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Magazin der Ärztekammer für OÖ
OÖ ÄRZTE Nr. 285 | Oktober 2014
© Fotolia.de
Familienfreundlicher Arbeitsplatz –
Chance für OÖ
Ärztemangel – was tun?
Ärztekammer präsentiert Maßnahmenpaket
Ausschreibungen von Vertragsarztstellen | Seite 31
Besetzungen von Vertragsarztstellen | Seite 33
www.aekooe.at | www.medak.at
Editorial
Eine market-Umfrage, bei der schon
fast ein Drittel aller befragten Personen angab, nach ihrem Gefühl sei die
medizinische Versorgung in unserem
Bundesland schlechter geworden. Eine
erst vor zwei Jahren erstellte Ärztebedarfsstudie, die davon ausgeht, dass
bis 2030 rund ein Fünftel mehr Ärzte
als noch 2010 notwendig sein werden
und in den oberösterreichischen Fondskrankenhäusern sind aktuell schon 143
Stellen nicht besetzt. Traurig, aber
wahr, Ärztinnen und Ärzte kompensieren bereits viel zu lange, was von der
Inhalt
Zeit, dass sich etwas ändert!
Aktuelle Meldungen des Monats
Politik verabsäumt wurde. Es muss
etwas geschehen, so viel steht fest!
das Zertifikat erhalten haben, lesen Sie
auf Seite 11.
■ Arbeitszeit: Ein Thema für Emotionen
Lesen Sie in der Coverstory ab Seite 6,
mit welcher Aktion die Ärztekammer
für OÖ nun gegensteuert – es lohnt
sich.
Zünftig ging es am 1. Oktoberfest der
Ärztekammer für Oberösterreich zu.
Politik, Wirtschaft und Gesundheitswesen gaben sich ein ‚Stelldichein’
und feierten bei Weißwurst, Bier und
Brezen. Mehr darüber ab Seite 28.
Welche Chancen familienfreundlichere
Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und
Ärzte bergen können, erfahren Sie im
Kommentar von Ärztinnenreferentin
Dr. Julia Röper-Kelmayr.
Das neue Ausbildungszertifikat der
Ärztekammer wurde heuer zum ersten Mal verliehen. Es soll helfen, die
Gesamtzufriedenheit der oberösterreichischen Turnusärzte auf lange Sicht
hin zu verbessern. Welche Abteilungen
alle Voraussetzungen erfüllt und damit
Einen schönen Oktober im Namen der
gesamten Redaktion
04
Präsident
05
Coverstory
■ Ärztemangel – was tun?
Ärztekammer präsentiert Maßnahmenpaket
06
Aktuelles
■ Familienfreundlicher Arbeitsplatz – Chance für OÖ ■ Vorbildliche Ausbildungsqualität ausgezeichnet
10
11
Aktuelles
■ Neubauprojekt der Ärztekammer für OÖ im Zentrum von Linz 12
Aktuelles
15
■ „Mein Arzt – hört – handelt – hilft“
Mag. Christina Holzner
redaktion@aekooe.at
Ärzteportrait
■ Tropenarzt Dr. Bernhard Haberfellner:
„Durch die Medizin in andere Kulturen eintauchen“
18
Aktuelles
■ Wartezeiten auf Facharzttermin steigen
21
Recht & Service | ExpertInnen-Tipps
| Termine
23
26
Kultur & Veranstaltungen
28
Ausschreibungen & Besetzungen
31
Kleinanzeigen
35
Fachkurzinformationen
37
Personalia | Anerkennung FÄ & AM
| ÖÄK-Diplom
38 38
Kammer-intern
39
Impressum:
Herausgeber, Verleger, Medieninhaber: Ärztekammer für OÖ, Körperschaft öffentlichen Rechts, 4010 Linz, Dinghoferstraße 4
Grundlegende Richtung: Das Magazin „OÖ Ärzte“ ist das offizielle Organ der Ärztekammer für OÖ. Die grundlegende Richtung besteht in der Information der oberösterreichischen
Ärzte über die Wahrnehmung und Förderung ihrer gemeinsamen beruflichen, sozialen und wirtschaftlichen Belange durch die Ärztekammer für OÖ sowie die Wahrung des ärztlichen
Berufsansehens und der ärztlichen Berufspflichten.
Für den Inhalt verantwortlich: KAD Dr. Felix Wallner
Chefredaktion: Mag. Christina Holzner
Redaktion: Mag. Susanne Sametinger, Monika Falkner-Woutschuk, Mag. Isabella Ömer, Franz Schöffmann
Illustrationen: Monika Falkner-Woutschuk
Redaktionsanschrift: Ärztekammer für OÖ, Dinghoferstraße 4, 4010 Linz, E-Mail: redaktion@aekooe.at, Tel.: 0732/77 83 71-0, Internet: www.aekooe.at
Erscheinungsweise: monatlich oder 10 x jährlich
Anzeigenverwaltung: Die Werbezone, Anita Grillberger, 4175 Herzogsdorf, Bäckerweg 3, Telefon: 0043 (0) 664 / 25 47 230, Mail: ag@grillberger.at
Druck: Druckerei Mittermüller GmbH, Oberrohr 9, 4532 Rohr im Kremstal
2
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
3
Aktuelle Meldungen des Monats
„Jeder LKW-Fahrer hat eine bessere Arbeitszeiten-Regelung als die
Spitalsärzte. Einen ganzen Tag und eine Nacht durchzuarbeiten und
nach 25 Stunden Dienst nach Hause zu gehen ist keine überspitzte
Forderung von uns“, stellt Spitalsärzte-Sprecher Harald Mayer in einer Presseaussendung klar. ■
© Fotolia.de
Internationales Migrations-Karussell
Mehr als 600 der 1.380 Medizin-Absolventen
haben 2013 nicht in Österreich als Ärztinnen
bzw. Ärzte zu arbeiten begonnen. Österreichische Jungärzte zieht es zunehmend nach Deutschland und in die
Schweiz, auch nach Skandinavien.
© Fotolia.de
Ebola: Informationen
des Gesundheitsministeriums
Das Gesundheitsministerium informiert Ärztinnen und Ärzte
über das Vorgehen im Verdachtsfall, den Umgang und Transport
von Verdachtsproben und wichtige Hinweise für Reisende aus betroffenen Gebieten bzw. in solche.
Alle Informationen
finden Sie auf
der Website des
Gesundheitsministeriums
unter „Aktuelle
Meldungen“.
www.bmg.gv.at
| home
| Startseite
| aktuelle_Meldungen ■
4
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
Gleichzeitig haben seit 2010 in Oberösterreich 65 Mediziner aus Ländern, in den nicht deutsch gesprochen wird
– zum Großteil aus dem Osten Europas und dem arabischen Raum – zu arbeiten begonnen.
„Es ist auch aus wirtschaftlichen Gründen kontraproduktiv, in Österreich ausgebildete Mediziner ziehen zu lassen.
Daher ist alles zu unternehmen, das Arbeitsumfeld in
den heimischen Spitälern und Ordinationen attraktiver
zu gestalten, um diese Ärzte im Land zu behalten. Mit
dem Migrations-Karussell, das durch die schleppende
Reaktion im österreichischen Gesundheitssystem in Gang
gesetzt wird, ist niemandem gedient“, zeigt Dr. Peter
Niedermoser, der auch Präsident des wissenschaftlichen
Beirats der Akademie der Ärzte ist, auf.
■
Künstlerischer Wettbewerb um
Fakultätskette für die neue
Medizinische Fakultät entschieden
Auf Ersuchen der Medizinischen Gesellschaft OÖ hin wurde ein künstlerischer Wettbewerb zur Gestaltung der Fakultätskette für die neu gegründete Medizinische Fakultät
an der Johannes Kepler Universität ausgeschrieben. Kunstuni Mitarbeiter DI Florian
Ziller überzeugte mit dem modernen und doch zeitlosen Design seines Modells. Die
Kette wird bei der Gründungsfeier der Medizinischen Fakultät am 29.September der
JKU zum Geschenk gemacht und soll so die tiefe Verbundenheit zum Ausdruck bringen, welche die Medizinische Gesellschaft OÖ
v.l. : Univ.Prof. Dr. Petra Apfalter, Univ.Doz.Dr. Friedrich Prischl,
zur Fakultät hegt.
DI Florian Ziller, DI Christine Brameshuber,
„Die MedGes hat sich
seit über 110 Jahren
und seit 2006 intensiv für die Errichtung
einer Mediziner-Ausbildungsstätte in Oberösterreich eingesetzt“,
freut sich Past-Präsident
Dr. Friedrich Prischl
über den Erfolg, der die
Anstrengungen vieler
nun endlich krönt. ■
Univ.Prof. DDr. DI Mag. Josef Kramer,
Univ.Prof. Dr. Reinhard Kannonier
Präsident
Arbeitszeit:
Ein Thema für Emotionen
Ganz überraschend wurde das Thema Arbeitszeit Mitte September von Landeshauptmann Pühringer in den Medien thematisiert. Ich gebe ihm ja Recht,
dass die Umsetzung der Arbeitsrichtlinie der EU, welche die durchgehenden
Dienste auf 25 Stunden begrenzt und auch die wöchentliche Arbeitszeit deutlich reduziert, eine Herausforderung für manche Krankenhäuser bedeutet.
Diese Schwierigkeiten können aber
nicht gelöst werden, indem man
die Arbeitszeiten der Ärztinnen und
Ärzte eben nicht reduziert. Laut der
letzten Umfrage wollen 85 % der
Kolleginnen und Kollegen eine sofortige Reduktion der Arbeitszeit bei
den durchgehenden Diensten. Es ist
aber nicht so, dass jenes Problem für
die Länder überraschend auftaucht.
Seit über 10 Jahren ist diese EU
Arbeitsrichtlinie bekannt und wird
von Österreich permanent negiert,
obwohl wir immer wieder auf diesen Umstand der notwendigen Einhaltung, mehrfach und nachdrücklich, hingewiesen haben. Aber was
soll´s, das war einmal. Jetzt geht es
darum, diese Richtlinie umzusetzen
und nicht am St. Nimmerleinstag,
wie es sich manche Ländervertreter
bei den Verhandlungen vorgestellt
hätten. Auch nicht nach den langen
Übergangszeiten bis 2021 wie es derzeit vorgesehen ist, sondern jetzt und
sofort.
Nach sehr harscher, aber berechtigter
Kritik, von Dr. Julia Röper-Kelmayr,
Prim. Dr. Brigitte Povysil und auch
der ÄK hat der Landeshauptmann
festgehalten, dass seine Aussendung
missverstanden wurde und auch
er „keine überarbeiteten Ärzte im
Dienst“ haben möchte. Diese Aussagen kann man nur unterstützen. Ich
hoffe aber auch, dass er sich hier –
wie bei vielen anderen Dingen – nun
auch im Bund durchsetzt, für eine
sofortige Reduktion der verlängerten
Dienste.
Ausbildungszertifikat
15 Ausbildungszertifikate sind vergeben. Eine Geschichte dazu gibt’s
in dieser Ausgabe. Ich möchte mich
bei den Abteilungsleitern bedanken,
die sich so für die Ausbildung einsetzen. Bei der feierlichen Übergabe des
Zertifikates in der Ärztekammer war
aber auch ganz klar, dass dies nicht
ohne ein engagiertes Team aus Oberärztinnen und Oberärzten, sowie
auch der Assistenten funktioniert.
Ich habe bei der Verleihung einige
neue Ideen für eine optimale Ausbildung gehört und auch viel Begeisterung erlebt, die unter den gegebenen
Rahmenbedingungen notwendig ist,
um eine Ausbildung optimal zu bewerkstelligen. Nochmals Hochachtung und Dank an alle Kolleginnen
und Kollegen, die sich in der Ausbildung so toll engagieren.
Präsident Dr. Peter Niedermoser
GuKG genannten Tätigkeiten durch
den Pflegedienst, die Erteilung von
Auflagen und Bedingungen im Anerkennungsbescheid und die Anerkennung gilt befristet für einen
Zeitraum von sieben Jahren.
Abgeschlossen sind auch die Verhandlungen zur strukturellen Veränderung der Sonderfächer. Aufbauend
auf das klinisch praktische Jahr wird
jede Kollegin, jeder Kollege eine
Basisausbildung von 9 Monaten absolvieren, um die Kenntnisse und
Fertigkeiten der universitären Ausbildung auch im Krankenhausbetrieb nochmals zu verfestigen und
sich dann für die Ausbildung in ein
Sonderfach oder zum Arzt für Allgemeinmedizin entscheiden zu können. Eine genaue Darstellung erfolgt
in der nächsten Ausgabe. All jene
Maßnahmen und die nun besseren
Kontrollmöglichkeiten der Ausbildung, werden diese auch deutlich
verbessern.
■
Neue Ausbildungsordnung
Eine neue Ärzteausbildungsordnung
steht vor dem Beschluss im Parlament. Da gibt es einige Neuerungen,
die uns sicherlich helfen werden die
Ausbildungsqualität zu verbessern
und somit jene Kolleginnen und
Kollegen noch einmal zum Innehalten und Nachdenken zu bringen, bevor sie ins Ausland gehen.
Maßnahmen in diesem Bereich sind
eine Blume im Strauß der Verbesserungen, die umgesetzt werden
müssen, damit die Abwanderung
eingedämmt wird. Diese sind die
Vorlage eines schriftlichen Ausbildungskonzeptes. Der Nachweis über
die Durchführung der in § 15 Abs 5
Ihr Präsident Dr. Peter Niedermoser
Linz, im September 2014
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
5
Coverstory
Ärztemangel – was tun?
Ärztekammer präsentiert Maßnahmenpaket
143 Stellen sind aktuell in den oö. Fondskrankenhäusern nicht besetzt, bei sechs Kassenstellen ist die Nachfolge mangels Bewerber
ungewiss bzw. die Stelle derzeit vakant. Sowohl im niedergelassenen Bereich als auch in
den Spitälern fehlen Ärztinnen und Ärzte, und
dieser Trend verstärkt sich zunehmend.
Die Gesundheit Österreich GmbH geht in
ihrer Ärztebedarfsstudie (2012) davon aus,
dass bis 2030 rund ein Fünftel mehr Ärzte
als 2010 notwendig sein werden. In Oberösterreich wird der höchste Mehrbedarf im
Bereich der Fachärzte in den Spitälern geortet.
Hinzu kommt, dass die neuen Bestimmungen
im Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz, die voraussichtlich Anfang 2015 in Kraft treten (s.
Infobox / Seite 9), zu einem weiteren Mehrbedarf an Ärzten führen werden. Trotz der
langen Übergangsfristen rechnet Landeshauptmann und Gesundheitsreferent Josef Pühringer für Anfang 2015 mit einem Mehrbedarf
an 156 Arztstellen.
Die Arbeitszeiten werden also kürzer, das Arbeitspensum steigt aber: Aufgrund der immer
kürzeren Verweildauer der Patienten in den
Spitälern, aufgrund konstant steigender Fallzahlen und aufgrund der Tatsache, dass die
Medizin heute mit jener vor 20 Jahren nicht
vergleichbar ist. Zusätzlich zu diesen Gründen
führt die demographische Entwicklung dazu,
dass es an ärztlichem Nachwuchs fehlt.
© Fotolia.de
Das Problem ist nicht auf Österreich
beschränkt. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft prognostiziert in ihrer Studie
(2010) für 2020 einen Mehrbedarf von
»
6
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
knapp 31.000 Ärzten
für Deutschland. Doch
während in der Schweiz
und Deutschland alles
getan wird, um Mediziner durch attraktive
Rahmenbedingungen ins
Land zu locken, scheint
Österreich den Trend zu
verschlafen. Die Konsequenz: Immer mehr Ärzte wandern ab. War das Verhältnis zwischen österreichischen Ärzten in Deutschland und deutschen
Ärzten in Österreich im Jahr 2005 noch fast ausgeglichen, so ist
die Bilanz für Österreich im Jahr 2013 bereits deutlich negativ:
Den 1515 deutschen Ärztinnen und Ärzten, die in Österreich
arbeiten, stehen 2189 österreichische Ärzte in Deutschland
gegenüber. Bewerber aus den östlichen EU-Ländern schließen
die Lücken nur zum Teil.
„Man kann der
Politik nur eindringlich raten:
Schaut auf die
Ärzte! Sonst
gehen sie dorthin,
wo sie bessere
Arbeitsbedingungen haben.“
Präsident Dr. Peter Niedermoser
Obwohl viele Ärzte dazu tendieren, Strukturmängel kompensieren zu wollen, damit die Patienten davon nichts spüren,
spricht das Ergebnis einer market-Umfrage, die Landeshauptmann Josef Pühringer im September den Medien präsentierte,
eine klare Sprache: Bereits 31 Prozent der Befragten haben
angegeben, den Eindruck zu haben, dass die medizinische
Versorgung in Oberös„Wir Ärzte wollen
terreich schlechter gedas Beste für
worden sei. Im Vorjahr
unsere Patienten,
waren es 26 Prozent und
aber das kann nicht
vor drei Jahren mit 20
länger auf unserem
Prozent deutlich weniger.
Rücken ausgeAuch die Zufriedenheit
tragen werden!“
der Befragten mit ihrem
Prim Dr. Gabriele Brinninger,
letzten Spitalsaufenthalt
Kurie Angestellte ÄrztInnen
ist gesunken.
Schon seit Jahren weisen die Vertreter der Ärztekammer auf
die Problematik der fehlenden Ärzte und die Konsequenzen,
die sich daraus für die medizinische Versorgung ergeben, hin.
Bis dato hat die Politik kaum reagiert. Nun hat die Ärztekammer dem Landeshauptmann ein Maßnahmenpaket vorgelegt,
mit dem zumindest erreicht werden könnte, dass nicht noch
mehr Ärzte ins Ausland abwandern. Die wesentlichen Punkte:
Maßnahmen für Teilzeitbeschäftigte
Immer mehr Ärztinnen und auch Ärzte arbeiten in Teilzeit. Gerade in Zeiten des Ärztemangels werden diese Kräfte
dringend gebraucht. Die Ärztekammer fordert deshalb strukturierte Angebote für sie. „Es geht darum, die organisatori-
© Fotolia.de
Schon seit Jahren warnt die Ärztekammer
vor dem absehbaren Ärztemangel. Nun ist
Feuer am Dach: In fast allen Bereichen
fehlen Mediziner. Will man diesen Trend
stoppen, muss der Arbeitsplatz Oberösterreich attraktiver werden. Wie das im Spitals-
bereich gelingen kann, haben sich die
Vertreter der OÖ SpitalsärztInnen überlegt –
nun ist die Politik am Zug.
schen
Rahmenbedin„Das neue Arbeitsgungen zu verbessern,
zeitgesetz wird den
aber auch ErleichterunÄrztemangel noch
gen wie Kinderbetreuverschärfen.
ungsplätze anzubieten,
Umso wichtiger ist
oder für ältere Kollees, dass die Politik
ginnen und Kollegen
jetzt attraktive
weniger Nachtdienste“,
Rahmenbedingungen schafft.“
sagt Spitalsärztevertreter
MR Dr. Kurt Sihorsch,
Harald Mayer, „TeilzeitKurie Angestellte ÄrztÍnnen
kräfte sollen nicht länger
auf das Entgegenkommen des Dienstgebers angewiesen sein!“
Bessere Arbeitsbedingungen
Obwohl die Standesvertretung dies seit Jahren kritisiert, steigt
die Belastung der Mediziner mit administrativen Tätigkeiten.
Bis zu 60 Prozent der Arbeitszeit gehen dafür drauf – das muss
sich ändern, fordert die Ärztekammer, die vorschlägt, eine
ständige Arbeitsgruppe mit Vertretern der Rechtsträger, der
Sanitätsbehörde und der Ärztekammer einzurichten, die Maßnahmen entwickelt. Ein Arbeitsklima-Index, den das Ärztliche
Qualitätszentrum jährlich erheben soll, soll außerdem Probleme aufzeigen und Ansatzpunkte für Verbesserungen liefern.
Adäquates
Grundgehalt
Die Vertreter der Ärztekammer fordern eine
Anhebung des Grundgehalts und eine Angleichung der Samstags- an
die Sonntagspauschale
für alle Ärzte.
»
„Als ich zu arbeiten
begonnen habe,
waren die Bewerbungsmappen voll.
Jetzt kriegt man
oft keine einzige
Bewerbung mehr.“
Dr. Peter Adelsgruber,
Kurie Angestellte ÄrztInnen.
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
7
Coverstory
„Wenn wir verhindern
wollen, dass die Ärzte
abwandern, müssen die
Spitäler in Oberösterreich
auch in dieser Hinsicht
konkurrenzfähig bleiben“,
ist Präsident Peter Niedermoser überzeugt.
Neue Karrieremodelle
Die Anzahl der Abteilungen sinkt, und damit auch
die Aufstiegschancen für Mittelbau-Ärzte. Aufstiegschancen
innerhalb der Abteilungshierarchie, etwa durch das Delegieren
für spezialisierte Bereiche oder innerhalb von Departments,
können verhindern, dass der Mittelbau mangels Perspektiven
in Oberösterreich das Handtuch wirft.
„Alle Ärzte sind
betroffen – von
den Turnusärzten
über den Mittelbau
bis zu den Primarärzten, die kein
Team mehr haben,
um ordentlich zu arbeiten.“
Dr. Violetta Kure,
Kurie Angestellte ÄrztInnen
Fortbildungstöpfe
„Obwohl uns das Ärztegesetz zur laufenden beruflichen Fortbildung verpflichtet, ist diese sehr oft
nicht zur Gänze finanziert.
Wir schlagen vor, dass die
Rechtsträger Fortbildungstöpfe einrichten, aus denen
sämtliche Fortbildungskos-
ten abgedeckt werden. Zusätzlich zum Fortbildungsurlaub
und den derzeit gewährten Zulagen. Fortbildung ist nicht
Privatsache“, stellt Harald Mayer klar.
Auch das voraussichtlich
„Wir Ärzte
Anfang 2015 in Kraft tredürfen uns nicht
tende neue Krankenanstalauseinanderten-Arbeitszeitgesetz kann
dividieren
maßgeblich dazu beitralassen. Nur
gen, die Arbeit in Oberösgemeinsam
terreichs Spitälern wieder
können wir
attraktiver zu machen.
Verbesserungen erreichen.“
Vorausgesetzt, es wird so
Prim. Dr. Herbert Stekel,
umgesetzt, wie geplant:
Primarärztevertreter
„Voraussichtlich
werden
die Übergangsbestimmungen sehr lange sein. Es ist allerdings
notwendig, dass jeder und jede einzelne diesen Übergangsbestimmungen zustimmt. Wer nicht will, darf keinerlei Nachteile haben“, betont Mayer.
Das Maßnahmenpaket wird von allen politischen Fraktionen
in der Spitalsärzte-Kurie mitgetragen und den Spitalsärztinnen
und -ärzten im Herbst in allen Häusern vorgestellt und diskutiert. Zum Redaktionsschluss waren die Spitalsärzte-Vertreter
mit Präsident Niedermoser bereits in der Landesnervenklinik,
im Linzer AKH, im Landeskrankenhaus Vöcklabruck und in
der Landesfrauen- und Kinderklinik in Linz. Die Ärztinnen
und Ärzte in diesen Häusern haben deutlich signalisiert,
»
Infobox
Vernünftige Arbeitszeiten: KA-AZG neu
Das neue Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetz, das aufgrund der geltenden EU-ArbeitszeitRichtlinien für Ärzte
angepasst werden muss,
tritt voraussichtlich
Anfang 2015 in
Kraft. Die verlängerten Dienste sollen
dann von maximal 32 auf 25 Stunden verkürzt werden, auch die zulässige durchschnittliche Wochenarbeitszeit reduziert sich von derzeit 60 auf 48
Stunden. Allerdings sind Übergangsfristen bis 2021
vorgesehen, in denen weiterhin längere Arbeitszeiten
zulässig sind.
© Fotolia.de
„Turnusärzte
können sich
ihren Ausbildungsplatz
heute aussuchen. Sie
werden dorthin
gehen, wo die Bedingungen
am attraktivsten sind.“
Dr. Doris Müller,
Turnusärzte-Vertreterin
Voraussetzung dafür ist, das die Arbeitnehmer
zusätzlich zu einer Betriebsvereinbarung dieser
Übergangsregelung persönlich zustimmen. „Keiner
kann gezwungen werden, einer Übergangsregelung
zuzustimmen, und es wäre auch gesetzeswidrig,
dass Ärzte Nachteile haben, wenn sie einer solchen
individuellen Regelung nicht zustimmen“, informiert
Dr. Mayer.
„Wir Ärzte haben die Aufgabe, unsere Patienten
im Krankenhaus zu betreuen. Strukturmängel zu
beseitigen, ist nicht unsere Aufgabe!“
Dr. Harald Mayer,
Obmann der Kurie der Angestellten ÄrztInnen
© Fotolia.de
dass sie von der Politik die Umsetzung dieses Maßnahmenpakets erwarten und sie sind auch bereit sind, dafür persönlich
einzutreten, wenn es notwendig ist. Intensive Diskussionen gab
es auch zur Umsetzung des neuen Krankenanstalten-Arbeitszeitgesetzes. Denn in vielen Fällen wird der Ärztemangel dann
wohl noch spürbarer werden für die Patienten. Solange die
Ärzte Strukturmängel kompensieren, wird die Politik keinen
Grund sehen, etwas zu ändern, warnen die ärztlichen Standesvertreter. ■
Franz Schöffmann / Susanne Sametinger
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9
Aktuelles
Vorbildliche Ausbildungsqualität
Mediziner fehlen in allen Bereichen.
Oberösterreich wird deshalb alles tun
müssen, um zu verhindern, dass junge
Ärztinnen und Ärzte in arbeitnehmerfreundlichere Systeme abwandern.
Je mehr Hilfestellungen und Flexibilität man jungen Eltern entgegen bringt,
desto eher wird man auf ihre Arbeitskraft zählen können. Die Abschaffung überlanger Dienste, flexible Kinderangebote,
auch um die Nacht-
dienste zu erleichtern, oder praktikable Lösungen im niedergelassenen
Bereich, die es erlauben, Familie und
Praxis unter einen Hut zu bringen und
dabei nicht selbst unter die Räder zu
kommen.
Wenn junge Medizin-AbsolventInnen in Oberösterreich gute Arbeitsbedingungen
vorfinden, wird ihnen die Entscheidung für einen
Arbeitsplatz hier
leicht fallen. ■
Eine nach Schulnotensystem gemessene Gesamtzufriedenheit von 2,76 bei den oberösterreichischen Turnusärzten stellte für die Kurie der angestellten Ärzte
keinen Grund zum Jubeln dar, selbst wenn diese über
dem österreichweiten Durchschnitt lag. Gleichzeitig
ließ dieses Ergebnis aber auch einen gewissen Verbesserungsspielraum zu. Eine Arbeitsgruppe, bestehend
aus (in alphabetischer Reihenfolge) Univ.-Prof. Prim.
Dr. Walter Hasibeder, Dr. Viktoria Nader, Dr. Violetta Kure, Dr. Doris Müller (Vorsitz), Prim. Dr. Werner
Saxinger und Prim. Dr. Herbert Stekel, konzipierte
in den vergangenen Jahren ein Ausbildungszertifikat,
das die hervorragende Qualität einzelner Abteilungen
der öffentlichen Krankenanstalten Oberösterreichs
hervorhebt.
ildun
b
s
Der Anteil an Medizinabsolventinnen
liegt seit Jahren zwischen 56 und 61
Prozent. Sechs von zehn Turnusärzten sind weiblich, der Frauenanteil
an der gesamten Ärzteschaft liegt bei
45 Prozent, Tendenz stark steigend.
Elternkarenz und Teilzeit-Arbeitsmodelle sind für junge Mütter oft eine
Notwendigkeit. Und auch die Männer
der „Generation Y“ haben nicht selten
den Wunsch nach flexiblen Arbeitszeitmodellen.
bei um DFP-approbierte
Fortbildungen handelt, die
während der Normaldienstzeit
der Turnusärzte angeboten werden.
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Tu rzte
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Familienfreundlicher Arbeitsplatz – Chance für OÖ
Die Gesamtzufriedenheit der oberösterreichischen Turnusärzte lag bei der
letzten Evaluierung der Ausbildungsqualität der Turnusausbildung zum Arzt
für Allgemeinmedizin bei 2,76. Mittels eines neuen Ausbildungszertifikates
sollte die gute und vorbildliche Ausbildungsqualität einzelner Abteilungen
hervorgehoben und so die Gesamtzufriedenheit gesteigert werden. Diese
Zertifikate wurden nun zum ersten Mal überreicht.
- Z e r ti
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g
fik
Dr. Julia Röper-Kelmayr
/ Ärztinnenreferat
ausgezeichnet
Au
STANDPUNKT
■ Neu eingeführt wurde außerdem das sogenannte „Log-Buch“, das
den Turnusärzten als Leitfaden während der Ausbildungszeit dient.
Es enthält die elementaren Ausbildungsinhalte, welche an die
Rasterzeugnisse angelehnt sind.
»
Jede Abteilung, welche dieses Ausbildungszertifikat
erlangen möchte, muss bestimmte Voraussetzungen
mit sich bringen bzw. gewisse Kriterien erfüllen. Die
Redaktion der OÖ Ärzte hat diese Voraussetzungen
für Sie zusammengeführt:
© Fotolia.de
■ So ist es unter anderem unerlässlich, mindestens
einen sogenannten „Ausbildungsmentor“ zu installieren. Dieser ist während der Dienstzeiten
der Turnusärzte der nächste Ansprechpartner. Je
mehr Turnusärzte eine Organisationseinheit hat,
desto mehr Ausbildungsmentoren bedarf es. So
staffelt sich diese Bedingung wie folgt:
1 Ausbildungsmentor bei 1 bis 5 Turnusärzten
2 Ausbildungsmentoren bei 6 bis 10 Turnusärzten
3 Ausbildungsmentoren bei mehr als 10 Turnusärzten auf ein und derselben Abteilung
■ Ein weiterer wesentlicher Punkt ist der Nachweis
einer speziell für Turnusärzte konzipierten, fachlich medizinischen Fortbildung im Ausmaß von
mindestens vier Einheiten pro Monat. Wie diese
Einheiten abgehalten werden, entscheidet allein
die Abteilung, wichtig ist nur, dass es sich hier-
10
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
11
Aktuelles
Aktuelles
■ Ein zusätzliches Feedback-Gespräch zwischen Turnusarzt
und dem Abteilungsleiter bzw. dem Ausbildungsmentor ist
für beide Seiten gewinnbringend. Dieses wird vom Turnusarzt im Log-Buch dokumentiert und ebenso evaluiert.
■ Last but not least darf die um das Ausbildungszertifikat ansuchende Abteilung einer Standardkrankenanstalt
zum Zeitpunkt der Antragstellung, entweder in der Gesamtbewertung seit Beginn der Turnusevaluierung, oder
in den letzten beiden Jahren vor der Antragstellung, bei
mindestens drei Bewertungen maximal einen Wert von
Abteilung / Department Krankenhaus
Akutgeriatrie und Remobilisation
Unfallchirurgie
Innere Medizin
Innere Medizin 1
Lungenkrankheiten
Lungenkrankheiten
Unfallchirurgie
Kinder- und Jugendheilkunde
Haut- und Geschlechtskrankheiten
Neurologie
HNO
Innere Medizin 2
Unfallchirurgie
Kinder- und Jugendheilkunde
Innere Medizin V
KH Elisabethinen Linz
LKH Rohrbach
LKH Rohrbach
KH St. Josef Braunau
LKH Steyr
Klinikum Wels-Grieskirchen
AKh Linz
Klinikum Wels-Grieskirchen
AKh Linz
Klinikum Wels-Grieskirchen
Klinikum Wels-Grieskirchen
LKH Steyr
LKH Steyr
LKH Steyr
Klinikum Wels-Grieskirchen
2,00 haben. Bei Schwerpunktkrankenanstalten erhöht sich
die Anzahl der Mindestbewertungen von drei auf fünf
Bewertungen.
Endlich ist es so weit
„Natürlich ist es für uns besonders erfreulich, dass 15 oberösterreichische Abteilungen all diese Kriterien erfüllen konnten“,
meint Kurienobmann Dr. Harald Mayer. So überreichten er,
Turnusärztevertreterin Dr. Doris Müller und Präsident Dr.
Peter Niedermoser heuer die ersten jener Ausbildungszertifikate
an die Abteilungsleiter dieser besonders vorbildlichen Stationen
der öffentlichen Krankenanstalten. TurnusärztevertrePrimar / Dep.-Leiter
terin Dr. Doris Müller sieht
mit dem AusbildungszertifiOA Dr. Koller
kat einen weiteren Schritt in
Prim. Dr. Winkler
die richtige Richtung gesetzt.
Prim. Dr. Ebner
„Im Interesse der StandortUniv.-Prof. Prim. Dr. Auer
und Qualitätssicherung der
Prim. Dr. Bolitschek
oberösterreichischen Krankenanstalten möchten wir
Prim. Dr. Eckmayr
die Gesamtzufriedenheit der
Univ.-Prof. Prim. Dr. Kwasny
Turnusärzte verbessern. Das
Prim. Dr. Eitelberger
Ausbildungszertifikat wird
Univ.-Prof. Prim. Dr. Auböck
uns dabei sicher helfen.“
Priv. Doz. Prim. Dr. Topakian
Welche Abteilungen das AusPrim. Dr. Keintzel
bildungszertifikat der Ärztekammer für Oberösterreich
Prim. Dr. Andel, MPH
erhalten haben sehen Sie in
Prim. Dr. Riedelberger
der nebenstehenen Tabelle.
Prim. Dr. Emhofer
Herzliche Gratulation!
■
Prim. Dr. Kirchgatterer, MSc.
Mag. Christina Holzner
IMMOBILIEN-NEUHEITEN
NEUBAUPROJEKT IM ZENTRUM VON LINZ
Die Ärztekammer für OÖ errichtet eine moderne
Wohnanlage in 4020 Linz, Mozartstraße 33.
11 Mietwohnungen sowie 11 Tiefgaragenplätze stehen
zur Verfügung. HWB: 27,3 kWh/m²a / fGEE 0,69
Voraussichtliche Fertigstellung: November 2014!
■ 2-Raum-Wohnungen:
Wohnfläche ca. 50 m² mit hofseitiger Loggia ca. 7,5 m²
Ausstattung: Küche möbliert, Fußbodenheizung
Miete inkl. BK und Ust. ab € 585,54
■ 3-Raum-Wohnungen:
Wohnfläche ca. 82 m² mit hofseitiger Loggia ca. 16 m²
Ausstattung: Küche möbliert, Fußbodenheizung
Miete inkl. BK und Ust. ab € 935,37
Anfragen richten Sie bitte an:
Andrea Mertlseder, Immobilienabteilung der Ärztekammer für OÖ
Dinghoferstraße 4, 4020 Linz, Telefon: 0732 / 77 83 71 – 239
E-Mail: mertlseder@aekooe.at
TÄ-Vertreterin Dr. Müller, KO Dr. Mayer, Präsident Dr. Niedermoser mit den Abteilungsleitern und deren ärztlichen Teams. Vertreter folgender Abteilungen konnten bei dem
Fototermin leider nicht anwesend sein: Kinder- und Jugendheilkunde Klinikum Wels-Grieskirchen, HNO Klinikum Wels-Grieskirchen, Innere Medizin 2 LKH Steyr.
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Aktuelles
„Mein Arzt-hört-handelt-hilft“
Die ersten Anzeichen sind schon lange da und mittlerweile mehren sie sich: Die Versorgung durch Hausärzte ist in
Gefahr, besonders problematisch ist die Entwicklung am
Land. Auch wenn sich die Politik in vielen Bereichen noch
spießt, über kurz oder lang werden die Vorschläge der Ärztevertreter sehr wohl ernst genommen werden müssen.
Vertrauensarzt-Modell bietet eine Vielzahl an Verbesserungsmöglichkeiten, die alle Kolleginnen und Kollegen im jetzigen
System bitter nötig haben.“ Laut Dr. Thomas Fiedler wird zwar
in der Regel ein Allgemeinmediziner als Haus- und Vertrauensarzt tätig sein, grundsätzlich sehe das Modell aber keine Einschränkung auf eine bestimmte Fachrichtung vor.
Was es braucht
Mit dem Haus-und-Vertrauensarzt-Modell hat die Bundeskurie der Niedergelassenen Ärzte eine weitere Grundlage
konzipiert, die zur Verbesserung der Ist-Situation beitragen
soll. Gerade der unkoordinierte Zugang zum Gesundheitssystem ist dem oberösterreichischen Kurienobmann der
Niedergelassenen Ärzte Dr. Thomas Fiedler ein Dorn im
Auge, die richtige Behandlung am richtigen Ort fehle derzeit
noch. „Das bedeutet unter anderem den Ausbau des gesamten
niedergelassenen Bereichs. Wir müssen vor allem diejenigen
Patienten erreichen, die heute unnötigerweise in den Ambulanzen behandelt werden. Ein effizienter Umgang mit den
bestehenden Ressourcen wäre ein Gewinn für alle Beteiligten
und ist schon lange überfällig“, meint Dr. Fiedler.
Idee der Versorgungspyramide
■ Das Potenzial der E-Card nutzen
Der Haus- und Vertrauensarzt wird im E-Card-System als erster
Ansprechpartner registriert – natürlich nur mit Zustimmung
des Patienten. Das bedeutet, dass in Zukunft alle weiteren
betreuenden Ärzte und Gesundheitsberufe Befunde und dergleichen an ihn übermitteln.
■ Lehrpraxis verpflichtend einführen
12 Monate, verpflichtend und von öffentlicher Hand finanziert,
in vielen westeuropäischen Ländern ist die Lehrpraxis bereits
Standard, nur in Österreich und manchen Teilen Osteuropas
noch nicht. Dieses Defizit heißt es zu beseitigen.
■ Ärztliche Kooperationsformen ermöglichen
Von der Einzelordination bis hin zum Time-Sharing, Gruppenpraxen ohne Honorarabschläge. Für eine Verschiebung
der Leistungen aus den Ambulanzen in die Ordinationen
braucht es mehr Kassenstellen und flexiblere Arbeitsbedingungen für Kassenärzte.
»
© Fotolia.de
So sieht das künftige Modell den Haus- und Vertrauensarzt als
Basis der Versorgungspyramide-Notfälle sind an dieser Stelle
ausgenommen. Hausärzte-Vertreter Dr. Wolfgang Ziegler nennt
den Haus- und Vertrauensarzt als ersten Ansprechpartner, der
untersucht, behandelt und in den notwendigen Fällen auch
weiterverweist. „Wir müssen niemandem mehr beweisen, dass
das jetzige System auf Dauer zum Scheitern verurteilt ist,“ so
Dr. Ziegler, „die ausbleibenden Nachbesetzungen der Ordinationen und der Turnusärztemangel sprechen für sich. Das
Natürlich gibt es gewisse Voraussetzungen, die das Haus- und
Vertrauensarzt-Modell fordert. Die Österreichische Ärztekammer
stellte einige Bedingungen auf, deren Erfüllung unabdingbar
sind.
14
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
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Aktuelles
■ Vertrauensverhältnis Arzt-Patient respektieren und fördern
Ärzte wollen genügend Zeit für ihre Patienten haben und fordern ebenso absoluten Respekt vor dem Arztgeheimnis. Schließlich ist dieses Vertrauensverhältnis
die Grund-lage ärztlichen Handelns.
Praxisvertretungen
Die beiden Listen „MACHE &
SUCHE Vertretungen“ sind
abrufbar auf:
■ ELGA alltagstauglich und sicher machen
Eine heute schon ausufernde Bürokratie, die sich in Zukunft noch zuspitzen könnte, sollte ELGA ohne Mindestmaß an Nutzerfreundlichkeit eingeführt werden. Eine praktikable Suchfunktion und eine
höchstmögliche Datensicherheit stellen unentbehrliche Voraussetzungen für Ärztevertreter dar. Dass die ELGA-Investitionskosten den Ärzten abzugelten sind, ist ebenso unerlässlich.
www.aekooe.at |
unter der Rubrik Service |
Vertretungsbörse
■ Leistung honorieren
Schon jetzt erfüllen Ärzte sowohl sozialmedizinische, als
auch organisatorische Aufgaben, die finanziell kaum bis
gar nicht abgegolten werden. Sogenannte „Integrative
Leistungen“ müssen in die Honorarkataloge aufgenommen und eine zeitgemäße Honorierung von
Bereitschaftsdiensten erarbeitet werden.
Sofern Sie einen Vertreter
suchen bzw. Vertretungen
übernehmen möchten, können
Sie sich dort eintragen.
Für eventuelle Fragen steht
Ihnen Frau Lueghammer,
Telefon 0732 / 77 83 71-231
jederzeit zur
Verfügung!
Freiwillige Bindung
Freie Arztwahl bleibt
Spital
stationär
Die Bundeskurie Niedergelassene Ärzte
in der Österreichischen Ärztekammer
bekennt sich zur „Versorgungspyramide“ der medizinischen
Betreuung.
Spital
Ambulanz
niedergelassener
Facharzt
niedergelassener
Haus- und Vertrauensarzt
E-Card-Registrierung
Haus- und Vertrauensarzt
als zentraler Ansprechpartner
Anreizsystem
Vorteile für Patienten
■ Bürokratie eindämmen
Viele Formulare, die Zeit und Geld
kosten, dem Patienten aber nichts bringen. Bürokratie und Dokumentation nehmen dem Arzt Zeit für die Patienten. Es braucht
konkrete Maßnahmen zur Eindämmung der Formularflut.
■
Mag. Christina Holzner
Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter
Die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter – BVA sucht für die im Bau befindliche
Sonderkrankenanstalt für psychiatrische Rehabilitation in Bad Hall/Oberösterreich
ab 1. Dezember 2014 oder nach Vereinbarung
eine Ärztin für Allgemeinmedizin / einen Arzt für Allgemeinmedizin
mit einem Beschäftigungsausmaß von 100%
Egal, ob Ihr Glas halb voll
oder halb leer ist –
sagen Sie es uns!
16
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
Die BVA errichtet im wunderschönen Kurort Bad Hall im Herzen von
Österreich ein Rehabilitationszentrum für psychische Erkrankungen
mit dem Schwerpunkt Burnout nach modernsten Maßstäben. Das
Haus wird über 100 Betten verfügen und neben klassischen sechswöchigen Aufenthalten für die psychiatrische Rehabilitation auch
vierwöchige Aufenthalte für Menschen mit erhöhtem BurnoutRisiko anbieten. Neben Diagnostik und Therapie nach den höchsten Qualitätsstandards fühlt sich die BVA auch zur Forschung zu
den Themen Burnout und psychiatrische Rehabilitation verpflichtet.
Die Eröffnung des Hauses ist mit April 2015 geplant.
Wir erwarten von Ihnen:
• Berechtigung zur selbstständigen Berufsausübung
• Notarztdiplom erwünscht
• Interesse für die psychiatrische Rehabilitation
• Interesse für das Thema Burnout und Bereitschaft zur
Vertiefung
• Bereitschaft zur wissenschaftlichen Arbeit
• Teamfähigkeit, Arbeit im multiprofessionellen Team
• Hohe Belastbarkeit
• Teilnahme am Nachtdienstrad
Es erwartet Sie:
• Interessante, vielschichtige ärztliche Tätigkeit mit hoher Eigenverantwortung und Führungsverantwortung
• Modernstes Arbeitsumfeld in neuem Haus nach allerhöchstem
Standard in wunderschöner Umgebung mit einem jungen,
prosperierenden Team
• Arbeit im multiprofessionellen Team
• Leitung von zwei Rehabilitationsteams unter fachärztlicher Supervision
• Großzügige Fortbildungsregelung
• Möglichkeit zur eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit
• Entlohnung laut Dienstordnung für die Ärzte / Ärztinnen bei den
Sozialversicherungsträgern Österreichs, monatliches Brutto-Mindestentgelt EUR 4.656,94 (x14), zzgl. Vergütung für Nachtdienste.
Höhere Entlohnung durch Anrechnung von Vordienstzeiten möglich.
Bei Interesse senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen
bevorzugt in elektronischer Form bis spätestens 14.11.2014 an:
Herrn Prim. Dr. Bernd Reininghaus, ärztlicher Leiter
Therapiezentrum Justuspark, 4540 Bad Hall, Linzer Straße 7
Tel. 050405 / 85100 DW, Email: bernd.reininghaus@bva.at
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Ärzteportrait
arbeitete der 39-Jährige als Allgemeinmediziner und war auch mit klassischen
Zivilisationskrankheiten konfrontiert,
die sich in der Mittelschicht vieler
ärmerer Länder ausbreiten. Auch die
gesundheitlichen Folgen von Umweltverschmutzung, Drogen und Medikamenten-Fälschungen waren für ihn oft
ein Thema. Die Zustände des Gesundheitswesens, die Dr. Haberfellner in
vielen Ländern erlebt hat, sind hierzulande unvorstellbar: „Ich erinnere mich
an Notaufnahmen in indischen Spitälern, wo es aussieht wie im Lazarett und
wo einen die Gerüche fast umhauen.
Privatsphäre wird nicht groß geschrieben. Nicht selten sind die Wände zwischen den Zimmern aus Glas und viele
Leute schauen einem bei der Visite zu.
In dem Krankenhaus in Tansania, wo
ich einmal arbeitete, lagen zwei bis drei
Patienten in einem Bett. Die Matratzen
waren vollgesogen mit Blut und anderen Körperflüssigkeiten.“ Für die Pflege
und Versorgung seien in den meisten
Am Tropeninstitut in Lima, Peru.
Asien, Afrika, Lateinamerika, Südpazifik: Dr. Bernhard Haberfellner hat
fast auf der ganzen Welt gearbeitet
- meistens dort, wo es immer warm
und grün ist. Mit romantischen Vorstellungen von Palmen und Sandstränden hat seine Arbeit jedoch
nichts zu tun: Als Spezialist für Tropenmedizin ist er heimtückischen
Erregern auf der Spur und außerdem
mit Krankheiten konfrontiert, die viel
mit Armut und mangelnder Bildung
zu tun haben.
São Paulo, Brasilien: Dr. Haberfellner begutachtet am
Instituto Butantan, wo u. a. Antiseren produziert werden, eine Giftschlange, die ein Patient mitgebracht hat.
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Am indischen Ozean, unter
anderem als Taucherarzt für einheimische Fischer und Touristen.
Ländern die Familien zuständig: „Die
Angehörigen pflegen und waschen die
Patienten und bringen Essen.“ Dr. Haberfellner musste sich bei seiner Arbeit
meist auf die Anamnese und die klinische Untersuchung verlassen, denn für
Diagnostik mit Bluttests, Röntgen und
Co. fehlten oft die Mittel.
»
Tropenarzt: „Durch
die Medizin in andere
Kulturen eintauchen“
Eigentlich wollte er ja Neurologe werden, aber irgendwie zog es ihn immer
wieder aufs Neue in ferne Länder. Da
passte die Ausbildung zum „Facharzt
für spezifische Prophylaxe und Tropenmedizin“ Dr. Bernhard Haberfellner besser in die Lebensplanung. Und
er hat es nicht bereut. Für Ausbildung
und Beruf lernte und arbeitete er in
unzähligen Ländern, darunter Indien,
Venezuela, Brasilien, Australien, Singapur, Tansania, Peru oder Inseln im
Südpazifik wie Samoa oder die CookIslands. Einsätze für die Organisation
„Ärzte für die Dritte Welt“, die ihm
eine Nominierung für den ÄskulapHumanitätspreis einbrachten, führten
ihn in Slums und entlegene Gebiete auf den Philippinen. Ebenso war
Dr. Haberfellner an renommierten
Tropeninstituten in Europa, etwa in
London, Hamburg und Barcelona tätig.
Einen Teil der Facharztausbildung
absolvierte er im Krankenhaus der
Elisabethinen in Linz.
Indische Notaufnahme:
„Wie im Lazarett“
In den tropischen Ländern behandelte
Dr. Haberfellner einerseits dort vorkommende Krankheiten – von Parasitosen wie Chagas oder der „Fliegenmadenkrankheit“ Myiasis über Malaria
und Dengue-Fieber bis zur japanischen
Enzephalitis. Oft treten diese Krankheiten in Kombination mit Mangelernährung auf, was die Patienten noch
mehr schwächt. Andererseits
»
Einsatz auf den Philippinen für die Organisation „Ärzte für die Dritte Welt“.
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Ärzteportrait
Was Dr. Haberfellner an der Arbeit rund
um den Globus reizt ist das Eintauchen
in andere Kulturen: „Ich komme als Arzt
in Gegenden, wo kaum je Touristen hinkommen. Ich erhalte Einblicke in das
Leben der Menschen vor Ort, die sonst
nicht möglich wären.“ Dolmetscher,
die gleichzeitig Kulturvermittler sind,
waren unterwegs immer an seiner Seite.
Auf Englisch und Spanisch kann er auch
selbst behandeln.
Selbst geschützt hat sich Dr. Haberfellner bei seinen Auslandsaufenthalten
wie andere Reisende auch: Impfungen,
Moskitonetze, Schuhe vor dem Anziehen ausbeuteln (wegen möglicher Skorpione) und beim Essen und Trinken
nicht leichtsinnig sein. Manche Risiken in tropischen Ländern haben allerdings gar nichts mit dem Klima zu tun,
sondern mit Unfällen im chaotischen
Straßenverkehr oder der Kriminalität.
Ob er je einen Kulturschock hatte? „Im
Ausland nicht, eher bei der Heimkehr.
Es ist schon interessant, über welche
Kleinigkeiten man sich in Österreich
aufregt. Ich genieße, dass es sauberes
Wasser gibt und keine riesigen Schlaglöcher auf den Straßen.“
■
Mag. Isabella Ömer
Neue Heimat in Linz
Im April dieses Jahres hat sich
der gebürtige Innsbrucker Dr.
Bernhard Haberfellner als Wahlarzt niedergelassen, berufliche
Kurzaufenthalte in den Tropen hat
er aber weiterhin vor. In seiner
Praxis für Allgemein- und Tropenmedizin in der Linzer Innenstadt
hängen Bilder von Aufenthalten
in der ganzen Welt. „Linz ist
für mich ein guter Standort:
Es liegt zentral in Österreich und
hat große international tätige
Firmen, bei denen Dienstreisen
nach Übersee und eben auch in
tropische Länder nicht ungewöhnlich sind.“ Ein wichtiges
Standort-Kriterium für ihn sei
aber auch die neue medizinische
Fakultät der Johannes-KeplerUniversität: „Tropenmedizin ist
in der Ausbildung derzeit nur ein
Randthema. Viele Erkrankungen,
etwa von Reiserückkehrern oder
Migranten, sind daher unterdiagnostiziert. Studienangebote für
diesen Bereich wären für Linz
sicher spannend und außerdem
einzigartig in ganz Österreich.
Dafür möchte ich gerne Kontakte
knüpfen.“
Zuallererst bedanken wir uns dafür, dass alle
Ordinationen bereit waren, den Mitarbeiterinnen
des Ärztlichen Qualitätszentrums am Telefon über
die konkreten Wartezeiten Auskunft zu geben. Die
Telefoninterviews zeigen, dass die Realität nur
annäherungsweise in einer Zahl von Tagen bis
zu einem bestimmten Termin festgemacht werden
kann. So ist z.B. die Unterscheidung zwischen akut
/ dringend / Routine kein Einteilungsmaßstab in den
Ordinationen, sondern ein Kontinuum, innerhalb
dessen die Termine nach Dringlichkeitseinstufung
vergeben werden.
Wartezeiten
auf Facharzt-Termin steigen
Mag. Alois Alkin,
Geschäftsführer
Ärztliches
Qualitätszentrum
Die
Erhebung
zeigt auch nur
mögliche Problembereiche, aber
nicht die vielfältigen Ursachen für
lange Wartezeiten
auf einen Behandlungstermin: Von vorübergehenden
aber längeren Krankenständen eines Kollegen über
Abrechnungslimitierungen und die Alterspyramide,
bis zum medizinischen Fortschritt und Veränderungen in der Organisation der Krankenhäuser.
Organisation des Terminmanagements
Wir haben auch einige organisatorische Regelungen
zum Terminmanagement erhoben. In 75 % der Ordinationen stehen über die offiziellen Öffnungszeiten
© Fotolia.de
„Genieße sauberes Wasser“
Aktuelles
hinausgehende Behandlungszeiten zur Verfügung. Und in 94% der
Ordinationen ist zu den Ordinationszeiten eine Terminvereinbarung
möglich. In den anderen 26 Ordinationen (6 %) beträgt die Zeit
für telefonische Terminvereinbarung zwischen 40 % und 86 % der
Ordinationszeit. Kurzfristige Routine- und Kontrolltermine nach
einer Behandlung werden in fast allen Ordinationen gleich vor Ort
vereinbart. Fünf Patienten pro Tag, welche ohne Termin kommen und
zwei Patienten, welche nicht zum vereinbarten Termin kommen ohne
sich abzumelden, stellen die Ordinationen vor erhebliche organisatorische Herausforderungen.
Analyse anhand von Schwellenwerten
Um in der Analyse die prioritären Handlungsfelder für die Ärztekammer und die GKK rasch herausfiltern zu können, wurden sowohl für
dringende Terminanfragen als auch für Routineterminanlässe generelle
Schwellenwerte auf Regionsebene definiert: Eine Woche für nicht akute, aber dringende Anlässe und acht Wochen für einen Routinetermin.
Wartezeiten auf einen Behandlungstermin
Akutpatienten werden in allen Ordinationen entweder
im Rahmen einer Akutsprechstunde, oder in den normalen Öffnungszeiten am gleichen Tag versorgt.
Praxis in Linz: Nach Jahren im Ausland hat
sich Dr. Bernhard Haberfellner niedergelassen.
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© Fotolia.de
Auf eine Behandlung wegen eines dringenden Problems warten die Patienten im Durchschnitt einen Tag
(Median), in vielen Ordinationen werden Sie am gleichen Tag behandelt, in 12 % der Ordinationen warten
Patienten länger als eine Woche auf die Behandlung.
Noch weiter streut die Bandbreite der Wartezeit für
Routineuntersuchungen ohne Beschwerden, die im
Durchschnitt bei 18 (Werk)Tagen liegt (min. 0 – max.
ein Jahr).
Die Fächer mit dem größten Termindruck sind
Augenheilkunde und Urologie
Die Fächer mit überdurchschnittlich langen
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Aktuelles
Anzahl und Anteil der Ordinationen,
welche Neupatienten einen
Routinetermin innerhalb von
8 Wochen geben können
Veränderung zu
2010 in %-Punkten
Wartezeiten sind wenig überraschend und gereiht nach
der Dauer: Au-genheilkunde,
Urologie, Dermatologie, Psychiatrie, Gynäkologie und
Innere Medizin. Am deutlichsten wird der Termindruck, wenn man berechnet,
wie viele Ordinationen einer Fachgruppe Neupatienten
einen Routinetermin innerhalb von 8 Wochen anbieten
können (s. Tabelle). In den
Fächern Orthopädie, Unfallchirurgie, Neurologie, Radiologie und Chirurgie sind dies
100 %, in 2 Fächern – Augenheilkunde und Urologie – sind
dies weniger als ein Drittel
der Ordinationen, alle anderen Fächer liegen zwischen
72 % und 95 %.
Augenärzte
14 von 53: 26 %
-11
Urologie
7 von 21: 33 %
-24
Psychiatrie
13 von 18: 72 %
 -3
Dermatologie
23 von 32: 72 %
-18
Gynäkologie
63 von 70: 76 %
-10
Innere Medizin
32 von 40: 82 %
 -8
HNO
26 von 31: 84 %
 -7
Lungenkrankheiten
22 von 23: 96 %
+ / -0
Kinder- und Jugendheilkunde
35 von 37: 95 %
 +3
Orthopädie
28 von 28: 100 %
 +4
Unfallchirurgie
5 von 5: 100 %
+ / -0
Radiologie
31 von 31: 100 %
+ / -0
Neurologie
18 von 18: 100 %
+ / -0
Chirurgie
11 von 11: 100 %
Das wirklich besorgniserregende Ergebnis besteht
darin, dass genau in jenen
Fächern, die auch bereits 2010 die längsten Terminwartezeiten hatten, diese sowohl für Stammpatienten als auch Neupatienten noch teilweise
erheblich länger wurden bzw. der Anteil der Ordinationen, die innerhalb von acht Wochen einen
Termin vergeben können, deutlich gesunken ist.
Tendenz:
Termindruck steigt
+ / -0
Dringlichkeitseinschätzung durch Patient
oder Hausarzt?
Da die Einschätzung der Dringlichkeit am Telefon
für die Ordinationsmitarbeiterinnen ein verantwortungsvolles und schwieriges Unterfangen ist,
lösen dies Ordinationen teilweise durch eine verpflichtende Zuweisung durch den Hausarzt. Dann
kann auf Basis einer medizinisch festgestellten
Dringlichkeit der Termin vergeben werden.
Große Nachfrage: Notarztgrundkurse
ÄrztInnen die beabsichtigen eine ärztliche Tätigkeit im
Rahmen organisierter Notarztdienste (Notarztwagen und
Notarzthubschrauber) auszuüben, haben laut Ärztegesetz
einen Lehrgang von mindestens 60 Stunden zu absolvieren, der mit einer theoretischen und praktischen Prüfung
abzuschließen ist.
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Jänner 2015, April 2015 und September 2015
In Oberösterreich wird ein Lehrgang kombiniert mit
einem ERC/ALS-Providerkurs angeboten. Eigens ausgebildete Instruktoren lehren in den ersten zweieinhalb
Tagen anhand der neuesten Guidelines die Grundlagen
der Reanimation und der Notfalltherapie. In kleinen
Gruppen werden praktische Übungen zu den Bereichen
Basic-Life-Support, Defibrillation und Airwaymanagement mit Übungsszenarien durchgeführt. Jeder Kursteilnehmer erhält zur Seminarvorbereitung bereits vor Lehrgangsbeginn ein Provider-Manual.
Zielgruppe: Alle ÄrztInnen mit jus practicandi und TurnusärztInnen
im letzten Ausbildungsjahr. Wissenschaftliche Leitung:
■ Univ.-Prof. Prim. Dr. Oskar Kwasny,
Leiter der Unfallchirurgie am AKh Linz
■ OA Dr. Friedrich Firlinger,
Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, Linz
■ Dr. Henrik Fischer,
Stv. Leiter der Abteilung I/10, Chefärztlicher Dienst
Dieser Grundkurs muss alle zwei Jahre durch einen Refresher-Kurs nach ÄG § 40 aktualisiert werden. Geschieht
dies nicht, muss das Diplom durch eine Prüfung wieder
erneuert werden.
Anmeldemodalitäten:
Aufgrund der großen Nachfrage – und damit eine faire
Abwicklung der Buchungen möglich ist – gibt es eine
Warteliste für die Anmeldung. Die Wartezeit beträgt
Die Fachgruppenberichte mit den anonymisierten Ergebnissen stehen der jeweiligen Fachgruppe
sowie dem Kammerbüro und der Gebietskrankenkasse zur Verfügung.
■
Mag. Alois Alkin
im Moment ca. ein Jahr. Damit diese auch immer aktuell ist,
wird bei Eintragung eine Gebühr von € 100,-- eingehoben. Diese
Gebühr wird bei Streichung von der Warteliste umgehend retourniert, bei Inanspruchnahme eines Kursplatzes auf die Teilnahmegebühr gutgeschrieben.
www.medak.at
Registrieren Sie sich auf
Sie erhalten eine schriftliche Bestätigung über Ihre Eintragung
in der Warteliste mit der Bitte um Einzahlung der Anmeldegebühr.
Sie werden rechtzeitig benachrichtigt, sobald für Sie ein
Platz frei ist.
Weitere Informationen
erhalten Sie bei Sandra
Schander: schander@
medak.at, Telefon und Fax:
+43-732-778371-314
■
Sandra Schander
MedAk –
Medizinische
Fortbildungsakademie OÖ
Neuerung bei Führerscheingutachten
© Fotolia.de
Kurienobmann Dr. Fiedler:
„Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen für die Mitwirkung
an der Erhebung. Es ist eine gute
Dokumentation der vorbildlichen
Arbeit in den Ordinationen und der
schwieriger werdenden Rahmenbedingungen. Wir werden die anonymisierten
Ergebnisse gemeinsam mit der GKK analysieren
und geeignete Maßnahmen verhandeln.“
der MedAk
Kursinformationen:
© Fotolia.de
Fachgruppe
(gereiht nach Quote)
E x pe r tI n n e n-T i p p s | Recht & Service
Bei Paragraph 8 Führerscheingesetz, welcher das Thema ärztliche
Untersuchungen betrifft, gibt es eine Änderung. Künftig gilt die
militärärztliche Feststellung der gesundheitlichen Eignung zum
Lenken eines Kraftfahrzeugs einer oder mehrerer Gruppe(n) für
die Dauer von 18 Monaten ab Ausstellung auch als ärztliches
Gutachten für den Führerschein.
Der aktuelle Text des Führerscheingesetzes ist abrufbar auf
www.ris.bka.gv.at ■
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
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Recht & Service | E x pe r tI n n e n-T i p p s
Frage an die Rechtshotline:
Eine ursprünglich in Vollzeit angestellte Ärztin befand sich
nach der Geburt ihres ersten Kindes zunächst in Karenz
und anschließend in Elternteilzeit. In dieser Zeit wurde sie
erneut schwanger und ging nach der Geburt des zweiten
Kindes neuerlich in Karenz. Während dieser Karenzzeit
erklärte sie gegenüber ihrem Dienstgeber den vorzeitigen
Austritt (Mutterschaftsaustritt). Für die nicht verbrauchten Urlaubstage erhielt die Ärztin seitens ihres Dienstgebers eine entsprechende Urlaubsersatzleistung auf Basis
der Teilzeitbeschäftigung anstatt des ursprünglichen Vollzeitarbeitsverhältnisses ausbezahlt. Erfolgte dies zurecht?
Gemäß der Bestimmung des § 15j Abs. 9 Mutterschutzgesetz
(MSchG) endet eine Elternteilzeitbeschäftigung vorzeitig mit
der Inanspruchnahme einer neuerlichen Karenz oder Teilzeitbeschäftigung für ein weiteres Kind. Es kommt dabei zu
keiner Beendigung des Arbeitsverhältnisses an sich, sondern
lediglich zur Beendigung des nach Maßgabe der Teilzeitbeschäftigung bestehenden Arbeitszeitausmaßes. Daraus
resultiert, dass das Arbeitsverhältnis mit Inanspruchnahme
der Karenz für ein weiteres Kind fortgesetzt wird und zwar
auf Basis jenes Arbeitszeitausmaßes, das ohne die Eltern-
Verpflichtende Preisinformationen an Patienten
Mag. Christoph Voglmair, PLL.M.
Abteilungsleiter Arbeitsrecht & Standesführung
E-Mail: voglmair@aekooe.at
Telefon: 0732 778371 291
teilzeit gegolten hätte. Erfolgt nun im Rahmen der Karenz ein
Austritt aus dem Dienstverhältnis seitens der Dienstnehmerin
(Mutterschaftsaustritt) ist nach einer unlängst ergangenen
Entscheidung des Obersten Gerichtshofes (OGH 25. 6. 2014,
9 ObA 62/14d) eine allfällige Urlaubsersatzleistung auf Basis
des ursprünglichen Vollzeitarbeitsverhältnisses zu berechnen.
Um auf das Eingangsbeispiel zurückzukommen, war somit
die seitens des Dienstgebers ausbezahlte Urlaubsersatzleistung
für nicht verbrauchte Urlaubstage auf Basis der Elternteilzeitbeschäftigung nicht korrekt.
Diesen Artikel sowie weitere medizinrechtlich relevante
Informationen finden Sie auch unter
www.infofueraerzte.at
Auf Grund einer Änderung des Ärztegesetzes, womit die
europaweit gültige Richtlinie über die Rechte von Patienten umgesetzt wird, müssen Ärzte künftig im Rahmen
ihrer Auskunftspflicht nach § 51 Abs. 1a Ärztegesetz
zusätzliche Informationen zur Verfügung stellen.
Werden medizinische Leistungen angeboten, die nicht von
einem inländischen Träger einer Krankenversicherung oder
einer Krankenfürsorge im Wege der Sachleistung gedeckt
werden, so ist der Patient bzw. dessen gesetzlicher Vertreter über sämtliche im Zusammenhang mit der ärztlichen
Leistung stehende Kosten einschließlich der zu erwartenden
Folgekosten zu informieren. Das heißt, dass bereits vor Beginn der Behandlung auf die entstehenden Kosten hingewiesen werden muss. Sollte der zu erwartende Behandlungsaufwand für die privat zu verrechnende Leistung zu diesem
Zeitpunkt noch nicht feststehen, empfehlen wir, den Patienten unter Nennung des jedenfalls zu leistenden Honorars
hierauf aufmerksam zu machen und ihn über möglicherweise entstehende Zusatzkosten zu informieren.
Die Preisinformation ist
Dr. Daniela Braza
nicht zwingend schriftAbteilungsleiterin
lich zu erteilen, vielmehr
Kassenrecht &
kann sie auch mündlich
Spitalsplanung
oder durch einen Aushang zB im Wartebereich
der Ordination erfolgen.
Nach Erbringung der ärztlichen Leistung sieht das Ärztegesetz
neuerdings die Ausstellung einer Rechnung an den Patienten
verpflichtend vor, wobei aber die Festlegung des Abrechnungszeitraums weiterhin dem Arzt überlassen bleibt. Das Ärztegesetz
stellt neuerdings auch klar, dass bei der Verrechnung der gleichen ärztlichen Leistung für EU-Bürger kein höheres Honorar
in Rechnung gestellt werden darf als bei Inländern und verbietet
also eine Ungleichbehandlung von EU-Bürgern bei der Rechnungslegung allein auf Grund ihrer Nationalität.
Für Rückfragen steht Ihnen Dr. Daniela Braza unter DW 235, braza@aekooe.at (Kassenärzte), bzw. Mag. Dr. Sylvia
Hummelbrunner, MBL, unter DW -256, wirtschaftsrecht@
aekooe.at (Wahlärzte) gerne zur Verfügung.
■
■
Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter
Die Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter – BVA sucht für die im Bau befindliche
Sonderkrankenanstalt für psychiatrische Rehabilitation in Bad Hall/Oberösterreich
Änderungen Grunderwerbsteuer ab 1.6.2014
Entscheidend für Bemessungsgrundlage und Steuersatz ist die Unterscheidung,
ob der Rechtsvorgang im Familienverband oder außerhalb desselben stattfindet.
Franz Rabeder
Rechnungswesen
Telefon: 0732-778371-253
Fax: 0732-783660-253
E-Mail:rabeder@aekooe.at
■ a) Familienverband:
Dazu zählen Ehegatte, eingetragene Partner, Lebensgefährte mit gemeinsamen
Hauptwohnsitz, Elternteil, Kind, Enkelkind, Stiefkind, Wahlkind, Schwiegerkind.
Bemessungsgrundlage ist sowohl bei entgeltlichen (Kauf, Übergabe gegen Ausgedinge…) als auch unentgeltlichen (Schenkung, Erbschaft…) Vorgängen der dreifache Einheitswert. Ausnahme: Nachweis, dass 30 % des
Verkehrswertes geringer sind als der dreifache Einheitswert. Steuersatz beträgt 2 %.
© Fotolia.de
■ b) Außerhalb des Familienverbandes:
Bemessungsgrundlage ist bei entgeltlichem Erwerb wie bisher grundsätzlich die Gegenleistung. Ist keine
Gegenleistung vorhanden (Schenkung, Erbschaft…) oder kann diese nicht ermittelt werden oder ist
die Gegenleistung geringer als der Verkehrswert des Grundstückes, ist der gemeine
Wert (Verkehrswert) die Bemessungsgrundlage. Steuersatz beträgt unverändert 3,5 %.
24
■ c) Betriebsfreibetrag:
Dieser Freibetrag beträgt € 365.000,-- und steht weiterhin nur
bei unentgeltlichem Erwerb zu. Neu ist allerdings die Beschränkung auf Erwerbe im Familienverband. Für Erwerber außerhalb
des Familienverbandes steht der Freibetrag nicht mehr zu, jedoch
schon bei Erbschaften im Familienverband.
■
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
ab 1. Dezember 2014
eine Fachärztin für Psychiatrie oder Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin /
einen Facharzt für Psychiatrie oder Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin /
zur Besetzung der Stelle einer Oberärztin/ eines Oberarztes
Beschäftigungsausmaß von 100%
Die BVA errichtet im wunderschönen Kurort Bad Hall im Herzen von
Österreich ein Rehabilitationszentrum für psychische Erkrankungen mit
dem Schwerpunkt Burnout nach modernsten Maßstäben. Das Haus wird
über 100 Betten verfügen und neben klassischen sechswöchigen Aufenthalten für die psychiatrische Rehabilitation auch vierwöchige Aufenthalte
für Menschen mit erhöhtem Burnout-Risiko anbieten. Neben Diagnostik
und Therapie nach den höchsten Qualitätsstandards fühlt sich die BVA
auch zur Forschung zu den Themen Burnout und psychiatrische Rehabilitation verpflichtet.
Die Eröffnung des Hauses ist mit April 2015 geplant.
Wir erwarten von Ihnen:
• Abgeschlossene Facharztausbildung zur Fachärztin / zum Facharzt
für Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin oder Psychiatrie /
Psychiatrie und Neurologie
• Psychotherapiekenntnisse
• Vorerfahrung im Bereich der psychiatrischen Rehabilitation erwünscht
• Interesse für das Thema Burnout und Bereitschaft zur Vertiefung
• Bereitschaft zur wissenschaftlichen Arbeit
• Teamfähigkeit, Arbeit im multiprofessionellen Team
• Führungskompetenz
• Hohe Belastbarkeit
• Teilnahme am Nachtdienstrad
Es erwartet Sie:
• Mitarbeit in der finalen Planungsphase und Eröffnungsphase ab
Juli 2015
• Interessante, vielschichtige psychiatrisch-fachärztliche Tätigkeit mit
hoher Eigenverantwortung und Führungsverantwortung
• Modernstes Arbeitsumfeld in neuem Haus nach allerhöchstem
Standard in wunderschöner Umgebung mit einem jungen,
prosperierenden Team
• Arbeit im multiprofessionellen Team
• Großzügige Fortbildungsregelung
• Möglichkeit zur eigenständigen wissenschaftlichen Arbeit
• Entlohnung laut Dienstordnung für die Ärzte / Ärztinnen bei den
Sozialversicherungsträgern Österreichs, monatliches Brutto-Mindestentgelt EUR 4.850,94 (x14) zzgl. Vergütung für Nachtdienste.
Höhere Entlohnung durch Anrechnung von Vordienstzeiten
möglich.
Bei Interesse senden Sie Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen bevorzugt in elektronischer Form bis spätestens 14.11.2014 an:
Herrn Prim. Dr. Bernd Reininghaus, ärztlicher Leiter
Therapiezentrum Justuspark, 4540 Bad Hall, Linzer Straße 7
Tel. 050405 / 85100 DW, Email: bernd.reininghaus@bva.at
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
25
Recht & Service | Te r m i n e
D i e p r a k ti s c h e S e i te | Recht & Service
ÖÄK Prüfungstermine
„Sprachprüfung Deutsch“ 2015
Terminkalender:
■ 16. bis 17. Oktober 2014: 3. Symposium für generationengerechte und gesunde Arbeitswelten 2014, „Gesund bleiben von der Arbeits- zur Dienstleistungsgesellschaft“,
Friedensburg Schlaining, Burgenland, Informationen und Anmeldung
unter www.business-doctors.at
21. Jänner 2015
(Anmeldeschluss: 31.12.2014)
24.Feburar 2015
(Anmeldeschluss: 03.02.2015)
25. März 2015
(Anmeldeschluss: 04.03.2015)
29. April 2015
(Anmeldeschluss: 08.04.2015)
■ 17. bis 18. Oktober 2014: 4. Deutsch-Österreichische Medizinrechtstagung: „Recht am
See - Haftung für Dokumentationsmängel / Von der Sterbebegleitung zur Sterbehilfe“
Schloss Mondsee. Anmeldung unter www.medak.at Fortbildungen
27. Mai 2015
(Anmeldeschluss: 06.05.2015)
24. Juni 2015
(Anmeldeschluss: 03.06.2015)
29. Juli 2015
(Anmeldeschluss: 08.07.2015)
■ 30. Oktober 2014: 5. Linzer Gesundheitspolitisches Gespräch,
15.00 bis ca. 19.00 Uhr, Ars Electronica Center
26. August 2015
(Anmeldeschluss: 05.08.2015)
23. September 2015
(Anmeldeschluss: 02.09.2015)
■ 12. bis 14. November 2014: Save the Date: Viszeralchirurgie Linz, Ars Electronica Center Linz
21. Oktober 2015
(Anmeldeschluss: 30.09.2015)
25. November 2015
(Anmeldeschluss: 04.11.2015)
16. Dezember 2015
(Anmeldeschluss: 25.11.2015)
■ 25. November 2014: Verleihung des Johann-Beer-Literaturpreises 2014,
19.00 Uhr in der Ärztekammer für Oberösterreich.
Anmeldung unter dreier@aekooe.at oder 0732/77 83 71-229
Die mehrmonatigen Kurse richten sich gezielt an
unterschiedliche Gruppen und sind auf ihre individuellen Bedürfnisse und Wünsche zugeschnitten.
Möglich wird dieses Projekt durch eine enge Kooperation der OBGAM (Oberösterreichische Gesellschaft
für Allgemein- und Familienmedizin), des Berufsverbands der ArztassistentInnen Österreich (BdA) sowie
des Zentrums für Tumorerkrankungen der Barmherzigen Schwestern in Linz. Diese Einrichtungen treten
für die Bildung eines interprofessionellen Netzwerkes
ein, in dem alle Akteure gemeinsam zum Wohle der
Patientinnen und Patienten agieren. Betroffene, also
Patienten und deren Angehörige, sind ebenfalls ein
zentraler Bestandteil dieses Netzwerkes. Alle Fortbildungsmodule wurden mit mehreren Diplomfortbildungspunkten der ÖÄK bzw. des BdA approbiert.
Nähere Informationen zum Thema „Sprachprüfung Deutsch“
finden Sie unter
■ 27. bis 29. November 2014: „Vom Wachsen und Reifen – Der jugendliche Patient
in der Allgemeinpraxis“, Stadthalle Graz, Messecenter, Messeplatz 1, 8010 Graz,
Anmeldung bis 24. November 2014 unter anmeldung.stafam@gmail.com,
weitere Informationen www.stafam.at
www.arztakademie.at | pruefungen |
oeaek-sprachpruefung-deutsch
Krebsakademie
der Barmherzigen
Schwestern in Linz
Nähere Information unter
www.krebsakademie.at
■
■
■ 1. bis 3. Dezember 2014: Karrieremessen 2014 der Österreichischen Ärztkammer,
Informationen unter www.arztjobs.at
© Fotolia.de
■ ab Jänner 2015: ÖÄK Diplomlehrgang Umweltmedizin 2015, bis 30. 9. 2014 anmelden
und Frühbucherpreis bezahlen, www.arztakademie.at/umweltmedizin-lehrgang
TURN pl us
■ ab Jänner 2015: ÖÄK Diplomlehrgang Geriatrie 2015, bis 30. 9. 2014 anmelden
und Frühbucherpreis bezahlen, www.arztakademie.at/geriatrie-lehrgang
Wichtige Informationen für TurnusärztInnen
Karrieremessen 2014
Save the date!
Die Karrieremessen 2014 der Österreichischen Ärztekammer werden
diesmal im Herbst veranstaltet – ein
Fixtermin für alle jungen Ärztinnen und Ärzte bzw. alle Medizinstudentinnen und Studenten im letzten Abschnitt!
26
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
Termine:
■ 1.12.2014 - Innsbruck, Congress
■ 2.12.2014 - Wien, Universität
■ 3.12.2014 - Graz, Messe Graz
■
Der ursprüngliche Gedanke von Turnus plus war, mit diesen Fortbildungen Inhalte anzubieten, die für das Rasterzeugnis
benötigt, die in den Krankenhäusern aber nicht vermittelt werden. Mittlerweile ist dies aber nicht mehr notwendig, und
in keinem der Krankenhäuser in OÖ ist Turnus plus mehr verpflichtend (mit Ausnahme des Moduls 4a: Familienplanung
im KH der Elisabethinen).
Da für die Vorträge die Nachfrage sehr gering ist, entfallen daher
die für den Herbst 2014 geplanten Termine.
Da man jedoch aus einigen Rückmeldungen schließen kann, dass
die Inhalte von Interessen sind, wird ab 2015 jedes Modul einmal
pro Jahr in der Ärztekammer in Linz angeboten Sobald die Termine feststehen, werden die Einladungen an alle Turnusärzte ausgeschickt. Die Teilnahme ist weiterhin kostenlos, im Gegensatz zu
bisher, ist aber dann eine Anmeldung erforderlich, da
die Fortbildungen erst ab einer Teilnehmerzahl von 15
Personen abgehalten werden können.
Die Inhalte der „Rechtsmodule“ 1 a) bis 1f ) wurden
aktualisiert und sind
weiterhin über die Webwww.medak.at ■
site der MedAk abrufbar:
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
27
Kultur & Veranstaltungen
Kultur & Veranstaltungen
„Ein Prosit der Gemütlichkeit“
Alle Fotos: © Cityfoto.at
Weißbier, Brezen, Schuhplattler, der Großteil der Gäste wie
gewünscht in Tracht, zünftiger feiert man das Oktoberfest
wohl höchstens im Ursprungsland Bayern. Der „WiesnFlair“ in der Ärztekammer für OÖ kam bei allen Anwesenden
bestens an.
Das Autohaus Seipl präsentierte auch dieses Jahr topmoderne Modelle.
v.l.: Volvo-Verkäufer Ing. Martin Brunner, Dr. Peter Niedermoser,
Mag. Michaela Ecklbauer-Niedermoser
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Ransmayr
mit ihrem
Team.
Unter den Augen zahlreicher prominenter Gäste aus Politik,
Wirtschaft und den Führungsetagen des oberösterreichischen
Gesundheitswesens begrüßte Präsident Dr. Peter Niedermoser
am 25. September alle Anwesenden und ließ es sich selbstverständlich nicht nehmen, auch diesen Abend für die Anliegen
der Ärztinnen und Ärzte zu nutzen. „Tracht steht für Heimatverbundenheit. Diese macht mir zur Zeit bei den jungen
ärztlichen Kollegen etwas sorgen, weil viele wegen der oft
schwierigen Arbeitsbedingungen ins Ausland gehen. Mit vereinten Kräften werden wir das aber in den Griff bekommen“, blickt
Dr. Niedermoser optimistisch in die Zukunft. Gemeinsam
mit Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und dem Linzer
Bürgermeister Dr. Klaus Luger eröffnete Dr. Niedermoser nach
einem anregenden Gespräch mit Moderatorin Silvia Schneider
das erste Oktoberfest der Ärztekammer.
Zu Gast waren wieder prominente Vertreterinnen und Vertreter
aus Politik, Wirtschaft und dem Gesundheitswesen, etwa die
Gesundheitssprecherinnen LAbg. Dr. Julia Röper-Kelmayr
(SPÖ) und LAbg. Prim. Dr. Brigitte Povysil (FPÖ), OÖGKKDirektorin Dr. Andrea Wesenauer, Hauptverbands-General-
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Probst, die Präsidentin der
OÖ Apothekerkammer Mag. Ulrike MurschEdlmayer und Entscheidungsträger von Krankenhäusern und
Spitalsträgern. Gesichtet wurden auch Dr. Walter Bremberger,
Direktor der Wirtschaftskammer OÖ und Mag. Michaela
Keplinger-Mitterlehner, Vorstandsdirektorin der Raiffeisenlandesbank OÖ.
Gespag-Vorstand Mag. Karl Lehner mit dem designierten Vizepräsidenten Dr. Johannes Neuhofer und Präsident Dr. Peter Niedermoser.
Beim Fest dabei waren natürlich auch die Haupt-Sponsoren es
Oktoberfestes, vertreten durch die Vorstände Dr. Andreas Mitterlehner und Mag. Thomas Wolfsgruber sowie Dr. Marietta
Kratochwill von der Hypo Oberösterreich und Mag. Gerald
Hauser von der UNIQA-Versicherung.
Die Gastgeber freuten sich über den regen Besuch: Dr. Peter
Niedermoser, Präsident der Ärztekammer für OÖ; Dr. Johannes Neuhofer, designierter Vizepräsident; Spitalsärztevertreter
Dr. Harald Mayer; Dr. Thomas Fiedler, Vertreter der niedergelassenen Ärzte; Turnusärztevertreterin Dr. Doris Müller,
Primarärztevertreter Prim. Dr. Herbert Stekel und Landärztevertreter Dr. Silvester Hutgrabner.
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v.l.: Dr. Peter Niedermoser, Mag. Ulrike Mursch-Edlmayer (Apothekerkammer),
Dr. Johannes Neuhofer und Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.
Die Linzer Ärzteband I.C.U gab auch heuer wieder alles.
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LAbg. Dr. Julia Röper-Kelmayr mit Präsident Dr. Peter Niedermoser.
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28
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
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Immer gut gefüllt: Die Tanzfläche.
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Fest.
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
29
Kultur & Veranstaltungen
Ausschreibungen & Besetzungen
MedClubbing am 30. Oktober:
Neuer Sponsor
Ausschreibungen von Vertragsarztstellen
Die oberösterreichischen §-2-Krankenversicherungsträger schreiben gemäß § 4 Abs. 1 des Gesamtvertrages im Einvernehmen mit der Ärztekammer für Oberösterreich sowie in Abstimmung mit den Sonderversicherungsträgern (VAEB, BVA, SVA) folgende Vertragsarztstellen aus:
Ausschreibungen mit 09. Oktober 2014
Die Sommerpause ist vorbei, die nächste Party ist angesagt!
Das Herbst-MedClubbing steigt am Donnerstag, 30. Oktober
2014 – wie immer ab 21.00 Uhr in der Remembar in Linz
(Landstraße, Passage).
Fachrichtung
Besetzungsdatum
Bewerbungsfrist
SpitalskollegInnen, OrdinationsmitarbeiterInnen und FreundInnen sind ebenfalls willkommen, also einfach weitersagen!
ÄrztInnen mit Ärzteausweis erhalten bis 23.00 Uhr wieder
einen Gratis-Welcome-Drink.
Arzt für Allgemeinmedizin
Altenfelden
01.01.2015
Einzelpraxis
06.11.2014
Nachfolge
MR Dr. Karl Schaubmayr
Arzt für Allgemeinmedizin Asten
01.01.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
30.10.2014
Seniorpartner
Dr. Lothar Hanke
Erstmals an Bord, die Sparkasse Oberösterreich, die wir als
Sponsor gewinnen konnten. Außerdem wird LED-Saxophonist
Konstantin Maria für Stimmung sorgen.
Arzt für Allgemeinmedizin
Bad Leonfelden
01.01.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
30.10.2014
Seniorpartner
Dr. Hermann Reingruber
Arzt für Allgemeinmedizin
Feldkirchen an der Donau
01.01.2015
Einzelpraxis
30.10.2014
Nachfolge
MR Dr. Heinz Schiller
Arzt für Allgemeinmedizin
Leonding
01.01.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
30.10.2014
Seniorpartner
Dr. Johannes Füreder
Arzt für Allgemeinmedizin
Mattighofen
01.01.2015
Einzelpraxis
06.11.2014
Nachfolge
Dr. Bernhard Hochreiter
Arzt für Allgemeinmedizin
Mauthausen
01.01.2015
Laufzeit der Gruppenpraxis bis 30.09.2041
Gruppenpraxis: Modell 2 – Erweiterung Ordination *)
Anteil an der Gruppenpraxis: 50 %
30.10.2014
Die Sparkasse macht übrigens den ÄrztInnen unter ihren
Kunden ein besonderes Angebot: Sie erhalten 50 Prozent
Ermäßigung für den „Diagnosia Index“, das elektronische
Medikamenten- und Indikationsverzeichnis. Es funktioniert
auf Smartphone, Tablet und natürlich normalen Rechnern
einfach mit Log-In, ohne Installation.
Nähere Infors zum
„Diagnosia Index“
bei den KundenbetreuerInnen der
Sparkasse und unter:
www.sparkasse-ooe.at | diagnosia
■
Friederike Mayröcker ist Preisträgerin
des Johann-Beer-Literaturpreises 2014
In diesem Jahr hat sich die Jury (ua. Schriftsteller Gustav Ernst
und Publizistin/Übersetzerin Karin Fleischanderl) für die
herausragende Autorin FRIEDERIKE MAYRÖCKER und
hr neuestes Buch „CAHIER“ (Suhrkamp-Verlag) als Preisträgerin für den jährlich von der Deutschen Bank gesponserten
Johann Beer-Literaturpreis entschieden.
Der Johann Beer-Literaturpreis zeichnet ein aktuelles Werk
einer österreichischen Autorin oder eines österreichischen
Autors aus, das in den vergangenen eineinhalb Jahren erschienen ist und das ästhetisch wie inhaltlich in herausragender
Weise von den Unwägbarkeiten des Lebens und vom Umgang
mit existenziellen Anforderungen und Nöten erzählt.
Die 1924 geborene Friederike Mayröcker gilt als eine der bedeutendsten zeitgenössischen Schriftstellerinnen im deutschen
Sprachraum. Diese Stellung verdankt sie in erster Linie ihrer
Lyrik, Erfolg hat sie aber auch mit Prosa und Hörspielen.
Vier davon verfasste sie gemeinsam mit Ernst Jandl, mit dem
sie von 1954 bis zu dessen Tod im Jahr 2000 zusammenlebte.
30
Berufssitz
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
Ihre Prosawerke werden der Kategorie „Autofiktion“ zugerechnet. Teile ihres Werks wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt.
Ihre Arbeitsweise beschreibt Mayröcker so: „Ich lebe in Bildern.
Ich sehe alles in Bildern, meine ganze Vergangenheit, Erinnerungen sind Bilder. Ich mache die Bilder zu Sprache, indem ich
ganz hineinsteige in das Bild. Ich steige solange hinein, bis es
Sprache wird.“
Den Preis wird Ärztekammerpräsident Dr. Peter Niedermoser im feierlichen Rahmen überreichen. Wir freuen uns
sehr, Sie und Ihre Begleitung zu diesem besonderen Ereignis
am Dienstag, den 25. November 2014 um 19.00 Uhr in der
Ärztekammer für Oberösterreich begrüßen zu dürfen!
■
Hon.-Prof. Dr. Felix Wallner
Anmeldung erbeten bei bei:
Gerlinde Dreier (dreier@aekooe.at) oder 0732/778371-229.
Seniorpartner
Dr. Ursula Hametner
Arzt für Allgemeinmedizin Molln
01.01.2015
06.11.2014
Einzelpraxis
Nachfolge
Dr. Caroline Kranzl Nachfolge
Arzt für Allgemeinmedizin
Neumarkt im Hausruckkreis
01.01.2015
mit der Möglichkeit einer Zweitordination in
Dorf/Pram bzw. einer standortübergreifenden Gruppenpraxis
mit Dorf/Pram und Erweiterung um das 1,7 fache
Einzelpraxis
Nachfolge
Dr. Josef Streicher
Arzt für Allgemeinmedizin
Ried im Innkreis
01.01.2015
Einzelpraxis
06.11.2014
Nachfolge
Dr. Karl Gruber
13.11.2014
Arzt für Allgemeinmedizin
Ried im Innkreis
01.01.2015
06.11.2014
Einzelpraxis
Nachfolge
Dr. Christian Johannes Richter
Arzt für Allgemeinmedizin
Ried im Innkreis
01.01.2015
Einzelpraxis
06.11.2014
Nachfolge
Dr. Irene Rendl-Hillinger
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
31
Ausschreibungen & Besetzungen
Fachrichtung
Berufssitz
Besetzungsdatum
Bewerbungsfrist
Arzt für Allgemeinmedizin
Ried in der Riedmark
01.01.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
30.10.2014
Seniorpartner
Dr. Norbert Schatz
Arzt für Allgemeinmedizin
Sipbachzell
01.01.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
30.10.2014
Seniorpartner
Dr. Helene Hubner-Grain
Arzt für Allgemeinmedizin
Wartberg an der Krems
01.01.2015
Einzelpraxis
06.11.2014
Nachfolge
Dr. Walter Kimbacher
Arzt für Allgemeinmedizin
Esternberg
01.04.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
06.11.2014
Seniorpartner
Dr. Christian Wimmer
Der Bewerbungsbogen ist bei der Ärztekammer f. OÖ. (Frau Lueghammer
- Tel. 0732/778371-231) anzufordern bzw. kann auf der Homepage der
Ärztekammer f. OÖ (Kassenstellen/Bewerbungsunterlagen) abgefragt und
elektronisch ausgefüllt werden.
Arzt für Allgemeinmedizin
Linz
01.04.2015
Linz IV
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
06.11.2014
Auszug aus der von Ärztekammer für OÖ und OÖGKK vereinbarten
Richtlinie für die Auswahl von Vertragsärzte/Vertragsärztinnen und Vertragsgruppenpraxen bzw. von Mitgliedern von Vertragsgruppenpraxen:
Für die Punkteberechnung werden nur die Angaben auf dem Bewerbungs-
Seniorpartner
Dr. Michael Mayr
Arzt für Allgemeinmedizin
Peilstein im Mühlviertel
01.04.2015
06.11.2014
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Seniorpartner
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
MR Mag. Dr. Wolfgang Friedl
Arzt für Allgemeinmedizin
Wels
01.04.2015
an Sprengelgrenze Wels Neustadt / Vogelweide
Einzelpraxis
Neue Stelle
Arzt für Allgemeinmedizin
Laakirchen
01.07.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
13.11.2014
Seniorpartner
MR Dr. Gottfried Koller
Augenheilkunde und Optometrie
Braunau am Inn
01.04.2015
Einzelpraxis
06.11.2014
Neue Stelle
Chirurgie
Grieskirchen
01.04.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
13.11.2014
Seniorpartner
Dr. Franz Hietler
Haut- u. Geschlechtskrankheiten
Braunau am Inn
01.01.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
06.11.2014
Seniorpartner
Dr. Wolfgang Hynek
Psychiatrie
Vöcklabruck
01.04.2015 Fachrichtung Psychiatrie/Neurologie, Psychiatrie,
Psychiatrie und Psychotherapeutische Medizin
Einzelpraxis
06.11.2014
Für allgemeine Fragen zur Ausschreibung steht Ihnen Herr Hechenberger,
Tel. 0732/77 83 71 - 236, für Fragen zur Ablöse bei Gruppenpraxen und
Einsichtnahme in die Bewertungsunterlagen steht Ihnen Frau Dr. BrazaHorn (Anfangsbuchstabe Familienname Seniorpartner A-L), Tel. 0732/
77 83 71 - 235 bzw. Herr Mag. Prankl (Anfangsbuchstabe Familienname
Seniorpartner M-Z), Tel. 0732/77 83 71 - 305 gerne zur Verfügung.
*) Hinsichtlich der Gruppenpraxisverträge wird auf die allgemeinen und
32
bogen integriert ist) auf Vertragsabschluss an die oberösterreichischen
§-2-Krankenversicherungsträger zu richten, der bis zur oben angeführten
Bewerbungsfrist der ausgeschriebenen Stelle bei der Ärztekammer für Oberösterreich einlangen muss.
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
06.11.2014
Nachfolge
Dr. Leopold Gavino
modellspezifischen Vertragspunkte im OÖ. Gruppenpraxisgesamtvertrag
in der gültigen Fassung verwiesen. Die Bewerber haben die Möglichkeit
in die Bewertungsunterlagen der Praxis Einblick zu nehmen, die Höhe der
vom Seniorpartner angegebenen Summe für den Einkauf in die bestehende
Praxis und allenfalls auch durch Besichtigung vor Ort in der Ordination die
Richtigkeit der Angaben zu überprüfen.
Die BewerberInnen haben einen schriftlichen Antrag (der im Bewerbungs-
Dem Bewerbungsbogen sind beizuschließen:
1) Nachweis der Staatsbürgerschaft eines EWR-Landes,
2) alle Zeugnisse über die Spitalsausübung bzw. eine Spitalstätigkeit,
Nachweis der Dauer einer Niederlassung in der freien Praxis,
Nachweise über allfällige medizinische Zusatzausbildungen,
3) Familienstandsnachweis,
4) Lebenslauf mit chronologischer Darstellung der gesamten medizinischen Ausbildung und bisherige medizinische Tätigkeit,
5) der Nachweis über die Berechtigung zur selbständigen Ausübung des
ärztlichen Berufes als Arzt f. Allgemeinmedizin/Facharzt ist bis spätestens 2 Wochen V O R dem oben angeführten Besetzungszeitpunkt zu
erbringen,
bogen herangezogen, sofern diese richtig sind bzw. entsprechend nachgewiesen wurden.
Alle für die Bewerbung relevanten Unterlagen müssen bis zum Ende der
Bewerbungsfrist in der Ärztekammer für OÖ eingelangt sein. Später einlangende Unterlagen werden bei der Berechnung der Punkte nicht berücksichtigt. Von Ärztekammer und Kasse werden keine Ergänzungen fehlender
Angaben vorgenommen.
Soweit die Unterlagen zu Pkt. 1) bis 4) bereits mit einer vorangegangenen
Bewerbung eingelangt sind, genügt ein Hinweis darauf.
OÖ. Gebietskrankenkasse und Ärztekammer für OÖ. treffen eine Entscheidung über die Besetzung der ausgeschriebenen Vertragsarztstellen voraussichtlich 2 Wochen nach Bewerbungsfristende.
Die Auswahl des Vertragspartners erfolgt unter Anwendung der Richtlinie für die Auswahl von Vertragsärzten/Vertragsärztinnen und Vertragsgruppenpraxen bzw. von Mitgliedern von Vertragsgruppenpraxen in der
jeweils gültigen Fassung.
Für die oberösterreichischen §-2-Krankenversicherungsträger
OÖ. Gebietskrankenkasse
Der Obmann: Albert Maringer eh.
Die leitende Angestellte: Mag. Dr. Andrea Wesenauer eh.
Für die Ärztekammer für Oberösterreich
Der Präsident: Dr. Peter Niedermoser eh.
Besetzungen von Vertragsarztstellen
Die oberösterreichischen §-2-Krankenversicherungsträger, im Einvernehmen mit der Ärztekammer für Oberösterreich, informieren aufgrund § 5 der Reihungskriterienverordnung BGBl. II Nr. 487/2002 über die Vergabe folgende Vertragsarztstellen:
OÖ. Ärzte vom 11. August 2014
Fachrichtung
Berufssitz
Besetzungsdatum
Auswahl
Arzt für Allgemeinmedizin
Pfarrkirchen im Mühlkreis
01.01.2015
Laufzeit der Gruppenpraxis bis 31.03.2025.
Erweiterung der Ordination um das 1,5 fache.
Mit zweitem Standort in Oberkappel, der bis zum Ende der Gruppenpraxis von den Gesellschaftern der Gruppenpraxis zu führen ist.
Gruppenpraxis: Modell 2 – Erweiterung Ordination *)
Anteil an der Gruppenpraxis: 40 %
Dr. Katharina Fegerl
Arzt für Allgemeinmedizin
Waizenkirchen
01.01.2015
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
Dr. Sebastian Noitz
Seniorpartner
Dr. Hannes Strand
Arzt für Allgemeinmedizin
Wels
01.01.2015
Laufzeit der Gruppenpraxis bis 31.3.2045
Gruppenpraxis: Modell 3 – Jobsharing *)
Anteil an der Gruppenpraxis: 50 %
Dr. Florian Froschauer
Neurologie
Gallneukirchen
01.10.2014
Fachrichtung Neurologie, Neurologie/Psychiatrie möglich
Gruppenpraxis: Modell 4 – Nachfolgepraxis *)
Dauer der Gruppenpraxis: 3 Monate
Seniorpartner
Dr. Alfred Fegerl
Seniorpartner
Dr. Ludmila Froschauer
Dr. Cornelia Adelwöhrer
Seniorpartner
Dr. Dietmar Bibl
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
33
Immobilien-Neuheiten
Kleinanzeigen
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OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
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Fachkurzinformationen
Fachkurzinformationen
Fachkurzinformation
Bezeichung des Arzneimittels: Escitalopram ratiopharm 5 mg, 10 mg, 15 mg und 20 mg Filmtabletten
Qualitative und Quantitative Zusammensetzung: Escitalopram ratiopharm 5 mg: Jede Filmtablette enthält 5 mg Escitalopram (als Oxalat). Escitalopram ratiopharm 10 mg: Jede Filmtablette enthält 10 mg Escitalopram
(als Oxalat). Escitalopram ratiopharm 15 mg: Jede Filmtablette enthält 15 mg Escitalopram (als Oxalat). Escitalopram ratiopharm 20 mg: Jede Filmtablette enthält 20 mg Escitalopram (als Oxalat). Anwendungsgebiete:
Behandlung von Episoden einer Major Depression; Behandlung von Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie; Behandlung von sozialer Angststörung (Sozialphobie); Behandlung von generalisierter Angststörung; Behandlung
von Zwangsstörung. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einen der genannten sonstigen Bestandteile. Die gleichzeitige Behandlung mit nicht selektiven, irreversiblen Monoaminooxidase-Hemmern
(MAO- Hemmer) ist aufgrund des Risikos eines Serotonin-Syndroms mit Agitation, Tremor, Hyperthermie etc. kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.5 der Fachinformation). Eine Kombination von Escitalopram mit reversiblen
MAO-A Hemmern (z.B. Moclobemid) oder dem reversiblen nicht selektiven MAO-Hemmer Linezolid ist aufgrund des Risikos eines Serotonin-Syndroms kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.5 der Fachinformation). Escitalopram
ist bei Patienten mit bekannter QT-Intervall-Verlängerung oder angeborenem „Long-QT-Syndrom“ kontraindiziert. Escitalopram ist bei gleichzeitiger Einnahme mit Arzneimitteln, die bekanntermaßen das QT-Intervall verlängern kontraindiziert (siehe Abschnitt 4.5 der Fachinformation). Pharmakotherapeutische Gruppe: Antidepressivum, selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer, ATC-Code: N 06 AB 10. Liste der sonstigen Bestandteile:
Tablettenkern: mikrokristalline Cellulose, hochdisperses Siliciumdioxid, Croscarmellose-Natrium, Stearinsäure, Magnesiumstearat (pflanzlich). Tablettenhülle:Opadry Y-1 700H White: Hypromellose, Titandioxid (E 171),
Macrogol 400. Art und Inhalt des Behältnisses: PVC/PVdC/Aluminium-Blisterpackung mit 10, 14, 28, 30, 90 und 100 Filmtabletten. Perforierte Einzeldosis-PVC/PVdC/Aluminium-Blisterpackungen mit 30x1 Filmtabletten. Es werden möglicherweise nicht alle Packungsgrößen in den Verkehr gebracht. Inhaber der Zulassung: ratiopharm Arzneimittel Vertriebs-GmbH, Albert-Schweitzer-Gasse 3, A-1140 Wien, Tel.Nr.: +43/1/97007-0,
Fax-Nr.: +43/1/97007-66, e-mail: info@ratiopharm.at Verschreibungspflicht/Apothekenpflicht: Rezept- und apothekenpflichtig, wiederholte Abgabe verboten. Stand der Information: 03/2014.
Weitere Hinweise zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Mitteln, Nebenwirkungen und zutreffendenfalls Angaben über die Gewöhnungseffekte sind der
veröffentlichten Fachinformation zu entnehmen.
Fachkurzinformation
Bezeichung des Arzneimittels: Colidimin 200 mg - Filmtabletten
Zusammensetzung: 1 Filmtablette enthält: Rifaximin 200 mg. Hilfsstoffe: Carboxymethylstärke-Natrium, Glycerol(mono/di/tri)(palmitat/stearat), hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum, mikrokristalline Cellulose, Hypromellose, Titandioxid (E171), Natriumedetat, Propylenglycol, Eisenoxid (E 172). Anwendungsgebiete: Kausale Behandlung von Erkrankungen bei Erwachsenen und Jugendlichen ab 12 Jahren, die durch Rifaximin-sensitive Bakterien
im Gastrointestinaltrakt verursacht, bzw. mitverursacht werden, wie unkomplizierte Divertikelerkrankungen, hepatische Encephalopathie, pseudomembranöse Kolitis durch Clostridium difficile, bakterielles ÜberwucherungsSyndrom, Reisediarrhoe verursacht durch nicht-invasive enteropathogene Bakterien. Präoperative Darmdekontamination. Die offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen sind zu
berücksichtigen. Gegenanzeigen: Colidimin 200 mg - Filmtabletten dürfen nicht angewendet werden bei bekannter Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Rifaximin und andere Rifamycin-Derivate sowie einen der sonstigen Bestandteile des Präparates. Pharmakotherapeutische Gruppe: Intestinale Antibiotika, Antibiotika (Rifaximin). ATC-Code: A07AA11. Packungsgrößen: 12 Stück / 36 Stück. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig,
wiederholte Abgabe verboten. Kassenstatus: 12 Stück: Green Box, OP II verschreibbar / 36 Stück: Green Box. Zulassungsinhaber: Gebro Pharma GmbH, 6391 Fieberbrunn. Stand der Fachkurzinformation: Oktober 2010
Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen sowie Gewöhnungseffekten entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation.
Fachkurzinformation
Bezeichung des Arzneimittels: Durotiv 20 (40) mg magensaftresistente Tabletten.
Zusammensetzung: Jede Tablette enthält 20 (40) mg Esomeprazol (als Magnesiumtrihydrat). Hilfsstoffe: 28 (40) mg Saccarose, Glycerolmonostearat, Hydroxypropylcellulose, Hypromellose, Magnesiumstearat, MethacrylsäureEthylacrylat-Copolymer-(I:I) Dispersion 30%, mikrokristalline Cellulose, synthetisches Paraffin, Macrogol, Polysorbat 80, Crospovidon, Natriumstearylfumarat, Zuckerkügelchen (Saccharose und Maisstärke), Talkum, Titandioxid (E 171), Triethylcitrat, Eisenoxid, rot-braun (E172). 20 mg: Eisenoxid, gelb (E172). Anwendungsgebiete: Esomeprazol Tabletten sind indiziert bei gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD), Behandlung von erosiver
Refluxösophagitis, Langzeitmanagement von Patienten mit geheilter Ösophagitis zur Verhinderung des Wiederauftretens der Erkrankung, symptomatische Behandlung von gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD). Zur
Eradikation von Helicobacter pylori in Kombination mit einer geeigneten Antibiotikatherapie und zur Heilung von mit Helicobacter pylori verbundenem Ulcus duodeni, Vorbeugung des Wiederauftretens von peptischem
Ulcus bei Patienten mit Helicobacter pylori verbundenem Ulcus. Bei Patienten, die eine NSAID Langzeit-Therapie benötigen, Heilung von Ulcus ventriculi im Zusammenhang mit NSAID Therapie, zur Vorbeugung von Ulcus
ventriculi und Ulcus duodeni im Zusammenhang mit NSAID Therapie bei Risikopatienten. Zur weiterführenden Behandlung, nach erfolgter i.v. Behandlung zum Schutz vor dem Wiederauftreten von peptischen UlcusBlutungen. Zur Behandlung von Zollinger Ellison Syndrom. Gegenanzeigen: Überempfindlichkeit gegen Esomeprazol, substituierte Benzimidazole oder einen der in Abschnitt 6.1 genannten, sonstigen Bestandteile. Esomeprazol darf, ebenso wie andere Protonenpumpeninhibitoren, nicht mit Nelfinavir angewendet werden. Pharmakotherapeutische Gruppe: Protonenpumpenhemmer, ATC-Code: A02B C05. Abgabe: Rp, apothekenpflichtig.
Packungsgrößen: 20 mg, 40 mg: Blisterpackungen zu 7, 14, 30 Stück. Kassenstatus: Green Box. Zulassungsinhaber: Gebro Pharma GmbH, 6391 Fieberbrunn. Stand der Fachkurzinformation: 17. Juni 2013.
Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen sowie Gewöhnungseffekten entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation. *) Esomeprazol vs. Pantoprazol/Lansoprazol/Omeprazol nach 4 und 8 Wochen bei erosiver Refluxösophagitis: Labenz et al.,
Aliment Pharmacol Ther 2005;21:739–746; Castell et al., J Gastroenterol 2002;97:575–583; Richter et al., Am J Gastroenterol 2001;96:656–665
Fachkurzinformation
Bezeichung des Arzneimittels: Seractil 200 mg - Filmtabletten / Seractil 300 mg - Filmtabletten / Seractil forte 400 mg - Filmtabletten
Zusammensetzung: Eine Filmtablette enthält 200/300/400 mg Dexibuprofen. Hilfsstoffe: Tablettenkern: Hypromellose, mikrokristalline Cellulose, Carmellose-Calcium, hochdisperses Siliciumdioxid, Talk. Filmüberzug:
Hypromellose, Titandioxid (E171), Glyceroltriacetat, Talk, Macrogol 6000. Anwendungsgebiete: Seractil 200/300/400 mg - Filmtabletten werden angewendet bei Erwachsenen. Zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen
und Entzündungen bei Osteoarthritis/Arthrose, Regelschmerzen (primäre Dysmenorrhoe), leichten bis mäßig starken Schmerzen, wie Schmerzen des Bewegungsapparates, Kopf- oder Zahnschmerzen, schmerzhaften Schwellungen und Entzündungen nach Verletzungen, und zur kurzzeitigen symptomatischen Behandlung von rheumatoider Arthritis, wenn andere, längerfristige Therapieoptionen (Basistherapie: Disease Modifying Antirheumatic Drugs,
DMARDs) nicht in Betracht gezogen werden. Gegenanzeigen: Dexibuprofen darf nicht angewendet werden bei Patienten - mit einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Dexibuprofen, gegen andere NSAR oder gegen einen
der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels; - bei denen Stoffe mit ähnlicher Wirkung (z.B. Acetylsalicylsäure oder andere NSAR) Asthmaanfälle, Bronchospasmen, akute Rhinitis, Nasenpolypen, Urtikaria oder angioneurotische
Ödeme auslösen; - mit einer Vorgeschichte von gastrointestinalen Blutungen oder Perforationen, die im Zusammenhang mit einer vorhergehenden NSAR-Therapie steht; - mit bestehenden oder in der Vergangenheit wiederholt
aufgetretenen peptischen Ulzera oder Blutungen (mindestens zwei voneinander unabhängige Episoden von nachgewiesener Ulzeration oder Blutung); - mit zerebrovaskulären oder anderen aktiven Blutungen; - mit aktivem
Morbus Crohn oder aktiver Colitis ulcerosa; - mit schwerer Herzinsuffizienz; - mit schwerer Nierenfunktionsstörung (GFR < 30 ml/min); - mit schwerer Leberfunktionsstörung; - ab dem sechsten Monat der Schwangerschaft.
Pharmakotherapeutische Gruppe: Nichtsteroidale Antiphlogistika und Antirheumatika, Propionsäurederivate, ATC-Code: M01AE14. Packungsgrößen: 200 mg Filmtabletten: 30, 50 Stück. 300/400 mg Filmtabletten: 10,
30, 50 Stück. Abgabe: Rezept- und apothekenpflichtig. Kassenstatus: Green Box (400 mg 30 Stück: No Box. Zulassungsinhaber: Gebro Pharma GmbH, 6391 Fieberbrunn. Stand der Fachkurzinformation: 06.02.2012
Weitere Angaben zu Warnhinweisen und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung, Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstigen Wechselwirkungen, Schwangerschaft und Stillzeit und Nebenwirkungen sowie Gewöhnungseffekten entnehmen Sie bitte der veröffentlichten Fachinformation.
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OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
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Personalia | Anerkennung von FÄ und AM & ÖÄK-Diplom
Anerkennung Fachärzte bzw. Ärzte für Allgemeinmedizin
Dr. Tina Ingrid Reitstätter
FÄ f. Innere Medizin
01.09.14
Dr. Albert Stückler
FA f. Radiologie
01.09.14
Ing. Dr. Bernhard Plamberger
FA f. Psychiatrie
01.09.14
Dr. Stefan Ebner
FA f. Innere Medizin
01.09.14
Dr. Barbara Wichert-Schmitt
FA f. Innere Medizin, Zf. Kardiologie
01.01.14
Dr. Ersen Günen
FA f. Herzchirurgie
17.06.14
Dr. Markus Winkler
FA f. Hygiene und Mikrobiologie
19.07.14
Dr. Clemens Mayr
FA f. Urologie
30.07.14
Dr. Eleonore Goedhart
AM 01.07.14
Dr. Stefanie Genger
AM 01.08.14
Dr. Eva Reichenberger
AM 01.09.14
Kammer-Intern
PR-Team wieder komplett
Mag. Susanne Sametinger, Leiterin der Abteilung Kommunikation & Presse, ist nach einem einjährigen Aufenthalt in Tucson,
Arizona, wieder nach Österreich und in die Ärztekammer zurückgekehrt: „Nach dieser spannenden Zeit im Wilden Westen
der USA freue ich mich nun wieder auf die Herausforderungen,
die die Kommunikation der Standespolitik mit sich bringt!“ Sametinger übernimmt unter anderem wieder die Chefredaktion
unseres Magazins „OÖ Ärzte“.
Susanne Sametinger
Wir bedanken uns herzlich bei Mag. Christina Holzner,
welche Frau Sametinger bis zu dieser Ausgabe als Redaktionsleiterin vertreten hat.
■
Christina Holzner
■ Dr. Christian Baur
■ Dr. Elmar Brehm
■ Dr. Silke Eichner
■ Dr. Sebastian Prammer
■ Dr. Gottfried Maira Jetschgo
■ Dr. Elisabeth Holböck
■ Dr. Birgit Posch
■ Dr. Alexander Mlynek
■ Dr. Wolfgang Landerl
■ Dr. Christoph Huber
■ Dr. Christoph Balber
Zahl des Monats
1,15
Das ist der seit 2009 laufend
erhobene Durchschnittswert,
mit dem die TeilnehmerInnen
der MedAk die
Fachkompetenz der
Vortragenden beurteilen.
Nicht vergessen:
ÖÄK-Fortbildungsdiplom:
■ Dr. Nadine Raffler
■ Dr. Elisabeth Modler
■ Dr. Daniela Kern
■ Dr. Nicola Stadler
■ Dr. Beate Mayrbäurl
■ Dr. Georg Caravias
■ Dr. Gerhard Haudum
■ Dr. Peter Pfoser
■ Dr. Gabriele Selenko-Atzmüller
■ Dr. Roswitha Binder-Weinberger
■ Dr. Brigitte Rumer-Eybl
■ Dr. Peter Pichler
■ Dr. Manfred Dichtl
■ Dr. Brigitta Zalesak-König
■ Dr. Carolin Grossruck
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OÖ ÄRZTE | Oktober 2014
aekooe.at: Neue
Homepage in Arbeit
Die Online-Welt entwickelt sich rasant, da ist es nötig, am
technischen Stand zu bleiben. Die Ärztekammer für OÖ
arbeitet daher intensiv an ihrem neuen Online-Auftritt
aekooe.at. Das neue Design steht, es ist auch für mobile
Endgeräte optimiert. Die Aufteilung der Inhalte – welche
Info kommt auf welche Inhalte – war ein intensives Stück
Gemeinschaftsarbeit der einzelnen Abteilungen. Derzeit
werden unzählige Dokumente der alten Website auf die
neue überspielt. Die Details entscheidet die Ärztekammer
für OÖ selbst, bei der Technik dahinter kooperiert man
mit anderen Länderkammern. Die neu gestaltete Website
soll im Laufe des Herbstes online gehen. Wir werden Sie
auf dem Laufenden halten.
■
So sieht aekooe.at derzeit aus.
Die neue Website der Ärztekammer ist in Arbeit, lassen Sie sich überraschen!
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