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Frauen ohne Kinder nach Merkmalen der

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GZA/PP 8048 Zürich
30. Jahrgang
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Nr. 42
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag Herausgeber: Lokalinfo AG, Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich Verlag Tel. 044 913 53 33, Fax 044 910 87 72 www.lokalinfo.ch
Gute Ernte trotz der Kirschessigfliege
Sorgfältig überprüfen die
Helfer im Heslibacher Weinberg von Diederik Michel
Traubenbeere um Traubenbeere, bevor sie die Früchte
in Kisten legen. Der Winzer
nutzte die schönen Herbsttage, um seinen Wümmet
abzuschliessen.
Eine männliche (l.) und eine weibliche Kirschessigfliege. Foto: Agroscope
Die Kirschessigfliege
Philippa Schmidt
Ein roter Milan kreist am wolkenlosen Himmel, und Tochter Neeva
schläft tief und fest im Schatten eines
Rebstocks. In dieser Idylle wird im
Rebberg des Weinguts Diederik fleissig geerntet bzw. gewümmt, wie dies
im Fachjargon heisst. «Wir haben eine gute Ernte dieses Jahr», freut sich
Diederik Michel. Dies trotz der
Kirschessig-Fliege, die auch SuzukiiFliege genannt wird (siehe Box).
Doch der aus Asien eingewanderte
Schädling hat auch im Küsnachter
Weinberg seine Spuren hinterlassen.
«Man sieht ein kleines Loch, und
wenn ich draufdrücke, kommt der
Saft raus», demonstriert Diederik an
einer Traubenbeere. «Ich weiss von
Winzern, bei denen praktisch alle
Trauben befallen waren», sorgt sich
der diplomierte Oenologe. Bei ihm
hätte die Fliege zwar etwa 30 Prozent
des Dornfelders befallen, aber ansonsten sei er zufrieden.
Ein Ärgernis bleibt aber. «Man
kommt nicht vorwärts, in anderen
Jahren konnte man einfach den ganzen Trübel abschneiden, jetzt muss
man jede Traubenbeere überprüfen»,
erklärt der Küsnachter. Die Traubenbeeren, die der Winzer probiert, stossen derweil auf seine Begeisterung:
Diederik Michel (links) füllt mit einem Wümmet-Helfer die Riesling-Sylvaner-Trauben um.
«Man schmeckt, dass sie süss sind
und ein feines Aroma haben.»
«Die kalten Nächte sind gut für
die Aromaentwicklung», liefert Michel die Begründung für den delikaten Gout. Zwar sei der Sommer verregnet gewesen, aber dank dem warmen Mai und Juni hätten die Trauben genug Sonne tanken können. Die
milden, sonnigen Tage im September
und Oktober wiederum seien ein
Traum gewesen.
Eine Gruppe von etwa 17 Leuten,
darunter Rentner und Studenten,
steht inmitten der Rebstöcke und
pflückt die Trübel von Hand. Auch
Diederik Michels Frau Patricia packt
mit an und schneidet Trübel für Trübel. Diederik Michel selbst wiederum
behält den Überblick und fährt mit
dem Raupentraktor die Kisten voller
Trauben zum Auto. Zwischendurch
bleibt für die Helfer auch mal Zeit für
ein kleines Pläuschchen. Die Stimmung ist überhaupt sehr familiär: So
essen beispielsweise alle gemeinsam.
Vom Anfang bis zum Ende
Seit Jahresbeginn hat Diederik die
Rebberge der Gemeinde und der Familie Welti im Heslibach gepachtet.
Nun kann er erstmals Trauben ernten,
Foto: Philippa Schmidt
die er von Anfang bis zum Ende begleitet hat. Im Winter findet der biologische Säureabbau statt, die Weine
werden filtriert und stabilisiert. «Je
nach Entwicklung sind die Weissen im
Februar oder März fertig. Die Roten
will ich aber länger im Tank oder Barrique reifen lassen», verrät Diederik
Michel. Aus dem Dornfelder macht er
zusammen mit Pinot Noir eine Cuvée
und produziert zudem einen Pinot
Noir Barrique. Aus der Pinot-NoirTraube keltert er ferner einen Rosé
und hat dafür vom «NZZ»-Weinexper-
Die Kirschessigfliege (drosophila
suzukii), auch Suzukii-Fliege genannt, stammt ursprünglich aus
Ostasien und tauchte 2008 erstmals in den USA und in Spanien
auf. Mit Hilfe des Windes und dem
Transport befallener Früchte breitete sie sich danach in Europa aus
und wurde 2011 auch in der
Schweiz nachgewiesen. Sie gehört
zu den Essig- bzw. Taufliegen und
ist nur 2 bis 3 Millimeter gross,
gelb-bräunlich und hat rote Augen. Während die Männchen – sie
sind an einem dunklen Fleck am
hinteren äusseren Flügelrand zu
erkennen – harmlos sind, können
die Weibchen erheblichen Schaden anrichten. Mit ihrem sägeartig
gezähnten Eilegeapparat raspeln
sie die Haut reifer Früchte auf und
legen ihre Eier ab. Dadurch schaden sie den Früchten direkt und
indirekt: Die Larven fressen im Innern das Fruchtfleisch auf, in der
Folge verlieren die befallenen
Früchte an Festigkeit und ihre
Oberfläche fällt ein. Ausserdem
schaffen sie mit der Eiablage eine
Eintrittspforte für Krankheitserreger wie Pilze, Bakterien und einheimische Essigfliegenarten. (aj)
Fortsetzung auf Seite 7
Design bestaunen
Zurück blicken
Obst dörren
Der Name «Werk 39» soll in Zukunft die Küsnachter Kulturlandschaft prägen. Möbeldesigner Christophe Marchand hat
in einer ehemaligen Fabrikhalle Raum für Kultur und Feiern
geschaffen und öffnete für den «Küsnachter» die Tür. Seite 3
Monique Cornu prägte das Freizeitzentrum Zumikon in den
letzten fünfeinhalb Jahren. Im Interview mit dem «Küsnachter» blickt die scheidende Leiterin zurück und erzählt,
was sich während dieser Zeit verändert hat.
Seite 5
Der warme Frühling prägt die diesjährige Obsternte – sie fällt
reichhaltig aus. In der Dörranlage Küsnacht können alle ihr
überschüssiges Grüngut für den Winter konservieren. Das
Angebot der Gemeinde kommt an.
Seite 7
2
Stadt Zürich
Nr. 42
16. Oktober 2014
AKTUELL
Apassionata – magische Begegnungen
Apassionata, der Name
steht seit über zehn Jahren
für magische Begegnungen
zwischen Mensch und Pferd.
Jetzt kommt Europas
erfolgreichste Familienshow
ins Hallenstadion.
Geschichte voller Leidenschaft, Schmerz und Erotik: «Tanguera».
Foto: zvg.
Ein Feuerwerk der Emotionen
«Tanguera», das weltweit
gefeierte Tangomusical aus
Buenos Aires, kehrt nach
Zürich zurück.
Fantastische Lichtdesigns und Bühnenprojektionen vereint mit preisgekrönten Choreografien und der Perfektion eines 30-köpfigen Tanzensembles und eines hochklassigen Tangosextetts – das ist «Tanguera».
Vor dem Hintergrund des Buenos
Aires zu Beginn des 20. Jahrhunderts
erzählt «Tanguera» vom schicksalhaften Leidensweg der schönen Immigrantin Giselle, von ihrer Ankunft
im Hafen über ihre Arbeit in einem
der unzähligen Bordelle der Stadt bis
zum Erfolg als Tänzerin in der glitzernden Welt des Cabarets. Verführt
vom kriminellen Gaudencio und geliebt vom tapferen Hafenarbeiter Lorenzo, beginnt sich eine verhängnisvolle Spirale aus Liebe und Leidenschaft, Rivalität und Feindschaft immer schneller zu drehen.
Doch «Tanguera» erzählt noch etwas anderes: die Geschichte des Tangos selbst, dessen Weg durch die Gesellschaftsschichten sich Szene um
ANZEIGEN
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 5x 2 Tickets für
die «Tanguera»-Premiere am
Dienstag, 28. Oktober, 19.30 Uhr
im Theater 11. Wer gewinnen
will, schickt bis 20. Oktober eine
E-Mail mit Betreffzeile «Tanguera» und vollständigem Absender
an: lokalinfo@lokalinfo.ch
oder eine Postkarte an:
Lokalinfo AG
Wettbewerb «Tanguera»
Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb, Rechtsweg ausgeschlossen.
Szene erschliesst. Eine Geschichte, zu
der das Musical dank seiner Innovationskraft längst selbst gehört. Denn
mit präzisen Blicken und Gesten, der
Musik und dem alles beherrschenden
Tanz gelingt «Tanguera» etwas, woran sich keine Tangoperformance bisher gewagt hat: das Erzählen. Die mitreissende Musik besteht aus klassischen Tangos und eigens komponierten Stücken. (pd./ mai.)
Theater 11, Thurgauerstr. 7, 28. Oktober
bis 2. November, Di–Fr 19.30 Uhr, Sa
15.30/19.30 Uhr, So 14.30/18.30 Uhr.
Die neue Apassionata-Show, «Die goldene Spur», wartet mit vielen Premieren auf: ein Miniesel, ein langmähniger Andalusier-Schimmel und, passend zum Showtitel, ein goldfarbener
Hengst. Die spektakulären Trickreiter
«Les Voltigeurs du Monde» heben bei
ihren Stunts im Sattel ab und begeistern mit waghalsigen Kunststücken
auf, über und unter dem Pferd. Die
Ungarische Post führt das Publikum
ins Reich der Abenteuer mit neuen,
hochklassigen Formationen und athletisch-rasanten Manövern. Die meisterlichen spanischen Garrochareiter beweisen sich mit einer Gruppenkür und
eine Quadrille schwarzer Friesenhengste jagt durch die Halle.
Bei der Freiheitsdressur lernt das
Publikum einen neuen Star kennen,
der seine bunt gemischte Pferdefamilie vorstellt – darunter eines der
kleinsten Pferde der Welt –, und gemeinsam mit Pierre begibt es sich auf
eine waghalsige Suche nach einer
Frau, die in einem antiken Gemälde
gefangen ist. Auch Comedy ist angesagt. So verwandelt Laurent Jahan mit
seinem komödiantischen Talent und
seinen begabten Eseln die Arena in
ein grosses Theater, zeigt mit seinem
Postier-Bretone aber auch Dressurlektionen auf höchstem Niveau. Mit dabei
ist zudem sein einzigartiges Shetlandpony Momo. (pd./mai.)
Hallenstadion, 8. November, 20 Uhr, 9. November, 14 Uhr. www.apassionata.com.
Abenteuer voller Geheimnisse: Apassionata, «Die goldene Spur».
Foto: zvg.
Wettbewerb
Lokalinfo verlost 5x 2 Tickets für
«Apassionata» am Samstag, 8. November, 20 Uhr im Hallenstadion.
Wer gewinnen will, schickt bis
20. Oktober eine E-Mail mit Betreffzeile «Apassionata» und vollständigem Absender an:
lokalinfo@lokalinfo.ch
oder eine Postkarte an:
Lokalinfo AG
Wettbewerb «Apassionata»
Buckhauserstr. 11, 8048 Zürich
Keine Korrespondenz über den Wettbewerb. Rechtsweg ausgeschlossen.
Küsnachter
AKTUELL
«Werk 39» – Küsnachts neues Bijou
3
Philippa Schmidt
Wer sich alte Stiche von Küsnacht
und auch von anderen Dörfern
des rechten Zürichseeufers anschaut, sieht dort, wo heute Häuser stehen, Weinberge über Weinberge. Heute sind die Reben auf
kleine
Flecken
zusammengeschrumpft. Wer neu herzieht,
weiss oft gar nicht mehr, dass er
in einem traditionellen Weinan-
Nicole Isele
Tradition, die gepflegt
werden muss
Juwel mit «industrial chic»: Blick in die 350 Quadratmeter grosse Halle.
Fotos: Nicole Isele
Potenzial als Eventlocation
Und so entstand das Konzept für das
«Werk 39». Die ehemalige Produktionshalle wird kurzerhand mit einer
Trennwand versehen. Auf der einen
Seite verbirgt sich Marchands Kreativwerkstatt, die andere Seite bietet
seiner Möbelsammlung der Schweizer Designgeschichte eine Ausstellungsfläche. Dieser Teil steht der Öffentlichkeit seit Anfang dieses Jahres
für Firmenanlässe, Familienfeste
oder Vernissagen zur Verfügung und
bietet Platz für bis zu 200 Gästen. Im
Sommer fand hier eine erste Kunstausstellung statt, in den kommenden
Monaten werden überwiegend private Anlässe gefeiert, bei denen auch
die beiden Klaviere von Marchand
zum Einsatz kommen.
«In Küsnacht gibt es keine alternativen Räumlichkeiten mit derartigem Charme», erklärt Christophe
Marchand. «Die Halle hat Potenzial
16. Oktober 2014
APROPOS . . .
Eine ehemalige Produktionshalle auf dem MaagAreal an der Heslibachstrasse bietet neuen Raum für
Kultur und Feiern.
Von aussen lässt die Fassade der
«Maag-Fabrik» an der Unteren Heslibachstrasse nicht erahnen, welch architektonisches Schmuckstück sich
dahinter verbirgt. Der Gang durch
das eiserne Werktor gibt den Blick
frei auf eine grosszügige lichtdurchflutete Halle, wo Designbüro, Ausstellungsfläche und Eventlocation ineinander übergehen. «Für mich ist es
ein Zuhause», schwärmt Hausherr
Christophe Marchand.
Eines Sonntags war der Möbeldesigner mit dem Fahrrad in Küsnacht unterwegs. Als ihm die Werkhalle ins Auge stach, wusste er sofort: «Das ist mein Raum.» Er kontaktierte den Firmeninhaber Felix
Maag, der versprach, sich zu melden,
sobald die Halle, die zu diesem Zeitraum vermietet war, frei würde –
was ein paar Monate später geschah.
Marchand wollte sich mit seinem Büro eigentlich nur in einen Teil der
350 Quadratmeter grossen Halle einmieten. Doch Maags Bedingung lautete: ganz oder gar nicht. Im Kopf
von Marchand begann es zu arbeiten.
Die Faszination für dieses Juwel mit
seinem industriellen Chic trieb ihn
um und liess ihn nicht mehr los.
Nr. 42
Spezielles Highlight: Marchands Ruderboot.
und es wäre schön, wenn Sie nach
und nach ein Teil des Küsnachter
Kulturgutes werden würde. Meine Vision ist es, dass sich das ‹Werk 39› in
den Köpfen der Menschen als Eventlocation einprägt. Der hohe ästhetische Wert von Halle und ausgestellten Möbeln bietet ein einzigartiges
Ambiente für unterschiedliche Anlässe.»
Marchand arbeitet Tür an Tür mit
den Maschinenbauern der Firma
Maag. Anfangs war der Durchgang
zwischen dem «Werk 39» und der
Werkhalle noch verschlossen. Heute
ist das anders. Zwischen Theorie und
Praxis liegen nur wenige Schritte und
oft steht Marchand persönlich an der
Werkbank, um einen Prototypen seiner Möbelentwürfe zu erstellen. «Ich
bin Praktiker und möchte live dabei
Möbeldesigner Christophe Marchand in seinem Büro.
sein, wenn meine Skizzen reelle Gestalt annehmen. Der Durchgang zur
Werkstatt ermöglicht mir die direkte
Antwort auf meine Skizzen, liefert
unmittelbare Erkenntnis und Fortschritt.»
«100 Prozent Designer»
Christophe Marchand hat den Vorkurs für Gestaltung und eine Schreinerlehre absolviert. Danach besuchte
er die höhere Fachschule für Gestaltung, die heutige ZHdK, und studierte
Industriedesign. Sofort nach seinem
Abschluss machte er sich selbstständig: «Es war eine Intuition. Ich bin
hundert Prozent Designer.»
Dies scheint sich in jedem Winkel
des «Werks 39» widerzuspiegeln: Ein
besonderes Highlight neben Möbelklassikern vom Eames und Le Corbu-
Werk 39, Untere Heslibachstrasse 39,
Küsnacht. Infos: Tel. 044 380 28 48, EMail: info@werk39.ch, www.werk39.ch.
Küsnacht erneuert Golddiplom
Küsnacht bleibt «Energiestadt Gold»:
Die Labelkommission des Trägervereins Energiestadt und des Bundesamts
für Energie hat kürzlich die Auszeichnung «Energiestadt Gold» an insgesamt 13 Gold-Städte vergeben, darunter sieben bisherige. Küsnacht erfüllt
das entsprechende Anforderungsprofil
seit 2010. Alle vier Jahre ist jedoch eine Neubewertung des kommunalen
energiepolitischen Programms fällig –
und zwar anhand eines umfangreichen
Massnahmenkatalogs in den Bereichen
Entwicklungsplanung und Raumordnung, kommunale Gebäude und AnlaANZEIGEN
Foto: Annemarie Schmidt-Pfister
Herbsttag wie gemacht für die «Züriseeschlange»
Ein Wetterphänomen, das manchmal an schönen
Herbsttagen am Zürichsee zu beobachten ist, gab es
auch am letzten Donnerstagmorgen in Küsnacht zu
bestaunen: Knapp über dem Wasser, sodass darüber
die Albiskette gerade noch zu sehen ist, lag an die-
sier ist Marchands Ruderboot. Der
Doppelvierer hängt kopfüber – die
Schuhe der Besatzung sind fix montiert – in der Halle. «Es ist ein Symbol
für die Funktionalität von Design. Ein
Boot muss genau wie ein Möbel seinen Zweck erfüllen», weiss der ehemalige Ruderer Marchand.
7,5 Meter Raumhöhe, eine komplexe Symbiose von direktem und indirektem Licht, die Geschichte seiner
Exponate und Industrie machen das
«Werk 39» zu einer Besonderheit in
Küsnacht: Design wird durch die öffentliche Nutzbarkeit der Halle belebt
und umgekehrt werden die Gäste von
der kreativen Atmosphäre inspiriert.
baugebiet lebt. Dass ein Teil der
Küsnachter Reben im Giesshübel
in der Bauzone liegt, macht die
Sache nicht besser. Doch die Tatsache, dass mit dem Weingut Diederik nun wieder ein Familienbetrieb die Welti-Reben pflegt, lässt
hoffen, dass der Weinbau Küsnacht auch in den nächsten Jahren erhalten bleiben wird. Wer
das Weingut besucht und den
überwältigenden Blick auf den
See und das Dorf geniesst, der
wird diese Kulturlandschaft, in
der auch die Natur ihren Platz findet, zu schätzen lernen.
Als ich letzte Woche meine Ferien in Südtirol verbrachte, staunte ich über die grosszügigen
Weinberge und die Weinkultur,
die dort gepflegt werden. Das
machte fast ein bisschen neidisch.
Auch Äpfel werden in dieser Gegend reichlich angebaut. Aber
auch in Küsnacht auf der Zwingliwiese wachsen verschiedenste
Apfelsorten. Und damit gibt es einen weiteren «Plätz» Kulturland
im Dorf, der bedroht ist oder zumindest eines Tages bedroht sein
könnte.
Es bleibt zu hoffen, dass wir
dereinst nicht unseren Kindern
und Kindeskindern erzählen müssen, dass sich die Giesshübelstrasse durch Weinberge geschlängelt hat und dass es da eine
grüne Oase hinter dem Polizeigebäude gab – viel schöner wäre es,
wenn diese Orte für Küsnacht erhalten blieben und nicht überbaut
würden. Denn eines darf man nie
vergessen: Geld kann man weder
essen noch trinken.
sem altweiberisch sommerlichen Oktobertag eine
dichte weisse Nebelschicht. Im Volksmund der Zürichseebewohner heisst dieses lange, schmale Nebelband, das sich über das Wasser windet, die «Züriseeschlange». (ks.)
gen, Versorgung/Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperation.
Für Küsnacht nahm Thomas
Schmidt, Projektleiter Energiestadt in
der Gemeindeverwaltung, am Energietag in Biel das Rezertifizierungsdiplom
entgegen. Die Auszeichnung wird dann
am Neujahrsapéro noch gebührend
gefeiert werde, sagte er dem «Küsnachter». Doch davor heisst es, an der
Gemeindeversammlung vom 8. Dezember das energiepolitische Programm für die neue Legislatur
2015–2018 durchzubringen. (mai.)
4
Küsnachter
Nr. 42
16. Oktober 2014
AKTUELL
44 Millionen für Erlenbachs neues Alterszentrum
Am 30. November entscheiden die Stimmberechtigten
an der Urne definitiv über
den Bau von Erlenbachs
«Jahrhundertprojekt»:
das Alterszentrum «Neuer
Gehren». Der Kreditantrag
für das Projekt beläuft sich
auf 44 Millionen Franken.
Info-Abend zum
Projekt
Am 12. November um 19 Uhr
findet im Saal des Hotels Erlibacherhof eine öffentliche Informationsveranstaltung zum Baukredit «Neuer Gehren» statt. An dieser wird das Bauprojekt präsentiert, und es besteht die Möglichkeit, dem Gemeinderat Fragen
zur Urnenvorlage zu stellen. (ks.)
Das sanierungsbedürftige Alterswohnheim Gehren soll durch ein Alterskompetenz- und Dienstleistungszentrum ersetzt werden. Die Erlenbacher Stimmberechtigten haben dafür in den letzten Jahren in bereits
sechs Abstimmungen vorentscheidende Weichen gestellt. Inzwischen
ist das Bauprojekt erarbeitet und
auch baupolizeilich bewilligt worden.
Bibliothek im
Alterszentrum
Gesamtkosten bei 53 Millionen
Damit der «Neue Gehren» mit den 61
Pflegestudios und den 18 Alterswohnungen jetzt aber wirklich gebaut
werden kann, bedarf es noch der Zustimmung zum Baukredit. Gemäss
Mitteilung des Gemeinderats beträgt
dieser 44 Millionen Franken. Darin
enthalten sind auch die vom Souverän
für das Vor- und Bauprojekt bereits
bewilligten 6,1 Mio. Franken. Zusätzlich zu genehmigen sind noch 3,27
Millionen Franken als Entschädigung
an die Gemeinde Küsnacht für die
Nutzung des Küsnachter Seniorenheims am See als Provisorium für die
Bewohner des Alterswohnheims Gehren und der Alterssiedlung Spitzliweg
während der Bauphase.
Die Gesamtanlagekosten (Baukosten, Restwert Alterswohnheim Gehren, Kaufpreis Liegenschaft Erlengutstrasse 7, Projektwettbewerb, Vorbereitungsarbeiten, Provisorium Senio-
So soll der «Neue Gehren» aussehen: Projekt «Herbstsonate» von Graber Pulver Architekten.
renheim am See und Mehrkosten Provisorium) betragen knapp 53 Mio.
Franken. Wenn die Erlenbacherinnen
und Erlenbacher dem Baukredit und
den Provisoriumskosten Ende November an der Urne grünes Licht geben,
wird Mitte 2015 mit den Bauarbeiten
begonnen. Das neue Alterszentrum
kann dann voraussichtlich im Herbst
2017 bezogen werden.
Auswirkung auf Steuerfuss
Für den Neubau sind im Finanzplan
2014–2018 insgesamt 42 Millionen
Franken eingestellt. Über 3 Millionen
wurden bis heute bereits ausgege-
ben. Trotz dieser enorm hohen Investition, so schreibt der Gemeinderat,
sollten sich die Baukosten nach heutigem Kenntnisstand ohne Fremdverschuldung finanzieren lassen. Dies
führe aber zu einem vollständigen
Abbau der liquiden Mittel und einer
massiven Reduktion des Nettovermögens der Gemeinde und mache wahrscheinlich ab 2017 eine Erhöhung
des Gemeindesteuerfusses von 79 auf
82 Prozentpunkte erforderlich.
Aus der Vermietung des neuen
Alterszentrums an die künftige Betreiberin wird die Gemeinde jährliche Einnahmen von etwas über 1,5
Visualisierung: zvg.
Millionen Franken erzielen. Die Gemeinde erhält das Vereinsvermögen
des kürzlich aufgelösten Fürsorgevereins. Dieses Geld ermögliche,
verschiedene ursprünglich zum Teil
aus Spargründen aus dem Bauprojekt gestrichene oder reduzierte Investitionen nun doch zu realisieren,
schreibt der Gemeinderat. Davon
könne die ganze Bevölkerung profitieren. Geplant sind beispielsweise
eine öffentlich zugängliche Dachterrasse, ein erweiterter Kinderspielplatz in Sichtweite des Gartenrestaurants sowie ein Streichelzoo mit
Kleintieren. ( mai.)
Erlenbach: Steuerfuss
bleibt (noch) gleich
Familiendrama
in Zollikon
Der Gemeinderat von Erlenbach legt
der Gemeindeversammlung ein ausgeglichenes Budget 2015 mit gleichbleibendem Steuerfuss vor. Der Voranschlag schliesst bei einem Aufwand
von 75,57 Mio. Franken und einem
Ertrag von 75,49 Mio. Franken ab. Lediglich 81 400 Franken müssen dem
Eigenkapital entnommen werden. Der
tiefe Steuerfuss von 79 Prozentpunkten kann auch 2015 beibehalten werden. Die nach wie vor höchste Ausgabe sei der Finanzausgleich mit 27,5
Mio. Franken (2014 sind es 26,5
Mio.), schreibt der Gemeinderat. Im
nächsten Jahr sollen nicht weniger als
27,6 Mio. Franken investiert werden,
die «Hauptbrocken» davon sind das
neue Alterszentrum im Gehren und
das Kleinschwimmbecken Allmendli.
Am Sonntag wurden ein
Mann und eine Frau in Zollikon tot aufgefunden. Die
Polizei konnte noch am
gleichen Tag einen Tatverdächtigen festnehmen.
Beim mutmasslichen Täter
handelt es sich um den
Sohn des älteren Paares.
Gegen 13 Uhr am letzten Sonntag
ging bei der Kantonspolizei die Meldung ein, dass in einer Wohnung in
einem Mehrfamilienhaus in Zollikon
zwei leblose Personen aufgefunden
worden seien.
Die Rettungssanitäter konnten
nur noch den Tod des Paares feststellen. Der Tatort befindet sich in
der Nähe des Bahnhofs Zollikon.
Beim 30-jährigen Tatverdächtigen
handelt es sich um den Sohn der
beiden Opfer (63 und 66 Jahre alt).
Dieser habe in der ersten Einvernahme zugegeben, auf seine Eltern
eingestochen zu haben, wie die
Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich mitteilt.
Suizidgefahr beim Tatverdächtigen
Die Staatsanwaltschaft IV für Gewaltdelikte hat ein Strafverfahren
wegen vorsätzlicher Tötung eröffnet
und Antrag auf Untersuchungshaft
gestellt. Sie geht von einem Beziehungsdelikt aus. Der mutmassliche
Täter befindet sich wegen Suizidgefahr in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. (pd./phs.)
In den «Neuen Gehren» soll dereinst auch die Schul- und Gemeindebibliothek mit einziehen. Für
die Verlegung vom heutigen
Standort im reformierten Kirchgemeindehaus und die Einrichtung
der neuen Räumlichkeiten hat der
Gemeinderat 365 000 Franken
veranschlagt. Der entsprechende
Kredit steht auf der Traktandenliste der Gemeindeversammlung
vom 24. November.
Gemäss Mitteilung des Gemeinderats verfügt die Schul- und
Gemeindebibliothek an ihrem heutigen Standort über eine Fläche
von 160 Quadratmetern. Das sei
viel zu wenig Platz für ihre 13 000
Medien. Im «Neuen Gehren» sei
für sie eine Fläche von rund 300
Quadratmetern reserviert.
Nebst den Kosten für Umzug
und Neueinrichtung werden sich
nach dem geplanten Bezug im
Herbst 2017 die Miet- und Nebenkosten um rund 34 000 Franken
pro Jahr erhöhen, informiert der
Gemeinderat. (mai.)
Höherer Aufwand für Schule
Sehenswert von aussen und von innen: Das begehbare Gehirn, hier im Garten des Tertianums Zollikerberg.
F: aj
Auf Sightseeing-Tour durch das Gehirn
Unser Gehirn kann unfassbar viel,
manchmal läuft aber auch einiges
schief. Wie und was, das vermittelt das
Brain Festival seinen Besuchern in einer Ausstellung zu Gehirnfunktionen
und -störungen. Die Wanderausstellung – eine Zusammenarbeit der neurowissenschaftlichen
Institute
der
Schweizer Hochschulen und diverser
weiterer Partner – tourt im Rahmen
des Europäischen Jahrs des Gehirns
durch die ganze Schweiz und machte
am vergangenen Montag Halt im Zollikerberg. Auf dem Areal der Tertianum
Residenz konnten Besucher ein aufblasbares Gehirn begehen.
Im Innern dieses «Hirnis» und im
dazugehörigen Brain Bus gibts für
Jung und Alt anschauliche Informationen rund um unser wichtigstes Organ. Besucher des Brain Busses können zum Beispiel in einem Test ermit-
teln, wie gefährdet sie für ein Burnout
sind. Neben der Ausstellung fanden im
Tertianum auch zwei Referate zu den
Themen Demenz und Parkinson statt.
Diese stiessen auf reges Interesse: «Die
Vorträge wie auch die Ausstellung waren äusserst interessant und für uns
auch sehr aktuell», zeigte sich eine ältere Besucherin begeistert. (aj)
Brain Festival 2014, diverse Standorte,
www.brainfestival.ch.
Der Voranschlag 2015 der Gemeinsamen Sekundarschule Erlenbach-Herrliberg (GSEH) weist in der Laufenden
Rechnung einen Aufwand von 4,49
Mio. Franken und einen Ertrag von
187 500 Franken aus. Vom Defizit von
4,76 Mio. Franken hat Erlenbach 2,12
Mio. (44,5%) und Herrliberg 2,64 Mio.
(55,5%) zu tragen. Der Aufwand gegenüber 2014 fällt gemäss Gemeinderat vor allem deshalb deutlich höher
aus, weil infolge der Teilrevision der
GSEH-Statuten neu die Raumkosten
(Benützung der Schulanlagen in Herrliberg und Erlenbach) Bestandteil der
Betriebskosten sind und alleine mit
knapp 1 Mio. Franken zu Buche stehen. Erlenbach erhält für die Bereitstellung seiner Schulanlagen an die
GSEH einen Mietzins von 293 500
Franken. (pd./ mai.)
AKTUELL
Küsnachter
Monique Cornu, die scheidende Leiterin des Freizeitzentrums Zumikon an ihrem Arbeitsplatz.
Fotos: wn.
Nr. 42
16. Oktober 2014
5
Am Familienanlass haben alle Spass: Der Anlass wird von der «engagierten Frauengruppe», unterstützt vom Freizeitzentrum, organisiert.
Freizeitzentrum ist nicht mehr wegzudenken
Vom Töpfern zum Werken
mit Holz – vom Stepptanzen zum Räbeliechtli-Umzug: Das Freizeitzentrum
Zumikon bietet eine breite
Palette an Aktivitäten für
jeden Geschmack. Der «Küsnachter» hat sich mit der
scheidenden Leiterin
Monique Cornu unterhalten.
alles auf eine professionellere Basis
gestellt, das Zentrum, zusammen mit
dem Vorstand, neu positioniert. Früher arbeiteten hier viele Hilfsleiter
und Freiwillige. Heute sind die Aufgaben klar verteilt. Wir haben einen
fest umrissenen Auftrag zu erfüllen:
Das Freizeitzentrum soll garantieren,
dass möglichst viele Zumikerinnen
und Zumiker die Freizeit sinnvoll im
eigenen Dorf verbringen können. Dafür stehen unser Kursangebot und
die gut ausgestatteten Werkstätten
zur Verfügung.
Interview: Willy Neubauer
Monique Cornu, wie lange stehen Sie
dem Freizeitzentrum vor?
Seit fünfeinhalb Jahren. Ende Oktober ist meine Zeit in Zumikon nun zu
Ende, und ich werde eine neue Herausforderung in der Altersarbeit annehmen. Anfang November übernimmt dann Monica Cirocco die Leitung des Freizeitzentrums, der Übergang ist also nahtlos.
Was hat sich in Ihrer Zeit verändert?
Das Angebot an Aktivitäten ist grösser geworden. Ausserdem haben wir
Steuerfuss bleibt gleich
In Herrliberg lässt sich eine Erhöhung des heutigen Steuerfusses von
78 Prozent noch vermeiden. Dies sei
nur auf das beträchtliche Nettovermögen Ende 2013 zurückzuführen,
schreibt der Gemeinderat in einer
Mitteilung zum Budget 2015. Der Gesamtaufwand sinkt zwar um eine
halbe Million auf 86,6 Mio. Franken,
und der Aufwandüberschuss beträgt
im Vergleich zum Vorjahr 4,6 statt 7
Mio. Franken. Doch die Steuererträge
halten sich in Grenzen: Die wichtigen
Grundstückgewinnsteuern sind mit 6
Mio. Franken veranschlagt – im Rekordjahr 2012 waren es 13,5 Mio.
Franken gewesen. Der Gemeinderat
geht davon aus, dass die budgetierten Steuererträge im laufenden Jahr
erreicht oder sogar leicht übertroffen
werden. Deshalb und auch wegen
des um 3 Mio. Franken tieferen Beitrags an den Finanzausgleich könnte
eine leichte Entspannung eintreten.
Doch aufgrund des hohen Fremdmittelbestands, so der Gemeinderat,
werde in den nächsten Jahren wohl
eine Steuerfusserhöhung intensiv diskutiert werden müssen. (mai.)
Also gibt es keine Freiweilligen mehr?
Doch, natürlich. Das Kerzenziehen
beispielsweise wäre ohne freiwillige
Helferinnen nicht durchführbar.
Wie viele Kurse bietet das Freizeitzentrum an?
Rund 35 verschiedene Kurse, wobei
sich das laufend ändert. Zieht ein
Kurs nicht, wird er gestrichen – dafür
kommen neue dazu. «Ballett für Kinder» zum Beispiel umfasst 16 Lektionen pro Woche. Dazu kommen einzelne Workshops zu verschiedenen
Themen. Und dann natürlich die
Werkstätten, wo man unter professioneller Leitung töpfern oder mit
Holz arbeiten kann. Auch die Galerie
Milchhütte gehört zum Freizeitzentrum.
Wie hat sich das Angebot verändert?
Es ist vor allem grösser und vielfältiger geworden. Früher standen beispielsweise die Räumlichkeiten oft
leer. Heute ist die Auslastung besser.
Und mit der Vermietung spülen wir
auch Geld in die Kasse. Dieses Jahr
Monique Cornu
Monique Cornu, Jahrgang 1973,
ist in Zumikon aufgewachsen und
lebt mit ihrem Partner und den
zwei gemeinsamen Kindern in
Zürich. Nachdem Sie in Zürich in
der Jugendarbeit engagiert war
und im Freizeitzentrum Zumikon
vor allem Angebote für Familien
konzipiert hat, beschäftigt sie sich
nun am neuen Ort mit der Altersarbeit. Eine, wie sie sagt, logische
Fortsetzung ihrer bisherigen Tätigkeiten. (wn.)
blieb beispielsweise zum ersten Mal
die Werkstatt während der Ferien geöffnet. Heute frequentieren viele
fremdsprachige Kunden das Zentrum. Beispielsweise Eltern von ICSSchülern. Wir bieten heuer Kerzenziehen für ICS-Schüler an, das fand
bisher im Zollikerberg statt. Wir pflegen den Kontakt zur ICS.
Das Zentrum ist also internationaler geworden?
Ja, das hängt auch mit dem Café International zusammen, das seit 2013
stattfindet. Da treffen sich Frauen
verschiedenster Nationalitäten zu gemeinsamen Aktivitäten. Wir sprechen also neue Zielgruppen an. Auf
der anderen Seite haben wir auch
Gruppen von Alteingesessenen, vor
allem in den Werkstätten, die sich
seit Jahren im Zentrum treffen und
zusammen werken.
Das alles kostet Geld – wer bezahlt das?
Die politische Gemeinde und die katholische und die reformierte Kirchgemeinde. Aber wir haben natürlich
Vorgaben und bemühen uns, so viel
wie möglich selber zu erwirtschaften,
Freiheit, Trotz, Glauben: Fragen und Antworten
«Von der Freiheit im
Denken bis zum Trotz im
Glauben»: Ein Thementag
in der Kirchgemeinde Erlenbach mit libref-Preisträger
Peter Bichsel.
Der Thementag am Samstag, 25. Oktober, beginnt mit der Disputation «Liberaler Glauben heute». Jean Claude
Cantieni, Präsident libref Schweiz,
und die Pfarrpersonen Katharina Hoby, Andrea Marco Bianca, Andreas
Cabalzar und Res Peter stellen Thesen
zur Bedeutung eines liberalen Glaubens für die Schweiz, für die Kirche,
zur Beziehung von Kirche und Kultur
und für die Menschenrechte vor. Pfarrer Gottfried
Locher, Präsident
Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund, antwortet aus seiner Sicht
auf diese liberalen Thesen. Und der
evangelische Theologe Reiner Anselm
antwortet mit einer Sicht aus dem
Nachbarland. Die Anwesenden können mitdiskutieren. Nach einem Mit-
Der bekannte Solothurner Schriftsteller Peter Bichsel.
Foto: zvg.
tagessen im Erlibacherhof und einer
Führung durch die Ausstellung «KulturKircheErlenbachKUNST» folgt die
Podiumsveranstaltung «Von der Freiheit im Denken bis zum Trotz im
Glauben». Anlässlich der Verleihung
des «prix libref» an Peter Bichsel diskutieren Gäste über Freiheit, Trotz
und Glauben: Wofür lohnt es sich zu
trotzen? Welche Freiheiten müssen
heute ertrotzt werden? Welche Rolle
spielen dabei Kunst und Kirche? Es
diskutieren: Christine Lötscher, «Ta-
ges-Anzeiger», Marc Müller, Kurator,
Pascale Huber, «MissReformiert», Pfr.
Gottfried Locher, Präsident SEK, Pfr.
Andrea Marco Bianca, Kirchenrat.
Leitung: Pfr. Andreas Cabalzar.
Auf das Podium folgt die Verleihung des «prix libref» an Peter Bichsel. Die Laudatio hält Christine Lötscher. Für den musikalischen Rahmen
sorgt Robert Metzger. Den krönenden
Abschluss des Thementags bildet
dann ein Gottesdienst mit Predigt von
Peter Bichsel in der Kirche.
Die einzelnen Programm-Elemente
können auch einzeln besucht werden.
Die Tagung ist ein Gemeinschafsprojekt von «Essen und Ethik» der Reformierten Kirchen Küsnacht und Erlenbach mit der Katholischen Kirchgemeinde Küsnacht-Erlenbach, libref
Schweiz, prolibref Zürich und der KulturKircheErlenbach. (e./mai.)
Samstag, 25. Oktober, ref. Kirchgemeindehaus und Kirche Erlenbach. 10.45 Uhr:
Disputation, 14 Uhr: Ausstellungsführung,
15 Uhr: Podium, 16.30 Uhr: Preisverleihung, 17.45 Uhr: Gottesdienst. Kontakt:
Pfarrer Andreas Cabalzar, Erlenbach,
pfrcab@bluewin, Tel. 044 910 45 60
damit die Gemeinde nicht zu stark
belastet wird.
Wie «erfindet» das Zentrum neue Aktivitäten?
Da braucht es viel Eigeninitiative von
Freiwilligen. Wie zum Beispiel beim
Café International. Oder bei der
Gruppe der engagierten Frauen, welche die «Familienanlässe» auf die
Beine stellen oder die Kinderkleiderund Spielzeugbörse im Gemeindesaal
organisieren. Auch das Popcorn-Kino
mit altersgerechten Kinovorführungen wird von diesen Frauen durchgeführt. Aber jede und jeder kann an
uns gelangen und Vorschläge machen, was man noch anbieten könnte.
Möchten Sie zum Abschied noch etwas
speziell erwähnen?
Ich möchte dem Souverän danken,
dass er beschlossen hat, das alte Gemeindehaus zu erhalten und zu einem Begegnungszentrum zu gestalten. Ich freue mich, dass die Zumiker
dieses Projekt bejaht haben.
Freizeitzentrum Zumikon, freizeit@zumikon.ch www.freizumi.ch.
Ersatzbusse zwischen
Küsnacht und Meilen
Die SBB will am Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen mehrere Weichen
erneuern. Deshalb wird die Strecke
zwischen Küsnacht und Meilen an
den beiden Wochenenden vom 17.
bis 19. Oktober und vom 24. bis 26.
Oktober jeweils ab Freitagabend für
den Bahnverkehr gesperrt. Auf den
betroffenen Linien der S6, S7, S16
und SN7 werden an den angegebenen Wochenenden, jeweils von Freitag ab 22.10 Uhr bis zum Betriebsschluss am Sonntag, Bahnersatzbusse der Verkehrsbetriebe Zürcher
Oberland (VZO) verkehren.
Die Reisenden sind gebeten,
mehr Reisezeit einzuberechnen, da
die Anschlüsse von Bus auf Bahn
und umgekehrt nur teilweise abgewartet werden können. Passagieren
ab Zürich HB und Zürich-Stadelhofen nach Rapperswil und umgekehrt
wird empfohlen, die S15 oder S5 zu
benutzen. Die genauen Fahrzeiten
der Bahnersatzbusse sind unter
www.sbb.ch/fahrplan zu finden.
(pd./mai.)
6
Küsnachter
Nr. 42
HINTERGRUND / AKTUELL
16. Oktober 2014
Energiewende – Umbau hat paradoxe Folgen
Der Ausstieg aus der Atomkraft und der massive Einstieg in die erneuerbaren
Energien schafft Chancen
für die Wirtschaft. Die Umstellung führt aber auch zu
paradoxen Zwischenstadien:
So wurde in Deutschland
trotz viel erneuerbarer
Energie mehr CO2 ausgestossen. Warum?
Silvan Rosser
Die sogenannte Energiewende wird
zwar viel diskutiert, mitunter wird
aber durchaus Unterschiedliches darunter verstanden: Während auf der
einen Seite hauptsächlich die dezentrale und erneuerbare Stromerzeugung im Vordergrund steht, wird auf
der anderen Seite die Minimierung
(bzw. Eliminierung) des CO2-Ausstosses als Hauptmerkmal angesehen.
Im deutschsprachigen Raum bedeutet Energiewende gleichzeitig
auch Atomausstieg, also die Abschaltung bestehender Kernkraftwerke
und häufig auch eine Art Technologieverbot, sodass keine neuen Kernkraftwerke gebaut werden können.
Der Atomausstieg wurde nach der
Fukushima-Katastrophe 2011 durch
die Parlamente geboxt und damit die
Energiewende zwangsläufig eingeleitet. Heikel an dieser Sache ist, dass
die Elektrizitätsbranche sehr lange
Investitionszyklen kennt und Entscheide häufig Jahrzehnte im Voraus
in die Wege leitet. Auf kurzfristige
Schocks reagiert die Branche nur träge. Diese Trägheit betrifft vor allem
die grossen Betreiber von konventionellen Kraftwerken (Kernkraftwerke,
Erdgaskraftwerke), welche immense
Geldsummen an ihre Infrastruktur
gebunden haben und Jahrzehnte im
Voraus kalkulieren.
Solarenergie
Dementsprechend überrumpelt fühlte
sich die Branche, als nach Fukushima die neuen erneuerbaren Energien
wie Photovoltaik- (PV) und Windkraftanlagen mit dem Dünger von
staatlichen Fördermassnahmen wie
Pilze aus dem Boden schossen. Besitzer und Betreiber dieser dezentralen
Anlagen waren häufig nicht mehr die
grossen Energiebetreiber, sondern
viele kleine, häufig private Akteure.
Schon bald summierte sich die instal-
Der Siegeszug der erneuerbaren Energien in Deutschland bringt auch die Schweizer Wasserkraft wegen tiefer Strompreise in Bedrängnis.
lierte Leistung dieser vielen kleinen
Anlagen zu einem beachtlichen Anteil
und die produzierte Menge Strom
stieg von Jahr zu Jahr weiter an. In
Deutschland stammten 2013 bereits
25 Prozent der Stromerzeugung von
Erneuerbaren. Die Erneuerbaren
wurden also innert kürzester Zeit erwachsen, werden aber in Deutschland weiterhin wie Kinder behandelt.
So geniessen sie auch im Jahr 2014
einen Einspeisevorrang.
Solarzellen auf dem Dach und
Windräder an Küsten und auf Hügeln
produzieren nur dann Strom, wenn
es die Witterung zulässt. So ist die
Stromproduktion aus PV einerseits
stark tageszeitabhängig (in der Nacht
wird nie Strom erzeugt), anderseits
jahreszeitabhängig (im Sommer ist
die Strahlung deutlich erhöht), aber
auch wetterabhängig.
Windkraft
Die Stromproduktion aus Windenergieanlagen fluktuiert ebenfalls. Die tageszeitlichen und jahreszeitlichen Unterschiede sind aber deutlich geringer.
Bei geeigneter Witterung wird sofort
PV- und Windstrom produziert, und
diese Produktion ist kaum regelbar:
Die produzierte Menge Strom ist, bei
gegebener Anzahl Anlagen, nur abhängig vom Wetter, nicht aber von
den Marktbedürfnissen.
Das Wetter und nicht der Kunde
entscheidet, wann Strom aus neuen
erneuerbaren Energien produziert
wird. Gleichzeitig werden die Erneu-
erbaren vom Staat mit einer Einspeisevergütung gefördert. Unabhängig
vom vorherrschenden Marktpreis für
Strom erhalten die Produzenten von
erneuerbaren Energien bei der Einspeisung ihres produzierten Stroms
ins Netz einen festgelegten Preis. Da
die erneuerbaren Energien zur
Stromproduktion keine teuren Betriebsstoffe wie Heizöl, Kohle, Gas
oder Uran, sondern die gratis zur
Verfügung stehende Sonnen-, Wind-,
Erdwärme- und Wasserenergie benötigen, entsteht eine einzigartige Preisbildung auf dem Strommarkt.
Stromschwemme und ihre Folgen
Da die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien keine Brennstoffkosten hat und ihre Produktion nicht regelbar ist (also genau dann produziert
wird, wenn es das Wetter zulässt),
bietet sie ihre Energie am Markt «gratis» an. Relativ billig wird am Markt
die Stromerzeugung aus Kernenergie
und Kohle angeboten. Teuer und weniger gefragt ist Strom aus Erdgas und
Erdöl (Merit Order Prinzip). Obwohl
die Erneuerbaren «Gratis»-Strom am
Markt anbieten, erhalten sie den
Strompreis des letztbietenden Erzeugers. Der Unterschied zwischen angebotenem Preis und Marktpreis entspricht der Marge, mit der die fixen
Kosten gedeckt werden müssen.
Die zunehmende Menge neuer erneuerbarer Energien im Strommarkt
hat in Europa und vor allem in
Deutschland in den letzten Jahren ein
im Vorfeld stark unterschätztes Phänomen ausgelöst. Da immer mehr PVund Windenergieanlagen am Strommarkt teilnahmen, gab es eine regelrechte Stromschwemme und die
Strompreise an der Börse sind in der
Folge markant gesunken. Im Gleichschritt wurden die Margen für konventionelle Erzeuger immer geringer.
Dies bekommen zurzeit auch die Betreiber konventioneller Kraftwerke in
der Schweiz zu spüren, etwa die
Pumpspeicherkraftwerke. Sobald die
Strompreise unter den Brennstoffkosten liegen, bieten die grossen Betreiber von Gaskraftwerken ihre Leistung
nicht mehr am Markt an. Solange dies
nur einige Stunden im Jahr auftritt, ist
dies nicht weiter dramatisch. Die Anzahl solcher Stunden hat in den letzten Jahren jedoch stetig zugenommen,
sodass einige Kraftwerke kaum noch
auf die für einen rentablen Betrieb nötigen Betriebsstunden kommen und
ihre Kraftwerke schliesslich ganz abschalten.
Siegeszug der Erneuerbaren
Der Siegeszug der Erneuerbaren
wirft die konventionellen Kraftwerke
regelrecht aus dem Markt, was jedoch unerwünschte Folgen haben
könnte. Die konventionellen Kraftwerke haben nämlich gegenüber PV
und Wind einen wichtigen Vorteil. Ihre Stromerzeugung ist nicht abhängig
vom Wetter. Wenn also aufgrund der
aktuellen Marktsituation kaum noch
konventionelle Kraftwerke am Netz
Foto: ros.
sind und eine lang anhaltende Inversionswetterlage im Winter ansteht
und kaum Strom aus PV- und Windenergieanlagen
produziert
wird,
kann die Stromversorgung nicht weiter aufrechterhalten werden. Doch
nur für diese kritischen Stunden wollen die grossen Betreiber ihre Leistung nicht vorhalten, es sei denn,
auch sie werden zukünftig finanziell
vom Staat unterstützt (Kapazitätsmarkt).
Vorerst kein Rückgang von C02
Ein weiteres Paradox der Energiewende ist, dass die CO2-Emissionen
aus der Stromerzeugung in Deutschland in den letzten Jahren trotz des
massiven Ausbaus der Erneuerbaren
nicht etwa zurückgingen, sondern sogar anstiegen. Der Grund dafür liegt
in den sinkenden Strompreisen. Da
die Marge auf dem Strommarkt so
tief ist, werden kaum noch Gaskraftwerke betrieben, da Erdgas teuer ist.
Rentabel sind alte Kohlekraftwerke,
welche bereits amortisiert sind und
mit billiger Kohle befeuert werden
können. Kohle verursacht aber gegenüber Erdgas einen wesentlich höheren Ausstoss an Treibhausgasen.
Dieses unerwünschte Nebenphänomen war sicherlich nicht so geplant und zeigt exemplarisch auf,
welche Dynamik tiefe Markteingriffe
auslösen können. Obwohl unter
Energiewende kaum jemand höhere
CO2-Emissionen versteht, ist dies in
Deutschland zurzeit Realität.
Zollikon vereint
Das Ortsmuseum Zollikon
eröffnet eine neue Sonderausstellung für aktive, passive, ehemalige und zukünftige Vereinsmitglieder.
Vereint turnen, Theater spielen oder
Tauschbörsen organisieren: Das Angebot der Vereine ist gross und vielfältig. Zahlreiche Vereine prägen unser
gesellschaftliches und soziales Leben.
Im «Vereinsland» Schweiz gibt es
schätzungsweise 100 000 Vereine, die
Wesentliches zum Gemeinwesen beitragen. In Zollikon existieren gegen 70
Vereine – vom Akkordeon Orchester
bis zum Zolliker Chilbi-Verein.
Welche Personen, Tätigkeiten und
Geschichten stecken hinter den Vereinsnamen? Was motiviert die Mitglieder, sich in einem Verein zu engagieren? Die Sonderausstellung «Vereint» bietet Zolliker Vereinen eine gemeinsame Plattform. Sie holt aktive,
passive, ehemalige und zukünftige
Vereinsmitglieder ins Ortsmuseum,
zeichnet Traditionen des Vereinslebens nach und fragt nach der Zukunft der Vereinsorganisation. In
zwei Ausstellungsteilen erwartet Sie
jeweils ein bunter Vereinsmix, der
für jeden Geschmack etwas bietet.
Der erste Teil, der am nächsten
Donnerstag eröffnet wird, enthält
Beiträge des Eisstock-Clubs, Familienclubs, Männerchors, der Pfadi
Zollikon, des Quartiervereins Zollikerberg, des Samaritervereins, der
Theatergruppe, des Tourenclubs und
des Vereins Chramschopf.
An der Vernissage referiert Markus Freitag, Professor für Politikwissenschaft an der Uni Bern, über die
Bedeutung der Vereine als soziales
Kapital der Schweiz – und die Theatergruppe Zollikon interpretiert Vereinsmeiereien. (e./mai.)
Vernissage Donnerstag, 23. Oktober,
19.30 Uhr, Aula Buechholz, Buchholzstr.
19, danach Apéro im Ortsmuseum Zollikon, Oberdorfstr. 14. Ausstellung bis 13.
Juli 2015, geöffnet Sa/So 14–17 Uhr
In Zollikon gibt es an die 70 Vereine: Flyer (Ausschnitt) zur Sonderausstellung «Vereint».
Foto: zvg.
Küsnachter
AKTUELL
Trudi Vochezer und Sonja Gross kontrollieren das Dörrgut und füllen die getrockneten Früchte in Säckchen ab.
Nr. 42
16. Oktober 2014
Bei Ursula Rusch gibt es auch getrocknete Kakis zu degustieren.
7
F: A. Just
Mit Handarbeit den Sommer konservieren
Egal ob aus dem eigenen
Garten oder aus dem Supermarkt, dörren, lässt sich
fast jedes Grüngut. So
wurden in der Dörranlage
Küsnacht seit August bereits 2,5 Tonnen Obst und
Gemüse verarbeitet.
Annina Just
Die halbe Welt hat sich über den diesjährigen Sommer beklagt – kalt und
verregnet war er. Nicht klagen können
aber all jene, die Obstbäume im Garten haben. «Es gab eine regelrechte
Obstschwemme dieses Jahr», erzählt
Ursula Rusch. Die Pensionärin leitet
die öffentliche Dörranlage in Küsnacht, eine von nur noch acht Anlagen
dieser Art im Kanton Zürich.
Dank des warmen Frühlings, des
feuchten Sommers und des goldenen
Herbstes blickt Rusch schon auf äusserst intensive Dörrwochen zurück.
Dieses Jahr ist die Dörranlage seit
Mitte August in Betrieb, 2,5 Tonnen
Obst und Gemüse von Privatpersonen
wurden in dieser Zeit bereits gedörrt.
Auch beim Besuch des «Küsnachters»
ist Hochbetrieb angesagt: Im Minutentakt öffnet sich die Tür, und Säcke voller Grüngut werden hereingetragen.
Viele bringen Äpfel, Birnen, Zwetschgen und Gemüse aus dem eigenen
Garten, aber auch Bananen und Ananas – direkt von Coop oder Migros –
sind beliebte Dörrobjekte. Bei der Degustationsrunde, die Ursula Rusch
spontan veranstaltet, zeigt sich auch
schnell wieso: Die ohne Zusatzstoffe (!)
gedörrten Früchte sind unglaublich
aromatisch und dazu noch voller Vitamine und Mineralstoffe. Ebenso das
getrocknete Gemüse, welches sich zu
Antipasti oder als Suppengemüse verarbeiten lässt.
Gemeinde übernimmt Defizit
Die Dörranlage hat eine Defizitgarantie der Gemeinde Küsnacht. Rentabel
würde sie sich nämlich nicht betreiben lassen, erklärt Ursula Rusch:
«Dann müssten wir Preise verlangen,
für die kein Mensch mehr kommen
würde. Wir und unsere Kundschaft
schätzen es sehr, dass die Gemeinde
uns unter die Arme greift und so die
Dörranlage in Küsnacht überhaupt ermöglicht.» Rusch und ihre Kolleginnen leisten stundenlange Handarbeit,
und diese kann mit einem Preis von
Bald hängen an dieser Schnur getrocknete Chilischoten.
Die Öfen sind randvoll mit Grüngut, das gedörrt werden soll.
1.50 bis 3 Franken pro Kilo bei Weitem nicht gedeckt werden.
Jedes Stück Obst oder Gemüse
wird in mehrere Durchgängen bei 55
bis 60 Grad getrocknet. So verläuft
der Dörrprozess langsam von aussen
nach innen, ohne dass es eine zu harte Kruste gibt. Nach 10 bis 12 Stunden
wird das Dörrgut ein erstes Mal verlesen; dünne Stücke, die bereits ausreichend trocken sind, werden aussortiert und verpackt, der Rest für weitere Durchgänge wieder in den Ofen geschoben. Die benötigte Dörrzeit variiert stark – je nach Sorte und Grösse
der Stücke –, deshalb braucht es Erfahrung und vor allem «das Feeling»
dafür. Nimmt man das Dörrgut zu
früh heraus, besteht die Gefahr, dass
es zu faulen beginnt; lässt man es zu
lange im Ofen, wird es zu hart.
Sieben-Tage-Job
Rusch und ihre «Frauen» Bea Vittani,
Sonja Gross und Trudi Vochezer blicken auf jahrelange Dörr-Erfahrung
zurück. Ihr grosses Wissen geben sie
nun auch an Ursi Vögeli und Nicoletta
Dozza weiter, welche seit diesem Jahr
das Team ergänzen. Wie Ursula Rusch
erzählt, ist die Unterstützung durch
neue Kräfte dringend nötig gewesen.
Das Betreiben der Dörranlage ist
nämlich ein Sieben-Tage-Job: Die
Öfen laufen rund um die Uhr, und das
Dörrgut muss regelmässig kontrolliert
werden. Zudem hat in den letzten
Jahren das Interesse immer mehr zugenommen. Der Umzug vor zwei Jahren von der Freihofstrasse an den von
vielen Spaziergängern frequentierten
Tobel-Eingang brachte ebenfalls neue
Kundschaft. «Es schwätzt sich hald
‹ume›», sagt Rusch, «zudem schätzen
Kunden unsere Qualität. Sie erzählen,
dass sie nicht überall so zufrieden waren mit dem Endprodukt wie bei uns.
Dies liegt wohl daran, dass wir es mit
den Kontrollen so genau nehmen.»
Diese Genauigkeit scheint sich auszubezahlen, die aufgetischten Fruchtund Gemüsestücke sind ein grosser
Genuss. Da wünscht sich vielleicht so
mancher auch nächstes Jahr einen
feuchten Sommer mit einer Obstschwemme im Herbst.
Dörranlage im Gewerbehaus Tobelweg 4,
Küsnacht. Annahme Di/Do 8.30–10.30
Uhr, Abholung Di/Do 16.30–17.30 Uhr.
Ursula Rusch: 044 910 04 58. Weitere
Kontakte: www.küsnacht.ch/doerranlage.
Öffnung der Anlage auch auf Anfrage.
Weingut Diederik: Gute Ernte trotz der Kirschessigfliege
Fortsetzung von Seite 1
ten Peter Keller Bestnoten erhalten:
Der Tropfen wurde in der «NZZ am
Sonntag» im Juni unter die drei besten Rosés gewählt und schlug damit
Konkurrenten aus Spanien und
Frankreich. «Unser Rosé de Pinot Noir
2013 war schnell ausverkauft», sagt
Diederik Michel augenzwinkernd.
Tierischer Helfer
Ausgebaut wird der Wein im Barrique
in Küsnacht und in Meilen, wo Michel
die Stahltanks der Familie Schwarzenbach nutzen kann. Auch wenn die
Veredelung der Trauben im Keller einen wichtigen Anteil am Erfolg hat,
zaubern kann auch der ehemalige
Kellermeister der Weinkellerei Zweifel
nicht. «Wenn man keine guten Trauben hat, gibt es auch keine guten Weine», stellt Michel klar.
Wichtige Basis für gute Trauben ist
die Sonne, und die lacht in diesem
Herbst ausgiebig über dem Heslibacher Weinberg. «Die Stellung des
Weinbergs zur Sonne ist ideal», freut
sich der in der Schweiz aufgewachsene Niederländer. Und wenn die Trauben Augen hätten, würden sie alleine
Feinarbeit: Patricia Michel beim
Wümmen.
Fotos: phs.
Abtransport der Trauben: Diederik
Michel mit Tochter Neeva.
schon wegen des überwältigenden
Ausblicks auf den Zürichsee und das
Dorf wachsen wie die Weltmeister.
Neben den Roten produziert das
Weingut Diederik auch Weissweine
wie eine Cuvée blanche aus RieslingSylvaner, Pinot Blanc und Räuschling.
«Der Räuschling ist typisch für die Zürichseeregion», erklärt Michel und
fährt fort: «Besonders gut passt der
Räuschling zu Zürichseefisch wie Fel-
che, aber auch zum Fondue schmeckt
er gut.» Vom Riesling-Sylvaner hat er
neue Rebstöcke hoch über dem Zürichsee angepflanzt. Bis die ersten
Trauben geerntet werden können,
wird es aber voraussichtlich drei Jahre dauern. Um all seine Rebstöcke
möglichst gut in Schuss zu halten,
setzt Michel unter anderem auf tierische Mitarbeiter. «Der Fuchs räumt
die Mausnester aus, dafür darf er
auch ein paar Traubenbeeren naschen», erzählt er schmunzelnd.
Wahrlich ein gerechter Lohn für Meister Reinecke, denn die Nager knabbern die Wurzeln der Reben an, wenn
man ihnen nicht Einhalt gebietet.
Dass der Weinberg ein wahres Paradies, eine grüne Oase ist, wird jedem Besucher schnell klar. Auch die
Kinder der Familie Michel, die dreijährige Neeva und der fünfjährige
Thierry, sind tagein, tagaus im Rebberg und erleben den Wümmet hautnah mit. «Meine Kinder kennen schon
das Lachen des Grünspechts, der hier
im Weinberg lebt», erzählt Diederik
Michel. Thierry gehe zudem seit Kurzem in den Kindergarten am Traubenweg – das passe doch, schmunzelt
der stolze Vater.
Traum in Erfüllung gegangen
Als die Michels auf der Suche nach einem Weinberg zur Gründung des eigenen Betriebs waren, hatten sie sich
im Zürcher Weinland und sogar in
Australien umgeschaut. Aber weder in
Down Under noch im Norden des
Kantons fand die Familie das passende soziale Umfeld. In Küsnacht fühlen
sich Patricia und Diederik Michel nun
gut aufgenommen und aufgehoben.
«Mit dem Weingut hier in Küsnacht ist
für uns ein Traum in Erfüllung gegangen», schwärmt Diederik Michel. «Wir
haben mit null Kunden angefangen,
aber jetzt läuft es sehr gut», freut er
sich. Während der Fussball-WM belieferten die Michels das Public Viewing
in der «Sunnemetzg». Zudem stehen
die Weine in Küsnachter Gastrobetrieben wie dem Güggelisternen oder dem
Seehotel Sonne auf der Karte.
Der Zusammenhalt der Winzer am
See sei lässig, betont Michel, der in
früheren Jahren im Herrliberger
Weingut Schipf tätig war. Inzwischen
engagiert er sich im OK des Weinpavillons, der jeweils im September im
Meilen stattfindet. Fast kommt einen
der emsige Diederik Michel ein bisschen wie ein Hansdampf in allen Gassen vor.
Bis die Michels sich nun vom
Wümmet erholen können, dauert es
noch ein bisschen: Bereits sind die
ersten jungen Roten fertig vergoren
und werden nun gepresst. Bald steht
schon der Weihnachtseinkauf an. In
den Weihnachtsferien würden sie sich
dann aber ein paar Tage an der Sonne
gönnen, so Diederik Michel – und sicher auch ein paar Abende bei einem
guten Glas Wein ...
8
Küsnachter
Nr. 42
16. Oktober 2014
KULTUR
Humanitäres Engagement hinter der Kamera
Der Genfer Fotograf Jean
Moor hat viele Jahrzehnte
lang in Kriegsgebieten fotografiert. Nun sind 60 seiner
eindrücklichen und berührenden Bilder im Landesmuseum zu sehen.
Lisa Maire
Die Ausstellung «Krieg aus Sicht der
Opfer» geht auf eine gemeinsame Initiative des EDA und des Lausanner
Musée de l’Elysée zurück: Die beiden
Institutionen nutzen Kunst als Mittel
zur Sensibilisierung, um auf humanitäre Themen aufmerksam zu machen.
Im Landesmuseum versammelt sind
rund 60 Fotografien, die der international anerkannte Genfer Fotograf
Jean Mohr von Menschen in bewaffneten Konflikten gemacht hat. Am
letzten Freitag war Ausstellungseröffnung – genau 150 Jahre nachdem
zwölf europäische Staaten die erste
Genfer Konvention unterzeichnet und
damit das Humanitäre Völkerrecht ins
Leben gerufen haben. Seither wurde
dieses Recht weiterentwickelt und seine Gültigkeit ausgedehnt. Dennoch erreichen uns bis heute täglich Bilder
und Berichte, die von unsäglichem
Leid in bewaffneten Konflikten zeugen.
Für UNO und IKRK unterwegs
Jean Mohr hatte einen besonderen
Zugang zu dieser Thematik. Ab 1949
dokumentierte der heute 89-Jährige
auf seinen Reisen im Auftrag des
UNO-Hochkommissariats für Flüchtlinge, des IKRK und weiterer Organisationen das Leben von Menschen am
Rand von Kriegsschauplätzen auf der
Hoffnung und Würde: Griechische Flüchtlingsfrau in Zypern, 1976 (l.) und «Le photographe photographié», Jerusalem, 1979.
ganzen Welt. Seine Arbeiten – durchs
Band weg klassische Schwarz-WeissFotografien – sind bekannt für ihre
besondere Sensibilität gegenüber den
Opfern und ebenso für ihre hohe ästhetische Qualität.
Im Ausstellungsraum bleibt der
erste Blick an einer Porträtaufnahme
im Grossformat haften: eine Griechin
in einem Flüchtlingslager in Zypern.
Aus den schwarzen Augen im zerfurchten Gesicht lässt sich so etwas
wie zarte Hoffnung und gleichzeitig
tiefer Schmerz ablesen. Es sei dies das
einzige seiner Bilder, das er je in seinem Wohnzimmer aufgehängt habe,
sagte der Fotograf zu diesem Porträt,
das ihm viel bedeutet. Ein anderes,
ebenso berührendes Bild zeigt eine
junge Frau aus Mosambik nach der
Entbindung auf einer Krankenstation
in Tansania. Beide, Mutter und Neugeborenes, liegen in Tücher gewickelt
aneinandergeschmiegt
auf
einem
schmalen Bett. Weitere Aufnahmen
aus Flüchtlingslagern zeigen Menschen beim Kochen, Tanzen. Oft sind
Kinder auf Mohrs Bildern zu sehen,
ob spielend auf einem Autowrack im
Libanon, in einer Schule in Gaza oder
bei der Kleiderverteilung in Uganda.
«Fotograf des Friedens»
Mohrs Aufnahmen aus kriegsgebeutelten Regionen geben den Opfern ein
Gesicht. Sie zeigen, wie Kinder mit
den Auswirkungen von Krieg umgehen und wie die Menschen Wege finden, unter schwierigsten Bedingungen
eine gewisse Normalität zu leben. Sei-
ne Bilder vermitteln trotz der schlimmen Umstände Hoffnung und Würde.
Mohr zeigt keine Gewalt, sondern
Menschen in ihrer Verletzlichkeit. Er
sei kein Kriegsfotograf, sondern «ein
Fotograf des Friedens», sagte Daniel
Girardin, Konservator Musée de l’Elysée, an der Ausstellungseröffnung.
Die ausgestellten Fotografien sind
nach Themen geordnet – «Porträts
aus dem Exil», «Die Diaspora der Kinder», «Einstweilige Landschaften»,
«Das Leben geht weiter». – und konzentrieren sich auf die exemplarischen Fälle Palästina, Zypern und Afrika. Mit dem Fokus auf diese drei Regionen soll das Problem der Opfer von
bewaffneten Konflikten in seiner geschichtlichen Dimension dargestellt
werden. Weitere Beispiele verdeutli-
Fotos: Jean Mohr
chen den universellen Charakter des
Problems einer Bevölkerung, die direkt oder indirekt unter den Auswirkungen eines Kriegs leidet.
Menschenrechtspreis
Jean Mohr gehört zu den besten Vertretern der humanistischen Fotografie. Sein Werk wurde weltweit in über
80 Ausstellungen gezeigt, zwei davon
im Musée de l’Elysée, dem er sein Fotoarchiv übergeben hat. Für seine Arbeiten erhielt Mohr zahlreiche Preise,
darunter 1978 den Preis der Photokina Köln für den Fotografen, der sich
am stetigsten um die Menschenrechte
verdient machte.
Landesmuseum, Museumsstr. 2, 8001 Zürich. Ausstellung bis 26. Oktober, Di–So
10–17 Uhr, Do 10– 19 Uhr.
Auf einen Blick
Bäckerei-Konditorei
Kehrichtabfuhr/ Tankstelle
Storenfabrik
Von Burg, Allmendstrasse 4
Küsnacht
044 910 42 75
Rudolf Günthardt AG, Seestrasse 89
Küsnacht
044 914 70 80
Kästli Storen AG, Leimbachstrasse 46
Zürich-Leimbach
044 482 36 81
www.kaestli-storen-ag.ch
Gipser- und
Stukkaturgeschäft
Messerschmied/Stahlwaren
Rasenmäher/Schleiferei
Teppiche/Parkett
Vorhänge/PVC-Beläge
Mario Cunti, Gartenstr. 21
Küsnacht
044 910 18 16
M. Kürsteiner, Langägertenstr. 3
Seit 1952, Zollikerberg 044 391 62 62
Schmidli Innendekoration, Drusbergstr.
18, Erlenbach
044 910 87 42
Umzüge
Hausräumungen
Rudolf Günthardt AG, Seestrasse 89
Küsnacht
044 914 70 80
Umzüge/Hausräumungen
Entsorgung/Reinigung
Abbas Hamidi, 079 680 20 19
Für Ihre Eintragungen
in unserer Rubrik
«Auf einen Blick»:
Frau H. Haltiner
berät Sie gerne.
Telefon 044 910 88 26
Stadt Zürich
Nr. 42
16. Oktober 2014
Krafttraining steigert die Lebensqualität im Alter
Körperliche Inaktivität
birgt das grösste Risiko
für Gesundheit und
Leistungsfähigkeit im
Alter. Krafttraining erhöht
die Chance, vital und
beweglich zu bleiben
und das Leben lange
zu geniessen.
sollte niemand tolerieren. In einem
gesunden Lebensstil liegt der
Schlüssel für erfolgreiches Altern.
Gesundheitsorientiertes Krafttraining in Kombination mit einer ausgewogenen Ernährung, einem vernünftigen Umgang mit Genussmitteln, ausdauernder Bewegung und
sozialen Kontakten wirkt besser
als teure Medikamente.
Überragende Wirkung
Pia Meier
Der Mann, der im Fitness Center
trainiert, sieht etwas älter aus.
Wer ihn beobachtet, sieht, dass er
sich etwas langsamer bewegt und
manchmal etwas wacklig läuft. Seit
Jahrzehnten trainiert er regelmässig seine Kraft an verschiedenen
Geräten. Und vielleicht ist das der
Grund, dass er trotz seinen 93
Jahren noch einen recht fitten Eindruck hinterlässt.
Gesunder Lebensstil
Das chronologische Altern kann
man nicht aufhalten. Da nützen
Pillen, Hormone, Sauerstofftherapien und andere Verfahren nicht.
Das heisst aber nicht, dass der Alterungsprozess mit allen Folgen toleriert werden muss. Davon ist
Ein Check-up vor dem Training ist sinnvoll.
nicht nur Werner Kieser, der
Gründer von Kieser Training,
überzeugt. Ganz im Gegenteil, der
Mensch kann massgeblich Einfluss
nehmen. Neben den Genen entscheidet vor allem der persönliche
Lebensstil darüber, wie gesund
und leistungsfähig Körper und Gehirn bleiben.
Das gilt auch für die Muskeln
im Speziellen. Bis zum 25. Lebensjahr baut der Mensch Muskelmasse und Kraft auf. Danach bildet
sich beides zurück – es sei denn,
Foto: Kieser
die Muskeln erhalten den qualitativ richtigen Widerstand. Körperliche Inaktivität wurde von der Wissenschaft als Hauptursache für Altersschwäche und viele Erkrankungen identifiziert. Gangunsicherheit, Angst vor alltäglichen
Herausforderungen, Stürze mit
teils schweren Verletzungen, Rücken- und Gelenkschmerzen, Herzund Kreislauferkrankungen, Osteoporose und andere Stoffwechselkrankheiten machen das Leben
zur Last. Diese Altersschwäche
Die überragende Wirkung von
Krafttraining auf das biologische
Alter zeigte erstmals die amerikanische Forscherin Maria Fiatarone
in ihrer 1994 vorgestellten Studie.
Sie liess eine Gruppe 86- bis 96jähriger Bewohner eines Bostoner
Altersheims an drei Tagen in der
Woche
ein
Krafttrainingsprogramm für die Gesäss- und Oberschenkelmuskulatur absolvieren.
Nach zehn Wochen hatte die Kraft
um durchschnittlich 113 Prozent,
die Gehgeschwindigkeit um 12
Prozent und der Muskelquerschnitt
um fast 3 Prozent zugenommen.
Damit waren Wirkung und Verträglichkeit von Krafttraining im
Alter bewiesen.
Überraschend ist der rasche
Kraftgewinn in den ersten Trainingswochen. Der ungewohnte
Trainingsreiz aktiviert «schlafen-
de» Muskelfasern, steuert gleichzeitig grössere Faserbündel an und
führt zu weit stärkeren Kontraktionen. Neben- und Muskelfasern optimieren ihre Zusammenarbeit.
Erst wenn dieses Potenzial ausgeschöpft ist, baut der Organismus
neue Ressourcen auf. Alle im Training beanspruchten Strukturen
des Körpers reagieren mit Aufbau
von Substanz. Die Qualität der beanspruchten Gewebe nimmt zu
und damit deren Belastbarkeit.
Das gilt für Muskelfasern, für Sehnen, für Knorpel- und Knochengewebe. Die Schnellkraft – diese Fasern retten vor einem drohenden
Sturz – erhält man im Alter nur
durch intensives Krafttraining. Intensive Muskelaktivität verbessert
zudem die Hirnleistung und wirkt
bei Depression und beginnender
Demenz teils besser als Medikamente. Auch wird der Herzkreislauf entlastet. Gut trainierte Muskeln arbeiten ökonomischer, weil
das Herz weniger sauerstoffreiches
Blut liefern muss. Das entlastet das
Herz.
Krafttraining steigert Kraft, Beweglichkeit und Ausdauerleistung
und hat zahlreiche positive Effekte
auf die Gesundheit. Es fördert die
Mobilität und Selbstständigkeit im
Alter als wichtigste Lebensziele.
Publireportage
BSZ Finanzieren 50+ – den finanziellen Spielraum im Alter erhöhen
Reto Kyburz,
Direktor
der
Bank Sparhafen Zürich AG.
Reto Kyburz, was
können Sie einem Kunden anbieten, der zum
Beispiel
durch
eine Krankheit in
eine schwierige
finanzielle Lage
gekommen ist?
Er ist Hauseigentümer und kann
nur noch reduziert
arbeiten,
muss aber noch
seine Kinder unterstützen.
Die Bank Sparhafen Zürich AG bietet eine aussergewöhnliche Lösung
für Leute, die ein Grundstück oder
eine Immobilie besitzen. Sie können ihre Liegenschaft bis zu maximal 65 Prozent belehnen und das
Geld für den Lebensunterhalt, für
Pflegekosten, einen Erbvorbezug
oder Ausbildungskosten ihrer Kinder verwenden. Im Unterschied zu
den meisten anderen Banken gewähren wir unseren Kundinnen
und Kunden eine Hypothek auch
als Einkommensersatz, nicht nur
für Investitionen. Und sie erhalten
die Finanzierung, auch wenn die
Zinsen ein Drittel ihres Einkommens übersteigen.
Was brauchen Sie als Sicherheit?
Natürlich nehmen wir zuerst die
Lebenssituation des Kunden genau
unter die Lupe, dazu gehören auch
das Einkommen und das Vermögen. Dann erstellen wir aufgrund
einer aktuellen Schätzung einen
Finanzplan, in dem wir die ganze
Finanzierung im Detail planen.
Wir beziehen alle Faktoren mit
ein, die zu Ausgaben führen könnten. Dabei könnte es sich zum Beispiel um einen Erbvorbezug oder
Ausbildungskosten für die Kinder
handeln. Jährlich überprüfen wir
die Situation erneut, um zu sehen,
welche Veränderungen sich ergeben haben. Wir stossen somit einen langfristigen Prozess an und
holen – sofern vom Kunden gewünscht – oft schon die Kinder mit
ins Boot.
Wann muss diese Finanzierung zurückbezahlt werden?
Der Kredit muss nicht zurückbezahlt werden, solange die Belehnung von 65 Prozent nicht überschritten wird. Wenn die Zinsen
nicht mehr bezahlt werden können, greifen wir auf die Massnahmen zurück, die wir für diesen Fall
definiert haben. Dies könnte ein
Verkauf der Liegenschaft oder eines anderen wertvollen Besitzes
sein. Oder der Schuldner sucht mit
seinen Kindern nach einer Lösung.
Wir prüfen jede Möglichkeit, um
unseren Kunden zu helfen, den
Engpass zu überwinden. (pd.)
Bank Sparhafen Zürich, Fraumünsterstrasse 21, 8022 Zürich, Tel. 044 225
40 50, Gratistel. 0800 77 27 42, E-Mail:
info@sparhafen.ch, Internet: www.
bank-sparhafen.ch.
9
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Stadt Zürich
Nr. 42
16. Oktober 2014
CLIENTIS ZÜRCHER REGIONALBANK
Publireportage
Mit oder ohne Hypothek
in die Pension?
Daniel Kräutli ist Leiter der Filiale
Zürich der Clientis Zürcher RegioFoto: zvg.
nalbank.
Die Hypothek vor der Pensionierung
reduzieren oder sogar zurückzahlen?
Dies ist eine Frage, die sich viele
Menschen vor dem Ruhestand stellen. Will man schuldenfrei in die Pension gehen, sollten die Vor- und
Nachteile sorgfältig gegenübergestellt
werden. Reduziert man seine Hypothek, verkleinert sich die Belastung
der Hypothekarzinsen. Damit sinken
zwar die monatlichen Lebenskosten,
jedoch steigt die Steuerbelastung,
weil weniger Schuldzinsen abgezogen werden können.
Reduziert man die Hypothek,
dann ist Folgendes zu beachten: Aus
Sicht der Steuern sollte die Hypothek
nur so weit abbezahlt werden, dass
die Schuldzinsen mindestens gleich
hoch sind wie der Eigenmietwert der
Liegenschaft abzüglich der Unterhaltskosten. Wer mehr abbezahlt,
muss mehr Einkommenssteuer zahlen, da der Eigenmietwert zum Einkommen gerechnet wird.
Viele Pensionierte verzichten je-
doch auf eine Amortisation zugunsten der Liquidität. Sie wollen genügend finanzielle Mittel zur Verfügung
haben, um für sonstige anfallende
Kosten gerüstet zu sein. So können
beispielsweise mittelfristig Renovationen an der Liegenschaft oder Pflegekosten anfallen.
Auch nach der Pensionierung
dürfen die Kosten der Zinsen sowie
der Unterhalt und die Amortisationen
nicht mehr als 1/3 des Einkommens
ausmachen. Da das Einkommen nach
der Pensionierung sinkt, ist möglicherweise die Tragbarkeit nicht mehr
gegeben. Daher lohnt sich die langfristige Planung zusammen mit Ihrem Bankberater. Ziel ist, die bestehende Hypothek so weit zu reduzieren, dass die anfallenden Kosten
auch mit dem geringeren Einkommen getragen werden können. Auch
eine Aufstockung der Hypothek kann
unter Umständen genau aus diesem
Grund schwierig werden. Banken gewähren pensionierten Kunden auf ihrer selbst bewohnten Liegenschaft oft
nur Hypotheken bis maximal 65 Prozent des Marktwertes der Liegenschaft.
Es ist wichtig, dass alle Möglichkeiten betreffend Wohneigentum diskutiert werden. Vielleicht ist eine
Rückzahlung der Hypothek sinnvoll,
aber es könnte auch die Abtretung
mit Nutzniessung und/oder Wohnrecht an die Nachkommen infrage
kommen. Sprechen Sie mit uns, wir
beraten Sie gerne.
Clientis Zürcher Regionalbank
Goethestrasse 18
www.zrb.clientis.ch
Telefon 044 250 64 00
Sehen und erleben: Kultur – Theater – Lebensthemen
Inspiration: andere Sichtweisen – anregende Orte – kreative
Prozesse Möglichkeitsräume entdecken: mit anderen –
durch Begegnungen – im Austausch
KULTURFÜHRERSCHEIN®
Möglichkeitsräume für die dritte Lebensphase entdecken
Kursbeginn: 31. 10. 2014
Ort: Junges Schauspielhaus Zürich
AkzentaNova – die Projektwerkstatt für Menschen
mit Erfahrung, 077 425 04 45
www.akzentanova.ch
Kooperationspartner:
Stadt Zürich
Nr. 42
16. Oktober 2014
Das Zürcher Seniorenparadies heisst neu «Aventin – Leben im Alter»
Das Alters- und Pflegewohnheim
Neumünster tritt neu unter dem
Namen «Aventin – Leben im
Alter» auf. Es besticht durch
geräumige Appartements und
grosszügige Aufenthaltsräume.
Die Trägerin des neu «Aventin – Leben
im Alter» genannten Alters- und Pflegewohnheimes, die «Stiftung Gemeinnützige
Gesellschaft Neumünster», sowie die Geschäftsführung bleiben genauso wie die hohe Qualität der Betreuung und die Freundlichkeit des Personals unverändert.
Gezielt ausgewählte Angebote
Seit 41 Jahren bot das Alters- und Pflegewohnheim Neumünster im Herzen des Kreises 7 älteren Menschen ein Zuhause. Am
1. Oktober 2014 wurde die Namensänderung in «Aventin – Leben im Alter» mit den
Bewohnerinnen und Bewohnern sowie den
Mitarbeitenden gefeiert. «Der ehemalige Name war einfach nicht mehr zeitgemäss und
entspricht nicht der Lebensfreude und dem
Humor, die bei uns im Alltag gelebt werden», erklärt Edeltraud Brüsse, Geschäftsführerin seit Juli 2012.
Am Anfang stand der Wunsch, dem baulichen und führungsmässig modernisierten
Alters- und Pflegewohnheim Neumünster einen neuen, den veränderten Rahmenbedingungen angepassten Auftritt in der Öffentlichkeit zu geben. Der Name war dabei kein
«Aventin – Leben im Alter»: Stilvoller
Wohnort für ältere Menschen.
Foto: zvg.
Tabu, weil er einerseits oft zu Verwechslungen mit den verschiedenen Angeboten der
«Stiftung Diakoniewerk Neumünster –
Schweizerische Pflegerinnenschule» auf
dem Zollikerberg führte, sondern auch, weil
der Begriff «Heim» in der heutigen Zeit altmodisch wirkt.
«Aventin – Leben im Alter», der stilvolle
Wohnort für ältere Menschen, verfügt über
Appartements mit Kochnische und eigenem
Duschbad mit WC. Er bietet seinen Bewohnerinnen und Bewohnern aber noch viel
mehr. Edeltraud Brüsse ist es wichtig, ausgewählte Kulturangebote ins Haus zu holen,
von Klassik bis Tanz und Unterhaltung wird
alles geboten. Das bestehende Dienstleistungsangebot umfasst unter anderem eine
öffentliche Cafeteria, einen Fitnessraum,
aber auch einen Coiffeursalon sowie Fusspflege/Podologie.
Wer möchte, kann sich im «Aventin – Leben im Alter» im Fitnessraum an drei Vormittagen in der Woche fit halten. Die Fitnessbetreuerinnen nehmen sich gerne Zeit
und fördern die Bewohnerinnen und Be-
Publireportage
wohner mit altersgerechtem Training individuell und ganz nach ihren Fähigkeiten und
Wünschen. Die Geräte sind speziell auf die
Bedürfnisse betagter Menschen ausgerichtet. Dieses Angebot wird von den Bewohnerinnen und Bewohnern sehr geschätzt, da es
ihre persönliche Lebensqualität positiv beeinflusst.
Auch im Bereich Aktivierung geht das
«Aventin – Leben im Alter» neue Wege. Die
Gruppenangebote werden nach den Wünschen der Bewohnerinnen und Bewohner
gestaltet und entsprechend auch immer wieder verändert. Unter dem Motto «Aktiv im
Alter» wird der Schwerpunkt auf Bewegung,
Koordination und Gleichgewichtstraining
gelegt, jedoch werden auch klassische Angebote wie Mentaltraining, kreatives Gestalten,
gemeinsames Backen und ein Singkreis angeboten.
Der schön angelegte Garten im «Aventin
– Leben im Alter» lädt nicht nur zum Spazieren ein, sondern ist auch Treffpunkt der
Bewohnerinnen und Bewohner für fröhliche
Plauderstunden und ernsthafte Gespräche.
www.aventin.ch
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Küsnachter
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Nr. 42
16. Oktober 2014
Kunsteisbahn Küsnacht
Öffnungszeiten ab Samstag, 18. 10. 14, bis und mit Sonntag, 8. 3. 15
hu
sc
n
re
Montag
Dienstag
Mittwoch
Schlittschüendle
13.00–16.45 Uhr Offenes Eisfeld
11.00–16.45 Uhr Offenes Eisfeld
09.00–17.30 Uhr Offenes Eisfeld
Donnerstag
Freitag
Samstag
Sonntag
11.00–16.30 Uhr
11.00–16.45 Uhr
09.00–18.45 Uhr
09.00–17.00 Uhr
ru
nb
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or
to
en
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(Änderungen aus betrieblichen Gründen oder als Folge ungünstiger Witterung vorbehalten)
Güntensperger Storen
beim Kreuzplatz, 8032 Zürich
Tel. 044 252 78 05
guentensperger-storen.ch
Offenes Eisfeld
Offenes Eisfeld
Offenes Eisfeld
Offenes Eisfeld
Eintrittspreise/Gebühren
Erwachsene
Schüler/Jugendliche (1)
Schlittschuhe
Rutscherli für Kleinkinder
Fahrhilfen (Pylonen usw.)
(1)
Chneble
14.00–15.30 Uhr Eishalle
14.30–15.30 Uhr Eishalle
09.00–11.30 Uhr Eishalle
14.00–15.30 Uhr Eishalle
19.30–21.30 Uhr Offenes Eisfeld
14.30–15.30 Uhr Eishalle
14.30–15.30 Uhr Eishalle
11.30–13.15 Uhr Eishalle
17.15–19.15 Uhr Offenes Eisfeld
Einzeleintritt
Abonnement
Fr. 5.50
Fr. 4.–
Fr. 6.50/Paar
Fr. 2.–/Paar
gratis
Fr. 45.–
Fr. 30.–
(10 Eintritte)
Saisonkarten
Fr. 130.–
Fr. 100.–
Schüler und Jugendliche bis zum zurückgelegten 16. Altersjahr aus den Gemeinden
Küsnacht, Erlenbach, Herrliberg, Zollikon und Zumikon erhalten gegen Vorlage eines
Ausweises der betreffenden Gemeinde oder Schulgemeinde bis zu 50% Rabatt.
Im Restaurant KEK mit Saal, Bar und schöner Terrasse sind Sie täglich ab 7.00 bis
23.00 Uhr herzlich willkommen; Auskunft/Reservationen: Tel. 044 910 57 78.
Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen viel Vergnügen beim Eislaufen!
Stadt Zürich
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ZÜRICH INSIDE
Ursula Litmanowitsch
E-Mail: litmanowitsch@gmail.com
Innenarchitekt David Marquardt – er hat dem Victorinox-Flagship-Store
das Design verliehen – genoss mit Gattin Kathrin die Eröffnung.
Grund zum fröhlichen Feiern: Unternehmer Carl Elsener (r.) und seine Frau Veronika mit Gratulant und Freund
René Beyer, Inhaber Beyer Uhren& Juwelen.
Wenn der Himmel voller Taschenmesser hängt
Man hat es in der Hosen- oder
Handtasche, und die Armee bezieht
jährlich 20 000 bis 25 000 Stück davon: Das legendäre Taschenmesser
machte Victorinox weltberühmt.
Nun haben Firmenboss Carl Elsener und seine Frau Veronika in Zürich höchstpersönlich das erste Ladengeschäft der Kultmarke eröffnet.
Effizient unterstützt wurden sie für
den Event von der Zürcher PR-Lady
Eliane Bachenheimer. Mit der Zürcher Eröffnung gehe ein langgehegter Wunsch in Erfüllung, sagte Carl
Elsener, der das 1897 ins Leben gerufene Unternehmen in vierter Generation führt und 2011 mit dem
Preis «Unternehmer des Jahres»
ausgezeichnet wurde. Neben Taschenmessern gibt es von Victorinox
mittlerweile auch Reisegepäck, Uhren, Mode und sogar Parfum. Der
Laden am Rennweg 58 besticht
durch funktionale Originalität und
Eleganz. Das Innen-Design des Geschäftes lag in der Verantwortung
des Zürcher Architekten David Marquardt (MACH Architektur an der
Kanzleistrasse 118), der schon die
IWC-Boutique an der Bahnhofstrasse gestaltet hat. Der kreative Marquardt und seine Frau Kathrin nahmen die Gratulationen zur gelungenen Ausgestaltung gerne entgegen.
Hingucker ist unter anderem ein Beleuchtungskörper aus Hunderten
von Mini-Taschenmessern. «Im siebten Messerhimmel» wähnte sich etwa Franco Savastano, CEO Jelmoli
und Präsident der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse. Die Geladenen
wurden von «Franzoli» kulinarisch
verwöhnt und genossen – ganz der
Swissness gerecht werdend – Ur-
schwyzer Chäswähe, Älpler Magronen in der Militärgamelle serviert,
oder Rahmtöpfli mit Himbeercoulis.
Auch für Peter Keck, den SeniorChef des wohl bekanntesten Merceriegeschäftes, bot die Eröffnung vielfältige Überraschungen: «Toller Laden!» Unter den weiteren Gratulanten der ersten Stunde sah man viele
Geschäftsleute von Rennweg und
Bahnhofstrasse. So etwa Jan E.
Brucker, Hotelmanager des Fünfsternehauses «Widder» und Präsident der Swiss Deluxe Hotels, oder
Reto Candrian, Vorsitzender der
Geschäftsleitung Candrian Catering
AG. Für René Beyer, Inhaber des ältesten Fachgeschäftes der Schweiz
«Beyer Uhren & Juwelen», bedeutet
die Eröffnung des Victorinox-Ladens
in der denkmalgeschützten Liegenschaft eine echte Bereicherung.
Im siebten Messerhimmel: Franco Savastano, CEO Jelmoli und Präsident
der Vereinigung Zürcher Bahnhofstrasse.
Hotelmanager Jan E. Brucker vom
«Widder» mit Till Bächtold, F&B
Manager.
Reto Candrian, Geschäftsleitung
Candrian Catering, PR-Lady Eliane
Bachenheimer.
Designer Christopher Raeburn hat
die aktuelle Victorinox-Modelinie
entworfen.
Peter Keck, Seniorchef des alteingesessenen Merceriegeschäftes in
Zürich.
ANZEIGEN
IMMOBILIEN
Schweiz-Tourismus-Direktor Jürg
Schmid, mit Gattin Denise, war begeistert.
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Küsnachter
Nr. 42
16. Oktober 2014
Veranstaltungen & Freizeit
BUCHTIPP
Die PBZ-Bibliotheken (www.pbz.ch)
empfehlen:
Galveston
Der Arzt hat
Schneeflocken
auf der Lunge
des Protagonisten, Roy Cady,
gesehen.
Kein
gutes
Zeichen,
nein, ein Todesurteil. Die, nach
der desaströsen Diagnose, angezündete Zigarette schmeckt dann
auch nicht mehr und in den Gesichtern der im Warteraum sitzenden Patienten glaubt er zu erkennen, dass sie froh sind, nicht
an seiner Stelle zu sein. Roy ist
also einer dieser Helden, Antihelden, der ein ganz harter Kerl ist
und sich nun mit dem eigenen
Tod konfrontiert sieht. Roy Cady
ist ein Handlanger eines mächtigen Gangsters und auch an diesem Tag bekommt er einen Auftrag zur ?Beseitigung? eines Problems. Wie er zusammen mit einem anderen Aufräumer zu dem
Haus kommt, in dem die zu beseitigende Person wohnt, gerät er
in eine Falle und kann nur knapp
entkommen. Dabei rettet er nicht
nur sich, sondern auch noch eine
junge Frau, Rocky, eine Ausreisserin, die von zuhause geflohen
und in falsche Kreise geraten ist.
Auf ihrer gemeinsamen Flucht
(hängt sich Rocky an ihn oder er
sich an sie?) Holt sie noch ein
kleines Mädchen aus ihrem Haus
ab, von der sie behauptet es sei
ihre kleine Schwester. Zu dritt
fliehen sie ans Meer wo sie in einem Motel absteigen, in dem lauter gestrandete Menschen Unterschlupf gefunden haben.
Nic Pizzolatto, der Autor auch
der fantastischen TV-Serie «True
Detective» erzählt eine Geschichte, die schon fast als Fortsetzung
ebendieser gelten könnte. Düster,
hart hoffnungslos aber doch mit
Liebe erzählt.
Nic Pizzolatto. Galveston. Metrolit Verlag.
ISBN:3-8493-0097-5
Zürcher Pioniergeist
Sie erfanden das
Ipsophon
und
das Zellophan,
sie bauten Brücken und Obstpressen. Einige
wurden in ihrem
Fach mit dem
Nobelpreis ausgezeichnet. Sie alle waren von einer Idee überzeugt und setzten
diese unermüdlich, unerschrocken und konsequent um – Frauen und Männer, die in ihren Bereichen Pionierhaftes geleistet haben. Der Wissenschaftsjournalist
und Buchautor Beat Glogger hat
dem «Zürcher Pioniergeist» ein
300-seitiges, grosszügig bebildertes Buch gewidmet. 60 Persönlichkeiten aus Wissenschaft und
Technik, Gesellschaft und Kultur
werden darin vorgestellt, in einfühlsamen,
teilweise
überraschenden, manchmal sehr persönlichen und auch humorvollen
Porträts.
Beat Glogger. Zürcher Pioniergeist. Lehrmittelverlag Zürich.
Was, wann, wo – Tipps für Anlässe in der Region
Donnerstag, 16. Oktober
Donnerstag, 23. Oktober
10.30–11.15 Ökumenische Andacht: Mit Thomas
Keller (Katholische Kirche). Tertianum Residenz
Zollikerberg, Sennhofweg 23, Zollikerberg.
12.50 Geselliges Wandern: mit Agnes Müller-Lustenberger. Traditionelle Wanderung mit Andacht
im Kloster Fahr. Besammlung am Bahnhof Küsnacht, 12.50 Uhr für S6 nach Winterthur um
13.02 Uhr. Bitte Tageskarte nach Zürich lösen.
Ab Bahnhofquai fahren wir mit Tram 17 bis Haltestelle «Tüffenwies», von wo aus wir in eta fünf
Viertelstunden zum Kloster Fahr wandern..
19.00–20.00 Ski-Fit: Skiturnen für Alle, organisiert
vom Bürgerturnverein Küsnacht. Leitung/Infos:
Nelly Voegeli-Sturzenegger, voegi@ggaweb.ch,
044 912 08 33, www.btvk.ch. Turnhalle 2 bei der
Heslihalle, Küsnacht.
Freitag, 17. Oktober
15.00–16.00 Klarvierrezital: «Ein Tag im Leben
von Robert Schumann». Vorgetragen von Frau
Caroline Oltmanns. Tertianum Residenz Zollikerberg, Sennhofweg 23, Zollikerberg.
Sonntag, 19. Oktober
10.00 Konzertgottesdienst und Matinee: Die Camerata Academica Zürich spielt Werke von Mozart
und Pergolesi. Musikalischer Leiter: Istvan-Zsolt
Nagy. Danach Matinee mit Werken von Vivaldi
und Telemann. Predigt: Pfrn Gina Schibler. Ref.
Kirche Erlenbach..
10.15 Benefizkonzert: Mit dem Noëmi Nadelmann
Chor. Generalprobe für eine CD Aufnahme. Der
Eintritt ist frei, Kollekte. Ref. Kirche, Hohfurenstr. 1, Zollikerberg.
Dienstag, 21. Oktober
19.30 Kammermusik: Vladyslava Luchenko (Violine) und Kateryna Tereshchenko (Klavier) spielen
Werke französischer Romantiker. Organisiert
vom Zumiker Kulturkreis unterstützt von Migros
Kulturprozent.
Kirchgemeindesaal
Zumikon,
Dorfplatz 11, Zumikon.
Freitag, 24. Oktober
15.00–17.00 Live Pianomusik: Mit Evelyne Kunz.
Tertianum Residenz Zollikerberg (Restaurant
Rondo), Sennhofweg 23, Zollikerberg.
17.00–21.00 Kunstausleih: Sechs Künstler des Vereins KunstAusleih präsentieren eine Auswahl ihres Schaffens. Sämtliche Werke kann man mieten,
oder
nachträglich
auch
erwerben.
www.kunstausleih.ch. Villa Meier Severini, Zollikerstrasse 86, Zollikon.
18.15–22.00 + 25.10 7.45-11.30: Pralinen selber
herstellen: ca. 12 Sorten Pralinen mit und/oder
ohne Alkohol, zum Beispiel Champagnertruffes,
Orangenpralinen, Baileystruffes und weitere Sorten. Kursleitung: Brigitte Bleuler, Hauswirtschaftslehrerin. Ein Angebot der Hauswirtschaftl.
Weiterbildung Erlenbach. Kontakt 044 915 15 32.
www.schule.erlenbach.ch. Schulküche Schulhaus
Oberer Hitzberg, Erlenbach.,
19.00 Herbstpreisjassen: Mit schönen Preisen. Bitte
Anmeldung bis Freitag, 17. Oktober, 16 Uhr beim
Pfarreisekretariat; Tel. 043 266 86 30. Kath. Pfarreizentrum St. Georg, Kirchstrasse 4, Küsnacht.
20.00 Theater: Das Theater Kanton Zürich spielt
das Stück «Der Gott des Gemetzels» von Yasmina
Reza. Es spielen: Katharina von Bock, Stefan
Lahr, Miriam Wagner, Pit Arne Pietz. Eintritt frei,
Kollekte. Kath. Pfarreizentrum St. Georg, Kirchstrasse 4, Küsnacht.
Samstag, 25. Oktober
8.30–12.30 Notfälle bei Kleinkindern: Zusammen
mit dem Familienzentrum bietet der Samariterverein Küsnacht den Kurs Nothilfe bei Kleinkindern an. Kursleitung: Gabi Bohtz-Wehrli. Kursdaten: 25. Oktober, 1. November, jeweils 8.30 bis
12.30 Uhr. Anmeldung: bis 20. Oktober und Infos: Ursi Birrer, Tel. 044 910 49 58 oder www.samariter-küsnacht.ch. Kantonsschule Küsnacht,
Dorfstrasse 30, Küsnacht.
12.15–15.45/26.10. 09.00-12.45 Pralinen selber
herstellen: ca. 12 Sorten Pralinen mit und/oder
ohne Alkohol, zum Beispiel Champagnertruffes,
Orangenpralinen, Baileystruffes und weitere Sorten. Kursleitung: Brigitte Bleuler, Hauswirtschaftslehrerin. Ein Angebot der Hauswirtschaftl.
Weiterbildung Erlenbach. Infos: 044 915 15 32,
b.berner@schule-erlenbach,
www.schule.erlenbach.ch. Schulküche Schulhaus Oberer Hitzberg,
Erlenbach.
Fahrt nach Zürich und Herbstspaziergang
Am Mittwoch, 22. Oktober, 13.55 Uhr
treffen sich die Teilnehmer am Bahnhof Küsnacht, Gleis Richtung Zürich.
Der gemütliche Waldspaziergang beginnt in Witikon und führt entlang
dem Elefantenbach. Gleich zu Beginn
ein kleiner Abstieg mit Stufen, dann
geht es in Richtung Degenried, und
nach ca. 1 Stunde besteht die Möglich-
keit, im Waldrestaurant Degenried eine Kleinigkeit zu geniessen und zu
plaudern. Anschliessend wird Richtung Dolder the Grand ca. 30 Minuten.weiterspaziert. Mit Dolderbahn,
Tram und Zug gehts zurück nach Küsnacht. Kontakt: ref. Kirchgemeinde,
044 914 20 40. Nur bei guter Witterung. Anmeldung nicht nötig. (e.)
Maronifest mit «Trionettli» und «Musikmamsell»
«S’Trionettli» mit ihrer einzigartigen
Umsetzung der Schweizer Volksmusik kommt am Mittwoch ans Maronifest im Seniorenheim Wangensbach.
Und am Donnerstag spielt die «Musikmamsell» Verena Speck im
Schloss-Saal des Seniorenheims am
See Schallplatten zum Thema «Essen und Trinken», verbunden mit
unterhaltsamen Anekdoten. Für
fröhliche Ländlermusik in der Villa
sorgt Jost Künzle auf seinem Akkordeon An beiden Tagen brät das Küchenteam frische Maroni und serviert weitere kulinarische Köstlichkeiten.(e.)
Mittwoch, 22. Oktober, 15.00–17.30 Uhr,
Seniorenheim Wangensbach; Donnerstag,
23. Oktober, 15.00–17.30 Uhr, Seniorenheim am See. Anmeldung: 044 913 71 11
KIRCHEN
Katholisches Pfarramt
Küsnacht-Erlenbach
Küsnacht, St. Georg
Samstag, 18. Oktober
17.00 Der Gottesdienst fällt aus
Sonntag, 19. Oktober
29. Sonntag im Jahreskreis
10.30 Eucharistiefeier
Dienstag, 21. Oktober
19.00 Marienfeier des katholischen
Frauenvereins
Itschnach
Friedhofkapelle Hinderriet
Sonntag, 19. Oktober
9.00 Eucharistiefeier
Erlenbach
Kirchenzentrum St. Agnes
Samstag, 18. Oktober
18.30 Eucharistiefeier
anschliessend Castagnata
«Freude am Leben – Freude am
Glauben»
Reformierte Kirchgemeinde
Küsnacht
Sonntag, 19. Oktober
10.00 Kirche: Gottesdienst
Pfr. Brigitte Crummenerl.
Anschliessend Kirchenkaffee
10.15 Pflegeresidenz Bethesda:
Heimgottesdienst
Pfr. Ruth Stenger
Donnerstag, 23. Oktober
15.15 Seniorenheim am See, Villa,
Heimgottesdienst
Pfr. Brigitte Crummenerl
Erscheint 1-mal wöchentlich, am Donnerstag
Auflage: 12’734 (Wemf beglaubigt)
Jahresabonnement: Fr. 90.–
Inserate: Fr. 1.06/mm-Spalte
Anzeigenschluss:
Freitagmorgen, 10 Uhr
Geschäftsleitung/Verlag:
Liliane Müggenburg
Redaktion: Philippa Schmidt (phs.),
E-Mail: kuesnachter@lokalinfo.ch
Redaktionelle Sonderthemen:
Pia Meier (pm.), Lisa Maire (mai.)
Ständige Mitarbeiter:
Willi Glogger (glo.), Willy Neubauer (wn.),
Nicole Isele (is.)
Sport: Hanspeter Rathgeb (hr.)
Anzeigenverwaltung: Andrea Kehl,
Mayjoy Föhn, Tel. 044 913 53 33
Anzeigenverkauf:
Heidi Haltiner, Tel. 044 910 88 26,
haltineh@bluewin.ch
Produktion: AZ Verlagsservice AG, 5001 Aarau
Abonnementsdienst: Tel. 044 913 53 33,
abo@lokalinfo.ch
Redaktion/Verlag, Vertrieb: Lokalinfo AG,
Buckhauserstrasse 11, 8048 Zürich, Tel. 044
913 53 33, Fax 044 910 87 72
E-Mail: lokalinfo@lokalinfo.ch,
www.lokalinfo.ch
Druck: NZZ Print, Schlieren
Küsnachter
Veranstaltungen & Freizeit
Von Sticheleien bis zu Handgreiflichkeiten: Szene aus «Der Gott des Gemetzels».
Foto: zvg.
Eine fulminante Beziehungskomödie
Das Theater des Kantons
Zürich bringt das Stück
«Der Gott des Gemetzels»
von Yasmina Reza in
Küsnacht auf die Bühne.
Zwei elfjährige Jungen streiten sich in
einem Park eines bürgerlichen Pariser
Arrondissements, der eine schlägt mit
dem Stock zu, der andere verliert zwei
Schneidezähne. Unter zivilisierten und
kultivierten Leuten, wie es die Eltern
der beiden Streithähne sind, spricht
man die Sache durch und setzt eine
gemeinsame Erklärung für die Versicherungen auf, schliesslich ist man
nicht in der Banlieu, wo die Autos
brennen. So beraten die Paare bei
Kaffee und Gebäck, wie man pädagogisch richtig auf die beiden Knaben
einwirkt, politisch korrekt und um
Konsens bemüht, wie es sich unter
aufgeklärt-liberalen Erwachsenen gehört. Doch unvermittelt brechen sich
urzeitliche Impulse Bahn. Von Sticheleien über Wortgefechte bis hin zu
Handgreiflichkeiten, der Nachmittag
gerät zur Saalschlacht. Mit pointierten
und geschliffenen Dialogen, getränkt
von zunehmendem Rumgenuss, ist
das ein Vergnügen fürs Publikum.
Mit beissendem Humor fühlt Yasmina Reza in ihrem Erfolgsstück der
modernen bürgerlichen Gesellschaft
buchstäblich auf den Zahn, die
Schneidezähne. Hin- und hergerissen
zwischen vernünftigem Gutmenschentum und gewalttätigen Instinkten
müssen ihre Protagonisten allerdings
am Ende ernüchtert zur Kenntnis
nehmen: So verbindlich und liberalaufgeklärt wir uns auch geben, am
Ende behält einer die Oberhand: der
Gott des Gemetzels.
Die deutsche Fassung des Stücks
der international bekannten französischen Autorin Yasmina Reza stammt
von Frank Heibert und Hinrich
Schmidt-Henkel. Regie führt Felix Prader. Es spielen: Katharina von Bock,
Stefan Lahr, Miriam Wagner, Pit Arne
Pietz. Die Aufführung steht unter dem
Patronat der Kulturkommission Gemeinde Küsnacht. (e.)
Freitag, 24. Oktober, 20 Uhr, Katholisches
Pfarreizentrum St. Georg, Kirchstrasse 2.
Eintritt frei – Kollekte. Kulturapéro nach
der Aufführung.
Ein Klassiker unter den Kunstmalern
Die Galerie Ellen Richard
zeigt im Goldbachcenter
in Küsnacht neue Arbeiten
des Zürcher Künstlers
Wolf Lüthy, eines Vertreters
der klassischen Moderne.
Farben beeinflussen viele Augenblicke
in unserem Leben. Sie wirken auf uns,
heitern auf, schenken Ruhe, bedrängen, erregen, stimmen uns sanft oder
verführen zum Träumen. Grün, die
Farbe des Waldes, der Pflanzen, hat
laut Wissenschaftlern eine beruhigende Wirkung auf das Gehirn und auf
das Gemüt. Dafür ist nicht unbedingt
der Gang in die Natur entscheidend,
bereits der Anblick eines Landschaftsbilds zeigt ein ähnliches Resultat.
Zusammen mit Blau, der Farbe
des Fernwehs, der Sehnsucht und der
Poesie, dominiert in den Werken von
Wolf Lüthy Grün in all seinen Schattierungen. Dazu gesellen sich Ocker,
Goldgelb und Ziegelrot. Nicht zu vergessen auch: das Weiss in allen Mischungen und Varianten oder die feinen Akzente von Rosé und Rostbraun.
Begrenzungen setzen dunkle, manchmal schwarze, bewegte Linien. Alle
diese Farbspiele werden bestimmt
vom Licht.
Das Licht – es ist ausschlaggebend in den Gemälden von Lüthy. Er
gehört noch zu den Künstlern, die in
freier Natur arbeiten. Er sucht diese
unmittelbare Nähe, weil sie so lebendig ist. Lüthy ist jedoch auch ein Maler, der mit Formen frei umgeht. Er
Wolf Lüthys «Ueberlinger See im Winter» (Öl auf Leinwand).
schafft nicht pure Abbildungen, sondern Kompositionen, in denen das
Charakteristische der Landschaften
eingefangen ist.
Landschaften, Stillleben, Akte
Obwohl sich in Lüthys Bildern bewegte Farbflächen an Farbflächen reihen,
sich überschneiden und gegenseitig
abgrenzen, entsteht im Auge des Betrachters eine Landschaft, die er sehr
wohl einer bestimmten Gegend zuordnen kann, sei es dem Neuenburger
See, dem Bodensee, dem Lac Léman,
dem Jura, dem wunderschönen
Doubs-Tal, dem Elsass. Auch bei seinen Stillleben und Frauenakten, die zu
Foto: zvg.
anderen Zeiten in seinem Atelier entstehen, verwendet der Künstler die
gleiche Technik. Alles zusammen ergibt seine ganz persönliche Handschrift, also ein Werk, das sofort als
«ein Lüthy» erkennbar ist.
Der Maler und Grafiker Wolf Lüthy, 1935 geboren, lebt und arbeitet in
Zürich. Er stellt seit vielen Jahren regelmässig in der Galerie Ellen Richard
und an zahlreichen anderen Orten in
der ganzen Schweiz aus. (e.)
Vernissage: Mittwoch, 22. Oktober, 18–20
Uhr, Goldbachcenter, Seestrasse 39, Küsnacht. Ausstellung bis 14. November,
Di–Fr 14–19 Uhr, Sa 11–17 Uhr oder nach
Vereinbarung: Tel. 078 806 55 75.
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Stadt Zürich
Nr. 42
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AKTUELL
Kleinparteien fordern neue Wahlkreiseinteilung
Der Wahlkreis 1+2 wird
wahltechnisch ungerecht
behandelt, finden Vertreter
von GLP und EVP. Sie haben
darum beim Regierungsrat
ein Postulat zur Änderung
der Wahlkreiseinteilung eingereicht. Das hätte Einfluss
auf die ganze Stadt Zürich.
Der Kantonsrat Beni Schwarzenbach
(GLP, Kreise 1+2) hat zusammen mit
Denise Wahlen (GLP) und Peter Ritschard (EVP) beim Regierungsrat ein
Postulat betreffend Änderung Wahlgesetz (Wahlkreiseinteilung) eingereicht. Darin wird der Regierungsrat
eingeladen, die Wahlkreiseinteilung
für die Kantonsratswahlen (in einem
Gesetz von 1983) zu überarbeiten. Es
soll geprüft werden, ob und wie die
Wahlkreise definiert werden können,
damit alle Wahlkreise mindestens 8
Sitze aufweisen. Der Bevölkerungsentwicklung der kommenden 10 Jahre sei nach Möglichkeit Rechnung zu
tragen, wie es weiter heisst. Als Begründung führen die drei Politiker
ins Feld, dass die heutige Wahlkreiseinteilung dazu führe, dass es zwischen den kleinsten Wahlkreisen (4
Sitze) und den grössten (17 Sitze)
massive Unterschiede gebe, die für
die Kandidierenden unterschiedliche
Ausgangslagen bzw. Wahlchancen
bewirken. «In den kleinen Wahlkrei-
Regierungsrat:
Kandidaten sind bereit
Die Regierungsratswahlen finden am
12. April 2015 statt, ein allfälliger
zweiter Wahlgang am 14. Juni 2015.
Mittlerweile haben alle grösseren
Parteien ihre Kandidaten bestimmt:
Für die SVP gehen die Bisherigen
Markus Kägi und Ernst Stocker in
den Wahlkampf, für die FDP sind es
Thomas Heiniger (bisher) und Carmen Walker Späh (neu). Die Sozialdemokraten haben Mario Fehr (bisher) und neu Jacqueline Fehr nominiert. Von den Grünen tritt Martin
Graf wieder an. Die CVP will ihren
2011 von Hans Hollenstein verlorenen Sitz zurückerobern und setzt auf
Silvia Steiner. Für die BDP tritt Marcel Lenggenhager an und für die EVP
Nik Gugger. Die GLP verzichtet auf eine Bewerbung. Mit «Splitterkandidaten» ist noch zu rechnen. (ls.)
Spitzenleistungen:
Mensch – Natur – Technik
Vom 26. Oktober bis zum
30. November stehen
beim Treffpunkt Science
City Spitzenleistungen
im Mittelpunkt.
Beni Schwarzenbach muss wegen der Wahlkreis-Einteilung um seinen
Kantonsratssitz zittern. Auch darum hat er einen Vorstoss lanciert.
ls.
sen ist das Proporzwahlsystem infrage gestellt, weil dort, als Auswirkung
des Systems Pukelsheim, nur die 3
bis 4 grössten Parteien mit einem
Sitz rechnen können», findet Beni
Schwarzenbach. Das Proporzprinzip
solle aber nicht nur über den ganzen
Kanton, sondern auch innerhalb der
Wahlkreise gebührend berücksichtigt
sein, sodass alle Parteien in allen
Wahlkreisen
eine
angemessene
Chance auf einen Sitz hätten, findet
der Altstadtbewohner. Er hat auch
schon Planspiele angestellt, die aber
keinen Anspruch auf Richtigkeit hät-
ten, wie er auf Anfrage mitteilt. Folgende «Fusion» schwebt ihm vor: Zürich 1&2&7&8 (ergäbe 11 Sitze); Zürich 3&9 (ergäbe 12 Sitze wie bisher); Zürich 4&5&6&10 (ergäbe 13
Sitze); Zürich 11&12 (ergäbe 12 Sitze
wie bisher).
Unterschiedliche Interessen
Während die kleinen Parteien ein gewisses Interesse für das Anliegen
aufbringen dürften, ist dieses bei den
«grossen» deutlich geringer, sind sie
es doch, die vom heutigen System
stimmenmässig profitieren. (ls.)
Entsteht Spitzenleistung durch harte
Arbeit oder durch Talent? Sind es
Einzelne oder eher Teams, die Herausragendes vollbringen? Geht es
letztlich um Durchhaltevermögen und
den richtigen Umgang mit Niederlagen? Wie wichtig ist ein motivierendes Umfeld? Diese Fragen sind für
die ETH Zürich, für ihre Forschenden
und Studierenden von grosser Bedeutung. Neben Diskussionen in Gesprächsrunden zeigt die ETH vom
26. Oktober bis zum 30. November in
Vorlesungen, Demonstrationen und
Experimenten
Aussergewöhnliches
aus den Bereichen Mensch – Natur –
Technik.
Treffpunkt Science City erscheint
im neuen ETH-Design und bringt
zahlreiche Neuerungen. Er bietet Erlebnisse und Entdeckung für Jung
und Alt, für die ganze Familie.
Am Sonntag, 26. Oktober, steht
ein Erlebnissonntag zum Thema
«Spitzenleister Mensch» auf dem
Programm. Am 28. Oktober geht eine
Diskussionsrunde folgender Frage
nach: «Macht Leistungsdruck stark?»
oder können Kinder gefördert wer-
den? Am 5. November wird Sensirion
in Stäfa besucht. Sensirion ist ein
ETH-Spin-Off und Weltmarktführer
bei Sensoren.
Am 9. November von 12 bis 14
Uhr jagt «Grimsel» über den Hönggerberg. Der von Studierenden gebaute Bolide hat bereits drei Wettbewerbe gewonnen. Er beschleunigt
elektrisch so schnell wie ein Formel1-Rennwagen. Am Sonntag, 16. November, wird anlässlich eines Erlebnissonntags aufgezeigt, wie Forscher
die Natur zu verstehen suchen. Der
Frage, ob Talent oder Disziplin zählt,
wird am 20. November mit einem
Talk mit drei Meistern ihres Faches
nachgegangen. Einblicke in neue
Forschungsfelder erhalten Besucher
des Anlasses «Spitzenleistung Technik» am 30. November.
Auch Kinder und Jugendliche
kommen auf ihre Rechnung. So wird
zum Beispiel der Frage nachgegangen, woher die besten Ideen kommen. Aber auch Tierrekorde, Brücken bauen sowie Tornados und Blitze sind ein Thema. Zudem können
sie «Nördi» kennenlernen.
Alle Veranstaltungen sind kostenlos. Eine Anmeldung ist nicht notwendig, ausser bei Veranstaltungen
mit beschränkter Teilnehmerzahl wie
dem Visit und dem Junior-Programm. (pd./pm.)
www.treffpunkt.ethz.ch
Baukollegium neu zusammengesetzt Das Schoggi-Tram
Um die architektonische und städtebauliche Qualität in Zürich sicherzustellen, lässt sich der Stadtrat vom
Baukollegium beraten. Das Gremium
setzt sich aus externen Fachleuten
und Mitgliedern der Verwaltung zusammen, die jeweils für vier Jahre
gewählt werden. Seit September
2014 trifft sich das Baukollegium in
neuer Besetzung.
Der Vorsitz liegt beim Vorsteher
des Hochbaudepartements, André
Odermatt. Weiter ist im Baukollegium: Stadtrat Filippo Leutenegger,
Vorsteher des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements. Weitere Mitglieder aus der Verwaltung sind: Patrick
Gmür, Direktor Amt für Städtebau,
Ulrich B. Meyer, Direktor Amt für
Baubewilligungen, François Aellen,
Direktor Tiefbauamt, Roland Polentarutti, Leiter Rechtsdienst Hochbaude-
partement, Paul Bauer, Leiter Planung und Bau Grün Stadt Zürich,
und Pascal Hunkeler, Leiter Städtebau Fachverantwortung.
Die fünf neu gewählten Mitglieder
für die Legislaturperiode 2014–2018
sind: Lisa Ehrensperger, Architektin
Zürich, Andreas Hild, Architekt München, Arno Lederer, Architekt Stuttgart, Christopf Luchsinger, Architekt
Luzern, und Astrid Stufer, Architektin
Frauenfeld.
Das Baukollegium nimmt Stellung
zu Bau- und Planungsvorhaben sowie
zu städtebaulichen Konzepten und
Leitbildern, wenn deren Bedeutung
es erfordert und wenn diese zu
grundsätzlichen Fragen Anlass geben. Das Gremium berät die Bausektion, eine Delegation des Stadtrats,
sowie Bauwillige und Bauherrschaften. (pd./pm.)
kurvt wieder durch Zürich
Das traditionelle Schoggi-Tram von
Honold ist im November wieder in
der Stadt Zürich unterwegs. Honold
Schoggi-Tram – das bedeutet köstliche heisse Schokolade (65 Prozent
Criollo de Venezuela), dazu ein Stück
Pain de Gênes (Mandelkuchen, eine
klassische Honold-Spezialität), eine
Auswahl von Pralinen sowie als
Überraschung die jüngsten Kreationen aus dem Hause Honold.
Erstmals vor neun Jahren unterwegs, ist das Schoggi-Tram von
Samstag, 1. November, bis und mit
Sonntag, 9. November, wieder so
weit. Die Fahrt führt neu vom Bellevue (Schleife) übers Central zum Paradeplatz. Von dort geht es die Bahnhofstrasse Richtung See zur Rentenanstalt und dem Bahnhof Enge. Zu-
rück zum Bellevue (Ein- und Ausstieg) passiert das Tram die Stationen
Parade- und Bürkliplatz. Die Fahrzeiten ab Haltestelle Bellevue: Montag–Freitag: 13.30, 14.15, 15.00,
15.45, 16.30 und 17.15 Uhr. Fahrzeiten ab Haltestelle Bellevue: Samstag
und Sonntag: 13.00, 13.45, 14.30,
15.15, 16.00, 16.45 und 17.30 Uhr.
Fahrdauer: 30 Minuten, maximal 25
Plätze pro Fahrt. Ticketpreis, inklusive Köstlichkeiten: 5 Franken.
Die Confiserie Honold wurde
1905 am Zürcher Rennweg gegründet und wurde Anfang 2011 in vierter Generation von Cristina de Perregaux, der Nichte von Lotti Honold,
übernommen. (pd.)
www.honold.ch
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5.- Bargeld beilegen und mit dem Coupon einsenden an: Lokalinfo
AG,«Kleinanzeigen»,Buckhauserstr.11,8048 Zürich.Diese Inserate
sind nur für private Anbieter. Aufträge, die bis Freitag, 10.00 Uhr,
bei uns eintreffen, erscheinen in der nächsten Ausgabe. Den Text
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