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Erkältungswelle – Was tun? - MDR

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I n f o r m a t i o n s m a t e r i a l
v o m
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Erkältungswelle – Was tun?
Bis zu fünf Mal im Jahr erwischt uns eine Erkältung. Die Nase läuft, der Hals kratzt, die
Augen tränen. Das ist nervig. Aber Hand aufs Herz, so ein bisschen Schnupfen ist kein
Grund zu Hause zu bleiben, oder? Eine Studie der Bundesanstalt für Arbeit bestätigt,
jeder zweite Deutsche geht trotz Erkältung zur Arbeit.
In der Erkältungszeit versucht jeder dritte
Deutsche mit rezeptfreien Medikamenten
oder Nahrungsergänzungsmitteln sein Immunsystem auf Trab zu halten. Jährlich
werden für Vitamin C, Zink & Co. etwa 900
Millionen Euro ausgegeben. Doch taugen
diese Mittel wirklich etwas, um gegen Husten, Schnupfen, Heiserkeit vorzubeugen?
Was hilft zum Beispiel das viel gerühmte
Vitamin C? Fragen wir einen Experten.
Pharma-Kritiker Professor Gerd Glaeske
kämpft seit Jahrzehnten gegen wirkungslose
Medikamente. Was meint er zur VitaminExtraportion? „Vitamin C macht zusätzlich
überhaupt keinen Sinn. Wir alle brauchen
Vitamin C. Wir brauchen etwa 80 Milligramm täglich, manche auch mehr, wenn
sie Raucherinnen und Raucher sind. Aber
wir brauchen es nicht aus therapeutischen
Gründen. Und schon lange nicht aus vorbeugenden Gründen.“ Mehr Vitamin C
heißt eben nicht mehr Schutz gegen Erkältungen. Bei einer Überdosierung drohen
sogar Nierensteine. Besonders gefährdet
sind Männer. Schützt vielleicht Zink in Tablettenform vor Erkältungen? „Für die vorbeugende Wirkung von Zink haben wir nur
ganz, ganz wenige Studien gefunden, die
auch aus meiner Sicht nicht sehr verlässlich
sind. Insofern ergibt sich für mich überhaupt
keine Begründung dafür, Zink vorbeugend
zu nehmen“, so Glaeske. Und was ist mit
Angocin? Das pflanzliche Arzneimittel mit
Senfölen aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel, soll die Abwehrkräfte stärken.
Das Medikament ist das meistverkaufte
pflanzliche Präparat gegen Erkältungen. Der
Pharmakologe Professor Gerd Glaeske
schätzt ein: „Wir haben auch da die Studien
angeschaut und haben gesehen, dass die
Vorbeugung mit Angocin eigentlich wenig
Sinn macht. Die Unterschiede zwischen Placebo auf der einen Seite und Angocin auf
der anderen Seite waren denkbar gering,
und daraus lässt sich keine Empfehlung ableiten.“ Letzter Versuch: Echinacea. Der
Wirkstoff ist ein Extrakt aus dem Sonnenhut. Auch hier wird eine Steigerung der
körpereigenen Immunabwehr versprochen.
Der Pharmakologe mahnt zur Vorsicht: „Wir
dürfen nicht vergessen, es ist ein Korbblütler. Und viele Menschen reagieren auf solche Pflanzen allergisch. Insofern kann es
auch gar nicht erstaunen, dass wir viele,
viele Berichte haben über allergische Erscheinungen, über allergische Reaktionen,
vielfach auch lebensbedrohliche allergische
Reaktionen. Ich würde es nicht empfehlen
als vorbeugendes Mittel. Manche nehmen
es, aber dann bitte sehr genau die Risiken
beachten.“ Was statt Medikamenten wirklich hilft: Bewegung an der frischen Luft.
Das sagen Forscher aus Seattle. Gut trainiert
kann uns ein Erkältungserreger viel schwerer
ausbremsen. Das Krankheitsrisiko sinkt um
50 Prozent.
Die Krankmacher – Viren und Bakterien
Ein Schnupfen mit all seinen Symptomen
wie verstopfte Nase, Kopfschmerzen und
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Fieber wird meist durch Viren ausgelöst. Bei
einem einzigen Niesen werden ungefähr
eine Million Viren verteilt. Etwa 200 verschiedene Arten kommen dafür in Betracht.
Doch was sind überhaupt Viren? Zunächst
mal sind sie unglaublich klein. Viel kleiner
als alles, was wir mit bloßem Auge sehen
können. Viren sind noch ungefähr 100 Mal
kleiner als Bakterien. Ob sie überhaupt Lebewesen sind, ist umstritten. Der Mikrobiologe Dr. Ulrich Arnold vom Uniklinikum
Magdeburg erklärt: „Viren werden nach wie
vor nicht als echte Lebewesen angesehen.
Sie sind praktisch in einem Übergangsbereich angesiedelt zwischen toter und lebender Materie, weil sie sich zwar vermehren
können und natürlich auch müssen, aber
das nicht allein tun.“ Um sich zu vermehren,
brauchen Viren eine Wirtszelle. In sie schleusen sie ihre Erbinformation ein und bringen
die Zelle dazu, Tausende neue Viren zu pro-
duzieren, die dann Nachbarzellen angreifen.
Genau dieser Mechanismus macht uns
krank.
Infiziert sich der Mensch demgegenüber mit
Bakterien, läuft die Schädigung anders ab.
Bakterien haben nämlich anders als Viren
einen eigenen Stoffwechsel und können
sich durch Teilung selbst vermehren. Mikrobiologe Arnold erläutert: „Bakterien produzieren Giftstoffe, also Toxine. Diese sind
gegen bestimmte Zellen oder bestimmte
Zellbestandteile gerichtet und zerstören
diese.“ Unser Immunsystem reagiert auf die
Infektion durch Viren und Bakterien auf
ähnliche Weise – mit einer Entzündung.
Diese Abwehrreaktion führt zu Krankheitszeichen wie erhöhte Temperatur, Schwellungen oder Schmerzen. Antibiotika töten
lediglich Bakterien ab. Gegen Viren sind
diese Arzneien machtlos.
Die Ansteckungskette
Ein Experiment mit Schwarzlicht kann zeigen, wie sich Krankheitserreger innerhalb einer Stunde
auf einer kleinen abendlichen Feier ausbreiten. Der Gastgeber wird für den Versuch unterhalb
der Nase mit einer unsichtbaren Farbe eingecremt. Und dann geht es los. Die ahnungslosen Gäste kommen und begrüßen ihn. Hände werden geschüttelt, Umarmungen und Wangenküsschen
verteilt. Man prostet sich zu, greift in die Schalen mit Knabbereien, bedient sich am Buffet. Nach
einer Stunde dann die Auflösung des Versuchs. Mit einem speziellen UV-Licht oder auch
Schwarzlicht genannt, werden Gäste und Raum angestrahlt. Mit erschreckendem Ergebnis. Die
unsichtbare Farbe, die eigentlich nur unter der Nase des Gastgebers aufgetragen wurde, ist nun
sichtbar und das quasi überall! In den Gesichtern und an den Händen der Leute, auf den Erdnüssen, an Weingläsern, auf den Speisen des Buffets leuchtet die Testflüssigkeit! Dass sich
Krankheitserreger allein in nur einer Stunde derart ausbreiten, verblüfft alle, ist aber nicht verwunderlich. Untersuchungen an Studenten haben erwiesen, dass sich der Mensch alle vier Minuten einmal ins Gesicht fasst, Mund, Nase oder Augen berührt. Fazit, wer einen schlimmen Infekt
durchmacht, sollte zum Wohle der Kollegen lieber ein paar Tage zu Hause bleiben.
Bester Schutz ist Händewaschen
Berührt man mit den Händen das Gesicht,
können die Erreger über die Schleimhäute
von Mund, Nase, oder Augen in den Körper
eindringen und eine Infektion auslösen.
Händewaschen unterbricht diesen Übertragungsweg. Wann sollte man waschen? Die
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung rät hierzu:
-wenn man von draußen kommt
-nach dem Toilettengang
-nach dem Windeln wechseln beim Kind
-nach dem Naseputzen, Husten oder Niesen
-vor der Zubereitung von Speisen
-vor den Mahlzeiten
-nach Kontakt mit Abfällen
-vor dem Hantieren mit Medikamenten und
Kosmetika
-nach dem Kontakt mit Tieren oder Tierfutter
-vor und nach dem Kontakt mit Kranken
-vor und nach Behandlung von Wunden
Um die Hände gründlich von Keimen zu
säubern, sollte man einen bestimmten Ablauf einhalten. Grundsätzlich gilt, die Prozedur sollte mindestens 20 bis 30 Sekunden
dauern. Dazu zunächst die Hände unter
fließendem Wasser abspülen. Dann gründlich einseifen und dabei Handinnenflächen,
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Handrücken, Fingerspitzen, Fingerzwischenräume, Daumen und Fingernägel einbeziehen. Übrigens, Flüssigseife ist hygienischer
als ein Seifenstück. Dann den Schaum
gründlich abspülen und möglichst Hände
gründlich abtrocken. Wechseln sie die
Handtücher regelmäßig aus und waschen
sie diese immer bei 60 Grad.
http://www.infektionsschutz.de/haendewasc
hen/haendehygiene/
Antibiotika bei Erkältung nutzlos
Eine kürzlich veröffentlichte Studie der
Krankenkasse DAK-Gesundheit bestätigt
erneut, die Deutschen nehmen nach wie vor
zu viele Antibiotika. Demnach sind fast 30
Prozent der Verschreibungen im letzten Jahr
in Bezug auf die Diagnose fragwürdig. Die
Folge der großzügigen Verordnungen der
letzten Jahrzehnte ist, dass immer mehr
Bakterien gegen die Mittel unempfindlich
werden. Diese sogenannten resistenten
Keime bilden ein wachsendes Problem in
Krankenhäusern, Arztpraxen und Altenheimen. Wer sich mit diesen Bakterien ansteckt, dem können die meisten Antibiotika
kaum oder gar nicht mehr helfen. Als letztes
Mittel stehen dann nur noch wenige Reserveantibiotika zur Verfügung, aber auch
nicht in allen Fällen. Ursache für die Ausbildung von multiresistenten Keimen ist aber
nicht nur die übermäßige Verschreibung
beim Menschen, sondern auch der Einsatz
von Antibiotika in der Tiermast.
Antibiotika aus Pflanzen
Forscher aus Heidelberg plädieren dafür,
Alternativen zu herkömmlichen Antibiotika
zu nutzen. Und davon gibt es jede Menge in
der Natur. Pflanzliche Antibiotika können
zum Teil sogar mehr als die synthetisch hergestellten. Denn auch Pflanzen müssen sich
gegen Bakterien wehren. Seit zig Millionen
Jahren tun sie das, ohne bei den Erregern
Resistenzen hervorzurufen. Denn Pflanzen
arbeiten mit einem effektiven Gemisch aus
vielen verschiedenen antibakteriellen Stoffen. Sie brauchen diese Schutzstoffe vor
allem, wenn Fressfeinde Wunden hinterlassen. Ohne die Abwehrstoffe würden Infektionen drohen. Pflanzliche Antibiotika hätten auch für den Menschen Vorteile. Einer
der wichtigsten – sie verursachen weniger
Nebenwirkungen. Herkömmliche Antibiotika
greifen zum Beispiel oft unsere Darmflora
an. Diese Nebenwirkung findet man bei
pflanzlichen Antibiotika in der Regel nicht.
Sie werden im oberen Darm resorbiert und
es kommt nicht zu derartigen Symptomen.
Viele Lieferanten wirkungsvoller Schutzstoffe kennen wir bereits aus Küche und Garten. Wegen der aromatischen Inhaltsstoffe
sind viele dieser Gewächse als Gewürze
oder als Tees beliebt. Oder finden Anwendung in der Naturheilkunde. Am stärksten
wirken die ätherischen Öle der Pflanzen
gegen die Mikroben. Rettich und Senf zum
Beispiel bekämpfen Erreger in Atem- und
Harnwegen. Dabei wehren sie nicht nur
Bakterien ab. Ein wesentlicher Vorteil des
Einsatzes von pflanzlichen Antibiotika ist,
dass viele von diesen Substanzen auch gegen Viren wirken. Die klassischen Antibiotika tun das nicht. Studien haben gezeigt: Die
ätherischen Öle von Oregano und Thymian
wirken besonders in der Lunge und im Verdauungssystem. Kamille und Salbei bekämpfen Bakterien im Mund- und Rachenraum.
Allerdings: Pflanzen sind Naturprodukte. Die
Inhaltsstoffe sind je nach Standort unterschiedlich konzentriert. Verlässliche Wirkung
bieten nur fertige Medikamente aus diesen
Pflanzen. Völlig verdrängen werden pflanzliche Schutzstoffe die herkömmlichen Antibiotika nicht. Bei gefährlichen Infektionen sind
sie weiter unverzichtbar. Bei leichten Infekten aber können die Substanzen aus den
Pflanzen schützen und heilen. Und das, ohne weitere Bakterien mit Resistenzen gegen
Antibiotika zu erzeugen.
Gesunder Weg zur freien Nase
Dicke Nase, zäher Schleim. Mit dieser Barrikade will der Körper uns vor noch mehr
Viren schützen. Sind Nasensprays dann
überhaupt eine gute Idee? Experten mahnen zur Vorsicht. Abschwellende Nasensprays oder -tropfen sollte man immer nur
dann nehmen, wenn die Nase extrem zu ist,
wenn man keine Luft mehr durch die Nase
bekommt und sich zusehends Kopfschmerzen oder ein Druckgefühl über den Nebenhöhlen einstellen. Denn das sind Hinweise
darauf, dass die Belüftung schlecht ist und
das kann zu einer Nebenhöhlenentzündung
führen. Besondere Vorsicht bei Mitteln die
den Wirkstoff Xylometazolin enthalten. Solche Tropfen oder Sprays sollte man nicht
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länger als 5 bis 7 Tage nehmen, weil sonst
die Nase süchtig wird und immer mehr will.
Zudem kann es zu einer sehr trockenen Nase kommen. Feine Risse bilden sich und bilden Eintrittspforten für weitere Infektionen.
Zum Befeuchten der Schleimhäute bieten
sich Meerwassersprays an. Ebenfalls wirksam
sind
einfache
WasserdampfInhalationen, eine Nasendusche oder ein
Nasenöl. Auch beim Naseputzen kann man
einiges falsch machen. Am besten sollte
man ein Nasenloch zuhalten und erst dann
leicht schnauben. Zu viel Druck presst den
störenden Schleim in die Nasennebenhöhlen
und kann auch dort Entzündungen auslösen. Und das tut dann wirklich weh. Was
sonst noch hilft, ist: Schlaf. Denn nur in Ruhe kann unser Immunsystem die Erkältungsviren bekämpfen und uns wieder gesund
machen.
Echte Grippe oder grippaler Infekt
Mediziner sagen, den Unterschied kann
man meist erspüren. Während sich eine
Erkältung eher schleichend anbahnt und
von Tag zu Tag schlimmer wird, fühlt man
sich im Falle einer Influenza plötzlich sehr
krank. Starke Kopfschmerzen, hohes Fieber,
Gliederschmerzen, trockener Husten und ein
allgemein sehr starkes Krankheitsgefühl
deuten auf eine Ansteckung mit Influenzaviren hin. Ob sie wirklich vorliegt, ist mit Sicherheit nur durch einen Labortest nachzuweisen, den der Arzt aber nur bei bestimmten Patienten durchführt. Gegen die „echte” Grippe gibt es einen zuverlässigen
Schutz: die Impfung. Wer geimpft ist,
schützt sich nicht nur selber, sondern vermeidet auch eine Ansteckung anderer. Die
Ständige Impfkommission am Robert-KochInstitut empfiehlt die Influenza-Impfung für:
Erwachsene mit chronischen Herz-KreislaufErkrankungen, chronischen Erkrankungen
der Atemwege, chronischen Nierenerkrankungen, Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes mellitus, Krankheiten des Abwehrsystems und des Blutes, sowie chronischen
neurologischen Erkrankungen. Auch Personen, die durch ihre Arbeit einer Infektion
ausgesetzt sind, zum Beispiel medizinisches
Personal und Mitarbeiter an Arbeitsplätzen
mit regem Publikumsverkehr, raten die Experten vorbeugend zur Impfung. Generell
sollten sich alle Personen über 60 Jahre,
Schwangere (gesunde Schwangere ab dem
2. Trimenon, Schwangere mit chronischen
Grundkrankheiten zu jedem Zeitpunkt der
Schwangerschaft nach kritischer Abwägung
von Risiko und Nutzen der Impfung) gegen
Influenza impfen lassen. Darüber hinaus
kann aber auch jeder andere von der Impfung profitieren. Impfwillige können sich
von ihrem Hausarzt beraten lassen.
Mit Hühnersuppe Erkältung bekämpfen
Bei Erkältungen tut eine heiße Hühnerbrühe
gut. Das ist unterdessen sogar wissenschaftlich erwiesen. An der Universität von
Nebraska fand man heraus, Hühnerbrühe
blockiert im Organismus bestimmte weiße
Blutkörperchen, sogenannte Neutrophile,
die für Entzündungsprozesse mitverantwortlich sind. Diese Neutrophile werden bei Virusinfektionen, so auch bei grippalen Infekten, in großen Mengen freigesetzt. Außerdem haben Forscher festgestellt, in der Brühe steckt der Eiweißstoff Cystein. Auch er
wirkt entzündungshemmend und außerdem
abschwellend auf die Schleimhäute.
Ein weiterer Inhaltsstoff ist Zink. Es ist an
den Eiweißbaustein Histidin gebunden.
Durch diese Verbindung kann der Körper
das bei Infekten wichtige Zink besser aufnehmen. Damit die wertvollen Stoffe bestmöglich in der Brühe landen, ist sanftes
Garen des Suppenhuhns wichtig. Ob nun
tiefgekühlt oder frisch vom Markt ist dabei
egal. Im kalten Sud sollte das Huhn aufgesetzt und langsam erhitzt werden. Sonst
gerinnt das Eiweiß, bevor es ausgezogen ist.
Wenn die Suppe kocht, muss die Temperatur herunter und das Ganze eineinhalb
Stunden ohne Deckel bei etwa 90 Grad
ziehen. Trübstoffe sollte man immer wieder
abschöpfen.
Feine Hühnersuppe mit frischen Kräutern und Chili-Sauerrahm
Rezept für 4 Personen
Zutaten
1 großes frisches Suppenhuhn
oder Poularde (möglichst Bioqualität)
2 Lorbeerblätter
2 Nelken
2 Wacholderbeeren
1 EL schwarzer Pfefferkörner
200 g Kartoffeln
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1 kleine Knolle Ingwer
80 g Möhren
80 g Schwarzwurzeln
80 g Knollensellerie
3 Gewürzgurken
100 ml Gewürzgurkenfond
100 g Sauerrahm (saure Sahne)
1 rote Chilischote
4El frisch gehackte Kräuter
Zubereitung
Das Huhn unter kaltem Wasser waschen,
vierteln und einem hohen Suppentopf geben. Mit zwei Liter kaltem Wasser bedecken. Lorbeerblätter, Nelken, Wacholderbeeren, Ingwer und Pfefferkörner hinzufügen. Das Huhn aufkochen und zwei Stunden leise köcheln lassen. Kartoffeln, Möhren
und Schwarzwurzeln waschen und schälen.
Sellerie schälen und putzen. Alles würfeln,
beziehungsweise klein schneiden. Gemüse
und Kartoffeln in den Topf geben und für
30 bis 45 Minuten mit dem Huhn köcheln
lassen. Huhn herausnehmen und die Haut
abziehen. Fleisch von den Knochen lösen.
Fleisch zurück in die Suppe geben. Gurken
fein würfeln. Gurken, Gurkenfond, Kräuter
in die Suppe rühren. Chilischoten fein ha-
cken und mit dem Sauerrahm verrühren. Die
Suppe in vorgewärmte Teller verteilen und
mit dem Chili- Sauerrahm anrichten.
Mit Ingwer gegen die Entzündung
Auch Ingwer kann bei Erkältungsbeschwerden Gutes tun. Die Wurzel aktiviert zum
Beispiel Wärmerezeptoren. Wer auf ein
Stückchen frische Knolle beißt, dem brennt
wegen der enthaltenen Scharfstoffe nicht
nur die Zunge. Auch die Wangen können
sich röten, die Nase läuft bei manchem und
eventuell durchblitzt ein Wärmegefühl den
Körper. Zudem wirken die Inhaltsstoffe des
Ingwers ähnlich wie Aspirin. Sie lindern
Kopf- und Gliederschmerzen und dämmen
Entzündungen ein. So lässt sich die heilsame
Wirkung einer Hühnersuppe noch steigern,
wenn man sie mit Ingwer kombiniert. Zu
empfehlen ist auch ein Ingwertee. Einfach
einige Stückchen Ingwer - je nachdem, ob
man es etwas schärfer oder weniger scharf
liebt, kann man die Menge individuell variieren - mit heißem Wasser überbrühen, ziehen lassen und trinken.
Gäste im Studio
Ingrid Dänschel, Allgemeinmedizinerin
Christian Henze, Koch
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Anschrift/ Thema der nächsten Sendung
MDR FERNSEHEN, Redaktion Wirtschaft und Ratgeber „Hauptsache Gesund“
Internet: www.mdr.de/hauptsache-gesund;
E-Mail: hauptsache-gesund@mdr.de
Thema der Sendung vom 27.11.2014: “Nur vergesslich oder schon dement?“
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