close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Gesund bleibt nur, wer was dafür tut - HKM Hüttenwerke Krupp

EinbettenHerunterladen
Magazin für die Mitarbeiter der HKM
03 • 2014
Gesundheitsförderung
bei HKM:
Gesund
bleibt nur,
wer was
dafür tut
Seite 4
4,5
4,3
4,7
4,7
4,8
0,0
1,2
1,6
2,4
2,5
3,7
4,0
4,4
Neues
Ziel
2014:
3,5
AUG
SEP
OKT
NOV
DEZ
JAN
FEB
MÄRZ
[ 4,4* ] Verletzungshäufigkeit bei HKM bis August 2014!
#Kompetenz 
Nur eine von vielen Möglichkeiten
Laststreckenermittlung zu
Abrechnungszwecken per ISyDiF
8
14
Ein Hauch von Wind für die Sicherheit
Notwindgebläse
21
Schöne Aussichten
Neubau von Büro- und Sozialräumen
für das Stahlwerk
Wie von Geisterhand
Telefonanlage für gesamte Hütte
erneuert
Mai
Der Hüttenspatz
23
Crashsicher und leicht zugleich
Produkte aus HKM-Stahl
36
Umwelt 
Das „A“-Team bei TU
Das Team Anlagensicherheit,
Gewässerschutz und Abfall (TU-A)
18
Mitarbeiter 
22
24
26
Innovative und spannende Technik
Erfolgreicher Einsatz eines
Mould Checkers an den Rundanlagen
28
Vorträge & Veröffentlichungen
35
JUNI
JULI
AUG
* Anzahl/Häufigkeit der Betriebsunfälle ab 1 Ausfalltag
pro 1 Mio. verfahrener Arbeitsstunden
Kunden und Partner 
Verbesserungsworkshops
und Teamboards
KVP bei TI geht weiter
Ein Stück Arbeitserleichterung
Best Practice –
Unterweisungssystematik zur
Unterstützung der SGAs
APRIL
Öfter mal was Neues
Mitarbeiter stellen ihren Alltag vor
16
Fuchs & Bärmann
17
Ökumenischen Gottesdienst
im Kalender vormerken
Barbarafeier 2014
23
Entspannung an den Toren
Organisationsentwicklung Werkschutz
25
Großer Zapfenstreich zur letzten Schicht
Karl-Friedrich Wilhelm in passive Phase
der Altersteilzeit verabschiedet
29
Einführungswoche im Zeichen
von Team-Fitness
Die Azubi-Kolumne
30
Bundesverdienstkreuz für
Arbeitsdirektor Peter Gasse
Hohe Auszeichnung
2
Gesund bleibt nur, wer was dafür tut
Gesundheitsförderung bei HKM
„Respekt – kein Platz für Rassismus!“
HKM-Fussballturnier der JAV
32
4
Start frei ins Berufsleben
Lossprechung der Azubis
33
Klar zum Entern
Jubilarfeier 2014
34
Jubilare
35
Austritte, Altersteilzeit,
Freistellungsphase
35
Wir gedenken
35
Flexible und strukturierte
Wissensweitergabe
Qualifizierungsprojekt Rundadjustage
10
Ergebnisse, die sich sehen lassen können
Kolumne des Betriebsrats
13
Neuer DGB-Chef besucht Hütte
Antrittsbesuch
15
Mitarbeiter a Hohe Auszeichnung:
N
Bundesverdienstkreuz
für Arbeitsdirektor Peter Gasse
RW-Arbeitsminister Guntram Schneider hat am Mon-
tag, den 22. September 2014, Arbeitsdirektor Peter
Gasse das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen. Die Idee
für den Vorschlag war aus dem Kreis der HKM-Mitarbeiter
gekommen, der Antrag dann vom sogenannten „Barbarakreis“ gestellt worden. Dieser Kreis organisiert den alljährlichen ökumenischen Gottesdienst am 2. Advent auf der Hüt-
te, der auf Initiative des Arbeitsdirektors vor zehn Jahren ins
Leben gerufen wurde. Neben seinem gewerkschaftlichen
Engagement und dem ehrenamtlichen Wirken in der Stadt
stehe Peter Gasse für die ausgeprägte Fähigkeit, Menschen
aus verschiedenen Lebensbereichen, Kulturen und Religio-
(v.l.) Arbeitsminister Guntram Schneider, Gabriela Grillo (Grillo-Werke AG),
Arbeitsdirektor Peter Gasse, Dr. Rolf Höffken (Geschäftsführer Technik),
Pfarrer Rainer Kaspers (Ev. Auferstehungsgemeinde Duisburg-Süd),
Dr. Clemens Stewing (Geschäftsführer Controlling)
nen zusammenzubringen, Dinge auf den Punkt und Lösungen schnell voranzubringen, sagte Arbeitsminister Schneider bei der Auszeichnung. „Er ist
ein großer Kommunikator, für den der Ausgleich der Interessen die Wurzel des Erfolges ist.“
03 • 2014
Vorwort a
Liebe Leserin,
lieber Leser,
nicht umsonst haben wir die Gesundheits-
sundheitlichen Anforderungen entsprechen
Titelgeschichte dieser Ausgabe von „Wir bei
gerechter ausgelegt werden. Eine Aufgabe,
woche und damit die Gesundheit an sich zur
HKM“ gemacht. Schließlich ist Gesundheit
das wichtigste Gut, das der Mensch haben
kann. Und sie wird immer wichtiger, wenn
man sich einmal die demografische Entwick-
lung in unserer Gesellschaft anschaut. Sie
und zudem künftig vielleicht auch altersdie wir gemeinsam angehen werden und
die mit zu den wichtigsten in den nächsten
Jahren zählen wird.
Überhaupt wird das Thema Gesundheit
wird in den nächsten Jahren dazu führen,
viele Unternehmen in Zukunft noch stärker
ten, die 50 Jahre und älter sind. Gleichzeitig
Schließlich geht es darum, durch eine gute
dass immer mehr Menschen bei HKM arbei-
nimmt oberhalb des 55. Lebensjahres aber die
Häufigkeit an Erkrankungen deutlich zu. Eine
frühzeitige Auseinandersetzung mit diesem
Thema ist daher dringend erforderlich.
Auf der Hütte wollen wir speziell die SGAs
künftig verstärkt dazu nutzen, die bereits im
Intranet stehenden Gesundheitsbriefe mit
beschäftigen als das bisher schon der Fall ist.
Gesundheitspolitik Mitarbeiter langfristig
an sich zu binden. Wer hier künftig verstärkt
Akzente setzt und Gesundheit zum festen
Bestandteil der Unternehmenskultur macht,
wird auch im Wettbewerb um die klügsten
Köpfe die Nase vorne haben.
Wir bei HKM sind da auf einem guten
der Mannschaft zu diskutieren. Das ist eine
Weg. Gesundheitsförderung ist bei uns ein
sprechend ernst behandelt werden. Dabei
reit, dafür neue Wege zu gehen. Die Gesund-
klassische Führungsaufgabe und sollte ent-
wollen wir nicht schulmeisterlich oder mit er-
hobenem Zeigefinger agieren, sondern eher
aufklärend und beratend. Es geht darum, das
Thema Gesundheit in der gesamten Bandbreite zu erfassen und dabei auch Themen
wie richtige Ernährung, gesunden Schlaf oder
Belastung durch Lärm anzusprechen.
Von der Gesundheitswoche versprechen
Stück Tradition. Und wir sind auch stets beheitswoche ist dafür ein Paradebeispiel. Zumal sie zeigt, dass unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter bereit und willens sind, diese
neuen Wege gemeinsam mit uns zu gehen.
So sollten wir weitermachen. Damit HKM
nicht nur ein gutes, sondern auch ein gesundes Unternehmen ist und bleibt.
Insofern wünsche ich Ihnen jetzt viel Spaß
wir uns dabei eine Art Signalwirkung. Sie
beim Lesen der Titelgeschichte über die Ge-
heit bei HKM in den nächsten Wochen und
meinen. Und natürlich auch bei den vielen
hat Impulse gesetzt, um das Thema Gesund-
Monaten breitflächig in den SGAs und in
den gesamten Strukturen der Hütte zu diskutieren. Die große Teilnehmerzahl bei der
Gesundheitswoche zeigt jedenfalls, dass die
Thematik bei den Mitarbeitern angekommen
sundheitswoche und Gesundheit im Allgeanderen Beiträgen dieser Ausgabe.
Ihr
und das Interesse an Gesundheitsthemen
groß ist.
Wir wollen aber nicht nur verhaltensbe-
zogene Prävention betreiben, sondern auch
die Verhältnisse in den Betrieben anpacken.
Denn auch sie müssen immer und überall ge-
Dr. Wolfgang Panter
3
4
03 • 2014
Mitarbeiter a Gesundheitsförderung bei HKM:
Gesund bleibt nur,
wer was dafür tut
Auch wenn die vom 25. bis 30. August durch-
Umso erfreulicher, dass eine Veranstaltung
Besuch während der Arbeitszeit
der Gesundheitsförderung bei HKM dar-
lich auf große Resonanz gestoßen ist. Mehr
Um möglichst viele Mitarbeiterinnen und
nommen, was in etwa einem Drittel der
arzt Dr. Reinhard Bruckwilder die Veran-
geführte Gesundheitswoche ein Highlight in
stellt: eine Besonderheit war sie allenfalls,
was Umfang, Größe und Dauer angeht. An-
sonsten ordnet sie sich ein in eine Vielzahl
von Maßnahmen und Angeboten, die HKM
schon seit vielen Jahren seinen Mitarbeitern
zum Erhalt und zur Förderung ihrer Gesundheit unterbreitet. Fürsorge und Eigennutz
halten sich dabei berechtigterweise die
Waage. Denn vor dem Hintergrund der de-
mografischen Entwicklung und den damit
verbundenen längeren Lebensarbeitszeiten
wird das Thema Gesundheit immer wichtiger. Für den Einzelnen, aber auch für die Unternehmen.
wie die Gesundheitswoche ganz offensichtals 1.000 Mitarbeiter haben daran teilge-
Gesamtbelegschaft entspricht. „Ein insge-
samt zufriedenstellendes Ergebnis, auch
wenn wir uns durchaus noch mehr Teilnehmer gewünscht hätten“, so das Fazit von
Arbeitsdirektor Peter Gasse. Ein verständ-
licher Wunsch, schließlich ging es bei der
Aktion darum, die Gesundheit noch stärker
in den Vordergrund zu stellen, Impulse für
gesundheitsförderliche Arbeits- und Lebensweisen zu setzen und damit eine Sensibilisierung für die eigene Gesundheit zu
erzielen.
(v.l.) Vorsitzender des Stadtsportbundes Franz Hering,
Dr. Wolfgang Panter, Peter Gasse, Dr. Clemens Stewing, Dr. Rolf Höffken
Mitarbeiter zu erreichen, hatte Betriebsstaltung akribisch vorbereitet. Maßgeblich
unterstützt worden war er dabei von Projektassistentin Maike Lange. Die 22-Jährige
studiert in Hamburg Betriebliches Gesund-
heitsmanagement und hat auf der Hütte
ihre Bachelorarbeit zum Thema „Gründe für
die Implementierung eines betrieblichen
Gesundheitsmanagements in der Stahlindustrie“ geschrieben. Als Teil dieser Arbeit
hatte sie im Vorfeld der Gesundheitswoche
auch Interviews in der Belegschaft zu verschiedenen Gesundheits- und Ernährungs-
Maike Lange
03 • 2014
5
Hautschutz durch die
Berufsgenossenschaft
Back Check
Körperschutz
fragen durchgeführt und sich auch mit um
Arbeitssicherheit einen Überblick über die
ben lassen, wobei bereits nach fünf Tagen
gekümmert. Und natürlich um die Bekannt-
Schutzausrüstung (PSA), wobei sich viele
samt nutzten 198 Mitarbeiter die Möglich-
die Organisation der Gesundheitswoche
machung der Veranstaltung. Der Gehaltsabrechnung beigelegte Flyer, Informatio-
nen im Intranet sowie – nach den ersten
Tagen – auch eine nicht zu unterschätzende
Mund-zu-Mund-Propaganda sorgten letztlich dafür, dass die in der alten Schreinerei
präsentierten Aktivitäten und Informati-
onsangebote mit großen Interesse wahrgenommen wurden. Wobei für viele Teilnehmer sicherlich auch ausschlaggebend war,
dass ein Besuch während der Arbeitszeit ermöglicht wurde. Für Mitarbeiter, die – etwa
weil sie auf Schicht waren – außerhalb der
Arbeitszeit kamen, erfolgte eine pauschale
Vergütung analog zum Vorgehen bei Betriebsversammlungen.
Viele verschiedene Anbieter
im Unternehmen verfügbare persönliche
Besucher vor allem von dem großen Ange-
bot an verschiedenen Sicherheitsschuhen
und Handschuhen sowie Gehörschutz und
Brillen beeindruckt zeigten. Und wer weiß:
Vielleicht hat die Aktion auch dazu beigetragen, dass sich künftig nun bewusster um
die für sich optimale PSA gekümmert wird.
Mit großem Interesse aufgenommen wurde
auch das Thema Hautschutz, das die Berufs-
genossenschaft Holz und Metall präsentier-
te. Hier konnte in vielen Fällen durch eine
Hautuntersuchung gezeigt werden, ob bzw.
dass eine intensivere Hautpflege sinnvoll ist.
Sportbund der Stadt Duisburg und weiteren
suchung. Während der Gesundheitswoche
lassen. So bot beispielsweise der Stand der
kam, wurde das Angebot zur Rücken- und
Bauchmuskel-Kraftmessung
von
jedem
zweiten Teilnehmer genutzt. Bei auffälligen
Befunden gab es Informationen über die von
HKM angebotenen Trainingsmöglichkeiten.
Und da an zwei Tagen der Gesundheitswoche auch Sporttrainer Rainer Wessiepe zugegen war, konnte gleich auch ein entsprechender Kontakt hergestellt werden.
Ein Erlebnis der besonderen Art war für viele
war.
Auch ein anderes Hautthema stieß auf große
externen Anbietern eine Menge einfallen
Hautuntersuchung nicht jeder zum Zuge
sichtlich einigen Mitarbeitern nicht bekannt
des HKM-Hautschutzplans wahr, der offen-
sich Dr. Bruckwilder und Maike Lange in
Kooperation mit der BKK vor Ort, dem
rend also mangels Terminen bei der
einer Beratung zum Hautschutz auf Basis
anstaltung ganz wesentlich davon ab, was
den Besuchern geboten wird. Und da hatten
keit zu dieser Vorsorgeuntersuchung. Wäh-
Rausch- und
Ernährungs-Parcours
Viele Besucher nahmen auch die Möglichkeit
Termine für
Hautvorsorgeuntersuchung
Natürlich hängt der Erfolg einer solchen Ver-
sämtliche Termine vergeben waren. Insge-
Resonanz und zwar die Hautvorsorgeunter-
konnten sich die Teilnehmer einen Termin für
den Zeitraum vom 8. bis 12. September ge-
Die Rauschbrille
Gesunde Ernährung
Mitarbeiter sicherlich auch der von der Caritas angebotene Rausch-Parcours, bei dem
durch eine spezielle Brille eine Trunkenheit
simuliert wurde. Das vermittelte den Teil-
nehmern nicht nur nachhaltige Eindrücke,
sondern bot auch die Möglichkeit, zahlreiche Gespräche über Suchtproblematiken zu
führen. Die Caritas konnte sich damit gleich-
zeitig als möglicher Gesprächspartner bei
Suchtproblemen vorstellen. Auch auf dem
6
03 • 2014
Entspannungstechnik Mindball
Fahrsimulator
Human table Soccer
Stand der BKK vor Ort gab es einen Parcours,
genteil war beim Fahrsimulator des Deut-
Erfahrungen im Altersanzug
und Getränke drehte. So ging es beispiels-
Fahrzeug war fast nahezu ständig besetzt.
Speziell vor dem Hintergrund der demogra-
Rahmen einer äußerst realistischen Simula-
eine spannende Möglichkeit, sich einmal in
nur dass sich hier alles um Nahrungsmittel
weise darum, bekannte Nahrungsmittel
hinsichtlich ihres Gehalts an Zucker, Fett,
Ballaststoffen oder Vitaminen einzuschät-
zen. Zufall oder nicht: Anschließend nutzten
viele Mitarbeiter die Möglichkeit einer Ernährungsberatung durch die Oecotrophologin der BKK. Parallel dazu beriet die BKK
zahlreiche Besucher auch zu Fragen der
Krankenversicherung, so dass hier große Zufriedenheit über den Verlauf der Gesund-
heitswoche herrschte. Apropos Ernährung:
Wenn davon die Rede ist, kommt eigentlich
immer das Team der Hüttenschenke ins
schen Verkehrssicherheitsrates der Fall – das
Schließlich konnten die Besucher hier im
tion verschiedene Gefahrensituationen erleben, die sie zu einem sicherheitsbewussteren Fahren anleiteten. Auch bei der
Feuerwehr stieß der Fahrsimulator auf großes Interesse, da sich damit auch Einsatzfahrten unter Sonderrechten darstellen lassen. Schnell kam die Idee auf, junge
Feuerwehrleute darauf zu trainieren, bevor
sie ihre ersten Fahrten im echten Einsatz absolvieren.
dem Fingerfood glänzen konnte.
Fahrsimulator besonders gefragt
Dermaßen gestärkt, konnten die Teilnehmer
an der T-Wall im spielerischen Wettstreit ih-
re Beweglichkeit, Ausdauer und ihr Reaktionsvermögen unter Beweis stellen, um sich
ältere Menschen hineinzuversetzen. Wobei
die Betreuer des Meyer-Hentschel Instituts
regelrecht überrascht waren von dem Interesse der Besucher, Erfahrungen mit dem Al-
tersanzug zu machen. Umso wichtiger ist es
daher, bis ins hohe Alter fit zu bleiben. Das
darauf abzielende Thema Sport und Bewe-
gung stellte der Duisburger Stadtsportbund
dabei unter zahlreichen verschiedenen Gesichtspunkten vor und zeigte zugleich Mög-
lichkeiten auf, wie im betrieblichen Umfeld
Sport ausgeübt werden kann. Auf der Ge-
Spiel. So auch auf der Gesundheitswoche,
bei der die Crew mit verschiedenem gesun-
fischen Entwicklung bot der Age-Explorer
Der Age Man
sundheitswoche zeigten sich dabei viele
Mitarbeiter motiviert, solche Angebote
künftig wahrzunehmen. Neben Workshops,
an denen zahlreiche Mitarbeiter teilnah-
men, gab es auch die Möglichkeit, Punkte
für das Sportabzeichen zu sammeln, wobei
einmal mehr das große Angebot des Stadtsportbundes in Duisburg beeindruckte.
dann anschließend bei einer Entspannungs-
HKM setzt auf Kontinuität
lischen Abteilung des Betriebsarztzentrums
Insgesamt lässt sich sagen, dass die Gesund-
cher Plakate über das breite Angebot an
Aktion war. Nahezu alle Besucher waren re-
massage von zwei Mitarbeitern der physika-
zu erholen und sich zugleich anhand zahlreiphysikalischer Therapie bei HKM zu infor-
mieren. Den Grad der Entspannung konnte
man danach in einem anderen Wettstreit
erleben, denn genau das wurde beim Mindball-Game durch die Ableitung von Hirnströ-
men getestet. Beim Human-Table-Soccer,
einem überdimensionalen Fußball-Kicker,
bei dem Menschen den Platz der Figuren
einnehmen, war hingegen eher Körperkraft
gefragt. Allerdings wurde dieses Angebot
zum Teil auch wegen des schlechten Wet-
ters eher weniger genutzt. Das genaue Ge-
heitswoche eine ausgesprochen gelungene
gelrecht überrascht von den vielfältigen Angeboten und Möglichkeiten und äußerten
sich ausschließlich positiv. Einige, die vorher
noch nach dem tieferen Sinn dieser Veranstaltung gefragt hatten, ärgerten sich im
Nachhinein sogar, nicht mehr Zeit eingeplant zu haben. Denn wer sich wirklich an
allen Aktivitäten beteiligte, war schon gut
und gerne zwei Stunden beschäftigt. Bei allem Erfolg der Gesundheitswoche sollte man
jedoch nicht vergessen, dass sich die Gesundheitsförderung bei HKM nicht auf ein-
03 • 2014
7
schaft – vor allem die jün-
geren Kollegen – hätten
Beratung nötig. „In den
Reihen unserer Azubis gibt
es immer mehr Überge-
wichtige und im Vergleich
zu früheren Jahrgängen
fehlt ihnen oft dazu die
körperliche Fitness“, schil-
Physiotherapie vor Ort
Training
dert Dr. Bruckwilder seine
zelne Aktionen oder Maßnahmen be-
treuung. Auch die physiotherapeutische
Erfahrungen aus vielen Einstellungsunter-
immer sein mögen. Vielmehr setzt das Un-
schwerden – täglich zur Verfügung. Ange-
sundheitswoche und andere wollen darauf
schränkt, so wichtig und erfolgreich sie auch
ternehmen auf Kontinuität, versendet beispielsweise quartalsweise Gesundheitsbrie-
fe, in den Themen wie ergonomisches Sitzen,
Übergewicht und Ernährung, Schichtarbeit
und gesunder Schlaf oder Lärm und Gehör-
schutz angesprochen werden. Zum perma-
nenten Angebot gehört auch das wöchent-
Abteilung steht – nicht nur bei akuten Beboten werden Behandlungen mit Wärme
(Fangopackung, Rotlichtlampe), mit Kälte
(Eispackungen) oder auch mit Strom und Bädern. Ebenfalls im Angebot sind Massagen,
Gymnastik sowie eine Ultraschallbehandlung bei Reizungen und Entzündungen.
Fitnesstraining mit vorhergehender medizi-
Auch ein Stück
Eigenverantwortung
des Betriebsarztzentrums oder eine indivi-
Kurz gesagt: HKM kümmert sich. Das aller-
lich montags und mittwochs stattfindende
nischer Untersuchung in den Räumlichkeiten
duell zu vereinbarende psychologische Be-
dings aus gutem Grund. Denn die Beleg-
Warum ist
Ausdauertraining
so wichtig und gut?
Ein Ausdauertraining soll nicht nur dazu
Zeit unser Herzmuskel kräftiger und stärker.
Rad fahren zu können. Ein ganz wesent-
kann dadurch mehr Blut aufnehmen. Und
verhelfen, länger laufen, schwimmen oder
licher Aspekt bei einem sinnvoll ausge-
führten Ausdauertraining ist vielmehr,
dass wir dadurch unseren Herzmuskel und
unser Herz-Kreislauf-System optimal auf
auch eine größere Blutmenge zum Auswurf
zur Verfügung.
Weil also nun das Herz durch ein gezieltes
schlag eine größere Blutmenge in die Aorta
ten: Es schlägt pro Minute weniger, obwohl
es die gleiche Menge Blut auswirft, die unser Körper braucht.
Wofür ist das gut? Unser Ruhepuls – ge-
genau so arbeitet wie ein Skelettmuskel
messen morgens nach einer langen Ruhe-
se Muskeln sprechen auf Trainings- bzw.
80 Mal pro Minute schlägt unser Herz nur
in unserem Körper. Das bedeutet: Alle die-
Belastungsreize an. Wenn wir also aus-
dauernd Sport treiben, wird nach einiger
fest: „Wir können im Rahmen der Gesundheitsförderung so viel anbieten, wie wir
wollen: Annehmen und sich aktiv beteiligen,
muss sich stets der Einzelne“, sagt Arbeitsdirektor Gasse. Womit klar wäre: Gesund-
heit ist in einem großen Maße immer auch
ein Stück Eigenverantwortung. Denn gesund bleibt nur der, der auch selbst etwas
dazu beiträgt.
Die Sport- und
Gesundheitsecke
bei HKM
Und was soll das? Das ist gut für die Ver-
immer mit Blut und mit dem so wichtigen
zu pumpen, kann es auch schonender arbei-
genannter Hohlmuskel, der letztendlich
sundheit tun kann. Denn eines steht auch
damit steht bei jedem einzelnen Herzschlag
Sport, sondern insbesondere auch für un-
Wie soll das gehen? Unser Herz ist ein so-
aufklären, was der Einzelne im Sinne der Ge-
sorgung unseres Herzens. Denn unser Herz
Ausdauertraining in der Lage ist, pro Herz-
seren Alltag.
aufmerksam machen und zugleich darüber
Zugleich nimmt das Herz an Größe zu und
alle Tätigkeiten und Belastungen vorbereiten können. Immer. Nicht nur für den
suchungen. Veranstaltungen wie die Ge-
phase – ist dann geringer: Statt etwa 70 bis
60 bis 70 Mal – bei vielen gut Ausdauertrainierten noch weniger.
wird über seine Herzkranzgefäße nicht
Sauerstoff versorgt, sondern – grob gesagt
– zwischen zwei Herzschlägen. Und jetzt
wird deutlich, weshalb es für unser Herz so
gut ist, wenn die Zeit zwischen zwei Schlägen etwas länger ist. Dann wird unser Herz
optimal versorgt und kann so hoffentlich
sehr lange seine Arbeit verrichten – unterstützt durch ein gutes Ausdauertraining.
Ausdauertraining bei HKM wo und
wann? – Jeden Montag und Mittwoch
zwischen 15 und 18.30 Uhr im Fitnessraum
Betriebsarztzentrum HKM.
Thema der nächsten Folge:
Sport ist gut gegen miese Stimmung!
8
03 • 2014
Sie treiben den Ausbau der „Digitalen Fabrik HKM“ in 2D und 3D voran:
(v.l.) Christian Gotsche, Ernst Löffler, Christian Wüllenweber, Kok Zin Tse
Kompetenz a Laststreckenermittlung zu Abrechnungszwecken per ISyDiF:
Nur eine von
vielen Möglichkeiten
Vom Informations-System der Digitalen
Administrator Christian Wüllenweber nicht
über das ISyDiF zu visualisieren und auszu-
schon einmal gehört haben. Bereits vor drei
fähigkeit des Systems heute bei weitem
fert der Bereich Controlling Fremdleistungen
Fabrik, kurz ISyDiF, dürfte inzwischen jeder
Jahren haben wir über die ersten Schritte des
Projekts berichtet, das damals mit dem Ziel
angetreten war, das gesammelte Wissen der
Hütte in Sachen Topographie, Liegenschaf-
ten, Anlagendokumentation, Infrastruktur
und Facility Management sicher und gesi-
chert über eine Datenbank zur Verfügung zu
stellen. Und von dort sollte es dann jederzeit
abrufbar sein. Keine leeren Worte, wie man
ganz genau. Nur so viel, dass die Leistungs-
noch nicht ausgenutzt wird und es für diese
Nutzung kein Patentrezept gibt. „Wie und
wofür sich das ISyDiF im Einzelnen nutzen
lässt, muss jede Abteilung und jeder Bereich
für sich selbst herausfinden“, sagt Ernst
Löffler und Christian Wüllenweber ergänzt:
„Dazu muss man natürlich auch schon einmal ein wenig querdenken.“
Revision als Auslöser
keiten.
Einige Fachabteilungen, etwa aus dem kauf-
Was genau mit dem ISyDiF alles möglich ist,
kerei inzwischen gestartet und damit begon-
wissen auch Projektleiter Ernst Löffler und
Kartenausschnitt Kabelnetze Telefon, LWL (TI-K)
(CF-C), der mit Hilfe der Digitalen Fabrik die
Entfernung der Laststrecken ermittelt und
diese Daten zu Abrechnungszwecken nutzt.
Auslöser dafür war die Revision bzw. deren
Frage, wie die Bewertung der Lastrecken
und deren Dokumentation erfolgt. Auf dem
HKM-Werksgelände werden etwa 200 verschiedene Stoffe mit Fremd-LKW von einem
Ort zum anderen transportiert.
heute weiß, denn die Digitale Fabrik steht
sozusagen und bietet ungeahnte Möglich-
werten. Ein anschauliches Beispiel dafür lie-
Diese so genannten Laststrecken von
männischen Bereich, haben diese Querdennen, eigene Informationen aus Excel-Tabellen
Punkt A zu Punkt B sind Vertragsgegenstand
mit einem Dienstleister und werden mit ihm
entsprechend abgerechnet. Dazu liegen der
Controlling-Abteilung alle erforderlichen Da-
ten über Menge, Häufigkeit und Entfernung
Kartenausschnitt aktuelle Projektierungen, Neubau Tor 2
03 • 2014
9
der Laststrecken vor. Die Ermittlung der
wickelt, aber was man damit anfangen
erstellen eine Karte und die Feuerwehr
mittels Multimeter auf dem HKM-Lageplan.
gen.“ Zumindest einige Abteilungen haben
gibt viele weitere Beispiele, die genau das
Laststreckenentfernungen erfolgte manuell
Eine visuelle Dokumentation der einzelnen
Laststrecken war zum damaligen Zeitpunkt
nicht möglich.
Rund 800 Strecken digitalisiert
Im Jahre 2012 begann die Controlling-Abtei-
lung die Entfernung neu einzurichtender
Laststrecken mit Hilfe der Digitalen Fabrik zu
ermitteln und zu dokumentieren. Eine dauerhafte Speicherung dieser Daten war zu
diesem Zeitpunkt nicht möglich. Daher
wandte sich der Bereich Controlling Fremdleistungen an Christian Wüllenweber, der
sich als Administrator der Digitalen Fabrik
bestens mit den Einzelheiten auskennt. Ge-
meinsam entwickelte man erste Ideen, wie
das System nicht nur temporär, sondern
grundsätzlich am besten für die Controlling-
Belange genutzt werden könnte. Heute hat
kann, ist Sache der Betriebe und Abteilun-
diese Möglichkeiten schon längst erkannt.
So hatte etwa der Bereich TI-Medien mit
Hilfe von Google-Earth die Anordnung von
Verteilerschränken visualisiert und wollte so
etwas in der Datenbank des ISyDiF haben.
Eigenständig wurden daraufhin im System
Punkte gesetzt und Linien gezogen, bis alles
perfekt war. Aus Sicht von Christian Wüllen-
weber ist dieses Vorgehen zur Nachahmung
empfohlen. „An unserem System können
schließlich alle teilhaben, da es für jeden
über das Intranet erreichbar ist.“ Auch aus
einem gewissen Eigeninteresse der einzel-
nen Abteilungen hält er das für wünschens-
wert, denn: „Die Fachabteilungen legen die
beugt.“
lände dauerhaft in dem Informationssystem
den, so ist aus Sicht von Ernst Löffler schon
kumentieren und berechnen. Bei einer Neu-
ausschreibung des Vertrages können nun
sämtliche Details über alle digitalisierten
Laststrecken im ISyDiF abgerufen werden.
Jeder kann teilhaben
Für Ernst Löffler ein hervorragendes Beispiel
dafür, zu was das ISyDiF in der Lage ist. Allerdings weiß er auch: „Wir stellen mit dem
System nur ein Werkzeug zur Verfügung.
Das wird zwar inhaltlich ständig weiter ent-
hat einen vollständigen Überblick über seine
Schaltanlagen, der Bereich Umwelt z. B. über
alle Emissionsquellen, die Betriebsabteilung
TI-M über alle Schächte und Schieber; und
über die Verknüpfung mit SAP ist es mög-
lich, durch Anklicken einzelner Objekte im
ISyDiF in die zugehörige Dokumentenverwaltung zu wechseln. Kurz: Jeder kann sich
im Stile von Self Service Mapping seine eige-
ne Karte nach eigenen Bedürfnissen maßschneidern.
Auch wenn damit die Zeit von Ernst Löffler
Auch wenn die Möglichkeiten des ISyDiF
tergenau und revisionssicher ermitteln, do-
Kabel verlegt sind; der Elektrobetrieb TI-E
Dem Verlust an Wissen ist damit vorge-
zur Verfügung und gehen nicht verloren.
schen den etwa 120 Anfahrstellen (Aufnah-
digitalisiert und kann die Entfernungen me-
etwa nutzt die Karte, um zu sehen, wo ihre
Kaputt gehen kann nichts
Mehrwert weiter erhöhen
me und Abladung) auf dem HKM-Werksge-
belegen. Die Kommunikationsabteilung TI-K
Daten zentral ab. Sie stehen damit jederzeit
der Bereich Controlling Fremdleistungen
rund 800 verschiedene Laststrecken zwi-
macht daraus einen Einsatzplan.“ Und es
derzeit noch nicht voll ausgeschöpft werdie Einrichtung allein ein Mehrwert. Und
jedes Thema, das hinzukommt und über
das System bearbeitet wird, erhöht diesen
Mehrwert zusätzlich. Demnächst wird auch
die Feuerwehr ihr Einsatzleitsystem mit Un-
terstützung von ISYDiF mit Daten ergänzen
und aktualiseren. Bei einem Alarm wird der
entsprechende Ausschnitt aus dem Lageplan im Feuerwehrleitsystem hochgeladen,
so dass sofort geklärt werden kann, was sie
und Christian Wüllenweber als einzige Herr-
scher über das Kataster vorbei sind, finden
sie daran nichts Negatives. Vielmehr ermun-
tern sie Mitarbeiter und Abteilungen, ver-
stärkt im System aktiv zu werden. „Kaputt
machen kann man dabei nichts“, beruhigt
Christian Wüllenweber schon vorab allzu
vorsichtige Kollegen. Und außerdem stehe
man jederzeit mit Rat und Tat zur Seite und
helfe dabei, Vorstellungen und Ideen in die
Tat umzusetzen. Bei der Entwicklung eige-
ner Ideen können die beiden allerdings nicht
helfen. Da sind die einzelnen Mitarbeiter der
Abteilungen und Betriebe mit ihrer ganzen
Kreativität gefragt.
vor Ort erwartet. Für Ernst Löffler eine fas-
Der Link ins ISyDIF:
auf welche Weise verschiedene Dinge mit-
Services ->
zinierende Sache. „Es ist schon interessant,
einander verknüpft werden. Wir Vermesser
Startseite im Intranet ->
Informationssysteme ->
10 03 • 2014
Wissensweitergabe in der Praxis:
Wissensgeber Ulrich Krugmeier (r.) und
Wissensnehmer Wolfgang Michels (l.) an der Säge
Mitarbeiter a Qualifizierungsprojekt Rundadjustage:
Flexible und strukturierte
Wissensweitergabe
Das Wissen und die Erfahrung der Mitar-
Ständige Optimierung als Ziel
­Erfolgsfaktoren eines Unternehmens. Um-
Um diese zusätzlichen Arbeitsplätze so
rungswissen zu bewahren, was angesichts
es einer strukturierten Wissensweiterga-
beiter zählen mit zu den bedeutendsten
so wichtiger ist es, dieses Fach- und Erfah­
des demographischen Wandels nicht einfach
ist. Schließlich bedeutet das Ausscheiden von
Mitarbeitern durch Ruhestand, aber auch
durch Abteilungs- oder Teamwechsel immer
einen großen Verlust, den es zu kompensieren gilt. Zugleich sind an die Stelle von ein-
fachen Arbeiten komplexe Tätigkeiten und
Arbeitszusammenhänge mit einem hohen
Maß an Selbstständigkeit und Verantwortlichkeit getreten. Diese erfordern Flexibilität
schnell wie möglich zu beherrschen, bedarf
be. Hierzu wurde „SQAM“ (Systematische
Qualifizierung Anzulernender Mitarbeiter)
entwickelt, das auf bewährten Methoden
sowie didaktischen Gesichtspunkten basiert und auf die HKM angepasst wurde.
Da­rüber hinaus ist „SQAM“ ein Initialbaustein einer selbstlernenden Organisation
mit dem Ziel, lebensbegleitendes Lernen zu
fördern. Die Schwerpunkte liegen auf der
und Zusammenarbeit, wodurch eine strukgeworden ist.
wissen. Zugleich sollen aber auch Leistungsund
Verantwortungsbereitschaft
sowie
Qualitäts- und Sicherheitsbewusstsein ge-
fördert werden. Ein weiterer Effekt ist, dass
die Arbeitsweisen auf allen fünf Schichten
vereinheitlicht, überdacht und hinterfragt
werden. Denn hierdurch entsteht ein mitarbeitergetragener, kontinuierlicher Verbesserungsprozess, der die ständige Optimierung
als Ziel hat. Erste Verbesserungsvorschläge
sind bereits eingegangen und werden zurzeit auf Umsetzung geprüft.
der Rundadjustage konnten die Mitarbeiter
angeben, auf welche zusätzlichen Arbeits-
Wissensweitergabe entsprechende Systeme
plätze sie sich qualifizieren möchten. Dem
bereitgestellt werden. Bei HKM hat man die
Abgleich zwischen Wünschen und betriebli-
Teamarbeit als ein geeignetes System ausge-
chen Erfordernissen folgte die Planung der
wählt und bereits 2012 in der Rundadjusta-
zuerst zu qualifizierenden Mitarbeitern in
ge, im Rahmen eines neuen Entgeltsystems,
Zusammenarbeit mit dem Betrieb, der Ar-
eingeführt. Es basiert darauf, dass jeder
beitswirtschaft und dem Betriebsrat. Hier
Mitarbeiter drei bis vier unterschiedliche Ar-
Arbeit gewährleistet sind.
der Arbeitssicherheit und von Erfahrungs-
Nach Erfassung der Ist-Qualifizierung in
Allerdings müssen für diese strukturierte
sicherheit, Produktivität und die Qualität der
platzbezogenen Kenntnissen, Fertigkeiten,
Die Umsetzung
turierte Wissensweitergabe unverzichtbar
beitsplätze sicher beherrscht, damit Arbeits-
systematischen Vermittlung von arbeits-
Teamleiter Arbeitswirtschaft Günter Niklas
führt innerhalb der Schichtgespräche in die
SQAM-Thematik ein
wurde im ersten Schritt darauf geachtet,
dass der betriebliche Bedarf gedeckt wird,
das heißt: Zuerst wurden die Arbeitsplätze
03 • 2014 11
Wissensgeber Ulrich Krugmeier (l.) und Wissensnehmer Wolfgang Michels (r.) im Steuerstand der Säge
behandelt, für die derzeit nur ein Mitarbei-
tische und theoretische Ausbildung vorge-
beitsplatz erstellt wird und das gesammelte
unter Berücksichtigung der Plausibilität der
Plan unter anderem die für die Tätigkeit vo-
als Nachschlagewerk bzw. als Unterstützung
ter qualifiziert ist. Im zweiten Schritt wurde,
Qualifizierungswünsche („von der Pike auf
an lernen“) und dem Gerechtigkeitsaspekt
(„Mitarbeiter, die bisher nur einen Arbeitsplatz beherrschen“), die entsprechende Reihenfolge festgelegt. Im Juni 2014 fiel dann
in der Rundadjustage der Startschuss für die
Qualifizierung.
Verschiedene Instrumente
Um die Qualifizierung systematisch umzusetzen, sind eine Reihe verschiedener Instru­
mente erforderlich. Zunächst erfolgt ein
Qualifizierungsplan, mit dessen Hilfe der
zeitliche Rahmen für die Dauer der Ausbildungs- bzw. Qualifizierungszeit für die prak-
geben wird. Darüber hinaus beschreibt der
rausgesetzten Fertigkeiten und Kenntnisse,
definiert umfassend die Unterweisungsziele,
wodurch eine Erfolgskontrolle ermöglicht
wird. Das zweite Instrument ist die Arbeits-
zergliederung. Hier werden die einzelnen
Arbeitsschritte detailliert anhand ihrer be-
sonderen Merkmale beschrieben und in ihrer
Bedeutung erläutert, so dass der Wissens-
Wissen des Arbeitsplatzes umfasst. Er dient
während der Wissensweitergabe und wird
zurzeit digital in IMIS hinterlegt. Fehlt noch
das Qualifizierungscontrolling. Dieses wurde aufgebaut, um den Qualifizierungsfortschritt nachzuhalten und die Effektivität des
Systems zu messen sowie der Geschäftsführung quartalsweise zu berichten.
nehmer inhaltlich auf seine Aufgaben vorbe-
Rahmenbedingungen
gerichtige Lernabschnitte gegliedert. Bei der
Vor Beginn der Qualifizierung im Juni 2014
relevante und selten vorkommende Ereig-
allen Führungskräften der Rundadjustage
reitet wird. Jede Tätigkeit wird somit in folDurchführung wird auf arbeitssicherheits­
nisse hingewiesen und deren Ursachen- und
Wirkungsbeziehungen aufgezeigt. Drittes In­
strument ist der Lernordner, der für jeden Ar-
Gemeinsames erarbeiten der Qualifizierungsinhalte sowie Verbesserungspotentiale
innerhalb der Schichtgespräche
fand im April ein halbtägiger Workshop mit
statt. Hier wurden die Rahmenbedingungen, Ziele und die Schwierigkeiten der Wis-
sensweitergabe ausführlich diskutiert. Ziel
Technische Begleitung durch den Teamleiter
TS-RP Ralph Niewianda
12
03 • 2014
Am Arbeitsplatz: Vormachen und anschließendes Erklären, warum diese Vorgehensweise gewählt wurde und welche Folgen bei Nichtbeachtung entstehen
können, durch die beiden Wissensgeber Sven Kaufmann (l.) und Matthias Klaper (r.).
war, eine gemeinsame, von allen Führungs-
Wissensvermittlung geschärft. Die Vorge-
geschaffen und der schichtübergreifende
Voraussetzung für die Wissensweitergabe
der Qualifizierungsplanung, der Arbeitszer-
SQAM eine nachhaltige Sicherung des Pro-
kräften getragene Strategie abzustimmen.
ist eine Lernpartnerschaft. Hierzu werden
zusätzliche Mitarbeiter zur Verfügung ge-
stellt, die während der Qualifizierung ihrer
Kollegen die Arbeit dieser „Wissensnehmer“
übernehmen. Die Dauer der Qualifizierung
hensweise zur Qualifizierung wird anhand
gliederung und der HKM 5-Stufen-Methode
vermittelt. Diese setzt sich zusammen aus:
vorbereiten, vormachen, nachmachen, üben
und der Erfolgskontrolle.
Positive Effekte
Die Wissensgeber wiederum wurden von
Neben dem Erhalt des Fach- und Erfahrungs-
wissen, soziale Kompetenz, wie etwa Kom-
tischen Wissenstransfers auch zahlreiche
den Schichtleitern nach den Kriterien Fachmunikations- und Konfliktfähigkeit sowie
Akzeptanz unter den Kollegen ausgewählt
– allerdings ist die Rolle als Wissensgeber
letztlich freiwillig. Mit Unterstützung der
Berufsbildung wurden bereits 17 Wissens-
geber geschult und dabei die Fähigkeit zur
positive Effekte für die Mitarbeiter selbst.
Hierzu zählen Anerkennung und Wertschät-
zung ihres Fachwissens, ihrer Fertigkeiten
und meist langjähriger Berufserfahrung.
Zugleich wird eine Grundlage für die per-
sönliche und fachliche Weiterentwicklung
„SQAM“ steht für die Systematische Qualifizierung von
Anzulernenden Mitarbeiter/innen.
Ein erfahrener Produktionsmitarbeiter soll hierbei dem Anzulernenden die Kenntnisse, Fertigkeiten und das Erfahrungswissen zur
Ausführung eines Produktionsarbeitsplatzes vermitteln und dabei
die Leistungsbereitschaft,
werden. Durch das mehrfache Qualifizieren
Flexibilität, die das Qualifikationsprofil eines
jeden Mitarbeiters steigert. Durch diese
Multiflexibilität wird die Attraktivität von
HKM als Arbeitgeber gegenüber anderen
Mitbewerbern gesteigert, was zu Vorteilen
auf dem Arbeitsmarkt führt. Außerdem erzeugt das System eine Lernkultur sowie ei-
nen mitarbeitergetragenen kontinuierlichen
Verbesserungsprozess, die zu einem großen
Teil zum Unternehmenserfolg beitragen.
Sicherung des
Wissens
Wissens
im Unternehmen
problemlose Nachfolgeplanung
das Qualitätsbewusstsein und
des Anzulernenden anregen sowie
fördern und dabei systematisch
nach einer bewährten Methode
vorgehen, unter Berücksichtigung
didaktischer Gesichtspunkte.
pulse für Verbesserungspotenziale gehoben
Was erreicht werden soll:
die Verantwortungsfreude,
das Sicherheitsbewusstsein
fe werden parallel optimiert, wodurch Im-
plätze entsteht auf der Hütte überdies eine
wissens hat die Einführung eines systema-
Was ist SQAM?
zesswissens im Unternehmen. Arbeitsabläu-
der Mitarbeiter für verschiedene Arbeits-
ist abhängig vom Arbeitsplatz und kann zwi-
schen einem und sechs Monaten betragen.
Teamgedanke gestärkt. Für HKM bedeutet
Systematische,
nachhaltige Weitergabe von
Fach- und
Erfahrungswissen
Verkürzung von
Anlernphasen
Eine von den
Mitarbeitern
getragene
Verbesserung der
Arbeitsabläufe
(KVP)
Förderung der
Motivation durch
Entwicklungsmöglichkeiten
PE im LE-Bereich
Effizienzsteigerung durch VergleichVergleich-
mäßigung der
Arbeitsweisen aller
Schichten
03 • 2014 13
Mitarbeiter  Kolumne des Betriebsrats:
Ergebnisse, die sich sehen
lassen können
Sie sind immer wiederkehrender Bestandteil
Doch damit nicht genug der guten Nach-
den“, sagt Uli Kimpel, der deshalb allen In­
die Übernahme von Leiharbeitern an, die
bewerben. Im Zweifelsfall können ja auch
der Gewerkschafts- und auch Betriebsrats-
richten. „Für November steht auch wieder
Schließlich geht es in den in regelmäßigen
bei uns schon lange auf Stammarbeitsplät-
arbeit und doch alles andere als Routine.
Abständen stattfindenden Tarifverhandlungen nicht nur um Zahlen und Prozente. Oftmals stehen auch andere Inhalte zur Diskussion und Verhandlung. So auch bei den
diesjährigen Verhandlungen, die Anfang Juli
abgeschlossen werden konnten. Mit einem
für die Arbeitnehmer zufriedenstellenden
Ergebnis, wie HKM-Betriebsratsvorsitzender
Uli Kimpel und sein Stellvertreter Norbert
Keller meinen. So steigen die Löhne und Ge-
hälter seit Juli dieses Jahres um 2,3 Prozent
und ab Mai kommenden Jahres um weitere
1,7 Prozent. Ein Ergebnis, mit dem man die
nächsten 17 Monate leben kann, denn so
lange läuft der neue Tarifvertrag.
Noch zufriedener stimmt die beiden Betriebsräte allerdings, was sonst noch so
alles erreicht wurde. Etwa, dass alle Ausgebildete in der Regel in ein unbefristetes Ar-
beitsverhältnis übernommen werden oder
dass endlich der Einstieg in faire Werksverträge gelungen ist. Denn auch für die sollen
in Zukunft Tarifstandards gelten und damit
akzeptable Arbeitszeiten und Entgelte.
zen tätig sind“, betont Uli Kimpel. Der Betriebsrat bei HKM setzt sich schon lange für
dieses Vorgehen ein und hat erst vor einem
Jahr eine entsprechende Betriebsvereinbarung dazu abgeschlossen. Von daher ist
auch mit den anstehenden Übernahmen im
November noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, im Gegenteil. „Wir werden
teressenten den Rat gibt, sich jetzt zu
die Eltern den hoffnungsvollen Nachwuchs
darauf aufmerksam machen, dass die Bewerbungsfrist bereits läuft und HKM gute
Zukunftschancen bietet. „Schließlich verlassen im Laufe der kommenden Jahre viele
langgediente Kolleginnen und Kollegen die
Hütte und für die brauchen wir Ersatz“,
weiß ­Norbert Keller.
Apropos aufmerksam machen: Das wol-
auch weiterhin alles daran setzen, AÜGs zu
len auch wir in den kommenden Ausgaben
Arbeitsplätzen beschäftigt sind“, unter-
gesamt 13 Ausschüsse, die inhaltlich von
übernehmen, die bereits lange auf solchen
streicht Norbert Keller.
Sorgen, die sich die neuen Auszubilden-
den nicht machen müssen. Insgesamt 42
junge Menschen – darunter zwei junge
Frauen – sind im August auf der Hütte an
den Berufsstart gegangen und schauen bei
HKM auf eine ziemlich sichere Zukunft.
Denn sie werden – wie bereits angemerkt –
alle in ­eine unbefristetes Arbeitsverhältnis
übernommen. Investition in die Zukunft
heißt das in der Regel oder – wie bei HKM –
„Qualitative Personalplanung“. Und die geht
weiter: „Auch im kommenden Ausbildungsjahr werden wir wieder 40 Azubis ausbil-
von „Wir bei HKM“, und zwar auf die insBildung über Personal bis hin zu Werkverträgen reichen. In loser Reihenfolge werden
wir ab der nächsten Ausgabe einige dieser
Ausschüsse vorstellen und über Inhalte und
Ziele berichten. Damit die Arbeit, die sonst
nur im Verborgenen blüht, endlich mal publik wird und man sieht: Nichts kommt von
alleine. Vielmehr muss man sich um alles
kümmern. Und weil das nicht jeder Einzelne für sich kann, macht das der Betriebsrat. Wie und wobei, das erfahren Sie in der
nächsten Ausgabe.
14
03 • 2014
Kompetenz a KVP bei TI geht weiter:
Verbesserungsworkshops
und Teamboards
zes Brett, das in jedem Fachbereich aushängt,
Zu Lösungen durch
Verbesserungsworkshops
Mitarbeitern gemeinsam gepflegt und mit
Kommunikation ist aber nicht das einzige Ziel
es beispielsweise eine Vertrauenskurve, auf
damit auch handfestes Wissen und die dazu
Rund eineinhalb Jahre nach seiner Einfüh-
Einsatz. Im Prinzip ist das so eine Art Schwar-
prozess (KVP) im Bereich Energie, Infrastruk-
inhaltlich im Team von Führungskräften und
rung hat der Kontinuierliche Verbesserungstur und Anlagentechnik (TI) nichts von seiner Dynamik verloren. Standen zunächst die
5S-Methode in Werkstätten und Büros sowie
daran anschließend die Audits im Vorder-
grund, geht es jetzt mit kleinen Schritten
weiter. Die Richtung ist dabei klar: Für Kontinuität und Nachhaltigkeit soll nun gesorgt
werden. Damit der KVP nicht in Vergessen-
heit gerät, sondern sich vielmehr weiter entwickeln und bewähren kann.
Vieles läuft in den Fachbereichen von TI in Sachen KVP inzwischen parallel. So ist beispiels-
weise noch nicht überall die 5S-Methode
durchgeführt und umgesetzt worden, weil
ein KVP-Koordinator ausgeschieden und erst
vor kurzem ersetzt worden ist. Dadurch hat
die Geschwindigkeit ein wenig nachgelassen,
„wir hängen mit einigen Bereichen noch hinterher“, gibt KVP-Manager Henry Kramp zu.
Was ihn und seinen Kollegen Udo Heinrichs
in den zurückliegenden Monaten aber nicht
davon abgehalten hat, neue Maßnahmen in
die Wege zu leiten.
Teamboards eingeführt
So sind beispielsweise seit Mai 2013 bei TI
flächendeckend sogenannte Teamboards im
dem Prozessleiter abgestimmt wird. So gibt
der exakt vermerkt ist, wie viele der aus 5S re-
sultierenden Maßnahmen bereits umgesetzt
und wie viele noch abzuarbeiten sind. Ist die
Abweichung zwischen den noch abzuarbei-
tenden und den bereits umgesetzten Maßnahmen zu groß, bedeutet das Handlungsbedarf. Ebenfalls auf dem Board enthalten sind
wichtige Kennzahlen wie etwa Umsatz und
Kosten oder auch Angaben zur Liefertreue.
Nur zwei Beispiele für viele andere Inhalte,
die je nach Fachbereich zwar sehr unter-
schiedlich sind, jedoch eines gemeinsam haben. „Das Board und damit auch die Inhalte
müssen akzeptiert und gelebt werden“, unterstreicht Henry Kramp, der den vermeint-
lichen „Rückfall“ in die Zeit des Schwarzen
Brett trotz des herrschenden digitalen Zeitalters keineswegs für einen Anachronismus
hält. Ganz einfach deshalb, weil man sich
an dem Board mit Kolleginnen und
Kollegen trifft und über Fortschritte oder auch Rückschritte
unterhält. Deshalb und weil die
Inhalte gemeinsam festgelegt
werden, wird besagtes Brett
eben als Teamboard bezeichnet.
der Steuerungs- oder Teamboards. Es sollen
gehörigen Hintergrundinformationen vermittelt werden. So dürfte zwar jedem inzwi-
schen hinreichend bekannt sein, dass HKM
wie jedes andere Unternehmen auch über
Kennzahlen geführt wird. Doch weiß auch
wirklich jeder, worum es sich dabei handelt
und wie das funktioniert? Genau das (und
vieles andere) soll mit den Teamboards ver-
mittelt werden. Nicht zuletzt deshalb, weil
die Mitarbeiter selbst bestimmt arbeiten
sollen und sie deshalb auch wissen müssen,
welche Prozesse es gibt und wie sie ablaufen.
Damit sie erkennen können, warum beispiels-
weise bestimmte Ziele nicht erreicht werden.
Und sich dann Gedanken darüber machen,
warum das so ist und was sich daran even-
tuell ändern lässt. „Wir wollen die Kollegen
noch stärker in Richtung Eigenverantwortung motivieren und sie dazu bewegen,
eigene Ideen zu entwickeln, um
Dinge alleine oder gemeinsam
mit anderen zu verändern“,
sagt Henry Kramp. Aus seiner
Sicht ist das auch der erste
Anstoß oder der Übergang da-
zu, Möglichkeiten zu Verbesse-
03 • 2014
15
Regelmäßiges Treffen einer Arbeitsgruppe am
TI-I- Teamboard (v.l.): Henry Kramp, Olaf Höner,
Kok-Zin Tse, Joachim Bliemeister, Kenny Marc
Haaken und Christian Scheppler
rungen zu entwickeln. Konkret angesprochen
werden diese Möglichkeiten in den unlängst
eingeführten Verbesserungsworkshops. Hier
kommen erkannte Probleme nicht nur auf
den Tisch, es wird auch nach Lösungen gesucht. Ziel ist, weniger an den Symptomen
eines Problems zu arbeiten als vielmehr Ursachenforschung zu betreiben.
Systematische
Vorgehensweise
Darstellung der zeitnahen Umsetzung von Mitarbeiterinitiativen
Kurz und gut: Der KVP bei TI geht nach einer
lungen besteht. Und in jeder dieser Abtei-
Themen schwieriger. Etwa bei der Frage, wa-
5S-Methode und die Audits durchgeführt,
Udo Heinrichs. Natürlich nehmen an diesen
sollen. Schließlich läuft doch alles. Nur dass
gewissen Systematik vor. Zuerst werden die
dann über die Steuerungsboards eine Regel-
kommunikation installiert und schließlich
in den Verbesserungsworkshops Probleme
analysiert und gelöst. Dazu findet auch noch
eine individuelle Kommunikation in Form ei-
ner Standortbestimmung statt mit Fragen
lungen wird KVP anders umgesetzt“, erklärt
Workshops auch Führungskräfte teil, die sich
mit den KVP-Koordinatoren und Prozessbe-
gleitern austauschen. Je nach Thema oder
Problem wird sogar der Prozessleiter einbezogen.
wie: Was ist bis jetzt gemacht worden, wo
Es geht auch künftig weiter
eventuell? Vier Stunden dauern diese von
Es passiert also eine ganze Menge, um den
denen auch Korrekturmaßnahmen für Pro-
ben. Mit mehr oder weniger Begeisterung,
befindet sich der Einzelne und wo hakt es
Udo Heinrichs moderierten Workshops, in
bleme entwickelt werden. Der Grund für diese Individualisierung: „TI ist zwar ein einziger
Bereich, der jedoch aus sieben Einzelabtei-
begonnenen KVP bei TI weiter voranzutreiwie Henry Kramp einräumt. Während die
5S-Methode insgesamt auf große Akzeptanz
gestoßen ist, wird es bei den theoretischen
Mitarbeiter a Antrittsbesuch:
Z
rum eigentlich Prozesse beschrieben werden
die meisten bei intensiver Nachfrage dann
eben doch nicht alle Details kennen. Doch
genau das ist wichtig, um Verschwendung
hinsichtlich Kosten und Zeit zu erkennen und
zu beseitigen. Der entscheidende Faktor ist
die Kulturveränderung, weiß Henry Kramp.
Und deshalb werden weitere Maßnahmen
folgen. Etwa im Hinblick auf mehr Prozess-
beschreibungen, wenn Sauberkeit und Ord-
nung durch 5S endgültig erreicht ist. Doch
was auch immer es sein wird, fest steht, dass
es weiter gehen wird. Weil der Kontinuierliche Verbesserungsprozess – wie das Wort ja
schon sagt – eigentlich nie aufhört.
Neuer DGB-Chef besucht Hütte
u einem Antrittsbesuch kam am Freitag, den 5. September 2014,
der neue Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes
(DGB), Reiner Hoffmann, auf die Hütte. Ziel des Zusammentreffens
mit Geschäftsführung und Betriebsräten: sich über die industriepolitische Bedeutung des Standorts zu informieren. Dr. Rolf Höffken,
technischer Geschäftsführer von HKM, ließ die Gelegenheit nicht aus,
die Befreiung von der EEG-Umlage für sogenannte Eigenstrom-Erzeu-
ger über den bisher vereinbarten Zeitraum bis 2017 hinaus anzumahnen und stieß dafür bei dem neuen DGB-Chef auf Zustimmung. „Die
Befreiung der energieintensiven Industrie ist zwingend erforderlich.“
Auch der Forderung vom HKM-Betriebsratsvorsitzenden Uli Kimpel
nach fairen Werkverträgen, stimmte Reiner Hoffmann zu. Bei Lohndifferenzen von bis zu 20 Prozent bräuchten die Betriebsräte Mitbestimmungsrechte.
(v.l.) Angelika Wagner (DGB), Arbeitsdirektor Peter Gasse, Reiner Hoffmann
(Vorsitzender DGB), Dr. Rolf Höffken (Geschäftsführer Technik)
16
03 • 2014
Name:
Michael Eßer
Alter:
54 Jahre
Familienstand :
verheiratet, ein Sohn
Ausbildung:
ietechniker
Chemielaborant; Chem
Heutige Tätigkeit:
Fachgebietsleiter
Bei HKM seit:
August 1990
rupp H üttenwerk
(davor seit 1974 bei K
in Rheinhausen)
Mitarbeiter  Mitarbeiter stellen ihren Alltag vor:
Öfter mal was Neues
Für Michael Eßer ist Veränderung und Weiter-
vorher gemacht hat. Und er hat sich etwas
suchte man nach einem neuen Mann für die-
bereits genügend davon mitgemacht. So viele
damals gelernt, wie gut es sein kann, anderen
glücklicher Zufall wie sich ein paar Jahre spä-
entwicklung kein Problem. Schließlich hat er
sogar, dass seine heutige Tätigkeit nichts mehr
mit dem zu tun hat, was er einmal gelernt hat.
Was ihn allerdings nicht sonderlich stört, im
Gegenteil. „Ich bin mehr als zufrieden mit
dem, was ich heute tue“, sagt der 54-Jährige,
der auch den kommenden Jahren mit Spannung und Neugier entgegen sieht.
Ins Berufsleben gestartet ist der heutige Fachgebietsleiter für Qualifizierungs- und Kommu-
nikationsprozesse in der Roheisen- und Stahlerzeugung vor fast genau 40 Jahren mit einer
Ausbildung zum Chemielaboranten. Kein Zu-
fall, wie Michael Eßer noch heute weiß. „Ich
hatte das eigentlich schon immer im Kopf. Zumal ich wusste, dass die Werkstatt nichts für
mich war.“ Bestärkt wurde er in seinem Berufswunsch durch ein Pflichtpraktikum, das er
in der Ausbildungswerkstatt von Krupp Stahlbau absolvierte.
Techniker und AusbilderEignungsprüfung
Michael Eßer machte also eine – wie es da-
aus dieser Zeit bis heute bewahrt. „Ich habe
zu helfen.“ Eine Erkenntnis, die sich später
wenn auch auf einem anderen Gebiet wieder-
holen und bestätigen sollte. Zunächst einmal
kehrte der gebürtige Rheinhausener allerdings
zurück in seine alte Firma, wo er im Hauptla-
bor arbeitete. Erz, Stahlgüten und Legierun-
gen zu analysieren, gehörte damals zu seinen
Aufgaben, Tätigkeiten, die längst Automaten
übernommen haben. Auch mit der Analyse
von Abwässern und anderen Einsatzstoffen
war er beschäftigt und lernte im Laufe der
Zeit nicht nur sämtliche Abteilungen des
Hauptlabors bei Krupp kennen, sondern auch
den gesamten Laborbetrieb. Was in ihm den
Wunsch auslöste, sich weiterzubilden. Vier
Jahre lang besuchte er neben dem Job die
Abendschule zum Techniker und absolvierte
dabei auch eine zwölfwöchige Ausbilder-Eig-
nungsprüfung. Kurz vor Abschluss der Techniker-Ausbildung geschah dann etwas, was –
zumindest langfristig betrachtet – sein
Leben in eine neue Richtung lenken sollte. Aber das konnte Michael Eßer zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnen.
mals noch hieß – Lehre zum Chemielaboran-
Wechsel in die Ausbildung
dreieinhalb Jahren und bestandener Prüfung
Das Etwas, von dem hier die Rede ist,
Ausbildung zum Sanitäter war dabei etwas
bildungslabor für Chemielaboranten. Da
ten bei Krupp und verabschiedete sich nach
zunächst einmal in Richtung Bundeswehr. Die
komplett anderes im Vergleich zu dem, was er
war der Unfall eines Ausbilders im Aus-
dieser für längere Zeit ausfallen würde,
se Stelle. Und fand ihn in Michael Eßer. Ein
ter herausstellen sollte, weil er in der Ausbildung seine wahre Berufung fand und ihn die-
se Tätigkeit indirekt auch zu HKM führte.
Indirekt deshalb, weil der Weg dorthin über
den Prüfungsausschuss führte, dem Michael
Eßer als Mitglied angehörte. Dort machte ihm
ein Kollege das Angebot, sein Nachfolger bei
der Ausbildung von Chemielaboranten auf der
Hütte zu werden. Da auch die Begleitumstän-
de passten, wechselte er im August 1990 zu
HKM. Die Stelle als Ausbilder war eine Meis-
terstelle, einen Anspruch, den er als Techniker
erfüllte. Ansonsten musste er sich wie jeder
neue Mitarbeiter in die neue Umgebung ein-
finden, keine leichte Angelegenheit nach 16
Jahren Krupp Rheinhausen. Dennoch: Er wur-
de gut aufgenommen und kam schnell zurecht. Rund sieben Jahre lang bildete er geMit Daniele Schwarz (PB) im Gespräch
03 • 2014
17
meinsam mit einem Mitarbeiter pro Jahr
el Eßer verstärkt der Zusammenarbeit mit
wohl so weiter gemacht, hätte es nicht
dergrund stehen dabei im Rahmen der Wei-
fünf Chemielaboranten aus und hätte
den Betrieben TR und TS widmen. Im Vor-
erneut ein einschneidendes Ereignis ge-
terbildungsplanung die Qualifikation der
geben.
Mitarbeiter, die Berichterstattung an die
Betriebe und die Budgettransparenz.
Sachbearbeiter und EDVTrainer
Fit in jeglicher Hinsicht
1997 stellte HKM die Ausbildung von Che-
All das und noch viel mehr liegt abseits
mielaboranten ein, weil kein Bedarf mehr
des normalen Tagesgeschäfts. „Da bin ich
für sie da war. Michael Eßer stand vor der
schon seit etwa vier Jahren raus und ma-
Entscheidung, entweder zurück ins Labor
che seitdem nur noch Sonderaufgaben“,
oder aber in die Berufs- und Weiterbildung
sagt der 54-Jährige, der Offenheit und
zu wechseln. Das Labor erschien ihm da-
Neugier für die wichtigsten Eigenschaften
bei weniger reizvoll. Nicht nur, weil er dort
bei seinem Job hält. Neue Dinge nicht als
keine Perspektive mehr für sich sah. „Ich
Bedrohung, sondern als Herausforderung
hätte das auch als einen Rückschritt emp-
zu betrachten, ist seine Devise, die ihn in
funden, denn ich wäre von einem umfassenden Wissen, wie es in der Ausbil-
dung verlangt wird, zu einem begrenzten, auf
verschiedene Tätigkeiten reduzierten Wissen
seinen inzwischen 40 Berufsjahren voran
Michael Eßer als Trainer und als Berater
zusammen mit Walter Coppel (PB-W) im
Einsatz
gekommen“, sagt er. Und weil er noch mehr
Spaß am Umgang mit Menschen als an der
dung. Eine richtige Entscheidung, wie er längst
als Sachbearbeiter und EDV-Trainer an. Wieder
Viele weitere Tätigkeiten hat er in den vergan-
Erst recht in die Datenbank MS Access, mit der
trainings nach der Metaplan-Methodik für
weiß. In der Berufsbildung fing Michael Eßer
ein Gebiet, in das er sich einarbeiten musste.
er eine zentrale Weiterbildungsorganisation
entwickeln wollte. Zusammen mit anderen
trug er Daten aus unterschiedlichen Sachgebieten zusammen. Mit dem Einsatz einer fertig programmierte Datenbank schuf er die
Voraussetzung für die heutige Struktur, die
inzwischen auf SAP läuft.
„Alles, was ich
gemacht habe, geschah allerdings immer nur
auf Anwender-Ebene und
nicht im IT-Bereich“,
sagt Michael Eßer.
perliche Fitness tut er in seiner Freizeit einiges,
auch wenn die in erster Linie Familie, Haus
Zahlreiche Aufgaben
und Tätigkeiten
Chemie hatte, entschied er sich für die Bil-
gebracht hat. Und ihn, wie er lachend sagt,
im Kopf fit gehalten hat. Auch für die kör-
genen Jahren ausgeübt, hat Moderations-
Führungskräfte gemacht, Informationsveran-
staltungen zur Einführung des Integrierten
Managementsystems durchgeführt sowie
Outlook und damit die Umstellung des
E-Mails-Systems durch Schulungen mit voran
getrieben. In den letzten zwei Jahren war er
vor allem in den Projektteams „Intranet“ und
„Sharepoint“ aktiv und hat dabei unter anderem die Schulung der Intranet-Autoren über-
nommen. Vieles andere ließe sich noch
auflisten. In der nächsten Zeit will sich Micha-
und Garten gewidmet ist. Wenn dann noch
Zeit bleibt, verbringt er sie mit Kraft- und Aus-
dauertraining im Fitness-Studio oder schwingt
sich auf seine Inliner. Zum wahren Hobby hat
sich längst auch die Fotografie entwickelt, bei
der er nicht nur den Schritt von der Analogzur Digital-Fotografie vollzogen hat. Er will
jetzt auch nicht mehr nur „knipsen“, sondern
in die anspruchsvolle Fotografie einsteigen.
Ein Spezialgebiet hat er nicht, dafür aber
schon im Studio und „Immer etwas Neues
auszuprobieren“, lacht er. Ein Satz, den man
auch als Motto über sein gesamtes bisheriges
Leben schreiben könnte. Und das weiter
Bestand haben wird. Denn Michael Eßer ist
auch heute offen, für alles, was noch kommt.
Auch beruflich, denn da warten ja schließlich
noch zehn Jahre.
18
03 • 2014
Umwelt a Das Team Anlagensicherheit, Gewässerschutz und Abfall (TU-A):
Das „A“-Team bei TU
Zumindest auf den ersten Blick führt der
punkt aber schon über einen deutlichen
weltschutztechnischer Assistent, stieß Ben-
serschutz und Abfall“ ein wenig in die Irre, da
diums Umwelttechnik und Ressourcenma-
zu. Ergänzt wird das Team durch die gelernte
Name des Teams „Anlagensicherheit, Gewäsdies nur einen Teil des umfangreichen Auf-
gabengebiets darstellt. Themen wie Boden-
schutz, Grünflächen, Umweltmanagement
und Gefahrgut gehören ebenfalls dazu.
Was viele möglicherweise gar nicht wissen:
Bei TU-A handelt es sich in der Zusammensetzung um ein junges Team. Jedenfalls be-
zogen auf die Teammitglieder, die – bis auf
den Chef Gerhard Pohl – ausnahmslos erst
ab Mitte 2011 dazu gestoßen sind. Gründe
für die „Neu-Besetzung“ waren Verrentung,
Krankheit oder auch berufliche Veränderungen der vorherigen Mitarbeiter.
Das Team
HKM-Stallgeruch. „Im Rahmen meines Stu-
nagement habe ich ein Praktikum bei HKM
absolviert und anschließend bei der Abteilung TU-L (Luftreinhaltung) meine Bache-
lorarbeit geschrieben“, erzählt sie. An den
nach eigener Aussage Wunschjob kam sie
dann, weil kurz nach der Abschlussarbeit ei-
jamin Klärner im Oktober 2011 zu TU-A hinBürokauffrau Hilal Berktas, die innerhalb TU
übergreifend agiert. Sie ist Ende 2011 über
eine Zeitarbeitsfirma zu HKM gekommen
und ab Oktober dieses Jahres fest bei HKM
angestellt.
ne Stelle frei wurde. Dritte im Team ist Me-
Gewässerschutz und Abfall
Ausbildung als Prozessleitelektronikerin und
Ein Team mit vielfältigen Vorkenntnissen
Meisterschule absolvierte. „Ich habe mich
Aufgaben zu erledigen hat. Inhaltlich ist
lanie Nöllen, die auf der Hütte zunächst eine
anschließend auch die Vorarbeiter- und
damals auf eine offene Stelle bei TU-A beworben, weil mich das Thema ‚Umgang mit
wassergefährdenden Stoffen‘ interessierte.“
Mitte 2011 erfolgte der Wechsel. Nach einer
einjährig befristeten Anstellung als Um-
also, das einen ebenso bunten Strauß an
die Abteilung TU-A dabei in sieben Ge-
biete gegliedert: Gewässerschutz, Abfall,
Anlagensicherheit, Bodenschutz, Grünflä-
chen, Umweltmanagement und Gefahrgut.
Schon anhand dieser kurzen Auflistung
Bereits seit 1993 auf der Hütte tätig ist Ger-
hard Pohl. Der Maschinenbau-Ingenieur mit
einem Zusatzstudium in Technischem Umweltmanagement hatte bereits seine Ab-
schlussarbeit bei HKM geschrieben, doch
war zunächst keine freie Stelle für ihn vor-
handen. „Zwei Wochen später kam dann
aber doch der Anruf, dass es klappt“, erinnert er sich. Zunächst befristet, dann fest
hat er zunächst im Gewässerschutz begon-
nen, der auch heute noch fester Bestandteil
seiner Aufgaben ist. Während Gerhard Pohl
damit sozusagen dienstältester Umwelt-
schützer der Hütte ist, ist Jessica Schröder
das jüngste und neueste Teammitglied. Im
Dezember 2012 komplettierte sie die heutige Mannschaft, verfügte zu diesem Zeit-
Abfallkontrolle (v.l.): Melanie Nöllen, Benjamin Klärner und H. Kantekin (Fa. Remondis)
03 • 2014
19
wird klar, dass nicht jeder der insgesamt
fünf Mitarbeiter sich nur um ein einziges
Thema kümmern kann. Vielmehr arbeiten
alle in mehreren Themenbereichen und
auch übergreifend mit der Abteilung TU-L
„Luftreinhaltung und Klimaschutz“ zusam-
men. Dennoch ist jedes Gebiet bei TU-A
schwerpunktmäßig einem oder auch zwei
Mitarbeitern zugeordnet. So kümmern sich
beispielsweise Melanie Nöllen und Jessica
Schröder gemeinsam um den Gewässer-
schutz. Hierbei geht es vornehmlich um die
Wasserwirtschaft, also um Genehmigungs-
verfahren etwa für die Entnahme oder Einleitung von Wasser aus bzw. in den Rhein.
Auch die Überwachung von Grenzwerten
Abwasserkontrolle (v.l.): Jessica Schröder, Hilal Berktas und Gerhard Pohl
sowie die Erklärung und Kontrolle der Ab-
gaben und Gebühren fallen in ihr Ressort.
sergefährdenden Stoffen und kontrollieren
Anlagensicherheit und
Gefahrgut
Zusammen mit ihrem Kollegen Benjamin
Das Thema Anlagensicherheit, das Ger-
den Bereich Abfall zuständig, in dessen
bearbeiten, beschäftigt sich mit der soge-
Zudem beraten sie zum Umgang mit was-
die Umsetzung der gesetzlichen Pflichten.
Klärner ist Melanie Nöllen zusätzlich für
Mittelpunkt die Entsorgung von produkti-
onsunspezifischen Abfällen steht. Die Überwachung der Betriebsabläufe im zentralen
Abfallbereitstellungszentrum, das Einholen
von Angeboten, die Suche nach alternativen Entsorgungswegen sowie die Erstellung
notwendiger Entsorgungsnachweise sind
die Tätigkeitsschwerpunkte.
Bodenschutz und Grünflächen
Beim Thema Bodenschutz sind Benjamin
Klärner und Jessica Schröder gefragt. Inhalte sind unter anderem die fachliche und
hard Pohl und Jessica Schröder gemeinsam
nannten Störfallverordnung. Sie hat den
Schutz der Wohnnachbarschaft zum Ziel.
Dazu gehören beispielsweise der Umgang
mit gefährlichen Stoffen, wie den Hüttengasen, Rohteer oder Benzol. Für die Anla-
gen, in denen diese Stoffe entstehen, müssen in Zusammenarbeit mit den Betrieben
und Sachverständigen Sicherheitsberichte
erstellt und auf Stand gehalten werden.
In diesen Berichten werden Maßnahmen
festgelegt und fortgeschrieben. Sie stellen
sicher, dass die Anlagen sicher betrieben
werden. Eine weitere Aufgabe ist die Er-
gutachterliche Begleitung sowie die Dokumentation von Tief-, Rückbau und Sanie-
rungsmaßnahmen. Im Rahmen von Genehmigungsverfahren werden historische
Recherchen hinsichtlich der vorherigen Nutzung und daraus resultierenden Bodenverunreinigungen erstellt. Weiterhin findet eine
Abstimmung mit externen Bodengutachtern im Rahmen von Baumaßnahmen statt.
Ebenfalls in die Zuständigkeit von Benjamin
Klärner fallen die rund 725.000 Quadratme-
ter umfassenden Grünanlagen, deren durch
eine beauftragte Gartenbaufirma durch-
geführte Pflege koordiniert werden muss.
Auch die Gestaltung von Grünflächen wird
in Abstimmungen mit den zuständigen Betrieben geplant und organisiert.
Bodenbegutachtung
stellung einer Information für die Nachbarschaft, welche Anlagen störfallrelevant sind
und welches Gefährdungspotenzial die An-
lagen besitzen. Informationen, die übrigens
auch im Internet bekannt gegeben werden.
Abgesehen davon, dass auch die zweijährig
stattfindenden behördlichen Audits vorbe-
reitet werden müssen, ist Gerhard Pohl noch
Koordinator der Störfallbeauftragten auf
der Hütte. Auch für den Bereich Gefahrgut
ist er – gemeinsam mit den betrieblichen
beauftragten Personen der Hütte – verantwortlich. Hierbei geht es im Wesentlichen
um Transporte von Benzol oder auch heißen
Brammen auf öffentlichen Verkehrswegen
bzw. um die sichere Verladung dieser Ge-
fahrgüter. Unter anderem muss dabei in
Form von Stichproben sichergestellt wer-
den, dass die Transportfahrzeuge entspre-
20
03 • 2014
chend ausgerüstet und die Fahrer über die
erforderlichen Unterweisungen und Papiere
verfügen.
Umweltmanagement
Das Thema Umweltmanagement, das im
IMIS integriert ist, wird in erster Linie von
Hilal Berktas und Gerhard Pohl in enger
Zusammenarbeit mit den zuständigen Abteilungen, bearbeitet. Eine Hauptaufgabe
besteht darin, Genehmigungen und Auflagen aus Genehmigungen in das IMIS einzuarbeiten, deren Umsetzung zu begleiten
bzw. überwachen und zu dokumentieren.
Weiterhin werden behördliche Audits im
Hinblick auf die einzuhaltenden Auflagen
von Hilal Berktas vorbereitet.
Fordernd und unterstützend
Eine ganze Menge also, was die Fünf da um
die Ohren haben und was sich nicht aus-
schließlich nur vom Schreibtisch aus durchführen lässt. So sind beispielsweise Benja-
min Klärner und Melanie Nöllen in Sachen
Grünflächen und Abfall auch des Öfteren
auf dem Hüttengelände unterwegs. Doch
nicht nur sie müssen sich auf dem Gelände
und in den einzelnen Fachbereichen bestens
auskennen. „Durch die vielfältigen Aufga-
ben, aber auch die Schulungen der Mitar-
Begehung Wasserentnahme aus dem Rhein
halten wir dabei den Kontakt zu Behörden
Themen auf dem Laufenden zu sein. Und
ternimmt, um Umweltbeeinträchtigungen
handenen Gegebenheiten zufrieden geben
und geben Informationen, was HKM un-
zu vermeiden.“ Ziel des Teams sei es, so
Gerhard Pohl weiter, „die Betreiber, für die
der Umweltschutz eine von vielen Verant-
wortungen ist, in ihren Aufgaben zu unterstützen“. Hierbei hat TU-A auch eine Kon-
trollfunktion und Berichtspflicht gegenüber
der Geschäftsführung. Aber: „Lästig sein ist
Pflicht“, lächelt Gerhard Pohl, der wie das
gesamte Team dennoch gute Beziehungen
zu allen Betrieben und Abteilungen hat.
beiter in zahlreichen Spezialgebieten haben
Langweilig wird’s nie
beiten übergreifend“, sagt Gerhard Pohl. In
Der Vorteil der Aufgabenvielfalt: Langweilig
gemeinsam mit dem TU-L-Team durchge-
terbildung gefragt ist, um bei den Gesetzen
wir eine Schnittstellenfunktionen und ardiesem Zusammenhang verweist er auf den
führten Bereitschaftsdienst. „Bei Störungen
wird es nie. Zumal auch permanente Weiund Verordnungen zu den verschiedenen
BU
weil sich die fünf TU-A’ler nicht mit den vor-
dürfen, müssen Abläufe auch schon einmal
hinterfragt werden. Aussagen wie „Das ha-
ben wir schon immer so gemacht!“, haben
für sie keine Gültigkeit. Damit im Fall von
Urlaub und Krankheit das Tagesgeschäft
wie gewohnt weiter laufen kann, verfügen
alle über Grundkenntnisse in allen Themen-
gebieten des Umweltschutzes, wozu – wie
bereits erwähnt – auch die enge Zusam-
menarbeit mit TU-L beiträgt. Jeden Mittwoch findet eine gemeinsame Besprechung
der beiden Teams statt, um sich gegenseitig
zu informieren und sich untereinander austauschen. Was bestens funktioniert. Wie al-
les andere bei TU-A. „Und wo es noch nicht
klappt, arbeiten wir dran“, sagt Gerd Pohl
und lacht.
03 • 2014 21
Kompetenz a Notwindgebläse:
Ein Hauch von Wind
für die Sicherheit
Um Roheisen zu erzeugen, ist etwas Unsicht-
bares besonders wichtig: der Wind. Jeder
Umkehrung der Strömung kommen und das
Windmenge, den die Notwindgebläse er-
Hochofengas in Richtung Winderhitzer und
zeugen mit den Daten der Elektrogebläse, so
Normkubikmeter pro Stunde davon. Erzeugt
schwer vorhersehbar, könnten jedoch im
ofen nur um einen Hauch von Wind handelt.
weils zwei großen Elektrogebläsen. Die da-
dieses Szenario auszuschließen, werden bei
der eine Gasrückströmung verhindert.
Hochofen benötigt aktuell etwa 280.000
wird der Wind bei HKM pro Hochofen mit jefür benötigte elektrische Leistung beträgt
pro Hochofen rund 18 Megawatt, das ent-
Gebläse strömen. Diese Folgen wären nur
wird schnell klar, dass es sich für den Hoch-
schlimmsten Fall in Explosionen enden. Um
Eben ein Hauch von Wind für die Sicherheit,
HKM jetzt Notwindgebläse gebaut.
Großes Projekt aus kleiner Idee
spricht der Leistung von ungefähr 210 VW
Ein bisschen Wind reicht
also: Es ist schon eine große Menge Strom
Die Funktion dieser Gebläse ist so einfach
zu versorgen.
Stromausfall zu einem Druckabfall in den
So hat ein Dieselmotor eine Leistung von
Stellt sich natürlich auch die Frage, was pas-
halb von wenigen Sekunden ein Dieselmo-
4 x 2 x 2 Metern auch alles andere als klein.
Dieses Gebläse erzeugt pro Hochofen und
Anlage benötigt, wird auch der Platzbedarf
Golf oder 360.000 Glühbirnen. Man sieht
erforderlich, um unsere Hochöfen mit Wind
siert, wenn der Strom einmal ausfallen würde. Eine Frage, die sich auch HKM gestellt
Gebläse letztlich die nicht unwesentliche
wie verständlich. Kommt es durch einen
Investition von rund vier Millionen Euro dar.
windzuführenden Leitungen, springt innertor an, der wiederum ein Gebläse betreibt.
hat und dabei zu dem Schluss gekommen
Stunde etwa 50.000 Normkubikmeter Wind
al. Warum, erklären wir Ihnen nachfolgend.
Vergleicht man jedoch den Druck und die
ist: Die Antwort darauf ist nicht gerade trivi-
Allerdings stellt auch der Bau so kleiner
rund 1.600 PS und ist mit den Abmaßen von
Und da jeder Hochofen gleich eine eigene
für die Gesamtanlage nicht geringer. Hinzu
bei einem geringen Druck von rund 0,5 bar.
kommen zusätzlich noch die Gebläse, die
­jeweils mehr als Mann-groß sind, sowie
weitere Aggregate wie Schall-
Abgas-Deflektorhaube
Umkehrung der Strömung
möglich
Zuluft-Gehäuse
dämpfer, Filter, Klappen, Hydrau-
Halle Notwindgebläse
likanlagen, unterbrechungsfreie
Schalldämpfer
Stromversorgung, Schaltschrän-
In den windzuführenden Leitungen und in
Brandschutz F90
(Teilbereich)
den Winderhitzern führt die eingesetzte Energie zu einem Druck von ­etwa
3,5 bar und Temperaturen von rund
Kulissenschalldämpfer
200 Grad Celsius. Bei einem Stromaus-
ke, Dieseltanks oder Rohrleitun-
gen. Und das alles in richtigen
Wetterschutzgitter
Abluftkanal
Dieseltank
9000 Liter
fall würde dieser Druck zusammenbrechen.
ein großes Projekt. Ein Projekt
allerdings, das aus Sicherheits-
Notwindgebläse -Motor
Das im Hochofen befindliche Hochofengas
steht jedoch durch die Möllersäule und die
Batterieraum
Schalldämpfer Saugseitig
Radial-Ventilator
gründen mehr als berechtigt ist.
Kompensator
DN 700
Anbindung an Kaltwindleitung HO-B
nachfolgenden Gasleitungen noch unter
Druck. In der Folge könnte es also zu einer
Hüttendimensionen. So wird aus
einer kleinen Idee doch schnell
Fundament Notwindgebläse
Schalldämpfer
Rückschlagklappe
Schalldämpfer
Planungsansicht der neuen
Notwindgebläse-Halle
22
03 • 2014
Kompetenz a Best Practice – Unterweisungssystematik zur Unterstützung der SGAs:
Ein Stück Arbeitserleichterung
Norbert Ertmer (TR-AW) bei der Durchführung einer SGA
Andreas Koths (TS-SP) bei der Erstellung eines SGA-Protokolls
Sie sind Pflicht: Einmal im Monat stehen bei
Team der Instandhaltung Kohlenwertstoff-
muss nur per Mausklick an- oder abwählen,
Roheisenerzeugung (TR) die sogenannten
lung Krane im Schmelzbetrieb des Stahl-
das war’s dann auch schon fast“, freut sich
den Schichten im Stahlwerk (TS) und der
SGAs auf dem Programm. Sie werden von
den Führungskräften vorbereitet, durchge-
anlage (TR-AW) sowie bei der Unterabteiwerks (TS-SP).
führt und auch protokolliert. Bis vor gerau-
Wirklich bedienerfreundlich
gelegenheit. Schließlich mussten die Themen
Aus Sicht von Frühschicht-Koordinator Nor-
chen Unterlagen zusammengesucht werden.
TR-AW war die Bedienung mit dem neuen
mer Zeit eine durchaus arbeitsintensive An-
für die nächste Unterweisung aus zahlreiGleiches gilt für die Jahresplanung, bei der
bestimmte Themen den einzelnen Monaten
zugeordnet werden. Im Herbst 2012 ist nun
ein neues Tool zur Unterweisungssystematik
eingeführt worden – zunächst als Pilotpro-
jekt bei zwei Betrieben im Stahlwerk und in
der Roheisenerzeugung. Wir haben einmal
nachgehorcht, wie es dort heute läuft.
So viel schon einmal vorweg: Bei dem Tool
– einem Baustein von IMIS – handelt es sich
um eine EDV-Unterstützung zur Erleichte-
rung der SGA-Arbeit durch Bereitstellung
einer Jahresplanung, der Unterweisungsin-
halte sowie des SGA-Protokolls. Geführt
wird das vom Bereich CI-A programmierte
System von TU-I, die die inhaltliche Ausgestaltung im Rahmen einer Arbeitsgruppe
durchgeführt hat. Dennoch wollte man da-
mit nicht sofort hüttenweit antreten, sondern das Ganze zuerst einmal in zwei Betrie-
ben. Und die fanden sich schließlich beim
welche Themen unterwiesen wurden, und
Norbert Ertmer. Zumal das Protokoll auch
nicht mehr verschickt werden muss, da die
Arbeitssicherheit selbst unmittelbaren Zugriff darauf hat.
bert Ertmer und Meister Uwe Waldorf von
Viel an das System abgeben
Tool kein großer Akt. Einmal eingerichtet,
Auch im Bereich TS-SP ist man voll des Lo-
gramm lernen müssen, „aber es ist wirklich
der Einführung des Tools noch die Abteilung
habe man zwar den Umgang mit dem Pro-
bedienerfreundlich“, lobt Norbert Ertmer.
Natürlich entbindet das neue System die
Führungskräfte nicht von der Vorbereitung
der Sitzungen, und auch die Jahresplanung
muss einmalig selbst am Rechner durchgeführt werden. Dann aber läuft alles fast wie
von selbst. „Wir ordnen einzelne, etwa aus
der Gefährdungsbeurteilung abgeleitete
Themen den Monaten zu und das Programm
sucht dann aus dem System die erforderli-
chen Informationen zusammen“, beschreibt
Uwe Waldorf das Vorgehen. Selbst die Teil-
nehmerliste muss nicht mehr eigens in Ex-
cel erstellt werden. Vielmehr findet ein täg-
licher Abgleich zwischen SAP und IMIS statt,
über den auch eine Vorauswahl der Namen
für die Teilnehmerliste generiert wird. Und
die bislang mühselige Anfertigung des
Protokolls ist heute ein Kinderspiel. „Man
bes. Namentlich bei Andreas Koths, der bei
Krane betreute. „Mir hat besonders gefal-
len, dass das Projekt im Hintergrund lief und
das erklärte Ziel hatte, die Situation bei der
Vorbereitung und Umsetzung des SGAs zu
verbessern“, erinnert sich der heutige Tages-
meister. Seine Erwartungen wurden nicht
enttäuscht. Als gut und zufriedenstellend
beurteilte er das Tool in der praktischen Anwendung, zumal TU-I bei der Einarbeitung
und Umsetzung tatkräftig unterstützte. Zu
schätzen weiß Andreas Koths vor allem die
mit dem System erzielte Arbeitserleichterung
und Zeitersparnis. Kein Wunder, dass er da-
her für einen hüttenweiten Einsatz plädiert.
„Schließlich fallen das viele Schreiben und
auch die umfangreiche Vorarbeit bei der Vorbereitung der SGAs weg, weil man vieles an
das System abgeben kann“, fasst er zusam-
men. Und: „Im Prinzip muss man nur wissen,
03 • 2014 23
wo die Informationen in dem Programm ab-
fast zwei Jahren nahezu flächendeckend ge-
men wird. Rund 2.000 SGAs sind seit Herbst
Schichten herunterbrechen kann.“
rin, dass das inzwischen gar nicht mehr so
Tendenz weiter steigend. Schon jetzt ist
gelegt sind und wie man die Themen auf die
Eine Art Selbstläufer
Über Lehrgänge sind inzwischen auch die
Oberkranführer und Vorarbeiter an das System herangeführt worden, so dass die neue
Art der SGA-Vorbereitung bei TS-SP nun seit
lebt wird. Einig sind sich alle Beteiligten da­
neue Tool viele Vorteile mit sich bringt. Neben ­Arbeitserleichterung und Zeitersparnis
2012 bereits damit durchgeführt worden,
eine Arbeitsgruppe damit beschäftigt, die
Experten­bausteine der Gefährdungsbeur-
auch eine gewisse Einheitlichkeit. Und eben
teilung und die dazugehörigen Unterwei-
der also, dass das Tool seit seiner Einfüh-
schlankung der Unterweisungsinhalte und
eine hohe Bedienfreundlichkeit. Kein Wunrung zu einer Art Selbstläufer geworden ist
und von den Betrieben bestens angenom-
sungshilfen zu überarbeiten, um eine Vereinen Abgleich zu erreichen.
Hallo zusammen,
Mitarbeiter a Barbarafeier 2014:
Ökumenischen
Gottesdienst im Kalender
vormerken
Schon bald ist es wieder so weit: Am 7. Dezember 2014 lädt HKM wieder zu seiner
­Barbarafeier, die für viele Nachbarn, Freunde sowie Mitarbeiter und ihre Angehörigen in-
zwischen zum festen Bestandteil des 2. Advents gehören dürfte. Zum zehnten Mal wird
nun schon das Tor 1 „hoch gemacht“ und in der Werkshalle des ehemaligen Elektrobetriebs ein ökumenischer Gottesdienst veranstaltet. Ebenso traditionell ist die Einladung
der Geschäftsführung zum anschließenden „Danach“ bei alkoholfreiem Glühpunsch und
Weihnachtsgebäck. Auch in diesem Jahr befinden sich die Mitarbeiter des Kirchlichen
Dienstes in der Arbeitswelt, der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, der IG Metall
und von HKM zu dieser Zeit mitten in der Vorbereitung und werden sich auch an der
Durchführung aktiv beteiligen. Für Kinder ab drei Jahren wird die Betreuung durch ein
Kreativteam angeboten.
Also nicht vergessen: Sonntag, den 7. Dezember 2014, zum ökumenischen Gottesdienst auf der Hütte kommen. Einlass ist um 16 Uhr.
meine Spatzen-Kollegen pfeifen es vom
Dach: „Bei HKM sind die Frauen stark
im Kommen!“ Und das nicht nur im Betriebsrat oder bei der Werkfeuerwehr.
Was mich bei einem 50 Prozent-Anteil der
Frauen in der Bevölkerung allerdings auch
nicht wirklich verwundert. Als ich kürzlich
bei der Gesundheitswoche an der alten
Schreinerei vorbeigeflogen bin, stellte
ich fest, dass es bei HKM jetzt ­sogar auch
Arbeitssicherheitsschuhe für Frauen gibt
und die PSA frauengerecht angepasst
werden soll. Das macht sicher­lich Sinn.
Schließlich müssen die Sachen ja passen.
Und außerdem kommt die Hütte bei dem
zukünftigen Fachkräftemangel an Frauen
sowieso nicht mehr vorbei. Meint jedenfalls
Der Hüttenspatz
PS: Mir kann man auch schreiben.
E-Mails lese und schreibe ich unter:
huettenspatz@hkm.de
Bemaßung der Durch
Bauteile
in [cm] Bezug auf Achsen bzw. tragende
Bestand
Abbruch
24
03 • 2014
Bestand
Fussbodendurchbruch
DD
Deckendurchbruch
Abbruch
WU-Beton (wasserundurchlässig)
WD
Wanddurchbruch
Stahlbeton
Unbewehrter Beton
WS
Wandschlitz
WU-Beton (wasserundurchlässig)
Stahlbetonfertigteil
BS
Bodenschlitz
Unbewehrter Beton
Mauerwerk
DS
Deckenschlitz
Stahlbetonfertigteil
Leichtbauwand / Trockenbauteil
Sperrschicht (Feuchtigkeit)
Dämmung (weich)
Dämmung (hart)
Raumstempel
Raumnummer
Raumbezeichnung
Fläche
Umfang
Lichte Höhe
1.01
Büro
A : ..... m²
U : ..... m
LH : ..... m
B : .....
W : .....
D : .....
Bodenausführung
Wandausführung
Deckenausführung
Symbolerklärung
±0.00 OKFF
Höhenangabe (Grundriss)
-0.20 OKRF
OKFF
±0.00
Materialien
FD
Stahlbeton
OKRF
-0.20
1.01
2.26
Höhenangabe (Schnitt)
Mauerwerk
Plankürzel
Leichtbauwand / Trockenbauteil
Oberkante
Unterkante
Vorderkante
Rohfussboden
Fertigfussboden
Abgehängte Decke
OK
UK
VK
RF
FF
AHD
LH
HZ
UZ
DE
BE
RR
BRH
OKG
ü.NN
Sperrschicht (Feuchtigkeit)
Dämmung (weich)
Dämmung (hart)
Lichte Raumhöhe
Heizkörper
Unterzug
Dacheinlauf
Bodeneinlauf
Regenfallrohr
Brüstungshöhe
Oberkante Gelände
über Normalnull (Meeresspiegel)
Raumstempel
Brandschutz
F90
T30
G60
DT
RS
NA
RWA
BMZ
Raumnummer
Raumbezeichnung
Fläche
Umfang
Lichte Höhe
1.01
Büro
A : ..... m²
U : ..... m
LH : ..... m
B : .....
W : .....
D : .....
Brandschutzanforderung Bauteil
Brandschutzanforderung Tür
Brandschutzanforderung Glas
Bodenausführung
Wandausführung
Deckenausführung
Symbolerklärung
±0.00 OKFF
Dichtschließende Tür
Rauchschutztür
Notausgang
Rauch- und Wärmeabzug
OKFF
±0.00
Brandmeldezentrale
OKRF
-0.20
Türen
Breite = Rohbaumaß
Höhe = Rohbaumaß ab OKFF
1.01
2.26
Änderungen
verantwortlich zu prüfen!
Alle Maße sind vom Ausführenden
und Bewehrungsmit der Statik, den Positions-, SchalDieser Plan gilt nur in Zusammenhang
sowie den haustechnischen Planungsunterlagen!
plänen, den Schlitz- und Durchbruchsplänen
sofort mitzuteilen!
Unstimmigkeiten sind der Bauleitung
OKFF bis OK / UK Rohkonstruktion!
Höhenangaben beziehen sich auf
zu schließen!
und Freigabe durch die Bauleitung
Schächte sind erst nach Installation
sind mit der Feuerwehr abzustimmen!
Anzahl und Position der Feuerlöscher
OKFF Erdgeschoss = ±0.00m =33,40m
Höhenangabe (Grundriss)
-0.20 OKRF
Höhenangabe (Schnitt)
Türen
Breite = Rohbaumaß
Höhe = Rohbaumaß ab OKF
Änderungen
verantwortlich
Alle Maße sind vom Ausführenden
mit der Sta
Dieser Plan gilt nur in Zusammenhang
sowi
plänen, den Schlitz- und Durchbruchsplänen
sofort mitzut
Unstimmigkeiten sind der Bauleitung
OKFF bis OK /
Höhenangaben beziehen sich auf
und Freigabe
Schächte sind erst nach Installation
sind mit de
Anzahl und Position der Feuerlöscher
ü.NN
OKFF Erdgeschoss = ±0.00m =
Kompetenz a Neubau von Büro- und Sozialräumen für das Stahlwerk:
Schöne Aussichten
Zu übersehen ist es nicht: Seit Anfang August
weitere Baumaßnahme durchgeführt. Im
Verwaltung 3 umfangreiche Baumaßnah-
rungswirtschaft und den Räumen der Metal-
finden im Umfeld des Stahlwerks und der
Dreieck zwischen Verwaltung 3, der Legie-
men statt, die ihren Ursprung im Jahr 2012
lographie und Stranggussprüfung von TS-Q
haben. Damals wurde auf Initiative der Ge-
wurden 57 neue Parkflächen für PKW erstellt.
schäftsführung mit der Planung zweier Ge-
Was wiederum weit mehr als nur ein Ersatz
bäude begonnen, deren Neubau aufgrund
für die vor dem Sozialgebäude S1 wegfallen-
von nicht den Organisationsprozessen ange-
den Parkplätze ist. Nach vollzogenem Umzug
passten Räumlichkeiten und strukturellen
ist geplant, die Räume für das Produktions-
Schäden an den jetzigen Gebäuden erforder-
lich ist. Wenn alles so klappt, wie von Alex
personal des Rundstrangguss zu sanieren,
Beißel und Achim Jechorek von TN-B geplant,
Versorgung und Service TS-SV ihre neue
August 2015 bezugsfertig sein.
gebrachten Kollegen von Materialdispositi-
sollen die neuen Räumlichkeiten schon im
Auch wenn es bis zur Fertigstellung also
noch einige Zeit dauern wird, stehen die
künftigen Bewohner der Gebäude bereits
fest. Und die meisten von ihnen freuen sich
schon jetzt auf den Umzug, schließlich wird
er – was Prozesse und Abläufe betrifft –
deutliche Verbesserungen nach sich ziehen.
Heimat finden. Die zu Zeit dezentral unter-
auch räumlich zueinander. Durch die unmit-
Ein sehr ähnliches Bild zeigt sich am südli-
haltung des Schmelzbetriebs können aller-
stehen hier neue Räumlichkeiten für die
telbare Nähe zu den Kollegen der Instanddings nicht nur Organisation und Abläufe
im Prozess weiter verbessert werden. Darüber hinaus ergibt sich auch die Gelegenheit, die bisherigen zum Teil aus Baustellen-
die Räume der Prozessleitung des Schmelzbetriebs und der Teamleitungen TS-SP und
TS-SV beherbergen wird, soll ins zweite Geschoss die Leitung des Rundstrangguss mit-
samt den Technikern von TS-RI einziehen.
Neben Büros entstehen in dem Gebäude
zudem Sozialräume und mehrere Bespre-
chungsräume in unterschiedlicher Größe,
die zur Entlastung der Räume in der Verwaltung 3 beitragen werden.
zum Gebäude der Verwaltung 3. In dieses
Mit Aufstockungsoption geplant
die Prozessleitungen des Rundstrangguss
Das Bauwerk ist mit der Option geplant, im
ren 35 Mitarbeitern einziehen. Im Erdge-
gestockt zu werden. Sozusagen als Vorleis-
dreigeschossige Gebäude werden zukünftig
TS-R sowie des Schmelzbetriebs TS-S mit ihschoss werden die Mitarbeiter des Teams
stehen.
Das Gebäude Süd
trolle und Schrottdisposition kommen damit
bzw. frei zu ziehen. Während die erste Etage
Gebäude Nord entsteht in direkter Flucht
zeitgemäße Räumlichkeiten zu Verfügung
on, Feuerfest, Platzbetrieb und Schrottkon-
containern bestehenden Büros abzumieten
Das Gebäude Nord
damit auch hier nach nunmehr 33 Jahren
Bedarfsfall um weitere drei Geschosse auftung dafür wurde vom Planungsteam eine
chen Ende des S1. Am Ende der Halle 5 entMitarbeiter des Brammenstrangguss. Als
Ersatz für stark baufällige Büros und Werk-
stätten in Containerbauweise wird hier
ebenfalls in Massivbauweise von der Kölner
Firma MBN ein weiteres Verwaltungsgebäude errichtet. Das neue Gebäude wird unmit-
telbar an die Halle 5 des Stahlwerks grenzen
und somit den direkten Zugang vom Büro in
Werkstätten und zum Produktionsprozess
ermöglichen. Auch hier werden Räume für
30 bis 40 Mitarbeiter aus Produktion und Instandhaltung von TS-F geschaffen.
03 • 2014
25
Kundenbetreuung im Alltag
von Heinz Kaiser (PF-WW)
Thomas Krieger (CI-R) überprüft
die geänderte Software
Mitarbeiter a Organisationsentwicklung Werkschutz:
Entspannung an den Toren
Nicht nur, aber vor allem bei Reparatur- und
auch die Erstellung der Werkzeug- und Mate-
selbst ist durch Schulungen in Kommunikati-
das blanke Chaos: 300 bis 400 Menschen
dann statt der sieben bei einer Vor-Ort-
nun besser auf Stress-Situationen vorbereitet.
Putzschichten herrschte bis dato an Tor 4 oft
drängelten sich dann dort, um sich anzumel-
den und auf das Werksgelände zu kommen.
Der Grund: Die angebotene elektronische
Voranmeldung wurde so gut wie nie genutzt,
womit Chaos und auch Stress bei allen Beteiligten vorprogrammiert waren. Das soll und
wird sich jetzt ändern.
Per Brief und beigelegtem Flyer sind in den
vergangenen Wochen alle Fremdfirmen dar-
auf aufmerksam gemacht worden, dass die
Voranmeldung von Fremdfirmen-Mitarbei-
tern künftig Pflicht ist. Bei Nicht-Einhaltung
wird für Vor-Ort-Anmeldungen demnächst
eine Bearbeitungsgebühr fällig.
Deutliche Verkürzung
Zu der elektronischen Voranmeldung gehört
auch, dass die entsprechenden Mitarbeiter
sowohl die Sicherheitsunterweisungen als
riallisten online durchführen. Schließlich sind
Anmeldung erforderlichen Schritte nur noch
drei nötig. Was die gesamte Prozedur von
etwa einer Stunde auf 15 Minuten reduziert.
Mehr noch: „Wir erhöhen dadurch auch die
Sicherheit auf dem Werksgelände, da unsere
Mitarbeiter wieder mehr Zeit für Kontrollen
haben“, betont Werkschutzleiterin Hannelore
Ziegler, die großen Wert darauf legt, dass alle
Maßnahmen in Zusammenarbeit mit den Betrieben zustande gekommen sind. Allerdings
hat der Werkschutz auch selbst Vorleistungen
onsverhalten und Deeskalationsgesprächen
Für Dr. Christian Speckemeier vom Berufs-
bildungscenter, der die Trainings organisiert,
begleitet, moderiert und evaluiert hat, ein
wichtiger Aspekt, denn: „Entscheidend ist der
ganzheitliche Ansatz, also nicht nur Prozesse
zu verbessern, sondern auch den Menschen
mit seinem individuellen Leistungspotenzial
und letztlich das Team darin einzubeziehen.
Schließlich ist jeder Prozess nur so gut, wie
der Mensch, der ihn trägt.“
erbracht, etwa die Software an den Unter-
Ein Stück Wertschätzung
Krieger (CI-R), im Rechenzentrum Leiter der
Bei den Männern und Frauen vom Tordienst
den Terminals werden jetzt im Vollbildmodus
wie ich richtig mit Stress-Situationen umgehe
weisungsterminals optimieren lassen. Thomas
Unix-Systembetreuung, dazu: „Alle Fenster an
geöffnet und schließen automatisch, wenn
sie nicht mehr gebraucht werden. Es gibt jetzt
also einen geradlinigen Weg von der Anmeldung zum Zertifikat.“ Doch nicht nur die Tech-
nik wurde verbessert, auch der Tordienst
Nachgespräch der Schulungen mit
Hannelore Ziegler, Dr. Christian Speckemeier
(PB-W) und Cem Balci (PF-W)
ist das gut angekommen: „Ich habe gelernt,
und wie wichtig mein Verhalten ist, da ich für
viele der erste Kontakt zu HKM bin“, sagt
Heinz Kaiser, der seit April 2013 im Tordienst
tätig ist. Auch Cem Balci hält die Schulungen
für sinnvoll und hilfreich: „Ich halte die Schulungen für sinnvoll, da man im Team zur Aus-
sprache kommt, um über mögliche Probleme
zu reden und sie lösen.“ Er ist überzeugt da-
von, dass es an den Toren nun besser und ent-
spannter zugehen wird. Zumal die Mann-
schaft um acht Kollegen verstärkt wurde. Die
Betriebe dürfte all dies freuen, denn künftig
werden die Fremdfirmen und ihre Mitarbeiter
schneller in den Betrieben sein und auch die
Kosten sinken, da die Zeit stets vom Eintreffen
an den Toren gemessen und gezahlt wird. Und
letztlich wird auch die Sicherheit gesteigert,
weil der Werkschutz sich jetzt wieder mehr
der Aufgabe widmen kann, für die er namentlich steht: das Werk zu schützen.
26
03 • 2014
Christian Kempkes und Wolfgang Hendricks
überprüfen die Statusmeldungen der Telefonanlage
Kompetenz a Telefonanlage für gesamte Hütte erneuert:
Wie von Geisterhand
Manchmal gibt es Projekte, die laufen so
Dass keiner von der ganzen Angelegenheit
diesem Zeitpunkt aber nicht mehr garantiert
kriegt. Was einerseits gut ist, weil niemand
sammen, dass die Endgeräte von der Um-
kes erinnert, standen danach drei Alternati-
reibungslos, das keiner etwas davon mitgestört oder bei seiner Arbeit behindert
wird. Andererseits wird die Leistung derer,
die das Projekt so hervorragend über die
Bühne gebracht haben, kaum oder gar nicht
gewürdigt. Wie denn auch, es hat ja nie-
mand etwas mitbekommen. Genauso erging es den Technikern der Abteilung TI-K,
Wind bekommen hat, hängt auch damit zu-
stellung so gut wie gar nicht betroffen waren. Insofern hätte das Projekt also nur dann
einen größeren Bekanntheitsgrad bekommen können, wenn der berühmte Big Bang
in die Hose gegangen wäre. Was bekanntlich nicht der Fall war.
plette Erneuerung der HKM-Telefonanlage
Keine Ersatzteilversorgung
mehr
zu unbemerkt, wie schon gesagt.
Erforderlich geworden war die Erneuerung
die bereits vor knapp zwei Jahren die kom-
umgesetzt und durchgezogen haben. Nahe-
oder besser: der Austausch der kompletten Zentraltechnik, weil die noch aus dem
Jahr 1998 stammende bisherige Anlage
(HIMCOM 300E) Mitte 2008 von dem Her-
steller im Service abgekündigt worden war
und der Wartungsvertag zum Ende des
Jahres auslief. Zwar konnte anschließend
mit Telefonbau-Schneider ein neuer Partner
gefunden und damit auch ein neuer Service-
Bereitstellungsvertrag abgeschlossen wer-
den, so dass die Zentraltechnik bis Ende 2012
betrieben werden konnte. Eine Ersatzteilversorgung konnte ab
werden. Wie sich TI-K-Chef Christian Kempven zur Debatte. Entweder eine neue Anlage
extern von einem Dienstleister betreiben zu
lassen; eine Telefonanlage zu mieten oder
aber eine neue Telefonanlage zu kaufen und
wie bisher selbst zu betreiben.
Nur 100 Endgeräte
auszutauschen
Man entschied sich schließlich für die dritte Variante und wählte dafür das System
Siemens HIPATH 4000 aus. „Diese Anlage
hatte den Vorteil, dass wir bis auf rund 100
Endgeräte alle anderen Telefone beibehal-
ten konnten“, begründet Christian Kempkes
die Wahl, was angesichts von insgesamt
2.500 Telefonapparaten überzeugend und
mehr als nachvollziehbar ist. Auch alle an-
deren Anwendungen wie Xpressions für
Fax- und Anrufbeantworter sowie Procall/
Estos für Journal und Anruflisten ließen sich
damit betreiben. Weitere Vorteile der neuen
Anlage: Jede Nebenstelle konnte damit sowohl analog, digital oder über IP ausgeführt
werden, zudem ließen sich bestimmte Anlagenkomponenten und Baugruppen übernehmen.
03 • 2014 27
Wählscheibe war gestern! – Telefonieren über
PC und Voice over IP (VOIP), Fr. Hilpert an der
HOTLINE 1000
Schaltungen sofort durchgeführt werden
konnten. Doch auch so waren die Teams von
17 Uhr bis spät in die Nacht ohne Unterbrechung beschäftigt.
Ehre wem Ehre gebührt
Wie Christian Kempkes betont, war die Um-
Statt einem heute
zwei Standorte
Im Zuge der Anlagenerneuerung wurde
auch der bisher ausschließlich in der Verwaltung 1 befindliche Standort der Zentraltechnik verändert. Er wurde sozusagen
gesplittet und auf die Verwaltung 1 und das
Rechenzentrum 2 aufgeteilt. Der Grund da-
für: „Wir konnten dadurch die Redundanz
der Gesamtanlage erhöhen und zugleich
die Kabelwege zu den Endgeräten mini-
mieren“, erklärt Kommunikationstechniker
Wolfgang Hendricks. Ein gewichtiges, weil
kostensenkendes Argument, denn: Ab einer
Entfernung von zwei Kilometern müssen
zwischen Endgerät und Zentraltechnik teu-
re Verstärker eingebaut werden. Und eine
solche Distanz ist mehrfach gegeben. So
kommt beispielsweise der längste Abschnitt
zwischen Verwaltung 1 und Kokerei auf stolze vier Kilometer.
Drei Teams im Einsatz
Nachdem im Vorfeld alles geregelt war,
wurde der Big Bang, also die Umstellung der
Anlage auf einen Schlag, auf den 18. Dezem-
ber 2012 ab 17 Uhr festgesetzt. Zwar war die
Anlage zu diesem Zeitpunkt bereits aufgestellt worden, doch wartete noch jede Men-
stellung insgesamt eine logistische Meisterleistung. So waren im Vorfeld in der Personalabteilung, der Hotline und bei TI-K neue
IP-Telefone installiert worden, da dort eine
performante
Netzwerk-Infrastruktur
zur
Ver­fügung stand. Auch die freien System­
telefone hatte man schon eingesammelt und
durch neue Endgeräte ersetzt. Und da zur
Umstellung alle Leitungen gekappt worden
waren und damit auch der Notruf der Feuerwehr nicht zur Verfügung stand, hatte man
zur Überbrückung Handys verteilt. Parallel
stand für die Dauer der Umstellung jeweils
ein Löschfahrzeug einsatzbereit vor Hochofen, Stahlwerk und Kokerei, die aber glückli-
cherweise nicht eingesetzt werden mussten.
Denn letztendlich lief alles reibungslos vonstatten. Um 23.30 Uhr war das Gröbste geschafft, um vier Uhr nachts die gesamte Infrastruktur wiederhergestellt. Eine Leistung,
die vor allem der hervorragenden Vorarbeit
von Wolfgang Hendricks und dem gesamten
Projektteam zu verdanken ist, lobt Christian
Kempkes seine Mitarbeiter. Nur dass davon
– wie eingangs schon gesagt – kaum jemand
etwas mitbekommen hat. Was wir an dieser
Stelle wieder gut gemacht hätten. Schließlich gilt auch für die Umstellung der Tele­fon­
anlage: Ehre wem Ehre gebührt. Auch wenn
das wie in diesem Fall, mit einiger zeitlicher
Verzögerung geschehen ist.
ge Arbeit auf die insgesamt 15 Techniker.
Aufgeteilt in drei Teams – jeweils eins an
den beiden Standorten sowie ein „Springer-
Team – mussten sie sozusagen jeden einzel-
nen Teilnehmer ab- und wieder aufschalten.
Wobei die Anschlüsse jeweils als Pärchen
ausgelegt sind. Im Klartext bedeutete das:
„Wir mussten für die 2.500 Teilnehmer insgesamt 20.000 Schaltungen vornehmen“,
sagt Wolfgang Hendricks. Von Hand wohlgemerkt. Nur gut, dass sämtliche Kabel bereits vorher verlegt worden waren und die
20.000 Schaltungen
– TI-K behält den
Überblick!
28
03 • 2014
Kompetenz a Erfolgreicher Einsatz eines Mould Checkers an den Rundanlagen:
Innovative und spannende Technik
Patrick Feistner, Marcus Brückner und
Harald Dobriner vor dem Mould Checker
im Kokillenreparaturstand
chert. Dieser Vorgang wird je nach Einstellung 14- bzw. 28-mal wiederholt. Das Mess-
gerät ist mit einem Notebook verbunden
und wird darüber eingestellt und gesteuert.
Im Anschluss an den Messvorgang wird dieser am Notebook ausgewertet, und das Ergebnis kann direkt betrachtet werden.
Opitmalen Zeitpunkt zum
Rohraustausch ermitteln
Zusammen mit der Kenntnis des Rohralters
und dem Verlauf des Verschleißes ist es so-
mit möglich, genauere Aussagen über den
Zustand des Rohres zu treffen. Um aber aus-
zugleich, Produkte in höchster Qualität her-
Erfassung des Kupferrohrzustands per Laser
duktion sind dabei ein guter Zustand der
Bei der Messeinrichtung handelt es sich um
tionalität. Allerdings kann voreilender Ver-
der von der Firma Siemens VAI entwickelt
Für HKM ist es Ansporn und Verpflichtung
zustellen. Grundlage einer optimalen ProAnlagen sowie ihre ordnungsgemäße Funkschleiß an kritischen Stellen der Produktionsanlagen die Prozessstabilität und die
Qualität der Produktion stark beeinträchti-
gen. Um dies zu verhindern, müssen die An-
lagen und Komponenten regelmäßig überprüft und instand gesetzt werden.
Bei den Rundstranggießanlagen sind die
Rundrohrkokillen eine solch wichtige Kom-
ponente. Sie bestehen unter anderem aus
einem wassergekühlten Kupferrohr, das zur
den sogenannten Simetal Mould Checker,
und produziert wurde. Der Mould Checker
ermöglicht es, mit einer sehr hohen Messgenauigkeit den exakten Zustand der Kup-
ferrohre zu erfassen. Hierfür wird zunächst
ein drehbarer Laser schrittweise in das zu
werden.Diese Messungen können dann mit-
einander verglichen werden, um beurteilen
zu können, wie sich der Zustand der Rohre
während des laufenden Betriebes verändert
hat. Ziel ist es, den optimalen Zeitpunkt zum
Austausch der Rohre zu ermitteln, so dass die
geforderte Qualität erzeugt wird und Kosten
durch Prozessstörungen reduziert werden.
des Kupferrohres gemessen werden kann.
Weitere Vorteile liegen in der Qualitätssi-
Messpunkte aufgenommen und gespei-
Eingangskontrollen für neue Kupferrohre
Bei jeder Umdrehung werden rund 10.000
cherung. Hier werden die Messungen als
durchgeführt, um die engen Fertigungstole-
ranzen zu überprüfen. Auch bei der Produktivität wurden schon Vorteile erreicht. Wur-
dass der Gießprozess stabil abläuft, ist sicher-
den neue Kupferrohre bisher 25 Schmelzen
zustellen, dass sich die Kupferrohre stets in
lang aufgrund höherer Reibung mit einer
einem guten Zustand befinden. Schließlich
geringeren Gießgeschwindigkeit „eingefah-
führen örtlich verschlissene Kupferrohre zu
ren“, konnte dies durch die Verschleißmes-
minderer Qualität der Rundstäbe und im
sungen auf 15 Schmelzen reduziert werden.
ungünstigsten Fall zum Durchbruch während
Der Mould Checker ist eine innovative und
des Gießprozesses. Für eine vorsorgliche
spannende Technik, um die Entwicklung
Überprüfung der Kupferrohre wurde im Jahre
und Auswirkungen des Verschleißes noch
2013 ein Messgerät durch Fachgebietsleiter
erzeugung Produktion in Betrieb genommen.
möglichst geringen Abständen vermessen
Vorteile bei der Produktion
der Laserkopf so gedreht, dass die Kontur
Stahlstranges dient. Um zu gewährleisten,
tor Harald Dobriner aus dem Team Rund-
halten, müssen die Rohre in regelmäßigen,
messende Kupferrohr gefahren. Nun wird
Formgebung und primären Kühlung des
Marcus Brückner sowie Teilprozesskoordina-
sagekräftige Ergebnisse über die Zeit zu er-
besser zu verstehen, sodass wir bei HKM
Konturplot eines
verschlissenen Rohres
weiterhin unsere Kunden mit anspruchsvol-
len und anforderungsgerechten Produkten
begleiten können.
03 • 2014
29
Mitarbeiter a Karl-Friedrich Wilhelm in passive Phase der Altersteilzeit verabschiedet:
Großer Zapfenstreich zur
letzten Schicht
46 Jahre hat Karl-Friedrich Wilhelm, der
Unvergesslicher Abschied
Feuerwehr-Uniform getragen, 23 Jahre die
Kein Wunder, dass seine Mannschaft und
dabei 2.077 Brandeinsätze befehligt. Unter
Feuerwehr-Chef einen unvergesslichen Ab-
von allen nur „Charly“ genannt wurde, die
Werksicherheit auf der Hütte geleitet und
seiner Regie führte seine Truppe, zu der neben
47 Mitarbeitern der Werksicherheit auch
85 hauptamtliche Feuerwehrleute gehörten,
unter anderem 25.000 Alarmierungen, 5.500
technische Hilfen und 15.598 Rettungsfahrten
durch. Am 27. Juni 2014 kam nun das Ende der
langen Dienstzeit. Mit einem Großen Zapfenstreich wurde Karl-Friedrich „Charly“ Wilhelm
von seinen Kollegen in die passive Phase der
Altersteilzeit verabschiedet.
Es war der gebührende Rahmen für einen
Mann, der sein ganzes Leben dem Einsatz
für die Sicherheit gewidmet hat. „The best
Mentor of fire fighting“ haben die Kollegen
in ein stählernes Emblem gravieren lassen,
das künftig sicherlich einen Ehrenplatz bei
Charly Wilhelm erhalten wird. Ein Ausdruck
des Respekts und der Anerkennung, die er
Fotos: Michael Gernhuber
auf der Hütte zweifelsohne besaß.
mit ihr viele weitere HKM-Mitarbeiter dem
schied bereiteten. Gemeinsames Frühstück
am Morgen, dann ein Empfang in der Fahrzeughalle der Feuerwehr, bei dem Arbeitsdi-
rektor Peter Gasse und Personalchef Jens
Loock die Verdienste von Charly Wilhelm
würdigten. Die größte Überraschung dann
aber am Abend: Eine Abordnung von HKM
holte Charly Wilhelm zuhause zu einem
stimmungsvollen Großen Zapfenstreich ab,
gespielt von der Feuerwehr-Kapelle aus
Rheurdt und gesäumt von Fackelträgern in
voller Montur. Ein Abschied, den sich der
60-Jährige verdient hat. Schon 1968 war er
in seinem Geburtsort Bad Gandersheim der
Jugendfeuer beigetreten, hatte später nach
zwölf Jahren bei der Bundeswehr die Ausbil-
dung im Feuerwehr- und Rettungswesen
absolviert. 1984 kam er nach einem Praktikum zur Werkfeuerwehr von Krupp Rhein-
hausen, wo er Wachabteilungsleiter und
stellvertretender Wehrleiter wurde. 1991 erfolgte dann der Wechsel zu HKM, wo er im
Laufe der Jahre eine neue Leitstelle und ein
Notfall-Management für die Hütte aufbaute sowie ab 2006 für einen zweistelligen
Millionenbetrag neue Brandschutzanlagen installieren ließ. Vieles hat er in
all den Jahren erlebt,
sich dabei mit gan-
zer Kraft für die
Arbeitssicherheit
ein-
gesetzt und die Einsatzbereitschaft „seiner“ HKMWerkfeuerwehr immer
hoch gehalten. Nun ist
er von Bord gegangen
und überlässt seinem
Nachfolger
Wilhelm
Schulte-Werflinghoff
das Terrain. Er selbst
hat jetzt Feierabend.
30
03 • 2014
Mitarbeiter a Die Azubi-Kolumne:
Einführungswoche im Zeichen
von Team-Fitness
Unter dem Motto „Fitte Teams – Team-Fit-
sches, außerdem kein W-LAN. Man sollte in
Drei Stationen im Klettergarten
von HKM am Montag, den 1. September, kurz
Mobiltelefonen in der Gegend herumlaufen
Der nächste Morgen begann mit reichlich
chen Funk zu erhaschen. Begrüßt wurden
den erst zwei Vorträge, die sich jeweils zwei
ness“ trafen sich die neuen Auszubildenden
vor 8 Uhr am Tor 1, um im Informationszentrum in die Einführungswoche zu starten. Be-
grüßt wurden die rund 40 Auszubildenden
von Arbeitsdirektor Peter Gasse, Vertretern
des Betriebsrats sowie den Ausbildern und
Begleitern. Anschließend folgte ein erster
Einblick in das Unternehmen HKM samt
seiner Aktivitäten, Geschichte und natürlich
der Firmenphilosophie „Wir bei HKM“ sowie
dem Hinweis auf eine der wichtigsten Tugen-
den nächsten Tagen noch oft Menschen mit
sehen in der Hoffnung, doch noch ein Fünk-
wir vor Ort von der Truppe von TEAMLIVE,
die die Aktivitäten der Woche geplant hatte.
Nach der Bekanntgabe des Wochenplans
und der Zimmerverteilung im Plenum wurden wir in vier Gruppen eingeteilt, die auch
für die jeweiligen Essensdienste zuständig
waren.
Grundsätzlich drehte sich in der Folge al-
den: Pünktlichkeit. Wie es mit und in der
les darum, dass wir uns durch Spiele näher
richten Stefan Euskirchen, Christian Blöss,
anderem auch, Steckbriefe von uns selbst
Einführungswoche weiter ging, darüber beNiklas Kimpel.
„Nach der Einführung fuhren wir leicht ver-
spätet mit dem Bus übers Werksgelände zu
Tor 4 für die Erstellung des Werksausweises,
die sich aufgrund eines Defekts etwa eine
Stunde länger hinzog als geplant. Gerade als
die letzten Ausweise fertig waren, wurde an
unserem Bus ein Außenspiegel abgefahren.
‚Holland fällt flach‘, hörte man daraufhin
schon grinsende Gesichter sagen. Doch dem
war nicht so. Und so begann – nachdem al-
les geregelt war – die Fahrt nach Berg en Dal
in der Nähe von Nijmwegen in den Niederlanden.
Einteilung in vier Gruppen
Mit eineinhalb Stunden Verspätung kamen
wir also dort an, und bei den meisten war
die Motivation sofort verflogen: kein Handynetz, und wenn dann ein niederländi-
kennen lernten sollten. Dazu gehörte unter
mit einer kleinen Lüge anzufertigen. In den
Gruppen ging es danach in den Wald, wo
wir als Team vier versteckte Stationen meis-
Kaffee. Auf dem Programm für den Tag stanGruppen versetzt anhörten. Zum einen der
Vortrag von Detlef Weiler, der uns die Rechte
und Pflichten von Auszubildenden näher
brachte. Ob es um Urlaub, Geld, Krankmel-
dungen oder die Berufsschule ging: Detlef
Weiler hatte auf alles eine Antwort parat.
Der zweite Vortrag von Herrn Jacobs von der
Arbeitssicherheit behandelte die alltäglichen
Gefahren bei HKM bzw. wie man sich zu verhalten hat und wie man Unfälle vermeiden
kann. Außerdem wurden die Arbeitssicherheit, die Betriebsärzte und der Notfalldienst
vorgestellt.
Nach dem Mittagsessen fuhren wir dann
tern mussten. Einerseits um sich noch bes-
mit einem Bus zu einem Klettergarten, wo
zuzuhören, Ideen zusammenzutragen und
gebaut waren: eine Brücke aus einzelnen,
ser kennenzulernen, andererseits um sich
sich zu vertrauen. So musste etwa ein See
aus Lava mit Holzbalken überquert und eine
Bürste aus einem mit Chemikalien ver-
seuchten Tümpel geborgen werden. Und
natürlich musste man sich im Wald auf eine
drei verschiedene Stationen für uns aufauseinander liegenden Holzbrettern; zwei
hochgelegene auseinanderführende Seile, bei
denen sich zwei Personen gegenseitig abstützen mussten, um weiter voran zu kommen; und vier Balken, die an Seilen unter-
Laufrichtung einigen, wollte man nicht –
einander in körpergroßem Abstand zuei-
erste Abend verlief dann sehr entspannt.
gleichzeitig hocharbeiten mussten. Alles na-
wie andere – im Schlamm versinken. Der
Überall im und ums Haus saßen die Leute
zusammen und unterhielten sich. Doch
dann eine weitere Hiobsbotschaft. Nein,
keine Zecken. Vielmehr verkaufte die Tank-
nander hingen, an sich denen drei Personen
türlich im Sinne des Teamworks und des Vertrauens, da man zusammenarbeiten und sich
gegenseitig vor dem Absturz sichern musste.
stelle in der Nähe nur Zigarillos. Also musste
Sport und Lagerfeuer
lungen ausrücken, um die Schmacht im
Bei der Fahrt zurück wurde der Busfahrer un-
die Jugendvertretung mit SammelbestelZaume zu halten.
ter großem Applaus dazu gebracht bei ei-
03 • 2014
31
Gruppenphoto mit den Seifenkisten
vor dem großen Rennen.
Beim Hochklettern der „Leiter“
war Teamwork gefragt.
nem Lebensmittelgeschäft zu halten. Einige
material gestellt. Die Teams sollten sich auf
Ernährung so ihre Problemchen und kamen
dann die Seifenkisten individualisieren und
Auszubildende hatten wohl mit der ‚fitten‘
eine Lenkung und Bremsung einigen und
tütenweise mit Süß- und Salzkram beladen
präsentieren. Am Ende kamen vier, teils
wieder zurück. In der Herberge gab es dann
skurille Seifenkisten heraus, die nach der
die spontane Idee für ein Lagerfeuer am
Vorstellung ihre Fahrtauglichkeit auf einer
Abend mit Stockbrot. Um die Zeit zum
Abendessen zu überbrücken, gab es Sport-
Rennstrecke unter Beweis stellen durften.
angebote, wie Mountainbiken und Bogen-
Denn nach den ersten fünfzig Metern be-
übung war, da die Pfeile erst am Donnerstag
was sich noch einige Zeit lang hinzog – so-
schießen, wobei das allerdings eine Trockeneintrafen. Außerdem wurde der Wald von
Sturmschäden gereinigt, da wir ästeweise
Feuerholz holten. Als es dann Zeit war, das
Lagerfeuer zu entzünden, fanden sich alle in
einer großen, gemütlichen Runde wieder. Bis
spät in die Nacht saßen wir um das Feuer
und tauschten Geschichten aus.
Feucht-fröhliche Paddeltour
gann schon gleich das fröhliche Kentern,
zusagen Boot um Boot. Das letzte Viertel
Vor dem Grillfest dann noch ein Vortrag über
men natürlich das Nichtschwimmerboot.
der dazu führte, dass jeder von uns sich an-
einmal für ein kühlendes Nass. Ausgenom-
Nachdem wir uns in den mitgebrachten
Klamotten trocken gelegt hatten, ging es
wieder zurück zur Herberge.
Der Morgen des Donnerstags benötigte et-
Pausenort bzw. versuchten es. Es dauerte
Ausflug die Kräfte aufgezehrt hatte. Das
Rhythmus gefunden hatte und nicht mehr
im Zickzack von Ufer zu Ufer schwamm.
Während der Fahrt konnte man sich zudem
noch schön im Team unterhalten oder schon
einmal Bündnisse schließen. Auch das Wet-
ter spielte mit, es war schön sonnig und teilweise windig. Am Pausenort angekommen,
verspeisten wir unsere morgens gepackten
Lunchpakete, und schon bald wurden auch
die ersten Leute ins Wasser geworfen. Die
Nichtschwimmer kamen danach alle in ein
Boot. Dann ging‘s weiter, oder auch nicht.
Ankunft am Haltesteg für die Pause,
noch halbwegs trocken.
ernden Bildungsbegleitern.
Angekommenen schon und sorgten noch
Allerdings warteten am Ende die als erste
wir nach dem Alphabet in Viererteams ein-
unterschiedlich lange, bis jedes Team seinen
nochmals eine unfreiwillige Dusche von lau-
Zwei Bier zum Grillfest
Bau von Seifenkisten
geteilt und paddelten bis zum geplanten
Champagnerdusche und beim Gruppenfoto
der Bootsfahrt verlief dann insgesamt ruhig.
Der Mittwoch stand komplett unter dem
Motto ‚Paddeln auf der Niers‘. Dazu wurden
Bei der Siegerehrung gab es T-Shirts und
was mehr Kaffee als die letzten Tage, da der
Programm des Tages begann wieder im Stile des Dienstags mit zwei Vorträgen. Zum
einen informierte uns Dr. Bruckwilder von
den Betriebsärzten über die Gesundheit am
Arbeitsplatz und über weitere Gefahren,
was sich ein wenig mit dem Vortrag der Arbeitssicherheit deckte. Zum anderen erklärte uns die Jugendvertretung ihre Aufgaben
und informierte uns über den Aktionstag
die Funktion und den Nutzen der IG Metall,
meldete. Schließlich ist der Beitrag in Höhe
von einem Prozent des Bruttolohns ein ge-
ringer Preis für einen so guten Ausbildungsvertrag und andere Sicherheiten, die die IG
Metall als Gemeinschaft über die Jahre erkämpft hat. Und den war jeder gerne bereit
zu zahlen. Nachdem sich dann Detlef Weiler
noch alle einmal vorgeknöpft hatte wegen
der Unterschrift für die Verschwiegenheit,
stand den Vorbereitungen für das Grillfest
nichts mehr im Wege. Die gute Stimmung
und die regen Gespräche während des Essens wurden auch dadurch gehoben, dass
jeder der wollte zwei Bier bekommen konnte. Nach dem leidigen Abwasch ging es dann
noch gesammelt ans Lagerfeuer oder man
verweilte sonstwo draußen.
,Revolution Bildung‘ am 27. September. Nach
Eine super Angelegenheit
kisten bauen. Dafür wurden die Teams noch
Der Freitag stand ganz im Zeichen des Auf-
dem Mittagessen sollten wir dann Seifeneinmal gemischt und bekamen das Grund-
räumens, jedes Team ‚durfte‘ sich um einen
Teil des Komplexes kümmern. Anschließend
wurden die am Anfang der Woche erstellten
Steckbriefe auf ihre Lügen hin untersucht,
und die Teamsieger gingen ins Finale, um
die Lügen der Ausbilder und Begleiter zu
entdecken. Nach dem Mittagessen ging es
dann wieder mit dem Bus nach Hause zum
Tor 1 von HKM, wo man sich ins Wochenende verabschiedete und sich auf die nächste
Woche freute.
Das Fazit der Woche: „eine super Angele-
genheit im Sinne des ‚Eisbrechens‘ und Kennenlernens unter den Auszubildenden und
der frühzeitigen Entwicklung von Teamwork.“
32
03 • 2014
(v.l.) René Nöllgen (BKK), Daniel Kessler (BKK), Ramazan Bartu (Kokerei),
Wolfgang Keller (BR), Michael Lafleur (BKK), Tim Knisel (Kokerei), Kevin Schmitz (JAV)
Mitarbeiter a HKM-Fussballturnier der JAV mit dem Motto:
„Respekt – kein Platz
für Rassismus!“
Was die FIFA kann, kann die Jugend- und
Auszubildendenvertretung (JAV) von HKM
schon lange. Nur dass es bei ihr nicht „Nein
über den Schiedsrichtern und Gegnern an
den Tag zu legen.
alle – unabhängig von Herkunft und Religi-
on – auch miteinander Spaß haben können“,
betont JAV-Mitglied Kevin Schmitz.
für Rassismus“ heißt. Unter diesem Motto
Respekt auch bei der
Terminplanung
„Respekt“-Initiative der IG Metall ausge-
Wofür die jeweils aus fünf Feldspielern und
Diese Absicht ist aufgegangen. Und auch
den 9. August 2014, zum inzwischen zweiten
ten, war leicht an den Trikots zu erkennen.
um jeden Ball gekämpft wurde, blieb es
zu Rassismus“, sondern „Respekt – kein Platz
stand jedenfalls das von der JAV und der
richtete Fußballturnier, das am Samstag,
Mal auf der Anlage des VFL Duisburg-Süd
stattfand. Die Aussage von FIFA und JAV ist
allerdings die gleiche und sie ist auch gleich
wichtig: Jegliche Form von Benachteiligung
oder Diskriminierung abzulehnen und sich
dagegen zu wehren.
Gemeinsam mit Schirmherrin und Fußball-
weltmeisterin Sandra Minnert eröffnete
das siebenköpfige Organisationsgremium
der JAV die Jagd auf Punkte und Tore, zu der
sich insgesamt 17 Mannschaften ausschließlich von HKM gemeldet hatten. „Ich freue
mich sehr, heute hier als Botschafterin sein
zu dürfen und nehme diese Aufgabe sehr
ernst“, sagte die prominente Kickerin bei
der Begrüßung der Spieler und zahlreichen
Besucher. Zugleich bat sie darum, auch wäh-
rend der Spiele Respekt und Fairness gegen-
einem Torwart bestehenden Teams antraUnübersehbar prangten darauf die Lettern
von „Hochofen“, „Halle M“ und weiteren
Betrieben, die sich natürlich auch farblich
voneinander unterschieden. Halle M kam in
leuchtend Grellorange daher, Hochofen in
dezentem Dunkelblau. Einheitlich in schwarz
bedruckten T-Shirts präsentierten sich dagegen die vielen Helfer, die das Turnier begleiteten und die Besucher betreuten. Übri-
gens hatten auch die Veranstalter bei der
Planung des Turniers „Respekt“ bekundet,
indem sie religiöse Feste wie den im August
zu Ende gehenden Fastenmonat Ramadan
bei der Terminfindung berücksichtigten. Auf
der Hütte ist dieses verständnisvolle Mit-
einander übrigens Selbstverständlichkeit.
Schließlich arbeiten hier viele Menschen un-
terschiedlicher Nationalitäten zusammen.
„Wir wollen mit dem Turnier zeigen, dass
„Respekt“ auch im nächsten Jahr
wenn auf dem Spielfeld mitunter verbissen
doch stets fair und eben: respektvoll. Am
Ende hatte die Mannschaft „Stranggussanlage“ die Nase vorn, die das Team „Medien
United“ im Finale mit 2:1 besiegte. Den dritten Platz belegt die HKM-Azubis. Allerdings
war nach dem sportlichen Wettkampf noch
lange nicht Schluss. Bis in die Nacht hinein
feierten Spieler und Besucher gemeinsam
bei Musik und Fleisch vom Grill. Und noch
während der Feier stand die Frage im Raum,
ob es im nächsten Jahr eine Fortsetzung des
Turniers geben würde. Umso beruhigender
die Antwort, dass eine Neuauflage auf jeden
Fall geplant ist. Weil das Turnier von der Be-
teiligung ein großer Erfolg war und die da-
rüber vermittelte Botschaft „Respekt – kein
Platz für Rassismus“ nicht oft genug wiederholt werden kann. Also dann: bis nächstes
Jahr.
03 • 2014
Mitarbeiter a Lossprechung der Azubis:
Start frei ins Berufsleben
Auch wenn alle Prüfungen geschafft sind und
Und dann kam endlich der Moment, auf den
So richtig zu Ende ist dieser Lebensabschnitt
Gabriele vom Ende überreichte jedem Einzel-
die Ausbildung damit praktisch abgehakt ist:
erst mit der Lossprechung. Für insgesamt 23
Auszubildende fand diese endgültige Entlassung ins Facharbeiter-Dasein Ende Juni tradi-
tionsgemäß in der Hüttenschenke statt. Nach
der Begrüßung durch Arbeitsdirektor Peter
Gasse hielt Personalchef Jens Loock die Laudatio. „In Lossprechung steckt auch das Wort
‚Sprechen‘ und zwar sprechen im Sinne von
selber das Wort ergreifen oder mündig sein“,
sagte er den Losgesprochenen und fügte hinzu: „Das heißt, dass Sie ab jetzt die Verant-
wortung für Ihre Arbeit und für Ihr Arbeitsergebnis tragen.“
alle gewartet hatten: Berufsbildungsleiterin
nen der nun ehemaligen Auszubildenden
sein Ausbildungszeugnis. Dann leitete
der Künstler „Schmitz Backes“ in den
geselligen Teil des Abends über, bei
dem die Hüttenschenken-Crew mit
Chef Karsten Storks an der Spitze für
einen gewohnt angenehmen Rahmen
sorgte. Von den losgesprochenen 23 Azubis waren mit 12 Azubis übrigens mehr
als die Hälfte Vorzieher, die ihre Ausbildung aufgrund guter Leistungen
um ein halbes Jahr verkürzen
konnten. Auch das ein Beweis für
das Engagement der Azubis und
des gesamten Ausbildungsteams.
33
34
03 • 2014
Mitarbeiter a Jubilarfeier 2014:
Klar zum Entern
„Klar zum Entern!“ Denn wie schon in den
Sofort entwickelte
Schnappschüsse
Motorschiff „River-Dream“ darauf, von den
Bei Musik vom DJ und der Band „TRIONOVA“,
Beschlag genommen zu werden, um sie ge-
schenken-Crew sowie zwei Schnellzeichnern
Für 196 Jubilare hieß es am 15. August 2014:
Jahren zuvor wartete auch diesmal das
Hüttenjubilaren samt ihrer Begleitung in
meinsam zu dem farbigen Spektakel „Ruhrort in Flammen“ zu schippern. Mit an Bord
auch zahlreiche Betreuer aus den Betrieben
und Betriebsräte, die sich um die Gäste kümmerten.
Pünktlich um 18.00 Uhr stach die River-
Dream in See bzw. nahm auf dem Rhein
Kurs auf das flammende Ziel. Wobei auf die
Gäste nach den Festansprachen von Arbeitsdirektor Peter Gasse und dem Betriebs-
ratsvorsitzenden Ulrich Kimpel wieder einmal ein volles Programm wartete.
Getränken und Speisen von der Hüttenblieb kaum ein Wunsch offen. Und auch auf
dem Oberdeck war trotz des etwas kühleren,
dafür aber trockenen Wetters der Andrang
groß. Kein Wunder allerdings, schließlich
gab es auch hier frisch gezapftes, gut gekühltes „Alt“ und „Pils“ vom Fass. Und da die
Schnappschüsse der zwei Fotografen von der
„Fotofee“ sofort entwickelt wurden, konnten
die Ergebnisse gleich an Bord bestaunt, bewundert und natürlich nach Hause mitge-
nommen werden. Die zum zweiten Mal
durchgeführte Aktion kam sehr gut an.
Logenplätze bei
„Ruhrort in Flammen“
Pünktlich um 22.15 Uhr reihte sich die „River
Dream“ dann in einen Schiffskonvoi ein, so
dass die insgesamt 450 Gäste das imposante
Feuerwerk zu „Ruhrort in Flammen“ sozusa-
gen von Logenplätzen aus beobachten konnten. Das Spektakel war für alle Teilnehmer
ein unvergessliches Erlebnis. Die Rückfahrt
genoss man bei Getränken und einer heißen
Gulaschsuppe oder saß bei einem „Absacker“
in den sehr luxuriös ausgestatteten Innen-
decks. Gegen 1.00 Uhr nachts legte die River-
Dream schließlich wieder am Steiger in Uerdingen an, von wo aus viele die angebotenen
Taxen zur Fahrt nach Hause nutzten. Fazit
der insgesamt 6. Jubilar-Schifffahrt auf dem
Rhein. Petrus, aber auch die vielen Helfer der
Hütte hatten wieder mal alles richtig ge-
macht. Das Wetter war trocken, die gesamte
Jubilarfeier rundum gelungen.
03 • 2014
Kompetenz 
Vorträge &
Veröffentlichungen 3/2014
35
Die Redaktion wünscht allen Lesern
eine bunte Herbstzeit!
TS
„Automatic Treatment Pattern“
Katrina Steindor (TS-SP)
Vorgetragen bei / veröffentlicht in:
EOSC, Trinec, Tschechien, 08.-11.09.2014
„Steel Ladle Lining at Hüttenwerke Krupp
Mannesmann – State of the Art and Review“
(Parameters / Ladle operation and
performance / Current lining)
Hans-Christian Schröter, (TS-SV)
Vorgetragen bei / veröffentlicht in:
VDEh – Steel Ladle Lining Symposium,
Saarbrücken, 01.-03.07.2014
TV
„Qualitätssicherung feuerfester Einsatzstoffe mit der Rietveld Röntgenbeugungsanalyse“
Dr.-Ing. Matthias Weinberg (TV),
Sebastian Schulte, Vortragender (TV-S),
Stephan Clasen, Vortragender
(Forschungsgemeinschaft Feuerfest e.V.)
Vorgetragen bei / veröffentlicht in:
Internationales Feuerfestkolloquium,
Aachen, 24.-25.09.2014
Mitarbeiter a
Wir gedenken:
aus aktiver Beschäftigung:
Rainer Blumstein
Mitarbeiter 
Mitarbeiter 
Wir gratulieren
unseren Jubilaren:
Austritte · Altersteilzeit ·
Freistellungsphase
Oktober
45 Jahre
Wolfgang Schultz
Klaus Bohnen
Klaus Mundil
Herbert Schulz
01.10.
04.10.
07.10.
13.10.
35 Jahre
Norbert Kempkes
Lambert Vos
Ingo-Roman Barowka
Kirman Guener
Detlef Braun
01.10.
01.10.
02.10.
03.10.
08.10.
25 Jahre
Albert Wilhelmi
Stefan Hinsen
Ibrahim Tasci
01.10.
04.10.
05.10.
November
Max Hillen
35 Jahre
Werner Schneeberg
Rentner:
Abbas Arduc
Hermann König
Islam Berberovic
Horst Küppers
Friedhelm
Clermont
Dietmar
Eisenblätter
Egon Färber
Günter Hänschke
Horst Harnisch
Hans Hucklenbroch
Gustav Jäkel
Theodor Lenzen
Armin Leuthäuser
Paul Lewandowski
Frank Winter
Peter Hormann
Alfred Heimes
Heinrich Burghardt
25 Jahre
Sabine Karst
Peter Stephan
Jens Frankowski
Menekse Tosun
Johannes Philippen
Heinrich Sauren
Reinhard Jäschke
Alwin Schaffrin
Uwe Kilian
Bruno Thielmann
02.11.
02.11.
03.11.
03.11.
Dezember
Franz Neugärtner
Hugo Orzech
02.11.
22.11.
23.11.
26.11.
45 Jahre
Harald Gimpl
24.12.
35 Jahre
Karl-Friedrich Wilhelm
01.12.
25 Jahre
Frank Hoffmann
Bettina Gebicke
04.12.
05.12.
Kurt Medzech
01.06.14
Reinhard Hatwig
01.07.14
Beate Ringel
01.07.14
Karl-Friedrich Wilhelm
01.07.14
Irmgard Roitzsch
01.08.14
Erreichung Rentenalter
Dieter Hoeschen
01.06.14
Zekeriya Karademir
01.06.14
Reinhold Suefke
01.07.14
Wilhelm Frensch
01.08.14
Manfred Griewel
01.08.14
Gerhard Huebler
01.08.14
Friedhelm Michalski
01.08.14
Impressum
„Wir bei HKM“ ist eine Zeitung für Mitarbeiter
der Hüttenwerke Krupp Mannesmann
Herausgeber:
Hüttenwerke Krupp Mannesmann GmbH
Verantwortlich:
Peter Gasse
Redaktion:
Walter Klöters
Telefon 0 21 04 3 92 38
Mobil 01 72 21 00 952
E-Mail wkloeters@aol.com
Redaktionsanschrift:
Ehinger Straße 200 · 47259 Duisburg
Tel. 02 03 999 29 06
Leserbriefe:
leserbriefe@hkm.de
Bildmaterial:
Tanja Pickartz, Bettina Engel-Albustin,
Michael Gernhuber, 123rf (Giuseppe Ramos),
Fotolia.com (Pico, WoGi, artstudio_pro)
Gesamtherstellung:
ZERO Kommunikation GmbH, Moers
Kunden und
und Partner
Partner a Produkte
Produkte aus
aus HKM-Stahl:
HKM-Stahl
Kunden
Crashsicher und leicht zugleich
Klar, auf Sicherheit in seinem Fahrzeug will
ten- oder Werkstoffpalette reicht dabei von
Wanddicken und damit einem niedrigeren
nachhaltiger Ressourcenschonung nicht zu
entwickelten TRIP-Stahl. Und der wiederum
und ein gutes Belastungsverhalten. Experten
niemand verzichten. Nur darf das in Zeiten
Lasten des Spritverbrauchs führen. Neben
Sicherheit ist daher für die Automobilindustrie Leichtbau zur obersten Devise geworden.
Was sich sowohl durch Werkstoffe wie Aluminium als auch durch spezielle Verfahren
wie beispielsweise das Innenhochdruck-
umformen (IHU) oder Hydroforming erreichen lässt. Dabei wird ein Rohteil in einem
geschlossenen Formwerkzeug mit einem
Hydromedium, wie etwa einer Wasser-Öl-
der Standard-Güte St37 bis hin zum weiter
macht auch neue Anwendungsgebiete mög-
lich. Wurden und werden IHU-Teile bisher
für Fahrgestell, Fahrwerk und andere Komponenten wie etwa Nockenwellen genutzt,
halten sie nun auch Einzug in den Karosse-
mals ein Rohr bzw. Stahl von HKM. Die Gü-
bar ist.
schönes Beispiel dafür, wie durch Verfah-
ten Rohren.
ein Warmband produziert. In der Weiterver-
Ausgangspunkt für viele IHU-Teile ist oft-
satz von TRIP-Stahl und IHU-Verfahren denk-
solchen nach dem IHU-Verfahren produzier-
Säulen mancher Fahrzeuge heute schon aus
legt sich an die Werkzeuggeometrie an.
gutes Belastungsverhalten aufweisen.
crashsicherer Vorderwagen durch den Ein-
Darüber hinaus ist die Kombination von
HKM liefert dafür den entsprechenden Stahl
Heraus kommen Bauteile, die ein besonders
gehen daher davon aus, dass selbst ein
riebereich. So bestehen beispielsweise die B-
Emulsion, befüllt und der Druck erhöht. Das
Rohteil verformt sich dabei plastisch und
Gewicht auch über eine erhöhte Festigkeit
an ThyssenKrupp Stahl, das daraus zunächst
arbeitung entstehen daraus Rohre, die per
IHU-Verfahren zu den gewünschten Teilen
umgeformt werden. Was nicht nur in zahl-
reichen verschiedenen Formen machbar ist.
Die Teile verfügen trotz deutlich dünnerer
TRIP-Stahl und IHU-Verfahren aber auch ein
rens- und Werkstoffentwicklung große tech-
nische Fortschritte erzielt werden können.
Die Automobilindustrie wird’s zu schätzen
wissen, schließlich werden dadurch sowohl
Leichtbau als auch die Umsetzung komple-
xer Gestaltungsformen möglich. Und wie so
oft ist der Ausgangspunkt für diesen Fortschritt ein Produkt: HKM-Stahl.
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
149
Dateigröße
5 707 KB
Tags
1/--Seiten
melden