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Da fehlt doch was!

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Da fehlt doch was!
Wo ist die Karosserie? Kein Platz, weder für einen Fahrer noch für
sonstigen Schnickschnack - ganz technisch tritt der neue Slim Dart
auf, keine Scheu vor neugierigen Blicken.
Übersichtlicher Lieferumfang, Antriebsakku (7,2 V)
und Ladegerät müssen separat bestellt werden
Lieferumfang
Der komplett neu konstruierte Buggy wird
fahrfertig montiert geliefert. Im Lieferumfang enthalten sind der GT2-Sender, ein
Antennenröhrchen, Bindstecker und die
Anleitungen für Anlage und Fahrzeug.
Weiterhin haben sich zwei QuerlenkerZugstreben in den Karton verirrt, die keinerlei Verwendung finden.
Das Fahrzeug
Slim steht für schlank und Dart heißt
Pfeil. Passender kann man solch eine
Konstruktion nicht bezeichnen. Slim
Dart, der schlanke Pfeil. Im Abstand von
nur 22 mm sind die beiden senkrechten
Chassisplatten aus gestanztem 2-mmAlublech aufgebaut. Der Abstand ist so
gewählt, dass die beiden identischen Differenziale dazwischen Platz haben. Vier
verschraubte Alu-Abstandshalter und die
2-mm-Grundplatte, die mit den Differenzialen und Kunststoffhaltern verbunden ist,
sorgen für eine verwindungssteife Verbin-
dung. Damit der Slim Dart wie ein Buggy
aussieht, wurden ihm ein Überrollkäfig
aus lackierten 6-mm-Alu-Rundstäben und
ein kleines Dach spendiert. Verkleidet ist
sonst nichts, die komplette Technik ist „offensichtlich“. Die rechte Alu-Seite ist für
das Lenkservo und den Bürstenmotor ausgespart. Regler und Fahrakku sind außen
gegenüberliegend an den Chassisplatten
befestigt. Der kleine Empfänger ist auf einem Kunststoffträger mittig zwischen den
Seitenteilen festgeklebt. Alles liegt sehr
dicht an der Längsachse und sorgt so
für eine ausgeglichene Balance. Die AluGewinde-Stoßdämpfer sind neuerdings
liegend an den oberen Querlenkern angebracht und mit den Differenzialgetrieben
verschraubt. Die sonst üblichen Dämpferbrücken sind mit dieser Auslegung nicht
mehr nötig, der Aufbau konnte flacher
gestaltet werden. Die unteren Querlenker
sind mit gesteckten Gewindeschrauben
in Alu-Zugstreben gelagert. Oben verbindet ein Gelenk an den Differenzialgehäu-
Die oberen Querlenker und die flach liegenden
Alu-Öldruckstoßdämpfer sind am Getriebegehäuse
befestigt
Der Schraubensicherungslack sorgt dauerhaft für
feste Verbindungen. CVD-Kardan für reibungsarme
Kraftübertragung
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Rechts-/Links-Gewinde für eine saubere Spur. Es geht
eng zu, aber für den Servosaver ist genügend Platz
Der Kunststoff-Felgenmitnehmer (12 mm) kann alle
1:10-Buggy-Reifen aufnehmen
Der Motor hat keine thermische Anbindung an
das Alu-Chassis. Das Primärgetriebe verfügt über
Stahlzahnräder
sen die Querlenker. Hat man hier Bruch,
muss das Getriebegehäuse getauscht
werden, was schnell erledigt ist. Durch
die Auslegung der oberen Querlenker
ohne Gewindestange ist der Radsturz vorn
und hinten fest vorgegeben. Die KurvenSeitenstabilität kann also nicht an den
Streckenverlauf angepasst werden. Die
Spur kann wie üblich vorne mit Rechts-/
Links-Gewindestangen eingestellt werden,
hinten ist dies jedoch fest vorgegeben.
Die Lenkung besitzt einen Servosaver
und hat an den einfachen Drehgelenken
(Schraube in Alu-Loch) relativ viel Spiel.
Die zentrale, massive Metall-Kardanwelle
liegt gut geschützt im Inneren der Chassisplatten. Vorn arbeiten CVD-Gelenke und
sorgen auch bei größerem Lenkeinschlag
für reibungsarme Kraftübertragung. Die
vorderen Alu-Achsschenkel hängen an
jeweils zwei Kugelgelenken an den Querlenkern und führen die Halbachsen in Kugellagern. Diese Auslegung macht einen
soliden, spielfreien Eindruck. Der Standard-Bürstenmotor mit innen liegendem
Lüfterrad ist an einem Kunststoffhalter
verschraubt. Eine thermische Anbindung
zum Alu-Chassis gibt es nicht. Die offen
liegende Stahl-Primäruntersetzung kann
durch Verwendung größerer Motorritzel
(Original 22 Zähne) verlängert werden.
Ob der Motor die erforderliche Leistung
zur Verfügung stellen kann, muss jedoch
bezweifelt werden. Dass Staub im Getriebe übermäßigen Verschleiß verursacht, ist
allgemein bekannt. Nur ein geschlossenes
Gehäuse würde hier wirkungsvoll schützen. Das Felgendesign ist an den Carbon
Fighter (1:10) angelehnt, mit Aluring und
High-Grip-Reifen für Straße und Offroad.
Tuning
Um diesen Einsteiger Buggy mehr Feuer zu
machen, kann der Original-Motor durch
einen leistungsfähigeren Brushless-Motor
ausgetauscht werden. Das Conrad-Electronic-Lieferprogramm bietet da eine reichliche Auswahl. Die verstärkte Kardanwelle,
die Stahlgetriebe (Primär und Differenzial)
und das komplett aus Alu gefertigte Chassis sind wie dafür gemacht.
Fernsteueranlage
Die GT2-Fernsteueranlage arbeitet mit
2,4 GHz, wird von acht Mignonzellen
betrieben und hat wenige, aber ausreichende Einstellmöglichkeiten wie Reverse, Trimm und Dualrate. Auch Einsteiger
kommen mit der Bedienung schnell zurecht. Mit einem optional erhältlichen Anschlusskabel kann der Sender für Simulationsprogramme zum Einsatz kommen.
Dank des 2,4-GHz-Übertragungssystems
ist das gleichzeitige Fahren mit mehreren
Modellen kein Problem.
Fahrerprobung
Der Buggy mit den vier angetriebenen
Rädern zeigt keinerlei Unarten. Zügig beschleunigt er auf seine Endgeschwindig23
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actuell clubmagazin
Auf Rädern
1:10 Elektro Buggy Slim Dart 4WD
Der Überrollkäfig ist aus massiven, lackierten Alustäben gebogen und verschraubt
Die senkrechten Aluplatten sind auf der Unterseite
geschlossen. Ein verwindungssteifer „Kasten“
Der Rammschutz sichert die Wellen der unteren
Querlenker. Differenzial und Rammschutz sind vorn
und hinten identisch
Kein Kabelsalat: Alles ist mit Kabelbindern gesichert.
Das kleine Aludach ist mit den Überrollbügeln
verschraubt
Auch hinten einstellbare Alu-Öldruckstoßdämpfer.
Sie wirken auf den oberen Querlenker
Versenkte Schrauben in der unteren Chassisplatte
sorgen für hindernisfreies Geländevergnügen
zuverlässig, halten die High-Grip-Reifen
immer auf dem Boden und sind im Buggy-Lager ein Novum. Einstellungen am
Fahrwerk sind nur beschränkt möglich
(Federvorspannung, Spur vorne), aber die
Grundeinstellung ist für flotte Geländeausflüge ausreichend gut gewählt. Das offen
liegende Primärgetriebe ist mit Stahlzahnrädern ausgeführt, nur selten verklemmen
sich Sandkörner, die ohne Beschädigung
der Zähne wieder entfernt werden können.
das Chassis sind hochbelastbar. Die Einstellmöglichkeiten des Fahrwerks sind
begrenzt, aber mit der geometrischen Auslegung zieht der Slim Dart sauber seine
Runden, ohne Zicken oder Ausbrechen.
Bei einem Frontcrash besteht die Gefahr,
dass das Gehäuse des Differenzialgetriebes getauscht werden muss. Die Fahrleistung ist für Einsteiger ausreichend gut,
er beschleunigt zügig, und bei lockerem
Untergrund lässt es sich perfekt driften.
Optisch ist der Slim Dart ein Leckerbissen.
Georg Nehm
Technische Daten
Maßstab 1:10, Abm. (L x B x H) 400 x 245 x 160 mm,
EP 4WD, RtR, 2,4-GHz-Fernsteueranlage
GT-2, Chassis SD, Radstand 262 mm, Reifen-Ø
85 mm, Reifenbreite 40 mm, Bodenfreiheit
35 mm, Spurbreite (v/h) 203/207 mm, Gewicht
(ohne Akku) ca. 1.465 g, 540er Bürstenmotor,
Kardanwelle, max. Geschwindigkeit (gemessen)
28 km/h
keit von 28 km/h. Dies wurde mit einem
großen LiPo-Pack und dem Nachlaufrad
gemessen. Da der Regler für ein 7,2-VoltNiMH-Racing-Pack ausgelegt ist und keine
Unterspannungserkennung/Abschaltung
hat, sollten LiPos nur mit entsprechender
Schutzschaltung zum Einsatz kommen.
Die flach liegenden Federbeine arbeiten
Fazit
Einsteiger werden mit dem Slim Dart
ihre Freude haben. Er ist komplett aus
Alu gefertigt, leicht, wendig, robust und
ausbaufähig. Die neue Konstruktion zeigt
pure Buggytechnik, nichts ist verkleidet
oder versteckt. Der Antriebsstrang und
Conrad Electronic
1:10 Elektro Buggy Slim Dart 4WD
mit Kardanwelle SD RtR 2,4 GHz
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