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Ein paar Worte vorab Was Sie wissen sollten... Jetzt kann es los

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Ein paar Worte vorab
Liebe Patientinnen,
für viele Frauen gehören Wellness und Sauna einfach
zum Leben dazu. Wie sieht es jedoch nach einer
Brustkrebsoperation aus? Viele Patientinnen stellen
sich dann die Frage: „Sauna – geht das jetzt noch?“
und „Schaden die hohen Temperaturen eventuell dem
angegriffenen Körper?“
In der frühen Therapiephase sind diese Fragen durchaus berechtigt. Generell bestehen oft noch Vorbehalte,
da das Risiko der Lymphödembildung durch die
Hitze leicht erhöht sein kann. Doch wenn Sie einige
Dinge beachten, steht dem Saunabesuch in der
Rehabilitationsphase nichts im Wege.
Was Sie wissen sollten...
Jetzt kann es los gehen…
Während der gesamten Akuttherapie (Operation, Bestrahlung, Chemotherapie) sollten Sie einen Saunabesuch vermeiden. Gehen Sie frühestens sechs Wochen
nach der Operation und zwei bis drei Wochen nach
der Bestrahlung das erste Mal wieder in die Sauna.
Durch die Bestrahlung entstandene Hautirritationen
können sich verschlim­mern oder die Operationsnarbe
kann sich entzünden. Außerdem besteht bei einem
geschwächten Immunsystem eine erhöhte Infektionsgefahr. Klären Sie in jedem Fall mit Ihrem behandelnden Arzt, ob einem Saunabesuch noch etwas im
Wege steht.
Für den ersten Saunagang sollten Sie eine
Sauna mit niedrigeren
Temperaturen
(50°
bis 70° C) oder eine
Dampfsauna wählen.
Verweilen Sie dort
etwa zwei bis drei
Minuten. Am Besten
nutzen Sie zunächst
eine untere Bank, da
es dort am kühlsten
ist. Machen Sie danach eine Pause von
einer halben Stunde.
Wiederholen Sie diesen Gang insgesamt dreimal.
Beginnen Sie langsam, Ihren Körper nach der Operation wieder neu kennenzulernen. Jede Patientin reagiert
anders – entscheiden Sie für sich ganz individuell, was
Ihnen gut tut!
Bei regelmäßigen Saunabesuchen können Sie sowohl
die Dauer (max. 15 Minuten) als auch die Temperatur weiter steigern.
Falls Sie Hemmungen haben, sich mit dem operierten
Körper in der Öffentlichkeit zu zeigen, informieren
Sie sich, ob Thermalbäder oder Saunabereiche in ihrer
Nähe gesonderte Zeiten ausschließlich für Frauen
anbieten.
Mit diesem Faltblatt zum Thema „Sauna“ möchten wir
Ihnen einige Beispiele und Tipps geben, mit denen
Sie ihre Saunabesuche gestalten und Ihren weiteren
Heilungsprozess positiv beeinflussen können.
Beste Erholung und alles Gute
wünscht Ihnen die Initiative
Sauna mit Lymphödem?
Generell ist ein Saunabesuch auch mit einem Lymphödem möglich. Beginnen Sie mit kurzen Saunagängen bei
niedrigen Temperaturen und langen Ausruhphasen (mind.
30 Min). Bei Schwindel, Schmerzen oder Schwellungen
sollten Sie den Saunagang sofort abbrechen! Bei einer
auftretenden Schwellung sollten Sie den betroffenen
Arm ausgestreckt hochlegen und kühlen (ggf. Kompressionsstrumpf anlegen).
Nutzen Sie auch den gesundheitsfördernden Effekt
von Kaltwasseranwendungen zwischen den Saunagängen. Achten Sie hierbei darauf, dass die Abkühlung gleichmäßig erfolgt – nicht zu langsam, aber
auch nicht zu plötzlich. Beginnen Sie am Besten mit
den Armen und Beinen.
Um Flüssigkeits- und Elektrolytverluste auszugleichen,
sollten Sie genügend trinken bzw. ausreichend Mineralstoffe
zu sich nehmen. Gönnen Sie sich zwischen den Saunagängen
ausreichende Ruhepausen.
Brustkrebs & Wellness
Wichtige Saunaregeln
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Stärkung des Immunsystems
Training für das Herz-Kreislauf-System
Entspannung (beschleunigt den Regenerationsprozess)
Normalisierung des Blutdrucks
Training der Blutgefäße
Erhöhung der Lungenkapazität um 10–14 Prozent
Stressabbau
Beschleunigte Regeneration nach sportlicher
Betätigung
Wann sollten Sie die Sauna meiden?
Allgemein:
• bei ersten Anzeichen einer Erkältung oder eines
grippalen Infektes
• Venenentzündung oder Entzündung innerer Organe
• extremer Bluthochdruck
• Gefäßveränderungen (besonders am
Herz und im Gehirn)
• Epilepsie
• schwere Herz- und Lungenerkrankungen
• akute Rheumaerkrankung
Für Brustkrebspatientinnen:
• Kreislaufbeschwerden
• Schwindel
• Schmerzen im Arm
• Fieber bzw. Temperatur über 38°
• bei Infekten
• Übelkeit bzw. Erbrechen
• Hautirritationen durch Bestrahlung
• Frische OP-Narbe
1. Gehen Sie weder hungrig noch mit vollem
Magen in die Sauna.
2. Trocknen Sie sich vor dem Saunieren ab (trockene Haut schwitzt besser).
3. Gehen Sie nicht zum Aufwärmen in die Sauna
(besser vorher warm duschen).
4. Legen Sie das Saunatuch unter ihren kompletten Körper.
5. Wenn Sie im Liegen saunieren, sollten Sie sich die letzten zwei Minuten aufsetzen und die Beine bewegen, um den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen.
6. Ein Saunagang sollte in der Regel 8–12 Minuten dauern (max. 15 Minuten).
7. Bei Unwohlsein die Sauna frühzeitig verlassen.
8. Es empfiehlt sich, nach jedem Saunagang ca. 2 Minuten an der frischen Luft zu spazieren (Atemwege abkühlen und Sauerstoff tanken).
9. Nach der Sauna sollten Sie sich mindestens 10 Minuten hinlegen und ausruhen.
10.Ein warmes Fußbad nach dem Abkühlen reduziert
die Erkältungsgefahr.
Sauna
Weitere Informationen
Weitere Materialien zum Thema „Brustkrebs und Bewegung“ können bei der Initiative oder im Internet angefordert werden. Eine Übersicht finden Sie unter
www.brustkrebs-bewegt.de.
Partner der Initiative „Brustkrebs bewegt“:
Institut für Rehabilitation und
Behindertensport
Kontakt:
Was Sie in der Sauna beachten sollten
Tipps & Infos für Brustkrebspatientinnen
Initiative „Brustkrebs bewegt“
Postfach 130 120
50496 Köln
willkommen@brustkrebs-bewegt.de
Konzeption, V.i.S.d.P.:
Publicis Health, Köln
Gestaltung, Fotografie und Grafik:
Funck Kommunikationsdesign, Köln
AZIB-AZP-4122/08
SAP-Nr.: 706034
Positive Effekte des regelmäßigen Saunierens:
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Gesundheitswesen
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