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01-10 Was soll ich nur machen

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1/2
Was soll ich nur machen?
Ungelöste Probleme können zu Stress und den damit verbundenen gesundheitlichen Belastungen
führen. Das Anliegen dieser Unterrichtseinheit ist,
den Kindern einen konstruktiven Umgang mit
Problemen aufzuzeigen. Dabei steht in dieser Einführung des Problemlöseschemas im Vordergrund,
dass die Kinder ein Problem als solches erkennen
und ein Gefühl dafür entwickeln, dass es zunächst
wichtig ist, kreativ nach Lösungen zu suchen.
Dabei dürfen auch die verrücktesten Ideen genannt werden. Es ist wichtig, dass diese Lösungsideen der Kinder nicht bewertet werden.
Zwar sollen sich die Kinder am Ende für eine Lösung entscheiden, aber dieser Schritt wird erst in
einer aufbauenden Einheit (3./4. Klasse: „Jetzt
weiß ich weiter“) verfeinert. Dort steht die Bewertung der verschiedenen Lösungen sowie die
Bewertung der Durchführung der gewählten Lösung im Mittelpunkt.
Diese Einheit dient als Vorlage für einen Prozess,
der mit den Kindern oftmals wiederholt werden
sollte. Alltägliche Probleme im Schulalltag können
aufgegriffen und angegangen werden. Für weitere Anregungen siehe auch „Arbeitshilfe: Problemlösen“.
Material
Handpuppe Cätja
Bildkarten: „Stop!“, „Nachdenken“, „Lösungen
suchen“
Hausaufgabenblatt für jedes Kind
Vorbereitung
Cätja bereithalten
Bildkarten zurechtlegen (A1-3)
Hausaufgabenblatt kopieren (A4)
Überblick
Einstieg
Ziele
Cätja weiß nicht weiter
Die Kinder sollen
Aktivitäten
â
â
â
â
â
ein Problem erkennen und benennen;
wissen, dass sie zuerst nachdenken müssen,
wenn sie nicht weiter wissen;
â
Stop!
Nachdenken
Lösungen suchen
Abschluss
erkennen, dass jedes Problem mehrere Lösungen haben kann;
Entscheidung für eine Lösung
â
Was ich tun kann, wenn ich nicht weiter weiß
lernen, möglichst viele verschiedene kreative
Lösungen für ein Problem zu suchen.
Hausaufgabe
ICH
Hintergrund
Was soll ich nur machen ?
Was soll ich nur machen?
Ablauf
Ablauf
Einstieg
â
Cätja erzählt von einer Problemsituation, mit
der die Kinder in der Klasse sich identifizieren können (Beispiele: Scheibe eingeschlagen, jemand hat
einen Markenpullover und sie nicht, schlechte
Klassenarbeit zurückbekommen). Cätja fragt die
Kinder, was sie jetzt machen soll.
â
Den Kindern erklären, dass solch ein ungelöstes
Problem sehr belastend sein kann. Deshalb ist es
wichtig zu wissen, wie mit solch einem und anderen Problemen umgegangen werden kann. Das soll
nun gemeinsam mit Cätja eingeübt werden.
Aktivitäten
Stop!
(Obwohl das Wort ªStopp nach der neuen Rechtschreibung
mit doppeltem ªp geschrieben wird, wurde uns auf unsere Anfrage hin beim Stra§enverkehrsamt mitgeteilt, dass f r das Verkehrszeichen weiterhin die alte Schreibweise bestehen bleibt.)
â
Mit der Handpuppe die Problemlöseschritte demonstrieren: Sie nimmt ein Stoppschild, um innezuhalten und festzustellen, dass sie etwas belastet. Den Kindern das Stoppschild zeigen und sie
fragen, ob sie wissen, was es bedeutet (Halt!).
Immer wenn ein Problem auftritt, kann dieses
Stoppschild daran erinnern, wie mit einer belastenden Situation umgegangen werden kann: Erst
einmal tief Luft holen (beim Einatmen denken
„gaaaanz“ und beim Ausatmen „ruuuuhig“), dann
nachdenken und danach Lösungen suchen. Es ist
hilfreich, mit den Kindern einen Merkspruch zu
erfinden, der sie daran erinnert, in einer belastenden Situation an das Problemlöseschema zu denken. Vorschläge: „O Schreck, meine Ruhe ist weg.“
„Ist ja irre – ich bin ganz kirre.“ „Halt an – jetzt ist
Nachdenken dran!“ Die Bildkarte aufhängen.
Nachdenken
â
Bildkarte „Nachdenken“ aufhängen. Anhand
des Problems, das Cätja am Anfang beschrieben
hat, die Problemanalyse verdeutlichen. Das Fragezeichen symbolisiert die Fragen, die Cätja sich
stellt: „Was ist los/Was ist das Problem? Wie fühle
ich mich? Was will ich?“ Dies kann auch von einem
oder mehreren Kindern durchgeführt werden.
Dazu kann das Kind sich zu der entsprechenden
Bildkarte stellen. Dies veranschaulicht für sie die
Trennung von Problem und Lösung. Vorschlag für
einen Merkspruch: „Was ist nur los? Was hab ich
bloß?“
Lösungen suchen
â
Bildkarte „Lösungen suchen“ aufhängen. Das
Ausrufezeichen symbolisiert: „Das kann ich machen!“ Den Kindern erklären, dass es für jedes
Problem verschiedene Lösungen gibt. Die Kinder
in Kleingruppen aufteilen und sie gemeinsam nach
Lösungen suchen lassen. Vorschlag für einen
Merkspruch: „Mal sehn – was hab ich für Ideen?“
Abschluss
Jedes Kind entscheidet sich für eine Lösung, die es
gut findet. Im Plenum darf jeder seine Lösung unter dem Schild vortragen. Es ist äußerst wichtig
darauf zu achten, dass die Lösungen nicht gewertet werden (es sei denn, sie könnten jemandem
schaden). Die Kinder sollen erkennen: Es gibt nicht
nur eine richtige Lösung! Je nach Zeitrahmen kann
das Problemlöseschema auf diese Weise auch mit
anderen Situationen durchgeführt werden oder
jede Kleingruppe bekommt ein anderes Problem
zur Lösung.
Hausaufgabe
Hausaufgabenblatt anmalen: Was ich tun kann,
wenn ich nicht weiter weiß.
Weitere Anregungen
â
Problemgeschichten selbst zeichnen, Lösungen
finden, Geschichten und Lösungsfindung erzählen
â
Jedes Kind bastelt eine Handpuppe, Geschichten mit Handpuppen vorspielen, so Problemlösen
einüben
Wortschatz
Alternativen, belastend, erkennen, innehalten,
kreativ sein, Lösung, nachdenken, Problem, überlegen, Ursache, verschiedene Möglichkeiten
Ich
1./2. Klasse: Was soll ich nur machen?
181
A1
Nachdenken
Ich
1./2. Klasse: Was soll ich nur machen?
182
A2
Lösungen suchen
Ich
1./2. Klasse: Was soll ich nur machen?
183
A3
Was ich tun kann, wenn ich nicht
weiter weiß
Ich stelle fest,
dass es ein Problem gibt.
Ich denke nach:
Was ist los? (Was ist das Problem?)
Wie fühle ich mich?
Was will ich?
Ich suche nach
verschiedenen Lösungen und
entscheide mich für eine.
Ich
1./2. Klasse: Was soll ich nur machen?
184
A4
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Kategorie
Bildung
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