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Amtsblatt KW 12/2015 - Stadt Korntal

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Nr. 6 | Oktober 2014
Park-Info
Spezia l
Impressionen 2014
Themenübersicht
Im November bestimmen Sie
die Perspektiven
Werte erhalten und Potenziale
nutzen
Neckertal-Regal, Onlineshop und Marktstand
Bildungserlebnisse
Fragen und Antworten zum
Naturpark Neckertal
Von der Idee zum Kandidat
In nur einem Jahr wurde viel
erreicht
Und so könnte es weitergehen
Blick in andere pärke
Schlusswort
Natur- und Landschaftseinsätze
Prospekthalter, Info- und Wanderkarte und Postkarten
Erneuerung Kulturwege und Neckiweg
Nationale Präsenz
Trägerschaft Pilotprojekt LQB (AP 14-17)
Schau- und Probiernetz
Geschenkgutschein «Neckerthaler »
Energiekonzept
Im November bestimmen Sie die Perspektiven
Zurzeit ist der Naturpark Neckertal ein Kandidat für einen Regionalen Naturpark.
Damit er sich beim Bund für den richtigen Betrieb ab 2016 bewerben kann, braucht
es einen Parkvertrag, der die Zusammenarbeit der Gemeinden mit dem Trägerverein
Naturpark Neckertal regelt. Am 30. November 2014 wird über diesen Parkvertrag
abgestimmt.
Ein Naturpark funktioniert nicht
von oben herab, sondern aufgrund
von Initiativen aus der Bevölkerung.
Seit mehreren Jahren steht die Region Neckertal und Appenzeller Hinterland vor der schwierigen Aufgabe, ihre Zukunft zu gestalten. Eine Antwort auf die Herausforderungen
war die Schaffung des Naturpark-Projekts. Mehrere Male
haben seither die Bürger bei Gemeindebudget-Prozessen
die Gelder für das Parkvorhaben gesprochen.
Keine zusätzliche Vorschriften oder Auflagen
Mit einem Ja zum Parkvertrag sagen wir ja zur Bewerbung
für den Betrieb und das zugehörige Label. Zusätzliche Einschränkungen gibt es durch einen Naturpark nicht. Das garantiert der Parkvertrag und auch im kantonalen Richtplan
wird das so festgehalten.
Regionalentwicklungs-Werkzeug für ländliche
Gebiete
Mit einer weiteren Zustimmung am 30. November können
das touristisch wertvolle Naturpark-Label sowie finanzielle
Mittel von Bund und Kantone beantragt werden. Damit
steigt die Wahrnehmung und es werden für die Zukunft wegweisende Projekte und Partnerschaften möglich. Selber
zahlen müssen die Gemeinden zusammen rund 70‘000 Franken pro Jahr, was etwa einen Zehntel der gesamten einsetzbaren Mittel ausmachen dürfte. Die Betriebsphase dauert
zehn Jahre. Für eine Fortführung wäre danach erneut abzustimmen.
Miteinander statt gegeneinander
Fördern statt Verbieten lautet das Credo eines Regionalen
Naturparks. Dabei werden umweltbezogene, wirtschaftliche und soziale Ziele gleichzeitig und gleichberechtigt verfolgt. Der Regionale Naturpark fördert die nachhaltig betriebene Wirtschaft und die Vermarktung ihrer Waren und
Dienstleistungen. Gleichzeitig wird die Qualität von Natur
und Landschaft erhalten und aufgewertet. Weitere Ziele
sind Umweltbildung, die Pflege und Vermittlung des kulturellen Erbes, die Zusammenarbeit innerhalb des Parks und mit
Akteuren von ausserhalb sowie eine nachhaltige Energienutzung. Ein Naturpark wächst dabei von unten und die Ziele
werden mit Projekten Schritt für Schritt angegangen.
Bächli
ebersol
Necker, Gemeinde Oberhelfenschwil
Christian & Monika Müller-Roth
Silvia Schönenberger
Köbi Hagmann
«Die grösste Chance durch den Naturpark
sehen wir im Bereich Werbung/Marketing für unser Tal. Durch das Parklabel
können das einheimische Gewerbe und
unsere Produkte aus dem Tal auf einer
Ebene beworben werden, die für jeden
Einzelnen nicht finanzierbar wären.»
«Unser schönes Tal ist es wert, dass es
auch auswärtige Gäste kennen lernen.
Mit dem Naturpark bekommen wir die
Chance, vorhandene und auch neue
Angebote besser zu vermarkten. Nur
gemeinsam bringen wir unser Tal
vorwärts und nur gemeinsam können
wir neue Ideen und Visionen realisieren.»
«Wir müssen positiv an Neues herangehen. Es kann zu einer nachhaltigen
Wertschöpfung im Neckertal führen. Die
Landwirtschaft hat dadurch keine neuen
Einschränkungen und Vorschriften.»
Land- und
Gastwirtepaar
Musiklehrerin
Landwirt
Vorstand Bäuerinnen
und Landfrauen
Verein Ebersol
Gemeinderat
Oberhelfenschwil
Gemeinderat
Hemberg (Tourismus, Kultur und
Sport)
OK Bergrennen
Hemberg
-2-
Werte erhalten und PotenZiale nutzen
Regionale Naturpärke sind teilweise besiedelte, ländliche Gebiete, die sich durch hohe
Natur- und Landschaftswerte auszeichnen. Sie fördern eine nachhaltige Entwicklung
der Region.
Oft werden sie mit Nationalpärken verwechselt. Ein Nationalpark ist jedoch ein vom Menschen möglichst unberührter
Lebensraum, wie beispielsweise der Schweizerische Nationalpark im Engadin, der seit 1914 existiert.
ist ein Motor für die Regionalentwicklung. Aufgebaut wird
dabei auf den vorhandenen Qualitäten und Potenzialen der
jeweiligen Region. Im Vordergund stehen die Pflege der kulturellen und natürlichen Schätze, die Stärkung einer nachhaltig betriebenen Wirtschaft, die Förderung der Umweltbildung und die Sensibilisierung für Besonderheiten der Parkregion.
Kein Nationalpark – keine Einschränkungen
In einen Regionalen Naturpark hingegen gehören Menschen
und ihre kulturellen und wirtschaftlichen Aktivitäten. Es gibt
in einem Regionalen Naturpark keine Einschränkungen. Weder für Bauern, noch für Jäger, Fischer, Wanderer oder irgendwelche Anderen. Natürlich müssen sie sich aber wie
ausserhalb eines Regionalen Naturparks auch an die allgemein geltenden Gesetze halten.
Schweizer Pärkelandschaft
Seit 2008 bestehen die Grundlagen zur Schaffung von Regionalen Naturpärken. Unterdessen wurde dieses Förderinstrument für ländliche Gebiete verschiedentlich aufgegriffen, sodass jetzt 14 Naturpärke in Betrieb sind.
Unser Wissen, die Natur- und Kulturlandschaft
nutzen
Ein Regionaler Naturpark schafft bessere Voraussetzungen
für eine individuelle und gemeinschaftliche Entwicklung. Er
Der grosse weisse Fleck in der Schweizer Pärkelandschaft
könnte durch den Naturpark Neckertal massgeblich belebt
werden. Sollte die Bevölkerung dazu Ja sagen, wird der Verein
Naturpark Neckertal das entsprechende Gesuch einreichen.
Schweizer Pärkelandschaft: Ein Nationalpark im Engadin, zwei Nationalpärke in Errichtung, Naturerlebnispark Wildnispark
Zürich-Sihlwald, 14 Regionale Naturpärke und zwei Regionale Naturpärke in Errichtung (Neckertal und Schaffhausen).
Hoffeld
HEmberg
St. Peterzell
Werner Ackermann
Markus Nef
Lucrezia Meier-Schatz
«Der Naturpark Neckertal ist eine
einmalige Chance für unsere Region.
Packen wir es an, schauen vorwärts und
geben unserem Tal neue Impulse. Wir
haben es nötig. Darum stimme ich mit
Überzeugung Ja zum Naturpark Neckertal.»
«Das Projekt Naturpark ist eine Möglichkeit, im Tal näher zusammenzurücken
und etwas zu bewegen. Es bringt einigen
die Möglichkeit, aus unserem ‹Rohstoff
Natur› eine Wertschöpfung zu erzielen.»
«Mit der Schaffung des Naturparks teilen
wir unsere schöne Umgebung, das
vielfältige Wanderwegnetz, verleihen
unserem Tal eine wertschöpfende
Einzigartigkeit und tragen zur Erhaltung
und Entwicklung unserer Landschaftswerte bei.»
Landwirt in Pension
Land-und Gastwirt
Nationalrätin
-3-
Fragen und Antworten zum Naturpark Neckertal
Auf verschiedene Weise ist schon viel über das Vorhaben Naturpark Neckertal berichtet
und diskutiert worden. Die häufigsten Fragen werden hier nochmals beantwortet.
Was bringt uns der Naturpark?
Das Neckertal ist eine finanzschwache Region, aber reich an
Natur- und Kulturwerten. Diese Qualitäten sollen für die zukünftige Entwicklung genutzt und bewahrt werden. Das Label „Regionaler Naturpark“ verschafft der Region Wettbewerbsvorteile und eine Identität mit internationaler
Ausstrahlungskraft. Das wiederum ermöglicht die Vermarktung unserer Produkte und touristischer Dienstleistungen
sowie Partnerschaften mit Organisationen oder anderen
Gebieten. Die Unterstützung des Parks mit finanziellen Mitteln ermöglicht die Finanzierung von Projekten und einer Geschäftsstelle zu deren Koordination und Durchführung unter
Einbezug der interessierten Bevölkerung.
Was kostet der Naturpark und wozu
verpflichten sich die Bürger und die Gemeinden?
Mit der Zustimmung zum Parkvertrag äussert eine Gemeinde die Bereitschaft zur Beteiligung am Regionalen Naturpark und somit zur Unterstützung einer nachhaltigen Regionalentwicklung. Sie beteiligt sich mit einem Beitrag von CHF
5 pro Kopf plus CHF 4 pro Hektare Gemeindegebiet daran (für
Urnäsch und Nesslau CHF 1 pro integrierte Hektare). Die Gemeinden sind zudem Mitglieder im Verein Naturpark Neckertal, wo sie zusammen die Stimmenmehrheit innehaben. Dieser Verein plant und koordiniert Aktivitäten zur Zielerreichung, wobei lokale Initiativen und der Einbezug der interessierten Personen von zentraler Bedeutung sind. Die
Parkgemeinden entscheiden, wie sie eine nachhaltige Entwicklung angehen möchten. Alle Aktivitäten und Massnahmen sind freiwillig, niemand kann aufgrund des Parks zu etwas gezwungen oder von etwas abgehalten werden.
Aufgrund des Naturparks wird
niemand zu etwas gezwungen oder
von etwas abgehalten. Das gilt für
das Bergrennen wie für alles
andere.
Bächli
Wald-schönengrund
BRUNNADERN
Susanne Raschle
Robert Bischofberger
Adolf Fäh
«Der Naturpark ist für das Neckertal ein
guter Werbeträger. Für unseren Laden
bieten sich auch einige Möglichkeiten.
Die Landwirtschaft darf durch den Park
jedoch nicht beeinträchtigt werden.»
«Als Landwirt bin ich überzeugt, dass die
Innovationskraft der regionalen Produzenten (Metzgereien, Bäckereien, Käsereien, landwirt. Selbstvermarkter, usw.)
mit der gemeinsamen Marke Naturpark
Neckertal zusätzliche Chancen haben,
über die Region hinaus Wertschöpfung
zu generieren.»
«Im Naturpark kann eine nachhaltig
betriebene Wirtschaft gestärkt werden.
Die intakte Land-, Forst- und Holzwirtschaft bietet eine ideale Grundlage und
mit dem Aufbau eines sanften Tourismus
kann die Wertschöpfung im Neckertal
gesteigert werden.»
Drogistin
Landwirt
Rentner
Dorfladen Bächli
Vorstand
Förderverein
Naturpark
Neckertal
VR-Präsident
Necker Holz AG
Vorstand IG Neckertal Tourismus
Vorstand
Forum Brunnadern
-4-
Wie kann ich sicher sein, dass Später keine
einschränkungen kommen?
Die Pärkegesetzgebung ist ein Fördergesetz. Es legt fest,
was nötig ist, damit eine Region Park sein kann – ohne zusätzliche Gebote oder Verbote zu schaffen. Um das darüber
hinaus nochmals explizit festzuhalten, steht auch im Parkvertrag, dass durch die Park-Zugehörigkeit keine zusätzlichen gesetzlichen Auflagen in Kraft treten und sich nichts
an der Zuständigkeit und am Verfahren bei der Bewilligung
von Anlagen ändert. Ebenso wird dort vereinbart, dass der
Vertrag aufgelöst werden kann, sollten sich die rechtlichen
Rahmenbedingungen für den Park auf Bundes- oder Kantons‑
ebene ändern. Im kantonalen Richtplan ist ein weiteres Mal
festgehalten, dass durch die Parkzugehörigkeit keine neuen
Auflagen geschaffen werden und die Gemeinden selber bestimmen, wie sie eine nachhaltige Entwicklung umsetzen.
Wieviel Wertschöpfung bringt der Naturpark?
Das hängt von den Ideen und dem Engagement ab und auch
davon, wie gut Behörden, Tourismusorganisationen, Hotels,
Restaurants, Unternehmen, der Verein Naturpark Neckertal
und alle weiteren Beteiligten zusammenarbeiten. Wie überall gilt auch hier: von nichts kommt nichts.
Eine Studie der ETH Zürich zur Wertschöpfung im Regionalen Naturpark Biosphäre Entlebuch hat ergeben, dass diese dort jährlich für rund 5 Million Franken an touristischer
Wertschöpfung verantwortlich ist. Das entspricht etwa dem
Sechsfachen des eingesetzten Geldes, wobei Wertschöpfungskanäle neben dem Tourismus noch nicht berücksichtigt
wurden. Bei dieser Frage ist auch zu beachten, dass ein Naturpark nicht nur Geld bringen soll. Er soll auch in anderen
wichtigen Aspekten des Zusammenlebens wie Kultur, Natur
und Bildung Mehrwerte erzeugen.
Wie lange dauert die Betriebsphase?
Das Label wird für zehn Jahre vergeben und so lange läuft
auch der Parkvertag zwischen Gemeinden und Verein Naturpark Neckertal. Soll das Label anschliessend für eine weitere Periode beantragt werden, so ist wieder über einen
Parkvertrag abzustimmen. Ein Regionaler Naturpark bringt
finanzielle Wertschöpfung.
Er schafft aber auch Mehrwert in
anderen Bereichen, beispielsweise gemeinsames Lernen oder
interkulturellen Austausch.
[Bild: Natur- und Landschaftseinsatz im Sommer 2013]
Neu St. Johann
Nassen
Brunnadern
Markus Hobi
Peter Rutz
Georges Meyer
«Die vielfältigen Aktivitäten eines
Naturparks bieten eine sehr gute
Gelegenheit, um die Leistungen der
Bauern für unsere Natur und Landschaft
aufzuzeigen. Dazu kommen auch
Chancen für die Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte und den Agrotourismus.»
«Endlich gibt es Leute, die sich voll für
Aktivitäten im Tal einsetzen können.
Unser Tal entwickelt sich nicht von selbst
weiter, nein, es braucht dringend
intensive Anstrengungen! Mit dem
Naturpark werden Gelder generiert, die
für den Fortschritt des Tales dringend
nötig sind.»
«Vom Naturpark Neckertal bin ich
deshalb überzeugt, weil er unserer
Region eine Plattform für ergänzende,
wirtschaftliche Impulse bietet. Er
ermöglicht Entwicklung und verhindert
sie nicht wie immer wieder unbegründet
diskutiert wird. Lassen wir uns diese
Chance nicht entgehen.»
Dipl. Ing. Agr. ETH
Landwirt/
Disponent
Schulleiter/Lehrer
Leiter Landwirtschaftliches
Zentrum SG (LZSG)
Erster Projektleiter
für den Naturpark
Neckertal
-5-
Das Neckertal und Appenzeller
Hinterland sind finanzschwach,
Von der Idee zum Kandidat
aber reich an natürlichen und
kulturellen Schätzen. Mit einem
Regionalen Naturpark als
Förderinstrument können diese
Qualitäten genutzt und bewahrt
werden.
2010 / 2011
Im Hinblick auf die eigenen Potenziale ist seit 2010 die Idee
eines Regionalen Naturparks gewachsen und verschiedentlich diskutiert worden. Ab 2011 wurden mehrere Workshops
durchgeführt, um gemeinsam Projekte zu entwickeln, mit
welchen die Wertschöpfungsketten nachhaltig gestärkt und
die allgemeine Situation verbessert werden können.
2012
Siebzehn Projekte wurden formuliert und die weiteren Gesuchsunterlagen ausgearbeitet. Die Berghilfe sicherte finanzielle Unterstützung zu und die Bürger der beteiligten
Gemeinden bewilligten den darin vorgesehenen Gemeindebeitrag für die Errichtungsphase im Herbst 2012 (in Hemberg
im Frühjahr 2013).
2013
Damit konnte das Gesuch für die Errichtungsphase anfangs
2013 beim Bund eingereicht werden. Die Errichtungsphase
ist eine Art Probephase. In dieser Zeit können erste Projekte
angegangen und die noch nötigen Grundlagen für die Betriebsphase geschaffen werden. Dazu gehören der Parkvertrag
und der Eintrag im kantonalen Richtplan.
Im Juni kam eine Delegation des BAFU vorbei, um Fragen zu
klären und das Parkprojekt vor Ort zu betrachten. Im August
wurde das Gesuch für die Errichtungsphase 2013 - 2015 gutgeheissen. Damit wurde das Neckertal noch im August offizieller Kandidat für einen Regionalen Naturpark und ab sofort
standen Mittel für die Projektumsetzung zur Verfügung.
Bächli
Dicken
St. Peterzell
Samuel Keller
Thomas Mutti
Mägi Knaus
«Der Naturpark bietet dem Neckertal
eine Plattform, sich gemeinsam weit
herum bekannt zu machen. Ich erwarte
daraus für Gewerbe und Landwirtschaft
positive Impulse. Auch die Kurse und
Angebote des Parks sind für die einheimische Bevölkerung ein Gewinn.»
«Der Naturpark ist für das Neckertal
eine riesige Chance weil:
Stehenbleiben = Rückschritt
Rückschritt = Vergessen werden
Vergessen werden = Ohne Chance»
«Die Landwirtschaft verändert sich
nicht wegen dem Naturpark, sie ändert
sich mit der Agrarpolitik des Bundes.
Gespräche mit Landwirten aus bestehenden Naturpärken bestätigen jedoch
keine Einschränkungen diesbezüglich.
Es wäre schade, das professionelle Label
und die Bundesgelder nicht zu nutzen.»
Geschäftsleiter
Holz Keller AG
Unternehmer
Bäuerin
Präsident Verkersverein Dicken
Dipl. Arbeitspädagogin
Präsident Dickler
Gugge
-6-
In nur einem Jahr wurde viel erreicht
Seit August 2013 sind wir Kandidat für einen Regionalen Naturpark. Zwischenzeitlich
ist viel geleistet und aufgebaut worden. Die folgenden zwei Seiten bieten dazu einen
knappen Überblick.
Pilotprojekt Landschaftsqualitäts-beiträge (LQB)
Der Verein Naturpark Neckertal hat die Initiative ergriffen
und sich als Trägerschaft zur Verfügung gestellt, sodass das
St. Galler-Pilotprojekt für LQB hier angesiedelt wurde. 2014
haben sich hier knapp 60 % der Landwirtschaftsbetriebe für
die Teilnahme angemeldet.
Natur- und Landschaftseinsätze
Zusammen mit dem Landschaftskonzept Neckertal wurden
über 680 Personeneinsatztage für Firmen, Schulen oder andere Gruppen organisiert. Mehr als 200 Personen haben zur
Förderung der Vielfalt von Arten und Lebensräumen beigetragen. Sie haben hier eingekauft, gegessen, übernachtet
und manche werden als Besucher zurückkehren.
Vermarktung von Region und Angeboten
Bereits mit dem Kandidaturlabel erhielt die Region diverse
Möglichkeiten sich zu präsentieren. Dazu braucht es Bilder,
Schilder, Prospekte – alle Formen von Informationen über
die Region und ihre Angebote. All das wurde umfassend aufgearbeitet. Die Ergebnisse sind auf der Webseite vom Naturpark Neckertal ersichtlich und auch auf vielen weiteren
Webseiten oder in gedruckten Publikationen.
Info- und Wanderkarte und Postkarten
Einladend und übersichtlich zeigt die mit den Verkehrsvereinen
erarbeitete Info- und Wanderkarte auf, was der geplante
Naturpark zu bieten hat, wo man sich bewegen und wo man
übernachten oder sich verpflegen kann. Zudem stehen vier
verschieden Postkarten in Prospekthaltern gratis zur Auswahl.
Die Verteilung der Karten und Prospekte wurde organisiert.
Firmen-Mitarbeitende beim Einsatz
Kul-Tour-Weg
Der Neckertaler Höhenweg wurde ins Leben gerufen und
der Neckiweg mit kürzeren Etappen reaktiviert und mit neuen Tafeln versehen. Die Kulturwege in Mogelsberg, Oberhelfenschwil, Brunnadern, St. Peterzell, Hemberg und Dicken
wurden neu festgelegt und die rund 100 Informationstafeln
aktualisiert und instand gestellt. Zudem haben Schönengrund und Wald einen neuen Kulturweg erhalten.
Für alle diese Wege beschreiben neue Prospekte den Routenverlauf und vermitteln weitere wichtige Informationen.
Mogelsberg
Schönengrund
Brunnadern
Bruno Vogt
Egon Bleiker
Max Roth
«Einrichtungen werden geschlossen,
Arbeitsplätze verschwinden und für
unsere Jungen bleiben wenig Perspektiven. Diese Entwicklung darf so nicht
weitergehen. Mit dem Naturpark
werden nicht alle Probleme gelöst,
jedoch erhalten wir ein Instrument für
eine positive Entwicklung.»
«Ich stand dem Projekt kritisch gegenüber da ich mit dem Vorgehen seitens
des Bundes nicht einverstanden war. Die
gesprochenen Gelder sollten wir für
unsere Region jedoch unbedingt abholen. Deshalb setze ich mich heute
dafür ein und kann dabei auch aktiv
mitgestalten.»
«Der Naturpark Neckertal ist eine
Chance für die ganze Region. Für
innovative Einwohner bieten sich neue
Möglichkeiten für die Vermarktung und
Bewerbung ihres Angebots. Für Nichtinteressierte gibt es keine Nachteile und
Einschränkungen.»
Sonnenberg-Garage
Mogelsberg AG
Rentner
Landwirt
Vorstand Verkehrsverein Mogelsberg
und IG Neckertal
Tourismus
Wanderleiter IG
Neckertal
VAW-Wanderwegbeauftragter
Gemeinde
Schönengrund
-7-
Neckerthaler
Für den flexiblen Gutschein namens Neckerthaler sind 32
Angebote entstanden. Damit kann man nun ein originelles
Geschenk machen und gleichzeitig die Anbieter aus dem geplanten Naturparkperimeter unterstützen.
Förderung regionaler Produzenten
Zur Absatzsteigerung mit lokalen Produkten wurden drei
Verkaufskanäle aufgebaut. So haben mehrere Läden ein seperates Regal für regionale Produkte integriert und dabei
das Sortiment an Erzeugnissen aus dem Neckertal erweitert.
Mit einem gemeinsamen Stand sind Hersteller jede Woche
am Samstagsmarkt in Lichtensteig präsent. Und über den
Neckertaler-Onlineshop lässt sich eine grosse Auswahl an
Produkten bequem nach Hause bestellen.
Baumwipfelpfad
Das von der IG Holz Toggenburg lancierte Projekt zur Schaffung eines Baumwipfelpfades wurde vom Verein Naturpark
begleitet und die Erstellung des Businessplans wurde finanziell unterstützt. Für die Erschliessung der nötigen Finanzen
und die Realisierung des Projekts wurde nun eine Genossenschaft gegründet.
Und vieles mehr
• öffentliche Tagung mit BirdLife
• Kurzfilm mit Schweiz Tourismus
• Neuorganisation E-Bike-Vermietung
• Schaffung mehrerer Pauschalangebote unterstützt
• fünf Park-Infos, 17 Newsletter, Facebook und Veranstaltungen erarbeitet
• Sonderwoche für zwei Klassen vom OZ Necker organisiert
Umweltbildungserlebnisse
Ein Bildungsprogramm mit 45 terminierten oder permanenten • Unterkunft und Rahmenprogramm für wöchigen
Professor Ulrich Baierlipp | Studenten: Amandine Chappuis, Carmen Hayoz, Yves Wanger, Maximili
Angeboten konnte zusammengestellt und über viele KanäleWOOD + | mit
Workshop mit 90 Lehrlingen der Firma Bühler vermittelt
erfolgreich beworben werden.
• Studierendenarbeit zur konzeptionellen Erarbeitung
Energiekonzept
Im Rahmen des Naturpark-Vorhabens wurde es den zugehörigen Gemeinden möglich, in Zusammenarbeit mit dem energietal toggenburg ein Energiekonzept zu entwickeln.
Schau- und Probiernetz landwirtschaftliche
Vielfalt
11 Betriebe lassen erleben, wie Landwirtschaft, Sorten- und
Rassenerhalt und die Produktion von Lebensmitteln funktionieren. Eine separate Webseite informiert darüber, was,
wann, wie und wo erlebt werden kann.
einer naturnahen Unterkunft begleitet
• Tourismus-Schaufenster in Hemberg und Vereinslokal
vom Verkehrsverein Mogelsberg unterstützt
• Jugend mit Wirkung unterstützt
• Parkvertrag, Projekt-und Finanzplanung 2016 - 19 und
übrige Gesuchsunterlagen ausgearbeitet
• Förderverein des Naturparks Neckertal gegründet
• viermalige auf Weihnachtsmarkt-Präsenz
• Unterstützung Neckertaler Wanderprogramm
NECKER
Wald
Hemberg
Patrick Rieben
Arthur Büchler
Jakob Brunner
«Ich begrüsse, dass etwas bewegt wird und
ein Vorwärts-Drive entsteht. Eine verbesserte Infrastruktur und neue Angebote
tragen zur Standortattraktivität bei, was
für unser Unternehmen sehr bedeutend
ist. Erfolgreich wird dieses Projekt jedoch
nur wenn möglichst viele aktiv mitwirken
- dazu möchte ich ermuntern.»
«Zuerst war ich skeptisch. Inzwischen
habe ich die Vorteile erkannt und sehe
auch für die Jagd keine Schwierigkeiten.
Ich glaube, der Naturpark schafft
Arbeitsplätze und bringt Schwung ins Tal.
Das möchte ich unterstützen!»
«Ich finde, der Naturpark wäre eine
grosse Chance für das Tal. Die Möglichkeiten sind so vielfältig, dass sehr viele
davon profitieren könnten wenn sie
wollen, z.B. im Tourismus und der
Produktvermarktung. Ist das Passende
nicht dabei, kann man ein neues Projekt
mitgestalten.»
Managing Director
Mosmatic AG
Inhaber Imkereibedarf Schönengrund
Hauswart Schulhaus St.Peterzell
Landwirt
Präsident Bienenzüchterverein
Neckertal
Präsident Jagdgesellschaft
St.Peterzell
-8-
Und so könnte es weitergehen
Sollte dem Parkvertrag zugestimmt werden, so wird mit dem Gesuch für die Betriebsphase auch die Projektplanung 2016 - 19 eingereicht. Hier eine Auswahl der geplanten
Vorhaben:
Natur- & Landschaftseinsätze
Weiterhin wird die Vielfalt von Lebensräumen und Arten mit
Einsätzen gefördert. Beim Ausbau wird auf Gruppen fokussiert, die für alle Aufwände vollständig aufkommen können
(z.B. Firmen).
Regionale Produkte
Die geschaffenen Verkaufskanäle (Neckertal-Regale,
Marktstand und Onlineshop) werden ausgebaut und geeignete Produkte werden mit dem Naturpark-Label ausgezeichnet, was weitere Absatzmöglichkeiten bringt.
Naturnaher Tourismus
Mittels Vernetzung und innovativer Ideen werden Erlebnismöglichkeiten und Ausstrahlungskraft der Region gesteigert. Webseiten, Prospekte und Karten werden unterhalten
und grossräumig verteilt. Die Gäste-Auskunft wird verbessert und für Aktivitäten oder Verpflegungen wird ebenfalls
das Naturpark-Label vergeben.
Besuchermanagement
Wege und Besucherinfrastrukturen werden gepflegt. Mit
Schildern, Hinweistafeln und anderen Mitteln werden Besucher informiert und gelenkt. Sie sollen sich zurecht finden
und Wissenswertes erfahren, gleichzeitig sollen dadurch
empfindliche Räume geschont und Überbelastungen von
Wegen oder Parkplätzen vermieden werden.
Schulen wird vertieft.
Energiemanagement
Das Energiekonzept resultiert in einem Katalog an möglichen Massnahmen. Mit einer Energiekommission werden
geeignete Massnahmen ausgewählt und angegangen.
Naturparkfest
Ein jährliches Fest mit Bewohnern und Besuchern wird für
die Geselligkeit und den Austausch sowie zur Präsentation
von Produkten und Projekten stattfinden.
LQB (AP 14-17)
Der Verein Naturpark Neckertal wird weiterhin als Trägerschaft auftreten und das Projekt der Agrarpolitik 2014-17
koordinieren.
Ihre Ideen und vieles mehr
Besuchen Sie unsere Webseite oder verlangen Sie bei der
Geschäftsstelle weitere Unterlagen oder Auskünfte, um
mehr über diese und weitere geplante Projekte zu erfahren.
Vieles wird auch aufgrund von Entwicklungen und Diskussionen noch weisen müssen und von weiteren bestehenden
Ideen werden bestimmt auch noch einige realisiert werden
können. Auch Ihre Ideen, Anliegen oder Verbesserungsvorschläge sind gefragt!
Umweltbildung
Die Sammlung und Vermarktung der Bildungserlebnisse und
das Schau- und Probiernetz werden weiterentwickelt. Schulungsmaterialen (z.B. «Forscherkoffer») werden gesammelt
oder entworfen und die Zusammenarbeit mit den regionalen
Nachhaltige Regionalentwicklung ist ein ständiger Suche-, Lern- und
Anpassungsprozess. Auch Ihre Verbesserungsvorschläge sind gefragt.
Oberhelfenschwil
St. Peterzell
Ebersol
Esther Brändle
Ernst Näf
Barbara Aebli
«Durch den Naturpark sehe ich die
Gelegenheit das Neckertal und seine
schönen Wanderwege, sowie Aussichtspunkte einem breiten Publikum zu
präsentieren. Ich bin überzeugt, dass das
touristische Angebot im Neckertal durch
das Label Naturpark besser vermarktet
werden kann.»
«Mit dem Naturpark steigern wir den
Bekanntheitsgrad der Region Neckertal.
Packen wir es gemeinsam an, viel kann
nicht schief gehen, bei gleichbleibenden
Vorschriften.»
«Es hat sich bereits gezeigt: Eine gut
strukturierte Organisation «Naturpark»
gibt uns Neckertalern die Möglichkeit,
dass viele interessante Angebote miteinander vernetzt werden und wir so mit
einer gemeinsamen Idee nach aussen
treten können. Lasst uns diese Chance
nutzen!»
Wirtin
Käsermeister
Schulische
Heilpädagogin,
Restaurant
Frohe Aussicht
Primarschule
Niederwil
Dipl. Kräuterfachfrau
barbarakraut.ch
-9-
«Ich rate zu einer optimistischkritischen Einstellung, sich zu
informieren sowie zu einer
Portion Geduld.»
BLICK IN ANDERE SCHWEIZER PÄRKE
Naturpark Diemtigtal
Interview mit Landwirt Daniel Wiedmer aus dem Regionalen Naturpark Diemtigtal (BE)
Daniel Wiedmer
37, Landwirt
Milchvieh, Alpwirtschaft
25 ha
Teilnehmer beim LQB
SVP Mitglied
Regionaler Naturpark Diemtigtal
Kanton Bern
1 Gemeinde | 2140 Einwohner
135,4 km 2
Regionaler Naturpark seit 2012
Welches waren Ihre Erwartungen und Befürchtungen vor
der Parkgründung? Ich erwartete einerseits, dass das PärkeLabel ein Türöffner für regionale Produkte und den Tourismus
sein wird. Meine grösste Befürchtung war jedoch, dass mit
dem Park eine weitere «Ökologisierung» und damit Restriktionen in der Landwirtschaft folgen.
Was ist eingetroffen? Der Bekanntheitsgrad des Diemtigtals hat sich überraschend schnell gesteigert und es sind
sichtlich mehr Gäste im Tal. Unsere beiden Zimmer haben wir
diesen Sommer besser vermietet. Alle Erwartungen übertroffen hat aber die Vermarktung mit dem Park-Label. Dank
der Partnerschaft mit Coop konnte unsere Alpkorporation
den Milchpreis im Sommer für 100'000 Liter um 30 Rappen
erhöhen. Sonst hat sich für meinen Betrieb nichts geändert.
Haben sich Ihre Befürchtung wegen neuer Restriktionen
bewahrheitet? Nein, im Gegenteil. Ich habe festgestellt,
dass der Park als Verein keinerlei gesetzgeberische Möglichkeiten hat. Dennoch bevorzuge ich es selber mitzubestimmen, weshalb ich vor rund einem Jahr der Naturpark-
kommission beigetreten bin, um informiert zu sein und den
Bereich Landwirtschaft aktiv mitgestalten zu können.
Brachte der Park bisher einen spürbaren Effekt? Ja, der Naturpark wirkt bereits als wirtschaftlicher Antrieb und bringt
Aufschwung. Eine «Veredelung» der Betriebe sozusagen,
beispielsweise hat unser Landwirtschaftsbetrieb mit der
Produktvermarktung direkte Mehreinnahmen erzielt.
Wie stemmen Sie die Vermarktung mit Coop? Als einzelner
Milchbauer wäre mein Betrieb zu klein, mit der gegründeten
Alpkorporation von 10 Betrieben meistern wir es aber erfolgreich. Leider haben wir keine Käserei im Tal, sonst würde
noch mehr Wertschöpfung ins Tal fliessen.
Was ist Ihre Botschaft an die Neckertaler Bevölkerung? Ich
rate ihnen, dem Naturpark mit optimistisch-kritischen Interesse gegenüber zu stehen, Informationsveranstaltungen zu
besuchen und sich zu informieren. Und ich rate zur Geduld,
die es braucht, damit etwas entstehen und wachsen kann.
Massgeschneiderte PAsta
kreative holzarbeiten
Gemüse per velokurier
UNESCO Biosphäre Entlebuch (LU)
Naturpark Beverin (GR)
Naturpark Gantrisch (BE)
Die Idee zur Teigwarenproduktion entstand bei einer Stammtischdiskussion
über die Möglichkeiten mit den Label
«Echt Entlebuch» und «Schweizer Pärke».
Der frühere SBB-Angestellte Bruno Hafner
produziert seit 2008 mit drei Mitarbeitern
jährlich über 10t Teigwaren, auch aus lokalen Rohstoffen. Mehrere Bauern aus dem
Tal pflanzen extra für Fidirulla Roggen
und Dinkel an. www.fidirulla.ch
Die Schreinerei allesmassiv stellt ergonomisch geformte Holzliegen aus Safientaler
Lärchenholz in Handarbeit her. Diese innovative, ausziehbare Liege hat die Schreinerei zusammen mit dem Naturpark Beverin
entwickelt und sie wird von diesem nun
mitvermarktet. So wurde der «Safier Träumer» beispielsweise an der imboda Mess in
Bonaduz präsentiert.
www.allesmassiv.ch
Der Biohof Hänni aus Noflen liefert über
200 Sorten selbst angebautes Gemüse im
Abonnement per Velokurier direkt an die
Haustüre und wurde 2014 mit dem Gantrisch Innovationspreis ausgezeichnet.
Auf dem Hof wird in einem ressourcenschonenden und selbst entwickelten Anbausystem produziert, biologisch von der
Saat bis zum Endverkauf.
www.haenni-noflen.ch
- 10 -
Naturpark thal
100 000 Franken mehr Umsatz dank
Naturpark-Label
Käserei Reckenkien
Josef Fluri und Hansjörg Stoll
Fünf Käse mit Produkte-Label u.a.
erhältlich in 70 Coop-Filialen der
Foto: Naturpark Thal
Nordwestschweiz
Regionaler Naturpark Thal
Kanton Solothurn
9 Gemeinden | 14‘400 Einwohner
139 km 2
Regionaler Naturpark seit 2010
Seit Dezember 2009 sind fünf Käsesorten aus der Käserei
Reckenkien mit dem Produkte-Label des Naturparks Thal
ausgezeichnet. Käser Hansjörg Stoll zieht eine positive Bilanz. Das Label war ein Türöffner in verschiedene Absatzkanäle.
«Die Milch stammt aus einem Umkreis von zweieinhalb Kilometern», sagt Käser Hansjörg Stoll. «Dank dem Label wurde
Coop auf uns aufmerksam», so Stoll. Generell würden Grossverteiler die Nähe zu den Regionen suchen.
«Seit wir unseren Käse über «so natürlich» im Gäu und
Baselland, sowie in den Dorfläden im Thal und zusätzlich im
Coop verkaufen, machen wir pro Jahr 100 000 Franken mehr
Umsatz», sagt Hansjörg Stoll.
Quelle: Infoblatt 2013 Naturpark Thal
Josef Fluri und Hansjörg Stoll, im Hintergrund die Passwang-Mutschli.
unESCO biosphäre entlebuch
UNESCO Biosphäre Entlebuch
Kanton Luzern
7 Gemeinden | 17‘000 Einwohner
394 km 2
Regionaler Naturpark seit 2008
Plötzlich wird das Moor zum spielerischen Chemielabor: In
Reagenzgläsern werden Cocktails geschüttelt, Essenzen gemischt und Erdproben auf ihren Säuregehalt getestet. Ganz
so wie in der Chemiestunde, aber nicht inmitten gekachelter
Wände und blitzender Stahltische, sondern draussen in der
Natur, dem grössten Schulzimmer der Welt. Das macht
Spass! Dass viele Kinder heutzutage mehr Zeit vor dem Computer oder mit dem Smartphone verbringen als in der Natur,
ist eine Tatsache. Der regionale Naturpark UNESCO Biosphäre Entlebuch hat deshalb als erster in Europa die Themen Nachhaltigkeit, Zukunft und Verantwortung fix in den
Lehrplan, im Projekt «Äntlibuecher Schuelschätz» (www.
schuelschaetz.ch) integriert. Das Vorzeigeprojekt kommt
aber nicht nur einheimischen Kindern zu Gute. In der «Biosphärenschule» verbringen Schulkinder und Lernende eine
stufengerechte Erlebnisschule (Projektwoche, spannende
Exkursionstage oder eine Schulreise) zu Umwelt, Gesellschaft und Wirtschaft, den drei Themenbereichen der nachhaltigen Entwicklung mit Übernachtung auf dem Bauernhof.
Foto: UNESCO Biosphäre Entlebuch
Mit Sensibilisierung zur Nachhaltigkeit
Für Erwachsene bietet die «Biosphärenakademie» ein interessantes Freizeitangebot für Gäste und Einheimische mit
Kursen und Exkursionen (www.biosphaerenakademie.ch).
«Das Interesse an uns steigt»
«Es liegt nun an uns, mehr zu sein als eine randregion»
Landschaftspark Binntal (VS)
Naturpark Gantrisch (BE)
«Das Binntal hat eine ruhige Seele. Es bietet Geborgenheit, ohne ein
Ballenberg zu sein. Es ist ein Stück lebendige Heimat, denn hier
leben viele Familien. [...] Mit der aufkommenden Mobilität ist natürlich auch die Gefahr gestiegen, dass sich die Menschen auseinanderleben. Deshalb braucht eine Talgemeinschaft wie die unsere
ein Projekt, das sich mit der Zukunft beschäftigt. Genauso ein Projekt ist der Landschaftspark Binntal.»
«1995 brüteten wir in einer Arbeitsgruppe nächtelang über der Frage, wie wir aus der Abwärtsspirale einer Randregion zwischen den
Städten Bern, Thun und Freiburg herausfinden könnten. Viele
wanderten ab oder pendeln zur Arbeit in die Städte. [...] Heute haben wir nicht nur einen Namen - Naturpark Gantrisch -, sondern
auch mehr und mehr Menschen in der Region, die verstanden haben, dass wir selbst die Akteure sind. Das Umdenken kam nicht
über Nacht. Es brauchte die Überzeugungsarbeit einer wachsenden Schar von Menschen, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollten. [...]»
Ursula Hilfiker,
Familienfrau
Kathrin Streit, Bäuerin
Quelle: Aufgezeichnet
von Urs Fitze,
www.umweltschweiz.ch/magazin
2011-1-06
Quelle: Aufgezeichnet
von Martin Arnold,
www.umweltschweiz/magazin
2011-1-03
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Erweiterter Vorstand Verein
Naturpark Neckertal (v.l.n.r.):
Thomas Bösch, Max Roth,
Christof Gantner, Jerry Holenstein,
Patrick Hartmann, Toni Hässig,
Hedi Knaus, Dominik Siegrist,
Walter Fischbacher, Kilian Looser,
Vreni Wild (Präsidentin),
Ulf Zimmermann, Daniel Koller
(nicht auf Bild: Guido Ackermann,
Armin Raschle, Andres Scholl)
und was wir noch sagen wollten
Seit Jahrzehnten wird die Entwicklung der Gemeinden in unserer Region am Bevölkerungszuwachs gemessen. Dies bedeutete, dass immer neues Bauland ausgeschieden werden
musste, um den sich leerenden Gebäuden in den Dorfzentren und auf den Bauernhöfen attraktive Wohnmöglichkeiten entgegenzustellen. Das Raumplanungsgesetz und
auch die Zweitwohnungsinitiative setzten hier neu klare
Grenzen. Auch die Landwirte wollen kein weiteres Kulturland mehr verlieren. Wie soll sich denn nun eine Region wie
die unsere noch entwickeln?
Der Bund stellt in Aussicht, genehmigte Agglomerationsprogramme mitzufinanzieren. Während im Kanton St.Gallen fünf
Programme (St. Gallen / Arbon-Rorschach, Obersee Raum
oberes Zürichseebecken, Wil, Rheintal Raum HeerbruggAltstätten-Dornbirn, Werdenberg-Liechtenstein) genehmigt und mitfinanziert werden, fehlt für den ländlichen Raum
ein entsprechendes Programm. Das Instrument Naturpark,
oder eben das «Agglomerationsprogramm für den ländlichen
Raum» stellt sicher, dass entsprechende finanzielle Mittel
von Bund und Kanton auch in den ländlichen Raum fliessen
können.
Wir möchten mit dem arbeiten und auf das stolz sein, was
wir haben. Wir möchten nicht andere kopieren, sondern un-
seren eigenen Weg gehen. Wir möchten den Leuten zeigen,
wer wir sind und was wir bieten können. Die Region bietet
schöne Naturerlebnisse, Erholung, gute Produkte, solides
Handwerk und freundliche Menschen. Dies bringt einerseits
Besucher und Konsumenten in die Region, die vielleicht
letztlich auch mal hier wohnen möchten und andererseits
können Ansässige, die Ideen haben und etwas in Angriff
nehmen wollen, von Gästen und Aktionen profitieren. Natürlich profitieren auch alle Einwohnerinnen und Einwohner,
indem vielleicht ein Restaurant oder ein Dorfladen mehr Umsatz macht und dadurch erhalten werden kann oder indem
es in allen Gemeinden neue Aktivitäten gibt.
Dafür steht der Naturpark – dafür lohnt es
sich Ja zu sagen am 30. November.
Geben Sie der Region zehn Jahre Zeit, sich zu entwickeln
und vom und mit dem Naturpark zu profitieren. Es sind sicher
keine verlorenen Jahre – im Gegenteil – es wäre ein mutiger
Schritt in eine gemeinsame Zukunft, die wir selbst mitgestalten können.
Vereinsvorstand
Regierungsrat appenzell ausserrhoden
Regierungsrat St. gallen
Jakob Brunnschweiler
Benedikt Würth
«Eine vielfältige Kulturlandschaft mit der ausgeprägten Streusiedlungsstruktur gehört zur Stärke
unserer Region. Der Kanton Appenzell Ausserrhoden begrüsst das Engagement der Region Neckertal, der Gemeinde Schönengrund sowie Urnäsch,
die Wertschöpfung im ländlichen Raum zu
verbessern.»
«Ein wesentliches Element unserer Standortförderung ist, dass die Regionen auf ihren Stärken
aufbauen und diese weiterentwickeln. Das
Neckertal ist reich an hervorragenden Naturwerten. Der Naturpark Neckertal fördert diese und
ist darum nicht nur unter dem Aspekt Naturschutz, sondern auch für die Regionalentwicklung
von grundlegender Bedeutung. Ich danke allen
Beteiligten für das bisher
geleistete, grosse Engagement.»
Vorsteher Departement
Bau und Umwelt
Appenzell Ausserrhoden
Veranstaltungshinweis
Podiumsdiskussion zur
Abstimmung:
Do, 30.10.14 um 20.15 Uhr,
MZH St. Peterzell
Weitere Informationen
Naturpark Neckertal
www.naturpark-neckertal.ch
Bundesamt für Umwelt BAFU
Thema Pärke von nationaler
Bedeutung
www.bafu.admin.ch/paerke
Netzwerk Schweizer Pärke
www.paerke.ch
Herausgeber:
Verein Naturpark Neckertal |
Dorfstrasse 2 | CH-9125 Brunnadern
Tel. 071 377 10 71 |
info@naturpark-neckertal.ch
Redaktion: Adrian Steiner |
Franziska Gysel
Gestaltung: Alder Grafik Design,
Brunnadern
Druckversion in alle Haushalte im
Perimeter | Als PDF auf
www.naturpark-neckertal.ch
Vorsteher Volkswirtschaftsdepartement
St.Gallen
Mit Unterstützung von:
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Kunst und Fotos
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