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Hier geht was ab! - bei Hoffnung für eine neue Generation eV

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www.hoffnung.org
23. Ausgabe März
Februar
2014
2014
Hier geht was ab!
In den vergangenen Jahren hat
sich die Aktion Weihnachtsfreude immer mehr ausgebreitet.
Schon lange war unser Lager
in Rudersberg dafür zu klein
geworden. Und so grenzte es an
ein Wunder, als uns dieses Jahr
(2013) für 8 Wochen ein Lager
mit 1.000qm kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.
Jetzt konnten wir nach Herzenslust
großzügige Packaktionen starten
und die Ware ladebereit sortieren.
Unterstützung bekamen wir von 4
jungen Leuten aus Rudersberg, die
als Logistikteam die ganze Organisation übernahmen. Doch lassen
wir Peter Kontschak, den Leiter des
Teams, zu Wort kommen.
Peter, wie kam es, dass du dich
ausgerechnet für die Logistik der
Aktion Weihnachtsfreude stark gemacht hast?
Als vor vier Jahren Freunde von mir
mit Werner Kast nach Rumänien gefahren sind, kamen sie zurück und
meinten, dass wir ihn da unbedingt
unterstützen müssten. Seit damals
fahre ich jedes Jahr bei der Aktion
Weihnachtsfreude mit und mich
begeistert die Hingabe und Nächstenliebe mit der „Hoffnung“ und all
die Erzieherinnen das Kindergartenprojekt durchführen. Außerdem
staune ich über das permanente
Wachstum der Aktion Weihnachtsfreude, was allerdings auch eine
große logistische Herausforderung
bedeutet. Um hier Werner und
seine Mitarbeiter zu entlasten wurde
beschlossen, ein Team zur Unterstützung zusammenzustellen. Uns
war es wichtig, dass diese Helfer
ein Herz für dieses Projekt haben,
selbst anpacken wollen, aber auch
viel Spaß mit Logistik haben. Und
das trifft genau auf mich zu :-)
Was genau habt ihr im Lager vorbereitet, um die Arbeit zu erleichtern?
Für uns stand fest, dass das Lager von Anfang an strukturiert
und übersichtlich sein sollte, aber
es musste auch gleichzeitig viel
Stauraum bieten. So haben wir als
erstes Bodenmarkierungen zum Einteilen der Halle geklebt. Wir haben
ein Regal für Verpackungsmaterial
aufgebaut, ein Organisationsbüro
und den Pausenraum eingerichtet,
sowie Verladepläne aufgehängt.
Nicht zu vergessen sind die vielen
Packtische und der Beamer, über
den wir ein Video vor jeder Packaktion gezeigt haben, damit die Helfer
wissen, wohin all die Päckchen ge-
hen. Außerdem sollte es ein Ort sein
wo man gerne mithilft und sich willkommen fühlt. Dafür unterstützten
uns ein paar Snacks in den Pausen
und vor allem die Soundanlage mit
viel und lauter Musik.
Ihr habt eine große Packaktion gestartet und für alle Kindergartenkinder Weihnachtspakete gepackt. Wie
lief das ab?
Das war eine super Aktion! Wir
hatten dabei eine lange Packstraße
mit Tischen erstellt, vergleichbar
mit einem Fließband. Die Kartons
sind auf der einen Seite leer gestartet und rutschten dann immer
weiter zur nächsten Person. Und als
der Karton dann an jeder Person
einmal vorbeigekommen ist, war
das Weihnachtspäckchen fertig und
sauber verpackt. Insgesamt hatten
wir an diesem Abend ca. 30 Helfer
mit denen wir 400 Pakete gepackt
haben.
Dazu sind ja Unmengen von Helfern
nötig. Woher habt ihr so viele Leute
organisiert?
Wir hatten hier vor allem bei Jugendgruppen angefragt, die sich
Fortsetzung auf der letzten Seite
Aktion
Weihnachtsfreude 2013
DAS HABEN MENSCHEN ERLEBT:
Beim Verteilen der Pakete ist es
unser Wunsch, zur richtigen Zeit
am richtigen Ort bei der richtigen Person zu sein. Und so staunen wir jedesmal, wie zielgenau
Gott für den passenden Inhalt
der Pakete sorgt.
ine Erzieherin berichtet: Als
ich geholfen habe den Lkw mit
Hilfsgütern abzuladen, spürte ich in
meinen Fingern Schmerzen wegen
einer Brandwunde. Und da entdeckte ich eine Bratpfanne, die ich für
mich nehmen durfte! Wie froh war
ich, denn meine verbrannten Finger
hatte ich von meiner eigenen Pfanne geholt, die keine Henkel mehr
hat!
indergarten Turnu Severin: Ein
K
Vater bringt seinen Sohn bei
jedem Wetter vom anderen Ende
der Stadt in den Kindergarten. Ist
das Wetter schlecht, kommt der
Junge oftmals mit nassen Füßen
in den Kindergarten. Für diesen Jungen habe ich qualitativ hochwertige
Schuhe gefunden, eine dicke Jacke,
Hosen und ein paar gefütterte Gummistiefel.
A
D
ie Mutter eines 10 jährigen
Mädchens aus Buteni berichtet: „Meine Tochter musste Pinsel
in verschiedenen Größen für den
Malunterricht in die Schule mitbringen. Ich habe die Anschaffung
tagelang aufgeschoben, da ich kein
Geld hatte um Pinsel zu kaufen. Als
wir das Paket öffneten, entdeckten
wir Pinsel in verschiedenen Größen.
Ich und meine Tochter haben neben
dem Paket geweint. Wir konnten
es kaum glauben, wie sich Gott um
jede Not kümmert, die wir haben.“
E
K
ostenloser Kleiderbazar in
unseren Kindergärten: Die Eltern konnten sich nach Bedarf mit
Kleidern, Schuhen und Spielsachen
bedienen.
„Wie viel muss ich für die ausgesuchten Kleider bezahlen?“, fragte
eine Mutter. „Nichts“, erwiderte die
Erzieherin. „ Das ist für Sie und
wurde von einem Hilfswerk aus
achdem jedes KindergartenDeutschland gespendet“. „Übermitkind nach der Weihnachtsfeier
teln sie ihnen unseren
ein Geschenkpaket
aufrichtigen Dank“,
Aussage eines
erhalten hat, kam zu
sagte die Mutter volJungen von Moldova ler Emotionen.
Hause der magische
Moment, wo Elisei
Noua, der versucht
sein Paket öffnen
indergarten Timihat sein schweres
durfte. So wie sich
soara: Zusammen
Paket
zu
heben:
jedes Kind über Sümit unserer Gemeinde
ßigkeiten freut, hat
„Frau Erzieherin,
haben wir 250 Pakete
sich auch mein Junge
für Roma Familien im
diese Pakete sind
darüber gefreut. Als
Apuseni Gebirge gefür
Riesen,
nicht
für
er dann ein Malbuch
packt. Die nach Alter
Kinder!“
und ein rotes Auto
sortierten Kleider und
entdeckte, war ein
Schuhe waren ein
breites Lächeln auf
wahrer Segen. Der
seinem Gesicht zu sehen, das er mit Leiter der Romas
folgenden Worten begleitete: „Mutti, hat uns eine Tabelle
darf ich mit diesem Auto schlafen?“
überreicht mit dem
Das Auto ist von hoher Qualität und
Alter, Geschlecht,
wurde zum besten Freund meiKleider- und Schuhnes Sohnes. Öfters ertappe ich ihn
größe. Somit hat
dabei, wie er mit dem Auto spricht
jedes Kind das
oder es mit einer Serviette poliert
bekommen, was
und dabei ist er sehr sorgfältig,
ihm gepasst hat.
dankbar und fröhlich. Für dieses
Viele haben gesagt:
Glück im Leben meines Sohnes
„Niemals im Leben
will ich den Spendern von Herzen
haben wir so etwas
danken.“
erlebt“.
(Kindergarten Sambateni).
N
K
lleinstehende alte Leute sind besonders bedürftig. Ich habe eine
alte Frau angetroffen, wie sie
sich ein paar
Zweige
abgebrochen
hat, um
abends Feuer im Ofen
machen zu
können.
Sie hatte
kranke
Beine
und
konnte
kaum noch laufen.
Auf dem Herd lag ein rohes
Ei, das ihr ein Nachbarn geschenkt
hatte und das für ihr Mittagessen
bestimmt war. Vielleicht kommt
morgen ein anderer Nachbar vorbei
und bringt einen Teller Suppe.
Sie hat geweint, als sie das große
Geschenkpaket mit Lebensmitteln
gesehen hat.
us Suceava hören wir einen
A
Bericht von der Verteilung der
Hilfsgüter auf einem Dorf:
Diese junge Mutter hat 4 kleine
Kinder. Ihr Haus besteht aus einem
einzigen Zimmer und einer Veranda.
Alle Gegenstände werden auf der
Veranda gelagert, damit sie im Zimmer mehr Platz haben. Das jüngste
Kind befindet sich gerade unbeaufsichtigt auf dem Herd (eine Art
Kachelofen), während daneben der
Kartoffeltopf mit dem Mittagessen
kocht. Der kleine Junge ist es gewöhnt alleine dort zu sein. Der Herd
ist auch sein Spiel- und Schlafplatz,
den er noch mit einem Bruder teilt.
Der Vater ist von früh morgens bis
spät in die Nacht als Tagelöhner im
Dorf unterwegs. Manchmal findet er
Arbeit, manchmal nicht.
in anderes Ehepaar lebt in einer
E
kleinen Hütte, wo bittere Armut
herrscht. Die Frau ist blind und sehr
krank. Ich begegnete ihr auf der
Schwelle ihres Hauses, wo sie sich
mit nackten Füßen in der Sonne
aufwärmte. Ihr Mann ist zwergwüchsig. Sie waren von unserem
Besuch sehr beeindruckt, denn nur
selten kommt jemand bei ihnen vorbei. Da sie nicht sehen kann, hat sie
die weiche, mollige Decke, die wir
ihr geschenkt haben, an ihre Brust
gedrückt. Für einen kurzen Moment
konnte ich auf ihrem Gesicht einen
Ausdruck der Dankbarkeit und Freude ablesen.
Ein herzliches Dankeschön
an den Rudersberger Bürgermeister Martin Kaufmann, der
die Aktion durch die Übernahme der Schirmherrschaft
und seinen Einsatz als LkwFahrer unterstützt hat.
A
m ersten Tag des Jahres habe
ich einen Überraschungsbesuch
in einer kleinen Kirchengemeinde in
der Nähe von Suceava gemacht. Die
Gemeinde besteht hauptsächlich aus
Witwen und alten Menschen. Nach
dem Gottesdienst bekam jeder eine
schön verpackte Tasse, gefüllt mit
Süßigkeiten und einem Taschentuch. Diese Leute waren so glücklich
und beeindruckt, als ich von Eurem
Hilfswerk erzählt habe. Vielen Dank
für den Karton mit den Tassen. Die
restlichen Tassen werde ich bei einem Frauentreffen mit kirchenfremden Frauen im Februar verteilen.
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davon
Hintergrundbild:Thommy Weiss / pixelio.de
„Es ist das erste Geschenk in meinem Leben!“
Daten und Fakten zur Aktion Weihnachtsfreude 2013
46 Personen haben in der Zeit vom
20.11.-5.12.2013 mit
13 Lkws (davon 8 Lkws von AVS) und
5 Begleitfahrzeugen insgesamt
57.000 km zurückgelegt und an
30 Verteilstellen in Rumänien abgeladen.
Dabei wurden
160 Tonnen Hilfsgüter bestehend aus
5890 Weihnachtspaketen
50 Paletten Lebensmitteln
27 Tonnen Kartoffeln
Kleidung, Schuhen
Spielwaren und
Kindergartenmöbel transportiert.
Öffentliche Verteilaktionen
In Zusammenarbeit mit unserer Partnermission Samariteanul, Bürgermeisterämtern und örtlichen Kirchengemeinden hat das Hilfswerk Hoffnung dieses Jahr neue Akzente bei der Aktion Weihnachtsfreude gesetzt. Unter dem
Motto „Ein besonderes Geschenk für Dich“ wurden in fünf Dörfern die gravierendsten Sozialfälle ausgesucht. 300
Familien erhielten Gutscheine, die sie direkt an unseren Lkws einlösen konnten.
Aus Covasanti berichtet Tabita: Diese Worte haben ein Lächeln auf die Gesichter und Freude ins Herz vieler Menschen gebracht. Die Leute fragten voller Erstaunen: „Wer sind diese Fremden die an uns gedacht haben?“ Es gab
Leute die mit Tränen „Dankeschön“ gesagt haben und meinten: „Niemals habe ich solch ein Geschenk erhalten“
oder „Es ist das erste Geschenk in meinem Leben“. Die Mitarbeiter vom Bürgermeisteramt haben sich gewundert,
dass diese Aktion so harmonisch und zur Zufriedenheit aller durchgeführt wurde.
In diesen Städten und Dörfern waren unsere „Abladestellen“:
Reisebericht und Video auf
www.hoffnung.org
Das Einsatzteam in Rumänien
Agrisu Mare
Arad
Baia de Arama
Baia de Cris
Baja Mare
Bocsa
Botosani
Buteni
Cauasd
Cisnadie
Cluj
Codlea
Covasanti
Ghimbav
Gurahonti
Lugoj
Medias
Moldova Noua
Otelu Rosu
Petrosani
Resita
Sambateni
Sebis
Sibiu
Suceava
Targu Jui
Timisoara
Turnu Severin
Valcea
Voiteg
U
nser Brotpatenschaftsprojekt umfasst derzeit 25
Familien, in denen 143 Personen leben. Im Jahr 2013 konnten
wir ihnen 9.125 kg Brot schenken,
dem Grundnahrungsmittel Nr. 1 in
Rumänien, das zu jeder Mahlzeit
verzehrt wird. Das ist wirklich eine
beachtliche Menge. Lesen wir die
Geschichten der Empfängerfamilien, so ähneln sie einander auf den
ersten Blick. Erst beim genauen
Betrachten spüren wir individuelle
Einzelschicksale hinter jeder Haustüre und Menschen, die mit deprimierenden Gefühlen, Ohnmacht,
Perspektivlosigkeit, Krankheitsnöten
und Frust zu kämpfen haben. Nicht
inmitten einer geordneten Situation,
sondern in einem Umfeld, das in
Europa kaum noch vorstellbar ist.
Im Rahmen unserer diesjährigen
Weihnachtsaktion
sind wir zwei
außergewöhnlichen Notfällen
begegnet, die
wir gerne in
unser Brotprojekt
aufnehmen
würden, um diesen
Menschen nachhaltiger zu
helfen.
BRO
gibt. In dem einzigen bewohnbaren
Raum war die Glasscheibe der Türe
mit Plastikfolie
ersetzt. Während
Ramona G. berichtet:
Ungezieferplage
Die Fotos stammen von einer Familie
mit 8 Kindern, denen ich von Euren
Kartoffeln gebracht habe. Ihr Haus
ist aus Lehm gebaut und befindet
sich in einem erbärmlichen Zustand.
Der Vater hatte gut für die Familie
gesorgt, bis er vor Jahren einen
schlimmen Arbeitsunfall hatte. Ein
Stapel Holzstämme haben seine
Füße überrollt und die Knochen
zertrümmert. Seine Zeit verbringt
er nun vorwiegend im Krankenhaus, während die Mutter ihre
Kinder kaum ernähren kann und
ihnen nur einmal am Tag zu essen
TPR
OJEK
wir
ihnen
daraufhin die Türe
ausgetauscht haben,
bemerkte ich Käfer, die an der
Decke krabbelten. Beim näheren
Betrachten entdeckte ich hunderte von diesen Krabbeltieren in
der Nähe des Ofens. Die Mutter
berichtete mir, dass die Kinder
von den Käfern gebissen werden, in die Ohren krabbeln und
furchtbare Schmerzen verursachen. Ihre Lage ist verzweifelt. Der Nachmittag, den ich
dort verbracht habe, hat mein Herz
zerrissen.
Hoffnungsschimmer
trotz miserabler
Umstände
Familie Dancu wohnt auf einem
Dorf 45 km außerhalb unserer Stadt
Turnu Severin. Der Vater ist etwa 50
Jahre alt. Bei ihm leben der 12-jährige Elvis, die 9-jährige Mirabela
und eine Oma von 90 Jahren. Die
Mutter ist vor 5 Jahren an Krebs gestorben. Sie wohnen in einem sehr
armseligen Erdhaus. Im Winter haben sie kein natürliches Licht, weil
die Fenster mit Plastikfolie gegen
die Kälte isoliert sind. Der Boden ist
aus Lehm. Alle schlafen auf improsierten Betten. Trotz der widrigen
T
Umstände wurden die beiden Kinder
in der Schule wegen guter Leistung
ausgezeichnet. Wenn man nach
ihren Wünschen fragt lautet ihre
Antwort: „Einen Schulranzen, Hefte,
Bücher und Stifte“. Die einzige Einnahmequelle ist die Rente der Oma,
wobei die Hälfte davon für Medikamente für Elvis ausgegeben wird,
der an Asthma leidet. Der Hunger
ist in dieser Familie allgegenwärtig.
Nahrung und Holz zum Heizen sind
ihre größten Bedürfnisse. Obwohl
sie sich sehr schämen kommt es
sehr oft vor, dass sie „Lipii“ essen
(ein Gemisch aus Mehl und Wasser),
das in Asche zubereitet wird. Die
Oma sagt: „Das hält länger satt.
Wenn sie abkühlen werden sie wegen der Asche sehr hart.“
Unser Gebet ist es, dass Gott die
Zahl der Brotpaten in diesem Jahr
zunehmen lässt.
Machen Sie den
Unterschied im Leben
dieser Menschen, indem
Sie mit einem Kilo Brot
pro Tag helfen!
Streiflichter aus dem Kindergartenprojekt
Experimenten zum Thema Wasser
und Luft, in kreativen „Kunstprojekten“, in fröhlichen Spielen, im Lobpreis der Schöpfung, in vielfältigen
Darstellungsmöglichkeiten und nicht
zuletzt in der Natur selbst. „Noch
nie vorher habe ich einen so intensiven Bezug zu Gott dem Schöpfer
bekommen“, erklärte eine Erzieherin, „jetzt weiß ich, wie ich meinen
Kindern dieses Thema vermitteln
kann!“
KINDER DER ERSTEN
GENERATION
SCHULUNG FÜR ERZIEHERINNEN
„Mit Kindern die Schöpfung Gottes
entdecken“ hieß das Thema der
Erzieherinnenschulung, die das
Hilfswerk Hoffnung in der letzten
Augustwoche 2013 in Rumänien
ausrichtete. Teilgenommen haben
48 Erzieherinnen aus über 20 Kindergärten. Und so war das ergiebige Thema vollgepackt mit neuen
Methoden und Praxisideen, die alle
zum Staunen brachte. „Zeige mir,
wo Gottes Spuren sind“ war die
Herausforderung dieser erlebnisreichen Tage. Wir fanden die Spuren
Gottes in naturwissenschaftlichen
Was ist aus ihnen geworden? Aus
den Kindern, die zur ersten Generation des Kindergartenprojektes gehörten und vor ca. 20 Jahren unsere
Kindergärten besuchten? Zu einigen
haben wir den Kontakt verloren,
andere wiederum sind auf der Suche nach Arbeit ins Ausland gereist
und etliche arbeiten jetzt selber als
Erzieherin in dem Kindergarten, der
das geistliche Fundament in ihrem
Leben gelegt hat, oder als Lehrerin.
Wir sind Gott dankbar über solch
wunderbare Früchte und hören von
noch mehr jungen Mädchen, die im
Moment in der Ausbildung für pädagogische Berufe stehen. Denisa, die
jüngste Erzieherin, gerade mal fertig
mit ihrem Staatsexamen, nahm an
der diesjährigen Schulung teil und
sammelt nun ihre ersten Erfahrungen im Heimatkindergarten Sambateni! Wir freuen uns über eine
solche positive Entwicklung!
DREIRÄDER
Anrufe gehen regelmäßig im Büro
vom Hilfswerk Hoffnung ein. Aber
es gibt nur wenige, die so außergewöhnlich sind wie das Telefonat mit
der Firma Dusyma, einer Kindergartenbedarfsfirma, nur 8 Kilometer
vom Büro entfernt: „Sie können
neue Dreiräder als Spende für die
Kindergärten in Rumänien abholen!“
Welche Fahrzeuge wir dafür haben,
war dann die nächste Frage. „Nun
gut, wir haben einen Vito, einen
passenden Anhänger und einen 7,5
Tonner Lkw im Lager stehen“. „Na,
dann bitte mit dem großen Fahrzeug!“ Wir kamen aus dem Staunen
nicht mehr heraus, als wir nach
mehrmaligen Fahrten insgesamt 20
Paletten mit verschiedenen neuen
Dreirädern abladen durften. Jetzt
freuen sich die rumänischen Kindergartenkinder über ihren wertvollen
„Fuhrpark“!
RARES
Welche Unterschiede gibt es zwischen einem christlichen Kindergarten und einem staatlichen Kindergarten? Nun, es gibt viele. Unter
anderem auch, dass wir beten und
mit der Hilfe und dem Eingreifen
Gottes rechnen. So bekamen wir
aus dem Kindergarten Suceava die
dringende Anfrage nach Gebetsunterstützung. Was war geschehen?
Der 4-jährige Rares wurde aus
unerklärlichen Gründen plötzlich
so krank, dass er in die Uniklinik
nach Cluj (6 Stunden Fahrzeit)
eingeliefert wurde. Sein Zustand
verschlechterte sich derart, dass
er tagelang bewegungsunfähig in
seinem Bett lag. Die Ärzte konnten
keine Ursache für seine Krankheit
feststellen und waren völlig ratlos.
Ein Gebetsaufruf erging an viele
Gemeinden und Einzelpersonen.
Kurz danach waren wir zu einer
Rundreise in die Kindergärten unterwegs und machten auch einen Zwischenstopp in Suceava. Strahlende
Erzieherinnen kamen uns entgegen
und zeigten bedeutungsvoll auf ein
Kind, das mit einem Fahrrad im Hof
unterwegs war. Wir trauten unseren Augen nicht! Es war tatsächlich
Rares, der einige Tage zuvor völlig
gesund aus dem Krankenhaus entlassen wurde! Das war eine praktische Lektion, die von den Kindergartenkindern, den Eltern und den
Erzieherinnen wohl nicht so schnell
vergessen wurde: Gott hört Gebet!
KINDERGARTEN IN SIBIU
EINGERICHTET
„Unser eingruppiger Kindergarten
besteht seit einem Jahr. Wir wollen
diese wertvolle Arbeit ausweiten,
sind aber völlig überfordert und
brauchen eine Trägerorganisation,
die uns unterstützt“, schrieb uns
ein Baptistenpastor aus Sibiu. Eine
Sachsen war.
Wieder einmal war Gottes Zeitplanung perfekt. Kurz vor der Reise
hatten wir gut erhaltene Möbel
von einem deutschen Kindergarten
bekommen, die wie angegossen in
die Räumlichkeiten passten! Und
so konnten wir mit gespendeten
Spielsachen und unserem Knowhow eine wunderbare Basis schaffen. Seit September bevölkern nun
glückliche Kinder die beiden Gruppen und hören täglich von der Liebe
Gottes!
Druckerei aus Timisoara geliefert
werden. Mit großem Interesse stürzten sich die Erzieherinnen auf die
neue „Ideengrube“. Kurz danach erreichte uns ein Mail einer begeisterten Kindergartenleiterin. Sie schrieb:
„Ich bin so dankbar für das Buch.
Es ist für mich eine sehr große Hilfe,
besonders jetzt in der Herbstzeit.“
Psalm 23, umgewandelt in eine
kindgerechte Geschichte vom
Schäfchen Nina, liegt derzeit auf
dem Schreibtisch einer rumänischen
Erzieherin, die ihr besonderes Maltalent für die passenden Illustrationen
einsetzt. Neben weiteren kleinen
Publikationen steht dieses Jahr als
Schwerpunkt die Fertigstellung des
Praxisbuches „Gott ist Schöpfer“ auf
dem Plan. Dafür brauchen wir ihre
Unterstützung im Gebet und in den
Finanzen.
NEUES PRAXISMATERIAL
Aufgabe, die auf unsere Ziele genau
zugeschnitten war. Und so fuhren
wir direkt nach der Erzieherinnenschulung mitten hinein ins Herz
einer bedeutenden Stadt, die über
Jahrhunderte hinweg Zentrum der
deutschstämmigen Siebenbürger
180 Seiten, vollgepackt mit praxistauglichen Ideen und einer ergänzenden CD, so präsentiert sich das
neue Praxisbuch mit dem Titel „Gott
ist Versorger—er sorgt für meine
Nahrung“. Die Fertigstellung des
Buches hat lange Zeit in Anspruch
genommen, konnte aber rechtzeitig
zur Schulung druckfrisch von der
Links und rechts von meinem Lebensweg
– manchmal auch mittendrin –
liegen Steine, große und kleine.
Sie hindern mich zuweilen
am Weitergehen,
lassen mich straucheln,
zwingen mich zum Stehenbleiben,
Wegräumen oder
Darüberklettern.
Doch ab und zu streuen Menschen auf meinen steinigen
Weg Blumen der Freude.
Und dann formt sich ein „Herz“,
das die Liebe Gottes ausstrahlt
und mir Wärme und Hoffnung bringt.
Danke, dass Du durch Deine Unterstützung zu einem
Hoffnungsträger für die Menschen in Rumänien geworden bist.
VERSCHIEDENES
Hurra, es gibt Joghurt
Hilfe für Schwangere
Im Januar erhielten wir für unsere
Kindergärten 16 Tonnen Joghurt
und Pudding gespendet. Die Freude der Kinder drückt sich so aus:
„Hurra!“ klang es im Speiseraum
des Kindergartens in Buteni, als den
Kindern gesagt wurde, dass es zum
Frühstück Joghurt gibt. Andreea 5
Jahre: „Es schmeckt so wunderbar,
man denkt die „Flocken“ wären
Bonbons“. Narcisa 4 Jahre: „Dieses
Joghurt schmeckt mir dermaßen
gut, ich habe noch nie solch einen
guten Joghurt gegessen.“ Darius
aus Timisoara: „Erzieherin, hast du
soviel Geld um uns allen Pudding zu
kaufen?“ Antwort: „Nein, aber ich
habe Freunde in Deutschland die
uns den Pudding schenken.“
Dr. Cristina Valea schreibt: Ich habe
über den Kindergarten in Timisoara
Babynahrung von Ihrer Organisation
bekommen. Wir danken Ihnen für
diese Nahrung, die eine große Hilfe
für uns ist. Unsere Stiftung Pro Vita
Medica hilft Schwangeren in Not und
berät sie, wenn sie vor einer Abtreibung stehen. Wenn sie sich dann
für das Baby entscheiden, helfen
wir mit Ultraschalluntersuchung in
der Schwangerschaft und nach der
Geburt mit Babysachen, Nahrung,
Milchpulver, Windeln usw. Alles auf
christlicher Basis. So ist jede Hilfe
sehr wertvoll, denn nur mit Beratung und guten Worten könnten
wir diesen Müttern und ihren Babys
nicht helfen, da sie vom Staat keinerlei Hilfe bekommen.
Fortsetzung von Seite 1
bereit erklärt haben, einen oder
mehrere Abende mitzuhelfen. Dann
gab es noch freiwillige Helfer aus
verschiedenen Gemeinden oder
Freunde, die mitgebracht wurden.
Insgesamt haben uns über 100 Helfer in diesen Tagen unterstützt. Es
war wirklich staunenswert, wie viele
Stunden, Abende und manchmal
sogar Nächte gearbeitet wurde.
Welches war das beeindruckendste
Erlebnis bei dieser Aktion?
Mal überlegen,… waren es die vielen
freiwilligen Helfer? Die tolle Lagerhalle oder Ameise (elektr. Hubwagen), die wir kostenlos erhalten
haben? Die spaßigen Aktionen und
Nächte, die wir mit den Jugendlichen durchgearbeitet haben? Die
Feststellung, dass wenn jeder ein
wenig für den anderen gibt, wir gemeinsam was Gewaltiges bewegen
können? Wahrscheinlich ist es ein
Mix aus all dem und vor allem auch,
dass wir vor einem Jahr von der Optimierung der Logistik geträumt haben und letztlich alles eingetroffen,
ja sogar übertroffen worden ist. Es
waren viele Dinge, die wir so nicht
einfach planen konnten und uns hier
von Gott überraschen lassen durften. Ich freue mich auf jeden Fall
auf die nächste Aktion und bin jetzt
schon gespannt was sich tun wird.
Impressum:
Hilfswerk Hoffnung für
eine neue Generation e.V.
Büro Rudersberg
Ansprechpartner:
Hans-Werner & Friedhilde Kast
Bahnhofsplatz 31
73635 Rudersberg-Schlechtbach
Nachruf
Johann Kast
*19.8.1926
> 25.1.2014
In großer Dankbarkeit denken wir an unseren treuen Mitarbeiter Johann Kast. Seit
1986 hat er als rüstiger Rentner seine ganze
Freizeit und Kraft der Rumänienarbeit gewidmet, indem er viele hundert Lkws mit Hilfsgütern beladen hat. Zusammen mit seiner
Ehefrau Maria haben sie hingebungsvoll die
Lkw Ladeteams an ihrem Tisch verköstigt.
Sein Vorbild war für uns eine große Ermutigung. Wir trauern um unseren langjährigen
Mitarbeiter, der am 25. Januar nach kurzer
Krankheit zu seinem Herrn abberufen wurde.
(07183) 9319-80
fon
fax
(07183) 9319-99
eMailinfo@hoffnung.org
webwww.hoffnung.org
Bankverbindung:
Kreissparkasse Waiblingen
IBAN: DE48602500100006007667
BIC: SOLADES1WBN
Bankverbindung für Österreich:
Raiffeisenbank Vorderbregenzerwald
IBAN:
AT10 3743 5000 0242 1881
BIC:
RVVGAT2B435
Wir sind wegen Förderung der Bildung und Erziehung und der Förderung mildtätiger Zwecke nach
dem letzten uns zugegangenen Freistellungsbescheid des Finanzamtes Schorndorf STNr:
82005/19922 SG: VI / 61 vom 12.2.2013 anerkannt.
Hinweis:
Dem Hilfswerk sind durch die Herausgabe
dieses Infoblattes keine Kosten entstanden.
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