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Differen tielle Psy c hologie ? Was ist Differentielle Psy c hologie?

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Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Einführung
SE zur Differentiellen Psychologie:
Psychophysiologische
Persönlichkeitsforschung
Differentielle Psychologie beschäftigt sich mit messbaren
Unterschieden zwischen Personen und Gruppen in
psychologischen Merkmalen
Was ist Differentielle Psychologie?
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Differentielle Psychologie ?
1
Temporallappen
Okzipitallappen
•
•
• Positronen-Emissions-Tomographie (PET)
• Elektroenzephalographie (EEG)
• Magnetoencephalographie (MEG)
• Hirnelektrische Aktivität (Elektroenzephalografie EEG)
• Elektrische Muskelaktivität (Elektromyografie EMG)
• Weitere Körperfunktionen:
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
• Nahe-Infrarot-Spektroskopie (NIRS)
• funktionelle MRT (fMRT, fMRI)
• Elektrodermale Aktivität (Hautleitfähigkeit EDA)
– Körpertemperatur, Atmung, Augenbewegungen,
Pupillenreaktion, Lidschlag
• Magnetresonanztomographie (MRT, MRI)
• Kardiovaskuläre Aktivität (Elektrokardiogramm EKG)
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Windungen
Trennung durch Furchen und
Parietallappen
•
Bildgebende Verfahren
)
Frontallappen
•
Kortex
Das Gehirn
Psychophysiologische Messmethoden
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Film: Der Körper des Menschen „Das Gehirn“ (2003)
Das Gehirn
2
9
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
functional Magnetic Resonance
Imaging (fMRI)
9
•
•
(subkortikale Einflüsse)
Rhythmizität auf
Diese treten mit gewisser
(µV-Bereich)
Potentialdifferenzen
erfassen Spannungs- bzw.
Oberflächenelektroden
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Dieser ist nur dann am Schädel messbar (stark genug), wenn Neuronenverbände
•
synchron feuern
Aktivierung = Feuern von Neuronen im Gehirn bzw. Cortex
Feuern eines Neurons erzeugt einen Stromfluss
•
Ziel: Messung der Gehirnaktivierung (kortikale Akt.)
•
•
Elektroenzephalographie
Positron Emission Tomography (PET)
Bildgebende Verfahren
14 - 30 Hz
8 - 13 Hz
4 - 7 Hz
0.5 - 3.5 Hz
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
mentale Aktivität
entspannter Wachzustand
sehr tiefe Entspannung/
beim Einschlafen
Tiefschlaf
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Electroencephalography (EEG)
Elektroenzephalographie
Magnetoencephalography (MEG)
Bildgebende Verfahren
3
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
– Beziehung mit Novelty seeking and Extraversion (Zshg. zwischen
Dopaminansprechbarkeit und Extraversion)
– Dopaminfreisetzung und hoher Dopaminspiegel haben eher eine
depressionsmindernde Wirkung
• Dopamin (mesolimbisches System, nigrostriatales System –
„Belohnungszentrum“ des Gehirns)
• Serotonin (Impulsivität, Aggressivität, Depressivität,
Affektgeschehen: z.B. depressive Patienten mit suizidalem
Verhalten weisen niedrigen Serotoninspiegel auf; Hennig &
Netter, 2005)
Neurotransmitter und Persönlichkeit
Die Messung von Gehirnströmen …
Elektroenzephalographie
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
• Erkenntnis, dass Hormone über den Hypothalamus gesteuert
werden
• 1.Hälfte des 20. Jahrhunderts: die wichtigsten Hormone waren
bekannt (Wachstumshormone, Schilddrüsenhormone,
Glukocorticoide, Gonadenhormone)
• Interesse an Erkrankungen, die mit endokrinen Organen zu tun
hatten (Ovarien, Hoden, Schilddrüse, Bauchspeicheldrüse etc.);
Gegen Ende des 19. Jhdt: in Tierversuchen Exstirpation und
Wiedereinpflanzung von Organen, um Erkenntnisse über die
Funktion dieser Drüsen zu erhalten
• Historisch: Säftelehre des Hippokrates; Mittelalter: Paracelsus
(1493-1541) versteht den Menschen als „chemisches Gemisch“
Endokrine Systeme der Persönlichkeit
• …
• Genetik und Persönlichkeit
• Immunsystem und Persönlichkeit
• Zentralnervensystem und Persönlichkeit
• Vegetatives System und Persönlichkeit
• Endokrine Systeme der Persönlichkeit
• Neurotransmitter und Persönlichkeit
Forschungsansätze in der psychophysiologischen
Persönlichkeitsforschung
4
Computerprogramm
visuelles Signal
Biofeedback
Biosignalverstärker
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
z.B. Muskelaktivität…
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
• Persönlichkeit und periphere Katecholamine (Noradrenalin,
Adrenalin B bedeutende Rolle bei der Regulation von
vegetativen Funktionen im Herz-Kreislauf-, Margen-Darm-,
Drüsen-, Stoffwechsel- und Immunsystem) BStressbelastung
• Persönlichkeit und Testosteron (Aggressivität, Impulsivität)
• Cortisol als Regulationshormon, welches die
Anpassungsversuche des Organismus widerspiegelt
(Anpassungsversuche vor schädlichen Überreaktionen)
Endokrine Systeme der Persönlichkeit
Überblick über die Inhalte der LV
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
7. Psychopathologische Persönlichkeit
6. Psychophysiologische Emotionsforschung
5. Humor und das Belohnungszentrum des Gehirns
4. Geschlechtsunterschiede in kognitiven Fähigkeiten
3. Personality and ability
2. Intelligenz
1. Extraversion, Neurotizismus, Sensation seeking
• …
• Psychophysiologie des Schlafes
• Entwicklungspsychophysiologie (EEG-Veränderungen über
die gesamte Lebenspanne)
• Sozialpsychophysiologie (psychophysiologische Aspekte der
Einstellungsforschung)
• Biofeedback-Training
• Klinische Psychophysiologie (Angstzustände, Schizophrenie,
Depression, Hyperaktivität, psychosomatische Störungen)
Anwendungsgebiete der
Psychophysiologie (Schandry, 1998)
5
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
„Intelligentere Menschen haben stärker myelinisierte Gehirne (Axone)“ (Miller, 1994)
Myelinisierung
I – hohes kortikales Arousal
E – niedriges kortikales Arousal
Negative Beziehung zwischen E und kortikalem Arousal (erfasst über EEG
Alpha-Aktivität; z.B. Gale et al.,2001; Tran et al., 2001, in press)
Empirische Evidenz:
Unterschiedliche Erregungsschwelle des
ARAS für I vs. E mit einer für E schwereren
und einer für I leichteren Affizierbarkeit
Aufsteigendes Retikuläres
Aktivierungssystem (ARAS)
Extraversion / Introversion:
Eysenck (1967): Arousal-Theorie
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
„Intelligentere Personen haben stärker „bereinigte Gehirne“ (Haier, 1993)
Neural pruning
….
Die Bedeutung des Frontalkortex (Duncan et al., 2000)
5)
6)
Synapsenzahl (Pruning-Hypothese) (Haier, 1993)
Neuronale Plastizität (Garlick, 2002)
4)
2)
3)
Gehirngröße (McDaniel, 2005)
Nervenleitgeschwindigkeit (Myelinhypothese) (Miller, 1994)
1)
Neurobiologische Erklärungen der
Intelligenz
6
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
B Ein besser auf die Umwelt
abgestimmtes Gehirn ist eher in
der Lage, Informationen schnell,
fehlerfrei und effizient (d.h. mit
einem geringeren
Energieverbrauch) zu verarbeiten
B Intelligente Gehirne sind
besser „getuned“, d.h. feiner auf
die Anforderungen aus der
Umwelt abgestimmt
Emotionale Informationsverarbeitung (Canli et al., 2001; Fink, 2005; Gray et
ƒ
ƒ
Arbeitsgedächtnis (Fink, Grabner, Neuper & Neubauer, 2005; Gray et al., 2002, 2005)
ƒ
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Divergentes Denken bzw. Kreativität (Fink & Neubauer, 2005)
al., 2002)
Schlussfolgerndes Denken
ƒ
(Fink & Neubauer, 2004)
Elementar-kognitive Aufgaben (Fink Schrausser & Neubauer, 2002)
ƒ
Hauptbefund: Extravertierte Personen zeigen während der
Bearbeitung unterschiedlicher kognitiver Aufgaben eine
geringere kortikale Aktivierung als introvertierte Personen
Personality-Ability-Interface
environmental stimulation during childhood“
„Some people possess brains that are better able to adapt their neural circuitry to
Dendritische und axonale Plastizität (Garlick, 2002)
Plastizität des Gehirns
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
2
7
3
?
Parietal
Central
Frontal
Aus: Fink et al., (2005), International Journal of Psychophysiology
5
Short-term memory:
visual
cache
phonological
store
introverted
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Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
extraverted
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Extraversion und Arbeitsgedächtnis
Haier et al. (2004)
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active selection
of goals
acti
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a
and nipula
tio
mon
itori n
ng
Bei Intelligenztestaufgaben wird (im Vergleich zu
anderen Aufgaben) vor allem der präfrontale Kortex
verstärkt aktiviert (Prabhakaran et al., 1997; Duncan et al., 2000)
Der Frontalkortex als „Dirigent“ des
Gehirns?
7
– …
– Schizophrenie
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
– Psychopathie/Antisoziale Persönlichkeit
– Aggression
• Erforschung psychophysiologischer Grundlagen
psychopathologischer Erkrankungen
Psychopathologische Persönlichkeit
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Neubauer et al. (2005), Cognitive Brain Research
Geschlechtsunterschiede in kognitiven
Fähigkeiten
– Rolle der Amygdala
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
– Präfrontaler Kortex nicht nur bei kognitiver sondern auch
bei affektiver Informationsverarbeitung eine bedeutende
Rolle (Davidson, 2003)
• Annäherung/Vermeidung
Psychophysiologische
Emotionsforschung
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
– Geschlechtshormone (Testosteron; Östrogen)?
– Funktionale Aktivierungsasymmetrien
– Neuroanatomische Unterschiede (z.B. Morphometrie des
corpus callosums; grey vs. white matter?)
• Warum?
• In welchen kognitiven Fähigkeiten bestehen Unterschiede
zwischen den Geschlechtern (Intelligenz? Verbale vs. visuelle
räumliche Fähigkeiten?)
The smarter sex?
Kognitive Geschlechtsunterschiede
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Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
nonfunny cartoon
Mobbs et al. (2003), Neuron
funny cartoon
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Humor und das Belohnungszentrum des
Gehirns
Nigrostriatale System: Ursprung
im ventralen Tegmentum des
Mittelhirns, projiziert zu den
Basalganglien und der Substantia
nigra
Mesokortikolimbische
System: entspringt ebenfalls
im ventralen Tegmentum
und projiziert zum limbischen
System und zum
Frontallappen des Kortex
(„Belohnungssystem“ des
Gehirns)
Dopamin und positiver Affekt
Psychophysiologische Persönlichkeitsforschung, SE
Ashby et al. (1999), Psychological Review
ƒ Dopaminausschüttung und pos. Affekt sind mit einer erhöhten
motorischen Aktivität verbunden (nigrostriatale System)
ƒ Dopaminantagonisten (Neuroleptika) führen zu einer Abflachung
des Affekts
ƒ Drogen, die die Effekte des Dopamin imitieren (Dopamin Agonisten)
bzw. die dopaminerge Aktivität steigern, verstärken positiven Affekt.
Genussmittel wie Koffein, Alkohol und Nikotin sowie die Drogen
Heroin und Kokain entfalten ihre Wirkung ebenfalls über das
Belohnungszentrum des Gehirns B Gefahr der Abhängigkeit
ƒ Positiver Affekt (Belohnung) ist mit Dopaminausschüttung im
mesokortikolimbischen System assoziiert
Dopamin und positiver Affekt
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Gesundheitswesen
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