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" schieht. falsch wie der erste. was sich der Landtag in dem Gesetze

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riuuiöctjcf dm Vollzug der Gesetze n»d ote Aufträge kus, aus dem Steuerwegr die Mittel zu erhöhen, auf durch de» Verlval-tungsrat erledigt nnd lediglich saiii gemacht habe, daß dieser Bericht das letzte
des Landessürsteu zu besorgen hat. I n Artikel 9l der anderen Seite nicht in eine Anstalt hineinsehen durch die Regierung genehmigt ivorden.
M a l nicht behandelt worden sei, hat Regieivird allerdings noch bestimmt, dajj die laufenden darf, die dazu da ist, von denLhmden Einlage» entgeMeine Herren, dem Art. 55 gegenüber haben wir ruugSrat Büchel gesagt: M i t der Sparkasse habe cr
Anqelegenheiten ressortmäßig zu behandeln sind. Da- genzunelnnen. Tie Tparkassekommission Hak damals den Artikel 25 des Sparkassegesetzes, worin die nichts zu t u » habe» wollen. Das sei Sache des F i bei mochte ich aber darauf verweisen, das> es sich eben die ganz richtige Auffassung gehabt, auch ivenn der Fnnktionen des Vcrwattuugsrates geregelt sind. Ich nanzchefs geivesen. Natürlich auch ein Staudpunkt.
nur um die laufende» Geschäfte, also um die Vorbe- Herr Lkollrge von der Verteidigung, Dr. Riccabona, will diesen Artikel »icht vorlesen, aber ich möchte
Ich habe nun die Meinung, daß, was die Aufreitung zu de» Geschäfte» handelt, die aber gemäß das nicht versteht, oder nicht verstehen will, die sehr ans die lit. g, h, i, k und l verweise», wo eben i»
iichtskvmmissioii anbetrifft. Herr Regierungschef
den anderen Artikel» durch die gesainte Regierung richtige Auffassung gehabt, dasz dann, ivenn eine Re- bezug auf den internen Verkehr, in bezug auf den
Schädler, der heute Beklagte, seine Aufgaben im
wahrzunehmen sind. S i e sehe», meine Herren, das; gierung, der Regierungschef, der selbstverständlich materiellen Geschäftsverkehr der Sparkasse an den
Rahmen des Gesetzes in vollkommener Weise erfüllt
der Nachweis irgend einer Verletzung einer Ver- auch der Ehes der Struerorgane ist, irgendwie die Verivaltungsrat genaue Verhaltungsmaßregel,! ge- hat. I n zweiter Linie wird dem Herrn Regiernngssassungs- oder Gesetzesbestimmung seitens der Ge° Möglichkeit, hat, in die internen, materielle» Spar- richtet sind, wo ihm speziell dann aufgetragen ist chef vorgeworfen, er habe die nötige, das heißt bio
genpartei nicht zutrifft.
kasseaiigelegenheite» hiiieiiiznzuseheu, das; damit der die Beaufsichtigung der gesamten Geschäftsführung vorgeschriebene und notwendige
Berichterstattung
Nu» wird weiter gesagt! Herr Professor SchiiiY Kredit, das Zutrauen des Publikums gefährdet ist. der Anstalt. Ta§. meine Herren, ist die Pflicht des und Aiitragstelluiig an den Landtag in bezug auf
ler hat bei seinen RegiernngShandlnngen in den Das war eine ganz gesunde und richtige Auffassung, VerwaltungSrateS, die selbstverständlich über das die Sparkasse-Augelegeuheit fchnldhaft unterlassen.
hinausgeht, was der Regierung im Artikel 23 über Dieser Vorwurf ist »ach meinem Dafürhalteu ebenso
Jahre» 1924 bis 1928 in grobfahrlässiger Weise die überall zum Durchbruch kommt.
tragen
ist.
die Vorschriften de* Tparkassegesetzes verletzt. Welche
Deshalb, meine Herren, ans diesen Gründen hat
falsch wie der erste.
Besti»n»u»ge» sind nun für den Beklagten ein der Artikel l des Sparkassegesetzes bestimmt: Die
Aber, meine Herren, es »intet wirklich ganz jon. Hier gibt wieder klar und eindeutig das Gesetz,
schlägig? D a muß ich i» erster Linie verweise» auf Sparkasse ist eine Anstalt des öffentlichen Rechtes, derbar an, wen» man nun auf einmal, nachdem ein
de» Artikel 23 des Sparkaffegefetzes. das die Ob- deren Verivnltnng van der Laudesvenvaltung gr> unglücklicher Fall für die Sparkasse eingc'trete» ist, nnd zwar Art. 2!'. Aufschluß. Dieser sagt in lit. e:
licgenheiten der Regierung und die ^omveteuzen trennt geführt wird und imvieweit die Aufsichtsniög- aus gemisse» Gründe» ans einmal der Regierung Die Regierung hat an den Landtag Bericht zu crstatten über die Iahresrcchuung und Antrag zu fiel
regelt. Dort wird gesagt: Die Mitwirkung der Re- lichkeit der Regierung angesichts dieser Grundsätze nnd speziell dem Regierungschef Anfgabcn und
ten über die Verwendung des Reingeivimies. S i c
giernng bei der Verwaltung und Veaussichiigung der und Absichten des Gesetzgebers beibehalten werden Dinge zumutet, die nach dem Gesetz ausschließlich in
sehen, meine Herren, daß es sich hier um durchaus
Anstalt vollzieht sich durch:
konnte, ist in Artikel 2!! festgelegt? Dort ist nun die die Kompetenz, in den Anfgabenkreis des Verival- sormale Geschäfte handelt. E s ist seitens des Vera) Wahl eines Mitgliedes der.Umitrollftelte; Ii) Bestinnnnng getroffen worden. das> die Regierung tmigsrates falle».
treters der Anklage gesagt worden, die Regierung
Bestätigung der vom Verwaltnngsrate zu treffenden die Aussicht ausüben könne, aber in einer A r t und Die Gegenpartei hat in ihrer schriftlichen Anklage sei doch nicht nur der Briefträger zwischen Sparkasse
Wahl des Verwalters: c) Genehniiguug der vom Weise, das; ihr jede Möglichkeit genommen ist, i» die und auch heute wieder auf die sogenannte ressort- nnd Landing gewesen. D a möchte ich schon sagenVerivaltuugsrate aufzustellenden GeschäitSbedingn». materielle» Angelegenheiten der Sparkasse hinein- mäßige Behandlung der Regierungsgeschäste hinge- I n einem gewisse» Sinne schon. S i e war nur der
gen; d) Genehmigung des vom Verwaltungsrale zuregicren, oder auch nur hineinzusehen. Das war wiesen. Ich lege dieser Sache ein außerordentlich Briefträger zwischen Landtag und Sparkasse. W
zu erlassenden Geschästsregleinentes: e) die Bericht, der Wille des Gesetzgebers bei Erlassimg dieses geringes Gewicht bei. Demi das wird der Gegen- kommt eigentlich ans das biuaiiS. Das Gesetz hat in.
erstattung an den Landtag über die Iahresrechnung Sparkassegesetzes.
partei nicht gelingen, anhand der Versassung oder Artikel 23 dein Landtag eine Einslußnahme auf die
und die Antrngsrellnng an de» Landtag über die
Nim aber, meine Herren, wen» man von diesem der Gesetze zu beweise», daß überhaupt diese ganze Geschäfte der Sparkasse aus de» angeführten G r ü n Verwendung des Reingewinnes.
Gesichtspunkt ausgeht, erscheint es höchst sonderbar, Angelegenheit Sache des Herr» Professors Schädler, den nur in beziig auf zwei Sachen geben wollen,
Nun musz ich in erster Linie festhalte», das; diese das; man nun im heutige» konkreten F a l l dem An- dem das Finauzressort übertrage» war. gewesen sei. und zwar: er will die Iahrrsrechnnng wieder anRegelung der Ltompetenzen und Verpflichtungen der geklagten, dem Herr» Regicruiigschrf Echädler, nnf Das ist im Widerspruch, im klaren Widerspruch zu sehe», und zweitens: der Landtag hat über die VerRegierung im Artikel 23 des SpnrtafsegesetzeS als einmal, weil es einem so paßt, mehr zumuten Artikel 78 und 90 der Verfassung, wo es heißt, daß teilnng des Reingewinnes zu befinde». Das ist alles,
eine abschließende und als eine erschöpfende zu be> will, als das Gesetz für ihn vorschreibt, das heiszt, alle wichtigeren Geschäfte der Regierung kollegial was sich der Landtag in dem Gesetze, das er selber
trachten ist. E s heisit nicht etwa „und dergleichen"; eS das; er hätte weitergehen sollen, als daS Gesetz ihm behandelt werden müssen und nur das Laufende, die geschaffen hat, vorbehalten hat, und diese Jahresheißt nicht etwa: „Die andere» Bestimmungen regelt erlaubt, bei den Sparkasseangelegenheitc» mitzu- Vorbereitung dazu, durch den betreffenden Elief des rcchnnng muß die Regierung von der Sparkasse an
das Geschäftsreglement", sonder» es heiszt: „Tie Ob- reden. E s hat am erste» Tage der Referent, Herr Ressorts, wenn wir es schon so nennen wollen, ge> den Landtag weiterleiten.
liegenheitcn des Regierungschefs sind usw." Die Oberlandesgerichtsrat Dr. Erne, an den Angeschul- schieht.
Nun ist allerdings nach dieser Richtung hin ein
Obliegenheiten des Regierungschefs find in diesem digten die Frage gestellt, die er sehr richtig als rein
Es ist anch begreiflich u. wird Ihnen ohne weiteres Ventil geschaffen worden, nm diese strenge Bindung
Gesetze vollständig erschöpfend geregelt. Dabei ist da. akademische Frage bezeichnete: Herr Regierungschef, einleuchten,-daß bei derart kleinen Verhältnissen, wie und Eiucuguiig der Mitwirkung von Regierung und
rauf zu verweise», das! es sich bei diesen Obliegen- stellen Sie sich auf den Standpunkt, das; es über wir sie hier in Liechtenstein habe», von einer scharfen Landtag etwas zu locker», dadurch daß die Regieheiten, die dem Regierungschef auferlegt sind, «venu Haupt keinen Fall gibt, wo S i e hätten einschreiten Trennung anch »ach den Vorschriften der Verfassung ruug wenigstens in der Lage ist, in die Kontrollstelle,
sie alle diese Vorschriften ansehen, um lauter rein müssen? E s ist, wie ich gehört habe, meinem ..ilien- »icht gesprochen werden kann. Es ist das etwas prak- die selbstverständlich in emiueiiterweise eine Einsicht
formale Geschäfte handelt. (kS ist nicht mit einem ten der Vorwurf gemacht worden, er hätte in der tisch durchaus Unmögliches. Ich verweise mir da- in die materiellen Verhältnisse der Sparkasse hat.
Worte darauf verwiesen, das; den, Regierungschef Beantwortung dieser Frage einen Fehler gemacht, ranf, was ans den Akten hervorgeht, daß der Re-ein Kontrollmitglied zu wählen »nd dieses Kontrollirgendwelche materielle Einflnfzuahme auf die Ge° weil er gesagt habe, das; es sicher Fälle geben könne, giernngschef zum Beispiel einmal einen Bericht, der Mitglied, es war die ostschweizerische Trenhandgeschäfte der Sparkasse eingeräumt wird.
wo er einschreiten hätte müsse». M a n hat meinem als interner Bericht von der ostschweizerische» Treu- sellschaft, hat dann im Laufe der Jahre diesen BeMeine Herren, das ist vom Gesetzgeber so gewollt! Klienten gesagt, er hätte das nicht zugeben sollen. haiidgesellschnft ei»gela»gt war, nicht als Ressort- richt ebenfalls, nnd zivar genau im Sinne der B e Sic habe» in den Verhandlungen der letzten Tage Ich mus; Ihne» sagen, ich habe eine Freude gehabt chef behandelt hat, sonder» diesen Bericht dem Gu- stinirnungen des Gesetzes erstattet. Ich verweise »ach
sowohl vom Beklagte» als anch ans dem Beweis- ob dieser Antwort meines Klienten. E r durfte das belmann zum Referate überwiesen hat. E r hat einfach dieser Nichtimg auf die bei den Akten liegenden
matcrial entnehmen können, das; der Gesetzgeber im ruhig zugeben, er mußte das zugeben. Den», ivenn gesagt: Mach Du das. Der Gubelmann >var der- Geschäftsberichte, die die Inhresrrchnungen der
Jahre 1923 gewollt, mit Absicht diese Einschränkung er das bestritte» hätte, dann hätte man ihm zum jcaige Regieruttgsrat, der sonst die Landwirtschaft Sparkasse für alle in Frage kommende» Jahre entder regierungSrätlichen Funktion vorgenommen Vorwurf machen tonne», er leugne da überhaupt unter sich hatte. Dein wurde einfach gesagt: Nimm halten und bei denen am Schlüsse das Mitglied der
hat und zwar deshalb, weil es im Gegensatz zu dem alles ab, und er reite da so aus den Artikeln deS den Bericht »nd mach das! Bezeichnend ist auch, was Kontrollstelle, das die Regierung bestellt hat, eben
früher bestehenden Anstände eine vollständige A n s . Gesetzes hm»», das; sie z» Tode geritten werde». der Herr Oberlehrer Feger gestern ausgesagt hat, der die ostschwcizerische Treuhandgesellschaft jeweils erschnlwng der Regierung aus de» Geschäften der Da hat Herr Professor Schädler sehr klar und richtig Regiernngschefstellvertreter während sechs Iahren: klärt hat, wie zum Beispiel im erste» Bericht und i m
Sparkasse wollte. ?ch verweise diesbezüglich »och. die Frage beantwortet: A n und für sich, grund der hat erklärt: Ressorts gibt es überhaupt nicht bei zweiten, daß alles in Ordnung sei. S o heißt es in,
mals ans jene Protokolle, die in den'Akten vorhan- lätzlich habe ich keine Möglichkeit, in die Sparkasse- uns. E r ist sechs Jahre in der Regierung gewesen ziveften Bericht: Das Resultat muß nach jeder Richden sind, und zwar auf Ordunngsnummer 13 a), geschäfte hineinzusehen oder gar zu regieren. Alu? und hat die Erfahrung machen können, daß über- tung hin befriedigen, zumal einerseits eine schöne
wo gesagt ist: Anläsilich der Bchandlniil, des Spar- wenn mir angesichts der -Bestimmungen des Gesetzes Haupt eine ressortmäßige Behandlung im Sinne der Entivicklung zu verzeichne» ist und andererseits das
kassrgcsetics vom 4 . Juni 1923 im Landtanosaalc bei der Tätigkeit, die ich auszuüben habe nach dem Verfassung stattfindet. Zurückzuführen ist das auf Gewinn-Resultat mit Rücksicht auf alle Verhältnisse
limrdc ausgeführt, daß die Einfliisinahmc der Rc- Gesetze, etwas z» Ohren oder zu Auge» kommt, das den Umstand, daß die Verhältnisse in Liechtenstein schön genannt werden kann usw. S o geht es weiter
stiernng z» entfallen hätte und die Geschäfte »verde»ich als etwas Ans;erge>vöh»li>t>es betrachte, als etwas eine strikte Durchführung des Grnndsatzes von der alle Jahre hindurch und sogar im Bericht für das
unter Beibehaltung der Verantwortlichkeit durch für das Land Scliweriuiegendes betrachte, ja dann, ressortmäßigen Behandlung eiiifach nicht gestatten. Jahr 1927/28 ist nichts ausgesetzt. E s ist allerdings
die Sparkassekonnuiffion überwacht, welche am Ende meine Herren, dann ist es nicht nur meine Pflicht Wenn man diesen Grundsatz durchführen würde, nicht mehr in besonderen Tönen des Lobes von der
Geschäftsführung bei der Sparkasse gesprochen woreines jeden Jahres zn Händen des Landtages einen als Regierungschef, fondern anch die Pflicht eines würde er direkt ad absurdum führen.
den. E s wäre das ja auch ein reiner Hohn gewesen.
Rechenschaftsbericht zu erstatten hätte. Die Spar jede» Laiidtagsmitgliedes, ja die Pflicht eines jeden
Bezeichnend ist schon etwas, >vns die Meinung des
konnnissio» sprach den Wunsch aus, die Landesver- Bürgers, das zu tun. \m> »ach seinem Dafürhalten Herrn Regier»»gSrateS Büchel betrifft. S i e haben Denn dieser Bericht ist herausgekommen, nach dem
alle diese Betrügereien und Machenschaften nufgewaltnng nnd die Sparkasse nicht nur persönlich, zur Abschaffung dieser mifilicfini Verliältnisfe tunlich ihn gester» einvernommen, und dieser Herr Büchel
deckt ivorden sind. D a wäre es ein Hohn gewesen,
sondern auch räumlich getrennt werden, damit auch nnd angängig ist.
hat allerdings in bezug auf die ressortmäßige Be- wenn man die Verwaltung der Sparkasse noch benicht der leiseste Anschein bei de» Sparkassekunden
Nun wird weiter daran! hingewiesen, das; anch Handlung der Geschäfte der Regierung eine ganz sonders gelobt hätte. Aber anch der Bericht vom
entstehen könnte, das; . . . liest bis . . . erhalte».
das Geschäftsreglement der Spar- nnd Leihkasse im sonderbare Auffassung. Denn er hat gesagt, er habe Jahre 1927 war ein durchaus guter. Es ist ein g i c
Sie sehen, das; damals beim Gesetzgeber beim E r - Artikel 55 ausdrücklich die Beaufsichtigung des Ver- gefunden, der Herr RegiermigSchef ist Finanzchef tes Zeugnis, das seitens der Kontrollstelle, der oftlas; des Spartassegesetzes der Wunsch, der ausdriick- waltungsrateS resp. der Sparkasse durch die Regie- nnd als Finanzchef untersteht ihm die ganze Spar schweizerischen Treuhandgeseltschaft, der Geschäftsliche Wille zum Ausdruck kam, daß die Sparkasse ein rung vorsieht. ES heißt hier nur: Die Anstalksver- kasseangelegenheit. Ich ivill ihm durchaus keinen führung der Sparkasse ausgestellt wird.
autonomes Gebilde, allerdings öffentlicher Natur, waltung wird unter Aufsicht der Regierung durch Vorwurf inachen, denn es ist für ihn offenbar eine
Ich behaupte deshalb, das, die Regierung und spebrenzliche Sache, mit der er überhaupt nichts z» tun
im Staatswesen drinnen werde, das heißt, das; jede de» PerlvaltuugSrat vorgenommen.
Einslnsjuahme. jede materielle Einflnsinahnie der
Meine Herren, selbstverständlich ist hier die Ans- haben ivill und er sagt daher, er habe sich um die ziell der Regierungschef die Verpflichtungen, die ihm
Regierung ans Spnrkaffeangclegenheiten zu ent- icht der Regierung vorgesehen, aber ebenso selbstver- Tparkasseangelegenheit überhaupt nicht bekümmert. gcmäs; Artikel 23 des Gesetzes über die Spar-' nnd
fallen habe, und zivar aus ganz durchsichtigen ständlich mus; gesagt werden, kann diese Anssichts- Ich habe den Negierungsmt Büchel gestern gefragt, Leihkasse des Fiirstrutums Liechtenstein obgelegen
Gründe», von denen man kaum verstehen kann, pslicht durch die Regierung im Geschäftsreglement wie es denn sei. E s sei einmal in die Regiernngs- sind, restlos erfüllt hat. Wenn cr mehr getan
das; sie erst im ?ahre 1922 zum Durchbräche nicht weiter ausgedehnt werden, als sie in Artikel 23 sitznng der Bericht über das Jahr 1926 oder 1927 hätte, und das scheint ihm die Gegenpartei
kamen. E s ist doch etwas Ungehöriges, das; des Gesetzes über die Spar- und Leihkasse enthalte» gebracht worden, nnd zwar vorn Herrn Regiernngs- zuzumuten, es hätte dcr Regierungschef die
die Regierung, die selbstverständlich für die Finan- ist. Auf die Aufsichtspflicht der Regierung ist im chef. Das hat er selbst als Zeuge gesagt. Und dann sogenannten internen Berichte der ostschweizerischen
zcu des Staates im allgemeinen z» sorge» hat »nd Art. 55, des Geschäftsreglements verwiesen im Rah- sei keine Zeit mehr gewesen ziir Behandlung dieses Trcnhandgcsellschnft a» den Landtag weiterleiten
namentlich das Stenerwefen zn behandeln hat, eine» nie» des Artikel 23 des Gesetzes über die Spar- und Berichtes: der Herr Regierungschef habe gesagt, es solle». Wenn der Herr Rcgicrnngschcf das getan
grofjen Einfluß nnd Einblick in die Sparkasfeange- Leihkasse. Durch Artikel 55 des Geschästsreglcmeutcs sei keine Zeit mehr, man könnte ihn das nächste M a l hätte, dann, meine Herren, hätte cr vollständig gegen
legenheiten hat. E s ist selbstverständlich, das; einhat selbstverständlich das Gesetz über die Spar- und nehmen. Der Bericht sei aber dann verschwunden, den Willen des Gesetzgebers' »nd gegen das Gesetz
Funktionär, der auf der einen Seite die Funktion Leihkasse und der Wille des Gesetzgebers nicht abgc- er sei nicht mehr zur Sitzung gekommen. Ans die gehandelt. Denn was dcr Gesetzgeber in bezug auf
zu erfüllen hat, dem Staate auf dem Wege des Fis> ändert werden könne». Denn das Reglement ist Frage, wann» er omni nicht daraus anfmerk die Berichterstattung an den Landtag wollte, das ist
Das Posthorn klang leise aus der Ferne in die
begrüßt von Vogl nnd Baumgartner. Bei einem tauchte die alte» Bürgerhäuser in goldenen Schim- ivird »iit mir zurückfahre». E r wird sich gewiß
Melodie», die aus seinem wunden Herzen gnollen.
vorzüglichen Abendessen nnd einem (Was Wein hatte mer. Beschwingte» Fußes schritt Schubert dahin. freue», Sie dann hier in Stevr vorzufinden.
Trara . . . tratara . . . trara .. . .
Sie reichte ihm die Hand.
er bald alle Reiscmühe» vergessen und fühlte sich Vor dem Schellmannhause machte er unbewußt halt.
Vorüber
vorbei!
„Aus Wiedersehe»!"
zum erstenmal »ach viele» Monate» wieder sorgenlos
Und als ob seine Sehnsucht das geliebte Mädchen
Noch
einmal
nickte
sie
ihm
zn
nnd
schritt
dann
glücklich.
herbeigezwnngen hätte, öfsuete sich das Tor, und
Von den Slenrer Freunden hatte er am Abend Phine trat, von Theres begleitet, auf die Straße. mit Theres nach dem Posthos.
Schnbert sah ihr bestürzt nach. Jäher Schmerz
außer seinem Gastgeber niemand gesehen. SchellNim standen sie einander gegenüber. Einige HerzWenn sich der Herr Hofopernsänger Johann
mann fehlte, und Stadler weilte ja als Beamter schlüge lang sahen sie einander an. erregt, forschend, durchzuckte ihn. Was hatte das zu bedeuten? Hinter
Phines Wortenstecktemehr, als er sogleich verstand. Michael Vogl einmal etwas in den Kopf gesetzt hatte,
ständig in der Landeshauptstadt. Fragen wollte er fast ein wenig erschreckt.
Trotz und Abwehr keimten in ihm auf. Deshalb war duldete er keinen Widerstand.
nicht, der nächste Tag mußte ohnedies Klärung brin„Herr von Schubert!"
„Also, da hilft Ihnen keine Widerrede, mein
also keine Einladung an ihn gekommen. Die Krankge».
„Dernoiselle Phine!"
heit? Jetzt erinnerte er sich. Seither hatte Albert lieber Schubert, morgen nach der Frühmesse wanI m zweiten Stockwerk hatte ihm der Herr Vize„ S o sind S i e also doch gekommen. Ich habe nicht die Einladung nicht mehr wiederholt. M a n wich dern wir alle zum Jägerhaus auf dein Daininberg.
faktor ein Zimmerchen eingeräumt, Bogel hatte im
mehr daran geglaubt. Zu lange sind S i e serngeblie- ihm ans. Giit. er würde sich zu trösten wissen.
Unser braver Baumgartner, die Schellnianns und
großen Salon lein Quartier aufgeschlagen. E s war
den. Und nn»
"
Grimmig warf er den Kopf zurück und ging die übrigen Freunde tu» auch mit."
schon Mitternacht, als Schubert sein Schlafgemach
Ein Schatten huschte über das Gesicht des schönen weiter, ziel- und planlos. Ueber die Ennsbriicke
Der kleine Musikus drückte das Haupt, das seit
aussuchte. Das Fenster ging auf den Stadtplah. E r
Mädchens.
kam er, stieg den Wicscnhang hinan und warf sich, seiner Krankheit im Frühjahr noch kurz geschoren
öffnete es und kühlte den heißen Kopf in der er„Meine Schuld ist's nicht, wenn ich erst jetzt als er die Höhe erreicht hatte, von der Anstrengung war, tiefer ins Genick und blinzelte über die B r i l frischenden Nachtluft. Gegenüber lag im Mondlicht
komme, Phine!"
des raschen Einporsteigens keuchend, auf den Rasen. lengläser hinweg in den goldgelben Wein, der in
das Kollerhaus. Aber seine Fenster waren dunkel,
Das Mädchen ließ den Kopf sinken.
Er sah aus die Stadt hinab. A u s den Schorn-dem hohen Stutze» funkelte.
alles schien erstorben. Schubert beugte sich über das
..Ich weiß es, Herr von Schubert."
„Und meine Oper? Der Kupel hat mir schon ein
steinen der Häuser stieg schwarzer Rauch zum blauGesimse und spähte hinüber zu dein Hause, in dein
„Dafür soll es heuer »och viel schöner werden als flimmernden Himmel empor, nnd ungezählte Häm- saugrobes Schreiben geschickt, weil die Arbeit daran
Phinc wohnte. S o sehr er sich auch bemühte, er sah
so gar nicht weitergehen will."
»icr pochten und sangen.
nicht einmal die Fenster des Zimmers, nach dem vor vier Iahren."
Phine schüttelte den Kopf.
„Na, dann haben S i e ja die Ansred', lieber
Auf der Landstraße rollte der Postwagen nordseine sehnsüchtigen Gedanken flogen.
Schubert, daß S i e der Vogl vom Arbeiten abhält."
„Vier Jahre ändern manches, Herr von Schu- wärts. Der Schwager blies das Horn.
Ruhig und traumlos schlief er diese Nacht.
Da wendete sich Schubert ab und nahm ein Heft
I n aller Morgenfrühe aber war er schon wach. bert. Nun. darüber werden wir ja noch reden können,
(Fortsetzung folgt.)
Rasch kleidete er sich an und eilte aus dein Hause, lvenn S i e wollen. S i e bleiben doch einige Zeit hier. aus der Rocktasche. Eine Weile starrte er auf das
Ich muß auf einige Tage nach Linz fahren, wo ich leere Notenblatt. Dann setzte cr Notcnkopf auf
ohne das Frühstück abzuwarten.
Wolkenlos blau war der Himmel, und die Sonne Einkäufe zu besorge» habe. Albert ist schon dort und Notmkopf auf das Papier.
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