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2009.12 - Fachschaftenkonferenz

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Nachrichten aus der Fachschaftenkonferenz
Vorsicht: Frisch gestrichen! Das HHG verleiht studentischer Selbstverwaltung neues Antlitz.
von Marcel Hennes und Martin Schwarzer
Die Zukunft ist ungewiss. Erst recht die
der Fachschaften. Dank der kommenden
Novellierung des Hessischen Hochschulgesetzes (HHG) werden in Sachen studentischer Selbstverwaltung einige Änderungen
auf uns zukommen. Dieser Artikel ist keine
vollständige Analyse des HHG. Er ist unsere Meinung zur aktuellen Sachlage: Ein zynischer Kommentar zur Zukunft der Fachschaften.
Was bisher geschah: Fachschaften und ihre gewählten Vertretungen sind im HHG
Was ist der
Tellerrand?
Der Tellerrand ist die Zeitschrift der Fachschaftenkonferenz, der den Fachschaften
übergeordneten Konferenz, die sich aus Vertretern jedes Fachbereiches zusammensetzt.
Er ist das Sprachrohr der Konferenz und
seines Vorstandes, aber auch der einzelnen
Fachschaften und sogar einzelner Studierender in Form von Kommentaren und Leserbriefen. Er dient der universitätsweiten Information der Studierenden, die sich über
die Grenzen der einzelnen Fachbereiche hinaus erstreckt, und somit einen Blick über
den eigenen Tellerrand ermöglicht.
Möchtest
du
mitarbeiten,
gestalten
und schreiben? Kein Problem - Antworten auf deine Fragen gibt’s bei
teller@fachschaftenkonferenz.de
gesetzlich verankert. Im Laufe der letzten
40 Jahre wurde hier viel geändert und gerade im Bereich der studentischen Selbstverwaltung oft über Abschaffung oder zumindest Umstrukturierung diskutiert. Das
scheint der schwarz-gelben hessischen Landesregierung nun endlich gelungen zu sein.
Der neue Entwurf schenkt den Studierendenparlamenten (StuPa) weniger Aufgaben
und dafür viel mehr Freiheit(en).
Klingt eigentlich gut, aber die ganze Sache hat einen Haken. Das StuPa hat die
Aufgabe, seine Zuständigkeit, die Rolle seines Ausführungsorgans und die der Fachschaften selbst zu regeln. Vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) ist im
HHG nichts mehr zu lesen. Die StuPas
dürfen jetzt frei entscheiden, wie sie dieses Organ nennen und was es eigentlich tun und lassen darf. Sie können
aber auch etwas ganz neues erfinden. Nur
eins scheint sicher zu sein: Allgemeinpolitisch darf dieses Organ nicht arbeiten.
Fortsetzung im Innenteil.
Marburg - Stadt der Campi
Schon seit langer Zeit gibt es einen Werbespruch von Marburg, der besagt: „Marburg
hat keine Universität - Marburg ist eine
Universität.“ Aus Sicht der Universitätsleitung soll sich dies auch nicht so schnell ändern. Dennoch kann sich diese auch nicht
dem Grundsatz der kurzen Wege verschließen. Die Universität soll nun enger zusammen rücken.
Resultat dieser Bemühungen sind die Planungen zwei Campi: In der Stadt und auf
den Lahnbergen.
In beiden Fällen gibt es Fortschritte zu
vermelden. Neben dem alten botanischen
Garten wird die neue Universitätsbiliothek
entstehen, die sich schon in der Planungsphase befindet. Der Masterplan Lahnberge,
welcher im Sommer des Jahres präsentiert
wurde (Tellerrand berichtete), ist nun auch
von gesetzgebender Seite beschlossen worden.
Natürlich läuft hier nicht alles gemäß Plan.
Die erste Bauphase sieht zum einen den
Umbau der Umgehungsstraße, als auch den
Baubegin des Chemie-Neubaus noch in diesem Jahr vor.
Zumindest beim Neubau gab es Anfang des
Jahres schon Bauenthusiasmus zu bestaunen, dicht gefolgt von Baulethargie. Obwohl das Geld dafür schon seit längerem
bewilligt wurde, sträuben sich die dafür
zuständigen Ämter es tatsächlich auszugeben. Laut dem hessischen Baumanagement
(HBM) soll der Bau runde fünf Jahre daueren, gemäß der Planer nur drei. Eins ist
sicher, der geplante Einzugstermin am 13.
Februar 2013 kann wohl nicht gehalten werden.
Auf der Umgehungsstraße sollen zwei
Kreisverkehre, Höhe Biologie und Medizin, den in Zukunft über den Campus verlaufenden Busverkehr ermöglichen. Auch
dafür ist die Zahlungsfrage mittlerweile
geklärt. Anfang kommenden Jahres kann
man mit dem Baubeginn rechnen und ist
damit nur ein halbes Jahr im Verzug.
Wie es ganz konkret weitergeht, bleibt also
weiter offen. Die meisten Studierenden die
momentan eingeschrieben sind, werden die
Umsetzung der Pläne nicht mehr miterleben. Die nächste Generation wird vielleicht
mit einem anderen Werbespruch hierher
gelockt: „Marburg hat nicht eine Universität - sondern zwei.“
(Szr)
Diese Publikation steht unter der Creative Commons Namensnennung - Keine kommerzielle Nutzung - Weitergabe unter gleichen
Bedingungen 3.0 Deutschland Lizenz, sofern keine andere Lizenz angegeben wird.
Tellerrand
Vorsicht:
Frisch Nichts ist übel oder gut, wenn man’s
gestrichen!
nicht so nennen tut.
Fortsetzung von Seite 1.
Während das AStA-Nachfolge-Organ noch
existieren muss, gibt es für Fachschaften
(FS) bzw. Fachschaftsräte (FSR) und die
Fachschaftenkonferenz (FSK) lediglich ein
soll. Ihre Zukunft liegt jetzt ganz in den
Händen der Mitglieder des StuPa. Sollten
diese es versäumen oder gar darauf verzichten diese Organe einzurichten, wird es sie in
Zukunft nicht mehr geben. Offiziell.
Wenn das neue Gesetz in Kraft tritt, muss
also schnell gehandelt werden.
Fachschaften sind wichtig. Zur Zeit gibt
es sie noch an jedem Fachbereich, teilweise als verschiedene Gruppen oder Listen.
Sie unterscheiden sich meist in ihrer politischen Ausrichtung oder Sie vertreten einen
bestimmten Studiengang. Neben den Partys, selbstverwalteten Cafés, der Organisation von Einführungswochen, Skriptverkäufen und Studienberatung sind Fachschaften vor allem eins: Demokratisch gewählte hochschulpolitische Intressenvertretungen aller Studierenden eines Fachbereiches.
Sie sitzen in allen wichtigen Gremien und
verschaffen so den Studierenden Gehör. Außerdem sind sie die erste Anlaufstelle für alle die, die Hilfe suchen, Ideen aber kein Geld
haben, an Hochschulpolitik interessiert sind
oder sich engagiert für Andere einsetzen
möchten.
Ich und meine Fachschaft - meine Fachschaft und ich. Euer Fachschaftsraum sieht
vielleicht nicht aus wie ein Hotelzimmer und
die letzte Party war auch möglicherweise
langweilig, der Kaffee schmeckt dir woanders auch besser und nicht jedes Mitglied
findest du sympathisch. Zu guter Letzt
stimmt die politische Ausrichtung nicht mit
deiner Überein. Wenn es Fachschaften nicht
mehr gibt, dann gibt es auch keine Möglichkeit mehr überhaupt Einfluss an deinem
Fachbereich auszuüben.
Du kannst es besser! Deine Fachschaft freut
sich sicher über jede helfende Hand und jedes mitdenkende Gehirn. Für den Fall deine
FS macht nichts oder existiert nicht, gründe
einfach deine eigene. Tritt bei der nächsten
Wahl an, überzeuge deine Mitstudierenden
und lass dich wählen!
Dir fehlt noch mehr Anreiz? Die FSK - das
den Fachschaften übergeordnete Organ bestimmt neben Anderem auch über mehrere tausend Euro pro Jahr. Genug Geld, um
viele, auch deine, Ideen zu verwirklichen!
Die verschieden FS-Mitglieder treffen sich
einmal monatlich, tauschen sich aus, diskutieren über die aktuellen politische Vorgänge an der Universität. Würden sie das nicht
tun, blieben vielleicht viele Probleme unerkannt.
Gemeinsam sind wir stark! Damit auch
in Zukunft das alles und vielleicht vielmehr gemacht werden kann ist es wichtig,
das StuPa von einer zeitnahen Entwicklung
einer fachschaftsfreundlichen Satzung zu
überzeugen.
(MH, Szr)
2
Seit eh und je werden an Universitäten
Lehrevaluationen durchgeführt, um ProfessorInnen ein Feedback über die Qualität ihre Lehrveranstaltung zu geben. Hierbei stellen die Evaluationen eine Art der
Qualitätssicherung- und Förderung von
Lehre und Studium dar, welche dem Hochschulrahmengesetz, dem Hessisches Hochschulgesetz und den Prüfungsordnungen
(ÄappO) zufolge als eine der zentralen Aufgaben der Hochschulen zu verstehen ist.
So ist auf der Homepage unserer Universität zu lesen: „Lehrveranstaltungsevaluationen durch Befragung von Studierenden
sind inzwischen weit verbreitet und wiederholt wissenschaftlich untersucht worden (Rindermann, 1995; Basler 1995, 2003,
2006). Sie haben sich als zuverlässiges
und hilfreiches Instrument zur Verbesserung der Lehre an den Universitäten allgemein und auch des Unterrichts einzelner
Dozenten erwiesen (vgl. z.B. Lehrberichte
des FB Medizin der PU).“
Bereits vielen Studierenden wurde die
Möglichkeit zu teil, ihrer persönlichen Meinung bezüglich der Qualität der Lehrveranstaltungen Ausdruck zu verleihen und an
einer Evaluation teilzunehmen, sei es im
Rahmen einer Vorlesung, eines Seminars
oder der Bewertung ihres Studienganges im
Allgemeinen.
Die Aufnahme der Evaluation erfolgt in der
Regel durch Qualitätsmanagementorganisationen innerhalb der Universität oder die
DekanInnen der jeweiligen Fakultät. Besonderer Beliebtheit erfreuen sich die häufig eingesetzten Evaluationsbögen, welche
unter anderem auf Ebene der Institutionen und Fachschaften zum Einsatz kommen und der Weiterentwicklung des Lehrangebotes dienen. Mithilfe solcher können
sowohl Lob, als auch Verbesserungspotentiale erfasst werden. Da sich die Evaluation der Lehrveranstaltung auf die Sicht des
jeweiligen Studierenden bezieht, kann sie
den Lehrenden als persönliches Feedback
zur Qualität ihrer Veranstaltungen dienen.
Je nach Bedarf können die Evaluationsbögen mit ergänzenden Kommentaren versehrt werden und fördern im Idealfall den
Diskurs über Lehre zwischen Studierenden
und Lehrenden.
Zum 01. 01. 2007 wurde an der PhilippsUniversität erstmalig eine Personalstelle
eingerichtet, welche sich die Durchführung
von „Lehrevaluation in ausgewählten Fachbereichen mit möglichst validierten Werkzeugen“ zur Aufgabe macht. Hierbei sollen die Werkzeuge peu un peu „an die
spezifischen Bedingungen der Studiengänge angepasst“ und anschließend „auf alle Studiengänge und Fachbereiche übertragen“ werden. Ferner strebt die Servicestelle die Entwicklung eines Qualitätssicherungssystems an, welches „eine langfristige, institutionalisierte Einrichtung an der
Philipps-Universität Marburg darstellen
soll.“ Dies klingt alles sehr gut, würde das
hier angewandte System nur etwas mehr
den Anspruch erheben wissenschaftlichtransparent zu sein. Neben der mangelnden
Transparenz findet sich eine Reihe weiterer Gründe für DekanInnen eben nicht auf
ein solches Qualitätsmanagement zurückzugreifen.
Es stellt sich nun die Frage, ob sich die
mit der Evaluation angestrebten Verbesserungseffekte tatsächlich in einer Qualitätshebung der Lehrveranstaltungen wiederfinden. Wie sieht das bei euch aus?
Sind eure Veranstaltungen objektiv/ subjektiv besser geworden, seitdem Evaluation
stattfindet?
Es lässt sich also zusammenfassen, dass
sich die Methode der Evaluation in der Bewertung und Modifikation der Qualität der
Lehre bei den DekanInnen großer Popularität erfreut. Insofern wäre es interessant zu
wissen, wie eine Evaluation der Lehrenden
bezüglich der aktiven Fachschaften aussehen würde. In diesem Sinne rufen wir zu
einer Evaluation auf. Nur dieses Mal von
Seiten der DekanInnen!
Hier kommt ihr, liebe LeserInnen,
ins Spiel. Welche Fragen sollen wir
stellen? Sendet uns eure Fragenvorschläge bis zum 15. 12. 2009 an
teller@fachschaftenkonferenz.de! Die interessantesten Fragen werden wir in einen
Evaluationsbogen integrieren und den DekanInnen mitsamt unsrer Bitte um Antwort vorlegen.
(SHL)
Geld für Deine Idee(n)
Du hast eine Idee, kannst sie aber nicht umsetzten, weil dir die Kohle fehlt? Dann frag
Deine Fachschaft oder die FSK, ob sie Dir
helfen.
Du willst die Welt retten, Vorträge organisieren, RednerInnen einladen, Theaterstücke oder Filmabende veranstalten,
wissenschaftliche Diskussionen abhalten,
Flyer/ Plakate/ Zeitungen drucken, kritische Wissenschaft fördern, Workshops
anbieten, politische Bildung vorantreiben,
Demonstrationen bewerben, oder was auch
immer, aber es fehlt das Geld?
Die FSK hat jedes Jahr mehrere Tausend
Euro zur Verfügung, um studentische Initiativen zu unterstützen und zu finanzieren.
Ein zunächst formloser Antrag an
fachschaften@lists.uni-marburg.de
mit
Deiner Idee und Deinen finanziellen Vorstellungen reicht um weitere Informationen
zu bekommen. In Deinem Antrag sollte das
„Wer will Was von Wem und Woraus“ nicht
fehlen.
(MH)
Tellerrand
Neuwahl des FSK-Vorstandes
Ausgestimmt!
Die Fachschaftenkonferenz wählte am 22.
Oktober Friederike Bathe (FB 03), David Palme (FB 03) und Günther Thiele
(FB 15) zu ihrem neuen Vorstand. Die
Wahl gilt für ein Jahr. Wir führten das
Interview mit David Palme (21), der im
zweiten Semester Philosophie studiert.
Keine Seltenheit und kein Geheimnis: die
Fachschaftenkonferenz (FSK) ist sich nicht
immer einig. Oft genug prallen Welten
aufeinander. Durch konstruktives streiten
kommt man aber stets zu einer Einigung.
Am 22. Oktober 2009 war es dann wieder
soweit: Nach den Semesterferien trat die
FSK wieder zusammen. Hauptaugenmerk
war die Wahl des neuen Vorstandes, wie
sie in jedem Wintersemester durchgeführt
wird. Aber bis es dazu kam lag noch ein langer Weg vor allen Beteiligten. Wie schon so
oft, war unklar, wer abstimmungsberechtigt
war.
Es ist einer der wichtigsten Grundgedanken der studentischen Selbstverwaltung: Alle Studierende haben sowohl Mitsprache-,
als auch Mitentscheidungsrecht. Dennoch
sollte die Einigung immer im Vordergrund
stehen.
Die Situation hätte nicht skuriller sein können. Gerade bei einem so wichtigem Thema
kam es zu dieser (gefürchteten) Grundsatzdebatte. Kernpunkt des Streites war, ob je
Fachschaft oder je Fachbereich abgestimmt
werden soll. In der Satzung der Marburger
Studierendenschaft ist das leider nur unzureichend beschrieben, so dass sich diese Frage ad hoc nicht beantworten ließ. Es folgte
nun eine Debatte, wie man dieses Dilemma für diese Sitzung lösen kann und alles
Weitere zunächst zu vertagen. Da man nicht
feststellen konnte, welches die richtige Wahl
war, wurde konsequenterweise jede Abstimmung doppelt durchgeführt. Im Wesentlichen ein Verfahren, welches die Wahl des
Vorstandes retten sollte. Glück im Unglück:
In beiden Verfahren das gleiche Ergebnis.
Nun ist dieses Problem ein schwerwiegendes und wahrscheinlich sogar ein rechtliches. Das Plenum beschloss nun den Ältestenrat des Studierendenparlamentes anzurufen. Ein Auszug aus der Satzung soll
hier etwas Klarheit verschaffen warum dieser Schritt gewählt wurde: „Auf Antrag
[...] eines Fachschaftsrates entscheidet der
Ältestenrat über die Rechtmäßigkeit von
Beschlüssen des Studentenparlaments, des
Allgemeinen Studentenausschusses und der
Fachschaftsräte.“
Man erhoffte sich also die Klärung des Problems von neutraler Stelle. Zum Leidwesen
aller Beteiligter musste der Ältestenrat mitteilen, dass er für die FSK keine Zuständigkeit habe.
Der Streitpunkt bleibt also offen. Vorerst.
Die Vorstände der FSK arbeiten nun daran,
Abhilfe zu schaffen. Vielleicht findet man
ja doch noch eine Zeile im Gesetz, der Satzung, der Geschäftsordnung oder ganz woanders. Vielleicht schreiben Sie auch eine
neue Satzung für die FSK. Die nächste Sitzung ist am 19. November 2009 und öffentlich. Wer sich hochschulpolitische Dramen
ansehen möchte ist herzlich eingeladen.
(Szr)
Was hat Dich bewegt, für den FSKVorstand zu kandidieren? Gute Frage. Ich
halte Fachschaftsarbeit für wichtig. Konkrete Problemstellungen müssen kontinuierlich bearbeitet werden. Wir brauchen
mehr Aktivität! Es wurde in der Vergangenheit zu viel verwaltet und zu wenig getan. Wir wollen natürlich so gut wie nötig
verwalten, aber auch darüber hinaus zu Initiative anstoßen.
Was soll konkret geändert werden? Das
Vorstandskollektiv will die Fachschaftsarbeit voranbringen. Die Fachschaften sollen
in überregionale Aktivitäten und Kampagnen eingebunden werden, damit sie über
ihren universitären Tellerrand sehen können. Die interdisziplinäre Solidarität soll
gesteigert werden.
Wie beurteilst Du das Verhältnis zwischen
FSK und AStA? Zum neuen AStA kann
ich mich noch nicht äußern solange er
nicht besteht. Die Unabhängigkeit der FSK
zum AStA ist gewünscht und könnte eher
noch ausgebaut werden. Fachschaftsarbeit
ist dank der FSK selbstverwaltet, da sie
von den gleichen Leuten, die auch aktiv an
den Fachbereichen sind, gebildet wird. Dadurch ist eine größere Nähe zu den Fachbereichen gewährleistet. Die Themen kommen so direkt aus den Fachschaften und
nicht von oben, vom AStA, herab. Wir sind
unabhängig von parteipolitischem Kalkül.
Was hälst Du vom neuen Hessischen Hochschulgesetz, wie es derzeit in Planung ist?
Fachschaften sind nach dem neuen Hochschulgesetz nicht mehr verbindlich. Dieses
wird als neue Freiheit der Studierenden
verkauft, theoretisch können wir alles abschaffen, was wir wollen, außer dem Studierendenparlament. Gleichzeitig gibt uns
das aber auch die Möglichkeit, uns neu und
besser zu organisieren. Ein Problem sehe
ich darin, dass die uneinheitliche Namensgebung des exekutiven Organs des StuPas, die zukünftig möglich wäre, ein landesweites, geschlossenes Auftreten erschweren
würde. Wenn das Gesetz durchkommt, wollen wir uns als FSK in der nötigen Satzungskommission beteiligen, und den Teil
über die Fachschaften in Zusammenarbeit
mit dem StuPa erarbeiten. Ziel wäre, die
Fachschaften zu stärken und die FSK oder
ein ähnliches Gremium fest in der neuen
Satzung zu installieren. Konkret steht auch
das Konzept des Fachschaftsrates in Frage.
Das Studierendenparlament muss eine entsprechende Satzung neu beschließen.
Womit befasst sich der FSK-Vorstand aktuell? Der Vorstand befasst sich gerade
aktiv mit der Stimmberechtigung in der
FSK. Der Ältestenrat hält sich nicht für zuständig. Eine Möglichkeit wäre, wie in der
Vergangenheit zu verfahren, und per Abstimmung in der FSK zu entscheiden, wer
stimmberechtigt ist. Als Anregung für den
Tellerrand aus dem neuen Vorstand: der
Tellerrand könnte sich mit anderen Zeitungen von übergeordneten Fachschaftsgremien in Hessen oder Bundesweit vernetzen.
Das Gleiche hat der neue Vorstand mit anderen übergeordneten Fachschaftsgremien
vor.
Vielen Dank für das Interview!
Die Sprechstunde des neuen Vorstandes ist
Donnerstag 10-14:00 Uhr, sowie Mittwoch
abends im FSK-Raum im AStA.
(JE)
3
Tellerrand
Studentische Cafés - Das Psychocafé
Inbegriff studentischer Freiräume und ehrenamtlichen Engagements waren seit je
her selbst verwaltete, nicht kommerzielle
Studentencafés. Auch an der Universität
Marburg gibt es eine langjährige Tradition von Cafés in Studierendenhand. Als sich
die ersten Probleme in der evangelischen
Theologie abzeichneten, und die Zukunft
des dortigen Cafés ungewiss war, kam am
Fachbereich Psychologie der Wunsch auf,
etwas eigenes auf die Beine zu stellen. Die
Fachschaft setzte sich mit den vorhandenen Möglichkeiten auseinander und kam
in Rücksprache mit dem Dekan zu dem
Schluss, das die Umsetzung eines „Psychocafés“ nicht völlig utopisch sein würde.
Tatsächlich wurde das Projekt, das sich die
Verbesserung der Kommunikation innerhalb und zwischen Studierenden und Lehrenden zum Ziel gesetzt hat, in Angriff genommen und das Psychocafé Ende des letzten Semesters eröffnet. Seither steht es allen Studierenden und anderen Angehörigen
der Universität als Treffpunkt zur Verfügung und wird auch rege von Lerngruppen,
für Referatstreffen und von Stammgästen
genutzt. Alle schätzen die gemütliche Atmosphäre, zu der auch die freiwilligen Helfer beitragen, die sich teils aus der Fachschaft rekrutieren und zum anderen Teil
aus weiteren Ehrenamtlichen bestehen, die
sich bereit erklärt haben, für freien Kaffee
eine Schicht zu übernehmen. Auf den bequemen Sofas lassen sich Freistunden bei
einer Tasse Milchcafé oder Tee und in net-
ter Gesellschaft verbringen. Für die Dauer
eines Seminars darf die Kaffeetasse ausgeliehen werden, so dass in gewisser Weise
auch ein Coffee-to-go möglich ist. Sowohl
die Gäste als auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter sind vom Konzept überzeugt: „Genau so etwas hat an diesem Fachbereich gefehlt, ein Ort, an dem sich Studierende und
Lehrende in zwangloser Umgebung austauschen können“, und „Es ist wichtig, einen
solchen Ort zu haben, an dem wir uns treffen können und der uns mit Kaffee zu von
Studenten tragbaren Preisen versorgt!“
Da ein Großteil der Mitarbeiter aus aktiven Fachschaftsmitgliedern besteht, wird
auch die Kommunikation zwischen der aktiven Fachschaft und den restlichen Studierenden gefördert, und so die eigentliche
Sprechstunde um zwei Tage erweitert. Bei
Fragen stehen die Mitarbeiter gerne Rede
und Antwort. Über helfende Hände ist hier
jeder sehr erfreut. Wer gerne eine Schicht
übernehmen will, schreibt bitte eine Email
an fachs04@students.uni-marburg.de.
Seit diesem Wintersemester ist das Café
mindestens Dienstags und Donnerstags
von 10:00 bis 16:00 Uhr geöffnet und bietet
eine Fülle an Heißgetränken und auch bald
Kuchen zum Selbstkostenpreis an.
Welche Erfahrungen habt ihr mit studentischen Cafés gemacht? Welche an
der Universität kennt ihr? Teilt euer Wissen mit uns und schreibt an
teller@fachschaftenkonferenz.de!
(JE)
Neues
zum
autonomen
AusländerInnen-Referat!
Nachdem es in letzter Zeit sehr still
um das autonome AusländerInnen-Referat
war, meldet er sich zu diesem Semester voller Enthusiasmus zurück. In petto hat er 5
frisch gewählte ReferentInnen, jede Menge
Ideen, die danach brennen in die Tat umgesetzt zu werden und nicht zu vergessen viel
Platz für konstruktive Kritik und Vorschläge eurerseits! Doch wer oder was ist das autonome AusländerInnen-Referat? Bei dem
AusländerInnen-Referat handelt es sich im
Allgemeinen um eine Interessenvertretung,
welche sich die Verbesserung der Situation
ausländischer Studierender an der Universität Marburg zum Ziel setzt.
Mit rund 14% ausländischer Studierender
in Marburg bei insgesamt mehr als 21000
Impressum:
AStA
Studierenden, stellt sich jedoch die Vertretung der ausländischen Studierenden durch
das AusländerInnen-Referat als nicht gerade leicht dar und funktioniert auch nicht
im Alleingang. Aus diesem Grund rufen sie
euch, liebe Leser, auf, ihnen mit tatkräftiger Unterstützung zur Seite zu stehen.
Die Referenten sind offen für Projektvorschläge und gerne bereit diese finanziell zu unterstützen. Also zögert nicht
und bringt euch ein mit eurem Ideenreichtum. Sendet eure Vorschläge an
ras.asta.marburg@hotmail.de oder kommt
einfach in einer der Sprechstunden vorbei
(Mo. 12:30h - 15:00h oder Di. 12:00h 14:00h).
(SHL)
Herausgeberin: . . . . . . . . . . . . . . Fachschaftenkonferenz der Philipps-Universität Marburg
V.i.S.d.P.: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . David Palme
Redaktion: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Julia Ewerdwalbesloh (JE), Marcel Hennes (MH)
. . . . . . . . . . . . . . Stephanie Hellen Laux (SHL), David Palme, Martin C Schwarzer (Szr)
Die hier abgedruckten Artikel geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/
oder der Fachschaftenkonferenz wieder.
Graphische Gestaltung: . . . . . . . . . . . . . Martin C. Schwarzer (sirconrade.deviantart.com)
Digitalfassung: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . http://www.fachschaftenkonferenz.de/
Kontakt: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . teller@fachschaftenkonferenz.de
Redaktionsschluss:. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .18. November 2009
4
Gerüchte aus dem
Uni-Dschugel
Unbestätigten, aber durchaus glaubwürdigen Gerüchten zufolge ändern sich Preise beim Studentenwerk (StudWerk). Bereits Anfang des Sommers fanden im Verwaltungsrat des StudWerks Gespräche zu
Preiserhöhungen statt.
Essenspreis- , Mietpreis- und Solibeitragserhöhung?!
Die angeblich seit 2003 nicht erhöhten Mieten in den Studiwohneimen steigen um
mehr als 3%.
Das subventionierte Mensaessen wird teurer. So wird ein einfaches Tagesgericht zwischen 1,70 und 2,30 kosten und einkaufspreisabhängig berechnet. Bisher sollte Tagesgericht EUR 2,10, Menü 1 EUR 2,60 und
Menü 2 EUR 3,10 nicht überschreiten; diese Höchstgrenzen sind um 20 ct nach oben
erweitert worden. Die letzte Erhöhung fand
zwischen 2001 und 2002 statt.
Auch für diejenigen, die weder im Wohnheim leben noch in der Mensa essen wird
das Studieren teurer:
Der von allen Studierenden zu zahlende Solibeitrag wird in Zukunft um ca. EUR 8
steigen. Das hessische Ministierium der Finanzen wird die Zuschüsse des Landes um
10% senken (so Kanzler Nonne im Juli über
das HMdF).
Diese Änderungen sind aber nicht einfach
so an uns vorbei gegangen, so sollte an dieser Stelle auch noch erwähnt werden, dass
im Aufsichtsrat des StudWerks auch tatsächlich zwei Studies sitzen (könnten). Eigentlich hätte das Studierendenparlament
(StuPa) bereits im Sommersemester eine
KandidatIn wählen und den vakanten Posten neu besetzen können - dies ist aber nicht
geschehen: Die Wahl für eineN studentischeN VertreterIn wird in einer der kommenden Sitzungen des StuPa stattfinden.
Kandidaturen für das Amt im Verwaltungsrat des Studentenwerks können an
stupa@asta-marburg.de gemailt oder per
Post an die Präsidentin des Studierendenparlaments c/o AStA Marburg Erlenring 5
35037 Marburg geschickt werden.
(MH,
Szr)
EILMELDUNG
Zu Redaktionsschluss lag leider noch kein
neuer AStA vor.
Auslandspreise:
(incl.
Porto
und
Verpackung)
7 ÖS, 1 SFr, 1 Eimer Zloty, 3000 Din,
1250 Lit, 5 Dublonen, 3 Taler, $100 (US),
1 trigiannischer Pu, 123,7 g Muschelgeld,
1.5 lb Karotten, 1 Fl. Piccolo, 1 Kiste
Magie, 100 ASA (21 DIN)
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Seele and Geist
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