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FACEBOOK & CO.: AUF wAS ES AUFZUPASSEN - Medienwelt Tirol

EinbettenHerunterladen
Sicher
durchs WEB
Facebook & Co.:
Auf was es
aufzupassen gilt
Die Fallen beim
Einkauf im
Internet
Richtiger
Umgang mit
Onlinebanking
rlos
h
a
f
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G
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t
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im I en
surf
Sonderbeilage der
Foto: Günter Holzleitner
KSÖ Tirol für mehr Sicherheit
Die zehn Sieger der „Datenjagd“ freuten sich beim KSÖTirol-Sicherheitsevent über das neueste iPad. Foto: Thomas Böhm
iPads für
die besten
Datenjäger
Die Gewinner der
„Datenjagd“ erhielten
vergangene Woche
beim KSÖ-Tirol-Sicherheitsevent 2012 im
Congress Innsbruck 10
iPads im Gesamtwert
über 5000 Euro. Überreicht wurden diese
von Innenministerin
Johanna Mikl-Leitner,
Landeshauptmann
Günther Platter sowie
den drei Präsidenten
des KSÖ Tirol, Hannes
Schmid, Hermann Petz
sowie Helmut Tomac.
Die Datenjagd ist eine moderne Schnitzeljagd im Internet. Insgesamt 558 Teilnehmer
hefteten sich auf die
Fersen von „Kem Ecilop“. Diese fiktive Person bewegt sich im Internet und hinterlässt
digitale Spuren. Und
diese Spuren galt es
für die Mitspieler, bis
31. Mai aufzuspüren.
Auf www.datenjagd.at
stellte das KSÖ Tirol ihnen Fragen zu Ecilop.
Diese mussten vollständig beantwortet
werden, damit war Ecilops Identität enthüllt.
2
Das schafften insgesamt 262 Mitspieler.
Zum Teil gab es Hinweise auf Facebook,
diese waren etwas
einfacher zu entdecken, da Kem Ecilop
über ein FacebookProfil verfügt. An sein
Autokennzeichen heranzukommen, war
schwieriger. Dieses
war in einer Bildgalerie
versteckt. Die Schnitzeljagd stieß auch
international auf Medienecho, so berichtete
die Namenssuchmaschine Yasni.de über
die Datenjagd.
Folgende zehn Datenjäger freuen sich
über das neueste iPad:
Marcell Mayr (Tulfes),
Simon Ostermann
(Innsbruck), Philipp
Kreidl (Patsch), Walter
Draxl (Neustift), Silvia Michlmayr (Innsbruck), Leo Hafele
(Innsbruck), Richard
Hauser (Reith b. Kitzbühel), Anna Kronthaler (Kufstein), Lynett
Mitterer (Rum), Michael Steiner (St. Johann i.
Tirol).
Sicher durchs Web
Im Internet lauern Gefahren. Das
Kuratorium Sicheres Österreich,
Landesgruppe Tirol, hat ein Maßnahmenpaket geschnürt, um User
auf Fallen aufmerksam zu machen.
Das KSÖ Tirol – Kuratorium Sicheres Österreich,
Landesklub Tirol – hat
sich im Jahr 2012 die Bewusstseinsbildung und
Aufklärungsarbeit zur Förderung von Sicherheit im
Umgang mit dem Internet
zum Ziel gesetzt. Im Zusammenwirken mit den
Kooperationspartnern
Tiroler Tageszeitung, Land
Tirol, Arbeiterkammer
Tirol, Polizei und Raiffeisenbanken Tirol war
es möglich, eine „Datenjagd“ im Internet, Informationsveranstaltungen
in den Regionen, einen
Sicherheitsevent, einen
IT-Folder sowie den vorliegenden KSÖ-Ratgeber
„Sicher durchs Web“ zu
entwickeln und damit ein
markantes Aktionspaket
zu schnüren.
Personal Computer,
Notebooks, iPads, Handys, Smart- oder iPhones
und vieles anderes mehr
– die Vielfalt und Nutzungsmöglichkeiten fester
wie mobiler Kommunikations- und Internetverwendungsmöglichkeiten
sind für den durchschnittlichen Konsumenten
kaum mehr zu durchschauen.
Begrifflichkeiten wie
World Wide Web, Social
Media, Social Networks,
Apps, SMS, MMS, Instant
Massages, Posts und viele andere Fachausdrücke
formen sich zu einer Art
„neuer Fremdsprache“.
Mit dieser Entwicklung
rücken aber auch Ausdrücke wie Cybercrime,
Internetbetrug, Faked
Homepages, Datenklau
oder etwa Spams mehr
und mehr in den Vordergrund und zeugen von
der Problematik, die die
rasante Entwicklung der
neuen Kommunikations-,
Informations- und Anwendungsmöglichkeiten
in puncto Sicherheit mit
sich bringen.
Während die einen mit
Hannes Schmid (Sprecher
des Vorstandes RLB Tirol):
„Sicherheit ist ein Thema,
das uns alle betrifft. Wer
wünscht sich nicht ein sicheres Zuhause, ein sicheres
Einkommen, ein sicheres
Umfeld? Für dieses Grundbedürfnis jedes Menschen
können alle etwas beitragen.
Vertrauen stärkt die Sicherheit, Misstrauen schwächt
sie. Die Kunst ist, die Balance zwischen Vertrauen und
Misstrauen zu halten, dann
entsteht wahre Sicherheit.“
den neuen Möglichkeiten
des Internets aufwachsen und im routinierten
Umgang unbeschwert mit
ihren persönlichen Daten umgehen, haben die
anderen längst den Überblick über die neuesten
Entwicklungen verloren
und scheuen im Unwissen
über die Möglichkeiten
des Schutzes persönlicher
Daten die Nutzung des
Internets.
Deshalb geht das KSÖ
Tirol mit seinen Koope-
rationspartnern durch
nachstehende Initiativen
auf die unterschiedlichen
Informationsbedürfnisse
der Tirolerinnen und Tiroler ein.
Datenjagd. Vom 12. bis
31. Mai 2012 lud das KSÖ
Tirol die Tirolerinnen und
Tiroler zur „Datenjagd“ im
Internet ein. Aufgabe war
es, im Internet möglichst
viele Informationen über
die fiktiv angelegte Person
„Kem Ecilop“ zu finden.
Damit wurde aufgezeigt,
wie viele Spuren ein
durchschnittlicher User
im Internet hinterlässt.
Der Wettbewerb wurde
medial begleitet und über
die Homepage www.datenjagd.at abgewickelt.
Vortragsreihe in den
Regionen. Experten von
Polizei und Arbeiterkammer Tirol informierten
unter dem Titel „Internetbetrug – Täterverhalten
und Schutzmöglichkeiten“ über „Abzockseiten
im Internet“ und mögliche Probleme, Risiken
sowie Rechtsfolgen bei
Vertragsabschlüssen im
Internet (z. B. Vorauszahlungsbetrug). Informationen zu Betrugsmails
wie Phising, dubiose Gewinnmails oder angeblich
Abfragen von Kontodaten
via E-Mail standen ebenso
am Programm wie Tipps
zum Erkennen von falschen oder gefälschten Internet-Kaufportalen und
Web-Shops.
Die Vorträge in Schwaz,
Kitzbühel und Innsbruck
stießen auf großes Interesse. Die letzte Möglichkeit, einen derartigen Vortrag zu besuchen, bietet
sich am 21. Juni 2012 bei
der Arbeiterkammer in
Imst (Beginn 18.30 Uhr).
KSÖ-Tirol-Sicherheitsevent 2012. Als Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ging am 5. Juni 2012
Helmut Tomac (Landespolizeikommandant von Tirol):
„Kriminalität im Internet
stellt für die Polizeiarbeit
die Herausforderung der
Zukunft dar. Es wird aber
nicht genügen Straftaten
aufzuklären und Täter zur
Anzeige zu bringen. Wie in
allen anderen Bereichen
der Kriminalitätsbekämpfung kann und muss jeder
Einzelne einen Beitrag zu
mehr Sicherheit – auch im
Internet – leisten.
Die Kooperationspartner des Aktionspakets „KSÖ IT-Sicherheit“ (v. l.): Hannes Schmid (Vorstandssprecher RLB Tirol), Hermann Petz
(Vorstandsvorsitzender Moser Holding), Landeshauptmann Günther Platter, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner, der Präsident der
Foto: Thomas Böhm
Arbeiterkammer Tirol Erwin Zangerl und Helmut Tomac (Landespolizeikommandant von Tirol).
Hermann Petz (Vorstandsvorsitzender der Moser
Holding): „Das Internet ist
aus unserem Alltag nicht
mehr wegzudenken. Wir
nützen die Vorteile dieses
Kommunikations- und Informationsmediums. Doch wo
Licht ist, ist auch Schatten.
Gefahren lauern im Web.
Mit der Beilage ,Sicher
durchs Web‘ wollen wir auf
diese aufmerksam machen
und zeigen wie man sie umschifft.“
im Congress Innsbruck
das KSÖ-Tirol-Sicherheitsevent 2012 mit einem
abwechslungsreichen
Programm über die Bühne. Neben Innenministerin Johanna Mikl-Leitner
und Landeshauptmann
Günther Platter nahmen
300 geladene Gäste und
Mitglieder des KSÖ Tirol
an der Veranstaltung zum
Themenschwerpunkt Datensicherheit im Internet
teil. Besonders der pointierte Vortrag des Datensicherheitsexperten, Wieland Alge, Europa-Chef
von Barracuda Networks,
zum Thema „Die überlassen mir ihre Daten ...
die Idioten“ hielt, was der
provokante wie Interesse
weckende Titel versprach.
KSÖ-Ratgeber „Sicher
durchs Web“. Mit dem
Ratgeber in einer Auflage
von 85.000 Stück liefern
wir den Leserinnen und
Lesern der TT grundle-
gende Informationen zu
Social Networks, Faked
Homepages, Einkauf im
Internet und OnlineBanking. Egal ob Sie User
sind oder nicht! Nehmen
Sie sich die Zeit für diesen
Ratgeber und halten Sie
ihn als Nachschlagwerk
griffbereit.
IT-Folder. Bewusstseinsbildung bedarf wiederholter Impulse. Daher
werden wir in der zweiten
Jahreshälfte Infos, Tipps
und Tricks zur sicheren ITAnwendung noch einmal
in einem Folder zusammenfassen.
KSÖ-Tirol-Events im Rückblick
November 2010: Tiroler
Sicherheitsenquete im Congress Innsbruck.
Oktober 2010 bis April 2011:
Schulfilmwettbewerb gegen
Gewalt in der Schule und für
Integration www.Klassespots.
at.
April 2011: Erstmalig in Tirol
findet in der Messe Innsbruck
an drei Tagen eine publikumsoffene Sicherheitsmesse
statt.
April bis Oktober 2011: Das
KSÖ Tirol gewinnt Vertreter
aller Gesellschaftsteile als
Mitglieder.
Oktober 2011: Erster „Round
Table“ der Mitglieder des
KSÖ Tirol; Ehrung couragierter
Zivilpersonen im Landhaus
Februar 2012: Diskussionsveranstaltung zum Thema
Integration mit Staatssekretär
Sebastian Kurz an der SOWI
der Uni Innsbruck.
Mitglieder des KSÖ Tirol:
Land Tirol, Stadt Innsbruck,
Wirtschaftskammer Tirol,
Arbeiterkammer Tirol, Tiroler
Seniorenbund, Universität
Innsbruck, Industriellenvereinigung Tirol, MCI Innsbruck, Moser Holding AG,
D. Swarovski KG, Tyrolit,
TIWAG, Flughafen Innsbruck,
Uniqa Versicherung, Empl
Fahrzeugbau, TILAK, ÖSV,
RLB-Tirol.
Sicher durchs Web
3
Gemeinsam das
Web sicherer
machen
Das Kuratorium Sicheres Österreich (KSÖ)
bringt sich in Sachen
Cybersecurity und Cybercrime stark in die
öffentliche Diskussion
ein. Warum, Herr KSÖPräsident Hameseder?
Erwin Hameseder:
Wir wollen das Thema
Internetsicherheit, das
alle Lebensbereiche
direkt betrifft, konkret
ansprechen. Das KSÖ
vertritt den Standpunkt,
dass ein Mehr an Sicherheit im virtuellen
Raum für unsere Gesellschaft nur dann erreicht
wird, wenn alle Akteure
gemeinsam daran arbeiten. Daher haben
die Ministerin Johanna
Mikl-Leitner und ich
die Cybersecurity-Initiative des BM.I und KSÖ
gestartet.
Was bedeutet das konkret?
Hameseder: Einerseits Analyse der Risiken im Cyberspace und
andererseits Entwicklung von Strategien
und Maßnahmen, um
die negativen Auswirkungen im Internet
bekämpfen zu können.
Wir gehen oft mit den
neuen Medien zu sorglos um. Der Bereich
Internetkriminalität
ist ein sehr breiter und
KSÖ-Präsident
Hameseder.
Erwin
Facebook – Gefällt mir
Social Media wie
Facebook sind
aus dem Alltag
von Jugendlichen nicht mehr
wegzudenken.
Doch es lauern dort viele Gefahren,
wenn Dinge wie
PrivatsphärenEinstellungen
nicht beachtet
werden.
Foto: BMI/Tuma
lebendiger Bereich. Er
beginnt beim Betrug
und endet beim Cybermobbing.
Was macht das KSÖ,
um hier mehr Bewusstsein für das sichere Verhalten im Internet zu
schaffen?
Hameseder: Präventions- und Informationsarbeit über sicheres
Verhalten im Internet,
von Social Media bis zu
Onlinebanking – und
das bereits ab dem Kindesalter – ist die einzige
Möglichkeit, um vor
den Gefahren zu warnen und in allen Bevölkerungsgruppen Bewusstsein für sicheres
Verhalten im Netz zu
schaffen. Die Aktion des
KSÖ-Tirol ist ein wichtiges Beispiel dafür.
Die Schlagwörter „Posten“, „Personen markieren“ und „Gefällt mir“
gehören inzwischen fest
in den Sprachschatz von
Jugendlichen. Diese Begriffe sind eng mit dem
Social Media Facebook
verbunden. Allein schon
die Erwähnung von
„Facebook“ löst bei manchen Eltern große Befürchtungen und Ängste
aus. Jugendliche hingegen sehen darin die sorglose Freiheit der Kommunikation mit Freunden,
Bekannten und Verwandten in aller Welt.
Damit sich die Befürchtungen der Eltern
nicht bewahrheiten, wird
ein Facebook-Tag von
Lisa (fiktive Person) mit
den möglichen Gefahren
und den Verhaltensweisen gezeigt:
Lisa ist 12 Jahre alt.
Das ABC des Internets
Account: Der
Account oder
die Zugangsberechtigung
besteht in der
Regel aus Benutzername und
Passwort. Er berechtigt zur Benutzung eines Computers oder
4
„Damit ich mich bei
Facebook anmelden
kann, muss ich mindestens 13 Jahre alt sein und
mache mich daher um
ein Jahr älter“, schildert
das Mädchen, ohne jedoch die möglichen Folgen zu bedenken. Denn
Lisa verstößt gegen die
Nutzungsbedingungen
von Facebook (https://
www.facebook.com/legal/
terms?ref=pf Punkt 4 Ziffer 5). Facebook kann bei
falschen Angaben die Bereitstellung von Lisas Sei-
eines Online-Angebots.
Adresse: Im Internet können
damit E-Mail-Adressen, URL
oder IP-Adressen gemeint sein.
Authentifizierung: Eine Sicherheitsmaßnahme bei der Benut-
Sicher durchs Web



te einstellen. Lisa muss
daher noch auf ihren
Facebook-Account warten, bis sie 13 Jahre ist.
Im „Profil bearbeiten“
gibt Lisa ihre Wohnadresse, E-Mail-Adresse und
Telefonnummer bekannt.
Es soll ja kein Geheimnis
sein, denkt sie sich.
Freunde von ihr wissen
natürlich, wo sie wohnt
und wie sie sie erreichen
können. Nur Fremde
werden ihre persönlichen Informationen über
Facebook abrufen. Sie
können anonym Lisa mit
zahlreichen SMS bombardieren. Im schlimmsten Fall lauern sie Lisa an
ihrer Wohnadresse auf
und wollen sie belästigen.
Bildschirmauflösung: Die
Auflösung, mit der ein Monitor
Bildinformationen darstellen
„Mit meinen Freundinnen habe ich viele lustige
Fotos geschossen, die
aber andere nicht sehen
dürfen“, verrät Lisa. Auf
„meiner“ Facebook-Seite
sehen es ja „nur“ meine
Freunde, meint sie etwas
leichtgläubig.
Andere – auch fremde
Personen – können je-
doch ihre Fotos anschauen, speichern und an
andere Menschen weiterschicken, sollte die Einstellung „öffentlich“ sein.
Daher immer persönliche Fotos mit der Einstellung „Freunde“ posten.
„Ich habe ein bestimmtes Foto von mir nicht
gepostet, jedoch ist es
auf Facebook und meine
Mitschüler können es sehen“, ärgert sich Lisa. Eine Freundin hat Lisas Foto auf ihrer Seite gepostet
und mit ihrem Namen
markiert. Sie hat für dieses Foto die Einstellung
„öffentlich“ verwendet
und somit können es viele andere auch sehen.
Unter PrivatsphärenEinstellung/Profil und
Markieren kann Lisa verhindern, dass Fotos, auf
denen Sie markiert ist,
veröffentlicht werden.
Fakten
Facebook-User weltweit: 900 Millionen,
Europa 219 Millionen,
Österreich 2,6 Millionen
(davon 51,03 % Männer und 48,97 % Frauen). Die prozentual am
stärksten wachsende Altersgruppe in Österreich
sind die 35–44-Jährigen,
die größte Gruppe bilden die 18–25-Jährigen.
Der Tipp
Vorsicht bei der Bekanntgabe von persönlichen Daten
und der Veröffentlichung
von Fotos – diese sollen nur
jene lesen beziehungsweise anschauen können, die
man selbst bestimmt. Unter
„Privatsphären-Einstellungen“ kann jeder Nutzer die
notwendige Grundeinstellung („öffentlich“, „Freunde“ ...) vornehmen.
Teilen Sie Ihre Kontakte
in „Freundeslisten“, wie
zum Beispiel in „Familie“,
„Freunde“, „Mitschüler“
usw. ein.
Stellen Sie Ihre Markierungen in Fotos ab – Partyfotos werden oft ohne Ihr
Wissen von anderen auf
Facebook gepostet. Unter
Privatsphären-Einstellungen
kann das von Ihnen verhindert werden.
Posten Sie keine Beleidigungen. Obwohl dies
„nur“ im virtuellen Raum
passiert, kann so etwas
die gleichen Folgen haben,
als würden Sie in einem
Lokal eine andere Person
öffentlich beleidigen oder
beschimpfen.
Das ABC des Internets
zung bestimmter Systeme. Zugang erfolgt nur nach Eingabe
von Benutzername und korrektem Passwort.
Ihre bekannt gegebene
E-Mail-Adresse ist außerdem Bestandteil ihrer
Anmeldung auf Facebook! Mit mehreren Versuchen könnte man auch
auf Lisas Passwort (zufällig ist es der Name ihrer
Katze Sam …) kommen
und so großen Schaden
auf ihrer Facebook-Seite
verursachen.
All diese persönlichen
Informationen mit „Nur
ich“ einstellen und ein
Passwort wählen, welches nur schwer bis hoffentlich gar nicht zu entschlüsseln ist.
kann, hängt von der verwendeten Grafikkarte ab. Je mehr
Pixel (Bildpunkte) dargestellt
werden können, desto schärfer
wird das Monitorbild.
Blog: Ein meist öffentliches
Tagebuch oder Journal, in dem



mindestens eine Person, der
Blogger, etwas schreibt.
Browser: Die Basissoftware für
die Darstellung von MultimediaAngeboten des WWW auf einem
PC. Die gängigsten Browser
sind Microsoft Internet Explorer,
Quelle: TT, http://www.desig-n.de, wikipedia
Das ABC des Internets
Google Chrome und Firefox.
Cookie: Die digitale Visitenkarte auf der Festplatte heißt
cookie („Keks“) und ist eine
der System-Dateien populärer
Browser. Es handelt sich um
Daten, die von einer angesteu-
erten Website auf Ihrer Festplatte gespeichert werden. Der
jeweilige Server erhält damit
Aufschluss über die Aktivitäten
der Benutzer (Kunden).
Cyber: Kurzform für „Cybernetics“, die Wissenschaft der



Das ABC des Internets
Computertechnik.
Cloud-Computing: Eine IT-Strategie mit verteilten Hard- und
Software-Ressourcen, die von
einem oder mehreren Providern
bereit gestellt und bei Bedarf
genutzt werden können.
Datei: Unter dem Sammelbegriff Datei versteht man eine
Ordnungsstruktur, die auf einem Festspeicher unter einem
Namen gespeichert sind.
Dateiformat: Jede Anwendungssoftware speichert die in



ihr erzeugten Daten in einem
Format ab. Verbreitete Datenformate oder Dateiformate
im Internet sind z. B. HTML,
Text-Dateien (doc, rtf), die
Graphikformate GIF und JPEG,
das Audioformat MP3 und das
Videoformat avi.
Sicher durchs Web
5
Sind wir alle schon Mittäter?
Seinen Computer
zu sichern, ist
nicht so kompliziert wie die Raketenwissenschaft.
Ein wenig Disziplin
und Verantwortungsgefühl gehören dazu.
Freunde, Bekannte, Geschäftsfreunde – sie alle
erhalten z. B. folgende
Mail von mir: „Hallo,
ich hoffe, du hast diese
Mail rasch erhalten, ich
bin nach Madrid verreist
und habe meine Reise-
tasche samt Reisepass
und Kreditkarte verloren.
Die Botschaft ist bereit,
mich ohne meinen Pass
fliegen zu lassen. Ich
muss nur mein Ticket
und die Hotelrechnung
bezahlen. Leider habe
ich kein Geld dabei, meine Kreditkarte könnte
helfen, aber die ist auch
in der Tasche. Ich habe
schon Kontakt mit meiner Bank aufgenommen,
aber sie brauchen mehr
Zeit, um mir eine neue
Kreditkarte zu schicken.
Ich wollte dich fragen, ob
du mir ein bisschen Geld
so schnell wie möglich
leihen kannst. Ich gebe es dir zurück, sobald
ich wieder daheim bin.
Ich muss unbedingt den
nächsten Flug bekommen. Ich kann dir die
Details schicken, wie du
mir das Geld zukommen
lassen kannst. Du kannst
mich per E-Mail oder
über die Rezeption des
Grand Hotels, Telefonnummer +347024009895,
erreichen. Ich warte auf
deine Antwort.“
Ich erhalte plötzlich
viele Anrufe von besorgten Leuten. Einige
haben auch schon mit
mir (?) per Mail Kontakt
aufgenommen und wurden ersucht, über ein
Bargeldtransfer-Institut
600 Euro anzuweisen. Ich
bin froh, dass niemand
Geld überwiesen hat. Ich
konnte mir anfangs nicht
erklären, warum meine
Mail-Kontaktadressen
für diese Schreiben in
betrügerischer Absicht
verwendet wurden. Alle
meine Adressbücher von
Yahoo, Hotmail und MSN
waren betroffen.
Jetzt weiß ich es. Ich
habe mir mit dem Öffnen
einer Mail-Beilage einen
Virus oder Trojaner eingefangen. Dieses Scha-
Faked Homepages: Sieben
Schritte zur Überprüfung
1) Wann wurde Domain
angemeldet? Gehen Sie
z. B. auf www.internic.
at und geben dort den
kursiven Teil (z. B. www.
ak-tirol.com) der Adresse
ein. Vorsicht, wenn die
Registrierung nur kurz
zurückliegt.
2) Um welche Art Internetadresse handelt es
sich? Zum Beispiel: www.
billig.at.shops.lc – Vorsicht: Der Shop liegt in
St. Lucia, Endung „lc“.
3) In welchem Land ist
der Shop gehostet? Überprüfen Sie die Internet-
adresse z. B. auf www.
domaintools.com.
4) Überprüfung Kreditkartenzahlungen mit
„Kreditkartentestnummern“. Eingabe in die
Internetsuchmaschine
„Kreditkartentestnummer“, kopieren Sie eine
der dortigen Nummern,
Eingabe eines beliebigen
Namens und Sicherheitscodes 123, bei Zahlungsbestätigung „Ihre Zah-
Achtung, Internetadressen können gefälscht sein.
Das ABC des Internets
Download:
Das ist das
„Herunterladen“ oder
Übertragen
von Dateien und Programmen
von einem Rechner zu einem
anderen.
6
E-Mail: Senden und Empfangen
von Nachrichten über das Netz.
Jeder Teilnehmer erhält eine
Adresse, die seinen Namen und
seine Domain enthält.
Facebook: Das von Mark Zuckerberg im Februar 2012
Sicher durchs Web



Fotos: Shutterstock
lung wurde autorisiert“
ist Web-Shop unseriös.
5) Überprüfung des WebShops auf Gütesiegel:
Eingabe Internetadresse
z. B. auf http://www.trustedshops.at, bei seriösem
Bezahlvorgang wird aus
http:// ein https://.
6) Überprüfung der
Existenz der Kontaktadressen: Seriöse Firmen
verwenden keine Mobiltelefonnummern.
7) Seriosität der MailAdressen: Seriöse Firmen
verwenden Mail-Adressen mit Firmenbezug.
densprogramm hat sich
Zugang zu meinem MailKonto verschafft und versendet jetzt ohne mein
Wissen diese Mails. Und
ich kann nicht mehr auf
mein eigenes Mail-Konto
zugreifen.
Ok, ich gebe zu, die
letzte Aktualisierung
meines Antivirenprogrammes und der
Firewall liegt schon einige Wochen zurück.
So kann man sehr
schnell – ohne dass man
sich darüber bewusst ist
– zum Täter werden. Und
ich stelle mir die Frage:
„Bin ich wirklich Herr
über meinen Computer?“
Tatsächlich waren nur
die wenigsten von uns
jemals wirklich Herr über
den eigenen Computer.
Im Betrieb ist man User,
dort gibt es extra ausgebildete Systemadministratoren, die über die
Gesundheit der Systeme
wachen. Privat müssen
wir uns dieser Aufgabe
selbst stellen und erfahren, dass es einen Grund
gibt, warum Systemadministratoren sich permanent weiterbilden
müssen und ein anstrengendes Arbeitsumfeld
haben. Es ist nicht gerade
Raketenwissenschaft, einen PC zu sichern, aber
ein bisschen Disziplin
gehört schon dazu.
Aber die Welt wird
noch ein wenig anstrengender. Wir benutzen ja
Das ABC des Internets
eröffnete soziale Netzwerk mit
mehr als 900 Millionen aktiven
Nutzern pro Monat. Es ist das
größte seiner Art.
FAQ: Frequently Asked Questions – Liste mit häufig gestellten
Fragen und den dazupassenden



Antworten bezüglich Newsgroups, Mailinglisten und anderen Informationsangeboten.
Aufgabe kann z. B. von einem
so genannten Proxy-Server
übernommen werden.
Firewall: Sicherheitseinrichtung in einem Netzwerk, die
Unbefugten den Zugang zu Datenbeständen verwehrt. Diese
Freeware: Freeware ist kostenlose Software. Das heißt allerdings nicht, dass dafür auch
kein Copyright besteht.
Quelle: TT, http://www.desig-n.de, wikipedia
Der Tipp
nicht mehr unseren PC,
sondern soziale Netzwerke und sichern unsere
Daten in der „cloud“. Vor
allem unsere Präsenz
in sozialen Netzwerken
ist es, die ins Visier der
Täter gerät. Wenn all
unsere Freunde in Facebook Nachrichten von
uns bekommen, dass sie
doch gefälligst endlich
Poker spielen sollen oder
sich lustige Videos über
italienische Pornostars
anschauen sollen, dann
sind wir zum Mittäter geworden, selbst wenn wir
den eigenen PC immer
noch beherrschen.
Wir tragen damit nicht
nur Verantwortung für
die Sicherung unserer
Daten, sondern auch für
die Sicherung unserer
Identitäten. Wir dürfen
uns da ruhig auf ein paar
klassische Dinge berufen,
wie wir mit nicht-digitalen Daten umgehen. Wer
leiht einen Pass her? Wer
hat zahlreiche Kopien
seines Führerscheins in
seinen Stammcafés herumliegen, nur weil es
vielleicht mal nützlich
ist?
Das ABC des Internets
Hacker: Er dringt in fremde
Computersysteme ein.
Homepage: In der Regel die
erste Seite eines Anbieters im
Internet. Sie erfüllt oft die Funktion eines Inhaltsverzeichnisses
oder einer Übersichtsseite.
Auch WWW-Seiten von Privatpersonen werden als Homepage
bezeichnet.
Host: Hosts sind Computer im
Internet, die Dienste anbieten
und zu anderen WWW-Seiten
bzw. anderen Computern wei-



Limitieren Sie die Anzahl
ihrer Identitäten! Nutzen
Sie nur eine geringe Anzahl
an sozialen Netzwerken
und Plattformen und löschen Sie sie wieder, wenn
Sie eine davon nicht mehr
aktiv nutzen. So behalten
Sie leichter den Überblick
und verwenden Sie die
Security-Einstellungen der
Netzwerke. Beschränken
Sie den Zugriff so weit wie
möglich und warten Sie mit
der Öffnung, bis sich einer
Ihrer Freunde beschwert.
Der umgekehrte Weg, so offen wie möglich zu sein und
warten, bis sich die Freunde
über ungewollte Attacken in
Ihrem Namen beschweren,
ist verheerend. Noch kein
böswilliger Hacker hat jemals sein Opfer angerufen
und sich für die offenen
Scheunentore bedankt.
Das ABC des Internets
terverbinden.
Hostname: Der Name eines
Rechners (Servers) im Internet.
Darstellung von Multimedia-Inhalten im World Wide Web. Das
besondere Kennzeichen von Hypertext sind die Links.
HTML: Hypertext Markup Language ist das offene, allgemein
verfügbare Dateiformat für die
HTTP: Standard für die elektronische Interaktion bei der Übertragung von Web-Dokumenten



ins Internet. Das „http://“ in
der Adresszeile gehört nicht
zur Adresse, sondern teilt dem
Browser mit, dass es sich bei
der aufzurufenden URL um ein
HTML-Dokument handelt, deshalb braucht „http“ nicht eingegeben werden.
Sicher durchs Web
7
Die Fallen beim Online-Shopping
Ein Tiroler erzählt die Geschichte eines
„fast“ sicheren
Autokaufes über
das Internet.
Auf einem Internetportal
bietet Ottokar – offensichtlich aus Deutschland – mein Traumauto
an. Einen richtig coolen
Renner mit toller Ausstattung, wenigen Kilometern und nur mit ein
paar leichten Lackschäden. Aber dafür um einen
sensationellen Preis von
3000 Euro. Das Foto und
die Autobeschreibung,
auch die anschließende
Korrespondenz per Mail
mit dem Verkäufer überzeugen mich. Ottokar
ist immer per Mail und
über ein Mobilfunktelefon für Rückfragen und
Auskünfte erreichbar. Er
spricht perfekt Deutsch
und macht mir am Telefon einen zuvorkommen-
den und sympathischen
Eindruck. Mein Interesse
wird immer größer. Dieses Auto möchte ich mir
unbedingt ansehen und
von dieser Besichtigung
meine Kaufentscheidung
abhängig machen. Aber
Ottokar befindet sich in
Düsseldorf und ich wohne
in Innsbruck. Jetzt macht
mit Ottokar folgendes Angebot.
„Ich sehe schon, Sie
haben ernstes Interesse.
Der Tipp
Im Zusammenhang mit
einem Online-Kauf sollte
laut Polizei nie ein Bargeldtransfer zum Beispiel über
ein Bankinstitut durchgeführt werden. Auch dann
nicht, wenn es sich angeblich um ein besonderes
„Schnäppchen“ handelt
und der Vertragspartner
dies als einzige Möglichkeit anführt. Nützen Sie
ein sicheres Bezahlsystem.
Und die wichtigste Regel:
Zahlen Sie nach Möglich-
keit nie im Voraus. Denn so
kann es leicht passieren,
dass das Geld weg ist.
Die Polizei warnt vor Vorrauszahlungen. Shutterstock
Natürlich verstehe ich,
dass Sie das Auto erst besichtigen wollen. Aber
ich möchte nicht nach
Innsbruck fahren und Sie
wahrscheinlich nicht nach
Düsseldorf. Wir könnten
uns aber zum Beispiel in
München treffen. Und damit ich sehe, dass Sie auch
wirklich Interesse haben,
überweisen Sie auf Ihren
Namen über ein Bargeldtransfer-Institut 3000 Euro
an eine Zweigstelle dieses
Institutes in München.
So haben nur Sie Zugang
zu Ihrem Geld und wenn
wir uns handelseinig werden, können Sie das Geld
beim Institut in München
gleich abholen.“
Diese Vorgangsweise
erschien mir schlüssig
und ich sagte zu. Ich ging
nun zu meiner Bank und
tätigte die Überweisung
auf meinen Namen. Ich
erhielt einen mehrstelligen Überweisungscode
des Bargeldtransfer-Institutes. Der Mitarbeiter der
Vorsicht, Produktpiraterie!
Markenschnäppchen im
Web können teuer werden. Das Designerkleid
um 80 % billiger, die
Markenarmbanduhr um
39 € – das Web ist voll
von verlockenden Angeboten –, aber Vorsicht:
Es können gefälschte
Produkte sein. Wer diese
bestellt, kann zivilrechtlich verfolgt werden,
wenn die Ware bei der
Einfuhr nach Österreich
vom Zoll beschlagnahmt
und vernichtet wird:
Große Unternehmen
beauftragen laufend
Rechtsanwälte mit der
Überwachung ihrer Marken- und Urheberrechte.
Hohe Schadenersatzforderungen und Unterlassungsklagen drohen.
Tipp: Fragen Sie im
Zweifel beim Markeninhaber direkt nach, ob
Das ABC des Internets
Icon: Ein
kleines Bild
oder Piktogramm, das
den Benutzer
zu einem Programm oder einer
Funktion führen soll. Icons sind
heutzutage sehr verbreitet.
8
Information Retrievel: bezeichnet die rechnergestützte
Recherche nach Quellen, wie
Büchern, Zeitschriftenartikeln,
Berichten, Tagungsbänden,
Statistiken usw.
Informationstechnologie, kurz
Sicher durchs Web



die Ware autorisiert ist
oder verzichten Sie auf
eine Bestellung. Warnzeichen für Produktpiraterie sind: ungewöhnlich
niedrige Preise, fehlende
Kontaktadresse oder
nicht vorhandenes Impressum des Shops.
Fakten
Online-Shopping boomt.
Im vergangenen Jahr haben 2,8 Millionen Menschen im Internet eingekauft, das entspricht 45
Prozent der österreichischen Bevölkerung. Die
beliebtesten Produkte
beim Online-Shopping
sind Kleidung, Sportartikel und Bücher sowie
alles rund ums Reisen.
putersysteme der Unternehmen
verantwortlich sind, als IT-Abteilungen bezeichnet.
Internet: Weltweites, dezentrales Rechnernetz; ursprünglich
von Militärs für den nuklearen
GAU vorgesehenes Nachrich-
men da war, über den
Transaktionscode verfügte
und die Summe von 3000
Euro behoben hat.
Meine Verblüffung war
groß, jetzt bin ich um
3000 Euro ärmer, obwohl
ich glaubte, alles richtig
gemacht zu haben. Die
Polizei ermittelt nun,
wie es möglich ist, dass
jemand mit einem offen-
sichtlich gefälschten Ausweis und einer angeblich
einzigartigen und nur mir
bekannten Transaktionsnummer das Geld beheben konnte. Ich werde nie
mehr wieder einen Bargeldtransfer durchführen.
Bank empfahl mir, diesen
Code zu schwärzen, erst
dann einzuscannen und
dem Verkäufer des Pkw zu
übermitteln. Genau das
habe ich dann getan. Eigentlich fühlte ich mich in
meiner Vorgangsweise sicher. Der Code war unleserlich und nur ich konnte
– mit einem persönlichen
Ausweis von mir – das
Geld in München beheben.
Also fuhr ich zum vereinbarten Termin nach
München und wartete
dort brav ungefähr zwei
Stunden am vereinbarten
Treffpunkt. Es kann ja immer etwas dazwischengekommen sein. Dann rief
ich Ottokar am Handy an.
Niemand meldete sich.
Okay, Pech gehabt, dann
kommt es eben nicht zum
Kaufgeschäft mit Ottokar,
dachte ich. Also fuhr ich
Das ABC des Internets
im täglichen Sprachgebrauch
auch IT genannt: Der Begriff
bezieht sich auf alle Arbeiten, die im Zusammenhang
mit Informationsverarbeitung
und -management stehen.
In großen Firmen werden die
Abteilungen, die für die Com-
gleich zur Filiale des Bargeldtransfer-Institutes in
München und wollte dort
mein Geld beheben. Von
der freundlichen Bankangestellten erhielt ich die
Auskunft, dass ein älterer
Herr bereits gestern mit
einem Personalausweis
lautend auf meinen Na-



Das ABC des Internets
tensystem auf TCP/IP-Basis.
Inzwischen ist das Internet das
populärste Netz der Welt mit
Milliarden von Nutzern.
IP-Adresse: Jeder angeschlossene Rechner ist im Internet
über eine nummerische Adresse identifizierbar.
Intranet: ein unternehmensinternes Netz auf Internet-Technologie.
Java: Von der Computerfirma
Sun entwickelte Programmiersprache. Heutzutage sind die
Quelle: TT, http://www.desig-n.de, wikipedia
gängigsten Browser Java-kompatibel.
Javascript: Die Programmiersprache wird auf Homepages
verwendet, da sie schnell ist.
Mit ihr können Inhalte generiert
und nachgeladen werden.



Das ABC des Internets
Keyword: auf Deutsch Schlüsselwort. Damit bezeichnet man
ein Stichwort.
Knoten: Über das Internet zu
versendende Nachrichten werden in Päckchen aufgeteilt.
Diese werden mit einer Adresse
versehen und losgeschickt. Die
Stationen beziehungsweise
Rechner, die unterwegs angesteuert werden und die für die
Weiterleitung sorgen, nennt
man Knoten.
Link: Auf Internetseiten wird



mit diesem Instrument auf ein
anderes Dokument oder eine
Textstelle verwiesen. Durch Anklicken mit der Maus wird die
Verbindung hergestellt.
Logoff: Beenden einer Datenverbindung zu einem Server.
Sicher durchs Web
9
Mutti, ein Fremder
chattet mit mir
Oft wissen Eltern
nicht, was ihre
Kinder im Internet
treiben. Es schadet nicht, wenn
sich Eltern dafür
interessieren. Sie
können ihren Kindern helfen, Dummheiten zu vermeiden, wie der Fall
von Sarah zeigt.
Facebook-Check
Das InfoEck des
Landes Tirol bietet Jugendlichen
einen FacebookCheck an.
Das Bewusstsein für
persönliche Daten im
Internet wird größer.
Davon ist Thorsten Behrens überzeugt. Behrens
koordiniert für das Land
Tirol die Informationskampagne zum Thema
sichere Handy- und Internetnutzung, die über
das InfoEck organisiert
wird und vor allem ein
Ziel hat: Prävention.
Seit Sommer 2011
bieten die Jugendinfostellen des Landes einen
Facebook-Check an. Wer
Fragen zum Thema Sicherheit im Internet und
Facebook hat, kann sich
jederzeit ans InfoEck in
Innsbruck, Wörgl oder
Imst wenden. 600 Jugendliche haben das allein im ersten Halbjahr
der Aktion getan. Beim
Check werden die Kontound Privatsphäreneinstellungen des eigenen
Profils überprüft. „Vielfach geht es darum, dass
die Eltern nicht alles mitlesen können“, schmunzelt Experte Behrens.
Mittlerweile würden
sich viele SchülerInnen
in geschlossenen Gruppen organisieren. Damit ist ausgeschlossen,
dass „Fremde“ mitlesen.
Grundsätzlich attestiert
Thorsten Behrens den
Tiroler SchülerInnen
Der Tipp
Facebook-Check und Infos
zum Thema Safer Internet
gehen im Sommer auf Tour.
Im Schwimmbad, bei Stadtund Dorffesten und anderen Anlässen – wo immer
das JugendschutzMOBIL
des Landes auffährt, wird
Das ABC des Internets
Mailserver:
Server, der in
einem Netz
für den Einund Ausgang
der E-Mails zuständig ist.
Medium: Mit Medium ist hier
im weitesten Sinne der physische Träger von Informationen
gemeint.
Microsoft Internet Explorer:
Gebräuchliche Browser-Software der US-amerikanischen
Firma Microsoft.
10 Sicher durchs Web
steigende Kompetenz bei
der Nutzung von sozialen Netzwerken: „Schüler
können oft besser mit
Facebook umgehen als
jene, die im Berufsleben
stehen.“ Ein absolutes



Infotainment zum Jugendschutzgesetz, zur sicheren
Internetnutzung sowie zum
Thema Sucht- und Gewaltprävention geboten. Termine und Infos unter: www.
facebook.com/jugendschutzmobil
No-Go ist das Lästern
über Chefs, warnt der Experte.
Zusätzlich zu den Einzelberatungen wurden
bisher über 200 Veranstaltungen mit rund
2500 TeilnehmerInnen
abgehalten. Vor allem
Schulklassen der 7. und
8. Schulstufe nehmen das
Angebot in Anspruch.
Angeboten werden aber
auch Infoabende für Eltern. Im Rahmen schulinterner Fortbildung oder
über die Pädagogische
Hochschule Tirol können
sich auch Lehrpersonen
einem Facebook-Check
unterziehen.
Mehr Infos unter: www.
mei-infoeck.at
Das ABC des Internets
Multimedia: Integration von
Informationen, die aus Text,
Grafik, Tönen und bewegten
Bildern bestehen können.
Nameserver: auch Domain Name Server genannt. Rechner im
Internet, der eine Tabelle mit



Domain-Namen und den zugehörigen IP-Adressen enthält
und verwaltet.
Sie sollen das gute Benehmen
in der elektronischen Kommunikation sicherstellen.
Netiquette: (oder auch Netikette) auf der Basis freiwilliger
Übereinkunft entstandene Verhaltensregeln für das Internet.
Netzwerk: Computer, die miteinander verbunden sind, um
Ressourcen wie die Software,
Drucker etc. zu teilen und Infor-
Quelle: TT, http://www.desig-n.de, wikipedia
Sarah: Auf Facebook
hat mich eine unbekannte Person angeschrieben
und gefragt, wo ich wohne. Ich habe dann gleich
aufgehört, mit der Person
zu chatten, das hat mir
Angst gemacht.
Mutter: Dass du das
gleich beendet hast, ist
gut. Seine Wohnadresse
und Telefonnummer soll
man nie im Internet bekannt geben. Der Kontakt
mit unbekannten Personen kann auch unangenehm und sogar gefährlich werden. Diese Form
von Anbahnung nennt
sich „Cyber-Grooming“.
Sarah: Meiner Freundin
Moni passiert das ganz
oft, aber die hat auf Facebook auch Fotos, auf denen sie nur einen Bikini
an hat.
Mutter: Es ist wichtig,
dass du keine aufreizen-
Fakten
Cyber-Grooming ist seit
1. Jänner 2012 strafbar
(§208a Strafgesetzbuch) und ist mit einer
Freiheitsstrafe bis zu
zwei Jahren zu bestrafen.
Cyber-Mobbing kann
dramatische Folgen
nach sich ziehen: soziale
Isolierung, Stress, psychische Probleme und
schlussendlich Suizid.
den Fotos von dir drinnen
hast; keine Nacktfotos,
keine im Bikini, Unterwäsche oder in eindeutigen
Posen. Auch keine Fotos,
auf denen du Alkohol
trinkst oder rauchst. Solche Fotos ziehen einfach
oft Erwachsene an, die
entweder dein Foto für irgendetwas missbrauchen
wollen oder sie wollen
mit dir in Kontakt treten.
Denn sie glauben, dass
du leicht zu haben wärst.
Außerdem musst du gut
aufpassen, wen du als
Freund akzeptierst – nur
Leute, die du wirklich
kennst! Da helfen die Privatsphäre-Einstellungen.
Sarah: Es passieren
aber auch ganz oft Sachen unter uns Freunden
oder Bekannten, die nicht
fein sind. Zum Beispiel
beschimpfen sich einige
oder erstellen eine Gruppe, die jemanden ausschließt oder sich über
denjenigen lustig macht.
Oft werden auch Gerüchte beziehungsweise Lügen verbreitet.
Mutter: Cyber-Mobbing
kommt immer öfter vor.
Das kann oft sehr gemein
und verletzend sein.
Das ABC des Internets
mationen auszutauschen.
Online: (aus dem Englischen
für „in der Leitung“). Online
bezeichnet im Allgemeinen
eine aktive Verbindung mit einem Kommunikationsnetzwerk,
insbesondere dem Internet. Ist
eine Verbindung inaktiv, so bezeichnet man dies als offline,
Geräte ganz ohne Netzanbindung auch mit stand-alone.
Online-Banking: auch Electronic Banking oder E-Banking.
Online-Banking ist die Abwick-



Das ABC des Internets
lung von Bankgeschäften über
Datenleitungen mit Hilfe von
PCs, Smartphones und anderen elektronischen Endgeräten.
Immer mehr Menschen nützen
Onlinebanking.
PDF: Portable Document For-
mat – plattformunabhängiges
Dateiformat der Firma Adobe.
Mit Hilfe des Adobe Acrobat
Readers lassen sich PDF-Dateien im Web lesen.
Phishing: Darunter werden
Versuche verstanden, über



gefälschte WWW-Adressen
oder E-Mails an Daten eines
Internetbenutzers zu gelangen
und damit Identitätsdiebstahl
zu begehen, um mit den Daten
beispielsweise Kontoplünderung zu begehen und den Personen zu schaden.
Sicher durchs Web
11
Online-Banking, aber sicher
Alleine mehr als 1, 3 Millionen Österreicherinnen
und Österreicher vertrauen beim Online-Banking
auf die Sicherheit von
Raiffeisen. Alle österrei-
chischen Banken verfügen
über höchste technische
Sicherheitsstandards. Das
den Banken entgegengebrachte Vertrauen versuchen Kriminelle durch
so genannte PhishingAttacken immer wieder
auszunutzen. „Vorsichtig
und nicht naiv sein mit
dem Umgang persönlicher
Daten im Internet ist die
Mutter aller Sicherheitsmaßnahmen, die jeder
Einzelne ganz einfach umsetzen kann“, rät Gerhard
Wieser, IT-Sicherheitsexperte von Raiffeisen.
Der Experte hat weitere
praktische und nützliche Tipps, wie man sich
vor Phishing-Angriffen
schützt.
Der Tipp
In betrügerischer Absicht
werden Bankkunden mit
täuschend echt aufgemachten E-Mails dazu bewegt,
über einen Link vermeintliche Internetseiten von
Banken aufzurufen. Dort
sollen dann persönliche
Daten wie Zugangsdaten,
Passwörter oder Ähnliches
eingeben werden – angeblich aus Sicherheitsgründen, zur Bestätigung
oder um, wie es oft heißt,
Datenabgleiche oder -aktualisierungen auszuführen.
Tatsächlich landen die
Kunden nicht auf echten
Bank-, sondern vielmehr
auf gefälschten Internetseiten. Manchmal wird als
Variante dieser betrügerischen Tour vor der eigentlichen Internetseite der
Bank ein Pop-up geöffnet,
das zur Eingabe der Daten
auffordert. Auch in diesen
Fällen haben die Täter nur
ein Ziel: Sensible Daten
sollen abgefangen und für
Betrügereien missbraucht
werden.
Das ABC des Internets
Pixel: Bildpunkt – kleinste Einheit, die
ein Bildschirm
oder ein Drucker darstellen kann.
Pop-up: Das ist ein visuelles
Element eines Computerprogramms. Der Name kommt
daher, dass Pop-up-Elemente
„aufspringen“ und dabei andere Teile überdecken. Die Position von Pop-up-Elementen am
Bildschirm ist meist beliebig.
Manche Browser verfügen über
12 Sicher durchs Web
ich
Seien Sie gruncdhseärtzlPost
bei elektronis Auch, wenn
misstrauisch. h bekannte
sie vermeintlicoder
Logos enthält altet ist.
vertraut gest
Geben Sie Ihre Zugriffs& Autorisierungsdaten
wie PIN oder TAN nie
weiter. Geben Sie diese
nur auf der überprüften
Internet-Banking-Seite
Ihrer Bank ein.
Geben Sie die InternetBanking-Adresse Ihrer
Bank (URL) nur manuell
ein. Folgen Sie nie Links
in Mails zum vermeintlichen Banking-Portal.
Kontrollieren Sie
regelmäßig Ihren
Kontostand und die
Kontobewegungen.
So können Sie nach
ungewollten Aktionen
rasch reagieren.
Sicherheitssoftware
hilft nur, wenn Sie
aktuell und up to date ist.
Daher gilt: automatische
Updates aktivieren.
Gleiches gilt für den
Browser.
Nutzen Sie - und CardMobileTAN hren für
TAN-Verfa anking.
Ihr Online-Be
Infos hat Ihr
Hausbank.



Das ABC des Internets
Pop-up-Blocker.
Privatsphäre: Viele Nutzer von
sozialen Netzwerken wie Facebook achten zu wenig auf ihre
Privatsphäre im Internet. Damit
nicht jeder auf persönliche Fotos usw. Zugriff hat, sollte man

anken
ÖsterreichbseBr höchste
verfügen ü smaßnahmen
Sicherheite-Banking.
beim Onlin darauf, dass
Achten Sieit https://
die URL m
beginnt.
Verwenden Sie fürs
Online-Banking keine
Bookmarks - Favoriten,
Lesezeichen. Diese
könnten von Hackern
manipuliert werden.
Kontaktieren Sie
zeitnah Ihre Bank, wenn
Ihnen etwas verdächtig
vorkommt.
Beachten Sie
die Sicherheitsinformationen auf
der Website Ihrer
Hausbank.
Übermitteln Sie
per E-Mail niemals
vertrauliche Daten wie
Passwörter.
Banken fordern keine
vertraulichen Daten
per Mail oder per Telefon an. Sollten Sie eine
solche Mail erhalten,
handelt es sich um einen
Betrugsversuch.
Am besten tr
Sie diese Ma effen
zu Ihrem Sch ßnahmen
bei Verwendu utz auch
Smartphones ng von
und Tablets. , iPhones
Fakten
Foto: Shutterstock
Online-Banking
ist in Österreich
nicht mehr wegzudenken. Millionen Österreicher
nutzen diese komfortable, sichere
und flexible Bezahlform für die
Abwicklung ihrer
Bankgeschäfte.


auf die Privatsphäre-Einstellungen achten.
Provider: Anbieter von Internetdienstleistungen.
Protocol: Das Internet Protocol
(IP) ist ein in Computernetzen
weit verbreitetes Netzwerkprotokoll und stellt die Grundlage
des Internets dar.
Proxy-Server: Mit Hilfe eines
Proxy-Servers kann die Sicherheit im Netz erhöht werden.
Die Software kann u. a. dazu
benutzt werden, Zugangskont-
Quelle: TT, http://www.desig-n.de, wikipedia
Das ABC des Internets
rollen durchzuführen oder Zugriff auf bestimmte Sites oder
Dokumente zu verweigern oder
zu gewähren (Firewall). Außerdem kann ein Proxy-Server als
eine Art Zwischenspeicher fungieren, um einmal aufgerufene
Websites nicht immer wieder
über den heimatlichen Host
neu ansteuern zu müssen. Damit können Wartezeiten unter
Umständern erheblich verkürzt
werden.
Query: Abfrage in einem Datenbankprogramm – um eine



Bei dem Wort „Phishing“ handelt es sich um ein Kunstwort
aus „password“ und „fishing“. Es bedeutet wörtlich übersetzt
so viel wie „das Abfischen von Passwörtern“. Kriminelle sind
aber auch an weiteren persönlichen Daten wie Name, Geburtstag, Anschrift oder aber Bankverbindungen bzw. OnlineBanking-Zugangsdaten interessiert. Mit diesen persönlichen
Daten können Betrüger Missbrauch betreiben.
Das ABC des Internets
Suchanfrage zu starten.
Router: Netzwerkgeräte, die
mehrere Rechnernetze koppeln
oder trennen. Dabei analysiert
der Router die Datenpakete
nach ihrer Zieladresse und
blockt diese oder leitet sie wei-
ter. Geroutete Pakete gelangen
so entweder in ein direkt am
Router angeschlossenes Zielnetz oder werden zu einem anderen im Netz weitergeleitet.
Scrollen: Nicht immer ist der
gesamte Inhalt einer Webpage



auf einer Bildschirmseite dargestellt. Vollständiges Lesen
wird durch die so genannten
Scrollbars am rechten und
unteren Bildschirmrand ermöglicht. Den Vorgang der Auf- und
Ab- bzw. Links- und Rechtsbewegung nennt man Scrollen.
Sicher durchs Web
13
Datenschutz:
Tun Sie‘s täglich
Fallen im
Internet:
Passen
Sie auf!
Das Web ist voller Möglichkeiten – aber auch
gefährlich. Wie
im wirklichen Leben sollte man
zunächst nur dem
vertrauen, was
man kennt.
Egal ob neuer Facebook-Freund oder Online-Shop: Vorsicht und
zurückhaltender Umgang
mit der Bekanntgabe seiner persönlichen Daten
helfen, Fallen im Internet
zu entgehen. Diese lauern überall. Die Experten
der AK Tirol zeigen Ihnen
einige, die Sie kennen
sollten.
Online-Shopping ist
beliebt wie nie. 2,8 Millionen Österreicher im
Alter von 16 bis 74 haben 2011 per Mausklick
eingekauft. Damit Sie
keine Enttäuschung erleben, sollten Sie niemals
per Vorauskasse zahlen,
wenn Ihnen der Verkäufer nicht als vertrauenswürdig bekannt ist. Wird
nicht geliefert oder erklären Sie berechtigt den
Rücktritt vom Vertrag
und das Geld wird nicht
freiwillig zurückbezahlt,
bleibt meist nur die gerichtliche Klage. Auch
bei Kreditkartenzahlung
darf selbst im Betrugsfall nicht jedenfalls mit
einer Rückbuchung gerechnet werden. Kauf auf
Rechnung und Zahlung
nach Wareneingang und
Prüfung derselben ist am
sichersten, so die Konsumentenschützer der AK
Tirol.
„Gratis“-Angebote. Die
Vorgangsweise ist immer dieselbe. Zunächst
werden kostenlose oder
sehr günstige Angebote
versprochen. Dann werden die persönlichen
Daten zum Zweck der
Anmeldung abgefragt.
Der meist gut getarnte
Hinweis auf die Kosten,
welche durch die Anmeldung entstehen, wird in
der Regel nicht gelesen.
Einige Wochen später
flattert dann die Rechnung ins Haus – für den
Abschluss eines 2-Jahresvertrages für den Zugang
zu Software-, Outletoder Konkurswarenangeboten. Bei Nichtzahlung
wird mit Inkassokosten,
Rechtsanwalt und gerichtlichem Mahnverfahren gedroht, berichten
Ist der Konsument bei einer Kreditkartenzahlung einem Betrüger aufgesessen, ist eine Rückbuchung
Fotos: Shutterstock
des bezahlten Betrages nicht selbstverständlich.
Vermeintliche Gratis-Angebote entpuppen sich häufig als teure
Fallen. Oft flattert danach eine teure Rechnung ins Haus.
die Juristen der AK Tirol
aus ihrer täglichen Praxis.
Lesen Sie jedes Angebot
und die AGB (Allgemeine
Geschäftsbedingungen)
aufmerksam durch, bevor Sie persönliche Daten bekannt geben. Im
Zweifel geben Sie keine
Das ABC des Internets
Server: Allgemeiner
Begriff für einen Rechner
im Netz, der
anderen Computern Dienste
anbietet (z. B. für das Internet
oder E-Mail).
Software: Eine Definition beschreibt Software als „Gegenstück zur Hardware“, wobei
Software hier jede Art von
digitalen Daten umfasst, die
auf einer Hardware wie zum
Beispiel einem Computer gespeichert sein können.
14 Sicher durchs Web



Daten bekannt und verlassen die Seite. Besondere Vorsicht ist auch
bei der Bekanntgabe von
Mobilfunknummern im
Internet geboten. Es drohen Abbuchungen via
Handyrechnung wegen
behaupteter SMS-Abos.
„Gewinn“-Mitteilungen per E-Mail: 965 Millionen Euro von der spanischen Lotterie (bei der
Sie nie mitgespielt haben), ein Auto, das noch
in Istanbul steht und um
700 Euro ausgelöst werden muss – ignorieren Sie
solche Gewinnmitteilungen! Es handelt sich im
Regelfall um Betrugsversuche. Dasselbe gilt für
Job-Angebote nach dem
Motto „Wenig Arbeiten
– viel Geld verdienen!“
Glauben Sie auch niemals an ein Angebot, das
Ihnen einen „Kredit“ ohne detaillierte Bonitätsprüfung verspricht. Meist
handelt es sich nur um
ein bewusst unklar formuliertes Offert für eine
Finanzsanierung. Geld
erhalten Sie dadurch keines, es entstehen Ihnen
aber neue Kosten, warnen die Experten der AK
Tirol.
Das ABC des Internets
Suchmaschine: Sie ermöglicht
durch Eingabe von Stichwörtern
die Suche nach Daten im Netz.
Die bekannteste Suchmaschine
ist Google, es gibt aber auch
beispielsweise www.ixquick.de.
nur Treiber genannt, ist ein
Computerprogramm oder Softwaremodul, das die Interaktion
mit der angeschlossenen, eingebauten Hardware steuert, wie
zum Beispiel dem Drucker.
Treiber: Ein Gerätetreiber, kurz
URL: Uniform Resource Loca-



tor – die Adresse, unter der ein
Dokument im World Wide Web
zu finden ist.
Viewer: Ein Programm, das es
ermöglicht, eine bestimmte Art
von Daten (vor allem Bilder)
anzusehen. Häufig sind diese
Quelle: TT, http://www.desig-n.de, wikipedia
Ihre Daten sind
wertvoller, als
Sie denken. Oder
warum sonst wären so praktische
Dienste im Internet wie Google,
Facebook, Skype
oder Youtube kostenlos?
diese nicht ein, wenn sie
für die Abwicklung nicht
nötig sind. Alternativ
können Sie versuchen
per E-Mail zu bestellen.
Untersagen Sie jedenfalls
die Weitergabe Ihrer Daten an Dritte, raten die
Konsumentenschützer
der AK Tirol.
Geben Sie Daten für
Online-Banking oder andere persönliche Zugänge nur über gesicherte
Verbindungen (Browserzeile beginnt mit https://)
und immer nur an Ihrem
eigenen PC und niemals
über öffentliche WLANVerbindungen (Hotels,
Restaurants, etc.) ein,
sonst könnten Ihre Daten leicht in fremde Hände geraten. Ignorieren
Sie E-Mails, in denen Sie
zur Eingabe von PINoder TAN-Codes oder
Kreditkartennummern
aufgefordert werden. Es
handelt sich dabei um
Betrugsversuche, warnt
die AK Tirol.
Wenn Sie Fotos von
sich auf ein Internetpor-
Die Betreiber solcher
Dienste verdienen durch
Werbung jedes Jahr Milliarden mit den Informationen, die sie über Sie
sammeln. Wenn Sie ins
Web einsteigen und dort
agieren, hinterlassen
Sie immer Spuren. Aber
welche Daten wo über
Sie gespeichert werden,
das bestimmen in erster
Linie Sie selbst. Am besten geschützt sind Ihre
Daten allerdings dann,
wenn Sie sie gar nicht
preisgeben.
Wenn Sie Waren bestellen, benötigt der Verkäufer für die Lieferung
Name, Adresse und Ihre
E-Mail-Adresse für die
Auftragsbestätigung. Ob
die Angabe von Geburtsdatum oder Telefonnummer nötig ist, kann schon
hinterfragt werden. Meist
wollen Online-Shops bei
Registrierung noch weitere persönliche Daten
von Ihnen. Geben Sie
Fakten
100 % geschützt sind
nur jene Daten, die Sie
nicht bekannt geben.
Das Internet vergisst
nie – denken Sie daran,
bevor Sie Informationen
über sich für viele Jahre
preisgeben, also: Vorsicht!
Keine Dateneingaben
an fremden PCs, Handys
oder über WLANs.
Das ABC des Internets
Programme kostenlos.
Web: Gebräuchliche Abkürzung
für World Wide Web oder www.
Webdesign: Das ist die Gestaltung einer Website mit den verschiedenen Websites, Grafiken,
tal hochladen (müssen),
so verwenden Sie dafür
– je nach beabsichtigtem
Zweck – ein grafisch bearbeitetes, auf dem Sie
nur für Bekannte erkennbar sind. Sollte das Foto
in fremde Hände geraten
und rechtswidrig verwendet werden, kann so
der Schaden in Grenzen
gehalten werden.
Das österreichische
Datenschutzgesetz berechtigt Sie, von jedem,
der personenbezogene
Daten über Sie verarbeitet, Informationen über
Art, Umfang und Herkunft der gespeicherten
Daten und grundsätzlich
auch die Löschung dieser zu verlangen, klären
die Experten der AK Tirol
auf.
Navigationsstrukturen, Inhalten
usw.
Webmaster: Sie befassen sich
mit der Planung, grafischen Gestaltung, Entwicklung, Wartung,
Vermarktung und Administration von Websites und -anwen-



Das ABC des Internets
dungen im Internet oder im
Intranet einer Organisation. Sie
sind der erste Ansprechpartner
bei technischen Problemen,
Fragen oder Anregungen zu einer Website.
Wireless LAN: Das „drahtlose
lokale Netzwerk“ bezeichnet ein
lokales Funknetz. In manchen
Ländern wird auch der Begriff
Wi-Fi verwendet.
YouTube: Auf dem InternetVideoportal von Google können
Benutzer kostenlos Video-Clips



ansehen und hochladen. Auf
der Internetplattform befinden
sich Film- und Fernsehausschnitte, Musikvideos sowie
selbst gedrehte Filme. So
genannte „Video-Feeds“ können auch in Blogs gepostet
werden.
Sicher durchs Web
15
TIPPS



HINWEISE



SPLITTER
Die Abmahnung folgt
Kontakt mit
Hausbank
aufnehmen
Bemerken Sie den Verlust,
Diebstahl oder Missbrauch Ihrer Maestro- oder Kreditkarte
bzw. Ihrer ELBA-Identifikationsmerkmale (PIN, TAN, Signaturkarte etc.), melden Sie das
bitte unverzüglich Ihrer Hausbank. Am einfachsten geht
das mit einem Anruf bei der
„SperrHotline“ – bei Raiffeisen
können Sie hier mit nur einem
Anruf alle Raiffeisen-Karten
bzw. Ihren Zugang zu Raiffeisen
ELBA-internet sperren lassen.
Die Hotline ist rund um die Uhr
erreichbar.
Impressum
Sicher durchs Web,
12. Juni 2012
Sonderbeilage
Herausgeber und Medieninhaber: Schlüsselverlag J. S. Moser GmbH;
Sonderpublikationen,
Leitung: Frank Tschoner;
Redaktion: Hergestellt in
Kooperation mit dem Kuratorium Sicheres Österreich/Landesclub Tirol,
der Polizei, der RLB Tirol
AG, der Arbeiterkammer
Tirol und dem Land Tirol;
Verkauf: verkauf@tt.com;
Anschrift für alle: 6020
Innsbruck, Ing.-EtzelStraße 30, Postfach
578,Telefon 05 04 03
- 1543.
Stellen Sie sich vor, Sie erhalten ein Schreiben eines
Rechtsanwalts, der mitteilt,
dass Sie die Urheberrechte
eines internationalen Filmkonzerns, z. B. durch Downloads,
verletzt haben und Sie unter
Klagsandrohung zur Zahlung
eines hohen Geldbetrags auffordert. Urheberrechtsverletzungen sind ernst zu nehmen. Die
Konsumentenschützer der AK
Tirol warnen aber vor Betrugsversuchen mit dieser „Masche“.
Wie immer gilt: Die AK Tirol ist
für Sie da – Hotline Konsumentenrecht: 0800 - 22 55
22 - 1818.
Betrug im Internet
Ein Tiroler erhielt eine E-Mail
eines vermeintlichen Bankangestellten. Dieser gab an, auf
ein Sparbuch mit einer Einlage
von 6,5 Mio. US-Dollar gestoßen zu sein. Der Inhaber sei
gestorben und es gebe keine
Erben. Nun benötige er jemanden, der sich als Angehöriger
des Verstorbenen ausgibt, um
so an den Geldbetrag zu kommen. Als Provision würde derjenige 40 % des Betrages erhalten. Der Tiroler willigte ein und
erhielt daraufhin per E-Mail
Dokumente zugesandt, die den
Tod des Sparbuchinhabers und
die Existenz des Geldbetrages
bestätigen sollten. In weiteren
E-Mails forderte der vermeintliche Banker immer wieder
Geld für Notariatskosten, Gebühren und Steuern, die vor
Betrüger im Internet locken oft
mit großen Erbschaften oder
Foto: Shutterstock
Geldbeträgen.
der Auszahlung der Millionen
beglichen werden müssten. Der
Tiroler bezahlte diese Kosten:
Er überwies mehrmals Geld.
Schließlich wurde dem Tiroler
ein Scheck in Höhe von mehreren Millionen Euro übergeben.
Beim Versuch, den Scheck
im Ausland einzulösen, wurde
der Mann festgenommen und
konnte nur knapp einer Verurteilung wegen Scheckbetrugs
und Geldwäsche entgehen.
Dem Tiroler entstand ein Schaden von mehreren 100.000
Euro. Sollten auch Sie Opfer
einer derartigen oder ähnlichen (versuchten) IT-Betrugshandlung geworden sein,
wenden Sie sich umgehend
an die nächste Polizeidienststelle (Tel. 059133).
Der Tipp
Sicher durchs Web mit Ihrer
AK Tirol: Die Konsumentenschützer der AK Tirol haben
3 goldene Regeln für Sie zusammengestellt, mit denen
Sie vielen Fallen im Internet
entgehen können: 1. Denken
Sie daran: Niemand schenkt
Ihnen etwas (also höchste
Vorsicht bei „Gratis“-Angeboten oder „Gewinn“-Versprechen!) 2. Wenn jemand
Ihre persönlichen Daten im
Internet will, dann hat er
einen Grund (also seien Sie
„geizig“ mit der Bekanntgabe Ihrer Daten und verzichten Sie im Zweifel auf die
Die Partner der Kooperation „Sicher durchs Web“:
Eingabe Ihres Namens, der
Adresse, Telefonnummer
usw.) 3. 100%ig geschützt
sind nur jene Daten, die Sie
nicht bekannt geben! Bei
Fragen und Problemen gilt:
Die AK Tirol ist für Sie da –
Hotline Konsumentenrecht:
0800 - 22 55 22 - 1818.



InfoEck
hilft bei
Facebook
Seit dem Sommer 2011
bieten die Jugendinfostellen des Landes einen
Facebook-Check an. Es
werden die Konto- und
Privatsphäreneinstellungen des Profils der
Ratsuchenden überprüft. Auch die sichere
Handynutzung ist Teil
der Informationskampagne. Jugendliche, die
Hilfe brauchen, können
sich an folgende Stellen
wenden. Es werden auch
Eltern- und Lehrerberatungen angeboten.
Einzelberatungen:
 InfoEck – Jugendinfo
Tirol: Kaiser-Josef-Str. 1,
Innsbruck. Montag bis
Freitag von 12 bis 17
Uhr. Tel. 0512/571799.
info@infoeck.at
 InfoEck – Jugendinfo
Imst: Lutterottistr. 2,
Imst. Montag bis Donnerstag von 12 bis 17
Uhr. Tel. 05412/66500.
oberland@infoeck.at
 Infocheckpoint Landeck: Schulhausplatz 7,
Landeck. Mittwoch von
16.30 bis 19 Uhr. Tel.
0699/16650055.
oberland@infoeck.at
Einzel- und Gruppenberatungen:
 InfoEck – Jugendinfo
Wörgl: KR-MartinPichler-Str. 23, Wörgl.
Dienstag bis Donnerstag
von 13 bis 17 Uhr. Tel.
050/6300/6450.
woergl@infoeck.at
Document
Kategorie
Seele and Geist
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