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GESCHÄFTSBERICHT Was die kleinen und mittleren - RVK

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2013
GESCHÄFTSBERICHT
Was die kleinen und mittleren Krankenversicherer
zur Vielfalt der Schweiz beitragen.
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Schweiz bedeutet Vielfalt: 26 Kantone,
4 Sprachen, 2352 Gemeinden, 8’036’900
Einwohner, 7 Bundesräte, über 17 Parteien,
knapp 80’000 Vereine, eine Auswahl von über
23’400 Restaurants und vieles mehr. Die
Bilder in unserem Geschäftsbericht zeigen,
dass Vielfalt das Leben bereichert und unentbehrlich ist. Auch im Gesundheitswesen.
Zusammenspiel
Drei Flöten
Drei Oboen
Drei Klarinetten
Drei Fagotte
Vier Hörner
Drei Trompeten
Drei Posaunen
Eine Tuba
Zwei Paukisten
Sechzehn 1. Violinen
Vierzehn 2. Violinen
Zehn Bratschen
Zehn Violoncelli
Fünf Kontrabässe
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AUF EINEN BLICK
Einleitung
4Standpunkt
RVK
5
Verbandskennzahlen und Organe
6Jahresbericht
16Erfolgsrechnung
RVK Rück AG
17
Bilanz
18
Kommentar zur Jahresrechnung
20
Anhang zur Jahresrechnung
21
Corporate Governance
22
Bericht der Revisionsstelle
26Organe
27
Jahresbericht
28Gesamterfolgsrechnung
29
Erfolgsrechnung pro Bereich
30Bilanz
Schluss
32
Kommentar zur Jahresrechnung
33
Anhang zur Jahresrechnung
34
Corporate Governance
35
Bericht der Revisionsstelle
36
Mitglieder, Partner, Aufsicht
RVK
Haldenstrasse 25
6006 Luzern
RVK Rück AG
Haldenstrasse 25
6006 Luzern
Telefon 041 417 05 00
Telefax 041 417 05 01
www.rvk.ch
Telefon 041 417 05 00
Telefax 041 417 05 01
www.rvk.ch
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STANDPUNKT
Liebe Mitglieder, sehr geehrte Damen und Herren
Im Herbst 2014 stimmen wir voraussichtlich über die von der SP Schweiz lancierte
Initiative «Für eine öffentliche Krankenkasse» ab. Nachdem das Volk und die Stände
das Anliegen Einheitskasse bereits 2003 und 2007 klar abgelehnt haben. Alter Wein
in neuen Schläuchen also?
Dr. Charles Giroud, Präsident
Im Rahmen der Konferenz «Gesundheit 2020» hat Gesundheitsminister Alain Berset
das schweizerische Gesundheitswesen als das weltbeste System bezeichnet. Er ist der
Ansicht, man müsse es nur mit punktuellen Verbesserungen optimieren. Die Initianten
ihrerseits sind inzwischen zur Erkenntnis gelangt, dass sich mit ihrer Initiative keine
Kosten in einem substanziellen Umfang einsparen lassen. So lässt sich auch der
Bundesrat zitieren. Trotz dieser klaren Aussagen will man – aus welchen Gründen
auch immer – unserem Gesundheitswesen eine Radikalkur verpassen.
Für den RVK ist klar: Nehmen wir die Einheitskasse an, verlieren wir die Wahlfreiheit,
die Qualität ist in Gefahr, die Kosten steigen wie bisher, das Splitting zwischen Grundund Zusatzversicherung ist zwingend und die Verschuldung – wie bei anderen Sozialversicherungen – ist wahrscheinlich.
Wir Krankenversicherer haben eine gesetzliche Informationspflicht, die wir in diesen
Tagen wahrzunehmen haben. Ich fordere Sie alle auf, sich persönlich zu engagieren und
Ihre Mitarbeitenden und Versicherten über die Konsequenzen dieser Initiative aufzuklären. Dafür danke ich Ihnen im Voraus.
Der Blick nach innen richtet sich dieses Jahr insbesondere auf die weitere Entwicklung des RVK als Rückversicherer und Dienstleister für seine Mitglieder und für die
Kunden im Gesundheitswesen. Erstmals ist es im vergangenen Jahr gelungen, Rückversicherungen und Dienstleistungen als gleichwertige Säulen des RVK und der RVK
Rück AG zu etablieren. Innovative Produkte mit vielversprechenden Langzeitperspektiven und eine hohe Kundenzufriedenheit haben dies ermöglicht. Das freut und
motiviert uns, in dieser Richtung weiterzuarbeiten.
Ich danke allen, die uns im vergangenen Jahr in unserer Arbeit unterstützt haben: unseren 27 kleinen und mittleren Krankenversicherern, unseren Kunden, den zahlreichen
Geschäftspartnern, unseren 33 Mitarbeitenden, den Mitgliedern des Vorstandes beziehungsweise des Verwaltungsrates und der verschiedenen Arbeitsgruppen. Und natürlich allen, die sich für die Interessen einer vielfältigen Krankenversicherung zum Wohle
der Versicherten und letztlich im Dienst einer hohen, nachhaltigen Volksgesundheit
engagieren.
Herzlich, Ihr
Dr. Charles Giroud, Präsident RVK
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VERBANDSKENNZAHLEN UND ORGANE
2014
2013
Verbandskennzahlen
Krankenversicherer 2727
Total Versicherte 645’661
Organe
Vorstand
Charles Giroud, Präsident
Dr. rer. pol., B’VM, Beratergruppe für Verbands-Management, Bern
Dieter Boesch, Vizepräsident
Aquilana Versicherungen, Baden
Martin Horisberger
innova Versicherungen AG, Gümligen
Josef Hutter
rhenusana, Die Rheintaler Krankenkasse, Heerbrugg
Robert Kalbermatten
sodalis gesundheitsgruppe, Visp
Franz Josef Kaltenbach
Dr. rer. nat., Sympany Versicherungen AG, Basel
Damian Keller
AGRISANO, Brugg
Pino Puopolo
FKB, die liechtensteinische Gesundheitskasse, Balzers
Stefan Schena
ÖKK, Landquart
Revisionsstelle
Ernst & Young AG, Zürich
Geschäftsleitung (GL)
Stand: 1. 1. 2014
Daniel Herzog, Direktor und Vorsitzender der GL
Stephan Bernet, Stv. Direktor und Bereichsleiter Ressourcen
Peter Aregger, Bereichsleiter Versicherungen
Reto Kölbli, Dr. med., Bereichsleiter MedCasePool
Patrick Kellenberger, Bereichsleiter Marketing + Bildung
627’177
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JAHRESBERICHT
Daniel Herzog, Direktor
VIELFALT BILDUNG
In allen Zürcher Schulen – vom Kindergarten über die Primar- und Sekundarschulen bis hin zu den Berufs- und
Mittelschulen – kommen Kinder und
Jugendliche mit unterschiedlichem
sozialem, sprachlichem, kulturellem und
religiösem Hintergrund zusammen. Die
Schulen wollen alle diese Kinder und
Jugendlichen integrieren.
Bericht «Bildung, Integration und
soziokulturelle Vielfalt»; Bildungsdirektion
Der RVK blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück.
Er konnte den Umsatz steigern und das Ergebnis verbessern.
Es konnten auch wieder verschiedene neue Kunden ausserhalb
unserer RVK-Gemeinschaft gewonnen werden, was zeigt, dass
die Produkte und Dienstleistungen des RVK sowohl preislich als
auch qualitativ nicht nur konkurrenzfähig sind, sondern auch
einer echten Nachfrage im freien Gesundheitsmarkt entsprechen.
Damit befindet sich die Geschäftsentwicklung auf Kurs und entspricht der Mehrjahresplanung, die jeweils vom Vorstand festgelegt wird.
Die Kosten im Gesundheitswesen steigen weiterhin. Kostentreiber sind die vermehrte
Nachfrage nach Gesundheitsleistungen, die Ausgaben im Bereich der Spitzenmedizin
sowie neu zugelassene Therapien, Prozeduren und Medikamente – und nicht etwa die
Krankenversicherer. Wie Auswertungen zeigen, sind 2013 die Spitalkosten besonders
stark gestiegen. Die Spitäler rechnen die stationären Leistungen seit Anfang 2012 nach
Fallpauschalen ab. Durch die Umstellung haben sie viele Leistungen, die sie 2012 erbracht haben, erst 2013 abgerechnet. So haben sich die Kosten in den Spitälern in der
Grundversicherung in der ganzen Schweiz 2013 um über 1,2 Milliarden Franken auf rund
12 Milliarden Franken erhöht, was einem Kostenanstieg von über 10 Prozent entspricht.
Ebenfalls zugenommen haben die Arztkosten: 2013 waren deutlich mehr abrechnende
Ärzte tätig, da der Zulassungsstopp 2012 aufgehoben wurde. Mehr Behandlungen waren
die Folge. Vor dem Hintergrund dieser Kostenentwicklung, die notabene allein die
Leistungserbringer – Ärzte und Spitäler – zu verantworten haben, können die Krankenversicherer auch mit noch so rigiden und konsequenten Rechnungs- und Leistungskontrollen nicht verhindern, dass Mehrkosten in diesem Ausmass in Form von Prämienerhöhungen weitergegeben werden müssen.
Kanton Zürich, Volksschulamt.
Eigenverantwortung stärken
Die Kosten im Gesundheitswesen können nur unter Kontrolle gebracht werden, wenn
sämtliche Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung über den WZW-Filter
(wirksam, zweckmässig, wirtschaftlich) geprüft werden – bei der Aufnahme in den Grundleistungskatalog und der Kontrolle der Leistungsübernahme. Zudem muss die Eigenverantwortung der Versicherten gestärkt werden – zum Beispiel mit Managed-Care-Modellen. Diese Modelle geben einen finanziellen Anreiz, Gesundheitsleistungen sparsam zu
konsumieren, und stärken gleichzeitig das Kostenbewusstsein der Versicherten. Deshalb
müssen diese integrierten Versorgungsmodelle konsequent gefördert und attraktiv ausgestaltet werden.
JAHRESBERICHT
Einheitskasse gefährdet hochstehende Versorgung
Keine Lösung gegen die steigenden Kosten ist die Einheitskasse,
wie sie die Initianten der Volksinitiative «Für eine öffentliche
Krankenkasse» fordern. Eine einzige öffentlich-rechtliche Bundesinstitution soll die rund 60 privatwirtschaftlich organisierten
Krankenversicherer ersetzen. Eine Annahme der Initiative würde
zu einem Bruch mit dem heutigen bewährten System und zur
Einführung eines Monopolbetriebs führen.
In der Schweiz leben Männer und Frauen nicht nur am längsten,
sie bleiben auch am längsten gesund. Die Versicherten geniessen
mit dem heutigen System ein hohes Mass an Wahlfreiheit und
Selbstbestimmung – sie können sich ihren Krankenversicherer,
ihr Versicherungsmodell, die Höhe der Franchise, aber auch den
Arzt selber aussuchen. Sie haben die Wahl zwischen Hausarzt-,
HMO- oder Telmed-Modellen. Die Versicherten können sich für
Ärztenetzwerke entscheiden und damit nicht nur die ärztlichen
Behandlungswege, sondern auch die Prämienhöhe direkt mit
beeinflussen. Eine staatliche Einheitskasse schafft hingegen die
Wahlfreiheit ab und macht die Versicherten zu Bittstellern und
Zwangskunden ohne Ausweichmöglichkeit.
Das gibt es in keinem anderen Land: Im Krankheitsfall kann in der
Schweiz heute jede Person auf eine rasche und qualitativ hochstehende medizinische Versorgung zählen, die von der Grundversicherung vergütet wird. Ein Blick ins Ausland zeigt, dass ein rasches
Kostenwachstum in einem staatlichen Gesundheitssystem früher
oder später zur Überschuldung führt und medizinische Leistungen
abgebaut werden. Dies gilt es zu verhindern. Der RVK ist zudem
überzeugt, dass mit der Volksinitiative die Kosten auf keinen Fall
gesenkt werden können. Dies bestätigt sogar der Bundesrat ausdrücklich.
Neues Gesetz überflüssig
Bereits heute besteht eine umfassende Aufsicht über die Krankenversicherung – mit den vorhandenen Aufsichtsinstrumenten
ist eine wirksame Aufsicht möglich. Werden diese konsequent
angewendet, bedarf es keiner neuen Aufsichtsregelungen. Das
KVAG braucht es nicht als selbständiges Gesetz, die notwendigen
Regelungen können in das bestehende KVG aufgenommen werden. Das neue Krankenversicherungsaufsichtsgesetz (KVAG) ist
deshalb abzulehnen. Es gilt auch die finanziellen Folgen der Aufsichtstätigkeit v. a. für die kleinen und mittleren Krankenversicherer zu bedenken: Solche behördlichen Kontrollen dürfen nicht
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dazu führen, dass die Krankenversicherer in ihrer Kerntätigkeit
behindert werden und die entstehenden Mehrkosten von den
Prämienzahlenden übernommen werden müssen.
Risikoausgleich verfeinern
Der Risikoausgleich ist ein Element des regulierten Wettbewerbs
zwischen den Krankenversicherern. Er gleicht die unterschiedlichen Risiken der Krankenversicherer infolge ungleicher Versichertenprofile aus. Eine weitere wirksame Verfeinerung des Risikoausgleichs auf der Grundlage von objektiven und nicht beeinflussbaren Kriterien macht Sinn. Diese Verfeinerung soll in enger
Zusammenarbeit mit den Krankenversicherern erfolgen und darf
nicht zu einem Kostenausgleich führen.
Prämienrückerstattung
Anlass zu Diskussionen im Parlament hat 2013 der Ausgleich der
Prämien gegeben, die in einzelnen Kantonen zu viel oder zu wenig
bezahlt wurden. Es handelt sich um eine Vorlage, die niemanden
zufriedenstellt, unter die man aber möglichst schnell einen Schlussstrich ziehen will. Umstritten ist vor allem die Frage, über welche
Periode die Prämien auszugleichen sind. Der Ständerat hat die
Vorlage mit der Inkraftsetzung des KVAG verbunden – eine
Versicherung zu Gunsten des KVAG sozusagen. Die Kommission
für soziale Sicherheit und Gesundheit (SGK) des Nationalrats hat
diese Verbindung zu Recht gelöst, um die «Altlasten» rasch zu
bereinigen. Gemäss Vorschlag sollen dabei insgesamt 800 Millionen
Franken ausgeglichen werden, wobei je ein Drittel der umverteilten Mittel vom Bund, aus der CO₂-Abgabe und von den Krankenversicherern (Reserven oder Prämienzuschläge) stammen soll.
Jegliche Rückerstattung von zuvor genehmigten Prämien widerspricht dem Versicherungsprinzip und dem Grundsatz von Treu
und Glauben. Zudem ist der administrative Aufwand solcher
Rückzahlungsaktionen unverhältnismässig hoch. Der RVK ist
deshalb grundsätzlich gegen jegliche Rückerstattung von OKPPrämien, die vorgängig vom BAG rechtsgültig genehmigt worden
sind.
Verbandslandschaft
Der RVK arbeitet mit dem Branchenverband Santésuisse seit vielen Jahren konstruktiv zusammen. Es braucht einen starken Branchenverband, der eine geschlossene Branchenmeinung vertritt –
und nicht die Eigeninteressen einzelner Krankenversicherer. Vor
allem im Hinblick auf die bevorstehende Abstimmung über die
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JAHRESBERICHT
Einheitskasse ist diese Einigkeit matchentscheidend. Die Entwicklung innerhalb der Branche mit einem zusätzlichen dritten Verband schwächt die Branche. Trotzdem ist es den Verbänden
gelungen, in wichtigen, zukunftsweisenden Fragen – wie zum Beispiel der Einheitskassen-Initiative – geschlossen aufzutreten und
als Einheit zu agieren. So veröffentlichen die drei Krankenversicherungsverbände zusammen mit dem Schweizerischen Versicherungsverband (SVV) einen gemeinsamen Newsletter, der an alle
Parlamentarier geht. Dies mit dem Ziel, den Politikern zu zentralen gesundheitspolitischen Geschäften eine abgestimmte Position
der Branche zu präsentieren und Einigkeit der Branche zu demonstrieren.
Verband
Der RVK setzt sich für die Vielfalt von kleinen,
mittleren und grossen Anbietern in der Kranken- und Unfallversicherung ein. Darum unterstützt er seine Mitglieder mit innovativen Ideen
und Leistungen, damit sie ihre Vorteile nutzen
und ausspielen können.
Auch innerhalb des RVK hat es 2013 Veränderungen gegeben.
Die innova Versicherung hat per Ende 2012 ihr OKP-Geschäft an
die Visana verkauft und konzentriert sich seither aufs Zusatzversicherungsgeschäft. Da die RVK-Mitgliedschaft an die Grundversicherung geknüpft ist, ist die innova aus dem Verband ausgeschieden. Martin Horisberger, Geschäftsleitungsmitglied der
innova, bleibt weiterhin im RVK-Vorstand: Neben Charles Giroud
ist er der zweite externe Vertreter. Aus dem Vorstand ausgetreten ist Jürg Allenspach, ehemaliger Geschäftsführer der kmuKrankenversicherung. Franz Joseph Kaltenbach, Geschäftsführer
der Sympany Versicherungen AG in Basel, und Pino Puopolo,
Geschäftsführer der FKB in Balzers, arbeiten seit letztem Jahr im
RVK-Vorstand mit.
Rechtsdienst
Die im vergangenen Jahr eröffneten Konsultationen zeugten vor
allem von der andauernden Blockade in der gesundheitspolitischen
Diskussion. In diesem Kontext führten die klare Absage des Verbandes und der geschlossene Auftritt der Branche gegenüber
Hochkostenpool und institutioneller Trennung von Grund- und
Zusatzversicherung zum Rückzug des bundesrätlichen Gegenvorschlages zur Einheitskassen-Initiative.
2013 wurden die Datenannahmestellen errichtet und zertifiziert.
Dies erwies sich als anspruchsvoll und stellte für alle Beteiligten
eine besondere Herausforderung dar. Der Bundesrat würdigte
die anhaltenden Anstrengungen der Krankenversicherer im
Bereich des Datenschutzes: Er veröffentlichte Mitte Dezember
den Bericht «Schutz der Patientendaten und Schutz der Versicherten», in dem er festhielt, dass die KVG-Versicherer in vielen
Bereichen die nötigen Vorkehrungen getroffen haben, um den
Datenschutz und die Datensicherheit sicherzustellen.
RVK-Forum
Der RVK organisiert seit 1998 das RVK-Forum, eine der wichtigsten Plattformen im schweizerischen Gesundheitswesen. Im Vorfeld der Einheitskassen-Abstimmung will sich der RVK für die
Anliegen der Krankenversicherer einsetzen und die Stimmbürger
entsprechend aufklären. Er hat deshalb das Forum an die besondere Ausgangslage angepasst und für einmal eine öffentliche Podiumsveranstaltung durchgeführt. Ziel der Veranstaltung war es,
das Thema in der Öffentlichkeit kontrovers zu diskutieren, Wissen aus erster Hand zu vermitteln und dabei die Transparenz
der Meinungen und Thesen zu gewährleisten.
RVK-ImPuls
Die Verbandstagung RVK-ImPuls fördert den Kontakt unter den
Mitgliedern und ermöglicht so den wertvollen Erfahrungsaustausch sowie die Netzwerkpflege auf strategischer Ebene. Das
Tagungsprogramm hat Beiträge zu aktuellen Herausforderungen
im Schweizer Krankenversicherungswesen beinhaltet. Im Anschluss daran haben die Delegiertenversammlung des RVK und
die Generalversammlung der RVK Rück AG stattgefunden.
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Kadmiumgelb
Lichter Ocker
Englischrot
Kadmiumrot
Terra di Siena
Vandyckbraun
Kobaltblau
Preussischblau
Chromoxidgrün
Elfenbeinschwarz
Meisterwerk
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JAHRESBERICHT
Versicherungen
Dank der Nähe zum Markt und dem Einblick in alle Bereiche
des Gesundheitswesens entwickelt der RVK für seine Mitglieder
laufend durchdachte und zielorientierte Versicherungslösungen.
VIELFALT
GESUNDHEITSWESEN
Eine staatliche Einheitskasse würde
die Wahlfreiheit gänzlich abschaffen und
die Versicherten zu Bittstellern ohne
Ausweichmöglichkeit machen.
Aus der Broschüre Standpunkte 2014
des RVK zur Gesundheits- und Krankenversicherungspolitik.
Krankheits-Tod- und -Invaliditätsversicherung (KTI)
Die KTI-Versicherung hat sich erfreulich entwickelt. Das Prämienvolumen ist leicht
gewachsen und betrug 2013 rund 525’000 Franken. Die Zahl der Versicherten blieb
konstant.
Per 2014 hat der Risikoträger gewechselt. Neue Risikoträgerin ist die Generali Personenversicherungen AG. Sie führt den KTI-Bestand mit unverändertem Tarif und gleichwertigen AVB weiter. Der Wechsel ist erforderlich gewesen, nachdem die AXA Leben
AG den Vertrag mit dem RVK gekündigt hatte. Sie will sich verstärkt auf das Geschäft mit
der beruflichen Vorsorge konzentrieren.
Unfall-Tod- und -Invaliditätsversicherung (UTI)
Das Prämienvolumen der UTI-Versicherungen betrug 2013 6,9 Millionen Franken. Es veränderte sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig. Die 24 Vertragspartner vermittelten 94’600 Versicherungen. Zusätzlich zur UTI-Versicherung führten drei Krankenversicherer das UTI-Zusatzprodukt «Aushilfenversicherung Landwirtschaft».
Zusatzversicherungsangebote der innova und ÖKK
2013 vermittelten 17 Krankenversicherer Zusatzversicherungsprodukte von innova
und ÖKK. Mit 25’000 Versicherten erzielten sie ein Prämienvolumen von insgesamt
7,3 Millionen Franken. Das Jahresergebnis fiel insgesamt positiv aus. Die Leistungskosten
stiegen bei gleichem Prämienvolumen moderat an. Dies erlaubt es, den vermittelnden
Krankenversicherern Provisionen und Überschüsse im Umfang von rund 1,5 Millionen
Franken zu vergüten.
Telemedizin
Das Wachstum in den telemedizinischen Angeboten (Compliance System, Demand
Management, medizinische Assistance und Chronic Care Management) in Zusammenarbeit mit Medgate hielt 2013 an. Mit dem Beitritt der KLuG Krankenversicherung
beziehen elf Krankenversicherer Medgate-Dienstleistungen via RVK. Dadurch erhalten
250’000 Versicherte Zugang zu den medizinischen Beratungen durch die Medgate-Ärzte.
JAHRESBERICHT
Patientenrechtsschutz
Die Zahl der Versicherten mit Patientenrechtsschutz-Versicherung liegt bei rund 12’400. Der Bestand ist gegenüber dem Vorjahr konstant geblieben.
Zentrales Vertragsregister (ZVR)
Das ZVR enthält alle für die Krankenversicherer relevanten
OKP-Verträge, Tarife, Rundschreiben und Nachschlageapplikationen. Der RVK vermittelt diese Branchenlösung als Dienstleistung
an die RVK-Mitglieder und unterstützt sie bei Fragen betreffend
Anwendung des Tools. Zudem liest der RVK die rund 210
Verträge, die der RVK-Leistungseinkauf abgeschlossen hat, ins
ZVR ein und schaltet es für die Kunden auf.
Die Sasis AG hat das ZVR 2013 optimiert und eine bereinigte
Version des Tools bereitgestellt. Auch wurde im ZVR die
Benutzung eines Methodenfilters für die Leistungserbringer mit
ZSR-Nummern von ASCA und NVS eingebaut. Als weitere
Dienstleistung wurde die Web-Applikation «Leistungsaufträge
Spitalliste» (LEA) ins ZVR eingefügt. Als spezielle Zugabe kann
man die im LEA angezeigten ZSR-Nummern direkt mit den im
ZVR abgelegten Verträgen verlinken.
Managed Care
Im Auftrag von 17 Krankenversicherern betreibt der RVK ein
Hausarztsystem und führt Verhandlungen mit Ärztenetzen und
Managed-Care-Organisationen. Unter Vertrag stehen 62 Partnerorganisationen. Der RVK strebt verbindliche Zusammenarbeitsmodelle mit Einsparzielen und Erfolgsbeteiligung an. 2013 haben
sich die Krankenkasse Steffisburg und die Galenos Kranken- und
Unfallversicherung dem Hausarztsystem des RVK angeschlossen.
Die neuen Vertretungen führen zu einer Volumensteigerung der
Einkaufsgemeinschaft und damit zu einer stärkeren Position
gegenüber den Verhandlungspartnern. In der operativen Umsetzung können Synergien im Rahmen der bestehenden Systeme und
Abläufe genutzt werden.
Leistungseinkauf KVG
Der seit 1. Januar 2011 geltende Dienstleistungsvertrag mit der
Tarifsuisse AG war bis Ende 2013 befristet. Um die bewährte
Zusammenarbeit weiterzuführen, hat der RVK mit Tarifsuisse
einen neuen Vertrag für KVG-Dienstleistungen unterzeichnet.
Dem Vertrag haben sich 28 Versicherer mittels Anschlussverein-
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barung angeschlossen. Mit dieser Vertretung hat der RVK einen
hohen Marktanteil und kann die Interessen der angeschlossenen
Versicherer bei Tarifsuisse wirkungsvoll einbringen. Vertreter
der Versicherer und des RVK nehmen in den Gremien von
Tarifsuisse – insbesondere in den Verhandlungskommissionen –
entsprechend Einfluss.
Leistungseinkauf VVG
Im Zusatzversicherungsbereich verfügt der RVK über ein Mandat
für die Verhandlung von Verträgen für Spital- und Arztleistungen
in der halbprivaten und privaten Abteilung der Listenspitäler.
Die Einkaufsgemeinschaft von 19 Versicherern, davon 12 Risikoträgern, konnte 2013 unverändert weitergeführt werden. Die
Auswirkungen der neuen Spitalfinanzierung, insbesondere die
unterschiedlichen kantonalen Rahmenbedingungen, sind in den
Verhandlungen nach wie vor spürbar. Für Nicht-Listenspitäler ist
aufgrund der unterschiedlichen Versicherungsprodukte eine differenzierte Strategie gefragt. Die im Kundenteam Leistungseinkauf
definierte Verhandlungsstrategie setzt der RVK in Zusammenarbeit mit den Delegierten der Versicherer konsequent um.
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Ein Architekt
Zwei Bauzeichner
Ein Ingenieur
Zwei Statiker
Zwei Lichtplaner
Vier Baumanager
Ein Kalkulator
Drei Projektleiterinnen
Zwei Modellbauer
Zwei Innenarchitekten
Ein Baubiologe
Meilenstein
JAHRESBERICHT
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MedCasePool
Der RVK MedCasePool bietet innovative Dienstleistungen in
vier Bereichen: Der vertrauensärztliche Dienst empfiehlt Kostengutsprachen und Kostenübernahmen gemäss Artikel 57 KVG –
der versicherungsärztliche Dienst berät Versicherer und Unternehmen in versicherungsmedizinischen Fragen. Das Case
Management koordiniert und begleitet komplexe Fälle in den
Bereichen Heilungskosten und Erwerbsausfall und die DRGPrüfstelle unterstützt ihre Kunden bei der Kontrolle der stationären Abrechnungen.
Per Ende 2013 ist Dr. med. Rudolf Häuptle altershalber beruflich kürzergetreten und
hat die Leitung an Dr. med. Reto Kölbli übergeben. Rudolf Häuptle hat den MedCasePool
massgeblich mitgestaltet.
Vertrauensärztlicher und versicherungsärztlicher Dienst
2013 war für den vertrauensärztlichen und versicherungsärztlichen Dienst erneut ein
erfolgreiches Jahr: Die bearbeiteten Fälle haben in diesem Geschäftsjahr wiederum
zugenommen, nämlich von 9’722 (2012) auf 11’653 (2013). 49 Kunden, vor allem Krankenversicherer und Pensionskassen, haben das Angebot rege genutzt. Die Beurteilung
von Kostengutsprachegesuchen für Medikamente ausserhalb der Zulassung oder Spezialitätenliste hat weiterhin die grösste vertrauensärztliche Herausforderung dargestellt:
Der MedCasePool hat deshalb begonnen, eine Vergütungsberatung für solche Off-LabelMedikamente aufzubauen – als Unterstützung der in diesen Fällen betroffenen Versicherer (Art. 71 KVV). Die anspruchsvolle Bestimmung des therapeutischen Nutzens an vorderster Front des medizinischen Fortschritts wird die Vertrauensärzte weiter zunehmend
fordern.
Im Aufbau befindet sich auch die versicherungsmedizinische Beratung bei unklarer
Arbeitsunfähigkeit und wiederholten Absenzen am Arbeitsplatz: Der Versicherungsarzt
berät – unter Einhaltung der Schweigepflicht und des Datenschutzes – den Arbeitgeber
beim weiteren Vorgehen. Er macht dies, bevor zu einem späteren Zeitpunkt allenfalls das
Case Management des Taggeldversicherers eingeschaltet wird.
VIELFALT SPRACHE
die; das Vorkommen, Auftreten in vielen
verschiedenen Arten, Formen oder ähnliches: die Vielfalt der Formen und Farben
beeindruckte ihn sehr; dieses Fachgeschäft bietet eine Vielfalt an /von preisgünstigen Markenartikeln; Sinnverwandt:
Buntheit, Mannigfaltigkeit, Reichtum,
Verschiedenartigkeit, Vielfältigkeit, Vielgestaltigkeit; Zusammengefasst: Farben-,
Formen-, Meinungsvielfalt.
Aus Duden: das Bedeutungswörterbuch
14
JAHRESBERICHT
Case Management
Der Umsatz im Case Management konnte gehalten werden –
bei abnehmenden Fallzahlen. Die Anzahl Fälle ist gesunken, da ein
grosser Kunde sein OKP-Geschäft aufgegeben und ein weiterer
sein eigenes Case Management aufgebaut hat. Mit Neukunden
konnte der RVK diese Weggänge teilweise kompensieren.
Der Grossteil der bearbeiteten Fälle liegt im Bereich der Heilungskosten – dabei haben vor allem die Spitex-Fälle deutlich
zugenommen. Die Anzahl der Taggeldfälle hat tendenziell leicht
zugenommen. Erfreulich ist, dass aus einem Pilotprojekt eine
vertragliche Zusammenarbeit resultiert hat.
Anfang November 2013 hat Alexandra Wirta die Leitung des
Case Management übernommen. Im Dezember 2013 wurde das
neue Fallbearbeitungssystem CaseNet eingeführt, das kontinuierlich verbessert und angepasst wird.
DRG-Prüfstelle
Die DRG-Prüfstelle blickt auf ein erfreuliches und abwechslungsreiches Jahr zurück. So hat sie 2013 4’836 Fälle medizinisch
geprüft – das sind 1’001 Fälle (oder 26 Prozent) mehr als im Vorjahr. Die Beanstandungsquote liegt bei rund 20 Prozent, die Beanstandungssumme macht mehrere Millionen Franken aus.
Die DRG-Prüfstelle hat ihr Dienstleistungsangebot ausgebaut:
Sie hat individuelle Schulungen für Mitarbeitende der Krankenversicherer angeboten – diese DRG-Kurse wurden rege besucht
und von den Mitarbeitenden sehr geschätzt. Zudem berät die
Prüfstelle die Krankenversicherer in Management-Fragen rund um
das Fallpauschalensystem und führt Verhandlungen mit Leistungserbringern durch. Sie erarbeitet und entwickelt die medizinischen
Prüfregeln für die zertifizierten Datenannahmestellen der Krankenversicherer weiter.
Mitte Jahr hat Quan Pham, med. prakt., die Leitung der DRG-Prüfstelle übernommen. Zusätzliche Kodierärztinnen sind rekrutiert
worden und ergänzen das wachsende Team.
Marketing und Bildung
Auf dem Markt präsent sein ist das A und O
für einen erfolgreichen Geschäftsverlauf. Mit
einem umfassenden Bildungsangebot und
zweckmässigen Marketingdienstleistungen
unterstützen wir die Mitglieder in ihren Marktaktivitäten.
Aus- und Weiterbildung
Die RVK-Kunden messen der kontinuierlichen Fortbildung der
Mitarbeitenden einen hohen Stellenwert bei. Die erfolgreiche
Kundenbindung sowie Entwicklungen aus Sicht des Marktes und
von Seiten der Aufsicht erfordern viel fachliches Know-how.
Mit seinen Aus- und Weiterbildungsangeboten trägt der RVK zur
hohen Leistungs- und Beratungskompetenz seiner Kunden bei.
Mit dem Grundkurs leistet er seit Jahren einen wichtigen Beitrag
zur Ausbildung von neuen und branchenfremden Mitarbeitenden.
So sind 2013 170 Mitarbeitende in elf Kursen geschult worden.
Auch die fachspezifischen Kursangebote werden sehr geschätzt:
Rund 300 Personen besuchten die diversen Fachkurse – unter
anderem zu den Themen «Rechnungsprüfung unter SwissDRG»,
«Medizinische Kenntnisse», «Hilfspersonen VAD» und «KVGSolvenztest».
Kundenzeitschrift SICHER
Viermal jährlich produziert der RVK die Kundenzeitschrift
SICHER im Auftrag seiner Kunden. Die Gesamtauflage betrug
2013 fast 130’000 Exemplare. Das war eine der höchsten bisher
erreichten Auflagen, was durch die Teilnahme von elf Krankenversicherern möglich wurde.
Erstmals erschien das SICHER in der Winterausgabe im neuen
Erscheinungsbild. Anpassungen erfolgten bei der Seitenaufteilung,
welche mehr Flexibilität bei der Themenwahl ermöglicht und
erlaubt, Schwerpunkte einfacher zu setzen. Ausserdem kann der
Kunde zwischen einer Ausgabe mit 8 Seiten oder einer mit
12 Seiten wählen. Neu ist die Rubrik «Versicherungsratgeber»:
Leser erfahren darin Wissenswertes rund um interessante Versicherungsthemen.
JAHRESBERICHT
15
Mitarbeitende
RVK Internet Pool (RIPO)
Mit RIPO bietet der RVK den Krankenversicherern die Möglichkeit, Tools zum Thema Gesundheit in den eigenen Internetauftritt
zu integrieren. Nach einer Bedarfsabklärung und folgender Angebotsbereinigung bieten wir unseren Kunden die RIPO-Tools
«Gesundheitsnews», «Aktive Kinder» und «Generikasuche» an.
Kundenmanagement
Der RVK setzt die differenzierte Wachstumsstrategie konsequent um und hat mit der Schaffung der Position eines Account
Manager das Kundenmanagement verstärkt. Die neue Stelle
konnte mit einer erfahrenen und dienstleistungsorientierten
Person besetzt werden. Deren Aufgabe wird es sein, den RVK
insbesondere im zukunftsträchtigen Bereich der Versicherungsmedizin auch ausserhalb der Krankenversicherer zu positionieren.
Gut ausgebildete und motivierte Mitarbeitende
sind das Kapital einer Firma. Dank motivierter
und gut ausgebildeter Mitarbeitender kann der
RVK einen hohen Standard in allen Bereichen
erreichen und halten.
Als innovatives Unternehmen mit einem umfassenden Angebot
in der Versicherungs- und Dienstleistungsbranche ist der RVK
auf gut ausgebildete und motivierte Fachkräfte angewiesen. Von
grosser Bedeutung sind dabei die sorgfältige Rekrutierung und die
umfassende Einführung von neuen Mitarbeitenden. Dazu kommt
die Förderung der Identifikation mit dem Unternehmen durch ein
angenehmes Betriebsklima, eine offene Informationspolitik, gute
Anstellungsbedingungen und modern eingerichtete Arbeitsplätze.
Zurzeit beschäftigt der RVK 33 Mitarbeitende, davon eine
Lernende. Die Altersstruktur ist gut durchmischt, der Frauenund Männeranteil halten sich die Waage.
Unsere Mitarbeitenden haben auch im Jahr 2013 wieder einen
sehr grossen Einsatz im Dienste unserer Kunden geleistet. Dafür
möchten wir allen unseren Dank aussprechen.
Daniel Herzog
Direktor RVK
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ERFOLGSRECHNUNG
2013 2012
Rückversicherungsprämien
0.00
– 250’000.00
Rückerstattungen
61’480.60
136’512.05
Verbandsbeitrag
438’801.65
574’580.00
Dienstleistungsertrag
8’624’944.25
7’970’391.35
Dienstleistungsertrag 19’125’226.50
8’431’483.40
Dienstleistungsaufwand4’161’705.904’264’404.68
Veränderung Rückstellungen456’001.40
4’617’707.30275’131.55
4’539’536.23
Dienstleistungsaufwand 2
4’617’707.30
4’539’536.23
Ergebnis aus Geschäftstätigkeit
4’507’519.20
3’891’947.17
Verwaltungskosten RVK5’620’930.505’664’331.19
Veränderung Rückstellungen– 7’759.10
5’613’171.40– 7’362.45
5’656’968.74
Abschreibungen
82’523.48
102’795.43
Erhaltene Verwaltungskosten
– 1’365’074.52
– 1’328’542.66
Verwaltungsaufwand 34’330’620.36
4’431’221.51
Betriebsergebnis176’898.84
– 539’274.34
Kapitalertrag1’368’678.221’596’074.32
Veränderung Wertberichtigung Wertschriften
– 500’000.00
– 400’000.00
Liegenschaftsrechnung
336’952.02
– 216’526.78
Veränderung Rückstellungen Immobilien
– 750’000.00
100’000.00
Betriebsfremder Erfolg 4455’630.24
1’079’547.54
Steuern
Jahresergebnis 5
– 65’000.00
– 54’802.40
567’529.08
485’470.80
Zuweisung Reserven
567’529.08
485’470.80
BILANZ
17
20132012
Aktiven
Flüssige Mittel
2’487’351.83
3’122’267.96
Forderungen bei Mitgliedern und Kunden
1’269’408.41 1’864’401.72
Forderungen bei Partnern
209’737.33 245’940.54
Übrige Forderungen
2’517’105.95
873’257.99
Transitorische Aktiven
108’475.75
248’608.50
Umlaufvermögen 66’592’079.27
6’354’476.71
Obligationen8’719’979.007’222’283.00
Anlagefonds14’077’136.5614’808’652.31
Aktien2’715’389.842’846’415.29
Beteiligungen10’000’000.0010’000’000.00
Total Wertschriften
35’512’505.40
34’877’350.60
Wertberichtigung Wertschriften–3’600’000.0031’912’505.40–3’100’000.0031’777’350.60
Immobilien
1’000’000.00
1’000’000.00
Betriebseinrichtungen1’154’851.151’178’734.30
Wertberichtigung Betriebseinrichtungen–1’103’086.36
51’764.79–1’076’500.28
102’234.02
Anlagevermögen 732’964’270.19
32’879’584.62
Total Aktiven
39’556’349.46
39’234’061.33
Passiven
Verbindlichkeiten bei Mitgliedern und Kunden
1’599’806.90
2’543’256.75
Verbindlichkeiten bei Partnern
3’366’089.98
4’116’629.14
1’243’021.90
1’082’368.54
Übrige Verbindlichkeiten
Transitorische Passiven
177’349.40
57’999.00
Rückstellungen für Run-off
6’382’360.08
6’411’858.08
Allgemeine Rückstellungen
11’224’031.79
10’025’789.49
Fremdkapital 823’992’660.05
24’237’901.00
Verbandsvermögen15’563’689.41
14’996’160.33
Eigenkapital 915’563’689.41
14’996’160.33
Total Passiven
39’556’349.46
39’234’061.33
18
KOMMENTAR ZUR JAHRESRECHNUNG
Kommentar zur Jahresrechnung
Bilanz
Umlaufvermögen
Das Umlaufvermögen per 31. Dezember 2013 beträgt 6,6 Mio.
Franken. Bei den Mitgliedern und Kunden sind 0,6 Mio. Franken
weniger ausstehend als Ende 2012. Die Abrechnungen mit den
Hausarztsystemen über die Abrechnungsjahre 2012 / 2013 führten
zu einer Zunahme der übrigen Forderungen von 1,6 Mio. Franken.
6
Erfolgsrechnung
Dienstleistungsertrag
Zur Steigerung des Dienstleistungsertrages von 7,97 Mio. Franken
(2012) auf 8,62 Mio. Franken (2013) haben die drei Bereiche
MedCasePool (+22 Prozent), Bildung (+44 Prozent) und Versicherungen (+19 Prozent) beigetragen. Die Senkung des Verbandsbeitrages von 15 Prozent und die Versichertenentwicklung bei
den Verbandsmitgliedern führten zu einem um 135’778.00 Franken
niedrigeren Verbandsbeitrag.
1
Dienstleistungsaufwand
Obwohl der Dienstleistungsertrag zunahm, konnte der Dienstleistungsaufwand von 4,6 Mio. Franken im Rahmen von 2012
gehalten werden.
2
Verwaltungsaufwand
Die Verwaltungskosten RVK betragen wie im Vorjahr 5,6 Mio.
Franken. Für die Vermittlung von Versicherungsangeboten und
für Managementdienstleistungen erhält der RVK Entschädigungen
in der Höhe von 1,4 Mio. Franken.
3
Betriebsfremder Erfolg
Die positive Marktentwicklung, vor allem im Aktienbereich, führte
zu einem Kapitalertrag von 1,368 Mio. Franken. Dieser Ertrag
wird verwendet, um die Wertberichtigungen Wertschriften
(0,5 Mio. Franken) und die Rückstellung Immobilien (0,75 Mio.
Franken) zu erhöhen. Bei der Liegenschaft Haldenstrasse 25
besteht in den nächsten Jahren Sanierungsbedarf im Lift- und
Heizungsbereich.
4
Jahresergebnis
Die Rechnung 2013 weist ein positives Jahresergebnis von
0,567 Mio. Franken (2012 = 0,485 Mio. Franken) aus. Dieses wird
dem Verbandsvermögen gutgeschrieben.
5
Anlagevermögen
Die Kurswerte der Wertschriften liegen dank der positiven Entwicklung bei den Aktienwerten 2,6 Mio. Franken über den Buchwerten. Die Wertberichtigungen für Wertschriften wurden um
0,5 Mio. auf 3,6 Mio. Franken erhöht.
7
Fremdkapital
Die Verbindlichkeiten bei Mitgliedern, Kunden und Partnern
haben um 1,6 Mio. Franken abgenommen. Die Rückstellungen
Run-off betreffen das UTI-Geschäft; über diese Rückstellungen
werden die Leistungen aus den Rechnungsjahren 2007 und früher
abgebucht. Die Höhe der Allgemeinen Rückstellungen wird jährlich durch eine Risikoanalyse überprüft. Die vorhandenen Allgemeinen Rückstellungen von 11,2 Mio. Franken entsprechen den
definierten Zielgrössen und gewährleisten die Stabilität und die
Weiterentwicklung des RVK.
8
Eigenkapital
Durch die Zuweisung des Ertragsüberschusses des Rechnungsjahres 2013 von 0,567 Mio. Franken steigt das Verbandsvermögen
auf 15,5 Mio. Franken.
9
19
Andeer Alpkäse
Belper Knolle
Atzmännig Bergkäsli
Brennnesselchäs
Engishofer Mutschli
Holderbäseler
Klosterkäse
Le Cabriol
Rinderbacherli
Wällechäs
Sennemutschli
Winzerkäse
Tradition
20
ANHANG ZUR JAHRESRECHNUNG
Anhang zur Jahresrechnung
Rechnungslegungsgrundsätze
Die Jahresrechnung 2013 des RVK ist unter Einhaltung der
Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (OR)
erstellt worden.
Betriebseinrichtungen
Die für den Betrieb notwendigen Einrichtungen (IT-Infrastruktur und Büroeinrichtungen) werden gemäss den vom
Vorstand genehmigten Abschreibungsrichtlinien abgeschrieben
(IT-Infrastruktur: 3 Jahre, Einrichtungen: 5 Jahre). Diese Abschreibungen werden unter «Wertberichtigungen Betriebseinrichtungen» bilanziert, die jährliche Abschreibung ist unter den
Verwaltungskosten, Position «Abschreibungen», ersichtlich.
Bewertungsgrundsätze
Die Bewertung der Aktiven und Passiven erfolgt nach einheitlichen Grundsätzen. Die wichtigsten Bewertungsregeln sind:
in CHF
Versicherungswert
Forderungen und Verbindlichkeiten
Die Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit ihrem
Nominalwert bilanziert.
Immaterielle Anlagen
Projektkosten und Software werden nicht aktiviert.
Kapitalanlagen
Aktien, Obligationen und Anlagefonds werden zum Kurswert im
Anschaffungszeitpunkt bilanziert. Die Bewertung per Stichtag am
31. Dezember erfolgt zum Kurswert, sofern dieser unter dem
Anschaffungswert liegt. Die entsprechende Differenz wird unter
«Wertberichtigung Wertschriften» ausgewiesen. Um die Risikofähigkeit sicherzustellen, können zusätzliche Wertberichtigungen
vorgenommen werden. Die maximale Wertberichtigung ist auf
10 Prozent der Kapitalanlagen festgelegt. Die Bildung oder Auflösung der Wertberichtigung wird in der Erfolgsrechnung unter
«Veränderung Wertberichtigung auf Wertschriften» ausgewiesen.
Fremdwährungen
Fremdwährungspositionen in der Bilanz erfolgen zu Jahresendkursen. Anlagen können in den Fremdwährungen US-Dollar,
Euro, Britisches Pfund und Yen getätigt werden.
Immobilien
Bei den Immobilien handelt es sich um die Liegenschaft Haldenstrasse 25 in Luzern (Erwerb vom 18. Februar 1952). Die Liegenschaft ist mit 1,0 Million Franken bilanziert. Für Investitionen und
Renovationen besteht eine Rückstellung. Die Veränderung dieser
Rückstellung wird in der Erfolgsrechnung unter «Veränderung
Rückstellung Immobilien» ausgewiesen.
in CHF
Brandversicherungswert
2013
5’063’000.00
2012
5’021’000.00
20132012
1’246’200.001’214’000.00
Allgemeine Rückstellungen
Um die in der Risikobeurteilung festgestellten Risiken und Projekte abzudecken, werden zweckgebundene Rückstellungen
gebildet. Die Bildung oder Auflösung solcher Rückstellungen
werden bei den zutreffenden Positionen in der Erfolgsrechnung
ausgewiesen.
Beteiligungen
Die Beteiligung des RVK an der RVK Rück AG beträgt
100 Prozent.
in CHF
RVK Rück AG
20132012
10’000’000.00
10’000’000.00
Verteilungsgrundsätze
Direkte Kosten und Erträge
Grundsätzlich gilt, dass Kosten und Erträge, die eindeutig einem
Bereich zugeordnet werden können, dem entsprechenden Bereich
belastet beziehungsweise gutgeschrieben werden.
Indirekte Kosten und Erträge
Die Verteilung von Kosten und Erträgen, die nicht direkt einem
bestimmten Bereich zugeordnet werden können, werden mit
Verteilschlüssel auf die verschiedenen Bereiche verteilt. Die Verteilschlüssel werden periodisch aufgrund der Kostenstellen- und
Kostenträger-Rechnung überprüft und angepasst.
CORPORATE GOVERNANCE
21
Details zum Verwaltungsaufwand
Die Verwaltungskosten RVK (siehe Erfolgsrechnung) setzen sich
aus den folgenden Positionen zusammen:
2013
2012
4’921’532.35
4’878’376.65
Miete/Unterhalt Einrichtungen
310’957.95
287’092.20
IT-Kosten
128’803.30
119’184.25
Übrige
Verwaltungsaufwendungen
259’636.90
379’678.09
in CHF
Personalaufwand inkl.
Sozialleistungen
Total
Verwaltungskosten RVK
5’620’930.50 5’664’331.19
Corporate Governance
Unternehmensstruktur
Der RVK ist ein Verein im Sinne von Artikel 60 ff. ZGB. Als
Verbandsmitglieder können Krankenversicherer, die über eine
Durchführungsbewilligung im Sinne von Artikel 13 KVG verfügen,
aufgenommen werden. Die Statuten wurden an der Delegiertenversammlung vom 15. Juni 2012 letztmals aktualisiert.
Vorstand
Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten
und mindestens drei, höchstens aber sieben Mitgliedern. Er wird
durch die Delegiertenversammlung für eine Periode von drei
Jahren gewählt. Die Mitglieder sind wieder wählbar. Innerhalb
der dreijährigen Legislatur, welche bis 2016 dauert, werden neue
Mitglieder für den Rest der laufenden Amtsperiode gewählt.
Entschädigungen
Die Vorstandsmitglieder erhalten jährlich eine Pauschale, die von
ihrer Funktion abhängig ist. Dazu werden Sitzungsgelder und die
Reisekosten bezahlt.
Finanzierung
Die Finanzierung des RVK erfolgt durch:
•Mitgliederbeiträge
•Provisionen
•Dienstleistungserträge
Kompetenzen
Die Kompetenzen richten sich nach den Statuten. Die Zusammenarbeit der strategischen und der operativen Organe ist in
einem Geschäfts- und Organisationsreglement festgehalten.
Kontrollinstrumente
Externe Revisionsstelle
Das Mandat zur externen Revision führt die Ernst & Young AG
in Zürich aus. Leitender Revisor für 2013 ist Rolf Bächler. Die Revisionsstelle wird durch die Delegiertenversammlung für ein Jahr
gewählt. Der RVK unterzieht sich freiwillig einer ordentlichen
Revision.
Risikomanagement
Mit dem Risikomanagement identifiziert, bewertet und überwacht
der Vorstand periodisch bestehende und zukünftige Risiken. So
werden Chancen und Gefahren rechtzeitig erkannt und die notwendigen Massnahmen können ergriffen werden.
Nachhaltiges
Wachstum des RVK
Sicherung der
qualitativen und
quantitativen Ziele
Ziele des Risikomanagements des RVK
Optimierung
der Risikokosten
Soziale Ziele
aus der gesellschaftlichen
Verantwortung
Internes Kontrollsystem (IKS)
Der RVK verfügt über ein IKS, das für diese Organisation zweckmässig ist. Mit dem IKS soll die Sicherheit für den Vorstand und
die Geschäftsstelle erhöht werden. Die regelmässige Berichterstattung der Geschäftsstelle an den Vorstand gewährleistet einen
Überblick über den Stand und die Wirksamkeit des IKS.
Informationspolitik
Der RVK publiziert jährlich einen Geschäftsbericht. Mitglieder
und Interessierte werden mit der vierteljährlich erscheinenden
INFORMATION (offizielles Mitteilungsblatt des RVK) über das
Geschehen im schweizerischen Gesundheitswesen und beim RVK
im Speziellen orientiert. Mit den Informationsblättern Hotline und
Update nimmt der RVK zu aktuellen Themen und Fragen gegenüber seinen Mitgliedern Stellung.
22
BERICHT DER REVISIONSSTELLE
Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung des RVK, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang (Seite 16 bis 21),
für das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Die Jahresrechnung des RVK für das am 31. Dezember 2012
abgeschlossene Geschäftsjahr wurde von einer anderen Revisionsstelle geprüft, die am 2. Mai 2013 ein nicht modifiziertes Prüfungsurteil zu diesem Abschluss abgegeben hat.
Verantwortung des Vorstandes
Der Vorstand ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Statuten
verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Vorstand für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.
Verantwortung der Revisionsstelle
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere
Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen
Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung frei von wesentlichen falschen Angaben ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von
Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es
für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen,
nicht aber, um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die
Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen
sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr dem
schweizerischen Gesetz und den Statuten.
Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften
Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die Unabhängigkeit (Art. 69b ZGB in Verbindung mit Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.
In Übereinstimmung mit Art. 69b ZGB in Verbindung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890
bestätigen wir, dass ein gemäss den Vorgaben des Vorstandes ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der
Jahresrechnung existiert.
Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Ergebnisverteilung dem schweizerischen Gesetz und den Statuten entspricht, und
empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
Zürich, 14. April 2014
Ernst & Young AG
Marco Schmid
Rolf Bächler
Zugelassener Revisionsexperte
Zugelassener Revisionsexperte
Leitender Revisor
23
Spiralfeder
Anker
Gangrad
Unruh
Zugfeder
Räderwerk
Rubine
Hemmung
Zeiger
Krone
Perfektion
24
25
2013
GESCHÄFTSBERICHT
Sicher und bewährt
dank langfristiger Perspektiven
26
ORGANE
Verwaltungsrat
Charles Giroud, Präsident
Dr. rer. pol., B’VM, Beratergruppe für Verbands-Management, Bern
Dieter Boesch, Vizepräsident
Aquilana Versicherungen, Baden
Martin Horisberger
innova Versicherungen AG, Gümligen
Josef Hutter
rhenusana, Die Rheintaler Krankenkasse, Heerbrugg
Robert Kalbermatten
sodalis gesundheitsgruppe, Visp
Franz Josef Kaltenbach
Dr. rer. nat., Sympany Versicherungen AG, Basel
Damian Keller
AGRISANO, Brugg
Pino Puopolo
FKB, die liechtensteinische Gesundheitskasse, Balzers
Stefan Schena
ÖKK, Landquart
Aktuar
Jon Bardola, Aktuar SAV
Revisionsstelle
Ernst & Young AG, Zürich
Geschäftsleitung (GL)
Daniel Herzog, Direktor und Vorsitzender der GL
Stephan Bernet, Stv. Direktor und Bereichsleiter Ressourcen
Peter Aregger, Bereichsleiter Rückversicherungen
Stand: 1. 1. 2014
JAHRESBERICHT
27
Rückversicherungen
Das Prämienvolumen in den Rückversicherungen betrug 2013
rund 5,0 Millionen Franken und lag damit deutlich unter dem
Vorjahr. Die Prämieneinnahmen der GRV-Grundpflege sanken
auf 3,4 Millionen Franken. Das Prämienvolumen der Rückversicherungszweige Taggeld KVG, Heilungskostenzusatz VVG und
Einzelverträge VVG lag in der Grössenordnung des Vorjahres.
Während die Rückversicherungsleistungen mit 5,0 Millionen Franken im Vergleich zum
Vorjahr sanken, stieg die Brutto-Schadenquote auf 100 Prozent. Im Vorjahr betrug sie lediglich 72 Prozent. Die GRV-Grundpflege wies dabei eine überdurchschnittliche Schadenbelastung auf – die Leistungen überstiegen mit 4,1 Millionen Franken die Prämien deutlich.
Alle weiteren Versicherungszweige verzeichneten positive Ergebnisse, auch wenn die
Schadenbelastung etwas höher lag als im Vorjahr.
VIELFALT KULTUR
Mit der Ratifizierung der UNESCOKonvention zum Schutz und zur
Damit schliesst die RVK Rück AG das Geschäftsjahr 2013 mit einem unbefriedigenden
versicherungstechnischen Resultat ab. Verschiedene Entwicklungen in der Krankenversicherungsbranche haben zu diesem Ergebnis geführt und deutliche Spuren hinterlassen.
Per 2013 hat die RVK Rück AG die GRV-Grundpflege grundlegend überarbeitet – infolge
der geänderten Reservevorschriften und der Aufhebung der Rückversicherungspflicht.
Aufgrund der veränderten Risikowahrnehmung haben verschiedene Kunden ihre Rückversicherungsdeckungen angepasst, was zu einem Rückgang des Prämienvolumens führte.
Auch der Ausstieg eines Kunden aus der Grundversicherung und der Wegfall der GRVVerband trugen zum Prämienrückgang bei.
Auf der Ebene der Rückversicherungsleistungen hat die Einführung von SwissDRG das
Ergebnis getrübt. Aufgrund dieser Einführung konnten verschiedene Spitäler erst mit
grossen zeitlichen Verzögerungen Rechnung stellen. Diese Verzögerungen wurden im
Verlauf des vergangenen Jahres abgebaut und haben zu einem deutlichen Anstieg der
Rückversicherungsleistungen in der GRV-Grundpflege geführt.
Der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2014 ist verhalten positiv. Die RVK Rück AG konnte
alle Rückversicherungsverträge erneuern, so dass sie mit einem konstanten Prämienvolumen rechnet. Die Leistungserbringer konnten die Verzögerungen in der Abrechnung inzwischen abbauen, weshalb die RVK Rück AG einen Rückgang erwartet.
Förderung der Vielfalt kultureller
Ausdrucksformen hat sich die Schweiz
dazu verpflichtet, alle vier Jahre einen
Bericht zur Lage der kulturellen Vielfalt
in der Schweiz zu erstellen.
Der erste Bericht wurde am
25. April 2012 vom Bundesrat
verabschiedet.
Bundesamt für Kultur (BAK)
28
GESAMTERFOLGSRECHNUNG
2013
2012
Versicherungsprämien 1
5’033’109.25
7’977’802.05
Versicherungsertrag 5’033’109.25
7’977’802.05
Versicherungsleistungen
5’029’910.65
5’718’494.95
Veränderung versicherungstechnische Rückstellungen
–1’438’057.89
300’000.00
Ausbezahlte Rückstellungen
834’028.45
0.00
Veränderung Rückstellungen Rückerstattungen
– 480’704.60
834’028.45
Versicherungsaufwand
3’945’176.61
6’852’523.40
Versicherungstechnisches Ergebnis 21’087’932.64
1’125’278.65
Verwaltungskosten728’942.05904’730.95
Verwaltungsaufwand 3728’942.05
904’730.95
Betriebsergebnis
358’990.59
220’547.70
Kapitalerfolg
232’342.10
447’998.16
Veränderung Wertberichtigung Wertschriften
– 300’000.00
– 300’000.00
Finanzerfolg 4–67’657.90
147’998.16
Steuern
– 55’040.10 – 70’325.60
Jahresergebnis 5
Zuweisung Gewinn- und V
erlustkonto
236’292.59
298’220.26
236’292.59
298’220.26
ERFOLGSRECHNUNG PRO BEREICH
29
Total KVG VVG Versicherungsprämien 5’033’109.25 3’848’485.75 1’184’623.50
Versicherungsertrag
5’033’109.25 3’848’485.75 1’184’623.50
Versicherungsleistungen Veränderung versicherungstechnische Rückstellungen Ausbezahlte Rückerstattungen Veränderung Rückstellungen Rückerstattungen Versicherungsaufwand 5’029’910.65
–1’438’057.89
834’028.45
– 480’704.60
4’486’273.40 –1’436’953.41 584’028.45 – 400’704.60 3’945’176.61 3’232’643.84 712’532.77
Versicherungstechnisches Ergebnis 1’087’932.64 615’841.91 472’090.73
728’942.05 583’153.65 145’788.40
Verwaltungsaufwand 728’942.05 583’153.65 145’788.40
Betriebsergebnis 358’990.59 32’688.26 326’302.33
Kapitalerfolg Veränderung Wertberichtigung Wertschriften 232’342.10 – 300’000.00
117’311.74 – 150’000.00
115’030.36
– 150’000.00
Finanzerfolg – 67’657.90 – 32’688.26 – 34’969.64
– 55’040.10 0.00 – 55’040.10
236’292.59 0.00 236’292.59
236’292.59 0.00 236’292.59
Verwaltungskosten Steuern Jahresergebnis Zuweisung Gewinn- und Verlustkonto 543’637.25
–1’104.48
250’000.00
– 80’000.00
30
BILANZ
2013
2012
Aktiven
Flüssige Mittel
9’012’360.41
8’329’688.82
Forderungen bei Versicherern
715’857.10
3’920’442.90
Forderungen bei Nahestehenden
285’347.95
871’992.65
Übrige Forderungen
71’217.34
115’323.66
Aktive Rechnungsabgrenzungen
118’814.00
153’446.00
Umlaufvermögen 610’203’596.80
13’390’894.03
Wertschriften
16’815’215.00
16’063’110.00
Wertberichtigungen Wertschriften
– 1’000’000.00
– 700’000.00
Anlagevermögen 715’815’215.00
15’363’110.00
Total Aktiven
26’018’811.80
28’754’004.03
Passiven
Verbindlichkeiten bei Versicherern
3’681’552.20
4’562’034.75
Übrige Verbindlichkeiten
42’427.59
36’707.07
Rückstellungen Rückerstattungen
353’323.85
834’028.45
Passive Rechnungsabgrenzung
116’039.70
94’000.00
Kurzfristiges Fremdkapital
4’193’343.34
5’526’770.27
Versicherungstechnische Rückstellungen KVG
8’421’666.28
9’858’619.69
Versicherungstechnische Rückstellungen VVG
2’241’902.48
2’243’006.96
Nichtversicherungstechnische Rückstellungen
150’000.00
150’000.00
Langfristiges Fremdkapital
10’813’568.76
Fremdkapital 815’006’912.10
12’251’626.65
17’778’396.92
Gesetzliche Reserven
43’000.00
28’000.00
Organisationsfonds
600’000.00
600’000.00
Aktienkapital
10’000’000.00
10’000’000.00
Gewinn- und Verlustkonto
Gewinnvortrag per 1. 1. 2013
132’607.11
Ergebnis 1. 1. – 31. 12. 2013
236’292.59
368’899.70
347’607.11
Eigenkapital11’011’899.70
10’975’607.11
Total Passiven
28’754’004.03
26’018’811.80
Vorschlag Verteilung Bilanzgewinn 9
Minimalzuweisung an Reserven
94’000.00
15’000.00
Dividende
200’000.00
200’000.00
Übertrag auf neue Rechnung
74’899.70
132’607.11
368’899.70
347’607.11
31
Ein Chirurg
Zwei Assistenzärzte
Ein Anästhesist
Zwei Operationsschwestern
Eine Medizinstudentin
Drei Pflegefachleute
Eine Lingerie-Fachfrau
Eine Stationsfachfrau
Teamwork
32
KOMMENTAR ZUR JAHRESRECHNUNG
Kommentar zur Jahresrechnung
Bilanz
Umlaufvermögen
Die hohen liquiden Mittel von 9,0 Mio. Franken werden zum Teil
für den Ausgleich der Abrechnungen aus dem Rückversicherungsgeschäft benötigt. Die Forderungen bei Versicherern nahmen
als Folge der Umstellung der Prämienberechnungsgrundlagen in
der GRV-Grundpflege (siehe auch Ziffer 1 des Kommentars zur
Erfolgsrechnung) um 3,2 Mio. Franken ab.
6
Erfolgsrechnung
Versicherungsprämien
Die Kundenbasis der GRV-Grundpflege hat 2013 gegenüber den
Vorjahren abgenommen, und auch Veränderungen bei den Eigenrisiken führten in der GRV-Grundpflege zu einem Rückgang
der Prämieneinnahmen von 2,7 Mio. Franken. Der GRV-Verband
wurde per 31. Dezember 2012 aufgehoben (– 0,25 Mio. Franken).
Die Prämieneinnahmen in den anderen Bereichen blieben stabil.
1
Versicherungstechnisches Ergebnis
Dank der Auflösung von nicht mehr benötigten Rückstellungen
aus dem GRV-Verband ist das versicherungstechnische Ergebnis
2013 positiv. Für Rückerstattungen können 0,353 Mio. Franken
als Rückerstattungen zurückgestellt werden. Die im 2012 gebildeten Rückstellungen für Rückerstattungen von 0,834 Mio.
Franken wurden 2013 ausbezahlt.
2
Verwaltungsaufwand
Die Verwaltungskosten gehen von 0,94 Mio. Franken – als Folge
des Wegfalls der Initialkosten für den Aufbau des Rückversicherungsgeschäftes in der RVK Rück AG – auf 0,729 Mio. Franken
zurück.
3
Finanzerfolg
Die Wertberichtigung für Wertschriften werden um 0,3 Mio.
Franken erhöht. Diese Erhöhung ist notwendig, um die Anlagestrategie gemäss dem Reglement umsetzen zu können.
4
Jahresergebnis
Das Jahresergebnis von 0,236 Mio. Franken wird dem Gewinnund Verlustkonto zugewiesen.
5
Anlagevermögen
Die Kurswerte der Wertschriften entsprechen den Marktwerten.
Aufgrund der aktuellen Marktlage fehlen attraktive Anlagen, um
die Anlagestrategie konsequent umzusetzen. Ergeben sich auf dem
Kapitalmarkt Möglichkeiten, das Anlagevermögen durch Neuanlagen längerfristig zu erhöhen, werden sie genutzt.
7
Fremdkapital
Die versicherungstechnischen Rückstellungen von 10,66 Mio.
Franken entsprechen den Geschäftsplänen. Die Einstellung
des GRV-Verbands führte zu einem Nettorückgang von 1,4 Mio.
Franken.
8
Vorschlag Verteilung Bilanzgewinn
Das Gewinn- und Verlustkonto weist einen Saldo von 0,368 Mio.
Franken aus. Der Generalversammlung wird die Auszahlung
einer Dividende an den RVK von 0,2 Mio. Franken und eine
Zuweisung an die gesetzlichen Reserven von 94’000.00 Franken
vorgeschlagen. Der Restbetrag von 74’899.70 Franken wird
vorgetragen.
9
ANHANG ZUR JAHRESRECHNUNG
Anhang zur Jahresrechnung
Rechnungslegungsgrundsätze
Die Jahresrechnung 2013 der RVK Rück AG ist unter Einhaltung
der Bestimmungen des Schweizerischen Obligationenrechts (OR)
erstellt worden.
Bewertungsgrundsätze
Die Bewertung der Aktiven und Passiven erfolgt nach einheitlichen Grundsätzen.
Forderungen und Verbindlichkeiten
Die Forderungen und Verbindlichkeiten werden mit ihrem Nominalwert bilanziert.
33
Allgemeine Rückstellungen
Um die in der Risikobeurteilung festgestellten Risiken und Projekte abzudecken, werden zweckgebundene Rückstellungen gebildet. Bildung oder Auflösung solcher Rückstellungen werden bei
den zutreffenden Positionen in der Erfolgsrechnung ausgewiesen.
Kapitalstruktur
Kapital
Per 31. Dezember 2013 beträgt das Aktienkapital der RVK Rück
AG 10’000’000 Franken. Es ist eingeteilt in 10’000 vinkulierte, voll
einbezahlte Namenaktien im Nennwert von je 1000 Franken. Jede
Aktie berechtigt zu einer Stimme an der Generalversammlung.
Die Aktien sind zu 100 Prozent im Eigentum des RVK, Luzern.
Verteilungsgrundsätze
Kapitalanlagen
Aktien, Obligationen und Anlagefonds werden zum Kurswert
beim Anschaffungszeitpunkt bilanziert. Die Bewertung per Stichtag am 31. Dezember erfolgt zum Kurswert, sofern dieser unter
dem Anschaffungswert liegt. Die entsprechende Differenz wird
unter «Wertberichtigung Wertschriften» ausgewiesen. Es können
zusätzliche Wertberichtigungen vorgenommen werden, um die
Risikofähigkeit sicherzustellen. Die maximale Wertberichtigung
ist auf 10 Prozent der Kapitalanlagen festgelegt. Die Bildung oder
Auflösung der Wertberichtigung wird in der Erfolgsrechnung unter
«Veränderung Wertberichtigung auf Wertschriften» ausgewiesen.
Fremdwährungen
Die Aktiven und Passiven sind ausnahmslos in Schweizer Franken
angelegt.
Versicherungstechnische Rückstellungen
Die versicherungstechnischen Rückstellungen basieren, unter Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften, auf den aktuariellen
Geschäftsplänen pro Versicherungsbereich.
Rückstellungen Rückerstattungen
Sind die Vorgaben an die versicherungstechnischen Rückstellungen erreicht, werden vertraglich vereinbarte Rückerstattungen
und die vom Verwaltungsrat beschlossenen Rückerstattungen
(aufgrund der Ergebnisse in den einzelnen Versicherungsbereichen) über Rückstellungen abgegrenzt. Die Veränderungen dieser
Rückstellungen sind in der Erfolgsrechnung im Versicherungsaufwand ausgewiesen.
Direkte Kosten und Erträge
Grundsätzlich gilt, dass Kosten und Erträge, die eindeutig einem
Bereich zugeordnet werden können, dem entsprechenden Bereich
belastet respektive gutgeschrieben werden.
Indirekte Kosten und Erträge
Die Verteilung von Kosten und Erträgen, die nicht direkt einem
bestimmten Bereich zugeordnet werden können, werden mit
Verteilschlüssel (z. B. Prozentsatz der Versicherungsprämien) auf
die verschiedenen Bereiche verteilt. Die Verteilschlüssel werden
periodisch überprüft und angepasst.
Details zum Verwaltungsaufwand
Die Verwaltungskosten RVK (siehe Erfolgsrechnung) setzen sich
aus den folgenden Positionen zusammen:
2013
2012
Entschädigung an den RVK
gemäss Vertrag (Personal-/
Verwaltungskosten)
450’000.00
450’000.00
Übrige
Verwaltungsaufwendungen
278’942.05
454’730.95
728’942.05
904’730.95
in CHF
Total Verwaltungskosten
Weitere wichtige Angaben gemäss Art. 663b OR
Keine weiteren gemäss Art. 663b OR vorgeschriebenen Angaben.
34
CORPORATE GOVERNANCE
Corporate Governance
Unternehmensstruktur
Die RVK Rück AG ist eine Aktiengesellschaft schweizerischen
Rechts mit Sitz in Luzern und hat die Bewilligung der Finma zum
Betrieb von Rückversicherungen. Die Statuten wurden an der
ausserordentlichen Generalversammlung vom 16. Mai 2012
genehmigt.
Internes Kontrollsystem (IKS)
Die RVK Rück AG hat ein wirksames internes Kontrollsystem
gemäss VAG-Artikel 27 eingeführt, welches die gesamte Organisation umfasst und zweckmässig ist. Der Verwaltungsrat hat die
Balmer-Etienne AG als unabhängige interne Revisionsstelle eingesetzt. Die entsprechenden Grundsätze und Aufgaben sind in
einem Auslagerungsvertrag festgehalten. Die Balmer-Etienne AG
erfüllt die Vorgaben der Finma und erstattet dem Verwaltungsrat
regelmässig Bericht.
Verwaltungsrat
Der Verwaltungsrat besteht aus dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und mindestens drei, höchstens aber sieben Mitgliedern.
Er wird durch die Generalversammlung für eine Periode von drei
Jahren gewählt. Die Mitglieder sind wieder wählbar. Innerhalb der
dreijährigen Legislatur, welche bis 2016 dauert, werden neue
Mitglieder für den Rest der laufenden Amtsperiode gewählt.
Risikomanagement
Mit dem Risikomanagement identifiziert, bewertet und überwacht der Verwaltungsrat periodisch bestehende und zukünftige
Risiken. So werden Chancen und Gefahren rechtzeitig erkannt
und die notwendigen Massnahmen können getroffen werden.
Im versicherungstechnischen Bereich werden die relevanten
Unterlagen in Zusammenarbeit mit dem Aktuariat erarbeitet.
Entschädigungen
Die Verwaltungsratsmitglieder erhalten jährlich eine Pauschale,
die von ihrer Funktion abhängig ist. Dazu werden Sitzungsgelder
und die Reisekosten bezahlt.
Informationspolitik
Die RVK Rück AG publiziert jährlich einen Geschäftsbericht.
Kunden werden situativ über Aktualitäten mittels der Informationsblätter Hotline und Update informiert.
Kompetenzen
Die Kompetenzen richten sich nach den Statuten. Die Zusammenarbeit der strategischen und operativen Organe ist in einem
Geschäftsreglement festgehalten.
Finanzierung
Die Finanzierung der RVK Rück AG erfolgt durch Versicherungsprämien.
Kontrollinstrumente
Externe Revisionsstelle
Das Mandat zur externen Revision führt die Ernst & Young AG
in Zürich aus. Die Ernst & Young AG erfüllt die gesetzlichen Vorgaben an die Revisionsstelle eines Rückversicherers. Leitender
Revisor für 2013 ist Rolf Bächler. Die Generalversammlung wählt
die Revisionsstelle für ein Jahr.
BERICHT DER REVISIONSSTELLE
Als Revisionsstelle haben wir die Jahresrechnung der RVK Rück AG, bestehend aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang (Seite 28
bis 34), für das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr geprüft. Die Jahresrechnung des RVK für das am 31. Dezember
2012 abgeschlossene Geschäftsjahr wurde von einer anderen Revisionsstelle geprüft, die am 2. Mai 2013 ein nicht modifiziertes
Prüfungsurteil zu diesem Abschluss abgegeben hat.
Verantwortung des Vorstandes
Der Verwaltungsrat ist für die Aufstellung der Jahresrechnung in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den
Statuten verantwortlich. Diese Verantwortung beinhaltet die Ausgestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines internen
Kontrollsystems mit Bezug auf die Aufstellung einer Jahresrechnung, die frei von wesentlichen falschen Angaben als Folge von Verstössen oder Irrtümern ist. Darüber hinaus ist der Verwaltungsrat für die Auswahl und die Anwendung sachgemässer Rechnungslegungsmethoden sowie die Vornahme angemessener Schätzungen verantwortlich.
Verantwortung der Revisionsstelle
Unsere Verantwortung ist es, aufgrund unserer Prüfung ein Prüfungsurteil über die Jahresrechnung abzugeben. Wir haben unsere
Prüfung in Übereinstimmung mit dem schweizerischen Gesetz und den Schweizer Prüfungsstandards vorgenommen. Nach diesen
Standards haben wir die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass wir hinreichende Sicherheit gewinnen, ob die Jahresrechnung
frei von wesentlichen falschen Angaben ist.
Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen für die in der Jahresrechnung enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemässen Ermessen des Prüfers. Dies schliesst eine Beurteilung der Risiken wesentlicher falscher Angaben in der Jahresrechnung als Folge von
Verstössen oder Irrtümern ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Prüfer das interne Kontrollsystem, soweit es
für die Aufstellung der Jahresrechnung von Bedeutung ist, um die den Umständen entsprechenden Prüfungshandlungen festzulegen,
nicht aber, um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems abzugeben. Die Prüfung umfasst zudem die
Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden, der Plausibilität der vorgenommenen Schätzungen
sowie eine Würdigung der Gesamtdarstellung der Jahresrechnung. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise eine ausreichende und angemessene Grundlage für unser Prüfungsurteil bilden.
Prüfungsurteil
Nach unserer Beurteilung entspricht die Jahresrechnung für das am 31. Dezember 2013 abgeschlossene Geschäftsjahr dem
schweizerischen Gesetz und den Statuten.
Berichterstattung aufgrund weiterer gesetzlicher Vorschriften
Wir bestätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungen an die Zulassung gemäss Revisionsaufsichtsgesetz (RAG) und die
Unabhängigkeit (Art. 728 OR) erfüllen und keine mit unserer Unabhängigkeit nicht vereinbaren Sachverhalte vorliegen.
In Übereinstimmung mit Art. 728a Abs. 1 Ziff. 3 OR und dem Schweizer Prüfungsstandard 890 bestätigen wir, dass ein gemäss den
Vorgaben des Verwaltungsrates ausgestaltetes internes Kontrollsystem für die Aufstellung der Jahresrechnung existiert.
Ferner bestätigen wir, dass der Antrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem schweizerischen Gesetz und den Statuten
entspricht, und empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zu genehmigen.
Zürich, 14. April 2014
Ernst & Young AG
Marco Schmid
Rolf Bächler
Zugelassener Revisionsexperte
Zugelassener Revisionsexperte
Leitender Revisor
35
36
MITGLIEDER, PARTNER, AUFSICHT
Mitglieder
Partner
Aquilana Versicherungen
Baden
FKB, die liechtensteinische Gesundheitskasse Balzers
Moove Sympany AG
Basel
Vivao Sympany AG
Basel
AGRISANOBrugg
Krankenkasse Institut Ingenbohl Brunnen
Krankenversicherung Flaachtal Bülach
Kranken- und Unfallkasse Einsiedeln Einsiedeln
Glarner Krankenversicherung Elm
rhenusana, Die Rheintaler Krankenkasse Heerbrugg
vita surselva Ilanz
Krankenkasse Birchmeier Künten
ÖKK Landquart
Krankenkasse Stoffel Mels
Krankenkasse Simplon Simplon Dorf
Krankenkasse Steffisburg Steffisburg
Sumiswalder Sumiswald
Krankenkasse Turbenthal Turbenthal
sanavals Gesundheitskasse
Vals
Cassa da malsauns LUMNEZIANA Vella
sodalis gesundheitsgruppe
Visp
Krankenkasse Visperterminen
Visperterminen
Krankenkasse Wädenswil Wädenswil
kmu-Krankenversicherung Winterthur
Krankenkasse Luzerner Hinterland Zell
Krankenkasse Zeneggen Zeneggen
KLuG Krankenversicherung Zug
GENERALI Personenversicherungen AG
Adliswil
Medgate AG
Basel
Eskamed AG (EMR)
Basel
innova Versicherungen AG
Gümligen
ÖKK Versicherungen AG
Landquart
DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG
Luzern
Gemeinsame Einrichtung KVG
Solothurn
Santésuisse
Solothurn
Sasis AG
Solothurn
SVK Schweizerischer Verband für
Gemeinschaftsaufgaben der Krankenversicherer
Solothurn
Tarifsuisse AG
Solothurn
Solida Versicherungen AG
Zürich
Stand: 1. 1. 2014
Aufsicht
Bundesamt für Gesundheit (BAG)
Eidgenössische Finanzmarktaufsicht (Finma)
Bern
Bern
37
38
Dienstleistungen und Versicherungen
für den Gesundheitsmarkt
Rückversicherungen
für Krankenversicherer
Verband der kleinen und mittleren
Krankenversicherer
RVK
Haldenstrasse 25
6006 Luzern
Telefon 041 417 05 00
Telefax 041 417 05 01
www.rvk.ch
Titelbild: Parlamentsdienste 3003 Bern
RVK Rück AG
Haldenstrasse 25
6006 Luzern
Telefon 041 417 05 00
Telefax 041 417 05 01
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