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Hau ab oder spiel mit mir! Was will meine Katze - Haustier-Anzeiger

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Katzenallerlei
Von Katzenpsychologin Dr. Tjalda Saathoff
Hau ab oder spiel mit mir!
Was will meine Katze
eigentlich sagen?
Menschen aufmerksam auf Körpersprache und -haltung. Daraus
kann sie sehr genau einschätzen,
in welcher Stimmungslage sich ihr
Mensch gerade befindet, und entsprechend reagieren.
Das Wichtigste vorweg: Katzen
sind von Natur aus nicht sehr geschwätzig. Für einen Schleichjäger, der allein auf Beutefang geht,
ist lautes Gemaunze nicht gerade zweckdienlich. Und auch Katzen untereinander verständigen
sich nur selten über Laute. Katzen sind in ihrer ganzen Ausdrucksweise vor allem Pantomimen und Parfumeure.
Alles, was sie einer anderen Katze – und auch uns Menschen –
mitzuteilen haben, drücken sie
mit ihrem ganzen Körper aus: mit
Augen und Ohren, mit den Körperhaaren, mit jeder Bewegung
des Schwanzes und mit der ganzen Art, wie sie sich bewegen.
Und außerdem teilen sie sich über
Düfte mit.
Jede Katze spricht anders mit
ihrem Menschen
Doch weil Menschen gerne reden,
hat jede Hauskatze auch eine Sprache für ihren Menschen entwickelt,
die von Katze zu Katze sehr unterschiedlich sein kann. Der freilaufende Bauernkater wird sich
eher auf ein kurzes, einsilbiges
„Miau!” zur Begrüßung seines
Menschen beschränken, anders als
Foto: sxc.hu
eine Siamesin, die nur in der Wohnung gehalten wird. Diese Rasse
ist von Natur aus gesprächig und
hat meist im Zusammenleben mit
ihrem Halter ein umfangreiches
Repertoire von Miez- und Mauztönen entwickelt, das bestens geeignet ist, detailreich Auskunft
über ihre Wünsche und ihr Befinden zu geben. Zwar versteht unsere Hauskatze, mal abgesehen von
einigen Worten wie zum Beispiel
ihrem Namen, „Leckerli”, „Futter” oder „Komm, Miez, Miez”
nicht viel von dem, was wir ihr sagen, aber sie ist eine sehr gute Beobachterin und zieht daraus ihre
Schlüsse. Genau wie bei ihren Artgenossen achtet sie auch bei ihren
Wissenschaftlich betrachtet,
benutzt unsere Hauskatze zwei
Vokabularien:
• das Lautsystem, mit dem sich
Mutter und Nachwuchs verständigen, und
• das Vokabular der erwachsenen Katze, mit dem sie sexuelle Begierde, Wut und Angst zum
Ausdruck bringt.
Während die Wildkatze ihre Babysprache ablegt, behält die domestizierte Katze diese bei und variiert sie im Umgang mit uns Menschen bis zur Perfektion.
Hier die sieben wichtigsten
Sprachbotschaften unserer
Hauskatze
1. Ich bin zornig!
Klingt wie ein Jaulen und Kreischen. Ertönt, wenn zwei Katzen
oder Kater gegeneinander kämpfen. Diese an- und abschwellenden Schreie sind reiner Drohgesang und haben nie etwas mit
Sex zu tun, auch wenn dieser
„Katzenjammer” in der Brautzeit häufig zu hören ist.
2. Hau ab, ich habe Angst!
Die Katze spuckt und faucht. Sie
fühlt sich völlig in die Enge getrieben, kann aber nicht weg. Die
Laute sollen andere Tiere an das
Zischen von Giftschlangen erinnern und sie verschrecken. Knurren, Fauchen und Spucken werden von allen Tieren als Drohsignale verstanden. Auch Menschen gegenüber ist es eine ernst
zu nehmende Aufforderung, die
Distanz zu vergrößern und die
Katze in Ruhe zu lassen. Dieses
Signal ist oft schon die letzte War-
nung der Katze und sollte unverzüglich befolgt werden.
3. Ich werde gleich beißen!
Ein kaum hörbares „schnatterndes” Geräusch, das durch schnelles Klappern der Kiefer entsteht.
Es ertönt zum Beispiel, wenn die
Katze hinterm Fenster einen Vogel oder sonst ein unerreichbares Beutetier erblickt. Die Katze
benutzt diese Töne sonst nur,
wenn sie ihren Welpen Beute mitbringt.
4. Ich habe Schmerzen!
Ein unverkennbares Quäken und
Kreischen, das eine Fortentwicklung des Klagelautes von kleinen Kätzchen ist. Bei der erwachsenen Katze gilt es dem
Mutterersatz, dem Menschen,
denn erwachsene Katzen untereinander reagieren darauf nicht.
5. Spiel mit mir und beachte
mich!
Ein „Miau!”, das jeder Katzenhalter in den verschiedensten Variationen kennt. Dieser Klagelaut kommt aus der Babysprache und ist mal bettelnd, mal fordernd, mal mitleiderregend und
meistens sehr wirkungsvoll. Es
hängt sehr von der Situation ab,
was genau die Katze ihrem Menschen damit sagen will. Mal ist
es die Aufforderung, den Katzennapf zu füllen, mal steht sie
vor der Tür und will raus oder
rein, mal ist es eine Aufforderung zum Spiel. „Miau!” kann
auch eine freundliche Begrüßung
sein oder die Bitte: „Streichel
mich doch endlich!” Das Willkommens-Miau, vor allem, wenn
es ständig wiederholt wird, hat
auch mit dem Paarungsverhalten der Katzen zu tun. Läufige
Katzen werben mit diesem Laut
beinahe unaufhörlich um ihre
männlichen Verehrer.
6. Hallo, komm mit!
Ein sanfter, leiser Zwitscherton,
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Katzenallerlei
Wenn Sie mehr darüber wissen möchten
wie Katzen kommunizieren empfehle ich
Ihnen mein Buch Katzensprache – Eine
Übersetzungshilfe für Katzenfreunde
ISBN 978-3-942327-00-8
aus der Reihe
«Die kleine Katzenbibliothek»
Preis: 7.90 im Buchhandel
oder direkt und ohne Versandkosten über
info@doktorcat.de
Mit diesem 40seitigen Schnellkurs möchte ich allen Tierfreunden helfen, die Hauskatze in ihrer Ausdrucks- und Verhaltensvielfalt besser zu verstehen.
mit dem die Mutter ihre Kitten
zu sich ruft. Auch bei der Liebeswerbung gurren Kater und
Kätzinnen so um die Wette. Viele Hauskatzen benutzen diesen
Trillerton gerne zur Begrüßung
ihrer Menschen.
7. Ich bin friedlich gestimmt!
Das berühmte Schnurren ist ein
für alle Katzen typisches Geräusch. Ihr Mund ist dabei geschlossen, und sie gibt tiefe Kehl-
kopflaute von sich. Meistens bedeutet es, dass die Katze freundlich gestimmt und nicht angriffslustig ist. Unter Katzen heißt es:
„Hab keine Angst, alles in Ordnung, ich tu dir nichts!” Aber
ganz enträtselt ist die Bedeutung
des Schnurrens noch nicht.
Und weil Katzen ja Menschen gegenüber ihre Babysprache beibehalten, zeigen sie uns damit, dass
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an seilange und viel Freude
nem Stubentiger hat.
wir für sie verantwortlich sind und
uns um sie kümmern sollen.
Wichtig: Nicht jede Katze, die
schnurrt, wenn man sie streichelt,
tut das vor Wohlbehagen. Es kann
auch zur Beruhigung sein. Schnurren ist nur dann ein Wohlfühllaut,
wenn auch die Körperhaltung der
Katze ganz entspannt ist. Weniger bekannt ist, dass viele Katzen
auch bei Unsicherheit, Angst,
Schmerz, schweren Erkrankungen
und sogar kurz vor dem Tod
schnurren. Manche schnurren, um
sich selbst zu beruhigen.
CHECKLISTE
zum sicheren Katzenkauf
Was man beim Kauf einer Katze beachten sollte
Allgemein zum Kauf einer Katze:
• Lassen Sie sich Zeit bei der Suche nach dem richtigen Kätzchen.
• Besuchen Sie mehrere Verkäufer.
• Bei einem Kauf einer Katze z. B. an osteuropäischen Grenzen ist extreme Vorsicht geboten. Die Katzen werden billig
angeboten, aber meistens sind diese Katzen nicht geimpft und krank (daher sollte man hier auch genau auf die Tipps
achten, die hier zum allgemeinen Kauf einer Katze gegeben werden).
• Keine Katze aus Mitleid kaufen. Sie unterstützen damit nur die unseriösen Verkäufer.
• Gestatten Sie auch dem Verkäufer einige kritische Fragen zum zukünftigen Zuhause seiner Katze.
• Eine Katze sollte nie vor der 12. Lebenswoche abgegeben werden.
• Sie sollte entwurmt und geimpft sein.
• Am besten lässt man sich den Impfpass zeigen.
• Man sollte den Verkäufer persönlich besuchen. So kann man sich ein Bild von der Gesamtsituation machen, wie und
wo die Katzen gehalten werden. Die Elterntiere sollten zu sehen sein.
• Sie sollten gesund und sauber sein (auch das Umfeld, in dem sie leben).
• Auch sollte man die Katze, die man kaufen will, einfach mal eine Zeit lang beobachten, ein Kätzchen ist in der Regel
immer aktiv (außer es schläft).
• Eine gesunde Katze hat glänzende Augen, sind die Augen nass oder gerötet, ist das kein gutes Zeichen.
• Die Nase sollte sauber und frei von Verkrustungen sein.
• Die Ohren sollten auch sauber sein und nicht riechen (Krusten im Ohr deuten auf Milben hin).
• Der After sollte nicht gerötet sein (also kein Durchfall).
• Ein gesundes Fell glänzt meist.
• Flohbefall sieht man am besten am Flohkot (kleine schwarze Krümel im Fell).
• Wenn man beim Streicheln auffällig alle Rippen fühlt, kann die Katze unterernährt sein.
• Immer einen Kaufvertrag machen.
Kauft man sich eine Rassekatze, so sind einige wichtige Punkte zu beachten:
Foto: Sarah Lau
www.coloured-arabians.com
• Am besten wendet man sich an einen seriösen Züchter, der Züchter gehört bestenfalls einem Verein an.
• Dazu sollte die Katze immer mit dem Stammbaum, aktuellem Gesundheitszeugnis und Impfpass abgegeben werden.
• Eine Zuchtkatze und ihre Kitten werden nicht im Keller oder in anderen Verschlägen gehalten.
• Seriöse Züchter achten darauf, dass die Wurfpausen eingehalten werden.
• Ein seriöser Züchter wird Ihnen gern alle Ihre Fragen beantworten und auch später mit Rat und Tat zur Seite stehen.
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Seele and Geist
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