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Lerncoaching – was ist das? Abschlussfeiern 2014 am FG Basel

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FG Magazin
Das Magazin des FG Basel
2/2014 — August 2014
Seite 6
Abschlussfeiern 2014
am FG Basel
Seite 12
Lerncoaching –
was ist das?
Seite 26
Der Elternzirkel des
FG Basel stellt sich vor
ISSN 2296-8997
Einzelpreis CHF 6.—
Inserat
www.fg-basel.ch
Ein glamouröses Erlebnis mit vorzüglichem Essen,
Unterhaltung, Musik und Tanz erwartet Sie.
Samstag, 22. November 2014
FG Ball
im Stadtcasino Basel
Impressum
ISSN 2296-8997
© FG Basel, 2014
Auflage 6000 Exemplare; Herausgeberin FG Basel; Beiträge Belinda Cousin, Anna Katharina De Pretto-Von der Mühll,
Céline Dieterle, Olivia Gutzwiller, Henriette Haefeli, Chantal Hügli, Mirjam T. Jenny Dorn, Katharina Loeliger Holzer, Fiona Meier,
Eric Ortiz, Alissa Radin, Dr. Stephan Sauthoff, Yvonne Strecker, Kevin Tschopp, Felix Werner, Simone Werner;
Gestaltung und Herstellung aloona GmbH, CH-4125 Riehen; Lektorat und Korrektorat Mirjam T. Jenny Dorn;
Redaktion FG Magazin, Scherkesselweg 30, CH-4052 Basel, magazin@fg-basel.ch.
Titelbild: Maturitätsfeier 2014 in der Martinskirche
Die Wiedergabe von Artikeln und Bildern, auch auszugsweise oder in Ausschnitten, ist nur mit schriftlicher Genehmigung
der Herausgeberin und mit Quellenangabe gestattet.
2
FG Magazin — August 2014
Inhalt
www.fg-basel.ch
Inhalt
Editorial5
Seite 6
FG Basel
Maturitätsfeier am FG Basel
6
FG Basel
Erfolgreiche Sekundarschülerinnen und -schüler
8
FG Basel
Impressionen von den Abschlussfeiern
10
FG Basel
Preise für besondere Leistungen
11
FG Pädagogik
Lerncoaching: Die eigenen Stärken kennen und nutzen
12
Mein FG Basel
«Ich wollte nie Lehrer werden»
Renato Nanni im Gespräch
Seite 8
Seite 15
15
FG intern
Schülerinnen und Schüler des FG Basel zu Gast in Salzburg
17
FG intern
Spiel, Sport, Spass und Spannung am FG Sporttag
18
FG intern
Pilotprojekt am FG Basel
21
FG intern
FG Magazin – Ihre Meinung?
22
FG historisch
1889–99: Trotz schwierigem Anfang ein grosser Erfolg
23
FG intern
Noch ein Jubiläum: Der Elternzirkel wird 10!
26
FG Basel
Workshop am Theater Basel
29
FG kurz & bündig30
FG Agenda
Nächste Veranstaltungen des FG Basel
Seite 26
FG Magazin — August 2014
31
Impressum2
Mitglied werden im Verein «Freies Gymnasium Basel»
14
Mitglied werden im «Verein der Ehemaligen der Freien (VEF)»
16
3
Inserat
www.fg-basel.ch
EL-WYSS-Bar
Bar-Lounge
Restauration
musikalische Beiträge
Tanzvorführungen
professionelle Kinderbetreuung
… und viele weitere Attraktionen
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12
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02 Uhr
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02 Uhr
Samstag 16 bis
FG Basel, Scherkesselweg 30, 4052 Basel, www.fg-basel.ch
4
FG Magazin — August 2014
Editorial
www.fg-basel.ch
Liebe Leserin,
Lieber Leser
Das neue Schuljahr beginnt am FG Basel! Ich hoffe, dass alle Schülerinnen und
Schüler, alle Lehrpersonen und Mitarbeitenden schöne und erholsame Sommerferien geniessen konnten und jetzt mit viel Elan das neue Schuljahr in Angriff
nehmen.
Der Beginn eines neuen Schuljahres ist immer eine Zeit, in der Veränderungen
besonders deutlich werden. Viele unserer bisherigen Schülerinnen und Schüler
haben das FG Basel verlassen, weil sie ihr Lebensweg nach bestandener Matur
oder einem Sekundarschulabschluss an eine Universität, in eine Berufslehre
oder an einen anderen spannenden Ort führt. Dort werden sie das bei uns erworbene Wissen und alle anderen Kompetenzen zu ihrem Nutzen einsetzen können. Einen Bericht über die diesjährigen Abschlussfeiern finden Sie ab Seite 6.
Es gilt aber nicht nur Abschied zu nehmen, sondern auch viele neue Schülerinnen und Schüler herzlich willkommen zu heissen. Ich bin überzeugt, dass sich
ihre Erwartungen an unsere Schule erfüllen werden und dass sie in einigen Jahren ebenfalls auf eine lehr- und erlebnisreiche Zeit am FG Basel zurückblicken
werden.
Gute Bildungsarbeit zeichnet sich dadurch aus, dass sie sich stetig weiterentwickelt und gesellschaftliche Bedingungen, neue Erkenntnisse und neue Bedürfnisse aufnimmt. Am FG Basel geschieht dies seit 125 Jahren ohne brachiale «Reformübungen», sondern in einer wohlüberlegten und kontinuierlichen Weise.
Dieses Schuljahr starten wir mit der flexiblen Mittelstufe. Das FG Progymnasium und die FG Challenge starten mit einem weiterentwickelten pädagogischen
Konzept von Lernlandschaften, in denen das Lerncoaching eine grosse Rolle spielt.
Lerncoaching als pädagogisch-didaktisches Konzept wie auch als Form der Einzelbegleitung von Lernenden ist aus einem zeitgemässen Unterricht nicht mehr
wegzudenken. Mehr dazu ab Seite 11.
«Es ist schön zu sehen, dass sich am FG Basel vieles bewegt.» Dies war eine der
positiven Reaktionen auf das Erscheinen der ersten Ausgabe des FG Magazins.
Genau dieses Ziel verfolgen wir mit dieser Zeitschrift und unserer weiteren Öffentlichkeitsarbeit. Wir wollen zeigen, was das FG Basel ist: eine lebendige, vielseitige und kreative private Schule, deren oberstes Ziel es ist, Kinder und Jugendliche während ihrer gesamten Schulzeit individuell zu fördern in einem Umfeld,
in welchem sie ihre Fähigkeiten entfalten können und welches sie optimal auf
das Berufs- und Erwachsenenleben vorbereitet.
Neben dem Start ins neue Schuljahr sind das FG Schulfest am 12. und 13. September und der FG Ball am 22. November die nächsten «Highlights» an unserer
Schule. Ich freue mich, wenn Sie sich die Termine notieren und ich möglichst
viele Kinder, Jugendliche, Erziehungsberechtigte, Mitarbeitende, Ehemalige so­
wie Freundinnen und Freunde des FG Basel an diesen Anlässen willkommen
heis­sen darf.
Jetzt wünsche ich allen einen guten Start ins neue Schuljahr und viel spannende Unterhaltung mit der zweiten Ausgabe des FG Magazins.
Belinda Cousin (Rektorin)
FG Magazin — August 2014
5
FG Basel
www.fg-basel.ch
Die erfolgreichen Maturandinnen und Maturanden des FG Basel (Foto: FG Basel)
Maturitätsfeier am FG Basel
24 Schülerinnen und Schüler haben in diesem Jahr die Maturitätsprüfungen am FG Basel absolviert und alle
haben sie bestanden! In einer stimmungsvollen Feier in der Martinskirche konnten sie ihre Maturitätszeugnisse entgegennehmen. Gastredner war Fritz Jenny, Vorsitzender der Geschäftsleitung des Bürgerspitals Basel
und ehemaliger Schüler des FG Basel.
«Selten liegen die Vergangenheit, die
Gegenwart und die Zukunft so nahe
beieinander, wie am Tag der Entgegennahme der Maturitäts­zeug­nis­se.»
Mit diesen Worten führte Rektor Dr.
Stephan Sauthoff in die Maturitätsfeier 2014 ein. «Die Schulzeit und der
Schulstress gehören der Vergangenheit an, Sie können den heutigen Tag
geniessen, sich am Erreichten freuen und feiern und hinsichtlich der
Zukunft werden es im Moment wohl
einige von Ihnen mit dem Nobelpreisträger Albert Einstein halten, der
meinte: ‹Ich denke niemals an die
Zukunft. Sie kommt früh genug›.»
Auf den diesjährigen Jahrgang der
Maturandinnen und Maturanden
6
darf das FG Basel stolz sein. 24 sind
zur Prüfung angetreten und 24 haben sie erfolgreich absolviert, darunter gab es eine absolute Spitzen­
leistung: Ein Maturitätszeugnis mit
einem Notendurchschnitt von 6,0.
Diese Leistung gelang Cédric Stoll,
der damit einen der FG Preise gewann – wer die übrigen Preisträgerinnen und Preisträger waren, lesen
Sie auf Seite 11.
Mit auf ihren weiteren Weg gab Rektor Sauthoff den Maturandinnen und
Maturanden, an eine gute Zukunft
zu glauben: «Es wird vieles möglich
sein für Sie, sei dies im Studium, in
einer Berufsausbildung oder auch
im Privatleben. Seien Sie mutig, so
wie Sie es in der Vergangenheit auch
waren.»
Mit dieser Aufforderung übergab
er das Wort an Fritz Jenny, Direktor
des Bürgerspitals Basel und ehemaligen Schüler des FG Basel, der sich
in einem humorvollen Rückblick an
seine eigene Schulzeit erinnerte. Mit
einer Anekdote würdigte er die zukunftsweisende Bildungsarbeit am
FG Basel: «Mein Lateinlehrer hat
mir noch vor Julian Assange, Edgar
Snowden und der NSA die Bedeutung des Datenschutzes beigebracht,
wenn auch ungewollt. Er war sehr
sparsam und hatte die Angewohnheit, die Rückseite von GrossratsWahllisten für seine LateinprüfunFG Magazin — August 2014
FG Basel
www.fg-basel.ch
gen zu verwenden. Wir haben diese
Zettel gesammelt und sauber aufgereiht ans Anschlagbrett geheftet.
So bekamen wir den kompletten
Satz aller Wahllisten zusammen –
mit Ausnahme einer einzigen Partei. Von da an wussten wir, wen er
wählte. Ich will den Namen der Partei nicht nennen, aus Rücksicht auf
den heutigen Bildungsdirektor, der
ihr angehört.»
Den Maturandinnen und Maturanden wünschte Fritz Jenny «die Bereitschaft, Verantwortung gegenüber
sich selbst, den Mitmenschen, der
Gesellschaft und der Natur wahrzunehmen». Die Maturität ist auf diesem Weg zwar ein wichtiger Meilenstein, aber sie ist eben auch nur ein
Zwischenschritt. «Die Neugier und
FG Magazin — August 2014
das Interesse am Wissen und am lebenslangen Lernen ist eine Voraus­
setzung dafür, oder um es mit George
Bernard Shaw zu sagen: ‹Der Nachteil der Intelligenz besteht darin, dass
man ständig gezwungen ist, dazuzulernen›», machte Fritz Jenny deutlich und fügte einen Ratschlag für
den künftigen Werdegang der ehemaligen FG Schülerinnen und Schülern an: «Schauen Sie auf Ihrem Weg
nicht nur stur geradeaus, sondern
manchmal auch nach links und rechts.
Ohne Scheuklappen. Denn manchmal führt ein Umweg rascher zum
Ziel als der vermeintlich direkte Weg.
Schauen Sie über den eigenen Tellerrand hinaus, interessieren Sie sich
für anderes und andere. Nehmen Sie
teil am gesellschaftlichen Leben, engagieren Sie sich in Vereinen, sozial
in Ihrer Gemeinde, vielleicht auch in
der Politik. Und behalten Sie ein gesundes Misstrauen gegenüber dem,
‹was man schon immer so getan hat›.
Stellen Sie Dinge in Frage.»
Die Ansprache fand viel Zuspruch
und zusammen mit den musikalischen Beiträgen der Schülerinnen
und Schüler bildete sie einen würdigen Rahmen für den Anlass. Beim
anschliessenden Apéro ergab sich
die Möglichkeit, nicht nur auf die
erfolgreiche Maturität anzustossen,
sondern auch Schulanekdoten auszutauschen und die meisten jetzt
«Ehemaligen» blickten trotz Feierlaune auch mit Wehmut auf eine
schöne und abwechslungsreiche
Zeit am FG Basel zurück.
Felix Werner
7
FG Basel
www.fg-basel.ch
Die Absolventinnen und Absolventen der FG Sekundar (Foto: FG Basel)
Erfolgreiche Sekundarschülerinnen und -schüler
In einer eigenen Feier konnten 18 erfolgreiche Absolventinnen und Absolventen der FG Sekundar in der
Martinskirche ihren Schulabschluss (Niveau E) entgegennehmen. Abteilungsleiter Michael Müller und Klassenlehrer Daniel Deiss übergaben die Abschlusszeugnisse und Raphael Wyniger, Inhaber und Geschäftsführer
des Gast- und Kulturhauses «Der Teufelhof Basel» hielt die Festansprache.
Viele glückliche und erleichterte Gesichter waren an der Abschlussfeier der FG Sekundar in der Martinskirche zu sehen. «Es war eine sehr
schöne Zeit am FG Basel, die ich vermissen werde, aber wir sind auch
froh, dass die Schulzeit vorbei ist. Es
war manchmal sehr anstrengend»,
sagte eine Schülerin vor der Feier
stellvertretend für ihre Kolleginnen
und Kollegen.
Mit Stolz dürfen sie auf ihren Abschluss und die Schulzeit zurückblicken. Das attestierte ihnen R
­ ek­to­rin
8
Belinda Cousin in ihrer Begrüssung
und riet den Schülerinnen und Schülern, weiter mit einer so positiven
Einstellung durchs Leben zu gehen:
«Bewahren Sie Ihre Neugier und bleiben Sie so, wie wir Sie in den letzten Jahren kennen gelernt haben.
Dann werden Sie auch auf Ihrem weiteren Berufs- und Lebensweg erfolgreich sein». Auch wenn es im Leben
nicht immer rund läuft, wenn Schwierigkeiten auftauchen und Rückschläge hingenommen werden müssen,
empfahl ihnen Belinda Cousin, sich
am Bild eines Leuchtturmes zu ori-
entieren. «Er steht da, trotzt Wind
und Wetter und weist auch in stürmischen Zeiten den Weg. Finden Sie
Ihren Leuchtturm und lassen Sie sich
nicht davon abhalten, auf Ihre Ziele zuzusteuern», wünschte sie den
erfolgreichen Absolventinnen und
Absolventen.
Als Gastredner konnte das FG Basel
Raphael Wyniger gewinnen. Der Inhaber und Geschäftsführer des Gastund Kulturhauses «Der Teufelhof Basel» nahm den Gedanken der Rektorin auf. «Auch mein beruflicher Weg
FG Magazin — August 2014
FG Basel
www.fg-basel.ch
verlief nicht gradlinig», sagte Raphael Wyniger. Glücklicherweise bietet
das Bildungssystem heute aber viele Möglichkeiten, seinen beruflichen
Weg nach seinen Fähigkeiten und
Interessen individuell zu planen und
zu gestalten. Und gerade ein Sekundarabschluss bietet ein sehr breites
Spektrum an Möglichkeiten, vom Besuch einer weiterführenden Schule
über eine Berufslehre bis hin zum
Einstieg ins Gymnasium.
Wenngleich einige Absolventinnen
und Absolventen noch keine konkreten Berufswünsche haben, haben dank der persönlichen Betreuung am FG Basel alle konkrete Plä­ne, was sie nach den Sommerferien
machen werden.
FG Magazin — August 2014
«Wir verfolgen das Ziel, die Jugendlichen und jungen Erwachsenen
während ihrer Schulzeit aktiv zu begleiten, damit sie diese Perspektiven
haben und eine klare Vorstellung
von ihrem Weg nach dem FG Basel
entwickeln können» umschreibt Belinda Cousin einen wichtigen Grundsatz der Schule.
Die Abschlussfeier der FG Sekundar
wurde begleitet von musikalischen
Beiträgen der Schülerinnen und
Schüler und beim anschliessenden
Apéro wurde fleissig gratuliert und
auf die erfolgreichen Abschlusszeugnisse angestossen.
Belinda Cousin wünscht sich, dass
die jetzt ehemaligen Schülerinnen
und Schüler vor einem erfolgreichen Einstieg in ihre weitere Schulzeit oder in die berufliche Ausbildung stehen und dass sie sich dem
FG Basel weiterhin verbunden fühlen. «Ich freue mich sehr, wenn ich
einige von Ihnen am FG Fest im
September oder bei einer anderen
Gelegenheit wiedersehe», sagte sie
zum Abschluss.
Simone Werner
Weitere Informationen zu den
Abschlüssen am FG Basel sind
online unter www.fg-basel.ch
verfügbar.
9
FG Basel
10
www.fg-basel.ch
FG Magazin — August 2014
FG Basel
www.fg-basel.ch
Griechisch-Lehrer, wird jeweils die
originellste und hervorragendste Maturaarbeit ausgezeichnet. Im Schuljahr 2013/14 wurde innerhalb der Kategorie «wissenschaftliche Arbeit»
das Projekt von Judith Erb für diesen Preis auserkoren. Judith Erb hat
in ihrer englischsprachigen Maturaarbeit «By Nature’s Design» unterschiedliche Variationen von Spiralfiguren und geometrischen Figuren,
die in der Natur vorkommen, photographisch dokumentiert und wissenschaftlich erklärt. Dabei hat sie
neben biologischen und chemischen
Aspekten auch mathematische berücksichtigt. Quasi als kreatives Produkt ihrer Auseinandersetzung mit
dem Thema hat Judith Erb zwei Kunstwerke in der Natur geschaffen, wobei sie sich von Andy Goldsworthy
beeinflussen liess.
Die ausgezeichnete englischsprachige Maturaarbeit von Judith Erb (Grafik: FG Magazin)
Preise für besondere Leistungen
Besondere Leistungen von einzelnen Schülerinnen und Schülern werden am Ende jedes Schuljahres jeweils mit einem Preis ausgezeichnet.
Erstmals gab es auch einen Preis für soziales Engagement.
Seit Jahren wird die beste Maturitätsprüfung am FG Basel mit dem
Preis der Ehemaligen gewürdigt. Im
Schuljahr 2013/14 erhielt diese Auszeichnung Cédric Stoll. Sein Maturitätszeugnis weist in allen Fächern
die gleiche Note auf: eine 6! Wir gratulieren ihm an dieser Stelle nochmals ganz herzlich zu dieser ausserordentlichen Leistung.
FG Magazin — August 2014
Dan Béhé wurde von den Ehemaligen des FG Basel für das beste Abschlusszeugnis der 5. Sekundarklasse ausgezeichnet. Er erzielte einen
Notenschnitt von 5,2. Herzlichen
Glückwunsch auch zu dieser Leistung!
Mit dem Gubser-Preis, benannt nach
unserem langjährigen Latein- und
In diesem Jahr wurde zum ersten
Mal ein Preis für soziales Engagement an unserer Schule überreicht.
Mit diesem, von der Steuergruppe
gestifteten Preis, werden Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet,
die sich in besonderer Weise für das
Wohl ihrer Klasse oder einzelner Mitschülerinnen und Mitschüler eingesetzt haben. Der erste Preisträger
bei den Maturandinnen und Maturanden ist Titus Hell, bei den Schülerinnen und Schülern der 5. Sekun­
darklasse Noemi Gerotto. Herzliche
Gratulation!
Daneben wurde von Daniel Deiss,
dem Klassenlehrer der 5. Sekundar­
klasse, auch jenes Klassenmitglied
mit einem persönlichen Preis ausgezeichnet, das in den letzten Jahren die höchste Zuverlässigkeit gezeigt hat. Es war dies Rebecca Frey.
Dr. Stephan Sauthoff (Rektor)
Die Maturaarbeit von Judith Erb
kann im FG Sekretariat eingesehen werden.
11
FG Pädagogik
www.fg-basel.ch
Planung ist ein wichtiger Faktor bei der Bewältigung von (Lern-)Aufgaben (Foto: FG Basel)
Lerncoaching: Die eigenen
Stärken kennen und nutzen
Der Beginn eines neuen Schuljahres bedeutet Neuanfang, einen neuen
Stundenplan, neue Fächer und oft neue Lehrpersonen und Klassenkameraden. Dies bringt für Schülerinnen und Schüler Herausforderung
und auch neue Chancen.
Der Situation des Neustarts wird in
den Klassen selbstverständlich Rechnung getragen, beispielsweise in der
Arbeit aller Schülerinnen und Schüler mit dem FG-Journal über das gesamte Schuljahr. Wichtige Hilfsmittel sind da der semesterweise erstellte Prüfungsplan und die Notenübersicht, aber auch die vorgesehenen Reflexionen zum eigenen Lernprozess.
Die Unterstützung des Lernprozesses durch das Journal beim Start
des Schuljahres kann ergänzt werden durch das seit kurzem bestehende Angebot der Einzelbegleitung durch Coaching am FG.
12
Im Verlauf des vergangenen Schuljahres haben sich elf Lehrpersonen
im Bereich des fächerunabhängigen
Lerncoachings ausgebildet und nutzen im Coaching am FG ihre Kenntnisse zur Unterstützung von Schülerinnen und Schülern in der gemeinsamen Erarbeitung einer auf
deren individuelle Situation angepassten Lernstrategie. In den Einzelsitzungen werden die persönlichen Instrumente erarbeitet, welche ihr Lernen ganzheitlich und
unabhängig vom fachspezifischen
Lernstoff positiv beeinflussen können.
Was ist Coaching?
Coaching ist eine Form der Einzelberatung im Zusammenhang mit
dem individuellen Lernen und den
nicht zu unterschätzenden lernbeeinflussenden Faktoren wie Motivation, Mitlernende oder Zugang zum
Lernstoff. Bei der ziel- und lösungsorientierten Arbeit an den Lernstrategien stehen die bestehenden Ressourcen der Lernenden im Zentrum:
Wie kann mit den individuellen Fähigkeiten und Möglichkeiten der
Lernprozess effektiver gestaltet und
damit Zufriedenheit mit der Arbeit
im «Job» des Lernens erreicht werden?
Wichtig ist es, die eigene Situation
bezüglich des Lernens unabhängig
vom Lernstoff zu kennen. Diese für
jeden Menschen individuellen Gegebenheiten werden durch verschiedene Faktoren geprägt. Fähigkeiten
und Ressourcen können überlagert
sein durch negative Lernerfahrungen, welche Ängste hervorrufen und
das Selbstwertgefühl schwächen. Im
Lerncoaching wird die individuelle
Situation besprochen und dann vor
allem erarbeitet, wie die persönlichen Stärken für eine individuell angepasste Lernstrategie zu effektivem
Lernen genutzt werden können und
damit ein optimales Ergebnis erzielt
werden kann.
Welches ist mein Lerntyp?
Ein zentraler Faktor für erfolgreiches
Lernen ist es, den eigenen Lerntyp
zu kennen und so zu wissen, mit
welchen Methoden und Tricks der
Lernstoff am besten aufgenommen
wird. Dabei wird unterschieden zwischen dem auditiven, dem visuellen, dem kinästhetischen und dem
kommunikativen Lerntyp. Selbstverständlich mischen sich bei jedem
Menschen die Typen, meist lässt sich
jedoch ein Grundtyp feststellen.
Wenn bei einer Person der auditive
Lerntyp als Haupttyp festgestellt
wird, kann dies beispielsweise dazu
führen, dass der zu lernende Stoff
vielleicht in einer Audiodatei zusamFG Magazin — August 2014
FG Pädagogik
www.fg-basel.ch
mengefasst wird, welche dann immer wieder abgespielt und angehört werden sollte. Ein kinästhetischer Lerntyp wird in Zukunft wenn
möglich im Raum umhergehen, während der Lernstoff eingeprägt wird,
und so dem bevorzugten Lernstil
Rechnung tragen – und nicht selten
verblüffende Erfolge verbuchen können. Der visuelle Lerntyp arbeitet mit
Bildern und kann sich beispielsweise mit einem übersichtlichen Lernplakat den Lernstoff leichter einprägen, während der kommunikative
Lerntyp den Stoff in einer Lerngruppe am einprägsamsten diskutiert.
Bei der Erarbeitung der persönlichen
Lernstrategie werden im Gespräch
die praktischen Möglichkeiten herausgearbeitet und deren Umsetzung
besprochen. Wenn es beispielsweise nicht möglich ist, in einer Lerngruppe zu arbeiten, kann es ersatzweise sinnvoll sein, den Lernstoff einem Familienmitglied zu erklären.
Planung und Zeitmanagement
Das Wissen um den persönlichen
Lerntyp allein genügt für ein erfolgreiches Bewältigen des Lernjobs
natürlich nicht. Zu viele zusätzliche
Hürden gilt es zu nehmen. Dazu gehören insbesondere Planung und
Zeitmanagement. Es gilt, einerseits
die Aufgaben im Zusammenhang
mit der Schule zu bewältigen und
andererseits dabei nicht die zusätzlichen Engagements, beispielsweise das Sporttraining, die Übungszeiten für das Musikinstrument und
die Bandproben aus den Augen zu
verlieren. Ebenso fordern die sozia­
len Aktivitäten und die Freizeit ihren zeitlichen Raum.
Im Coaching erarbeiten sich die Schülerinnen und Schüler aller Klassenstufen eine Übersicht über ihre Situation, die persönlichen Bedürfnisse und den notwendigen Auf­
wand für alle Bereiche. Daraus ergibt sich eine individuell angepasste Planung.
In der Praxis zeigt es sich, dass Schülerinnen und Schüler oft ganz geFG Magazin — August 2014
nau wissen, wie gross ihr Zeitbedarf
für jede einzelne Aktivität ist und wie
eine gute Planung erstellt werden
kann. Vielen fällt es aber schwer, dieses Wissen auf die eigene Person zu
übertragen und in der Praxis anzuwenden. Im Coaching geht es dann
darum, eine individuelle Planung zu
erstellen und deren Einhaltung in
den Griff zu bekommen.
Es wird besprochen, wo persönliche
Hürden zu bewältigen sind und welche Tricks es gibt, um die Zeit für
das Lernen auf eine Prüfung richtig
einzuschätzen und dann auch wirklich zu nutzen. Es ist beispielsweise
ein Unterschied, ob auf dem Plan
«30 Minuten Französischwörter lernen» steht oder ob ein bestimmtes
Zeitgefäss im Sinn von «von 15.00
bis 15.30 Französischwörter lernen»
vorgesehen ist. Eine andere Möglichkeit ist es, sich eine kleine Belohnung nach erledigter Aufgabe zu
gönnen. Im Coaching ist es ein Ziel,
eine individuell angepasste Strate-
rungen aus dem nicht-schulischen
Umfeld auch auf die Arbeit in der
Schule anzuwenden. In der Praxis
zeigt es sich immer wieder, dass Schülerinnen und Schüler gar nicht auf
die Idee kommen, ihre gut ausgebildeten Kenntnisse über die Organisation eines Freizeitlagers auch auf
die Organisation ihrer Arbeit für die
Schule zu übertragen. Um überhaupt darauf zu kommen, welche Fähigkeiten dem betreffenden Schüler im schulfremden Zusammenhang zur Verfügung stehen, muss
der Coach immer im Gespräch mit
seinem «Schützling» sein und gut zuhören. Der Coach versteht sich nicht
in erster Linie als «Auftraggeber»,
sondern er regt zur Lösungsfindung
an, indem er Fragen stellt und Impulse gibt, anstatt Antworten zu geben und Ratschläge zu erteilen. In
einer vertrauensvollen Atmosphäre werden Reflexionsprozesse angeregt, ohne dass ge- und bewertet
wird. Die Erfahrung zeigt, dass ein
Katharina Loeliger Holzer:
«Im Lerncoaching werden Schülerinnen und
Schüler in der Erarbeitung einer individuellen
Lernstrategie unterstützt.»
gie zu finden und auch immer wieder zu prüfen, ob das gefundene
persönliche Modell wirksam ist.
Aufgabe des Lerncoachs
Im Zentrum des Coachings steht die
Erarbeitung einer individuellen Strategie für die effiziente und erfolgreiche Bewältigung der schulischen
Anforderungen. Dabei geht der Lerncoach ganzheitlich vor, indem nicht
nur diese schulischen Anforderungen betrachtet werden, sondern ein
Zusammenhang mit allen Aktivitäten hergestellt wird. Wer als Sportler Zeit und Engagement für sein
Training braucht, kann beispielsweise dazu angeregt werden, die Erfah-
wichtiger Faktor aber die Verbindlichkeit ist, welche immer wieder die
Ergebnisse der vorangehenden Treffen aufnimmt. Es wird gemeinsam
überprüft und diskutiert, welche der
gefundenen Strategien wie umgesetzt wurden. Wenn Vorsätze und
Vereinbarungen nicht eingehalten
werden konnten, gilt es herauszufinden, woran dies liegt. Oft sind es
Klippen, die mit kleinen Massnahmen leicht umschifft werden können. So werden die einzelnen Faktoren immer wieder angepasst, bis
eine Form gefunden ist, welche eine
zukunftsweisende Selbstständigkeit
im Zeit- und Organisationsmanagement verspricht. Ein wichtiges Ziel
13
FG Pädagogik
www.fg-basel.ch
des Coachings ist es nämlich, dass
es möglichst bald überflüssig wird!
Der Weg zum Lerncoaching am FG
Schülerinnen und Schüler, welche
sich für ein Lerncoaching interessieren, wenden sich an ihre Klassenlehrperson zur Besprechung der konkreten Bedürfnisse und Möglichkeiten.
Die Klassenlehrperson setzt sich dann
mit der Arbeitsgruppe Coaching in
Verbindung, um eine geeignete Person für das individuelle Coaching zu
finden. Diese erarbeitet dann mit der
betreffenden Schülerin bzw. dem betreffenden Schüler einen individuellen Zeitplan für das Coaching.
Es gibt auch Situationen, in welchen
Klassenlehr- oder Fachlehrpersonen
ein Lerncoaching als sinnvolle Unterstützung erachten und die Schülerin
bzw. den Schüler oder deren Eltern
auf die Möglichkeit des Coa­chings
an der Schule anspricht. Aufgrund
der Gespräche kann dann das oben
geschilderte Verfahren eingeleitet
werden.
Lerncoaching ist kostenpflichtig.
Katharina Loeliger Holzer
FG Basel (Foto: FG Magazin)
Werden Sie Mitglied
Trägerschaft des FG Basel ist der Verein «Freies Gymnasium Basel». Durch
eine Mitgliedschaft können Sie dessen Ziele aktiv unterstützen und direkten Einfluss auf die weitere Entwicklung der Schule nehmen.
Anmeldetalon
O
Ich/Wir möchte/n Mitglied im Verein «Freies Gymnasium Basel»
werden.
Katharina Loeliger Holzer
(* 1958) Studium an der Universität Basel, Lehrdiplom für Maturitätsschulen in Deutsch und
Geschichte. Langjährige Erfahrung mit den Themen Begabungsund Begabtenförderung, Lernmethodik (u. a. Cooperative learning, Lernen lernen) und individuelle Begleitung. Weiterbildung
Lerncoaching. Am FG Basel ist sie
seit 2001 als Lehrperson tätig.
14
O
O
Einzelmitgliedschaft
Paarmitgliedschaft
(CHF 50.– pro Jahr)
(CHF 80.– pro Jahr)
Vorname/n_______________________________________
Name/n_______________________________________
Strasse/Nr._______________________________________
PLZ/Ort_______________________________________
Ort und Datum _______________________________________
Unterschrift_______________________________________
Bitte einsenden an: FG Basel, Scherkesselweg 30, 4052 Basel
FG Magazin — August 2014
Mein FG Basel
www.fg-basel.ch
schauerrampen bis unter die Decke.
Wir hatten ein eigenes Zirkusorchester, eigene Artisten, Zauberer, Dompteure und Clowns. Am ganzen Projekt waren wohl 90 bis 95 Prozent
aller Schülerinnen und Schüler sowie Lehrpersonen beteiligt. Ich habe
aber auch noch viele tolle persönliche Erinnerungen an Schülerinnen
und Schüler, an Singlager und sonstige Gemeinschaftserlebnisse. Die
würden wohl fast ein ganzes Buch
füllen.
Gibt es negative Erinnerungen?
Sicher, aber die sind meist nur zeitlich beschränkt haften geblieben
und verdienen es daher nicht, einzeln erwähnt zu werden.
<BILDBESCHREIBUNG>
Renato Nanni beim Besuch im Pantheon Basel (Foto: FG Magazin)
War Lehrer immer Ihr Traumberuf?
Nein, ich wollte nie Lehrer werden,
sondern Pilot oder Chemiker. Ich
habe 1972 zu unterrichten begonnen, um Geld zu verdienen und um
mein Traumland Italien, insbesondere die Toskana zu bereisen.
«Ich wollte nie Lehrer werden»
Zurzeit unterrichtet Renato Nanni am FG Basel Französisch, obwohl er
ursprünglich ganz andere Berufswünsche hatte. Mit dem FG Magazin
hat er über seine persönlichen Erlebnisse und die Besonderheiten des
FG Basel gesprochen.
Seit wann sind Sie am FG Basel tätig?
Ich bin im April 1974 an die Freie
Evangelische Schule gekommen.
Wie sind Sie ans FG Basel gekommen?
Eigentlich sollte ich eine Kollegin
während ihres Schwangerschaftsurlaubs bis zu den Herbstferien vertreten. In diese Zeit fiel auch der
Umzug vom Kirschgarten an den
heutigen Standort. Ich hatte bereits
meine Schlüssel abgegeben, als der
damalige Rektor Läuchli mich am
Samstag Nachmittag erneut in die
Schule bestellte und mich bat, noch
bis zum Frühjahr zu bleiben. Und so
ging es weiter, bis heute.
FG Magazin — August 2014
Was war früher anders?
Die Entscheide der Lehrpersonen
wurden von den Eltern weniger oft
infrage gestellt, der «Papierkram»
nahm weniger Zeit in Anspruch und
das Freizeitverhalten der Schülerinnen und Schüler war noch nicht von
den elektronischen Medien geprägt.
Dafür war der Fernsehkonsum wohl
grösser.
An welche Begebenheit erinnern Sie
sich besonders gerne?
1979 feierten wir das 90-Jahr-Jubiläum. Zu diesem Zweck bauten wir
in den Turnhallen einen richtigen
Zirkus auf, mit Manege und Zu-
Renato Nanni
hat seine Matura 1969 am Real­
gymnasium Basel absolviert. Er
studierte bis zum Lizenziat Italienisch, Französisch und Englisch. Ab 1974 war er Lehrer am
FG Basel, unterbrach seine Tätigkeit dort aber von 1980 bis 1990,
um unter anderem als Reiseleiter und Barkeeper auf einem Personenschiff auf der Route Basel–
Amsterdam, als Möbelpacker und
als Firmenleiter zu arbeiten. Im
Jahr 1990 kam Renato Nanni als
Lehrer ans FG Basel zurück.
15
Mein FG Basel
Sie unterrichten am FG Französisch.
Was sagen Sie zur Tendenz, Fremdsprachen immer früher zu unterrichten?
Ich denke, es ist toll, als Kind mit
mehreren Sprachen aufzuwachsen.
Ich selbst hatte italienisch sprechende Grosseltern auf der Seite meines
Vaters und französisch sprechende
Verwandte auf der Seite meiner Mutter, die selbst in Strassburg zur Welt
kam. Mein Vater war aber der Ansicht,
dass wir zu Hause nur eine Sprache
sprechen sollten, nämlich deutsch,
damit wir diese gut beherrschten.
Dies, weil meine zweisprachig aufgewachsenen Cousins und Cousinen alle Mühe in der Schule hatten.
Die Fremdsprachen waren also die
Sprachen der Ferien und der Familientreffen. Aus meiner Sicht war dies
ein weiser Entschluss. Meine Brüder
und ich waren am Ende alle dreisprachig, mussten aber die Grammatik und die Rechtschreibung in
der Schule lernen. Mit dem frühzeitigen Erlernen von Fremdsprachen
in einem schulischen Kontext verwirren wir die Kinder oft mehr, weil
sie keine richtige Referenzsprache
mehr haben.
Und was zur Forderung, Englisch müsse Vorrang haben vor dem Erlernen einer zweiten Landessprache?
Wir leben in der mehrsprachigen
Schweiz, das heisst, das erste Anliegen müsste sein, dass wir uns im eigenen Land verstehen. Englisch ist
eine Konzession an die Wirtschaft
und an das Cliché vom «tollen» Amerika. Was nützt es uns, wenn wir uns
mit den Amerikanern verständigen
können und die Leute aus der Romandie und dem Tessin nicht verstehen?
Wo liegt für Sie die Besonderheit des
FG Basel?
Das FG Basel war für mich immer die
Schule, an der ich Ideen am schnellsten umsetzen konnte. Ich war zum
Beispiel Initiant bei der Einführung
von Italienisch als Hauptfach. Aus-
16
www.fg-basel.ch
serdem schätze ich den direkten
Kontakt mit den Eltern und die überschaubare Grösse. Man kennt sich
und kann aufeinander eingehen. Kolleginnen und Kollegen, wie man sie
nicht oft trifft.
Sie engagieren sich auch neben Ihrem
Pensum für die Schule und leiten unter anderem die Vorbereitungen für
das Schulfest. Was erwartet Besucherinnen und Besucher am 12. und 13.
September im FG Basel?
Ein Mix aus gemütlichem Zusammensein, Einblick in unser aktuelles Tun, musikalische Darbietungen
von Schülerinnen, Schülern, Lehrpersonen und Ehemaligen sowie
kulinarische Spezialitäten von den
Tapas bis zu selbstgemachten Desserts. Und schliesslich die Star-Band
von Beat Wyss, die vor allem den Ehemaligen ein Begriff sein wird.
Auf welche Attraktionen freuen Sie sich
persönlich besonders?
Auf das Wiedersehen mit Ehemaligen.
Das Gespräch führte Felix Werner
Informationen zum FG Schulfest
vom 12. und 13. September 2014
unter www.fg-basel.ch
Verein der
Ehemaligen der Freien (VEF)
Durch eine Mitgliedschaft im «Verein der Ehemaligen der Freien» halten Sie Kontakt zum FG Basel, zu anderen Ehemaligen und unterstützen
die Schule aktiv.
Anmeldetalon
O
Ich/Wir möchte/n Mitglied im «Verein der Ehemaligen der
Freien (VEF)» werden.
O
O
O
Einzelmitgliedschaft
Paarmitgliedschaft
Studierende/Azubis
(CHF 50.– pro Jahr)
(CHF 75.– pro Jahr)
(CHF 35.– pro Jahr)
Vorname/n_______________________________________
Name/n_______________________________________
Strasse/Nr._______________________________________
PLZ/Ort_______________________________________
Ort und Datum _______________________________________
Unterschrift_______________________________________
Bitte einsenden an: FG Basel, Scherkesselweg 30, 4052 Basel
FG Magazin — August 2014
FG intern
www.fg-basel.ch
alle sehr beeindruckt, das Panorama auf der Festung ist unbezahlbar
und die Geschichte, die mit der Festung verbunden ist, sehr imposant.
Unsere Lehrer führten uns danach
zur alten Residenz zu Salzburg, wo
wir ein klassisches Konzert geniessen konnten. Beim Konzert selbst
wurden uns alte Instrumente vorgestellt und danach wurde uns eine
Sonate in c-Moll von Johann Christian Bach und verschiedene Stücke
von Mozart, die er in seiner Kindheit
komponiert hatte, auf dem Cembalo vorgestellt.
Die Klasse 2Gb mit Lorenz Tobler und Michael Holzer in Salzburg (Foto: zVg)
Schülerinnen und Schüler des
FG Basel zu Gast in Salzburg
Die Schülerinnen und Schüler des FG Gymnasiums mit Grundlagenund Schwerpunktfach Musik verbrachten die Kunsttage 2014 in Salzburg. Die Reise wurde von Lorenz Tobler und Michael Holzer begleitet.
Wir fieberten alle dem Sonntagmorgen entgegen, obwohl wir uns schon
um 5 Uhr 30 im Zug befinden mussten. Da die Vorfreude so gross war,
trafen sich die meisten schon um 5
Uhr 15 am Bahnhof. Die lange und
anstrengende, aber dennoch witzige Zugfahrt überstanden wir gut. In
Salzburg angekommen hatten wir
das Vergnügen, unser Hotel ausfindig zu machen. Nach einer kurzen
Einführung in die Hotelregeln durften wir unsere Zimmer beziehen. Wir
alle waren noch ein wenig erschöpft,
doch das hinderte uns nicht daran,
umgehend die Umgebung des Hotels zu erkunden.
FG Magazin — August 2014
Nachdem wir uns kurz frisch gemacht
hatten, begaben wir uns dann auch
schon in das Herz der Stadt und bekamen eine kurze Einführung über
die wunderschöne, im Barockstil errichtete Stadt Salzburg. Kurz darauf
begann unser erstes Konzert inmitten der Stadt. Das Motto des besuchten Konzerts war «modern», doch der
Begriff modern ist in der Musik ein
sehr spezieller. Das Konzert war eindrucksvoll, doch die Musik war uns
schon etwas fremd. Danach durften
wir selbstständig Abend essen gehen.
Am zweiten Tag besichtigten wir die
Festung Hohensalzburg. Wir waren
Ein weiterer Höhepunkt unseres Musikerausflugs war der Besuch des Geburtshauses von Mozart. Die Aura,
welche in den Zimmern des Hauses
noch heute spürbar ist, hat uns sehr
beeindruckt. Nach einem kurzen Besuch in der im Barockstil errichteten
Kollegienkirche hatten wir Freizeit.
Unsere Wege trennten sich dort für
ein paar Stunden. Einige befriedigten ihr Verlangen nach neuen Kleidern und die anderen genossen ein
leckeres Eis an der Sonne. Nach dem
gemeinsamen Abendessen durften
wir die Stadt im romantischen Abendlicht erkunden.
Als uns die Reise vorgeschlagen worden war, hatten wir zuerst Bedenken wegen dem unterschiedlichen
Alter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bereits während der Zugfahrt zeigte sich, dass hier kein Problem bestand und es wurden schon
Freundschaften geschlossen. Keiner
wurde vernachlässigt und wir waren stets in kleinen Gruppen unterwegs. Auch bei der Heimkehr am Mittwochabend waren wir alle noch der
Meinung, dass es sich gelohnt hatte, so früh aufzustehen.
Henriette Haefeli, Alissa Radin,
Eric Ortiz, Olivia Gutzwiller,
Kevin Tschopp (Klasse 2Gb)
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FG intern
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FG Magazin — August 2014
FG intern
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Teamgeist gefordert. Ein Gruppenorientierungslauf war eine weitere
Herausforderung, wobei es vor allem wichtig war, beim Postensuchen
niemanden zu verlieren. Die Stimmung in den Gruppen war Spitze,
die älteren Schülerinnen und Schüler übernahmen Betreuungsaufgaben für die Kleinsten und alle machten mit grossem Eifer mit. Dieser
positiven Stimmung konnte sich auch
der grösste Sportmuffel nicht entziehen und so verging der Morgen
wie im Fluge und alle waren gespannt,
wer diesen Morgenwettkampf gewinnen würde.
Teamwork und Geschicklichkeit waren am Sporttag gefragt (Foto: FG Basel)
Spiel, Sport, Spass und Spannung
Am 1. Juli 2014 war die ganze Schule auf den Beinen und in Bewegung.
Bei Wettkämpfen in unterschiedlichen Disziplinen traten die einzelnen
Gruppen im St. Jakob Stadion gegeneinander an.
Bei wunderschönem Sommerwetter
fand der FG Sporttag unter dem Motto «Alle und Alles unter einem Dach»
statt. Er hat alle begeistert. Die Fachgruppe Sport hatte sich ein abwechslungsreiches Programm einfallen lassen. Unter dem Einsatz von
unzähligen Helferinnen und Helfern
konnten die einzelnen Gruppen auf
der Sportanlage St. Jakob gegeneinander antreten. Zunächst galt
es, am Morgen die eigene Gruppe
zu finden und sich kennenzulernen. Jede Gruppe bestand aus einer Lehrperson und zehn bis zwölf
Schülerinnen und Schülern von der
FG Basis bis zum FG Gymnasium –
bunt gemischt und gut gelaunt.
FG Magazin — August 2014
Die 20 Gruppen begaben sich nach
der ersten Aufwärmphase zu den verschiedenen Disziplinen. Die Jüngsten waren zu Beginn noch scheu, aber
das änderte sich schnell. Schon bald
waren sie es, welche die Älteren zu
Höchstleistungen antrieben. Die Disziplinen erforderten es, Geschicklichkeit und Kraft in der richtigen Dosierung einzusetzen — etwa beim
Sackhüpfen und beim Hindernislauf, wo es zahlreiche Varianten zu
sehen gab, wie etwa den Kängurustil, mit dem die Kleinsten im Sack
über die gesamte Strecke getragen
wurden. Auch beim Wasserwettrutschen, dem Gruppenlanglauf und
der Pedalostafette war Kampf- und
Doch nach den morgendlichen Wettkämpfen galt es zunächst, für das
leibliche Wohl zu sorgen. Das Mensa-Team hatte ein Salatbuffet und
warmen Fleischkäse und Schinken
bereitgestellt. Unter den Bäumen
wurde gegessen, getratscht und gelacht und alle genossen das fröhliche Zusammensein. Nach dem Mittagessen wurden die jüngeren Schü­lerinnen und Schüler mit Spielen unterhalten und die älteren nahmen an
einzelnen Turnieren teil. Dann war
es soweit: Die Gewinner wurden bekanntgegeben! Die Spannung stieg
ins Unermessliche! Gruppe 8 waren
die glücklichen Gewinner. Sie hatten am Morgen die meisten Punkte gesammelt. Gaston Dauer durfte
mit seiner Gruppe die wohlverdiente Goldmedaille in Empfang nehmen.
Damit ging ein super Tag zu Ende.
Ich durfte an diesem Tag eine Gruppe begleiten und hatte unheimlich
viel Spass. Wir holten keine Goldmedaille, aber waren allesamt Gewinner. Wir hatten viel zu lachen,
kämpften zusammen und lernten
einander besser kennen. Ich freue
mich schon auf den nächsten Sporttag und viele neue Abenteuer und
Begegnungen.
Belinda Cousin
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FG Magazin — August 2014
FG intern
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derum mit erneuten Experimenten
überprüft wurde.
Gian und Tiziano untersuchten den
gerade erst neu gebauten FG-Teich.
Mit dem Ziel, Erfahrungen im Mikroskopieren zu sammeln, nahmen
sie Proben aus dem FG-Teich und
untersuchten dann die darin enthaltenen Lebewesen.
Simona und Corinna untersuchten
die Sinnesorgane mithilfe von mehreren Experimenten. Um zu Ergebnissen zu kommen, war die Bereitschaft von Mitschülern zu Experimenten nötig. Die Klassenkameraden der 1P waren sehr gerne dazu
bereit. Corinna und Simona zeigten
ihnen unter anderem Bilder von optischen Täuschungen, um herauszufinden, wie die individuelle Wahrnehmung ihrer Mitschüler und Mitschülerinnen war.
Eines von vier Forschungsthemen: Der FG-Teich (Foto: FG Basel)
Pilotprojekt am FG Basel
Im Rahmen eines Pilotversuchs unter der Leitung von Nora Holzer und
Sabine Baumann unterstützten Schülerinnen des Ergänzungsfachs Biologie Schüler und Schülerinnen aus dem FG Progymnasium und der Grundstufe bei der Planung und Durchführung von Projekten im Bereich Biologie. Ein Erfahrungsbericht.
Die Schüler und Schülerinnen konnten sich selbst ein Experiment aussuchen, welches sie mit unserer Hilfe durchführen sollen.
Die Themen waren: «Die Kellerassel
– wie sie leibt und lebt», «Kommunikation zwischen Menschen», «Was
lebt im FG-Teich?» und «Sinnesorgane».
Mit dem Thema der Kellerassel beschäftigten sich zwei Gruppen, welche sich dann für einen Vortrag entschieden, um ihre Ergebnisse gemeinsam vorzustellen. Deborah, Liv,
Ändie und Agote untersuchten in
ihrem Experiment das Essverhalten,
den Lebensraum und das Verhalten
der Kellerasseln.
Die Schüler und Schülerinnen arbeiteten sehr selbstständig und engagiert. Immer topmotiviert gingen
sie an die Arbeit und begaben sich
in die Welt der Forscher. Die Informationen bekamen sie aus Büchern,
dem Internet und aus ihren Experimenten.
Beim Experiment «Kommunikation
zwischen Menschen» untersuchte
Eric, wie die Kommunikation zwischen Menschen verbessert werden
kann. Anhand mehrerer kleiner Experimente testete er die Kommunikation und legte sich danach eine
Lösungsstrategie fest, welche wie-
FG Magazin — August 2014
Überraschend am Pilotprojekt war
für uns Lehrpersonen, dass die Schüler und Schülerinnen fast nie unsere
Hilfe brauchten. Sie arbeiteten äusserst selbstständig und engagiert.
Den ganzen Nachmittag wurde intensiv gearbeitet, um möglichst genaue Ergebnisse liefern zu können.
Diese Ergebnisse wurden in einer Art
Tagebuch festgehalten. Auch der gut
strukturierte Zeitplan wurde im Tagebuch notiert. In einem zweiten Schritt
mussten die Schüler und Schülerinnen ihr Experiment ihren Klassenkameraden und uns vorstellen. Die Präsentationen waren professionell und
super visualisiert. Wiederum spürten wir das Engagement, welches die
«Piloten» in ihre Projekte hineingesteckt haben.
Trotz der tollen Vorträge waren alle
am letzen Nachmittag ein wenig
traurig, da das Pilot(en)projekt zu
Ende ging.
Chantal Hügli, Fiona Meier und
Céline Dieterle (Klasse 4Ga)
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FG intern
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Schülern einen solch guten Rucksack
fürs Leben, wie Ihr ihn mir gegeben
habt.
Cornelia Saladin, Liestal
Gratulation zum neuen FG Magazin.
Ich habe es als ehemaliger Schüler
mit grossem Interesse durchgeblättert und gelesen. Es ist schön zu sehen, dass das FG nach wie vor eine
Schule ist, an der sehr viel für die
Schüler getan wird und wo sie sich
wohl fühlen. Ich hoffe, dass das FG
trotz aller Konkurrenz auch künftig
bestehen wird. Dazu wünsche ich
Ihnen viel Erfolg!
S. Sutter, Basel
Das FG Magazin ist eine gute Idee.
Schade finde ich, dass es auf derart
dünnem Papier gedruckt ist, welches
sich zum Aufbewahren nicht gut eignet. Aber das können Sie ja in den
folgenden Ausgaben vielleicht noch
korrigieren.
Dorothee Weibel
FG Magazin – Ihre Meinung?
Gespannt war die Redaktion natürlich auf die Meinung der Leserinnen
und Leser zum neuen FG Magazin. Es gab einige Anregungen und viele positive Reaktionen. Dafür danken wir herzlich. Die Ideen und Wünsche nehmen wir sehr gerne auf.
Heute habe ich Ihr neues FG Magazin erhalten. Immer wenn ich Post
von der FG (ehemals FES) im Briefkasten habe, empfinde ich einen Moment der Freude, weil es in mir Erinnerungen der Unbeschwertheit
und des Wohlbehagens auslöst. Ich
besuchte Ihre Schule von 1970 bis
1975, damals noch beim Aeschenplatz (Henric Petri-Strasse?). Meinen
Eltern bin ich ein Leben lang dankbar, dass sie die Entscheidung damals getroffen haben, mich zu Ihnen
zu schicken, es war eine wunderbare Zeit, die mich ein Leben lang
begleitet. Eine unbeschwerte Schulzeit ist ein grosses Geschenk. Dies
22
habe ich auch den Lehrern zu verdanken. Ich erinnere mich an Herrn
und Frau Reinhard, an den EnglischLehrer, der leider verstorben ist und
an einen guten Physikunterricht (der
Name der Person ist mir leider entfallen). Auch Herrn Gubser habe ich
in Ihrem Magazin sofort erkannt, obwohl er nicht zu «meinen Lehrern»
gehörte. Zudem erinnere ich mich
an den Umzug an den Scherkesselweg. Vielleicht klingt es merkwürdig, aber gerne möchte ich mich
40 ! Jahre später bei Ihnen bedanken für die wunderbare Zeit in der
«Freien Evangelischen Schule». Macht
weiter so und schenkt noch vielen
Es hat mich sehr gefreut, das FG Magazin zu erhalten. Nach meinem Abschluss im Jahr 2009 habe ich fast
nichts mehr von der Schule mitbekommen. So bin ich umso glücklicher zu sehen, dass sich die Schule
vorwärts bewegt und dies auf frischem und innovativem Weg. Es
freut mich auch zu sehen, dass Sport
und Kreativität gefördert werden
und ich bin neugierig, wie sich die
Lernlandschaften entwickeln. Zudem bin ich überglücklich zu sehen,
dass Belinda Cousin die Rektorin ist.
Ich habe die Matura mit dem Schwerpunktfach Wirtschaft und Recht abgeschlossen und empfand Frau Cousin immer als eine fördernde und
fordernde Lehrerin mit gutem Humor und viel Respekt gegenüber ihren Schülern. Ich wünsche Ihnen viel
Erfolg mit dem Magazin und freue
mich auf die nächste Ausgabe.
M. Meyer
FG Magazin — August 2014
FG historisch
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lich gibt es zu diesem Zeitpunkt erst
zwei Klassen mit immerhin insgesamt etwa 70 Kindern. Das neue
Schulhaus bleibt also weitgehend
leer, aber von jetzt an füllt es sich
zusehends von Jahr zu Jahr, und die
anderen christlichen Werke, denen
die leeren Zimmer am Anfang zur
Verfügung gestellt wurden, müssen
weichen.
Das Schulhaus an der Kirschgartenstrasse (Foto: zVg)
1889-99: Trotz schwierigem
Anfang ein grosser Erfolg
Nur 10 Jahre nach dem so bescheidenen und schwierigen Anfang steht
die Schule bereits ganz anders da: Sie hat nicht nur ein eigenes, schönes Schulhaus, sondern dieses Schulhaus ist tatsächlich bereits zum
ersten Mal wegen Raumnot ausgebaut worden. Zehn Klassen werden
geführt, vier Primar- und sechs Töchterklassen, 326 Schüler und Schülerinnen sind es insgesamt, und einzelne Klassen sind so voll, dass
nicht alle angemeldeten Kinder aufgenommen werden können.
Das erste wichtige Ereignis in dieser Entwicklung ist der Bezug und
die Einweihung des neuen Schulhauses an der Kirschgartenstrasse. Da
die Gründerväter ursprünglich nur
an eine vierjährige Primarschule mit
je zwei Parallelklassen (eine für Knaben und eine für Mädchen) gedacht
hatten, hat das Schulhaus acht Klassenzimmer. Zum Glück für die spätere Entwicklung sind grosszügigerweise noch drei weitere, allerdings
kleinere Zimmer gebaut worden, gedacht für die Mädchenhandarbeit
FG Magazin — August 2014
und als Konferenzräume. Die projektierten Baukosten von 300 000
Franken sind unterschritten worden,
und auf allen Seiten herrscht grosse
Freude über den schönen, zweckmässigen Bau, eine Freude, die wir
gut verstehen können, wenn wir
heute Fotos vom alten Schulhaus,
das im Stil der italienischen Renaissance gebaut ist, betrachten.
Die Einweihungsfeier findet am 31.
Mai 1890 statt – immer noch in sehr
bescheidenem Rahmen, denn natür-
Natürlich müssen auch Jahr für Jahr
weitere Lehrer und Lehrerinnen eingestellt werden, wobei selbstverständlich die oberste Anstellungsbedingung die feste Verankerung
im christlichen Glauben und der zuverlässige, zurückhaltende Charakter ist. Allzu grosse «Eigenliebe» ist
ein Entlassungsgrund. 1905 bewegt
sich ein Lehrergehalt zwischen 3000
und 4000 Franken im Jahr, je nach
Dienstjahren und Alter; die Lehrerinnen verdienen weniger, nämlich
zwischen 2000 und 2900 Franken,
aber sie geben auch weniger Stunden. Ausserdem kann man sich durch
besondere Verdienste noch 150 Franken pro Jahr extra verdienen. Die
Pflichtstundenzahl ist etwa gleich
wie beim Staat (32 Lektionen für
Lehrer, 24 für Lehrerinnen) und die
Löhne circa 6% geringer. Aber – falls
das Defizit der Jahresrechnung die
Erwartungen übersteigt und alle dringend zu weiteren Spenden und Opfern aufgerufen werden, dann sind
die Lehrerinnen, die sogenannten
«Jungfrauen», immer wieder sofort
bereit, monatelang unentgeltlich zu
unterrichten – offenbar können sie
das im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen eher, weil sie keine
Familien ernähren müssen und selbst
bei ihrer eigenen Familie wohnen.
Der Lehrplan lehnt sich eng an den
der staatlichen Schulen an, aber die
Stundenzahl ist wegen des vermehrten Religionsunterrichts um durchschnittlich zwei erhöht: Von den drei
Lektionen täglich (zweimal pro Woche sind es fünf Lektionen) sind jeweils die ersten 20 bis 30 Minuten
23
FG historisch
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genüber dieser evangelischen Schule wesentlich mehr Entgegenkommen und Toleranz, als sie kurz vorher für die katholische empfinden
konnten.
D. J. Jenny-Ciolina, Präsident des Vorstandes von 1889 bis 1897 (Foto: zVg)
der biblischen Geschichte gewidmet.
Zur Einprägung der wichtigsten Bibelsprüche und Kirchenlieder verfasst Lehrer Theodor Müller 1892 im
Auftrag des Vorstands ein «Spruchund Liederbüchlein», welches als
Grundlage für den Religionsunterricht dient. So werden die Kinder
mit der Bibel vertraut und nehmen
einen festen Schatz an geeigneten
Sprüchen mit ins Leben. Ziel der
Schule ist es aber, dass auch der
ganze übrige Unterricht durch die
Persönlichkeit des Lehrers von christlichem Geist geprägt ist, so dass zwischen evangelischer Schule und evangelischem Elternhaus kein Gegensatz entsteht, die Kinder in ihrer frühesten Erziehung nicht durch widersprüchliche Erfahrungen verwirrt werden und überall von dem gleichen
christlichen Geist umgeben sind.
Auch die Arbeit von Vorstand und
Schulleitung ist ganz vom evangelischen Christentum geprägt. Jede
Vorstandssitzung wird mit Gebet
oder Losungswort eröffnet, welches
24
in den Protokollen vermerkt ist. Jeder Jahresbericht beginnt mit Bibelwort und Bibelauslegung. Bei der
Einweihung des neuen Schulgebäudes überreicht der Präsident des Evangelischen Schulvereins eine pracht­
volle Bibel, die während Jahr­zehn­ten im Sitzungszimmer des Vorstandes aufgelegt ist und gleichsam als
das «Steuer des Schulschiffs» in Ehren gehalten wird.
Die staatlichen Behörden nehmen
besonders in der ersten Zeit ihre
Aufsichtspflicht sehr ernst und erscheinen immer wieder, auch unangemeldet, zu Inspektionen. Gegen
Ende des ersten Schuljahres veranstalten sie sogar ein eigentliches Inspektionsexamen, aber all diese Massnahmen verlaufen in angenehmer,
freundlicher Atmosphäre. Die Lehrer rühmen die gute Zusammenarbeit und das «sachliche, gerechte
Entgegenkommen», und offenbar
sind auch die Behörden mit dem
Unterricht und den Lernerfolgen
durchwegs zufrieden und zeigen ge-
Auch die Lehrer können mit ihren
Unterrichtserfolgen sehr zufrieden
sein, denn nach Abschluss der vier
Primarklassen zeigt es sich, dass der
allergrösste Teil der austretenden
Schüler die Aufnahmeprüfungen für
das Gymnasium besteht; 1894 sind
es 32 von 37 Knaben. Auch die jährlich stattfindenden öffentlichen Klassenprüfungen zeigen das Niveau der
Schule, und die Schule ist stolz darauf und wehrt sich gegen Vorurteile, sie könne mit den Staatsschulen
nicht mithalten. Zwar werden von
Anfang an auch Schüler angemeldet, die sich langsamer entwickeln,
schwieriger lernen, durch körperliche Schwächen behindert sind. Offenbar erwartet man von einer christlichen Schule, dass sie sich der Schwachen annimmt. Und die Schule tut
dies auch, aber sie setzt Grenzen:
Die Ansprüche an die Schüler sind
Die Geschichte des FG Basel
wurde von Brigitte von Arx anlässlich des 100. Geburtstags
der Schule verfasst und ist als
Broschüre mit dem Titel «Zehn
Jahrzehnte Freies Gymnasium
Basel» erschienen. Für die Hilfe
bei der Beschaffung von Material verdankt werden in der
Broschüre Rolf Brönnimann,
Edgar Colomb, Jürg Eckert,
Hanna Felix, Beat Mayer, Renate Mayer, Stephan Sauthoff
und Anne Schmid Bein. Um den
Text als Zeitdokument zu erhalten, ist er für das FG Magazin
unverändert übernommen und
weder grammatikalisch noch
inhaltlich angepasst worden.
FG Magazin — August 2014
FG historisch
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Vorstandsprotokoll aus dem Jahr 1890 (Grafik: zVg)
nicht geringer als beim Staat, und
wer diese Ansprüche auf Dauer nicht
erfüllt, kann nicht bleiben.
Eine Turnhalle ist eigentlich von
vornherein vorgesehen, aber mit
dem Bau hat es keine besondere
Eile, weil der Turnunterricht laut
Lehrplan erst in der dritten Primarklasse beginnt. So wird die Turnhalle 1891/92 gebaut, wiederum sehr
sparsam und sehr bescheiden (für
21 000 Franken), so sparsam jedoch,
dass man sich einige Jahre später
mehr Grosszügigkeit gewünscht hätte. Wer kann aber auch ahnen, dass
auch die Mädchen eines Tages turnen wollen! Vorläufig jedenfalls gibt
es Turnen nur für die Knaben.
Die Schülerzahlen entwickeln sich
zwar von Jahr zu Jahr erfreulicher,
aber die Anmeldungen kommen
in den ersten vier Jahren doch nie
über 40 bis 50 hinaus, und da dies
als völlig normale Klassengrösse gilt,
FG Magazin — August 2014
kann man nicht daran denken, der
ursprünglichen Planung entsprechend zwei Parallelklassen zu führen. Um also den Platz im Schulhaus
auszunutzen, fasst der Schulverein
im Jahre 1892 den mutigen Entschluss, der Primarschule eine Höhere Töchterschule anzugliedern.
Ganz von ungefähr kommt dieser
Gedanke nicht, er ist schon bei der
Schulgründung erwogen worden
und auch zwischendurch immer wieder aufgetaucht. Denn es steht für
alle fest, dass eine christliche Erziehung gerade für die Mädchen ganz
besonders wichtig ist, weil sie als die
künftigen Gattinnen und Mütter wiederum für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich sind. Aber das
finanzielle Wagnis schreckt zunächst
ab, und erst als die vier Primarklassen vor dem Abschluss stehen und
man die Wahl hat, entweder alle Kinder in die Staatsschulen zu entlassen oder doch wenigstens die Mädchen zu behalten, unternehmen Vor-
stand und Verein diesen wichtigen
Schritt. Dieser hat allerdings die
Konsequenz, dass nun das Schulhaus bereits nicht mehr ausreicht,
denn statt acht Klassenzimmern werden jetzt zehn benötigt.
Überhaupt hat das stetige Wachstum der Schule noch weitere Konsequenzen. Denn in den ersten Jahren hat es kein eigentliches Sekretariat gegeben, ja nicht einmal ein
Rektor wurde für notwendig gehalten, sondern die ganze Schulleitung
lag ausschliesslich beim Vereinsvorstand und seinem Präsidenten Jenny-Ciolina, einzig unterstützt durch
ein Damenkomitee, welches hauptsächlich den Handarbeitsunterricht
der Mädchen beaufsichtigte. Im Laufe der Jahre hat der Präsident zur
Erledigung der Sekretariatsarbeiten
die Primarlehrer zugezogen, und erst
im Jahre 1896, also nach sieben Jahren, übergibt er die Schulleitung dem
ersten Rektor, Dr. Ludwig Kubli, der
vorher Pfarrer in Herblingen (SH) gewesen war.
So ist also bereits 10 Jahre nach der
Gründung die Freie Evangelische
Volksschule ein blühendes Unternehmen mit zwei verschiedenen Schultypen, genügend Anmeldungen, in
einem wunderschönen, zweckmässig eingerichteten Schulhaus, in dem
sich Schulleitung und Lehrerschaft
gemeinsam bemühen, die ihnen anvertrauten Kinder im christlichen
Geist zu erziehen.
Im nächsten FG Magazin:
1899—1909: Zu viele Schüler, zu wenig Geld
25
FG intern
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Adventsmarkt, Fasnacht, Frankenznüni, Musikevent, Santiklaus, Vernissage: 10 Jahre Elternzirkel am FG Basel (Fotos: zVg)
Noch ein Jubiläum: Der Elternzirkel wird 10!
Der Elternzirkel ist eine lose Interessengemeinschaft von Eltern, deren Kinder das FG Basel besuchen und von
Ehemaligen, welche die Schule mit ihrem Know-how und viel Engagement ehrenamtlich und unentgeltlich
unterstützen.
Die Anfänge
Der Elternzirkel wurde von Monica
Koch, Sylvia Pradela, Regula Zehnder und Anna Katharina De PrettoVon der Mühll auf Initiative von Monica Koch im Jahr 2004, also vor
genau 10 Jahren, gegründet. Monica Koch kannte dies von ihrer Zeit
in Genf, wo sie ebenfalls sehr aktiv
im Cercle des parents von Rosemont mitgewirkt hatte. Der Elternzirkel führt Aktivitäten durch, die
der Schule einerseits Geld für Investitionen (Bibliothek) bringen. Andererseits soll das Zusammengehörigkeitsgefühl zwischen den Eltern
wie auch zwischen Eltern, Schule
und Schülern gefördert und vertieft werden.
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Tätigkeitsbereiche
Ursprünglich war das Ziel des Elternzirkels, die Schule und die Lehrpersonen dort zu unterstützen, wo es
nötig war: so zum Beispiel als Mithilfe bei Klassenevents und Schulveranstaltungen wie Ausflügen, Vernissagen, dem Sporttag, dem Fasnachtsumzug oder der Lesenacht.
Auch wurden im Rahmen der Betreuung diverse Sportanlässe durchgeführt: Tischtennisturnier, MiniFussball-WM etc.
Nebst der direkten Mithilfe konnte
der Elternzirkel auch um finanzielle Unterstützung angefragt werden
(z. B. Leibchensponsoring bei sportlichen Wettkämpfen). Dafür wurden
in den ersten zwei Jahren ein Weihnachts- und ein Ostermarkt durchgeführt, die zunächst viel Geld einbrachten. Als aber die Ausgaben die
Einnahmen überstiegen, wurden
diese Märkte nicht mehr abgehalten und es blieben nur noch der
Adventskranzmarkt und das Frankenznüni (siehe unten), womit unter anderem das ebenfalls vom Elternzirkel initiierte Jahrbuch mit einem
grossen Betrag unterstützt wurde
und wird, bis dieses selbsttragend
ist.
Der Elternzirkel hat auch von sich
aus Anlässe organisiert. So wurden
als «Lehrerdanke» jeweils gegen Ende
des Schuljahres alle Lehrpersonen
FG Magazin — August 2014
FG intern
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4. November. Immer am ersten Dienstag im Monat organisiert der Elternzirkel das sogenannte Franken­znüni.
Dabei haben die Schüler der Mittelund der Oberstufe die Möglichkeit,
während der Pause verschiedene
Kuchen, Sandwiches, Hotdogs, Früchtespiesse etc. für je einen Franken
zu kaufen. Passend zur Jahreszeit
und zu den lokalen Bräuchen wird
das Angebot jeweils erweitert durch
Mehlsuppe, Magenbrot, Weihnachtsguetsli, Mandarinli, Fasnachts­chüe­
chli, Ostereier etc. Seit zwei Monaten steht zudem eine grosse Platte
mit frischem Gemüse gratis zum Verzehr bereit. Dieses wird auch den
kleineren Kindern in ihrer Pause
gratis angeboten.
Zweitletzter-Schultag-Event, Leibchensponsoring, Lehrerdanke, Lesenachtdeko (Fotos: zVg)
zu einem vom Elternzirkel bereiteten Essen in der Mensa eingeladen.
Dieses wurde jedes Mal unter ein
anderes Motto gestellt und die Mensa entsprechend dekoriert.
Andere Anlässe für die ganze Schule waren ein UNO-Tag zum Thema
Kinderrechte oder ein Fussballpodium zur EM.
Der Elternzirkel heute
In jüngster Zeit hat die natürliche
Fluktuation im Elternzirkel dazu geführt, dass nur noch das Franken­
znüni und das Adventskranzbasteln
regelmässig stattfinden. Projekte
werden natürlich nach wie vor unterstützt. So konnte z. B. an der diesjährigen Lesenacht zum Thema Comics auf Initiative von Nonnie FloFG Magazin — August 2014
rack die Comiczeichnerin Alessia Conidi engagiert werden, die mit den
grösseren Kindern (3./4. Primar) einen Workshop zum Thema Gesichterzeichnen von Comicfiguren durchführte.
Ein grosses Projekt war und ist der
Aufbau einer schuleigenen Bibliothek, in der die (bis jetzt) vor allem
jüngeren Schulkinder an die Welt
der Bücher herangeführt werden
können. Die Bücher werden für Leseprojekte im Unterricht verwendet,
wünschenswert wäre noch, dass sie
von den Kindern auch nach Hause
ausgeliehen werden dürfen.
Kommende Anlässe
Die nächsten Anlässe sind das Frankenznüni am 2. September und am
Vom 25. bis 27. November verwandelt sich das Kirschgärtli wie jedes
Jahr in eine glitzernde Adventswerkstatt für Gross und Klein. Dabei werden von uns einerseits die von Eltern, Ehemaligen, Interessierten und
Freunden bestellten Adventskränze
geschmückt und andererseits haben
die Kinder der Basis- und Primarstufe die Möglichkeit, ihre Kränze
selbst zu dekorieren. Ein Bestelltalon wird der nächsten Ausgabe dieses Magazins beiliegen.
Mitwirkung erwünscht!
Alle interessierten Eltern und Ehemaligen sind herzlich dazu eingeladen, bei uns mitzuwirken und/
oder uns zu unterstützen. Die Mitwirkung und Unterstützung reicht
von Kuchen backen über Brote streichen und Adventskränze dekorieren
oder finanziell mithelfen bis hin zu
Ideen und Inputs liefern für neue
oder alte, wiederaufzunehmende
Aktivitäten. Wir freuen uns über
Zuschriften unter elternzirkel@fgbasel.ch!
Anna Katharina De Pretto-Von der
Mühll, Mirjam T. Jenny Dorn und
Yvonne Strecker
Kontakt:
elternzirkel@fg-basel.ch
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Inserat
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FG Magazin — August 2014
FG Basel
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wurde im praktischen Teil des Workshops deutlich. Auf eindrückliche
Weise demonstrierte Martin Frank,
dass sowohl das Umfeld wie auch
die Einstellung zum eigenen Verhalten in einer bestimmten Situation
das Ergebnis signifikant beeinflusst.
Ein herzlicher Dank geht an Samuel
Holzach, selber ehemaliger Schüler
am FG Basel, der den Anlass ermöglichte und die Teilnehmenden in seiner Funktion als Verwaltungsratspräsident der Theatergenossenschaft
Basel persönlich begrüsste.
Die nächste Veranstaltung im Rahmen der Reihe «Das FG Basel lädt
ein» findet am 5. September im St.Jakob-Park statt. FCB-Präsident Bernhard Heusler und Werner Schneeberger, Verwaltungsratspräsident der
Communication AG, laden dazu ein
(Details Seite 31).
Workshop am Theater Basel (Foto: FG Magazin)
Felix Werner
Workshop am Theater Basel
Im Rahmen der Reihe «Das FG Basel lädt ein» lud die Schule zusammen
mit dem Theater Basel am 12. Juni Freunde des FG Basel und Mitarbeitende zu einem Workshop mit dem Theaterpädagogen Martin Frank ein.
Seit rund 20 Jahren vermittelt Martin Frank Schauspielerinnen und
Schauspielern Grundlagen des Auftretens vor Publikum. Davon konnten die rund 35 Teilnehmenden eines Workshops profitieren, zu dem
das FG Basel zusammen mit dem
Theater Basel einlud.
Anhand einfacher Beispiele und
Übungen machte Martin Frank deutlich, dass Regeln, die für Bühnenauftritte gelten, auch auf das tägliche Leben übertragbar sind. Bereits
zwischen dem 20. und dem 25. Lebensjahr verfestigen sich Verhaltensweisen und werden im Alltag normalerweise stereotyp und ohne sie
zu hinterfragen angewendet. BeFG Magazin — August 2014
sonders deutlich wird das zum Beispiel bei den Gesten, die man während eines Gesprächs verwendet.
Schauspielerinnen und Schauspieler durchbrechen diese Routine bewusst und üben im Rahmen ihrer
Ausbildung und beim Einstudieren
von Rollen das bewusste Anwenden
von Verhaltensmerkmalen, weil sie
in ihrer Rolle beim Publikum eine
bestimmte Wirkung erzielen wollen. Dieses bewusste Anwenden ist
auch im Alltag möglich und kann da­
zu beitragen, dass man in bestimmten Situationen eine bestimmte Wirkung erzielen kann. Was das Bewusstmachen von Verhaltensweisen
und deren Einsatz bewirken kann,
«Das FG Basel lädt ein»
Im Rahmen der Veranstaltungs­
reihe laden prominente Firmen,
Institutionen und Persönlichkeiten gemeinsam mit dem FG Basel zu Besichtigungen, Führungen und Workshops ein und
bieten Schülerinnen und Schülern, Erziehungsberechtigten,
Ehemaligen, Mitarbeitenden
und allen weiteren dem FG Basel nahestehenden Personen die
Möglichkeit, etwas Spezielles zu
erleben.
Die Schulleitung des FG Basel
freut sich sehr, Sie an diesen Anlässen willkommen zu heissen.
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FG kurz & bündig
ECDL Certificate
Musikunterricht
Zusatzangebote
Seit fast einem Jahr ist das FG Basel
als ECDL (European Computer Driving Licence) Testcenter lizenziert.
Die verschiedenen ECDL-Zertifikate
sind weitherum anerkannt und stehen für solide bis tiefe Kenntnisse
in verschiedenen Computeranwendungen. Als Testcenter bieten wir
unseren Schülerinnen und Schülern
neben der Möglichkeit, ein EDCLZertifikat zu erlangen, eine hochstehende Ausbildung in den geläufigen
Computerprogrammen und Anwendungsgebieten der modernen ITgestützten Arbeitsumgebung. Wir
sind überzeugt, dass dadurch die
Chancen unserer Schülerinnen und
Schüler in der Berufswelt entscheidend verbessert werden. Stolz gratulieren wir bereits den ersten erfolgreichen Absolventinnen und
Absolventen zu ihren erworbenen
ECDL-Zertifikaten:
Wissenschaftliche Studien und langjährige Erfahrungen haben gezeigt,
dass musikalische Bildung die Aufnahmefähigkeit, die Vorstellungskraft, das Ausdrucksvermögen und
die kreative sowie die intellektuelle Entwicklung begünstigt. Deshalb
kommt dem Musikunterricht am FG
Basel eine besondere Stellung zu.
Zusätzlich zum obligatorischen Unterricht können die Schülerinnen
und Schüler im Einzel- oder Gruppenunterricht ein Instrument erlernen. Mehr Informationen zur Anmeldung sind im Schulsekretariat
oder online unter www.fg-basel.ch
erhältlich.
Ausserhalb der Unterrichtszeit können Schülerinnen und Schüler der
FG Basis ein umfangreiches Betreuungs- und Aktivitätenprogramm in
Anspruch nehmen. Die Angebote
reichen von handwerklichen, sportlichen und musischen Aktivitäten
bis hin zur Begabungsförderung
sowie individueller Unterstützung
beim Lernen. Weitere Informationen dazu sind im Schulsekretariat
oder online unter www.fg-basel.ch
erhältlich.
ECDL Standard Certificate
Bieger Vivien, 3Ga
Marti Ramona, 3Gb
Degiacomi Luca, 5Sek
ECDL Base Certificate
Marti Lea, 3Ga
Béhé Dan, 5Sek
Frey Rebecca, 5Sek
Hell Darius, 5Sek
Kern Jules, 5Sek
Kläy Joscha, 5Sek
Meyer Dominique, 5Sek
Wiggli Samuel, 5Sek
Notfallnummer
Sie verspäten sich und können Ihr
Kind nicht wie vereinbart abholen
oder Sie müssen das FG Basel aus
einem anderen Grund ausserhalb
der Bürozeiten dringend erreichen?
In Notfällen ist die Schule ab sofort
unter folgender Telefonnummer erreichbar :
+41 (0)79 698 45 39.
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www.fg-basel.ch
Nächste Ausgabe
Das FG Magazin erscheint alle zwei
Monate. Die nächste Ausgabe erscheint im Oktober. Redaktionsschluss ist der 9. September 2014.
Ihre Meinung?
Ihre Meinung zum FG Magazin und
zum FG Basel ist uns wichtig. Lassen Sie sie uns per Mail oder schriftlich zukommen.
magazin@fg-basel.ch
FG Magazin, Scherkesselweg 30,
4052 Basel.
Ferien und freie Tage im Schuljahr 2014/15
Schuljahr 2014/15
Montag, 18.08.2014 – Freitag, 03.07.2015
1. Semester
2. Semester
Beginn: 18.08.2014 Ende: 16.01.2015
Beginn: 19.01.2015 Ende: 03.07.2015
Herbstferien
Weihnachtsferien
Fasnachtsferien*
Frühjahrsferien
1. Mai
Auffahrt
Pfingstmontag
Sommerferien
Erster Ferientag
Sa 04.10.2014
Sa20.12.2014
Sa14.02.2015
Sa 28.03.2015
Fr 01.05.2015
Do14.05.2015
Fr 15.05.2015
Mo 25.05.2015
Sa 04.07.2015
Letzter Ferientag
So 19.10.2014
So04.01.2015
So01.03.2015
So 12.04.2015
schulfrei
schulfrei
schulfrei
schulfrei
So 16.08.2015
* Basler Fasnacht 23.–25.02.2015
Lagerwoche
So/Mo 11./12.01.2015 bis Fr 16.01.2015
FG Magazin — August 2014
www.fg-basel.ch
Nächste Veranstaltungen des FG Basel
26. August 2014
Stammtisch der Vereinigung der Ehemaligen der Freien (VEF)
ab 18.30 im Restaurant Kunsthalle in Basel
5. September 2014
«Das FG Basel lädt ein»: FC Basel/St.-Jakob-Park
Vortrag von Dr. Bernhard Heusler (Präsident FC Basel) und Stadionführung
mit Werner Schneeberger (VR-Präsident Communication AG)
17.00 Uhr im St.-Jakob-Park. Anmeldung erforderlich.
FG Agenda
Es lese
Basel!
12. und 13. September 2014
FG Schulfest
Kultur, Spass und Unterhaltung erwartet die Besucher am FG Schulfest
Freitag 18.00—02.00 Uhr, Samstag 16.00—02.00 Uhr
24. September 2014
Stammtisch der Vereinigung der Ehemaligen der Freien (VEF)
ab 18.30 im Restaurant Kunsthalle in Basel
30. Oktober 2014
Stammtisch der Vereinigung der Ehemaligen der Freien (VEF)
ab 18.30 im Restaurant Kunsthalle in Basel
30. Oktober 2014
«Das FG Basel lädt ein»: Universität Basel
Vortrag von Rektor Prof. Dr. Antonio Loprieno
18.00 Uhr in der Universität Basel, Kollegiengebäude (Hörsaal 118)
22. November 2014
FG Jubiläumsball
Apéro, Galadinner und Tanz
19.00 Uhr im Stadtcasino Basel. Anmeldung erforderlich.
1. Dezember 2014
Stammtisch der Vereinigung der Ehemaligen der Freien (VEF)
ab 18.30 im Restaurant Kunsthalle in Basel
Wir
Basel.
Ihr Einkauf bei uns
unterstützt einen lebendigen
Basler Kulturplatz.
Bücher | Musik | Tickets
Aeschenvorstadt 2 | CH-4010 Basel
T +41 (0)61 206 99 99
F +41 (0)61 206 99 90
www.biderundtanner.ch
«Das FG Basel lädt ein»
Firmen, Institutionen und Persönlichkeiten laden gemeinsam
mit dem FG Basel ein und bieten Schülerinnen und Schülern,
Erziehungsberechtigten, Ehemaligen, Mitarbeitenden und
allen weiteren dem FG Basel
nahestehenden Personen die
Möglichkeit, etwas Spezielles zu
erleben. Die Schulleitung des
FG Basel freut sich sehr, Sie an
diesen Anlässen willkommen zu
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Weitere Informationen zu den Veranstaltungen: www.fg-basel.ch
FG Magazin — August 2014
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In meinem
Tempo lernen!
Individuelle Förderung und
Bildung nach Mass für Kinder, Jugendliche
und Erwachsene
Infos: www.fg-basel.ch
061 378 98 88
FG Basel
seit 1889 Bildung
nach Mass
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Seele and Geist
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