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Kirchensteuer auf Abgeltungsteuer: Was ändert sich ab 2015?

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Welche Folgen hat Ihr Sperrvermerk?
Wenn ein Sperrvermerk beim Bundeszentralamt für Steuern eingetragen ist, führen
wir nur die Abgeltungsteuer ohne die darauf
entfallende Kirchensteuer ab. Die Kirchensteuer auf Ihre Kapitaleinkünfte muss in
diesem Fall im Rahmen Ihrer Steuerveranlagung erhoben werden. Das Bundeszentralamt für Steuern informiert deshalb
Ihr zuständiges Finanzamt über unseren
erfolglosen Abfrageversuch. Sie sind dann
zur Abgabe einer Steuererklärung – unter
Berücksichtigung der Kapitalerträge – verpflichtet.
Was gilt beim Thema Datenschutz?
Das Ergebnis der automatisierten Abfrage
wird von uns ausschließlich zum Zweck und
im Rahmen der uns gesetzlich auferlegten
Pflichten elektronisch gespeichert und
verarbeitet. Sämtliche datenschutzrechtliche Bestimmungen werden dabei eingehalten, die erforderlichen technischen und
organisatorischen Vorkehrungen haben wir
getroffen.
Kirchensteuer auf
Abgeltungsteuer:
Was ändert sich ab 2015?
Die Sparkasse Bremen
...................................................................................................
Am Brill 1–3
28195 Bremen
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24-Stunden-Hotline: 0421 179-7979
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mail@sparkasse-bremen.de
www.sparkasse-bremen.de
facebook.com/SparkasseBremen
© DSV 206 043 000M_83 / 03.2014 / 1009355
wollen, können Sie das jedes Jahr bis zum
30. Juni mit Wirkung für das Folgejahr tun.
Stark. Fair. Hanseatisch.
Die automatische
Datenabfrage und Ihr
Widerspruchsrecht.
Was bedeutet „Kirchensteuer
auf die Abgeltungsteuer“?
Ihre Einkünfte aus Kapitalvermögen –
das sind zum Beispiel Zinsen, Dividenden,
Ausschüttungen auf Fondsanteile, aber auch
Gewinne aus der Veräußerung von Kapitalanlagen – sind einkommensteuerpflichtig.
Die Einkommensteuer auf Kapitaleinkünfte
wird seit 2009 in Form der Abgeltungsteuer
mit einem pauschalen Steuersatz von 25 %
zuzüglich Solidaritätszuschlag erhoben. Das
heißt, wir als Ihr konto- beziehungsweise
depotführendes Institut behalten die Steuer
bei der Auszahlung der Kapitalerträge ein
und überweisen sie direkt an das Finanzamt.
Damit ist Ihre Steuerschuld abgegolten.
Wenn Sie Mitglied einer Religionsgemeinschaft sind, die Kirchensteuer erhebt,
müssen Sie – wie auf die Lohnsteuer und auf
die veranlagte Einkommensteuer – auch auf
die Abgeltungsteuer Kirchensteuer bezahlen. Sie beträgt in Baden-Württemberg und
Bayern 8 %, in den übrigen Bundesländern
9 % der Einkommensteuerschuld.
Wie hat der Kirchensteuerabzug bisher
funktioniert?
Bisher haben Sie als kirchensteuerpflichtiger Bezieher von Kapitaleinkünften zwei
Möglichkeiten: Entweder Sie haben uns Ihre
Konfession mitgeteilt und uns beauftragt,
die Kirchensteuer zusammen mit der Abgeltungsteuer einzubehalten und abzuführen.
Oder Sie haben auf die Teilnahme an diesem
automatisierten Verfahren verzichtet und
stattdessen Ihre Kapitaleinnahmen in Ihrer
Einkommensteuererklärung angegeben,
damit die Kirchensteuer im Veranlagungsverfahren berechnet und erhoben werden
konnte.
Warum wird das bisherige System umge­
stellt?
Bereits bei Einführung der Abgeltungsteuer
sollte die Kirchensteuer automatisch abgezogen werden. Der Kirchensteuerabzug auf
Antrag war eine befristete Übergangsregelung. Der neue automatisierte Steuerabzug
vereinfacht das Verfahren. So ist es nun
nicht mehr nötig, nur für die Erhebung der
Kirchensteuer die Kapitaleinkünfte in der
Steuerveranlagung ausdrücklich zu erklären.
Wie funktioniert das neue Verfahren
und was haben Sie davon?
Als konto- beziehungsweise depotführendes Institut müssen wir prüfen, ob Sie
kirchensteuerpflichtig sind. Dazu fragen wir
zwischen dem 1. September und dem 31.
Oktober eines jeden Jahres beim Bundeszentralamt für Steuern nach, und zwar mit
Ihrer persönlichen Steuer-Identifikationsnummer. Das Amt teilt uns daraufhin Ihr
dort gespeichertes sogenanntes „Kirchensteuerabzugsmerkmal“ mit. Was sagt dieses
elektronische Merkmal aus? Es gibt uns
Auskunft darüber, ob Sie zu einer Religionsgemeinschaft gehören, die Kirchensteuer
erhebt. Wenn ja, informiert es über den für
Sie geltenden Steuersatz.
Wir behalten dann nicht nur die Abgeltungsteuer auf Ihre Kapitaleinkünfte ein, sondern auch die darauf entfallende Kirchensteuer und führen beides an die zuständige
Behörde ab.
Erstmalig führen wir diese Regelabfrage
im Zeitraum vom 1. September bis zum
31. Oktober 2014 durch. Das neue Verfahren
greift also zum ersten Mal für alle Kapitaleinnahmen, die Ihnen im Laufe des Jahres
2015 zufließen.
Wenn Sie damit einverstanden sind, dass
wir Ihr Kirchensteuerabzugsmerkmal vom
Bundeszentralamt für Steuern erhalten,
brauchen Sie nichts zu unternehmen. Sie
haben dann die Gewissheit, dass neben der
Abgeltungsteuer auch die darauf entfallende
Kirchensteuer von uns korrekt abgeführt wird.
Was gilt, wenn Sie nicht mit dem Daten­
abruf beim Bundeszentralamt für Steuern
einverstanden sind?
Das Grundgesetz garantiert die Religionsfreiheit. Das bedeutet auch, dass Sie die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft
nur in eng begrenzten Ausnahmefällen offenbaren müssen. Deshalb brauchen Sie es
nicht zu gestatten, dass wir Ihr Kirchensteuer­
abzugsmerkmal vom Bundeszentralamt
für Steuern erfahren. Dazu müssen Sie der
Übermittlung Ihres Kirchensteuerabzugsmerkmals an uns widersprechen. Und zwar
nicht uns gegenüber, sondern auf einem
amtlich vorgeschriebenen Vordruck direkt
beim Bundeszentralamt für Steuern. Diesen
Vordruck erhalten Sie im Internet unter
www.formulare-bfinv.de, Stichwort „Kirchensteuer“, oder bei Ihrem Finanzamt.
Der Widerspruch muss beim Bundeszen­
tralamt für Steuern bis spätestens 30. Juni
2014 eingehen. Die Behörde versieht Ihre
Daten dann mit einem Sperrvermerk, sodass
wir Ihr Kirchensteuerabzugsmerkmal nicht
abrufen können. Dieser Sperrvermerk gilt so
lange, bis Sie ihn widerrufen.
Wenn Sie zunächst am automatisierten Verfahren teilnehmen, später aber irgendwann
einmal einen Sperrvermerk eintragen lassen
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