close

Anmelden

Neues Passwort anfordern?

Anmeldung mit OpenID

Erstdiagnose – was Sie jetzt wissen und tun müssen! - Crohn-Colitis

EinbettenHerunterladen
Erstdiagnose –
was Sie jetzt
wissen und tun
müssen!
www.crohn-colitis-online.de
Andreas Ulmicher
http://www.crohn-colitis-online.de
© 2014 Andreas Ulmicher, Heilpraktiker
Diese Infobroschüre ist kostenlos
Und kann beliebig weiterverbreitet werden
Die Inhalte dieser Broschüre sind urheberrechtlich geschützt. Veränderungen, die dritte glauben lassen, ein anderer als Andreas Ulmicher
wäre der Autor und Urheber der Broschüre, sind nicht gestattet und
werden strafrechtlich verfolgt! Der Verkauf oder die kommerzielle
Vermarktung dieser Broschüre sind nicht gestattet!
Bitte beachten: die auf dieser Seite und diesen Infobroschüren vorgestellten Tipps, Therapien,
Nahrungsergänzungen und Ernährungsratschläge können einen Dialog, eine Diagnostik oder Therapie beim Arzt oder Heilpraktiker nicht ersetzen. Bitte nehmen Sie keine Medikamente oder
Nahrungsergänzungen ein, verändern deren Dosierung oder setzen diese ab, ohne vorher einen
Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker zu Rate gezogen zu haben!
„Sie haben Morbus Crohn!“ oder: „Sie
haben Colitis ulcerosa!“ Wenn Sie diese
Worte
vernehmen
sollten, werden Sie
sich wahrscheinlich
erst einmal fragen,
was das sein soll, es
sei denn, in Ihrer
Verwandtschaft oder
im
Bekanntenkreis
gibt es bereits eine(n)
Betroffene(n). Ich gehe zunächst einmal
davon aus, dass Sie die Krankheit noch
nicht kennen. Aber da fast jeder die erste
Diagnose im „Schub“ erhalten hat und der
Krankheitsschub ein wirklich desolater
Gesundheitszustand ist, gerät er / sie
wahrscheinlich in Panik, sobald die Worte
„unheilbar“ und „lebenslänglich“ fallen –
und das werden sie bei den meisten Ärzten.
Denn wenn Ihr Arzt sie nicht darüber aufklärt, dass es Ihnen in 95% der Zeit besser
gehen wird als in einem Schub, können Sie
wirklich leicht den Kopf verlieren. Doch
das müssen Sie nicht.
„Keine Panik!“
Ganz sicher: eine chronisch-entzündliche
Darmerkrankung ist kein Zuckerschlecken,
und es gibt höchst unterschiedliche Ausprägungen. Vom leichten bis zum schweren, chronisch-aktiven Verlauf (was ich
Ihnen weiß Gott nicht wünsche). Aber
dennoch ist es wichtig, dass Sie nicht den
Kopf verlieren. Panik und Kopflosigkeit
sind keine guten Ratgeber, erst recht, wenn
es um Ihre Gesundheit geht. Das heißt im
Übrigen nicht, dass sie gegenüber der
„Schulmedizin“ überkritisch sein sollten.
Aber es gibt einige Dinge, die Sie nicht
sofort zulassen sollten. Aber darauf komme ich im Laufe des Booklets zurück.
Das erfahren Sie in diesem Booklet von
mir:
 Womit Sie jetzt rechnen müssen,
und wie Sie Ihr Leben nach der
Krankheit einstellen müssen
 Wie Sie einen guten Arzt finden
 Warum es wichtig ist, nach dem
ersten Schub erst einmal stabil zu
werden, und wie Sie dies bewerkstelligen
 Warum Sie keine Angst vor Kortison und seinen Abkömmlingen
zu haben brauchen (z.B. Budesonid, Prednisolon etc.)
 Warum es hingegen nicht sinnvoll ist, von Anfang an mit „starken“ Immunsuppressiva zu therapieren
(Azathioprin,
6Mercaptopurin, MTX, Adalimumab, Infliximab, Cyclophosphamid)
 Was Sie von einer naturheilkundlich-ganzheitlichen Therapie erwarten können, und was nicht
 Wie viel Unterschied eine gesunde Ernährung gegenüber normaler Ernährung ausmachen kann,
und was eigentlich eine gesunde
Ernährung bei CED ausmacht
1. Womit Sie jetzt rechnen müssen,
und wie Sie Ihr Leben künftig
nach der Krankheit ausrichten
müssen
Sie haben gerade die Diagnose Morbus
Crohn, Colitis ulcerosa oder auch „unbestimmte Colitis“ erhalten. Das ist ganz
sicher nicht angenehm. Wahrscheinlich
sind Sie in der ersten Lebenshälfte, also
jünger als 40 Jahre. Meiner Beobachtung
nach erkranken weniger als 10% der Bevölkerung nach dem 40. Lebensjahr neu.
Da Sie sehr wahrscheinlich jung sind, wird
es ungewohnt sein, dass Sie Ihr Leben
nach einer chronischen Krankheit ausrichten müssen. Leider wird es nicht ohne gehen, denn ich habe die Erfahrung gemacht:
wer die Krankheit ignoriert, bei dem wird
sie sich tendenziell verstärken.
Ich möchte Ihnen aber auch Mut machen.
Denn wissen Sie, bei mir wurde Morbus
Crohn mit 16 diagnostiziert. Ich war damals schwer krank und mein Leben hing
an einem seidenen Faden. Ich wog nur
noch rund 50 kg bei einer Größe von
1,87m. Über Jahre hinweg habe ich immer
wieder schwere Schübe der Erkrankung
entwickelt mit extrem unangenehmen Begleiterscheinungen, wie beispielsweise
einem Abszess, der selbst nach der Operation fast ein Jahr nicht verheilt ist. Ich hatte
Abszesse, die fassten locker die Größe
einer handelsüblichen Milchtüte. Wenn Sie
versuchen, sich vor Ihrem geistigen Auge
einen „Tetra Pack“ vorzustellen, können
Sie vielleicht nachfühlen, was für grässliche Schmerzen das waren. In manchen
Schüben hatte ich wochenlang über 40 °C
Fieber.
Heute unterliege ich, zumindest was den
Faktor Darm angeht, keinerlei Einschränkungen mehr. Mein Gewicht hat sich bei
unveränderter Körpergröße bei rund 93 bis
95 kg eingependelt, ich habe eine starke
Muskulatur und fühle mich auch insgesamt
wohl. Sicherlich, Narben und Gelenke sind
bei starken Belastungen zu spüren (ich
hatte auch Gelenksentzündungen in meiner
Crohn-Zeit), aber das hindert mich keineswegs an einer normalen Teilnahme am
Leben und sogar sportlichen Aktivitäten.
Insgesamt bin ich „sehr fit“, vor allem für
meine Vorgeschichte. Ich kann locker 10
Klimmzüge machen und 100 Liegestütze,
mit 43 wohlgemerkt. Aber viel wichtiger
ist: ich muss ca. 1-2-mal pro Tag auf das
WC gehen, die Stühle sind immer normal,
obwohl ich gelegentlich sogar scharf esse
(ich bin ausgesprochener Fan der thailändischen Küche: vegetarisches rotes Kokosmilch-Curry ist meine absolute Leibspeise!).
Sie sehen also: es ist möglich, auch bei
einem schweren Verlauf, wieder eine normale Lebensqualität zu erreichen. Ich hatte
auch Glück, aber immerhin hatte ich auch
Mut und Disziplin. Wahrscheinlich werden
nur wenige meine Lebensqualität erreichen
können, aber ich bin der festen Überzeugung: mit ein bisschen Willen und Disziplin können auch Sie Ihre Lebensqualität
entscheidend verbessern. Aber jetzt erst
einmal in medias res…
Was ist das eigentlich genau, eine
„chronisch-entzündliche Darmerkrankung“?
Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, und eine
Zwischenform, die medizinisch als „Colitis
indeterminata“ bezeichnet wird, zählen zu
den chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. Oberflächlich sind die beiden Erkrankungen Morbus Crohn und Colitis
ulcerosa sich sehr ähnlich, wenn man jedoch genauer hinschaut, unterscheiden sie
sich in einigen, wesentlichen Punkten.
Hier zunächst die Gemeinsamkeiten und
gleichzeitig die wichtigsten Symptome von
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa:
-
-
-
-
-
-
-
-
Beide befallen den Verdauungskanal und zu 95% den Dick- und
Dünndarm
Beide treten überwiegend im jüngeren Lebensalter auf, der Höhepunkt
der Neuerkrankungen reicht von
der Pubertät bis etwa zum 40. Lebensjahr
Beide verlaufen chronisch und
überwiegend in so genannten
„Schüben“. Bei einem „schubweisen“ Verlauf stehen Zeiten ausgesprochener objektiver und subjektiver Krankheitssymptome relativen
Ruhephasen gegenüber
Beide haben sich zum guten Teil
überschneidende
Erscheinungen
außerhalb des Verdauungskanals,
überwiegend entzündlich: entzündliche Erkrankungen von Augen,
Haut, Gelenken, Gallenwegen sind
häufig
Beide gehen mit entzündlichen
Allgemeinerscheinungen
einher,
wie Fieber, Veränderungen des
Blutbildes etc., die Blutbildveränderungen sind bei beiden Krankheiten ähnlich
Beide gehen häufig, ab mittlerem
Schweregrad, mit Entkräftung und
dem Verlust von Körpermasse und
essentiellen Nährstoffen einher
Die Leitsymptome für beide Erkrankungen Durchfall und Bauchschmerzen, obwohl nicht jeder Patient
mit
einer
chronischentzündlichen
Darmerkrankung
Durchfall hat
Bei beiden können den Stühlen
Schleim und / oder Blut beigemischt sein, wobei bei der Colitis
-
-
ulcerosa generell mehr blutige
Stühle auftreten
Beide gehen mit Unverträglichkeit
von Reizstoffen und einigen Nahrungsmitteln einher, es ist sehr selten, dass „alles vertragen wird“ oder besser gesagt, kein Nahrungsmittel einen Unterschied zu machen
scheint
In der Medizin werden die beiden
Erkrankungen essentiell gleich oder
ähnlich behandelt, mit nur geringen
Unterschieden
Kommen wir nun zu den Unterschieden
zwischen Morbus Crohn und Colitis ulcerosa:
-
-
-
-
-
Morbus Crohn kann im Prinzip den
gesamten Verdauungstrakt befallen,
Colitis ulcerosa kann nur den Dickdarm und im Höchstfall die letzten
ca. 10 cm des Dünndarms befallen
(Fachbegriff: „Backwash-Ileitis“)
Morbus Crohn befällt alle Schichten des Darms, also Schleimhaut,
Darmwand und Muskelschicht, Colitis ulcerosa nur die Schleimhaut
Durch diese Tatsache können sich
bei Morbus Crohn Fisteln und Abszesse ausbilden, bei Colitis ulcerosa
so gut wie nie (einzige beobachtete
Ausnahme: eine Fissur in der
Schleimhaut des Rektums hat zu
einem Abszess im Analbereich geführt)
Colitis ulcerosa befällt den Darm
kontinuierlich, bei Morbus Crohn
wechseln sich häufig entzündete
und entzündungsfreie Abschnitte ab
Ich habe bis heute keinen Fall von
Colitis ulcerosa mit der Erstdiagnose vor der Pubertät behandelt, hingegen Erstdiagnosen von Morbus
Crohn quasi ab der Geburt, wobei
-
das natürlich auch sein kann, dass
Colitis früher diagnostiziert wird
Morbus Crohn spricht relativ gesehen besser auf eine Ernährungstherapie an, Colitis ulcerosa relativ auf
eine probiotische Therapie, wobei
„relativ gesehen“ meint, dass es
nicht absolut gesehen sehr gut bedeuten muss
Ob Colitis oder Crohn, eine chronischentzündliche Darmerkrankung ist immer
eine sehr unangenehme Erscheinung, da
gibt es nichts zu beschönigen. Sie geht
auch (zunächst) mit vielen Einschränkungen einher. Meine Erfahrung mit vielen
Crohn- und Colitispatienten zeigt allerdings, dass ein guter Therapieansatz die
allgemeine Lebensqualität deutlich, durchaus dramatisch verbessern kann – und das
auch langfristig, und mit nur geringer
„Rückfallgefahr“.
Was für Verlaufsformen gibt es?
Die wahrscheinlichste Verlaufsform ist der
schubweise Verlauf. Ein „Schub“ bedeutet:
die Krankheitserscheinungen intensivieren
sich: mehr Durchfälle, mehr Bauchschmerzen, eventuell blutige Stühle oder solche
mit Schleimbeimengungen, sowie alle Erscheinungen einer „generalisierten“ (d.h.
den ganzen Körper betreffenden) Entzündung: Fieber, veränderte Blutwerte (häufig:
Leukozytose und erhöhter CRP-Wert, also
„C-Reaktives Protein“), intensives Krankheitsgefühl, eventuell Arbeitsunfähigkeit
und Einschränkung, am alltäglichen Leben
teilzunehmen. Meine bisherige Beobachtung zeigt, dass sich im Durchschnitt drei
Schübe in zwei Jahren einstellen, die mit
einer Erhöhung der Medikamentendosen
beispielsweise von Kortison, Budesonid,
Azathioprin, MTX oder 5-ASA meist in
zwei Monaten (Extremwerte: eine Woche
bis sechs Monate) zurückgehen. Während
dieser Schübe treten auch die Komplikationen auf: Fisteln und Abszesse, Hauterscheinungen wie „Pyodermie“, Augenentzündungen, Gelenkentzündungen, Gallenwegsentzündung („Primär sklerotisierende
Cholangitis“, meiner Beobachtung nach
bei Colitis ulcerosa wesentlich häufiger als
bei Morbus Crohn), Darmverengungen (so
genannte „Stenosen“), Darmverschluss
oder toxisches Megakolon als lebensbedrohliche Komplikationen.
Zwischen den Schüben kommt es zu so
genannten Remissionsphasen, bei denen
die Krankheitserscheinungen großenteils
abklingen, allerdings meiner Beobachtung
nach so gut wie nie völlig. Die meisten
Betroffenen erreichen dann einen „gut erträglichen“ Zustand, wobei allerdings immer noch Bauchbeschwerden und Unverträglichkeiten im täglichen Leben eine Rolle spielen.
Überwiegend stellt sich ein solcher
Rhythmus, zwei bis drei Schübe in zwei
Jahren und dazwischen Zeiten relativen
Wohlbefindens, bei den meisten ein. Daneben gibt es den so genannten leichten
Verlauf mit nur wenigen Beschwerden und
Phasen vollkommener Ruhe, oder Reaktionen des Bauchs nur bei Unverträglichkeiten und möglicherweise Allergien sowie
überraschenderweise häufig auch Verstopfung (bei Colitis), den chronisch-aktiven
Verlauf mit andauernden Beschwerden, die
auch auf Medikamente nicht recht ansprechen. Dieser Verlauf ist wesentlich unangenehmer als der schubweise, da er zermürbend ist, die Lebensqualität raubt und
recht schnell zu Folgeschäden durch Medikamente und die oft unumgänglichen Operationen führt, Stichwort: „Kurzdarmsyndrom“. Dann gibt es noch den sehr seltenen toxisch-fulminanten Verlauf, der rasch
lebensgefährlich werden kann.
Mit einer Wahrscheinlichkeit von 85%
werden Sie entweder den schubweisen
Verlauf oder einen leichten Verlauf bekommen, der chronisch-aktive Verlauf
betrifft meiner Beobachtung nach – Gott
sei Dank! – nur ca. 10% aller Erkrankten
und der toxisch-fulminante Verlauf nur
5%. Ich habe bisher nur von 2 Patienten
gehört, die an der Erkrankung direkt beziehungsweise ihren Folgen verstorben sind,
was statistisch gesehen einer Quote von
weniger als 0,1% entspricht, da ich öfter
von
anderen
Patienten
chronischentzündlicher Darmerkrankungen berichtet
bekomme.
Um sicherzugehen: ein Verlauf, der zwischen den Schüben auch Remissionen, also
Phasen recht stabiler Gesundheit hat, ist
sowohl medizinisch als auch ganzheitlich
wesentlich leichter zu behandeln als einer,
bei dem der Patient sich quasi im „Dauerschub“ befindet. In der Medizin kommt es
bei der klassischen „Falle“, das Immunsystem zu unterdrücken, rasch zu einer „Therapie-Eskalation“ (einer meiner Patienten
war auf diese Weise bei 14,8 g Cyclophosphamid gelandet – in drei Infusionen!), in
der Naturheilkunde wirkt dieser „Dauerschub“ psychologisch negativ, da zermürbend, die Betroffenen sind wesentlich pessimistischer, was den Therapie-Erfolg im
Sinne eines „Nocebo-Effektes“ oft einschränkt. (Der Nocebo-Effekt ist die negative Variante vom Placebo-Effekt).
Wie werden Sie therapiert?
Der Arzt wird Ihnen wahrscheinlich gesagt
haben, dass Sie dauerhaft Medikamente
einnehmen müssen. Dabei handelt es sich
um das Immunsystem dämpfende Präparate, entzündungshemmende Präparate und
weitere Medikamente, die Begleiterscheinungen abdämpfen sollen, wie beispielsweise magensafthemmende Substanzen,
wenn längere Zeit mit Kortison therapiert
wird (eine Nebenwirkung ist die Schädigung der Magenschleimhaut).
Wenn es mal schlimm kommt, müssen Sie
wahrscheinlich operiert werden: am Darm,
an einer Fistel oder einem Abszess, sehr
selten aufgrund der Begleiterscheinungen
auch an anderen Organen (beispielsweise
ist bei Morbus Crohn aufgrund eines veränderten Kalzium-Stoffwechsels das Risiko für Nierensteine erhöht).
In der Naturheilkunde kennt man die Entzündungshemmung und die Dämpfung
einer Überreaktion des Immunsystems
auch (Beispiele hierfür sind sekundäre
Pflanzenstoffe,
die
so
genannten
Bioflavonoide, und Weihrauch-Präparate).
Darüber hinaus stehen viele verschiedene
Arten von so genannten „Regulationstherapien“ zur Verfügung, Ordnungstherapie
und Entgiftung (Letztere bei chronischentzündlichen Darmerkrankung mit Vorsicht zu genießen, es braucht sehr viel Erfahrung!), Prä- und Probiotik und Ernährungstherapie, viele verschiedene Diätansätze, die ich z.B. in meinem Ernährungsratgeber besprochen habe, Pflanzenheilkunde, Therapie mit Heiltees, psychotherapeutische Ansätze und die so genannte
„Orthomolekulare“ Therapie, das ist eine
Therapie mit verschiedenen Nahrungsergänzungen (Vitamine, Mineralien, Spurenelemente, sekundäre Pflanzenstoffe und
Enzyme).
Ein Sonderfall ist die Homöopathie. Die ist
bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen recht kompliziert anzuwenden, da
man sehr genau darauf achten muss, wie
der Körper reagieren könnte. Die Kunst,
einen Heilreiz zu setzen, ohne eine Erstverschlimmerung zu provozieren, ist eine
Wissenschaft für sich und man benötigt
sehr viel Erfahrung, ich habe immer wieder
erlebt, dass selbst bekannte homöopathische Ärzte bei der Therapie von chronischentzündlichen Darmerkrankungen eher
nach dem Prinzip „Versuch und Irrtum“
therapieren als mit einer für einen geschulten Homöopathen nachvollziehbaren Systematik. Und demzufolge oft glorreich
scheitern. Das macht die Homöopathie
nicht besser oder schlechter geeignet, wohl
aber den Behandler (gerade was Homöopathie anbelangt, gibt es viele Skeptiker –
meiner Erfahrung nach funktioniert sie,
wenn man es richtig macht, selbst bei
schulmedizinisch „austherapierten“ Patienten). Jemand, der es richtig gut kann, kann
eine Entgiftungsreaktion z.B. „umleiten“,
so dass diese nicht den Darm belastet.
Ich möchte dieses Kapitel allerdings an
dieser Stelle nicht zu sehr vertiefen, wichtig ist mir, erst einmal die grundsätzlichen
Behandlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.
Grenzen und Gefahren von Schulmedizin und alternativen Therapien
Es kommt quasi nie vor, dass ein Neuerkrankter von Morbus Crohn oder Colitis
ulcerosa zuerst von einem Heilpraktiker
oder Arzt für Naturheilverfahren diagnostiziert wird. Der Allgemeinmediziner, der
Gastroenterologe oder zusammengefasst:
die „Schulmedizin“ ist hier die erste Anlaufstelle (und sollte es auch bleiben). Ihre
Pflicht besteht nicht nur in einer guten Diagnose, sondern auch darin, den häufig
schwerkranken Patienten in seinem Zustand zu stabilisieren. Im akuten Schub,
vor allen Dingen wenn er heftig ist, ist die
Medizin die bessere Wahl, denn ein heftiger Schub, womöglich mit Komplikationen, ist naturheilkundlich kaum beherrschbar.
Einschränkend hierzu muss ich allerdings
sagen, dass es immer wieder vorkommt,
dass auch die Medizin einen Dauerschub
überhaupt nicht in den Griff bekommt, mit
allen Optionen ihrer so genannten „Therapie-Leitlinien“. Das liegt dann aber nicht
an den Medikamenten an sich, sondern an
der Stoffwechseldisposition des Einzelnen.
Ich reiße die Thematik in meinem Infoartikel „Autoimmunreaktion oder Immunschwäche“ an, und bespreche sie sehr viel
genauer in meinem Therapieratgeber.
Sie sollten in jedem Falle einen guten Allgemeinarzt und einen guten Gastroenterologen haben. Wenn mindestens einer der
beiden der Komplementärmedizin beziehungsweise Naturheilkunde zumindest
nicht ablehnend gegenüber steht, wäre das
ein Riesen-Vorteil.
Die Gefahr bei der Medizin ist, dass sie
sich zu sehr an ihren „therapeutischen Leitlinien“ festhält und der Betroffene bei einem Nicht-Ansprechen der StandardTherapie recht schnell die „MedikamentenEskalationskette“ durchläuft, oder anders
ausgedrückt: er bekommt sehr rasch immer
stärker wirkende Medikamente mit selbstredend immer stärker und langfristig heimtückischeren Nebenwirkungen. Manchmal
kommt mir die Entscheidung für eine Immunsuppression (Beispiel: Azathioprin)
oder eine Chemotherapie, die das Immunsystem dämpft (Beispiel: MTX oder Adalimumab, Infliximab) eines Arztes überstürzt und voreilig vor, vor allen Dingen
bei sehr jungen Patienten.
Gott sei Dank sehr selten geworden ist die
Gefahr, bei chirurgischen Eingriffen, also
Operationen, eine für die Schonung des
Patienten „suboptimale“ Lösung anzustreben. Beispiel wäre, ein permanentes Stoma
anzulegen, wenn eine Ileoanaler Pouch
eine mögliche Option wäre, weil die
Analmuskulatur nicht zerstört ist. Ein permanenter künstlicher Darmausgang für den
Rest des Lebens sollte so lange es geht
vermieden werden. So lange es geht heißt:
so lange es noch Alternativen gibt. In diesem Bereich würde auch die Entfernung
unnötig großer Darmabschnitte fallen.
Meine Erfahrung ist – das kann ich nach
vielen Jahren sagen: wenn StandardImmunsuppressiva nicht helfen, also beispielsweise 5-ASA (Salofalk, Claversal)
oder Azathioprin (Imurek) keine positive
Wirkung zeigen, dass dann auch die stärksten „Waffen“ der Medizin einen nicht weiter bringen, also beispielsweise die so genannten „Biologicals“ (eine detaillierte
Beschreibung aller bei Morbus Crohn und
Colitis ulcerosa eingesetzten Standardmedikamente finden Sie in meinem Buch
„Andreas Ulmichers Morbus Crohn – Colitis ulcerosa Ratgeber“) – und zwar mit
einer Überschneidung von 90%.
Gibt es auch Grenzen und Gefahren bei
alternativen Therapien?
Oh ja, die gibt es. Ich zum Beispiel behandle niemanden in einem akuten Schub
ab einer bestimmten Ausprägung der
Symptome. Sollte jemand unbedingt darauf
bestehen, in einem sehr schlechten Allgemeinzustand von mir behandelt zu werden,
lasse ich eine Haftungsbefreiungserklärung
unterschreiben, was bisher drei Mal vorgekommen ist. Wenn die Entzündung akut
und stark ist, sollte man die Therapie der
Medizin überlassen, oder bestenfalls begleitend behandeln. In der Naturheilkunde
gibt es auch ein großes Arsenal entzündungshemmender Medikamente und darüber hinaus ein breit gefächertes Angebot
an Mitteln gegen Bauchbeschwerden,
Durchfall etc.
Die Symptome sollten zu Beginn einer
naturheilkundlichen / komplementärmedizinischen Behandlung höchstens mittel-
stark sein. Der Grund: bei manchen Therapieformen besteht die Möglichkeit, dass
sich das Befinden vorübergehend verschlechtert. Diese so genannten „Erstverschlimmerungen“ sollten in jedem Fall
beherrschbar bleiben. Auch Komplikationen, die akut auftreten (z.B. eine Fistel,
eine Augenentzündung oder eine frische
Primär-sklerotisierende Cholangitis, eine
Gallenwegsentzündung) sollten nicht unbedingt in der Naturheilpraxis therapiert
werden – zumindest nicht allein.
Tipp:
Achten Sie auf sich und fragen Sie am besten jemanden, der beide Seiten kennt,
wenn Sie sich einer Therapie oder einen
chirurgischen Eingriff unterziehen. Auch
sollten Sie niemals ein Medikament „plötzlich“ absetzen, wenn ein Therapeut Ihnen
das sagt!)
2. Wie Sie einen guten Arzt finden
Wie finden Sie einen guten Arzt? Ein guter
Arzt ist meines Erachtens einer, der ein
bisschen über die Standard-Diagnose- und
Therapieleitlinien
bei
chronischentzündlichen Darmerkrankungen hinaus
Bescheid weiß. Außerdem sollte er Naturheilverfahren nicht unbedingt radikal ablehnend gegenüber stehen. Wobei es natürlich auch fachlich gute Ärzte gibt, die kritisch gegenüber Naturheilkunde sind.
Hier meine Checkliste für die Wahl eines
guten Arztes (Gastroenterologe ohne Naturheilkenntnisse) auf der fachlichen Ebene.
a) Er sollte zumindest so viel Zeit haben, Sie über die Natur Ihrer
Krankheit aufzuklären
b) Er sollte Ihnen in Grundlagen die
Wirkungsweisen, die möglichen
Nebenwirkungen sowie die Wahrscheinlichkeit für Nebenwirkungen
von „schulmedizinischen“ Präparaten erklären können
c) Er sollte Sie in groben Zügen über
eventuell notwendige Operationen /
chirurgische Maßnahmen aufklären
können
d) Er sollte Grundlagenkenntnisse in
der Supplement- und Orthomolekulartherapie haben (künstliche Ernährung, Astronautendiät, möglicherweise Vitamine und Mineralien.
Beispiel: „Studien haben gezeigt,
dass sich Vitamin D positiv auf das
Immunsystem auswirken kann.“
oder: „Fresubine / Biosorb kann im
akuten Schub helfen, den Darm zu
entlasten.“)
e) Er sollte zumindest ein absolutes
Grundlagenwissen für Ernährung
bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen haben. (Beispiel:
f)
g)
h)
i)
„Zitrusfrüchte und deren Säfte
werden oft nicht vertragen.“ Oder:
„Weizen wird meist weniger gut toleriert als andere Getreidesorten.“
Oder: „Omega-3-Fettsäuren können
sich positiv auf den Entzündungsverlauf auswirken.“ Oder: „Ballaststoffe während des Schubes reduzieren!“)
Falls er invasive Diagnostik wie
beispielsweise Darmspiegelungen
in seiner Praxis führt, sollte er mit
„patientenschonenden Diagnoseverfahren“ wie beispielsweise
Kurznarkose vertraut sein.
Er sollte das grundlegende Wissen
haben, dass „nicht-steroidale Antiphlogistika“
beziehungsweise
„nicht-steroidale Antirheumatika“
bei chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen besser nicht verordnet werden sollten, desgleichen
das Standard-Durchfallmittel Loperamid-HCl („Imodium akut“)
Er sollte Sie ermuntern, Ihre Lebens- und Ernährungsweise der Situation anzupassen, eventuell kürzer zu treten falls Stress Sie stark
belastet etc.
Mir persönlich wäre folgender
Punkt noch wichtig: gelegentlich
vernehme ich von Patienten, dass
Ärzte regelrechte Drohungen oder
Warnungen aussprechen, wenn
man seinen Therapieplänen Skepsis
entgegenbringt, so nach dem Motto: „Wenn Sie das nicht nehmen,
kann das üble Konsequenzen haben/…kann ich Ihnen nicht mehr
weiter helfen/…werde ich Sie nicht
mehr weiter therapieren!“ – das
sollte ein Arzt nicht tun, sondern
sachlich und fair die PROS und (Ihre) Kontras der Therapie durchgehen.
Das sind Mindest-Anforderungen, die ich
an einen guten Arzt stellen würde, der
mich therapiert, alleine von der fachlichen
Seite her, und diese absoluten Grundlagenkenntnisse sollten bei einem studierten
und möglicherweise promovierten Facharzt
eigentlich selbstverständlich sein – meiner
Meinung nach. Sind sie das nicht, tut es
mir leid – da weiß wahrscheinlich so gut
wie jeder Heilpraktiker mehr über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen!
Der Vollständigkeit halber: dieses Grundlagenwissen sollten ein Facharzt für Naturheilkunde haben, über das oben aufgeführte hinaus!
a) Er sollte grob die wichtigsten Diäten bei chronisch-entzündlichen
Darmerkrankungen kennen, wie
beispielsweise Lutz-Diät und spezielle
Kohlehydratdiät
nach
Haas/Gottschall
b) Er sollte grob um die verschiedenen
Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweisen von Präbiotika, Probiotika und Autolysaten Bescheid
wissen
c) Er sollte einige entzündungshemmende Mittel aus dem Reich der
Naturheilkunde kennen
d) Er sollte sich Zeit nehmen für eine
umfangreiche Anamnese, die Erstanamnese
bei
chronischentzündlichen Darmerkrankungen
war bei mir noch nie kürzer als eine
Stunde
e) Er sollte Ahnung vom Multikausalitäts-Modell moderner Erkrankungen haben, und sich nicht nur auf
die Gene, den „Locus Minoris Resistentiae“ etc. versteifen
f) Er sollte mindestens ein entgiftendes und ausleitendes Verfahren
anwenden können, vor allen Din-
gen sollte er grob die Grenzen von
dessen Anwendung bei chronischentzündlichen Darmerkrankungen
abschätzen können („Wir können
das Verfahren im Moment noch
nicht gefahrlos anwenden, Sie müssen erst aus dem Schub raus!“)
Fachärzte für Naturheilkunde sollten dieses
Wissen haben, wenn Sie die Behandlung
von Darmerkrankungen als einen Tätigkeitsschwerpunkt haben. Natürlich können
sie völlig anders spezialisiert sein (z.B. auf
Gelenkerkrankungen), weswegen man dieses Wissen natürlich nicht bei jedem Facharzt für Naturheilkunde voraussetzen kann.
Das Gleiche gilt ohne Abstriche auch für
Heilpraktiker!
3. Warum ist es wichtig, nach dem
ersten Schub erst einmal stabil zu
werden, und wie bewerkstelligen
Sie das?
Der erste Schub ist nicht nur körperlich
eine sehr unangenehme Erfahrung, sondern
vor allen Dingen ist er ein emotionaler
Schock. Der häufig, wenn auch nicht immer, einen relativ jungen Menschen trifft
(meist zwischen ca. 14 und Mitte 30), in
dessen Lebenskonzept eine chronische
Krankheit natürlich keinen Platz findet.
Nicht nur körperlich, sondern auch emotional-seelisch ist es daher wichtig, einen
möglichst guten Zustand nach dem ersten
Schub zu erreichen. Manchmal hat man
Phasen, die eigentlich fast normal sind,
wenn man nicht gerade den chronischaktiven Verlauf hat. Und diese „guten Phasen“ können auch einen Schub für Sie bereithalten, und zwar einen guten: nämlich
einen Motivationsschub! Den, mit allen
Mitteln diesen Zustand möglichst zu erhalten. Ich weiß aus der Praxis, dass Betroffene des chronisch-aktiven Verlaufs schnell
depressiv werden und die Lebenslust verlieren, was auch das ganzheitliche Behandeln sehr erschwert (die medizinische Therapie aber auch).
Einer meiner Lieblingssätze ist immer:
„Keine Angst vor Kortison“, und das aus
gutem Grund: denn im Gegensatz zu allen
anderen, bei chronisch-entzündlichen
Darmerkrankungen eingesetzten entzündungshemmenden- und das Immunsystem
dämpfenden Medikamenten noch eine weitere Zugabe hat: die Stützung des vegetativen Nervensystem und des Sympathikus.
Das hat zwar negative Wirkungen, wie
beispielsweise auf den Magensafthaushalt,
den Blutzuckerspiegel und den Kalziumstoffwechsel, aber auch Vorteile: denn
über das autonome Nervensystem kann
eine Dämpfung der Entzündungsaktivität
auch dann erfolgen, wenn das Immunsystem nicht im Sinne einer „Autoimmunreaktion“ an der Darmkrankheit beteiligt ist. So
etwas kommt vor (in meinen Büchern kläre
ich über dieses Phänomen auf).
Aber selbst wenn, gibt es eine Wirkstoffkombination, die es auch mit Kortison aufnehmen kann: afrikanischer Weihrauch
(Boswellia Carterii) + sibirischer Ginseng
(Eleutherococcus). Damit können Sie
gleichzeitig die Entzündung dämpfen, ihr
Immunsystem kontrollieren und das autonome Nervensystem harmonisieren.
Tipp: Sollten Sie Schleim und / oder Blut
in Ihrem Stuhlgang haben, achten Sie mal
darauf, ob die Menge mit einer Schonbeziehungsweise Entlastungsdiät relativ
schnell zurückgeht oder ob zwar die
Stuhlmenge weniger wird, Blutungen und
schleimige Stühle aber weiter oder länger
bestehen: je mehr Letzteres der Fall ist, um
so mehr wird Ihre Darmkrankheit von einer immunologischen Komponente bestimmt!
Drehen wir den Spieß um: wenn Kortison
gar nicht oder nur sehr zeitverzögert wirkt
beziehungsweise hilft, bringen Medikamente wie Azathioprin oder Salofalk /
Claversal in aller Regel auch nichts. Das
ergibt sich aus meiner langjährigen Beobachtung. Ist das der Fall, können Sie
vielleicht natürliche Antibiotika weiter
bringen, wie beispielsweise Proanthocyanidin (aus Grapefruitkern-Extrakt, Achtung! Allergierisiko abschätzen – meist ist
es gering!). Warum Sie sich nicht unbedingt vor Kortison fürchten müssen, erkläre ich im nächsten Absatz.
4. Warum Sie keine Angst vor Kortison und seinen Abkömmlingen
zu haben brauchen (z.B. Budesonid, Prednisolon etc.)
Mir ist es früher so gegangen: wenn ich bei
der Behandlung bei einem Heilpraktiker
war, wurde ich immer vor Kortison gewarnt. Ich muss selbst immer schmunzeln
bei dem Gedanken: „die wussten noch
nicht, was später noch auf den Markt
kommt!“ Tatsächlich waren Kortisonpräparate wie Solu-Decortin bis Mitte der 90er
noch State of the Art bei der Behandlung
chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen, lokal wirksames Kortison war erst
angedacht und die Immunsuppressiva wie
Azathioprin waren zwar bekannt – aber
„nur“ aus der Transplantationsmedizin!
Erst in 1996 wurde Azathioprin für die
Behandlung chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen zugelassen.
Kortisonpräparate haben Nebenwirkungen.
Mit einigen der lokal wirksamen Präparate
wie Budesonid kann man gegenüber „systemisch“ wirksamen Kortisonpräparaten
wie beispielsweise Solu-Decortin mit weniger Nebenwirkungen rechnen. Allerdings
haben diese Präparate sich auch als weniger wirksam erwiesen, zumindest meiner
Beobachtung nach.
Mit „keine Angst vor Kortison“ möchte ich
die möglichen Nebenwirkungen keineswegs herunterspielen. Die sind da: zum
Beispiel eine Veränderung des Zuckerstoffwechsels, des autonomen Nervensystems (Kortisonpräparate sind LangzeitStresshormone), des Wasserhaushalts, des
Blutdrucks, des Mineralstoffwechsels (Osteoporosegefahr), der Wirkungen auf das
Bindegewebe und auf die Schleimhäute
(Magenprobleme), die Unterdrückung des
Immunsystems. Der Unterschied zu allen
später für die chronisch-entzündlichen
Darmerkrankungen zugelassenen Arzneimitteln ist allerdings: die Nebenwirkungen
sind berechenbar.
Ich würde Kortison ganz sicherlich nicht
als Langzeitmedikament empfehlen, vor
allen Dingen nicht in hoher Dosierung, mit
einem Wirkäquivalent von mehr als sagen
wir 15 mg pro Tag (der Körper stellt 8 mg
Cortisol täglich selbst her, wenn die Nebennieren optimal arbeiten) überschritten
wird. Aber ich warne davor, zu glauben,
dass alles in Butter sei, wenn Kortisonpräparate zugunsten von etwa Azathioprin
oder Ciclosporin aufgegeben wurden, um
die Nebenwirkungen des Kortisons zu
Umgehen. Manche Personen reagieren
sofort mit bedenklichen Nebenwirkungen
auf Azathioprin und Co. Dann wird ein
sofortiges Absetzen erforderlich. Azathioprin und andere Immunsuppressiva haben
weniger offensichtliche Nebenwirkungen,
aber dafür sind sie wesentlich heimtückischer als Kortikoide. Da die Immunsuppressiva für Morbus Crohn und Colitis ulcerosa erst ab den späten 90ern zugelassen
wurden, haben wir noch relativ wenig
Langzeiterfahrung damit, vor allen Dingen
im Bezug darauf, ob sich andere chronische Krankheiten und ganz besonders
Krebs einstellen. Aber darum soll es nicht
gehen.
Ich habe absolut nichts dagegen, als Heilpraktiker, einen sich anbahnenden akuten
Schub mit einer vorübergehend erhöhten
Kortisondosis abzumildern beziehungsweise gleich zu beenden. Es gibt heute von
vorausschauenden Medizinern etwas, das
wird als „alternierende Stoßtherapie“ mit
Kortison bezeichnet, allerdings in der Praxis meiner Erfahrung nach selten angewandt: man nimmt jeden zweiten Tag eine
hohe Dosis (beispielsweise 50 mg) und an
den übrigen Tagen nichts. Der Vorteil die-
ser Methode ist, dass die Nebennierenrinde
sich nicht an das von außen verabreichte
Kortison anpassen kann und ihre eigene
Produktion einstellt. Auch gibt es positive
Erfahrungen mit einer Erhaltungsdosis von
5 mg / Tag bei einer offensichtlichen,
durch lange Erkrankungsdauer bedingte
Nebennierenerschöpfung. Bei rheumatischen Erkrankungen älterer Patienten wird
dieses Verfahren gelegentlich erfolgreich
angewandt, es kann über viele Jahre ein
Schub vermieden werden. Nur dauerhaft
hohe Dosen sollten vermieden werden.
Im Übrigen gibt es eine wunderbare Kombination aus Naturheilmitteln, die ich dazu
benutze, einen akuten Schub mit maximal
mittlerer Intensität in den Griff zu bekommen: afrikanischen Weihrauch (Boswellia
carterii) und sibirischen Ginseng (Eleutherococcus senticosus). Ersterer wirkt
stark entzündungshemmend dank der Acetyl-Keto-Boswelliasäure, Letzterer wirkt
harmonisierend auf das autonome Nervensystem. Beide zusammen erreichen durchaus eine Wirksamkeit, die bis zum mittelstarken Schub mit der von Kortisonpräparaten vergleichbar ist!
5. Warum es hingegen nicht sinnvoll ist, von Anfang an mit „starken“ Immunsuppressiva zu therapieren
(Azathioprin,
6Mercaptopurin, MTX, Adalimumab, Infliximab, Cyclophosphamid)
Es gab vor einiger Zeit, ich meine in 2007,
im Ärzteblatt einen Kapitel von einem
Herrn Professor Dr. Andreas Stallmach
(der mir im Übrigen mit vielen Kapiteln
bezüglich Darmerkrankungen durchaus
sehr positiv aufgefallen ist): er spricht von
dem Konzept „HIT HARD AND
EARLY“, was soviel heißt wie: hart und
früh zuschlagen. Wobei der Empfänger der
Schläge das Immunsystem sein soll.
Auf gut Deutsch: nicht lange fackeln, sondern das Immunsystem sofort bei Ausbruch der Krankheit mit schwerem Geschütz unterdrücken, so nach dem Motto:
wir machen besser gleich reinen Tisch,
vielleicht ist dann Ruhe.
Das wäre meiner Meinung nach zumindest
in der Theorie dann noch diskussionswürdig, wenn Erkrankungen wie Morbus
Crohn oder Colitis ulcerosa tatsächlich,
wie es so schön heißt, „monokausal“ wären, man also eine einzige Ursache eingrenzen und genau definieren könnte. Da
dies aber, das kann ich nach über zehnjähriger Erfahrung mit Crohn- und ColitisPatienten sagen, nicht der Fall ist (es sei an
dieser Stelle wieder einmal auf mein
„Kopfschmerz“-Beispiel verwiesen!), begibt sich dieser Therapieansatz sehr schnell
an den Grenzbereich der menschlichen
Vernunft.
Ich habe derzeit die zweifelhafte Ehre,
„Deutschlands wahrscheinlich schlimmsten Morbus Crohn-Fall“ zu therapieren, ein
junger Mann, bei dem das Krebsmedika-
ment Cyclophosphamid im Rahmen einer
Studie zur Anwendung gekommen ist. Im
Ranking der immunsuppressiven Wirkung
führt es die Tabelle aller bei chronischentzündlichen Darmerkrankungen eingesetzten Pharmazeutika inklusive der „Biologicals“ klar an. Um Ihnen das Gesagte an
einem griffigen Beispiel zu erläutern, wende ich mal die „Distanz-Analogie“ an:
Würde die immununterdrückende Wirkung
von Medikamenten einer räumlichen Distanz entsprechen, dann entspräche die
Wirkung von
Mesalazin (z.B. Salofalk)
Budesonid (lokales
Kortison)
Prednisolon (systemisches Kortison)
Azathioprin
(z.B.
Imurek)
Methotrexat (MTX)
Biologicals (Remicade, Humira)
Cyclophosphamid
Frankfurt – Offenbach
Frankfurt – Würzburg
Frankfurt – München
Frankfurt – Athen
Frankfurt – Zypern
Frankfurt – Bangkok (in Thailand)
Frankfurt – Mond
(ja, damit meine
ich den Mond!)
Der erwähnte junge Mann bekam die
„Schock-Dosis“ von 14800 mg (also 15
Gramm!!!) Cyclophosphamid mit drei Infusionen binnen drei Tagen, das sind Dosen, die bei übelsten Krebserkrankungen
zur Chemotherapie eingesetzt werden
(empfohlen werden bei sonstiger Therapieresistenz bei Crohn / Colitis lt. therapeutischer Leitlinie 750 mg, verteilt auf 6-8
Wochen!). Einmal von Frankfurt zum
Mond also (750 mg würden FrankfurtSydney entsprechen).
„Ja, aber wenn man die Entzündung so
beenden kann? Passt doch, oder?“
Ehrlich gesagt, habe ich bis heute von keinem solchen Fall gehört, nicht einmal
anekdotenweise. Im Gegenteil habe ich
eher die Erfahrung gemacht, dass bei den
meisten Patienten, denen „schwache“ bis
„mittelstarke“ Immunsuppressiva nicht
helfen, auch „starke“ Immunsuppressiva
nichts nutzen. Es ist ein wenig diese „immer mehr vom selben“ Thematik, die nicht
nur im Gesundheits-Bereich anklingt. Es
wäre naiv, davon auszugehen, dass jemand, der auf Kortison und Azathioprin
überhaupt nicht anspricht, positiv und eindeutig etwa auf die Biologicals (also Remicade / Infliximab und Humira / Adalimumab) reagiert. Und meine Erfahrung
lehrt, dass das nur ganz selten der Fall ist.
De Facto habe ich bis heute von einer Person gehört (wohlgemerkt: gehört. Persönlich kennen gelernt habe ich sie nicht!), die
nach erfolglosen Therapien mit Imurek
(Azathioprin) und MTX positiv auf eine
Behandlung mit Humira / Adalimumab
angesprochen hat.
Meines Erachtens ist der Grund dafür, dass
Morbus Crohn und Colitis ulcerosa immer
mal wieder aus einer Stoffwechsellage
heraus entstehen, wo eher eine Schwäche
des Immunsystems das Problem ist als eine
überschießende Immunreaktion. Diese
Thematik habe ich in meinem Therapieratgeber ausführlich besprochen und anhand
von Beispielen dargelegt.
Wenn man die Möglichkeit – „es könnte
auch eine Immunschwäche dahinter
stehen“ ins Kalkül zieht und dann „gleich“
nach dem Motto HIT HARD AND
EARLY mit starken Immunsuppressiva
therapiert, erntet man bestenfalls keinerlei
positive Wirkung und schlimmstenfalls
alle möglichen Nebenwirkungen (wie beispielsweise Entgleisung der Leberwerte
oder
Bauchspeicheldrüsenentzündung)
ohne positive Reaktion, und alles zusammen mit der Gefahr langfristiger, unberechenbarer Nebenwirkungen, die den neueren Immunsuppressiva leider nun mal zu
eigen sind.
Mein Tipp: gerade wenn Sie am Anfang
einer medikamentösen Therapie stehen und
nicht das Gefühl haben, diese schlägt sonderlich gut bei Ihnen an – lesen Sie meinen
Online-Artikel
„Autoimmunerkrankung
oder Immunschwäche“. Dort habe ich einen kurzen Test hinterlegt, mit dem Sie mit
einer Wahrscheinlichkeit von 70 bis 80%
einordnen können, ob Ihrer Erkrankung
eher eine Immunschwäche oder eine Immunüberreaktion zugrunde liegt.
6. Was können Sie von einer naturheilkundlich-ganzheitlichen Therapie erwarten…und was nicht
Beschäftigen wir uns nun mit Fragen und
Themen, die eher in den Zuständigkeitsbereich von Leuten wie mir fallen. Der ganzheitlichen Therapie. Zunächst einmal: was
können Sie nicht erwarten? Es ist wirklich
simpel: Sie könne nicht erwarten, dass sich
die chronisch-entzündliche Darmerkrankung bei der ersten Therapiesitzung in
Wohlgefallen auflöst. Eigentlich eine
Selbstverständlichkeit, sollte man annehmen? Leider nein.
Leider kommen immer noch bedenklich
viele Patienten mit einer Erwartungshaltung in meine Praxis, die mir die Sprache
verschlägt. Vollständig austherapiert im
schulmedizinischen Sinn, inklusive „Biologicals“, also Remicade / Humira sind sie
der Meinung, mit einer einzigen Behandlungssitzung bei mir wären der Crohn oder
die Colitis „erledigt“. Wer so naiv ist,
glaubt wohl auch daran, dass die Kinder
der Klapperstorch bringt!
Um nicht missverstanden zu werden: gelegentlich treffe ich mit meinem individuell
abgestimmten Therapieansatz so sehr ins
Schwarze, dass ich tiefgreifende Stoffwechselblockaden lösen kann und die
Symptome der Darmentzündung quasi
„nebenbei“ verschwinden. In Zahlen: pro
Jahr etwa drei Mal. Aber überwiegend ist
ursächliche Therapie an einer chronischentzündlichen Darmerkrankung harte Arbeit. Das gilt natürlich für andere Naturheilkundler, Heilpraktiker und Ärzte.
Das zweite, was man von Naturheilkunde
nicht erwarten darf, ist so etwas wie therapeutische Leitlinien. Die sind auch nicht
gut, denn „die“ Crohn- oder ColitisErkrankung gibt es nicht. Jeder Therapeut
hat seine Methoden, jeder Therapeut arbeitet anders. Und wenn eine Methode mal
nicht funktioniert, heißt das weder, dass die
Methode schlecht ist, noch dass sie der
Therapeut nicht richtig beherrscht. Es heißt
ganz einfach, dass Sie auf den Patienten
nicht „passt“ und dass der Patient etwas
ganz anderes braucht. Das geht natürlich
auch mir gelegentlich so.
Bei mir ist es relativ simpel: sollte nach der
vierten Behandlung noch keine spürbare
Verbesserung eingetreten sein, passt es
nicht.
Von einer ganzheitlichen beziehungsweise
naturheilkundlichen Behandlung sollte
man folgende Dinge erwarten können:
 Transparenz: der Behandler sollte
dem Patienten ungefähr erklären,
was er da macht, und was er damit
erreichen will
 Nebenwirkungsarmut: es können so
genannte Erstverschlimmerungen
auftreten, ein Zeichen dafür, dass
sich der Organismus verstärkt mit
krankmachenden Faktoren auseinandersetzt. Eine ernsthafte Schädigung sollte aber ausgeschlossen
sein, es sei denn, der Behandler arbeitet grob fahrlässig
 Sinnvolle und angepasste Maßnahmen: die Entgiftung während
eines Krankheitsschubes anregen
funktioniert fast nie (außer in seltenen Glücksfällen). Situativ abgestimmt sollten die richtigen Maßnahmen erfolgen: im Schub Entzündungshemmung und eventuell
Nahrungsergänzung, in Ruhephasen Organstärkung, Sanierung und
Anregung der Entgiftungstätigkeit
über andere Organe
 Grobe Ratschläge in Punkto Ernährung und wann sie hilft, zu verbes-
sern (das ist zu Beginn einer Behandlung nicht immer der Fall!)
 Eine ungefähre Planung des Therapieverlaufs beziehungsweise der
einzelnen Therapieschritte sowie
(das ist auch wichtig)
 Die Abschätzung und Klärung von
Chancen und Risiken, etwa zur
Erstverschlimmerung
 Kostentransparenz
Diese Dinge sollte man in einer ganzheitlichen / naturheilkundlichen Behandlung
nicht selbstverständlicher Weise erwarten:
 Schnelle Symptomverbesserung
 Einen vollständigen Ersatz für
chemisch-pharmazeutische Präparate „mit nebenwirkungsfreien Mitteln“
 Eine lineare Verbesserung der
Krankheitssymptome ohne Einbrüche oder Rückschläge
 Eine Akut- und Notfallmedizin, die
auch dann hilft, wo die Schulmedizin versagt
 Eine Verbesserung zu erwarten ohne konstruktive Eigenbeteiligung /
Eigenverantwortung (z.B. Ernährung, regelmäßige Rückmeldung)
 Eine Eingriff des Therapeuten in
medizinische Behandlungen, z.B.
dass ein Heilpraktiker empfiehlt,
ein bestimmtes Medikament abzusetzen (seriöse Heilpraktiker werden darauf hinweisen, dass man eine Dosisreduktion oder Ausschleichung ins Auge fassen kann und
diesen Schritt vorher mit seinem
Arzt absprechen sollte)
Schließlich und letzten Endes muss sich
jeder, der sich einer ganzheitlichen Therapie unterzieht, auch darüber im Klaren
sein, mit was für Erwartungen er heran
geht. Ich persönlich wollte immer ganz
gesund sein, aber manche Menschen haben
eben niedrigere Ziele, wollen nur von starken Medikamenten herunter kommen oder
ihre Lebensqualität verbessern, und das ist
vollkommen in Ordnung – nur sollten sie
ihre Ziele auch dem Therapeuten klar machen!
7. Wie viel Unterschied kann eine
gesunde Ernährung bei chronisch-entzündlichen
Darmerkrankungen ausmachen, und wie
sieht eine gesunde Ernährung eigentlich aus?
Als ich vor rund 6 Jahren mal bei einer
Jahresvollversammlung des DCCV dabei
war, hörte ich einen (bekannten) Gastroenterologen während eines Vortrages sinngemäß sagen: „Ernährung hilft bei chronisch-entzündlichen
Darmerkrankungen
nicht.“
Na, mit so „viel“ Ahnung sollte man mal
überprüfen, ob die Zulassung dieses Herrn
nicht revisionsbedürftig ist. Als Gastroenterologe mit Schwerpunkt chronischentzündliche Darmerkrankungen sollte
man zumindest mal etwas von der „CrohnV-Studie“ gehört haben (das ist die Studie,
mit der erwiesen wurde, dass die Lutz-Diät
gegenüber einer normalen Vollwertkost im
statistisch signifikanten Bereich Linderung
bei Morbus Crohn gebracht hat).
Macht Ernährung einen Unterschied?
Ja!
Das Problem ist: Ernährung macht nicht
bei jedem gleich viel Unterschied, das
zweite Problem: verschiedene Betroffene
sprechen auf verschiedene Diätformen
positiv an. Und die Unterschiede, die eine
Ernährungsumstellung ausmachen, liegen
im ungünstigsten Fall bei nur 10%, im
günstigsten Fall erreichen sie ca. 70 bis
80%.
Und dieser Umstand ist mir auch bewusst:
wenn Sie sich mit einer sehr gesunden, auf
Ihren Typ abgestimmten Ernährung nur
10% besser fühlen als ohne, sind Sie
schnell frustriert und werfen, was das angeht, gerne die Flinte ins Korn. In jedem
Fall stärker wirkt allerdings der LangfristEffekt einer Ernährung. Es klingt seltsam,
aber eine gut abgestimmte Ernährung kann
tatsächlich langfristig dazu beitragen, Reparaturarbeiten im Darm zu optimieren,
das Risiko für Schübe deutlich herabzusetzen und allgemeine Entzündungszeichen
zu hemmen. Auch wenn der Betroffene
kurzfristig nicht viel davon merkt. Sie sind
daher besser beraten, in einer optimal abgestimmten Ernährung einen Beitrag zur
Langfrist-Lebensqualität zu sehen.
Oft fährt man dabei mit einer moderaten
Diät besser als mit einer Extrem-Diät.
Lutz-Diät und Rohkost sind zum Beispiel
zwei einander entgegen gesetzte Extreme,
die kurzfristig bei dem Ein- oder anderen
tolle Erfolge bringen, aber mittel- bis langfristig fragwürdig sind – wobei das natürlich auch vom Ernährungs- und Stoffwechseltyp abhängt. Ich habe dazu viel in meinem Buch „Andreas Ulmichers Ernährungsratgeber bei Morbus Crohn – Colitis
ulcerosa“ geschrieben.
Wenn Sie täglich ein wenig leichtverdauliches Eiweiß haben, auf gesunde Fette (das
sind mittelkettige gesättigte Fettsäuren
sowie mehrfach ungesättigte Omega-3Fettsäuren) achten, sich allergenarm ernähren sowie Reizendes, isolierten Zucker,
Süßstoffe und isolierte Stärke sowie industriell hergestellte Back- und Teigwaren
meiden, haben Sie bereits zwei Drittel zu
einer wirklich guten Ernährung, die auch
langfristig sinnvoll ist. Was dann eventuell
noch fehlt, können Sie meinem Buch entnehmen.
Sie müssen immer eines bedenken bei den
Entscheidungen, die Sie für (oder gegen?)
Ihre Gesundheit treffen: vielleicht werden
Sie recht alt, und auch wenn der Crohn
oder die Colitis im fortgeschrittenen Lebensalter kein Thema mehr sein sollten
(was ja durchaus sein kann), gibt es immer
noch andere chronische Zivilisationskrankheiten, gegen die man mit vernünftiger Ernährung ein solides Bollwerk errich-
ten kann. Zucker, Fastfood und Colagetränke und alle möglichen Nahrungsmittelzusatzstoffe sind dem eher nicht dienlich!
Über Andreas Ulmicher und www.crohn-colitis-online.de
Andreas Ulmicher, Jahrgang 1970 ist niedergelassener Heilpraktiker in Bad SodenSalmünster, einem hessischen Kurort. In 1987, einen Monat vor seinem 17. Geburtstag, erlitt
er einen schweren Schub und wurde mit der chronisch-entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn diagnostiziert. Mit nur noch knapp über 50 kg bei 1,87m Körpergröße begann ein
wochenlanger Kampf ums Überleben. Eine sehr wechselvolle Krankheitsgeschichte begleitete
Andreas Ulmicher bis ins Jahr 1997, in dem er einen Schub mit einem Abszess erlitt und nach
einem Behandlungsfehler mit dem Krankenhaus brach und sich auf der Suche nach Möglichkeiten machte, seine Erkrankung zu kurieren oder wenigstens zu verbessern.
Heute ist Ulmicher seit über 15 Jahren beschwerdefrei und nimmt seit dem gleichen Zeitraum
keine Medikamente gegen die chronisch-entzündliche Darmerkrankung mehr.
Ein Ausschnitt aus dem Krankenbericht von 1987:
Andreas Ulmicher – damals und heute!
Andreas Ulmicher Ende der 80er
mit weniger als 60kg
Andreas Ulmicher Mitte 2013 mit ca.
95 kg
Über http://www.crohn-colitis-online.de
http://www.crohn-colitis-online.de ist ein deutsch- und englischsprachiges Infoportal über
ganzheitliche Aspekte chronisch-entzündlicher Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa). Die Seite wurde im Mai 2012 von Heilpraktiker Andreas Ulmicher online gestellt. Es geht überwiegend um Naturheilkunde, Homöopathie, Entgiftung, Ernährung und
psychosomatische Aspekte. Medizinische Entwicklungen werden im Blog angesprochen und
kommentiert.
Über die Seite können Infobroschüren, E-Booklets, ein Newsletter und natürlich Andreas Ulmichers Bücher über chronisch-entzündliche Darmerkrankungen bezogen werden.
Andreas Ulmichers Morbus Crohn-Colitis ulcerosa Ratgeber
stellt auf 328 Seiten die chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen vor, ebenso grundlegende Entzündungsparameter und
Laborwerte und Therapien in der Medizin, die kommentiert
werden. Den größeren Teil des Buches widmet Ulmicher seinem
Krankheitsverständnis, verschiedenen Therapiemöglichkeiten in
der Naturheilkunde sowie auch dem Thema Nahrungsergänzung. Ein umfangreiches Linkverzeichnis und eine Literaturliste
runden das Buch ab!
Buch bestellen!
Andreas Ulmichers Ratgeber Ernährung bei Morbus Crohn –
Colitis ulcerosa stellt sein Ernährungskonzept, aufbauend auf
dem Konzept der Stoffwechseltypisierung vor, darüber hinaus
werden weitere alternative Ernährungskonzepte bei chronischentzündlichen Darmerkrankungen vorgestellt und kommentiert. Listen mit zu vermeidenden Nahrungsmitteln und ein
umfangreiches, kommentiertes E-Nummern-Verzeichnis ergänzen den Ernährungsratgeber, der 218 Seiten lang ist.
Buch bestellen!
Iron Warrior – eine Geschichte über Morbus Crohn ist die
Geschichte des Studenten Gordon Stein, der sich mit Anfang
20 mit einer lebensgefährlichen Form von Morbus Crohn mitten aus dem Leben gerissen sieht und nach Jahren der Qual,
mit dem Aspekt der Unheilbarkeit konfrontiert, seine Leben
ein Ende setzen möchte. Doch das Schicksal will es anders und
spielt Gordon einem alten, pensionierten Naturheilarzt in die
Hände, der es noch einmal wissen will. Die etwas übertriebene
Handlung lebt stark von Symbolen und Metaphern.
Buch bestellen!
Social media…
Wenn Ihnen http://www.crohn-colitis-online.de gefällt, teilen Sie die Seite mit Freunden!
Die Seite einem Freund mitteilen:
Hier klicken!
Die Seite über Facebook teilen:
Hier klicken!
Die Seite twittern:
Hier klicken!
Document
Kategorie
Seele and Geist
Seitenansichten
25
Dateigröße
945 KB
Tags
1/--Seiten
melden