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Allergien und was man dagegen tun kann

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Allergien und was man
dagegen tun kann
Gut beraten – Info-Kompass für Allergiker
Inhalt
Ein Wort vorweg
03
Wie entsteht eine Allergie?
04
Die Symptome
07
Welche Organe können betroffen sein?
10
Spezifische Krankheitsbilder
14
Was kann Allergien auslösen?
20
Stress, der unterschätzte Faktor
24
Was fördert die Entstehung von Allergien?
28
Testverfahren zur Erkennung von allergischen Erkrankungen
32
Tipps, die den Alltag leichter machen
33
Blühkalender für Allergiker
36
Tipps zur Vorbeugung
38
Behandlungsmöglichkeiten von Allergien
42
Allergien bei Kindern
46
Bücherliste
52
Adressen
54
Impressum
55
Ein Wort vorweg
Ein Wort vorweg
Immer mehr Menschen leiden an Allergien. Der eine
beginnt zu niesen, sobald im Frühjahr die ersten Pollen durch die Luft fliegen. Ein anderer kämpft mit
Asthma, wenn er Sonnenblumenkerne gegessen hat.
Ein Dritter bekommt einen Hautausschlag, wenn er
einen Pullover aus einem bestimmten Stoff trägt.
Wissenschaftler bestätigen: Die Anzahl der Allergene
steigt. Mehr Chemikalien gelangen in die Umwelt.
Die Konzentration an Schadstoffen in der Luft nimmt
weiter zu. Und, und, und …
Wenn Sie tiefer in das Thema einsteigen wollen, erleichtern Ihnen unsere Buchtipps den Zugang zu weiteren Informationen. Am Ende des Ratgebers finden Sie
wichtige Adressen von Organisationen und Selbsthilfegruppen, die Ihnen weiterhelfen können.
Beachten Sie bitte: Suchen Sie bei einer ernsthaften Erkrankung umgehend einen
Arzt auf.
Unsere Broschüre bietet Ihnen zahlreiche Informationen, Tipps und Hinweise zum Thema Allergien.
Zum Beispiel: Welche allergischen Reaktionen gibt
es? Welche Testverfahren sind möglich? Was kann
Allergien auslösen oder ihre Entstehung fördern?
Welche Organe können erkranken? Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es? Und vieles mehr.
Wir wünschen Ihnen gute Gesundheit.
Natürlich stehen wir Ihnen auch als kompetenter Partner für die finanzielle Absicherung bei Krankheit gern zur Seite. Informieren Sie sich näher bei Ihrem Zurich
Versicherungsfachmann. Er berät Sie gern individuell und ausführlich.
Ihre Zurich
3
Wie entsteht eine
Allergie?
Der Begriff „Allergie“ entstammt dem Griechischen und bedeutet „Fremdreaktion“. Es handelt sich um eine
unerwünscht heftige Abwehrreaktion unseres Immunsystems auf normalerweise harmlose Umweltstoffe. Die
betreffenden Stoffe sind die Allergene. Auf diese reagiert die körpereigene Abwehr mit der Bildung von Antikörpern und Entzündungssymptomen wie Juckreiz, gerötete Augen oder Quaddeln auf der Haut. Diese
Reaktionen sind eigentlich „verrückt“, denn die Allergene sind harmlose, oft sogar nützliche oder lebensnotwendige Stoffe. Der Körper irrt sich bei deren Einschätzung.
Grundsätzlich können alle uns umgebenden Stoffe zu Allergenen werden. Ein normal funktionierendes Abwehrsystem reagiert nicht derart übertrieben. Abwehrreaktionen verlaufen in der Regel weitgehend unauffällig und
unbemerkt.
Nicht jede landläufig als Allergie bezeichnete Reaktion ist eine „echte“ Allergie. Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten etwa ist das Immunsystem nicht beteiligt. Der Körper reagiert auf bestimmte Nahrungsmittel mit
Durchfall oder Blähungen, weil z. B. ein bestimmtes Verdauungsenzym fehlt oder der Stoff nicht vertragen wird.
Egal, ob „echte“ Allergie oder Unverträglichkeit – die Reaktionen mindern die Lebensqualität der Betroffenen
erheblich. In manchen Fällen sind sie sogar lebensbedrohlich.
Entstehungsfaktoren
Die Faktoren, welche die Entstehung einer Allergie begünstigen können, sind vielfältig. Zu ihnen gehören
Vererbung
Ernährung
Stoffwechsel
Psyche
Vererbung
Die Forschung kennt mittlerweile mehr als 50 verschiedene Gene, die den Ausbruch einer Allergie begünstigen.
Sie erhöhen unter anderem die Reaktionsbereitschaft des Immunsystems auf Allergene. So kann z. B. eine
Schutzimpfung eine Allergie auslösen.
Ernährung
Eine Unterversorgung mit lebensnotwendigen Vitaminen und Spurenelementen schwächt den Organismus.
Zusätze wie Farb- und Konservierungsstoffe belasten diesen zusätzlich, genauso natürliche Stoffe wie z. B.
Histamin in Fisch oder Tyramin in Käse und Wein.
Stoffwechsel
Verdauungsapparat und Hautoberfläche sind natürliche Schutzbarrieren. Ist die Darmflora durch Pilzbefall oder
durch den Einsatz von Antibiotika im Ungleichgewicht, schwächt dies die Schutzfunktion. Auch der übertriebene Einsatz von „Hautpflegemitteln“ schadet dem Körper mehr, als er nützt.
Psyche
Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, dass Stress das Immunsystem stark belastet. Die Wahrscheinlichkeit einer allergischen Reaktion steigt demnach mit dem Stressfaktor.
Das Immunsystem
Unsere Umwelt ist voller Fremdkörper, die für unseren Körper teilweise lebensbedrohlich werden können. Das
Immunsystem hat die Aufgabe, diese Fremdkörper abzuwehren und zu vernichten. Dies sind Bakterien, Viren,
Pilze und Parasiten (Antigene). Außerdem vernichtet es körpereigene Zellen, die es als fehlerhaft einstuft.
Die erste Barriere ist physikalisch-chemischer Natur. So wird das „eigentliche“ Immunsystem geschont.
Dazu gehören
Hornhaut,
Salzsäure im Magen,
Bakterien hemmende Substanzen im Speichel und in der Bauchspeicheldrüse,
Schleimhäute und ihre Sekrete in Mund-, Nasen- und Rachenraum sowie im Darm.
Gelingt es einem Erreger, diese Schranken zu überwinden, kommt das eigentliche Immunsystem ins Spiel. Sogenannte Fresszellen gehören der unspezifischen Immunabwehr an. Sie patrouillieren im Blut und fressen
Eindringlinge auf. Die spezifische Immunabwehr ist in der Lage, sich an frühere Begegnungen mit Fremdkörpern
zu erinnern. Sie kann eine Abwehr deshalb schneller und effektiver einleiten. Die Lymphozyten produzieren
dazu Antikörper (Immunglobuline). Sie docken an die Eindringlinge an und machen sie unschädlich.
Immun ist der Körper, wenn er Antikörper gegen ein Antigen gebildet hat und beim nächsten Kontakt sofort
reagieren kann. Diese Abwehrmechanismen verlaufen in der Regel völlig unbemerkt. Bei Schutzimpfungen wird
dieser Effekt gezielt zur Immunisierung genutzt.
Was geschieht bei einer allergischen Reaktion?
Allergene wie z. B. Pollen oder Pilzsporen dringen über die Atemwege und die
Schleimhäute in den Körper ein. Nahrungsmittelallergene nehmen den Weg über
den Magen-Darm-Trakt. Allergene in Textilien, Kosmetika und Schmuck verbinden
sich meist über die Haut mit körpereigenen Eiweißstoffen und führen zu Kontaktallergien.
Der erste Kontakt mit einer allergieauslösenden Substanz hat noch keine allergische
Reaktion zur Folge. Der Körper bereitet sich jedoch darauf vor, beim nächsten
Kontakt abwehrend zu reagieren. Er produziert dazu übermäßig viele Antikörper.
Diese Immunglobuline führen dann nicht etwa zu einer Unempfindlichkeit, sondern
vielmehr zu einer Überempfindlichkeit (Sensibilisierung) gegenüber dem Allergen.
Die an sich harmlose Substanz wird bei jedem neuen Kontakt von einer wahren
Flut von Antikörpern angefallen und vernichtet.
Bei akuten allergischen Reaktionen spielt das Immunglobulin E (IgE) die wichtigste
Rolle. Es kommt aus dem Lymphgewebe der Atemwege und des Magen-DarmKanals. Über die Blutbahn erreicht es die Mastzellen im Bindegewebe der Haut,
Schleimhäute und verschiedene Organe. Die Mastzellen wiederum sind gefüllt mit
Botenstoffen (Mediatoren). Der bekannteste Botenstoff ist das Histamin. Eine übermäßige Histaminbildung bewirkt, dass
Schleimhäute anschwellen und vermehrt Flüssigkeit oder Schleim produzieren.
Dies führt zu Entzündungsreaktionen wie Juckreiz und Schwellung in Nase, Augen und Mund.
sich die glatte Muskulatur zusammenzieht. Dies führt zu Bronchialkrämpfen
und Atemnot.
sich auf der Haut juckende Quaddeln und Rötungen bilden.
der Magen verstärkt Magensäure produziert.
im Darm Durchfälle und Krämpfe ausgelöst werden.
der gefürchtete anaphylaktische Schock ausgelöst wird.
Der Vererbungsfaktor
Allergische Reaktionen wie allergischer Schnupfen, Asthma, Neurodermitis und
Nahrungsmittelallergien beruhen zu einem großen Teil auf erblicher Veranlagung.
Studien zeigen, dass Kinder, deren Eltern oder Geschwister an solchen Allergien
leiden, ein erhöhtes Erkrankungsrisiko haben. Diese Bereitschaft, eine Überempfindlichkeit zu entwickeln, nennt man Atopie. Der Begriff kommt aus dem
Griechischen und bedeutet so viel wie „versetzt, ungewöhnlich“. Im Blut von Atopikern lassen sich erhöhte Spiegel von Immunglobulin E (IgE) nachweisen. Die
meisten leiden in der Kindheit unter Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Neurodermitis. Man kann aber nicht grundsätzlich sagen, dass Atopiker im Laufe ihres
Lebens eine Allergie ausbilden werden. Außerdem gibt es Menschen mit niedrigen
IgE-Werten, die dennoch eine Allergie bekommen.
Die häufigsten allergischen Reaktionen
Erweiterung der kleinen Blutgefäße
Dies kann zu Hautausschlägen mit Rötungen und Bläschenbildung, zu einer verstopften Nase und Kopfschmerzen führen.
Verkrampfung der glatten Muskulatur
Es kommt zur Verengung der Atemwege oder zu Darmkrämpfen.
Die Symptome
Vermehrte Sekretabsonderung
Dies führt zu Schnupfen, Bindehautentzündung, Bronchitis und Ohrenschmerzen.
Ist der Organismus einmal auf ein Allergen empfindlich geworden, reagiert das Abwehrsystem bei jedem erneuten Kontakt mit den entsprechenden Krankheitserscheinungen. Es genügen bereits geringe Mengen des
Allergens.
Allergische Reaktionstypen
Die Medizin teilt Allergien in vier verschiedene Typen ein.
Typ I = Die allergische Sofortreaktion
Dies sind die Reaktionen, die als Allergie wahrgenommen werden, z. B. Nasenlaufen, Augentränen, Hustenreiz,
Hautjucken etc. Sie dienen alle dem Ziel, die Allergene so schnell wie möglich aus dem Körper zu entfernen.
Die allergische Sofortreaktion tritt wenige Sekunden bis Minuten nach einem Kontakt mit dem Allergen auf.
Typ II = Zytotoxische Immunreaktion
Zytotoxisch bedeutet „zellschädigend, giftig“. Eigene Körperzellen wie rote oder weiße Blutkörperchen oder
Blutplättchen werden geschädigt. Zu den Typ-II-Allergien gehören z. B. Blutbildveränderungen nach längerer
Einnahme von Medikamenten. Die Reaktionszeit beträgt Stunden bis Tage.
Typ III = Immunkomplexe Reaktion (Arthus-Typ)
Diese Reaktionen im Abwehrsystem laufen meist sechs bis acht Stunden nach dem Allergenkontakt ab. Es
kommt zu Schwellungen, Entzündungen und Gewebezerstörungen. Typisch dafür sind Allergien gegen Nahrungsmittel, Medikamente und Chemikalien.
Typ IV = Zelluläre Allergie (Spät-Typ)
Die zelluläre Immunabwehr ist eine wichtige Maßnahme des Körpers gegen Viren und andere Erreger, die sich
innerhalb der Körperzellen vermehren. Bei Allergien dieses Typs werden Körperzellen wie virusinfizierte Zellen
vom Abwehrsystem angegriffen, weil Chemikalien diese in ihrer Oberfläche verändert haben. Beispiele sind
Kontaktallergien durch Modeschmuck, Kosmetika, Desinfektionsmittel etc. Die Reaktionszeit beträgt 24 bis 72
Stunden.
8
Die Symptome
Anaphylaktischer Schock
Wichtiger Hinweis:
Die Einteilung der Allergien in vier verschiedene Typen dient zum besseren
Verständnis der Reaktionen im Körper. In der Praxis kommen die unterschiedlichen Allergie-Typen meist in gemischter Form vor.
Der anaphylaktische Schock ist die gefährlichste allergische Sofortreaktion. Fast jeder kennt Geschichten, in welchen Menschen nach einem Bienenstich oder nach
dem Genuss von Erdnüssen gestorben sind. Die lebensbedrohliche Form ist allerdings sehr selten – aber es gibt sie. Anaphylaxie bedeutet so viel wie „Schutzlosigkeit“. Die starke Histaminausschüttung bewirkt:
Eine Erweiterung der Blutgefäße. Es kommt zu einer verstärkten Einlagerung
von Flüssigkeit im Gewebe.
Eine verstärkte Schleimbildung in den Atemwegen. Ödeme drohen.
Verkrampfungen im Magen-Darm-Trakt und der Atemwege. Es kommt zu
Durchfall und Atemnot.
Eine Unterversorgung des Organismus mit Blut. Es kommt zum Blutdruckabfall.
Mögliche Folgen sind Kreislaufkollaps und Atemstillstand.
Pseudoallergische Reaktionen
Pseudoallergien sind „allergieähnliche“ Reaktionen. Die Symptome sind meist
identisch. Die auslösenden Mechanismen verlaufen allerdings anders. Eine Pseudoallergie lässt sich schwer von einer „echten“ Allergie unterscheiden. Häufige
Pseudoallergien sind:
Nesselsucht
Angioödeme
Arzneimittelunverträglichkeiten
Die Beschwerden werden durch bestimmte Substanzen ausgelöst. Typisch dafür
sind natürliche Aromastoffe und natürliche Konservierungsstoffe sowie eine Reihe
von Arzneimitteln. Der Unterschied liegt darin, dass das Immunsystem bei Pseudoallergien nicht beteiligt ist. Sie lassen sich nicht durch Haut- oder Bluttests nachweisen. Eine Hyposensibilisierung macht bei Pseudoallergien keinen Sinn. Die
wichtigsten symptomatischen Unterschiede sind:
Anzeichen für einen anaphylaktischen Schock können sein:
Zungenbrennen
Juckreiz in Mund und am Gaumen, an Handtellern und Fußsohlen
Hautrötungen
Nesselausschlag und/oder Angioödem
Fahle Blässe und blaue Lippen
Keine erhöhten IgE-Werte
Beschleunigter Herzschlag
Keine vorhergehende Sensibilisierungsphase, die Substanz wirkt unmittelbar
beim ersten Kontakt
Schwäche
Starke Angstgefühle
Auftreten und Symptomstärke hängen von der Menge und der Konzentration
des Auslösers ab
Blutdruckabfall
Übelkeit und Erbrechen
Kreislaufkollaps
Bewusstlosigkeit
Urin- oder Stuhlabgang
Wichtiger Hinweis:
Ein anaphylaktischer Schock erfordert eine sofortige ärztliche Behandlung. Je
früher eine allergische Reaktion einsetzt, umso heftiger ist in der Regel ihr
Verlauf.
Klinische Reaktionsbilder
Man kann Allergien auch nach den klinischen Reaktionsbildern der auslösenden
Allergene einteilen.
Inhalations-Allergene
Sie führen zu Reaktionen an den Schleimhäuten der Atemwege.
Auslöser: Pollen, Schimmelpilze, Tierhaare, Hautschuppen, Federn, Baumwolle,
Getreide, Mehl, Hausstaub, Rauch, Chemikalien.
Nahrungsmittel-Allergene
Sie reagieren im Verdauungstrakt.
Auslöser: Milch und Milchprodukte, Eiereiweiß, Fisch- und Krebsfleisch, Hülsenfrüchte, Obst, Honig, Medikamente.
Kontakt-Allergene
Sie berühren die Haut oder die Haut-Schleimhautgrenze.
Auslöser: Pelze, Seide, Leder, Wolle, Wiesenpflanzen, Primeln, Blumenzwiebeln,
Apfelsinen- und Zitronenschalen, Haarfärbemittel, Kosmetika, nickelhaltiger
Schmuck, Teer und Teerprodukte, Terpentin, Chromverbindungen, Formalin, Medikamente, Quecksilber, Desinfektionsmittel.
Arzneimittel-Allergene
Sie reagieren an den Zellen der inneren Organe.
Auslöser: Impfstoffe, Penizillin, Antibiotika und andere Arzneimittel.
Invasions-Allergene
Sie gelangen in die Blut- und Lymphbahnen.
Auslöser: Darmwürmer, Bakterien, Viren, Operationsimplantate.
Obere Atemwege
Welche Organe
können betroffen
sein?
Betroffen sind die Schleimhäute der Nase, der Nasennebenhöhlen sowie des Mund- und Rachenraumes.
Der durch Pollen ausgelöste Heuschnupfen ist das typische Krankheitsbild. Es kribbelt in der Nase. Es kratzt und
kitzelt im Rachen. Die Augen bzw. die Bindehaut der Augen ist gerötet und brennt. Es kommt zu Niesattacken.
Die Nase läuft oder ist mit Sekret verstopft. Das Allgemeinbefinden ist beeinträchtigt. Bei einer zusätzlichen Infektion kann Fieber auftreten.
Diese Symptome können auch durch Schimmelpilze, Hausstaub und Milben ausgelöst werden. Es kommt dabei
häufig zu einer chronischen Verlaufsform, mit anhaltenden, aber weniger starken Beschwerden.
Ein ständiges Kratzen im Hals und ständiger Räusperzwang sind oft allergisch bedingt.
Untere Atemwege
Die allergischen Symptome zeigen sich an den Schleimhäuten der Bronchien. Bei Asthma verkrampfen die
Muskelfasern in den Bronchialwänden. Vor allem die Ausatmung ist behindert. Durch die Verschleimung tritt
Husten, Auswurf und Atemnot auf. Kinder erkranken häufig am sogenannten Pseudokrupp. Typisch ist die
bläuliche Verfärbung der Lippen und das ziehende Geräusch beim Einatmen.
Eine chronische Bronchitis kann durch Allergene bedingt sein. Pollen, Schimmelpilze, Milben, Hausstaub, Tiere
und Zigarettenrauch sind häufig Auslöser allergischer Erkrankungen der unteren Atemwege. Auch unerkannte
Nahrungsmittelallergien können eine Asthmaerkrankung auslösen.
Welche Organe können betroffen sein?
11
Haut
Augen
Die Haut kann vielfältig auf Allergene reagieren. Hautausschläge, die durch direkte Sonneneinstrahlung ausgelöst werden, nehmen stark zu. Nahrungsmittelallergien führen häufig zu einem sehr starken Juckreiz.
Neurodermitis löst ebenfalls einen quälenden Juckreiz aus. Besonders kleine Kinder sind häufig davon betroffen.
Es kommt zu einer Rötung der Haut, die meist verquollen ist und zur Schuppenbildung neigt. Kinder, die so
lange wie möglich gestillt werden, erkranken wesentlich seltener.
Ein Hautkontakt mit pflanzlichen Allergenen oder Insektenstiche können einen nesselartigen Hautausschlag
(Urticaria) auslösen. Ein ständiger Juckreiz in den Ohren deutet meist auf eine Allergie hin.
Bei Heuschnupfen ist die Bindehaut der Augen meist gerötet und brennt.
Wenn Augenlider anschwellen, bei starken Tränensäcken und dunklen Ringen
unter den Augen kann man davon ausgehen, dass wahrscheinlich eine Allergie
vorliegt. Auch eine extreme Lichtempfindlichkeit, Flimmern vor den Augen sowie
eine Veränderung der Sehschärfe können allergisch bedingt sein.
Magen-Darm-Trakt
Eine Nahrungsmittelallergie zeigt sich in aller Regel mit Beschwerden in den
Verdauungsorganen. So können auftreten:
Schwellungen und Bläschen im Mundbereich
Übelkeit, Sodbrennen, Blähungen, Völlegefühl und Bauchschmerzen
Verstopfung und Durchfälle
Ständig breiig-schmieriger Stuhl
Nahrungsmittelallergien können der Wegbereiter für Magen- und Dünndarmgeschwüre, chronische Entzündungen und Dickdarmgeschwüre sein. Die Zöliakie
ist eine Erkrankung des Dünndarms, die bei kleinen Kindern auftritt. Es kommt
zu Bauchschmerzen mit aufgetriebenem Bauch und lehmfarbenen Durchfällen.
Die Darmzotten werden zerstört und die Aufnahme von Nährstoffen behindert.
Bei Erwachsenen verläuft die Krankheit in abgeschwächter Form. Sie wird hier
auch als einheimische Sprue bezeichnet.
Gehirn
Allergische Erkrankungen beeinflussen häufig Psyche und Verhalten. Allergene
können Nervenerkrankungen auslösen wie:
Depressionen
Angstanfälle
Überaktivität und Aggressivität, verbunden mit Konzentrationsstörungen (besonders häufig bei Kindern als sogenannte Hyperaktivität)
Reizbarkeit und Überempfindlichkeit
Teilnahmslosigkeit und Erschöpfungszustände
Benommenheit, schlechtes Gedächtnis und Verwirrtheitszustände
Welche Organe können betroffen sein?
Sogenannte maskierte Allergien
Alle menschlichen Organe und Organsysteme können von allergischen Reaktionen
betroffen sein. Eine solche festzustellen, ist oft schwierig, besonders dann, wenn
keine direkte Verbindung des Allergens zu dem erkrankten Organ zu erkennen ist.
Folgende Symptome und Krankheiten können auf eine Allergie hinweisen, vor
allem dann, wenn sie auf Behandlung sehr schlecht ansprechen und immer wieder
auftreten:
Abnormer Puls und Herzrhythmusstörungen
Zu hoher und zu niedriger Blutdruck, oft verbunden mit
Blutdruckschwankungen
Gefäßkrämpfe in den Gliedmaßen
Neigung zu Venenentzündungen und Thrombosen
Übertemperatur (Fieber ohne erkennbare Ursache) und Untertemperatur
(z. B. kein Fieber bei Infektionskrankheiten)
Gelenkentzündungen und Muskelschmerzen
Häufiger Blasenkatarrh
Bettnässen bei Kindern (kann neben psychischen Ursachen auch durch
Allergene bedingt sein)
Über- und Unterfunktion der Schilddrüse
Menstruationsstörungen
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Allergischer Schnupfen
Allergischer Schnupfen heißt auch allergische Rhinitis und ist eine der häufigsten Krankheiten der oberen Atemwege und des Immunsystems. Es existieren zwei spezifische Krankheitsbilder:
Spezifische Krankheitsbilder
Heuschnupfen (Pollinosis)
Dauerschnupfen
Beide Arten entstehen durch den Kontakt mit Allergenen, die über die Schleimhaut in Nase und Nebenhöhlen
eindringen. Heuschnupfengeplagte trifft es in der Zeit des Pollenfluges. Die Betroffenen von Dauerschnupfen
hingegen sind das ganze Jahr über mit Symptomen geschlagen. Es gibt auch Mischformen. Beide Arten entwickeln manchmal zusätzlich Asthma oder Neurodermitis.
Heuschnupfensymptome
– Zu Beginn ein leichtes Kribbeln oder ein leichter Juckreiz in der Nase, auf der Mundschleimhaut, im Rachen,
in den Augen und manchmal in den Ohren, manchmal ein Brennen auf Zunge und Mundschleimhaut
– Dann stärkerer Juckreiz in Nase, Mund und Augen, verstopfte oder laufende Nase, verstärkter Niesreiz,
eingeschränkter Geruchs- und Geschmackssinn, tränende Augen, Bindehautentzündung, Müdigkeit,
Krankheitsgefühl wie bei Erkältung
Spezifische Krankheitsbilder
Ein Heuschnupfen lässt sich oft schwer von einer „echten“ Erkältung unterscheiden. Folgende Symptome
weisen eher auf eine Allergie hin als auf Erkältungsschnupfen:
– Juckreiz in Nase, Gaumen und Augen stärker ausgeprägt
– Plötzliches Auftreten bereits wenige Minuten nach dem Kontakt mit dem Allergen
– Weniger stark ausgeprägte Schluckbeschwerden und Halsschmerzen
– Meist kein Fieber
– Auftreten immer zur gleichen Jahreszeit
Dauerschnupfensymptome
– Chronisch behinderte Nasenatmung (oft auch Nasennebenhöhlen), Druckgefühl im Kopf- oder Stirnbereich,
Kopfschmerzen
– Juckreiz in der Nase, Niesattacken, Tränenfluss, Heiserkeit, beeinträchtigtes Geruchs- und Geschmacksempfinden
Die Symptome können je nach Jahres- und Tageszeit unterschiedlich stark auftreten. Es kann auch beschwerdefreie Zeiten geben.
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Auslöser für allergischen Dauerschnupfen können sein:
– Tierhaut und Tierhaare
– Hausstaubmilben
– Schimmelsporen
– Nahrungsmittelallergien
Allergisches Asthma
Der Begriff Asthma entstammt dem Griechischen und bedeutet so viel wie „Keuchen“, „Beklemmung“. Bei Asthma sind die Atemwege entzündet. Es entsteht
eine Überempfindlichkeit (Hyperreagibilität) der Bronchien auf bestimmte Reize.
Hauptauslöser für allergisches Asthma sind:
Pollen
Tierhaare
Hausstaubmilben
Schimmelsporen
Beim Einatmen verbindet sich das Allergen mit Antikörpern aus dem Organismus.
Nach einer Anlagerung an den Mastzellen werden Botenstoffe, besonders
Histamin, freigesetzt. Daraufhin schwillt die Lungenschleimhaut an. Es bildet sich
verstärkt zähflüssiger Schleim. Dieser verstopft die Atemwege. Die Ausatmung
wird erschwert und damit die Gesamtmenge an Frischluft herabgesetzt. Die Bronchialmuskulatur verkrampft sich und wird enger. Es kommt zur typischen Atemnot.
Man unterscheidet zwei Formen:
allergisches Asthma und
nichtallergisches Asthma.
Die allergische Form kann auf Dauer in die nichtallergische Form übergehen. Die
meisten Asthmaerkrankungen sind allergischen Ursprungs. Die nichtallergische
Form geht meist auf eine Infektion der Atemwege zurück. Auch Reize wie Autoabgase, Tabakrauch, ätherische Öle, Haushaltsreinigungs- und Körperpflegemittel,
Farben und Lacke, Kälte, Wärme, Nebel, seelische Belastungen und körperliche
Anstrengung, Lachen, Weinen und Husten können einen Anfall auslösen.
Atemtests geben Aufschluss über den Funktionszustand der Lunge. Die bekanntesten Geräte für Atemtests sind der Spirometer und der Peak-Flow-Meter. Es wird
gemessen, wie viel eingeatmete Luftmenge innerhalb einer Sekunde maximal
wieder ausgeatmet werden kann. Diese Menge wird verglichen mit der Luftmenge,
welche die Testperson ohne zeitliche Begrenzung ausatmen kann. Bei Asthmakranken liegen diese Werte weit auseinander.
Folgende Anzeichen gehen einem Asthmaanfall voraus:
Mehr Atemnot als üblich, besonders nachts
Zunehmender Hustenreiz, nächtliche Hustenanfälle
Mehr und zäherer Auswurf als üblich
Körperliche Belastbarkeit nimmt ab
Verlangen nach Notfallspray steigt
Infektähnliche Symptome wie Fieber oder gelblich-grüner Auswurf
Peak-Flow-Werte verändern sich: Morgenwerte fallen, Schwankungen tagsüber
werden stärker, die „Ampel schaltet von Grün auf Gelb“
Neurodermitis
Symptome:
Unklarer Schmerz im Bereich des mittleren Brustbeins, Engegefühl im
Brustkorb.
Ausatmen ist von pfeifenden, brummenden oder rasselnden Geräuschen
begleitet, starker Husten, Luftnot, glasig-zäher Auswurf.
Bei schwerer Atemnot mit lebensbedrohlichen Erstickungsanfällen sind die
Betroffenen schweißbedeckt, haben beschleunigten Puls und regelrechte Todesangst. Solche Anfälle erfordern unbedingt eine schnelle notärztliche
Versorgung.
Neurodermitis wird in der Fachsprache auch atopisches Ekzem oder atopische
Dermatitis genannt. Meist tritt diese Krankheit im frühen Kindesalter auf. Es gibt
aber auch Fälle, in denen sich die Symptome erst im Jugend- oder Erwachsenenalter zeigen.
Symptome:
Trockene bis sehr trockene Haut, rau und schuppig
Störungen der Hautdurchblutung, der Schweißbildung und der Regulierung der
Hauttemperatur
Auffallende Blässe, Druckreize hinterlassen weiße Stellen
Entzündete Lippen, Bindehaut und Augenlider
Spezifische Krankheitsbilder
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Nahrungsmittelallergien
Ein Krankheitsschub verläuft in der Regel folgendermaßen:
Die Hautstelle rötet und schuppt sich.
Es bilden sich Schwellungen, Knötchen oder Bläschen.
Diese platzen auf und hinterlassen offene, nässende Stellen.
Es entsteht eine dünne, brüchige Kruste.
Die Vorgänge sind von ständigem Juckreiz begleitet. Kratzen löst einen Teufelskreis aus.
Nicht alles, was wie eine Nahrungsmittelallergie aussieht, ist auch eine. Es gibt
viele Fälle, in denen bestimmte Nahrungsmittel nicht gut vertragen werden, etwa
bei einer Reaktion auf Zusatzstoffe oder Abbauprodukte von Aminosäuren, bei
einem Enzymdefekt oder der Darm nimmt gewisse Stoffe nicht ausreichend auf.
Auch giftige Stoffe oder eine starke Abneigung gegen eine Substanz kann allergieähnliche Symptome auslösen. Eine echte Nahrungsmittelallergie ist von einer
Nahrungsmittelunverträglichkeit klar zu unterscheiden.
Nahrungsmittelallergie
In der Regel kommt es zu einer Antikörperbildung von Immunglobulin E. Diese ist
im Blut nachweisbar. Eine Überproduktion bedeutet allerdings nicht automatisch,
dass es zu einer allergischen Reaktion kommen muss. Eine diagnostische Abklärung ist notwendig.
Folgende Hautstellen sind hauptsächlich betroffen:
Bei Säuglingen meist Milchschorf mit Rötung und Schuppung der Kopfhaut, Entzündungen, Bläschen und
Knötchen im Wangenbereich (nicht zu verwechseln mit dem nichtjuckenden harmlosen Gneis)
Nach dem zweiten Lebensjahr an Gelenkbeugen, z. B. Ellenbeugen, Handgelenke und Kniekehlen, manchmal
am Hals, und bei Daumenlutschern am Daumen
Bei Erwachsenen häufig Hand- und Fußekzeme mit juckenden Knötchen und Bläschen, Vergröberung der
Haut (nicht zu verwechseln mit einem Kontaktekzem)
Mögliche Folgen von Neurodermitis können sein:
Veränderung der Hautstruktur bei Erwachsenen, Haut wird dicker und gröber, Bildung von bleibenden Knoten und Flechten
Trockenheit und Entzündlichkeit machen die Haut anfälliger für Witterungseinflüsse, Staub, Seife und mechanisches Scheuern. Bakterien und Viren können leichter eindringen. Es kommt zu einer gesteigerten Infektionsanfälligkeit (z. B. Herpesvirus, bakterielle Hauterkrankungen etc.).
Haarverlust (auch Augenbrauen)
Nervliche und psychische Belastungen spielen bei Neurodermitis eine größere Rolle als bei anderen Allergien.
Dauerstress in Beruf, Schule und Privatleben können die Symptome auslösen oder verstärken. Es lohnt sich bei
Neurodermitis häufig, der Wiederherstellung des seelischen Gleichgewichts besondere Aufmerksamkeit zu
widmen.
Nahrungsmittelunverträglichkeit
Darunter versteht man alle unerwünschten Reaktionen, die nach der Aufnahme
von Nahrungsmitteln auftreten können. Sie werden z. B. durch Bakterien, Giftstoffe, natürliche Nahrungsmittelbestandteile, Lebensmittelzusatzstoffe oder durch
eine starke Abneigung ausgelöst.
Man unterscheidet drei verschiedene Sensibilisierungstypen:
Typ A
Die Sensibilisierung entsteht in der frühen Kindheit mit der Aufnahme von Nahrung (hauptsächlich Kuhmilch).
Typ B
Eine Pollenallergie im Erwachsenenalter führt zu Kreuzreaktionen mit bestimmten
Nahrungsmitteln.
Typ C
Die Sensibilisierung erfolgt im Erwachsenenalter durch Nahrungsmittelallergene.
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Spezifische Krankheitsbilder
Kontaktallergien
Zurich Tipp:
Studien zeigen, dass früh erworbene Nahrungsmittelallergien oft nach einigen Jahren wieder verschwinden.
Ein Arzt sollte deshalb alle zwei Jahre prüfen, ob die Allergie noch besteht.
Symptome:
Meist Beschwerden im Bereich der Haut und der Schleimhäute, Juckreiz in Mund- und Rachenraum, Nesselausschlag (Urtikaria), Angioödeme und Ekzeme, Neurodermitisschübe
Magen-Darm-Beschwerden
Kopfschmerzen
Allergischer Schnupfen und Asthma
Allergischer Schock
Bindehautentzündung
Kontaktekzeme werden durch die direkte Berührung von Allergenen mit der Haut
hervorgerufen. Der berufliche Umgang mit solchen Allergenen stellt ein besonderes
Risiko dar. Häufig betroffen sind z. B. Maurer (chromhaltiger Zement), Friseure
(Substanzen für Dauerwellen) und klinisches Personal (Latex). Die Sensibilisierungsphase kann von mehreren Monaten bis zu mehreren Jahren dauern. Dies ist abhängig vom jeweiligen Allergen. Daneben gibt es noch toxische Kontaktekzeme.
Diese treten ohne vorherige Sensibilisierungsphase auf. Zu den wichtigsten Auslösern gehören Desinfektionsmittel, Säuren sowie physikalische Einflüsse wie etwa
UV-Strahlen.
Allergische und toxische Reaktionen
Die Symptome treten in der Regel wenige Minuten nach dem Verzehr auf. Manchmal auch bis zwei Stunden
danach, seltener 24 bis 48 Stunden danach.
Es gibt Ekzeme, die im Zusammenwirken von Kontaktstoffen und Licht entstehen.
Es handelt sich entweder um fotoallergische oder um fototoxische Ekzeme.
Fotoallergische Kontaktekzeme
Sie treten nach einer Sensibilisierungsphase auf unbedeckten Hautpartien auf
durch ein Zusammenwirken von UV-Strahlen und einem allergischen Kontaktstoff,
z. B. in Kosmetika. Zur Entstehung sind nur geringe Mengen nötig. Das Ekzem ist
nicht auf die Kontaktstelle begrenzt, sondern breitet sich auch auf bedeckten
Hautbereichen aus.
Fototoxische Kontaktekzeme
Hier erfolgt keine vorherige Sensibilisierung. Es kommt zu einer Reaktion des
Gewebes auf einen chemischen Stoff. UV-Strahlung fördert diese Reaktion. Um
eine solche Reaktion auszulösen, sind größere Mengen der Substanz nötig.
Das Ekzem entsteht einige Stunden nach dem Kontakt an den Hautstellen, die
dem Sonnenlicht ausgesetzt sind.
Wichtiger Hinweis:
Da die Gefahr eines lebensbedrohlichen allergischen Schocks besteht, sollte man bei Verdacht auf Nahrungsmittelallergie von Selbstversuchen unbedingt Abstand nehmen.
Symptome:
Kontaktekzeme treten verzögert auf, d. h., eine Reaktion erfolgt erst ca. 24 bis 72
Stunden nach dem Kontakt. Die Symptome ähneln denen einer Neurodermitis.
Sie sind aber auf die Hautstellen begrenzt, die im direkten Kontakt standen.
Streureaktionen (außerhalb der direkten Kontaktstellen) weisen auf einen hohen
Sensibilisierungsgrad hin:
Rötung und Schwellung der Haut
Juckende Bläschen oder Blasen, die aufplatzen und nässen
Krustenbildung
Bei ständigem Kontakt mit dem Allergen kann sich ein chronisches Ekzem
bilden. Typisch sind entzündliche Verdickungen, starke Verhornung und Vergröberung des Hautbildes.
Die häufigsten Kontaktallergene sind:
Duftstoffe in Kosmetika und Körperpflegemitteln
Andere Substanzen in Körperpflegemitteln
UV-Lichtfiltersubstanzen in Kosmetika
Friseurchemikalien
Putz- und Waschmittel
Medikamente
Desinfektionsmittel
Konservierungsstoffe in Cremes und Salben
Farbstoffe in Textilien
Metalle
Gummi und Latex
Pflanzenbestandteile
Schimmelpilze
Was
kann Allergien
auslösen?
Die Schimmelpilzallergie ist weit verbreitet. Schimmelpilze finden sich überall dort, wo
Feuchtigkeit, Schmutz und faulendes Material vorkommt, z. B. in Wohnungen, vor allem
an feuchten Wänden, Matratzen, an Topfpflanzen, in Kellern etc. Lebensmittel wie z. B.
Gemüse, Obst, Trockenfrüchte, Nüsse, Getreide, Käse etc. können ebenfalls davon befallen sein. Diese Allergie ist meist kombiniert mit Pollen-, Hausstaub-, Milben- und/
oder Nahrungsmittelallergien.
Vorbeugung:
Sanieren Sie feuchte und schimmelige Wandstellen.
Lassen Sie ggf. die Klimaanlage regelmäßig reinigen.
Verwenden Sie möglichst keine Luftbefeuchter oder Vernebler.
Waschen oder schälen Sie Obst und Gemüse besonders gut.
Seifenflocken oder Neutralseife sind als Waschmittel zu empfehlen.
Zurich Tipp:
Viele Schimmelpilze findet man u. a. in Tierställen, Zoos und Gewächshäusern
sowie in faulendem Herbstlaub. Gefährdete Kinder können durch einen entsprechenden Aufenthalt bzw. einen Kontakt allergisch reagieren.
Hausstaubmilben
Hausstaubmilben sind bis zu 0,4 mm groß und ernähren sich von Kleinstwesen
und Hautschuppen. Sie sind nur wegen ihrer möglichen allergenen Wirkung
schädlich. Ihr Kot ist allergieauslösend. Milben fühlen sich bei einer Luftfeuchtigkeit von 80 %, einer Temperatur von 25 °C und an relativ dunklen Stellen am
wohlsten. Man findet sie u. a. in ungelüfteten Betten, in Daunendecken, Polstermöbeln und Teppichen. Beim Staubsaugen und Bettenmachen setzen Sie sich
einer besonders starken Belastung durch Milben aus.
Was kann Allergien auslösen?
Vorbeugung:
Tauschen Sie sehr alte Polstermöbel und Teppiche aus.
Lüften Sie Ihr Bettzeug regelmäßig.
Halten Sie Ihre Wohnung trocken.
Stauben Sie immer feucht ab und wischen Sie feucht.
Verwenden Sie einen Staubsaugerfilter.
Lassen Sie Ihre Matratzen öfter reinigen.
Testen Sie Ihre Wohnung auf Milbenbefall mit dem Acarex-Test (in der Apotheke erhältlich).
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Tiere
Haustiere und andere Tiere sind häufig die Ursache einer Allergie. Als Allergene
kommen Tierhaare, Federn, Hautschuppen, Exkremente und Speichel in Frage.
Inhalationsallergien (durch Einatmen der Stoffe) sowie Kontaktallergien (durch
Anfassen) sind möglich.
Vorbeugung:
Wenn in Ihrer Familie eine allergische Veranlagung bekannt ist, sollten Sie die
Anschaffung eines Tieres besonders gründlich abwägen.
Pflanzen
Hausstaub
Diese Allergie ist häufig mit einer Schimmelpilz- oder Hausstaubmilbenallergie verbunden.
Vorbeugung:
Vermeiden Sie „Staubfänger“ in der Wohnung.
Legen Sie möglichst keine Teppiche und Teppichböden aus.
Wischen Sie Böden und Flächen häufig feucht.
Stellen Sie Bücher im Schlafzimmer nicht offen auf.
Pflanzliche Allergene können Hölzer, Gräser, pflanzliche Inhaltsstoffe wie Duftstoffe, Öle, Harze und Terpene sein. Besonders problematisch bei häufigem Kontakt sind oft: Primeln, Lilien-, Narzissen-, Dolden- (Möhren, Sellerie), Brennnesselund Rautengewächse (Orangen, Zitronen) sowie Korbblütler (Ringelblumen,
Astern) und Efeu.
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Was kann Allergien auslösen?
Vorbeugung:
Tragen Sie bei empfindlicher Haut bei der Gartenarbeit immer Handschuhe.
Schneiden Sie keine Pflanzen ab, wenn Sie allergisch auf Blumenduft reagieren.
Verwenden Sie möglichst harzfreie oder harzarme Holzsorten.
Nahrungsmittel
Symptome einer Nahrungsmittelallergie können sich in allen Körperorganen und der Psyche zeigen. Oft sind die
Krankheitszeichen einer nichtallergischen Krankheit täuschend ähnlich. Typische Signale, die einen Allergieverdacht erhärten, sind:
Chronische Müdigkeit, die sich auch durch ausreichend Schlaf nicht überwinden lässt
Pollen
Starke Schwankungen des Körpergewichts (bzw. trotz Diät keine Gewichtsabnahme)
Pflanzen blühen von Februar bis September und bilden Pollen. Diese sind die
männlichen Keimzellen der Blütenpflanzen. Sie verursachen häufig Heuschnupfen,
Asthma und Neurodermitis.
Die meisten Gräser geben Pollen in den frühen Morgenstunden ab. Diese werden
durch den Wind über große Entfernungen getragen. Einige Grasarten stoßen am
Nachmittag ein zweites Mal Pollen ab. Die Pollen steigen hoch und sammeln sich
in der Atmosphäre. Sie schweben wieder zu Boden, wenn am frühen Abend die
Luft abkühlt und nach unten sinkt. Pollenallergiker haben deshalb meist am frühen
Morgen und am Abend die meisten Beschwerden.
Unerklärliche Schwellungen im Gesicht, an den Händen und Füßen
Ständiges Gefühl des Aufgeblähtseins
Auffällige dunkle Ringe unter den Augen
Starkes Herzklopfen nach dem Essen
Übermäßiges Schwitzen, auch ohne körperliche Anstrengung
Extremer Heißhunger auf ein bestimmtes Nahrungsmittel
Sehr starke Gemütsschwankungen
Bei Kindern: oft eine starke Unruhe, Aggressivität und Konzentrationsschwäche; die sogenannte Hyperaktivität
kann allergisch bedingt sein
Vorbeugung:
Versuchen Sie, wenn immer möglich, während der Zeiten der hohen Pollenkonzentration sich wenig im Freien aufzuhalten.
Lüften Sie Wohn- und Schlafräume abends oder nachts.
Falls Sie nicht bei geschlossenem Fenster schlafen, schließen Sie die Fenster vor
Beginn des frühmorgendlichen Pollenflugs.
Vorbeugung:
Unterlassen Sie das Rasenmähen in den Pollenflugzeiten.
Benutzen Sie Pollenfilter für das Auto.
Kinder, die zwischen September und Februar geboren sind, entwickeln deutlich
weniger Pollenallergien als Kinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten hohen
Pollenkonzentrationen ausgesetzt waren.
Roh verzehrte Lebensmittel lösen oft weniger Allergien aus als gekochte und bearbeitete.
Kinder, die mindestens sechs Monate lang gestillt werden, entwickeln deutlich weniger Allergien.
Wichtiger Hinweis:
Der Darm ist das größte Abwehrorgan des Menschen. Nehmen Sie Störungen im Darmbereich, wie Blähungen, unregelmäßiger Stuhlgang, ständig breiig-schmieriger Stuhlgang etc., unbedingt ernst. Lassen Sie
sich ggf. behandeln.
Was kann Allergien auslösen?
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Chemikalien
Verschiedene Allergene
Achten Sie beim Umgang mit Chemikalien darauf, ob irgendwelche Beschwerden ausgelöst bzw. verschlimmert
werden. Ist dies der Fall, könnte eine Allergie vorliegen.
Besonders häufig sind Allergien gegen Medikamente, etwa Acetylsalicylsäure
(z. B. Aspirin) und Penizillin. Manchmal handelt es sich auch um Allergien auf die
Geschmacks-, Farb- und Trägerstoffe. Weitere Allergene können sein:
Vorbeugung: Werden Sie kritischer im Umgang mit Chemikalien und chemischen Substanzen. Überlegen Sie,
welche Alternativen es gibt. Zum Beispiel:
Natron oder Kochsalz zum Zähneputzen
Seifen auf der Basis von Pflanzenölen
Shampoos auf der Basis natürlicher Waschsubstanzen
Borax oder Soda als Waschpulver
Soda als Geschirrspülmittel
Essig zum Kalklösen
Fasern
Natürliche und synthetische Fasern können als Allergene auftreten (z. B. Kokosfasern, Jute, Hanf, Baumwolle,
Leinen, Seide, Kunstseide, Viskose, Wolle). Krankheitssymptome zeigen sich meist auf der Haut und an den
Atmungsorganen. Auch Allgemeinbeschwerden wie Kopfschmerzen, Gelenk- und Bauchbeschwerden sind
möglich.
Vorbeugung:
Insektenstiche
Impfstoffe
Kork
Sonnenbestrahlung
Kälte
Leder
Latex
Mehlstaub
Glas, Keramik und Porzellan
Marmor, Schiefer und andere Steine
Metalle
Haut anderer Menschen
Sperma
Waschen Sie Kleidungsstücke vor dem ersten Gebrauch gründlich.
Kreuzallergien
Polyacryl-Fasern (Dralon, Orlon etc.), vor allem aus Billigproduktionen, sind besonders problematisch.
Als besonders gut verträglich gelten Polyester-Fasern (Dacron, Trevira, Tergal) und Polyamid-Fasern (Nylon,
Perlon).
Kreuzreaktion heißt die Neigung, bei bestehenden Allergien gleichzeitig auf andere
Stoffe zu reagieren, die mit dem ersten Allergen biologisch oder chemisch eng
verwandt sind. Häufige Kombinationen sind:
Lüften Sie neue Schuhe und Taschen gut aus.
Birkenpollen + Äpfel
Birkenpollen + Nüsse
Latex + Bananen
Beifuß + Sellerie
Schimmelpilze + Käse
Allergie und Psyche
Stress, der unterschätzte Faktor
Allergien sind keine Erkrankungen, die durch die Psyche ausgelöst werden. Psychische Belastungen allerdings
können die Beschwerden massiv verstärken. Studien zeigen, dass sich bei etwa einem Drittel der Patienten die
Symptome verstärken oder erneut auftreten, wenn sie unter starkem seelischem Druck stehen. Psychosoziale
Belastungen wie z. B. Ärger am Arbeitsplatz oder Konflikte in Partnerschaft und Familie können auch den erstmaligen Ausbruch einer Allergie fördern. Eine Psychotherapie kann helfen, die Zusammenhänge zu erkennen
und Konfliktlösungsstrategien zu entwickeln.
Beziehungskonflikte
Fallstudien zeigen, dass Menschen, die unter allergischem Asthma leiden, oft in spezifischen Beziehungskonflikten stecken. Solche Konflikte zeichnen sich dadurch aus, dass die Betroffenen widersprüchliche Ansprüche
an eine Partnerschaft stellen. Einerseits suchen sie in zwischenmenschlichen Beziehungen große Nähe und
Vertrautheit, andererseits verlangt es sie nach einem hohen Maß an persönlicher Freiheit. Sie befinden sich in
einem Nähe-Distanz-Konflikt. Besonders viel Konfliktpotenzial enthält die Situation, wenn beide Partner solche
Ansprüche hegen und die Beziehung von Enttäuschung und gegenseitigen Vorwürfen geprägt ist. Der konkrete Zusammenhang zwischen allergischen Symptomen wie Asthma, Juckreiz, Ekzeme und Schnupfen ist noch
ungeklärt – aber es gibt ihn. Wenn Sie den Verdacht haben, dass bei Ihnen solch ein Zusammenhang bestehen
könnte, ist es sinnvoll, sich an einen Psychotherapeuten zu wenden. In der therapeutischen Behandlung können
solche Konflikte aufgedeckt und gelöst werden.
Angst vor der Allergie
Die Angst vor den allergischen Symptomen ist ein Stressfaktor, der nicht zu unterschätzen ist. Menschen, die
schon einmal einen heftigen, vielleicht sogar lebensbedrohlichen Allergieanfall hatten, leben oft in ständiger
Angst vor einem anaphylaktischen Schock. Viele Insektengiftallergiker geraten in Panik, wenn sie eine Biene
oder ein anderes Insekt sehen. Aus Angst vor Attacken ziehen sie sich in geschlossene Räume zurück und ihr
Sozialleben leidet erheblich.
Ähnlich ist es bei Nahrungsmittelallergikern. Sie trauen sich oft in kein Restaurant, Café und keine Kantine.
Solche Ängste sind für die Betroffenen, ihre Partner und Angehörigen eine enorme Belastung. In solchen Fällen
kann eine Psychotherapie aus der sozialen Isolation heraushelfen.
Stress und Verdauung
Der Mensch verfügt über zwei Nervenzentren. Das eine ist das Gehirn, das andere sitzt im Darm. Botenstoffe
(Neurotransmitter) schicken Signale von einer Zelle zur nächsten. Einer dieser Neurotransmitter, das Serotonin,
löst Verstopfung und Schlaflosigkeit aus, wenn es zu wenig vorkommt. Gibt es einen Überschuss, führt das zu
Durchfall und Schläfrigkeit. Seelische Belastungen können ebenfalls Darmkrämpfe, Durchfall und Verstopfung
zur Folge haben. Diese Störungen der Nervenreflexe sind auf Stress zurückzuführen. Stress macht überdies
„sauer“, d. h., er führt zu einer Übersäuerung des Organismus. Allergiker sind durchweg übersäuert. Dies
behindert den Aufbau körpereigener Eiweiße wie Enzyme, Antikörper und Neurotransmitter. Es kommt zu einer
allgemeinen Schwächung des Immunsystems. Ein Mangel an Neurotransmittern führt außerdem zu Verhaltensstörungen, Depressionen oder gar Psychosen. Eine Wiederherstellung des Säure-Basen-Gleichgewichts ist für
eine erfolgreiche Behandlung dringend notwendig.
Stress durch Umweltgifte
Trotz steigendem Umweltbewusstsein nehmen die Belastungen durch Schadstoffe weiter zu. Das organische
Gleichgewicht des Menschen gerät immer stärker ins Ungleichgewicht. Deshalb reagiert er auf Schadstoffe wie
etwa Blei, Aluminium oder Cadmium immer sensibler. Die intensive Landwirtschaft beschert uns eine Auseinandersetzung mit Kunstdüngern, Insektiziden, Pestiziden sowie Fungiziden. Allergische Reaktionen auf Insektenstiche beruhen oft nicht auf dem Gift der Insekten, sondern vielmehr auf einer Übertragung von aufgenommenen Pestiziden. Viele dieser Belastungsfaktoren kann der Einzelne nicht beeinflussen. Umso wichtiger wird
der bewusste Umgang mit denjenigen Bereichen, auf welche wir Einfluss nehmen können, wie z. B. bei der
Ernährung und im Umgang mit Medikamenten.
Entspannung gegen Allergien
Unser modernes Leben ist anstrengend. Wir müssen den Spagat bewältigen, unser Leben zwischen unzähligen,
oft widersprüchlichen Ansprüchen und Bedürfnissen ins Gleichgewicht zu bringen. Erholungs- und Rückzugsorte werden immer seltener und beschränken sich oft genug auf die kurze Urlaubszeit. Umso wichtiger ist es,
sich täglich Freiräume zu schaffen, die ausschließlich der Erholung, der Regeneration und der Inspiration
dienen.
Dies klingt einfacher, als es in Wirklichkeit ist. Ansprüche, Stress und eingefahrene Muster verstellen uns den
Blick auf die eigenen wahren Bedürfnisse. Es ist schwer, wieder zu entdecken, welche Lebensbereiche und
Aktivitäten uns Kraft und Inspiration geben, um den Alltag meistern zu können.
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Stress, der unterschätzte Faktor
Die folgende Checkliste hilft dabei, zu Ihren ganz persönlichen Quellen der Erholung zu finden. Eine ehrliche Beantwortung der Fragen kann Sie auf die Spur
längst vergessener oder nie geahnter Aktivitäten bringen, die Ihrem Leben zu
einem besseren Gleichgewicht verhelfen. Vielleicht entdecken Sie ein vergessenes
Hobby oder eine scheinbar erloschene Leidenschaft wieder. Vielleicht wird Ihnen
klar, welchen Lebensbereichen Sie in Zukunft mehr Zeit und mehr Raum geben
wollen. Vielleicht entdecken Sie Hinweise, dass Ihr Leben einen Verlauf nimmt, der
nicht Ihrer eigenen Vorstellung entspricht, sondern von fremden Bildern und Ansprüchen bestimmt wird.
Wenn Sie sich in Ihrem Leben rundum wohl fühlen, können Sie das Thema natürlich einfach überspringen. Falls Sie sich allerdings zunehmend unzufrieden und
unausgefüllt fühlen, wenn Sie das Gefühl haben, durch Ihr eigenes Leben getrieben
zu werden – dann kann eine Auseinandersetzung mit folgenden Fragen lohnend
sein.
Wie würde ich mein Leben gestalten, wenn ich keinem fremden Druck und keinen Zwängen unterworfen
wäre (kein Chef, keine Familie, keine Nachbarn, keine Institutionen etc.)?
Stellen Sie Ihr reales Alltagsleben und Ihr „Wunschleben“ schriftlich gegenüber. Wie groß ist die Kluft? Ist sie
überbrückbar? Welche Elemente Ihres „Wunschlebens“ fehlen in Ihrem Alltagsleben? Und umgekehrt?
Welche Zwänge, Eigendynamiken, Umstände, Entwicklungen haben dazu geführt, dass gewünschte Elemente aus Ihrem Leben verschwunden oder nicht verwirklicht worden sind?
Was müsste passieren, damit diese Entwicklung einen anderen Verlauf nehmen könnte?
Welche Tätigkeiten, die Sie früher mit Begeisterung erfüllt haben, sind aus Ihrem Leben verschwunden?
Warum?
Haben Sie einen großen Lebenstraum? Haben Sie das Gefühl, diesen endgültig zu verlieren? Welche Faktoren untergraben Ihren Traum? Welche realen Zustände rauben Ihnen die Hoffnung auf Erfüllung?
Welche persönlichen Ängste nehmen Ihnen den Mut und das Selbstvertrauen, täglich an Ihrem Traum zu arbeiten? Woher kommen diese Ängste? Welche Faktoren verstärken diese Ängste? Welche mindern sie? Sind
die Ängste real?
Stress, der unterschätzte Faktor
Schreiben Sie alle Gedanken auf, die Ihnen zu diesen Fragen in den Sinn kommen. Auch jene, die Tage oder
noch viel später auftauchen. Sprechen Sie immer wieder mit Ihrem Partner oder mit einer Vertrauensperson
darüber. Mutige Fragen ziehen Lösungen nach sich. Geben Sie sich alle Zeit der Welt, aus sich selbst heraus
Antworten zu schöpfen. Lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn andere Ihren Weg nicht verstehen. Lassen Sie
sich keine fremden Lösungen aufdrängen – es gibt viele Menschen, die schnell mal aus der Hüfte schießen. Es
geht um Ihr Leben – das verdient alle Ernsthaftigkeit und alle Geduld, die Sie aufbringen können. Ungeduld ist
ein schlechter Ratgeber – das gilt für Ihre eigene sowie für die der anderen.
Techniken der mentalen Entspannung
Mentale Entspannung ermöglicht eine schnelle und einfache Entspannung. Mit ein bisschen Übung gelingt es
jedem, sich selbst in den mentalen Entspannungszustand zu versetzen. Es gibt dafür unterschiedliche Techniken. Sie können diese testen und kombinieren. So finden Sie heraus, was Ihnen am besten zusagt.
Richtig atmen
Wer richtig atmet, kann sich länger konzentrieren. Bewusstes Atmen ist ein hervorragendes Mittel gegen Stress
und Nervosität. Die Technik ist einfach: Tief einatmen, dann tief ausatmen und den Atem vier Sekunden lang
anhalten. Diese Übung drei- bis viermal wiederholen.
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Fantasiereisen
Fantasiereisen lösen Anspannungen schnell. Positive Bilder setzen positive körperliche Reaktionen in Gang. Erinnern Sie sich z. B. an ein angenehmes Erlebnis aus
Ihrem Leben. Oder reisen Sie in Ihre eigene Traumwelt. Ein Beispiel:
Setzen oder legen Sie sich bequem hin. Schließen Sie die Augen. Konzentrieren
Sie sich auf Ihren Atem (keine Atemübung machen). Stellen Sie sich vor, Sie landen
mit einem Boot auf einer traumhaft schönen Insel. Das Meer schimmert in allen
Blautönen und ist glasklar. Es ist angenehm warm. Eine leichte Brise streichelt Ihren
Körper. Der weiße Sandstrand lädt zum Sonnenbaden ein. Spüren Sie, wie die
Sonnenstrahlen Ihre Haut erwärmen. Bleiben Sie bis zum Einbruch der Dunkelheit
auf Ihrer Insel. Genießen Sie den wundervollen Tag. Dann fahren Sie mit Ihrem
Boot wieder zurück. Die Insel wird kleiner und kleiner – bis sie schließlich verschwindet …
Atemübung zur Beruhigung:
– Setzen Sie sich bequem hin. Arme und Beine nicht überkreuzen. Schließen Sie die Augen. Legen Sie beide
Hände über dem Nabel auf den Bauch.
– Tief durch die Nase einatmen. Die Bauchdecke wölbt sich. Halten Sie ein bis zwei Sekunden die Luft an.
– Atmen Sie entspannt durch den Mund vollständig aus. Die Bauchdecke senkt sich wieder.
– Wiederholen Sie die Übung viermal.
Zurich Tipp:
Wenn Ihre Gedanken bei den Übungen abschweifen – ärgern Sie sich nicht –
das ist völlig normal. Versuchen Sie Folgendes: Schließen Sie die Augen.
„Blicken“ Sie mit geschlossenen Augen „durch“ Ihre Schädeldecke an die
Zimmerdecke. So aktivieren Sie die sogenannten Alphawellen. Diese helfen
Ihnen beim Entspannen.
Was fördert die
Entstehung von
Allergien?
Das Abwehrsystem des menschlichen Körpers ist zunehmend besonderen Belastungen ausgesetzt. Eine Vielzahl von Einflüssen schwächt die körpereigene Abwehr. Kommt es dann zu einem intensiven Kontakt mit einem
Allergen, kann das Immunsystem überreagieren. Es wird eine allergische Reaktion ausgelöst.
Welche Faktoren schwächen die Körperabwehr?
Amalgam als Zahnfüllung
Amalgam ist eine Quecksilberlegierung, die in seltenen Fällen Krankheitserscheinungen hervorrufen kann. Vor
allem, wenn sich im Mund noch andere Metalle befinden, kann ein schwacher galvanischer Strom entstehen.
Quecksilber-Ionen werden dadurch aus den Füllungen gelöst. Sie können über das Kiefergewebe auf dem
Lymphweg in den Darm, die Nieren und in das Gehirn gelangen. Auch wenn sich keine Krankheitssymptome
zeigen, kann Amalgam für den Körper und seine Abwehr eine starke Belastung darstellen.
Wichtiger Hinweis:
Lassen Sie Amalgam-Zahnfüllungen nur nach einer eingehenden medizinischen Untersuchung und auf
Anraten eines Arztes entfernen.
Gifte im Wohnraum
Formaldehyd (in Möbeln, Parkett, Teppichböden) und Holzschutzmittel (Lindan und Pentachlorphenol) sind die
bekanntesten Wohnraumgifte. Diese Stoffe können zu schweren Erkrankungen führen. Die Symptome sind
vielfältig. Sie reichen von chronischem Husten über Kopfschmerzen, Schwindel und Übelkeit bis zu schweren
Herz- und Nervenerkrankungen.
Diese Stoffe geben unter Umständen bis zu 20 Jahre lang Gase in die Umgebung ab. Sie sind eine gesundheitliche Belastung, die einer Allergie Vorschub leisten kann.
Weitere Problembereiche im Haushalt:
Innenauskleidungen von Kühlschränken
Lackierte Heizkörper und offene Kamine
Starke Reinigungsmittel
Schaumstoffunterseiten von Teppichböden bzw. Klebstoffe zum Verlegen von Teppichböden
Druckfrische Zeitungen und Zeitschriften
Tapeten und Holzschutzmittel
Furniere und Beschichtungen
Fugenmassen, Füllstoffe und Dichtungsmaterial
Schädlingsbekämpfungsmittel in Nahrung und Kleidung
Rückstände von Schädlingsbekämpfungsmitteln (Pestizide), Insektenvernichtungsmitteln (Insektizide), Unkrautvernichtungsmitteln (Herbizide) und Pilzbekämpfungsmitteln (Fungizide) lassen sich in Nahrungsmitteln, im Wasser und in der Kleidung
immer häufiger nachweisen. Sie belasten den Körper und können Allergien auslösen.
Es ist empfehlenswert, möglichst unbehandelte Lebensmittel und Kleidungsstücke
zu verwenden.
Besonders wichtig ist ein unbelasteter Schlafplatz. Beim Schlafen soll sich der Körper erholen und keinen störenden Einflüssen ausgesetzt sein. Hinweise können
sein:
Schlechter und unruhiger Schlaf
Ständige Angst- und Alpträume
Nächtliches Aufschreien
Zähneknirschen während des Schlafs
Starke Schweißausbrüche
Strahlungen und belastende Energiefelder
Sie sind ein noch umstrittenes Thema. Diskutiert wird die Einwirkung auf den
Menschen von
Strahlungen aus dem Kosmos,
Morgendliche Müdigkeit trotz ausreichenden Schlafes
Strahlungen aus dem Erdinneren (terrestrische Strahlungen),
Beschwerden, die sich über Nacht verschlechtern oder nur im Bett auftreten
Belastungen durch Wasseradern,
Störungen des natürlichen Erdmagnetfeldes (z. B. durch Metallteile am Bett),
elektrische Wechselfelder (treten auf, wenn ein Stromkabel unter Spannung
steht, auch wenn kein Gerät eingeschaltet ist) und
magnetische Wechselfelder (treten zusätzlich zum elektrischen Wechselfeld auf,
wenn in einem Kabel Strom fließt),
Hochspannungsleitungen in der Nähe von Wohnhäusern und
Belastungen durch kurzwellige Strahlung (z. B. Funkmaste/Funktelefone).
Zurich Tipp:
Elektrogeräte wie z. B. Fernseher oder Radio stehen über das Stromkabel unter
Spannung, auch wenn das Gerät ausgeschaltet ist. Falls Sie im Schlafzimmer
nicht auf solche Geräte verzichten möchten, sollten Sie vor dem Einschlafen
die Stecker aus der Dose nehmen.
Elektrische Wechselfelder im Schlafzimmer lassen sich durch den Einbau einer
Netzfreischaltung vermeiden. Informieren Sie sich bei einem Elektrofachmann
über die Möglichkeiten und Kosten.
Klima und Wetter
Diese Stressfaktoren sind nicht zu unterschätzen. Sie können Allergien auslösen
oder verschlimmern. Bekannt sind z. B. Sonnen- und Kälteallergien. Besonders
belastend wirken:
tropische Hitze,
sehr hohe Luftfeuchtigkeit,
extreme Trockenheit,
arktische Kälte und
starke Wetterveränderungen (z. B. Föhneinbruch und die damit verbundene
Zunahme von positiven Luftionen).
Ständige Fehlernährung
„Der Mensch ist, was er isst.“ Es lässt sich leicht nachvollziehen, dass eine längere
Fehlernährung die Gesundheit stark belastet. Sie können einer falschen Ernährung
vorbeugen, wenn Sie einige wenige Richtlinien beachten.
Beschränken Sie den Verzehr von
Zucker,
Weißmehlprodukten,
gehärteten Fetten (auch Pflanzenfetten) und
tierischen Eiweißen (Fleisch, Wurst, Käse etc.).
Bevorzugen Sie
Obst, Salate und Gemüse (möglichst roh),
unkonservierte und frische Produkte und
kalt gepresste Pflanzenöle.
Was fördert die Entstehung von Allergien?
Stresszustände durch übermäßigen Lärm, Schlafmangel, körperliche
Überanstrengung und Bewegungsmangel
Der menschliche Körper und sein Abwehrsystem funktionieren am besten, wenn
Sie sich in einem geistigen, seelischen und körperlichen Gleichgewicht befinden.
Ein Zuviel (auch von positiven Dingen wie Bewegung, Schlaf, Essen etc.) und ein
Zuwenig schädigen den Körper auf Dauer. Ein Gleichgewicht in allen Bereichen
unterstützt die Gesundheit:
Anspannung und Entspannung
Bewusstes Genießen und bewusstes Verzichten
Bewegung und Ruhe
Arbeit und Freizeit etc.
Lärmbelästigung wird zunehmend zum Problem. Ständiger Lärm vermindert das
körperliche, soziale und seelische Wohlbefinden stark. Er kann zu psychischen und
körperlichen Krankheiten führen.
Geistige, seelische und soziale Belastungen
Diese Faktoren werden zunehmend als Auslöser von Krankheiten und Allergien
erkannt. Die persönlichen Belastungen zu erkennen, ist häufig nicht einfach, aber
der erste Schritt zur Veränderung. Durch Reflektieren und Beobachten familiärer,
privater und beruflicher Situationen bekommen Sie erste Hinweise. Das Überdenken von eingefahrenen und vorgefassten Standpunkten kann Klarheit bringen.
Wer sich selbst eine eigene Meinung bildet und nicht nur die üblichen, bequemen
Ansichten übernimmt, eröffnet sich neue Einsichten und Perspektiven für seine
persönliche Entwicklung. Oft bringt es für die Gesundheit mehr als jedes Medikament, sich selbst mit seinen Stärken und Schwächen anzunehmen und nicht zu
versuchen, es jedem recht zu machen.
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Ein Allergen zu identifizieren kann eine wahre Detektivarbeit sein. Gerade bei Symptomen wie Durchfall oder
Kopfschmerzen ist der Gedanke an eine Allergie oft nicht naheliegend. Ist der Verdacht aufgetaucht, gibt es
zahlreiche Testverfahren, um das spezifische Allergen herauszufinden.
Testverfahren
zur Erkennung
von allergischen
Erkrankungen
Hauttests
Das allergieauslösende Material wird in oder auf die Haut aufgetragen. Liegt eine Sensibilisierung gegen die
entsprechende Substanz vor, kommt es zu Hautreaktionen wie Rötungen, Quaddeln, Bläschen oder Knötchen.
Scratchtest (Skarifikationstest)
Die Hornschicht der Haut wird leicht abgeschabt und die verdächtige Allergenlösung aufgetragen.
Pricktest (Stichtest)
Die Testsubstanz wird an den Unterarmen als wässrige Lösung aufgetropft. Mit einer Nadel wird durch den
Tropfen oberflächlich in die Haut gestochen, sodass das Allergen in die Haut eindringen kann. Nach einer ¼ bis
½ Stunde wird die Reaktion abgelesen.
Intrakutantest
Eine Allergenlösung wird an den Unterarmen unter die Haut gespritzt. Dieser Test wird vor allem durchgeführt,
wenn der Pricktest negativ ausfällt, obwohl das Allergen stark verdächtig ist.
Reibtest
Die Haut an den Unterarmen wird mit dem Allergen ca. zehnmal kräftig gerieben. Im Fall einer Reaktion bilden
sich nach ca. 20 Minuten kräftige Quaddeln. Man führt diesen Test vor allem mit Allergenen durch, für die es
keine Lösungen gibt, wie etwa Tierhaare.
Epikutan- oder Pflastertest
Dieser Test erfasst vor allem allergische Spätreaktionen wie bei Kontaktallergien. Die entsprechenden Allergenlösungen werden mit einem Pflaster am Rücken angeklebt. An den folgenden drei Tagen wird die Reaktion
überprüft.
Bluttests (Radio-Allergo-Sorbent-Test = RAST)
Auf einem Träger (Allergosorbens) werden spezifische Allergene gebunden. Anschließend wird Blutserum
darauf gegeben. Eventuell im Blut enthaltene Antikörper lagern sich an die Allergene an. Es wird überprüft, ob
Immunglobuline E darunter sind. Diese sind an den meisten allergischen Reaktionen beteiligt. Der Bluttest im
Labor ist relativ teuer. Er kommt in Frage, wenn Hauttests kein befriedigendes Ergebnis liefern oder zu gefährlich sind. Bei Kleinkindern wird vorzugsweise der Bluttest gewählt. Einerseits um den Kleinen die unangenehme
Prozedur der Hauttests zu ersparen, andererseits kann ein Hauttest selbst eine Sensibilisierung auslösen.
Die folgenden Tipps werden keine Allergie zum Verschwinden bringen. Sie können allerdings die Symptome mildern und das Leben mit der Allergie erträglicher
machen.
Tipps,
die den Alltag
leichter machen
Tipps für Pollenallergiker
Lagern Sie keine Kleidung im Schlafzimmer, die Sie tagsüber getragen haben.
Trocknen Sie keine Wäsche während der „Saison“ im Freien.
Auf dem Land abends die Wohnung lüften, in der Stadt eher morgens.
Bringen Sie Pollenschutzgitter aus dem Baumarkt am Schlafzimmerfenster an.
Pollen in Verbindung mit Rußpartikeln und Abgasen wirken noch aggressiver,
deshalb zur Hauptsaison stark befahrene Straßen meiden.
Ersetzen Sie den Lüftungsfilter im Auto durch einen Pollenfilter. Jährlich
wechseln.
Urlaub über 1.500 m oder am Meer ist nahezu pollenfrei.
Kreuzallergene (z. B. Obst) müssen Sie nur meiden, wenn tatsächlich Symptome
auftauchen.
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Tipps, die den Alltag leichter machen
Tipps für Hausstauballergiker
Lüften Sie regelmäßig gegen Raumfeuchtigkeit.
Verwenden Sie weiche Handtücher.
Heizen Sie Ihr Schlafzimmer nicht zu stark.
Verwenden Sie tensidfreie Waschlotionen (ph-Wert 5 – 6,5).
Tragen Sie einen Schlafanzug. Die Milben ernähren sich von Hautschuppen.
Verwenden Sie spezielle Hautcremes für neurodermitische Haut.
Ziehen Sie sich nicht im Schlafzimmer an und aus.
Waschen Sie Ihr Bettzeug bei mind. 60 °C. Das überlebt keine Milbe.
Verwenden Sie keine chemischen Milbensprays.
Tipps gegen allergisches Asthma
Meiden Sie Umweltschadstoffe (auch Rauch). Sie reizen die Atemwege
zusätzlich.
Lassen Sie andere für sich Staub saugen oder sauber machen.
Regelmäßiges und mäßiges Ausdauertraining kann Beschwerden verringern.
Böden und Staub immer feucht wischen.
Vermeiden Sie starke Belastungen an kalter Luft.
Vermeiden Sie offene Bücherregale sowie überflüssige Staubfänger.
Atmen Sie bei Kälte durch einen Schal.
Vermeiden Sie Vorhänge oder langflorige Teppiche.
Stofftiere, die nicht heiß gewaschen werden können, müssen mind. 24 Stunden
lang in einer Plastiktüte ins Gefrierfach. Das tötet die Milben.
Tauschen Sie Polstermöbel oder -bezüge gegen solche aus Leder.
Verwenden Sie Allergikerschutzhüllen für Matratzen und Bettwäsche.
Verwenden Sie keine Luftbefeuchter.
Tipps für Kontaktallergiker
Beachten Sie die Packungsangaben von Putz- und Waschmitteln sowie von
Kosmetika.
Synonyme für verschiedene Kontaktallergene finden Sie unter
www.hautstadt.de.
Greifen Sie lieber auf getestete Bodylotions zurück, um gut zu duften, anstatt
Parfum zu verwenden.
Verwenden Sie keine chemischen Mittel zum Färben oder Tönen Ihrer Haare.
Die Bezeichnung „Natur“ bei Kosmetik ist kein geschützter Begriff.
Spülen Sie Ihr Geschirr nach dem Handspülen noch einmal klar ab.
Waschen Sie Kleidung vor dem ersten Tragen.
Brillengestelle, Feuerzeuge, Scheren und Türgriffe können Nickel- und Kobaltsalze enthalten.
Wasserkocher können Nickel an das Wasser abgeben.
Hülsenfrüchte, Soja, Haferflocken, Kakao, Nüsse, Schokolade und Nuss-NougatCremes können geringe Mengen an Nickel enthalten.
Schuhcremes, Waschmittel und Lederprodukte enthalten manchmal Chromsalze.
Tipps für Neurodermitiker
Verzichten Sie auf wollene und kratzig synthetische Kleidung direkt auf der
Haut.
Tragen Sie möglichst weite Microfaserstoffe. Sie transportieren Schweiß nach
außen.
Silberhaltige Kleidung aus Sanitätshäusern hilft, Bakterien zu reduzieren.
Verzichten Sie auf langes und heißes Duschen oder Baden.
Verwenden Sie Ölbäder ohne Zusätze und lassen Sie die Haut an der Luft
trocknen.
Tupfen Sie die Haut mit einem Handtuch ab. Nicht rubbeln.
Tipps für Nahrungsmittelallergiker
Hersteller sind nicht verpflichtet, auf mögliche unbeabsichtigte Spuren und
Verunreinigungen durch allergieauslösende Stoffe hinzuweisen.
Viele Allergene können durch Erhitzen, Tiefkühllagerung, Reiben oder Fermentieren unschädlich gemacht werden. Dies funktioniert allerdings nicht bei Nüssen,
Erdnüssen, Sellerie, Senfkörnern, Milcheiweiß Kasein und Soja.
Fragen Sie bei unverpackten, zubereiteten Lebensmitteln (im Restaurant, bei
Freunden etc.) immer nach, ob Ihr Allergen verwendet wurde.
Die meisten Obstsorten werden nach längerer Kochzeit verträglich (z. B. in
Marmelade, Kuchen, Obstmus etc.).
Durch das feine Reiben von Äpfeln, die danach einige Minuten an der Luft
stehen, werden die Allergene in der Regel zerstört.
Apfelallergiker reagieren oft nicht so stark auf alte Sorten (z. B. Boskop, Altländer
und Gloster). Problematisch sind eher Golden Delicious, Braeburn, Granny
Smith, Cox Orange und Jonagold.
Naturreis (ungeschält) löst wesentlich weniger Allergien aus als weißer Reis.
Eine Reihe von Medikamenten enthält Hühnereiweiß. Informieren Sie ggf. Ihren
Arzt vor einer Verschreibung über eine bestehende Allergie.
Von manchen Fischallergikern werden Süßwasserfische besser vertragen als
Salzwasserfische.
Asthmatische Reaktionen auf Schalentiere können bereits durch eingeatmete
Dämpfe ausgelöst werden.
Blühkalender für
Allergiker
Feb.
März
Erle – Alnus
X
X
Haselnuss – Corylus avellana
X
X
X
Pappel – Populus
X
X
Weide – Salix
X
X
Ulme – Ulmus
X
X
Ruchgras – Anthoxanthum odoratum
April
X
Mai
Juni
Juli
Aug.
X
X
X
x
x
Birke – Betula
x
X
Buche – Fagus
x
X
Esche – Fraxinus excelsior
x
X
Löwenzahn – Taraxacum
X
Roggen – Secale cereale
X
X
Robinie (Akazie) – Robinia pseudoacacia
X
X
Wiesenrispengras – Poa pratensis
X
X
x
Knäuelgras – Dactylis glomerata
X
X
x
Goldhafer – Trisetum flavescens
X
X
x
Wiesenfuchsschwanz – Alopecurus pratensis
X
X
X
Schwingel – Festuca
X
X
X
x
Spitzwegerich – Plantago lanceolata
X
X
X
X
x
Eiche – Quercus
x
X
Lolch – Lolium
x
X
X
x
Lieschgras – Pheleum pratense
x
X
X
x
Gerste – Hordeum vulgare
x
X
Weizen – Triticum aestivum
X
Falscher Jasmin – Philadelphus coronarius
X
Holunder – Sambucus nigra
X
X
Glatthafer – Arrhenatherum
X
X
Honiggras – Holcus lanatus
X
X
x
Straußgras – Agrostis
X
X
x
Linde – Tilia
X
X
x
Kammgras – Cynosurus cristatus
X
X
x
Hafer – Avena
x
X
Mais – Zea mays
X
x
Beifuß – Artemisia
x
X
Goldrute – Solidago
Sept.
X
X
X Hauptblüte
x Vor- und Nachblüte
Vorbeugend gegen Allergien zu wirken, bedeutet so viel wie ihnen den Nährboden zu entziehen.
Voraussetzungen dafür sind
Tipps zur
Vorbeugung
eine optimal funktionierende Verdauung,
ein optimal funktionierender Stoffwechsel,
ein ungestörter Energiefluss im Körper sowie
eine gesunde Psyche.
Diese Faktoren benötigt ein reibungslos funktionierendes Immunsystem. Und das Immunsystem ist unser wichtigster Verbündeter im Kampf gegen Allergien.
Der Stoffwechsel
Der Stoffwechsel wird auch Metabolismus genannt. Er umfasst
Aufnahme,
Transport,
chemische Umwandlung sowie
Abgabe
von chemischen Stoffen im Organismus. Jene Stoffe, die vom Körper wieder abgegeben werden, nennt man
Stoffwechselendprodukte. Der Stoffwechsel hat vier elementare Aufgaben. Seine biochemischen Prozesse
bauen Körpersubstanz auf,
erhalten sie,
dienen der Energiegewinnung und
halten die Körperfunktionen aufrecht.
Die Aktivitäten des Stoffwechsels verlaufen beim gesunden Menschen nahezu unbemerkt. Er verwertet Stoffe
aus der Nahrung und gewinnt Energie daraus, baut Zellen auf und wieder ab und scheidet Abfallstoffe aus.
Den Aufbaustoffwechsel nennt man Anabolismus. Hierbei wird Energie verbraucht. Der Abbaustoffwechsel
heißt Katabolismus. Dabei wird Energie freigesetzt. Enzyme steuern diese Vorgänge.
Tipps zur Vorbeugung
Störungen des Stoffwechsels entstehen durch ein Ungleichgewicht der Funktionen.
Das kann viele Ursachen haben. Häufige Gründe sind Ernährungsfehler oder
Medikamenteneinnahme bzw. Hormonzufuhr. Stoffwechselstörungen machen sich
in vielerlei körperlichen Reaktionen bemerkbar. Allergische Reaktionen gehören
auch dazu.
Man unterscheidet drei Stoffwechselbereiche:
Eiweißstoffwechsel
Kohlenhydratstoffwechsel
Fettstoffwechsel
Der Eiweißstoffwechsel
Aus Eiweiß, das wir unserem Körper zuführen, stellt dieser Antikörper, Enzyme,
Hormone und Neurotransmitter her. Lange Aminosäureketten (Polypeptide) aus
unserer Nahrung spaltet der Magen in kleine Teile (Peptide). Auch die Eiweißhüllen
werden chemisch gespalten. Körperfremde Bakterien werden so vernichtet. Enzyme der Bauchspeicheldrüse zerlegen die Peptide weiter in Aminosäuren. Diese
durchdringen die Wand des Dünndarms und gelangen ins Blut. Sie werden zur
Leber transportiert, die daraus körpereigene Eiweiße herstellt. In unterschiedlicher
Zusammensetzung sind dies Bausteine für Abwehrstoffe des Immunsystems.
Außerdem steuern sie alle Stoffwechselvorgänge und sind als Neurotransmitter
für die Signalübertragung im Nervensystem zuständig.
Eiweißreiche Nahrungsmittel sind Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte, Milchprodukte
und Getreide.
39
Der Kohlenhydratstoffwechsel
Kohlenhydrate heißen auch „Zucker“. Mitteleuropäer decken ca. 50 bis 60 % ihres Kalorienbedarfs mit Kohlenhydraten. Sie sind bedeutsame Energielieferanten. Bei ihrer Verbrennung in den Körperzellen wird die in ihnen
chemisch gespeicherte Sonnenenergie freigesetzt. Mit dieser Kraftquelle meistern wir unser Leben. Nehmen
wir mehr Kohlenhydrate auf, als momentan benötigt, baut der Körper diese in Fett um und speichert sie. Die
Verdauung von Kohlenhydraten beginnt bereits beim Kauen. Enzyme im Speichel spalten bestimmte Kohlenhydrate. Im Dünndarm übernehmen Enzyme der Bauchspeicheldrüse diese Arbeit. Nach der Zerlegung gelangen
sie über den Darm in den Blutkreislauf.
Kohlenhydratreiche Nahrungsmittel sind Brot, Kartoffeln, Nudeln, Gemüse und Früchte.
Der Fettstoffwechsel
Der Fettstoffwechsel ist wichtig für die Speicherung und Bereitstellung von Energiereserven. Die Fette in
unserem Organismus kommen entweder aus der Nahrung oder werden von der Leber hergestellt. Die Galle
und die Bauchspeicheldrüse liefern die Enzyme für die Fettverdauung. Die verarbeiteten Fette werden durch
das Lymphsystem im Körper verteilt. Das fettähnliche Cholesterin wird vom Körper dringend benötigt. Es ist
ein wichtiger Baustein für Zellmembranen. Ein Mangel führt zu undichten und instabilen Zellmembranen und
beeinträchtigt die Funktion von Haut und Schleimhäuten. Es kommt zu Rötungen und Ausschlägen.
Wichtige Cholesterinlieferanten sind Eier und Butter. Allergiker sollten diese in normalen Mengen essen, sofern
sie es vertragen.
40
Tipps zur Vorbeugung
Der ph-Wert
Zurich Tipp:
Der ph-Wert misst das Verhältnis von sauren und basischen bzw. alkalischen Eigenschaften einer Lösung. Die ph-Skala reicht von 1 (= sehr sauer) bis 14 (= sehr
basisch). Eine Lösung mit einem ph-Wert von 7 ist neutral, die Säuren und Basen
sind im Gleichgewicht. Die Eiweißstoffe unseres Körpers haben alle ihren eigenen
optimalen ph-Wert. Kleine Abweichungen bewirken bereits massive Veränderungen im Organismus. Die optimalen ph-Werte sind:
Speichel 7
Urin 6 bis 6,5
Magensaft 1,5 bis 2
Bauchspeicheldrüse 8,3
Darm 5,8
Haut 5,5
Blut 7,4
Teststreifen zur Überprüfung des ph-Werts, z. B. des Speichels, erhalten Sie in der Apotheke. Ein Wert unter
7 (bei Speichel) bedeutet Übersäuerung, d. h., allergische Reaktionen bestehen. Ein Wert über 7 kann
dagegen ein Hinweis auf Pilze oder einen Krankheitsherd (z. B. ein faulender Zahn) sein.
Gleichgewicht gegen Allergien
Ein funktionierender Stoffwechsel ist ein wichtiger Faktor für ein allergiefreies Leben. Folgende Tipps und Hinweise helfen, einen entgleisten Stoffwechsel wieder zu normalisieren:
Verzichten Sie auf Zucker
Darmpilze findet man sehr häufig bei Allergikern. Pilze lieben Zucker, er ist für sie das reine Paradies. Zucker
führt zu einer Mehrbelastung der Bauchspeicheldrüse. Sie muss vermehrt Insulin produzieren, um den Zuckerüberschuss wieder loszuwerden.
Entgiften Sie Ihre Leber
Eine entlastete Leber ist deutlich effektiver bei der Herstellung von körpereigenem Cholesterin. Cholesterin ist
ein Grundbaustein für andere wichtige Stoffe (z. B. für funktionstüchtige Haut und Schleimhäute). Sprechen Sie
ggf. über die Möglichkeiten einer Leber-Entgiftung mit Ihrem Arzt.
Ein Magen muss sauer sein
Ein saures Magenmilieu fördert die Verdauung. Nehmen Sie ausreichend Saures, Salziges und Bitteres zu sich
(auch beim Frühstück). Ersetzen Sie Kuhmilch durch Milchprodukte wie Butter, Käse und Joghurt. Sie belasten
den Stoffwechsel weniger.
Verschaffen Sie Ihrem Darm Bewegung
Achten Sie auf eine ballaststoffreiche Ernährung. Der Darm braucht mechanische Reize, um optimal zu
arbeiten.
Bringen Sie Ihre Darmflora in Ordnung
Die natürliche Lebensgemeinschaft von Darmbakterien wird durch sterilisierte und industriell gefertigte Nahrungsmittel, durch Giftstoffe und Medikamentenmissbrauch gestört. Eine Darmsanierung stellt das Gleichgewicht in Dünn- und Dickdarm wieder her. Besprechen Sie die Möglichkeiten einer Darmsanierung ggf. mit
Ihrem Arzt.
Vorbeugung während Schwangerschaft und Stillzeit
Studien belegen: Das Vermeiden von möglichen Allergenen sowie das Stillen sind der beste Schutz, den ein
Säugling bekommen kann. Sie können das Risiko einer Nahrungsmittelallergie und einer Neurodermitis
erheblich verringern. Stillen Sie – wenn möglich – volle vier Monate, besser sechs Monate lang.
Während der Schwangerschaft dürfen Sie essen, was Ihnen schmeckt und was Ihnen bekommt. Eine Auslassdiät hat keinen schützenden Effekt für das Ungeborene.
Verzichten Sie unbedingt auf das Rauchen. Kinder, deren Mütter während der Schwangerschaft und Stillzeit
geraucht haben, erkranken wesentlich häufiger an Allergien. Meiden Sie Raucherzonen. Auch Passivrauchen
erhöht das Risiko.
Erledigen Sie Renovierungsarbeiten in Ihrer Wohnung und vor allem im neuen Kinderzimmer mehrere
Wochen vor der Geburt. Die Schadstoffbelastung durch solche Arbeiten ist einige Wochen danach erhöht.
Falls Sie Flaschennahrung verwenden, entscheiden Sie sich bei stark allergiegefährdeten Kindern für hypoallergene Säuglingsnahrung.
Sofortbehandlung von akuten Fällen
Behandlungsmöglichkeiten von
Allergien
Allergene können unter Umständen bedrohliche Zustände auslösen. Notfälle sind deshalb unbedingt und ohne
Einschränkung mit stark wirkenden Medikamenten zu behandeln. Solche Mittel beseitigen die Allergie nicht in
ihrer Ursache. In Notfällen steht aber zunächst die Beherrschung der Notfallsituation im Vordergrund. Eine
Dauertherapie mit solchen Medikamenten ist äußerst bedenklich. Folgende Arzneimittel werden eingesetzt:
Adrenalin
Bei Reaktionen auf fremdes Eiweiß (z. B. bei Bienen- oder Wespenstichen) besteht die Gefahr eines lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schocks. Eine Adrenalininjektion oder ein Adrenalinspray in Verbindung mit Antihistaminika und Kortison kann auftretende Atem- und Kreislaufstörungen beseitigen.
Antihistaminika
Sie wirken vor allem gegen Juckreiz, Nesselausschlag und Nasenschleimhautentzündung. Die Wirkstoffe haben
relativ wenig Nebenwirkungen und es entwickelt sich keine Abhängigkeit. Die Wirksamkeit lässt aber mit der
Zeit nach. Dann muss eine andere chemische Zusammensetzung verwendet werden (es gibt sechs verschiedene
Kategorien). Antihistaminika gibt es zur inneren und äußeren Anwendung.
Kortikosteroide oder Kortikoide (Kortison)
Sie bekämpfen vor allem die entzündlichen Begleiterscheinungen einer allergischen Reaktion. Es werden Injektionen, Tabletten, Inhalationssprays und Salben verabreicht. Kurzfristige Anwendungen führen selten zu Nebenwirkungen. Bei längerer innerlicher Anwendung kommt es vor allem zu Schwellungen im Gesichtsbereich, Fettleibigkeit und Knochenbrüchigkeit. Weitere Nebenwirkungen können sein: Bluthochdruck, Grauer Star, Zuckererkrankung und psychische Veränderungen. Bei äußerlicher Anwendung verdünnt sich die Haut
(Pergamenthaut) und die Schleimhaut.
Cromoglicinsäure
Sie verhindert bereits das Ausschütten des Histamins aus den entsprechenden Zellen. Histamin ist ein Vermittlerstoff, der allergische Reaktionen auslöst. Das Medikament wird in Form von Augentropfen, Nasensprays und
Inhalationsaerosolen verabreicht. Als Pulver in Wasser in hoher Dosis aufgelöst, kann es die Reaktion von Nahrungsmittelallergien blockieren. Überempfindlichkeitsreaktionen und Unverträglichkeiten sind eher selten.
Abschwellende Medikamente
Sie werden besonders für den Bereich der Nasenschleimhäute in Tabletten- oder Sprayform verabreicht. Mit der
Zeit verlieren sie an Wirksamkeit. Bei Bluthochdruck und Herzerkrankungen sind diese abschwellenden Arzneimittel ein Risikofaktor.
Behandlungsmöglichkeiten von Allergien
Bronchospasmolytika
Sie bewirken eine Entkrampfung der Bronchialmuskulatur bei Asthmabehandlungen. Es handelt sich um Stoffe,
die über die Neurotransmitter (= Nervenüberträgerstoffe) des vegetativen Nervensystems wirken und dadurch
eine Verengung im Bronchialbereich lösen können. Auch Theophyllinpräparate zur Krampflösung im Bereich
der Bronchien, Stimulation des Atemzentrums und zur Verbesserung der Zwerchfellfunktion kommen zum Einsatz. Die große Palette der Gegenanzeigen, Neben- und Wechselwirkungen der Arzneistoffe sind dringend zu
beachten.
Calcium
Es wirkt antientzündlich, antiallergisch und gefäßabdichtend. Es ist in Form von Tabletten oder als Injektion zur
Linderung von allergischen Reaktionen einsetzbar.
43
Enzymgestützte Desensibilisierung
Die ausgetesteten Allergene werden mit einem bestimmten Enzym angereichert.
Diese Enzym-Allergen-Mixtur spritzt man unter die Haut. Innerhalb einer Woche
verringern sich die Allergie-Symptome. Der Effekt hält etwa zwei bis drei Monate
an. Danach muss die Therapie wiederholt werden.
Histaglobin (nur zur Injektion)
Der Komplex von menschlichem Immunglobulin und Histamin bewirkt eine Hemmung der Histaminfreisetzung. Die Wirkung ist unabhängig vom auslösenden Allergen und hat den Effekt einer unspezifischen Hyposensibilisierung.
Behandlungskonzepte alternativer Heilverfahren
Zurich Tipp:
Nehmen Sie bei Sonnenallergie zwei Wochen vor Reiseantritt in südliche Länder hochdosiertes Calcium ein.
In Absprache mit dem behandelnden Arzt oder Homöopathen werden verschiedene Therapien als kombinierte Maßnahmen neben schulmedizinischen Methoden
eingesetzt.
Hyposensibilisierung (Systemische Immuntherapie – SIT)
Die festgestellten Allergene werden in kleinen Mengen in ansteigender Konzentration unter die Haut gespritzt,
um den Körper unempfindlich zu machen (= desensibilisieren). Die Behandlung dauert etwa drei Jahre. Der
Erfolg hängt davon ab, wie genau die Allergene beim Testverfahren erkannt werden konnten. Möglicherweise
bilden sich wieder neue Allergene.
Therapie mit homöopathischen Mitteln
Typische Mittel sind:
– Luffa D 12: bei allergischen Symptomen mit trockener, geschwollener
Nasenschleimhaut
– Cardiospermum D 3: entzündungshemmende Wirkung bei Allergien, auch in
Salbenform erhältlich
– Euphrasia D 6: bei Stechen in den Augen mit Tränenfluss und Fließschnupfen
– Aralia D 6: bei Reizzuständen des Kehlkopfs und des Rachens mit Kitzelhusten
– Galphimia D 6: bei Heuschnupfen, allergischem Asthma und Hauterkrankungen
– Cuprum aceticum D 6: wenn nach Unterdrückung eines Hautausschlags Asthma
auftritt sowie bei trockenem Krampfhusten (besonders stark auftretend um
Mitternacht)
Neutralisation (Miller-Technik)
Die Vorgehensweise ist zunächst genauso wie bei der Hyposensibilisierung. Die Menge des Allergens wird festgestellt, die bei einer Injektion unter die Haut eine Reaktion auslöst. Der Patient erhält die entsprechende Injektionslösung als Tropfen, die unter die Zunge geträufelt werden. Der erreichte Neutralisationseffekt ist jedoch
nicht von Dauer.
Therapie mit Mitteln der Pflanzenheilkunde
Typische Mittel sind die Echinacea-Präparate. Diese können zur Abwehrsteigerung
eingenommen bzw. gespritzt werden (z. B. in Verbindung mit Eigenblut).
Auch verschiedene pflanzliche Mittel zur Entgiftung und Ausleitung über Haut,
Darm, Leber und Nieren haben sich bewährt.
Behandlungskonzepte der Schulmedizin
Vermeidung der Allergene
Nach Feststellung der Allergene wird versucht, den Kontakt mit diesen zu vermeiden. Dies ist in Einzelfällen
möglich, nicht aber bei Pollen-, Hausstaub-, Milbenallergien etc. Eine Verbesserung verspricht oft ein verordneter
Aufenthalt z. B. an der See oder im Hochgebirge.
Therapie mit Basenpulver und Vitamin C
Durch allergische Reaktionen entsteht im Körper ein saures Milieu. Alkalische
Salze wirken neutralisierend und können Krankheitssymptome abmildern oder
ganz verhindern. Am besten wirkt eine Mischung aus drei Teilen Natriumbikarbonat, zwei Teilen Kaliumkarbonat und einem Teil Calciumcarbonat. Bei Bedarf
einen Teelöffel der Mischung in einem Glas Wasser auflösen und trinken. Zusätzlich
kann noch ein Teelöffel Ascorbinsäure (= Vitamin C) in die Mischung eingerührt
werden. Die Basenpulvermischung und die Ascorbinsäure erhalten Sie in jeder
Apotheke. Viele Betroffene trinken täglich ein bis zwei Gläser davon und halten
damit die Allergie unter Kontrolle. Das Basenpulver kann abführend wirken, vor
allem bei einer höheren Dosierung.
Praxisstudien mit Infusionen von sehr hohen Dosen Vitamin C brachten erstaunliche
Ergebnisse. Stärkste Krankheitssymptome bei allergischem Asthma bronchiale
und Neurodermitis haben sich nach wenigen Behandlungen wesentlich gebessert.
Akupunktur
Bestimmte Punkte werden durch Nadeln, Laser, Farbstrahler oder durch Fingerdruck therapiert. Dadurch beeinflusst man den Energiefluss des Körpers. Reizzustände z. B. von Schleimhäuten und Verkrampfungen von Muskeln können so
reguliert werden.
Bioresonanztherapie
Diese Therapie geht von der Annahme aus, dass sich beim Menschen harmonische und disharmonische elektromagnetische Schwingungen finden. Über Elektroden wird das gesamte Schwingungsspektrum eines Menschen aufgenommen
und in ein Therapiegerät geleitet. Die harmonischen Frequenzen werden verstärkt. Die disharmonischen, krankhaften Schwingungen werden umgekehrt und
neutralisiert. Belastende Stoffe sind durch die umkehrende Wirkung ebenso zu
neutralisieren. So verändert man die Schwingung der Allergene und verhindert
eine allergische Reaktion.
Behandlungsmöglichkeiten von Allergien
Eigenblutbehandlung
Die Eigenblutbehandlung ist eine unspezifische Reiztherapie, mit der eine Steigerung der körpereigenen Abwehr und eine Umstimmung erreicht wird. Dem Patienten wird Blut aus der Vene entnommen und durch den
Gesäßmuskel wieder eingespritzt. In der Regel wird das Blut vor der Rückgabe behandelt, z. B. mit UV-Strahlen
sowie Sauerstoff und mit einem abwehrsteigernden oder umstimmenden Medikamentenzusatz angereichert.
Durch eine Serie von Eigenblutinjektionen, meist in Kombination mit homöopathischen Mitteln und Akupunktur, ist es möglich, die Wirkung von Allergenen auszuschalten. Bei saisonalen Allergien sollte bereits sechs
Wochen vor dem erwarteten Ausbruch mit der Behandlung begonnen werden.
Eigenurinbehandlung
Mit dieser Therapieform lassen sich oft erstaunliche Erfolge erzielen. Die äußerliche Anwendung ist am einfachsten durchzuführen. Dazu wird der Morgenurin aufgefangen. Mit einer getränkten Kompresse wird der
betroffene Hautbereich mit dem Urin benetzt. Die innere Anwendung erfordert etwas mehr Überwindung.
Der Urin wird verdünnt oder unverdünnt getrunken.
Eine Eigenurininjektion hat die tiefgreifendste Wirkung. Der Urin wird verdünnt (potenziert) oder unverdünnt
injiziert. Dabei sollte der Urin verwendet werden, welcher nach einer besonders starken Allergiereaktion gelassen wurde. Eine Behandlung mit Eigenurin ist problemlos. Es dürfen lediglich keine Bakterien im Urin sein, wie
es bei Entzündungen im Nieren-Blasenbereich vorkommen kann. Dies lässt sich mit einem Teststreifen (aus der
Apotheke) überprüfen.
45
Gegensensibilisierung nach Prof. Theurer
Es handelt sich hierbei um eine abgewandelte Eigenbluttherapie. Das Blut des
Patienten wird nur einmal abgenommen (am besten nach einer starken AllergenReaktion) und an ein Labor gegeben. Dort werden die sensibilisierenden Substanzen
im Blut verändert und verschiedene Verdünnungsstufen dieses Serums hergestellt.
Das Mittel wird dem Patienten in absteigender Verdünnung unter die Haut gespritzt. Der Vorteil des Verfahrens ist, dass keine Allergene ausgetestet werden
müssen und das gesamte Allergiespektrum des Patienten enthalten ist.
Symbioselenkung
Die Naturheilkunde betont schon immer die Bedeutung des Darms für die körpereigene Abwehr im Allgemeinen und bei allergischen Erkrankungen. Zu starker
Pilzbefall oder eine falsche Zusammensetzung der Bakterienflora ziehen eine
allgemeine Abwehrschwäche und allergische Erkrankungen nach sich. Eine Stuhluntersuchung kann solche Probleme aufdecken. Oft genügt eine gezielte Symbioselenkung, um vielerlei Beschwerden verschwinden zu lassen.
Allergieentstehung
Allergischer Schnupfen, Asthma, Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien beruhen zu einem großen Teil auf
erblicher Veranlagung. Solche Erbfaktoren können zu einem Ausbruch einer oder mehrerer dieser Allergieformen
führen. Man kann allerdings nicht vorhersagen, ob eine entsprechende Veranlagung tatsächlich zur Übersensibilisierung führen wird, und schon gar nicht, welche Organe betroffen sein werden.
Allergien bei
Kindern
Menschen, die durch ihre Erbanlagen allergiegefährdet sind, nennt man Atopiker. Meist kommt es bei ihnen
bereits in der frühen Kindheit zu Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Neurodermitis. Die Wahrscheinlichkeit einer allergischen Erkrankung steigt, wenn beide Elternteile Atopiker sind. Sie weisen meist einen erhöhten
IgE-Spiegel auf. Ein solcher ist aber keine absolute Voraussetzung für den tatsächlichen Ausbruch einer Allergie.
Auch Menschen mit niedrigen IgE-Werten können unter Allergien leiden.
Neueste Studien zeigen, dass allergische Reaktionen von Schwangeren den Embryo beeinflussen. Wahrscheinlich sind Botenstoffe des mütterlichen Immunsystems die Basis für eine erhöhte Allergieanfälligkeit des Kindes.
In den ersten Lebensmonaten reagieren die Kinder oft auf Nahrungsmittel wie Kuhmilch, Hühnereier, Soja oder
Weizen. Daraus entwickeln Kleinkinder häufig eine Neurodermitis und im (Vor-) Schulalter einen allergischen
Schnupfen oder Asthma.
Wichtiger Hinweis:
Das Risiko, an Asthma zu erkranken, steigt, wenn ein allergischer Schnupfen nicht rechtzeitig behandelt
wird. Bei Verdacht auf einen solchen sollten Sie unbedingt einen Arzt zu Rate ziehen.
Krankheit und Selbstvertrauen
Es gibt erwiesene Zusammenhänge zwischen emotionaler Stimmung und dem Immunsystem. Der Forschungszweig der Psychoneuroimmunologie bemüht sich, diese Zusammenhänge zu ergründen. Eine allergische Erkrankung bedeutet eine enorme Belastung für das Selbstvertrauen eines Kindes. Sie stellt nicht nur einen hohen
Energieverschleiß für den Körper dar, sondern auch für die Psyche des betroffenen Kindes und seiner Angehörigen.
Kranke Kinder benötigen viel Zuwendung, Geduld und Verständnis – besonders während eines akuten Schubes.
Eine ständige übertriebene Rücksichtnahme und Schonung vermittelt allerdings: „Ich bin krank und schwach.
Ich bin eine Belastung für meine Umwelt.“ Das Selbstvertrauen dieser Kinder wird geschwächt und damit ihre
Fähigkeit, Gesundheit anzustreben und mit ihrer Krankheit souverän umzugehen. Denn das Bild vom eigenen
Wert beeinflusst das Vertrauen in die eigenen Kräfte – im Positiven sowie im Negativen.
Allergien bei Kindern
Ein Leben, welches sich völlig an einer Allergie orientiert, bietet dem Betroffenen wenig Lebensfreude. Die
Krankheit übt eine ungeheure Macht aus. Freude ist aber eine wichtige Voraussetzung für einen Gesundungsprozess. Das Leben bietet eine Menge schöner Dinge, die Spaß bereiten. Gerade für Kranke und deren Familien
ist es wichtig, sich diesen Schönheiten zuzuwenden. Ansonsten wird der Alltag eine anstrengende und traurige
Sache, welche die Allergie letztlich nur immer weiter verschlimmert.
Starke Eltern
Die Eltern allergiekranker Kinder brauchen viel Kraft, um den Alltag zu meistern. Es ist ganz besonders wichtig,
dass sie ihre eigenen Bedürfnisse wahr- und ernstnehmen. Oftmals kämpfen sie mit starken Selbstvorwürfen.
Diese führen zu einer übertriebenen Fürsorge. Das Mehr an Zuwendung fordert früher oder später seinen
Tribut. Die Kraft lässt nach, man wird zornig und ungeduldig. Daraus entstehen neue Selbstvorwürfe – der
Teufelskreis beginnt. Eine solche Unausgeglichenheit der Eltern kann das Kind nicht verstehen. Es ist wichtig,
aus diesem Teufelskreis von Stress und Krankheit auszubrechen.
Eltern sollten sich in jedem Fall über ihre eigenen Grenzen klar werden und konsequent darüber sprechen. Ehrlichkeit ist ein wichtiger Grundbaustein für ein harmonisches Familienleben. Kinder brauchen eindeutige Aussagen. Mit doppeldeutigen Botschaften können sie nichts anfangen. Auch kranke Kinder müssen akzeptieren,
dass ihre Eltern eigene Bedürfnisse haben.
47
Bei kranken Kindern ist es besonders wichtig, früh auf ein „aktives Kranksein“
hinzuarbeiten. Eltern sollten besonders darauf achten, die Entwicklung ihrer Kinder nicht durch übertriebene Fürsorge zu behindern. Kleine Allergiker sind unbedingt eigenverantwortlich in die Maßnahmen ihrer Krankheit mit einzubeziehen.
Es hilft ihnen, möglichst früh zu lernen, Art und Schwere ihrer Reaktionen sowie
den bewussten Umgang mit ihren Allergenen abzuschätzen und entsprechend
zu handeln. Kinder wollen Grenzen selber erfahren – auch jene, die ihnen eine
Erkrankung setzt. Wenn sie dauerhaft die Grenze überschreiten, sind sie entweder
mit der Lernerfahrung überfordert oder sie provozieren aufgrund eines emotionalen Problems.
Die Entwicklung zum aktiven Kranksein braucht Zeit. Um die Kinder nicht zu überfordern, sollten die Lernschritte nach und nach vollzogen werden. Leistungsdruck
ist fehl am Platz, genauso wie Mitleid. Ein „armes Kind“ wird sich tatsächlich
minderwertig und nicht ausreichend ausgestattet fühlen. Es entsteht ein Gefühl
der eigenen Hilflosigkeit und Ohnmacht – gepaart mit dem Gefühl der Abhängigkeit von anderen. Daraus resultiert ein dauerhafter Kontroll- und Machtanspruch,
mit dem „der ansonsten Hilflose“ sich die Zuwendung und Befriedigung seiner
Bedürfnisse durch seine Umwelt sichert.
Eigenverantwortung schulen
Die Eigenverantwortung innerhalb der Gesundheit bekommt einen immer höheren Stellenwert. Nach dem
alten Verständnis waren Patienten in ein autoritäres Beziehungssystem eingebunden. Experten beurteilten
ihren Gesundheits- bzw. Krankheitszustand und bestimmten direktiv, was der Einzelne zu tun hatte. Es war
nicht vorgesehen, dass Patienten sich selbst über ihren Zustand und die Möglichkeiten einer Behandlung
informieren.
Die Entwicklung geht immer stärker zum „mündigen Patienten“. Der Betroffene verschafft sich umfassende
Informationen und sucht den partnerschaftlichen Austausch mit dem Experten. Diese Art der Mitsprache wird
von Patienten zunehmend eingefordert. Wie sinnvoll dies ist, zeigen Untersuchungen: Misserfolge in der
Behandlung sind zu einem großen Teil auf ein „Nicht-Befolgen“ von ärztlichen Ratschlägen zurückzuführen.
Dabei spielen unbewusste Widerstände eine große Rolle. Der Patient „vergisst“ z. B. einfach immer wieder,
seine Tabletten zu nehmen.
Zurich Tipp:
Um die Eigenverantwortung der Patienten und ihrer Angehörigen zu stärken,
gibt es Patientenschulungen der einzelnen Verbände. Dort werden die Betroffenen zu Experten für ihre eigene Krankheit. Sie lernen den Umgang mit
Medikamenten, Techniken der Stressbewältigung, den Umgang mit Rückfällen
und alles, was es um die Krankheit herum zu wissen und zu tun gibt. Dies
stärkt das Selbstbewusstsein der Patienten enorm. Informationen zu solchen
Schulungen erhalten Sie bei den Verbänden. Die Adressen finden Sie im
Anhang.
48
Allergien bei Kindern
Macht und Krankheit
Vorbeugung von Allergien bei Kindern
Krankheitssymptome verleihen demjenigen, der sie hat, eine gewisse Macht.
Zuwendung, Fürsorge, Verzeihung, Erlaubnis etc. stehen für ihn auf Abruf bereit.
Viele gesunde Kinder entwickeln plötzlich Hustenanfälle, wenn sie nicht bekommen,
was sie wollen. Mit einer diagnostizierten Krankheit ist diese Strategie noch um
einiges wirkungsvoller.
Zu beachten ist: Die Kinder benutzen das Druckmittel Krankheit nicht bewusst
oder berechnend. Sie folgen lediglich einem ausgetretenen Pfad von unbewussten
Reaktionen. Sie haben erfahren, dass im Symptom ein gewisser „Nutzen“ für sie
liegt. Eine übertriebene Zuwendung durch die Eltern kann dazu führen, dass die
positiven Folgen eines allergischen Anfalls aus Sicht des Kindes überwiegen.
Es läuft ein Lernprozess ab, bei dem das Kind seine Symptome gezielt einsetzt,
um etwas Bestimmtes zu erreichen. Diese Entwicklung können Eltern verhindern
oder umkehren, wenn sie ein Gefühl für das rechte Maß haben. Die positiven
dürfen die negativen Folgen nicht überwiegen, sonst wird aus einer allergischen
Reaktion schnell ein psychisches Druckmittel.
Dreck macht Speck
Man hat beobachtet, dass Kinder, die sich in ihren ersten Lebensjahren viel auf Bauernhöfen aufgehalten
haben, weniger allergieanfällig sind als ihre Altersgenossen ohne regelmäßigen Kontakt zur Landwirtschaft.
Dieses Phänomen wird darauf zurückgeführt, dass Mikroorganismen in Matsch und Sand das Immunsystem
anregen. Viren und Bakterien im landwirtschaftlichen Umfeld sind nicht wirklich gefährlich, aber ein hervorragendes Training für die körperliche Abwehr. Übertriebene Hygiene scheint mehr zu schaden als zu nutzen.
Verzichten Sie auf den routinemäßigen Einsatz von scharfen desinfizierenden Haushaltsputzmitteln. Verwenden
Sie diese nur in Ausnahmefällen. Außerdem können solche Putzmittel allergische Reaktionen auslösen. Auch
die Ansteckung in Krippen und Kindergärten mit harmlosen Infektionskrankheiten können Sie gelassen sehen.
Auch sie trainieren das Immunsystem. Ein früher Kontakt mit Mikroben schützt vor späteren Allergien. Bei
einem bereits sensibilisierten Allergiker hilft es übrigens nicht, sich nachträglich solchem Schmutz auszusetzen.
Aufgrund der „Schmutztheorie“ entwickeln verschiedene Forschungsteams weltweit momentan „Schluckimpfungen gegen Allergien“. Dabei wird versucht, das Immunsystem mit Bestandteilen von Bakterien aus Stallschmutz anzuregen.
Psychische Impfung
Die Fachhochschule Hildesheim hat ein Gesundheitstraining für chronisch Kranke
entwickelt. Es ist auch für allergische Erkrankungen geeignet. Durch psychologische Techniken soll eine Umkehrung „allergischer Prägungen“ erreicht werden.
Zum Programm gehören professionelle Hilfe, selbstständige Übungen mit CDs
sowie Gruppentrainings. Nähere Informationen finden Sie unter:
Deutsche Gesellschaft für Psycho-Allergologie e. V.
Bekassinenau 23a
22147 Hamburg
Telefon 040 6474818
www.psycho-allergologie.de
www.hildesheimer-gesundheitstraining.de
Zurich Tipp:
Das Immunsystem kann man auch durch probiotische Bakterien in Joghurt und Quark trainieren.
Einsatz von Antibiotika
Unterschiedliche Untersuchungen zeigen, dass Kinder, die in den ersten sechs Lebensmonaten mit Antibiotika
behandelt wurden, bis zum siebten Lebensjahr häufiger an Allergien und Asthma erkrankten. Der Einsatz von
Antibiotika scheint das Risiko einer Asthmaerkrankung mehr als zu verdoppeln. Man sollte dieses Arzneimittel
bei Kleinkindern nur in wirklich begründeten Fällen anwenden. Bei Viruserkrankungen wie Erkältung oder
Grippe sind Antibiotika ohnehin wirkungslos.
Schutzimpfungen und Allergien
Wissenschaftliche Studien haben die Theorie, dass Schutzimpfungen das Allergierisiko bei Kindern erhöhen,
nicht bestätigt. Kinderärzte und Allergologen raten weiterhin zu Impfungen gegen
– Diphtherie,
– Keuchhusten,
– Kinderlähmung,
– Masern,
– Mumps,
– Röteln sowie
– Tetanus,
auch wenn die Kinder bereits allergisch erkrankt sind. Es gibt allerdings Fälle, in denen sich allergische Reaktionen nach einer Schutzimpfung verschlechtert haben oder sogar erstmals ausgebrochen sind. Oftmals sind bestimmte Bestandteile des Impfstoffs an der allergischen Reaktion beteiligt. Der Impfstoff gegen Masern/Mumps
etwa wird auf Hühnereibasis hergestellt. Andere Stoffe enthalten Konservierungsmittel. Bei allergiekranken Kindern ist zu raten, Schutzimpfungen in stabilen Phasen und nicht während eines Allergieschubes durchzuführen.
Eine Verabreichung von Kortison oder Antibiotika sollte ggf. mindestens sechs bis acht Wochen zurückliegen.
Manche Experten raten bei Allergikern dazu, anstatt der üblichen Mehrfachimpfungen, Impfstoffe getrennt zu
verabreichen.
Das Umfeld der Heilung
Bei Allergien stehen eine allergenarme Umgebung sowie die Stärkung des Immunsystems an erster Stelle, wenn
es um eine bessere Lebensqualität geht. Genauso wichtig ist es, ein entspanntes familiäres Umfeld zu schaffen.
Ruhe und Gelassenheit machen unser Immunsystem stark, Stress und Druck dagegen schwächen es. Durch ein
entspanntes Lebensumfeld kann man die „Allergieschwelle“ erhöhen. Das heißt, das Immunsystem rastet nicht
gleich wegen jeder Kleinigkeit aus. Neurodermitiker und Asthmatiker kennen den Zusammenhang zwischen
Stress und Krankheitsschub oft aus eigener Erfahrung.
Termine und Verpflichtungen sollten nur zum Alltag gehören, wo sie unabänderlich sind. Die Eltern fungieren
hier als Anwalt ihrer Kinder. Eine gewisse Radikalität gehört dazu. Denn Verpflichtungen haben es so an sich,
sich als solche darzustellen. Jede einzelne von ihnen behauptet natürlich zunächst einmal, einen Absolutheitsanspruch zu haben. Sich aus solchen Drucksituationen zu befreien und eigene Prioritäten zu setzen, bedarf
einer großen Überwindung und innerer Stärke. Verpflichtungen leben davon, wahrgenommen zu werden. Wer
sich ihnen entzieht, stößt häufig auf Widerstände und Ablehnung.
Nur wenige ertragen es leicht, wenn man ihnen seine Zeit und Aufmerksamkeit plötzlich entzieht. Im Interesse
Ihres eigenen Wohlbefindens und der Gesundheit Ihrer Familie lohnt es sich, diesen Kampf aufzunehmen.
Hinterfragen Sie alle Ansprüche, die an Ihre Person und an Ihre Familie gestellt werden. Überprüfen Sie deren
Berechtigung. Verteidigen Sie Ihre persönlichen Ruheoasen konsequent. Das Immunsystem heißt nicht umsonst
„menschliche Abwehr“ – und genau darum geht es dabei.
Musik und ihre Wirkung
Akustische Reize spielen beim Menschen eine wichtige Rolle. Geräusche, so auch
Musik, treffen auf tiefer liegende Regionen des limbischen Systems als optische
Eindrücke. Musik spricht unmittelbar die Emotionen an. Dieser Wirkung kann sich
kaum einer entziehen. Musik kann heilen – Musik kann krank machen.
Dies kann man sich einfach zu Nutze machen, um gesundheitsfördernde,
entspannte Stimmungen zu erzeugen und krankmachende, allergieauslösende
umzuwandeln.
Bei subjektiv wohlklingenden Melodien werden vermehrt Glückshormone (Endorphine) ausgeschüttet. Das hebt die Laune und macht uns weniger schmerzempfindlich. Für einen Großteil der Menschen gilt:
Harte Rockmusik und komplizierte Musik, wie etwa Jazz oder moderne klassische Musik, lösen eher Stress aus.
Musik, die starke Kontraste aufweist und sich stark verändert, regt eher auf.
Ungewohnte Harmonien, Tonfolgen und Rhythmen, etwa exotisch fernöstliche
Musik, bereiten vielen Menschen eher Stress.
Musik mittlerer Lautstärke, von mittlerem Tempo und mit relativ schlichten
Harmonien und Tonfolgen wirkt eher entspannend.
Ein Rhythmus mit ca. 60 Schlägen pro Minute gilt als ideal entspannend. Dies
entspricht einem ruhigen Herzschlag.
Musik mit Texten (auch fremdsprachliche) regen die linke Gehirnhälfte an. Dies
erschwert die Entspannung.
Dauerberieselung durch Musik, besonders am Arbeitsplatz, ermüdet und stresst.
Wirkliche Entspannung wird nur erreicht, wenn Sie sich ausschließlich der
Musik widmen.
50
Allergien bei Kindern
Der Einsatz von entspannender Musik
bewirkt eine körperliche Ruhigstellung,
verlangsamt die Atemfrequenz,
verlangsamt den Herzschlag und den Puls,
bewirkt Veränderungen des Hautwiderstandes und
senkt den Blutdruck.
Maßnahmen in der Stillzeit:
– Stillen Sie so lange wie möglich (mindestens vier Monate, besser sechs oder länger).
– Verzichten Sie auf die Zufütterung von Fremdeiweiß (z. B. Kuhmilch).
– Vermeiden Sie potente Allergene (Eier, Fisch, Nüsse und Soja), wenn Ihr Kind durch Veranlagung stark allergiegefährdet ist.
– Suchen Sie einen Arzt auf, wenn sich bei Ihrem Kind eine Neurodermitis bildet oder verstärkt.
– Falls Sie nicht oder nur teilweise stillen, wählen Sie für stark allergiegefährdete Kinder hypoallergene
Flaschennahrung.
Die richtige Nahrung:
– Verzichten Sie bei der Beikost zunächst auf hochpotente Allergene wie Eier, Nüsse, Soja und Fisch.
– Füttern Sie zunächst einzelne gegarte Lebensmittel löffelweise. Führen Sie neue Lebensmittel einzeln ein
und warten Sie zwei bis vier Tage ab, ob Ihr Kind diese verträgt.
– Nehmen Sie bei Unverträglichkeiten Kontakt zu einem Arzt auf.
– Als Getränke empfehlen sich Mineralwasser, eventuell mit Obst- oder Gemüsesäften, sowie Tee
(z. B. Kamillentee).
Zurich Tipp:
Es gibt eine Reihe von Angeboten mit entspannender Musik aller Art. Lassen
Sie sich von Ihrem eigenen Empfinden und Geschmack leiten. Zwei Beispiele
dafür sind
„Romance“ von Edvard Grieg (Streichquartett op. 27)
„Larghetto“ von W. A. Mozart (Quartett für Klavier, Violine, Viola und Violoncello, KV 493)
Allergieprävention bei Säuglingen
Die frühe Kindheit hat einen wesentlichen Einfluss auf eine spätere Allergieanfälligkeit. Es ist wichtig, sich mit vorsorgenden Maßnahmen bei Säuglingen auseinanderzusetzen. Der folgende Überblick zeigt, welche Maßnahmen Sie ergreifen
können, um Ihr Kind vor Allergien zu schützen.
Maßnahmen in der Schwangerschaft:
– Essen Sie, was Ihnen schmeckt und gut bekommt.
– Auslassdiäten haben keinen schützenden Effekt auf das Ungeborene.
– Verzichten Sie auf das Rauchen. Meiden Sie Raucherzonen.
– Vermeiden Sie Renovierungsarbeiten einige Wochen vor und auch nach der
Geburt Ihres Kindes. Die Schadstoffkonzentration erhöht sich durch solche
Arbeiten.
Alltag und Umgang:
Achten Sie auf folgende allergieauslösende Quellen:
– Verzichten Sie auf Badezusätze. Verwenden Sie für die Haut Ihres Säuglings reines, nicht zu warmes
Leitungswasser.
– Verwenden Sie zur Hautpflege Produkte ohne Zusatzstoffe (z. B. Duft- und Konservierungsstoffe).
– Verwenden Sie bei trockener Haut oder Ekzemen vom Arzt empfohlene Mittel.
– Reduzieren Sie Hausstaubmilben in Ihrer Wohnung.
– Beugen Sie der Bildung von Schimmelpilzen vor.
– Erklären Sie Ihre Wohnung und Ihr Auto zur rauchfreien Zone. Meiden Sie Raucherzonen.
– Verzichten Sie auf Modeschmuck für Ihr Kind. Ohrstecker und Piercings sollten ohnehin tabu sein.
– Haustiere können Allergien auslösen, aber auch vor ihnen schützen. Beobachten Sie ggf. die Auswirkungen
auf Ihr Kind genau.
Allergien bei Kindern
51
Akupunktur bei Kindern
Neurodermitis bei Kindern – Besonderheiten
Akupunktur ist ein Bestandteil der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Auch in Europa wird diese Technik
mittlerweile häufig verwendet. Bei sachgerechter Anwendung bestehen so gut wie keine Risiken. Bei Allergien
wird die Akupunktur gern zusätzlich zu schulmedizinischen Verfahren eingesetzt.
Eine unterforderte Immunabwehr führt häufiger zu Neurodermitis als eine überforderte. Häufige frühe Infektionskrankheiten und eine ausgedehnte Stillzeit haben
eine schützende Wirkung. Nahrungsmittel wie Hühnerei, Kuhmilch, Weizen, Soja
und Haselnüsse können Neurodermitis hervorrufen. Das Leben mit einem neurodermitiskranken Kind ist anstrengend – für die ganze Familie. Es ist gut, wenn Sie
Folgendes wissen:
Es bestehen an sich keine Bedenken gegen einen Einsatz von Akupunkturnadeln bei Kindern. Der Schmerz wird
allerdings sehr unterschiedlich empfunden und oftmals haben Kinder Angst vor den pickenden Nadeln. Um
ihnen dies zu ersparen, kann man auf die schmerzfreie Laserakupunktur zurückgreifen. Es gibt auch Verfahren,
bei denen kleine Kügelchen auf die entsprechenden Akupunkturpunkte geklebt werden.
Die Prognosen sind gut. Bei gut der Hälfte aller Neurodermitisfälle im Kindesalter verschwinden die Symptome innerhalb der ersten beiden Lebensjahre
wieder (bei weiteren 20% bis zum Beginn der Pubertät).
Die Verabreichung von Glukokortikoiden (kortisonhaltige Arzneimittel) gehört
mittlerweile zum Therapiestandard. Die ärztlich überwachte zeitlich begrenzte
Verabreichung birgt keine gesundheitlichen Gefahren. Die Beschwerden ohne
diese Medikamente führen meist zu Schlaflosigkeit, sozialem Rückzug und zu
einem gestörten Familienleben.
Es gibt Eltern-Kind-Schulungen für Neurodermitis, die Ihnen zu größerer Sicherheit und Kompetenz im Umgang mit dieser Krankheit verhelfen. Außerdem
dienen sie dem Erfahrungsaustausch betroffener Eltern.
Asthma bei Kindern – Besonderheiten
Asthmakranke Kinder benötigen besonders viel Fingerspitzengefühl. Einerseits müssen Sie vor Reizstoffen und
Überanstrengungen geschützt werden. Andererseits dürfen Sie durch übertriebene Vorsicht nicht in eine Außenseiterposition gedrängt werden. Auch die Gefahr, das Asthma als Vorwand zu benutzen, um sich ungeliebte
Pflichten vom Hals zu schaffen, ist relativ groß. Grundsätzlich gilt:
Kinderzone ist Nichtraucherzone.
Vermeiden Sie Umweltschadstoffe, Auto- und Industrieabgase.
Wohn- und Schlafraum sollten stets gut durchlüftet sein.
Allergieauslöser müssen konsequent aus dem Umfeld verbannt werden.
Ausgewogene, vitaminreiche Ernährung und die Beachtung einfacher Hygieneregeln beugen Infektionskrankheiten vor.
Informieren Sie Lehrer, Betreuer etc. über die Krankheit.
Lassen Sie Ihr Kind am Schulsport teilnehmen (außer während eines akuten Anfalls).
Nehmen Sie an einer Eltern-Kind-Schulung nach dem Vorbild der Arbeitsgemeinschaft „Asthmaschulung im
Kindesalter“ teil.
Überlebenshandbuch für Allergiker
Houlton, Jane – Humboldt Verlag, 2. Auflage 2004
ISBN 3-899-94939-0
Ein umfassendes Hilfsprogramm für den Alltag
Bücherliste
Allergien. Diagnose, Vorbeugung, Behandlung
Füller, Ingrid – Stiftung Warentest, Februar 2007
ISBN 3-937-88044-5
Informationen zu Entstehung, Vorbeugung, Medikamenten und Behandlungsverfahren
Allergien ganz einfach
Wahl, Rüdiger – Dustri, 2005
ISBN 3-871-85363-1
Humorvolles, meistverkauftes Buch zum Thema
Allergien – Infotainment pur
Ist das Ihr Kind?
Rapp, Doris – Pro Medico, 2005
ISBN 3-980-39571-5
Unerkannte Allergien bei Kindern aufdecken und
behandeln
Übergewicht durch Allergien
Moll, Ralf und Schain-Emmerich, Ute – Econ Tb.,
2003
ISBN 3-612-20649-7
Lebensmittelallergien als Ursache von Übergewichtigkeit erkennen und vermeiden
Das natürliche Allergie-Stopp-Programm
Dr. Rosival, Vera – Haug, 2007
ISBN 978-3-8304-2242-6
Schutzschild aktivieren gegen Allergene
Leben mit Allergien
Pütz, Jean u. a. – vgs, 2003
ISBN 3-8025-1545-5
Umfassende Informationen und Tipps aus der
Hobbythek-Reihe
Mich juckt es so!
Hilgendorff, Anne und Dürr, Gisela – Thieme, 2006
ISBN 3-1314-3781-2
Kindgerechte Erklärungen für erkrankte Kinder mit
Thiemo, dem Bären
Neurodermitis – was koche ich für mein Kind?
Mann, G. – pala-verlag, 2005
ISBN 3-89566-211-9
Rezepte und Alltagstipps für Neurodermitiker
Natürliche Hilfe bei Allergien
Grunert, Peter – Lüchow, 2007
ISBN 3-3630-3115-7
Rechtzeitig vorbeugen und sanft behandeln
Pflegekosmetik
Raab, Wolfgang und Kindl, Ursula und Arens-Corel,
Michaela – Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft,
2004
ISBN 3-8047-1648-2
Basiswissen aus Expertenhand
Es geht auch ohne Windeln!
Bauer, Ingrid – Kösel, 2004
ISBN 3-4663-4472-7
Sanfte Wege zur natürlichen Babypflege
Gesund wohnen
Trautmann, Christoph u. a. – Stiftung Warentest,
2005
ISBN 3-9381-7419-6
Schadstoffe beseitigen für eine bessere
Wohnqualität
Gesund bauen und renovieren
Senemann, Sabine – Verlagshaus der Ärzte, 2006
ISBN 3-9014-8892-8
Ratgeber zu den Themen Planung, Baustoffe und
Verarbeitung
Pollenallergie, Heuschnupfen, Asthma und Co.
Leibold, Gerhard – Oesch Verlag, 2005
ISBN 3-0350-5068-6
Ganzheitlich wirksamer Schutz des Immunsystems
Richtig einkaufen bei Nahrungsmittel-Allergien
Reese, Imke und Constien, Anja und Schäfer,
Christiane – Trias, 2007
ISBN 3-8304-3351-4
Ratgeber für mehr Sicherheit beim Einkauf, im
Restaurant und im Ausland
Bei den folgenden Organisationen und Selbsthilfegruppen können weitere Adresslisten und Informationen von Diagnose- und Therapiemöglichkeiten
sowie Bezugsmöglichkeiten von Bettzeug, Kleidung,
Toilettenartikel, Luftfilter etc. angefordert werden.
Adressen
Arbeitsgemeinschaft allergiekrankes Kind
Postfach 11 41, 35721 Herborn
Telefon 02772 9287-0
E-Mail: koordination@aak.de
www.aak.de
Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V.
Fliethstraße 114, 41061 Mönchengladbach
Telefon 02161 814940
E-Mail: info@daab.de
www.daab.de
Bundesverband Arbeitskreis überaktives Kind e. V.
Postfach 41 07 24, 12117 Berlin
Telefon 030 856059-02
www.bv-auek.de
Institut für Baubiologie
Heilig-Geist-Straße 54, 83022 Rosenheim
Telefon 08031 36750
E-Mail: info@baubiologie-ibr.de
www.baubiologie.org
Bundesverband Neurodermitiskranker in
Deutschland
Oberstraße 171, 56154 Boppard
Telefon 06742 8713-0
E-Mail: info@neurodermitis.net
www.neurodermitis.net
Institut für Umweltkrankheiten
Im Kurpark 1, 34308 Bad Emstal
Telefon 05624 925466
E-Mail: info@ifu.org
www.ifu.org
Deutscher Neurodermitis Bund e. V.
Spaldingstraße 210, 20097 Hamburg
Telefon 040 230744
E-Mail: info@dnb-ev.de
www.dnb-ev.de
Interessengemeinschaft der Holzschutzgeschädigten
Im heiteren Tal 19, 57250 Netphen
Telefon 02737 592508
E-Mail: heitze@ihgev.de
www.ihg-ev.de
Deutsche Zöliakie-Gesellschaft e. V.
Filderhauptstr. 61, 70599 Stuttgart
Telefon 0711 459981-0
E-Mail: info@dzg-online.de
www.dzg-online.de
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