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Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde Ingoldingen, was

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Ingoldingen 2005
Liebe Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde Ingoldingen,
was uns alle am Ende eines Jahres und zu Beginn eines neuen
Jahres bewegt, sind die Ereignisse, Schlagzeilen und Meldungen unserer immer enger zusammenrückenden Welt rund um
den Globus.
Die Einführung der Lkw-Maut – Habemus Papam – Menschen,
die von uns gingen – das Gesicht des Terrors – sportliche Rekorde und Skandale – eine Bundeskanzlerin - die Natur wird zum Monster – Straßenschlachten in Europa – Gammelfleisch – und vieles vieles mehr….
Aber auch in unserem kleinen beschaulichen „Flecken“ haben wir im vergangenen Jahr
wieder viel bewegt, vieles zu Ende gebracht und Neues in die Wege geleitet. Im vergangenen Jahr konnte ich auf ein 30-jähriges Wirken als Bürgermeister unserer Gemeinde
zurückblicken und die Liste des Geschaffenen ist groß. Für das Vertrauen, dass Sie mir
in diesen 30 Jahren entgegengebracht haben, bedanke ich mich an dieser Stelle herzlichst.
Die Zeit bleibt aber nicht stehen und schon deshalb werden wir zusammen mit den gewählten Vertretern versuchen, auch im neuen Jahr unsere Gemeinde voranzubringen
und das Beste für uns daraus zu machen, auch wenn aufgrund der finanzpolitischen
Landschaft die Wege, die wir beschreiten, immer unwegsamer und mühsamer werden.
Neben den vielen kleinen und großen Vorhaben, die in meinem Bericht erwähnt sind,
gibt es für das zurückliegende Jahr doch ein Ereignis, was mich persönlich und viele andere auch sehr betroffen hat. Es war der unerwartete Tod meines Stellvertreters, unseres Ortsvorstehers und Gemeinderats Paul Müller. Die politische Lücke ist geschlossen,
wir werden ihn aber vermissen und seine Spuren noch sehr lange erkennen.
Ich wünsche uns allen auch für das Jahr 2006 eine gute und gedeihliche Zusammenarbeit zum Wohle unserer Gemeinde. Mögen Sie alle gesund bleiben.
Es grüßt Sie zu Beginn des Jahres
Ihr
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Jahresrückblick 2005
Umbau Rief-Haus
Das größte gemeindliche Projekt in den Jahren 2005
und 2006 ist der Umbau des Rief-Hauses in Winterstettenstadt.
Die Planungen und die Ausgestaltung der Gewerke
im Einzelnen konnten bis Mitte des Jahres abgeschlossen werden. Für insgesamt 19 Gewerke wurden die Aufträge bereits vergeben. Die Vergabesumme lag bei rund 700.000 Euro. Noch nicht vergeben
wurden die Anlegung der Außenanlagen und die Einrichtung der Küche.
Ingoldingen
Zur Finanzierung der Maßnahme erhält die Gemeinde
aus dem Entwicklungsprogramm ländlicher Raum einen Zuschuss in Höhe von 180.000 Euro, Mittel aus
dem Ausgleichstock wurden insgesamt 200.000 Euro
bewilligt. Unter dem Strich muss die Gemeinde somit
620.000 Euro aus eigenen Mitteln beisteuern.
Ende September, unmittelbar nach dem „Stadtfest in
Winterstettenstadt“, wurde mit den Ausräum- und
Abbrucharbeiten begonnen. Einige freiwillige Helfer
aus Winterstettenstadt halfen beim Abbruch der
Innenwände, Decken, Heizkörper, usw. tatkräftig mit.
Im Jahr 2005 ging es im Gemeinderat vor allem um
die Art der Energieversorgung, die Gestaltung der
Fenster und die Finanzierung.
Bei der Art der Energieversorgung wollte der Gemeinderat keine Ölheizung mehr und hat sich für den Einbau von zwei Gasthermen entschieden. Auch eine
kombinierte Heizung aus Gastherme und Wärmepumpe war im Gespräch und wurde auch ausgeschrieben. Aufgrund der sehr hohen Kosten wurde
diese Variante aber wieder verworfen.
Auf Vorschlag des Architekten und in Abstimmung
mit der unteren Denkmalschutzbehörde werden die
Butzenscheibenfenster durch weiße Holzfenster ersetzt. Dies entspricht nach Aussage der Experten der
ursprünglichen Bauweise, wird aber die Ansicht des
Rief-Hauses nachhaltig verändern.
Damit der Musikverein Winterstettenstadt auch
weiterhin im Dachgeschoss proben kann, war aus
brandschutztechnischen Gründen ein zweiter Rettungsweg erforderlich. Diese zusätzliche Treppe kostet ca. 170.000 Euro und wäre nicht erforderlich gewesen, wenn der Musikverein ins erste Obergeschoss umgezogen wäre. Aus diesem Grund wurde
vom Gemeinderat eine kräftige Beteiligung des Musikvereins an den zusätzlichen Kosten verlangt. Der
Musikverein will sich nicht direkt finanziell beteiligen, sondern sagte statt dessen zu, Eigenleistungen
zu erbringen.
Bis die Arbeiten im Herbst 2006 fertig gestellt sein
werden, stellt die Gemeinde den Vereinen und Gruppen, die das Rief-Haus bisher kostenlos nutzen konnten, die Gemeindehallen in Winterstettendorf und Ingoldingen zur Verfügung.
Urnengrabreihe auf dem
Friedhof Winterstettenstadt
eingerichtet
Wie auf dem Ingoldinger Friedhof vor drei Jahren,
wurde nun auch auf dem neuen Teil des Friedhofs in
Winterstettenstadt eine Urnengrabreihe eingerichtet.
Die Fundamente für die Grabsteine wurden schon
beim Bau des neuen Friedhofs eingerichtet. Der Bauhof hat bereits die Platten rings um die Gräber verlegt.
Friedhof Muttensweiler
Fleißige Helfer beim Abbruch einer Zwischenwand
Der Friedhof in Muttensweiler wird noch nicht von der
politischen Gemeinde unterhalten. Von der Kirchengemeinde wurde jedoch bereits signalisiert, dass sie
den Friedhof an die bürgerliche Gemeinde übergeben wird und damit die finanzielle Belastung bei der
Gemeinde liegt.
Der bestehende Friedhof in Muttensweiler ist rund um
die Kirche angeordnet und bietet nur noch für wenige
Gräber Platz. Aus diesem Grund ist die Schaffung
von neuen Grabfeldern unumgänglich.
Insbesondere der Ortschaftsrat Muttensweiler beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesem Thema.
Mögliche Standorte für den Neubau eines Friedhofs
außerhalb bzw. am Rande der Ortschaft wurden besprochen und auf Wunsch der Ortschaft im Flächennutzungsplan aufgenommen, und wieder verworfen.
Ingoldingen
Jahresrückblick 2005
Als mögliche Standorte waren Flächen im Bereich
„Steinrinnen“, „Bei den Stationen“ und „RauheschOst“ im Gespräch. Die Kosten für die Neuanlage eines
Friedhofs am Ortsrand inklusive Aussegnungshalle und
Grunderwerb würden bei der Verwirklichung der Ideen
des Architekten bei ca. 470.000 Euro liegen.
Für die derzeit politisch Verantwortlichen kommt nun
mehr, unter anderem wegen der Erreichbarkeit, nur eine
Erweiterung des Friedhofs in der Ortsmitte in Betracht.
Als mögliche Erweiterungsfläche in der Nähe des bisherigen Friedhofs bei der Kirche würde sich das Grundstück Kirchenplatz 8 samt Zehntstadel anbieten. Dieses
Grundstück müsste von der Gemeinde jedoch erst erworben werden. Nach Gesprächen mit dem Landesdenkmalamt ist ein Abbruch des Zehntstadels nicht
möglich, da es sich dabei um ein denkmalgeschütztes
Gebäude handelt. Der Zehntstadel müsste deshalb in
die Friedhofserweiterung integriert werden. Eine Nutzung als Leichen- und Aussegnungshalle wäre denkbar. Jedoch sind die Kosten für die Instandsetzung des
Stadels im Verhältnis zum Nutzen viel zu hoch.
Das mit der Planung der Friedhoferweiterung beauftragte Architekturbüro hat bereits eine grobe Planung
und eine Kostenschätzung erstellt. Danach liegen die
Kosten für die Erweiterung des Friedhofs inklusive Umbau des Zehntstadels zur Aussegnungshalle bei ca.
365.000 Euro. Um die Kosten zu senken wurde der Architekt gebeten, eine „abgespeckte“ Lösung zu erarbeiten. Dies auch vor dem Hintergrund, dass die Gemeinde nicht verpflichtet ist, in jedem Ortsteil einen
Friedhof anzubieten und vor der Tatsache, dass im
Durchschnitt der letzten 20 Jahre in Muttensweiler zwei
Personen pro Jahr zu Grabe getragen wurden. Eine
endgültige Entscheidung darüber, welche Lösungsmöglichkeit verwirklicht wird, steht aber noch aus.
Durch die Erweiterung des Friedhofs stellt die Gemeinde sicher, dass Beerdigungen auch in den kommenden
Jahrzehnten in Muttensweiler möglich sind.
Friedhofsmauer
Winterstettendorf
Auch der Friedhof Winterstettendorf wurde der Gemeinde übertragen. Nunmehr steht an, die Friedhofmauer in Winterstettendorf in den kommenden Jahren
instandzusetzen oder durch eine neue Mauer zu ersetzen. Die dafür aufzuwendenden Kosten tragen die bürgerliche Gemeinde und die Kirchengemeinde je zur
Hälfte. In einem ersten Bauabschnitt war vorgesehen,
die Mauer vom Eingang beim Landjugendheim, vorbei
am Eingangsbereich der Kirche bis zur Leichenhalle
denkmalgerecht zu sanieren.
Vom beauftragten Architekten wurden verschiedene
Varianten für eine denkmalgerechte Sanierung vorgestellt. Ein Neubau der Mauer kam für ihn nicht in Frage,
da er die Kosten höher einstufte als die Kosten für eine
Sanierung. Vom Ortschaftsrat Winterstettendorf wurde
diese Möglichkeit allerdings abgelehnt, zumal eingeholte Angebote zeigten, dass der Neubau einer vorgelagerten Betonmauer günstiger ist. Ortschaftsrat und Gemeinderat stimmten nun für einen Neubau der Mauer.
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Die Diözese Rottenburg, die für Bauarbeiten der katholischen Kirchengemeinde zuständig ist, erklärte
sich mit einem Neubau der Mauer einverstanden.
Die sanierungsbedürftigte Friedhofsmauer
Umgehungsstraße
Die Gemeinde Ingoldingen ist dem Bau einer Umgehungsstraße für den Ortsteil Ingoldingen wieder einen
Schritt näher gekommen. Das Land Baden-Württemberg hat die Mittel für die Durchführung einer für die
weitere Planung notwendigen Umweltverträglichkeitsstudie freigegeben. Bei dieser Studie wird der
Bestand an Fauna und Flora ermittelt und die möglichen Auswirkungen einer künftigen Straße auf die
Pflanzen und Lebewesen vor Ort über den Zeitraum
von einem Jahr untersucht. Das Büro Menz und Weik
aus Tübingen hat den Auftrag dafür erhalten und im
Frühjahr 2005 mit den umfangreichen Untersuchungen begonnen.
Bürgermeister Zeller ist in permanentem Kontakt mit
dem Planungsbüro und dem Regierungspräsidium
Tübingen, um notwendige Informationen und Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Ziel ist es, diese notwendige Vorstufe baldmöglichst zum Abschluss zu
bringen.
Feuerwehrfahrzeug
Die Notwendigkeit, das alte Feuerwehrfahrzeug der
Freiwilligen Feuerwehr Ingoldingen austauschen zu
müssen, war Grund genug, mehrmals im Rat eine
Diskussion über die künftige Struktur unserer Feuerwehren zu führen. Ergebnis der Gespräche war,
dass es künftig zwei „Stützpunkte“ in der Gemeinde geben soll, und zwar in Ingoldingen und Winterstettendorf. Diese Stützpunkte werden mit wasserführenden Fahrzeugen, z.B. LF 10/6 ausgestattet.
Die Weichen im Gemeinderat sind so gestellt, dass
im Jahr 2006 ein wasserführendes Fahrzeug für die
Wehr in Ingoldingen angeschafft werden soll. Sobald die Angebote vorliegen, kann über den Kauf
entschieden werden.
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Jahresrückblick 2005
Gemeinderat Paul Müller
verstorben
Nach schwerer Krankheit verstarb am 13. September
unser Gemeinderat und Ortsvorsteher von Muttensweiler, Herr Paul Müller. Seit 1975 war Herr Müller ein fester
Bestandteil des politischen und gesellschaftlichen Lebens in der Gemeinde Ingoldingen. Vieles hat er in seinem 30-jährigen gemeindepolitischen Wirken bewegt,
vieles ins Leben gerufen und vieles umsetzen können.
Seit 1975, also 30 Jahre, war er Mitglied im Gemeinderat. Von 1975 bis 1999 war er zweiter stellvertretender
Bürgermeister und seit 1999 erster Stellvertreter. 1980
wurde er zum ehrenamtlichen Ortsvorsteher von Muttensweiler gewählt. In seine 25-jährige Amtszeit als
Ortsvorsteher und Ortschaftsrat fielen Maßnahmen wie
die Dorfentwicklung Muttensweiler, der Neubau der
Ortsverwaltung mit Feuerwehrgerätehaus und Bürgersaal sowie die Erschließung der Baugebiete „Steinrinnenweg“ und „Rauhesch-Ost“.
Ihm ist es mit zu verdanken, dass wir seit vielen Jahren
eine gute und aktive Partnerschaft zur französischen
Gemeinde St.Marcel-les-Valence pflegen.Seit 1992 war
Herr Müller Vorsitzender des Partnerschaftskomitees.
Sanierung der
Gemeindestraßen
Ingoldingen
Hochwasserschutz
in Degernau
Oberhalb der Burgstraße in Degernau baute der Bauhof im Sommer eine Sperre mit Gittern im Bachbett
ein. Diese soll bei starken Regenfällen verhindern,
dass große Äste die ca. 70 m weiter unten gelegene
Dole verstopfen und das Regenwasser dann wie vor
zwei Jahren statt durch die Dole über die Burgstraße
abfließt und im Ortskern Hochwasser verursacht.
Der Bauhof beim Setzen der Betonsperre
Auch im Jahr 2005 hat die Gemeinde 67.000 Euro für
die Instandsetzung der Gemeindeverbindungswege
bereitgestellt. Bei der Einfahrt zum Stocklandweg in
Winterstettendorf musste ein Teil des Belags ausgebaut und durch eine neue Asphaltschicht ersetzt werden. Bei der Brücke im Bereich Pechofen wurden die
Setzungen ausgebessert. Der Gemeindeverbindungsweg von Voggenreute in Richtung Findenmösle
wurde mit einem neuen Belag überzogen. Schäden
bei der stark beanspruchten Einfahrt beim Rathaus in
Winterstettenstadt mussten behoben werden. Der
Gemeindeverbindungsweg vom Wilden Ried nach
Oberessendorf wurde bis zur Gemarkungsgrenze mit
einem neuen Belag überzogen. Um die geschätzten
80.000 Euro für den Weg von Degernau nach Reute
anzusparen, wurde bereits im Haushaltsplan 2005 bei
der entsprechenden Haushaltsstelle eine Ausgabesperre in Höhe von 20.000 € festgelegt.
Am 01. Juni 1975, also genau vor 30 Jahren hat Bürgermeister Karl Zeller sein Amt als Bürgermeister in
der Gemeinde Ingoldingen angetreten. Anlass für den
stellvertretenden Bürgermeister, Herrn Paul Müller, zu
einer kleinen Feier in den Gemeindestadel Ingoldingen einzuladen. Neben der Familie des Jubilars konnte Herr Müller die Damen und Herren Gemeinde- und
Ortschaftsräte, Herrn leitenden Regierungsdirektor
Wolfram Blüml vom Landratsamt Biberach, den Vertreter des Gemeindetages, Herrn Bürgermeister
Günther Matheis, die Bürgermeisterkollegen Beetz,
Berg, Bonelli und Mast, die Herren Pfarrer Reuter und
Notz, Frau Rektorin Schöpf und Herrn Rektor Csernak begrüßen.
Besichtigung der Einfahrt Stocklandweg
Paul Müller eröffnete dann den Abend und würdigte
auch im Namen des Gemeinderates die Verdienste von
Bürgermeister Zeller an der Gemeinde Ingoldingen. Er
gab einen kurzen Rückblick über den Stand der Aufgabenerfüllung, der sich sehen lassen kann und wiederholte die „Wahlversprechen“ von Bürgermeister Zeller
aus seinen Wahlprospekten vor 30 Jahren, welche Herr
Müller als vollständig eingelöst erklärte. Mit viel Kraft,
großem persönlichen Einsatz, Disziplin und Durchsetzungsvermögen hat er die Gemeinde zu dem gemacht,
wie sie sich heute zeigt. Aber nicht nur die Gemeinde,
auch für das Zusammenwachsen der einzelnen Ortsteile hat Bürgermeister Zeller immer Akzente gesetzt und
es ist ihm gut gelungen.
Jubiläumsfeier für
Bürgermeister Zeller
Ingoldingen
Jahresrückblick 2005
Die neue Ortsvorsteherin von Winterstettenstadt und
Winterstettendorf, Frau Eva Tröster, überbrachte die
Glückwünsche stellvertretend für alle Ortschaftsräte.
Stellvertretend für Herrn Landrat Schneider sprach
der leitende Regierungsdirektor Blüml vom Landratsamt Biberach seine Glückwünsche aus. Er bescheinigte Bürgermeister Zeller, dass gerade im Hinblick
auf den ausgezeichneten Stand der Aufgabenerfüllung in der Gemeinde und der Tatsache, dass die Gemeinde schon seit vielen Jahren schuldenfrei sei, der
wichtige Haushaltsgrundsatz der Sparsamkeit von
Bürgermeister Zeller immer hoch gehalten wird. Das
Ergebnis kann sich sehen lassen, vergleicht man dies
mit den Hypotheken, welche die Öffentliche Hand mit
der allgemeinen schlechten finanziellen Lage uns und
der nächsten Generation auferlegt.
Dann kam der Auftritt von „Gnandt’s Done“ aus Hummertsried, welcher in gekonnter schwäbischer Manier 30 Jahre Kommunalpolitik Revue passieren ließ.
Als Vertreter des Gemeindetages Baden-Württemberg verlieh anschließend Bürgermeister Günther
Matheis aus Erolzheim dem Jubilar die Ehrennadel
des Gemeindetages in Gold in Würdigung seiner Verdienste um die Gemeinde Ingoldingen. Bürgermeister Georg Beetz aus Bad Schussenried überbrachte
die Glückwünsche der Stadt Bad Schussenried und
der Verwaltungsgemeinschaft und lobte das sehr gute Verhältnis zwischen den beiden Gemeinden und
die sehr unbürokratische Abwicklung gemeinsamer
Berührungspunkte. Anschließend überbrachten
noch Pfarrer Siegfried Reuter und Herr Rektor Werner Csernak Glückwünsche der Kirchen und der
Schulen.
Bürgermeister Günther Matheis verleiht Bürgermeister Karl Zeller die goldene Ehrennadel und Urkunde
des Gemeindetags
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Der Kämmerer Herr Schell überbrachte die Glückwünsche der Verwaltung und den Mitarbeitern des
Bauhofes und würdigte die Verdienste von Herrn Zeller nicht nur als Bürgermeister, sondern auch seine
Verdienste für 30 Jahre Vorgesetzter seiner doch vielen Mitarbeiter in den letzten 30 Jahren. Frau Burger,
Leiterin des Kindergartens Ingoldingen bedankte sich
bei dem Jubilar stellvertretend für alle 3 Kindergärten
der Gemeinde Ingoldingen.
Am Ende bedankte sich Bürgermeister Zeller in sehr
persönlichen Worten bei den Gästen und den Rednern
für die vielen Glückwünsche und vor allem aber auch
bei seiner Frau und seinen Kindern, die in den letzten 30
Jahren auf sehr vieles haben verzichten müssen.
Renovierung Kindergarten
Winterstettenstadt
Im Kindergarten in Winterstettenstadt wurde ein Großteil der Fenster im Erdgeschoss ausgetauscht. In diesem Zug wurden bei den Fenstern im Gruppenraum
neue Rollläden eingebaut. Die Kosten für diese Unterhaltungsmaßnahme betrugen 7.200 €. Im nächsten
Jahr ist vorgesehen, den Bodenbelag auszutauschen.
Neue Ortsvorsteher in den
Ortsteilen
Am 20.01.2005 wurde Frau Eva Tröster aus Bad Waldsee vom Gemeinderat und den beiden Ortschaftsräten
zur neuen hauptamtlichen Ortsvorsteherin von Winterstettendorf und Winterstettenstadt mit einem Beschäftigungsumfang von 75 % gewählt. Insbesondere die
Ortschaftsräte von Winterstettenstadt waren der Meinung, dass eine hauptamtliche Kraft die Interessen der
Bürger besser als ein ehrenamtlicher Ortsvorsteher
vertreten könne. Frau Tröster hat ihren Dienst am
01.03.2005 angetreten. Damit ist erstmals eine Frau
Vertreterin dieser beiden Ortsteile.
Da der bisherige Stelleninhaber bereits zum 1.12.2004
bei einer anderen Gemeinde angestellt wurde, mussten
die beiden stellvertretenden Ortsvorsteher, Herr Josef
Mohr in Winterstettendorf und Herr Claus Lemmle in
Winterstettenstadt für drei Monate die Stelle des jeweiligen Ortsvorstehers übernehmen. Für ihre Mitarbeit in
dieser Zeit ein sehr herzliches Dankeschön.
In Muttensweiler musste nach dem unerwartenden Tod
von Ortsvorsteher Paul Müller ebenfalls ein neuer Ortsvorsteher gewählt werden. Die Ortschaftsräte Muttensweiler waren der Meinung, dass ein ehrenamtlicher
Ortsvorsteher aus der Mitte der Ortschaft die Interessen
der Bevölkerung von Muttensweiler besser vertreten
könne. Auf Vorschlag des Ortschaftsrats Muttensweiler
hat der Gemeinderat am 08.11.05 Herrn Guido Steinhauser zum ehrenamtlichen Ortsvorsteher für den
Ortsteil Muttensweiler gewählt.
Von Mitte September bis Anfang November nahm der
stellvertretende Ortsvorsteher Herr Hubert Fritzenschaf
die Aufgaben des Ortsvorstehers wahr. Auch ihm danken wir sehr herzlich dafür.
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Jahresrückblick 2005
Franz Gleinser seit 20 Jahren
Mitglied des Gemeinderats
Im Rahmen der alljährlichen Weihnachtsfeier des Gemeinderats überreichte Bürgermeister Zeller Herrn Gemeinderat Franz Gleinser für seine 20 jährige Zugehörigkeit zum Gemeinderat die silberne Ehrennadel und
die Urkunde des Gemeindetags. Herr Gleinser war von
1980 bis 1989 und ist seit 1994 bis heute Mitglied des
Gemeinderats. Von 1999 bis 2004 war er zweiter stellvertretender Bürgermeister. Neben seiner Tätigkeit als
Gemeinderat war er Mitglied in verschiedenen anderen
kommunalpolitischen Gremien wie dem Gutachterausschuss seit 1994, dessen Vorsitzender er mittlerweile
ist, dem Zweckverband Rotbachwasserversorgung
von 1980 bis 1989, dem Abwasserzweckverband Riß
seit 1999, dem gemeinsamen Ausschuss der Verwaltungsgemeinschaft Bad Schussenried von 1984 bis
1989 und von 1994 bis 2004 sowie dem Technischen
Ausschuss von 1985 bis 1989 und von 1996 bis 1999.
Daneben ist er seit 1992 aktives Mitglied im Partnerschaftskomitee.
Bürgermeister Zeller dankte ihm in sehr persönlichen
Worten für dieses vielseitige Engagement.
Stationenweg in Ingoldingen
Schon vor geraumer Zeit wurden auf den Kreuzwegstationen neue Dächer und Metallkreuze angebracht
und der alte Verputz abgeschlagen. Aufgrund der
schlechten Witterung mussten die Verputz- und Malerarbeiten ins Jahr 2005 verschoben werden. Im Mai
2005 wurden die einzelnen Kreuzwegstationen gereinigt, verputzt und zum Schluss mit einem neuen Anstrich versehen.
Verputzarbeiten an den Stationen
Ingoldingen
Auch die neuen Bildtafeln für die Stationen sind fertig
gestellt. Sie wurden von Herrn Friedrich Zinser aus
Winterstettenstadt angefertigt und bemalt. Herr Zinser wird dem Gemeinderat die Bilder in einer Gemeinderatssitzung erläutern. Anschließend werden die
Bildtafeln vom gemeindlichen Bauhof in den einzelnen Kreuzwegstationen angebracht.
Die Kosten für die Renovierung des Stationenwegs
betrugen 22.000 €.
Zwei der insgesamt 14 Bilder
Abwasser- und
Wasseranschluss Sonnenhof
Der Sonnenhof war eines der wenigen Gebäude in
der Gemeinde, das Trinkwasser noch aus einem eigenen Brunnen bezog. Da sich die Werte des Trinkwassers aus dem Brunnen zunehmend verschlechterten, wurde der Sonnenhof im August an die gemeindliche Wasserversorgung angeschlossen. Dabei
musste zuerst mit der Grabenfräse ein 770 m langer
Schlauch aus Kunststoff in den Feldweg vom Gewerbegebiet bis zum Sonnenhof verlegt werden. Anschließend wurde der Schlauch am Hydrantenschacht im Gewerbegebiet angeschlossen und der
Feldweg wieder befahrbar gemacht.
In diesem Zug hat sich der Eigentümer des Sonnenhofs dazu entschlossen, auch gleich den Abwasseranschluss an den Zuleitungssammler des AZV Riß
mittels 270 m langer Pumpendruckleitung auf seine
Kosten herzustellen.
Verlegung des Wasserleitungsschlauchs mit der
Grabenfräse
Ingoldingen
Jahresrückblick 2005
Fertigstellung des Abwasseranschlusses
Partnerschaft mit Frankreich
Am Himmelfahrtstag empfing die Gemeinde Ingoldingen 42 Gäste aus ihrer französischen Partnergemeinde St. Marcel-lès-Valence. Am Vorabend des
Kriegsendes am 08. Mai vor 60 Jahren wurde die
deutsch-französische Freundschaft in einer kleinen
Feier vor dem Denkmal der gefallenen Soldaten in
Winterstettendorf eindrucksvoll bekräftigt. In Anwesenheit aller Gäste und ihrer Gastgeber aus allen Teilorten unserer Gemeinde legten die beiden Bürgermeister Dominique Quet und Karl Zeller gemeinsam
einen Kranz zu Ehren aller Kriegsopfer nieder und gedachten in ihren Ansprachen an das Ende der
Schreckensherrschaft der Nazi-Diktatur und der Millionen von Toten. Damals hatte wohl niemand gedacht,
dass im Laufe der Nachkriegszeit zwischen den einstigen Erzfeinden eine solch tiefe Freundschaft heranwachsen würde. Diese würdige Feier wurde vom
Musikverein Winterstettendorf musikalisch umrahmt.
Bürgermeister Karl Zeller und Bürgermeister Dominique Quet
bei der Kranzniederlegung
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Beim offiziellen Teil standen eine Fahrt nach Unteruhldingen mit dem Besuch der Pfahlbauten, ein Besuch der Klosterkirche Birnau und ein Rundgang
durch die Stadt Ravensburg auf dem Programm.
Am folgenden Tag wurde wegen der schlechten
Witterung auf eine Programmgestaltung verzichtet
und der Tag wurde in den Familien individuell gestaltet.
Beim traditionellen Partnerschaftsabend in der
Festhalle in Winterstettendorf wurden Freundschaften gepflegt, in herzlicher Atmosphäre geplaudert
und Neuigkeiten oder Erinnerungen ausgetauscht.
Ein Auftritt der Volkstanzgruppe war dabei eine willkommene und unterhaltsame Abwechslung. Am
Sonntag hieß es dann wieder Abschied nehmen
und die Franzosen traten die Heimreise an.
Abordnung des Partnerschaftskomitees beim Kongress der
der Bürgermeister des
Departement Drome
Vom 13. – 16. Oktober besuchten Herr Bürgermeister Zeller, Frau Renate Baur, Frau Marlies Müller
und Herr Klaus Maucher unsere Partnergemeinde
St. Marcel-lès-Valence. Anlass war der Kongress
der Bürgermeister des Departements Drome, zu
welchem auch die jeweiligen Vertreter der Partnergemeinden geladen waren.
Insgesamt über 500 geladene Gäste waren dann an
zwei Tagen in einer Messehalle in Romans versammelt,
unter ihnen die einzelnen Bürgermeistern des Departement Drome, hochrangige Vertreter aus Brüssel und Vertreter der Partnergemeinden aus Polen,
Italien, Rumänien, Schweiz, Österreich, England
und Deutschland. Während der zwei Tage wurden die
verschiedensten politischen Themen angesprochen, welche in ganz Europa diskutiert werden.
Themen waren z.B. die Rolle der Gemeinden in der
wirtschaftlichen Entwicklung des Landes; Das Holz
als vielfach verwendbares Baumaterial; Ausbau der
erneuerbaren Energien; Kultur und Identifizierung
mit Europa, verbunden mit einer europäischen
Staatsbürgerschaft; Vortrag der Landwirtschaftskammer über die Entwicklung der ländlichen Gebiete; Stellung der Jugendlichen, der Sprachen und
die Entwicklung der Städtepartnerschaften; Harmonisierung der Europapolitik und der Gliederung
der Gebiete in Europa. Mit Präsidenten der französischen Industrie- und Handelskammer der Region
Rhone-Alpes wurde über die Ankurbelung der Wirtschaft im Umfeld von größeren Städten diskutiert.
Am Rande der Versammlung konnte sich Bürgermeister Zeller noch mit einem Vertreter des deutschen Städte- und Gemeindebundes über sinnvolle
Projekte innerhalb der Partnerschaft und deren Finanzierung unterhalten.
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Jahresrückblick 2005
Ingoldingen
Neben den Vertretern unserer Gemeinde waren
auch die Vertreter der rumänischen Gemeinde Halmeu anwesend. Der Bürgermeister von St. Marcel
Herr Quet lud am Freitagabend zu einem gemeinsamen Gespräch mit den Vertretern aus Ingoldingen,
Halmeu und St. Marcel in das Rathaus ein. Bürgermeister Zeller ließ den Ablauf der beiden interessanten Tage noch einmal Revue passieren und bedankte sich, auch im Namen der mitgereisten Mitglieder des Partnerschaftskomitees, bei den Gastgebern
für die Einladung zu diesem hochrangig besetzten
Treffen und für die freundliche Aufnahme in den Gastfamilien.
v.l.n.r. Altbürgermeister von St. Marcel Jaques Barnaud, Klaus Maucher, Bürgermeister Karl Zeller, Renate Baur, Präsident der IHK Herr Martin, Bürgermeister von St. Marcel Dominique Quet, Bürgermeister
von Halmeu Lajos Incze.
10 Jahre Ingo Ferienprogramm
Das Ingoldinger Ferienprogramm „Ingo“ gibt es bereits seit 10 Jahren. Im Jahr 2005 konnten die Kinder
aus insgesamt 27 Veranstaltungen auswählen. Die
Angebotspalette reichte von Tennis, Radfahren, Kegeln, Schnupperfliegen, Tanzen, bis hin zu Bastelaktivitäten mit Filz, Holz, Papiermaché und Steinen. Auch
der Besuch bei einer Bank, der Sinnwelt und ein Besuch des Braith-Mali-Museums, sowie die Besteigung eines Kirchturms waren im Angebot. Für alle Kinder im Alter von 4 bis 15 Jahren war etwas Passendes
dabei und die Nachfrage war riesengroß.
Zum Abschluss des „Ingo“ gab es dann am 13. August eine große Geburtstagsparty. Das Wetter
spielte mit, so dass im Schulhof der Grund- und
Hauptschule Ingoldingen gefeiert werden konnte.
Es gab einen Spieleparcours, einen Kinderflohmarkt, verschiedene Bastelstationen und eine Tombola. Eindrucksvoll und sicher das Highlight des Tages war die Darbietung der Kinderzirkusschule aus
Ravensburg, die als Putzkolonne kostümiert waren
und mit Bällen, Klobürsten, usw. jonglierten und
viele verschiedene akrobatische Kunststücke vorführten.
Stromleitung wurde abgebaut
Gleich zu Beginn des Jahres 2005 wurde die 110 KVStromleitung des Stromversorgers RWE, die sich
über die Gemarkungen Ingoldingen, Grodt und Muttensweiler erstreckte, abgebaut. Die Leitung, die von
Herbertingen bis nach Memmingen verlief, wurde von
der RWE nicht mehr benötigt und deshalb komplett
entfernt.
Bebauungsplan „Hochberg V“
Im Jahr 2006 soll das Baugebiet „Hochberg V“ in Ingoldingen erschlossen werden. Die Planung für die
Erschließung des Gebiets mit Straße, Wasser und Abwasser wurde dem Wasser-Müller Ingenieurbüro
übertragen. Bisher einmalig in der Gemeinde ist, dass
bereits mit den Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen auch Gasleitungen für eine Versorgung mit Flüssiggas verlegt werden. Um diese Flüssiggasversorgung haben sich mehrere Firmen beworben. Der Auftrag wurde an die ewa-riss in Biberach vergeben.
Ingoldingen
Jahresrückblick 2005
Jahrgangsbeste der
Grund- und Hauptschule
Ingoldingen ausgezeichnet
Bürgermeister Karl Zeller lud besonders erfolgreiche
Schülerinnen und Schüler der Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule ins Rathaus ein, um ihnen
zu ihrem Erfolg zu gratulieren. Vier Abschlussschüler
beendeten den diesjährigen Prüfungsdurchgang mit
einer 1 vor dem Komma; Josef Gleinser konnte sich
mit einem Gesamtdurchschnitt von 1,0 über das bisher beste Ergebnis an der Schule freuen. Weitere sieben Schüler erhielten die Gesamtnote gut. Bürgermeister Zeller würdigte, dass es den Schülern offensichtlich gelungen sei, ihre Interessen, Fähigkeiten
und Vorerfahrungen so in die Lern- und Arbeitsaufgaben einzubringen, dass sie daran wachsen und bemerkenswerte Leistungen während des ganzen
Schuljahres und bei der Abschlussprüfung erbringen
konnten. Er ermunterte sie, in der weiteren schulischen bzw. beruflichen Ausbildung zielorientiert die
gleiche Lernbereitschaft und –freude zu zeigen. Erfreut zeigte sich Zeller über das positive und soziale
Klima der Schule, das in besonderer Weise das
Selbstbewusstsein der Schüler stärke und sie zu einem leistungsorientierten Arbeiten ermutige. Bildung
müsse nach dem Prinzip Fördern und Fordern erfolgen, individuell auf jeden einzelnen Schüler, jede einzelne Schülerin bezogen, wenn die Qualität von
Schule in Zukunft noch steigen soll. Bürgermeister
Zeller bestätigte der Schule, dass sie auf dem richtigen Weg sei.
Er erinnerte daran, dass die Gemeinde als Schulträger in der Vergangenheit immer wieder in die Schulen
investiert habe, um günstige sächliche Voraussetzungen für erfolgreiche Schularbeit zu schaffen. Die Prüfungsergebnisse bestätigten ihn und den Gemeinderat, weiterhin für günstige Rahmenbedingungen zu
sorgen.
v.l.n.r. Rektor Werner Csernak, Josef Gleinser, Bürgermeister Karl Zeller, Angelina Dobler, Theresa Ströbele,
Marco Hepp
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Gemeinderat beschließt auf
Vorschlag des Bürgermeisters
großzügige Zuschüsse an die
Sportvereine
Zum Jahresende hat der Gemeinderat gleich über
zwei Zuschussanträge der Sportvereine IMS und
Winterstettenstadt beraten und Zuschüsse in Höhe
von 30.000 € und 50.000 € in Aussicht gestellt.
An der Turnhalle in Muttensweiler sind Sanierungsarbeiten notwendig. Dringend notwendig ist der Austausch der schadhaften, einfachverglasten Fenster
der Straßenfront durch Kunststofffenster mit Wärmedämmisolierverglasung. Die Armaturen der Duschen
werden durch Druckknopfduschen ersetzt und die
Entlüftung der Duschen erneuert. Außerdem werden
Putzschäden an der Außenwand beseitigt und der
Farbanstrich ausgebessert.
Ein beträchtlicher Teil der Arbeiten wird vom Verein in
Eigenleistung erbracht, jedoch fallen allein für Material und Handwerkerrechnungen ca. 40.000 € an. Der
Gemeinderat hat einen Zuschuss von 30.000 € bewilligt. Damit, so Bürgermeister und Gemeinderat soll
auch honoriert werden, dass der SV IMS die Halle in
eigener Trägerschaft unterhält.
Schwieriger ist die Situation beim Sportverein Winterstettenstadt. Aufgestiegen in die Bezirksliga, plant
dieser nun eine Veränderung der vorhandenen Sportanlagen. Es wurde ein Antrag gestellt, nach dem am
Sportplatz am Wald eine überdachte Tribüne mit Räumen im EG errichtet werden soll. Die Kosten für diese
Maßnahme belaufen sich auf rd. 90.000 €. Hinzu
kommen die Kosten für die Erschließung mit Wasser
und Abwasser von rd. 60.000 €. Bereits im Dezember
2002 hat sich der Sportverein Winterstettenstadt zusammen mit dem Ortschaftsrat darüber Gedanken
gemacht, den bisherigen Sportplatz am Wald durch
eine neue Anlage auf den Weiherwiesen abzulösen.
Der Gemeinderat hat am 19.12.2002 diesem Ansinnen grundsätzlich zugestimmt. Allerdings wurde dieses Vorhaben seitens des Regierungspräsidiums aus
Gründen des Naturschutzes, der Landschaftspflege
sowie des Bodenschutzes zunächst abgelehnt. Der
Gemeinderat hat sich nun auf Vorschlag des Ortschaftsrates nochmals mit dem Gedanken, den
Sportplatz auf die Weiherwiesen zu verlegen, auseinandergesetzt. Auch aus Reihen des SV Winterstettenstadt wird dieser Standort gegenüber einer Erweiterung der jetzigen Anlage favorisiert. Allerdings sind
dann Maßnahmen notwendig, die über das alleinige
Interesse des Sportvereins hinausgehen und von der
Gemeinde zu übernehmen wären. Der Gemeinderat
hat am Ende keine Empfehlung an den Sportverein
ausgesprochen, die eine oder andere Variante zu verwirklichen, zumal die Kosten für eine Neuanlage noch
nicht bekannt sind. Er stellte dem Verein aber einen
Zuschuss bis zu einer Höhe von 50.000 € für die weiteren Maßnahmen in Aussicht.
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Jahresrückblick 2005
Mobilfunkmasten in der
Gemeinde
Die Bürger und Ortschaftsräte aus Winterstettendorf
und Muttensweiler hat in diesem Jahr das Thema Mobilfunk sehr beschäftigt. In Winterstettendorf möchte der
Mobilfunkbetreiber O2 einen UMTS-Mast errichten.
Zuerst war vorgesehen einen ca. 5 bis 6 m hohen Mast
auf dem gemeindeeigenen Gebäude Waldseer Straße 1
zu errichten, was der Ortschaftsrat jedoch wegen der
möglichen Strahlenbelastung für die Anwohner abgelehnt hat. Nachdem es mit diesem Standort nicht geklappt hat und sich auch kein anderer Bürger innerorts
bereit erklärt hat, den Mast auf seinem Gebäude zu
dulden, wurde von O2 als Alternative der Standort
Hochbehälter Alenberg, südlich von Wattenweiler mit einem ca. 30 m hohen Mast als geeigneter Standort
ausgewählt. Da das Grundstück ebenfalls der Gemeinde gehört, hat der Ortschaftsrat den Antrag abgelehnt.
In Muttensweiler war zuerst O2 daran interessiert einen
Mobilfunkmast aufzustellen. Als Standorte waren die
Kläranlage, das Sportgelände und das Rathaus in Muttensweiler im Gespräch. Da sich der Standort Kläranlage nicht eignete, wurde vom Ortschaftsrat das am Ortsrand gelegene Sportgelände vorgeschlagen. In der
Zwischenzeit hatte nun auch der Mobilfunkbetreiber EPlus Interesse an der Errichtung eines Mobilfunkmasts
bekundet. Von Seiten der Ortsverwaltung wurde vorgeschlagen, dass sich die beiden Mobilfunkbetreiber um
einen gemeinsamen Standort bemühen. Der gemeinsame Vorschlag der beiden Mobilfunkbetreiber sieht einen
ca. 30 m hohen Mast ca. 300 m südlich von Muttensweiler vor. Die beiden Anbieter wurden von der Verwaltung aufgefordert, Alternativstandorte zu untersuchen.
Gemeinde Ingoldingen
beteiligt sich am Aktionsprogramm zur Sanierung
Oberschwäbischer Seen
Mitte Februar hat der Gemeinderat beschlossen, sich
am Aktionsprogramm zur Sanierung Oberschwäbischer Seen zu beteiligen. In den vier Landkreisen Biberach, Bodenseekreis, Ravensburg und Sigmaringen
befinden sich über die Hälfte der 4.000 Stillgewässer
Baden-Württembergs.
Diese Gewässer wurden in den letzten Jahrzehnten
sehr stark mit Nährstoffen befrachtet, die zu einer deutlichen Überdüngung, zu starkem Algenwachstum und
einer rasant voranschreitenden Verlandung geführt haben. Die Funktion der Gewässer als Rückzugsgebiet
und Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten
(vor allem Vögel, Insekten, Amphibien, Feuchtgebietsflora) und als prägende Landschaftselemente sind gefährdet. Auf Initiative des Regionalverbandes Bodensee-Oberschwaben wurde deshalb das Seenprogramm 1989 als Forschungsvorhaben von der
Wasserwirtschafts- und der Landwirtschaftsverwaltung
begonnen. Am Programm sind derzeit 36 Gemeinden
mit vier Landkreisen und 59 Seen und Weiher beteiligt,
Ingoldingen
15 Gewässer sind im Jahr 2000 bereits ausgeschieden.
Im Jahr 2005 sollen wiederum einige Gewässer ausscheiden, etwa 15 werden neu aufgenommen werden.
Die Gemeinde Ingoldingen ist am hydrologischen Einzugsgebiet des Schwaigfurter Weihers beteiligt (Krebsgraben). Die Mitarbeiter des Seenprogrammes entwickeln auf der Basis von Untersuchungen und Erhebungen für jeden See oder Weiher individuell ein Sanierungskonzept und versuchen, dieses in Zusammenarbeit mit Gemeinden, Landwirten und Fischereiausübungsberechtigten gezielt umzusetzen. Die
Maßnahmen umfassen insbesondere die Verbesserung der Abwasserbeseitigung, die Renaturierung der
Zuflüsse, die Beratung der Landwirte, die Extensivierung kritischer Flächen und die Beratung der Gewässerbewirtschafter in Bezug auf ökologisch angepasste
Bewirtschaftung, vor allem der Wiederaufnahme der
traditionellen Weiherbewirtschaftung mit Ablassen,
Wintern und Sömmern. Die Gemeinde beteiligt sich
daran mit 800 € pro Jahr für die Dauer von fünf Jahren.
Wasserleitungsarbeiten
In der Dorfstraße in Winterstettendorf musste im
Herbst ein Wasserleitungsteilstück neu gebaut werden. Die neue Leitung wurde neben der Kreisstraße,
die nach Unteressendorf führt, verlegt. Ungefähr auf
der Höhe der Ortstafel wurde diese neue Leitung mit
der Wasserleitung, die den Hof Kreuzbühl versorgt,
verbunden. In diesem Zug wurde auch ein neuer und
größerer Hydrantenschacht in der Dorfstraße gesetzt.
Insgesamt mussten für die neue Wasserleitung und
den neuen Schacht 11.000 € aufgewendet werden.
Im Bereich der Rohrachstraße in Ingoldingen musste
vom gemeindlichen Bauhof ebenfalls ein neuer Hydrantenschacht gesetzt werden. Die Armaturen im
Schacht waren defekt und mussten ausgetauscht
werden. Da der alte Schacht nur einen geringen
Durchmesser hatte und ein Austausch der Armaturen
nur schwer möglich gewesen wäre, musste ein neuer,
größerer Schacht gesetzt werden. Die Kosten für diese Maßnahme lagen bei 8.000 €.
Die neue Armatur wird eingebaut
Wasserversorgung Bad Waldsee
Notversorgung für die Furtteilorte
Mit Ausnahme der Furtgemeinden werden alle Einwohner der Gemeinde mit Wasser des Zweckverbandes
Rotbachwasserversorgung beliefert. Eine gute Versorgungssicherheit wird bei der Rotbachgruppe u. a. auch
Ingoldingen
Jahresrückblick 2005
durch die Verbindungsleitungen der Gruppe zur Stadt
Biberach und zur "Ahlenbrunnengruppe" gewährleistet.
Die Einwohner der Furtgemeinden beziehen ihr Wasser
von der Stadt Bad Waldsee über die Leitung von Michelwinnaden. Diese Leitung von Michelwinnaden zu
den Furtteilorten kreuzt die Aulendorfer Wasserleitung
auf Höhe von Hagnaufurt. In Abstimmung mit der Wasserversorgung Aulendorf werden nun die beiden Wasserleitungen an diesem Kreuzungspunkt verbunden
werden und im Notfall kann, durch manuelle Umschaltung, das Wasser über die Aulendorfer Wasserversorgung bezogen werden.
Und noch ein paar interessante Zahlen
zu unserer Wasserversorgung
Die Pumpstation in Ingoldingen versorgt neben der
Gemeinde mit Ausnahme der Furtteilorte auch die
Gemeinde Mittelbiberach und die Ortsteile Rissegg
und Rindenmoos der Stadt Biberach. Das Bild zeigt
eine Grafik der Wassermenge, die jährlich aus den
beiden Brunnen gefördert wird.
Seite 11
Und noch eine interessante Zahl: der durchschnittliche Wasserverbrauch in Liter je Einwohner und Tag:
Gesamtgemeinde Ingoldingen
Mittelbiberach
Rissegg u. Rindenmoos
188 L je Tag und Einw.
151 L je Tag und Einw.
111 L je Tag und Einw.
Personelles
Herr Anton Schmid aus Ingoldingen war 17 Jahre lang
Hausmeister der Grund- und Hauptschule, der Mehrzweckhalle und des Kindergartens in Ingoldingen. Im
Rahmen der Altersteilzeit ging er Ende September in
den wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger ist seit
01.10.2005 Herr Gerhard Kloos aus Ingoldingen.
Im Kindergarten Winterstettendorf kam Frau Elke
Dreßler aus dem Mutterschutz zurück.
Frau Beatrix Benz aus Bad Schussenried wird seit
01.09.2005 im Rathaus Ingoldingen zur Bürokauffrau
ausgebildet.
Jubiläen
Wasserförderung in cbm und Jahr
500.000
Die älteste Einwohnerin, Frau Josefine Gruber aus Ingoldingen, konnte im vergangenen Jahr ihren 97 Geburtstag feiern. Der älteste Einwohner Herr Karl Zinser aus Winterstettenstadt, wurde 94 Jahre alt.
450.000
400.000
350.000
05
Standesamtszahlen
20
03
20
01
20
97
99
19
95
19
93
19
91
19
89
19
87
19
19
19
85
300.000
Das nächste Bild zeigt ab dem Jahr 1996, wie sich der
Wasserverbrauch in der Gesamtgemeinde Ingoldingen entwickelt hat. Der Verbrauch hat sich gegenüber
dem Spitzenjahr 1998 um 13 % verringert.
Geburtenzahl:
Ingoldingen:
Auswärts:
männlich:
weiblich:
01
29
18
12
Sterbefälle:
Ingoldingen:
Auswärts:
Ausland:
männlich:
weiblich:
05
08
02
07
08
Gesamt:
30
Gesamt:
15
Wasserverbrauch in cbm und Jahr
195.000
190.000
185.000
Eheschließungen:
Ingoldingen:
05
Auswärts:
02
Ausland:
02
180.000
175.000
170.000
Gesamt:
165.000
09
1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Die jährlich abgerechnete Abwassermenge hingegen
ist seit 1996 angestiegen, was das nächste Bild zeigt.
Abwassermengen in cbm und Jahr
104.000
102.000
100.000
98.000
96.000
94.000
92.000
90.000
88.000
1996 1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005
Jahresrückblick
für ehemalige Einwohner
Ehemalige Einwohner unserer Gemeinde haben die Möglichkeit, den Jahresbericht 2005 bei uns anzufordern.
Auch Einwohner, die Verwandte bzw. Bekannte, Freunde im In- oder Ausland haben, können weitere Exemplare des Jahresberichtes bekommen.
Bitte schreiben Sie uns oder rufen Sie uns einfach an
Bürgermeisteramt Ingoldingen, St. Georgenstraße 1,
88456 Ingoldingen, info@ingoldingen.de,
Tel: 07355/9304-0, Fax: 07355/9304-22
Seite 12
Jahresrückblick 2005
Bevölkerungspyramide
Nach Alter, Geschlecht und Staatsangehörigkeit für Ingoldingen
Stichtag 31. Dezember 2005
Wohnbevölkerung
Ingoldingen
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Seele and Geist
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