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Asthma, was ist das? - easyhaler.de

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Bunte Wissenssammlung
Asthma bei
Kindern
„Ich bin EASY
alles
und ich kann dir
a erzählen.“
über dein Asthm
Asthma, was ist das?
Bunte Wissenssammlung
für Kinder und Eltern
Vorwort
Inhalt
Asthma ist eine der großen
Volkskrankheiten in Deutschland.
1. Was passiert beim Atmen?
6.Regelmäßige Kontrolle
S. 4 Die Atmung?
S. 18
Wie geht es meiner Lunge?
Geht doch ganz von alleine.
Die Antwort gibt das Peak-Flow-Meter.
S. 6
Da läuft was schief.
Aber was genau passiert bei Asthma?
S. 20 Dem kannst du täglich alles
anvertrauen:
Asthma oder Asthma bronchiale, wie man
es eigentlich nennt, ist eine Krankheit, bei
der man das Gefühl hat, dass einem die
Luft wegbleibt. In Deutschland haben
ziemlich viele Menschen Asthma. Betrachtet man eine Gruppe von 100 Kindern, dann
haben zwischen 7 und 10 davon Asthma.
Wo das Asthma herkommt, kann man noch
nicht genau sagen. Aber giftige Stoffe wie der
Rauch einer Zigarette und die Abgase eines
Autos oder bestimmte Allergien sorgen dafür,
dass immer mehr Menschen krank werden.
Häufige Anzeichen für Asthma sind Husten,
Atemnot und ein Engegefühl in der Brust. So
ein Anfall, bei dem man das Gefühl hat, keine
Luft mehr zu bekommen, kann ganz schön
beängstigend sein. Deshalb ist es besonders
wichtig, dass du begreifst, was da in deinem
Körper passiert. Und was du tun kannst, damit es dir schnell wieder besser geht.
2. Warum habe ich Asthma?
S. 8
Reizende Wirkung.
Wodurch wird Asthma ausgelöst?
Deinem Asthma-Tagebuch.
7. Was mache ich bei einem
Asthma-Anfall?
S. 22 Für den Notfall:
3.Was kann ich tun?
S. 10
Immer am Ball bleiben.
Du hast es selbst in der Hand.
Das hilft bei einem Asthma-Anfall.
8.Asthma im Alltag
S. 24 Leben mit Asthma ist nicht schwer.
4.Die richtige Vorbereitung
S. 12
Mehr Sicherheit.
Durch dein gesammeltes Wissen.
Du brauchst nur die richtige Herangehensweise.
9.Adressen
S. 26 Ansprechpartner bei Asthma.
Atme dich frei.
Durch die richtige Inhalation.
S. 15
1. Der Pulverinhalator.
S. 16
2. Das Dosieraerosol (Spray).
S. 17
3. Das Feuchtinhalationsgerät.
Für noch mehr Antworten auf brennende Fragen.
2
Art.-Nr. 11013
acr12955
S. 14
11 / 12
5.Die richtige Inhalation
1. Was passiert beim Atmen?
Die Atmung?
Geht doch ganz von alleine.
Die Lunge ist ein Teil unserer Atemwege:
Stirnhöhle
Nasenmuschel
Nase
Rachenraum
Das stimmt tatsächlich. Auch wenn du
nicht bewusst darüber nachdenkst, atmet
dein Körper weiter. Denn er braucht den
Sauerstoff, der zusammen mit der Luft in
deine Lunge fließt. Die Steuerung hierfür
übernimmt das Gehirn.
Speiseröhre
Luftröhre
Lunge
Bronchien
In deiner Lunge befinden sich die Bronchien.
Das sind winzig kleine Röhren, die den Sauerstoff an dein Blut abgeben. So wird er durch
den ganzen Körper zu den einzelnen Organen
transportiert. Nur wenn deine Organe genug
Sauerstoff bekommen, kannst du problemlos
toben, spielen oder Fahrrad fahren.
Zahlreiche große und kleine Muskeln sorgen
dafür, dass die Lunge sich ausdehnen kann.
Pro Atemzug nimmt sie dadurch immerhin
einen halben Liter Luft auf. Deshalb hebt sich
dein Brustkorb, wenn du einatmest und senkt
sich wieder, wenn du ausatmest.
ie
„Wenn du dir d
Terminale Bronchienverzweigung (Bronchiole)
auf die
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A
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Händ
mst du ein
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Brus
ür
besseres Gesp
ng.“
für deine Atmu
Lungenbläschen
4
5
1. Was passiert beim Atmen?
Da läuft was schief.
Reaktion der Bronchien:
Aber was genau passiert bei Asthma?
Nachts ist es häufig besonders schlimm:
Atemnot, Husten und ein Engegefühl auf
und in der Brust. Dein Herz pocht ganz
stark und beim Atmen sind seltsame
pfeifende Geräusche zu hören.
Nicht jedes Mal ist es so schlimm und manchmal hast du wochenlang von deinem Asthma
nichts bemerkt, bis es dann schließlich doch
zurück kommt.
Bei einer normalen Erkältung, also einem
Infekt, können sich die Atemwege entzünden.
Diese Entzündung heilt meist schnell wieder
ab. Bei Asthma sind die Atemwege aber
dauerhaft entzündet. Das bedeutet, dass
die Bronchien besonders empfindlich auf
bestimmte eingeatmete Stoffe reagieren.
Grund hierfür können unter anderem frühere
Infekte oder Allergien sein.
• Die Bronchialmuskeln verkrampfen sich.
Folge: Die Bronchien werden enger.
• Die schützende Schleimhaut auf Lunge
und Bronchien wird dicker.
Folge: Die Atemwege werden
noch enger.
• In den Bronchien bildet sich
Gesunder Bronchiolus
zähflüssiger Schleim.
Folge: Der Schleim behindert die Atmung,
muss erst abgehustet werden.
t,
„Wenn du weiß
nen
io
t
a
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S
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in we
chlimmer
dein Asthma s
beim nächsten
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s
Mal bes
Asthmatischer Bronchiolus
Dann kannst du
schneller reagieren, zeichen
en An
sobald du die erst
er Engegefühl
wie Atemnot od
in der Brust bemerkst.“
Info für Eltern.
Sie können Ihrem Kind helfen, typische
Auslöser zu umgehen:
• Lassen Sie einen Allergietest machen.
• Versuchen Sie, den Kontakt zu Allerge-
• Achten Sie auf typische Pollenflugzeiten.
• Halten Sie keine behaarten Haustiere.
• Halten Sie Ihr Kind von Zigarettenrauch
und anderen rauchenden oder qualmenden Quellen fern.
nen zu vermeiden.
6
7
2. Warum habe ich Asthma?
Reizende Wirkung.
„Manchmal kommt es vor,
dass Menschen in deiner
Wodurch wird Asthma ausgelöst?
Hast du dich auch schon mal gefragt, warum
ausgerechnet du Asthma hast, deine Freunde
aber nicht? Hierauf gibt es leider noch keine
klare Antwort. Für eine Erkrankung gibt es die
unterschiedlichsten Auslöser. Bei einigen
Menschen ist das Asthma schlimmer, bei
anderen weniger schlimm. Und bei manchen
!
Allergien
Wenn
vorliegen gegen:
• Blütenpollen und Gräser
• Milben, Tierhaare und Federn
• Schimmelpilze
• Lebensmittel (z. B. Milch, Eier, Nüsse)
!
Gefühle
stark werden:
Wenn die
zu
• Angst und Kummer
• Ärger und Aufregung
• Lachen und Freude
!
Anstrengung
zu groß ist:
Wenn die
für den Körper
• Zu viele und zu schnelle Bewegungen
• Keine Pausen beim Sport oder Spielen
8
Menschen wird es immer besser, je mehr sie
auf sich und ihre Gesundheit achten.
Doch eine Sache haben alle gemein:
Menschen mit Asthma reagieren
empfindlich auf bestimmte Auslöser oder
in bestimmten Situationen.
!
giftige Stoffe
Luft befinden:
Wenn sich
in der
Wetter
extrem ist:
Wenn das
• Nebel und Nässe
• Sturm
• Sehr kalte oder schwüle Luft
!
Freunde dich beim Spielen
zu mehr Schnelligkeit
anfeuern oder im Sportunterricht
zu viel von dir
verlangt wird.
Sag den Menschen
• Kaminrauch, Kerzenrauch, Tabakrauch
• Auto- und Fabrikabgase
• Durch Gasherd und Kohleofen
• Chlorgas im Schwimmbad
!
Nähe rauchen,
in deiner Umgebung,
dass sie das nicht tun
sollen. Wenn du ihnen von
deinem Asthma erzählst,
werden sie es verstehen.
Schließlich geht
deine Gesundheit
immer vor!“
Info für Eltern.
Wenn eine
Erkältung vorliegt:
• Schnupfen und Husten
• Grippe oder Lungenentzündung
Sie und Ihr Kind sollten die Auslöser
kennen. Achten Sie jedoch darauf, dass
sich Ihr Kind trotz Asthma und drohenden
Auslösern in einem weitgehend „normalen“ sozialen Umfeld aufhält.
Eine Isolation oder Ausgrenzung und
dadurch resultierende Ängste können zu
einer Verschlimmerung des Asthmas
führen.
9
3. Was kann ich tun?
Immer am Ball bleiben.
Du hast es selbst in der Hand.
Erst mal solltest du nicht den Kopf hängen
lassen. Insbesondere nicht, wenn du Asthma
hast. Die meisten Menschen können trotz
ihrer Erkrankung ein normales und vor allem
aktives Leben führen. Wichtig ist nur, dass du
verstehst, was in deinem Körper vor sich geht
und dich darüber informierst, was dir helfen
könnte. Und was du selbst dazu beitragen
kannst, um besser mit dem Asthma zu leben.
Was dir hilft: ein kurzer Überblick.
• Vorbereitet sein.
• Die richtige Inhalation.
• Die Peak-Flow-Messung.
• Das Asthma-Tagebuch.
• Ein Notfall-Plan.
• Nützliche Atemtherapie.
• Aktiv bleiben mit dem richtigen Sport.
Manuelles
Peak-Flow-Meter
Asthma-Tagebuch
Digitales
Peak-Flow-Meter
10
Pulverinhalator Easyhaler ®
iten
„Auf den folgenden Se
en,
kannst du nachles
t wissen
was du unbeding
lltest.“
und beachten so
11
4. Die richtige Vorbereitung
Mehr Sicherheit.
Durch dein gesammeltes Wissen.
1. Entfache deinen Wissensdurst
Was tue ich in welcher Situation? Was kann
ich tun oder vermeiden, damit es meinem
Körper besser geht? Wie gehe ich AsthmaAuslösern aus dem Weg? Werde zum
Detektiv und entdecke deinen Körper und
wie er in bestimmten Situationen reagiert.
Nur wer sich selbst genau kennt, kann auch
schnell reagieren, wenn mal etwas nicht so
läuft, wie es eigentlich sollte.
2. Mach dich mit den Hilfsmitteln
vertraut
Sieh dir die auf den folgenden Seiten
beschriebenen Hilfsmittel einmal ganz genau
an. Dein Arzt hat dir bestimmt Medikamente
zum Inhalieren verschrieben. Mach dich mit
dem Inhalator vertraut. Probiere ihn erst
einmal aus, bevor du das Mundstück in den
Mund nimmst. Dann kannst du sehen, wie er
genau funktioniert. Übe mit dem Peak-FlowMeter (siehe Seite 18) und besorge dir ein
Asthma-Tagebuch. Schon nach wenigen
Tagen wirst du merken, dass das alles gar
nicht so schwer ist.
12
3. Nimm regelmäßig deine Medikamente
Auch wenn es dir an einem Tag richtig gut
geht, musst du deine Medikamente immer
regelmäßig nehmen. So, wie dein Arzt sie dir
verschrieben hat. Wenn du sie nicht nimmst,
kannst du ganz schnell wieder einen heftigen
Anfall bekommen.
4. Stelle dich der Angst
Ein Asthma-Anfall kann einem einen ganz
schönen Schrecken einjagen. Wichtig ist,
dass du in dieser Situation ruhig bleibst und
dich daran erinnerst, was zu tun ist. Denke
immer daran, dass dein Notfall-Medikament
dir bald hilft, wenn du es nur frühzeitig und
richtig einnimmst. Wie das geht, verrät dir
dein Notfall-Plan (siehe Seite 22).
s
’
n
n
a
k
t
z
t
„Je
g
i
t
h
c
i
r !“
losgehen
5. Lerne die Grundlagen der Atemtherapie
Nützliche Atemübungen, die dir im Notfall
helfen, findest du auf Seite 24.
13
5. Die richtige Inhalation
Atme dich frei.
Der Pulverinhalator.
Durch die richtige Inhalation.
Bei Asthma ist es besonders wichtig,
dass das Medikament direkt und ohne
Umwege in die Lunge und die Bronchien
transportiert wird. Statt einer Tablette
oder Spritze bekommst du deshalb einen
Inhalator, mit dem du den Wirkstoff ganz
einfach einatmest.
Hierbei gibt es Wirkstoffe, die entzündungshemmend wirken. Diese Medikamente musst
du regelmäßig einnehmen. Und dann gibt es
noch Wirkstoffe, die atemwegserweiternd
wirken. Sie helfen dir im Notfall, sodass du bei
einem Asthma-Anfall schnell wieder besser
Luft bekommst. Hier findest du eine kleine
Übersicht:
Entzündungshemmende Wirkstoffe
(Die inhalierst du jeden Tag)
• Glukokortikoide (Schützer, Entzündungshemmer) zum Inhalieren (Kortison zum
Einatmen) und als Tablette (Tablettenkortison)
• Anti-Leukotriene
(Leukotrienrezeptorantagonisten)
• Omalizumab (monoklonaler Antikörper)
• Natriumcromoglicat, Nedocromil
(Mastzellstabilisator)
Atemwegserweiternde Wirkstoffe
(Die sind in deinem Notfallmedikament)
14
1
Schütteln
•S
chutzkappe vom
Mundstück abziehen.
2
•D
en Easyhaler ® senkrecht halten und 3- bis
5-mal kräftig schütteln.
• ß2-Sympathomimetika
(Beta2-Adrenergika)
• Theophyllin
3
4
Klicken
Inhalieren
•D
en Easyhaler ® zwischen
Daumen und Zeigefinger
zusammendrücken bis
ein „Klick“ zu hören ist,
anschließend wieder
zurückgleiten lassen.
• Langsam ausatmen (aber
NICHT in das Mundstück).
• Das Mundstück zwischen
die Zähne nehmen,
mit den Lippen fest
umschließen und dann
kräftig einatmen.
• Den Easyhaler ® aus
dem Mund nehmen
und 5-10 Sekunden die
Luft anhalten.
• Langsam ausatmen
und die Schutzkappe
wieder auf das Mundstück stecken.
Es gibt drei Arten von Inhalatoren:
• Den Pulverinhalator
• Das Dosieraerosol
• Den Feuchtinhalator
Die Inhalation ist bei allen drei Geräten sehr
ähnlich. Auf den folgenden Seiten kannst du
dir alle drei Inhalatoren einmal etwas genauer
ansehen.
Info für Eltern.
Als stärkster bekannter Entzündungshemmer kann Kortison das Fortschreiten
der Asthma-Erkrankung eindämmen und
Ihrem Kind bei einem schweren Anfall
schnell helfen. Bei der Verwendung der
modernen lokal wirkenden Darreichungs-
Ein Pulverinhalator enthält den Wirkstoff,
wie der Name schon sagt, in Pulverform.
Dieses Pulver wird erst freigesetzt und dann
inhaliert. Ein Pulverinhalator ist klein und
leicht zu bedienen, sodass du ihn problemlos überall mit hinnehmen kannst. Hier
erfährst du anhand des Easyhaler®,
wie ein Pulverinhalator funktioniert.
formen ist die Angst vor Nebenwirkungen
in der Regel unbegründet. Wird der Wirkstoff inhaliert, wirkt er direkt in den chronisch entzündeten Atemwegen. Dabei
treten üblicherweise kaum oder nur wenig
kortison-typische Nebenwirkungen auf.
ganz leicht und
so einfach zu bedienen,
den hab ich immer
dabei!“
„Der ist
Was kann schief gehen?
Es wurde in den Inhalator ausgeatmet,
sodass das Pulver verklumpt.
15
5. Die richtige Inhalation
Das Dosieraerosol
(Spray).
Der Wirkstoff in einem Dosieraerosol ist
gasförmig. Um das Gerät richtig zu bedienen,
braucht man ein wenig Übung, denn das Gas
muss gleichzeitig mit dem Auslösen eingeatmet werden. Das austretende Gas kann
sich im Mund etwas kalt anfühlen, aber da
gewöhnt man sich ganz schnell dran.
h nicht
ic
„Da kann
h machen!“
viel falsc
Das Feuchtinhalationsgerät.
1
• Schutzkappe vom
Mundstück abziehen.
2
• Dosieraerosol zwischen
Daumen und Zeigefinger halten und kräftig
schütteln.
Der Wirkstoff in einem Feuchtinhalationsgerät ist flüssig und wird durch einen sogenannten Vernebler fein zerstäubt. Das bedeutet,
dass ganz kleine Tröpfchen durch die Luft
fliegen und beim Einatmen in deine Lunge
gelangen. Die Inhalation ist ganz einfach,
dauert aber einige Minuten. Das Gerät ist
ziemlich groß und schwer und muss an eine
Steckdose angeschlossen werden.
1
• Das Medikament in den
Vernebler füllen und den
Vernebler am Kompressor anschließen.
3
gut
besonders
ir
m
t
f
„Das hil
nfall!“
bei einem A
Was kann schief gehen?
• Das Dosieraerosol wurde nicht genug
geschüttelt.
• Die Koordination zwischen dem Auslösen des Sprühstoßes und dem Einatmen
ist nicht optimal. Der richtige Zeitpunkt
muss genau abgepasst werden.
16
• Langsam ausatmen (aber
NICHT in das Mundstück).
• Das Mundstück zwischen
die Zähne nehmen, mit
den Lippen fest umschließen.
• Den Kopf leicht zurückneigen.
• Gleichzeitig: langsam
und möglichst tief einatmen und den Metallbehälter nach unten drücken,
um den Sprühstoß auszulösen.
• Den Inhalator aus dem
Mund nehmen und 5-10
Sekunden die Luft anhalten.
• Langsam ausatmen
und die Schutzkappe
wieder auf das Mundstück stecken.
2
•D
en Vernebler in den
Mund nehmen und das
Gerät einschalten.
3
Was kann schief gehen?
• Es wurde keine aufrechte Haltung
eingenommen.
• Es wurde nicht tief genug eingeatmet.
• Das Medikament wurde falsch dosiert.
•R
uhig und tief durch den
Vernebler einatmen.
•E
inen kurzen Moment
den Atem anhalten.
•R
uhig in den Vernebler
ausatmen.
•S
olange ein- und
ausatmen, bis du ein
verändertes Geräusch
hörst – nun ist das
Medikament verbraucht.
17
6. Regelmäßige Kontrolle
Wie geht es meiner Lunge?
Die Antwort gibt das Peak-Flow-Meter.
Das Peak-Flow-Meter (das wird „piek-flo“
ausgesprochen) ist ein Gerät, mit dem du
messen kannst, wie gut es deiner Lunge geht.
Der Wert, den das Gerät anzeigt, sagt dir, wie
viele Liter Luft pro Minute durch deine Lunge
fließen können. Je enger deine Atemwege
sind, desto schlechter bekommst du Luft
und desto geringer ist der angezeigte Wert.
Durch regelmäßiges Messen kannst du sehen,
wie dein Asthma sich entwickelt und ob es
dir zurzeit besser oder schlechter geht oder
sich sogar ein Anfall ankündigt. Für eine gute
Übersicht solltest du deine Werte unbedingt
täglich in ein Asthma-Tagebuch (siehe nächste
Seite) eintragen. Das ist ganz wichtig.
ng kannst
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s
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M
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„ Aus
l machen.
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S
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du
infach
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d
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a
R
ltern,
Die Messung der Werte ist leicht und
dauert nicht lange. Am besten, du machst
die Messung wie das Zähneputzen zu
einem festen Bestandteil deines Tages
und misst morgens nach dem Aufstehen
und abends vor dem Schlafengehen.
en E
mal mit dein
,
r Freunden
e
d
o
n
r
te
is
Geschw
das Gerät
t
r
e
W
n
e
h
welc
ird!“
anzeigen w
?
! !
1
•D
en Zeiger auf 0 stellen.
3
•L
ippen fest um das
Mundstück schließen.
•K
räftig in das Gerät
pusten, so als wolltest du
eine Kerze ausblasen.
Es kommt nicht auf eine
lange Ausatmung an,
sondern auf einen kurzen
heftigen Atemstoß.
2
•T
ief einatmen.
4
•D
er Zeiger bzw. das
Display zeigt deinen
Wert an.
•D
en Wert merken und
Messung 2-mal wiederholen.
•D
en höchsten Wert in
das Asthma-Tagebuch
eintragen.
Info für Eltern.
Unterstützen Sie Ihr Kind dabei, seine Peak-Flow-Werte regelmäßig zu messen und
die Messergebnisse in das Asthma-Tagebuch einzutragen. Nur so lernt Ihr Kind, sein
Asthma selbst besser einzuschätzen und dadurch sicherer und selbstbestimmter zu
leben. Außerdem erhält der Arzt so einen guten Überblick über den Krankheitsverlauf
Ihres Kindes.
19
6. Regelmäßige Kontrolle
Dem kannst du täglich alles anvertrauen:
Deinem Asthma-Tagebuch.
In dein Asthma-Tagebuch trägst du nicht nur
die Werte ein, die du morgens und abends
mit dem Peak-Flow-Meter gemessen hast,
sondern auch, wie stark du dein Asthma
gemerkt hast. Ob du zum Beispiel Husten
oder Auswurf hattest oder durch nächtliche
Atemnot aufgewacht bist. Hier findest du
auch Platz für besondere Anmerkungen.
Ob du einen Infekt oder Fieber hattest,
ein anderes Medikament genommen hast
oder zusätzlich dein Notfallmedikament
nehmen musstest.
Mit Hilfe deiner Eintragungen kann dein Arzt
leichter entscheiden, ob du zurzeit die
richtigen Medikamente nimmst, oder ob du
vielleicht besser etwas anderes ausprobieren
solltest. Deshalb solltest du das AsthmaTagebuch zu jedem Arztbesuch mitbringen.
Sicherheit auf einen Blick:
Die Asthma-Ampel.
Freie Fahrt
In unserem Asthma-Tagebuch
befindet sich ein Ampelschema.
Wie im Straßenverkehr kannst
du mit Hilfe deiner gemessenen
Werte sehen, ob mit deinem
Asthma alles im grünen Bereich
ist oder ob Gefahr droht und du
etwas unternehmen musst.
Achtung
Nimm täglich die von Deinem Arzt verordnete
Dauermedikation (grüner Bereich).
Peak-Flow-Wert 50 bis 80 %
des Bestwertes.
Bitte Deine Eltern, einen Arzttermin für die
nächsten Tage zu vereinbaren! Miss deine
Peak-Flow-Werte 4-mal täglich!
„Wenn du jede
n
Tag deine Werte
einträgst, kannst du
schon nach wen
igen Tagen selb
er sehen,
ob dein Asthm
a besser oder
schlechter wird.“
in das Tagebuch
Peak-Flow-Wert unter 50 %
des Bestwertes.
Gefahr
20
Peak-Flow-Wert 80 bis 100 %
des Bestwertes.
Wenn deine Peak-Flow-Werte nach 20 Minuten nicht um wenigstens 40 bis 50 Einheiten
steigen, ruf den Notarzt (Telefon 112).
Bitte Deine Eltern, auch bei Besserung,
spätestens am nächsten Tag einen Termin bei
deinem behandelnden Arzt zu vereinbaren.
21
7. Was mache ich bei einem Asthma-Anfall?
„Dein Arzt kann
zusammenstelle eine Notfallbox
n, da
wichtigsten Med mit du deine
ikamente
Rettung in der Not:
Das hilft bei einem Asthma-Anfall.
Wichtigste Regel: Ruhe bewahren!
Kommt es zu einem Asthma-Anfall, ist die
Aufregung natürlich groß. Aber Hektik kann
die Atemnot noch schlimmer machen. Also
versuch, ruhig zu bleiben und dich daran zu
erinnern, wie du dich auf diesen Moment
vorbereitet hast. Deine Notfall-Medikamente
solltest du immer dabei haben. Und den
Menschen in deiner Nähe solltest du sagen,
was zu tun ist. Wenn du dann noch die unten
aufgeführten Empfehlungen für den Notfall
berücksichtigst, hast du den Anfall in der
Regel schnell überstanden.
Die meisten Anfälle kündigen sich an
Grundsätzlich ist es aber erst einmal gut zu
wissen, dass sich kaum ein Asthma-Anfall
ohne vorherige Ankündigung entwickelt.
Meistens signalisiert dir dein Körper bereits
Tage zuvor, dass dein Asthma schlimmer
wird. Deshalb ist es wichtig, dass du die Warnzeichen möglichst schnell erkennst und so
rechtzeitig reagieren kannst. Im Grunde gibt
es 7 wichtige Warnsymptome. Wenn du eines
davon an dir bemerkst, solltest du direkt mit
deinen Eltern sprechen, damit sie schnell
einen Termin bei deinem Arzt vereinbaren.
7 Warnsymptome.
1
2
3
4
5
6
7
Deine Peak-Flow-Werte wechseln
von „Grün“ auf „Gelb“. Die am Morgen
gemessenen Werte sind niedriger
und innerhalb des Tages gibt es große
Schwankungen.
Die Atemnot wird schlimmer,
insbesondere nachts.
22
immer dabei hast
!“
Der Husten wird schlimmer,
insbesondere nachts.
Der Auswurf verändert sich
(Menge, Farbe, Zähigkeit).
Empfehlungen für den Notfall:
Du hast das Gefühl, dass dein Körper
weniger belastbar ist.
1. Bleib ruhig!
Du nimmst dein Notfallspray häufiger.
2.Atme mit Hilfe der Lippenbremse und nimm eine atemerleichternde
Körperstellung ein (siehe Seite 24).
Du hast das Gefühl, einen Infekt
zu bekommen (Fieber, gelb-grüner
Auswurf usw.).
3. Inhalier dein Notfall-Medikament. Das solltest du immer dabei haben!
Dein Arzt sollte dir einen ganz speziell für
dich ausgestellten Asthma-Pass geben.
Der passt in deine Hosentasche oder in
den Schulranzen.
Info für Eltern.
Üben Sie mit Ihrem Kind zusammen
den Notfall. Als Eltern werden Sie einen
solchen Anfall häufig miterleben. Je
Der Asthma-Pass als Notfall-Plan
Manchmal kann es vorkommen, dass dir
bei einem Asthma-Anfall das Sprechen
sehr schwer fällt. Für diesen Fall gibt es
einen Asthma-Pass. Hier steht drauf, welche
Medikamente du im Notfall wie einnehmen
musst. So wird es viel leichter, einem Notarzt oder Menschen, die dir zu Hilfe eilen,
verständlich zu machen, was dir fehlt.
dir auch
besser Sie dann vorbereitet sind, desto
besser können Sie Ihrem Kind helfen.
4.Atme möglichst ruhig und gleich-
mäßig weiter.
5. Wenn es dir nach etwa 10 Minuten noch nicht besser geht, inhalier noch
einmal das Notfall-Medikament.
6.Geht es dir nach weiteren 10 Minuten
noch immer nicht besser, sag deinen
Eltern, sie sollen einen Notarzt rufen
(112) .
23
8. Asthma im Alltag
Leben mit Asthma ist nicht schwer.
Du brauchst nur die richtige Herangehensweise.
Nimm deine Medikamente regelmäßig
Deine Medikamente ohne Rücksprache mit
dem Arzt einfach abzusetzen, ist ein großer
Fehler. Es wird immer Phasen geben, in denen
es dir besser geht. Trotzdem braucht dein
Körper die Medikamente, damit das auch so
bleibt. Sonst wird dein Asthma schnell wieder
schlimmer werden. Tu dir also selbst etwas
Gutes, indem du regelmäßig deine Medikamente einnimmst.
Atme richtig
Klingt einfach, ist es auch! Um deine Lunge
zu stärken, gibt es nämlich bestimmte Atemübungen. Leg dir doch mal eine Hand auf den
Bauch und eine auf die Brust. Nun versuchst
du, als erstes in den Bauch hinein zu atmen,
bis sich dieser unter deiner Hand hebt. Erst
danach atmest du in den Brustkorb, bis auch
dieser sich unter deiner anderen Hand hebt.
Denke daran, immer ruhig und nicht zu
schnell auszuatmen, damit die Atemwege
nicht zusammengedrückt werden.
Dabei hilft
dir ein einfacher Trick: die Lippenbremse.
Benutze die Lippenbremse
Dabei atmest du durch die locker aufeinander
gelegten Lippen aus. Die Wangen blähen sich
hierbei etwas auf, aber es darf kein zu großer
Druck entstehen. Durch die Lippenbremse
kann die eingeatmete Luft flüssig und gleichmäßig wieder hinausströmen. Diese Technik
erleichtert dir das Atmen bei großer Anstrengung und Atemnot.
Lerne die atemerleichternden
Körperstellungen
Während einer Asthma-Schulung kannst du
verschiedene atemerleichternde Körperstellungen lernen. Sie geben deinem Bauch mehr
Raum, sodass deine unteren Lungenabschnitte besser belüftet werden. Hierzu gehören
zum Beispiel Kutschersitz, Wand- und
Torwartstellung und die Stuhlstütze.
Atemerleichternde Körperstellungen:
Vermeide Infekte
Eine Erkältung kann deine AsthmaBeschwerden noch verstärken. Deshalb
solltest du bereits bei den ersten Anzeichen
einer Erkältung zum Arzt gehen. Um häufige
Erkrankungen zu vermeiden, solltest du deine
Inhalatoren regelmäßig reinigen, kranken
Menschen aus dem Weg gehen, dich gesund
ernähren und natürlich: häufig deine Hände
waschen.
Cool bleiben in der Schule
Trau dich ruhig, deine Medikamente in der
Schule zu nehmen. Am Anfang werden deine
Klassenkameraden vielleicht komisch gucken
oder doofe Bemerkungen machen. Wahrscheinlich wissen sie nicht, was Asthma ist
und warum du zwischendurch inhalieren
musst. Am besten, du erklärst es ihnen einfach. Dann werden sie schnell verstehen,
wie wichtig es ist, dass du die Medikamente
nimmst. Deinen Lehrern, aber auf jeden Fall
deinem Sportlehrer, solltest du von deinem
Asthma erzählen. Wenn du in der Schule mal
einen Anfall bekommen solltest, sind alle
besser darauf vorbereitet und können dir
leichter helfen.
Werde und bleibe sportlich
Du glaubst, du kannst keinen Sport treiben,
weil du Asthma hast? Falsch! Sport ist für dich
sogar besonders wichtig, denn er steigert die
Leistungsfähigkeit von Herz und Lunge und
verringert die Asthma-Beschwerden.
Du musst nur einige Regeln
beachten:
• Deine Peak-Flow-Werte müssen im
grünen Ampelbereich liegen.
• Such dir eine Sportart aus, in der du
langsam anfangen und erst nach und nach
die Belastung steigern kannst, z.B. Radfahren, Schwimmen, Wandern, Joggen oder Tanzen.
• Wärm dich vor dem Training immer gut
auf und werde zum Ende hin nach und nach langsamer, bis du aufhörst.
• Sprich mit deinem Arzt darüber, ob und welche Medikamente du vor oder während des Trainings nehmen solltest.
„Hier ein paar n
Stuhlstütze
24
Torwartstellung
Wandstellung
Paschasitz
Kutschersitz
ütz
Tricks und Übungeliche Tipps,
n, die dir
den Alltag er
leichtern werden.“
25
9. Adressen
Ansprechpartner bei Asthma.
Für noch mehr Antworten auf brennende Fragen.
Deutsche Atemwegsliga e. V.
Burgstraße 12, 33175 Bad Lippspringe
Telefon: 05252 – 93 36 15
Fax: 05252 – 93 36 16
E-Mail: kontakt@atemwegsliga.de
www.atemwegsliga.de
Deutscher Allergie- und Asthmabund e. V.
(DAAB)
Fliethstraße 114, 41061 Mönchengladbach
Telefon: 02161 – 81 49 40
Fax: 02161 – 81 49 430
E-Mail: info@daab.de
www.daab.de
Patientenliga Atemwegserkrankungen e. V.
Berliner Straße 84, 55276 Dienheim
Telefon: 06133 – 35 43
Fax: 06133 – 92 45 57
E-Mail: pla@patientenliga-atemwegserkrankungen.de
www.patientenliga-atemwegserkrankungen.de
Selbsthilfegruppen
Allergie- und umweltkrankes Kind e.V. (AuK)
Adenauerallee 30, 45894 Gelsenkirchen
Telefon: 0209 – 380 90 36
Fax: 0209 – 380 90 37
E-Mail: info@bundesverband-allergie.de
www.bundesverband-allergie.de
Deutsche Haut- und Allergiehilfe e. V.
Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn
Telefon: 0228 – 367 91 - 0
Fax: 0228 – 367 91 - 90
E-Mail: info@dha-allergien.de oder
bv-dha@t-online.de
www.dha-allergien.de
Arbeitsgemeinschaft Allergiekrankes Kind e.V.
(AAK)
Augustastraße 20, 35745 Herborn
Telefon: 02772 – 92 87- 0
Fax: 02772 – 92 87- 48
E-Mail: koordination@aak.de
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dem Weg?
Infos und Tipps, wie du Auslöser vermeiden kannst.
• Asthma-Anfall, und jetzt?
Infos und Tipps, damit du auf den Notfall
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Luft weg bleibt.
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Praktische Tipps und Übungen, die dir das Leben leichter machen.
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