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Lerne, was du kannst - Degewo

EinbettenHerunterladen
stadtleben
Das Mietermagazin Ausgabe 2/2012
kiezspaziergang
In der Brunnenstraße
lassen sich immer mehr
kreative Unternehmer
nieder Seite 24
Lautstark: René
Wiese (rechts) und die
Jugendlichen haben
Spaß am Trommeln
Trommelkinder
Die Sambakids aus
Köpenick ziehen die
Zuhörer in ihren
Bann Seite 28
Lerne, was
du kannst
Kinder sollen viel lernen und damit das
auch geschieht, müssen Eltern und Schule
an einem Strang ziehen Seite 12
Zoobesuch
der Extraklasse!
degewo-Mieter können
exklusiv an einer Abendführung teilnehmen S. 6
Editorial | Inhalt
Die degewo lädt zum
Sommernachtstraum
3
2
Programm
Sommernachts-garten:
ein traumhaftes Plätzchen!
(Hauptbühne)
Raffinierte Köstlichkeiten und kühle Getränke genießen, wenn waghalsige
Luftakrobaten auf die Band HitMama,
aufregende Feuerartisten, Stamping
Feet und Oper treffen
17.00 Uhr Einlass
17.30 Uhr Marschkapelle
18.00 Uhr Spektakel, Artistik und
Show
18.40 Uhr Hip Hop meets Klassik
19.10 Uhr Theater
19.30 Uhr Party-Musik
20.30 Uhr Der degewo-Vorstand begrüßt die Mieter
20.45 Uhr Spektakel, Artistik und
Show
21.30 Uhr Rock & Pop
22.30 Uhr Feuerwerk
Sommernachts-Klänge:
sich weit weg träumen!
(Cafe am see)
Klassische Klänge und eine zauberhafte
Mischung aus Tanz, Theater und Musik
17.00 Uhr Einlass
18.00 Uhr Klassische Musik
18.30 UhrOper
19.00 Uhr Klassische Musik
19.30 Uhr Hip Hop meets Klassik
20.00 Uhr Klassische Musik
5
1
4
Sommernachts-land:
hier wird es lecker und bunt!
Eine fröhliche Kinder- und Familienparty mit vielen Mitmach-Aktionen,
Künstlern und Überraschungen
17.30–21:00 Uhr
Kindertheater, MitmachAktionen
Herzlich
willkommen
zum Mieterfest am
24. August 2012
von 17 bis 24 Uhr im Britzer Garten
Auf die kleinsten Gäste wartet das Sommernachts-Land, in dem ein tolles
Kinderprogramm gezeigt wird. Junge und jung gebliebene Mieter entspannen im
Sommernachts-Club bei sanfter Lounge-Musik und Cocktails.
Theater-Fans erleben Sommernachts-Klänge mit der
Shakespeare-Company. Und für alle gemeinsam findet
Anmeldung
auf der Hauptbühne im Sommernachts-Garten ein
Nä
here Informat
abwechslungsreiches Programm mit Musik, Tanz,
ione
den persönlic n sind
hen
Theater und vielem mehr statt. Nutzen Sie bitte
Einladungen
zu entnehm
en.
Diese erhalte
die öffentlichen Verkehrsmittel. Es gibt nur wenige
n di
in den nächst e Mieter
Parkplätze.
en Tagen
per Post.
2
stadtleben 2/2012
Sommernachts-Club:
ausspannen, sich treiben
lassen!
Genießer-Sommer-Lounge mit Ruhe­
inseln am Wasser, DJ, Cocktailbar und
„Slackline“ zum Ausprobieren.
18.00–21.30 UhrDJ
Sommernachts-Theater:
„Ein Sommernachtstraum“!
Das Zauberhafteste der Träume und
Triebe
20.45–22.30 UhrShakespeare
Company Berlin
it dem Erscheinen dieser stadt­
leben blicken wir erwartungsfroh
auf einen langen Sommer. Für viele von
Ihnen ist das die schönste Zeit des Jah­
res, in der Sie vielleicht eine Urlaubsreise
genießen werden. Für diejenigen, die die
Ferienzeit zu Hause verbringen, haben
wir einige Angebote und Überraschun­
gen vorbereitet, die Ihnen die Urlaubs­
zeit versüßen sollen.
Titel: Annette Hauschild (2) Fotos: Nora Bibel, Alamy, Max Lautenschläger (2), Marc Brinkmeier, Pablo Castagnola, Annette Hauschild Illustration: KircherBurkhardt Infografik
In diesem Jahr feiert die degewo zum sechsten Mal das
große Mieterfest. Beim „Sommernachtstraum“ der degewo im
Britzer Garten wird für jeden Geschmack und für jede Altersgruppe das passende Programm dabei sein. Traditioneller
Höhepunkt ist das fulminante
Höhenfeuerwerk!
Erfolge haben
und teilen
M
Sonnige Aussichten gibt es auch
für die degewo: Das Geschäftsjahr 2011
haben wir positiv abgeschlossen und da­
mit nun schon zum siebten Mal in Folge
ein positives Jahresergebnis erwirtschaf­
tet. Diese Entwicklung ist das Resultat
stetiger Konsolidierungsarbeit. Personal­
starke Tochtergesellschaften gehören
jetzt zum Konzernkreis, denn wir wollen
diese Services zum Wohle unserer Mieter
aus eigener Hand betreiben. Unser Ziel
ist, den Wohnstandard für Sie zu heben
und das Stadtbild weiter positiv zu ver­
ändern, unsere Wohnquartiere schöner,
moderner, anziehender zu machen. Zu
unserem Erfolg haben auch Sie beigetra­
gen. Viele von Ihnen bewiesen Geduld
während unserer Sanierungsarbeiten,
hielten uns die Treue und empfahlen
uns bei Freunden und Bekannten weiter.
Vielen Dank! Das Dankesagen hat bei
der degewo inzwischen einen Namen:
degewo-Mieterfest. Wir möchten Sie
und Ihre Nachbarn einladen zu einem
unvergesslichen Sommernachtstraum im
Britzer Garten. Sie belohnen unsere Be­
mühungen durch rege Teilnahme. Denn
das ist neben den geschäftlichen Zahlen
die menschliche Bilanz, die uns genauso
wichtig ist: zufriedene Mieter.
inhalt
RATGEBER WOHNEN Seite 22
titelthema
aus der nachbarschaft
S. 4
Zoo Exklusiv: degewo-Mieter können an einer außer­
gewöhnlichen Abendführung teilnehmen
tür an tür
S. 10
Singen ist für Thoralf Terl das halbe Leben. In seiner Freizeit
steht er auf der Bühne und präsentiert Schlager aus Tonfilmen
Wohnen und leben
S. 18
Hinter den Kulissen der degewo: stadtleben schaut den
Mitarbeitern der Grundstücksentwicklung über die Schulter
berliner ansichten
S. 24
Die BrunnenstraSSe entwickelt sich zur Kreativ-Meile.
Günstige Mieten locken Künstler, Designer und Medienleute
in guter gesellschaft
Herzlichst, Ihr
Seite 12
Wer einen guten Schulabschluss hat, dem stehen zahlreiche Berufsoder Studienmöglichkeiten offen. Pädagogen, Sozialarbeiter, Bildungsverbünde
und Eltern kümmern sich gemeinsam um gute Bildungsangebote für die Kinder
S. 28
Trommeln ist für die Sambakids aus Köpenick mehr als
Freizeit­spaß. Sie lernen auch, wie Gemeinschaft funktioniert
STadtgeschichte
S. 30
Das Charlottenburger Einsteinufer ist eine beliebte
Wohngegend. Darum ist die Fluktuation äußerst gering
Christoph Beck
Vorstandsmitglied
der degewo
IMPRESSUM Herausgeber und Verleger degewo Aktiengesellschaft, Potsdamer Straße 60, 10785 Berlin
Projektleitung Michael Zarth (V. i. S. d. P.), Isabella Canisius, Telefon: 030 26485-1513, E-Mail: stadtleben@degewo.de
Chefredaktion Michaela Harnisch, KircherBurkhardt GmbH Anzeigenleitung Sebastian Veit, Telefon: 030 44032-248,
E-Mail: sebastian.veit@kircher-burkhardt.com Gestaltung, Redaktion und Litho KircherBurkhardt GmbH, Heiligegeistkirchplatz 1, 10178 Berlin Druck Druckhaus Main-Echo GmbH & Co. KG. „stadtleben“ erscheint 4 x im Jahr.
2/2012 stadtleben
3
aus der nachbarschaft
Gefällt mir:
Freunde der
degewo können
sich jetzt auch
unterwegs auf
www.degewo.
de/facebook
informieren
Marzahn, Jule –
wo ein Wille ist, ist
auch ein Weg
Berlin, degewo startet neue
Imagekampagne
Wollen
vorwärts:
Nancy (18)
und Lara (1)
nehmen am
Projekt teil
Derzeit läuft die 4. degewo-Imagekampagne. Mit fünf Plakatmotiven, Funkspots, Onlinebannern und einer Kampagnenseite
im Internet will das Wohnungsunternehmen besonders Mietinte­
ressenten auf sich aufmerksam machen. Bereits in den vergangenen Jahren ist die degewo mit ihrem Engagement für ihre Quartiere
an die Öffentlichkeit gegangen. Neu ist in diesem Jahr die Fortsetzung der Kampagne auf der degewo-Website. Wer mit seinem
Smartphone den QR-Code (Quick Response = Schnelle Antwort)
einscannt oder die Aktionsadresse eingibt, erreicht eine „Landing
Page“ innerhalb der Website, auf der man die Themen der Kampagne und Links zu weiteren Informationen findet. Diese Seite ist
erstmals auch als spezielle Version für mobile Endgeräte abrufbar.
Wohnen + Kinderbetreuung + Arbeit: In Marzahn-Hellersdorf
haben verschiedene Protagonisten das Projekt „Jule“ ins Leben gerufen,
um jungen Alleinerziehenden Lebenschancen zu eröffnen.
4
stadtleben 2/2012
zu leben. Das öffentliche Interesse am Pro­
jekt ist groß, denn es ist bundesweit einma­
lig. Darum wird es von der Alice Salomon
Hochschule wissenschaftlich begleitet und
der RBB will im Magazin ZIBB in loser Folge
über Monate immer wieder darüber berich­
ten. In Marzahn-Hellersdorf ist der Anteil
Alleinerziehender unter 25 Jahren über­
durchschnittlich hoch. Mit „Jule“ sollen sie
dennoch Lebensperspektiven bekommen.
Dafür setzen sich die degewo, die Senatsver­
waltung für Stadtentwicklung, das Bezirks­
amt Marzahn-Hellersdorf, das Jobcenter, der
Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis und
der Kinderring Berlin e. V. ein.
Interessenten können sich weiterhin bewerben. Infos dazu geben Marina Bikádi oder
Astrid Egel (Kinderring Berlin e. V.) unter
Tel. 93772052 oder jule-marzahn@web.de.
Hinweise gibt
es auch auf
www.degewo.
de/Wohnen bei
degewo/Junges
Wohnen
Hoffnung: Das
Projekt ist für die
Alleinerziehenden ein
Lichtblick. degewoVorstand Frank Bielka
beim Projektstart
Glasfaser in Gropiusstadt
Bis zum Sommer werden rund 4.000 Wohnungen in der
südlichen Gropiusstadt mit Glasfaseranschlüssen ausgestattet.
Damit werden künftig Telefon, TV und Multimedia in Hochgeschwindigkeit und bester Qualität zu empfangen sein. Mieter
finden im Internetportal dazu Informationen und erhalten Antworten auf Fragen zu Bandbreite, Angeboten sowie zu Vorgängen rund um den Anschluss in der Wohnung. Bei dem Projekt
kooperieren Vattenfall, degewo, Ericsson und der Informationsund Telekommunikationsdienstleister QSC miteinander.
Mieter und Interessierte können sich auf www.gropiusstadt.net über
den Projektstand informieren.
Fotos: Cathrin Bach/Konzept und Bild (2), degewo, Land der Ideen
D
as neue soziale Projekt der degewo
in Marzahn NordWest „Jule“ – Jun­
ges Leben – nimmt Gestalt an. Mit­
te Mai ziehen die ersten alleinerziehenden
Mütter mit ihrem Nachwuchs in die beson­
deren, kindgerechten Wohnungen in der
Golliner Straße 5 und 7. Die degewo hat
diese Wohnungen in den vergangenen Mo­
naten umfassend saniert. Als Gemeinschafts­
treffpunkt können die jungen Frauen und
Männer mit ihren Kindern zwei umgebaute
5-Zimmer-Wohnungen mit großer Küche,
Kinderbetreuungs- und Veranstaltungsmög­
lichkeiten nutzen. Die 18- bis 27-Jährigen
erhalten für einen bestimmten Zeitraum
unterschiedliche Betreuungsunterstützun­
gen. Das ermöglicht ihnen, Schulabschlüs­
se nachzuholen oder Berufsausbildungen
zu absolvieren. Zu Beginn ihrer Teilnahme
werden mit den jungen Erwachsenen Ziele
vereinbart, die sie zum Verbleib im Projekt
erreichen müssen.
Nach
erfolgrei­
chem Projektab­
schluss sind diese
dann in der Lage,
mit ihren Famili­
en selbstbestimmt
und ohne staatli­
che Unterstützung
Aktionsadresse: www.mehr-stadt-mehr-leben.de. Zeitgleich hat das Wohnungsunternehmen eine Facebook-Seite eingerichtet und gestartet.
Neukölln, Anerkennung für
Klassik-Projekt
„Konzerthaus meets Gropiusstadt“ ist Preisträger im
deutschlandweiten Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“ 2012
geworden. Das Projekt der degewo und des Konzerthauses Berlin
setzt neue Impulse für die Beschäftigung mit Musik in den Berliner
Schulen. Das auf drei Jahre
angelegte Vorhaben ermöglicht 2.000 Schülern aus der
Gropiusstadt seit Herbst 2011
erste Einblicke in die Welt der
klassischen Musik.
Infos zum Projekt unter:
www.degewo.de/Unternehmen/
Bildungsverbünde
2/2012 stadtleben
5
aus der nachbarschaft
aus der nachbarschaft
Zoo mal anders:
degewo-Mieter können
an einer abendlichen
Führung teilnehmen
Berlin, Zoo bietet
Abendführung
Für die Mieter der degewo hat der Zoologische Garten ein besonderes Bonbon. Sie
bekommen eine Führung nach Toresschluss.
N
eben Geschichten und Anekdoten rund um den Zoo
steht bei dieser Führung die moderne Tiergartenbio­
logie im Vordergrund. Durch die beliebte Zoosendung
„Panda, Gorilla und Co.“ sind kleine und große Fernsehzu­
schauer näher an die Tiere und Tierpfleger des Zoos Berlin
herangerückt. Viele Fans der Sendung sind inzwischen wahre
Zoospezialisten. Dr. Daniela Wittwer und ihre Kollegen von der
Zooschule Berlin gewähren den Fans Einblicke in Tierhäuser,
informieren über Tierhaltung, Training und Tierbeschäftigung
und am Ende dürfen die Teilnehmer sich selbst als Tierpfleger
ausprobieren.
Treffpunkt ist 18 Uhr am Löwentor. Danach werden die Teil­
nehmer in drei Gruppen durch den Zoo geführt. Während der
Tour können die Gruppen je eine Fütterung miterleben – bei
welchem Tier, das bleibt eine Überraschung. Gegen 20 Uhr en­
det der Rundgang am Elefantentor.
Rundgang
Exklusive Führ
durch den Ber ung
liner Zoo
für Mieter de
r degewo
am Abend de
s
13. Juli 2012
Neukölln, Gemeinsam zu
Wasser und auf dem Land
Zum 6. degewo-Schülertriathlon am 2. Juni
erwarten die Veranstalter etwa 1.000 Mädchen und
Jungen aus den Klassen 3 bis 13 der Neuköllner Schulen. Von 10 bis 18 Uhr werden
sie im degewo-Stadion an der
Lipschitzallee in der Gropiusstadt
gemeinsam im 3er-Team-Staffel­
wettbewerb beim Schwimmen,
Radfahren und Laufen ihr Bes­tes geben. Die Teilnehmer
bekommen eine Startnummer,
ein T-Shirt, ein Basecap sowie
Erfrischungen. Rund um den
Triathlon-Wettkampf findet ein
großes Familiensportfest statt.
Auf und vor der großen Bühne im
degewo-Stadion gibt es nonstop
Interviews, Shows und sportliches Entertainment.
Mehr Informationen zum Triathlon gibt es
unter www.degewo-triathlon.de
Pläne: Die degewo will die Gropiusstadt weiterentwickeln
Neukölln, Gropiusstadt hat
gute Zukunftsaussichten
Berlin braucht neuen Wohnraum. Die degewo sieht
sich dabei in der Verantwortung. In einem städtebaulichen Gutachterverfahren wird bereits sehr konkret analysiert, welche
Möglichkeiten die degewo hat, um auf eigenen Grundstücken
Neubauten zu errichten. Nach mehreren Werkstattschauen
und -berichten scheint ein Potenzial vorhanden, das rund 400
zusätzliche Wohneinheiten umfassen könnte. Mit den Mietern
soll frühzeitig über alle Pläne und Ideen gesprochen werden.
Fotos: Alamy, istockphoto, Cathrin Bach/Konzept und Bild, Jens Rötzsch, Andreas Labes, degewo
Die Führung findet am 13. Juli statt. Die Teilnehmerzahl ist
begrenzt auf 3 x 20 Personen (also 3 Gruppen à 20 Personen). Interessenten melden sich bitte unter Angabe ihrer
Telefonnummer bis 30. Juni unter degewo Marketing/
Unter­nehmenskommunikation, Stichwort: Zoo, Potsdamer
Straße 60, 10785 Berlin oder stadtleben@degewo.de an.
Wedding, Modespektakel
auf der Brunnenstraße
Schräg:
Beim
Wedding
Dress werden
ausgefallene
Kreationen
gezeigt
Wedding Dress, das Modespektakel der degewo in der Brunnenstraße, findet in diesem Jahr zum
siebten Mal statt. Erstmals gibt es
bei der Veranstaltung am 7. und 8.
Juli eine OPEN STAGE. Neben 150
Designern, die ihre Kollektionen
zeigen und verkaufen, sollen auch
junge Berliner Musiker, Bands und
DJs die Möglichkeit bekommen,
sich einem breiten Publikum zu
präsentieren. Jeder, der eigene
Songs oder Mixes vorweisen kann,
darf sich mit einer kurzen BandBeschreibung, 1 bis 2 Fotos, einem
Link zur Website und einem
Demotape bewerben.
Bewerbungen für einen Auftritt
auf der degewo WEDDING
DRESS #7 OPEN STAGE bei
Ina Kessler: kessler@granma.de
Alles Neu: Das
Kundenzentrum ist
umgezogen
Neukölln, Anlaufstelle der
degewo jetzt im Wutzky
Das Kundenzentrum Süd ist umgezogen und hat
seine Arbeit in den neuen Räumen im Wutzky aufgenommen. Der Eingang liegt direkt in der neu gestalteten
Einkaufspassage und im Schaufenster hängen Wohnungsangebote. So können Mieter und Wohnungsinter­
essenten noch einfacher ihre Einkäufe erledigen und
zwischendurch zur degewo gehen.
Kundenzentrum Süd, Joachim-Gottschalk-Weg 9 (im Wutzky), 12353
Berlin, Tel. 030 26485–2188, Mo., Di., Do. 9–18 Uhr, Fr. 10–14 Uhr
2/2012 stadtleben
7
aus der nachbarschaft
Kurz notiert
Spieler des 1. FC Union sowie des KSC
das Kicken erlernen. Trainiert wird täg­
lich von 6.30 Uhr bis 17.30 Uhr auf dem
Sportplatz Wendenschloßstraße 50.
Anmeldung per Post an: Köpenicker SC
e. V., Abt. Fußball, Ge­schäftsstelle,
Wendenschloßstraße 182, 12557 Berlin.
Infos: Tel. 030 6558827 In Berlin ist immer etwas los Ob neue Ausstellungen, Bürgerinitiativen, sportliche
Aktivitäten oder Sanierungen – hier finden Sie das Wichtigste im Überblick.
Wedding
Abseits der Touristenpfade
Was kann Berlin von der grünen Stadt
Freiburg lernen? Darüber diskutierten
rund 150 Gäste am 18. April auf der von
der degewo initiierten Veranstaltung
„Verantwortung für die Stadt“ in der
Kulturbrauerei im Prenzlauer Berg.
Berlin müsse sich klar positionieren,
wenn es um ökologische Stadtentwick­
lung geht. Denn: Die Energiewende
kommt nicht von allein. Zwar sei der
öffentliche Personennahverkehr bereits
hervorragend, müsse aber noch mehr
Vorrang erhalten. Man könnte auch ein
klimaneutrales Quartier schaffen, das
zeigt, was heute alles möglich ist.
Das außergewöhnliche Stadtführungs­
projekt „Nächste Ausfahrt Wedding“
führt neugierige Menschen durch den
gleichnamigen Bezirk. Ob ein Besuch
beim afrikanischen Schneider, in einer
Ur-Weddinger Kleingartenkolonie oder
im buddhistischen Tempel – das Pro­
gramm beinhaltet Touren zu Geschich­
te, Alltagskultur, Stadtentwicklung,
Architektur, Kulinarischem, Religion,
kultureller Vielfalt und Sport.
Die degewo verlost 5 x 2 Freikarten für
eine Tour nach Wahl. Bewerbungen gehen unter dem Stichwort „Wedding“ per
Postkarte bis zum 15. Juni an degewo
Marketing/Unternehmenskommunikation, Potsdamer Straße 60, 10785 Berlin
oder per E-Mail an stadtleben@degewo.
de. Anmeldungen und Infos: www.ausfahrtwedding.de oder Tel. 030 4482266
VErantwortung:
degewo-Vorstand
Frank Bielka (rechts)
hat zur Diskussion
über ein grüneres
Berlin eingeladen
Berlin
Webseite zur Ausbildung
Die Initiative „mehrwert Berlin“, der
auch die degewo angehört, will Jugend­
lichen bei der Suche nach einem geeig­
neten Ausbildungsplatz helfen. Dazu ist
jetzt ein eigens für die „mehrwert“-Web­
site entwickeltes Online-Portal gestartet.
In diesem Portal sind alle Ausbildungs­
stellen und Dualen Studiengänge der
15 großen an der Initiative beteiligten
Landesunternehmen aufgeführt. Die
Unternehmen der Initiative bieten unter
anderem dreiwöchige Betriebspraktika
und Bewerbertage an.
Interessenten können sich auf der Website www.mehrwert-berlin.de im Bereich
„Ausbildung“ detailliert informieren.
8
stadtleben 2/2012
Pankow
Ismer zeigt Weg an der Panke
Zentrales Thema der Malerin Katharina
Ismer ist das Verhältnis von Mensch und
Natur. Die Spannung zwischen dieser
Naturverbundenheit und ihrem jetzigen
Großstadtleben versucht sie in ihre
Bilder zu tragen. Ihr „Weg an der Panke“
führt von Bernau quer durch Berlin. In
dem Pankeweg scheinen Landschaftsund Stadtbildnisse ihre konkrete Aus­
formung gefunden zu haben.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. Juni
in der degewo-Galerie Remise,
Pankgrafen­straße 1, 13187 Berlin,
Tel. 030 49988770, Di.–Fr. 12–18 Uhr
Marzahn
Einladung zum Kinderfest
Die kommunale Kinder- und Jugend­
freizeiteinrichtung „FAIR“ veranstaltet
gemeinsam mit Partnern, Trägern und
Einrichtungen der Region MarzahnMitte am 1. Juni in der Zeit von 14 bis
18 Uhr ein großes Kinderfest auf dem
neu gestalteten Victor-Klemperer-Platz.
Dazu sind alle Anwohner mit ihren Kin­
dern herzlich eingeladen. Attraktionen,
wie „Waterball“, Hüpfburg, Torschuss­
Köpenick
Kunst auf der Straße
Am 2. Juni findet von 15 bis 22 Uhr zum
vierten Mal der „Tag der Stadtkunst“ in
der Altstadt Köpenick statt. Für einen
Tag werden fünf Orte im öffentlichen
Raum zur Bühne. Höhepunkt ist wie im­
mer die Oper im Netz in der Grünstraße.
Informationen zum Programm:
www.schlossplatztheater.de
Marzahn
degewo verstärkt Engagement
Seit Kurzem gehört Stadtteilmanagerin
Daniela Froelich zum Team des Kun­
denzentrums Marzahn. Damit soll das
Engagement im Quartier noch deutli­
cher werden. Die Stadtteilmanagerin
will die Zusammenarbeit mit Bewoh­
nern und Akteuren verbessern und neue
Akzente, etwa im Bereich Bildung und
Ausbildung, setzen.
Emotionen: In Katharina Ismers Bildern
zeigt sich ihre Naturverbundenheit
geschwindigkeitsmessanlage, ein bunt
gemixtes Bühnenprogramm mit Live­
musik, Tanz, Akrobatik und Infostände
warten auf die Besucher.
Wer dieses Fest unterstützen möchte,
auch als Helfer beim Auf- und Abbau,
kann sich bei „FAIR“ melden:
Tel. 030 54704137.
Infos: www.info@fair-im-web.de
Köpenick
Fußball in den Sommerferien
Die Anmeldungen für das diesjährige
Fußball-Camp des Köpenicker SC haben
begonnen. Jungen und Mädchen im
Alter von 5 bis 14 Jahren können in den
ersten drei Juliwochen eine Woche lang
unter der Leitung erfahrener lizenzier­
te Trainer und bekannter ehemaliger
HAusmeister-umfrage
In der stadtleben 1/2012 wollte die
degewo von ihren Mietern wissen,
wie sie die Arbeit der Hausmeister in
den Quartieren beurteilen. Über 1.200
Leser haben sich an der Umfrage
beteiligt. Vielen Dank für die große
Resonanz. Die Gewinner der damit
verbundenen Auslosung werden
schriftlich benachrichtigt.
Fotos: Cathrin Bach/Konzept und Bild, Katharina Ismer, degewo, Pablo Castagnola
Berlin
Verantwortung für die Stadt
Gut zu Fuss:
Heike Dietz und
Frank Schülein
bieten Pumps,
flache Schuhe
oder Stiefel – alle
aus Leder und
handgefertigt
Im BAu: In Biesdorf entstehen elf
Reihen­häuser
Biesdorf
Baustart für Reihenhäuser
Biesdorf erfreut sich großer Beliebt­
heit und die Nachfrage nach den von
der gewobe in mediterraner Bauweise
errichteten Häuser ist groß. Jetzt wurde
der Startschuss zum Bau der letzten elf
Reihenhäuser gegeben. Fertigstellung
wird voraussichtlich Ende 2012 sein. Die
Häuser werden schlüsselfertig an die
Käufer übergeben. Besichtigungen sind
nach Terminabsprache möglich. Weitere
Baugebiete werden auf S. 18 vorgestellt.
Infos: gewobe, Kathrin Lindemann,
Tel. 030 26485-9112, www.gewobe.de,
E-Mail: kathrin.lindemann@gewobe.de
Charlottenburg,
Auf edlen Sohlen
über Berlins Pflaster
Unweit vom Savignyplatz lockt die Schuhboutique
„Standfest Schühlein“ ihre Kundinnen mit außergewöhnlichen
Schuhen und intensiver Beratung.
E
in erstauntes „Ah“ sei oft die erste Reaktion der Kundinnen beim Probelau­
fen hat Boutique-Besitzer Frank Schülein festgestellt. Mitinhaberin Heike
Dietz weiß warum: „Viele sind überrascht, wie gut sie in den Schuhen lau­
fen können.“ Denn elegant und dazu noch bequem – diese Kombination schließt
sich oft aus. Aber genau darauf hat Dietz sämtliche Modelle bei der Mailänder
Schuhmesse im Herbst 2011 an den eigenen Füßen getestet. Jetzt stehen ihre
Favoriten in dem hellen, freundlichen Laden in Charlottenburg. Auf einem roten
Plüschsofa kann man sie probieren: handgefertigte Schuhe der Marken Gadea, Tizi­
ana und Danilo di Lea aus Spanien und Italien. Alle Schuhe sind komplett aus Leder
und mit gepolsterten Sohlen – sogar die Flipflops mit den Swarovski-Steinen.
Ein Rabatt-Coupon gibt es auf der Seite 31. Standfest Schühlein, Goethestraße 72,
10625 Berlin, Tel. 030 81304227, Mo.–Fr. 10–20 Uhr, Sa. 10–17 Uhr
2/2012 stadtleben
9
tür an tür
Ich singe,
also bin ich
alles Im blick:
Thoralf Terl in
seinem Optikergeschäft
Thoralf Terl hat eine wohlklingende Passion.
So oft es geht, gibt sich der degewo-Mieter dem
Gesang hin – höchst professionell und auf der Bühne.
[ Text] Dora Sander [ Foto] Max Lautenschläger
A
ufrechte Haltung, fester Blick, volle Konzentration – dann bricht das Stimmgewitter los:
„Ich sing von früh bis spät, ich sing so oft es
geht. Ich sing, man glaubt es kaum, mitunter
auch im Traum.“ Spätestens wenn Thoralf
Terl an dieser Stelle von „Mir geht’s gut“ angekommen
ist, fließt ihm das Herz über. Denn in diesem Stück singt
er von dem, was er in seiner Freizeit am liebsten macht:
Singen. Der Text dieses Schlagers
aus dem Film „Lauter Liebe“ von
1940 hätte also durchaus von ihm
sein können. Vielleicht gehört
das Lied auch deshalb zu seinem
Bühnenprogramm. Denn Terl ist
Tonfilmschlagersänger und tritt
vor Publikum auf. Begleitet wird er
bei seiner Bühnenshow von Pianist
und Freund Michael Uhl.
Das nächste Mal tritt Thoralf Terl am 2. Juni auf. Wo?
Immanuelkirche Weißensee, Friesickestraße 15,
13086 Berlin. Das Konzert beginnt um 17 Uhr.
Informationen zum Sänger unter: www.terl.de
10
stadtleben 2/2012
Musikerkollegen:
Thoralf Terl (rechts)
mit Pianist und Freund
Michael Uhl
Foto: Thoralf Terl
In Terls Erinnerung spielt
Musik schon immer eine Hauptrolle. „Meine Musiklehrerin in der
Schule war beeindruckt, wie ich
voller Inbrunst geschmettert habe“, sagt der 45-Jährige. „So
viel Begeisterung am Liedgut bei einem Heranwachsenden
kommt ja nicht alle Tage vor.“ Und dabei hatte er zu dieser
Zeit noch keine Gesangsausbildung.
Die bekam er erst später und durch Zufall. Da war Thoralf Terl bereits 32 und eigentlich zum Vorsingen bei einem
Chor. Dessen Leiter, der Musikpädagoge und Stimmbildner
Hans Jochen Dahlke, nahm ihn zwar nicht ins Ensemble
auf, sah jedoch Leidenschaft und Potenzial und bot Terl privaten Unterricht an. Zehn Jahre feilte der dann an seiner
Stimme: „Für mich ist der Gesang der Ursprung der Musik.
Mit ihm will ich die Herzen der Zuhörer erreichen.“ Das
scheint dem Tenor zu gelingen, vor allem mit Musik der
1920er- bis 1950er-Jahre. Inzwischen erhält er zahlreiche
Anfragen zu Auftritten. Das erfordert ein gutes Zeitmanagement, denn Terl arbeitet tagsüber als Optiker in Marzahn. Gesungen wird danach.
titelthema
Entspannt: In der
Patchwork-Familie
Schnell/Hensel ist
Abitur kein Muss.
Klara, Vater Andrei
mit Jakob, Dominique
und Lotte (v. l.)
Alle(s) für den
Nachwuchs
Damit Kinder die Schule als lehrreiche und
dabei glückliche Zeit erleben, sind Eltern, Lehrer
und Sozialarbeiter gleichermaßen gefragt.
Je besser das Miteinander aller klappt, desto
größer ist der Erfolg.
[ Text ] Stefanie Pfingsten [Fotos ] Nora Bibel
W
Was tatsächlich das Beste für ein Kind ist, hängt vor allem
von seiner Begabung und seinen Interessen ab. Je enger Eltern
und Lehrer zusammenarbeiten und sich austauschen, desto
leichter lassen sich diese herausfinden und fördern. Denn nicht
jedes Kind ist zum Zahnarzt geboren, auch wenn Vater und
Mutter sich das sehnlichst wünschen.
Andrei Schnell braucht sich in dieser Hinsicht keine Gedanken zu machen: „Weil sich Lotte schon in der Grundschule gelangweilt hat, haben wir sie bereits zur 5. Klasse aufs Gymnasium wechseln lassen.“ Der blitzgescheiten Jugendlichen gefällt
es, schon mit 17 Abitur zu machen, auch wenn ihr Vater findet,
dass die Schultage zu lang sind und wenig Zeit für anderes >
12
stadtleben 2/2012
»Uns ist wichtig,
dass die Kinder
das tun können,
was zu ihnen
passt und ihnen
gefällt.«
Dominique Hensel, Kiezreporterin
Fotos: xxxxxxxxxxxx
ie unterschiedlich Kinder sind, erleben Andrei Schnell und Dominique Hensel jeden
Tag. Die Patchworkfamilie lebt mit ihren
drei Kindern Lotte (13), Klara (10) und Jakob (3) in einer Vier-Zimmer-Wohnung der
degewo im Brunnenviertel. Während der eisenbahnbegeisterte
Jakob in die Kita Wolgaster Straße direkt um die Ecke geht, besucht Lotte ein Gymnasium. Klara, die Mittlere, geht auf eine
Grundschule. Sie hat derzeit Ökologie als Wahlfach, spielt leidenschaftlich Badminton und ist nicht ganz so schulbegeistert
wie ihre Schwester.
Die zwei Mädchen gehören zu den derzeit über 292.000 Berliner Kindern, die eine der 806 allgemeinbildenden Schulen im
Stadtgebiet besuchen. Mehr als ein Drittel von ihnen sind dabei „nichtdeutscher Herkunftssprache“, wie es in der Schulstatistik der Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft
und Forschung heißt. Doch egal, woher eine Familie stammt,
welchen Hintergrund und welchen Bildungsstand sie hat: Die
meisten wünschen sich für ihre Kinder eine gute Schulausbildung und damit den bestmöglichen Start ins spätere Berufsleben. Unterstützt werden Eltern und Schüler dabei vielfach von
hoch engagierten Lehrern, Schulleitern und Sozialarbeitern,
die mit modernen und adäquaten Konzepten auch Schulen
in schwierigeren Quartieren, den sozialen Brennpunkten der
Hauptstadt, attraktiv machen.
Gute Bildung für alle
titelthema
»Wir versuchen die Eltern
dafür zu sensibilisieren,
mehr Zeit mit ihren
Kindern zu verbringen.«
Fahri Babür Baykara, Sozialarbeiter
»Die Kinder wissen, dass sie immer zu uns kommen können
und dass wir ihnen helfen.« Inken Kretschmer, Schulleiterin
duelle Bewertung mithilfe von Logbüchern, Zertifikaten und Bilanzgesprächen abgelöst wurden, hat
sich sehr positiv ausgewirkt. „Wir erreichen die Eltern jetzt deutlich besser als früher“, erklärt Kretschmer. „Denn die Kinder selbst laden ihre Eltern zu
diesen Gesprächen ein und deshalb kommen auch
alle. Das ist anders als früher beim klassischen Elternsprechtag.“ Vor allem aber werden mit Eltern
und Schülern jetzt ganz konkrete Ziele für das jeweils nächste Halbjahr besprochen und Probleme
direkt im Gespräch gelöst.
Besonders wichtig ist Inken Kretschmer, dass
sich die Kinder in der Schule gut aufgehoben fühlen.
„Sie wissen, dass sie immer zu uns kommen können,
egal worum es geht und dass wir ihnen dann helfen.“ Zum Beispiel, wenn die Eltern dagegen sind,
dass ihr Kind Abitur macht, obwohl es das möchte
und könnte. „Ein Schüler hat zeitweise sogar bei einem Klassenkameraden gewohnt, dessen Eltern das
mit unterstützt haben“, erzählt Kretschmer.
Doch es geht auch darum, den Eltern zu helfen,
gerade denen, die sich überfordert fühlen und Angst
vor Institutionen und Behörden haben. „Wir erklären ihnen, dass das Jugendamt in erster Linie dazu
da ist, sie zu unterstützen und es keine Schande ist,
sich Hilfe zu holen.“
nen derzeit 950 Kinder – vom Erstklässler bis zum
bleibt. Einmal pro Woche besucht sie zudem die Musikschule und lernt auf
Abiturienten. 70 Prozent der Schüler sind nichtdeutdem Horn zu blasen. „Und ich habe immer noch genug Zeit, mich mit meischer Herkunft. Als Schulleiterin Inken Kretschmer
nen Freundinnen zu treffen“, meint Lotte. Ihre Schwester Klara dagegen
1993 als Biologie- und Sportlehrerin hierherkam, lag
übt zu Hause auf dem Keyboard. Andrei Schnell: „Ich war immer unmusidieser Anteil noch bei zehn Prozent. „Seitdem hatkalisch und wollte, dass die Kinder wenigstens einen Bezug zur Musik beten wir eine enorme Entwicklung“, sagt die 48-Jähkommen. Ein Instrument hätten sie aber nicht unbedingt lernen müssen.“
rige, die sich die Schulleitung mit drei Kolleginnen
Andrei Schnell und Dominique Hensel, die als Kiezreporterin im Brunund einem Kollegen teilt. „Heute lernen Kinder aus
nenviertel arbeitet, sind sehr offene Eltern. „Uns ist wichtig, dass die Kin30 Nationen bei uns.“
der das tun können, was zu ihnen passt und
Dabei seien es vor
ihnen gefällt“, sagt die 35-Jährige. „Bei Klaallem die türkischen
ra werden wir es von der Empfehlung der
Netzwerk für Bildung
Eltern, denen die InLehrerin abhängig machen, wohin sie nach
tegration wichtig ist,
der 6. Klasse wechselt.“ Denn Gespräche mit
Brunnenviertel: Zu diesem Bildungsverbund gehören
insgesamt neun Schulen, darunter die Gustav-Falkedie sich genau nach
Klassenlehrern und Eltern, bei denen auch
Schule, die Vineta-Schule und die Ernst-Reuter
dem Ausländeranteil
die Kinder mitreden können, gehören an ihSekundarschule
einer Schule erkunrer Grundschule zum Konzept.
Gropiusstadt: Zwölf Schulen sind hier vertreten, unter
digen, bevor sie sich
anderem die Janusz-Korczak-Schule, die Walter-Groentscheiden.
Solche „Bilanzgespräche“ gibt es
pius-Schule, die Walt-Disney- und die Liebig-Schule.
Dass in der Waltereinmal pro Halbjahr auch an der WalterBildungsnetzwerk Marienfelde: Hierzu gehören vier
Gropius-Schule
in der
Gropius-Schule in Neukölln. An dieser geSchulen – Marienfelder Grundschule, Kiepert-Schule,
7.
und
8.
Klasse
die
Nobundenen Gemeinschaftsschule, die zum
Solling-Schule und Gustav-Heinemann-Schule
ten durch eine indiviBildungsverbund Gropiusstadt gehört, ler-
Die brauchen Irfan und Melike Gümüs nicht.
Ihre Tochter Selin geht in die 5. Klasse der WalterGropius-Schule und es gibt keine Probleme. Nur
die gemeinsamen Ausflüge seien weniger geworden. „Früher sind wir samstags auch regelmäßig
Schwimmen gegangen“, erzählt Mutter Melike,
„aber dafür ist jetzt nicht mehr so viel Zeit.“ Das liegt
weniger daran, dass im Mai die dritte Tochter zur
Welt kommt, sondern daran, dass Selin jetzt in der
Ganztagsschule ist. „Dadurch, dass die bis 16 Uhr
geht, wird Selin natürlich noch selbstständiger“, sagt
Vater Irfan. „Andererseits achten wir auch darauf,
dass das Sozialleben nicht zu kurz kommt.“ Darum
wird die zweite Tochter Beril, wenn sie im Sommer
eingeschult wird, zunächst nur halbtags die WaltDisney-Grundschule in der Gropiusstadt besuchen.
Wichtig ist den Eltern, dass die Schulen viele
Angebote machen, zum Beispiel Musik- oder Computerunterricht. „Jedes Kind hat doch seine eigenen
Talente“, so Melike Gümüs. „Wenn man diese fördert, ist das gut für das Selbstvertrauen.“ Deshalb
müssten Eltern und Lehrer zusammenarbeiten.
Engagiert: Schulleiterin Inken Kretschmer ist auch die Medienkompetenz ihrer Schüler wichtig. Dafür wurden 300 Laptops angeschafft
14
stadtleben 2/2012
Hausbesuche:
Fahri Babür
Baykara findet so
besser Kontakt zu
den Eltern
Spielerisch:
Yvonne Schmadlowski
gestaltet auch Freizeit
mit den Kindern
>
2/2012 stadtleben
15
Gute Bildung für alle
titelthema
und die Grammatik zu verbessern – mit
Spielen und Geschichten. Doch ohne die
Unterstützung der Eltern geht es nicht.
Deshalb erklärt Fahri Baykara ihnen das
Programm nicht nur bei einem ersten
Treffen in der Schule, sondern macht
auch Hausbesuche. „Den Eltern wird
schnell klar, dass da etwas in der Schule stattfindet, dass ihren Kindern hilft“,
ist seine Erfahrung. Aber viele hätten
einfach andere Sorgen. „Trotzdem versuchen wir sie dafür zu sensibilisieren, sich
mehr Zeit für ihre Kinder zu nehmen“, so
Baykara. Seine Erfahrung: Die meisten
Eltern sind dazu auch bereit.
Anders als Baykara ist Sozialarbeiterin Yvonne Schmadlowski für alle 400
Kinder und deren Eltern an der VinetaGrundschule zuständig. Und das seit
fünf Jahren. Sie betreut unter anderem
das soziale Lernen, bildet Konfliktlotsen
aus, schlichtet Streitigkeiten, betreut ein
Elterncafé, ein Elternaktivierungsprogramm und Freizeitaktivitäten der KinGemeinsam:
der. Die Zusammenarbeit mit Lehrern,
Irfan und Melike
Erziehern und Behörden ist eng. „Die
Gümüs verbringen gerne viel Zeit
Lehrer melden sich bei mir, wenn ihnen
zusammen mit
bei einem Schüler etwas auffällt und sie
ihren Töchtern
sich Sorgen machen“, so Schmadlowski.
Selin (10) und
Beril (5)
„Da geht es nicht nur um Aggressionen,
sondern auch darum, warum ein Kind
nicht lernt, keine Brille hat, obwohl es
eine bräuchte, oder im Winter zu dünne
Kleidung trägt. Dann sprechen wir mit
allen Beteiligten und suchen nach Lösungen, auch nach finanziellen, zum Beispiel über das Jugendamt.“ Sie weiß: Wer
miteinander redet, kann Vorbehalte und
Melike Gümüs, Mutter von zwei Töchtern
Ängste ausräumen. Wenn es Sprachprobleme gibt, was bei einem Schüleranteil
von 92 Prozent nichtdeutscher Herkunft
öfter vorkommt, hilft Kollege Baykara oder ein DolIrfan Gümüs, der nach einer Maschinenschlosserlehre das Abitur nachgemetscher.
holt hat und Bauingenieur ist, findet, dass den Kindern in der Schule heute
Das Vertrauen, dass ihr die Schüler und Eltern ent­viel mehr abverlangt wird als früher. Ob die Töchter aber Abitur machen,
gegenbringen, ist wichtig für die Zukunft der Kinder.
ist für Irfan und Melike Gümüs nur zweitrangig. „Sie sollen einen Beruf
„Je enger wir da das soziale Netz knüpfen und zusamfinden, in dem sie glücklich sind. Denn wenn man etwas gerne tut, ist man
menarbeiten, desto besser können wir die Kinder
auch erfolgreich.“
auffangen und ihnen Halt geben“, so Schmadlowski.
Das sieht Fahri Babür Baykara auch so. Er ist Sozialarbeiter Ihrer Meinung nach sind Schulen gerade an sozialen Brennpunkten für mehr als Wissensvermittlung
und betreut seit August 2011 unter anderem an der zum Bildungsverbund
zuständig. „Für die Kinder ist die Schule oft ein
Brunnenviertel gehörenden Vineta-Grundschule im Wedding das ModellSchutzraum, wo sie lernen und spielen können und
projekt „MITsprache“ der Schoewel Stiftung Fairchance. Dieses Projekt
gefördert werden.“ Gerade gemeinsame Freizeiten,
fördert Kinder, die bereits bei der Einschulung sprachliche Förderung beMuseums- oder Zoobesuche beeindrucken die Kinnötigen. Baykaras Muttersprache ist Türkisch. Deshalb fällt es ihm leicht,
der nachhaltig. „Davon erzählen sie noch lange“, so
mit den Eltern der Erstklässler in Kontakt zu kommen. „Aber auch deutSchmadlowski. Und das sei wichtig für die soziale
sche Kinder haben Sprachprobleme“, nimmt Baykara die Frage nach dem
und persönliche Entwicklung. Denn wer die SchuIntegrationsproblem vorweg. „Denn diese sind keine Frage der Nationale als gebildete und gefestigte Persönlichkeit ver­lität, sondern hängen mit dem Bildungsstand der Eltern zusammen.“ Die
Kinder selbst erhalten Förderstunden, um ihren Wortschatz zu erweitern
lässt, kann sein Leben selbstbestimmt gestalten.
Damit kein Kind verloren geht
Die Qualität von Kitas und Schulen ist ein wichtiges Kriterium von Familien bei der Entscheidung für ein Wohnquartier. Ein gut funktionierender Bildungsverbund schafft Angebote und
kann ein Wohngebiet stabilisieren, sagt Eduard Heußen, Leiter der Bildungsverbünde.
[Interview ] Michaela HArnisch
Warum gibt es die Bildungsverbünde
in der Gropiusstadt, im Brunnenviertel
und in Marienfelde?
Im Brunnenviertel im Wedding hat es
2006 angefangen. Die degewo hat den
Anstoß gegeben, weil sie herausgefunden hat: Die Schulen sind wichtig
für das Wohnen. Wo die Kraft der
Verwaltung nicht ausreicht, hat die
degewo Verantwortung übernommen.
Die Kinder sollen eine Bildungsperspektive, also gute Schulen haben.
Schulen mit schlechtem Ruf veranlassen viele Familien wegzuziehen.
Gemeinsam im Verbund waren die
Schulen bereit, sich weiter zu entwickeln. Natürlich gibt es auch gute
Schulen ohne Verbund. Aber wenn
man einmal in Schwierigkeiten steckt,
nicht so attraktiv wirkt, erreicht man
gemeinsam mehr. Ein gut funktionierender Bildungsverbund kann ein
besseres Gesamtangebot bieten und
ein Wohngebiet stabilisieren.
16
stadtleben 2/2012
Foto: Eduard Heußen
»Jedes Kind hat seine eigenen Talente.
Wenn man die fördert, ist das gut fürs
Selbstvertrauen.«
Wer beteiligt sich daran und worin
besteht die gemeinsame Arbeit?
Der Bildungsverbund Gropiusstadt ist
inzwischen der größte und aktivste.
Zwölf Schulen und mindestens so viele Kitas arbeiten eng zusammen. Wir
arbeiten am Übergang von der Kita
in die Grundschule – damit kein Kind
verloren geht – und am Übergang von
der Grundschule in die Oberschule, damit kein Bruch entsteht. Am
Anfang dieses Jahres haben wir mit
interessanten Unternehmen die Zukunftsakademie Gropiusstadt für den
Übergang in den Beruf gegründet.
Wir führen gemeinsame kulturelle
Projekte durch und haben uns mit der
Technischen Universität Berlin in die
Gestaltung von Schuleingängen und
Aufenthaltsorten eingemischt.
Wie erreichen sie die Kinder und
Jugendlichen? Besonders jene, deren
und nichtdeutscher Herkunftssprache
zusammen lernen. Die Willy-BrandtSchule hat einen Weg gefunden, in
einem sehr schwierigen Umfeld die
Leistungen deutlich zu verbessern
und die Abschlussquote zu steigern.
Dafür haben sich die Lehrer mit
großer Motivation eingesetzt. In allen
Verbünden haben die Schulen die
Türen geöffnet und Eifersüchteleien
überwunden. Wir sind auf einmal
interessant geworden, weil sich bei
uns etwas tut. Das zeigt auch das
Presse-Echo.
kenner der materie: Eduard
Heußen kümmert sich um Bildung
Eltern kein Interesse an Bildung und
Erziehung haben?
Eigentlich gibt es keine Eltern, die
sich nicht doch für ihre Kinder inter­
essieren. Manche wissen nur nicht,
wie sie ihre Kinder in der Schule
unterstützen können. Das war Thema
in allen Verbünden und wir haben
interessante Wege gefunden, die Eltern in der Bildungsarbeit mitzunehmen. Den Kindern und Jugendlichen
geben wir die Möglichkeit, die Welt
außerhalb der Schule zu erfahren.
Im Brunnenviertel haben wir einen
Dichterwettstreit in einem Seniorenheim ausgetragen und Politikern auf
den Zahn gefühlt. In der Gropiusstadt
trainieren wir Kommunikation für
den Einstieg ins Berufsleben und
gehen ins Konzerthaus am Gendarmenmarkt.
Worin zeigen sich die Erfolge der
Arbeit?
Fast alle Schulen stehen jetzt in einer
dynamischen Entwicklung, auch
wenn es manchmal Rückschläge gibt.
In der Gustav-Falke-Schule im Wedding ist es sogar gelungen, dass endlich wieder alle Kinder mit deutscher
Wird es in weiteren Quartieren der
degewo Bildungsverbünde geben?
Der Vorstand der degewo will das.
Doch nicht überall gibt es dafür die
richtigen Partner. Aber wir haben
Geduld. In Marzahn will beispielsweise der Bürgermeister, dass in wenigen
Jahren alle Schüler einen Schulabschluss erlangen und den Übergang
in den Beruf schaffen. Dafür wird er
die Zusammenarbeit der Schulen,
eigentlich auch schon der Kitas brauchen. Nur mit einem konsequenten
Lern- und Motivationsaufbau von Anfang an und nur mit aktiven Partnern
aus der Wirtschaft ist dieses Ziel zu
erreichen.
Die Bildungsverbünde in der Gropiusstadt, im Brunnenviertel und das
Bildungsnetzwerk in Marienfelde
arbeiten auf drei Ebenen. Am Anfang
steht eine Defizitanalyse: Was fehlt,
was liegt im Argen? Dann beginnt
die Aufwertungsstrategie bei den
Kollegien der beteiligten Schulen und
der Kindertagesstätten im Gebiet. Die
nächste Ebene sind die äußeren Unterstützungssysteme, Unternehmen,
kommunale Einrichtungen, Bibliotheken, Volkshochschulen, Polizei usw.
Zur dritten Ebene gehören die Kinder,
Jugendlichen und deren Eltern.
2/2012 stadtleben
17
Ortstermin: Bauleiter Ronald
Stube erklärt Madeleine Rodriguez,
Krysteen Weiher, Christian
Nosinski und Reinhard Voß dem
Baufortschritt (von links)
wohnen und leben
wohnen und leben
Klug geplant: Vom
Plan (oben) bis zur fertigen
Immobilie (unten)
Im gespräch: Reinhard Voß
mit Bauleiter Ronald Stube (oben,
v. l.), Pause zwischen Gasbeton
Hinter den Kulissen
Teil 2
besprechung: Wie
ist der Stand bei jedem
einzelnen Projekt?
Bauen auf der
grünen Wiese
Vom ersten Plan bis zur Schlüsselübergabe im
fertigen Haus: Reinhard Voß und sein Team entwickeln
Grundstücke. Ein Job, bei dem sich Erfahrung auszahlt.
[ Text] Andreas Lang [Fotos] Marc Brinkmeier
W
illkommen in der Kleetausiedlung. Schon von Weitem
ist das überdimensionale Bauschild an der Ewaldstraße in Altglienicke zu erkennen. Unter den großen Lettern leuchtet eine saftig grüne Wiese, Mädchen und
Jungen schicken Seifenblasen in die Luft – ein schöner
Ausblick ist das. Noch spielt allerdings kein Kind auf dem von Bauzäunen
umrahmten Acker. Dafür, dass es hier mal so aussieht wie auf dem Schild,
ist Reinhard Voß und seine neunköpfige Abteilung Grundstücke/Neubau/
Grundstücksentwicklung zuständig. Die degewo-Mitarbeiter entwickeln,
bebauen und vermarkten unbebaute Fläche, die dem Wohnungsunternehmen gehört. Stadtweit sind noch rund 400.000 m2 zu entwickeln.
35.000 m2 davon erstrecken sich an der Ewaldstraße. „84 Wohneinheiten
stehen bereits, 13 sind im Bau, 13 weitere geplant“, rechnet Voß vor. „Laufen
Verkauf und Vermietung weiter so gut, werden wir in Kürze weiterbauen“,
sagt er und strahlt mit der Sonne um die Wette an diesem Frühlingstag
Ende April. Kein Wunder, denn die Nachfrage nach Wohnraum ist groß, die
18
stadtleben 2/2012
Zinsen sind günstig. „Derzeit geht alles weg wie warRegel. Rechnet man die bereits bewohnten Häuser hinzu, wird hier schon
me Semmeln“, sagt Christian Nosinski. Er ist zustän­seit einem Jahrzehnt gebaut. „Es ist ein bisschen, wie einem Kind beim
dig für das kaufmännische Projektmanagement.
Aufwachsen zuzuschauen“, sagt Voß.
Der Weg zur Baustelle führt durch den gut asSechs solcher Projekte betreut die degewo derzeit parallel. Angefanphaltierten Bohnsdorfer Weg, an den ein breiter
gen hatte alles kurz nach der Wende mit der „Parkstadt“ Falkensee. Voß,
Radweg anschließt. Kein Zufall: „Straßen und RadWeiher und Rodriguez sind seither im Team, Nosinski kam etwas später
wege anzulegen gehört zur Erschließung der Inhinzu. Über viel Erfahrung verfügen sie alle. Das schafft Raum für Freiheifrastruktur“, erklärt Projektmanagerin Madeleine
ten. „Ich schätze unser hohes Maß an Eigenverantwortung“, sagt Krysteen
Rodriguez. „Erst wenn wir die abgeschlossen haben,
Weiher. Madeleine Rodriguez mag darüber hinaus die Vielfalt: „Man muss
erteilt uns der zuständige Bezirk Baurecht“, fügt die
trotz all der Jahre immer flexibel bleiben.“ Etwa, wenn beim Erschließen
technische Projektleiterin Krysteen Weiher hinzu.
der Infrastruktur unerwartet alte Munition im Boden auftaucht.
Neben dem Straßenbau zählen dazu die „Medienträger“ Gas, Wasser, Strom und Telefon. Außerdem
Teambesprechung bei Reinhard Voß in der Zentrale an der Potsdamuss die degewo als Bauherr auch sogenannte Folmer Straße. An der Wand hängen Pläne aller Bauprojekte. Bunte Rechtecke
gekosten tragen, also zum Beispiel für die soziale
zeigen den Baufortschritt an – Grün heißt verkauft, Gelb frei. Hier laufen
Infrastruktur wie Kitas oder Schulen sorgen.
alle Fäden zusammen: Intern arbeitet das Team eng mit der VermarkIn der Kleetausiedlung ist alles erschlossen, es
tungstochter gewobe, der Rechnungsabteilung, der Vergabestelle und den
wird fleißig gebaut. Das Team betritt mit Bauleiter
Kundenzentren zusammen – extern mit Hoch- und Tiefbau-, GrünflächenRonald Stube einen Rei­
henhaus-Rohbau, um die
und Bauämtern sowie Firmen der Energie- und KommunikationsmedienFortschritte zu begutbranche. Da gilt es, den Überblick
achten. „Präsenz vor
zu behalten und flexibel zu sein.
Ort ist wichtig“, so
Manchmal passieren auch seltsaDie Kleetausiedlung
Voß. Ein Bauarbeiter
me Sachen: „Da rief mal jemand
Das neue Quartier befindet sich nahe dem Hauptstadtflughafen
kommt ihm auf der
an und berichtete von einem
BER und ist doch ruhig und grün gelegen. Dreizehn Reihenhäuser
Treppe entgegen, das
Pony auf unserem Grundstück“,
baut die degewo derzeit in Treptow-Altglienicke. Die Kaufpreise
Gesicht schneeweiß
erzählt Nosinski. „Obwohl das
beginnen bei 190.000 Euro. Interessenten können sich mit ihren
vom Verputzen. Zwei
nicht unser Problem war, sind wir
Fragen an Kathrin Lindemann wenden: Tel. 030 26485-9112,
bis drei Jahre dauert
hingefahren und haben es ein­ge­E-Mail: kathrin.lindemann@gewobe.de
so ein Projekt in der
­fangen – es war ausgebüchst.“
2/2012 stadtleben
19
wohnen und leben
Eine runde Sache
Im fuchsbau: degewo-Mieter packten die Gelegenheit beim Schopfe und ließen sich von
Manager Bob Hanning den Spielort des Bundesligisten Füchse Berlin in der Schmeling-Halle zeigen
[Text] Reiner schweinfurth [Fotos] Pablo Castagnola
Auserwählt: degewo-Mieter dürfen
bei der Führung auch das Pressepodium testen
D
ie Füchse Berlin, das ist ein Handballwunder, das sich vor wenigen Jahren
noch kaum jemand vorstellen konnte.
Und der Verein selber reibt sich gelegentlich noch die Augen: Als Spitzenteam in der Bundesliga und mittlerweile auch
geachteter Club in der Champions League sind die
Berliner gefürchtete Gegner. Mitbeteiligt an dem
Erfolg ist auch die degewo. Als Sponsor und guter
Geist, wenn einzelne Spieler kurzfristig ein Dach
über dem Kopf brauchen, hat das Wohnungsunternehmen offenbar auf den richtigen Imageträger
gesetzt. Kein Wunder, dass zahlreiche Mieter der
Einladung zur Sonderführung durch das Trainingszentrum der Füchse in der Max-Schmeling-Halle gefolgt sind. Die degewo-Besuchergruppe kommt aus
Köpenick, Steglitz, Lankwitz oder Charlottenburg.
„Eine tolle Idee, uns so etwas zu ermöglichen“, sagt
Mieter Hans-Jochen Schefe.
lierbar bleiben. Damit spricht er Herbert Nosutta aus Marzahn aus dem Herzen: „Endlich
mal Leute, die auf dem Teppich bleiben.“
Als die Füchse vor sechs Jahren neu
durchstarteten, kamen etwa 350 Zuschauer
zu den Spielen. Im darauf folgenden Jahr
wurden 17 Dauerkarten verkauft. Und heute? „Im Durchschnitt wollen 8.000 Leute dabei sein, wenn wir spielen. Von vornherein
wollten wir das Ost-West-Ding weghaben.
Das hat zwar gedauert, aber wir sind mittlerweile ein Gesamtberliner Verein, der das
auch in die Stadt hineinträgt.“ Wichtig sei
deshalb, dass gerade der Nachwuchs aus der
Hauptstadt kommt. Man lässt sich genügend
Zeit, um die Jungs in der Bundesliga zu präsentieren. Der Lohn: Mittlerweile haben die Füchse schon elf Spieler für
die Nationalmannschaft abstellen können.
Bob Hanning ist die Seele des Vereins. Sport ist für ihn viel mehr als
Unterhaltung oder die Jagd nach Siegen und Punkten. Auf Nachfrage berichtet er, wie sich der Verein um junge Menschen kümmert. „Wir holen
die Kinder von der Straße, damit sie keinen Unsinn treiben. Unser Ansatz
klappt auch mit straffällig gewordenen Jugendlichen. Wir sind eine Familie hier. Die Kids spüren das und wollen dann dazugehören. Dafür schinden sie sich. Die körperliche Anstrengung wirkt da manchmal Wunder.“
Aus dem Buffetraum für die Spieler geht es weiter zum Massageraum.
Da liegen die Sportler und werden für das gleich stattfindende Spiel in
Form geknetet. Beim Gang durch die Halle zeigt Ulrike Oertel vom Füchse-Management auch den Raum für die Pressekonferenzen. „Von hier
kommen alle wichtigen Infos“, sagt sie. Es hat eine Weile gedauert, bis die
Medien endlich prominent berichteten. Klar, es könnte immer noch mehr
sein. Für die Promotion sorgt der Verein aber auch selbst. So werden die
Heimspiele auf der Homepage live übertragen.
Auf dem Weg zur VIP-Tribüne geht es durch die Lounge, in der die Gäste
verköstigt werden. Alle sollen sich wohlfühlen. Damit dies auch so bleibt,
Zu Beginn gibt es eine spezielle Einführung, spielen die Füchse sich anschließend in einen Rausch und erringen den
höchsten Heimsieg in der Bundesliga seit dem Aufstieg. Auch wer keine
vom „Mister Füchse“ persönlich. Bob Hanning empgroße Ahnung vom Handball hat, sieht, dass hier ein besonderes Team am
fängt die Gruppe freundlich und leitet sie erst mal
Start ist. Gegner Eintracht Hildesheim wird mit 38:16 regelrecht zerlegt. Die
in die Katakomben des riesigen Gebäudes, dem man
Hessen haben von Beginn an keine
seine Dimensionen nicht ansieht,
Chance. Die Tempovorstöße der Berso geschickt wurde es in die Tiefe
liner sind so schnell, der Abschluss
gebaut. Die Besucher erfahren,
Soziales Engagement
so präzise, dass einem die Manndass die Füchse kein abgehobeDie Füchse und EASTPAK haben ein gemeinsaschaft aus Westdeutschland leid tun
ner Geldverein sein wollen. „Uns
mes Projekt, bei dem sieben Berliner Jugendliche
kann. Michael Zarth, Marketing-Chef
geht es um ein familiäres Klima“,
einmal jährlich die Chance bekommen, nach
der degewo, der die Mieter während
sagt Hanning. „Wir wollten und
einem dreimonatigen Betriebspraktikum eine Ausbildung zu absolvieren. Hierfür werden jederzeit
ihres Besuchs betreut, sagt: „Toll.
wollen uns weiterentwickeln,
engagierte Unternehmen gesucht. Infos: Maria
Das war eine runde Sache.“ Damit
ohne bei der Bank in der Kreide
Urso und Astrid Sammet vom Projekt JobInn,
spricht er allen aus dem Herzen.
zu stehen. Das muss alles kalkuTel. 030 28475180, E-Mail: jobinn@gangway.de
20
stadtleben 2/2012
Begeisterung:
Die degewo-Besucher
sind Fans der
Handballprofis
Spannung: Hildesheim (dunkle Trikots) hatte gegen die
Berliner keine Chance. Manager Bob Hanning kümmert sich
um die degewo-Gäste (unten)
Spielstätte: Die Schmeling-Halle ist
die Heimat der Füchse Berlin. Im Presse­
raum erhalten die Medien Informationen
Wohnen und leben
Ratgeber
Auf der sicheren Seite
Pflanzen
Blumentöpfe oder -kästen
sind ein schöner Balkonschmuck. Sie sind gut zu befestigen, damit sie bei Sturm und Regen
nicht abstürzen. Obacht auch beim Gießen: Das Wasser darf nicht die Fassade
oder die unten wohnenden Nachbarn
schädigen. Die dürfen sowieso von
der Balkonbepflanzung – etwa
rankenden Gewächsen –
nicht beeinträchtigt
werden.
Sie haben Fragen rund ums Wohnen? Wir wollen Ihnen mit Rat und
Tat zur Seite stehen. Zu Themen wie Sicherheit im Haushalt, Energiesparen,
Grünpflege oder Betriebskosten: Fragen Sie einfach unsere Experten!
Der direkte Draht
Baum, jung, einsam, sucht:
netten, fürsorglichen Baumpaten!
Haben Sie nicht Lust, für einen jungen Baum eine
Patenschaft zu übernehmen?
22
stadtleben 2/2012
Bäume/Beete
Besonders bei
anhaltender Trockenheit
brauchen Bäume und Beetpflanzen Zuwendung. Bereits
kleine Aktionen haben eine
große Wirkung: Ein Eimer mit
Wasser ist schnell gefüllt
und die Pflanzen
danken es.
Foto: Stefanie Röthig Grafik: KircherBurkhardt Infografik
Bäume übernehmen im
wirklich gut geht, benötiStadtgebiet wichtige
gen wir Ihre Mithilfe.
Funktionen: Sie binden
Mit einer BaumpatenSchadstoffe, produzieschaft übernehmen Sie
ren Sauerstoff, spenden
einen wichtigen Anteil
Schatten und verbesam Erhalt des wertvollen
sern dadurch das Stadtdegewo - Baumbestanklima. Darüber hinaus
des. Die wichtigste Aufgasorgen sie für mehr Auf- Stefanie Röthig, be der Baumpaten ist es,
Grünflächenenthaltsqualität in unsewährend der Sommermomanagement
ren Wohnquartieren.
nate den Baum vor Ihrer
Bedingt durch den gloTür zu wässern. Mit circa
balen Klimawandel haben wir es
60–80 Liter Wasser in der Woche
zunehmend mit langen Trockenkönnen Sie Ihrem „Patenkind“
perioden zu tun. Den Bestand
das Leben retten.
zu pflegen, ist deswegen sehr
Eine weitere wichtige Aufgaarbeitsintensiv und kann mit
be ist die Benachrichtigung der
dem vorhandenen Personal und
degewo, falls Schäden am Baum
beauftragten Grünfirmen leider
beobachtet werden.
nicht immer in vollem Umfang
Mit Ihrer Baumpatenschaft übersichergestellt werden. Vor allem
nehmen Sie ein freiwilliges Amt,
bei Neupflanzungen ist in den
für das sich die degewo in ideeller
ersten Jahren die Bewässerung
Weise bedankt. Wir werden die
von großer Bedeutung. In den troNamen der Paten in unserer Mieckenen Monaten müssen innerterzeitschrift veröffentlichen und
halb kürzester Zeit eine Vielzahl
Ihnen eine ansprechend gestalvon Bäumen in unseren Wohnantete Urkunde mit der Aufschrift
lagen und angrenzenden Straßen
„Ich bin Baumpate“ anbieten.
mit Wasser versorgt werden. BeDen größten Dank erhalten Sie
sonders in den Sommermonaten
jedoch von anderer Stelle – von
ist daher die Unterstützung von
dem Baum vor Ihrer Haustür, der
engagierten Mieterinnen und
mit Ihrer Hilfe wächst und gedeiht.
Mietern besonders wichtig.
Übrigens müssen Sie sich nicht
In unseren Wohnanlagen Feuchtdauerhaft binden. Sollten Sie Ihr
wangerweg und Agnes-StraubPatenamt wieder aufgeben wolWeg in der südlichen Gropiuslen, können Sie das jederzeit tun.
stadt haben wir im Zuge von
Modernisierungsmaßnahmen
Wollen Sie Baumpate in der süd­
im vergangenen Jahr zahlreiche
lichen Gropiusstadt werden?
Grün- und Außenanlagen neu anDann wenden Sie sich bitte an das
gelegt und verschönert. Darunter
degewo-Kundenzentrum Süd,
Ebereschen, kleine RotahornbäuJoachim-Gottschalk-Weg 9,
me, aber auch Staudenbeete. DaTel. 030 26485-2136, E-Mail:
mit es diesen Jungpflanzen auch
stefanie.roethig@degewo.de
Hundehaltung
in der Mietwohnung ist nur
mit Erlaubnis des Vermieters
möglich. Außerhalb der Wohnung
muss ein Hund immer angeleint sein.
Achten Sie auch darauf, die Hinterlassenschaften in die dafür vorgesehenen
Behälter zu entsorgen. Junge Bäume
und Büsche gehen ein, wenn sie
ständig Hundekot und -urin
ausgesetzt sind.
Lärm
In der warmen Jahreszeit sitzt es sich draußen am
schönsten. Besonders in den
Abendstunden muss dabei aber
Rücksicht auf die Mitbewohner genommen werden. Die dürfen durch Musik
und laute Gespräche nicht gestört
werden. Ab 22 Uhr gilt Nachtruhe.
Dann kann die Party in der Wohnung und bei Zimmerlautstärke weitergehen.
Sichtschutz
Der Mieter darf auf seinem
Balkon Stühle, Bänke oder
Tische aufstellen. Sonnenschirme
sind ebenfalls kein Problem. Anders
verhält es sich bei Markisen. Sobald
eine bauliche Veränderung notwendig
ist, muss der Vermieter einverstanden
sein. Dazu gehören auch Sichtschutzwände, wenn die höher
als das Balkongeländer
sein sollen.
Auf einen friedlichen Sommer im Quartier
Wenn die Tage wärmer werden und
die Abende länger, dann ist Balkonzeit.
Geranien und Petunien verwandeln
vielerorts die Fassade in ein Blütenmeer.
Sonnenschirme leuchten in Knallfarben
um die Wette und der Besuch sitzt noch
bis spät bei Kerzenschein und Rotwein.
Aber was dem einen Freude, ist dem
anderen Verdruss. Es geht immer um
die gleichen Ärgernisse: unerwünschte
Gerüche, Lärm, fehlender oder zu viel
Sichtschutz, tropfende Balkonkästen.
Deshalb heißt es dort, wo viele Menschen unter einem Dach wohnen: Wenn
man sich gegenüber anderen so verhält,
wie man selbst behandelt werden
möchte, dann kann gar nichts schief
gehen. Gegenseitige Rücksichtnahme
ist die Voraussetzung für ein friedliches
Zusammenleben.
Infos sind in allen Kundenzentren
erhältlich. Weitere Hinweise enthält die
Broschüre „Mieterrechte und Mieterpflichten“. Sie kostet 6 Euro und kann
beim DMB-Verlag, 10169 Berlin oder
www.mieterbund.de gekauft werden.
2/2012 stadtleben
23
berliner Ansichten
Berliner ansichten
Dornröschen ist
aufgewacht
Das Brunnenviertel gewinnt immer mehr Freunde.
Künstler und Medienarbeiter haben den Kiez rund um
die Brunnenstraße für sich entdeckt. Sie werden von der
degewo mit offenen Armen empfangen, denn sie
bereichern das Leben im Quartier.
Vielseitig: Die
Stu
ren, Besprechen od dios können zum Arbeiten, Präsen
tie
er auch für Works
hops genutzt werd en
[Text ] Uta boroevics [Fotos ] pablo castagnola
SupermarktBetreiber:
Zsolt Szentirmai
vermietet preiswerte Büroplätze
für Kreative
Buntes LEben: Graffiti zum Mitnehmen bei
den alternative berlin
tours (l.); Marta Susid
freut sich über Gäste im
Café Freysinn (u.); die
Brunnenstraße (r.)
K
eine 20 Gehminuten
vom Alexanderplatz
entfernt, liegt das
Brunnenviertel. Die
degewo verwaltet hier
im Wedding über 5.000
Wohnungen. Viele Mieter leben schon lange hier, nicht
nur, weil die Mieten erschwinglich sind. Im Quartier zwischen Bernauer
Straße und Gesundbrunnen entwickelt sich seit einigen Jahren viel Neues.
Als einer der Projektmanager vom SUPERMARKT steht Zsolt Szentirmai für die neuen Gewerbemieter entlang der Brunnenstraße, die als
Kulturschaffende, Kreative, Designer und Existenzgründer den Standort
mitten im Berliner Geschehen bewusst ausgesucht haben. Gemeinsam
mit Ela Kagel und David Farine erweckte der gebürtige Ungar einen alten Supermarkt in der Brunnenstraße 64 mit seinen 600 Quadratmetern
24
stadtleben 2/2012
als kreatives Ressourcen-Centre zu neuem Leben.
Heute gibt der ehemalige Einkaufsladen Raum für
Workshops und Veranstaltungen. Mit den vier Studios, in denen preiswert Büroarbeitsplätze gemietet
werden können, steht der SUPERMARKT als eins
der innovativen Konzepte für das neue Miteinander – Arbeiten und Leben – die im Brunnenviertel
entstehen. Kreativen Austausch gibt es gratis dazu.
Den hat Zsolt Szentirmai wenige Minuten
entfernt im Café Freysinn in der Jasmunder Straße. Das kleine Eckcafé ist sein erster Anlaufpunkt,
wenn der Magen knurrt. Neben einem reichhaltigen
Frühstück mit eigens hergestelltem Naturjoghurt
bekommt der Gaumen neue Inspirationen bei selbst
gekochtem Essen. „Die Aufläufe sind legendär“, sagt
Zsolt Szentirmai, aber auch das Ofengemüse mit
Hummersauce oder der Fenchelkuchen mit Ricotta
klingen verlockend. So wundert es nicht, dass mittags die Plätze knapp werden.
Findet sich keiner, ist ab Mitte Mai das Grillrestaurant Volta im frei stehenden Pavillon auf der
Brunnenstraße eine gute Adresse zum Drinnen- und
Draußensitzen. Von Fish & Chips bis Miso-glasiertem
Lachs mit Wasabi-Kartoffel-Püree und Broccoli wird
für jeden Appetit was dabei sein. Auf Wunsch soll es
einen Roten Wedding oder eine Hopfenblume dazu
geben. Das sind zwei
der zehn Saisonbiere, die für die Gäste
frisch gezapft werden.
„So ein Bier, das nicht
haltbar gemacht werden muss, schmeckt
einfach viel besser. Auch deshalb haben wir uns für
das Weddinger Eschenbräu entschieden“, sagt der
Architekt Klemens Mühlbauer, der neben Cookies
Cream-Küchenchef Stephan Hentschel und Grafiker
Laszlo Trepak einer der Inhaber ist.
Wenige Schritte weiter hat die Agentur alternative berlin tours ihr Domizil. Mehrsprachig zeigt
die Crew von Chefin Vanessa Stoiber ihren Gästen
das „wahre“ Berlin mit seiner Street Art. Nach ei- >
»Arbeiten und Leben im
Brunnenviertel: Kreativen
Austausch gibt’s dazu.«
2/2012 stadtleben
25
berliner Ansichten
Berliner ansichten
Ein Bummel durch den Kiez
in der BrunnenstraSSe lassen sich immer mehr Designer, Künstler und Medienmenschen
nieder. Restaurationen folgen. Die neue Mischung macht die Gegend spannend.
Suat Özkan vom
Ost-West-Café
Tragbar:
Susanne
Hruschka
arbeitet und
verkauft in
ihrem Atelier
Voltastraße
Volkspark Humboldthain
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Foto: www.weddingdress-berlin.de Grafik: KircherBurkhardt Infografik
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Brunnenstraße 67, 13355 Berlin,
Mo.–Fr. 11–19 Uhr, Tel. 030 965 14022,
www.modepioniere.de
ße
modepioniere
Eins der beliebten Outlets mit angebundenem Atelier für Modebewusste.
Im Showroom der vier Künstlerinnen
findet sich alltagstaugliche Designermode und detailverliebte Abendgarderobe. Berliner Couture der Label Rösel
& Brunk, Mysuro, Widda berlin.
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B
ger
8
ße
Brunnenstraße 73, 13355 Berlin, Mo. 12–22
Uhr, Di.–Fr. 11–22 Uhr, Sa./So. nur abends
tra
rS
volta
Ab Mitte Mai wird es im frei stehenden
Pavillon an der Brunnenstraße fettfrei
Gegrilltes geben. Das Bier vom Hahn
wird direkt aus dem Wedding von der
Brauerei Eschenbräu kommen und mit
ihm zehn weitere saisonale Biere.
e
tra
de
stadtleben 2/2012
Jasmunder Str. 5, 13355 Berlin, Mo.–Fr. 8–18
Uhr, Tel. 030 68328774, www.freysinn.com
erpa
ns
nne
Bru
n
mu
Jas
Kunst mit HErz:
Stefan Bassirs Skulpturen
machen gute Laune
gar und gibt so stille Einblicke in den Schaffensprozess seiner Figuren. Diese Versunkenheit, gepaart
mit Bassirs feinem Humor, machen seine Plastiken
so inspirierend. Wie sein tanzender Bär. Der zaubert
ein Lächeln in jedes Gesicht und das stimmt froh.
Wer richtig lachen will, der sollte im Sommer
Einige Hundert Meter südlich heißt das Ost-West-Café sei- öfter mal den Falkplatz östlich vom Brunnenviertel
besuchen. Wenn der 85-jährige Herr Hansen und die
ne Gäste willkommen. Hier hat Dr. Suat Özkan, Jurist und Mitglied des
singende Schildkröte Henriette
Quartiersrates einen Ort für alle Weltofauftauchen, zittert das Zwerchfenen geschaffen. Die Menschen sollen
fell. Beide gehören zur großen Faaufeinander zugehen, unabhängig von
WG sucht kreative
milie von Benjamin A. Tomkins.
Herkunft, Glauben oder der Größe ihDer Puppenflüsterer übt neue
res Geldbeutels. Die Stimmung im Café
Die degewo vergibt für ein Jahr eine 200-m²Stücke gern vor spontanem Puund die Preise auf der mehrsprachigen
Wohnung in Wedding mit fünf Zimmern. Jeder
Bewohner zahlt eine monatliche Pauschale
blikum. „Früher war ich schizoSpeisekarte begünstigen das. In der anvon 100 Euro zzgl. Stromanteil. Die Bewerber
phren, aber jetzt sind wir wieder
grenzenden Galerie hat Özkan Spuren
müssen Mode studieren oder in der Branche
okay“, sagt er von sich. So heißt
der Ost-West-Vergangenheit zusammenarbeiten und 18–26 Jahre sein. Bewerbungen
auch sein Programm, mit dem
getragen.
bis 30. Juni 2012 an: Olivia Steinweg, info@
er ab Mai auf der Bühne steht.
Spuren sind es auch, die der Bildhauer
weddingdress-berlin.de. Die neuen Bewoh„Das wäre auch was für mich“,
und Autodidakt Stefan Bassir auf seinen
ner werden beim degewo Wedding Dress
sagt Zsolt Szentirmai. Einfach aus
Plastiken aus Beton, Holz und Bronze
am 7./8. Juli bekannt gegeben.
dem Bauch heraus.
hinterlässt. Manchmal verstärkt er sie so26
Cafe & Bistro Freysinn
Ein beliebter Anlaufpunkt für Studenten der TU und Mitarbeiter der
Deutschen Welle mit herausragendem
Frühstück. Gegen Mittag werden die
Plätze knapp, denn die Aufläufe des
selbst gekochten Mittagessens in dem
kinderfreundlichen Café sind legendär.
ße
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7
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Gustav-Meyer-Allee 25, 13355 Berlin,
Gebäude 12, Souterrain 21, Tel. 030 464 51 94,
www.bassir.de
9
stra
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ten
Stefan Bassir
Der Bildhauer fertigt Plastiken aus
Holz, Beton, Bronze und gefustem Aluminium. In seinem Atelier können seine
Werke besichtigt werden. Auf Preisverhandlungen lässt er sich ein.
ner
tra
ltas
2
ner zweistündigen Tour durch
die Stadt kann jeder auf einer
Leinwand sein eigenes Graffiti
zeichnen und mitnehmen. Wie
die vielen neuen Eindrücke, die
es in der Galerie oqbo von Maler
Michael Bause wenige Schritte
weiter auf der Brunnenstraße
gibt. oqbo gibt Bild, Wort und
Ton einen Raum und ist offen für
alle Facetten der künstlerischen
Avantgarde.
Einmal jährlich findet auf
der Brunnenstraße das von der
degewo initiierte Festival Wedding
Dress statt. Für zwei Tage wird die
Straße zum Catwalk und Shopping-Paradies der heimischen und globalen
Modeszene. Hier haben sich auch Sabine Kelle, Susanne Rottnick, Susanne
Hruschka und Winni Kugler-Brunkhorst kennengelernt. Die vier Designerinnen der Modepioniere arbeiten unter den Labels Mysuro, Rösel & Brunk
und Widda berlin – Fashion für Heldinnen.
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Rhe
Mitte
Bernauer Straße
alternative Berlin
Die mehrsprachigen Stadttouren sind
entweder frei geführt oder thematisch
angelegt wie die Twilight-Tour. Im
anschließenden Workshop kann jeder,
der will, ein eigenes Graffiti gestalten.
Benjamin
Tomkins
Brunnenstraße 65, 13355 Berlin, Preis: 15 Euro
pro Person, Tel. 0162 8198264, info@alternativeberlin.com, www.alternativeberlin.com
Supermarkt
Das kreative Ressourcen-Centre bietet
Arbeitsplätze, branchenübergreifende
Workshops und Events und offenen
Austausch im Café- und Barbereich
des 600 m2 großen SUPERMARKT.
neben etablierten auch junge Künstler
und neue Perspektiven in der Berliner
Kunstszene kennenlernen möchten.
Brunnenstr. 64, 13355 Berlin, Mo.–Fr. 10–18
Uhr, www.supermarkt-berlin.net
Ost-west-Cafe
Kulinarischer und kultureller Begeg­
nungsort für Ost und West. Die Preise
sind für jeden erschwinglich. Die Galerie des Cafés nimmt die Elemente
des Mauermuseums gegenüber noch
einmal auf und führt sie weiter.
Galerie oqbo
Bild-, Wort- und Tonkünstler finden
hier einen Raum, um ihre Werke zu
präsentieren. Ein Mekka für alle, die
Modepioniere
Brunnenstr. 63, 13355 Berlin, Do., Fr., Sa. 15–
18 Uhr, Tel. 0157 75 36 63 52, www.oqbo.de
Brunnenstraße 53, 13355 Berlin, Mo.–So. 7–20
Uhr, Tel. 030 467 76 016, info@ost-west-cafe.
de, www.ost-west-cafe.de
Mauerpark
Absurd und mitreißend komisch: So
präsentiert sich Puppenflüsterer Benjamin Tomkins und seine zwölfköpfige
Puppenfamilie. Ein Besuch in einer
seiner Shows lohnt sich. Am 18. und
19. Mai 2012 ist er im BKA Theater in
Berlin zu sehen.
Kontakt: anfrage@puppenfluesterer.com oder
www.puppenfluesterer.com
2/2012 stadtleben
27
In guter Gesellschaft
In guter Gesellschaft
Hört: Benjamin,
Patricia, Lisa und
Fridolin (v. l.) legen los
Im Einsatz: Die
Kinder können
zwischen 100
verschiedenen Instrumenten wählen.
René Wiese ist
Gründer und Leiter
der Sambakids
Donnerstag ist Probentag: Patricia und
Natalie (v. l.) mit Ohrschützern. In den Übungspausen
gehen die Sambakids am liebsten raus
Da fliegt einem
das Blech weg
»Bei uns ist jedes Kind willkommen.
Wer trommeln lernen will, dem stehen
unsere Türen offen.« René Wiese, Leiter Sambakids
In Köpenick steht die Alte Möbelfabrik. Hier haben
die Sambakids ihren Proberaum. Mit heißen Rhythmen
trommeln sie sich in die Herzen der Zuhörer.
[ Text] michaela harnisch [Fotos] Annette Hauschild
K
öpenick, Donnerstag, Punkt zwei. In der Alten Möbelfabrik
beginnt der wöchentliche Übungsnachmittag. Lisa, Thomas
Patricia und Natalie sind schon da, Fridolin und Benjamin
kommen gerade. Noch ist halbwegs Ruhe. Aber gleich wird die
Luft vibrieren. Gleich fährt ein Schnellzug durch den Raum.
Jedenfalls, was den Geräuschpegel angeht. Denn wenn die mehr als ein
Dutzend Kinder und Jugendlichen auf ihre Repiniques, Caixas oder Timbas
schlagen, mit Shakern und Chocalhos rasseln, dann wird es laut. Und zwar
so richtig. Darum haben die Anwesenden während der Probe Kopfhörer
auf. „Wir wollen uns ja hier drin nicht die Ohren ruinieren“, sagt René Wiese, degewo-Mieter, Gründer und Leiter der Sambakids.
Viereinhalb Stunden dauert der Kurs. Wiese zeigt den Kindern, wie sie
in einen Rhythmus kommen und ihn halten können, wie sie ihre Hände
koordinieren müssen und wie Noten zu lesen sind. Sie arbeiten sowohl
einzeln an ihrer Fingerfertigkeit als auch gemeinsam an Stücken für kommende Auftritte. Schließlich wollen die Sambakids allen draußen zeigen,
was sie können – als Gruppe. Da ist es gar nicht so einfach, Anfänger und
28
stadtleben 2/2012
Fortgeschrittene unter einen Hut zu bringen. Denn
die Mädchen und Jungen sind zwischen fünf und 18
Jahre alt und entsprechend unterschiedlich ist ihr
Niveau. „Aber bei uns ist jeder willkommen“, so Wiese. „Wer trommeln lernen will, dem stehen die Türen
offen. Und es ist wie überall. Es gibt immer jemand,
der merkt, das ist nichts für mich. Der geht dann.“
Zur Kerngruppe gehören derzeit 14 Sambakids. Die
treten auf, wenn die Truppe gebucht wird. Zählt
Wiese jedoch alle zusammen, sind es vierzig. „Aber
viele der ‚alten‘ Kids kommen nur sporadisch. Die
sind in der Berufsausbildung oder studieren“, sagt er.
Der 47-jährige Schlagzeuger ist die Seele der aufgedrehten Sambagruppe. Er organisiert die Auftritte
und Touren, ist Trommellehrer und manchmal Sozialarbeiter; er repariert die Instrumente und tröstet
bei Seelenschmerz – denn irgendwas ist immer. Und
men, Auftritte für seine Trommler zu vereinbaren und CDs produzieren zu
dann ist Wiese zur Stelle. Ganz selbstverständlich.
können. Manchmal sei es ein Kampf gegen Windmühlen. Das kostet Kraft.
Das wissen die kleinen und großen Sambakids und
Der organisatorische Aufwand wird von Jahr zu Jahr immer größer. Aus
dafür mögen sie ihn. Man merkt es an der fröhlichen
dem Neben- ist inzwischen ein Vollzeitjob geworden. „Ausruhen geht nicht.
und freundlichen Atmosphäre und dem respektvolSonst wären die Sambakids schon längst eingegangen“, sagt Wiese. Denn
len Umgang miteinander. „Die Großen kümmern
der Verein bekomme keine Fördermittel, sondern ist auf Mitgliedsbeiträsich um die Kleinen. Die erziehen sich gegenseitig.
ge, Auftrittshonorare und vor allem finanzielle
Ich bin da eher Mediator“, freut
Unterstützung wohlwollender Mitmenschen
er sich. Wenn der große, kräftige
angewiesen. Da die Kinder zur Schule gehen,
Mann über den Verein und „seiSpaSS am Trommeln
könne man nur am Wochenende auftreten und
ne“ Kinder spricht, leuchten die
Die Sambakids freuen sich über Nachwenn Eltern selbst den verminderten MitgliedsAugen. Hier ist einer mit jeder Fawuchs und jeden Sponsor und Förderer.
beitrag nicht zahlen können, schickt er kein Kind
ser seines Herzens dabei.
Weitere Infos und Anmeldung bei:
weg. „Ich weiß, es ist ökonomischer Selbstmord
Sambakids e. V., Alte Möbelfabrik,
auf Raten, aber ich bringe das nicht übers Herz.“
Seit René Wiese 1999 den
Karlstr. 12, 12555 Berlin, Web: www.
Wiese entscheidet immer für die Kinder. Wenn
Verein Sambakids gegründet hat,
samba-kids.de, E-Mail: sambakids@
er sie dann mit Inbrunst trommeln sieht, weiß er,
putzt er behördliche und private
arcor.de, Tel. 030 65075297
dass es richtig ist.
Klinken, um an Spenden zu kom2/2012 stadtleben
29
Unterhaltung
Berliner
Stadtteil
Berliner
Bauwerk
Liebesbund
Berliner
Stadtbezirk
sächliches
Fürwort
Teilwert
Südfrucht des USDollars
im
Rausch,
verzückt
Berliner
Flughafen
6
Hauptstadt von
Tibet
französisch:
Osten
japanische
Währung
italienischer
Name
Roms
Teil der
Woche
Berliner
Entertainerin
(Désirée)
kurz:
an dem
Zeichen
für Tellur
HawaiiInsel
Titelheld
b. Kästner
(... und d.
Detektive)
Brennstoff
portug.:
Sankt
2
3
eingeführte
Waren
Potsdamer
Schloss
Ortsteil
im Bezirk
Lichtenberg
norddt.
Berliner
Museums- Dachdeckgründer
material
Zentral und begehrt: In den kleinen Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen leben viele Studenten und ältere Mieter
Kleinwohnungshaus
mit Liebe zum Detail
[ Text ] Kerim Köhne
S
chon beim Blick von der Dovebrücke über den Landwehrkanal fällt das
Mietshaus am Charlottenburger Einsteinufer aufmerksamen Spaziergängern ins Auge: Mit seinen weißen Sprossenfenstern, den dunkelgrünen
Fensterläden, dem roten, zweifach gestuften Ziegeldach und vor allem den
beiden mächtigen, aus der Fluchtlinie des Hauses herausragenden, turmartigen Gebäudeteilen, bildet es einen markanten Fixpunkt im Stadtbild. Dass das
Gebäude der degewo unter Denkmalschutz steht, verwundert da kaum. Mehr,
dass es in den Jahren 1922/23 errichtet wurde, einer Zeit, in der aufwendige
Architektur eher die Ausnahme bildete, insbesondere bei Mietshäusern.
Der Erste Weltkrieg war zu diesem Zeitpunkt erst wenige Jahre vor-
Insgesamt 32 Ein- und Zwei-Zimmer-Wohnungen mit einer durchschnittlichen Größe von 50
Quadratmetern verteilen sich auf zwei Aufgänge – darum der Begriff Kleinwohnungshaus. Die
Treppenhäuser sind in Altrosa gestrichen. Zur
Straßenseite haben die Mieter einen schönen
Blick auf den Landwehrkanal. Zum Hinterhof
besitzen die Wohnungen hölzern verkleidete, nach Südwesten ausgerichtete Balkone. Es
schließt sich ein kleiner, gepflegter Garten an,
hinter dem sich ein öffentlicher Spielplatz befindet. „Die Wohnungen sind sehr begehrt“, sagt
Hausmeister Thorsten Hauff. „Leerstand gibt es
nicht. Wer auszieht, bringt meist einen Nachmieter mit.“ Und Wechsel gibt es recht oft. Viele Studenten leben hier – schließlich sind die Institute
der Technischen Universität und die Universität
der Künste nur einen Steinwurf entfernt. Aber
auch ältere Mieter fühlen sich wohl. Seit sieben
Jahren wohnt Angelika Krause im ersten Stock
des Hauses. „Die Wohnung ist schön hell und
es gibt hier in der Nähe alle Geschäfte, die ich
brauche“, sagt die 64-Jährige.
bei, in Deutschland grassierte eine Hyperinflation, in deren Folge ein Brot
zeitweise eine Billion Reichsmark kostete. In der noch jungen Weimarer Republik waren die Wohnungen knapp. Die Verantwortlichen legten Notprogramme auf, bei denen unter städtischer Regie Wohnraum entstand. So auch im
1920 Groß-Berlin zugeschlagenen Charlottenburg.
Ein gutes Beispiel für ein sogenanntes Kleinwohnungshaus bildet das Ensemble am Einsteinufer
Spuren in Charlottenburg
73/75, das damals noch Charlottenburger Ufer hieß.
Paul Weingärtner wurde 1878 geboren. Sein Wirken ist in Berlin bis 1929
Der Straßenzug erhielt erst 1955 den Namen von
nachweisbar. Neben dem Mietshaus Einsteinufer 73/75 sind die Häuser
Physiknobelpreis-Träger Albert Einstein. Errichtet
Niebuhrstraße 14–19 b (1919) sowie Sömmeringstraße 20/22 (1918–20)
wurde das Haus von Paul Weingärtner. Der Magisweitere Beispiele für seine Arbeit im Wohnungsbau. Darüber hinaus bau­
tratsbaurat legte großen Wert auf eine Architektur,
te er 1913/14 gemeinsam mit Heinrich Seeling die Charlottenburger Eosan­
die sich vom gängigen Notwohnungsbau unterder-Schinkel-Grundschule an der Nithackstraße 8. Sie zeigt sich im Stil
schied. Das wird unter anderem durch die Vorhalder beginnenden Moderne mit expressionistischen Elementen im Dekor.
len im Eingangsbereich deutlich.
30
stadtleben 2/2012
TVBericht
(kurz)
5
Erfolgsschlager
spanischer
Strom
elektr.
geladenes
Teilchen
Mainzelmännchen
Büste im
Neuen
Museum
1
7
8
2
3
4
5
RM133626
6
7
201202
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bekannt gegeben. Der Gewinner aus dem vergangenen Heft ist Jörg Reckling aus
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Auf den spuren BErliner Architekten
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Fürwort
(Dativ)
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Senkblei
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Italiener für günstig
Berliner
Meisterdiebe
lateinisch:
ich
US-Staat
im Mittelwesten
4
Berliner
Eckensteher
1
junger
Pflanzentrieb
Unterhaltung
✃
Stadtgeschichte
Die degewo verlost 25 x 2 Freikarten für
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am Pfingstsonntag, den 27. Mai. Los geht
es um 15 Uhr. Ab 13.30 Uhr ist Einlass.
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Berlin. Interessenten melden sich bis
23. Mai unter stadtleben@degewo.de
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10785 Berlin. Bitte die Telefonnummer
nicht vergessen! Die Gewinner werden
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Über Liebe und Verlust
Für das 6. Saisonkonzert des Deutschen
Kammerorchesters im Kammermusiksaal
der Philharmonie am 30. Mai 2012, 20 Uhr
verlost die degewo 50 x 2 Freikarten. Auf
dem Programm stehen „Quiet City“ von
Aaron Copland, „Il tramonto“ von Ottorino
Respighi, „Odyssée surréale“ von Christian
Jost und „Metamorphosen“ von Richard
Strauss. Dirigent ist Christian Jost. Als
Mezzosopranistin tritt Stella Doufexis auf.
Interessenten melden sich bis 23. Mai
unter stadtleben@degewo.de oder
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10785 Berlin. Bitte die Telefonnummer
nicht vergessen! Die Gewinner werden
telefonisch benachrichtigt.
2/2012 stadtleben
31
Verpackungsrecycling in Berlin spart
jährlich 34.000 Tonnen CO₂. Danke.
Trenntstadt Berlin ist eine Initiative der Berliner Stadtreinigung mit den
Partnern ALBA, Berlin Recycling und der Stiftung Naturschutz Berlin.
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