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Erwachen Seite 4 Was bin ich? Seite 10 Der - bei ElfenauPark

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09
Magazin des ElfenauPark
Gepflegt wohnen bis ins hohe Alter
Mai/Juni 2008
Erwachen
Seite 4
Was bin ich?
Seite 10
Der Glotzer
Seite 20
Inhalte
Frau Maria Fankhauser,
geboren am 26. August 1919
Foto Titel 2008 und Rückseite 1946
Editorial
von Urs Hirschi
Seit 12. November 2001
im ElfenauPark wohnhaft.
3
Editorial
4
Thema
Erwachen
6
8
Wohnen im ElfenauPark
Abschied und Neubeginn
Maja Gerber – Aktivierungstherapeutin
10
Gesundheit & Pflege
Was bin ich?
12
Essen & Trinken
Ana-Lilia Javet – Leiterin Restaurant
14
16
18
Kultur & Manuelstiftung
Konzertkritiken
Voll Blüten steht der Pfirsichbaum
Konzertvorschau
20
26
28
30
31
Infos
Wichtiges & Unwichtiges
Daten & Termine
Kommen & Gehen
Impressum
Wichtige Telefonnummern
Liebe Bewohnerinnen und Bewohner
sehr geehrte Leserinnen und Leser
Täglich liest und hört man von Vandalismus. Die
Lust am Zerstören scheint immens zu sein. Wenn
die Medienmitteilungen stimmen, wüten die Chaoten Wochenende für Wochenende quer durch die
Schweiz und hinterlassen nicht nur zerstörte Autos, eingeschlagene Telefonkabinen und versprayte
Wände. Die Behörden scheinen ziemlich ratlos zu
sein, Ausgangssperren für Jugendliche und Alkoholverbote sollen es richten. Das kommende Sportgrossereignis wird zeigen, wie stark das Fairplay
nach dem Schlusspfiff gelebt wird.
Nach diesen wenig besinnlichen Zeilen möchte ich
es nicht unterlassen, Ihnen einen wunderschönen
Mai zu wünschen. Beim Spazieren in der Natur
kommt die Gefahr nicht mehr von Meister Petz,
sondern aus der Ecke der Eidgenössischen BiotechEthik-Kommission. Lassen Sie sich nicht erwischen
beim Blumenpflücken. Diese unmoralische Handlung könnte die Würde der Kreatur gefährden.
Ich wünsche Ihnen viel Vergnügen beim Lesen
des Magazins. Vorzugsweise in unserem schönen
Gartenrestaurant.
Eine ähnliche Form von mehr oder weniger subtiler Kreativität finden wir ab und zu sogar im ElfenauPark. Da werden kurzerhand Tischdekorationen, welche nicht genehm sind abgeändert oder
neu interpretiert, Protokolle an Anschlagbrettern
mit persönlichen oder politischen Kommentaren
ergänzt, Bewohnerversammlungen mit leisen, aber
dennoch hörbaren Schmährufen aufgelockert und
Mitteilungen in den Liften für die persönliche Kollektion gesammelt.
Ist es nicht toll, wie es auch bei uns „menschelt“!
2
Inhalte
ElfenauPark magazin
Editorial
3
Erwachen
von kutacsalzmann
Eine Tulpe ist eine Tulpe. Sie denkt
nichts über ihren Betrachter. Sie erwartet nicht gesehen oder verstanden zu werden. Sie hat keine Angst
vor Ablehnung und Schmerz. Sie
ist, was sie ist.
4
Thema
Wir dagegen betrachten vieles und
andere oft mit einem urteilenden
Blick, selbst wenn so manches Urteil
linde ausfallen mag, gar löblich, so
bleibt es ein Urteil, das distanziert
und einsam macht.
Unser eigenes Erwachen ist nicht
so selbstverständlich wie ein neuer
Morgen oder der erblühende Lenz,
es erfordert das Zurücklassen und
Ruhenlassen des Vergangenen und
den Verzicht auf die ewig entgleitende Hoffnung auf ein besseres
Morgen. Es ist die Entscheidung ein
Mensch zu sein unter Menschen, im
Wissen um das viele Verbindende
im Gegensatz zu dem wenigen Trennenden. Dennoch gänzlich einzigartig, folglich unvergleichlich.
Inzwischen ist unser Park wieder
aus seinem Winterschlaf erwacht,
spriesst uns entgegen und wendet
sich uns zu. Die ganze Kraft, Vielfalt
und Unbedarftheit des Natürlichen
wirkt unübersehbar. Und schon ein
kurzer Spaziergang mit offenen Augen und Sinnen vermag den Tag zu
retten.
Lassen Sie sich von den Tulpen
anstecken. Lassen Sie sich von der
erblühenden Pracht an die Hand
nehmen. Lassen sie sich von der
Schönheit der Natur lieben und zu
einem Leben verführen, das kein
Morgen kennt. Gehen Sie auf andere zu und lassen Sie sich von sich
selbst überraschen.
Und weil noch nie ein Mensch gehört hat, dass ein Grashalm zu ihm
sagte, du bist zu alt, nicht schön genug oder zu dumm um mit mir den
Moment zu teilen, lieben wir sie
und suchen sie – die Schönheit der
Natur, der Tiere und Pflanzen, die
ohne Absicht sich sind. In deren Gegenwart wir entspannen können.
Wir wüschen Ihnen
einen wundervollen Sommer –
kutacsalzmann
ElfenauPark magazin
Thema
5
Abschied und
Neubeginn
von Gabriela Wülser Friedrich, Heimleiterin
Abschied und …
Pensionierung von Frau Romy Rufi
… Neubeginn
Arbeitsbeginn von Frau Maja Gerber
Am 1. Januar 1986 hat Frau Romy Rufi Ihre Arbeit im
ElfenauPark als „Betreuerin“ aufgenommen. Schon
bald interessierte Sie sich für die, damals noch neue,
Ausbildung als Betagtenbetreuerin, welche Sie 1989 erfolgreich abschloss.
„ … und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, sagte
schon Hermann Hesse in seinem Gedicht „Stufen“.
Pflege und Betreuung wurden zu jener Zeit stärker getrennt als heute, und so schuf man eine Stelle, die dem
Bedürfnis nach individueller Betreuung Rechnung trug.
Neben den Pflegerischen Aufgaben engagierte sich Frau
Rufi speziell in der Einzel- wie auch in der Gruppenbetreuung. Ihre Gruppen, welche im Sommer so oft wie
möglich im Freien stattfanden, waren bekannt für ihre
fröhliche Stimmung und immer wieder war ein Lied
zu hören.
Die künftigen Aufgaben von Frau Gerber sind vielfältig. Sie wird ein niederschwelliges Angebot für Bewohnerinnen und Bewohner schaffen, welche am jetzigen
Unterhaltungsangebot nicht mehr teilnehmen können.
Zusätzlich bietet sie verschiedene Projekte für alle an.
Und nicht zuletzt, soll Frau Gerber mich bei konzeptionellen Fragen zum Unterhaltungsangebot unterstützen
und beraten.
Ab 1997 reduzierte Frau Rufi Ihren Beschäftigungsgrad
auf 50%.
Diesen Anfang macht am 28. April Frau Maja Gerber
als neue „Aktivierungstherapeutin“ im ElfenauPark.
Ich heisse Frau Maja Gerber im ElfenauPark herzlich
willkommen und wünsche ihr einen guten Start.
Die Singgruppe, das Rüsten, Einsätze im Speisesaal sowie regelmässige Einzelbetreuungen gehörten fortan
zu ihren Hauptaufgaben. Ihre Arbeit war geprägt durch
Geduld, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit.
Nach fast 22 Jahren verlässt Frau Rufi den ElfenauPark
in den „wohlverdienten Ruhestand“. Wir danken Ihr
sehr für all die vielen Jahre des Engagements und Einsatzes für den ElfenauPark und seinen Bewohnerinnen
und Bewohnern.
Für Ihre Zukunft begleiten Sie unsere besten Wünsche.
6
Wohnen im ElfenauPark
ElfenauPark magazin
Wohnen im ElfenauPark
7
Maja Gerber
von Maja Gerber, Aktivierungstherapeutin
Ich freue mich
Meine Projekte
ab dem 28. April im ElfenauPark das Unterhaltungsangebot zu erweitern und zum Teil neu zu gestalten.
Mein beruflicher Hintergrund ist vielfältig; er umfasst
eine handwerkliche, künstlerische und therapeutische
Ausbildung. Ebenso vielfältig ist meine Arbeitserfahrung, welche ich in verschiedenen Berufsrichtungen
gesammelt habe. Sie reicht von der Eventschauspielerin bis zur Keramikerin und Körpertherapeutin in der
Psychiatrie.
Theater
Alle Theaterbegeisterten (diejenigen mit und ohne Erfahrung, die Schüchternen und Extrovertierten) sind
eingeladen, mit mir ein Theaterstück auszuarbeiten
und später zur Aufführung zu bringen.
Das zentrale Element, welches diese verschiedenen Tätigkeiten zusammenhält, ist für mich die Kreativität,
die Gestaltungs- und Entwicklungsfreude und die Inspiration.
In diesem Sinne möchte ich Sie, als BewohnerInnen
des ElfenauPark, inspirieren, Ihre Kreativität auszuleben und für Sie den Raum schaffen, gestalterisch tätig
zu sein und Neues auszuprobieren. Ich hoffe im Gegenzug, von Ihnen inspiriert zu werden, durch Ihre
reiche Lebenserfahrung und durch die unzähligen Geschichten, welche Sie zu erzählen haben.
Ausserdem bin ich offen für Ihre Wünsche und Anregungen; gerne lasse ich Ihre Ideen in das Angebot einfliessen.
Gartenkeramik
Wir gestalten ein Gemeinschaftswerk für den Garten;
zusammengesetzt aus einzelnen Stücken, aus Ton geformt und im Feuer gebrannt.
Freies Malen
Freies Malen ist ein sinnliches Erlebnis mit Farbe und
Form, bei dem es kein Richtig und Falsch gibt. Probieren Sie es aus!
Gemeinsam Kochen
Wir kochen abwechslungsweise Ihre Wunsch- und
Lieblingsrezepte und geniessen diese bei einer gemeinsamen Mahlzeit.
Ich hoffe nun, Ihr Interesse geweckt zu haben und sehe
dem 28. April gespannt entgegen.
Mit den besten Wünschen
Maja Gerber
Wir haben für Sie auch einen Ideen- und
Wunschbriefkasten aufgestellt.
Sie können aber auch gerne direkt mit mir
Kontakt aufnehmen.
8
Wohnen im ElfenauPark
ElfenauPark magazin
Wohnen im ElfenauPark
9
Was bin ich?
Umsetzung der Biographiearbeit in der Altersarbeit.
von Iris Baumgartner
Dies war mein Thema im zweiten
Jahr meiner Ausbildung zur gerontologischen Fachfrau. Innerhalb
vier Teamsitzungen beschäftigten
sich die Mitarbeiterinnen mit dem
Thema Biographie.
Die Definition lautet:
Biographie wird als wissenschaftliche oder literarische Darstellung
der Lebensgeschichte eines Menschen
definiert. Die Biographie versucht im
Idealfall, die Gesamtheit einer Person
wiederzugeben, indem biographische
Daten, äussere Lebensumstände und
Ereignisse, soziale und historische Bedingungen sowie die individuelle, geistig- seelische Entwicklung untersucht
und in Beziehung zueinander gesetzt
werden. (Encarta98 Enzyklopädie)
Die Biographie jedes Menschen
wird von der Zeit und dem Umfeld,
in dem er lebt, geprägt. Das jeweilige Volksbewusstsein, das Milieu,
in dem er aufwächst, hat Einfluss
auf seine Entwicklung. Das soziale
Umfeld formt ihn und prägt seine Verhaltensweisen. Die Familie,
Grosseltern,
Geschwisterreihenfolge, Umgangformen, Regeln und
Normen, Gewohnheiten und Rituale nimmt er für sein Leben mit.
Schuljahre, Lehrer, Bezugspersonen,
Freunde und Kameraden hinterlassen ihre Spuren. Der Mensch wird
gefordert, bis zum Tod.
Es ist deshalb wichtig, dass wir uns
mit der Geschichte der vergangenen
Jahre auseinandersetzen. Wir müssen wissen, dass die Kriegsjahre, die
Nachkriegsjahre sowie die Moralvorstellungen und Werte dieser Zeit
ein Teil des Lebens unserer Bewohner ist.
In einer von mir zusammengestellten Seniorengruppe erarbeiteten wir
die geschichtliche Entwicklung von
1900-1965. Die Erzählungen aus „alten Zeiten“ weckten Begebenheiten,
Erfahrungen und bereicherten unsere Gruppenarbeit sehr! Durch die
vielen persönlichen Erlebnisse und
Erfahrungen entstand eine ausführliche Dokumentation, die für
unsere Mitarbeiter in Zukunft ein
wichtiger Bestandteil hausinterner
Fortbildung sein wird.
Es ist uns bewusst geworden, dass
das Wissen über diese Zeit interessante Gespräche bringen kann und
wir damit auch mehr Verständnis
für Ansichten und Meinungen unserer Bewohner bekommen können.
Ob uns die Bewohner von ihrer
Geschichte etwas erzählen möchten, liegt immer in ihrer Entscheidung. Das Wissen über diese Hintergründe bringt Vertrauen, weckt
Verständnis und kann sinnvolle
Austausche möglich machen.
Es ist uns auch bewusst geworden,
dass Entscheidungen in unserem
Leben uns schon recht früh gewisse
Strategien und Muster zu überleben
helfen. Wir behalten sie ein Leben
lang bei, wenn wir sie nicht bewusst
erkennen und verändern.
Es ist für uns Pflegende wichtig zu
wissen, dass die Lebensaufgaben, wie
• Arbeit und Beruf
• Liebe und Ehe
• Gemeinschaft
• Umgang mit sich selber
• Sinn, Glaube, Religion,
Spiritualität = Lebenshilfe
(Alfred Alder)
Wir haben gelernt, dass jeder
Mensch in seinem Fühlen, Denken
und Handeln immer einzigartig ist.
In seiner Individualität wertvoll
und einmalig. Unser Interesse liegt
darin, seine Individualität zu bewahren und zu respektieren.
Die Grundbedürfnisse des
Menschen sind uns bewusst.
•
•
•
Er will überleben und
Sicherheit haben.
Er will wahrgenommen werden.
Er will in seinem Wert ernst
genommen werden.
Unser Hauptanliegen ist es, in dem
täglichen Umgang mit dem Bewohner, eine partnerschaftliche Pflegekultur zu leben. Wie wir die gestellten Ziele erreichen, ist bei jedem
Menschen wieder individuell.
Es nach seinen Bedürfnissen zu gestalten, ist uns wichtig.
Es ist eine Wertschätzung dem Bewohner gegenüber, wenn wir nicht
immer die gleichen Fragen stellen
müssen. Das Wissen biographischer
Angaben dienen unserem Grundwissen und sollen Respekt und
Annekennung fördern. Welche Bedürfnisse zur Kommunikation und
Dokumentation der Bewohner für
seine Geschichte wählt, liegt in seinem Entscheid.
Anfangs Juni möchte ich das Seniorenkaffee eröffnen und die Bildpräsentation – erarbeitet in der
Seniorengruppe – dem Bewohner
vorstellen.
Bis dahin einen schönen
Frühlingsstart wünscht Ihnen
Iris Baumgartner
den Menschen zu dem gemacht
haben, was er geworden ist.
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Gesundheit & Pflege
ElfenauPark magazin
Gesundheit & Pflege
11
Ana-Lilia Javet – unsere neue Leiterin
Restaurant stellt sich vor
Mein Name ist Ana-Lilia Javet, geboren wurde ich am
21. August 1982 in Queretaro in Mexico. Aufgewachsen
bin ich in Bern. Schon früh war mir klar, dass ich eine
Lehre im Gastgewerbe absolvieren möchte. Ich bekam
eine Lehrstelle als Gastronomiefachassistentin im Hotel Alfa in Bern. Gastronomiefachassistentin ist ein Beruf, den man heute nicht mehr so erlernen kann. Die
Lehre beinhaltete die Bereiche Service, Lingerie, Küche,
Réception mit Schwerpunkt Service. Da das Hotel Alfa
zu einem Selbstbedienungsrestaurant umgebaut wurde, absolvierte ich mein 2. und 3. Lehrjahr im Hotel
Goldey im schönen Berner Oberland in Interlaken.
In meinen jungen Jahren durfte ich bereits vieles
erleben und bekam die Möglichkeit in diversen Betrieben zu arbeiten. Ich war unter anderem im Restaurant
St. Beatushöhle in Sundlauenen, in diversen Barbetrieben und in Kiesen im Bistro Golf Club Aaretal. Ich entschloss mich nach 5 Jahren im Oberland wieder nach
Bern zu ziehen und suchte deshalb in Bern eine neue
Stelle. Das Glück brachte mich in den ElfenauPark, wo
ich jetzt seit eineinhalb Jahren im Restaurant als Servicefachfrau arbeite. Die Arbeit gefällt mir sehr gut. Das
Arbeitsklima ist sehr angenehm. Schnell sind mir die
Gäste und die Mitarbeitenden ans Herz gewachsen.
Da ich gerne Verantwortung trage und mehr aus
meinem Beruf machen möchte, habe ich meinen
Wunsch nach einer neuen Aufgabe mit Führungsfunktion bei Urs Hirschi, Leiter Hotellerie, angebracht. In
Absprache mit den Verantwortlichen wurden wir uns
einig, dass ich nach einer Übergangs- und Schulungsphase die Leitung des öffentlichen Restaurants und
dem Treff, unserem Personalrestaurant, übernehmen
werde. Zurzeit werde ich durch Christine Herren, aktuelle Leiterin Restauration, intensiv auf meine neue
Aufgabe vorbereitet. Gegen Ende Sommer zeichne ich
dann definitiv für das Geschehen im öffentlichen Restaurant verantwortlich.
Ich freue mich sehr auf die neue Herausforderung
und Aufgabe. Ich bin überzeugt, dass ich mit der Unterstützung des gesamten Teams den Job gut meistern
werde. Die Voraussetzungen stimmen auf jeden Fall.
Das Wohl und die Zufriedenheit der Gäste sind mir sehr
wichtig und stehen bei mir tatsächlich im Mittelpunkt.
Die Schwerpunkte werden in der MitarbeiterInnenSchulung, in einer sorgfältigen Angebotsplanung und
in der täglichen Detailpflege liegen.
Es würde mich freuen, Sie bei uns im Restaurant
persönlich begrüssen zu dürfen – Ana-Lilia Javet.
12
Essen & Trinken
ElfenauPark magazin
Das Restaurant ElfenauPark ist
für Sie täglich geöffnet.
Das Restaurant ElfenauPark, das auch auswärtigen Gästen offen steht, ist ein rege besuchter Ort der Begegnung. Ob beim Znüni,
Mittagessen, zu einer Kaffeepause oder zu
einem Glas Wein. Sie sind immer herzlich
willkommen.
Seminare, Sitzungen, Apéros oder Bankette –
Der ElfenauPark bietet für fast jeden Anlass
den passenden Rahmen. Fragen Sie uns.
Wir organisieren gerne auch Anlässe nach
Ihren Vorstellungen.
Das Restaurant ElfenauPark ist während
365 Tagen im Jahr geöffnet.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
Übernachtungen im ElfenauPark
Wir verfügen über diverse Besucherzimmer
und über vier Studios mit kleiner Küche
in unserem romantischen Bauernstöckli.
Gerne nimmt die Réception Ihre Reservationen für Übernachtungen von Gästen und
Angehörigen an.
Übernachtung für eine Person: CHF 75.–
Übernachtung für zwei Personen: CHF 90.–
Restaurant ElfenauPark
Elfenauweg 50
3006 Bern
Telefon: 031 356 36 56
www.elfenaupark.ch
mail@elfenaupark.ch
täglich geöffnet
Mo – Fr 08.00 – 20.00 Uhr
Sa / So 09.00 – 20.00 Uhr
Essen & Trinken
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Konzertkritiken
von Veronika Fischer, Bewohnerin ElfenauPark
1. Konzertkritik
Josef Rédai, Klavier
vom 9. und 10. Februar 2008
Der blinde Pianist Josef Rédai besucht uns von Zeit zu Zeit wieder
und begeistert jedes Mal von Neuem. Sein diesjähriges Rezital begann
er mit der Englischen Suite Nr. 3 in
g-moll von Johann Sebastian Bach,
ein herrliches Bach-Stück von grosser Eindrücklichkeit. Es folgten drei
Sonaten von Domenico Scarlatti
in D-Dur, h-moll und G-Dur. Domenicos stupende Technik in den
schnellen Läufen überzeugte musikalisch; man vergass dabei, dass der
Solist blind ist und bewunderte seine Interpretation, welche durch Präzision und Virtuosität überzeugte.
Zum Schluss hörten wir Beethovens
zweitletze Sonate mit dem Allegro
molto, vom Künstler als Scherzo bezeichnet, dem Adagio ma non troppo und der Fuga, ebenfalls Allegro
ma non troppo. Der Beifall war gross
und die Zugabe, ein Schubert-Stück,
beglückte die Zuhörer. Für uns war
es ein Abend, der noch lange weiterklang.
2. Konzertkritik
Trio Wendelsee
Stephan Oehrli, Flöte
Samuel Wenger, Oboe/Oboe d’Amore
Daniel Arni, Fagott
vom 16. und 17. Februar 2008
Hätte ich die geistreichen und witzigen Bemerkungen des Oboisten
14
Samuel Wenger zu den gespielten
Stücken aufgeschrieben, so hätte
ich diese anstatt meines Berichtes
veröffentlichen können. Leider
habe ich das nicht getan. Deshalb
muss ich aus meiner Erinnerung,
wenn auch weniger geistreich, über
dieses Konzert berichten. Zuerst
wurde ein Triosatz in F-Dur von Johannes Sebastian Bach vorgetragen.
Laut Samuel Wenger stammt der
Triosatz aus einer Kantate. Von Carl
Philipp Emanuel Bach, dem zweiten Sohn von Johann Sebastian,
hörten wir einen Triosatz in a-moll.
Dieser Sohn hat nicht nur komponiert sondern auch Jura studiert.
Der Italiener Antonio Lotti lebte
von 1667-1740. Von ihm hörten wir
ein Trio in A-Dur in drei Sätzen.
Lotti wohnte einige Jahre in Dresden beim Flötisten Johann Joachim
Quantz. Dieser ist bekannt als Lehrmeister Friedrichs des Grossen und
gilt als Klassiker der Flötenkomposition. Es scheint, dass Lotti nach seinem Aufenthalt in Deutschland als
sehr reicher Mann in seine Heimat
zurückkehrte. Der Musiker Jacques
M. Wiederkehr (1759-1823) war
ein Elsässer und lebte viele Jahre
in Paris. Von ihm wurde ein Trio
in d-moll mit den Sätzen Allegro
Contabile und Allegro vorgetragen.
Zum Schluss spielten die Bläser ein
Londoner Trio in G-Dur von Josepf Haydn. Haydn war bekanntlich
zweimal in London. Es konnte sich
diese Reisen leisten nach dem Tod
des Fürsten Esterhazi, welcher ihm
eine beträchliche Rente hinterliess.
Das Bläsertrio schenkte uns als Zugabe noch ein Stück von Antonio
Lotti, für welches wir ihm mit Applaus dankten.
3. Konzertkritik
Ensemble musica viva, Basel
Mirjam Sahli, Violine
Dorothea Glander, Viola
Dieter Hilpert, Violoncello
Cathjerine Sarasin, Klavier
vom 23. und 24. Februar 2008
Für mich war es ein grossartiges
Konzert mit grossartigen Musikern.
Von Wolfgang Amadeus Mozart
hörten wir das Klavierquartett in
g-moll KV 478. Wir kennen und
lieben es sehr, dieses Quartett,
welches man immer wieder gerne
hört, besonders wenn es so perfekt
interpretiert wird. Ihm folgte von
Johannes Brahms das Quartett Nr.
1, op. 25 ebenfalls in g-moll. Die
Musiker spielten dieses mit grandiosem technischen Können, solistisch geprägt und mit kammermusikalischem Temperament. Wir
empfanden es als wahren Klangrausch. Das Rondo alla Zingarese, ein
Presto, wies vor allem das brillantes
Können der Pianistin aus. Wir hoffen, die glänzend aufeinander abgestimmten jungen Musiker bald
wieder bei uns zu sehen!
Kultur & Manuelstiftung – Konzertkritiken von Veronika Fischer
4. Konzertkritik
Christoph Zbinden, Klavier
vom 8. und 9. März 2008
Angekündigt war ein Konzert mit
Christoph Zbinden und dem Cellisten Christian Kellenberger. Dieser konnte aus uns nicht bekannten
Gründen nicht kommen, so dass
der Pianist alleine auftrat. Wir
hörten lauter Werke von Ludwig
van Beethoven. Ueber Christoph
Zbinden wurde an dieser Stelle
schon mehrmals geschrieben. Wir
schätzen ihn wegen seiner Einfühlsamkeit, seiner Fingerfertigkeit wie
auch seiner Technik, kurz, für seine
Perfektion als grossen Künstler. Beethoven liegt ihm ganz besonders,
ist es doch einer seiner Lieblingskomponisten. Nach dem Andante
favori in F-Dur kamen wir ihn den
Genuss von drei Sonaten. Zuerst
die Klaviersonate Nr. 17 in d-moll,
„der Sturm“, dann die uns bekannte Sonate Nr. 13, „Sonata quasi una
fantasia“ in vier Sätzen und zum
Schluss die herrliche cis-moll Sonate, genannt die „Mondscheinsonate“. Ich war sehr glücklich, diese
Sonate wieder einmal zu hören.
Dieses Konzert war für mich ein Erlebnis, für welches ich, zusammen
mit mir eine ansehnliche Zuhörerschar, danke.
5. Konzertkritik
Junge Interpreten vom Zürich
Konservatorium zu Gast
vom 15. März 2008
Was für eine Ueberraschung: Die
„jungen Interpreten“ waren Kinder
im Alter von zehn bis vierzehn Jahren! Die erst 10-jährige Hani Song
spielte Geige und Klavier. Ihr erstes
Stück, die Klaviersonate G-Dur Nr. 2
von Beethoven, wurde von ihr auswendig, ohne Noten und fehlerfrei
vorgetragen. Mit der Geige wagte sie
sich an die e-moll Sonate von Mozart.
ElfenauPark magazin
Am Klavier begeleitete sie ihre ältere
Schwester Bomi Song. Bomi Song bewunderten wir auch als Violinistin.
In der „Frühlingssonate“ von Beethoven mit dem tempomässig sehr
schnellen Rondo vergass man, dass
die Vortragende noch ein minderjähriges Kind ist. Am Klavier begleitete
sie Lloyd Klügel. Wir denken, dass
er ihr Klavierlehrer ist. Eine Zukunft
als Pianisten sehen wir in Sebastian
Altenburger. In der Klaviersonate CDur 390 von Mozart entdeckten wir
in ihm ein grosses Talent. Erst 12
Jahre alt ist Mariella Heiliger. Dies
vergass man, als sie die Arabeske op.
18 von Robert Schumann auf dem
Klavier spielte. Sie legte in diese eine
Innigkeit, wie sie von Meisterpianisten nicht besser hätte sein können.
Diese Konservatoriumsschüler haben
uns eine wunderschöne Musikstunde geschenkt. Wir wünschen ihnen
für ihre Zukunft viel Glück!
6. Konzertkritik
vom 16. März 2008
Am Sonntag, 16. März war Christian Zimmermann mit seiner Laute
angesagt. Aus familiären Gründen
kam er aber nicht. Leider vergass
er, dieses Konzert abzusagen. Frau
Gaschen musste deshalb einer stattlichen Anzahl Zuhörer mitteilen,
dass das Konzert nicht stattfindet.
la Mémoire de Federico Garcia Lorca
von François Poulenc, begleitet von
Anna de Capitani. Dann später im
Duo mit der Meistergeigerin Marta
Pawlowska in einer « Sonate op. Posthume“ von Ysaÿe, einem Belgier, der
auch in der USA als Geiger und Dirigent wirkte. Die grossartige Geigerin
spielte ausserdem solo eine „Ballada“ vom gleichen Komponisten. Als
nächstes folgte noch einmal Bartosz
Woroch in Cappricis von Paganini
und Wieniawski. Von Paganini wissen wir, dass seine Cappricis eine auf
die Spitze getriebene, faszinierende
Virtuosenmusik mit unüberbietbaren
technischen Schwierigkeiten ist. Von
Wieniawski können wir das gleiche
sagen. Für unseren Solisten aber gab
es keine unüberwindbare Aufgaben.
Er meisterte alle Schwierigkeiten
souverän. Der letzte Violinvirtuose
hiess Maté Visky und hatte Pablo de
Sarasate ausgewählt, ein Spanier, der
schon als Wunderkind Weltruhm
erlangte. Von ihm hörten wir eine
Carmen Fantasie über Themen aus
Bizets Oper „Carmen“. Dank seinem
Riesenkönnen gelang dem Künstler
auch dieses schwierige Stück vorzüglich. Das Konzert war einmalig; die
drei Virtuosen begeisterten uns alle.
7. Konzertkritik
Studierende der Konzertklasse von
Monika Urbaniak Lisik, begleitet von
Anna de Capitani, Klavier
vom 29. und 23. März 2008
Dieses Konzert wurde in den Zeitungen als „virtuose Violinmusik“
angekündigt. In der Tat war das, was
wir zu hören bekamen, von einer
Virtuosität ausgeprägtester Art. Der
Geiger Bartosz Woroch trat dreimal
auf. Unglaublich, was er seiner Violine entlockte! Zuerst in der Sonate à
Kultur & Manuelstiftung
15
Voll Blüten steht
Herrmann Hesse – am 2. Juli 1877 in Calw (Württemberg) geboren
und gestorben am 9. August 1962 in Montagnola bei Lugano.
der Pfirsichbaum
Gerne folgen wir seiner stillen Beschaulichkeit,
die uns stets berührt!
Voll Blüten
Voll Blüten steht der Pfirsichbaum,
Nicht jede wird zur Frucht,
Sie schimmern hell wie Rosenschaum
Durch Blau und Wolkenflucht.
Wie Blüten gehn Gedanken auf,
Hundert an jedem Tag –
Lass blühen! Lass dem Ding den Lauf!
Frag nicht nach dem Ertrag!
Es muss auch Spiel und Unschuld sein
Und Blütenüberfluss,
Sonst wär die Welt uns viel zu klein
Und Leben kein Genuss.
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Kultur & Manuelstiftung
ElfenauPark magazin
Kultur & Manuelstiftung
17
Konzertvorschau
Kammerorchester Elfenau.
Vorschau zum Konzert vom 14. und 15. Juni 2008.
von Erika Derendinger
Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Zum Verständnis des kaum bekannten Konzertes für Flöte, Streicher und Basso continuo in e-moll
ist einerseits zu bedenken, dass
grosse Teile des Gesamtwerks von
Johann Sebastian Bach verloren
gegangen sind, an instrumentalen
Werken vermutlich sogar sehr viele.
Anderseits ist eine besondere Eigenheit von Bachs Arbeitsweise die
Wiederverwendung,
Neubearbeitung, Umgestaltung seiner eigenen
Kompositionen. In vielen Fällen
zeigen erhaltene Urfassungen, Untersuchungen der Handschrift sowie
stilistische Überlegungen, dass Bach
oft bereits existierende Konzerte für
ein anderes Instrument bearbeitet hat. Einzelsätze von Konzerten
kommen daneben als instrumentale Einleitungssätze von Kantaten
vor - und umgekehrt. Dies erschwert
heute die Übersicht und verdunkelt
die Chronologie. Aber auf diese
Weise blieb auch manches „Verlorene“ versteckt erhalten. Die Musikwissenschaft versucht zunehmend,
vermutete Urfassungen wieder herzustellen. In diesen Zusammenhang
gehört unser Konzert in e-moll, das
Winfried Radeke aus zwei späteren
Werken Bachs als Flötenkonzert
rekonstruiert hat: die eine Vorlage
ist ein Fragment eines Cembalokonzertes in d-moll (Bach-WerkeVerzeichnis 1059), mit der Bezeichnung „Cembalo solo, una Oboe,
due Violini, Viola, e Continuo“. Die
zweite ist die Kantate 35 („Geist und
Seele wird verwirret“), die einen
18
Kultur & Manuelstiftung
Instrumentalsatz mit genau dieser
Besetzung als Einleitungs-Sinfonia
des zweiten Teils enthält. Es wurde
vermutet, dass diese beiden Stücke
die Ecksätze eines früheren Konzerts
sein könnten. Und in der Eingangsarie für Altstimme derselben Kantate
sehen einzelne Forscher den dazugehörigen langsamen Mittelsatz. Der
Tonumfang der einzelnen Teile legt
nahe, dass Bach ein ursprüngliches
Oboenkonzert wiederverwendet hätte. Ein langsamer Satz für Oboe und
Streicher in passender Tonart ist auch
als Einleitungssatz zu Kantate 156 zu
hören und würde gut in das Werk
passen; hier könnte es sich vielleicht
sogar um den originalen Mittelsatz
handeln. Doch all das sind Vermutungen. Gesichert bleibt bloss, dass
die erklingende Musik dieses rekonstruierten Konzertes so oder so von
Johann Sebastian Bach stammt.
Jacob Unico Willem van Wassenaer
(1692-1766)
Auch das Concerto in G-Dur für
4 Violinen, Viola, Violoncello und
Basso continuo hat eine verwickelte,
fast krimihafte Geschichte. 1740 erschien in Den Haag ein Druck „VI
Concerti armonici a quattro Violini obbligati, Alto Viola, Violoncello obbligato e Basso continuo“,
gewidmet dem Grafen Bentinck
von seinem „untertänigen Diener
Carlo Ricciotti“. In der italienischsprachigen Widmung erklärt Ricciotti, diese Arbeit stamme von einer
„erlauchten Hand“, die er aus Rücksichtnahme nicht nenne. Daraus
ergibt sich, dass Ricciotti nicht der
Komponist, sondern der Herausgeber der Konzerte war. Über den Geiger und Impresario (1681-1756) ist
auch kaum etwas bekannt. Wer aber
ist wohl der geheimnisvolle „Täter“?
Zwischen 1755 und 1760 erschienen
in London weitere Ausgaben der
Concerti. Eine davon betitelt sie als
„6 Septetti ... dal F. G. Handel“. Dieser Titel wurde durch einen anderen
überklebt, der die Stücke als „6 Concertini ... del Pergolesi“ bezeichnete.
Die berühmten Namen sollten wohl
den Verkauf fördern. Bis weit ins 20.
Jahrhundert galt Giovanni Battista
Pergolesi (1710-1736) als Komponist
der Werke. Dann wurde er von der
Musikwissenschaft aus stilistischen
Gründen als Autor ausgeschlossen;
die Konzerte wurden unter Ricciottis Namen aufgeführt.
Das Geheimnis lüftete sich, als
1979 der niederländische Musikwissenschafter Alfred Dunning das
Originalmanuskript der Concerti
armonici mitsamt einem Vorwort
entdeckte und damit die lange
umstrittene Urheberschaft klären
konnte: als Komponist wurde eindeutig der holländische Graf Jacob
Unico Willem van Wassenaer identifiziert, der laut Vorwort die Werke
gemeinsam mit seinen Freunden
auch gespielt hat: darunter waren
u.a. auch Ricciotti sowie der Widmungsträger, Graf Willem van Bentinck (1704-1774).
Jacob Unico Willem van Wassenaer wurde am 2. November 1692 in
Delden als siebtes Kind in eine der
ältesten und höchstrangigen Adelsfamilien Hollands hineingeboren.
Er studierte Jura an der Universität
Leiden, wurde Mitglied der Admiralität und einer der Direktoren der
Niederländischen Ostindien-Kompanie sowie Botschafter in Paris
und Köln. Im Deutschritterorden
stieg er bis zum Landcommandeur
auf. Nach dem Tod des Vaters erbte
er das Familienanwesen, Schloss
Twickel bei Delden, in dessen Bibliothek der Forscher Dunning das
Manuskript der Concerti armonici
fand. Es gibt keine Unterlagen darüber, ob Wassenaer jemals Musik
studierte, allerdings hatte er auf Reisen Begegnungen mit Corelli, Ariosti und Händel, und aus der Hofbibliothek Düsseldorf kennt man
seine Abschriften von zahlreichen
Instrumentalmusikwerken grosser
Zeitgenossen. Er starb – als Komponist unbekannt, da er aus welchen
Gründen auch immer seine Identität nicht preisgab, aber als Politiker
und Staatsmann hochgeschätzt –
am 9. November 1766 in Den Haag.
Die sechs 1725-1740 entstandenen Concerti armonici zeugen
von echter Originalität und zählen
zum Stammrepertoire der Streichorchester. Die Struktur der Konzerte
entspricht dem Muster der Kirchensonate (langsam-schnell-langsamschnell). Die Melodik lässt in Anklängen bereits das Zeitalter der
Empfindsamkeit vorausahnen.
Friedrich der Grosse (1712-1786)
Den ersten Musikunterricht erhielt Friedrich als Kronprinz von
Preussen im siebenten Lebensjahr.
1728 lernte er in Dresden den Flötisten Johann Joachim Quantz
(1697-1773) kennen, dessen Spiel
ihn so beeindruckte, dass er ihn
sich zum Lehrer erwählte. Mit seinem Regierungsantritt als König
Friedrich II. am 31. Mai 1740 zog ein
neuer Geist am preussischen Hof
ein. Gleich 1740 wurde Carl Philipp
ElfenauPark magazin
Emanuel Bach als 1. Cembalist angestellt, 1741 trat auch Quantz unter glänzenden Bedingungen ganz
in die Dienste des Hofes. Mehrmals am Tag griff der König zur
Flöte, sogar während der Feldzüge
führte er sie sowie ein Reiseklavier
mit sich. Friedrich der Grosse musizierte nicht nur selbst, sondern
komponierte auch bis etwa 1756.
Seine Werke sind, abgesehen von
einer Ausnahme, im homophonen
Stil gehalten; gegen die Polyphonie
hegte er Antipathie. In den Konzerten und Sonaten für Flöte, die im
Mittelpunkt seines Schaffens stehen, hält sich Friedrich formal an
das Vorbild seines Lehrers Quantz.
Seine Flöten-Kompositionen, die er
ausschliesslich für den eigenen Gebrauch schrieb, wurden zu seinen
Lebzeiten nicht gedruckt oder gar
öffentlich zu Gehör gebracht. Soweit bekannt, musizierte Friedrich
nur seine eigenen Kompositionen
sowie diejenigen seines Lehrers
Quantz, der mindestens 296 Flötenkonzerte für ihn geschrieben hat.
Friedrich selber werden unter anderem 121 Sonaten für Flöte und Cembalo zugeschrieben, sowie 4 Konzerte
für Flöte, Streicher und Cembalo, von
denen das 3. in C-Dur auf unserem
Programm steht. Das Beispiel des Flöte blasenden Königs trug wesentlich
zur Verbreitung der Querflöte bei.
Edward William Elgar (1857-1934)
Edward Elgar wurde am 2. Juni
1857 in Broadheath bei Worcester
geboren und starb am 23. Februar 1934 in Worcester. Er wuchs als
Sohn eines Musikalienhändlers
und Organisten an der römischkatholischen St. Georgskirche in
Worcester auf und wurde zunächst
vom Vater musikalisch unterrichtet.
Schon im Alter von 12 Jahren komponierte er kleine Hausmusiken.
Das Komponieren erarbeitete er sich
autodidaktisch. Nach der Schulzeit
fand er Arbeit in einer Notariats-
kanzlei, die er aber bald zugunsten
der Musik verliess. 1885 wurde Elgar Nachfolger seines Vaters als Organist, unterrichtete, dirigierte und
komponierte. 1889 heiratete er seine Geigenschülerin Caroline Alice
Roberts, die Tochter eines hohen
Offiziers, die von Beginn an unerschütterlich an ihn glaubte. Die offiziell bestellte Festkomposition zur
Feier des 60-jährigen Regierungsjubiläums der Königin Victoria 1897
brachte dem nunmehr 40-jährigen
den ersten Erfolg in der Landeshauptstadt. Auf seine zahlreichen
weiteren Werke folgten bald viele
musikalische Ehrungen, so Ehrendoktorate von 8 Universitäten; 1904
verlieh ihm König Edward VII. den
persönlichen Adel und 1911 dessen
Sohn Georg V. den Order of Merit. 1924 wurde Elgar Master of the
Kings Musick. Er erhielt damit de
jure die Ehrenstellung eines Hofkomponisten, die er de facto schon
seit 1897 innegehabt hatte. 1925
verlieh ihm die Royal Philharmonic
Society ihre goldene Medaille und
1931 der König den erblichen Adel
(Baronetcy) sowie weitere höchste
Auszeichnungen, wie sie seit Purcell
keinem Komponisten Englands zuteil geworden sind.
Die Serenade in e-moll für
Streichorchester op. 20 vollendete
Elgar 1892 als Geschenk für seine
Gattin zum Hochzeitstag. Sie gilt als
sein frühestes Werk, das sich einen
Platz im Standardrepertoire eroberte,
zugleich als erstes, das seinen eigenen Ansprüchen genügte, und als
sein liebstes. Neben jugendlichem
Charme enthält die Serenade besonders im Larghetto vieles, was später
für den reifen Komponisten charakteristisch ist: grosse melodische, melancholische Bögen, eine gelungene
Kombination von Klassizismus und
Romantik, was ihn als bedeutenden
Spätromantiker ausweist.
Kultur & Manuelstiftung 19
Wichtiges
& Unwichtiges
Der Glotzer
von Frau Meina Kottenau,
Bewohnerin ElfenauPark
Ergebnis der Umfrage
von Gabriela Wülser Friedrich
Du, dort oben glotz’ mich nicht
so an, du ängstigst mich. Du störst
meine Gedanken am Tag und meine Träume des Nachts. Ich schliesse
meine Augen und sehe dich doch,
und wünsche du gingest fort. Doch
ach, gerade das kannst du ja nicht.
Du hockst da oben in deinem
steinernen Gehäuse und kannst
dich nicht regen. Kannst nur das
Eine: Glotzen, glotzen aus grossen,
schwarzen Augenhöhlen, unverschämt direkt in mein Zimmer bei
Tag und bei Nacht. Mein Unbehagen stieg, bis eine Erinnerung in
mir erwachte.
Auf Wunsch von Bewohnerinnen
und Bewohnern wurde am letzten
„Bewohnerhöck“, im Februar, ein
Fragebogen zum Thema „Bekanntgabe von Todesfällen“ verteilt. Es
ging darum wie wir künftig innerhalb des Hauses über Todesfälle informieren sollen: Soll eine Gedenkecke mit Kerze und Blumen, oder
nur eine Mitteilung im „magazin“
künftig den Tod eines Bewohners
bekannt geben?
Es war die Erinnerung an eine grosse Wüste, an einen kleinen Prinzen
und an die weisen Worte, die der
Fuchs zu ihm sprach. Es war als
sagte es sie auch zu mir, und eines
Tages rief ich dem Glotzer zu: „Du
dort oben, wollen wir Freunde
sein? Dein Glotzen würde mich
nicht länger ängstigen wenn es von
einem Freund käme. So geschah es,
das wir seither in friedlicher Nachbarschaft leben und dies in Erinnerung an die Worte des Dichters
St. Exupéry im Buch vom kleinen
Prinzen. Es hat mich etwas Nützliches fürs Leben gelehrt.
Wir boten 5 verschiedene Varianten an. Mit ca 70% entschied sich
die Mehrheit für eine schriftliche
Mitteilung an den verschiedenen
Anschlagbrettern.
Wir werden also in Zukunft jeweils
via Mitteilung an den Anschlagbrettern informieren. Allfällige weitere
Fragen zum Thema beantworte ich
gerne am nächsten Bewohnerhöck
am 7. Mai 2008 um 15.30 Uhr im
Konzertsaal.
Ich wünsche Ihnen einen
schönen Mai!
Weiss jemand nicht, wer der schwarze Glotzer ist? So besuchen Sie mich
doch einfach einmal im Haus C,
Eingang 9. Ich mache Euch gerne
mit ihm bekannt. Er ist harmlos ...
20
Wichtiges & Unwichtiges
ElfenauPark magazin
Wichtiges & Unwichtiges
21
Einst und jetzt
In loser Folge können Sie unter der Rubrik „Einst und Jetzt“ aus vergangenen Tagen
des Wohnpark Elfenau spannende Erlebnisse erfahren und Aufnahmen von früher betrachten.
von Fredy Ejsen, Bewohner des ElfenauPark
Konzert auf Kleininstrumenten
klassisch und volkstümlich,
Die Musiker wurden von der
ehemaligen Bewohnerin,
Frau Elisabeth Utz, zu Beginn
des neuen Jahrtausends eingeladen
und hatten recht viel Erfolg.
Träum i, kas das si?
‚Time goes by’
Jä, d’Zyt goht verbi …
Dr Värs vo mir, was scho 10 Johr !!??!!
Aifach so, s’isch tatsächlich wohr
E Verglich zu hüt, nai au, nai au,
Es fählt laider dr HANS GASCHEN
Jetzt moderiert für ihn sini FRAU
Solischte, Komponischte, d’Konzärt
sölle Euch freue …
Drum füllet dr Topf mit
Rappe und Nötli
Dä Dangg wärden Ihr nie bereue.
Fredy Ejsen FE
Mai/Juni 2008
22
Wichtiges & Unwichtiges
ElfenauPark magazin
Wichtiges & Unwichtiges
23
Unter der
Mitternachtssonne
Teil 3: Forscherdrang mit Folgen
von Fritz Hans Schwarzenbach, Bewohner des ElfenauPark
10. August 1952. Pilot Ståhlfors
kreist mit dem Wasserflugzeug tief
über dem westlichen Ende des Ingolf Fjord und sucht nach einer
Möglichkeit, die Maschine sicher
zu wassern. Mir obliegt die Aufgabe, nach wasserführenden Bächen
und nach einem Zeltplatz Ausschau
zu halten. Die auffälligen, von Wasserläufen durchfressenen Terrassen
scheinen mir günstig zu sein. Das
Flugzeug setzt weit draussen auf offenem Wasser auf. Vorsichtig steuert
der Pilot gegen die Küste und lässt
uns über einen Wall gestrandeter
Eisschollen und Eisbergtrümmer an
Land stolpern. Nach wenigen Minuten tuckert das Flugzeug in den
Fjord hinaus, startet im offenen
Wasser und braust zum Abschied
flügelwinkend über unsere Köpfe
hinweg.
Oben:
Wasserflugzeug
nach der Wasserung
am Ingolf Fjord,
Nordgrönland 80° N
Erdi Fränkl und ich bringen Zelt,
Rucksäcke, Proviant und Petrol für
den Primuskocher vorerst auf eine
leicht erhöhte Terrasse. Mit Pfanne und Schöpftasse machen wir
uns auf, um Wasser für die Küche
zu holen. Im nahen Bachbett plätschert ein kärgliches Rinnsal. Erdi
schöpft eine Kostprobe, verzieht
sein Gesicht, spuckt aber das Wasser
gleich wieder aus. Neugierig folge
ich seinem Beispiel und wundere
mich über den bitteren Trank. Wir
diskutieren. Als Geologe zieht Erdi
den Schluss, dass wir mineralisiertes
Wasser getrunken hätten. Und als
echter Wissenschafter freut er sich
über die unerwartete Entdeckung
einer Mineralquelle in Nordgrönland. Aber: Können und sollen wir
mit diesem bitteren Wasser unsere
Suppe kochen?
Wir ziehen weiter. Das Wasser Im
nächsten Bach ist keine Spur besser.
Wir spekulieren über die chemische
Zusammensetzung, probieren erneut und sind uns einig, dass das
Wasser ausserordentlich stark mineralisiert sei.
Mit Pfanne und Schöpftasse wandern wir zehn Minuten weiter
zum nächsten Tobel. Das Wasser
schäumt und spritzt über grosse
Steine. Eine Salzkruste am Rande erweckt unsere Aufmerksamkeit. Aus
wissenschaftlicher Neugier schlecken wir sie ab und sind verblüfft,
wie bitter die Kristalle schmecken.
Erdi äussert vorsichtig die Vermutung, dass es sich um Bitter- oder
Glaubersalz handeln könnte, doch
wäre es schwierig, seine Hypothese
zu beweisen.
Nachschrift:
Erdis Hypothese, dass er einen
Quellhorizont mit Glaubersalz entdeckt hätte, fand ihren Beweis am
nächsten Tag. Glaubersalz ist ein
bewährtes Abführmittel. Wen wundert es, dass wir unser Lager am Ingolf Fjord deshalb „Camp Vichy“
tauften?
Wissenschaft in Ehren! Aber wie
sollten wir zu unserer Suppe kommen? Weil das Wasser in allen Bächen bitter schmeckte, blieb uns nur
noch die Möglichkeit, von einem
gestrandeten Brocken eines Eisbergs
dien Stück abzuhauen und in der
Pfanne zu schmelzen. Schliesslich
wussten wir beide, dass Eisberge als
Produkte kalbernder Gletscher aus
Süsswasser bestehen.
Fritz Hans Schwarzenbach (*1925)
ist Naturwissenschafter. Er hat als
Forscher, als wissenschaftlicher Berater
und zuletzt als Vizedirektor der Eidg.
Forschungsanstalt für Wald, Schnee
und Landschaft gearbeitet.
Er hat während 14 Sommern als
Botaniker in Ost- und Nordgrönland,
in Baffin Island und Spitzbergen
gearbeitet. Mit kleinen Geschichten zu
ungewöhnlichen Bildern schildert er
Erlebnisse, Erfahrungen und Beobachtungen aus der faszinierenden Welt
der Arktis. Zusammen mit seiner Frau
wohnt er im ElfenauPark.
Unten:
Strandterrassen am Ingolf Fjord,
Nordgrönland 80°N
24
Wichtiges & Unwichtiges
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Wichtiges & Unwichtiges
25
Daten & Termine Mai 2008
15.00
Jassen
Aarestube
15.00
15.00
15.00
09.30
10.30
15.30
15.00
16.00
15.00
16.00
Handarbeiten
Patience legen
Singen
Fitnessturnen
Bewegungstherapie
Bewohner-Höck
Jassen
Atemtherapie
Gedächtnistraining
Konzert PanOrchester Bern
Aarestube
Aarestube
Konzertsaal
Christophorusstube
Christophorusstube
Konzertsaal
Aarestube
Christophorusstube
Bibliothek
Konzertsaal
17.00
15.00
15.00
13.00
15.00
09.30
10.30
15.00
15.00
15.00
17.00
17.00
15.00
15.00
17.00
15.00
09.30
10.30
15.00
16.00
15.00
17.00
17.00
15.00
15.00
15.00
09.30
10.30
10.00
15.00
15.00
17.00
Konzert
Handarbeiten
Patience legen
Bewohner-Ausflug
Singen
Fitnessturnen
Bewegungstherapie
Vorlesung
Jassen
Filmvorführung
Konzert
Konzert
Handarbeiten
Patience legen
Andacht
Singen
Fitnessturnen
Bewegungstherapie
Jassen
Atemtherapie
Literatur
Konzert
Konzert
Handarbeiten
Patience legen
Singen
Fitnessturnen
Bewegungstherapie
Rüsten
Jassen
Gedächtnistraining
Konzert
Konzertsaal
Aarestube
Aarestube
auswärts
Konzertsaal
Christophorusstube
Christophorusstube
Konzertsaal
Aarestube
Konzertsaal
Konzertsaal
Konzertsaal
Aarestube
Aarestube
Konzertsaal
Konzertsaal
Christophorusstube
Christophorusstube
Aarestube
Christophorusstube
Bibliothek
Konzertsaal
Konzertsaal
Aarestube
Aarestube
Konzertsaal
Christophorusstube
Christophorusstube
Raum neben Küche
Aarestube
Bibliothek
Konzertsaal
Sonntag
01.06.
Montag
02.06.
Dienstag
03.06.
Mittwoch
04.06.
Donnerstag 05.06.
Freitag
06.06.
Samstag
07.06.
Sonntag
08.06.
Montag
09.06.
Dienstag
10.06.
Mittwoch
11.06.
Donnerstag 12.06.
Freitag
13.06.
Samstag
14.06.
Sonntag
15.06.
Montag
16.06.
Dienstag
17.06.
Mittwoch
18.06.
Donnerstag 19.06.
Freitag
20.06.
Samstag
21.06.
Sonntag
22.06.
Montag
23.06.
Dienstag
24.06.
Mittwoch
25.06.
Donnerstag 26.06.
Freitag
27.06.
Samstag
28.06.
Sonntag
29.06.
Montag
30.06.
17.00
15.00
15.00
15.00
09.30
10.30
15.00
16.00
Konzert
Handarbeiten
Patience legen
Singen
Fitnessturnen
Bewegungstherapie
Jassen
Atemtherapie
Konzertsaal
Aarestube
Aarestube
Konzertsaal
Christophorusstube
Christophorusstube
Aarestube
Christophorusstube
15.00
15.00
15.00
09.30
10.30
15.00
15.00
17.00
17.00
15.00
15.00
17.00
15.00
09.30
10.30
15.00
16.00
15.00
17.00
17.00
15.00
15.00
15.00
09.30
10.30
15.00
15.00
15.00
17.00
17.00
15.00
15.00
Handarbeiten
Patience legen
Singen
Fitnessturnen
Bewegungstherapie
Jassen
Gedächtnistraining
Konzert
Konzert
Handarbeiten
Patience legen
Andacht
Singen
Fitnessturnen
Bewegungstherapie
Jassen
Atemtherapie
Filmvorführung
Konzert
Konzert
Handarbeiten
Patience legen
Singen
Fitnessturnen
Bewegungstherapie
Vorlesung
Jassen
Literatur
Aarestube
Aarestube
Konzertsaal
Christophorusstube
Christophorusstube
Aarestube
Bibliothek
Konzertsaal
Konzertsaal
Aarestube
Aarestube
Konzertsaal
Konzertsaal
Christophorusstube
Christophorusstube
Aarestube
Christophorusstube
Konzertsaal
Konzertsaal
Konzertsaal
Aarestube
Aarestube
Konzertsaal
Christophorusstube
Christophorusstube
Konzertsaal
Aarestube
Bibliothek
Handarbeiten
Patience legen
Aarestube
Aarestube
Programm Juni
Programm Mai
26
Donnerstag 01.05.
Freitag
Samstag
03.05.
Sonntag
04.05.
Montag
05.05.
Dienstag
06.05.
Mittwoch
07.05.
Donnerstag 08.05.
Freitag
09.05.
Samstag
10.05.
Sonntag
11.05.
Montag
12.05.
Dienstag
13.05.
Mittwoch
14.05.
Donnerstag 15.05.
Freitag
16.05.
Samstag
17.05.
Sonntag
18.05.
Montag
19.05.
Dienstag
20.05.
Mittwoch
21.05.
Donnerstag 22.05.
Freitag
23.05.
Samstag
24.05.
Sonntag
25.05.
Montag
26.05.
Dienstag
27.05.
Mittwoch
28.05.
Donnerstag 29.05.
Freitag
30.05.
Samstag
31.05.
Änderungen und detaillierte Angaben werden am Anschlagbrett bekannt gegeben.
Das detaillierte Konzertprogramm ist an der Réception erhältlich.
ElfenauPark magazin
Daten & Termine Juni 2008
27
Kommen
& Gehen
Kein Mail-Alarm, dafür Besprechungen im Stehen.
Zeitmanagement verbessern – eine Anleitung
für mehr Zeit!
von Sabine Wenger, Leiterin Verwaltung und Personal
Mails, Sitzungen, Anrufe, Gespräche
im Gang – die Gefahr, sich bei der
Arbeit fremdsteuern zu lassen, ist erheblich. Wer einige einfache Regeln
befolgt, hat deutlich mehr Zeit für
konzentriertes Arbeiten.
Gutes Zeitmanagement lebt von
kleinen Schritten, die man konsequent durchhalten sollte. Eine einfache Massnahme wäre etwa, sich zu
untersagen, vormittags im Internet
zu surfen. Oder sich vorzunehmen,
immer erst dann eine neue Aufgabe
anzugehen, wenn die vorliegende
erledigt ist. Zwei Dinge sind bei all
dem unentbehrlich: Erstens: Öfter
mal Nein sagen – wer alles annimmt,
muss sich nicht wundern, wenn er
mit nichts vorankommt. Zweitens:
Ordnung bewahren – wer im Chaos
wütet und ständig Arbeitsutensilien und Unterlagen sucht, vergeudet
viel Zeit. Die folgenden Massnahmen können helfen, das Zeitmanagement zu verbessern:
Wer kein klares Ziel hat und zu viel
auf einmal erledigen will, verzettelt
sich in Kleinkram und verliert aus
den Augen, was wichtig ist. Deshalb: Jeden Tag sorgfältig planen.
Das braucht nicht mehr als ein paar
Minuten. Bewährt hat sich dafür die
ALPEN-Methode:
A wie Aufgaben aufschreiben –
alles, was zu tun ist in einen
Tagesplan eintragen.
L wie Länge der Aufgaben
einschätzen.
P wie Pufferzeiten für Unvorhergesehenes und Unterbrechungen
reservieren.
E wie Entscheidungen treffen –
Prioritäten setzen, so kann das
Tagespensum aufs Wesentliche
ausgerichtet werden. Und Dinge
delegieren, die nicht selber
erledigt werden müssen.
N wie Nachkontrolle – abends
wird Bilanz gezogen. Was nicht
erledigt ist, kommt auf die Liste
für den nächsten Tag.
28 Kommen & Gehen
Simple Hilfsmittel vereinfachen den
Alltag, die gute alte To-do-List oder
Pendenzenliste zum Beispiel. Sie ist
überall und immer anwendbar. Und
Erledigtes durchzustreichen, gibt
einem die Genugtuung, etwas geschafft zu haben. Aber aufgepasst:
Viele To-do-Listen sind derart überfrachtet, dass schon ein Blick darauf
reicht, um in Hektik zu verfallen.
Deshalb: Weniger ist mehr!
Zu den übelsten Zeitfressern zählen
Besprechungen und Sitzungen. Sie
werden erträglich kurz, wenn man
vorbereitet erscheint, die Redezeiten
begrenzt und die Besprechung im
Stehen abhält. Das diszipliniert.
Den Mail-Alarm schaltet man mit
Vorteil aus! Ob ein einfaches BeepBeep oder nur ein optisches Signal
– jede noch so unwichtige Nachricht lenkt ab und bringt einem aus
dem Konzept. Es ist nicht nötig, jedes Mail sofort zu lesen. Nichts kostet mehr Zeit und verursacht mehr
Stress, als etwas nur mit halber Aufmerksamkeit zu erledigen, weil man
gleichzeitig mit seiner digitalen Post
beschäftigt ist. Tipp: Mails en bloc
bearbeiten, zum Beispiel nur morgens, mittags und abends. Pro Mail
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möglichst nicht mehr als zwei Minuten investieren. Sofort entscheiden,
ob auf das Schreiben reagiert oder
ob es archiviert oder gelöscht wird.
Wichtig: Sich kurz fassen und keine
unnötigen Nachrichten schreiben.
Telefonieren geht oft schneller und
ist sinnvoller.
Wer Aufgaben bündelt, verzettelt
sich weniger. Es empfiehlt sich,
für Telefonate und Gespräche bestimmte Zeiten einzuplanen.
Darauf achten, dass die Tage nicht
nur aus Arbeit bestehen. Zeit reservieren für Erholung und Entspannung. Die Freizeit aber nicht bis auf
die letzte Minute verplanen und
nach Feierabend nicht von einer
Aktivität zur nächsten hetzen. Sich
die Freiheit nehmen, auch mal faul
zu sein und eine Einladung abzusagen. Es ist wichtig, Stress zu unterbrechen und entspannende Rituale
im Alltag zu verankern.
Kommen & Gehen
29
Notruf 144
Polizeinotruf 117
Feuerwehr 118
Bewohnerinnen und Bewohner
Wir begrüssen alle neuen Bewohnerinnen und Bewohner herzlich
und hoffen, dass sie sich bereits etwas im ElfenauPark einleben konnten.
Wir freuen uns auf zukünftige Begegnungen!
Eintritte
01.03.08
Frau Elisabeth Gysi
Umzüge
01.03.08
Frau Irène Körner
Wohnung 7.AV3
Wegzüge
19.04.08
Herr Hans Zähner
Wohnung 7.201
Wohnung 34.005
Notfallnummern
Notfallarzt 0900 57 67 47 (CHF 1.98/Min.)
Apothekennotruf 0900 98 99 00 (CHF 1.98/Min.)
Wie lautet die Botschaft der Tulpen?
ElfenauPark
Telefon 031 356 36 36
Telefax 031 356 36 37
mail@elfenaupark.ch
www.elfenaupark.ch
Pikettdienst für Externe
Telefon 031 356 36 06
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Impressum
Eintritte
01.05.08
Magazin des ElfenauPark
Stiftung ElfenauPark
Austritte
31.05.08
Frau Maja Gerber
Frau Therese Schmid
Aktivierungstherapeutin
Pflege & Betreuung
Elfenauweg 50, CH-3006 Bern
Telefon 031 356 36 36
Telefax 031 356 36 37
mail@elfenaupark.ch
www.elfenaupark.ch
Informationen zur Manuelstiftung:
Frau Marianne Gaschen
Manuelstiftung
Elfenauweg 50, 3006 Bern
marianne.gaschen@elfenaupark.ch
Erscheint:
Redaktion:
Gestaltung:
Druck:
Auflage:
Réception / Empfang
Telefon Intern 111
Telefon extern 031 356 36 36
Öffnungszeiten:
Mo bis Fr 08.00 – 12.00 Uhr
14.00 – 17.00 Uhr
Restaurant
Telefon intern 656
Telefon extern 031 356 36 56
Öffnungszeiten:
täglich 08.00 – 20.00 Uhr
Sa & So 09.00 – 20.00 Uhr
alle 2 Monate
Urs Hirschi, ElfenauPark
kutacsalzmann, Liebefeld
Gerteis AG, Zollikofen
800
Arzt
Praxis Dr. Müller
Telefon intern 400
Telefon extern 031 351 51 53
Coiffeur Merz
Telefon intern 607
Telefon extern 031 356 36 07
Öffnungszeiten:
Di bis Fr 08.00 – 12.00 Uhr
13.00 – 18.00 Uhr
Samstag 08.00 – 12.00 Uhr
Taxiunternehmungen
Bären Taxi 031 371 11 11
oder 0800 55 42 32
NovaTaxi 031 33133 13
oder 0800 879 879
Betax 0800 99 30 90
Physiotherapie ElfenauPark
Telefon intern 500
Telefon extern 031 351 65 00
www.physioelfenau.ch
Fusspflege/Podologie
Fusspraxis Peter Vondal
Telefon intern 510
Telefon extern 031 351 28 24
Öffnungszeiten:
Mo & Di 08.00 – 20.00 Uhr
nach Vereinbarung
Mi bis Fr 08.00 – 17.00 Uhr
Redaktionsschluss Ausgabe 10
Juli & August 2008
Mittwoch, 18. Juni 2008
30 Kommen & Gehen
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Wichtige Telefonnummern & Öffnungszeiten
31
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