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GND und RDA – Was ändert sich? - GBV, Gemeinsamer

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Vertretungen der
Öffentlichen Bibliotheken
GND und RDA –
Was ändert sich?
Eine Informationsveranstaltung
des GBV am 21. Oktober 2014
Übersicht
Folie
• Grundlagen der RDA
3 – 33
• Normdaten in RDA
34 - 67
• Personennormdaten
68 - 101
• Körperschaftsnormdaten
102 - 163
Modul 1
Grundlagen der RDA
Inhalt
Teil 1 - Grundlagenmodelle für RDA
• ICP, FRBR, FRAD, FRSAD
Teil 2 – Resource Description and Access (RDA)
• Entstehung und Organisation
• Struktur und Inhalt
• Terminologie der RDA
• RDA-Toolkit
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
4
Grundlagen der RDA
• Statement of International Cataloguing
Principles (2009)
• Familie der „Functional Requirements“
– for Bibliographic Records (FRBR) (1998, 2008)
(bibliografische Daten)
– for Authority Data (FRAD) (2009)
(Normdaten)
– for Subject Authority Data (FRSAD) (2010)
(Sacherschließung)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
5
Functional Requirements for Bibliographic
Records (FRBR)
-1Benutzeranforderungen:
Finden, Identifizieren, Auswählen und Zugang erhalten
Entität:
ein eindeutig zu bestimmendes Objekt, das durch bestimmte Merkmale
(Attribute) charakterisiert wird.
Beziehung (Relation):
Verbindung zwischen zwei oder mehreren Entitäten
Merkmale:
Jeder Entität kommen verschiedene Merkmale zu
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
6
Functional Requirements for Bibliographic
Records (FRBR)
-2Entitäten / Merkmale / Beziehungen
beschäftigt
beschäftigt von
beschäftigt
Mitarbeiter
Firma
verheiratet
beschäftigt von
Mitarbeiter
mit
Name
Name
Name
Gründungsjahr
Geburtsjahr
Geburtsjahr
Branche
Beruf
Beruf
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
7
Functional Requirements for Bibliographic
Records (FRBR)
-3Entitäten:
•
•
•
Gruppe 1:
– Werk (work)
– Expression (expression)
– Manifestation (manifestation)
– Exemplar (item)
Bibliografische Daten
Gruppe 2:
– Person (person)
– Körperschaft (corporate body)
Gruppe 3:
– Begriff (concept)
– Gegenstand (object)
– Ereignis (event)
– Ort (place)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
Normdaten
Themen von Werken
(Sacherschließung)
8
Functional Requirements for Bibliographic
Records (FRBR)
-4-
FRBR-Entitäten der Gruppe 1
Werk
Werk
ist realisiert
Expression
ist verkörpert
Manifestation
ist ein
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
Exemplar
9
Functional Requirements for Bibliographic
Records (FRBR)
-5-
FRBR-Entitäten der Gruppe 2
Werk
Expression
Manifestation
Exemplar
ist im Besitz von
ist erstellt von
Person
ist realisiert von
ist geschaffen von
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
Körperschaft
Norm‐
daten
10
RDA: Resource Description and Access
1. Entstehung und Organisation
2. Struktur und Inhalt
3. Terminologie
4. RDA-Toolkit
11
Entstehung und
Organisation
•
2010 Erstveröffentlichung, regelmäßige Aktualisierungen
•
internationaler Standard
•
Entwicklung und Pflege durch das Joint Steering Committee for
Development of RDA (JSC)
•
Vertretung für Deutschland, Österreich und die deutschsprachige
Schweiz im JSC: Deutsche Nationalbibliothek (DNB)
•
jeweils aktuellste Version von RDA ist im englischsprachigen
RDA Toolkit enthalten (Übersetzungen ca. ein halbes Jahr später
aktualisiert)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
12
Bibliotheken,
Museen, Archive
einfach zu nutzen
international
für digitale
Umgebungen
basiert auf
Prinzipien
für alle Arten
von Ressourcen
und Inhalten
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
formatunabhängig
13
Aufbau des RDA-Regelwerkstextes
Kapitel 0:
Einleitung
Abschnitt 1-4
(= Kapitel 1-16):
Merkmale der
Entitäten
Abschnitt 5-10
(= Kapitel 17-37):
Beziehungen
zwischen den
Entitäten
Anhänge A-L
Inhaltsverzeichnis
Glossar
Index
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
14
Kapitel 0:
Einleitung
•
0.0 Ziel und Geltungsbereich
•
0.1 Wesentliche Funktionen
•
0.2 Beziehung zu sonstigen Standards für die Beschreibung von Ressourcen und den Zugang
zu ihnen
•
0.3 Konzeptionelle Modelle, die den RDA zugrunde liegen
•
0.4 Ziele und Prinzipien für die Beschreibung von Ressourcen und den Zugang zu ihnen
•
0.5 Struktur
•
0.6 Kernelemente
•
0.7 Sucheinstiege
•
0.8 Alternativen und Optionen
•
0.9 Ausnahmen
•
0.10 Beispiele
•
0.11 Internationalisierung
•
0.12 Kodierung von RDA-Daten
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
15
Abschnitte in RDA
•
ABSCHNITT 1:
ERFASSEN DER MERKMALE von MANIFESTATIONEN und EXEMPLAREN
•
ABSCHNITT 2:
ERFASSEN DER MERKMALE von WERKEN und EXPRESSIONEN
•
ABSCHNITT 3:
ERFASSEN DER MERKMALE von PERSONEN, FAMILIEN und KÖRPERSCHAFTEN
•
ABSCHNITT 4:
ERFASSEN DER MERKMALE von BEGRIFFEN, GEGENSTÄNDEN, EREIGNISSEN und GEOGRAFIKA
•
ABSCHNITT 5:
ERFASSEN DER PRIMÄRBEZIEHUNGEN zwischen WERK, EXPRESSION, MANIFESTATION und EXEMPLAR
•
ABSCHNITT 6:
ERFASSEN DER BEZIEHUNGEN zu PERSONEN, FAMILIEN und KÖRPERSCHAFTEN, die mit einer
Ressource in Verbindung stehen
•
ABSCHNITT 7:
ERFASSEN DER BEZIEHUNGEN zu BEGRIFFEN, GEGENSTÄNDEN, EREIGNISSEN und ORTEN
•
ABSCHNITT 8:
ERFASSEN DER BEZIEHUNGEN zwischen WERKEN, EXPRESSIONEN, MANIFESTATIONEN und EXEMPLAREN
•
ABSCHNITT 9:
ERFASSEN DER BEZIEHUNGEN zwischen PERSONEN, FAMILIEN und KÖRPERSCHAFTEN
•
ABSCHNITT 10:
ERFASSEN DER BEZIEHUNGEN zwischen BEGRIFFEN, GEGENSTÄNDEN, EREIGNISSEN und ORTEN
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
16
ABSCHNITT 3:
ERFASSEN DER MERKMALE von
PERSONEN, FAMILIEN und KÖRPERSCHAFTEN
•
KAPITEL 8. Allgemeine Richtlinien zum Erfassen der
Merkmale von Personen, Familien und Körperschaften
•
KAPITEL 9. Identifizierung von Personen
•
KAPITEL 10. Identifizierung von Familien
•
KAPITEL 11. Identifizierung von Körperschaften
Abschnitt 1-4
(= Kapitel 1-16):
Merkmale der
Entitäten
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
17
ABSCHNITT 4:
ERFASSEN DER MERKMALE von
BEGRIFFEN, GEGENSTÄNDEN, EREIGNISSEN und
GEOGRAFIKA
•
KAPITEL 12. Allgemeine Richtlinien zum Erfassen der
Merkmale von Begriffen, Gegenständen, Ereignissen und
Orten*
•
KAPITEL 13. Identifizierung von Begriffen*
•
KAPITEL 14. Identifizierung von Gegenständen*
•
KAPITEL 15. Identifizierung von Ereignissen*
•
KAPITEL 16. Identifizierung von Orten
* zurückgestellt
Abschnitt 1-4
(= Kapitel 1-16):
Merkmale der
Entitäten
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
18
ABSCHNITT 6:
ERFASSEN DER BEZIEHUNGEN zu
PERSONEN, FAMILIEN und KÖRPERSCHAFTEN, die mit
einer Ressource in Verbindung stehen
•
KAPITEL 18. Allgemeine Richtlinien zum Erfassen der
Beziehungen zu Personen, Familien und Körperschaften,
die mit einer Ressource in Verbindung stehen
•
KAPITEL 19. Personen, Familien und Körperschaften, die
mit einem Werk in Verbindung stehen
•
KAPITEL 20. Personen, Familien und Körperschaften, die
mit einer Expression in Verbindung stehen
•
KAPITEL 21. Personen, Familien und Körperschaften, die
mit einer Manifestation in Verbindung stehen
•
KAPITEL 22. Personen, Familien und
Körperschaften, die mit einem Exemplar
in Verbindung stehen
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
Abschnitt 5-10
(= Kapitel 17-37):
Beziehungen
zwischen den
Entitäten
19
ABSCHNITT 9:
ERFASSEN DER BEZIEHUNGEN zwischen PERSONEN,
FAMILIEN und KÖRPERSCHAFTEN
•
KAPITEL 29. Allgemeine Richtlinien zum Erfassen der
Beziehungen zwischen Personen, Familien und
Körperschaften
•
KAPITEL 30. In Beziehung stehende Personen
•
KAPITEL 31. In Beziehung stehende Familien
•
KAPITEL 32. In Beziehung stehende Körperschaften
Abschnitt 5-10
(= Kapitel 17-37):
Beziehungen
zwischen den
Entitäten
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
20
Anhänge
Anhänge I, J,
K, L
Beziehungskenn
-zeichnungen
Anhang H
Datumsang. nach
christlicher
Zeitrechnung
Anhang G
Adelstitel,
Angaben zum
Rang usw.
Anhang F
Zusätzliche
Regeln für
Personennamen
Anhang A
Groß- und
Kleinschreibung
Anhang B
Abkürzungen
Anhang C
Artikel am
Titelanfang
RDA
Anhang D
Erfassen der Syntax
für beschreibende
Daten
Anhang E
Erfassen der Syntax
zur Kontrolle der
Sucheinstiege
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
21
Terminologie der RDA
1. Verwendung des FRBR-Vokabulars
(Entitäten, Merkmale, Beziehungen)
2. Kernelemente und Zusatzelemente
3. Standardelemente-Set
4. Sucheinstiege
5. Anwendungsrichtlinien
6. Optionen und Alternativen
7. Beispiele
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
22
Kernelemente und Zusatzelemente
•
Ein Kernelement ist eine Mindestanforderung zur
Identifizierung einer Entität (z. B. einer Körperschaft,
eines Titels).
•
Die Kernelemente sind im Kapitel 0 der RDA aufgelistet.
•
Weitere Elemente (Zusatzelemente) zur tieferen
Erschließung von Ressourcen wurden von der AG RDA
festgelegt.
•
Für den deutschsprachigen Raum wurde von der AG RDA
eine für alle Partner verbindliches Standardelemente-Set
als Mindestanforderung für die Katalogisierung, das aus
den RDA-Kernelementen und den D-A-CHZusatzelementen besteht, vereinbart.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
23
Standardelemente-Set
Kernelemente
Zusatzelemente
Standardelemente-Set
für den deutschsprachigen Raum
Das Standardelemente‐Set für Normdaten
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
24
Sucheinstiege
•
•
Ein Sucheinstieg ist ein Name, ein Ausdruck, ein Code usw.,
der eine bestimmte Person / Familie / Körperschaft
repräsentiert.
Der normierter Sucheinstieg, der eine Person / Familie /
Körperschaft repräsentiert, setzt sich aus dem bevorzugten
Namen der Person / Familie / Körperschaft und ggf.
Ergänzungen zusammen.
Bevorzugter Name: normierter Sucheinstieg: •
-1-
John Smith
Smith, John, 1832–1911
Die Ergänzungen müssen teils erfasst werden, teils werden
sie maschinell hinzugezogen (Lebensdaten).
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
25
Sucheinstiege
•
-2-
Normierte Sucheinstiege werden in der GND nicht manuell in
dieser Form erfasst, sondern für die Anzeige, z.B. in
Expansionen oder im OPAC maschinell gebildet.
PICA-Erfassungsformat:
035 gnd/118590219
100 Orff, Carl
548 1895$b1982$4datl
Expansion nach RDA:
3000 ...!PPN!Orff, Carl, 1895‐1982 ; ID: gnd/118590219 •
Im maschinellen Datentausch werden normierte
Sucheinstiege ebenfalls per Programm aus den Angaben im
Normdatensatz gebildet.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
26
Anwendungsrichtlinien
Anwendungs- Erläuterungen
regeln
Beispiele
Arbeitshilfen
Anwendungsrichtlinien für den deutschen Sprachraum
D-A-CH
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
27
Alternativen und Optionen
-1-
Die RDA enthalten eine Reihe von alternativen Richtlinien
und Bestimmungen zu einzelnen Regelwerksstellen. Es
gibt:
• Alternativen
• Optionale Ergänzungen
• Optionale Weglassungen
Screenshot aus dem RDA‐Toolkit mit Genehmigung der RDA‐Verleger (American Library Association, Canadian Library Association, und CILIP: Chartered Institute of Library and Information Professionals)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
28
Alternativen und Optionen
-2-
Die AG RDA hat zu jeder optionalen bzw. alternativen
Regelung in den RDA eine verbindliche Entscheidung getroffen
und diese in einer Anwendungsregel festgehalten.
Screenshot aus dem RDA‐Toolkit mit Genehmigung der RDA‐Verleger (American Library Association, Canadian Library Association, und CILIP: Chartered Institute of Library and Information Professionals)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
29
Beispiele
• Beispiele in RDA
o sind nur illustrierend.
o sind i. d. R. an den anglo-amerikanischen
Hintergrund angepasst.
• Beispiele für den deutschen Sprachraum sind
zurzeit innerhalb der Anwendungsrichtlinien
abgelegt.
• Die deutsche Übersetzung wird sukzessive an
die Bedürfnisse im deutschsprachigen Raum
angepasst.
• Beispiele werden bei Bedarf auch in den
internationalen Standard eingebracht.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
30
„Cataloger´s judgement“
Ja, kann denn hier jeder machen,
was er will?
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
31
https://wiki.dnb.de/display/RDAINFO/RDA‐Info
rda‐info@dnb.de
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
32
http://access.rdatoolkit.org/
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul 1: Grundlagen der RDA | Oktober 2014, GBV
33
Normdaten in RDA
Anwendungsrichtlinien
Anwendungs- Erläuterungen
regeln
Beispiele
Arbeitshilfen
Anwendungsrichtlinien für den deutschen Sprachraum
D-A-CH
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
35
Erfassungshilfen
•
Beispiele in der aktuellen deutschen Ausgabe des Toolkits
entsprechen ggf. nicht den Anforderungen im
deutschen Sprachraum und sind im RDA-Anzeigeformat
dargestellt.
•
Sowohl AWR als auch ERL sind formatneutral formuliert;
auch die (wenigen) Beispiele sind im Anzeigeformat
dargestellt.
•
Formatgetreue Erfassung wird deshalb in eigenen
Erfassungshilfen beschrieben. Diese enthalten:
- die entsprechenden RDA-Stellen,
- die AWR und
- die ERL zu dem Thema
•
Es wird erklärt, wie etwas in PICA und Aleph erfasst werden
soll und warum.
•
Aus den RDA wird über die AWR und ERL auch auf die
Erfassungshilfen verlinkt.
.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
36
Erfassungshilfen
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
37
Wo finde ich was?
Informationen zur GND:
- Allgemeine Informationen
- Regeln
- Erfassungshilfen
- Codes
- Redaktion/Altdaten/Nachschlagewerke
- Formate/Indexierung
- Schulungsunterlagen
 Informationsseite zur GND
Regelwerk/Regelwerksstellen
 RDA-Toolkit
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
38
RDA-Kapitel 8:
Allgemeine Richtlinien zum Erfassen der
Merkmale von Personen, Familien und
Körperschaften
Erklärt die Terminologie und definiert die Begriffe
• Person, Familie und Körperschaft
• Name (auch bevorzugter und abweichender
Name)
• Sucheinstieg (auch normierter Sucheinstieg und
zusätzlicher Sucheinstieg)
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
39
Grundprinzip
Die erfassten Merkmale für die Person / Familie /
Körperschaft sollen es dem Benutzer
ermöglichen, die Entität
• zu finden
• zu identifizieren
• zu differenzieren
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
40
Begriffsdefinitionen (Entitäten)
-1-
• Eine Person ist ein Individuum oder eine
Identität, die von einem Individuum eingeführt
wurde (entweder alleine oder in Gemeinschaft
mit einem Individuum oder mehreren anderen
Individuen).
Dazu gehören natürliche Personen, Pseudonyme,
Sammelpseudonyme, fiktive Personen und auch
reale nicht-menschliche Entitäten.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
41
Begriffsdefinitionen (Entitäten)
-2-
• Eine Familie besteht aus zwei oder mehr
Personen, die durch Geburt, Heirat, Adoption,
eingetragene Lebenspartnerschaft oder einen
ähnlichen Rechtsstatus miteinander in Beziehung
stehen oder die sich auf andere Weise als Familie
präsentieren.
Die Entscheidung, wann Familien für die
Erschließung zu berücksichtigen sind, ist
unabhängig von der Anzahl der
Familienmitglieder.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
42
Begriffsdefinitionen (Entitäten)
-3-
• Eine Körperschaft ist eine Organisation oder
eine Gruppe von Personen und/oder
Organisationen, die durch einen bestimmten
Namen identifiziert ist und die als Einheit handelt
oder handeln kann.
Dazu gehören auch Gebietskörperschaften.
Konferenzen werden in RDA ebenfalls als
Körperschaft angesehen.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
43
Begriffsdefinitionen (Name)
-1-
• Ein Name ist ein Wort, ein Zeichen oder eine
Gruppe von Wörtern und/oder Zeichen, unter
dem/der/denen eine Person / Familie /
Körperschaft bekannt ist.
• Zu unterscheiden sind zwei Arten von Namen:
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
44
Begriffsdefinitionen (Name)
-2-
1. Der bevorzugte Name ist der Name, der als
Grundlage für den normierten Sucheinstiegs
gewählt wird, der eine Person / Familie /
Körperschaft repräsentiert.
2. Ein abweichender Name ist ein Name, unter
dem eine Person / Familie / Körperschaft
bekannt ist und der sich von dem Namen
unterscheidet, der als bevorzugter Name für
diese Person / Familie / Körperschaft gewählt
wurde.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
45
Begriffsdefinitionen (Name)
-3-
Beispiele bevorzugter Name:
Joanne K. Rowling
Bibliotheksservice‐Zentrum Baden‐Württemberg
Veranstaltung "Kultur und Informatik" Beispiele abweichender Name:
J. K. Rowling
Bibliotheksservice‐Zentrum
Konferenz "Kultur und Informatik"
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
46
Begriffsdefinitionen (Name)
-4-
• Der bevorzugter Name für eine Person / Familie
/ Körperschaft:
– der Name, der am häufigsten in Ressourcen gefunden
wird, die mit dieser Person / Familie / Körperschaft in
Verbindung stehen
oder
– ein eingeführter Name in der Sprache und Schrift, die
die erfassende Institution bevorzugt.
• Sonstige Namen und Namensformen sollten als
abweichende Namen erfasst werden.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
47
Begriffsdefinitionen (Sucheinstieg) -1• Ein Sucheinstieg ist ein Name, ein Ausdruck,
ein Code usw., der eine bestimmte Person /
Familie / Körperschaft repräsentiert.
• Zu unterscheiden sind zwei Arten von
Sucheinstiegen:
– normierter Sucheinstieg
– zusätzlicher Sucheinstieg
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
48
Begriffsdefinitionen (Sucheinstieg) -2• Der normierte Sucheinstieg ist der
standardisierte Sucheinstieg, der eine Entität
repräsentiert. Er wird unter Verwendung des
bevorzugten Namens für die Person / Familie /
Körperschaft gebildet.
• Grundlage für den normierten Sucheinstieg ist
der bevorzugte Name für die Person / Familie /
Körperschaft.
• Ggf. Ergänzung durch unterscheidende
Merkmale.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
49
Begriffsdefinitionen (Sucheinstieg) -3-
Beispiel normierter Sucheinstieg:
Rowling, Joanne K., 1965‐
Bibliotheksservice‐Zentrum Baden‐Württemberg
Veranstaltung "Kultur und Informatik" (11. : 2013 : Berlin)
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
50
Begriffsdefinitionen (Sucheinstieg) -4• Ein zusätzlicher Sucheinstieg ist eine
Alternative zum normierten Sucheinstieg, der
eine Entität repräsentiert.
• Grundlage für einen zusätzlichen Sucheinstieg ist
der abweichende Name für die Person / Familie /
Körperschaft.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
51
Begriffsdefinitionen (Sucheinstieg) -5-
Beispiel zusätzlicher Sucheinstieg:
Rowling, J. K., 1965‐
Bibliotheksservice‐Zentrum
Konferenz "Kultur und Informatik" (11. : 2013 : Berlin)
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
52
Sprache und Schrift
Sprache und Schrift des bevorzugten Namens:
• Originalsprache
aber:
• Namen in nicht-lateinischen Zeichen
(Originalschrift) werden
transliteriert (RDA 8.4 Alternative)
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
53
Kernelemente
Kernelemente sind – wenn zu ermitteln – immer
anzugeben.
Davon zu unterscheiden sind zusätzliche Elemente,
die nur zur Unterscheidung gleichnamiger oder
ähnlicher Namen dienen.
s. dazu das Standardelementeset Normdaten für
den deutschsprachigen Raum
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
54
Schreibweise
-1-
Großschreibung:
• Die Regeln für die bevorzugten oder abweichenden
Namen entsprechen den Rechtschreibregeln für die
jeweilige Sprache; s. dazu Anhang A.
• Die in RDA A.2, A.11, A.13, A.16 genannten Regeln
gelten für die englische Sprache und für die Sprachen,
für die es keine eigene Regelung gibt.
• Vorrang haben die Regeln der jeweiligen Sprache
(RDA A.33-A.55) – Auswirkungen auf
Körperschaften beachten!
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
55
Schreibweise
-2-
Akzente und diakritische Zeichen:
• Schreiben wie in der vorliegenden Ressource.
• Wenn allerdings klar ist, dass ein Akzent zum
Namen gehört, dieser in der Vorlage aber fehlt,
wird er ergänzt.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
56
Schreibweise
-3-
Abstand zwischen Initialen und Akronymen:
• bei Personen:
– Leerzeichen zwischen Einzelbuchstaben, die mit Punkt
geschrieben werden.
Hoffmann, E. T. A.
– Wenn diese aber zusammen eine Bezeichnung ergeben,
dann zusammenschreiben.
Batten, John, Mrs.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
57
Schreibweise
-4-
Abstand zwischen Initialen und Akronymen:
• bei Körperschaften: NEU!
– Keine Leerzeichen zwischen Initialen oder Akronymen
mit Punkt.
U.S. and Foreign Commercial Service
L.I.F.E. Choir
– Keine Leerzeichen, wenn in der Vorlage ohne Punkt
hintereinander geschrieben.
OECD
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
58
Schreibweise
-5-
Abkürzungen:
• Werden nach Anhang B.2 a) erfasst; d. h. wenn
die selbstgebrauchte Namensform eine
Abkürzung enthält, wird diese verwendet.
• Teil B.2 b) nicht anwenden – die Anwendung von
Abkürzungen bei geografischen Namen wird
noch diskutiert. Bis zur Klärung die bisherigen
GND-Regeln weiter anwenden.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
59
Informationsquellen
-1-
Namen und identifizierende Merkmale können
grundsätzlich jeder Quelle entnommen werden.
Bevorzugter Name:
1. Ressourcen, die mit der Person / Familie /
Körperschaft in Verbindung stehen.
– Vorlagen (wenn die Person / Familie / Körperschaft in
verantwortlicher Funktion daran mitgearbeitet hat)
oder
– externe Ressourcen wie z. B. Homepages
2. andere Quellen, einschließlich
Nachschlagewerken.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
60
Informationsquellen
-2-
• Die Vorlage als Informationsquelle wird in RDA
2.2.2 beschrieben.
• Die bevorzugten Informationsquellen sind Teil der
Ressource selbst, die erfasst wird. Das kann die
gesamte Ressource sein oder auch je nach
Medientyp ein Teil (einzelne Blätter, Behältnis,
Titelbildschirm, Metadaten in Audiofiles).
• An einigen RDA-Stellen werden Einzelheiten, z. B.
für Körperschaften, in Erläuterungen und
Erfassungshilfen dargestellt.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
61
Informationsquellen
-3-
Als Quelle für abweichende Namen können
außerdem benutzt werden:
• Namen aus Ressourcen, die mit der Person /
Familie / Körperschaft in Verbindung stehen
• Namen aus Nachschlagewerken
• Namen, die ein Benutzer bei der Suche
verwenden könnte
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
62
Kennzeichnung von Normdatensätzen
Neue RDA-gemäße Normdatensätze werden in der GND
gekennzeichnet:
040 $erda
Pflicht ab 15.10.2014
Redaktionell überarbeitete Normdatensätze erhalten
ebenfalls die Kennzeichnung in 040 $erda.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
63
Welche Regelungen zu Normdaten treten erst
2015 in Kraft?
• Die bibliografische Beschreibung erfolgt bis 2015
nach RAK.
• Für Entitäten, die für die Erschließung nach RAK
nicht benötigt werden, werden keine
Normdatensätze angelegt und verknüpft, z.B.
Familien, Expeditionen, Raumschiffe u.ä.
• Ggf. werden diese Normdatensätze bereits in der
Sacherschließung verwendet.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
64
Wo stehen die detaillierten Regelungen zu
Normdaten?
Details sind in
• den Kapiteln 9 - 11,
• teilweise 16 und
• den Anhängen A, F und G geregelt.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
65
Beziehungen von Personen / Familien /
Körperschaften
•
•
•
•
•
zu Ressourcen: Kap. 18
zum Werk: Kap. 19
zur Expression: Kap. 20
zur Manifestation: Kap. 21
zum Exemplar: Kap. 22
• Dazu Anhang I, in dem die
Beziehungskennzeichnungen stehen
Erst ab dem Vollumstieg anzuwenden
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
66
Beziehungen zwischen Normdaten
•
•
•
•
Allgemein: Kap. 29
zu Personen: Kap. 30
zu Familien: Kap. 31
zu Körperschaften: Kap. 32
• Dazu Anhang K, in dem die
Beziehungskennzeichnungen stehen
(in der GND i.d.R. durch Codes ausgedrückt)
Wird wie bisher in der GND durch Relationen
und Codes ausgedrückt.
Schulungsunterlagen der AG RDA - Modul GND: Normdaten in RDA | Oktober 2014, GBV
67
Modul GND
Personen allgemein
Unterscheidung gleichnamiger Personen -1• Es gibt weiterhin Personen- und Namenssätze in
der GND.
– GBV: nur Personensätze (Tp-Sätze)
• Die Unterscheidung gleichnamiger Personen
geschieht im Anzeigeformat und im
Datenaustausch durch Hinzuziehen der
Lebensjahre zum bevorzugten Namen, nicht aber
durch die weiteren in RDA vorgesehenen Merkmale
• Die weiteren Elemente werden als Teil des
Normdatensatzes erfasst, sind aber nicht Teil des
normierten Sucheinstiegs
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Personen allgemein | Oktober 2014, GBV
69
Unterscheidung gleichnamiger Personen -2• Um einen Personendatensatz in der GND
anzulegen, werden bevorzugt die
Lebensdaten genommen; andere
identifizierende Merkmale wie Beruf /
Tätigkeit, Wirkungsdaten o.ä. reichen aber
dafür auch aus
• s. EH-P-14 (Individualisierungsrichtlinie)
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Personen allgemein | Oktober 2014, GBV
70
Allgemeines
•
Allg. Struktur beibehalten:
Nachname, Vorname
bzw.
$PPersönlicher Name
Änderung: wenn nur ein Nachname vorliegt, wird er jetzt in $P erfasst
•
in RDA: Unterscheidung der normierten Sucheinstiege
 entspricht in Grundzügen dem Tn-Tp-Prinzip:
Gleichnamige Personen werden durch individualisierende Angaben
eindeutig voneinander unterschieden
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Personen allgemein | Oktober 2014, GBV
71
Bevorzugter Name
-1-
• Von der Person selbst gebrauchte Form
H. D.
nicht: Hilda Doolittle
Fats Domino
nicht: Antoine Domino
• Bei verschiedenen Formen: vgl. RDA 9.2.2.5
• Variierende Vollständigkeit:
- entweder die häufigste Form
- sonst die letzte verwendete Form
- sonst die vollständig(st)e Form
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Personen allgemein | Oktober 2014, GBV
72
Bevorzugter Name
•
-2-
Sprache: (vgl. ERL zu RDA 9.2.2.5.2f)
der Name, der in den meisten vorliegenden Ressourcen
vorkommt; Referenz ist ein größerer Katalog (z.B. im Verbund)
100 Mikes, George
400 Mikes, György$4nafr
•
Nicht bevorzugte Schrift:
Transliteration
(RDA 9.2.2.5.3)
•
Abweichende Schreibweisen:
zuerst vorliegende Ressource
(RDA 9.2.2.5.4)
 Weitere Namensformen als abweichende Namen erfassen
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Personen allgemein | Oktober 2014, GBV
73
Bevorzugter Name
-3-
• Als bevorzugter Name gewählt wird im
Allgemeinen der Name, unter dem die Person
üblicherweise bekannt ist.
• Der gewählte Name kann der wirkliche Name
der Person sein, ein Pseudonym, ein
Adelstitel, ein Spitzname, Initialen oder eine
sonstige Benennung.
• Weitere Namen bzw. Namensformen werden
als abweichende Namen erfasst.
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Personen allgemein | Oktober 2014, GBV
74
Änderung des bevorzugten Namens
• Bevorzugt wird der letzte Name bzw. die letzte
Namensform (RDA 9.2.2.7)
• Der bevorzugte Name einer Person in der GND
wird z. B. geändert
• bei Meldung eines abweichenden, selbst gebrauchten
Namens durch die Person an eine GND-Redaktion,
• bei Änderung eines Namens aus rechtlichen Gründen,
• bei offensichtlichen Schreib- bzw. Zeichenfehlern,
…
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Personen allgemein | Oktober 2014, GBV
75
Bildung von normierten Sucheinstiegen
RDA 9.19.1.3 (sowie 9.19.1.4-7)
• Der normierte Sucheinstieg muss nach RDA eindeutig
sein.
• Zur Unterscheidung bei Gleichnamigkeit gehören
Lebensdaten zum normierten Sucheinstieg
• Weiterhin Erfassung der Lebensdaten in Feld 548
• Maschinelles Hinzuziehen der Lebensdaten aus Feld 548
für Kurzanzeigen u.ä.
100 Beethoven, Ludwig$cvan
548 1770$b1827$4datl
Beethoven, Ludwig van, 1770-1827
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Personen allgemein | Oktober 2014, GBV
76
Exkurs: Personennormsätze im GBV
• Es gelten weiterhin die Vorgaben des
thematischen Teils PER als Grundlage für die
Verknüpfungspflicht zu Normsätzen in den
Feldern 30xx.
• An RDA angepasst
• Zu Normsätzen muss verlinkt werden
– wenn Person des Altbestands (-1850)
– wenn abweichende Namensform in der Vorlage, die
nicht durch masch. Rotationsverfahren abgedeckt ist
• Weitere Fälle (z. B. middlenames, isländische
Namen u.ä.) zukünftig „dringend empfohlen“
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Personen allgemein | Oktober 2014, GBV
77
Modul GND
Sonderformen
moderner Namen
Übersicht
• Verwandtschaftsbezeichnungen
• Artikel, Präfixe und Präpositionen
• Patronyme
– Allgemeines
– Isländische Namen
AG RDA Schulungsunterlagen - Modul GND: Sonderformen | Oktober 2014, GBV
79
Verwandtschaftsbezeichnungen
-1-
•
Unterscheidung Verwandtschaftsbezeichnung am Anfang
oder am Ende eines Familiennamens.
•
Am Anfang (RDA 9.2.2.11.2)
– heißen in RDA jetzt „sonstige Präfixe“
100 Fitz Gerald, Gregory
– behandelt wie bisher, z.B. Mac, Ó, Fitz, Abu usw.
•
Am Ende (RDA 9.2.2.9.5 + ERL 1)
– behandelt wie bisher
100 Castro Sobrinho, Antonio Ribeiro$cde
– z.B. Filho, Junior, Sobrinho, Ogly, Uly, Zade
•
Aber wenn nicht Portugiesisch: Jr., Sr., fils, père nach dem
Vornamen in $l (nur wenn selbstgebraucht)
100 Saur, Karl‐Otto$lJr.
AG RDA Schulungsunterlagen - Modul GND: Sonderformen | Oktober 2014, GBV
80
Verwandtschaftsbezeichnungen
•
Von der Form mit dem Nachnamen als erstem Element kann
verwiesen werden.
• 100
• 400 •
-2-
Mc Allister, Jamie
Allister, Jamie$cMc
Im Falle von „Mc“ usw. ist die Erfassung der abweichenden
Namensform mit dem Präfix „Mac“ nicht mehr obligatorisch.
AG RDA Schulungsunterlagen - Modul GND: Sonderformen | Oktober 2014, GBV
81
Artikel, Präfixe und Präpositionen
-1-
RDA 9.2.2.11.1 und ERL, sowie RDA F.11
• Der normierte Sucheinstieg wird auf Basis der
Regelungen für die Landessprache gebildet, in der sich
der Lebensmittelpunkt der Person befindet.
• Zur Bestimmung des ersten Ordnungselements werden
alphabetisch geordnete Verzeichnisse (Telefonbücher,
Nachschlagewerke usw.) in der Sprache der Person bzw.
des Landes herangezogen.
• Für einzelne Sprachen gibt es Regelungen im Anhang
RDA F.11.
AG RDA Schulungsunterlagen - Modul GND: Sonderformen | Oktober 2014, GBV
82
Artikel, Präfixe und Präpositionen
-2-
•
Hat die Person Werke in mehreren Sprachen publiziert,
werden für den normierten Sucheinstieg die Regelungen für
diejenige Sprache herangezogen, in der die Person die meisten
ihrer Werke veröffentlichte.
•
Kann hier keine klare Entscheidung getroffen werden, ist
folgende Bearbeitungsreihenfolge zu beachten:
1. Falls die Person in Deutsch veröffentlicht hat, wird der
normierte Sucheinstieg nach den deutschen Namensregeln
erfasst.
2. Ansonsten sind die Regelungen für das Land
heranzuziehen, in dem die Person zur Zeit lebt oder
arbeitet.
3. Wenn das nicht weiterführt, dann die Regeln für die
Sprache des Namens anwenden.
AG RDA Schulungsunterlagen - Modul GND: Sonderformen | Oktober 2014, GBV
83
Artikel, Präfixe und Präpositionen
-3-
• Für deutsche oder in einem deutschsprachigen Land
lebende Personen, mit einem niederländischen
Namen gilt der Anhang F allerdings nicht – dazu ist eine
RDA-Änderung beantragt worden (bis dahin werden die
Präfixe dieser Namen so wie die deutschen Namen
behandelt).
AG RDA Schulungsunterlagen - Modul GND: Sonderformen | Oktober 2014, GBV
84
Artikel, Präfixe und Präpositionen
-4-
RDA F.11 – weitere Änderungen zu RAK-WB
• Afrikaans
Präfixe als erstes Element
• Niederländisch/Flämisch
Präfix ver als erstes Element
• Belgier
bevorzugter Name richtet sich nach der Sprache. Das
weicht teilw. von der alten Sonderregelung „Präfixe
immer als erstes Element“ ab.
• Chilenen/Luxemburger
Es gibt keine Sonderregelung mehr.
AG RDA Schulungsunterlagen - Modul GND: Sonderformen | Oktober 2014, GBV
85
Patronyme
• Keine Änderung!
• In RDA sind die „normalen“ Patronyme in Namen,
die einen Nachnamen enthalten, nicht gesondert
aufgeführt.
• Z.B. Russische Patronyme wie bisher nach GNDÜbergangsregeln: selbstgewählte Form.
Vorlage:
Vladimir Viktorovič Korsakov
PICA-Erfassungsformat: 100 Korsakov, Vladimir Viktorovič
AG RDA Schulungsunterlagen - Modul GND: Sonderformen | Oktober 2014, GBV
86
Modul GND
Pseudonyme
Änderungen
-1-
•
Pseudonyme und wirkliche Namen werden als jeweils
eigene Datensätze erfasst, wenn unter diesen Namen
veröffentlicht wurde.
•
Für den Fall, dass eine Person sowohl ihren wirklichen
Namen als auch ein Pseudonym benutzt, werden
Pseudonym und wirklicher Name als bevorzugte Namen in
getrennten Sätzen erfasst und miteinander verlinkt.
•
Es werden zwei Datensätze erfasst und in der
Formalerschließung die jeweils zugehörigen Publikationen
verknüpft.
vgl. EH-P-06
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Pseudonyme | Oktober 2014, GBV
88
Änderungen
-2-
•
Entitätencode piz markiert den Datensatz für den
wirklichen Namen und pip markiert den Datensatz für
das Pseudonym
•
Pseudonyme müssen gelüftet sein
(Nachschlagewerke, eigene Veröffentlichungen,
Homepage, etc.)
008
100
500
667
pip
Carroll, Lewis
!...!Dodgson, Charles L.$4nawi
Basic Heading
008 100
500
piz
Dodgson, Charles L.
!...!Carroll, Lewis$4pseu
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Pseudonyme | Oktober 2014, GBV
89
Zuordnung von Veröffentlichungen nach
Aufwandsabschätzung
•
Nur eindeutige Zuordnungen, immer Hinweis in allen
beteiligten Datensätzen wegen verknüpfter Titel in
Verbünden:
PICA3
680
•
•
Weitere Titel ggf. auch unter dem Pseudonym bzw. dem wirklichen Namen
Nutzung von Altdaten: Wenn Vorlage aktuellen
bevorzugten Namen enthält, kann verknüpft werden, ohne
zu splitten. Wenn abweichende Namensform vorliegt, muss
der Fall in mehrere Tp-Sätze gesplittet werden (Level 3Katalogisierer: neuen Tp-Satz anlegen und Meldung an
Verbundredaktion (Feld 901) wegen Abspaltung.
Zuordnung bereits verknüpfter Titel nach
Aufwandsabschätzung (nicht Pflicht!)
Schulungsunterlagen der AG RDA – Modul GND: Pseudonyme | Oktober 2014, GBV
90
Modul GND
Fürsten und Adelige
Allgemeine Richtlinien zum Erfassen von
Adelstiteln
•
Der Adelstitel (auch Namensbestandteil, der wie Adelstitel
aussieht) wird nur dann dem bevorzugten Namen
hinzugefügt, wenn er von der Person selbst verwendet
wird. Dabei wird die Sprache gewählt, in der der Titel
verliehen wurde. Der Titel wird dann in PICA-Unterfeld $l
angegeben. (RDA 9.2.2.14 und ERL (zu RDA 9.2.2.14))
Dönhoff, Marion, Gräfin, 1909-2002
Weizsäcker, Richard von, 1920 –
100
548
550
550
100
548
550
550
Dönhoff, Marion$lGräfin
1909$b2002$4datl
!..!Gräfin$4adel
!...!Adel$4obin
Weizsäcker, Richard$cvon
1920$4datl
!...!Freiherr$4adel
!...!Adel$4obin
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Fürsten und Adlige | Oktober 2014, GBV
92
Fürstentitel und Territorium
• der Titel der Person und der Name des Landes oder
Volkes wird in normierter Form erfasst. Territorium
und Titel werden in Deutsch und durch ein Komma
getrennt erfasst.
(RDA 9.4.1.4.1 und zugehörige AWR)
• Zählungen werden in römischen Ziffern mit Punkt
am Ende erfasst. Die Zählung wird in PICA-Unterfeld
$n nach dem persönlichen Namen erfasst. Sie ist
integraler Bestandteil des Namens.
(RDA 9.2.2.18 und zugehörige ERL)
Iwan IV., Russland, Zar, 1530-1584
100 $PIwan$nIV.$lRussland, Zar
548 1530$b1584$4datl
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Fürsten und Adlige | Oktober 2014, GBV
93
Namen von Fürsten
RDA 9.2.2.20 und ERL 2 (zu 9.2.2.20)
•
Wenn der Name einer regierenden Person zusätzlich zum
persönlichen Namen den Familiennamen, den Namen eines
Fürstenhauses, einer Dynastie, eine territoriale
Kennzeichnung o.ä. enthält, so wird dieser Name dem
persönlichen Namen direkt angefügt. Anschließend folgen
dann ggf. die Zählung und normiert der Titel und das
Territorium.
Louis Bonaparte, Holland, König, 1778-1846
100 $PLouis Bonaparte$lHolland, König
400 $PLudwig$lHolland, König
548 1778$b1846$4datl
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Fürsten und Adlige | Oktober 2014, GBV
94
Modul GND
Personen des Mittelalters
Bevorzugte Namen für Personen des Mittelalters
Vgl. ERL 2 (zu RDA 9.2.2.5.2)
•
•
Der bevorzugte Name für Personen […] des Mittelalters
wird anhand der Rangfolge der „Liste der fachlichen
Nachschlagewerke für die GND“ gewählt. […]
Der bevorzugte Name von Personen des Mittelalters wird in
der im Deutschen gebräuchlichen Form gewählt. […]
Bisher latinisiert gebildete Namen werden bei Vorliegen
einer anderen im Deutschen gebräuchlichen Form der PMARedaktion der BSB per Mailbox-Nachricht in Feld 901 zur
Überarbeitung gemeldet.
Hildegard, von Bingen, 1098-1179
100 $PHildegard$lvon Bingen
400 $PHildegardis$lBingensis [bisherige bevorzugte Benennung]
548 1098$b1179$4datl
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Personennamen des Mittelalters | Oktober 2014, GBV
96
Modul GND
Religiöse Personen
Religiöse Personen - Änderungen
•
•
•
-1-
Titel der Person ist Kernelement, wenn er eine religiöse
Würde bzw. ein religiöses Amt bezeichnet oder die Anrede
einer Person mit religiöser Berufung ist
Territorium und Titel (normiert) werden in Deutsch und durch ein
Komma getrennt erfasst.
Zählungen werden in römischen Ziffern mit Punkt am Ende
erfasst. Die Zählung erfolgt ohne Trennzeichen nach dem
persönlichen Namen und ist integraler Bestandteil des Namens.
Benedikt XVI., Papst, 1927100 $PBenedikt$nXVI.$lPapst
548 1927$4datl
Bartholomaios I., Konstantinopel, Patriarch, 1940100 $PBartholomaios$nI.$lKonstantinopel, Patriarch
548 1940$4datl
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Religiöse Personen | Oktober 2014, GBV
98
Religiöse Personen - Änderungen
•
-2-
Die Titel Fürstbischof, Fürstabt etc. werden auf Bischof, Abt
etc. normiert
Hinkmar, Reims, Erzbischof, 806-882
100 $PHinkmar$lReims, Erzbischof
548 806$b882$4datl$vGeburtsjahr ca.
Mechtildis I., Lichtenthal, Äbtissin, -1252
100 $PMechthildis$nI.$lLichtenthal, Äbtissin
548 $b1252$4datl
• Normierter Sucheinstieg für Kardinäle mit persönlichem
Namen mit Titel Kardinal
Nikolaus, von Kues, Kardinal, 1401-1464
100 $PNikolaus$lvon Kues, Kardinal
548 1401$b1464$4datl
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Religiöse Personen | Oktober 2014, GBV
99
Religiöse Personen - Änderungen
•
-3-
Normierter Sucheinstieg für Personen der Neuzeit, bei denen
der Sucheinstieg die Form Nachname, Vorname hat, wird
ohne Hinzufügung des Titels gebildet
Marx, Reinhard, 1953- [nicht: Marx, Reinhard, Kardinal, 1953-]
100 Marx, Reinhard
400 Marks, Rajnhard
548 1953$4datl
550 !...!Kardinal$4berc
Neuberger, Julia, 1950- [nicht: Neuberger, Julia, Rabbinerin, 1950-]
100 Neuberger, Julia
548 1950$4datl
550 !...!Rabbinerin$4berc
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Religiöse Personen | Oktober 2014, GBV
100
Religiöse Personen - Änderungen
-4-
• Normierter Sucheinstieg für christliche Heilige wird –
außer bei Päpsten, Kaisern und Königen – immer mit
der Gattungsbezeichnung Heiliger bzw. Heilige
gebildet; auch der zusätzliche Sucheinstieg (mit
abweichendem Namen) wird mit der
Gattungsbezeichnung gebildet.
Bernadette, Heilige
100 $PBernadette$lHeilige
400 Soubirous, Bernadette$lHeilige
400 Soubirous, Marie-Bernarde$lHeilige
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Religiöse Personen | Oktober 2014, GBV
101
Modul GND
Körperschaften
allgemein
Definition Körperschaften
-1-
Aus dem RDA-Glossar:
Eine Körperschaft ist eine Organisation oder eine Gruppe
von Personen und/oder Organisationen, die durch einen
bestimmten Namen identifiziert ist und die als Einheit
handelt oder handeln kann.
Dazu gehören auch Gebietskörperschaften.
Konferenzen werden in RDA ebenfalls als Körperschaft
angesehen.
Aus RDA 11.0:
Eine Körperschaft wird nur als Körperschaft betrachtet, wenn
sie sich durch eine spezifische Benennung auszeichnet.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
103
Definition Körperschaften
-2-
Typische Beispiele sind:
- Verbände
- Institutionen
- Firmen
- gemeinnützige Unternehmen
- Gebietskörperschaften
- religiöse Gruppen, lokale Kirchengemeinden
- Konferenzen
- Ad-hoc-Ereignisse (z. B. Ausstellungen, Sportwettkämpfe)
ERL 1 (zu RDA 11.0); ERL 2 (zu RDA 11.0)
Beispiele:
• Nationaler Verband gegen die Schnapsgefahr
• Gesellschaft zur Erforschung der Musik des Orients
• Deutsches Buchmuseum
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
104
Informationsquellen zur Erfassung von
Körperschaften
RDA 11.2.1.2:
Informationsquellen für Namen von Körperschaften sind
beliebige Quellen.
Informationsquellen für die Wahl des bevorzugten Namens
der Körperschaft gemäß RDA 11.2.2.2 (feste Reihenfolge):
1. die bevorzugten Informationsquellen (siehe RDA 2.2.2) in
Ressourcen, die mit der Körperschaft in Verbindung
stehen
2. sonstige formale Angaben, die in Ressourcen erscheinen,
die mit der Körperschaft in Verbindung stehen
3. sonstige Quellen (einschließlich Nachschlagewerke).
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
Vgl. EH-K-03
105
Bevorzugter Name der Körperschaft
(RDA 11.2.2)
-1-
Verschiedene Formen desselben Namens (RDA 11.2.2.5)
• Name, der in den bevorzugten
Informationsquellen erscheint  Titelseite
• Bei abweichenden Namen gilt folgende
Reihenfolge:
– förmlich präsentierter Name (früher:
hervorgehobener Name) ERL 1 (zu RDA
11.2.2.5)
– die am häufigsten vorgefundene Form
– Kurzform ERL 2 (zu RDA 11.2.2.5)
vgl. EH-K-04
vgl. EH-K-05
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
106
Bevorzugter Name der Körperschaft
(RDA 11.2.2)
-2-
Beispiel: Förmlich präsentierter Name
[Stand: 27.02.2014]
Verein Deutscher Bibliothekare
 bevorzugte Namensform
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
107
Bevorzugter Name der Körperschaft
(RDA 11.2.2)
-3-
Mehrere Sprachformen (RDA 11.2.2.5.2)
Bei Namen in verschiedenen Sprachen
 Form in der offiziellen Sprache der
Körperschaft AWR (zu RDA 11.2.2.5.2)
Beispiel:
Comité français de la danse  bevorzugte Namensform
nicht French Committee of the Dance
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
108
Bevorzugter Name der Körperschaft
(RDA 11.2.2)
-4-
Gebräuchlicher Name (RDA 11.2.2.5.4)
Gebräuchliche Namensform in der Sprache der
Körperschaft = bevorzugter Name
ERL 1 (zu RDA 11.2.2.5.4)
Ausnahmen:
• Körperschaften des Altertums
• internationale Körperschaften
• Religiöse Körperschaften
• Gebietskörperschaften
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
vgl. EH-G-01
vgl. EH-K-14
vgl. EH-K-15
vgl. EH-K-16
vgl. EH-K-17
109
Bevorzugter Name der Körperschaft
(RDA 11.2.2)
-5-
Gebräuchlicher Name (RDA 11.2.2.5.4)
Beispiel:
Museo del Prado  bevorzugte Namensform
nicht Museo Nacional de Pintura y Escultura
nicht Museo Nacional del Prado
nicht Museo Real de Pinturas y Esculturas
Beispiel im PICA-Erfassungsformat:
110
410
410
410
Museo
Museo
Museo
Museo
del Prado
Nacional de Pintura y Escultura
Nacional del Prado
Real de Pinturas y Esculturas
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
110
Bevorzugter Name der Körperschaft
(RDA 11.2.2)
-6-
Namen, die aus Initialen bestehen (RDA 11.2.2.7)
•
•
•
Punkte und andere Zeichen werden je nach der am
häufigsten vorkommenden Verwendung weggelassen
oder ergänzt.
Im Zweifelsfall werden sie weggelassen.
Es werden keine Spatien gesetzt (s. RDA 8.5.6.2).
Beispiele:
Vorlage:
es wird erfasst:
IEEE
IEEE
Vorlage:
es wird erfasst:
L.I.F.E. Choir
L.I.F.E. Choir
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
111
Sonstige identifizierende Merkmale
(RDA 11.3 - 11.5 und 11.7)
-1-
= Kernelement, wenn eine Körperschaft von einer anderen
Körperschaft mit demselben Namen unterschieden werden
muss.
Zu sonstigen identifizierenden Merkmalen zählen:
•
Geografikum, das mit der Körperschaft in Verbindung steht
•
Datum, das mit der Körperschaft in Verbindung steht
•
In Verbindung stehende Institution
•
Sonstige zur Körperschaft gehörende Kennzeichnung
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
112
Sonstige identifizierende Merkmale
-2-
Geografikum, das mit der Körperschaft
in Verbindung steht
Beispiele:
• Akademie der Wissenschaften (Göttingen)
• Metropolitan Museum of Art
Metropolitan Museum (New York, NY)
Beispiele im PICA-Erfassungsformat:
110 Akademie der Wissenschaften$gGöttingen
551 !...!Göttingen$4orta$X1 110 Metropolitan Museum of Art
410 Metropolitan Museum$gNew York, NY
551 !...!New York, NY$4orta
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
113
Sonstige identifizierende Merkmale
-3-
Datum, das mit der Körperschaft
in Verbindung steht
Beispiel:
Gesellschaft für Musikforschung (1868-1906)
Beispiel im PICA-Erfassungsformat:
110 Gesellschaft für Musikforschung$g1868-1906
548 XX.XX.1868$b31.07.1906$4datb
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
114
Sonstige identifizierende Merkmale
-4-
In Verbindung stehende Institution
• wenn durch diese eine bessere Identifizierung
der Körperschaft als durch das Geografikum
ermöglicht wird
• oder falls das Geografikum nicht bekannt ist
(s. a. AWR (zu RDA 11.3.2.3))
Beispiel:
Pädagogische Arbeitsstelle (Deutscher Volkshochschul-Verband)
Beispiel im PICA-Erfassungsformat:
110 Pädagogische Arbeitsstelle$gDeutscher Volkshochschul-Verband
510 !...!Deutscher Volkshochschul-Verband$4adue$X1
551 !...!Frankfurt am Main$4orta
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
115
Sonstige identifizierende Merkmale
-5-
Sonstige zur Körperschaft gehörende Kennzeichnung
Kennzeichnung:
• Wort, Phrase oder Abkürzung, die rechtlichen Status
anzeigt oder
• ein beliebiger Ausdruck (in deutscher Sprache)
Anwendungsfälle:
• wenn Name nicht an eine Körperschaft denken lässt (RDA
11.7.1.4)
• Art der Gebietskörperschaft (RDA 11.7.1.5)
• zur Unterscheidung gleichnamiger Körperschaften (RDA
11.7.1.6)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
vgl. EH-K-06
116
Sonstige identifizierende Merkmale
-6-
Sonstige zur Körperschaft gehörende Kennzeichnung
Folgende Kennzeichnungen sind zugelassen (s. AWR (zu RDA 11.7)
und ERL (zu RDA 11.7.1.4)):
• Körperschaft
• Firma
• Künstlervereinigung
• Musikgruppe
• Veranstaltung (auch für Sportveranstaltungen)
 Zur besseren Unterscheidung auch normierter Sachbegriff aus
der GND möglich. ERL zu RDA 11.7.1.6
 ansonsten „Körperschaft“
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
117
Sonstige identifizierende Merkmale
-7-
Beispiele:
a)
Heinrich Hugendubel (Firma)
b)
Fehlstelle (Künstlervereinigung)
c)
883 (Musikgruppe)
d)
CAST (Körperschaft)
Beispiele im PICA-Erfassungsformat:
zu a)
110 Heinrich Hugendubel$gFirma
550 !....!Firma$4obin$X1
zu b)
110 Fehlstelle$gKünstlervereinigung
550 !....!Künstlervereinigung$4obin$X1
zu c)
110 883$gMusikgruppe
550 !....!Musikgruppe$4obin$X1
zu d)
110 CAST$gKörperschaft
550 !....!Körperschaft$4obin$X1
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
118
Sonstige identifizierende Merkmale
•
•
-8-
Ist die Angabe mehrerer identifizierender Merkmale
notwendig, so werden sie, durch Doppelpunkt
abgetrennt, ergänzt;
ist ein geografischer Name dabei, steht er stets an erster
Stelle.
Beispiel:
Feldberg (Schwarzwald : Berg)
PICA-Erfassungsformat:
151 Feldberg$gSchwarzwald : Berg
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
119
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich Körperschaften allgemein)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Entitäten
(alte RAK und RSWK-Regeln)
RDA 11.0:
Körperschaften und Konferenzen analog zu
RAK und RSWK
Neu: Programme, Projekte, Expeditionen,
Wasser- und Raumfahrzeuge
Diese Entitäten werden aber erst mit dem
Vollumstieg als Körperschaften oder
Konferenzen erfasst.
Im Augenblick gelten für sie die Regeln
nach RAK oder RSWK.
Es gibt kein eigenes Gesamt-Kapitel für
Konferenzen, sondern nur bei Bedarf spezielle
Unterkapitel zu Konferenzen.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
120
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich Körperschaften allgemein)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Informationsquellen für den bevorzugten Namen
GND-ÜR K1 – AWB-K01-K04:
• originalsprachige Eigenveröffentlichungen
• Website
• Normdatei
Die drei Informationsquellen sind gleichrangig;
dann folgt der Nachweis in der „Liste der
fachlichen Nachschlagewerken“ und
Vorlageformen aus nicht originalsprachigen
Veröffentlichungen der Körperschaft oder aus
Vorlagen über die Körperschaft.
RDA 11.2.2.2:
Feste Reihenfolge
1. bevorzugten Informationsquellen
(vgl. RDA 2.2.2)
2. sonstige formale Angaben, die in
Ressourcen erscheinen, die mit der
Körperschaft in Verbindung stehen
3. sonstige Quellen einschließlich
Nachschlagewerke
vgl. EH-K-03
Wahl des bevorzugten Namens
GND-ÜR K1 + K2 + AWB-K01-K04:
Der von der Körperschaft selbstgebrauchte
Name; ggf. der im Deutschen gebräuchliche
Name.
RAK: offizieller Name
RDA 11.2.2.3:
Name, unter dem die Körperschaft im
Allgemeinen identifiziert wird.
Das ist nicht unbedingt der selbstgebrauchte
Name, sondern eher der gebräuchliche Name.
Es gibt detailreiche Regeln.
vgl. EH-K-01
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
121
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich Körperschaften allgemein)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Unterschiedliche Namen: Wahl des bevorzugten Namens
Förmlich präsentierte Form
Kurzform
GND-ÜR K1 – AWB-K01-K04:
Kurzformen werden bevorzugt, aber einem
Namen aus dem Impressum u.a. wird
Vorrang gegeben.
RDA 11.2.2.5:
Bei verschiedenen Namen in der bevorzugten
Informationsquelle:
1. den förmlich präsentierten
2. am häufigsten vorgefundene Form
3. Kurzform, sofern eindeutig
vgl. EH-K-04
vgl. EH-K-05
Unterschiedliche Namen: Wahl des bevorzugten Namens
Sprachenreihenfolge
GND-ÜR K2:
Es gibt eine Sprachreihenfolge.
RDA 11.2.2.5.2:
Es gibt nur noch für die Sacherschließung eine
Sprachreihenfolge,
vgl. EH-K-01
siehe ERL zu RDA 11.2.2.5.2
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
122
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich Körperschaften allgemein)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Schreibweise
GND-ÜR K4 und RAK § 117,6:
Bei Körperschaftsnamen werden alle Wörter,
außer Artikeln, Präpositionen und
Konjunktionen, im Inneren der Namen mit
großen Anfangsbuchstaben geschrieben.
RDA Anhang A:
Groß-/Kleinschreibung richtet sich nach der
Sprache der Körperschaft.
Großschreibung in Englisch gemäß der
Regelung in Anhang A 16, alle anderen
Sprachen, siehe: RDA Anhang A 31 ff.
vgl. EH-K-01
Sonderzeichen
GND-ÜR K4:
Es werden keine Änderungen vorgenommen
(Vorlage zählt).
Wie mit Sonderzeichen im Namen
umgegangen werden soll, ist noch in der
Diskussion. Mögliche Absprachen für den
bibliografischen Bereich sollten für Normdaten
angewendet werden.
(vgl. Diskussionen zu einer ERL zu RDA 1.7.5)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
123
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich Körperschaften allgemein)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Spatien u.ä. (im Namen)
GND-ÜR K4:
Es werden keine orthografischen
Veränderungen an Spatien u.ä. vorgenommen
(Vorlage zählt).
RDA 8.5.6.2:
Bei Abkürzungen und Akronymen werden
keine Spatien gesetzt.
AWR zu RDA 1.7.3: Es werden bestimmte
orthografische Veränderungen vorgenommen.
vgl. EH-K-01
Deskriptionszeichen in den Unterfeldern für Zählungen und Zusätze
AWB-01-Deskriptionszeichen:
Mehrere Elemente im Zusatz ($g): durch
Semikolon getrennt
Erstreckungsstriche: ohne Spatien
RDA Anhang E 1.2.4:
Mehrere Elemente im Zusatz ($g): durch
Doppelpunkt getrennt
Erstreckungsstriche: ohne Spatien
vgl. EH-A-06
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
124
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich Körperschaften allgemein)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Zusätze für den Sucheinstieg
AWB-03-IdentZ-Tb-Tf:
Bisher wurde identifizierende Zusätze nur bei
Gleichnamigkeit vergeben.
RDA 11.7.1.4/11.13.1.2 und AWR + ERL
Neu: Ein Zusatz wird auch vergeben, wenn der
Name nicht an eine Körperschaft denken lässt.
Wenn eine Körperschaft oder ein Kongress zu
anderen Satzarten homonym ist, werden
folgende fünf Begriffe zur Unterscheidung
benutzt:
Körperschaft, Firma, Künstlervereinigung,
Musikgruppe, Veranstaltung.
RDA 11.7.1.6/11.13.1.7 und AWR +ERL
Neu: In Ausnahmenfällen können über die fünf
bekannten Begriffe ein Sachbegriff aus der
GND genommen werden.
vgl. EH-K-03
Insgesamt sind die Änderungen für Körperschaften allgemein, die
bereits am 1. Juli 2014 greifen, nicht sehr gravierend, aber im Detail
sind einige der RDA-Regelungen anders als die GND-Regeln.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Körperschaften allgemein| Oktober 2014, GBV
125
Modul GND
Untergeordnete Körperschaften
Selbstständige Erfassung
Anwendung der Grundregeln, d. h. selbständige
Erfassung, außer ihr Name gehört zu einer der folgenden
Arten
• Unselbständige Erfassung (RDA 11.2.2.14)
• Direkte oder indirekte Unterabteilung (RDA 11.2.2.15)
• Gemeinsame Komitees, Kommissionen usw. (RDA
11.2.2.16)
• Begriffsliste der Unterordnungen
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
127
Unselbstständige Erfassung
-1-
Name enthält einen Begriff der
• anzeigt, dass die Körperschaft Teil einer anderen Körperschaft
ist (RDA 11.2.2.14.1).
(wenn RDA 11.2.2.14.1 zutrifft, wird immer unselbstständig
erfasst)
Beispiel:
Società italiana di psicologia. Divisione di psicologia clinica
(Name: Divisione di psicologia clinica)
Beispiel im PICA-Erfassungsformat:
110 Società italiana di psicologia$bDivisione di psicologia clinica
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
128
Unselbstständige Erfassung
•
•
-2-
Name enthält einen Begriff der normalerweise auf eine
administrative Unterordnung hindeutet
Unselbstständige Erfassung nur dann, wenn der Name der
übergeordneten Körperschaft für die Identifizierung
benötigt wird (RDA 11.2.2.14.2).
Beispiel:
Wien. Statistisches Amt
(Name: Statistisches Amt)
Beispiel im PICA-Erfassungsformat:
110 Wien$bStatistisches Amt
Gegen-Beispiel:
Royal Commission on Education in Ontario
(Name: Royal Commission on Education in Ontario)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
129
Unselbstständige Erfassung
-3-
Name zeigt
• nur ein bestimmtes Studienfach an einer Universität an
(RDA 11.2.2.14.5).
NEU: Uni-Institute nun i.d.R. unselbstständig erfasst.
Beispiel:
Universität Leipzig. Institut für Medizinische Physik und Biophysik
Beispiel im PICA-Erfassungsformat:
110 Universität Leipzig$bInstitut für Medizinische Physik und Biophysik
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
130
Unselbstständige Erfassung
-4-
Name zeigt
• nur ein bestimmtes Studienfach an einer Universität an
(RDA 11.2.2.14.5) (Fortsetzung)
Aber-Beispiele:
• Schleswig-Holsteinisches Institut für Friedenswissenschaften
• Carl Orff Institut für Elementare Musik und Tanzpädagogik
• John F. Kennedy School of Government
Beispiele im PICA-Erfassungsformat:
110 Schleswig-Holsteinisches Institut für Friedenswissenschaften
110 Carl Orff Institut für Elementare Musik und Tanzpädagogik
110 John F. Kennedy School of Government
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
131
Unselbstständige Erfassung
-5-
Name enthält
• den gesamten Namen der übergeordneten oder der
zugehörigen Körperschaft (RDA 11.2.2.14.6).
• Aber: Gilt nicht für Körperschaften, die Gebietskörperschaften
untergeordnet sind.
Beispiele:
Auburn University. Agricultural Experiment Station
(Name: Agricultural Experiment Station of Auburn University)
Aber: BBC Symphony Orchestra
Nicht: British Broadcasting Corporation. Symphony Orchestra
Aber: British Broadcasting Corporation. Political Research Unit
Nicht: BBC Political Research Unit
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
132
Unselbstständige Erfassung
•
-6-
Als vollständig enthalten gelten bei deutschen Universitäten
eine kurze und eine lange Namensform ERL 3 (zu RDA
11.2.2.14.6).
Beispiele:
• Universität Kiel. Institut für Agrarpolitik und Marktlehre
(Name: Institut für Agrarpolitik und Marktlehre der Christian-AlbrechtsUniversität zu Kiel)
•
Universität Kiel. Institut für Internationales Recht
(Name: Institut für Internationales Recht an der Universität Kiel)
Beispiele im PICA-Erfassungsformat:
110 Universität Kiel$bInstitut für Agrarpolitik und Marktlehre
410 Institut für Agrarpolitik und Marktlehre der Christian-AlbrechtsUniversität zu Kiel
110 Universität Kiel$bInstitut für Internationales Recht
410 Institut für Internationales Recht an der Universität Kiel
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
133
Unselbstständige Erfassung
-7-
Aber: Körperschaften, die Gebietskörperschaften unterstellt
sind und die in ihrem Namen den Namen der übergeordneten
Gebietskörperschaft enthalten, werden selbstständig erfasst.
ERL 2 (zu RDA 11.2.2.13)
(Hinweis: Die ERL ist nicht differenziert genug; wenn RDA 11.2.2.14.1 für solche
Körperschaften zutrifft, wird unselbstständig erfasst.)
Beispiel:
Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen
(Name: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen)
(Nicht: Sachsen. Statistisches Landesamt)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
134
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich untergeordnete Körperschaften)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Selbständig/unselbständig
GND-ÜR K12:
Ist im Namen der Körperschaft der
vollständige Name der ihr übergeordneten
Körperschaft enthalten, wird der Name der
übergeordneten Körperschaft herausgelöst.
Treffen für den verbliebenen Namen oben
genannte Kriterien zu, wird der verbliebene
Name als bevorzugter Name in
unselbstständiger Form erfasst.
Unterteilung in Typen mit eigenen Regeln.
In der Regel gilt RDA 11.2.2.14:
Beim Bilden des Bevorzugten Namens wird
der Name der Überordnung in
substantivierter Form oder in
Abkürzungsform aus dem Namen der
Unterordnung herausgelöst.
Körperschaften, die einer
Gebietskörperschaft/Religionsgemeinschaft
oder einem Organ einer
Gebietskörperschaft/Religionsgemeinschaft
untergeordnet sind, die aber selbst kein
Organ sind, d. h. keine exekutiven,
legislativen, administrativen, richterlichen,
informativen, diplomatischen oder
militärischen Funktionen ausüben, werden
analog behandelt.
ERL 2 (zu RDA 11.2.2.13):
Körperschaften, die Gebietskörperschaften
unterstellt sind und die in ihrem Namen
den Namen der übergeordneten
Gebietskörperschaft in irgendeiner Form
enthalten, werden selbstständig erfasst , es
sei denn, sie fallen unter RDA 11.2.2.14.1.
(Bitte auch weitere Spezialregeln zu
Organen beachten!)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
135
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich untergeordnete Körperschaften)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Universitätsinstitute
GND-ÜR K11
Ist eine Körperschaft einer anderen
Körperschaft unterstellt oder zugehörig,
wird der bevorzugte Name im Allgemeinen
in der selbstständigen Form gewählt.
RDA 11.2.2.14.5:
Unselbständige Ansetzung, wenn der Name
nur ein bestimmtes Studienfach/
bestimmte Studienfächer an einer
Universität anzeigt.
(RAK 429,1c, Anmerkung: i.d.R.
selbstständige Erfassung)
RDA 11.2.2.14.5, ERL + RDA 11.2.2.14.6
Unselbstständige Ansetzung, wenn der
Name des Instituts den vollständigen
Namen der Universität enthält.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Untergeordnete Körperschaften | Oktober 2014, GBV
136
Modul GND
Organe von Körperschaften,
juristische Körperschaften
Organe von Gebietskörperschaften
•
-1-
Spezielle Regeln für bestimmte Gruppen:
 Unselbstständige Erfassung
 Ministerien (RDA 11.2.2.14.7)
 Staats- und Regierungsbeamte (RDA 11.2.2.14.8 und RDA
11.2.2.18)
 Gesetzgebende Körperschaften (RDA 11.2.2.14.9 und RDA
11.2.2.19)
 Verfassungsgebende Körperschaften (RDA 11.2.2.14.10 und
RDA 11.2.2.20)
 Gerichte (RDA 11.2.2.14.11 und RDA 11.2.2.21)
 Streitkräfte (RDA 11.2.2.14.12 und RDA 11.2.2.22)
 Botschaften und Konsulate (RDA 11.2.2.14.13 und RDA
11.2.2.23)
•
Für alle anderen Organe:
– Anwendung der allgemeinen Regeln von RDA 11.2.2.13, 11.2.2.14.111.2.2.14.6 (d.h. fallweise unterscheiden, ob selbstständig oder
unselbstständig erfasst wird) (Änderung zu GND-ÜR-K-19)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Organe von Körperschaften, juristische Körperschaften | Oktober 2014, GBV
138
Organe von Gebietskörperschaften
-2-
Beispiele:
Administrative Unterordnung (RDA 11.2.2.14.2)
(Begriffsliste)
Name: Statistisches Amt  übergeordnete Körperschaft ist nötig
Erfassung: Wien. Statistisches Amt
Name: Abteilung Landwirtschaft und Gartenbau der Stadt Hamburg
Erfassung: Hamburg. Abteilung Landwirtschaft und Gartenbau
Aber:
Selbstständige Erfassung nach RDA 11.2.2.14.2, weil
übergeordnete Körperschaft im Namen enthalten ist.
•
•
•
•
U.S. Census Bureau
Statistisches Amt der Stadt Berlin
Hessisches Statistisches Landesamt
Honolulu Committee on Aging
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Organe von Körperschaften, juristische Körperschaften | Oktober 2014, GBV
139
Gesetzgebende Körperschaften (RDA 11.2.2.19)
• Gesetzgebende Körperschaften (Parlamente)
werden als Abteilung der Gebietskörperschaft
angesetzt, zu der sie gehören.
Beispiel:
Hessen. Hessischer Landtag
• Wenn ein Parlament mehrere Kammern hat,
werden diese gesondert dreistufig angesetzt.
Beispiele:
• Schweiz. Bundesversammlung. Nationalrat
• Schweiz. Bundesversammlung. Ständerat
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Organe von Körperschaften, juristische Körperschaften | Oktober 2014, GBV
140
Botschaften und Konsulate
•
•
•
Botschaften und Konsulate werden als Abteilungen des Landes
erfasst, die sie repräsentieren.
Erfassungssprache des Namens ist die des repräsentierten
Landes.
Der Name des Landes bzw. des Ortes, in dem die Botschaft bzw.
das Konsulat akkreditiert ist, wird als Zusatz hinzugefügt (RDA
11.2.2.23).
Beispiel Konsulat:
Frankreich. Consulat (Buenos Aires)
PICA-Erfassungsformat:
110 Frankreich$bConsulat$gBuenos Aires
Beispiel Botschaft:
Kanada. Embassy (Belgien)
PICA-Erfassungsformat:
110 Kanada$bEmbassy$gBelgien
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Organe von Körperschaften, juristische Körperschaften | Oktober 2014, GBV
141
Streitkräfte (RDA 11.2.2.22)
-1-
•
Militärische Körperschaften werden in solche auf
nationalem Level und unterhalb des nationalen Levels
unterschieden (RDA 11.2.2.22).
•
Die Waffengattungen der Streitkräfte eines Staates
werden als Abteilung der Gebietskörperschaft angesetzt.
 Der Name der Gebietskörperschaft in substantivischer
Form wird dabei weggelassen, außer wenn das
Weglassen zu einer unerwünschten Veränderung
führen würde (RDA 11.2.2.22.1).
Beispiel:
Kanada. Canadian Armed Forces
(Name: Canadian Armed Forces )
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Organe von Körperschaften, juristische Körperschaften | Oktober 2014, GBV
142
Streitkräfte
-2-
•
Untergeordnete Bereiche der Waffengattungen werden als
Abteilung der Waffengattung angesetzt. Zwischenstufen
werden dabei nicht weggelassen. NEU
•
Ordinalzahlen zur Bezeichnung untergeordneter
militärischer Einheiten werden mit abschließendem Punkt
angegeben. ERL (zu RDA 11.2.2.22.1)
•
Zählungen werden hinter den Namen an den Schluss
gestellt.
Beispiel:
USA. Army. Infantry Division, 27.
PICA-Erfassungsformat:
110 USA$bArmy$bInfantry Division, 27.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Organe von Körperschaften, juristische Körperschaften | Oktober 2014, GBV
143
Staats- und Regierungsbeamte (RDA 11.2.2.18)
• Folgende Amtsträger werden wie Spitzenorgane ihres
Landes angesetzt (RDA 11.2.2.18.1):
Staatsoberhäupter, Regierungschefs
Beispiel:
Deutschland. Bundeskanzler
• Wenn ein spezieller Amtsinhaber in offizieller
Funktion publiziert, werden die Regierungszeit und
der Name in Kurzform als Zusatz hinzugefügt:
Beispiel:
Deutschland. Bundeskanzler (1990-1998 : Kohl)
Erst ab dem Vollumstieg gültig
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Organe von Körperschaften, juristische Körperschaften | Oktober 2014, GBV
144
Religiöse Würdenträger (RDA 11.2.2.26)
•
Religiöse Würdenträger werden als Abteilung der
religiösen Körperschaft erfasst:
– Bischöfe, Rabbis, Mullahs, Patriarchen usw.
– Päpste
Beispiel:
Katholische Kirche. Papst
•
Wenn ein spezieller Amtsinhaber in offizieller Funktion
publiziert, werden die Regierungszeit und der Name in
Kurzform als Zusatz hinzugefügt:
Beispiel:
Katholische Kirche. Papst (1978-2005 : Johannes Paul II.)
Erst ab dem Vollumstieg gültig
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Organe von Körperschaften, juristische Körperschaften | Oktober 2014, GBV
145
Was ist neu mit RDA?
(bei Organen von Körperschaften bzw. Juristischen Körperschaften)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Exekutivorgane (Spitzenorgane), Organe mit Entscheidungsbefugnissen und
Informationsorgane
RAK-WB § 435: wurden nicht
berücksichtigt
RAK-WB § 451 und 470: überwiegend
verzichtet
RDA 11.2.2.14.2:Exekutivorgane, Organe mit
Entscheidungsbefugnissen und
Informationsorgane werden als untergeordnete
Körperschaften angesetzt
(für FE erst mit Vollumstieg 2015)
RDA 11.2.2.14.2, 11.2.2.18, 11.2.2.26:
Amtsinhaber, Regierungschefs und religiöse
Würdenträger werden angesetzt
(erst mit Vollumstieg 2015)
Militärische Körperschaften
RAK-WB § 454: ohne Zwischenstufen
ansetzen
GND-ÜR K21 Gebietskörperschaften:
Militärische Körperschaften: nicht auf
standardisierte Form normieren
RDA 11.2.2.22:
Untergeordnete Bereiche der Waffengattungen
werden als Abteilung der Waffengattung
angesetzt, Zwischenstufen dabei nicht
weggelassen. Ordinalzahlen zur Bezeichnung
untergeordneter militärischer Einheiten werden
mit abschließendem Punkt angegeben.
Zählung wird nachgestellt.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Organe von Körperschaften, juristische Körperschaften | Oktober 2014, GBV
146
Modul GND
Geografika
(Orte)
 wie in den bisherigen GND‐Regeln Modul GND
Konferenzen
Bevorzugter Name der Konferenz
(RDA 11.2.2)
-1-
= Kernelement
Die Ansetzung erfolgt nach den allgemeinen Regeln für
Körperschaften. Beim Vorkommen von verschiedenen
Formen desselben Namens (RDA 11.2.2.5) gilt die
Rangfolge:
1. Name wie er in den bevorzugten Informationsquellen
erscheint
2. Förmlich präsentierter Name
3. Am häufigsten gefundene Form des Namens
4. Kurzform, die sich von anderen Körperschaften
unterscheidet
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Konferenzen | Oktober 2014, GBV
149
Bevorzugter Name der Konferenz
(RDA 11.2.2)
-2-
Beispiel für einen förmlich präsentierten Namen:
Vorlage:
International Symposium on Medicinal and
Aromatic Plants - ICMAP 2012
Bevorzugter Name ist die Langform:
International Symposium on Medicinal and Aromatic
Plants
Ausnahme bei der Kurzform: wenn die Konferenz nur eine
Initialform hat, dann wird diese als bevorzugter Name
genommen. Falls diese Initialform gleichbedeutend mit
einer anderen Körperschaft oder einem Wort/Schlagwort
ist, wird die Kennzeichnung „Veranstaltung“ verwendet.
Beispiel:
SIGIR (Veranstaltung) bzw. SIGIR (Körperschaft)
PICA-Erfassungsformat: 111 SIGIR$gVeranstaltung
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Konferenzen | Oktober 2014, GBV
150
Gebräuchlicher Name (RDA 11.2.2.5.4)
Neu nach RDA:
•
Name der Körperschaft ist enthalten (es besteht aber keine
Unterordnung)
 Körperschaft gehört mit zum bevorzugten Namen
Beispiele:
• FAO Technical Meeting on Coffee Production and Protection
• AMS Special Session on Computational Algebra, Groups, and
Applications
•
Periodizität: Grundregel anwenden und im bevorzugten Namen
berücksichtigen.
Beispiel:
Annual North American Waste-to-Energy Conference (21.: 2013 : Fort
Myers,
y
, Fla.))
•
Spezifischer Name wird weiterhin einem allgemeinen Namen
vorgezogen.
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Konferenzen | Oktober 2014, GBV
151
Regeln für Zählung, Datum und Ort einer
Konferenz etc.
-1-
Beispiel:
Marine Awareness Workshop for Beqa Lagoon (1996 :
Pacific Harbour International Hotel)
PICA-Erfassungsformat:
111 Marine Awareness Workshop for Beqa Lagoon$d1996
$cPacific Harbour International Hotel
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Konferenzen | Oktober 2014, GBV
152
Regeln für Zählung, Datum und Ort einer
Konferenz etc.
-2•
•
In Verbindung stehende Institution
(RDA 11.5): bei Anwendung ist der Name des Ortes
zusätzlich zu erfassen.
Sonstige zur Körperschaft gehörende Kennzeichnung
(RDA 11.7):
 zur Unterscheidung zu einer Körperschaft gleichen
Namens ist für Konferenzen „Veranstaltung“ zu wählen
Beispiel:
SIGIR (Veranstaltung)
PICA-Erfassungsformat:
111 SIGIR$gVeranstaltung
550 !...!Veranstaltung$4obin$X1
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Konferenzen | Oktober 2014, GBV
153
Bildung des normierten Sucheinstiegs einer
Konferenz
-1Beispiele:
•
Clambake Conference on the Nature and Source of Human Error
(1. : 1980 : Columbia Falls, Me.)
•
Electronic Conference on Land Use and Land Cover Change in
Europe (1997 : Online)
PICA-Erfassungsformat:
•
111 Clambake Conference on the Nature and Source of Human
Error$n1.$d1980$cColumbia Falls, Me.
•
111 Electronic Conference on Land Use and Land Cover Change
in Europe$d1997$cOnline
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Konferenzen | Oktober 2014, GBV
154
Bildung des normierten Sucheinstiegs einer
Konferenz
-2ERL (zu RDA 11.13.1.8.1)
ERL 2 Nach RDA 0.6.2 ist von den Kernelementen, wenn mehrere
gleiche vorliegen, jeweils nur die Angabe eines den Sachverhalt
repräsentierenden Elementes verpflichtend. Bei mehreren Orten
führen Sie bis zu drei auf; bei mehr als drei Orten geben Sie nur den
ersten an oder weichen Sie auf das Land aus, falls sinnvoll.
Beispiel:
Ausstellung: Obsessionen. R.B. Kitaj (1932-2007) (2012-2013 :
London; Chichester; Hamburg)
PICA-Erfassungsformat:
111 Ausstellung: Obsessionen. R.B. Kitaj (1932-2007)$d20122013$cLondon; Chichester; Hamburg
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Konferenzen | Oktober 2014, GBV
155
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich Konferenzen)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Name der Körperschaft ist enthalten, aber keine Unterordnung
RAK § 480, 1 b:
Folgende in der der Kongressbezeichnung
enthaltene Angaben werden bei der
Ansetzung weggelassen:
..
b) Angaben über ... Abhaltende oder
veranstaltende Körperschaft ...
RDA 11.2.2.5.4:
Konferenzen, Kongresse, Tagungen usw.
Wenn es unter den abweichenden Formen
eines Konferenznamens, die in der
bevorzugten Informationsquelle
erscheinen, eine Form gibt, die den Namen
oder die Abkürzung des Namens einer
Körperschaft enthält, die mit der Tagung in
Verbindung steht, und der die Tagung nicht
untergeordnet ist, wählen Sie diese Form
als bevorzugten Namen.
Periodizität: Grundregel anwenden und im
bevorzugten Namen berücksichtigen
Hinzufügende identifizierende Merkmale und Beziehungen
GND-ÜR C7: Hinzufügende identifizierende
Merkmale und Beziehungen
RDA 11.6 ERL: Bei der Zählung
Ordinalzahlen mit abschließendem Punkt
RDA 11.13.1.8.1 ERL 2: Es werden bis zu
drei Orte erfasst.
156
Was ist neu mit RDA?
(im Bereich Konferenzen)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
(neue) Konferenz-Entitäten nach RDA
GND-ÜR-C2, C6, C8
RAK §680-682
RSWK
RDA 11.0
Expeditionen
(erst mit Vollumstieg 2015)
Ohne Konferenzbegriff
(für FE erst mit Vollumstieg 2015)
Konferenzen, deren Namen nur aus
Veranstalter und Konferenzbegriff besteht
(für FE erst mit Vollumstieg 2015)
RDA 11.2.2.14.3 und 11.2.2.14.6
Untergeordnete Konferenzen
(für FE erst mit Vollumstieg 2015)
Konferenzfolgen
GND-ÜR-C8
RDA 11.13.1.8.2
(für FE erst mit Vollumstieg 2015)
157
Modul GND
Religiöse Körperschaften
Synoden und Konzilien
Vertretungskörperschaften (RDA 11.2.2.25):
Erfassung des Namens eines Konzils, einer Synode usw.
(international, national, regional, Provinz-, Staats- oder lokal)
unselbstständig als Unterabteilung der betreffenden religiösen
Körperschaft. (teilweise Änderung zur bisherigen Praxis)
Beispiele:
• Katholische Kirche. Deutsche Bischofskonferenz
• Russisch-Orthodoxe Kirche. Landeskonzil
• Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg. Synode
Vgl. EH-K-14
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Religiöse Körperschaften | Oktober 2014, GBV
159
Zentrale Verwaltungsorgane der Katholischen Kirche
(Römische Kurie) (RDA 11.2.2.28)
Erfassung von Namen einer Kongregation, eines geistlichen
Gerichts oder eines sonstigen zentralen Verwaltungsorgans
der Katholischen Kirche (d. h. eines Teils der Römischen Kurie)
•
unselbstständig als Unterabteilung der Katholischen Kirche
•
in der lateinischen Namensform der Kongregation usw.
•
Weglassung von Formen des Wortes sacer, wenn es sich um
das erste Wort des Namens handelt.
(teilweise Änderung zur bisherigen Praxis)
Beispiele:
• Katholische Kirche. Sancta Sedes
• Katholische Kirche. Curia Romana
• Katholische Kirche. Congregatio Sacrorum Rituum
• Katholische Kirche. Signatura Gratiae
• Katholische Kirche. Rota Romana
• nicht Katholische Kirche. Sacra Rota Romana
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Religiöse Körperschaften | Oktober 2014, GBV
160
Provinzen, Diözesen usw. = Regionale Einheiten
von Religionsgemeinschaften
-1RDA 11.2.2.27 und ERL 1 + 2
Neu: Regionale Einheiten von Religionsgemeinschaften bzw.
religiöse Gebietskörperschaften (z.B. Kirchenprovinzen,
Diözesen, Dekanate, Kirchenkreise) werden unselbstständig
als Unterabteilung der betreffenden Religionsgemeinschaft
erfasst.
Vgl. EH-K-15
Beispiele:
• Church of England. Diocese of Ely
• Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland. Dekanat
Lauenburg
PICA-Erfassungsformat:
110 Church of England$bDiocese of Ely
110 Evangelisch-Lutherische Kirche in Norddeutschland$bDekanat
Lauenburg
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Religiöse Körperschaften | Oktober 2014, GBV
161
Provinzen, Diözesen usw. = Regionale Einheiten
von Religionsgemeinschaften
-2-
Neu: Diözesen gelten als Körperschaften der
Satzart Tb, sie werden nicht mehr als geografische
Datensätze (Satzart Tg) behandelt.
Beispiel:
Katholische Kirche. Erzdiözese Köln
PICA-Erfassungsformat:
110 Katholische Kirche$bErzdiözese Köln
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Religiöse Körperschaften | Oktober 2014, GBV
162
Was ist neu mit RDA?
(für den Bereich religiöse Körperschaften)
RAK / GND-Übergangsregeln
RDA
Erfassung von Vertretungskörperschaften
Vorher: nicht unbedingt unselbstständig
Nach RDA: unselbstständig
Zentrale Verwaltungsorgane der Katholischen Kirche
GND-ÜR-K5:
Keine Weglassungen
RDA 11.2.2.28:
bestimmte Normierungen + Weglassungen
Änderung der Satzart für religiöse Gebietskörperschaften:
GND ÜR: Hinweis zu Religionsgemeinschaften:
Regionale Einheiten von
Religionsgemeinschaften werden in der GND
wie Gebietskörperschaften als Geografika
behandelt (PICA: Satzart Tg).
RDA:
Religiöse Gebietskörperschaften wie Diözesen
oder Kirchenprovinzen werden unter der
religiösen Körperschaft als untergeordnete
Körperschaftssätze (PICA: Satzart Tb) erfasst.
Ausnahmen: geistliche Reichsfürstentümer,
autokephale Patriarchate und Erzdiözesen der
Ostkirche.
Religiöse Würdenträger als Organ der Religionsgemeinschaft (erst ab 2015)
GND:
Bisher nur als Personen erfasst
RDA 11.2.2.26:
Für FE: Erfassung als Organ der Körperschaft
(SE erfasst weiterhin nur als Person)
AG RDA Schulungsunterlagen – Modul GND: Religiöse Körperschaften | Oktober 2014, GBV
163
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