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Da kommt was zwo - auf SPIESSER-media.de! - Spiesser.de

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Oktober/ November 2012 | Nr. 143 | kostenlos | SPIESSER.de
Alles
Johannes, Julia, Pascal Jerome und
Kai lassen sich von Handicaps
nicht einschränken.
8
Gute
SPIESSER verlost einen ŠKODA
Citigo, Konzerttickets, ein
Notebook und Laserschwerter.
Leute
Kai macht sich beim LiveRollenspiel über die Beile
von Fremden lustig.
34
Jubiläumsausgabe
Da kommt was ...
…auf euch zu: SPIESSER wird 18 und damit volljährig.
Das muss gefeiert werden! 14
| 3 Euro | SPIESSER.de
plus/minus
achtzehn
zwo
en
Lien und Jeff absolvier
einen achtzehntägigen
Sexmarathon.
eins
iziert
Isolation: Kai kommun
mit
nur übers Internet
der Außenwelt
Risiko
her
Undercover: Christop
e
mischt sich zur Recherch
unter Nazis.
Ab 7. November
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3
INHALT
einmischen & mitreden
4
6
8
14
16
SPIESSER frei Haus
einsteigen & loslegen
Ihr wollt endlich mal etwas Spannendes im Briefkasten? Das
Gefühl von neuen Seiten zwischen den Fingern? Dann holt euch
das kostenlose SPIESSER-Abo. Einfach auf SPIESSER.de/abo
gehen und das Lesevergnügen kann beginnen.
Ihr wollt mehr Fotos mit Geschichten
unserer SPIESSER.de-User rund ums Thema
„Heimat“? Blättert um auf Seite 4!
Pixel aufs Papier: Die besten Bilder der SPIESSER-Community
Annekdote: Kampf den Komplexen
Inklusion: Wie ein Widerspruch
SPIESSER wird 18: Wir feiern
Vertretungsstunde: Thees Uhlmann
18
23
24
26
27
Berufe rund um Handel und Logistik: Handeln!
Zurück auf Los: Trikottausch
Unter dem Hammer
Städteporträt: Oldenburg
Mittagspause mit: Wolfgang Goebel, McDonald‘s
austoben & entspannen
4
28
32
34
36
38
41
44
46
Musik: Frühstücken mit den Kilians und sechs Songs als
kostenloser Download
Kino: „Wer bin ich?“
Härtetest: „Mythodia sehen und sterben?“
Was das Zockerherz begehrt: Fifa 13
SPIESSER-Kosmos: Meinungen. Fragen. Aktionen!
Testlabor: Testet das Parfum von Lady Gaga und das Buch
„Ins Nordlicht blicken“
Rätsel: Knobelt euch durch ein Kreuzworträtsel und gewinnt die neue Pastewka Staffel, Gutscheine für New Yorker
und vieles mehr
Letzte Seite: Brief an das Erwachsenwerden,
Holgers Hirnhusten
Ihr se
SPIES id
SER!
Zuhause
Am Abend vor dem staubigen Morgen habe ich pausenlos fotografiert und
hatte meine alten Wollsocken an. Als ich dann müde ins Bett gefallen bin,
schlief ich mit Wollsocken und Kamera ein. Am nächsten Morgen wachte
ich von den Sonnenstrahlen auf und schüttelte die staubigen Wollsocken
aus. Staub, überall Staub! Und ein perfekter Schnappschuss.
Kennt ihr schon...?
K.rieger? Sein richtiger Name ist Kai
und er ist SPIESSER-Autor. In dieser
Ausgabe hat er sich dem Härtetest
gestellt und eine Zeitreise ins Mittelalter gemacht. Was ihm alles passiert
ist, lest ihr auf Seite 34.
popstinki
Ich bin Spießer, weil...
REDAKTIONSGEFLÜSTER
...ich es nicht ertrage, aus gebundenen
Notizbüchern Seiten zu reißen.
Wenn ich Geld habe, dann...
...esse ich gut, feiere ausgelassen und
freue mich meines Lebens.
Anne:
„Wo kein Kläger, da
kein nix, nä?“
Inga: „Kai ist heute beim Live
Action Role Play (S.34). Hab
ihm schon geschrieben, aber im
Mittelalter gibts keine Handys.“
Grafik-Azubine Juliane kann nicht
mit nach Vancouver (S. 36), weil ihr
Kollege Ronny in dieser Zeit Vater wird.
Ronny: „Tut mir leid.“ Juliane: „Beim
nächsten Mal krieg ich ein Kind,
wenns dir nicht passt!“
Die SPIESSER-Redaktion
flüstert auch auf Facebook:
facebook.com/SPIESSER.de
Wenn ich kein Geld habe, dann...
...esse ich gut, feiere ausgelassen und
freue mich meines Lebens.
Wollt ihr mitmachen?
Ohne euch ist der SPIESSER nichts –
werdet Autor oder Fotograf, oder beides!
Einfach auf SPIESSER.de anmelden
oder eine Mail schreiben an
redaktion@SPIESSER.de
4 einmischen & mitreden
Pixel aufs Papier
Ihr geht den Dingen gerne auf den Grund? Wir auch! Deswegen
präsentieren wir euch hier nicht nur die schönsten Fotos der SPIESSER.de-User zum Thema
Heimat,
sondern auch die passenden Entstehungsgeschichten Heimisch
An einem Schlecht-Wetter-Sonntag
habe ich unser großes Bücherregal
zum ersten mal richtig wahrgenommen. Statt meine MatheHausaufgaben zu machen, griff
ich zu meiner Kamera, stellte den
Selbstauslöser ein und ab ging die
Fotosession und mit meinem neuen
Model!
Mej, 15
einmischen & mitreden
Gemütlich
Im Sommer war ich in Assisi, Italien,
und es war unglaublich heiß. Wenn
ich schätzen müsste, 1000 Grad im
Schatten, vielleicht etwas wärmer,
eventuell auch etwas kälter. Bei
den Temperaturen gab es nur eine
Möglichkeit: hinlegen und auf den
Sonnenuntergang warten. Unsere
Jungs haben das stilecht in Hängematten gemacht.
anni 93, 19
Fleißig
Das Foto ist letztes Jahr auf
Amrum während unserer
Klassenfahrt entstanden.
Nach Wattwanderungen,
unzähligen Referaten und
Fahrradtouren veranstalteten wir am Strand einen
Sandburgenbau-Wettbewerb. Und ich würde sagen,
das Ergebnis kann sich
sehen lassen!
h i p p i e gi r l , 1 6
Fernab der Heimat
Bilder sagen mehr als tausend Worte
Das sieht auch Anne so. Als neue Pixelchefin klickt
sie sich auf SPIESSER.de durch eure Bildergalerien.
Immer auf der Suche nach Schätzen für die nächste
SPIESSER-Ausgabe. Das Thema ist „Locker flockig“. Ihr habt passende
Bilder dazu? Dann meldet euch auf SPIESSER.de an und stellt sie
online. Eure Vorschläge könnt ihr auch direkt an Anne schicken.
Ihr erreicht sie als M o m o En d e auf SPIESSER.de oder schickt eure
Bilder mit Entstehungsgeschichte an anne.kluge@SPIESSER.de.
Es war der erste Urlaub zusammen mit meiner WG.
Beim einzigen Fahrradhändler im Ort haben wir uns
überteuerte Fahrräder ausgeliehen, um in den nächsten
Ort zu fahren. Dort schlenderten wir über den Markt
und anschließend gingen wir im Meer schwimmen. Das
Wetter spielte glücklicherweise auch mit. Was für ein
gelungener Urlaub!
LiM aM a, 1 7
5
6 einmischen & mitreden
A N N EK D O T E
Kampf den
Komplexen
v o n A n n e F i s c h e r, 21
I l l u s t r a t i o n: M i a E w a l d
Vor Kurzem wurde ich um Jahre in meiner geistigen Entwicklung zurück und
direkt in einen Komplex aus meiner
Viertklässler-Zeit katapultiert: Ich hatte Bindehautentzündung und deshalb
Kontaktlinsenverbot. Tief in mir steckt
ein verschüchterter Maulwurf, der entschieden zu lange verspottet wurde –
mein Brillenkomplex hat sich für die
Ewigkeit bei mir eingenistet. In den vergangenen Jahren haben mich
maximal fünf Menschen
mit Brille gesehen und
jedes Mal habe ich mich
dabei gefühlt, als würde
ich mein nervös pochendes Herz einem abfahrbereiten Schwerlasttransport vor die
Reifen legen.
Direkt am ersten Tag des Kontaktlinsenverbots bekam ich morgens in
der Bahn die schönste Brillen-Paranoia:
Ich war mir absolut sicher, dass alle
mich anstarrten. Und komisch fanden.
Und sich zu einem Anne-ist-ein-Maulwurf-Mob zusammenrotteten, der mich
gnadenlos einkapseln würde.
Als ich aussteigen musste, hatte ich
mich derart erfolgreich in meine Wahnvorstellung hineingesteigert, dass ich
die Brille keine Sekunde länger aushielt
und so hektisch aus meinem Gesicht
riss, als hätte ich mir versehentlich eine
indische Baumvogelspinne aufgesetzt.
Sofort war mein Blickfeld ein verschwommenes, blinkend-buntes Wimmelbild. Eines, in dem aus heiterem
Himmel lautstark gehupt, geflucht und
mit Reifen gequietscht wurde: „Mädchen, bist du blind?!“ – Aus der Situation heraus vermute ich mal, dass ich
soeben fast überfahren worden wäre.
Gevatter Tod wollte ich im Komplexe-
Kampf allerdings nicht
als Verbündeten… und
setzte schweren Herzens die Brille wieder auf. So rannte ich sehend ins Büro
und, da war ich mir sicher, direkt ins
Unglück.
„Brille steht dir voll gut!“, rief mir
meine Kollegin im Vorbeigehen zu. Ich
wartete auf ein spöttisches Lachen – es
„Mädchen,
bist du blind?!“
kam nichts. Die meinte das ernst! Was
folgte? Noch mehr Komplimente, noch
mehr Verwunderung und eine unter
Denkkrämpfen ausgebrütete Erklärung:
Dinge, für die ich verlacht wurde,
haben ganz offensichtlich ihren Weg
in die Mitte unserer Gesellschaft gefunden. Ich bin begeistert! Hört bitte
nicht auf, freiwillig riesige Brillengestelle zu tragen! Auch Fahrradhelme
im Supermarkt, öffentliche Unterhemds-Bekundungen und bis zum
Adamsapfel hochgezogene Hosen sind
wunderschön. Bei Brustbeuteln und
um den Hals baumelnden Hausschlüsseln bin ich mir noch nicht abschließend sicher, aber wenn es hilft, ein
altes Trauma zu besiegen: von mir aus!
Darauf alle zusammen ein fröhliches:
Hip, hip, Hipster!
A u c h K o m p l e x e z u b i e t e n?
Te i l t s i e m i t A n n e a u f
SPIESSER .de, Profilname:
m a l a n . n e .g e n o m m e n
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8 einmischen & mitreden
Wie ein
Widerspruch
Fotograf Johannes, 29, hat von Geburt an
nur ein funktionsfähiges Auge. Für SPIESSER hat er
sich auf den Weg gemacht und Porträts von der gehörlosen
Bloggerin Julia, dem grobmotorischen Maler Kai
und dem legasthenischen Buchautor Pascal Jerome
schichten lest ihr hier
geschossen. Alle ihre Ge
v o n F r a n z i s k a F a ß b i n d e r, 2 3, J u l i a P r o b s t , 3 0 , u n d L i s a Tr e t o w, 20
Fotos: Johannes Mairhofer
G
ewissenhaft stülpt Johannes
einen länglichen Schirm über
den Blitz, er bereitet das Licht
für ein ganz besonderes Shooting vor.
In den kommenden Wochen wird er
durch die ganze Republik fahren und
Menschen porträtieren. Heute jedoch
richtet der selbstständige Fotograf
erst mal seine Linse auf sich selbst.
Ist es nicht ein Nachteil, als Fotograf
nur mit einem Auge sehen zu können?
„Ganz im Gegenteil“, sagt Johannes,
während er seine Kamera auf ein Stativ
schraubt. „Ich sehe
die Welt praktisch
immer wie durch die
Linse einer Kamera.
Andere Fotografen
müssen dafür ein
Auge zukneifen.“
Seit seiner Geburt hat Johannes einen Sehfehler. Nach seinen ersten Lebensjahren konnte er auf dem linken
Auge bald nur noch zwischen hell und
dunkel unterscheiden. Irgendwann
kamen zu der Sehschwäche auch
Schmerzen, sodass er sich das Auge
entfernen und durch ein Glasauge ersetzen ließ. „Das irritiert manche Kunden zwar, aber meistens lassen sie sich
dann von meiner Arbeit überzeugen.“
Johannes geht offen mit seiner Behinderung um. „Ich hab mich nie wegen
meines Auges versteckt und jetzt ist es
mein Markenzeichen geworden.“
Während er erzählt, holt er eine
Kiste voller Kabel hervor, schließt
Mehrfachstecker an, verbindet den
Laptop mit der Kamera. Dass er Fotograf werden wollte, wusste er schon
früh: Mit 15 Jahren hat er seine ersten
Fotos geschossen, im zehnten Schuljahr mit seinem Klassenkameraden
von der Fotokarriere geträumt und
mit 17 den zweiten Platz bei einem Fotowettbewerb abgeräumt.
So gradlinig ging es aber nicht
weiter. „Irgendwie dachte ich nach
der Schule, dass ich erst mal etwas
„Hinter der Kamera tauge
ich mehr als davor.“
Noch mehr Fotos von
Johannes findet ihr auf
www.einaugeistgenug.de
Bodenständiges mit guten Zukunftsaussichten machen muss.“ Er begann
eine Ausbildung zum Fachinformatiker. Während er den ganzen Tag auf
Zahlen starrte, schwärmte ihm sein
Schulfreund von der Fotoschule vor,
die er besuchte. „Die Informatik ist
jetzt ein abgeschlossenes Kapitel“,
sagt Johannes. „Damals wurde mir
klar: Entweder ich mach jetzt das, was
ich immer machen wollte, oder ich
lass es ganz bleiben.“ Seinen sicheren
Arbeitsplatz ließ er sausen und wagte
das Abenteuer Selbstständigkeit. Dabei halfen ihm ein Gründerzuschuss,
ein Netzwerk aus guten Freunden und
nicht zuletzt: eine große Portion Mut.
Bis heute hat er diesen Schritt nie
bereut. Es ist die Abwechslung, die
Johannes an seinem Job begeistert.
„Mal arbeite ich bei Tageslicht und
versuche mit den gegebenen Lichtverhältnissen zu spielen, dann bin
ich im Studio und kann alles selbst
bestimmen. Und jeden Tag habe ich
mit anderen Leuten zu tun.“
Licht und Kamera sind eingestellt,
Johannes nimmt den Fernauslöser in
die Hand und schießt Fotos. Währenddessen erzählt er weiter: „Das erste
Jahr war hart, ich hab viel gearbeitet
und wenig verdient, aber auf einmal ist
der Knoten geplatzt: Fotografen, bei denen ich vorher Praktikant war, wollten
jetzt mit mir zusammenarbeiten und
immer mehr Kunden buchten mich.“
Das Studio, in dem Johannes heute
seine Fotos macht, teilt er sich mit 45
anderen Fotografen aus München. „Gemeinsam haben wir einen Keller umgebaut und einen Verein gegründet,
mit dessen Mitgliedsbeiträgen wir die
Miete zahlen.“
Immer auch ein Pool für neue Ideen,
findet Johannes, während er sich seine
Selbstporträts am Computer anschaut.
„Irgendwie ein interessantes Experiment“, sagt er und legt den Kopf etwas
zur Seite, „aber ich glaube, hinter der
Kamera tauge ich mehr als davor.“
Ob Franziska auch schöne
F o t o s m a c h t? S c h a u t
auf ihrem SPIESSER .de - Profil:
Franziska.Fassbinder
einmischen & mitreden
Die gehörlose Bloggerin
Julia, 30, ist gehörlos und hat den Barrieren in den Köpfen der
Menschen den Kampf angesagt – mit allerlei medialer Aufmerksamkeit und einer Kandidatur für den Bundestag.
B
is heute ist es nicht zweifelsfrei
klar, weshalb ich als Gehörlose
durchs Leben gehe. Vielleicht
habe ich die Behinderung von einem
Bruder meines Opas geerbt – auch er
war gehörlos und er wurde von den
Nazis in ein Kinderheim gesteckt,
weil er als unlebenswertes Leben
galt. In meiner Familie ist außer mir
aber sonst niemand gehörlos.
Oder aber – und das ist, was ich
selbst glaube – die Ursache liegt darin, dass ich bei meiner Geburt die
Nabelschnur um den Hals gewickelt
hatte und durch den Sauerstoffmangel etwas blau angelaufen war. Bei allen meinen gehörlosen Freunden, die
ebenfalls als einzige in ihrer Familie
gehörlos sind, ist genau das Gleiche
bei der Geburt passiert.
Aber wie auch immer – ich empfinde mein Leben als Gehörlose wirklich nicht als dramatisch. Es schränkt
mich ein, gut. Aber meiner Meinung
nach liegt das nicht an der Winzigkeit, nicht hören zu können, sondern
vielmehr daran, dass man uns nicht
einschließt. Klingt nach einer bequemen Ausrede, aber es ist in 90 Prozent
der Fälle, die mir spontan einfallen,
einfach zutreffend.
2010 wurde ich als Lippenleserin
in den Medien bekannt, da ich die
am Bildschirm abgelesenen Aussagen
unserer Nationalelf und des Bundestrainers auf dem Spielfeld auf Twitter
verbreitet habe. Ein meiner Meinung
nach ungemein eleganter Schachzug,
um auf die Themen Barrierefreiheit
und Inklusion hinzuweisen, also darauf, dass unsere Umwelt noch lange
nicht so gestaltet ist, dass Menschen
mit Behinderung ohne Probleme an
allem teilhaben können, geschweige
denn von allen akzeptiert werden.
Geplant war es aber nicht.
Im Rückblick auf mein Leben ist
mir heute irgendwie klar, dass es
so kommen musste, dass ich mich
eines Tages für Inklusion einsetzen
würde. In der Grundschule habe ich
Inklusion erlebt, gehörte dazu, wie
jedes andere Kind auch. Mir war
also schon früh klar, dass Inklusion
gesellschaftsfähig werden kann und
Behinderungen so normal, dass keiner mehr darüber redet.
Normal war es nicht, dass ich in
die örtliche Grundschule eingeschult
wurde. Die Gehörlosenschulen in der
Gegend waren einfach zu weit weg
und mir außerdem gänzlich unsympathisch. Zum Glück kannte meine
Mutter den Direktor der Schule um
die Ecke. In meinen Jahren dort wurde in mir die Liebe zur deutschen
Sprache in Wort und Schrift gefestigt
– der Grundbaustein für mein Blog, in
dem ich mich heute
mit der fehlenden
Barrierefreiheit in
Deutschland auseinandersetze. Wie
sollen sich gehörlose und schwerhörige Menschen
über das Fernsehen
weiterbilden können, wenn die Untertitelquote derzeit bei 14,6 Prozent
liegt? Und was ist damit, dass gehörlose und schwerhörige Menschen bis
heute in Deutschland nicht flächendeckend die Feuerwehr, den Krankenwagen oder die Polizei im Notfall
per SMS erreichen können? Oder mit
dem unerträglichen Zustand, dass
an Gehörlosenschulen die Gebär-
„Mein Leben als
Gehörlose ist
nicht dramatisch.“
9
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Inklusion heißt:
Schmetterlinge im Bauch.
Alle Menschen sollen gleichberechtigt am Leben teilnehmen – mit oder ohne Behinderung.
Damit gemeinsames Lernen selbstverständlich wird.
www.aktion-mensch.de
Exklusion
Integration
Inklusion
einmischen & mitreden
11
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Was ist
Inklusion?
Inklusion ist gelungen, wenn jeder Mensch
von der Gesellschaft akzeptiert wird.
Genau so, wie er ist.
Weil Unterschiede normal sind.
Mit Inklusion wird aus dem Nebeneinander
ein Miteinander und ein gemeinsamer
Alltag selbstverständlich.
Exklusion
Julia zwitschert übrigens unter
@EinAugenschmaus und blogt auf
meinaugenschmaus.blogspot.de
densprache nicht zwingend Unterrichtssprache ist, da es bisher keine
Vorschrift gibt, dass Lehrer für Gehörlose Gebärdensprache können
müssen?
Ich kläre in meinem Blog also über
ganz viele Tatsachen auf, aber ohne
soziale Medien hätte ich diese Reichweite nicht erreicht. Vor allem die
Sache mit der Fußball-WM auf Twitter
hat meine Stimme lauter gemacht und
mir den notwendigen Schub gegeben,
um einiges zu ändern. In der kommenden Bundesligasaison werde ich
sogar hin und wieder für den Fernsehsender Sky den Spielern von den
Lippen ablesen.
Irgendwie kam ich mit dem Medieninteresse an mir ganz gut klar,
auch wenn ich manchmal etwas frustiert war, dass eher mein Ableseservice im Vordergrund stand und nicht
mein Hauptthema. Aber mein Trost
ist, dass ich damit den Fuß in die Tür
gekriegt habe und einem ziemlich unbequemen Thema eine breite Öffentlichkeit gegeben habe. Trotzdem ist
es nicht immer einfach – Deutschland
gilt im internationalen Vergleich immer noch als eines der Schlusslichter
in Sachen Inklusion und Barrierefreiheit. Manchmal denke ich, dass das
alles gar nichts bringt und es sich entspannter lebt, wenn man sich nicht
mit dem Thema beschäftigt. Dann
wiederum wählt Twitter mich als
einzige Deutsche und erste Gehörlose
überhaupt in die Twitter Top Stories
des Jahres 2011 und werde als Bloggerin und Bloggermädchen des Jahres
2011 ausgezeichnet. Wie soll man da
die Flinte ins Korn werfen?
Ob das eines Tages mein Deutschland sein wird, in dem ich mich nicht
mehr wie eine Außerirdische im eigenen Land fühlen werde? Ob je sämtliche Barrieren wegfallen? Ich hoffe es.
Meine Motivation ziehe ich daraus,
dass es doch Erfolge gibt, die ich als
Bloggerin erreicht habe. Zum Beispiel
ist der Videopodcast von Angela Merkel jetzt mit Untertiteln versehen,
auch EinsFestival sendet nun mit Untertiteln und in diesem Jahr waren
beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung nach zwei Jahren härtnäckigen Bittens Gebärdensprachdolmetscher anwesend. Und wer weiß?
Vielleicht werde ich im September
2013 die erste gehörlose Bundestagsabgeordnete, wenn die Piraten die
Fünf-Prozent-Hürde knacken.
Wa s i n J u l i a s
Wa h l p r o g r a m m s t e h t?
F r a g t s i e a u f S P I E S S E R . d e!
Profilname: EinAugenschmaus
Weiter gehts auf Seite 12 mit Kai.
Integration
Inklusion
12 einmischen & mitreden
Selber Künstler werden!
Ihr wollt Udo Lindenberg auch ein Bild verkaufen? Auf
SPIESSER.de/gewinnen verlosen wir zwölf Metalletuis,
jeweils gefüllt mit 36 Colour Grip Farbstiften von FaberCastell. Um den großen Meister zu mimen, einfach mit
Wasser drüber malen – und schon siehts aus wie ein
echtes Aquarell.
S
Ihr wollt ein paar Bilder sehen?
Schreibt Kai auf Facebook:
www.facebook.com/kai.eickler
Der grobmotorische
Künstler
Der Schulmedizin zufolge müssten seine Hände
eigentlich grobmotorisch sein – doch Kai, 25, malt Bilder,
die sogar Udo Lindenberg kauft.
chon im Kindergarten malte ich
mit Begeisterung mit Bleistiften
auf Papier. Dass sich das im Alter
von neun Jahren plötzlich ändern sollte, habe ich nicht eingesehen. Ich habe
damals die Krankheit Friedreich-Ataxie
bekommen – eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die meine Motorik beeinflusst. Um genau zu sein, heißt
das, dass ich meinen Körper nicht so
bewegen kann wie andere Menschen.
Davon sind natürlich auch die Hände
und Finger betroffen. Symptome lassen
sich nur aufschieben, nicht heilen. Du
beginnst komisch zu laufen – ein bisschen wie ein Pinguin, finde ich – bis du
irgendwann auf den Rollstuhl angewiesen bist, so wie ich heute.
Als die Diagnose kam, war es mein
Opa Hans, der die beste Idee überhaupt
hatte: Statt den Kopf in den Sand zu
stecken, schenkte er mir ein Malset
mit Ölfarben und einer Leinwand.
Nach all den Bleistiftzeichnungen
meiner Kindheit kam endlich Farbe in
mein Leben! Das erste Motiv, was ich
auf eine Leinwand malte, sah dermaßen grausig aus, dass es mir nicht mal
mehr einfallen will. Aber ich hatte Blut
geleckt und malte weiter. Jedes Bild
war und ist heute noch eine Bestätigung dafür, dass die Motortik meiner
Hände nicht schlechter wird, sondern
besser. Ich will und kann kämpfen!
Trotzdem – Probleme gibt es wegen meiner Krankheit immer wieder.
Seit meinem 18. Lebensjahr sitze ich
im Rolli, wie ich ihn nenne. Seither
werden auch die Vorurteile immer
mehr, die Fremde mir gegenüber haben. Sie halten mich oft für geistig
behindert. Ich bin froh, dass ich das
Leben auch als gesunde und gehende
Person kenne. So kann ich auch mal
darüber hinwegsehen, dass manche voreingenommen sind. Und was
bringt es mir schon, mich aufzuregen? Das Leben ist viel zu schön.
Auch mein Opa hat mir das immer vorgelebt. 2003 musste ich wegen der Friedreich-Ataxie operiert
werden – eine ziemlich gefährliche
Sache, bei der ich das Gefühl hatte,
meine gesamte Familie hält den Atem
an. Als es überstanden war, hat mich
Opa Hans nach New York geschickt.
Er meinte, so würde ich neuen Mut
fassen. Es war die geilste Zeit meines
Lebens! Die vielen Hochhäuser und
das weltoffene Flair haben mich zutiefst beeindruckt. Überall wimmelt
es nur so von Menschen, niemand
achtet zu viel auf dich und trotzdem
sind alle hilfsbereit. Seither lässt
mich die Stadt nicht mehr los. Mein
erstes Kunstwerk nach der Reise waren die zwei Türme des World Trade
Centers, die damals schon nicht mehr
standen. Auch ihre Geschichte hatte
mich gefesselt.
Dann hat es noch ein paar Jahre
gedauert, bis mein RollstuhltennisTrainer Christoph meinte, mich als
Künstler entdeckt zu haben. Er bat
mich, meine Kunstwerke bei einem
Charity-Tag auszustellen. Es war ein
einmaliges Erlebnis. Viele Menschen
und die Presse waren da. Einige
blieben bei meinen Bildern unterm
Pavillon stehen, fragten mich nach
ihrer Entstehungsgeschichte und
machten mir Komplimente. Und dann
kam einer, der mich fast umgehauen
hätte: Udo Lindenberg. Er war begeistert und besonders das Bild einer Bismarck, eines alten deutschen
Schlachtschiffes, faszinierte ihn. Er
kaufte sie mir ab. Ich war baff. Wer
kann schon von sich behaupten, dass
sein Kunstwerk bei Udo Lindenberg
zuhause an der Wand hängt? Bevor
er ging, sagte er noch, ich solle mein
Talent weiter ausbauen und kämpfen.
Und das mache ich. Ich ziehe meine Leidenschaft fürs Malen vermutlich
daraus, dass ich meiner Krankheit zeigen will, wer hier der Chef ist. Darüber
hinaus habe ich alles, was ein glücklicher Mensch braucht: einen guten Job
als Pförtner bei den Caritas-Werkstätten, viele Freunde und eine Familie,
die unheimlich stolz auf mich ist.
Ob Lisa neben dem Schreiben
auch den Pinsel schwingt?
Fragt sie auf SPIESSER .de! Profilname: Lisa Tretow
einmischen & mitreden
Der legasthenische Dichter
Heute ist Pascal Jerome, 21, Poetry Slammer und
Buchautor. Früher konnte er nicht mal lesen
und schreiben.
B
uchstaben sind die komischen
Zeichen, die mir beim Versuch,
sie zu lesen, nur vor den Augen
tanzen – so war es zumindest bis zu
meinem elften Lebensjahr. Damals
wusste ich noch nicht, dass ich eine
Wahrnehmungsstörung habe, die das
Sehen und Hören betrifft und mich zu
einem sogenannten funktionalen Analphabeten gemacht hat. Das Adjektiv „funktional“ bedeutet in diesem
Zusammenhang, dass ich zwar in der
Lage war, Buchstaben auseinander zu
halten und einzelne Wörter oder auch
kurze Sätze zu lesen – aber ich konnte Texte bei weitem nicht so mühelos
wie die meisten anderen Menschen
verstehen.
In der Grundschule war ich
schlecht. Ich war das verhasste
ADHS-Kind. Ich störte den Unterricht
durch lautes Reinrufen, zappelte
oder hörte einfach nie zu. Und Vorlesen? Niemals. Deshalb haben die
Lehrer meiner Mutter geraten, mich
die zweite Klasse wiederholen zu lassen. Trotzdem konnte von einer Verbesserung nicht die Rede sein. Die
Lehrer wussten keinen Rat, was sie
mit mir, dem verhaltensauffälligen
Kind, machen sollten. Deshalb wollten sie mich Ende der vierten Klasse
auf eine Sonderschule schicken.
Meine Mutter verstand die Welt
nicht mehr, da ich schon damals äußerst gerne und viel geredet habe.
Sie beschloss, mit mir zu einem Psychologen zu gehen. Dort musste ich
mehrere Intelligenztests machen, bei
denen meine Wahrnehmungsstörung
entdeckt wurde. Durch sie nehme ich
Reize ungewöhnlich intensiv wahr
und damals konnte ich sie noch nicht
zuordnen und filtern. Die Diagnose
war eine Erleichterung, denn jetzt
wussten nicht nur meine Familie und
meine Lehrer, sondern auch ich, was
an mir anders ist. In der festen Überzeugung, ich wäre ein Wunderkind,
schickte man mich aufs Gymnasium.
Die erste Zeit war toll, ich wurde direkt zum Klassensprecher
gewählt. Doch offenbar nahm ich
meine Aufgaben zu ernst – meine
Mitschüler begannen, mich zu mobben, und nach einem halben Jahr flog
ich von der Schule mit einem Notenschnitt von 6,0.
Ich ging deshalb auf die Hauptschule. Hier begann das Mobbing
von vorn. Einmal wurde ich sogar
von ein paar Mädchen krankenhausreif geprügelt. Und auch meine neuen Lehrer waren mit mir überfordert.
Deshalb begann meine Mutter selbst
eine Ausbildung zur Lerntrainerin.
Gemeinsam mit ihr habe ich Übungen
gemacht, die mir helfen sollten, die
Reizüberflutung in den Griff zu bekommen. Zum Beispiel habe ich mir
über einen Kopfhörer Geräusche
angehört
und
musste
dann
bestimmen, aus
welcher
Richtung sie gekommen sind.
Mit
elf
konnte ich dann auch endlich richtig lesen und schreiben. Natürlich
immer noch sehr fehlerhaft und
anfangs konnte nur meine Mutter
das Geschriebene entziffern. Für
andere war es Buchstabensalat. Irgendwann habe ich mich an einer
Geschichte versucht – die nach und
nach zu einem ganzen Buch wurde.
Ein Fantasy-Roman über einen Jungen, der immer nur gehänselt wird,
sich dann aber dem Übersinnlichen
zuwendet. Als ein Verlag es tatsächlich veröffentlichte, waren meine
Lehrer und Mitschüler vollkommen
überrascht – immerhin ein kleiner
Triumph.
Als ich meinen Schulabschluss
hatte, war ich nur froh, diese Zeit
endlich hinter mir zu haben. Damals
bin ich über den Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung
auf Poetry Slam aufmerksam geworden. Ich habe eine Show gesehen
und wusste: Das ist, was ich machen
will. Meinen ersten Auftritt hatte
ich in einem Laden in Münster. Mir
ging echt die Düse – aber ich habe
Gefallen daran gefunden. Die ersten
Monate nach der Schule verbrachte ich deshalb auf Bühnen in ganz
Deutschland. So konnte ich meine
Leidenschaft für die Wortkunst entdecken. Sie hilft mir, meine Vergangenheit hinter mir zu lassen.
„Ich war das
verhasste ADHS-Kind.“
Auch Pascal Jerome hat ein Blog:
pascal-jerome.blogspot.de
Auch Lisa nimmt öf ter
das Mikro in die Hand.
Wo? Fragt sie auf SPIESSER .de!
Profilname: Lisa Tretow
13
SPIESSER
wird 18!
Jubiläumsausgabe | 3 Euro | SPIESSER.de
plus/minus
achtzehn
ZWO
Lien und Jeff absolvieren
einen 18-tägigen
Sexmarathon.
EINS
Isolation: Kai kommuniziert
nur übers Internet mit
der Außenwelt
RISIKO
Undercover: Christopher
mischt sich zur Recherche
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SPIESSER wird volljährig...
... aber nicht erwachsen.
Wie fühlt man sich nach 18 Tagen Sex um 18Uhr?
Wie nach 18 Tagen freiwilliger Isolation?
Wie tickt der durchschnittliche 18-Jährige?
Wie 18 ganz verschiedene junge Leute?
Was muss man bis zum 18. Geburtstag unbedingt getan haben?
Und wie sehen die 18 Jahre danach aus?
Sinn und Unsinn des Lebens auf 132
Seiten – in der Jubiläumsausgabe des
SPIESSER, ab 7. November für drei Euro
im gut sortierten Zeitschriftenhandel
und hier: www.SPIESSER.de/18
16 einmischen & mitreden
V ERT R ET U NGSST U NDE
v o n G u s t a v B e y e r, 19
Fotos: Timo Schmidt
Gewinnt fünf
Alben!
SPIESSER verlost fünf Exemplare
von Thees' bislang größtem
Album „Thees Uhlmann“.
Ihr gewinnt die Scheibe auf
SPIESSER.de/gewinnen.
Videos von der Vertretungsstunde mit Thees Uhlmann,
und über 30 anderen Künstlern,
darunter Kraftklub, Deichkind,
Bushido, Culcha Candela und
Jan Delay, findet ihr auf
SPIESSER.de/vertretungsstunde
LEHRER: THEES UHLMANN
FACH: POLITIK
THEMA: SOZIALE
UNGERECHTIGKEIT
präsentiert von
Bruttosozialverschwörung
Soziale Gerechtigkeit – ein Märchen?
sich
Gemeinsam mit einem Politikkurs der Carl-Zeiss-Oberschule Berlin nimmt
Musiker Thees Uhlmann dem Thema an. Bei den Dreizehnern gehts um
Verschwörungstheorien, Kokainprob
leme und bemalte Kellner
THEES UHLMANN Moin, mein Name
ist Thees Uhlmann, ich habe selbst ein
extrem schlechtes Abi und bin begeistert, jetzt hier rumzuhängen. Unser
Thema: Soziale Ungerechtigkeit.
Schon mal was davon mitbekommen?
Deniz Ich hatte mal eine Begegnung
mit Neonazis. Die haben mir gesagt,
dass ich als Türke Schuld an allem Übel
bin. Wegen Leuten wie mir ginge es
Deutschland schlecht. Das Übliche halt.
THEES Krass, dass du schon sagst:
„das Übliche“!
Yagmur* Ich wurde mal von so alten
Leuten angemacht, weil ich Tennis
mit Kopftuch gespielt hab.
THEES Die Gesellschaft ändert sich.
Damit kommen einige durch ihre Erziehung – 60 Jahre lang ZDF – nicht klar.
Selbst hat der Tomte-Frontmann in der Vergangenheit aber
nicht viel abbekommen.
THEES Ich komme aus einer extrem behüteten Gegend. Soziale Ungerechtigkeit betrachte ich von außen. Als Lehrerkind
der Mittelklasse habe ich nur das erlebt, was ich mir selbst
zugefügt habe. Ich als Heavy-Metal-Fan so zu meinen Eltern:
„Ich lass mir die Haare lang wachsen.“ Die so: „Nö!“ Ich so:
„Doch!“ Der Kompromiss: Vorne kurz, hinten lang.
Yagmur* Ich kann Intoleranz nicht verstehen. Ich bin ja
auch nicht die erste, die mit Kopftuch rumläuft. Irgendwann muss man sich doch dran gewöhnen.
Das war der Anstoß – jetzt wird Thees Uhlmann zum Advocatus Diaboli und bringt die Argumente der Gegenseite.
THEES Klar, aber nichts ist einfacher, als sich immer mit
Stereotypen auseinanderzusetzen. Heute wohne ich in
Kreuzberg, da sind 80 Prozent der Leute durchgedreht: In
jedem Café ein Kellner, der sich seine ganze Lebensgeschichte auf die Arme tätowiert hat. Ganz ehrlich, das möchte ich
nicht sehen, ich will einfach nur einen Kaffee trinken.
einmischen & mitreden
Thees Uhlmann...
… ist Musiker und Sänger bei der Hamburger Musikantengruppe „Tomte“. Er heißt wie sein erstes und
bislang einziges Solo-Album: „Thees Uhlmann“. Auf
der Platte singt er von laichenden und sterbenden
Lachsen, die aus entsprechenden Gründen den Fluss
hinaufziehen, von kurzen Nächten und den Toten auf
dem Rücksitz. Der 38-Jährige kommt aus Hemmoor
bei Cuxhaven. Seit fünfeinhalb Jahren hat er eine
„Lüdde“ (niedersächsisch für „Tochter“).
Und wie wars in der Schule?
Als Schüler warst du....
verwirrt.
Dein Lieblingsfach?
Politik
Was kam nach der Schule?
Lehramtsstudium in den Fächern Politik
und Englisch in Köln (abgebrochen)
Nicole, 19
Das war mal etwas
anderes im Vergleich zu normalen
Unterrichtsstunden.
Sehr amüsant.
Note: 2
Der Kurs lacht.
Nicole …und habe auch mit Vorurteilen
Nicole Aber das verkörpert seine
Einstellung. Da frag ich mich: Wie
tolerant sind wir? Er lässt Sie ja auch
leben, wie Sie möchten.
THEES ironisch Ich werde von dir
gerade an die Wand diskutiert, das
gefällt mir überhaupt nicht.
Nicole Der sagt ja auch nicht: Ich will
mir nicht angucken, wie Sie Ihren
Kaffee trinken!
THEES Ich gehe aber einen kapitalistischen Deal mit ihm ein. Dafür
muss er sich meinen Ansprüchen
beugen – oder? Bin ich deswegen ein
Arsch? In deiner Welt ja, oder?
Nicole Jeder soll seine Einstellung
haben, aber so tolerant sein, dass
andere dadurch nicht eingeschränkt
werden. Man kann sich seine
Meinung auch innerlich bilden.
THEES Ich hätte vor 20 Jahren genauso argumentiert! Trotzdem: Es gibt
Leute, die wesentlich dümmer sind.
Das ist wie bei meiner Mutter: „Du,
Thees, ich war letztens bei Karstadt,
da war eine Kassiererin mit Kopftuch
und die war sogar viel netter als
die, die da sonst arbeiten.“ Menschen
müssen sich auf Kopftuchträger, alte
Omis und spanische Studenten mit
Kokainproblemen einstellen.
Nicole Ich komme ja aus Bayern und…
THEES Ey, was hast du hier zu suchen?
zu kämpfen: Bayern seien Katholiken, die
nur auf ihrer Meinung beharren. Nach dem
Motto: „Kommst du aus Bayern?“ „Ja.“ „Ah,
also nicht aus Deutschland!“
THEES Man teilt sein Leben nach Vorurteilen
ein, anders geht das ja gar nicht.
Kurslehrerin Frau Lange, die das Geschehen
bisher nur still beobachtet hat, zeigt auf.
Frau Lange Für mich geht das alles am
Thema vorbei. Ungerechtigkeit ist keine Frage von
Geschmack: Wer zur Oberschicht gehört, kann herumlaufen wie er will.
THEES Und Sie meinen, dass es schwierig ist, vom Arbeiter zum Akademiker zu werden?
Frau Lange Ja. Leute, die schon in hohen Positionen
sitzen, haben kein Interesse an Konkurrenz, deswegen
wird anderen der Aufstieg erschwert.
THEES Sie werden ja richtig bissig. Das gefällt mir sehr
gut. Eine emotional aufgebrachte Lehrerin! Aber von
solchen Verschwörungstheorien halte ich nicht viel.
Frau Lange Das ist keine.
THEES Wenn Verschwörungstheoretiker sagen, dass es
keine Verschwörungstheorie ist, beißen sie sich selbst in
den Fuß. – Aber jetzt nehmen wir die Schüler nicht mehr
mit. Wir verfehlen den pädagogischen Ansatz!
Ali hilft den Pädagogen, wieder zum Thema zurückzufinden.
Ali Die Hartz-IV-Empfänger werden im Fernsehen immer
asozial dargestellt. Das ist in Wirklichkeit gar nicht so.
Cindy Wirklich? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass
Kinder aus Hartz-IV-Familien oft nicht nach Wissen streben.
THEES Manche dieser Kinder tun mir echt leid. Die
Chancen sind verschwindend gering, dass sie sich selbst
verwirklichen können oder später Shakespeare zitieren
oder what the fuck auch immer. Obwohl ich in eurem Alter
auch noch keine Peilung hatte, was aus mir mal werden
sollte. Wisst ihr denn schon, was ihr später macht?
Die Schüler grinsen breit.
Kurs Nee, eher nicht.
THEES Nicht? Na, dann bin ich ja ein bisschen beruhigt.
Ich dachte schon, ihr wärt konservativ und durchgeplant.
Beruhigt und ein bisschen weiser verlässt Thees die Schule.
* Name geändert
Cindy, 20
Die Stunde hatte
ihre Längen, aber
Thees kann ja nichts
dafür, wenn sich
die Schüler kaum
melden.
Note: 2
Deniz, 18
Da hat sich eine
spannende Diskussion entwickelt. Ich
fands gut, das war
eine nette Abwechslung.
Note: 2
Gewinnt Schreibsets!
Welcher Promi muss unbedingt mal
auf Schüler losgelassen werden?
Notiert eure Vorschläge auf SPIESSER.
de/gewinnen und gewinnt zehn SmileyWorld-Pakete
bestehend aus Ordner, Federmäppchen, Notizbuch und
Füller – SPIESSER und Herlitz machens möglich!
17
18 einsteigen & loslegen
Handeln!
v o n M i l e n a Z w e r e n z , 2 2 u n d A n n e K l u g e , 20
F o t o s : M a r c u s L o r e n c z a t , J a c o b S o ko l l ,
M a r i u s v o n We n z l a w o w i c z
ihrer
Schluss mit Klischees! Kristina, Nina und Philipp erzählen, was sie bei
Ausbildung im Bereich Handel und Logistik wirklich machen müssen.
Stress? Kennt Kristina nicht.
Selbst wenn 20 Fahrer
gleichzeitig kommen.
Von Hamburg in die ganze
Welt: Kristinas Zukunftsaussichten reichen weit.
Kristina, 20, Ausbildung zur Kauffrau für Spedition- und Logistikdienstleistung
Logistikdienstleistungen, Kühne + Nagel, Hamburg
Aller Anfang ist schwer – Wie bist du
zu deiner Ausbildung gekommen?
Nach der Fachhochschulreife stand für
mich fest, dass ich in einem Beruf mit
internationalem Bezug arbeiten wollte. Ein Studium kam für mich nicht in
Frage: Nach der Schule wollte ich erst
mal praktische Erfahrungen sammeln.
Tägliche Bühne – In welcher Umgebung arbeitest du?
In unserem so genannten „paperless
office“ läuft nichts ohne Computer
und Telefon. Hier erfolgt die meiste
Kommunikation per Mail oder Anruf
– sowohl untereinander als auch mit
Kunden.
Zahlmeister – Wie wichtig ist Mathematik in deinem Beruf?
In meiner Ausbildung ist ein mathe- Anzeige -
matisches Grundwissen wichtig, da
wir in der Landverkehrsabteilung
Transportvolumen berechnen müssen.
Zahlenphobiker sollten sich davon
aber nicht einschüchtern lassen: Insgesamt ist die Kommunikation im täglichen Kundenkontakt viel wichtiger.
Nervenfutter – In welchen Situationen musst du zur Schokolade greifen und hast keine Lust
mehr?
Mittlerweile lasse ich mich gar nicht
mehr stressen. Selbst wenn hier nachmittags 20 Fahrer gleichzeitig ankommen, versuche ich ruhig zu bleiben.
Sollte es mir doch einmal alles zu viel
werden, gehe ich kurz an die frische
Luft. Mit Schokolade essen fange ich
gar nicht erst an – da ist das Suchtpotenzial zu hoch!
Und täglich grüßt das Murmeltier – Wie abwechslungsreich ist
dein Arbeitsalltag?
Ausbildung zur Kauffrau/
zum Kaufmann für Speditionund Logistikdienstleistung
Während meiner Zeit bei Kühne +Nagel
schnuppere ich in verschiedene Abteilungen. Dadurch ist meine Ausbildung
abwechslungsreich. In den Bereichen
Export und Import habe ich jeweils
sechs Monate gearbeitet, jetzt bin ich
beim Landverkehr. So wird es nie langweilig.
Eine Ausbildung zur Kauffrau/mann für Spedition- und Logistikdienstleistung dauert in der Regel
drei Jahre und wird speziell in der
Logistikbranche angeboten. Für eine
erfolgreiche Bewerbung solltet ihr
einen Realschulabschluss haben
und euch dafür interessieren,
wie Güter im Straßen- und Eisenbahnverkehr sowie in der See- und
Luftfahrt von A nach B gelangen.
Doch nicht nur auf dem Papier wird
geplant: Kaufleute für Spedition und
Logistikdienstleistung stehen
auch in Kontakt mit ausländischen Kunden, daher sind
Fremdsprachenkenntnisse sehr
von Vorteil.
Auf der Karriereleiter – Welche Aufstiegschancen gibt es in deinem
Beruf?
Nach der Ausbildung stehen einem Positionen auf der Sachbearbeiterebene
sowie als Verkehrs- und Abteilungsleiter offen. Wegen der internationalen
Ausprägung des Berufs plane ich ein
Jahr nach Spanien zu gehen.
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deine Ausbildung.
Macht nicht nur Spaß, sondern auch Sinn: Mit einer Ausbildung bei
REWE hast du dank unserer starken Nachwuchsförderung alle Chancen,
eine Karriere nach deinen Vorstellungen zu starten – auch ohne Abitur.
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Daniel W., 22 Jahre, Azubi und Australien-Fan
20 einsteigen & loslegen
Mathegrundwissen plus
Taschenrechner ergibt die
Kassenabrechnung.
Nina, 24, Ausbildung zur geprüften
Handelsassistentin im Einzelhandel
TEDi, Gelsenkirchen
Aller Anfang ist schwer – Wie bist du
zu dieser Ausbildung gekommen?
Vor meiner Ausbildung habe ich
schon drei Jahre im Einzelhandel gearbeitet. Als ich vor der Frage „Studium oder Ausbildung?“ stand, habe
ich mich deshalb für Letzteres entschieden. Ich bin eher der praktisch
orientierte Typ.
Tägliche Bühne – In welcher Umgebung arbeitest du und was ist dein
wichtigstes Arbeitsinstrument?
Da ich in einer Filiale arbeite und
wir jede Woche neue Ware geliefert
bekommen, die entgegengenommen
und ausgepackt werden muss, zählen
ein Kugelschreiber und ein Cuttermesser zu meinen ständigen Begleitern. Aber ich arbeite auch hinter der
Kasse, berate Kunden und kümmere
mich außerdem um die allgemeine
Arbeitsorganisation.
Teamplayer – Wie wichtig ist in
deinem Beruf die Teamarbeit?
Die Arbeit in unserer Filiale ist nur gemeinsam zu bewältigen. Ist die eine
Hälfte meiner Kollegen beispielsweise im Kassenbereich beschäftigt, die
andere im Umbaubereich, unterstützen wir uns gegenseitig, wenn gerade mehr Kundenberatung oder eben
mehr Einräumhilfe gefragt ist.
Zahlmeister – Wie wichtig ist Mathematik in deinem Beruf?
Mathe spielt in meiner Ausbildung
nur eine untergeordnete Rolle. Für
die Kassenabrechnung reicht ein normaler Taschenrechner vollkommen
aus, mehr als ein bisschen Plus- und
Minusrechnung brauche ich nicht.
Wer kein großer Zahlenfreund ist,
muss sich also keine Sorgen um komplizierte Kalkulationen machen.
Nervenfutter – In welchen Situationen musst du zur Schokolade greifen und hast keine Lust
mehr?
Wenn sich Mitarbeiter krank melden
oder viele Kunden auf einmal beraten
werden wollen, kann es manchmal
ganz schön anstrengend werden.
Nach solchen Stresssituationen greife
ich gerne mal zum Schokoriegel. Aber
nicht nur: Ich esse allgemein gerne
Schokolade.
Schicht im Schacht – Wie lang ist
dein Arbeitstag?
Meine Arbeitszeit ist abhängig von
den Öffnungszeiten der Filiale – und
die hat auch samstags geöffnet.
Da mein Wochenpensum aber auf
40 Stunden insgesamt beschränkt ist,
habe ich mir meine Arbeitszeit so eingeteilt, dass ich auch am Wochenende mal frei habe.
Klischees bedienen – Welches
Vorurteil hat sich bestätigt?
Da ich schon vorher im Einzelhandel gearbeitet habe, wusste ich, was
mich in meinem Arbeitsumfeld er-
warten würde: eine Masse an Waren,
Arbeitszeiten wie Öffnungszeiten,
freundliche und weniger freundliche
Kunden.
Stressbarometer – Wie hoch ist
dein täglicher Stresspegel?
Wenn ich im Voraus weiß, welche
Ware kommt und dementsprechend
plane, welche Mitarbeiter eingesetzt
werden sollen, brauche ich mich
nicht aus der Ruhe bringen zu lassen.
Manchmal gibt es aber auch ungeplante Zwischenfälle: Vor zwei Wochen haben wir beispielsweise gar
keine Warenlieferung bekommen,
letzte Woche wurde dafür doppelt so
viel geliefert – da nützt die beste Planung nichts.
Auf der Karriereleiter – Welche
Aufstiegschancen gibt es in deinem Beruf?
Mit meiner Ausbildung kann ich entweder als Team- oder Bezirksleiterin
arbeiten. Es ist allerdings auch möglich, in die Zentrale zu wechseln.
Dort könnte ich mich zum Beispiel
auf die Bereiche Logistik, Mitarbeiter
oder Einkauf spezialisieren.
O b M i l e n a , 2 2, g u t o r g a n i s i e r t i s t? F r a g t s i e a u f
S P I E S S E R .d e , P r o f i l n a m e :
millaialfons
Ausbildung zur geprüften
Handelsassistentin im
Einzelhandel
Die Ausbildung zur geprüften
Handelsassistentin im Einzelhandel
dauert drei Jahre und wird in
Kaufhäusern sowie Filialen des
Einzelhandels angeboten – von
Bekleidungs- über Nahrungsmittelund Spielwarenläden habt ihr die
Qual der Wahl. Als Voraussetzung
solltet ihr eine abgeschlossene
Schulausbildung mitbringen,
außerdem sind Teamfähigkeit,
Geduld und ein freundlicher
Umgang mit Kunden gefragt.
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Expedition
ins Kaufland
Regale einräumen und Kisten schleppen? Anne, 20,
hat einen Tag lang eine Auszubildende bei Kaufland
begleitet – und erzählt euch hier, was sie da erlebt hat.
Arbeitsbeginn 6.30 Uhr. Todmüde
komme ich bei Kaufland an. Heute
soll ich die Auszubildende Diana, 27,
durch ihren Arbeitsalltag begleiten.
Meine Freude hält sich in Grenzen.
Statt zu kassieren, Regale einzuräumen und Kunden anzulächeln, würde
ich lieber in meinem Bett liegen. Diana wartet schon putzmunter auf mich.
Als Teilnehmerin des Abiturientenprogramms von Kaufland macht sie innerhalb von drei Jahren zwei Abschlüsse:
Kauffrau im Einzelhandel mit der
Fortbildung zur Handelsfachwirtin.
Wie gerufen
Zuerst will sie mir die Filiale und
dann das Lager zeigen. Ich bekomme
eine rote Kaufland-Weste angezogen
und dann geht es los. Unser erster
Haltepunkt ist die Information. Mit
verstohlenem Blick schiele ich zu dem
Mikrofon, mit dem die Durchsagen
gemacht werden. „Darf ich jemanden
ausrufen?“ Natürlich darf ich. Mit
fester Stimme ordere ich den Hausleiter
Tony zur Frischekontrolle in die Obstund-Gemüse-Abteilung.
Vitamin C für die Muskeln
Gemeinsam mit ihm füllen Diana und
ich neue Orangen in die Auslage und
sortieren Bohnen aus. „Die Arbeit in
dieser Abteilung wirkt ja ganz entspannt“, bemerke ich. „Ganz im Gegenteil“
erwidert Diana grinsend, „die Obstund-Gemüse-Abteilung ist sozusagen
unser Fitnessstudio. Kisten voller
Melonen oder Kürbisse zu schleppen ist
ein gutes Krafttraining.“ Recht hat sie
– am Ende bin ich ganz schön aus der
Puste. So ein Fitnessstudio könnte mir
wirklich gut tun.
Stapeln für Anfänger
Kunden sind im Geschäft noch nicht
zu sehen, es ist aber auch erst kurz
vor sieben. Wir gehen ins Lager. Hier
helfen wir einem Lieferanten, den LKW
auszuladen. Leider darf ich nur einen
Gabelstapler zum Schieben benutzen – für den anderen braucht man
einen Führerschein. In den großen
Gabelstapler darf ich mich aber mal
reinsetzen und Diana erklärt mir, wie
man ihn fährt. Am liebsten würde ich
gleich loslegen!
Im Schlaraffenland
Unser nächster Halt ist die Käsetheke.
Begeistert stehe ich vor der großen
Auswahl und mir läuft das Wasser
im Mund zusammen. Diana grinst.
„Ausnahmsweise kannst du dir mal
ein Stück vom Probierteller nehmen.
Und dann gehts ans Käseschneiden.“
Bewaffnet mit Häubchen, Handschuhen und Messer beginnt die KäseFiletierung. Ich bin begeistert!
Klasse Kasse
Jeder Auszubildende muss einmal in
jedem Bereich der Filiale gearbeitet
haben, erzählt Diana. Es gibt die
Bereiche Obst und Gemüse, Food,
Non-Food, Systemkontrolle, Getränke
und: die Kasse. Hier darf ich mich
jetzt ausprobieren. Diana erklärt mir
kurz, was ich machen muss, dann darf
ich sogar einen der ersten Kunden
am heutigen Morgen bedienen. Ich
setze ein freundliches Lächeln auf und
scanne mit Begeisterung die Ware ein.
Eine Packung Nudeln – Piep! Einmal
Haarspray – Piep! Eine Schachtel
Kaugummi – Piep!
Jetzt sind wir schon am Ende unseres
Rundgangs angekommen. Die Arbeit
hier ist weitaus vielseitiger, als ich
dachte. „Sag mir noch eins: Was
braucht man unbedingt, wenn man
bei Kaufland arbeiten möchte?“,
frage ich Diana zum Abschluss.
Ihre Antwort: „Vor allem Spaß an
der Arbeit.“ Dann bin ich hier ja
genau richtig.
Abi und los!
Beim Abiturientenprogramm von
Kaufland macht Diana innerhalb von
drei Jahren zwei Ausbildungen und hat
am Ende gleich zwei Qualifikationen:
Kauffrau im Einzelhandel und Handelsfachwirtin. Außerdem hat sie einen
Ausbilderschein. Die Ausbildung findet
nicht nur in der Filiale statt. Alle zehn bis
zwölf Wochen drückt sie für 14 Tage noch
mal die Schulbank.
Ihr habt Blut geleckt? Mehr Infos auch zu
allen anderen Ausbildungsmöglichkeiten
findet ihr unter: www.kaufland.de/jobs
22 einsteigen & loslegen
Phillips täglicher Begleiter:
das MDE-Gerät.
Philipp, 19, Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann
Globus SB-Warenhaus Holding GmbH & Co.
Aller Anfang ist schwer – Wie bist du zu dieser Ausbildung gekommen?
Bei Globus bin ich durch ein Praktikum gelandet. Das
musste ich für mein Fachabitur machen und es hat mir
so gut gefallen, dass ich auch danach noch als Aushilfe
da gearbeitet habe. Nach der Schule habe ich mich erfolgreich für eine Ausbildung als Einzelhandelskaufmann beworben.
Tägliche Bühne – Welches ist dein wichtigstes Arbeitsinstrument?
Das mobile Datenübertragungsgerät, kurz MDE-Gerät,
ist mein täglicher Begleiter. Unser gesamtes Waren-Wirtschaftssystem ist damit verbunden. Man kann es sich
vorstellen wie einen kleinen Computer, mit dem ich unter
anderem Informationen zu Artikeln abrufen, Warenplatzierungen anlegen und Warenlisten überprüfen kann.
Und täglich grüßt das Murmeltier – Wie abwechslungsreich ist dein Arbeitsalltag?
Mein Arbeitsalltag wird nicht so schnell langweilig: Wenn
ich mich zum Beispiel um Lieferungen kümmere, muss ich
die Anlieferungspläne kontrollieren, achtgeben, dass keine Lieferrückstände auftreten und alles an seinen richtigen Platz kommt. Auch die Arbeit im Laden ist sehr vielseitig. Ich berate Kunden, bearbeite Reklamationen, baue
Aktionsflächen und fülle Waren auf.
Auf der Karriereleiter – Welche Aufstiegschancen
gibt es in deinem Beruf?
Nach Ende meiner Ausbildung kann ich entweder die interne Ausbildung zum Teamleiter machen oder ein Duales Studium bei Globus absolvieren, für das ich mich aber
neu bewerben muss. Ich möchte lieber studieren, weil mir
das vielseitiger erscheint und ich in den Praxisphasen verschiedene Filialen zu sehen bekomme. Das Studium nennt
sich Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Han-
Ausbildung zur Kauffrau/
zum Kaufmann im Einzelhandel
del und dauert drei Jahre. Mit meinem
Bachelor kann ich auch als Teamleiter
einsteigen.
Teamplayer – Wie wichtig ist in
deinem Beruf die Teamarbeit?
In den einzelnen Bereichen ist Teamarbeit schon sehr wichtig. Wir müssen uns ja absprechen und zusammen arbeiten, sonst würde jeder die
Ware an einen anderen Ort stellen.
Mir wird aber auch das Vertrauen
entgegen gebracht, selbständig Entscheidungen zu treffen und Aufgaben
alleine zu erledigen.
Klischees bedienen – Welches
Vorurteil hat sich bestätigt?
Bei Einzelhandelskaufmann denken
viele, ich würde nur Waren einräumen
und an der Kasse stehen. Das stimmt
schon mal gar nicht. Was aber vereinzelt vorkommt, sind anstrengende
Kunden. Von einem wurde ich mal
ziemlich herablassend behandelt. Er
regte sich sehr darüber auf, als ein bestimmtes Angebot nicht mehr vorrätig
war. Ich habe versucht, ihm ein alternatives Angebot zu machen, er ließ
aber nicht mit sich reden. Damit muss
man erst einmal umgehen lernen.
In der Regel dauert die Ausbildung drei Jahre. Bei
bestimmten Abiturientenprogrammen kann sie auch
kürzer sein. Die Ausbildung im Einzelhandel hat einen
sehr großen Praxisbezug. Der größte Teil findet in der
Filiale statt. Hier lernen die Azubis die verschiedenen
Aufgabenbereiche im Einzelhandel kennen. Während
der Ausbildung kann man sich auf verschiedene
Warengruppen spezialisieren. Zur Berufsschule müssen
die Azubis auch. Ob nun zweimal in der Woche oder
alle zehn Wochen variiert je nach Ausbildungsstelle. Die
Prüfungen legen die Auszubildenden vor der Industrieund Handelskammer ab.
Karten-Kalender gewinnen!
Logistisches Handeln ist genau euer Ding? Dann
beweist euer Organisationstalent mit dem
Kartenkalender von glueckssachen.de, den SPIESSER
fünf mal verlost! Damit könnt ihr jeden Tag aktuell
Wo A n n e s K a r r i e r e l e i t e r
h i n f ü h r t? F r a g t s i e a u f
S P I E S S E R .d e , P r o f i l n a m e :
M o m o En d e
anzeigen oder auf euer Wunschdatum verweisen. Ihr
seid eher handwerklich begabt? Auch gut: Nägel in die
Wand gehauen und Kärtchen drangehängt! Einfach
auf SPIESSER.de/gewinnen klicken.
einsteigen & loslegen
Z U RÜC K AU F L OS
Trikottausch
Michel, 18, war verrück t. Fußballverrückt.
Er wollte nur eins: Profi werden! Wie
„Bauchschmerzen“ ihn vom Platz gestellt haben
und warum er sein Lächeln trotzdem
nicht verloren hat
v o n M i c h e l I f f l ä n d e r, 18
Illustration: Juliane Dorn
23
Achtung
Mit fünf Jahren habe ich angefangen,
Fußball zu spielen. Ich hatte nichts
anderes im Kopf. Und ich war gut. Mit
elf war ich bei der Talentförderung
des DFB (Deutscher Fußball-Bund). Ich
hatte zusätzliches Training und durfte
sogar im Bremer Weserstadion spielen.
Mit 13 war ich vor dem Sprung auf eine
Fußballschule. Das hätte bedeutet: Weg
von meinen Freunden, hin zu einer
möglichen Karriere als Profifußballer.
Fertig
Doch dann habe ich Bauchschmerzen
bekommen. Eines Nachts musste meine Mutter mit mir ins Krankenhaus.
Die Ärzte haben uns wegen Verdacht
auf eine Magenverstimmung zweimal
wieder nach Hause geschickt. Beim
dritten Mal wurde ich dann notoperiert. Der Blinddarm wäre sonst fast
geplatzt. Auf die Frage, warum die Ärzte meine Situation nicht sofort richtig
erkannt hatten, sagten sie uns nur: „Er
hat ja noch gelächelt.“ Der Heilungsprozess verlief aber nicht wie erwartet.
Es sind Keime in die Wunde geraten
und sie hat sich entzündet. Fast zwei
Wochen später: eine zweite OP. Erst danach wurde mein Zustand besser und
ich konnte entlassen werden. Die Bilanz von sechs Wochen Krankenhausaufenthalt: ein Gewichtsverlust auf 27
Kilogramm. Bei einer Körpergröße von
1,35 Metern war ich also stark untergewichtig. An Leistungssport war nicht
mehr zu denken. Ich musste mich von
meinem Traum, in den größten Stadien der Welt zu spielen, verabschieden
und konnte für mehrere Monate nur
zuschauen, wenn die anderen Jungs auf
dem Bolzplatz gekickt haben.
Los
Also habe ich mich damit beschäftigt, was ich sonst noch gut kann:
zeichnen, schreiben, gestalten. Dabei
ist in mir wieder eine Leidenschaft
entflammt, die ich früher nur für den
Fußball hatte. Deshalb habe ich im
August eine Ausbildung zum Mediengestalter begonnen. Hier kann ich
all meine anderen Talente einsetzen.
Dem Fußball bin ich dennoch treu geblieben. Seit fünf Jahren spiele ich in
einem Verein im Nachbarort. Wohin
mich mein Weg geführt hätte, wenn
keine Bauchschmerzen dazwischengekommen wären? Ich weiß es nicht.
Denn ganz ehrlich, welches Talent
wird am Ende schon Profifußballer?!
Michels emotionalster
F u ß b a l l m o m e n t? F r a g t
ihn auf SPIESSER .de. Profilname:
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Ausbildung bei Lidl lohnt sich.
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Zu Ihrem Aufgabenspektrum gehören u.a. Kundenkontakt,
Verwaltungstätigkeiten, das Warengeschäft, Kassiertätig­
keiten sowie die Abwicklung logistischer Abläufe.
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Teams, das Sie immer unterstützt. Und Fairness wird bei
uns großgeschrieben.
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(Stand: September 2012).
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Lidl lohnt sich.
24
einsteigen & loslegen
Unter
dem
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Kommt eine Lieferung
von Objekten ins Haus,
packt Marlen mit an.
Ein Fitnessstudio braucht Marlen Tischer, 27, nicht.
Für sportliche und geistige Höchstleistungen sorgt ihr Job:
Die Wahlberlinerin arbeitet als Logistikerin für ein Auktionshaus
v o n A n n e W i r t h , 21
Fotos: Timo Schmidt
Lenovo Ultrabook zu gewinnen
Ihr wollt am liebsten gleich bei der ersten
Auktion mitsteigern? Warum nicht mit
einem nagelneuen Lenovo IdeaPad
U310? SPIESSER und Lenovo verlosen ein
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Marlen Tischer, 27, schnauft. Noch elf
steile Stufen muss sie den unförmigen Pappkarton hochtragen, neun liegen schon hinter ihr. Auch hinter ihr
stöhnt es: Thomas Höch, 49, kämpft
mit einer besonders großen Kiste. Ein
bedruckter A4-Zettel identifiziert den
Inhalt: Eine weiße Engelsstatue aus
Marmor ist es, die Marlen Tischers
Kollegen beinah in die Knie zwingt.
Es sind Auktionsgüter, die die
beiden die Stiege im Treppenhaus
der Repräsentanz
h i nau fsch leppen.
Marlen Tischer ist
Logistikerin beim
Online-Kunst- und
Auktionshaus „Auctionata“. Bei dem
Start-Up-Unternehmen kommen ab
Anfang Dezember
per
Live-Auktion
wertvolle Gegenstände unter den
Hammer – von Schmuck über Möbelstücke bis hin zu Beichtstühlen.
Ohne Logistiker läuft da nichts. Sie
sorgen dafür, dass die Objekte für die
Auktionen und den Online-Shop, den
Auctionata bereits betreibt, ins Haus
geholt und verschickt werden. Und
da heißt es eben auch mit Anpacken,
wenn eine Lieferung am Standort am
Kurfürstendamm eintrifft.
In der ersten Etage angekommen,
können die beiden erst einmal durchatmen. Doch nicht für lange, denn im
Eingangsbereich stapeln sich weitere
verpackte Gegenstände. Form und Größe lassen Gemälde erahnen. Gemurmel
füllt die langen Flure der Altbauwohnung. Turnschuhe knarzen über Stäbchenparkett. Mitarbeiter tragen, schieben und rollen Eingepacktes.
„Auktionen bestehen aus zwei
Dienstleistungen: dem Schätzen und
dem Versteigern von Objekten“, erklärt Tischer außer Atem. Für eine
erste Schätzung brauchen die Exper-
„Ein Cognac aus der Zeit
Napoleons kann 5000 Euro
einbringen.“
ten Fotos und eine genaue Beschreibung der Gegenstände. Ist der Artikel
tatsächlich wertvoll und der Verkäufer entscheidet sich für Verkauf oder
Versteigerung, werden professionelle
Fotos gemacht. Die finden sich anschließend in den Auktionskatalogen
wieder, eine passende Bildbeschreibung liefern die Texter. „Das sind alles Spezialisten, die eine langjährige
Beziehung zu ihrem Fachgebiet haben
und schon oft mit Museen oder Stiftungen zusammengearbeitet haben.“
Ob Ausbildung, ein Studium oder
einsteigen & loslegen
Weiterbildung im Bereich Transport
und Logistik: Den „richtigen Weg“ in
diese Branche gibt es nicht, Einstiegsmöglichkeiten bieten sich viele. „Ich
studierte Kunstgeschichte an der TU
Dresden, war danach in verschiedenen
Galerien und bin jetzt eben im Kunsthandel tätig“, verrät die 27-Jährige.
Das ganze Team packt mit an,
Tischer dankt es ihnen mit einem
Lächeln. Die heutige Warenlieferung
kommt aus Österreich, Käufer finden
sich in aller Welt. Nicht immer geht
es bei „Auctionata“ so hektisch zu.
Einen Großteil ihrer Zeit verbringen
die Logistiker im Büro. „Von dort aus
organisieren und koordinieren wir
die Vor- und Nachbereitungen, die
für den Versand der Ware erforderlich
sind.“, versichert Tischer.
Damit diverse Erb-, Sammel- oder
Fundstücke ihre Besitzer auch erfolgreich wechseln, sind vier logistische
Arbeitsabläufe notwendig: „Zuerst
wird der Artikel beim Kunden abgeholt, dann hier im Haus fotografiert
und beschrieben. Bis zum Verkauf
oder dem Termin der Versteigerung
wird er im Auktionshaus eingelagert
und anschließend zu dem Höchstbietenden transportiert – auch wenn er
beispielsweise in Hongkong wohnt.“
Marlen Tischer muss sich auf die
Speditionsfi rmen, mit denen „Auctionata“ zusammenarbeitet, verlassen
können. Vertrauen und guter Kontakt
zu lokalen Dienstleistern sind dabei
ebenso wichtig, wie die Gewinnung
neuer Partner. „Stell dir ein Spinnennetz vor: Nur mit einem überregionalen Einzugsgebiet kann jeder Kunde
erreicht werden“, erklärt die Logistikerin noch schnell, bevor sie wieder
die Treppe hinunter hastet.
Die Höchstgebote überraschen
nicht nur Marlen Tischer immer wieder. Auch dem einen oder anderen
Verkäufer klappt die Kinnlade herunter, wenn er erfährt, wie viel sein
„Trödel“ wert ist. So brachte vor wenigen Wochen eine Schätzung zum
Vorschein, dass ein Bild nicht die von
der Besitzerin vermutete Billigproduktion aus China war, sondern das
Werk eines bekannten Berliner Malers. Schätzwert: 5000 Euro. Solche
Happy Ends gibt es viele. Die Preisklassen variieren je nach Objektbereich, erklärt Tischer: „Die Einlieferungsgrenzen bei Briefmarken liegen
bei mindestens 150 Euro, Bücher nehmen wir ab etwa 200 Euro an. Teppiche müssen einen Quadratmeterpreis
von mindestens 250 Euro haben, und
Möbel starten bei rund 500 Euro.“
Sie greift zu einer Flasche: „Dieser
Cognac ist das skurrilste Objekt, das
mir bisher untergekommen ist.“ Dem
unspektakulären Behältnis sieht man
an, dass es bereits mehrere Jahre auf
dem Buckel hat: Das Etikett fehlt, das
Glas ist matt. „Die stammt aus dem
Jahr 1802, also noch aus Napoleons
Zeiten“, berichtet sie. Und: „Sollte
sich die Jahreszahl bewahrheiten,
kann der Cognac mindestens 5000
Euro einbringen – und das, obwohl
dies ein Sammlerstück ist und vielleicht nie getrunken wird.“ Nicht in
jedem Job bekäme man so außergewöhnliche Gegenstände zu sehen.
„Etwa drei Tage wird es dauern,
bis es hier wieder normal aussieht“, lächelt Tischer und lässt den Blick über
die Kistenberge schweifen. Ein Großteil der eben angelieferten Waren zieht
noch am Abend in das Außenlager um.
„Wer in der Logistikbranche tätig sein
möchte, sollte praktisch orientiert und
sportlich sein. Gelegentlich werden
die Klamotten schmutzig“, sagt sie.
„Und natürlich muss man ein Teamplayer sein“, nickt Thomas Höch, der
nun neben ihr steht. Der LKW ist ausgeräumt. Mittagspause. Vorerst können die zwei Logistiker durchatmen.
Was Anne am liebsten
ersteigern würde?
Fragt sie auf SPIESSER.de,
Profilname: Julianne
25
Ein Cognac von 1802 –
skurrilstes Objekt in den
Auctionata-Beständen.
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26 einsteigen & loslegen
ST Ä D T E P O R T R Ä T
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Gestadt
v o n T h e o M ü l l e r, 21
I l l u s t r a t i o n: J u l i a n e D o r n
er Ausgabe verrät
studieren und arbeiten lässt. In dies
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lebe
a
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sich
es
en
den
in
Wir stellen euch Städte vor,
chen Oldenburg sogar echte Palmen wachsen
euch SPIESSER-Autor Theo, dass im beschauli
Die Stadt in einem Satz:
Gutbürgerliche MöchtegernGroßstadt auf liebenswertem Selbstfi ndungstrip.
Hier studiert man:
Wahlweise rauchen die
Köpfe an der Jade-Hochschule oder der
Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg. Letztere wurde 1973 gegründet,
davor gab es nur eine Pädagogische
Hochschule für die Lehramtsstudenten.

Hier arbeitet man:
Wer in Deutschland Fotos
entwickeln lässt, der hält meist ein
Oldenburger Produkt in den Händen.
Cewe Color ist der größte Fotohersteller Europas, viele Millionen Fotos
laufen hier jedes Jahr vom Band. Ansonsten gibt es kaum Industrie und
sehr viele Dienstleistungsunternehmen, Ausnahme ist der Autozulieferer
Peguform, der Teile für VW und Daimler produziert. Viele Oldenburger arbeiten in einem der Dutzenden IT-Betriebe.
Das studiert man:
Schwerpunkte liegen klar
in den Naturwissenschaften, etwa in
Meeresbiologie und Energietechnik.
Geisteswissenschaftliche Fakultäten
gibt es trotzdem – allein der gefühlten Unmenge an Leuten wegen, die
hier auf Lehramt studieren. Medizin
kommt in Kooperation mit einer niederländischen Uni demnächst auch
noch in die Wundertüte.
Da tummeln sich die Touris:
In der Innenstadt. Kleinkinder
müssen auf ein bronzenes Oldenburger Pferd klettern, die Erwachsenen
Vorträge über eben dieses Oldenburger Pferd über sich ergehen lassen.
Dann geht es zum Wandbild des früheren Landesherrn Graf Anton Günther. Der hatte auch ein Pferd. Aktuell in der Diskussion: ein bronzenes
Pferd, diesmal vor dem Schloss, mit
Graf Anton Günther im Sattel.
DER Ort fürs Date:
Hafenpromenade! Mehr als
ein bisschen Kies wird da nicht mehr
umgeschlagen, dafür gibts lauschige
Cafés mit Blick auf die Hunte, einen
Nebenarm der Weser. Hach.
DER Trend:
Massenaufläufe bei Wohnungsbesichtigungen. Die etwa 250 Interessenten
pro Wohnung gucken bei diesen Anlässen stets traurig und erzählen einander Schauergeschichten über den
knappen Wohnraum, Schimmel im Allgemeinen und Bahnlärm im Speziellen.
Das Klischee:
Der Oldenburger, so munkelt man, schaut insgeheim neidisch
nach Bremen. Zum Trost erfanden
die Handelskammern die „Metropolregion Bremen-Oldenburg“ und der
Zug nach Bremen heißt jetzt „RegioS-Bahn“, braucht für die Strecke aber
nach wie vor gute 40 Minuten.
Das isst man hier:
Die Oldenburger Palme, Grünkohl! Zusammen gegessen mit Kartoffeln, Pinkel-Wurst und Kassler. Bevorzugt genossen bei Butterfahrten und
jedem anderen gesellschaftlichen Anlass. Fehlt der Anlass, wandert man
mit einem Bollerwagen stundenlang
durch die Gegend, bis man ihn gefunden hat oder sich an dieses Problem
nicht mehr erinnern kann. Das nennt
sich dann „Kohlfahrt“.
Der Geheimtipp:
Ins Polyester gehen! Ausgesprochen ansprechendes Diskoclubloungebistro, auf jeden Fall das
Zentrum derjenigen, die beim Wasmit-Medien-Machen in Oldenburg
gestrandet sind. Immer gut für einen
kulturell hochwertigen und trotzdem
chilligen Abend.
Warum The o Oldenburg von
k lein auf treu geblieben
ist? Fragt ihn auf SPIESSER .de,
Fakten, Fakten, Fakten
Bundesland: Niedersachsen
Einwohner: 162.000
Fläche: 103 km2
Oberbürgermeister:
Gerd Schwandner
Studierende: ca. 13.500

Profilname: The oMueller
Interessant zu wissen:
1967 wurde in Oldenburg die
erste große Fußgängerzone Deutschlands eingerichtet, eine für die Zeit
äußerst moderne und von vielen
skeptisch betrachtete Neuerung.
Ist Grillen im Park erlaubt?
Es ist nicht verboten, aber auch nicht
gern gesehen. Und um 20 Uhr ist Zapfenstreich, dann schließt die Verwaltung die Eingangstore.
einsteigen & loslegen
A U SE M I T . . .d Inc.
M I T T A G SPMc
Donald‘s Deutschlan
... Wolfgang Goebel,
„Begeistert waren
meine Eltern nicht“
McDouble gabs bei Vanessas „Mittagspause mit“ nicht – obwohl es Wolfgang
Goebels erklärter Lieblingsburger ist.
Seit 27 Jahren arbeitet Wolfgang Goebel, 51, bei McDonald‘s. Inzwischen ist er
Personalvorstand und für 64.000 Mitarbeiter verantwortlich. SPIESSER-Autorin Vanessa
hat er verraten, warum er sein Studium abgebrochen hat – und was sein liebster Burger ist
Herr Goebel,
McDonald‘s?
essen
Sie
bei
Ja, gestern hatte ich in der Filiale neben
unserem Hauptsitz einen McDouble.
Was ist Ihr Lieblingsburger?
Der McDouble! Der ist zwei-, dreimal
die Woche fällig. Das Prinzip Brot,
Käse, Fleisch hat für mich schon immer funktioniert.
Wollten Sie schon
immer zu
McDonald’s?
über. Zwar bin ich ein sozial eingestellter Mensch, aber ich weiß auch,
dass das Grenzen hat. Ich glaube aber,
dass es sinnvoll ist, Menschen ein
größtmögliches Maß an Freiheit zu
gewähren und sie dabei zu unterstützen sich weiterzuentwickeln. Da haben wir bei McDonald’s viele Möglichkeiten: Wir bieten in Zusammenarbeit
mit den Volkshochschulen Computerkurse, Mathekurse,
Sprachkurse... Alles
Dinge, die man bei
McDonald’s neben
dem Pommes-Schütteln nicht vermuten
würde.
„Gehalt war nie
mein Antrieb“
Essen gehen schon
immer, das mit dem
Arbeiten hat sich
ergeben. Eigentlich
wollte ich Lehrer
werden, weil ichs
besser machen wollte als meine Lehrer. Nach dem Zivildienst entschied ich
mich aber doch für ein kaufmännisches
Studium. Das bot mir vielfältigere Berufsperspektiven.
Und das Gehalt ist besser?
Gehalt war nie mein Antrieb, auch
wenn sich das aus einer Vorstandsposition leicht behaupten lässt. Als Lehrer und auch in meinem Job geht es um
Wertevermittlung. Ich versuche auch
in einem betriebswirtschaftlich geführten Unternehmen wie McDonald’s
Prinzipien wie Chancengleichheit, Toleranz und Ehrlichkeit umzusetzen.
Sind Sie ein Gutmensch?
Menschen, die sich als Gutmenschen
bezeichnen, stehe ich kritisch gegen-
Sie haben Ihr BWL-Studium abgebrochen und als Trainee bei
McDonald’s angefangen. Wie
kam es dazu?
Das Studium war mir zu trocken, eigentlich wollte ich etwas Praktisches
machen. Damals war ein Duales Studium leider noch kein Thema. Ich habe
also abgebrochen und als Trainee in
der Filiale am Kölner Dom angefangen.
Eine typische McDonald’s-Karriere.
Wäre eine solche Karriere heute
noch möglich?
Ja. Unser Unternehmen vereinbart
sehr vielfältige Karrierewege. Es
kommt nicht so sehr auf den Schulabschluss an, sondern darauf, wie man
hier performt, wie man mit den Kolle-
gen und Kolleginnen umgeht und ob
man Fachkenntnisse hat.
Mussten Sie sich mit Ihrem
Wunsch gegen Ihre Eltern durchsetzen?
Da ich ein tolerantes Elternhaus hatte, sagten sie nur: „Junge, überleg dir
gut, was du tust.“ Aber begeistert waren meine Eltern erst mal nicht. Wie
die meisten Eltern haben meine gern
gesehen, dass der Sohn studiert. Das
macht Eltern stolz.
Was geht
nicht?
im
Lebenslauf
gar
Jobhopping muss man sich näher
anschauen. Wenn jemand 30 ist und
schon sieben verschiedene Arbeitgeber in kurzer Zeit hatte, muss das noch
nicht an sich ein Fehler sein. Wenn es
aber im Gespräch immer heißt „Mein
Vorgesetzter war ein Riesenidiot und
ist nie mit mir zurechtgekommen, obwohl ich so ein einfacher Mitarbeiter
bin“, klingeln meine Alarmglocken.
Was ist mit Lücken?
Vor fünf Jahren hätte man Auslandsaufenthalte vermutlich als Lücken betrachtet. Aber diese klassische Lücke,
zum Reisen beispielsweise, ist überhaupt kein Fehler. Das ist toll.
O b Van essa ein e klassisch e
Lü cke im Leben slau f
h at? Fragt sie au f SP I ESSER.de,
P ro filn ame: Van essa Vu
v o n Va n e s s a Vu , 20
Fotos: Said Burg
27
28
austoben & entspannen
„Monumental scheiße“
v o n F r i e d e r i ke M a r i e K r ü g e r, 21
Fotos: David Friedmann
Friederike
Kommen Indie-Bands eigentlich früh aus dem Bett? SPIESSER-Autorin
24,
24, Gordian, 30, Arne, 24, Simon,
hat es getestet und sich mit Micka,
zum Frühstück getroffen
und Dominic, 25, von den Kilians
SPIESSER Guten Morgen, Männer! Wann kriecht ihr nach
einer Konzertnacht wie gestern für gewöhnlich aus euren
Betten?
Micka Normalerweise relativ früh, weil alle wieder
zurück nach Hause müssen. Die Rückfahrten sind oft lang
und bei Simon wartet seit neuestem ein kleines Kind.
Heute hätten wir es mal nicht weit gehabt, heute wären
wir tatsächlich bis halb elf im Bett geblieben.
SPIESSER Wie war der Auftritt gestern Nacht?
Simon Monumental scheiße.
Dominic Die Technik war ungefähr so schlecht, wie bei
unserem allerersten Auftritt in unserem Heimatort. Dafür
war damals die Stimmung besser.
SPIESSER Zieht ihr nach euren Auftritten noch um die
Häuser?
Gewinnt Kilians-Alben
& Tourtickets
Keine Lust, bis zum Auftritt der Kilians
bei den Jugendmedientagen vom 9. bis 11. November
in Hamburg zu warten? Gewinnt fünf CD-Pakete mit allen Alben
der Band. „Kill The Kilians“, „They Are Calling Your Name“ und das
neue Album „Lines You Should Not Cross!“ warten auf euch – und
drei mal zwei Tickets für die Tour, die bis 28. Oktober quer durch
Deutschland führt. Alles auf SPIESSER.de/gewinnen
MP3-DOWNLOADS
Holt euch diese sechs MP3s
im kostenlosen Download auf SPIESSER.de. Aber seid schnell! Jeden Song gibt es genau 1.000-mal
HIP-HOP
ELECTRO/HIP-HOP
INDIEPOP
ELECTRO
Dope D.O.D.
„What happened“
Materia, Yasha & Miss Platnum
„Feuer“
Satellite Stories
„Sirens“
Brockdorff Klang Labor
„Sad Eyed Punk Punk“
Was ist da passiert? Da kam jemandem die Idee, Gangstarap mit Dubstep
zu mixen und damit absolut im Kommen zu sein. Dope D.O.D. wummern
und krachen – das ist passiert!
Wie eine Schachtel Pralinen: Yasha
versüßt uns das Lied mit seiner klaren
Stimme, während Materias Rap durch
den Gehörgang träufelt wie Sirup. Miss
Platnum ist das Sahnehäubchen on
top. Lasst es euch schmecken!
Die Auswahl an Indiebands ist groß
und diese Finnen fügen sich nahtlos
dort ein – neu ist der Sound nicht.
Dafür halten sie, was sie im Web versprechen: We want people to have a
good time, enjoy life as it is. This is it.
Stunden nachdem man „Sad Eyed Punk“
gehört hat, bleibt das Lied im Ohr. Die
Strategie: Psychodelische Melodien und
Gesang, der sich zu den „Stimmen,
in meinem Kopf“ einfügt. Du. Musst.
Brockdorff. Hören. Du. Musst...
Passt zu: Warm werden in der Disco.
Vom Album: - (Gibts nicht. Sorry.)
Exklusiver Singletrack
Passt zu: Morgengymnastik.
Vom Album: „Phrases to Break The Ice“
www.satellitestories.com
Passt zu: Bisschen neben sich stehen.
Vom Album: „Die Fälschung der Welt“
www.brockdorff.com
Passt zu: Autofenster, Sonnenbrille
und Bass auf!
Vom Album: „Branded“
www.dopedod.com
austoben & entspannen
Die K il
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Stimmung während des
Konzerts ab. Gestern wäre
es wohl ein Frustbesäufnis
geworden.
Dominic Alle zusammen ziehen
wir nur ganz selten los, da hat
jeder inzwischen seinen eigenen
Rhythmus. Früher haben wir das
öfter gemacht.
Micka Wir wissen alle, was du hören
willst: Es kann auch schon mal übel
enden!
SPIESSER Was heißt übel?
Simon Wenn am nächsten Morgen
jemand verschwunden ist und
ohne Handy in einem fremden
Zimmer aufwacht, ist auf jeden
Fall was schiefgelaufen. Was genau
passiert ist, bleibt allerdings meist
im Verborgenen. Weniger geheim
sind Dinge, die während Konzerten
geschehen. In Trier hat Thees
Uhlmann mal unseren Auftritt
beendet, als ich betrunken und lallend
auf den Boxen herumgeklettert bin
und von der Bühne fiel. Aber sowas
bleibt auf jeden Fall in Erinnerung.
SPIESSER Wenn das gerade nicht
passiert ist: Frühstückt ihr auf Tour
zusammen?
Arne Außer dem, der richtig verkatert
ist, frühstücken alle zusammen.
Gordian Derjenige kriegt dann ein
Brot für den Bus geschmiert.
Simon Für mich habt ihr das noch
nie gemacht!
Micka Auf jeden Fall essen wir
was Ordentliches. Simon liebt das
englische Frühstück mit Würstchen
und Toast. Ich finde Buffets toll. Dort
sind einem keine Grenzen gesetzt
und man kann so oft zur RühreiTheke gehen, bis einem schlecht ist.
SPIESSER Könnt ihr von der Musik
leben?
Gordian Die Musik ist ein guter
Nebenverdienst, aber wir haben
alle ein zweites Standbein. Und
ein drittes. Anders geht es nicht.
Ich arbeite vier Tage die Woche als
Psychologe in einer Reha-Klinik.
Arne Ich studiere Geographie in Köln
und arbeite nebenbei als Küchenhilfe.
Simon Bei mir sind es die
Rechtswissenschaften, die ich in
Bochum studiere. Nebenbei arbeite
ich als Komponist und mache ein
Praktikum, aber gerade bin ich in
Elternzeit.
Micka Ich studiere Architektur in
Münster und arbeite manchmal bei
meinem Onkel, der Zimmermann ist.
Dominic Und ich habe gerade
BWL
in
Köln
abgebrochen.
Nächstes Jahr werde ich zu
Informationswissenschaften wechseln
und solange für das Magazin
Electronic Beats arbeiten.
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e
h
c
i
l
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c
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n
Me
Ersatzteillager
In Neal Shustermans Bestsellerroman
„Vollendet“ fliehen drei Jugendliche vor
ihrem Schicksal – sie sollen „umgewandelt“
werden. Beantwortet eine von drei Fragen
zu dem Buch unter SPIESSER.de/vollendet
und gewinnt eine Spiegelreflex-Kamera:
Was bedeutet es
für eine Gesellschaft, wenn jugendliche Rebellen
und unerwünschte
Kinder „umgewandelt“ werden?
1
W ie Fr iederike au s dem
Bett geko mmen ist? Fragt
sie auf SPIESSER.de, P ro filn ame:
Abbildung kann abweichen
Simon Es hängt von der
29
Fr ied er ikeMar ie
S
Deutschrock
Rock/Pop
Betontod
„In Sekunden“
Pickers
„Du gehörst mir”
Traurige Texte muss man mitheulen
können. Wenn nicht, wird gegröhlt.
Funktioniert bei diesem Lied bestens
– da können auch mal ein paar Tränchen in der größeren Runde beim
Schunkeln verdrückt werden.
Das sind doch nicht...? Nein, wir haben
es nicht mit den Arctic Monkeys zu
tun. Ist doch eigentlich klar: Ohrwurmgarantie und ein Hauch von Straßenmusikcharme, das müssen die Pickers
aus Berlin sein. Jabdabadap!
Passt zu: Alte Geschichten erzählen.
Vom Album „Entschuldigung für Nichts.“
www.betontod.de
Passt zu: Ausgehen mit der Freundin.
Vom Album: „Modern“
www.pickersmusic.de
Ist das Szenario
in „Vollendet“
realistisch?
Wäre so etwas in
unserer heutigen
Gesellschaft möglich und warum?
2
3
Die drei besten Beiträge prämieren wir
mit einer digitalen
Spiegelreflex-Kamera
von CANON. Ihr
könnt euren Beitrag
entweder in Form
eines Textes, eines Videos
oder in einer anderen Form, die euch
liegt, einreichen.
Einsendeschluss ist der
15. November 2012
Alle Infos zum Buch unter:
www.facebook.com/vollendet oder auf
der Webseite www.vollendet-buch.de
Einsendes
c
15. Novem hluss
ber 2012
www.SPIE
Wäre es unter
bestimmten
Umständen in
Ordnung, Menschen
zur Spende eines
Organs zu zwingen
und warum?
SSER.de/v
ollendet
Eine Stadtfahrt,
die ist lustig
Anna (links) teilt Janins (Mitte) Leidenschaft
für Fußball – und ich verstehe nur Bahnhof.
Langweilige Stadtrundfahrten in überfüllten Doppeldeckerbussen?
Nicht mit Schauspielerin Janin Reinhardt! Sie führt die SPIESSER-WGBewohnerinnen Anna und Anne im kleinen ŠKODA Citigo durch das große
Hamburg und zeigt ihnen ihre persönlichen Lieblingsplätze.
Städtetrip
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SPIESSE
Gewinn muss nicht exakt den Abbildungen entsprechen.
Unser
hat sie auch eine Dauerkarte, erzählt
gelber Flitzer, Anna und ich. Ich war
nach
Hamburg.
sie. Und dann noch gleich mit voller
noch nie in der Hansestadt und bin
Begeisterung die gesamte Geschich-
gespannt. Zum Glück sind wir nicht
te des Vereins. Ich verstehe nur Bahn-
völlig auf uns gestellt. Moderatorin
hof, während Anna wie gebannt an Ja-
und Schauspielerin Janin Reinhardt
nins Lippen hängt. Ich bin es deshalb
hat uns eine Stadtführung angeboten.
auch, die zum Weiterfahren aufruft –
Denn im Gegensatz zu uns wohnt sie
Hamburg hat bestimmt noch mehr zu
schon seit fünf Jahren hier.
bieten als einen riesigen Betonklotz
Unser Treffpunkt ist das Fußballsta-
mit Wiese in der Mitte!
dion des Hamburger Sport-Vereins,
Janin lacht. „Na gut, dann zeig ich
kurz HSV. Es ist heute ziemlich leer
euch erst mal den Hafen. Der hat so
hier, deshalb und wegen der Signal-
etwas von Freiheit!“, begründet sie
farbe unseres Autos findet Janin uns
ihre Wahl. Janin setzt sich ans Steu-
auch sofort. „Warum beginnt unsere
er, richtet Sitz und Lenkrad – sie ist
Stadtführung eigentlich am Rande von
nämlich etwas kleiner als ich – und
Hamburg vor einem leeren Stadion?“,
braust auch schon los. Klar, dass sie
kommt Anna mir zuvor. „Weil ich mit
im Stadtverkehr nicht so zimperlich ist
Leib und Seele HSV-Fan bin, seit ich
wie ich. Sie kennt sich hier ja aus.
in Hamburg wohne. Ich gehe ständig
Es dauert nicht lang, dann sind wir
zu Spielen und trage dann auch Fan-
auch schon da. Überall ankern riesige
schal und Trikot.“ Selbstverständlich
Schiffe und am Himmel kreisen Vögel.
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Anna: „Dürfen wir hier
überhaupt durchfahren?"
Nein, das ist ein Fußweg.
das überhaupt kein Problem. Wäh-
Trüffelpasta auf der Motor-
rend wir essen, tauschen wir uns
haube: eine Wonne!
über unsere Fahrkünste aus. Beim
Thema Einparken scheint sie eindeu-
Janin hatte recht – bei dem Anblick
selbst mit Janin als Lotsin neben mir
tig mehr draufzuhaben als wir. „Das
packt uns tatsächlich das Fernweh.
fühle ich mich, als stünden wir in ei-
geht mit links. Eine Freundin hat es
Am liebsten würden wir mit einem der
nem Wald aus Durchfahrt-verboten-
mir beigebracht.“ „Die Kühe in mei-
Tanker in die Welt hinaus schippern.
Schildern. Wir drehen ein paar ziello-
nem Heimatdorf interessiert es nicht,
Aber wir können unsere Stadtführerin
se Runden, bis wir Licht am Ende des
wie die Autos stehen“, versuche ich,
ja nicht einfach stehen lassen, denn
Tunnels sehen. Unsicher fragt Anna:
meine minderwertigen Fähigkeiten zu
mitkommen würde sie nicht. „Ich war
„Dürfen wir hier überhaupt durchfah-
rechtfertigen. Anna beruft sich auf die
einmal auf einer Kreuzfahrt in die Ka-
ren?“ „Ach, bestimmt“, antworte ich
Parksensoren des Citigo – wer muss
ribik. So schnell werde ich das aber
und fahre einfach. Natürlich kommen
da noch einparken können? Bei der
nicht wiederholen, dafür bin ich ein-
wir direkt auf dem Fußweg raus. Zum
Führerscheinprüfung haben aber wir
deutig noch zu jung.“ Ferne Länder
Glück hat uns niemand gesehen. „Der
die Nase vorn, denn Anna und ich ha-
bereist sie lieber mit festem Boden
Citigo passt einfach überall durch“,
ben beim ersten Versuch bestanden,
unter den Füßen und einem Rucksack
lacht Janin und schaltet geistesge-
Janin erst beim zweiten: „Meinem
auf dem Rücken. „Ich war einmal für
genwärtig
Führerschein ist leider ein Fahrradfah-
anderthalb Monate in Australien un-
ein. Ziel: La Trattoria da Enzo.
rer in den Weg gekommen. Aber dafür
terwegs – das war der Hammer.“
Auf Janins Lieblingsitaliener freuen
fahre ich seit zwölf Jahren unfallfrei.“
Viel Zeit zum Verweilen bleibt uns
sich auch unsere knurrenden Mägen.
Nach dem Essen trennen sich un-
aber nicht, denn Hamburg ist groß
Unsere Begleiterin ist hier bekannt
sere Wege leider schon. Viel haben
und die Sonne nähert sich langsam
wie ein bunter Hund und als sie fragt,
wir gesehen von Hamburg, lecker
dem Horizont. Also wieder rein ins
ob wir unsere Trüffelpasta auch drau-
gegessen und sogar eine Verkehrs-
Übrigens: Janin Reinhardt ist
Auto und weiter gehts. Nur, wo lang?
ßen am Auto essen können, um den
regel gebrochen. Was will man mehr
ein ŠKODA-Kulturkopf. Was das
Diesmal sitze ich am Steuer, aber
Sonnenuntergang anzuschauen, ist
von einer guten Stadtrundfahrt?
bedeutet? www.skoda-kultur.de
das
Navigationssystem
austoben & entspannen
Wer bin ich?
beschäftigt. Doch jetzt hat alles
Viele große Denker der Philosophie haben sich mit dieser Frage
Warten ein Ende. SPIESSER hilft euch das Geheimnis um die Frage des Sein-oder-nicht-Seins
zu lüften: Welcher Seriencharakter seid ihr?
START
v o n F r a n k a P o h l , 19
Illustration: Juliane Dorn
Meine
Freunde
Sind nicht
wie ich, aber
auch ganz nett.
Sex
Freunde?
?
Erkläre ich mit Bienchen
und Blümchen.
Bist
du
Gärtner?
Zu dir
oder
zu mir?
Ich meide
Körperkontakt.
Physik- oder
Musikunterricht?
Physik.
Ich bin zu mysteriös,
geheimnisvoll und
atemberaubend.
Schlagsahne oder
Schokosoße?
Meine Wohnung
Teile ich
mit Homo
sapiens und
Zeitmaschinen.
Musik.
Habe ich für
mich alleine.
Meinst du
das sexuell?
Lieblingsinstrument?
Mein Lieblingssong
... ist un
t
Musikd er den
ownloa
ds
auf Seit
e 28.
Bist
du ein
Freak?
Hast du
das etwa
gesungen?
... fääähääällt mir
geeerade nicht eiiin.
Lügst du?
... finden in der
Wortherkunft ihren
Ursprung bei Luther.
Geheimnisse
Wie wird Freak definiert?
... sind da, um
gelüftet zu werden.
32
austoben & entspannen
33
Gewinnt fünf Modern Family DVDs!
Eine verrückte Patchwork-Familie, ein homosexuelles Ehepaar
und jede Menge kulturelle Unterschiede? Da ist der Spaß
vorprogrammiert. Wenn ihr alle eure Serien schon durch
habt und sehnsüchtig auf den nächsten Serienabend wartet,
dann auf SPIESSER.de/gewinnen gehen und eine von fünf
DVDs der ersten Staffel von „Modern Family“ gewinnen.
Legen... warte es kommt
gleich … DÄÄÄR
Sexxxyyy! Alles dreht sich nur um dich, dein Aussehen
und dich. Nie um einen Spruch verlegen und wirklich
legen... warte es kommt gleich... DÄÄÄR. An Barney Stinson
kommst du zwar noch nicht ganz ran, aber keine Sorge Bro, Übung macht
den Meister.
Deine Sendezeit: Eigentlich immer. Mittwochs ab 22.15 Uhr aber auch
vormittags, falls du eine alte Folge verpasst hast.
Tollpatsch
Du zerstörst einen Fernseher, klaust einen neuen,
machst diesen auch kaputt und trotzdem lieben
dich alle. Du machst Probleme, versuchst sie
zu lösen, reitest dich dabei total in die Scheiße und keiner ist dir böse? Du solltest jetzt
einfach über dein Glück singen und weiterhin
unschuldig gucken wie Jess aus New Girl.
Deine Sendezeit: Die chaotische WG rund um das New Girl macht gerade eine kleine Pause. Aber bald kannst du Jess wieder in der Flimmerkiste
hüpfen sehen. Auf dem Sender mit der Zahl 7 natürlich.
Teil 14
Roadtrip
FAHR
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ANFÄNSPGIEESSRER
Die Fahrschul-Serie im
Was ist euch Spannendes oder Lustiges auf eurem Roadtrip
passiert? Auf SPIESSER.de habt ihr es uns verraten. Die beste
Antwort bestimmt ihr. Außerdem haben wir wieder eine Frage
an euch: Wie ist es euch in der Theorieprüfung ergangen?
Fahren-Lernen.de verlost zehn Startpakete von blau.de. Einfach
auf SPIESSER.de klicken, Webcode: @fahrschule
Was ist euch Lustiges oder
Spannendes auf eurem Roadtrip passiert?
Zu laufenden Ermittlungen darf
ich mich leider nicht äußern.
- Hayek -
Unser VW-Bus wurde in
Australien von Papageien
attackiert. - kattig -
Ich wurde in Norwegen von
einem Elch verfolgt. Das war
spannend, lustig aber auch
etwas beängstigend. - Heidiii -
Ein Mädels-Kurzurlaubs-Trip ist ja eigentlich nur spannend für
Mädels. Aber anscheinend waren unsere Blödeleien im Auto auf
der Autobahn im Stau auch für den Bus zwei Spuren neben uns,
vollgestopft mit Schulklassen, sehr amüsant. Es wurden Zettel an
die Fenster gehalten und Luftküsse zugeworfen. - kartoffelhugo -
Mit Fahren Lernen Max inklusive App sicher
durch die neue Theorieprüfung!
A. – A was? Na A!
Wie die sagenumwobene Hauptperson aus der USErfolgsserie Pretty Little Liars bist du auffällig unauffällig. Nicht einmal in der ersten Staffel taucht
A auf. Keiner weiß, wer A ist. Mysteriös! Du sammelst
Informationen auch lieber, als sie rauszugeben, und bleibst gerne im Untergrund. Das heißt nicht, dass du unwichtig oder schüchtern bist. Lediglich, dass du weißt, wann du den Mund zu halten hast.
Deine Sendezeit: Im deutschen Free TV ist die Serie Pretty Little Liars
leider noch nicht zu sehen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden.
Bazingaaaa!
Weil du nicht schön, dafür schlau bist. Etwas vernarrt
in die Wissenschaft, manchmal unbeholfen im Umgang
mit Menschen, dafür etwas gaaaanz Besonderes. Wie
The Big Bang Theory Star Sheldon bleibst du den Leuten im
Gedächtnis. Nicht immer positiv, dafür bist du aber auf jeden Fall unterhaltsam.
Deine Sendezeit: Dienstags ab 21:40 Uhr, aber auch vormittags laufen
alte Folgen der Freakshow.
W i e l e g e n . . . w a r t e e s ko m m t g l e i c h . . . d ä r F r a n k a i s t?
F r a g t s i e a u f S P I E S S E R .d e , P r o f i l n a m e : C h a o s n u d e l
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bei denen ihr nicht mehr das ursprüngliche amtliche
Bild seht, sondern eine geheime Variation davon.
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nen-Trainer hilft euch, die Verkehrssituation
hinter dem Bild zu verstehen und ihr spart
euch sinnloses Auswendiglernen.
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*Für die Nutzung der kostenlosen Fahren Lernen App ist ein gültiger Zugang für das kostenpflichtige Online-Lernsystem Fahren Lernen Max, das es exklusiv in Fahrschulen gibt, sowie eine mobile Internetverbindung erforderlich.
Wir empfehlen WLAN. Für die Internetverbindung und die Datenübertragung können providerabhängige Zusatzkosten entstehen. Die erforderliche Hardware wird vom Schüler selbst gestellt. Hard- und Software-Voraussetzungen: iPad®, iPad® 2, iPhone® 4S, iPhone® 4, iPhone® 3GS, iPod touch® 4, iOS 4 oder höher. AndroidTM: ARMv7 Prozessor mit min. 550MHz, OpenGL ES2.0, H.264 & AAC H/W Decoders, Android 2.2, 2.3, 3.0, 3.1, 3.2 oder 4.0. Technische
Änderungen und Irrtümer vorbehalten. Abbildungen ähnlich. Die Abbildung ist aus der Version Fahren Lernen Max
Klasse B. Abweichender Funktionsumfang je Klasse, Fremdsprache und Plattform.
34
austoben & entspannen
H ä rt et e st
Mythodia sehen
und sterben?
SPIESSER-Autoren stellen sich dem Härtetest. Kai trifft beim Live-Ro
llenspiel
auf fremdartige Kreaturen. Ist er dem Gipfel des Nerdtums gewachsen?
v o n K a i R i e g e r, 24
Fotos: Marcus Lorenczat
BILLY BOY PartyKühlschrank
gewinnen!
Ihr braucht mehr Ausdauer für
euer Rollenspiel im Bett oder den
richtigen Energieschub für die
nächste Mottoparty? SPIESSER
und BILLY BOY verlosen einen mit
BILLY BOY Energy Drinks randvoll
gefüllten Party-Kühlschrank. Um
die kleinen schwarzen Dosen
zu gewinnen, macht mit auf
SPIESSER.de/gewinnen
Gemütlich schaukelt mein Bus durch
das niedersächsische Flachland. Ich
schaue angespannt die langen Alleen hinunter, während Kühe blöde
zurück starren. Nein, ich bin nicht
auf dem Weg zum Bio-Bauernhof.
Mein Reiseziel ist
ein Live-Rollenspiel
(LARP) mit dem Namen
„Conquest“.
Auf dem Kontinent
Mythodia,
einer
fiktionalen
Insel,
werde ich mich mutig unter tausende
Siedler mischen. Noch weiß ich nicht,
was mich dort erwartet und versuche, dem „extra simpel gehaltenen“
Regelwerk zu entnehmen, was es mit
LARPs auf sich hat. Kurz gesagt: Es
handelt sich um ein Spiel, das über
mehrere Tage stattfindet und bei
dem die Teilnehmer in die Rolle eines
ausgedachten
Fantasy-Charakters
schlüpfen. Ich habe zwar selbst World
of Warcraft gespielt, aber das hier
scheinen neue Dimensionen zu sein.
Kurze Zeit später hält der Bus
vor dem Eingang zum „Conquest“.
Dort begrüßt mich Sid, ein kleiner
Mann mit breitem, freundlichem
Grinsen – und Waffenladenbesitzer
in Mythodia. Im „richtigen Leben“
ist er Vertriebsleiter für die hier benutzten Gummiwaffen. Jetzt soll er
mich in seinem Laden in der größten
Zeltstadt einkleiden. Während wir
über das Feld laufen, fühle ich mich
unwohl in meinen Alltagsklamotten,
denn auf dem Weg begegnen uns allerlei Orks, Männer in Bademänteln
(oder Zauberroben?) und im Gleichschritt marschierende Ritter.
Wie Herkules – oder diese
Leute im Dschungelcamp.
Das Gelände besteht aus befestigten Zeltlagern inmitten kleiner
Waldstücke, zwischen denen viel
Platz zum Kämpfen ist. Als wir die
„Stadt“ erreichen, ducke ich mich erleichtert in Sids Zelt hinein, denn für
meine „normalen“ Klamotten habe
ich einige verwirrte Blicke geerntet.
Jetzt bekomme ich ein 40 Kilo schweres Kettenhemd übergeworfen, beim
Anlegen muss mir Sid helfen. Dazu
erhalte ich eine Kettenhaube, einen
Helm aus Hartplastik und eine martialisch anmutende Hellebarde, die
aber leicht und weich ist, so dass ich
niemanden damit verletzen kann.
Mittlerweile ist meine Transformation komplett, aber ich habe keine
Ahnung, was ich als Nächstes tun
soll. „Ganz einfach: Spielen!“, ruft Sid.
Da es mir zu blöd wird, tatenlos herumzustehen, fasse ich mir ein Herz
und fange an. Ich will meine Stärke
beweisen und Aufgaben erfüllen, wie
Herkules, Siegfried – oder diese Leute
im Dschungelcamp. Im Kostüm finde
ich das Ganze nicht mehr befremdlich,
sondern aufregend. Ab sofort bin ich
ein barfüßiger Söldner, der für Ruhm
und Ehre kämpft!
Mein Enthusiasmus wird schnell
gebremst: In der Stadt fange ich mir
sofort Ärger ein, weil ich mich über
das kleine Beil eines Hühnen lustig mache. Daraufhin will er mich prompt in
der lokalen Arena verprügeln. Obwohl
das Kämpfen am Anfang seltsam anmutet, gewöhne ich mich schnell daran. Bei einem Treffer zucke ich theatralisch zusammen und nach einem
Schlag auf den Kopf werfe ich mich
ohnmächtig zu Boden. Danach bin ich
schweißgebadet und muss zugeben,
dass das Kettenhemd zwar gut aussieht, aber in Kombination mit viel
Bewegung meinen Kreislauf in die
Knie zwingt. Ziellos wandere ich über
die Felder und verspüre kurz Nostalgie für die Zukunft: Ich vermisse
mein Handy, meine Armbanduhr und
vor allem meine Schuhe. Das alles
habe ich in Mythodia nicht, „AußerSpiel“-Gegenstände sind verboten.
Zurück in der Stadt treffe ich auf
Sid, der an einem Zelt lehnt. Er schickt
mich zu Meister Flinkfuß, einem
Freund von ihm. Dort angekommen,
mühe ich mich mit der geschwollenen Pseudo-Mittelaltersprache ab:
austoben & entspannen
35
STAATLICH
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GEFÖRDERTES
CHAOS
Die Energiewende kostet Geld viel Geld sogar. Die Strompreise
schießen durch die Decke, weil
wir mit unserer Stromrechnung
neue Kabel und Öko-Kraftwerke
zwangsweise mitfinanzieren.
Meine-Deine-Energie-Blogger
Theo fragt: “Ist das gerecht?”
Einen Hühnen wegen
seines kleinen Beils
auslachen? Gibt Ärger.
Theo, 21
Auf die Helme! Skeptisch
wappnet sich Kai für sein
erstes Live-Rollenspiel.
„Edler Meister Flinkfuss, ich benötige
eine Aufgabe, um meine Würdigkeit
zu beweisen!“ Flinkfuß lacht und
wirft mir ein Kupferstück zu: „Geh
ins Feuerlager einen Tee trinken!“.
Kupfer, Silber und Gold sind hier zwar
Spielgeld, können aber auch gegen reale Dinge wie Tee eingetauscht werden. Als ich durch das Tor zum Lager
will, hält mich eine Elfin auf und lässt
sich meine Arme und Beine zeigen
– „wegen der Pest“. Dann erst darf
ich eintreten. In der Mitte des Lagers
brennt eine riesige Feuerschale neben
einem Altar aus Pappmaché. Daneben
ist ein großes, schwarzes Zelt aufgebaut. Während ich meinen Tee leere,
komme ich unter anderem mit einem
Ritter ins Gespräch, der mich zu einem besonderen Event einlädt: einem
„Töpferkurs“ im Orklager.
Für einige Silberstücke hat er
Gummischädel zum Verkleiden gekauft, mit dem wir Zugang zu dem
für Menschen verbotenen Ork-Ort
erhalten können. Mein neuer Freund
drückt mir ein Bier in die Hand und
wir flanieren zum Lager. Auf dem
Weg reden wir über LARP im Allgemeinen, aber auch über ganz Alltägliches. Kurz vor unserem Ziel schaltet
mein Begleiter sofort wieder in seinen
Rittermodus um und begrüßt die Torwachen mit einem „Seid gegrüßt edle
Orks, wir sind hier zum Töpferkurs!“.
Der Kurs stellt sich als Schlammcatchturnier inklusive Feuerspuckern
und Bauchtänzerinnen heraus. Ich
sehe die beste Show meines Lebens,
besonders der Kampf „Blondes Biest“
gegen die „Schwarze Witwe“ ist ausgezeichnet. Alle Kämpfer verstehen
die hohe Kunst des gespielten Duells
und ich genieße die Prügelei in einem
eingegrabenen Plantschbecken, beleuchtet vom Fackelschein.
Am Abend schleife ich mich zurück ins Feuerlager, um zu entspannen. Doch das Lager wird angegriffen und ich mitten in das Gemetzel
gestoßen. Chancenlos ereilen mich
Schaumstoffschwerttreffer, ich sterbe vor dem Zelt. Nach einer Viertelstunde bin ich offiziell tot. Normalerweise könnte ich jetzt einen neuen
Charakter spielen, aber dazu bin ich
zu erschöpft und gehe schlafen.
Völlig übermüdet komme ich am
nächsten Tag nach Hause. Ich habe
einen kolossalen Schnupfen und zerfetzte Fußsohlen vom barfuß laufen.
Das erste „Seid gegrüßt, mein Herr!“
kam mir schwer über die Lippen, aber
der befürchtete Nerd-Schock blieb
aus. Außerdem habe ich viele neue
Menschen getroffen – die ich ohne
Plattenrüstung, Schminke und Elfenohren wahrscheinlich nicht wieder
erkennen würde.
Was Kai noch alles in
Mythodia erlebt hat?
Fragt ihn auf SPIESSER.de
Jeder Stromkunde in Deutschland zahlt für
jede Kilowattstunde mehr als
den eigentlichen
Preis. Mit diesem Aufschlag
nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird die Energiewende finanziert. Bis Ende
dieses Jahres sind es 3,592
Cent pro Kilowattstunde, ab
2013 deutlich mehr. Ausnahmen
gibt es für große Industriebetriebe, Sozialleistungsempfänger
zahlen den vollen Preis.
Warum die Kosten steigen?
Weil die deutsche Politik systematisch die Energiewende
vermasselt. Erst werden überall
neue Kleinkraftwerke aufgestellt
und ordentlich gefördert, dann
erst fällt auf: Hoppala, wir haben
ja gar keine Leitung organisiert,
um all die schöne neue Öko-
energie vom Bioreaktor in Theos
Schreibtischlampe zu liefern.
Solarmodule für das heimische
Dach finden in Deutschland
reißenden Absatz. Wie wir alle
wissen, ist Deutschland das
Land mit der weltweit größten
Sonneneinstrahlung im Jahresmittel... Ach, das ist Deutschland gar nicht? Na, Schwamm
drüber. Wer sich Solarzellen
für sein Dach leiste, bekommt
ohnehin 20 Jahre lang einen
garantierten Mondpreis für seine der Wintersonne abgerungenen Kilowattstündchen.
Versteht mich nicht falsch: Die
Energiewende muss sein. Die
EEG-Umlage auch – aber bitte an
die Realität angepasst. Und die
Realität ist: Die regenerativen
Energien sind längst aus den
Kinderschuhen raus und sollten
auch so gefördert werden.
Diskutiert mit - im Meine-DeineEnergie-Blog auf SPIESSER.de und
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Damit eurem Handy unterwegs
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darf euch die EEG-Umlage pro
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36
austoben & entspannen
Was das
Zockerherz begehrt
Zocker
Wie entsteht eigentlich ein Videospiel? Franka, 19 und Lien, 21 sind nach
Kanada gereist, um in den EA Sports Studios den Machern von Fifa, NFL und Co. über
testen
ihre eigenen Gamer-Qualitäten zu
die Schulter zu schauen – und um
v o n F r a n k a P o h l , 19 u n d L i e n H e r z o g , 21
Illustration: Juliane Dorn
Aufwärmen – Ab durch drei
Zeitzonen
Spiele und Schwerter
zu gewinnen
Star Wars-Fans aufgepasst: Wir verlosen drei
Mal das Multiplayer-Online-Rollenspiel „Star
Wars: The Old Republic“ für den PC von
Electronic Arts. Die drei Gewinner erhalten
außerdem noch je ein Star Wars Ultimate FX Lichtschwert von
Hasbro. Möge die Macht mit euch sein!
Macht mit auf SPIESSER.de/gewinnen
13 Stunden Flug, um in
Kanada zu erfahren, wie viel
Arbeit in Videospielen steckt, bevor
sie Spaß werden. Nur noch schnell
durch die Sicherheitskontrollen…
Er Was machen Sie hier?
Ich („Das geht dich nichts an!“) Ich
besuche die EA Studios.
Er Mit wem?
Ich („Deiner Mudder.“) Mit meiner
Kollegin.
Er Wer ist das?
Ich („Sag ich dir nicht.“) Die mit der
Tasche da hinten.
Er Was macht ihr da?
Ich („Es ordentlich krachen lassen.“)
Wir besuchen die Studios und
schauen den Machern von EA Sports
über die Schulter.
Er Und was machen Sie berufl ich?
Ich („Bomben legen.“) Ich bin
Journalistin.
Er Okay, viel Spaß.
Ich („Jaja du mich auch!“) Danke!
Nachdem festgestellt wurde, dass
wir keine illegalen Einwanderer
oder Terroristen sind, werden
wir schließlich in die Freiheit
entlassen. Allerdings sind wir weder
Gamingprofis noch Sportexperten.
Lediglich Franka mit ihrer Xbox gibt
mir die Hoffnung, dass wir nicht ganz
aus dem Rahmen fallen. Oder?
Franka beichtet: „Ich spiele nur
Rollenspiele an der Konsole.“ Aber
darin ist sie gut. Glaube ich. „Der
Schwierigkeitsgrad passt sich meiner
Leistung an. Deswegen gewinne ich.“
Anpfiff und erste Halbzeit –
Willkommen in der Zockerhöhle
Starbucks, Friseur, Fußballund Basketballfeld, EA-Shop,
Dachterrasse… die Studios wirken
wie eine Hotelanlage, nicht wie ein
Arbeitsplatz. Dabei ist die Marke
allgegenwärtig: Selbst die Schilder
auf dem Klo sind mit dem EA Logo
ausgestattet.
Während uns erklärt wird,
was an Fifa 2013 neu und – so sagt
man uns – besser ist, ziehe ich Lien
eiskalt ab. Ich kam, sah, schoss und
siegte dreimal hintereinander. Bei
den neuen Skillgames, bei denen
man seine Pässe verbessern oder die
Treffsicherheit beim Elfmeter üben
kann, liegt Lien klar vorne. Den Bus
zum Fußballspiel zwischen den
Vancouver Whitecaps und L.A. Galaxy
(David Beckham!) verpassen wir vor
lauter Gaming fast. Zum Glück eben
nur fast – was hätte David ohne unser
Gekreische gemacht?
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V i t am in e f
ürs
Köpfchen
Kalzium für
die Kno chen
ne
or m o e n
h
s
k
G l ü c sc h k a t z
a
für N
PIMP YOUR
PAUSENBROT!
Und welcher Pausentyp seid ihr?
Eine gesunde Pausenmahlzeit hilft, fit durch den
Tag zu kommen – klar. Wir wollen es aber ganz
genau wissen: Schnöde Schnitte, gesunder
Gemüse-Snack oder preisverdächtiges Superbrot?
Ladet ein Foto eurer Pausenbox unter
fotowettbewerb.in-form.de hoch und gewinnt
eine Reise für die gesamte Klasse oder tolle
Digitalkameras!
austoben & entspannen
37
Halbzeitpause –
Wo, bitte, gehts zur Technik?
Die Werner-Bonhoff-Stiftung weist Jugendlichen bei Mobbing-Angriffen an der Schule einen „neuen Weg“, zwischen Raushalten und direkt Eingreifen,
um Angegriffene vor weiteren Angriffen zu bewahren und
den Frieden an der Schule wieder herzustellen.
Der Bonhoff-Brief
in einer Minute:
Der neue Weg: Bonhoff-Brief
angesichts unserer ungläubigen
Blicke. „Naja, alles kann ich neben
meinem Job auch nicht machen. Ich
mache immer noch Shin Jyutsu oder
gehe hier ins Fitness. Aber meine Frau
hat vor Kurzem erst ein Kind
bekommen und deshalb widme ich
mich jetzt vor allem der Familie.“
Zum Abschluss wollen wir noch
seine Pläne für die Zukunft der EA
Sports Games wissen. Er verrät uns:
„Die Games sollen in Zukunft noch
echter werden.“
Abpfiff – Tschüss Vancouver,
hallo Schmerz!
Lien n ach ih rem
Jahr in der SPIE SSER-WG treiben ?
Fr agt sie auf, SP I ESSER.de.
Pr ofilnam e: Chao sn u del u n d Lien



Was Fran ka u n d


Nach
einem
komplett
verschlafenen Flug von
Vancouver nach London und nach
Berlin, tut der Nacken weh, die
Klimaanlage hat uns Halsschmerzen
beschert und wir wären nicht mal
mehr als Auswechselspieler auf der
Bank gut genug. Ob es das wert war?
Defi nitiv – und sei es nur für den
Vorteil, den wir jetzt bei Fifa 13
haben.
www.nach-der-tat.de

Schließlich lernen wir den
Mann kennen, der hinter all
dem steckt. Quasi den EA-SportsNationaltrainer. Andrew Wilson, der
Executive Vice President, trifft sich
mit uns auf eine kurze Auszeit. In
Jeans, Hemd, mit gegelten Haaren und
einem Wrap sitzt er im Interviewraum.
Mehr Sportsfreund als hohes Tier. Ob
man in seinem Job auch vorbildlich
sportlich ist? Andrew rattert runter:
„Ich habe in Australien mal Taekwondo
gemacht und auf nationaler Ebene
Rugby und Basketball gespielt und
gesurft.“ Wir als Sportmuffel sind
skeptisch. Und nebenbei schmeißt er
also den ganzen Laden hier? Er lacht
Mobbing ist in jedem Fall ein Problem der Schulleitung,
denn die Schulleitung hat die Verantwortung,
dafür zu sorgen, dass alle Lehrer ganz klar wissen, wann
und wie sie bei Mobbing-Angriffen eingreifen müssen.

Zweite Halbzeit –
Fifa 13 Marathon
Gemobbte Schüler denken oft, es liegt an ihnen. Dabei
liegt es an der Schule, Mobbing-Angriffe dauerhaft
zu stoppen.

Am nächsten Tag landen wir
in einer Halle, die wie eine
Mischung aus Fußballstadion und
Filmstudio wirkt. Überall blinken
rote Lichter, es gibt einen Haufen
Kameras und Bildschirme, und hinter
den
Monitoren
sitzen
fünf
Mitarbeiter, die zwei Fußballspieler
der Vancouver Whitecaps auf dem
Kunstrasen Kommandos zurufen. Die
Sportler tragen schwarze Overalls,
die mit grauen Kügelchen versehen
sind. Diese Sensoren erfassen ihre
Bewegungen und übertragen sie
direkt auf eine Leinwand.
Nicht nur die Spieler werden
so erfasst, auch Bälle oder Waffen
werden so für die Spiele nachgebildet.
Franka schnappt sich sofort eine
Waffe. Eigentlich gehört die Requisite
zum Spiel (ACHTUNG! Alle unter
16 bitte die Augen zuhalten)
Battlefield. Viel schwieriger als alles
andere, so erklärt es uns einer der EAWeisen, ist allerdings die Produktion
des Eishockeyspiels NHL. Dafür muss
die gesamte Anlage abgebaut und
auf dem Eis neu errichtet werden.
Und dann irritiert die Reflexion des
glänzenden Eises trotzdem noch
Kameras und Sensoren.
Damit die Spieler originalgetreu
aussehen, gibt es eine Konstruktion aus
zahlreichen Kameras, die kreisförmig
angeordnet sind. Der Spieler setzt sich
auf einen Stuhl in die Mitte, mit einem
Klick werden alle Auslöser gleichzeitig
gedrückt und man hat ein 360-GradBild des Spielers. Franka kämpft sich
geschickt in die Mitte, ich drücke auf
den Auslöser und habe schwupps… zig
Bilder von Franka auf dem Rechner. Das
Equipment wird gerne mal verschickt,
wenn Spieler nicht zum FotografiertWerden nach Kanada fliegen können.
Drei Flugzeugladungen kommen dann
zusammen.
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38 austoben & entspannen
SPIE SSE R-KO SMO S
Meinungen. Fragen. Aktionen!
EURE MEINUNGEN IN DER BLATTKRITIK
September 2012 | Nr. 142 | kostenlos | SPIESSER.de
Leben
Lieben
Leiden
Wie Saskia Muskelschwund
SPIESSER verlost einen ŠKODA
Michel stellt sich dem
und Zukunftspläne
Citigo, einen Laptop, DJ-Sets, einen
reinsten Härtetest – Probearbeit
miteinander vereinbart.
14
Kurzurlaub und 6.000 Downloads.
bei der Müllabfuhr.
36
Pr
Be
Bu il
ei nd a
sa es g
us w
20 schr eh e:
12 ei rbe
n
- An
zei
ge
-
Unverblümt
Sex, überall Sex – selbst am Kaffeetisch in Kais Elternhaus
gibts einen flotten Dreier. 8
Wie hat
euch das
Titelbild
gefallen?
Was sagt ihr
zu unserer
Titelgeschichte,
dem Sexpertengespräch?
Wie gefällt
euch das
Porträt
„Leben mit
dem Tod“?
Klasse! Die gewisse Provokation
macht auf jeden
Fall neugierig
Erinnert ein bisschen an einen
Porno, aber trotzdem richtig gut.
Hübscher
Typ, äußerst
muskulöser Arm,
Natur = super!
Bienenstich
L _ise
Kaiya
War okay. Aber bitte
nicht so Dr.-Sommermäßig anfangen,
okay?
GEIL
PPILIHP
kaguan94
kampfzwergi
Meine Lieblingsgeschichte! Ich
bewundere Saskia
für ihre Stärke.
Ohne Kitsch und
übertriebene
Tragik. Gefällt mir.
Nur halb gelesen.
Solche Fälle werden
zu häufig gebracht.
fusselgroth.
k a i 2710 8 5
A n g e l i c a O.C .
Was ihr uns
schon immer
mal sagen
wolltet
Wenn ich mir vorstelle, dass meine Eltern
in meinem Bett Sex
hatten... dann Prost
Mahlzeit.
Ich will das
RKT zurück!
BiphJo
Ich liebe Himbeereis (: Freut
euch jetzt oder ^^
Rückt endlich das Auto
raus!!!
FreeFirefly
tribological
IMPRESSUM
SPIESSER – die Jugendzeitschrift erscheint
bundesweit mit einer Druckauflage von
500.000 Exemplaren.
Kontakt zur Redaktion:
T: 0351 31540-563
redaktion@spiesser.de
Verlag
Disposition, Verlagsorganisation:
Anja Jeschke, T: 0351 31540-563
Herausgeber
SPIESSER GmbH, Schandauer Straße 64,
01277 Dresden
T: 0351 31540-0,
F: 0351 31540-40
SPIESSER.de
Geschäftsführung: Frank Haring
Mitarbeiter dieser Ausgabe
Theresa Crysmann, Franziska Faßbinder, Lien
Herzog, Michel Iffländer, Friederike Marie Krüger,
Theo Müller, Franka Pohl, Julia Probst, Kai Rieger,
Lisa Tretow, Vanessa Vu, Anne Wirth, Hengame
Yaghoobifarah
Sonderprojekte, Kampagnen:
Robert Rethberg, 0351 31540-572
Redaktion
Chefredaktion: Eva Weber (V.i.S.d.P.)
Gustav Beyer, Anne Fischer, Anna Gumbert,
Victoria Gütter, Manuel Halbauer, Anne Kluge,
Christina Lohner, Carlos Oliver-Vollmer, Inga
Schörmann, Milena Zwerenz
Grafik / Gestaltung
Ronny Pietsch, Juliane Dorn, Daniel Richter, Mia
Ewald (Illustration), Nadine Ullrich (Illustration)
layout@spiesser.de
Fotos: Said Burg, David Friedmann, Mario Gentzel,
Frank Grätz (Titelbild), Marcus Lorenczat, Johannes
Mairhofer, Ingo Pertramer, Matthias Popp, Timo
Schmidt, Jacob Sokoll, Marius von Wenzlawowicz
Beratung Medienprojekte & Kooperationen
Anke Bai, Peggy Eckert, Pierre Gehrmann,
Caroline Jeschke, Yvonne Körner, Naiara
Michelena-Rodríguez, Annett Moderer,
Katharina Pietsch, Carolin Stammwitz,
Miriam Windhorst
Verlagsorganisation:
Luisa Bauer, Lena Lüpke, Anna Reupricht
Gewinnspielkoordination
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Vertrieb
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behält sich vor, zugesandte Beiträge zu kürzen.
SPIESSER ist Mitglied der IVW.
austoben & entspannen
39
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Galaktische Gewinne
Ein Flug durchs Sonnensystem gefällig? Im Jugendportal des Deutschen
Zentrums für Luft- und Raumfahrt DLR.de/next kein Problem. Hier erwarten
euch außerdem ein Energie-Quiz im Solarkraftwerk, alles über die größten
Raumfahrt-Irrtümer und die ersten Luftfahrt-Pioniere – und auch einiges zum
Selbermachen. Zum Beispiel Wasserraketen bauen oder eine virtuelle MondMission durchspielen.
Ihr mögts auch analog? Dann ist das Buch „Der Mond“ genau das Richtige
für euch! Gemeinsam mit dem DLR verlosen wir zehn Exemplare. Ihr müsst
nur folgende Fragen richtig beantworten:
1. Wie weit ist es bis zum Mond?

etwa 40.000 km

etwa 400.000 km
2. Wo ist „Curiosity“ kürzlich gelandet?

auf dem Mond

auf dem Mars
3. Wie hoch fliegt die Internationale Raumstation?

etwa 400 km

etwa 36.000 km
Einfach Antworten auf SPIESSER.de/gewinnen eingeben und absahnen.
Tipp: Auf DLR.de/next findet ihr die Lösungen.
Noch ein klitzekleines bisschen
Geduld! Bis zum 20. November
2012 könnt ihr am Gewinnspiel
auf SPIESSER.de/gewinnen
teilnehmen – danach entscheidet
die Glücksfee, wer in Zukunft den
ŠKODA Citigo im Wert von über
15.000 Euro fahren darf.
SPIESSER-Autoren schreiben Briefe.
whityhumbuk sagt der Allgemeinen
T
S
B
O
U
E
R
MIT ST
IN DIE USA
SPIESSER-VOLONTÄRIN ANNA HAT DIE
GEWINNER VON „JUGEND GRÜNDET“
NACH KALIFORNIEN BEGLEITET
Das halbe Jahr Arbeit, das Vincent, Mark und Florian in ihr Projekt
beim Wettbewerb „Jugend gründet“ gesteckt haben, hat sich
gelohnt - die Unternehmensidee der drei 19-Jährigen und ihrer
Schülerfirma „harvit“ setzte sich gegen sämtliche Konkurrenz bei
„Jugend gründet“ durch. Die Idee kam ihnen, als sie die vernachlässigten Streuobstwiesen hinter ihren Schulen sahen. Sie
fragten sich: Warum nicht das Personal einiger Betriebe für eine
Art Teamcoaching auf die Wiesen schicken, um dort die Früchte
aufzusammeln? Das Obst würde dadurch nicht sinnlos verkommen, und gleichzeitig ist es eine teambildende Maßnahme – eine
Win-Win-Situation.
Als Sieger von „Jugend gründet“ durften die drei durch Kalifornien
reisen – und ich war dabei. Ja, wir haben einiges Geld in diversen Shopping Malls gelassen,und ja, wir haben uns den Bauch
ordentlich mit Burgern, Muffins, Donuts und Co. vollgeschlagen.
Allerdings haben die drei Jungs neben ein paar Pfunden einiges
mehr für sich mitnehmen können. In den verschiedenen Start-Up
Unternehmen im Silicon Valley wurde ihnen Lob und Motivation
für ihr Projekt zugesprochen, und auch die Stanford-Universität
scheint ein paar Optionen für die Zukunft von Vincent, Mark und
Florian offenzuhalten.
Ihr wollt mehr über unseren USA-Trip erfahren? Auf SPIESSER.de
findet ihr alle Beiträge, die Anna während ihrer Reise verfasst hat.
Webcode: @Jugendgründet
Hochschulreife die Meinung. Maikas Kommentar
dazu: „Andere haben es vor uns geschafft und
Den Online-Wettbewerb „Jugend gründet“ gibt es seit 2003. In zwei
nach uns werden noch andere es schaffen. Aber
Phasen gründen Jugendliche zwischen 16 und 21 Jahren ein fiktives Un-
es stimmt schon: Man wird in vielen Fächern
geprüft, aber nicht wirklich auf das Leben
vorbereitet.“
Jeder von euch kann einen „Brief an...“ schreiben. Das Thema sucht ihr
selbst aus. Der Text sollte zwischen 2.000 und 3.000 Zeichen haben
und kann lustig, kritisch, aber auch böse sein – wie ihr wollt! Ladet eure
„Briefe an...“ einfach auf SPIESSER.de hoch. Die besten werden auf der
letzten Seite des Heftes abgedruckt.
ternehmen und führen es virtuell durch die ersten Jahre. Die praktische
Erfahrung bei der Existenzgründung ist dabei ein wichtiger Bestandteil
des Wettbewerbs. Ihr wollt im kommenden Jahr mitmachen? Überzeugt
euren Lehrer und meldet euch unter www.jugend-gruendet.de an. Die
erste Phase des Wettbewerbs – die Businessplanphase – läuft noch bis
zum 3. Januar 2013.
40 austoben & entspannen
SPIE SSE R-KO SMO S
Medienmacher auf nach Hamburg!
Eure Ideen gesucht!
Ihr wollt einer von über 2.000 jungen Journalisten sein, die vom 9. bis
11. November die Medienstadt Hamburg erkunden? Dann auf zu den
Jugendmedientagen (JMT) der Jugendpresse Deutschland in Kooperation
mit der Bundeszentrale für politische Bildung! Lernt in KompaktIhr kennt den SPIESSER-Shop noch gar nicht? Das soll sich bald ändern!
Workshops von Chefredakteuren, Fotografen und Magazinredakteuren,
Zusammen mit euch wollen wir unserem Online-Lädchen einen neuen
diskutiert in Symposien mit wichtigen Vertretern der Branche und werdet
Anstrich verpassen. Ihr seid SPIESSER: Bestimmt mit, wie der Internet-
selbst zu Medienmachern. Angeleitet von professionellen Referenten
Shop in Zukunft aussehen soll. Was seht ihr, wenn ihr in die Glaskugel
erstellt ihr Texte, Kurzfilme, Fotos, ja sogar ganze Magazine.
schaut? Wie soll der Shop sein? Was soll es dort geben? Von Nützlichem
Für all die Arbeit könnt ihr euch belohnen: am Freitag präsentiert euch
über Unnützes, von Ausgefallenem über Alltägliches, von Großem
SPIESSER den Auftritt der „Kilians“ (die uns auf Seite 28 schon mal ein
bis zu Kleinem: Schickt uns eure Ideen für den SPIESSER-Kaufladen
Interview gegeben haben), am Samstag gibts die legendäre JMT-Party.
zweipunktnull. Einfach auf SPIESSER.de/gewinnen klicken und Kreativität
Ihr wollt dabei sein? Dann ab auf www.jugendmedientage.de. Das
ausleben. Toller Nebeneffekt: Zusammen mit get digital verlosen wir unter
Drei-Tages-Ticket gibt es hier für 38 Euro (für Jugendpresse-Mitglieder)
allen Ideenschmiedern drei Videokühlschrankmagneten – so bleiben eure
beziehungsweise 48 Euro (für Nichtmitglieder). Auf SPIESSER.de/gewinnen
Botschaften an die lieben Mitbewohner im Gedächtnis.
könnt ihr fünf Drei-Tages-Tickets gewinnen.
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AB 1. NOVEMBER IN DEINEM
(IN TEILNEHMENDEN KINOS)
INFOS UND TICKETS UNTER WWW.CINEPLEX.DE
austoben & entspannen
TESTLABOR
h Neues vor: Großes und Kleines,
Im SPIESSER-Testlabor stellen wir euc
Olles und Tolles. Bewertet werden die Produkte durch eine
knallharte und unbestechliche Jury: euch! Ihr allein entscheidet,
was taugt und was verboten gehört. Jetzt auf
SPIESSER.de/testlabor registrieren und Produkttester werden
Das braucht ihr
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Fanliebe
Zeit
Extravaganz
Kakao
Nase
Licht
T H R I L L ER
Ins Nordlicht blicken
Worum gehts? Jonathan Querido ist
junger Bildhauer in Hamburg – mit
einem düsteren Geheimnis. Vor sieben
Jahren hat er seine Heimat Grönland
verlassen. Jetzt steht seine Rückkehr
bevor. Was ist aus seinem Vater,
seiner Freundin, den alten Kumpels
geworden? Und warum musste er
damals weg? Willkommen auf einer
nervenzerfetzenden Reise mit ungewissem Ausgang.
Produktversprechen Der Thriller
bietet Spannung auf 280 Seiten –
über die gefährliche Suche nach der
eigenen Vergangenheit. Kann man Geschehenes ungeschehen machen? Das
Buch thematisiert die bewegenden
Gedanken eines Ausreißers, der mit
gemischten Gefühlen in seine Heimat
zurückkehrt. Beklemmend.
Eure Meinung

Nervenzerfetzender Psycho-Thriller

Düstere Vergangenheit:
richtig spannend!

Eiskalte Einschlafliteratur –
zu wenig Blut.

Dieses Buch schafft es nicht
in mein Regal.
Ihr wollt Jonathan auf seinem
Trip nach Grönland begleiten?
Meldet euch auf SPIESSER.de/
testlabor und lest eins von 15
Büchern!
[Getestet! ]
Ç
PA R F U M
Lady Gaga Fame
Worum gehts? Wer möchte nicht rie-
chen wie Lady Gaga? Okay, da gibt es
vielleicht ein paar, aber den neuen Duft
LADY GAGA FAME will ganz bestimmt
jeder haben. Aus geisterhaft schwarzer
Essenz entfaltet sich an der Luft eine
wahre transparente Duft-Metamorphose, beeinflusst durch die Essenz der
ewigen Schönheit. Pffft pffft!
Produktversprechen Lady Gaga
selbst spricht von einem „wundervollen Duft mit einem dunklen Herz“. Aus
der dunklen Note von Honig, Safran
und Aprikosennektar bildet sich ein
Akkord von Herrlichkeit und ein Hauch
von Eleganz. Das Parfum gibts leider
nur für Damen.
Eure Meinung

Endlich werde ich zu Lady
Gaga. Fehlt nur noch die Frisur.
A B EN T EU ER
Schiffsdiebe
Worum gehts? Der junge

Riecht genau wie in der
Werbung.

Zufällig liebe ich den Mix aus
Honig, Safran und Aprikose.

Ich bleib bei meinem Deo.
Wer selbst mal schnuppern
möchte, meldet sich zum großen
Testsprühen an. Für eine von 20
Duftproben bewerbt ihr euch auf
SPIESSER.de/testlabor
Nailer lebt in armen Verhältnissen. Seinen Lebensunterhalt finanziert er durch das
Plündern gestrandeter Öltanker an der amerikanischen
Golfküste. Stahl, Kupfer,
Elektroschrott und Altöl sind
es, die er aus den Wracks herausholt. Bis er eines Tages ein
Mädchen im Inneren eines
Schiffes findet. Nun hat er die
Wahl: das Mädchen retten
oder seine Beute mitnehmen.
Eure Meinung
„Ein Abenteuer-Science-Fiction-Buch,
das mal etwas anderes betrifft als
Raumschiffe und vordergründige
Naturkatastrophen.“
stabi, 20
„Ich lese gerne andere Genres, aber
war trotzdem positiv überrascht von
diesem Buch.“
engelsco, 17
41
Wenn sich alle e
fangen wir an z
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e einig sind,
n zu zweifeln.
SPIEGEL-Leser wissen mehr.
44 austoben & entspannen
Kreuzworträtsel ausfüllen, die eingekreisten Buchstaben ergeben das Lösungswort. Wenn ihr mitmachen wollt, klickt auf
ichen] Name, Alter, Adresse an die
SPIESSER.de/gewinnen oder schickt die Lösung als SMS mit Rätsel [Leerze
0177 1781818 oder als Karte an die SPIESSER-Redaktion, Schandauer Str. 64, 01277 Dresden. Wunschgewinn nicht vergessen!
Einsendeschluss für das Kreuzworträtsel: 26.11.2012
Gewinne
Macht ihr gern aus
einer Mücke einen
Elefanten? Dann
haben wir genau das
Richtige für euch. Wir
verlosen 10 DVDs der brandneuen
6. Staffel der Comedy-Serie „PASTEWKA“.
Jetzt gibts was auf die
Ohren! Und zwar guten
Sound. Für alle, die ihren
Ohren gern etwas Gutes tun, verlosen wir
ein Paar Tivoli Audio Radio Silenz Kopfhörer
im Wert von 159 Euro. Sein Gehäuse aus
echtem Kirschholz sieht nicht nur gut aus,
es sorgt auch für einen tollen Klang.
Ihr wollt natürlich
schöne Haut?
Dann haben
wir genau das
Richtige für euch:
zehn Taschen voller bebe® Young Care
Produkte aus der quick & clean Reihe. Alle
Produkte können mehrere Dinge in nur
einem Schritt: zum Beispiel Waschgel &
Augen Make-Up Entferner oder
Reinigungslotion & Gesichtswasser.
Für diejenigen unter euch, bei
denen noch großer Wissensdurst
oder Aufklärungsbedarf rund um
die Geschichte des Rap besteht,
haben wir genau die richtige
Dokumentation zur Hand: In „The Art Of
Rap“ erklären Topstars wie Ice-T, Kanye
West oder Xzibit wo ihre Musik eigentlich
herkommt. Wir verlosen drei Exemplare der
DVD von Very Us Records.
Zeit zum Kuscheln! Die
neue Winterkollektion
von New Yorker
rüstet euch mit allem
aus, was ihr für die
kommende frostige Jahreszeit braucht:
Warme Parkas, gemusterte Leggins und viel
Strick lassen euch die kühlen Temperaturen
glatt vergessen. Wer sich auch warm
einkleiden möchte, ist hier richtig: Wir
verlosen 15x25 Euro Gutscheine für die
neue Kollektion von New Yorker!
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Lösung aus dem letzten Heft: AUFKLAERUNG. Habt ihr gewonnen?
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46
SPIESSER-Autoren schreiben Briefe.
Diesmal schreibt Thea an das Erwachsenwerden.
Liebes Erwachsenwerden,
viele denken an dich und riechen
Freiheit. Du bist eine Überraschungstüte vollgepackt mit Emotionen und
Entscheidungen, Erlebnissen und
Enttäuschungen. Oft erkenne ich
dich nicht sofort, weil du dich hinter
lebensverändernden Entscheidungen
versteckst, die mir schlaflose Nächte
bereiten.
Du Feigling! Du bist das, was hinter
dem ersten Anschiss des Chefs steckt,
was nach dem Unfalltod eines Freundes auf uns wartet, was uns öfter verzweifeln lässt, als uns Kraft zu geben.
Selbst wenn wir auf dem Klo sitzen
und sich in unserer gesamten ersten
eigenen Wohnung kein Toilettenpapier
mehr finden lässt, da wir vergessen
haben welches zu kaufen, steckst du
dahinter. Du zwingst uns, Wege einzuschlagen, von denen wir erst hinterher
wissen können, ob wir die richtigen
gewählt haben.
Ab und an zeigst du dich allerdings
auch – nur erkennen müssen wir dich
dann: Du bist der Schrei, den wir ausstoßen, wenn die letzte Klausur der
Schulzeit gerade zu Ende gegangen
Oktober/ November 2012 | Nr. 143 | kostenlos | SPIESSER.de
Oktober/ November 2012 | Nr. 143 | kostenlos | SPIESSER.de
ist, der Geruch, nach frischem Wind, wenn wir auf unserer
ersten Rucksacktour am Meer stehen, und das Gefühl, zum
ersten Mal jemanden getroffen zu haben, für den wir alles
aufgeben würden. Wenn, wenn, wenn – das Leben ist eine
Reise und du bist unser Begleiter. Ganz erwachsen werden
wir nämlich eigentlich nie. Sollten wir? Nein, danke. Aber
wir werden uns noch öfter treffen, das weiß ich. Bis dahin
genieße ich, nur für mich verantwortlich zu sein, mir auch
mal Albernheiten zu gönnen und ganz unbekümmert nach
vorne zu sehen.
Deine Thea
W o T h e a s e r s t e R u c k s a c k t o u r h i n g i n g? F r a g t
sie auf SPIESSER .de, Profilname: Thea HB
Ihr habt was zu sagen? Dann schreibt selbst einen der
„Briefe an“: auf SPIESSER.de/forenbeitrag/briefe
Oktober/ November 2012 | Nr. 143 | kostenlos | SPIESSER.de
Der nächste SPIESSER erscheint
am 3. Dezember 2012.
Was bin ich?
Was bin ich?
Da kommt was ...
Über das Titelbild habt ihr auf SPIESSER.de abgestimmt. Annes, 20,
Kuchenschlacht-Foto hat sich gegen Gustav, 19, auch bei der Kuchenschlacht sowie
gegen Gustav und nochmal Anne beim „Wer bin ich?“-Spielen durchgesetzt. Im
November könnt ihr über das Titelbild der kommenden Ausgabe abstimmen –
natürlich auf SPIESSER.de!
HOLGERS HIRNHUSTEN
SPIESSER liegt in ganz Deutschland kostenlos an
Schulen aus. Wenn eure nicht dabei ist, es aber
bald sein soll, meldet euch unter 0351 31540577
oder auf SPIESSER.de/heft
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WER WIRD DIE NACHT ROCKEN?
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LIVE 11. NOV. 21:00
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Seele and Geist
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