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1 Das Bühnenspiel - 349 Günter Quabus Was macht Herr Übel am

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Das Bühnenspiel - 349
Herrn Übel schier zur Verzweiflung bringt und mit
Günter Quabus
allerlei Raffinessen für ein kunterbuntes Durcheinander
Was macht Herr Übel am Samstag Vormittag?
sorgt.
Humoristischer Einakter
Dieser Einakter lebt von humorvollen Übertreibungen,
und wer nach einem Quentchen Wahrheit sucht, wird es
ISBN 3-7695-0705-3
finden.
Bestimmungen über das Aufführungsrecht
Das Recht zur einmaligen Aufführung dieses Stückes
Spieltyp: Einakter
wird durch den Kauf der vom Verlag vorgeschriebenen
Spielraum: Bühne
Bücher erworben. Für jede Wiederholung bzw. weitere
Darsteller: 1m 4w oder 2m 3w
Aufführung des Stückes muss eine vom Verlag
Spieldauer: Ca. 15 Minuten
festgesetzte Gebühr vor der Aufführung an den
Aufführungsrecht: Bezug von 6 Textbüchern
Deutschen Theaterverlag, Pf 10 02 61, D-69442
Weinheim/Bergstraße gezahlt werden, der dann die
Personen:
Aufführungsgenehmigung erteilt.
Herr Übel: Leichte Hauskleidung; Hemd und lange
Für jede Aufführung in Räumen mit mehr als 300 Plätzen
Hose. (In der Hosentasche ein Taschen-
ist außer dem Kaufpreis für die vorgeschriebenen
tuch, i.d. anderen Tasche Kamm)
Rollenbücher eine Tantieme an den Verlag zu
Frau Übel: Tritt in einfachem Hauskleid auf, trägt
entrichten.
über dem Kleid eine Schürze mit Taschen.
Diese Bestimmungen gelten auch für
(In einer Tasche befindet sich ein großes
Wohltätigkeitsveranstaltungen und Aufführungen in
Stück Schnur)
geschlossenen Kreisen ohne Einnahmen.
Besucherin: Soll den Typ einer schönen, attraktiven
Unerlaubte Aufführungen, unerlaubtes Abschreiben,
Frau verkörpern und etwa in dem Alter
Vervielfältigen oder Verleihen der Rollen müssen als
sein wie Frau Übel; trägt enganliegendes,
Verstoß gegen das Urheberrecht verfolgt werden. Den
schickes Kleid und Pumps, hat eine Tasche
Bühnen gegenüber als Handschrift gedruckt.
dabei. (In der Tasche: großformatiger
Alle Rechte, auch die der Übersetzung, Verfilmung,
Schreibblock, Schreibstift)
Rundfunk- und Fernsehübertragung, sind vorbehalten.
Nachbarin: Nicht mehr zu junge Frau, einfach in ihrer
Das Recht zur Aufführung erteilt ausschließlich der
Art und im Aussehen. Auffälligkeiten an
Deutsche Theaterverlag, Pf 10 02 61, D-69442
ihrem Äußeren: gut sichtbare Spuren
Weinheim/Bergstraße.
eines Unfalls (z.B. blaue Flecken, Verband,
Für die einmalige Aufführung dieses Stückes ist der Kauf
Pflaster), erster Auftritt mit Stock.
von 6 Textbüchern vorgeschrieben. Zusätzliche
Mann oder Frau: Nur sehr kurze Sprechrolle hinter den
Textbücher können zum Katalogpreis nachbezogen
Kulissen; spielt Briefträger/in.
werden.
ORT:
Kurzinformation
Wohnung der Eheleute Übel.
Was macht Herr Übel am Samstag Vormittag? Er trinkt
ZEIT:
sein Bierchen, liest die Zeitung und lässt sich von seiner
Samstag Vormittag.
Frau bedienen. Dieser Zustand ändert sich jedoch von
BÜHNENBILD:
einer Minute auf die andere, als unerwartet eine
Zimmer mit mindestens einer Tür als Zu- und Abgang.
bildhübsche Dame vor der Tür steht und ihn zu sprechen
Ausstattung/Mindesteinrichtung:
wünscht. Um der Besucherin zu imponieren, spielt Herr
1 Tisch und 3 Stühle (kann auch 1 Sessel dabei sein).
Übel plötzlich die Rolle eines fleißigen Ehemannes, der
Möbel/Teile, auf denen etwas abgestellt werden kann.
seine Frau von der Hausarbeit entlastet, wo er nur kann.
Das Zimmer macht einen unaufgeräumten Eindruck. Auf
Und dann gibt es noch eine lebhafte Nachbarin, die
dem Boden liegen eine Menge Zeitungen und zwei Paar
1
Herrenschuhe stehen herum; irgendwo an die Wand
(wendet sich den Zeitungen zu, ordnet sie, legt sie auf
gelehnt ein Besen. Ein Staubsauger (angeschlossen und
den Tisch, entnimmt ihrer Schürzentasche Schnur)
betriebsbereit), sowie ein großes, mit viel Staub
HERR ÜBEL:
präpariertes Tuch, vervollständigen die Unordnung.
(nach längerer Pause)
Desweiteren fügen sich eine noch verschlossene
Hättest du eine bessere Arbeitseinteilung, bräuchtest du
Bierflasche, daneben Flaschenöffner, eine Flasche Likör,
nicht immer noch einen Gehilfen!
drei Likörgläschen und eine Reihe anderer Gläser mit in
(vertieft sich in Zeitung)
das Gesamtbild ein.
FRAU ÜBEL:
(verschnürt das Zeitungsbündel, zieht die Schnur an, um
Requisiten:
sie oben zu verknoten)
1 Radio mit Kassettenteil (muss Tanzmusik einliegen)
Drück mal fest auf die Schnur, ich möchte einen Knoten
1 Zeitung sowie 1 ganzer Stoß Zeitungen,
machen.
1 Teppichklopfer und 1 Läufer,
HERR ÜBEL:
2 Paar Herrenschuhe (verschmutzt),
Erst, wenn du mir eine Flasche Bier geholt hast!
1 verschlossene Bierflasche, dazu 1 Flaschenöffner,
FRAU ÜBEL:
1 Besen, 1 Staubtuch, 1 Staubsauger,
Wie konnte ich nur einen Mann wie dich heiraten!
1 Brief mit Text in verschlossenem Umschlag (Text siehe
(holt rasch Bierflasche, stellt sie auf den Tisch, zieht
Seite 7),
abermals Schnur fest zusammen, ruft)
1 Flasche Likör, 3 Likörgläschen, mehrere andere Gläser.
Nun drück schon drauf!
HERR ÜBEL:
(greift nach der Flasche)
(Herr Übel sitzt am Tisch und liest die Zeitung. Aus dem
Die ist ja noch zu!
vor ihm stehenden Radio ertönt Musik)
FRAU ÜBEL:
FRAU ÜBEL:
(rennt davon, kommt mit Flaschenöffner zurück, macht
(betritt mit zusammengerolltem Läufer und
Flasche auf, wiederholt die Prozedur mit der Schnur)
Teppichklopfer unterm Arm das Zimmer, legt beides ab,
HERR ÜBEL:
geht zum Tisch, schaltet Radio aus. Zu ihrem Mann)
(trinkt, legt einen Finger auf die Schnur, liest weiter)
Du könntest mir am Wochenende ruhig ein wenig
FRAU ÜBEL:
helfen, zumal wir Besuch erwarten.
Du sollst den Finger nicht auf die Schnur legen, sondern
(holt eilig 2 Paar Herrenschuhe herbei, stellt sie ihrem
damit fest draufdrücken!
Mann vor die Füße)
HERR ÜBEL:
Da sind noch zwei Paar Schuhe zu putzen!
Ich kann aber nicht fest drücken!
HERR ÜBEL:
FRAU ÜBEL:
Geputzte Schuhe sind nicht mehr zeitgemäß!
Warum kannst du nicht fest drücken?
FRAU ÜBEL:
HERR ÜBEL:
Ach nein! Aber Ehemänner, die ihren Frauen nicht
Weil ich heute morgen ein Abführmittel eingenommen
helfen, die passen in die heutige Zeit, wie? Bloß nicht
habe!
bücken und ja keinen Finger krumm machen!
FRAU ÜBEL:
HERR ÜBEL:
(inzwischen wurde die Schnur von ihr verknotet)
Du, sag das nicht zu mir! Gestern abend habe ich eine
War das eine Tablette aus dem weißen Röhrchen mit
matschige Birne im Hof aufgehoben und habe sie im
dem roten Kapselverschluss?
Hausflur auf die Stufen gelegt.
HERR ÜBEL:
FRAU ÜBEL:
Ich habe gleich zwei davon geschluckt.
(auf die Zeitungen deutend)
FRAU ÜBEL:
Die Zeitungen müssen auch geordnet und gebündelt
In dem Röhrchen ist kein Abführmittel drin, so wie es
werden. Aber so etwas siehst du ja nicht!
draufsteht, sondern ein Stärkungsmittel für mich.
2
HERR ÜBEL:
(kommt mit Stock ins Zimmer gehumpelt)
Haha, umso besser!
Ihr Mann spricht ja so komisch. Hat er womöglich einen
FRAU ÜBEL:
Stimmgabelbruch?
Zur Freude hast du nun wirklich keinen Grund. Dieses
FRAU ÜBEL:
Stärkungsmittel ist nur für die Frau bestimmt. Männer
Dem hat's vor lauter Schreck die Stimme verschlagen.
bekommen eine hohe Stimme davon.
Aber was haben S i e denn gemacht?
HERR ÜBEL:
NACHBARIN:
(erschrocken mit hoher, piepsiger Stimme)
Ich kam gestern im Halbdunkel die Treppe herunter und
Was hast du gesagt? Die Männer bekommen eine hohe
bin auf der vorletzten Stufe ausgerutscht. Da muss
Stimme davon?
jemand etwas umgeworfen oder hingelegt haben.
FRAU ÜBEL:
HERR ÜBEL:
(trägt das Zeitungsbündel in die Ecke, wo der Besen
(beugt sich weit über die Zeitung)
steht, beginnt mit diesem zu hantieren)
NACHBARIN:
Ich will die Stube fegen. Steh auf und nimm die Schuhe
Zum Glück habe ich mir beim Hinfallen nichts
mit.
gebrochen. Aber die Schmerzen heute am ganzen
NACHBARIN:
Körper! Jede Bewegung tut mir weh. Obendrein noch
(klopft draußen zaghaft an die Tür)
die große Kehrwoche! Naja, Frau Übel, da wollte ich Sie
HERR ÜBEL:
halt bitten, Sie fragen, ob Sie meinen Hofdienst
(mit hoher Stimme)
übernehmen könnten. Eigentlich wäre das ja auch eine
Es hat geklopft!
Männerarbeit.
FRAU ÜBEL:
(Pause, dann mit Blick auf Herrn Übel)
Wer zu uns möchte, der klingelt!
Andererseits bin ich froh, dass ich keinen Mann habe,
(fegt weiter)
der zu Hause doch nur herumsitzt, die Zeitung liest und
NACHBARIN:
Bier trinkt.
(klopft abermals an, lauter, intensiver)
FRAU ÜBEL:
HERR ÜBEL:
Ich würde Ihren Hofdienst schon machen. Nur ... wir
(piepst)
kriegen Besuch. Die Wohnung muss in Ordnung
Es hat schon wieder geklopft!
gebracht werden, und dann sollte ich noch einen
FRAU ÜBEL:
Kuchen backen.
(geht Tür öffnen, behält Besen in der Hand)
(auf ihren Mann deutend)
NACHBARIN:
Fragen Sie doch mal ...
Guten Tag, Frau Übel. Darf ich hereinkommen?
HERR ÜBEL:
FRAU ÜBEL:
(sucht Schutz hinter der Zeitung)
Ja, ja, natürlich, kommen Sie nur herein. Warum haben
NACHBARIN:
Sie nicht geklingelt?
(nähert sich dem Zeitungsleser)
NACHBARIN:
Herr Übel?!
Da hängt ein Zettel an der Tür:
(versucht es von der anderen Seite)
KLINGEL AUSSER BETRIEB.
Herr Übel?!
FRAU ÜBEL:
(wendet sich mit einer wegwerfenden Handbewegung
(zu ihrem Mann)
ab, geht ein paar Schritte, macht kehrt, bückt sich zur
Waldemar, würdest du mir erklären ...
Zeitung hinab, langsam, jedes Wort betonend, als würde
HERR ÜBEL:
sie lesen)
(hoch sprechend)
Männer, die von der Natur mit einer Fistelstimme
Ich habe die Klingel abgestellt. Wir müssen Strom
ausgestattet wurden, die hoch sprechen, erlahmen
sparen.
körperlich und geistig sehr schnell.
NACHBARIN:
(beim Verlassen des Zimmers)
3
Oh, Frau Übel, mein herzliches Beileid!
bedienen.
HERR ÜBEL:
Sobald ich mehr weiß, schreibe ich wieder. Herzliche
(lässt die Zeitung sinken, schaut erbost in Richtung Tür,
Grüsse von Barbara.
laut mit unverstellter Stimme)
(verwahrt den Brief im Umschlag, legt diesen weg)
Die Zeitung wird abbestellt!
HERR ÜBEL:
FRAU ÜBEL:
(nach langem Schweigen)
Du sprichst ja wieder ganz normal!
Deine Schulfreundin muss schlechte Erfahrungen
HERR ÜBEL:
gemacht haben, sonst würde sie nicht schreiben, dass es
Das hohe Weibergepiepse strengt mich zu sehr an.
Männer gibt, die stinkfaul sind.
(Nach einer Weile emsiger Tätigkeit bzw. des Nichtstuns
FRAU ÜBEL:
wird an die Tür geklopft; das Klopfen wiederholt sich,
Trag bitte die Zeitungen zum Altpapier!
weil keine Reaktion von innen erfolgt)
HERR ÜBEL:
FRAU ÜBEL:
Zeitungen? Ach ja, da fällt mir ein: die suchen eine fixe
(drückt ihrem Mann wütend den Besenstiel in die Hand)
Kraft, die bei guter Bezahlung die Zeitungen austrägt.
Da hast du eine Stütze, damit du nicht vom Stuhl fällst!
(trinkt)
(tritt nach dem Öffnen der Tür nach draußen)
Wäre das nichts für dich?
STIMME:
BESUCHERIN:
(draußen)
(steht vor der Tür, klopft ein paar Mal laut an)
Post für Sie, Frau Übel! Ein Eilbrief. Auf Wiedersehen!
FRAU ÜBEL:
FRAU ÜBEL:
Ich gehe schon. Nicht, dass du auf den Gedanken
(kommt mit dem Brief in der Hand zurück, macht ihn
kommst, aufzustehen.
auf)
(öffnet die Tür nur einen Spaltbreit)
Meine Schulfreundin Barbara hat geschrieben.
BESUCHERIN:
(beginnt still zu lesen)
(man sieht sie nicht, man hört sie aber, weil sie laut
HERR ÜBEL:
spricht)
Lies mir vor, was sie geschrieben hat.
Guten Tag! Bitte entschuldigen Sie die Störung. Ich frage
(gibt dem Besen einen Schubs)
berufstätige Ehepaare, mit welchen Arbeiten der Mann
FRAU ÜBEL:
seine Frau im Haushalt entlastet. Die Auswertung erfolgt
(kein schnelles Vorlesen; der männliche Partner soll mit
selbstverständlich ohne jede Namensnennung.
entsprechender Mimik auf das Gehörte reagieren
HERR ÜBEL:
können)
(ruft zur Tür hin)
Da ihr telefonisch nicht zu erreichen seid, bleibt mir
Schick sie weg, wir haben keine Zeit!
nichts anderes übrig, als diesen Brief zu schreiben.
FRAU ÜBEL:
Außergewöhnliche Umstände zwingen mich leider, den
Sie werden es gehört haben, es war ja laut genug.
versprochenen Besuch abzusagen bzw. zu verschieben.
BESUCHERIN:
Bitte habt Verständnis dafür.
Dann vielleicht ein anderes Mal. Auf Wiedersehen!
Ich brenne darauf, Waldemar kennenzulernen. In deinem
FRAU ÜBEL:
letzten Brief steht so viel Positives über ihn, dass ich mir
Auf Wiedersehen!
insgeheim auch solch ein Prachtexemplar von Hausmann
(wendet sich von der Tür ab, nach einer Weile)
wünsche. Eine berufstätige Frau wie du kann sich
Eine rassige, bildhübsche Frau! Auf der Strasse hättest
glücklich schätzen, wenn der Mann am Wochenende so
du dich nach ihr umgedreht.
fleißig hilft. Ich finde es großartig, dass Waldemar dir
HERR ÜBEL:
jeden Wunsch von den Augen abliest, und sein guter Ruf
Lauf ihr nach! Hol sie zurück!
in der Nachbarschaft kommt auch nicht von ungefähr.
FRAU ÜBEL:
Aber, es gibt auch stinkfaule Männer, die lassen ihre
(verlässt eilig das Zimmer, man hört sie aus einiger
Frauen schuften und sich von ihnen wie ein Pascha
Entfernung rufen)
4
Hallo! Hallo! Warten Sie bitte!
in der Küche?
HERR ÜBEL:
FRAU ÜBEL:
(ist hochgesprungen, dann, so schnell es geht: legt die
(inzwischen sitzend)
Zeitung zusammen, trägt Bierflasche fort und die Schuhe
Dazu sage ich: Kein Mann bricht sich beim abspülen
woanders hin, fährt sich mit dem Kamm durch die Haare,
oder beim abtrocknen des Geschirrs einen Zacken aus
rennt zum Besen, fängt an, wie ein Besessener zu fegen)
der Krone!
BESUCHERIN:
HERR ÜBEL:
(betritt nach Frau Übel das Zimmer)
(kurz innehaltend)
Guten Tag, Herr Übel! Schön, dass Sie doch ein paar
Noch besser, er tut beides! Wie bei uns! Spülen und
Minuten Zeit für mich haben!
Abtrocknen!
HERR ÜBEL:
BESUCHERIN:
Guten Tag! Guten Tag! Sie haben sicher nichts dagegen,
Was bewundern Sie am meisten an Ihrem Mann, wenn
wenn ich weiterarbeite?
Sie ihm so zusehen? Seinen Arbeitseifer oder die Art und
(tupft sich mit dem Taschentuch das Gesicht ab)
Weise, wie er die Hausarbeiten verrichtet?
BESUCHERIN:
FRAU ÜBEL:
Nein, nein, Herr Übel, das erleichtert sogar meine
Ich hatte leider noch keine Gelegenheit, ihm dabei
Aufgabe.
zuzusehen. Doch jetzt bin ich gespannt auf seine
FRAU ÜBEL:
nächste Nummer, die er uns vorführen wird.
Nehmen Sie doch Platz.
HERR ÜBEL:
(auf den Stuhl/Sessel weisend, wo zuvor ihr Mann
Beim Putzen der Wohnung darf man die Reihenfolge
gesessen hat)
nicht durcheinander bringen.
Vielleicht auf diesem Stuhl/Sessel ... der ist schon gut
(stellt Besen ab)
angewärmt.
Zum Beispiel: Erst staubwischen, dann staubsaugen.
BESUCHERIN:
(mit langen Schritten dorthin, wo Staubtuch liegt, nimmt
(lässt sich nieder, nimmt aus ihrer Tasche die Unterlagen
es an sich)
und Schreibstift heraus)
Zuerst staubwischen,
Da kann ich ja schon mal in der Spalte "Wohnungs-
(tut es ausgiebig)
reinigung" den Vermerk eintragen" fegt munter und flott
dann staubsaugen.
drauflos".
(schüttelt kräftig das Tuch aus, steckt es in seine
(schreibt)
Hosentasche, fängt mit dem Rohr des Staubsaugers -
FRAU ÜBEL:
Gerät muss in der Zwischenzeit rasch eingeschaltet
Ach du liebe Güte! Waldemar Übel, der flotteste Feger in
worden sein - die in der Luft hängende Staubwolke ein;
...!
schaltet Gerät ab, stellt es wieder in die Ecke zurück. Auf
(Spielort einsetzen)
die Besucherin zugehend)
HERR ÜBEL:
Na, was sagen Sie dazu?
(eilt zu seiner Frau)
BESUCHERIN:
Mach dir's nur auch bequem, mein Liebling!
Mir fehlen die Worte! So etwas habe ich noch nie
(rückt ihr den Stuhl zurecht)
gesehen! Ich schreibe: staubwischen "ja"! staubsaugen
Was mich angeht, so entlaste ich die Frau am Samstag
"ja"! Anmerkung: typische Männerarbeit!
Vormittag, wo ich nur kann.
FRAU ÜBEL:
(setzt Tätigkeit fort; fegt jedoch kein Häufchen
Waldemar! Schaff mir schnellstens die Zeitungen aus
zusammen, sondern schwingt den Besen und verteilt den
dem Wege!
Kehricht)
HERR ÜBEL:
BESUCHERIN:
Sagtest du schnellstens?
(zu ihrer Geschlechtsgenossin)
(beeilt sich, Tür weit zu öffnen, Zeitungsbündel
Und ... wie verhält es sich bei Ihnen mit Handreichungen
aufzunehmen, um dieses mit Schwung und -)
5
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