserer Sinnesorgane testen“ (10 Jungen ).
38
„Wärmedämmung / Energiesparen beim Heizen“ (10 Jungen ): Es gab eine kurze Einführung in
das Thema Wärmedämmung und Einsparmöglichkeiten im Haushalt. Anschließend probierten wir
unterschiedliche Geräte zur Temperaturmessung und zur Messung des Stromverbrauchs aus. In
Gruppen wurde ein kleines Papphaus gebaut und hier gemessen, wie viel Energie wir brauchen, um
das Haus kuschelig warm zu halten. Als wir das herausgefunden hatten, versuchten wir, das Haus so
zu dämmen, dass wir möglichst viel Energie sparen. Dazu wurden verschieden Materialien
ausprobiert.
39 Jungen am Campus Finkenau im Fachbereich Medien in den Veranstaltungen „Fotogramme“
39
40
(4 Jungen ) und „Unwrapping und Texturierung von 3D Modellen“ (15 Jungen ): Anhand von
Papercraftfiguren (3D Modellen aus Papier) wurden die Zusammenhänge zwischen
dreidimensionalen Körpern und ihrer zweidimensionalen Darstellung erklärt. Schere, Klebe, Buntstifte
und eine Orange (das Obst, kein Scherz) waren mitzubringen. Und räumliches Denkvermögen.
41
„Es gibt nicht nur Donald Duck und Superman – Comics einmal anders“ (13 Jungen ): die
Möglichkeit, in das Genre des Comics hineinzuschnuppern. Mit Hilfe von Beispielmaterial wurde
gezeigt, dass es abseits von Donald Duck und Superman auch noch andere Inhalte und
Erzählweisen im Comic gibt. Mit Blei- und Buntstiften wurde eine fiktive oder auch alltägliche Szene
in Comicform erzählt.
42
„Tonaufnahme im Tonstudio“ (7 Jungen ).
8 Jungen am Campus Armgartstraße in Fachbereich Design bei der Veranstaltung „Kinetische
43
Skulptur“ : Aus alltäglichen und gefundenen Materien wurde eine bewegte Skulptur gebaut.
33
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Betreuung älterer Menschen“.
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Kinderbetreuung“.
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Forschung, sonstige“.
36
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Forschung, sonstige“.
37
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Gesundheitswesen / Forschung“
38
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Handwerk“.
39
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Medien / Kommunikation“.
40
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Medien / Kommunikation“.
41
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Medien / Kommunikation“.
42
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Handwerk“.
43
Zuordnung für Gesamtauswertung dem Tätigkeitsbereich „Medien / Kommunikation“.
34
35
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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In den Fragebögen war deutlich zu erkennen, dass die Hälfte der Jungen durch den Boys‘ Day eine
Tätigkeit oder einen Beruf kennen gelernt haben, der sie interessiert, und ein Drittel der Jungen einen
Beruf, in dem sie sich vorstellen können, später zu arbeiten. Die Jungen waren im Alter von 10-16
Jahren, 55% im Alter von 12-13 Jahre. Nach den Fragebögen zu urteilen, war die Zufriedenheit der
Jungen sehr gut bis gut und vor allem die Angebote des „Selbermachen“ wurden gelobt. Knapp 60%
der Jungen waren das erste Mal dabei.
Rückmeldungen waren: „…vielen Dank für die tolle Organisation und die gelungene Veranstaltung
gestern am Boy's Day. Meine Jungs waren wieder begeistert“ und „Vielen Dank für den tollen BoysDay. Mein Sohn Till (12) war restlos begeistert und hat alles erzählt, was er bei Ihnen machen
durfte!!! Ganz ganz toll!!“
Matthias-Claudius-Gymnasium
Das Gymnasium beteiligte sich ebenfalls mit Schülern mehrerer Jahrgangsstufen am Aktionstag,
richtete diesen aber thematisch zusammen mit dem Girls Day aus, wenngleich der Kurs nach
Geschlechtern getrennt wurde, wie der Nachbericht ausführt 44:
Girls’ und Boys’ Day!
Im Frühjahr jeden Schuljahres findet in Hamburg der Girls’ und Boys’ Day statt, an dem unsere
Schülerinnen und Schüler teilnehmen können, um Einblick in das Arbeitsleben zu bekommen.
Sowohl die Mädchen als auch die Jungen können sich entweder über das Internet oder selbstständig
für diesen Tag einen Arbeitsplatz suchen. Nützliche Information gibt es für die Mädchen unter
http://www.girls-day.de, die Jungen finden unter http://www.boys-day.de jede Menge Tipps. Es gibt
z.B. Adressen von Firmen, die Arbeitsplätze für diesen Tag anbieten, oder auch verschiedene
Veranstaltungen, welche man an diesem Tag besuchen kann. (...)
Im Jahr 2012 drehte sich für erstmals am Girls'- und Boys’-Day alles um das Thema Roboter,
zumindest für viele Schülerinnen und Schüler der Kl. 6-10 am MCG. Eigentlich sollte ja speziell für
Mädchen ein technisches Angebot zur Verfügung stehen. Da dieser Tag aber sowohl ein Tag für
Mädchen als auch für Jungen ist und die männliche Schülerschaft Unmut über die drohende
Benachteiligung äußerte, wurde aus dem geplanten „Roberta-Projekt“ kurzerhand eines für „Roberta
& Robert“. In Zusammenarbeit mit Studentinnen der Technischen Universität Harburg (TUHH) hatten
die Schülerinnen und Schüler in geschlechtergetrennten Kursen die Möglichkeit, einen ganzen
Vormittag die Freuden und technischen Tücken des Roboterbauens zu entdecken. Am Ende des
Schultages konnten dann alle ihre technischen Wunderwerke im Rahmen einer kleinen Präsentation
vorführen. Zum Abschluss gab es noch ein Zertifikat für jeden Teilnehmer.
Das „Roberta & Robert“-Projekt“ hat gezeigt, dass sich für Technik alle begeistern können und dass
sich die Veranstaltung für das nächste Jahr garantiert wieder lohnt.
Bezirksamt Altona
Das Bezirksamt nahm wie in den Vorjahren erneut an der Aktion teil und verband – wie viele
andere Veranstalter auch – den Girls Day und den Boys Day miteinander. Der Nachbericht,
veröffentlicht auf der Stadtseite „hamburg.de“ 45, lässt jedoch nicht erkennen, worin die
geschlechterbezogenen Spezifika für Mädchen und Jungen während ihres Aktionstages lagen.
Abschlussveranstaltung „FunKITAlents“ – Kooperation der Projekte „MEHR Männer in
Kitas“ und „Soziale Jungs Hamburg“
Am Nachmittag des 26.4. gab es in der Bugenhagen Bühne zum Abschluss des Boys Day die
Gelegenheit für Jungs, die am Vormittag in einer Kita hospitiert hatten oder keinen
44
45
http://www.matthias-claudius-gymnasium.de/schule-praktisch/berufsorientierung/218-ga.html; Abruf 4.7.12
http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/3393762/girls-und-boys-day-altona.html (Abruf 4.7.12); s.a. Anhang 13.
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Erkundungsplatz mehr hatten bekommen können, sich in vier parallel laufenden Workshops unter
dem Motto „Vielfalt, MANN! Dein Talent für Hamburger Kitas“ im Soundproducing, Rappen,
Beatboxing, Airbrushing, Breakdancen auszuprobieren oder an CD-Covern zu basteln. Am
späteren Nachmittag war dann auch Sozialsenator Scheele mit von der Partie und befragte die
Jungen nach ihren Eindrücken zum Boys Day und ihren Zukunftsplänen. Mit Performances als
Ergebnisse aus den Workshops ging der Hamburger Boys Day 2012 dann zu Ende. 46
Medieninteresse
Das Medieninteresse hielt sich 2012 in Grenzen, weder Hamburger Morgenpost noch die taz
Hamburg berichteten über den Boys Day. Was dann berichtet wurde, tendierte allerdings – nicht
zuletzt durch die zeitliche Parallelität von Girls Day und Boys Day – eher zu einer Würdigung des
Aktionstages als einem allgemeinen berufsorientierenden Zukunftstag.
Das Hamburger Abendblatt veröffentlichte am 27.4. einen längeren Bericht 47 und fand im
Vergleich zu den Vorjahren differenzierendere Worte, etwa wenn es hieß, dass sich “Kinder
unabhängig von geschlechtlichen Rollenbildern über Berufe informieren (sollten)“ oder die
wissenschaftliche Referentin bei der Koordinationsstelle des Girls' und des Boys' Day, Wenka
Wentzel, damit zitiert wurde, wie „wichtig (es) sei, dass Mädchen und Jungs getrennt die jeweils
eher untypischen Berufe kennenlernen“. Jedoch, so das Abendblatt: „Während einige
Veranstaltungen ... wirklich nur von einem Geschlecht besucht wurden, haben sich viele andere
Firmen dafür entschieden, Girls' und Boys' Day zu kombinieren. So zum Beispiel ... die
Stadtreinigung. Den Schülern dort war es relativ egal, ob sie nun zusammen oder getrennt den
Geheimnissen des Recyclings und der Kehrmaschinensteuerung auf den Grund gehen.“
Die Hamburg-Ausgabe der WELT berichtete ebenfalls in einem längeren Beitrag, am Vortag des
Boys Day. Tenor war jedoch nicht eine Ermutigung zur Erkundung geschlechtsuntypischer Berufe,
sondern die Notwendigkeit einer breiteren Jungenförderung, da die „Sorgenkinder des
Bildungssystems“ generell mehr Unterstützung bräuchten und „der männliche Nachwuchs derzeit
nur schwer für typisch weibliche Berufe zu begeistern“ sei – denn, so die WELT: „Während heute
etwa 2500 Mädchen am Girls’ Day in Hamburg teilnehmen, sind es nur rund 600 Jungen.“
Konstatiert wird: „Obwohl Hamburg mit dem Projekttag ‚Was für Jungs!’ bereits seit 2004
Engagement in diesem Bereich zeigt, ist das Interesse an den weiblich dominierten Tätigkeiten
wie in der Altenpflege, in der Sozialarbeit oder in Kindertagesstätten weiterhin eher gering.“ 48
Nicht thematisiert wurde dabei, dass die Zahl der angebotenen Erkundungsplätze in sozialen
Tätigkeitsfeldern bis 2010 relativ beständig zunahm und dass von großer Bedeutung ist, in
welchem Umfang von Erwachsenen (z.B. Eltern, Lehrkräften) für Erkundungen im Sozialbereich
unter den Schülern auch geworben wird bzw. werden kann. Findet diese Werbung nicht oder
kaum statt, greifen Jungen auf die Angebote zurück, die ihnen gemacht werden.
46
s. Bericht im Anhang 14 und als ein Ergebnis der Veranstaltung ein kurzes Video auf
http://www.youtube.com/watch?v=IzcnvKWMc7s&feature=player_embedded. Weitere Bilder der Veranstaltung finden sich auch hier:
http://www.facebook.com/media/set/?set=a.439978539350216.121600.359836294031108&type=1.
47
http://www.abendblatt.de/hamburg/article2259344/Der-Girls-und-Boys-Day-war-ein-voller-Erfolg.html (Abruf 6.6.12, dort integriert
auch ein gut zweiminütiges Video des Senders HH1 – original unter http://www.hamburg1.de/aktuell/Girls___BoysDay_201211798.html – mit den Schülern Thomas und Max, die am Boys Day als Reporter unterwegs waren und den 1. Bürgermeister Olaf
Scholz interviewten sowie den HSV-Trainer Thorsten Fink); s.a. Anhang 15.
48
http://www.welt.de/regionales/hamburg/article106227584/Boys-Day-soll-Jungen-auf-die-Spruenge-helfen.html (Abruf 4.7.12); s.
Anhang 16.
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Gesamtergebnis und Bewertung
Mit den vom Bielefelder Servicebüro erneut maßgeblich platzierten inhaltlichen und organisatorischen Akzenten zur Bewerbung und Aufnahme von Veranstaltern mit Aktionsplätzen sowie zur
Werbung bei Schulen und unter Schülern um eine Teilnahme am Boys Day ist eine Bewertung
der vorliegenden Ergebnisse für 2012 wiederum nur ansatzweise möglich. Auch liegen nicht
ausreichend Daten darüber vor, in welchem Umfang die Angebote am Boys Day von den
Zielgruppen Betriebe, Schulen und Jungen tatsächlich angenommen wurden (dafür notwendige
Nacherhebungen sind aus Kostengründen nicht möglich), so dass sich ein größerer Teil der
Auswertung auf die bekannten betrieblichen Angebote beziehen muss.
Gesamtplatzzahl: Das Hauptanliegen des Boys Day, für Jungen auch 2012 eine nennenswerte
Anzahl an Aktionsplätzen in sozialen, betreuenden, erzieherischen und anderen Berufsfeldern mit
einem überwiegend weiblichen Personalanteil zu organisieren, wurde mit insgesamt 743 –
einschließlich so weit wie möglich nachrecherchierter Plätze – erreicht. Erneut ist davon
auszugehen, dass die Gesamtzahl an zwar nicht gemeldeten, aber verfügbaren und vermutlich
auch besetzten Plätzen höher liegen dürfte 49.
Art der Aktionsplätze: Nach der bundesweiten Einführung des Boys Day 2011 wurden die
Berufsbereiche mit Aktionsplätzen – in Hamburg aufgrund der Förderung durch die BASFI bisher
v.a. im sozialpflegerischen Bereich – auch für weitere Branchen geöffnet; eine 40%-Klausel des
Bielefelder Servicebüros ermöglicht es nun auch z.B. Versicherungen, Gesundheits-, Handwerks-,
Handels- und Medienbetrieben, Aktionsplätze in der Boys Day Datenbank zu listen (Branchen/
Betriebe, in denen die Anzahl männlicher Auszubildender, Studierender oder Beschäftigter
maximal 40% beträgt 50). Aufgrund dieser Ausweitung wurden die angebotenen Aktionsplätze in
der folgenden Übersicht erneut nach den Arbeitsbereichen differenziert, wobei die Daten auch der
Vorjahre berücksichtigt wurden. Die Übersicht stellt zugleich Tendenzen der Beteiligung an „’Was
für Jungs!’ Hamburg / Boys Day“ im Jahresvergleich vor.
Art des Aktionsplatzes
Betreuung älterer Menschen
Betreuung behinderter Menschen
Betreuung von Kindern
Forschung, sonstige
Gesundheitswesen, Forschung
Gesundheitswesen,
Krankenhaus/Ambulanz
Gesundheitswesen, Lehre
Gesundheitswesen, Technik
Gesundheitswesen, Verwaltung
Grundschule
Handel
Handwerk
52
Hauswirtschaft
Hotellerie, Gastgewerbe
2012
21
5
86
41
22
15
2011
46
7
86
10
12
51
100
2010
82
10
343
11
33
2009
101
17
352
20
36
2008
2006
212
-
2007
37
11
224
-
36
22
10
1
15
18
97
25
14
3
2
24
17
41
4
42
-
2
34
34
57
-
23
15
54
-
50
15
67
-
32
23
110
-
43
-
42
44
253
-
49
Individuell gesuchte Plätze, insbesondere in den letzten Wochen vor dem Boys Day, wie die Gespräche mit Anrufern bei der
Hamburger Koordinierungsstelle vermuten lassen.
50
Vgl. Anhang 6.
51
Hierin enthalten sind auch die Plätze eines Veranstalters für Mädchen, die in der Boys-Day-Datenbank gelistet wurden.
52
Hier zugeordnet sind z.B. die Plätze der vorjährigen Angebote der Hamburger Arbeit und des Hausfrauenbundes.
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Kommunikation, Marketing
Management / Organisation
53
Medien / Kommunikation
Sozialpädagogik / Jugendarbeit
Verwaltung, sonstige
VA zu Geschlechterrollen,
Selbstwahrnehmung
gesamt
17
359
1
2
743
54
2
173
1
1
16
15
107
13
1
54
5
30
42
10
15
30
15
18
10
-
584
796
695
477
492
360
Summen der in 2006-2010 angebotenen Erkundungsplätze in Sozialbetrieben und Mitmachplätze von Projektpartnern,
seit 2011 vereinheitlicht als „Aktionsplätze“, sowie zusätzlich bekannt gewordene belegte Plätze.
Die für die Schüler bereit gestellten 743 Aktionsplätze verteilen sich auch 2012 deutlich
zuungunsten der für Hamburg bislang präferierten Bereiche Kinderbetreuung, Grundschule und
Betreuung von älteren und/oder erkrankten Menschen, nur 131 Plätze (17,6% aller Plätze bzw.
20,9% bei 155 Plätzen, möchte man die 24 Plätze der Bücherhallen als Kinderbetreuungsangebot
hinzurechnen) wurden hier angeboten. In den Vorjahren waren es noch 26,7% (2011), 58,9%
(2010), 2009 sogar noch 72,5%. Insbesondere für die Kinderbetreuung gibt es einen weiteren
Rückgang, nur noch 11,6% aller Plätze wurden hier angeboten, 2011 waren es noch 14,7%, 2010
sogar noch 43%. Die Anzahl der Hamburger Kitas, die sich am Aktionstag beteiligten, blieb
konstant mit 33 (2011: 32, jedoch noch 76 in 2010 und 80 in 2009) – allerdings beteiligten sich
viele Kitas, deren angebotene Plätze in 2011 nicht vollständig belegt wurden, in 2012 nicht erneut,
wofür dann andere ein Erkundungsangebot machten.
Der Abwärtstrend bei den Grundschulen konnte 2012 zwar aufgehalten werden – zwei Schulen
beteiligten sich mit einem Angebot von zusammen 18 Plätzen (2009: 6/23; 2010: 6/34; 2011:
2/17) – jedoch ist diese Zahl nicht zufriedenstellend. Bei den Einrichtungen zur Betreuung von
älteren und erkrankten Menschen gab es erneut einen deutlichen Rückgang: nur sechs
Einrichtungen boten zusammen 16 Plätze an (2011: 12/53; 2010: 26/92; 2009: 27/118).
Ebenfalls sank die Zahl der angebotenen Erkundungsplätze im gesamten Gesundheitswesen von
136 auf 43 (weil einige Krankenhäuser sich offensichtlich nicht erneut am Boys Day beteiligten),
dagegen stieg die Zahl der Plätze z.B. im Medienbereich überdeutlich von 173 auf 359 (29,6% >
48,3%), ebenso im Handwerk von 4 auf 23 (0,7% > 3,1%), im Handel von 41 auf 97 (7,0% >
13,1%) und in den sonstigen Forschungsbereichen von 10 auf 41 (1,7% > 5,5%).
Projekthomepage und Nutzung: Da die Hamburger Projekthomepage auch für die Aktion 2012
keine eigenen Platzangebote mehr beinhaltete und damit ihre vormalige Hauptfunktion verlor,
diente sie – um sie mit ihrer Bekanntheit nicht aufzugeben – als „Durchleit“-Portal zur Bielefelder
Boys Day Datenbank. Auf eine Auswertung der Nutzungsfrequenzen, wie bis 2010 geschehen,
wurde erneut verzichtet, weil dafür ein unverhältnismäßig hoher Aufwand in Relation zu
Ergebnissen vermutet wurde, die für die Akzeptanz des Boys Day keine wesentliche Rolle
spielen.
Evaluation: Über die Darstellung der Ergebnisse in diesem Bericht hinaus evaluiert das
Bielefelder Servicebüro auch 2012 die Durchführung des Boys Day für alle Bundesländer.
Ergebnisse liegen für 2011 vor 55, allerdings nicht spezifiziert nach Bundesland; das
Evaluationsdesign soll darauf aufbauend fortgeführt werden. Es ist noch unklar, wann mit den
Ergebnissen für 2012 zu rechnen ist und in wie weit diese evtl. dann doch
bundesländerspezifische Teilergebnisse zur Verfügung stellen.
53
Die Angebote der Kinderbibliothek wurden hier erfasst, da sie von der üblichen Kinderbetreuung abweichen.
Gesamtzahl lt. Bielefelder Datenbank (642) zzgl. der HAW-Plätze (101). Die HAW-Plätze wurden ihrem Charakter nach den
Tätigkeitsbereichen/Branchen zugerechnet (vgl. Fn. 33-43).
55
abrufbar unter http://www.boys-day.de/Boys_Day_Info/Evaluation (Stand 1.10.12)
54
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Einschätzung: Die Gründe für die deutlichen Verschiebungen im Angebotsspektrum des Boy Day
geben Anlass, über dessen zukünftige konzeptionelle Ausrichtung in Hamburg nachzudenken und
z.B. diesen Fragen nachzugehen:
• Sollen nach wie vor Plätze vor allem in sozialpflegerischen Bereichen akquiriert werden?
Müssen angesichts der rückläufigen Teilnahmebereitschaft unter den Trägern die
Werbeverfahren und die Öffentlichkeitsarbeit modifiziert werden?
• Woran könnte es liegen, dass bei der gezielten, schriftlichen Bewerbung des Boys Day
unter 1.264 Einrichtungen zumeist im sozialpflegerischen Bereich 56 nur gut 40 von ihnen
Erkundungsplätze zur Verfügung stellen? Wie ließen sich die Gründe systematisch oder
stichprobenartig, dabei kosten- und zeitangemessen erheben?
• Konstruiert die bundesweite Ausrichtung und Bewerbung des Boys Day mit ihren aktuellen
inhaltlichen Akzenten (Adressierung aller Branchen mit weniger als 40% Männeranteil) das
Image des Aktionstages neu? Hat dies z.B. zur Folge, dass es in der Wahrnehmung von
Jungen (aber auch von Eltern und Lehrkräften) „bessere“ und „schlechtere“ sog.
Frauenberufe gibt – etwa Bürokaufmann/-frau gegenüber Erzieher/in? Oder erscheint es
Jungen interessanter, eine Berufserkundung in einer Firma zu absolvieren statt in einer
Kita, weil z.B. bereits die Betriebsart geschlechtertypische Assoziationen hervorruft 57?
„Überrollt“ das aktuelle Image des Aktionstages frühere Absichten, „neue Wege für Jungs“
insbesondere in sozialpflegerischen Berufen zu erproben?
• Wie vertragen sich Mutmaßungen z.B. des Hamburger Abendblattes und der WELT58,
dass Jungen kein Interesse an der Arbeit etwa in der Altenpflege oder in
Kindertagesstätten hätten, mit der Evaluation des Servicebüros 2011, wonach über 91%
aller Jungen, die an der Nacherhebung teilgenommen haben, mit den Angeboten in
sozialpflegerischen Tätigkeitsfeldern zufrieden oder sehr zufrieden waren? 59
Mit den dargestellten Ergebnissen ist – auch jenen von 2011 folgend – zu beobachten, dass der
Boys Day eine insgesamt breitere, auch positive öffentliche Aufmerksamkeit erfährt, gleichzeitig
aber auch zunehmend als ein allgemeiner berufsorientierender Zukunftstag wahrgenommen wird.
Teilweise findet damit – nicht zuletzt in der Art der Durchführung eines Angebots – eine
Entfernung von der ursprünglichen Absicht statt, Jungen (wie Mädchen) Einblicke in
geschlechteruntypische Berufsfelder zu ermöglichen. Wenn jedoch mittlerweile auch das Ziel
verfolgt wird, Jungen über den Aktionstag stärker für die Erkundung der Vielzahl existierender
Berufe zu motivieren, die teils kaum bekannt sind oder bei der Ausbildungswahl bislang eine
untergeordnete Rolle spielen, kann auch dies als wünschenswertes Ergebnis angesehen werden.
Ein damit verbundener möglicher weiterer Effekt für Jungen: den Respekt vor mittleren
Einkommen und Assistenzberufen zu stärken, letztlich gegenüber den dort arbeitenden
Menschen.
Ausblick
Hamburg sollte sich auch am Boys Day 2013 beteiligen; die Alsterdorf Assistenz West oder das
56
Anzahl bereinigt um Rückläufe aufgrund von Nichtzustellbarkeit (Umzug von Betrieben, Trägerwechsel, Namenswechsel, fehlerhafte
Adressen).
57
Vgl. Joachim Gerd Ulrich, Andreas Krewerth & Tanja Tschöpe (2004): Berufsbezeichnungen und ihr Einfluss auf das Berufsinteresse
von Mädchen und Jungen. In: Sozialwissenschaften und Berufspraxis (SuB), Heft 4, S. 419-434.
58
Vgl. Anhänge 15 und 16.
59
Vgl. „Evaluation des Boys’ Day – Jungen-Zukunftstags 2011 – Erste Zusammenfassung der Ergebnisse“, hg. v. Bundesweite
Koordinierungsstelle Boys'Day – Jungen-Zukunftstag beim Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V., Bielefeld
2011, S. 10.
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Gymnasium Lerchenfeld haben ihre Teilnahme bereits angekündigt 60. Nach jetziger Einschätzung
kann das Hamburger Verfahren zur Bewerbung der Aktion im Grundsatz beibehalten werden
(Aktualisierung von www.wasfuerjungs.de, ergänzende Akquise von Einrichtungen und
Veranstaltern, Beratung und Unterstützung durch die Hamburger Koordinierungsstelle,
Dokumentation der Hamburger Aktionen), allerdings sollte zuvor eine Bewertung seitens der
beteiligten Hamburger Akteure erfolgen, wie mit der Bielefelder Neuerung, Plätze in allen
Branchen mit einem Männeranteil unter 40% anzubieten – also nicht mehr nur in den
traditionellen Kernbereichen Kita, Pflege, Grundschule – hinsichtlich der Hamburger Aktivitäten
umzugehen ist. Aufschlussreich dafür könnte sein, aus welchen Gründen bspw. in BadenWürttemberg von der dortigen Regionaldirektion der Arbeitsagentur für Arbeit der Boys'Day nur „in
Organisationen und Institutionen im sozialen, pflegerischen, erzieherischen und gesundheitlichen
Bereich durchgeführt“ 61 wird, so dass ggf. Modifizierungen für Hamburg überlegt werden können.
60
http://www.alsterdorf-assistenz-west.de/assistenz_west__4CA0986C0AD541BA81716976CDEDA147.htm sowie
http://www.gyle.de/profil/berufsorientierung/jahrgang-6-girls-day-boys-day-2/ (Stand 1.10.12)
61
Vgl. „Berufeliste Boys Day“, Anhang 6.
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„Was für Jungs!“ Hamburg / Boys’ Day 2012
Abschlussbericht zum BASFI-Projekt
Koordination: Alexander Bentheim
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Anhänge
Anhang 01
Hamburger Platzangebot am Boys Day 2011 lt. Bielfelder Datenbank (12 S.)
Anhang 02
Anschreiben der BASFI an die Sozialbetriebe (1 S.)
Anhang 03
Bewerbung ABACUS Nachhilfe Hamburg (1 S.)
Anhang 04
Entwicklung Anzahl Aktionen und Platzkontingente Hamburg und bundesweit (1 S.)
Anhang 05
Einladungsflyer „FunKITAlent“ (1 S.)
Anhang 06
Boys Day Top 30 Berufeliste (Kompetenzzentrum Bielefeld) (2 S.)
Anhang 07
Nachbericht Hamburgische Bürgerschaft (1 S.)
Anhang 08
Nachbericht Niendorfer Wochenblatt, 16.5.12 (1 S.)
Anhang 09
Nachbericht Kinderbibliothek Hamburg (1 S.)
Anhang 10
Nachbericht Bücherhallen Stadtteile Hamburg (1 S.)
Anhang 11
Nachbericht Online-Newsletter der Universität Hamburg (2 S.)
Anhang 12
Nachbericht ASB-Kita Burgwedel (1 S.)
Anhang 13
Nachbericht Bezirksamt Altona (1 S.)
Anhang 14
Nachbericht Abschlussveranstaltung „FunKITAlent“ (2 S.)
Anhang 15
Nachbericht Hamburger Abendblatt (1 S.)
Anhang 16
Nachbericht DIE WELT, Region Hamburg (2 S.)
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Bildung
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