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Equal Pay Day: PageGroup fordert und fördert gerechte Bezahlung

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Saget Dank allezeit für Alles
Gott und dem Vater
unseres Herrn Jesu Christi.
Epheser 5,20
Inhalte
Kontakt
Angedacht--------------- 3
Freie evangelische
Gemeinde Netphen
Zeitungsbericht------- 5
Elisabeth- Grube- Straße 5
Netphen
Kinderseite------------- 6
www.netphen.feg.de
Einladung--------------- 7
Pastor:
Pinnwand--------------- 8
Wilfried Weniger
02752 – 7211
02751 – 9200384
weniger-feg@t-online.de
Gemeindeleben------- 10
Älteste:
Volker Roth
02737 – 5688
volker.roth@netphendeuz.de
Ute und Berthold Ginsberg
02738 – 4345
uteginsberg@gmail.com
bertholdginsberg@gmail.com
Georg K.
Bankverbindung:
Sparkasse Siegen
IBAN: DE23 4605 0001 0047 5024 30
2
Doro--------------------- 13
Kontakt------------------ 16
Angedacht
Ehre Gott mit deinen Opfern gern
und reichlich,
und gib deine Erstlingsgabe, ohne
zu geizen.
Jesus Sirach 35, 10
Jesus Sirach? Wer ist das denn? Und, wo
finde ich den? Jesus Sirach ist ein
Weisheitslehrer. Um die Zeit 190 / 180
v.Chr. gibt er als Lehrer seine Worte an die
kommende Generation weiter. Ganz
ungeordnet hat er auf Hebräisch
umfangreiche
Weisheitsgedanken
gesammelt. Sein Enkel hat alles notiert,
jedoch ein Drittel ist verloren gegangen. In
die Zusammenstellung der Bibel ist dieses
Buch nicht aufgenommen worden, wohl
aber in den christlichen Überlieferungen.
So steht Jesus Sirach in den sogenannten
Spätschriften, also zwischen dem Alten
und Neuen Testament.
Jesus Sirach sieht in seiner Zeit eine
zunehmende
Gleichgültigkeit
und
Verwässerung der jüdischen Religion. So
versucht er durch seine Spruchsammlung
darauf zu achten, dass die jüdische
Religion in ihren Werten nicht verloren
geht oder an den Rand gedrängt wird.
Mit dem Monatsspruch für Oktober
erinnert er daran, was sich für fromme
Juden, für gläubige Menschen schickt.
Jesus Sirach kennt seine Pappenheimer. Er
weiß, wie gerne manche die Ernte ganz für
sich behalten, dabei etwas schummeln
bzw. weniger abgeben wollen als
gefordert. Genau hier setzt er an: Gib
gerne, gib reichlich, gib ohne Berechnung.
Wir feiern in diesen Tagen das
Erntedankfest und sind eingeladen
wahrzunehmen, was uns alles geschenkt
ist, zu danken dafür, wie gut es uns geht,
zu spüren und zu schmecken, auf welche
Weise Gott uns Gaben zukommen lässt.
Zugleich sind wir aber auch eingeladen,
gerne zurückzugeben von dem Reichtum,
den wir geschenkt bekommen haben.
Und,
auch
daran
erinnert
der
Weisheitslehrer,
wie
schnell
wir
Menschen alles als selbstverständlich
nehmen. Es ist doch klar, dass wir jeden
Morgen aus einem warmen Bett
aufstehen, dass wir ausreichend und
gesund frühstücken können, dass es
weiter gute Mahlzeiten, einen guten
Tropfen Wein, Begegnung mit lieben
Menschen,
einen
Ausflug,
einen
Spaziergang gibt, dass uns in schweren
Zeiten wichtige Menschen zur Seite
stehen, wir Hilfe erfahren und wir einen
Gott haben, der uns in unserem Leben
durch Höhen und Tiefen begleitet, und
und …und…
Der Weisheitslehrer stößt uns nun darauf,
dass wir das alles nicht aus uns heraus
haben, sondern dass da ein anderer
dahintersteckt. Und darum gilt, nicht nur
einmal im Jahr Gott zu danken, sondern
Tag für Tag. Das wir das als Grundhaltung
in uns zu haben oder in uns entwickeln,
das ist entscheidend. Einmal im Jahr kann
uns das Erntedankfest in besonderer
Weise
darauf
stoßen,
diesen
grundsätzlichen Dank nicht zu vergessen,
sondern besonders zum Ausdruck zu
bringen.
3
Angedacht
So ist es vielleicht genau das, was in
dieser Erntedankzeit angesagt ist:
reichlich und freigiebig Gott Dank zu
sagen, ihn zu loben für all das, was er uns
so wunderbar bereitet hat. Dann
können wir gar nicht anders, als von
dem ab- und weiterzugeben, was wir so
reichlich empfangen haben. Dann
können wir von unseren Gaben
weiterschenken.
Wir können unsere Begabungen und
Fähigkeiten in den Dienst der
Gemeinschaft stellen und zwar gern und
reichlich. Wir können anderen unsere
Zeit schenken, ein offenes Ohr, einen
Moment Aufmerksamkeit für die
Unbeachteten, kleine Zeichen der
Freundschaft, lauter Gaben, mit denen
wir nicht geizen müssen. Geben wir also
gern, reichlich und großzügig von dem
zurück, womit wir selbst so reich
beschenkt worden sind.
Wilfried Weniger
4
Zeitungsbericht
FeG Netphen spendet an Kindertageszentrum in Bulgarien
Erlös aus der Beteiligung beim Stadtfest wurde an die Auslandshilfe des BFeG übergeben
In den letzten Tagen war Dieter Happel, Leiter der Auslandshilfe im Bund Freier evangelischer Gemeinde (BFeG) in
Deutschland, zu Gast bei der Gemeindeleitung der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Netphen. Beim Stand der FeG
Netphen während des Stadtfestes „775 Jahre Netphen“ wurden neben vielen Kinderspiel-Aktionen auch Kaffee, Kuchen
und Crepés angeboten. Der dort eingenommene Erlös von 1.300,- Euro wurde nun durch die Gemeindeleitung (Berthold
Ginsberg, Volker Roth und Pastor Wilfried Weniger) an Dieter Happel mit einem Scheck überreicht. Das Geld kommt einem
Tagesförderzentrum für Kinder und Jugendliche in Bulgarien zugute. Dieter Happel bedankte sich sehr für diese große
Spende der „kleinen FeG Netphen“. Für die Gemeindeleitung war es eine große Freude die Arbeit in diesem
Kindertageszentrum unterstützen zu können.
In Bulgarien, so erläuterte Happel gegenüber der Gemeindeleitung, gibt es einen großen Bedarf für sozial-diakonische
Einrichtungen jeder Art. Dies gilt besonders in der sehr armen Bergregion im Südwesten des Landes. Aus der Sicht des
stellvertreten-den Bezirksgouverneurs in Blagoevgrad ist ein soziales Projekt für geistig und körperlich behinderte Kinder
dringend erforderlich. Da der Staat kein Geld für den Bau solcher Einrichtungen zur Verfügung stellen könnte, wandten sich
Bürgermeister und Stadtrat von Gotse Delchev in 2002 an die Auslandshilfe der Bundes Freier evangelischer Gemeinde in
Deutschland mit der Bitte, sich daher in diesem Bereich zu engagieren.
Am 1. November 2007 trafen im
Tagesförderzentrum
für behinderte Kinder und
Jugendliche in Gotse
Delchev die ersten Kinder ein.
Viel ist seit dieser Zeit
gewachsen, das Zentrum ist aus
dem Leben der
gesamten Region nicht mehr
wegzudenken.
Behinderte Menschen werden
mehr und mehr Teil
der Gesellschaft, sie lernen
während
der
Förderung, sich in ihrem Leben
zurechtzufinden.
Trotzdem bleibt der Bedarf an
Fördermöglichkeiten
enorm groß, auch über das
bisherige
Angebot
hinaus. Die Jugendlichen werden erwachsen, sie müssen das Zentrum verlassen und sind dann oft wieder mit ihrer
Behinderung allein. Das hat den Vorstand von „Zeichen der Liebe“ dazu bewogen, ein bereits in der Konzeption des
Förderzentrums enthaltenes zweites Modul, das „Tagesförderzentrum für behinderte Erwachsene“ auf den Weg zu bringen.
Die großzügige Immobilie bietet dazu durch einfache Umbau-maßnahmen in einem Trakt des Gebäudes kostengünstige
Möglichkeiten. Lediglich ein Treppenhaus mit Aufzug wurde angebaut. Dadurch ist das Gebäude barrierefrei geworden und
die Voraussetzung für eine sinnvolle Nutzung der Räume im Obergeschoss ist geschaffen. Am 28. Juni 2013 konnten wir
den neuen Bereich einweihen und am 01.07.2013 mit der neuen Dienstleistung starten.
Nun umfasst das Förderangebot zwei Bereiche: Dem Bereich der Frühförderung für behinderte Kinder von der Geburt
an bis zum 3. Lebensjahr mit den Förderangeboten: Motorik, Wahrnehmung, Sprache, Denken, Hören, Spielen, soziales
Training, Wassergymnastik, medizinische Versorgung, Hausbesuche. Und dem zweiten Bereich dem Tageszentrum für
behinderte Kinder und Jugendliche von 3 – 18 Jahre. Dieses Tageszentrum ist eine sonderpädagogische Einrichtung
und hat neben der Betreuungsaufgabe einen eigenständigen Erziehungs- und Bildungsauftrag. Dabei nimmt die lebenspraktische Förderung einen besonderen Zeitraum ein.
Mit der Weiterentwicklung dieser Einrichtung im Süden Bulgariens wurde der Region ein Zentrum für behinderte Menschen
zur Verfügung gestellt, das für ganz Bulgarien als Musterbeispiel gelten kann. Die Bürgermeister von Gotse Delchev und
den umliegenden Orten sind sehr dankbar für das Engagement der Freien evangelischen Gemeinden aus Deutschland und
haben uns sehr bei der zügigen Erweiterung geholfen. Weitere Information finden Sie unter www.auslandshilfe.feg.de .
5
Kinderseite
Fehlersuchbild
Kannst du die 10 Unterschiede zwischen den beiden Bildern entdecken?
6
Einladung
Kinder sind eine Gabe Gottes
Psalm 127,3
Für die Kinderbetreuung am Sonntagmorgen
brauchen wir dringend Verstärkung.
Infos bei Dorothee Büdenbender
Tel.: 02737/2167029
7
Pinnwand
Regelmäßige Veranstaltungen:
Sonntags: 10.30 Uhr Gottesdienst
Montags:
18 Uhr Rückenschule
20 Uhr Hauskreis Deuz
Dienstags: 20 Uhr Hauskreis Frohnhausen
Mittwochs: 20 Uhr Hauskreis Netphen
20 Uhr, jeden 2. im Monat
„Creativ und gut drauf“
20 Uhr, jeden 3. im Monat
Gebetsabend
Donnerstags: 19.30 Uhr Jugend
In den Ferien kann es zu Abweichungen
kommen.
Kontaktdaten- siehe Rückseite des
Gemeindebriefes.
Team Treffen
Donnerstag, 30.10.2014
Gemeindebriefteam
20.00 Uhr , Jenny Müller
Montag, 17.11.2014
Musikteam
20.00 Uhr
Mobile Musikschule
„Konzertmäuse“
Donnerstags
von 16.30 – 17.15h
mit Jael Wendt
Pinnwand
Mi, 12.11.
„Creatief und
gut drauf“
um 20.00 Uhr
Redaktionsschluss
Für die Ausgabe
Dezember 2014/ Januar2015
ist
Freitag, der 21. Nov. 2014
Gemeindeleben
"Stadtfest Netphen
775 Jahre Netphen, wenn das mal kein Grund zum Feiern war!
Und da die FeG selbst seit vielen Jahren fester Bestandteil der Stadt ist, durfte unsere
Beteiligung natürlich nicht fehlen.
Am Samstag hatten wir einen großen Stand an der
Festmeile. Es gab jede Menge Kuchen, Crêpes und
Popcorn. Außerdem konnten wir den vielen vorbeiziehenden Kindern einige Spiele
bieten.
10
Gemeindeleben
Nachdem wir am Samstag entgegen aller
Prognosen vom Wetter nicht enttäuscht
wurden, blickten einige dem Sonntag zu
Beginn ein wenig skeptisch entgegen.
Sollten an diesem Tag doch die Events
rund ums Gemeindehaus angeboten
werden, abseits des großen Geschehens.
Doch auch hier sorgte Gott für einen vollen
Erfolg. Ein großer Pfeil auf der Festmeile mit
dem Hinweis auf Kinderbespaßung sorgte für
riesigen Andrang beim Dosenwerfen, den
Elektroautos,
der
Rollenrutsche, der Hüpfburg
und all den anderen Spielen.
11
Gemeindeleben
Die Kinder konnten sich
austoben, während die
Großen ihren Kaffee
oder ein Crêpes
genießen konnten. Der
Teig für Letzteres war
schneller leer, als
geahnt. Und so, mit
leeren Teigschüsseln,
leeren Kuchenblechen
und einem mit Popcorn
übersäten Parkplatz,
ging auch der Sonntag zu Ende.
Ökumenischer Gottesdienst
Zu erleben, wie unsere doch kleine
Gemeinschaft gemeinsam etwas so Großes
bewältigt hat - das war wunderschön. Gott hat
die ganze Zeit seine Hand über uns gehalten,
das konnte man förmlich spüren. Toll, dass so
viele ihr Bestes gegeben haben, vielen Dank
dafür!"
Jenny Müller- Ginsberg
12
Doro
Kletterwald
Wart ihr schon einmal in einem Kletterwald?
Ich neulich zum ersten Mal und es hat mich sehr beeindruckt. Neben dem Muskelkater und den blauen Flecken,
die ich danach deutlich spürte, habe ich dort eine wichtige Erfahrung gemacht.
Doch ich will vorne anfangen. Im Rahmen eines Zeltlagers begleitete ich eine Kindergruppe zum Kletterwald
hier in der Nähe. Die meisten waren wie ich recht unerfahren in dieser Art von Kletterei und so schauten wir
erst einmal beeindruckt auf die hoch an den Bäumen angebrachten Kletterparcours und staunten über die über
uns fliegenden Menschen.
Als unsere Gruppe an die Reihe kam, wurde jeder mit dem benötigten Sicherungsmaterial ausgestattet,
welches aus miteinander verbundenen Sicherheitsgurten in der Art einer Hose und zwei Tragegurten besteht,
an deren Enden unsere Karabiner zum Einhaken in die Stahlseile angebracht waren. Auch ein Helm gehörte
für jeden dazu.
Nun folgte eine sehr genaue Einweisung zum Anlegen der Gurte und Bedienen der beiden Karabiner, die sich
zur Sicherheit nie gleichzeitig öffnen lassen. Schließen kann man beide gemeinsam. Um uns mit der
Handhabung der Verschlussmechanismen vertraut zu machen, wurden wir dann auf eine Übungsstrecke
geführt, die etwa 1,50 m über dem Boden beginnt und an der sich jeder relativ schnell sicher fühlte und
zurechtfand. Jedem Kind, das klettern wollte, war ein Erwachsener zur Hilfe zugeteilt und so stiegen alle in
diesem System: ein Großer, ein Kleiner in den ersten Parcours ein. Im Nu hatten alle den Dreh mit Öffnen und
Schließen der Karabiner heraus, legten die leichte Kletterstrecke zurück und sausten an einer Seilbahn zum
Boden hinunter.
Dann ging es richtig los. Nacheinander stiegen wir über eine Leiter oder Strickleiter zu einer riesigen Plattform
auf, auf der sich nie mehr als fünf Kletterer gleichzeitig aufhalten dürfen. Von dort aus gehen drei Parcours ab,
zwei leichte und eine etwas schwererer.
Nun wurde es spannend.
Wir waren mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern in der Gruppe. Ich hatte die Führung bekommen und hakte
mich in das erste Seil ein. Da kam auch gleich die erste Schwierigkeit, bevor ich losgehen konnte, müsste ich
erstmal stehenbleiben und warten, bis die beiden Kletterer vor mir den Trail freimachten.
Auf jeder Kletterbahn darf sich nämlich nur ein Kletterer befinden, auf jeder kleinen Plattform an den Bäumen
immer nur zwei Personen.
So stand ich nun in luftiger Höhe und von hier oben sah das Ganze viel höher aus als noch eben von unten
betrachtet. Schon sank mir der Mut und ich überlegte, wieder hinunterzusteigen, aber neben mir standen zwei
aufgeregte Kinder, die darauf warteten, dass ich vorausginge und ihnen zeige, wie die Strecke zu bewältigen
ist. Auch konnte ich nicht an ihnen vorbei zurück zur Strickleiter gelangen. Es blieb mir also nichts anderes, als
stehenbleiben und warten, bis der erste Streckenabschnitt frei wurde. Endlich ging es los und gleich mit einem
großen Schritt von einer Plattform zur nächsten. Nirgendwo konnte man sich festhalten. Einzige Sicherung:
das Stahlseil über mir, an dem ich mit meinen Karabinern eingehakt war. Also los, der Schritt ins Ungewisse ich schaffte es, hinüber zu kommen und half dem Kind hinter mir, mir zu folgen.
Nun folgte ein relativ leichter Weg, es war eine Holzbrücke ohne Geländer bis zum nächsten Baum. Auch hier
merkte ich schnell, mein einziger Halt ist über mir, meine Haken, und das Stahlseil, an dem ich hänge. Ich merkte,
ich muss mich viel weniger auf meine Füße verlassen und auf einen sicheren Stand, als auf die Gurte, in die ich
mich richtig hineinhängen musste, um vorwärts zu kommen. Beim nächsten Baum angelangt, konnte ich erst
mal aufatmen. Die Ruhepausen zwischen den einzelnen Schikanen waren nötig, um sich zu sammeln und zu
erholen. Auch merkten wir schnell, auf den Strecken kann keiner dem anderen helfen. Jeder muss sich
13
Doro
selbst zum nächsten Baum durchkämpfen, wo einen vielleicht einer in Empfang nimmt und die Großen den
Kleinen beim Umhaken ins nächste Seil behilflich sein kann. Auf dem Weg über dem Nichts ist jeder alleine
und muss Vertrauen in seine Gurte aufbringen, um den Schritt zum nächsten Baum zu starten.
Weiter ging es durch ein Spinnennetz aus Seilen, das schafften wir alle locker. Der Blick nach vorne zeigte, es
folgte eine Hängebrücke, bei der jemand an der einen oder anderen Stelle die Stufen "zerbrochen" hatte. Hier
musste man in den Zwischenräumen zwischen den Brettern das Sicherungsseil am Rand mit als Weg
benutzen. Wie ein Seiltänzer, mit quer gestellten Füssen, konnte man den Abstand zwischen den beiden
Stufen überwinden. Zwischendurch gab es drei, von oben herabhängende Seile, die ein bisschen zusätzlichen
Halt boten. Am Anfang kam ich noch ganz gut voran, zwei Drittel der Strecke hatte ich bereits geschafft, nun
galt es noch über das letzte Hindernis mit Lücke zwischen den Stufen zum nächsten Baum aufzusteigen. Das
Problem an Hängebrücken ist ja nun mal, dass sie durchhängen. Wo man am Anfang nach unten losläuft, muss
man am Ende wieder nach oben aufsteigen.
Da passierte es, ich rutschte ab und fiel zwischen die Stufen, hing an meinen Gurten und mit einer Hand noch
an dem Seil hinter mir. Da saß ich nun auf einer Stufe vor der Lücke und konnte nicht vor und zurück.
Ich will hier runter, war mein erster Gedanke und das sagte ich auch den Helfern am Boden. "Ich kann nicht
weiter, bitte, holt mich hier runter!"
Doch die Helfer machten mir Mut, ich solle nochmal versuchen aufzustehen und selbst die letzten Schritte zum
Baum hinauf zu machen. Ich musste mich entscheiden - ich kam nicht hoch, indem ich mich an dem Seil hinter
mir festhielt - es zog mich zurück und nach unten, ich konnte nur aufstehen, indem ich das Seil losließ und
mich mit meinen Gurten nach vorne hochzog, ich atmete durch, ließ los, kam auf die Füße und schaffte die
letzten Schritte nach oben zum rettenden Baum. Mir zitterten die Knie, aber ich hatte es geschafft.
Dem nachfolgenden Kind konnte ich meine Hand reichen, als es bei der gleichen Schikane hing und zu mir
herüberziehen.
Nun wieder weiter, eine Seilbahnstrecke in luftiger Höhe von einen Baum zum anderen. Nun sollte ich ganz in
der Luft hängen, nur an meinen Gurten eingehakt am Seil und fünf Meter bis zum Boden unter mir. Ich holte
erneut tief Luft, ging, wie bei der Einführung gelernt in die Knie, hängte mich ans Seil und stieß mich ab. Es
war toll! Ich sauste mit einem Jubelschrei von einem Baum zum nächsten. Das war nach der Überwindung des
Fallenlassens ganz leicht.
So machten wir uns gegenseitig Mut. Wenn wir uns auch nicht helfen konnten, sprach einer dem Anderen doch
immer Mut zu und zog oder schob ihn damit weiter. Jeder kleine Erfolg war ein Lob wert und für den, der es
geschafft hat, Ermutigung weiter zugehen.
Nun folgt noch eine Strecke über eine quer liegende Leiter und ein Hangelpfad durch zu X-sen
zusammengenagelte Balken, die an Seilen hängen und wir von einem X zum nächsten schwingen und uns
vorwärts arbeiten. Dann kam die Belohnung: die letzte Station führte wieder über eine Seilbahnstrecke. Jetzt
wusste ich ja schon wie es geht und vor allem, es ging zum sicheren Boden zurück, ich klinkte mich routiniert
ins Stahlseil sein und abwärts ging's im wahrsten Sinne des Wortes: wie im Fluge. Geschafft.
Dann brauchten wir alle eine Pause, stärkten uns mit einem Imbiss und Gesprächen. Alle hatten
unterschiedliche Anfängerstrecken ausprobiert und geschafft. Alle mussten davon berichten und für jeden war
klar: Ich will noch mehr!
Aber zunächst unterhielten sich alle über ihre Erfahrungen. Jeder hatte an der einen oder anderen Stelle
Schwierigkeiten gehabt, keiner hielt damit hinter dem Berg, jeder konnte zugeben, wo er strauchelte und war
froh und auch ein bisschen stolz, es trotzdem geschafft zu haben.
Merkt ihr was?
So ein Klettergarten ist wie im richtigen Leben
14
Doro
Mein einziger wirklicher Halt kommt immer von oben!
Egal, wo ich mich auch sonst festzuhalten versuche, mich wieder aufrichten und weitergehen kann ich nur,
wenn ich die vermeintlichen Sicherheiten verlasse und mich ganz an Jesus festmache. Mich vertrauensvoll an
ihn hänge und mich teilweise ganz von ihm tragen lasse. Dann kommt es auch schon mal zu freudigen
Jubelstrecken, wo es plötzlich ganz leicht und schwerelos geht.
Bei der nächsten Schikane merke ich schnell, "hallo" nicht vergessen, von oben Hilfe und Halt erwarten.
Schön ist es, wenn man dann in Atempausen gemeinsam über die überstandenen Schwierigkeiten sprechen
kann und offen zugibt, wo jeder sein Knacken hat, wo er immer hängt und nicht weiter kommt. Es ist keine
Schande sich zu öffnen und ehrlich zu sein. Einander die Wahrheit sagen schweißt zusammen und macht Mut.
Dass ich merke: Nicht nur ich bin der kleine, dumme Versager, der in der Brücke hing und nicht weiter kam.
Jeder braucht den Zuspruch, das Lob und die Hilfe der anderen um ihn herum, um wieder zum nächsten Baum
aufzusteigen. Und sich dann vertrauensvoll bei Jesus einzuklinken und ganz von ihm abhängig weiterzugehen.
Der nachfolgende Liedtext von Revolverheld könnte auch von Jesus
geschrieben sein:
Halt dich an mir fest, wenn dein Leben dich zerreißt,
Halt dich an mir fest, wenn du nicht mehr weiter weißt,
Ich kann dich verstehn.
Halt dich an mir fest, weil das alles ist was bleibt.
------------------------------------------------
Nun danket alle Gott
Nun danket alle Gott
mit Herzen, Mund und Händen,
der große Dinge tut
an uns und allen Enden.
Der uns von Mutterleib
und Kindesbeinen an
unzählig viel zu gut
bis hierher hat getan.
Der ewig reiche Gott
woll uns in unserm Leben
ein immer fröhlich Herz
und edlen Frieden geben.
Und uns in seiner Gnad
erhalten fort und fort,
und uns aus aller Not
erlösen hier und dort.
Lob, Ehr und Preis sei Gott,
dem Vater und dem Sohne
Und Gott, dem Heilgen Geist
im höchsten Himmelsthrone.
Ihm, dem dreieingen Gott,
wie es im Anfang war
und ist und bleiben wird
so jetzt und immerdar.
Text: Martin Rinkart 1586-1649
Musik: Johann Crüger 1598-166215
15
Kontakte
Pastor
Älteste
Wilfried Weniger
02752 – 7211; 02751 – 9200384
pastor@netphen.feg.de
Volker Roth, 02737 – 56 88,
volker.roth@netphendeuz.de
Ute und Berthold Ginsberg, 02378 – 43 45
uteginsberg@gmail,com
bertholdginsberg@gmail.com
Georg Knebel
Kindergottesdienst Dorothee Büdenbender, 02737 – 21 67 029
d.buedenbender@bash-tec.com
Jugend
David und Mareike Barth, 02737 – 507 9998
Davidbarth91@gmx.de, zubi1178@yahoo.de
Senioren
Ernst Schwedes, 02738 – 13 88
Musik
Jenny Müller-Ginsberg, 02737 – 20 93 95,
jennymuegi@gmail.com
Niklas Ginsberg, 02738 – 43 45,
niklasginsberg@gmail.com
Organisation
Volker Roth, s.o.
Gottesdienst
Technik
Jochen Barth, 02737 – 52 39, hjochenbarth@aol.com
Gottesdienst
Gebetstreff
Lothar Blum, s.u.
„Creatief“ und gut Uschi Barth, 02737 – 52 39, uschibarthdeuz@aol.com
drauf
Rückengymnastik
Ute Ginsberg, 02738 – 43 45, uteginsberg@gmail.com
Gemeindebrief
Jenny Müller-Ginsberg, s.o.
Homepage
Jenny Müller Ginsberg, s.o.
Hausmeister
Jörg Weingärtner, 02738 – 13 12, gospeljoerg@gmx.de
Hauskreis Netphen Bernd Meyer, 02738 – 23 58
Hauskreis
Berthold Ginsberg, s.o.
Frohnhausen
Hauskreis Deuz
Rainer Breitenbach, r.breitenbach@online.de
Lothar Blum, 0271 – 84 249, lotharblum@web.de
Hauskreis
Henning Müller, 02737 – 20 93 95,
Wilnsdorf
dr.henningmueller@gmail.com
Mareike Barth, s.o.
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Seele and Geist
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