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Infos - TuS 1900 Eisern

EinbettenHerunterladen
5. Lateinamerikanische Tage
13. – 25.11. 2014 Leipzig
6. – 8.11. 2014 Halle
www.lateinamerikanische-tage.de
Umwelt
Friedenspolitik
Alexander Preuss/ Cletus Gregor Barié, Kolumbien/Deutschland, 2014,
Jorge Marzuca Venegas, Chile, Dok, 2012, 60’, OmeU
Las cruces de
Quillagua
Colegas Freunde
Tres mujeres
guerreras
Drei Kriegerinnen
Die Workshops werden auf Spanisch mit deutscher
Übersetzung durchgeführt.
Spanischkenntnisse sowie inhaltliche Vorkenntnisse
sind nicht erforderlich. Der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen unter info@sudaca.de
Zahlungsausfall Argentiniens:
Wie pleite ist das Land wirklich?
Workshopleiter: Diego Serra
Nach dem Staatsbankrott im Jahr 2001 war Argentini­
en auf einem guten Weg die Nachwehen der Finanz­
krise erfolgreich zu überwinden. Die lateinamerika­
nische Nation verhandelte unter der Regierung Néstor
Kirchner selbstbewusst mit privaten Gläubigern einen
Schuldenschnitt. Doch Mitte dieses Jahres wurde der
Staat von den Forderungen einiger Hedgefonds einge­
holt, die eine vollständige Rückzahlung der Schulden
gerichtlich erwirkten. In lateinamerikanischen und
europäischen Medien wird nun eine neue Staatspleite
heraufbeschworen. Doch wie ist die Lage in Argen­
tinien wirklich? Welche Konsequenzen kann ein mög­
licher argentinischer Präzedenzfall für die verschul­
deten südeuropäischen Staaten haben?
Der Workshopleiter Diego Serra diskutiert mit den
Teilnehmenden wie wirksam ein Schuldenschnitt mit
privaten oder staatlichen Gläubigern sein kann und
welche Auswirkungen die aktuellen Entwicklungen
in Argentinien auf Schuldenverhandlungen in Europa
und weltweit haben.
Freitag, 14.11. 16:00 – 18:00 Uhr
GWZ im Raum 4.116, Eintritt frei
Drei Frauen kämpfen jede auf ihre Art unermüdlich
für ein friedliches Kolumbien: Diana Avella aus Bogota
ist Kolumbiens bekannteste Hip-Hop Sängerin. Teresa
Castrillon hat in Puerto Berrio eine der ersten Orga­
nisationen für Gewaltopfer aufgebaut, sie gibt den
betroffenen Frauen Mut, ihren Schmerz öffentlich zu
machen. Yamili Ocampo, Pädagogin und Schauspiele­
rin, hat im Medellin der 90er Jahre den bewaffneten
Konflikt um Pablo Esobar miterlebt und sich ent­
schlossen mit Büchern dagegen anzugehen. Sie hat
mit einem Netz von Bibliotheken sichere und gewalt­
freie Orte in den Vororten der Stadt geschaffen.
Publikumsgespräch mit
den regisseuren
Am Samstag, 15.11., findet anschließend ein Publikums­
gespräch mit den Regisseuren Alexander Preuss und
Cletus Gregor Barié statt. Alexander Preuss arbeitet als
Kameramann, ­Autor und Produzent für Dokumentati­
onen, Reportagen und Features. Cletus Gregor Barié ist
Journalist sowie Berater für Entwicklungszusammen­
arbeit und in dieser Funktion seit mehr als vierzehn
Jahren tätig, u.a. in Kolumbien, Bolivien und Peru.
Sparpolitik in der Eurozone:
Kann Europa etwas von
Lateinamerika lernen?
Karl-Heine-Str. 83, 04229 Leipzig
www.cineding-leipzig.de
Schaubühne Lindenfels
Noch Besser Leben
Zazie Kino & Bar Halle
Kleine Ulrichstrasse 22
06108 Halle Saale
06. – 08.11. Halle
Schaubühne Lindenfels
06/Do
Zazie
Melaza 2012, 80’, OmU 19:00
Anagramas 2014, 83’, OmeU 21:00
07/fr
19:00
2012, 80’, OmU 21:00
Cineding
Karl-Liebknecht-Str. 46, 04275 Leipzig
www.cinematheque-leipzig.de
Für Schulklassen und Teilnehmergruppen an Spanischkursen
ab 7 Personen bieten wir Sonderpreise an. Bitte kontaktieren
Sie uns dazu mindestens eine Woche vor der Veranstaltung
unter info@sudaca.de
Merseburger Straße 25, 04229 Leipzig
2014, 83’, OmeU
21:00
13. – 25.11. leipzig
13/Do
Schaubühne Lindenfels
WORKSHOP
Globalisierung gerecht gestalten –
Das Kulturmanagement-Training 2015
18:00
Eröffnungsfilm
Tres mujeres guerreras 2014, 62’, Dok, OmU 19:15
Film + Gespräch
Labranza oculta 2010, 65’, Dok, OmeU 20:30
anschließend Gespräch mit Margarita Borja
Heli
2013, 105’, OmU
22:15
14/fr
GWZ
WORKSHOP
Zahlungsausfall Argentiniens:
Wie pleite ist das Land wirklich?
Noch Besser Leben / Eintritt 2 €/3,50 €
Kurzfilmnacht
2014, 62’, Dok, OmU
FÖRDERER
Gefördert von Engagement Global im Auftrag des
18:00
2013, 94’, OmU
2014, 82’, OmU
20:00
22:00
20/Do
die naTo
Melaza 2012, 80’, OmU Pescador 2011, 96’, OmU 20:00
22:00
Cineding
De Martes a Martes 2012, 98’, OmU 20:00
La corporación 2012, 92’, OmeU 22:00
16/s0
Schaubühne Lindenfels
Film + Frühstück
Anina 2013, 78’, OmU 11:00
2012,
60’,
Dok,
OmeU
Las cruces de Quillagua
18:00
Adelante 2013, 3’, OmeU 19:30
Anina 2013, 78’, OmU Una pistola en cada mano 2012, 95’, OmU 21:30
Cineding
Venimos de muy lejos 2012, 103’, Dok, OmeU 20:00
De Martes a Martes 2012, 98’, OmU 22:00
GWZ
21/FR
WORKSHOP
Sparpolitik in der Eurozone: Kann
Europa etwas von Lateinamerika lernen?
16:00
Cineding
Heli 2013, 105’, OmU 20:00
La corporación 2012, 92’, OmeU 22:00
17/m0
Schaubühne Lindenfels
Somos viento 2013, 36’, Dok, OmeU 19:00
Y me fui 2011, 46’, Dok, OmeU A la caza del rey 2007, 11’, OmeU 21:00
Labranza oculta 2010, 65’, Dok, OmeU Film + Referat
Estela 2008, 63’, Dok, OmeU 19:30
La corporación
2012, 92’, OmeU
Melaza 2012, 80’, OmU Praia do futuro 2013, 106’, OmU Noch Besser Leben / Eintritt 2 €/3,50 €
PARTNER
Corea 2013, 105’, OmU 19:30
Heli 2013, 105’, OmU De Martes a Martes 2012, 98’, OmU 22:00
die naTo
Feriado 2014, 82’, OmU Praia do futuro 2013, 106’, OmU 21:15
die naTo
Kurzfilmnacht
22/sa
Cineding
24/m0
Cineding
18/di
21:30
Colegas
Feriado
19:30
21:30
Schaubühne Lindenfels
Somos viento 2014, 62’, Dok, OmU 19:00
Y me fui 2011, 46’, Dok, OmeU Adelante 2013, 3’, OmeU 21:00
Una pistola en cada mano 2012, 95’, OmU 19/mi
die naTo
anschließend Referat von Christine Fischer
16:00
im jeweiligen Kino
15/sa
anschließend Publikumsgespräch mit den
Regisseuren Alexander Preuss und Cletus Gregor Barié
4€
Ab 6. Nov 6,50 €
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Uni Leipzig, Beethovenstr. 15,
04107 Leipzig
WORKSHOP
Globalisierung gerecht gestalten –
Das Kulturmanagement-Training 2015
Film + Gespräch
Tres mujeres guerreras 2014, 62’, Dok, OmU Anagramas
VVK bis 5.NOV
ausschließlich im Cineding und für
bestimmte Veranstaltungen
GWZ
08/sa
2014, 83’, OmeU
Bei Interesse komme zu unseren
Informations­veranstaltungen:
Globalisierung gerecht gestalten –
Das Kultur­management-Training 2015
Donnerstag, 13.11. 19:15 Uhr
oder Samstag, 15.11. 19:30 Uhr
jeweils in der Schaubühne Lindenfels
Der Workshop möchte dazu beitragen, ein besseres
Verständnis der derzeitigen Sparpolitik und Staatsver­
schuldung in den europäischen Staaten zu vermitteln.
Dabei wird auch auf die Argumente der Euroskeptiker
und der Gegner der Sparpolitik eingegangen. Es wer­
den in einem Vergleich historische Gemeinsamkeiten
und Unterschiede zwischen den Wirtschaftskrisen
in Argentinien und Ecuador sowie der derzeitigen
­Finanzkrise in den südeuropäischen Ländern heraus­
gearbeitet.
Karl-Heine-Str. 50, 04229 Leipzig
www.schaubuehne.com
Angebot für Klassen und Sprachschüler:
Anagramas
Du möchtest selbst Kulturveranstaltungen organisie­
ren und Know-how sammeln in der Finanzierung, Pro­
grammplanung, Werbung und Öffentlichkeitsarbeit?
Dann mach mit beim »Kulturmanagement-Training«
für junge Leute zwischen 16 und 25 Jahren. Erhalte
aus erster Hand nützliche Tipps vom Team der Latein­
amerikanischen Tage ­– und werde selbst aktiv! Das
Training findet in fünf Workshopteilen im ersten Halb­
jahr 2015 statt und ist kostenlos. Alle Teilnehmenden
erhalten eine Teil­nahmebescheinigung.
Mehr Informationen unter:
www.lateinamerikanische-tage.de
Workshopleiter: Diego Serra
Cinématheque in der naTo
OmU / OmeU/OmsU = Original mit dt. / engl. / span. Untertiteln
Zazie
Kultur und Entwicklung –
werde selbst aktiv!
Kulturmanagement-Training
Freitag, 21.11. 16:00 – 18:00 Uhr,
GWZ im Raum 4.116, Eintritt frei
PROGRAMM
2014, 82’, OmU
Erstmalig sind im brasilianischen Kino Schauspieler
mit Down-Syndrom in den Hauptrollen zu sehen. Die
Freunde Stalone, Aninha und Márcio leben in einem
Heim für Menschen mit Behinderung und träumen da­
von, das Meer zu sehen, einen Sänger zu heiraten oder
fliegen zu können. Eines Tages beschließen die drei,
ihre Träume endlich zu verwirklichen. Sie brechen
aus und machen sich in einem gestohlenen Auto auf
den Weg nach Buenos Aires. Mit einer Spielzeugwaffe
überfallen die Freunde die Shops auf den Landstraßen
und werden bald als gefährliche Verbrecher gesucht.
Das liebenswerte Roadmovie ist eine Hommage an
wahre Freundschaft, Freiheit und die Lust am Leben.
simonthon/photocase.com
WORKSHOPS
Feriado
Melaza
Marcelo Galvão, Brasilien, 2013, 94’, OmeU
Dok, 62’, OmU
Das Dorf Quillagua liegt in einer der trockensten Wüs­
ten der Welt, der Atacama-Wüste in Chile. An den
Ufern des Flusses Loa gelegen, bildete sich hier jedoch
eine Oase, in der Landwirtschaft und Viehzucht mög­
lich waren. In den 80er Jahren erwarben Minenkon­
zerne die Rechte am Wasser und verschmutzten den
Fluss. Seitdem verfällt das Dorf immer mehr und seine
Bevölkerung stirbt langsam aus. Die Dokumentation
zeigt die aktuelle Situation und die Geschichte eines
Ortes in einem der verlassensten Ecken der Welt.
Zazie
F
Ge ilm u
sp nd
rä
ch
2014, 62’, Dok, OmU
20:00
22:00
21:00
20:00
22:00
25/di
die naTo
Colegas 2013, 94’, OmU Pescador 2011, 96’, OmU 20:00
22:00
Impressum: Lateinamerikanische Tage
ein Projekt des Sudaca e.V.
www.lateinamerikanische-tage.de
Schnorrstraße 9 04229 Leipzig info@sudaca.de
Gestaltung: www.ungestalt.de
unterstützER
Fi
Vo lm u
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Menschenrechte
Alfredo Soderguit, Uruguay, 2013, 78’, OmU
Anina
Animationsfilm
Anina Yatay Salas, ein n
­ achdenkliches
Mädchen mit roten Haaren, mag ihren Namen gar
nicht. Jeder einzelne Teil davon ist ein Palindrom,
kann also vorwärts und rückwärts gelesen werden.
Damit ziehen ihre Mitschülerinnen sie auf, vor allem
Aninas erklärte Feindin Yisel. Als die Mädchen sich auf
dem Pausenhof prügeln, müssen beide zur strengen
Direktorin. Sie bekommen einen schwarzen versie­
gelten Briefumschlag überreicht, den sie eine Woche
lang nicht öffnen dürfen. Zusammen mit ihrer besten
Freundin schmiedet Anina allerhand Pläne, um im Vo­
raus an den Inhalt des Kuverts zu kommen. Allmäh­
lich erkennt Anina in Yisel eine Schicksals­genossin, die
sogar noch größere Probleme hat als sie selbst. Eine
zaghafte Annäherung beginnt.
Carlos Lechuga, Kuba, 2012, 80’, OmU
Melaza
Aldo und Monica sind ein
L­ iebespaar, das auf der Karibikinsel Kuba lebt und mit
dem, was es an spärlichem Einkommen erhält, durch­
kommen muss. Er arbeitet als Lehrer, sie ist in einer
stillgelegten Zuckerfabrik angestellt. Beide wohnen
in Melaza, einem abgeschiedenen Flecken Kubas, der
schon bessere Zeiten gesehen hat. Carlos Lechuga er­
zählt ihre Liebesgeschichte und betrachtet dabei mit
leisem Humor die Tücken des Lebens und wie die
Menschen in Kuba sie meistern. Einzigartige Dekors,
sorgsame Fotografie und ein Humor, der seine Kraft
aus der Situation bezieht, prägen diesen nachdenk­
lich-amüsanten Film, der uns eine starke Innenansicht
Kubas bietet.
Silvia Di Florio, Argentinien, 2008, Dok, 63’, OmeU
Estela
Estela de Carlotto war eine ­normale
Hausfrau mit vier Kindern, als 1977 während der Militär­
diktatur in Argentinien ihre Tochter Laura entführt wur­
de. Laura war zu diesem Zeitpunkt im dritten Monat
schwanger. Sie wurde verschleppt und brachte im Mili­
tärgefängnis ihr Kind zur Welt. 1978 wurde sie von den
Militärs ermordet. Der Film erzählt von dem Kampf Estela
de Carlottos um ihre Tochter und die Suche nach ihrem
Enkelkind. Estela war einer der Gründerinnen der Vereini­
gung „Abuelas de Plaza de Mayo“, die seit der Diktaturzeit
mit wöchentlichen Demonstrationen auf dem gleichna­
migen Platz die Wahrheit über den Verbleib ihrer Kinder
und Enkelkinder fordert.
Vortrag
Christine Fischer
Im Sommer dieses Jahres ist das Wunder geschehen:
­Estela de Carlotta hat nach 36 Jahren Suche Ihren ent­
Sonderprogramm Argentinien
führten Enkel wiedergefunden. Dieser wohnt heute in
Olavarría, 350 Kilometer südwestlich der Hauptstadt
­
in Zusammenarbeit mit den Argentinischen Filmtagen
­Buenos Aires. Christine Fischer wird über die Hintergrün­
de der ­
aktuellen Ereignisse berichten und einen Über­
blick geben über die Geschichte der „Abuelas de Plaza
de Mayo“. Christine Fischer hat in Leipzig und Granada
Hispanistik und Kultur­wissenschaften studiert und ist am
Grassi­museum für V
­ ölkerkunde in Leipzig tätig.
Amat Escalante, Mexiko/Frankreich/Deutschland, 2013, 105’, OmU
Heli
Fabián Forte, Argentinien, 2012, 92’, OmeU
La corporación
Felipe Mentor führt ein verdammt glückliches Leben.
Mit seinem Unternehmen geht es bergauf. Der Betrieb
steht kurz vor einem viel versprechenden Vertragsab­
schluss mit einer angesehenen Firma. Das Privatleben
des Fünfzigjährigen gleicht einem Traum. Seine um
Jahre jüngere Ehefrau Luz ist schön und voller Zu­
neigung für Felipe, dessen intimste Wünsche sie hin­
gebungsvoll erfüllt. Doch die Idylle ist erkauft – und
beginnt, sich zu zersetzen. Luz arbeitet für eine Firma,
die Sehnsüchte ihrer Klienten Wirklichkeit werden
lässt. Nach und nach tut sich eine düstere und gewalt­
volle Welt auf, in dessen Sog alle Beteiligten auf einen
dunklen Höhepunkt zusteuern.
Heli, ein junger Mann, der als Arbeiter
in einer Automobilfabrik seinen Lebensunterhalt ver­
dient, lebt mit seiner Familie am Rande einer Stadt
in Zentralmexiko. Seine Schwester Estela lernt den
jungen Polizeikadetten Beto kennen, der das Mäd­
chen gerne heiraten würde. Um diesem Ziel näher
zu kommen, entwendet Beto mehrere Päckchen mit
Kokain und versteckt sie auf dem Dach von Estelas
Familie – nicht ahnend, dass er sie und ihre Familie
damit ­einem gewaltigen Risiko aussetzt. Denn nicht
nur das Drogenkartell, sondern auch eine Sonderein­
heit der Polizei und das Militär sind offensichtlich in
die G
­ eschäfte mit den Drogen verwickelt und a
­ rbeiten
Hand in Hand. Die Folgen dieser Verwicklungen
­erschüttern Helis Leben und das seiner Familie. HELI
war der m
­ exikanische Oscar-Beitrag 2014.
Richard Piterbarg, Argentinien, 2012, Dok, 103’, OmeU
Migration
Venimos de
muy lejos
Dieser Film stellt uns eine Gruppe Theaterschaffender
des Stadtteils Catalinas Sur in Buenos Aires vor, die
an einem Stück über die Einwanderungsgeschichte
Argentiniens arbeitet. Die Gruppe erzählt in karneva­
lesker und folkloristischer Weise die Erlebnisse derer,
die im Zuge der großen Immigrationsflut die soziale
und kulturelle Geschichte Argentiniens wesentlich
prägten. Die Grenze zwischen Dokumentarfilm und
Fiktion löst sich schlagartig auf, Gegenwart und Ver­
gangenheit begegnen sich und zwischen Erinnerun­
gen, Liedern, Marionetten und historischen Kleidern
erzählen sie die Geschichten von Italienern, Galiciern
und Juden dreier Generationen.
Gustavo Fernández Triviño, Argentinien, 2012, 98’, OmU
De martes
a martes
Obwohl groß, kräftig und Hobby-Bodybuilder lässt
sich Fabrikarbeiter Juan von seinen Kollegen und
­seinem Chef schikanieren. Nach Feierabend träumt er
vom eigenen Fitness-Studio. Doch dafür fehlt ihm das
Kapital. Dann sieht er eines Nachts, wie die junge Ver­
käuferin, bei der er Tag für Tag einkauft, vergewaltigt
wird. Der Täter ist ein erfolgreicher Geschäftsmann,
der Juan zu seinem Traum verhelfen könnte... Faszi­
nierendes und einfühlsames Kino über Moral und
Ethik und die Frage, wo etwas seine Grenze haben
muss bzw. ob man immer „gut“ sein kann, wenn alles
gut werden soll.
Karim Aïnouz, Brasilien/Deutschland, 2013, 106’, OmU
Umwelt
Collectivo KoLibri, Mexico, 2013, Dok, 36’, OmU
Somos viento
wir sind der wind
Die Region Istmo de Tehuantepec im südlichen Me­
xiko gehört zu den windigsten der Welt. Seit 1994
wurden hier deshalb zahlreiche Windparks errichtet.
Während sie Entwicklung und Fortschritt verspre­
chen, schädigen sie das umliegende Gebiet. 2012
spitzte sich einer der vielen Konflikte zu. Mehrere
Gemeinden indigener Völker vereinten sich im Wi­
derstand gegen den geplanten Windpark San Dionisio
del Mar. Der Dokumentarfilm lässt die betroffenen
Bewohner zu Wort kommen und beschäftigt sich
kritisch mit der Rolle von Energie-Megaprojekten.
Dieser Film wird gemeinsam mit „Y me fui“ gezeigt.
Sonderprogramm Ecuador
Praia Do Futuro
Der 24-jährige Brasilianer und Rettungsschwimmer
Donato verliebt sich in den Deutschen Konrad. Er hat
Konrad im Meer vor Fortaleza am Praia do ­Futuro vor
dem Ertrinken gerettet und folgt ihm nach B
­erlin.
Weit entfernt vom Praia do Futuro schwankt er in der
­kalten, aber lebendigen Hauptstadt zwischen Orien­
tierungslosigkeit und Befreiung. Seine Reise für die
Liebe wird bald zu einer tieferen Suche nach seiner
eigenen Identität. Er bricht alle Kontakte nach Hause
ab. Jahre später wird Donato mit seiner Vergangenheit
konfrontiert. Sein jüngerer Bruder Ayrton steht vor der
Tür und will wissen, warum Donato, der immer sein
Held gewesen ist, ihn verlassen hat. „Praia do Futuro“
lief in diesem Jahr im Wettbewerb der Berlinale.
Präsentiert vom Filmklub der Universität Leipzig.
Diego Araujo, Ecuador/Norwegen, 2014, 82’, OmU
Feriado Holiday
Eher unwillig verbringt der 16-jährige Juan Pablo die
Ferien fernab in den Anden bei seinem Onkel, der mit
skandalösen Bankgeschäften viel Unheil angerich­
tet hat. Es ist das Jahr 1999, in dem nach einem Kor­
ruptionsskandal das ecuadorianische Bankensystem
­kollabiert. So oft es geht, entflieht der Junge dem auf­
geregten Chaos in der Familie. Dabei begegnet er dem
hübschen Juano aus dem nahegelegenen Ort und fühlt
sich von ihm seltsam angezogen. So jemand ist Juan
Pablo noch nie begegnet, und auch seine Gefühle für
ihn sind völlig neu. Ihre vorsichtige Annäherung eröff­
net Juan Pablo eine befreiende Weltsicht. „Feriado“ lief
2014 im Programm der Berlinale.
Melina Serber, Argentinien, 2013, 24’, OmeU
Kurzfilm
Sebastian Cordero, Ecuador, 2011, 96’, OmU
Migration
Corea
Was geschieht, wenn eine Gemeinschaft von einem
Teil der Welt migriert und an einem anderen ­ansässig
wird? Dieser Frage geht Melina Serber in ihrem Kurz­
film über die koreanische Community im Stadtteil
Flores in Buenos Aires nach. Sie beobachtet, filmt,
führt Interviews, schießt Fotos, kauft in koreanischen
Geschäften ein, besucht deren Kirchen, isst in ihren
Restaurants und knüpft Kontakte. Hierbei zeigt ihr
Film neben dem Alltag dieser Gemeinschaft auch
deren Probleme und die Schere zwischen Orient und
Okzident.
Pablo Conde, Argentinien, 2012, 3’, OmeU
Kurzfilm
Adelante
Vorwärts
In einer felsigen unbewohnten Welt rennt ein mensch­
liches Wesen mit dem einzigen Ziel, den Horizont
mit der Lichtquelle zu erreichen. Jedoch sieht er sich
plötzlich einem breiten Abgrund gegenüber, in den
er unweigerlich hinabstürzt. Am Boden der Schlucht,
mit gebrochenen Knochen und Gelenken, nimmt er
seine Kräfte zusammen und erklimmt die Spitze des
Abgrunds, um seinen Weg fortzusetzen.
Argentinien, 2014, Santiago Giralt, 83’, OmeU
Anagramas
Vera und Ariel, ein verheiratetes Paar aus der Mittel­
schicht mit drei Kindern, befinden sich in einer Ehe­
krise. Als Vera erfährt, dass sie erneut schwanger ist,
sucht sie eine Flucht aus der Ehe. Währenddessen lernt
ihr Mann Ariel in seinem Geschäft Simona k
­ ennen,
welche mit Nacho, einem Theaterregisseur liiert ist.
Die Beziehung von Simona und Nacho ist ebenfalls
schwierig – sie wünscht sich ein Kind, er schenkt da­
gegen nur dem Theater und seinen Schauspielerinnen
Aufmerksamkeit. Duilio, ein Schauspieler aus Nachos’
Stück beginnt wiederum eine Beziehung mit Esteban,
welcher ein Kind aus einer früheren Beziehung mit
­einer Frau hat. Die drei Paare begegnen sich, mischen
sich und tauschen einander aus wie die Buchstaben
eines Anagramms.
In Zusammenarbeit mit
Cesc Gay, Spanien, 2012, 95‘, OmU
Una pistola en
cada mano
Ein Freitag in
Barcelona
Dieser Film ist ein ironisches Porträt über acht Män­
ner von heute – rastlos, verwirrt und verloren, auf der
Suche nach einer neuen Identität. J. hat scheinbar
alles, eine tolle Familie, einen guten Job, leidet aber
dennoch an Depressionen und Phobien. E. ist nichts
geblieben – geschieden und ohne einen Cent wohnt
er wieder bei seiner Mutter. S. setzt seinen Sohn bei
seiner Exfrau ab und bringt in umständlichen Reden
den Mut auf, sie um eine zweite Chance zu bitten. G.
observiert gerade das Haus des Geliebten seiner Ehe­
frau, als er zufällig im Park auf L. trifft. P. ist auf eine
schnelle Nummer mit seiner Kollegin Mamen aus,
während Frau und Kind Zuhause auf ihn warten. Und
M. und A. erhalten von der jeweils anderen Ehefrau
eine ironische Lektion fürs Leben. Man mag sie lieben
oder hassen – diese acht Männer um die 40 kommen
einem irgendwie bekannt vor und fügen sich zu einem
amüsanten, emotionalen Mosaik: dem Geheimnis der
männlichen Identität. Der Film wird im Original mit
deutschen Untertiteln gezeigt.
Migration
Pescador
Fischer
Der dreißigjährige Blanquito lebt mit seiner Mutter
in dem kleinen Fischerdorf El Matal an der ecuadoria­­
nischen Küste. Er lässt sich lieber treiben, als sich um
seine Zukunft zu kümmern - einzig die schöne Lorna,
die mit einem reichen Städter zusammen ist, hat es
ihm angetan. Der unerwartete Fund einiger Päckchen
Kokain am Strand versetzt die Fischer in Aufregung,
die nun endlich eine Möglichkeit haben zu Geld zu
kommen. Der Drogen-Fund lässt auch Blanquito von
einem besseren Leben träumen. Gemeinsam mit L­ orna
beschließt er nach Guayaquil zu fahren, wo bis zu fünf
Mal mehr für ein Packet gezahlt wird. B
­ lanquito ahnt
da noch nicht, welche ungeahnte Wendung sein Leben
nun nehmen wird.
Gabriela Calvache, Ecuador, 2010, 65’, OmeU
Labranza
oculta
F
Ge ilm u
sp nd
rä
ch
Im Herzen der Anden erbaut, ist Quito die erste Stadt
überhaupt, die in die Liste des UNESCO-Weltkultur­
erbes aufgenommen wurde. Doch zwischen den
Mauern dieser außergewöhnlichen architektonischen
Schönheit verbirgt sich die tragische Geschichte e­ iner
enormen Zahl Indigener, die aus der ­
Anonymität
­heraus die wahren Erbauer und Restauratoren der um­
fangreichsten kolonialen Altstadt Südamerikas sind.
„Labranza oculta“ blickt ins Innere dieser z­wischen
den Mauern der Geschichte gefangenen indigenen
Bauarbeiter und erinnert daran, dass eben sie es
sind, die mit ihrem Schweiß das Bild Quitos bis heute
­prägen.
Publikumsgespräch
Margarita Borja
Am Donnerstag, 13.11., findet anschließend ein Pub­­
li­­kumsgespräch mit ­Margarita Borja statt. Sie wurde
in Quito geboren und arbeitet als Autorin sowie als
freie Journalistin für die ecuadorianische Zeitung­
„El Universo“.
Ernest Cañada, Nicaragua, Costa Rica, El Salvador, Honduras, Dok,
Melina Serber, Ecuador, Argentinien, 2007, 24’, OmsU
2011, 46‘, OmeU
Y me fui
Der Dokumentarfilm „Y me fui“ beleuchtet die
menschlichen, sozialen und umweltbezogenen ­Folgen
des wirtschaftlichen Wandels in Zentralamerika
­anhand der persönlichen Geschichten von Migranten,
deren Familien sowie Gemeinschaften aus Costa Rica,
El Salvador und Honduras.
Dieser Film wird gemeinsam mit „Somos viento“
­gezeigt.
Kurzfilm
A la caza
del rey
Mar del Plata 1993:Der Schachweltmeister ­
Garry
Kasparov wird zu einem internationalen Tunier
­
­eingeladen, auf dem er auch gegen einige unbekannte
Spieler antritt. Als die letzte Partie des Abends ansteht,
besiegt ihn der Argentinier Juan Carlos De las Heras.
Document
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Seele and Geist
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