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Coverstory: Arbeitswelt Was geschieht nach dem Zerfall der alten

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Coverstory:
Arbeitswelt
Was geschieht nach
dem Zerfall der
alten Strukturen?
Weinbars Wo
London sehr geschmackvoll ist
Deutsches Museum
Das große Haus des
Staunens
Neues aus der Welt von Miles & More finden Sie ab Seite 59
08/10 lufthansa.com
www.giorgioarmanibeauty.com
The new Essence of Joy
Editorial
5
Liebe Leserinnen
und Leser,
chosen by Nicky Hayden – MotoGP Racer
Touch the screen to get the ultimate
sailing watch experience with 9 functions
including regatta, speed and tide.
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Titel: Astrid Thienhaus
Foto: Andreas Pohlmann
IN TOUCH WITH YOUR TIME
der Kranich, das Markensymbol
von Lufthansa, kann mehr als
2000 Kilometer weit fliegen, ohne
Nahrung aufzunehmen. Das
möchten wir unseren Fluggästen
natürlich nicht zumuten. Schließlich ist der Mensch, so der deutsche Humorist Loriot, ja das einzige Wesen, das im Fliegen eine
warme Mahlzeit zu sich nehmen
kann. Deshalb kümmern sich
mehr als 28 000 Mitarbeiter in den
Küchen und Servicebetrieben der LSG Sky Chefs, unserer Catering-Tochter, um Ihr leibliches Wohl, verehrte Kunden
– rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr. Das weltweite kulinarische Netz unserer Chefs umfasst mit mehr als
600 Gerichten und 100 ethnischen Varianten ein vielfältiges Repertoire der Kochkunst. Ob vegetarisch oder koscher,
Vollkost oder Schonkost – die Palette ist groß, und unsere Gäste haben die Möglichkeit, bis zu 24 Stunden vor Abflug
Spezialmenüs zu bestellen. Für ganz besondere Sterne am Himmel sorgen dann noch namhafte Spitzenköche für unsere Kunden in der First und Business Class auf der Langstrecke.
Voraussetzung für den reibungslosen Ablauf bei Ihrer Verköstigung ist unter anderem eine perfekte Logistik. Alleine für den Flug unseres neuen Flaggschiffs, der A380, werden von den LSG Sky Chefs 40 000 Gegenstände, von der
Serviette bis zu den Rosen in der First Class, an Bord geliefert. Neben 5500 Geschirr- und Besteckteilen gehören dazu auch mehr als 1000 Liter Getränke – vom Mineralwasser bis zum Champagner. Jeder Flug und jede Destination
haben dabei Besonderheiten, die bis kurz vor dem Start Feinjustierung nötig machen.
Die Lebensmittel an allen weltweit 193 LSG-Standorten stammen ausschließlich von zertifizierten Lieferanten und
werden regelmäßig durch ein unabhängiges Hygieneinstitut geprüft. Qualität und Sicherheit haben bei Lufthansa immer höchste Priorität – auch in unseren Küchen. In diesem Sinne – genießen Sie Ihren Flug mit den Mahlzeiten des
Weltmarktführers im Airline Catering, den LSG Sky Chefs. Ihnen einen sonnigen August und bleiben Sie uns gewogen!
Wolfgang Mayrhuber,
Vorsitzender des Vorstands Deutsche Lufthansa AG
Lufthansa Exclusive 08/10
Contents 08/10
34 Weinbars
Weitere Informationen über: Max Mara GmbH München Tel. 089/3504960 - Marco Bruhin & Co. Schlieren Tel. 044/732 20 20
6
Im Lufthansa Magazin
lesen Sie in der AugustAusgabe an Bord:
Moskau: Zwölf Moskauer
stellen ihre Stadt vor
• Planespotter: Völlig verrückt nach Flugzeugen
• Willy Bogner: Der Mann,
der die Winterspiele nach
München holen will
46 Wolfgang M. Heckl
28 Gerd Bosbach
59
Neues von Miles & More
Doppelte Meilen auf der neuen
Lufthansa Verbindung nach
Bursa • 10 X 10 000 Meilen bei
der Payback Jubiläumsverlosung
Lufthansa Exclusive 08/10
14 Essentials Summertime – aber
ganz ohne Blues • Wenn der RetroLook so richtig swingt
18 Technik Auf der IFA punktet aktuelle
Elektronik mit sparsamem Energieverbrauch und Verzicht auf umweltschädliche Zutaten
26 Musik Durchblick für die Ohren: Ein
Stammbaum der Musikstile von Soul
bis Glitch schafft Klarheit
34 Weinbars Wein aus dem Automaten? Schauder! Doch vorschnelle
Urteile täuschen – ein Bummel mit
dem deutschen Spitzensommelier
Hendrik Thoma durch London
46 Deutsches Museum Direktor Wolfgang M. Heckl führt durch sein
großes Haus des Staunens
54 Literatur Mischen impossible – ist
der Einhebelmischer eine Fehlkonstruktion? Buchautor Konrad Lischka
verzweifelt vergnüglich an Alltagsmaleschen
Inspirations
20 Arbeitswelt Alte Gewissheiten über
Job und Karriere bröckeln rapide,
doch Buchautor Markus Albers sieht
den Umbruch als Chance
28 Lounge-Gespräch Deutschland im
Jahr 2050: Teilentvölkert, überaltert,
verarmt. Alles Unsinn, meint Gerd
Bosbach, Experte für Statistikmissbrauch, und redet über die „Sündenbock-Demografie“
42 Business Neuerscheinungen der
Wirtschaftsliteratur. Exklusiv für unsere Leser: Jeden Monat ein Abstract zum kostenlosen Download
56 Hab & Gut Die Kolumne mit Kapitalschutzfaktor. Diesmal: Chartanalyse
– Börsen-Esoterik ohne Nutzwert
maxmara.com
5 Editorial Wolfgang Mayrhuber, Vorsitzender des Vorstandes Deutsche
Lufthansa AG, über das weltweite
kulinarische Netz von LSG Sky Chefs
8 Lounge Eine Lufthansa Business
Lounge in Frankfurt lockt mit neuem
Komfort – und kreativen Herausforderungen für Kids
10 Lufthansa Neue Verbindung:
München-Bursa im Nonstop-Flug
• Wein: Gérard Depardieu als
Mundschenk an Bord von Lufthansa
Lifestyle
Fotos: E. Kapitza; C. Janke; M. Dannenmann
Aviation
8
Aviation Lounge
9
Foto: Jens Görlich
Lounge mit Klein-Kunst Spiel, Spaß, Platz – in der neuen
Lufthansa Business Lounge in Frankfurt kommen auch
Kinder auf ihre Kosten
Lufthansa Exclusive 08/10
Wohlfühlambiente auf 1370 Quadratmetern: Die Lufthansa Business Lounge bei Gate B 46 am Airport Frankfurt ist modernisiert und wiedereröffnet worden. Frequent Traveller und Business Class Reisende können in
einem Ruheraum entspannen oder sich in Duschbädern frisch machen. Wie in allen Lufthansa Lounges stehen
ein Komfortbereich mit Ledersesseln und Fernsehern bereit, für Geschäftsreisende viele Arbeitsplätze, und in
einem Bistro werden Snacks und Getränke angeboten. Auch an Familien wurde gedacht. Damit Eltern mit
ihren Kindern noch entspannter reisen, ist die Lounge erstmals mit einem Jet-Friends-Bereich ausgestattet:
Die ganz kleinen Fluggäste können sich in einer Spiel- und Krabbelecke austoben, die älteren an Maltischen
mit Stiften von Faber-Castell kreativ werden. Nintendo-Konsolen und ein Internet-PC für Kids sorgen für viel
Unterhaltung; spannende Filme in einem Kinderkino lassen die Zeit wie im Flug vergehen. Der Jet-FriendsBereich wird mit einem Kindermalwettbewerb eingeweiht. Noch bis zum 17. August können kleine LoungeGäste ihr schönstes Reiseerlebnis zu Papier bringen und Preise gewinnen. Die besten Bilder werden in der
Lounge ausgestellt. Der Malbogen kann in der Lounge abgeholt oder im Internet heruntergeladen werden.
Mehr Informationen und Download unter: lufthansa.com/malwettbewerb
10
www.germany.travel
Aviation Wine & Food
Weinprobe in der
Lufthansa Lounge
Reiseland Deutschland. Gebucht. Gespart.
Das ist eine Teaseranzeige.
Wirklich Märchenhaftes finden Sie in Deutschland
2009 Grüner Veltliner, Weinkellerei
Hugl-Wimmer
Markus Del Monego, Master of Wine und
Weltmeister- Sommelier, stellt Ihnen jeden
Monat einen neuen Wein vor, der seinen Weg
in eine Lufthansa Lounge gefunden hat
Wein an Bord
Sommerfrische von der Loire
Gérard Depardieus Leidenschaft gilt nicht
nur der Schauspielerei. Schon lange vor
seiner Zeit als sympathischer Obelix-Darsteller hat er sich für die Weine seiner französischen Heimat begeistert. Und als er
eines Tages ein Schloss entdeckte, das eine wechselvolle Geschichte hinter sich,
Religionskriege und Revolutionen überstanden hatte, aber das mit eigenem
Weingut und Kellerei einen besonderen
Schatz barg, wurde er kurzerhand Winzer.
Château de Tigné sieht zwar aus wie im
Märchen, doch der erste Eindruck täuscht.
Harte Arbeit war und ist notwendig, um
den Böden des Loire-Tals die besten Trauben abzuringen, damit Jahr für Jahr ein
„wahrer Wein“ gekeltert werden kann.
Während aus weißen Trauben des Chenin
Blanc feine Weißweine gekeltert werden,
ergibt eine erlesene Cuvée aus roten Trauben von Gamay, Grolleau, Cabernet Sauvignon und Cabernet Franc saftige Rosés
und kraftvolle Rotweine. Eine besondere
Spezialität wird nun von diesem Gut im
Sommer an Bord der Lufthansa Business
Class auf den Europastrecken angeboten.
Der Cabernet d’Anjou 2009, gekeltert aus
den beiden Cabernet-Reben, zeichnet
sich durch seine intensive Himbeerfrucht
und feine Zitrusnoten sowie durch einen
saftigen, anregenden Charakter am Gaumen aus.
Zweimal erstklassig
Er hat schon Bill Clinton zum Schwärmen gebracht und leitet eine Küchenbrigade von rund 20 Köchen im Luxushotel
The Portman Ritz-Carlton in Schanghai:
Cheng Chu Keung (links) ist dort Küchenchef im chinesischen Restaurant
Summer Pavilion. „Meine Gerichte sind
perfekt für alle, die den authentischen
Geschmack Chinas suchen“, sagt er.
Wer von China mit Lufthansa in der First
oder Business Class nach Deutschland fliegt, kann seine Reise mit den chinesischen Gerichten des Spitzenkochs noch an Bord kulinarisch ausklingen
lassen. Für die westlichen Menüs auf den Chinastrecken nach Deutschland ist
sein französischer Kollege Stephane Puverel (rechts oben) verantwortlich,
ebenfalls ein mehrfach ausgezeichneter Koch des Hotels.
Lufthansa Exclusive 08/10
Österreichs Weine haben nicht nur Weltruhm
erlangt, sie sind auch Vielfalt pur: Große Rotweine aus dem Burgenland, mineralischer
Riesling von steilen Wachauer Terrassenlagen oder saftiger steirischer Sauvignon
Blanc. Doch während die Welt auf die berühmten Lagen blickt, hat sich heimlich, still
und leise in Österreichs größtem Weinanbaugebiet, dem Weinviertel, Revolutionäres ge-
tan. Die Winzer dieser zwischen Wien und
der tschechischen Grenze gelegenen Region
setzen auf Klasse und eine besondere Rebe,
den Grünen Veltliner. Er ist Inbegriff österreichischer Weinkultur und wurde stilistisch konsequent weiterentwickelt. Martin Hugl ist einer
der Winzer, der das Potenzial seiner Weinberge neu interpretiert hat. In ausgewählten,
sonnendurchfluteten Lagen mit tiefgründigen
Löß- und Lehmböden bearbeitet er die Böden naturschonend, sodass die Trauben hervorragende Reifebedingungen vorfinden, um
zu einem feinen und lebendigen Grünen Veltliner zu werden. Das Ergebnis überzeugt mit
frischer Frucht, Anklängen saftiger Äpfel, reifer Birnen, feiner Zitrusfrucht und der typisch
pfeffrigen Würze. Dieser saftige Tropfen erwartet Lufthansa Fluggäste nun in der Business Class Lounge.
Bezug: Weinkellerei Hugl-Wimmer,
Auf der Schanz 28, Poysdorf, Österreich.
Tel. + 43 - 699 11 76 62 70, huglweine@aon.at,
www.huglweine.at, Preis: 4,20 Euro
© Corbis
A votre santé! Der Schauspieler und
Winzer Gérard Depardieu (Mitte)
probiert seinen eigenen Hauswein
Fühlen Sie sich wie ein König, und das zu keineswegs fürstlichen Preisen. Egal ob Sie durch unsere zauberhaften
Schlösser und Gärten flanieren, unsere fantastischen Landschaften erkunden oder unsere magischen Metropolen
erleben, eines ist sicher: Kaum ein anderes Land bietet so viele Möglichkeiten zu so märchenhaften Preisen.
Lassen Sie sich wachküssen: Mehr traumhafte Angebote finden Sie unter
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einer von 262 Interhyp-Beratern.
12
Aviation Lufthansa
Herausgeber
Deutsche Lufthansa AG, Von-Gablenz-Str. 2–6,
D-50679 Köln; Objekt verant wortung: Dirk Schwarze;
Koordination: Jens Polkowski;
Lufthansa Exclusive erscheint monatlich bei der G+J
Corporate Editors GmbH, Stubbenhuk 10, 20459 Hamburg.
Geschäfts führung: Soheil Dastyari, Peter Haenchen, Julia
Jäkel; Objektleitung: Dörte Hoppe, Tel. 040/37 03-5013,
Fax: 040/37 03-5010,
www.corporate-editors.com
Menschen bei Lufthansa Nicolas
Fuchsius unterstützt für das Technische
Hilfswerk die Wasseraufbereitung in
Katastrophengebieten
2300 …
… Tonnen Zeitungen und Zeitschriften hat
Lufthansa Cargo im vergangenen Jahr in
alle Teile der Welt geflogen. Das entspricht
in etwa 23 Jumbojets voll mit Printmedien.
„Leuchtende Kinderaugen sind der
schönste Lohn, den man bekommen kann“, sagt Nicolas Fuchsius,
35, Projektleiter im Information Management bei Lufthansa Technik in
Hamburg. Der Logistikexperte weiß,
wovon er spricht, denn er hilft dort,
wo Hilfe dringend gebraucht wird.
Seit seinem Ersatzdienst 1998 arbeitet Fuchsius ehrenamtlich für das
Technische Hilfswerk (THW), wo er
seit vier Jahren Mitglied der Schnelleinsatzeinheit Wasser Ausland
(SEEWA) ist. Zuletzt hat er nach
dem verheerenden Erdbeben in
Haiti dazu beigetragen, die Menschen vor Ort mit Trinkwasser zu
versorgen. Als Logistiker organisierte Fuchsius Material und Lebensmittel für die THW-Teams in Portau-Prince und Leogane, besorgte
Chemikalien aus Deutschland und
der Dominikanischen Republik. Er
beherrscht aber auch die Handgriffe an der Trinkwasseranlage.
„Wir sind ein siebenköpfiges Team,
die Hitze und Anstrengungen führen
schon mal zu Krankheitsfällen. Da
muss jeder für den anderen einspringen können“, sagt Fuchsius.
Die SEEWA hat 150 Mitglieder, die
in kleinen Einheiten vom Bundesin-
Kurz & gut
nenministerium weltweit in den Einsatz geschickt werden können. Ihre
Hauptaufgabe: in Krisengebieten
schnell für sauberes Wasser zu sorgen, indem Brunnen rehabilitiert
und Wasserleitungen instand gesetzt werden oder Trinkwasser aufbereitet wird. „Wenn ich Bereitschaftsdienst habe, ist mein Koffer
immer gepackt“, sagt Fuchsius. Bei
einem Alarm kann es sein, dass er
schon nach sechs Stunden im Flugzeug sitzt. Er ist vorsorglich für alle
Länder geimpft, seine Ärztin rund
um die Uhr für ihn erreichbar, um
schnell die passende Malariaprophylaxe oder andere Medikamente
zu verschreiben. „Die hundertprozentige Unterstützung im sozialen
Umfeld, in der Familie und beim Arbeitgeber ist natürlich absolut notwendig“, sagt Fuchsius. Bei Lufthansa Technik hat er vollen
Rückhalt für seine internationalen
Hilfseinsätze. Für seine Arbeit in
Haiti wurde er von allen dienstlichen
Aufgaben für einen Monat freigestellt. „Meine Familie und die Kollegen tragen das mit, dafür bin ich
sehr dankbar. So gesehen sind wir
alle Glieder in einer wichtigen Hilfskette“, sagt er.
Vielfliegerei: Der internationale Luftverkehr soll einer Studie zufolge langfristig stark zunehmen.
Laut der Untersuchung
des Forschungszentrums
für Transport bei der Industrieländervereinigung
OECD wird sich der Passagierluftverkehr bis 2050
gemessen an der Zahl
der Fluggäste verdreifachen. Der Luftverkehr ist
demnach der am
schnellsten wachsende
Bereich des Transportsektors. Die Ergebnisse
wurden auf dem International Transport Forum
(ITF) in Leipzig vorgestellt.
A380-Sonderheft: Mit
dem Start des neuen
Lufthansa Flaggschiffs
A380 ist ein 166 Seiten
starkes, zweisprachiges
Lufthansa Magazin
Special über das weltgrößte Passagierflugzeug
erschienen. Mit bisher
unveröffentlichten Fotos,
exklusiven Illustrationen,
Essays, Repor tagen und
Interviews. Auf Deutsch
und Englisch. Bestellungen unter: lufthansa.com/
A380 (7 Euro Deutschland und EU, 12 Euro Rest
der Welt)
Schwarzes Meer
Griechenland
Istanbul
Türkei
Ägäis
Lufthansa Exclusive 08/10
Business-Ziel Bursa
Neue Verbindung in die Türkei: Lufthansa fliegt nun nonstop von
München nach Bursa (links). Mit mehr als 1,5 Millionen Einwohnern ist sie eine der größten Städte der Türkei und ein schnell
wachsendes Wirtschaftszentrum des Landes. In der Region im
Westen sind viele internationale Konzerne angesiedelt, darunter
zahlreiche Unternehmen aus der Automobilbranche, der Maschinenherstellung sowie der Textilverarbeitung. Bursa ist aber
nicht nur für Geschäftsreisende, sondern auch touristisch interessant: Im Uludaá-Gebirge liegen Thermalquellen mit einem
großen Spa-Angebot und das größte Wintersportzentrum der
Türkei. Informationen und Buchungen unter: lufthansa.com
Foto: M. Taner/gettyimages
Bursa
Dickes Ding: Neu auf
dem Markt ist auch ein
Bildband über die A380.
Sachkundig, mit aktuellen
Fotos und in anschaulicher Sprache bringen die
Autoren Achim Figgen,
Dietmar Plath und Karl
Morgenstern die Faszination des Megaliners näher.
Ein eigenes Kapitel behandelt die Einführung des
Fliegers bei Lufthansa.
(A380 – Der Mega-Airbus
im Linieneinsatz, GeraMond, München 2010, 128
Seiten, 34,90 Euro.)
Redaktion
Lufthansa Exclusive,
Stubbenhuk 10, D-20459 Hamburg,
Tel.: 040/37 03-50 11,
Fax: 040/37 03-50 99
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Chefredakteur: Uly Foerster (verantwortlich); Chef vom
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Nadine Uhe; Beratung Aviation: Cord Becker; Bildredaktion: Michael Nielsen (Ltg.), Zita Rothmund-Zinn;
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(Madrid): Gema Arcas, Tel. 91/586 36 31; Schweden,
Finnland (Stockholm): Sten Johannisson-Thörne,
Tel. 8/714 06 00; Nor wegen, Dänemark (Naerum): Mark
Hjortkilde, Tel. 45/46 91 00; Schweiz (Zürich): Hans H. Otto,
Tel. 44/269 70 70; Türkei (Istanbul): Dr. Reha Bilge,
Tel. 0090- 212/275 51 52; USA Ostküste: Dustin K.
Guzowski, Tel. 212/268 33 44; USA Westküste: Ralph
Lockwood, Tel. 408/879 66 66; Indien (Mumbai): Marzban
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14
Lifestyle Essentials
Klassisch baden gehen
Schirmchen, Hibiskusblüten oder Schildkröten:
Was Badehosen betrifft, bietet Vilebrequin eine
Auswahl verschiedenster Motive in mehr als 50
Farben. Der Schnitt ist ein Klassiker. 1971 entwarf Fred Pryskel in Saint-Tropez aus einer karierten Tischdecke eines Cafés die erste BadeBoxershorts. Daraus entwickelte sich bald die
Moorea-Shorts aus Segeltuch, in der bis heute
nicht nur die High Society, sondern auch Brad
Pitt badet. www.vilebrequin.com
So macht der Sommer Laune Mit bunt
gestalteten Badehosen, farbenfrohen
Sitzgelegenheiten und famosen Ferienfotos
Tiefer gelegt
Die Stühle aus dem Jardin de Luxembourg in Paris haben Modell gestanden, als Designer Frédéric Sofia die Kollektion Luxembourg für Fermob
entwarf. Kunterbunte Sitzgelegenheiten für Garten, Pool und Balkon, tiefer Sessel ca. 335 Euro,
zu beziehen über www.ambientedirect.com
Lufthansa Exclusive 08/10
Beste Bilder
Ganz besonders das Licht hatte es ihm
angetan. Ein Vierteljahrhundert verbrachte „Picasso an der Riviera“. Der
gleichnamige Bildband von Helge Sobik verbreitet auf 272 Seiten und mit
156 Bildern beste Ferienstimmung;
95 Euro. www.feymedia.net
Schattenseiten
Wenn die Sonne brennt, hilft nur eins – in den
Schatten flüchten. Besonders stilvoll geht das mit
der Outdoor Collection Illu von Bleu Nature und
dem Daybed aus unbehandeltem Eichenholz.
Preis: ab 970 Euro. www.bleunature.com
Chocolate -Fantasy
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SAN FRANCISCO: Shreve • NEW YORK: Cellini • LONDON: Boodles • VIENNA: Heldwein • LUXEMBURG: Goeres
TOKYO: Mikimoto • TORONTO: Bandiera • HONG KONG: King Fook • MOSCOW: Privilege • MUNICH-Airport: Hilscher
ZURICH: Beyer • For additional jeweller partners, please contact Wellendorff, tel. (+49) 7231-28.40.10, www.wellendorff.com
16
Lifestyle Essentials
Kleine Pause Einfach mal
abschalten, durchatmen und das
Radio ein wenig lauter drehen
Hier spielt die Musik!
In Zeiten von MP3-Player und iPhone wirkt das tragbare Radio Revival von
der britischen Firma Roberts wie ein Besucher aus längst vergangener Zeit.
Tatsächlich blickt dieses Modell auf 60 Jahre Geschichte zurück, wird allerdings ständig technisch überarbeitet und in immer neue Kunst- und Echtlederhüllen gewandet. Altmodischer kann man heute kaum Stimmung
machen! Ab ca. 160 Euro, www.robertsradio.co.uk
Lesetipp:
Neue Bücher unserer Autoren
Näschen für
gute Stimmung
Hübsch
verpackt
Alle sind draußen, nur
Sie sitzen im Büro?
Da kann die Motivation
schnell mal schwinden. Das aromatische
Raumparfüm von
Organic Avenue soll
sie zurückbringen, die
Motivation. Weitere
Duftrichtungen: Gelassenheit, Weltreise und
Wüstenwind. www.
the-very-essence.de
Wer sein iPad liebt und
vor Kratzern schützen
möchte, sollte sich
nach einer adäquaten
Verpackung umsehen.
Guccis Kreativdirektorin Frida Giannini hat
erste funktionelle Modelle entworfen. Diese
sind allerdings nur in
den Shops in Rom,
Mailand, Paris, London und New York
erhältlich oder unter
www.gucci.com
Lufthansa Exclusive 08/10
Ein kleiner Bissen Glück
Sie kommen per Post, in einem
schmucken Kästchen: die saftigen
Kuchenpralinen von Chalwa Heigl.
Auch wenn jeder Mini-Gugelhupf nicht
mehr als zwei Bissen hergibt: Der
Geschmack ist einfach wunderbar und
macht süchtig. www.dergugl.de
Zwei neue Bücher aus der Redaktion der
Lufthansa Magazin Familie sind auf dem Markt.
Autor Emanuel Eckardt hat eine Liebeserklärung
an Hamburg geschrieben. Darin widmet der
A380-Experte ein ausführliches Kapitel dem
Luftfahrtstandort Hamburg, nach Seattle und
Toulouse der drittgrößte der Welt (Emanuel Eckardt: Hamburg. Eine Liebeserklärung, Verlag
Ellert & Richter, Hamburg 2010, 160 Seiten,
14,95 Euro). Chefredakteur Uly Foerster befasst
sich in einer überwiegend heiteren Betrachtung
mit alten Vätern, ihren jungen Ehefrauen und anderen Phänomenen des demografischen Wandels
(Uly Foerster: Alte Väter. Vom Glück der späten
Vaterschaft, Fackelträger-Verlag, Köln 2010, 192
Seiten, 17,95 Euro).
The new loving relationship between transparent
architecture and efficient use of energy.
Evolutionary Design:
Discover the new aesthetics of this classic architecture in detail.
Revolutionary Efficiency:
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18
Lifestyle Technik
19
Kleine Weltverbesserer Aktuelle Fernseher,
Radios, Monitore, Handys und PCs sind grün.
Man sieht ihnen aber nicht immer gleich an,
was sie so alles in und auf dem Kasten haben
Sonnenanbeter
Hört, hört!
Das Philips NP 2900 spielt Internet-Radiostationen und Musik aus
dem heimischen Computernetz. Das 300 Euro teure Gerät verbraucht laut Prüfer 50 Prozent weniger Strom und hat ein um 27 Prozent geringeres Verpackungsvolumen als vergleichbare Wettbewerbsprodukte. Lautsprecher sind eingebaut, es spielt aber auch an
Kopfhörer oder Hi-Fi-Anlage. Ins Netz kommt es per Ethernetkabel
oder drahtlos per WLAN.
Fürs LG-Mobiltelefon GD 510
Pop (160 Euro) bietet der koreanische Hersteller ein NachrüstSolarpanel an. Der 35 Euro
teure Aufsatz lädt den HandyAkku abseits der Steckdose.
Der integrierte Öko-Rechner
zeigt dem Nutzer an, wie lange
das Telefon fürs nächste Gespräch einen Platz an der
Sonne braucht. Bei genügend
Licht reichen laut Hersteller elf
Minuten, um drei Minuten lang
zu telefonieren.
Gar nicht hölzern
Der taiwanesische Computerspezialist
Asus setzt in seiner U53-Notebookserie
auf Bambusoberflächen. Der robuste und
schnell nachwachsende Rohstoff schützt
das Gehäuse und fungiert als hautfreundliche Handauflage. Zudem soll er die
umweltfreundliche Technik im Inneren
unterstreichen: Dank LEDs braucht der
40-Zentimeter-Bildschirm wenig Strom,
der Intel-Core-i5-520-M-Prozessor kennt
diverse Stromsparmodi. Einen genauen
Erscheinungstermin und Preis konnte
der Hersteller zum Redaktionsschluss
noch nicht nennen.
Zweites Leben
Die Gehäuse von Sonys aktueller VaioM-Netbook-Serie bestehen aus wiederverwertetem Polycarbonat, aus
geschredderten CDs und DVDs. Der
26-Zentimeter-Bildschirm wird von
Leuchtdioden erhellt. Die kompakten
Mobil-PCs (exakte Typenbezeichnung
VPCM 12 M 1 E) gibt’s mit Intel-AtomProzessor N 470, einem Gigabyte (GB)
Arbeitsspeicher und 250-GB-Festplatte
in Weiß, Blau und Pink für 400 Euro.
Echte Leuchte
Die neuen Flachfernseher des Kronacher
Herstellers Loewe nutzen Flüssigkristallbildschirme (LCD), die von Leuchtdioden
erhellt werden. Beim 1,02-Meter-Modell
Loewe Individual 40 Compose (ab 4000
Euro) spart das gegenüber dem Vorgänger 45 Prozent Strom. Mit 1,17 Meter
Diagonale gibt es den Individual 46 Compose ab 4900 Euro. Das Boxenpaket
kostet 2500 Euro.
Lufthansa Exclusive 08/10
Bleifrei, super
Panasonic verzichtet in der TV-Fertigung auf Blei.
Die in den Geräten verwendeten Materialien sind
markiert, um das Recycling zu erleichtern. Die
aktuelle Plasma-TV-Serie GW 20 braucht zudem
deutlich weniger Strom als die Vorgänger. Als Panasonic TX-P 50 GW 20 E mit 1,27 Meter Bilddiagonale
kostet das Gerät 1600 Euro, als 42-Zoll-Modell (1,06
Meter) 1100 Euro.
Text Karl-Gerhard Haas
D
a waren die Franken ihrer Zeit
mal weit voraus: 1996 präsentierte der Kronacher TV-Spezialist Loewe mit dem „Ceramic
Steel 1“ einen Fernseher, der aus eben
diesen Materialien bestand. Bis auf die damals übliche Bildröhre ließ sich die Flimmerkiste am Ende ihrer Lebensdauer einschmelzen und wiederverwerten. Dumm
nur: Das Gerät mit 70-Zentimeter-Röhre
kostete mit 3800 Mark ein gutes Drittel
mehr als die auch schon nicht billigen
Standardfernseher der Marke. Der CS1
wurde zum Flop – und zur Mahnung dafür,
wie man es nicht machen sollte.
14 Jahre später ist die aktuelle Individual-Compose-Reihe der Franken ebenfalls grün, allerdings unter der Haube.
Leuchtdioden (LED) statt Neonröhren erhellen den Flüssigkristallbildschirm (LCD)
und sparen im 40-Zoll-Modell (1,02 Meter)
laut Hersteller 45 Prozent Strom gegenüber
dem Vorgängermodell. Mit 4000 Euro ist
zwar auch dieser Fernseher nicht gerade
ein Schnäppchen, aber 1000 Euro günstiger als sein energiefressender Vorgänger.
Günstiger macht es da schon Philips
mit seiner „Green-TV“-Reihe. Zur Funkausstellung Anfang September soll das
erste Modell im Laden stehen. Auch hier
kommt ein Großteil der Energiesparens
durch den Einsatz von LEDs. Die effizienten Lichtquellen elektrisieren eine ganze
Branche: Computermonitore, Note- wie
Netbooks, Flachfernseher – überall sind
sie auf dem Vormarsch. Sie sind nicht nur
was die Energie betrifft genügsamer, sondern machen die Geräte auch leichter:
Das 46-Zoll-Modell (1,17 Meter) aus der
Loewe-Individual-Compose-Reihe wiegt
8,4 Kilo und damit 25 Prozent weniger als
der Vorgänger – das schont die Umwelt
beim Transport.
Andere Hersteller denken und handeln
ähnlich: Die Zeit einzelner Öko-Flaggschiffe ist vorbei. Stattdessen trimmen die
Firmen Produktion und Produkte in vielen
kleinen Schritten auf Umweltfreundlichkeit.
Das ist weniger spektakulär, bringt aber
mehr. Panasonic etwa nennt’s schlicht
„Clean Factory“ – in Fabrik und Geräten
sollen umweltfördernde Materialien möglichst gar nicht erst benutzt werden. So
verzichtet der Hersteller – wie auch die
Mitbewerber – auf Blei in den Produkten.
Werden in einer Fabrik Teile zugeliefert,
wird deren Verpackung erneut genutzt,
oder, falls dies nicht möglich ist, recycelt.
Die Materialien in den Geräten sind markiert, um sie dereinst optimal wiederverwerten zu können.
Pfiffige Einzelideen komplettieren die
Sparbemühungen. Sony stellt die Gehäuse der Vaio-M-Netbooks aus geschredderten CDs und DVDs her. In vielen Fernsehern der Japaner des Jahrgangs 2010
erkennt ein Sensor, ob sich noch jemand
auf der Couch vor dem Fernseher lümmelt; falls nicht, schaltet er das Gerät ab.
Zudem verpflanzt Sony die gern mal telefonbuchdicke Bedienungsanleitung direkt
in den Fernseher; so lässt sie sich bequem
am Bildschirm lesen. Auch das spart
Papier und Gewicht.
Viele Hersteller prüfen Fertigung und Produkte nicht nur selbst auf Umweltverträglichkeit – einige lassen sich zusätzlich von
Externen auf die Finger schauen. Manchmal mit bizarren Folgen: Die Öko-Prüfer,
die Philips kontrollieren, arbeiten so gründlich, dass manche der Produkte bereits
wieder vom Markt sind, bevor die endgültige Umweltbilanz feststeht.
Die Situation bei Philips ist symptomatisch für die Branche, oft bleibt der Eindruck, die Hersteller täten Gutes und
sprächen nicht darüber. Denn der Konsument muss suchen: Angaben zum Stromverbrauch stehen im Datenblatt. Aber wie
ressourcenschonend die Herstellung ist,
wie gut sich Geräte wiederverwerten lassen, diese Informationen findet der Kunde
verstreut irgendwo auf den Internetseiten
der Hersteller. Ein einheitliches und kontrolliertes Prüfsiegel für die Umweltverträglichkeit fehlt. Nicht einmal für die Energieeffizienz von TVs oder PCs gibt es ein
Kennzeichen: Hausgeräte haben die entsprechenden Aufkleber schon lange.
Da muss sich der Kunde mal wieder
wie so oft selbst helfen: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace bewertet auf
ihrer englischsprachigen Internetseite das
nachhaltige Wirtschaften der Hersteller in
ihrem Guide to Greener Electronics. Derzeit Erster unter den Unterhaltungselektronikherstellern: Philips, gefolgt von Apple,
Panasonic und Sony.
Worauf Sie beim Kauf
achten sollten
Behalten Sie den
Verbrauch im Auge:
Stand-by-Verbrauch
von mehr als einem
Watt ist nicht akzeptabel. Der Stromverbrauch im Betrieb findet sich in den
technischen Daten
(durchschnittliche
Aufnahme) oder in
Testberichten. Typenschilder helfen nichts:
Hier muss stehen, wie
viel Strom ein Gerät
bei maximaler Leistung benötigt.
Kaufen Sie bevorzugt Geräte mit
echtem Netzschalter: Also einen, der
das Gerät vollständig
vom Stromnetz trennt.
Vermeiden Sie
Geräte mit einem
Akku, den nur der
Hersteller wechseln
kann. Optimal ist,
wenn die Akkus das
Format von Standardbatterien haben.
Noch mehr technische Neuheiten werden auf
der Internationalen Funkausstellung in Berlin
vorgestellt, die vom 3. bis 8. September 2010 auf
dem Messegelände unterm Funkturm stattfindet.
www.ifa-berlin.de
20
Inspirations Arbeitswelt
21
Die Arbeitswelt ist im Umbruch, alte Gewissheiten
über Job und Karriere bröckeln im Zeitraffer – doch
Autor Markus Albers („Meconomy“) ist überzeugt,
dass die Entwicklung zumindest für die Gruppe der
Wissensarbeiter mehr Chancen als Risiken birgt.
Ein Plädoyer für einen Aufbruch ins Ungewisse
Mut, Ideen und Initiative zählten immer schon zu den
Kardinaltugenden eines Unternehmers, doch heute
liegen die Hürden für viele Selbstständige tiefer als früher
– Technologien wie Cloud Computing und Arbeitsplätze in
Coworking Spaces senken die Anfangsinvestitionen
E
Foto: Image Source/gettyimage
s gibt heute keinen Grund mehr,
Dinge zu tun, die man hasst“,
sagt der junge amerikanische
Unternehmer Gary Vaynerchuk,
der die Leitung eines Weingroßhandels mit
Millionenumsätzen aufgab, um seinen
Traum zu verwirklichen: Er ist heute der erfolgreichste Videoblogger zum Thema
Wein, verbreitet seine Sendung täglich
übers Internet und lehnt Angebote von TVSendern ab. Vaynerchuk wurde damit zu
einer der Galionsfiguren dessen, was ich
die „Meconomy“ nenne: Spätestens die
Weltwirtschaftskrise hat uns die Grenzen
vieler Werte und Regeln aufgezeigt, die
noch unseren Eltern Sicherheit und Verlässlichkeit boten. Der lebenslange Job?
Die großen Unternehmensmarken? Die
Altersvorsorge? Marode oder komplett
hinfällig. Die scheinbare Berechenbarkeit
unseres Lebensrhythmus, der tägliche Weg
zur Arbeit – alles scheint plötzlich hoffnungslos veraltet. Unzuverlässig. Falsch.
Lufthansa Exclusive 08/10
Man kann in diesen Katastrophenmeldungen eine gute Nachricht entdecken:
Denn was erwartet uns statt des patriarchalischen Systems von Rheinischem Kapitalismus, Reihenhaus, Rente? Vielleicht
ja ein Leben, das wir schon seit einigen
Jahren vorgeschmeckt haben, das wirklich zu kosten uns aber immer zu risikoreich erschien. Ein Leben, das uns Freiheiten, Entscheidungsoptionen und Wege
der Selbstverwirklichung eröffnet, die noch
vor wenigen Jahren undenkbar waren.
„Sie sollten sich fragen: Was will ich jeden
Tag tun, bis ans Ende meines Lebens?
Und dann müssen Sie genau das tun“, so
Vaynerchuk: „Ich schwöre, dass Sie es
monetarisieren können.“
Eine Botschaft, die ankommt in der Zielgruppe junger, gut ausgebildeter Arbeitnehmer, die einmal zu oft enttäuscht worden sind. Von Chefs, von Anlageberatern,
von Politikern. Der Bankencrash hat uns
Geld gekostet, die Wirtschaftskrise
manchmal gar den Job. Wir sind flexibel,
leistungsbereit, gut ausgebildet – doch
das hilft uns in der Baisse wenig. Viele, die
noch einen Job haben, erledigen ihn abgeklärt und ohne übertriebene Loyalität.
Sie wissen, dass sie vielleicht schon mit
dem nächsten Strategiewechsel der Geschäftsführung abgewickelt werden. Weil
sie ihren Bossen nicht trauen, werden sie
immer öfter lieber gleich ihr eigener Chef –
sie machen sich selbstständig.
Ausgerechnet im Krisenjahr 2009
wurden in Deutschland mehr Unternehmen gegründet als Insolvenzen angemeldet. Die Zahl der Selbstständigen in freien
Berufen steigt bei uns im Schnitt um fünf
Prozent pro Jahr. Im Jahr 1992 gab es
514 000, 2007 waren es bereits 954 000.
Allein zwischen 2006 und 2007 arbeiteten
7,6 Prozent mehr Menschen als Ärzte oder
Apotheker, gab es 5,3 Prozent mehr Anwälte, Steuerberater und Wirtschaftsprüfer,
legten die technischen und naturwissenschaftlichen Berufe (wie Architekten, Ingenieure, Biologen) um 7 Prozent zu und die
Kulturberufe (wie Journalisten, Schauspieler, Regisseure, Schriftsteller) um über
6 Prozent. Für diesen in Deutschland eigentlich ganz unüblichen Trend hin zu
mehr Unternehmergeist, Mut und Eigenverantwortung, zu Ideen, Experimentierfreude – letztlich: zur Meconomy – gibt es
strukturelle, technologische, psychologische und historische Gründe.
Es spricht viel dafür, dass die Welt, wie
wir sie kennen, sich gerade grundlegend
wandelt. Dass bislang bewährte Geschäftsmodelle bröckeln. Dass hierarchische
Strukturen von kollaborativen, netzwerkartigen ersetzt werden. Dass Kommunikation
in Unternehmen und in der Gesellschaft
nicht mehr nur von oben nach unten funktioniert, dass aber der eine oder andere
kosmetische Rückkanal auch nicht mehr
ausreicht, sondern dass ein unordentliches
Gewirr aus Sendern und Empfängern die
alten Medien ersetzt. Dass Menschen sich
nicht mehr als dumpf konsumierende Endverbraucher und Marketingziele sehen mögen, sondern dass sie Einfluss nehmen
wollen auf Produkte, Innovationen, Gestalt
und Funktion der uns umgebenden Dinge
und Werkzeuge.
22
Inspirations Arbeitswelt
23
Ein besonders gnadenloser und hellsichtiger Analyst dieses Umbruchs ist der
Kommunikationsexperte und Journalistikprofessor Jeff Jarvis. Der 55-Jährige hat
früher als Medienmanager gearbeitet und
die US-Zeitschrift Entertainment Weekly
erfunden. In seinem Bestseller „Was
würde Google tun?“ beschreibt er, was
passieren würde, wenn wir alle nach den
Regeln des Suchmaschinen-Riesen operieren würden.
Im grauen Einerlei der Arbeitswelt fragen sich viele Tag
für Tag: Was mache ich hier?! Wo liegt da der Sinn?
Bunter wird die Welt natürlich, wenn man sich auf das
wirft, was einem wirklich liegt. Nur dass nicht jede
Fleischereifachverkäuferin Popstar werden kann …
Foto: plainpicture/Westend 61; A. J. Draplin
QS2M.de
Zunächst brauchen wir, was Jarvis
„Google juice“ nennt: Wir müssen per
Google auffindbar sein. Mindestens unser
Lebenslauf muss online sein, das Portfolio
unserer bisherigen Arbeiten sowie unser
Netzwerk aus Freunden und Kollegen.
Und wir sollten nicht der fünfte oder zehnte
Treffer sein, wenn man unseren Namen
sucht. Der erste „Markus Albers“, den Sie
googeln, bin ich – dafür habe ich gekämpft. Wie wir das erreichen? Indem wir
uns verlinken – online, aber auch in der
realen Welt: Je mehr Dinge/Produkte/Inhalte wir selbst produzieren und auf je
mehr andere Produzenten wir hinweisen,
desto mehr Links zeigen auf uns zurück.
Desto leichter sind wir zu finden, desto
mehr Aufträge/Kontakte/Wissen werden
zu uns kommen.
Wir müssen uns unterscheiden und
positionieren wollen. „Unser Online-
Lufthansa Exclusive 08/10
Schatten wird zu unserer
Identität“, sagt Jarvis. „Um
aus der Masse herauszuragen, brauchen wir unterscheidbare Identitäten.“
Wir müssen eine Marke
werden, ein Experte, müssen für etwas stehen. Dazu
brauchen wir nicht Quantenphysiker werden oder
Opernstar. Man kann auch
für kleine Dinge bekannt
sein oder ein Experte innerhalb einer kleinen Gruppe. Denken Sie an den
Nachbarn, der für alle anderen die Heizung reparierte. Den VHS-Lehrer, der
Solisten in kreativen Berufen kommen oft mit einem Equipallen beibrachte, Briefe am
ment aus, das man sich unter den Arm klemmen kann
Computer zu schreiben.
Den Töpfer- und den TromWir müssen Dinge schaffen. Als Sachbemelkurs, die Baby-Krabbelgruppe und die
arbeiter Vorgänge sauber abzuschließen
Freundin, die immer die besten Partys ormacht uns weder für etwas bekannt, noch
ganisierte – alles Experten.
Wir sollten uns aber sehr wohl überle- schärft es unser Profil als Experte, noch
erweitern wir dadurch ein Portfolio, das
gen, ob wir lieber für unsere berufliche
uns von anderen unterscheidet. Wir wisQualifikation oder eine private Leidensen nicht, welche Akten Franz Kafka als
schaft bekannt sein wollen. MöglicherweiVersicherungsangestellter bearbeitet hat.
se können wir das online trennen – seriöWir kennen seine Romane, Erzählungen
ses Banker-Profil bei Xing, Rockgitarrist
und Briefe. Standardarbeiten werden zum
auf MySpace. Glückliche Menschen
Glück heute automatisiert oder outgeschaffen es, beides zu verbinden. Was
sourct. Deswegen muss nicht plötzlich
uns zum dritten Punkt bringt.
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24
Inspirations Arbeitswelt
jeder Romane schreiben. Aber die Frage,
was Sie am Ende Ihres Lebens geschaffen
haben wollen, was Ihr – wie es im Englischen so schön heißt – body of work sein
soll, muss erlaubt sein. „Das Internet
macht uns nicht kreativer“, schreibt Jarvis,
„aber es erlaubt unseren Kreationen, gesehen, gehört und benutzt zu werden. Es
ermöglicht jedem Kreativen, ein Publikum
zu finden, das er oder sie verdient.“
Kreieren kann man nicht nur Bilder, Musik
oder Tanz. Auch eine Unternehmensgründung, eine Ingenieursleistung oder eine
Wissensvermittlung können immens kreative Akte sein.
Seth Godin ist ebenfalls ein Advokat
dieses neuen Denkens. Wie wenige
bringt der amerikanische Marketing-Experte knackig auf den Punkt, was so anders ist an der neuen Wirtschaftsordnung.
Godin prägte den Begriff der tribes, zu
Deutsch „Stämme“, um die neuen Beziehungsgeflechte zwischen Menschen zu
beschreiben. Stämme gab es schon immer: Die Einwohner einer Kleinstadt waren
ein Stamm, alle Leichtathleten in Thüringen bildeten einen Stamm oder die Hamburger SPD-Mitglieder. Bei diesen alten
Stämmen spielte die Geografie eine zentrale Rolle.
Das Internet hat diesen Geografiebezug eliminiert. Heute existieren unendlich viele Stämme nebeneinander, große
und kleine, horizontale und vertikale. Wir
alle sind Mitglied in viel mehr Stämmen als
früher: Stämme, mit denen wir gemeinsam
arbeiten, reisen, einkaufen. Stämme, mit
denen wir über Politik diskutieren, denen
wir unsere Fotos zeigen, die dieselbe Musik mögen wie wir oder die uns ihre Kochrezepte verraten. Wir haben immer mehr
Werkzeuge zur Verfügung, um die Mitgliedschaft in diesen Stämmen zu organisieren und um uns mit den anderen Mitgliedern zu verbinden: Facebook und
Xing, Twitter und Basecamp, E-Mail und
Websites.
Am besten, Sie gründen selbst einen
Stamm. Was der Gegenstand sein könnte,
das Thema, das Produkt? Da horchen Sie
am besten tief in sich hinein und fragen
sich, wozu Sie am allermeisten Lust hätten.
Lufthansa Exclusive 08/10
Markus Albers lebt, was er propagiert:
Experimentierfreude. Deswegen erschien
sein Buch „Meconomy: Wie wir in Zukunft leben und arbeiten werden – und warum wir
uns jetzt neu erfinden müssen“ zuerst in digitaler Form (als E-Book für 9,99 Euro unter
www.meconomy.me erhältlich). Es gibt allerdings auch eine gedruckte Fassung: epubli,
Berlin 2010, 212 Seiten, 16,90 Euro
Was ist Ihre Leidenschaft? Wofür brennen
Sie? Genau das sollte Thema Ihres Stammes werden.
Geht es nach Godin, ist das Leben zu
kurz, um zu hassen, was man den Tag
über tut. Zu kurz, um Mittelmäßiges zu
produzieren. Und fast alles, was heutzutage Standard sei, gelte den Menschen als
mittelmäßig, also langweilig. „Das Resultat
ist, dass viele sehr gute Leute den Tag damit zubringen, zu verteidigen, was sie tun“,
so der Autor, „damit, das zu verkaufen,
was sie immer verkauft haben, und zu verhindern versuchen, dass ihr Unternehmen
von den Mächten des Neuen aufgefressen
wird.“ Wer bei Opel arbeitet oder bei einer
Tageszeitung, weiß, was gemeint ist.
Aber was, wenn man befürchtet, dass
die eigene Leidenschaft, das Hobby, das
Interessengebiet zu exotisch ist? Oder zu
gängig? Kurz: was, wenn man Angst hat,
die Sicherheit des Mittelmäßigen einzutauschen gegen das Abenteuer des Unberechenbaren? Erstens senkt die digitale
Ökonomie das Risiko einer Gründung
heute dramatisch. Man muss keine sechsstelligen Kredite mehr aufnehmen, um
Server und Schreibtische zu kaufen, kann
ohne viel Infrastruktur, Büro und Mitarbeiter starten – Administration und Technik
wie Buchhaltung, Vertrieb oder Sekretariat
lassen sich als Dienstleistung frei online
buchen.
Zweitens sollte man an die „1000Fans“-Regel von Kevin Kelly, Internet-Legende und Mitgründer des Magazins
Wired denken. Sie besagt, dass in der Regel 1000 wahre Fans reichen, um einen
Künstler oder ein kleines Geschäft zu ernähren. Ein wahrer Fan laut dieser Definition bringt drei Freunde mit zum Konzert.
Kauft die teure Hardcover-Ausgabe eines
Buches, statt nur auf der Website des Autors herumzuklicken. Fährt quer durch die
Stadt, um in genau diesem Laden jene
Schokolade zu kaufen. Und vor allem erzählt er weiter, wie großartig es ist, Fan zu
sein von: genau – von Ihnen.
Heißt das nun also, dass wir alle selbstständige Kleinunternehmer werden sollen, Blogger, Künstler und Schokoladenverkäufer? Keineswegs. Organisationen
sind nach wie vor wichtig. Sie produzieren
Effizienzgewinne, erlauben es, Prozesse
zu skalieren. Sie „geben uns die Möglichkeit, komplexe Produkte herzustellen“, so
Godin. „Sie haben die Kraft und das
Durchhaltevermögen, Dinge auf den Markt
zu bringen. Sie können große Stämme bedienen.“ Aber sie müssen keine „Fabriken“ mehr sein – so nennt Godin Organisationen, in denen der Chef einem sagt,
was man zu tun hat. Routineaufgaben,
standardisierte Prozesse und die Herstellung von Massenprodukten halten das
moderne Unternehmen nur auf und sind
leicht outzusourcen.
Stämme können auch innerhalb von
Organisationen entstehen. Herausfinden,
wofür man brennt, das dann publik machen und so Fans um sich sammeln, um
gemeinsam daran zu arbeiten – all das
kann man auch im Unternehmen tun, am
Arbeitsplatz. Man muss es sogar tun, um
nicht entweder an Langeweile einzugehen
oder wegen Farblosigkeit gekündigt zu
werden.
U MWE LTDE N KE N!
Fahren mit Autogas
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26
Lifestyle Musik
27
Bluenotes, Swingelemente,
Improvisation und vielerlei
Rhythmen.
Miles Davis, Chet Baker
Offbeat-Rhythmen und
Lieder über Liebe & die
Ungerechtigkeit der
Welt.
Bob Marley, Jimmy Cliff
Remixes mit Betonung
auf Reggae Drums und
Bass (Riddim).
Lee Scratch Perry,
King Tubby
Gospel & Rhythm n’Blues
mit eingängigen, abgefahrenen Klängen weltlicher Verehrung. Marvin
Gaye, Curtis Mayfield
Groovy Mix aus elektrischen
und elektronischen Sounds,
vereinigt mit Riffs und charakteristischen Klängen der Jazzmusik. Herbie Hancock,
Incognito
Moderner R&B mit
gewagteren, urbanen
Themen.
Mary J Blige, Kelis
Aggressivere Hip Hop
Elemente mit thematischem Schwerpunkt auf
gewalt- und waffenorientierten Lebensumfeldern.
Ice T, N.W.A.
Reggae trifft auf Synthesizer, Drumcomputer
und elektronische
Produktionstechniken.
Shabba Ranks, Beenie Man
Eine dunkle, weniger gefühlsbetonte Interpretation von Drum’n’Bass.
Ed Rush, Trace
Von Hip Hop und Jazz
geprägter groovy Soul
mit gefühlvollem Gespür für UndergroundMusik. Lauren Hill,
Macy Gray
LET’S DANCE!
Eine Genreübersicht
Lufthansa Exclusive 08/10
Bassdrum auf jeder Viertelnote.
Farley Jackmaster Funk,
Technotronic
Auf langsamen, von Dub
entlehnte Basslines
aufgebauter Sound.
Halbe Geschwindigkeit
von schnellen, scheppernden Rhythmen.
Goldie, Roni Size
Hypnotisierende Beats,
gesprochene Texte und
dieser blubbernde,
zwitschernde Sound.
808 State, S’Express
Schnell, Off-Beat,
häufige Breakbeats
mit düsteren Nuancen.
Fabio, Grooverider
Leichtes Untergenre
von Drum’n’Bass.
Synthesizer-Impulse
und muntere Basspartien.
Aphrodite, DJ Zinc
90er
Drum’n’Bass mit ausgeprägten Jazz-Elementen,
Rhodes Piano Einlagen und
komplexen, harmonischen
Arrangements.
LTJ Bukem, Photek
Für Drum’n’Bass Fans
beschleunigte Variante des
House-Genres. Ms Dynamite,
So Solid Crew
Seltsame Instrumente, gutturale
Basslines, abgehackte Klänge,
Düsterkeit. Dizzee Rascal, Kano
00er
Die Schmerzgrenze
ist nah – 1000bpm+
Nihil Fist, Daisy Cutter
Lange Tracks mit sich immer weiter steigerndem
Spannungsaufbau. Future
Sound of London, The KLF
Elektronischer
Sound trifft auf
afroamerikanischen
Stilrichtungen. Hart.
Sehr hart.
Underworld, Orbital
4/4-House-Beat,
lebendige Basslines,
gefühlsgeladene
Atmosphäre. Sasha,
Paul Oakenfold
Techno mit europäischem, industriell
angehauchtem Touch.
Scooter, Neophyte
Harte Breakbeats & gesampelte Loops bekannter
Klassiker. Fat Boy Slim,
Chemical Brothers
Taumelnder Funk Sound
mit zwei – zwei! –
Basstrommeln. Artful
Dodger, Horsepower
4/4-House-Beat
in berauschendem,
stimmungsvollem Stil.
Paul Oakenfold, The Orb
Energiegeladene Musik
mit eingestreuten
Samples, Loops und
Synthesizer-Einlagen.
Utah Saints,
The Shamen
Downbeat, melancholisch, verträumt, düster,
britisch. Massive Attack,
Portishead
Aggressiver, Clubtauglicher Sound
mit tiefen Bässen.
OutKast, Lil’ Jon
Schneller, leicht funklastiger Disco-Sound mit
vibrierenden Basstönen
und Handclaps.
Dead or Alive, Hazell Dean
Gleich bleibende Beats, tobende
Basslines und Schlagzeug. Yeah!
M/A/R/R/S
Stählerner Techno Sound,
gemischt mit gefühlvolleren, jazzigen House
Sounds.
Mr. C, Eddie Richards
Lange jazzige Passagen, langsame Beats
und viel Stimme.
Basement Jaxx,
Mr Scruff
Strenges, düsteres, vom Techstep abgespecktes Subgenre.
Optical, Phace
Eingängige, lebhafte
und unsexy Melodien,
die nur Mütter lieben.
Abba, Cerrone
Roboter-Beats fusionieren
mit den Sounds und
Attitüden von Euro Bands.
Jeff Mills, Juan Atkins
Gemäßigter und entpolitisierter Reggae mit Synthesizer-Einlagen. Sugar
Minnott, Eek-a-mouse
Synkopische, gegen den Grundtakt laufende
Hi-Hats und mitreißende Streicherelemente;
Mitte der 70er Jahre der New Yorker Sound.
KC & The Sunshine Band, Chic
Eine Klanglandschaft
zum Hin- oder Weghören.
Entscheiden Sie selbst.
Brian Eno, John Cage
Ausdrucksloser, elektronischer Gesang und
ebensolcher Sound.
Lieder über das Weltall.
Mantronix, Cybertron
80er
Crossover aus Electro und
Hip Hop fusioniert mit Rap
und tiefen Basslines.
LA Dream Team,
World Class Wreckin Cru
Wiederkehrende Beats
mit jazzigen Akkorden
und Strukturen.
Jamiroquai,
Brand New Heavies
Mischung aus anspruchsvollem
Gesang und synkopischen
Rhythmen mit vertrauten
Liederstrukturen aus Soul und
Funk.
70er
»Zwei Plattenteller und
ein Mikrofon«. Rappen
zu gesampelten Beats.
Sugar Hill Gang, N.W.A.
Soul weniger Geschmeidigkeit.
Synkopische Tanzrhythmen. James Brown,
Parliament
Einfach, Verträumt.
Schnell. Glücklich?
DJ Breeze, Darren Styles
Pulsierende Tanzform des Trance mit
eingestreuten
Sci-Fi-Samples.
Paul Oakenfold, Amet
Intelligent Dance Music
der experimentierfreudigen Art.
Aphex Twin, Cylob
Schnelle Drums,
schrille Texte über
Drogen. 3 Steps Ahead
Klingt wie eine zerkratzte
CD oder ein abstürzender
Computer. Prefuse 73,
The Glitch Mob
Schnell, grob, heftig,
geladen, grölend.
Atari Teenage Rito,
Lolita Storm
Milde, mechanisierte
Tanzmusik. In Deutschland
sehr beliebt Darude,
Brooklyn Bounce
Kann Trance progressiv
sein? Scheinbar ja.
Paul van Dyk, Laurent
Véronnez
Abgehackt, unregelmäßig, verschmolzen
mit Breakbeat-Rhythmen. Dazu tanzen
oder nicken.
Hudson Mohawke, Christian Vogel
250 Beats pro Minute.
Gabba Front Berlin,
M1dy
wonky
Stammbaum
der Tanzmusik
Der Informationsdesigner David
McCandless
setzt musikalische Verwandtschaften originell ins Bild
Was ist Glitch? Wie entstand
Electro? Welche Musikrichtungen gingen aus Drum’n’Bass
hervor? Antworten auf diese
und ähnliche Fragen liefert
die Infografik des Londoners
David McCandless. Sie zeigt,
welche tanzbaren Musikstile
miteinander verwandt sind.
McCandless’ Stammbaum
reicht von den siebziger Jahren bis in die Gegenwart, von
Soul und Jazz, Reggae, Funk
und Disco bis zu Grime und
Extratone. Nie gehört? Macht
nichts, denn die Infografik definiert jede Musikrichtung und
nennt ihre wichtigsten Vertreter. Über Glitch zum Beispiel
erfährt der Leser: „Klingt wie
eine zerkratz te CD oder ein
abstürzender Computer.“ Der
Stil wurde von Bands wie Prefuse 73 und The Glitch Mob
entwickelt und prägte den
Wonky. Noch Fragen?
Ab dieser Ausgabe zeigt
Lufthansa Exclusive in Kooperation mit dem Knaus Verlag
beeindruckende Beispiele
aus McCandless’ Buch
„Infomagination“, das
im November
erscheint
(Knaus
Verlag,
256 Seiten).
28
Lounge-Gespräch Statistik
29
Gerd Bosbach:
II Ich nenne es SündenbockDemografie II Der Experte für
Statistikmissbrauch über Untote in
Melderegistern, wundersame
Geldvermehrung und Schreckensszenarien als Ablenkungsmanöver
Text Jürgen Drommert Fotos Michael Dannenmann
Lufthansa Exclusive: Ihr Fachgebiet genießt ja nicht gerade den besten Ruf, Herr
Professor Bosbach. Mark Twain merkte
einmal an: „Es gibt Lügen, verdammte Lügen und Statistik.“ Harte Worte – können
Sie uns demonstrieren, wie man Zahlen
sanft massiert, um Unsinn zu belegen?
Gerd Bosbach: Nichts leichter als das.
Was meinen Sie, welcher Ort sticht mit der
höchsten Kriminalitätsrate der Welt
hervor?
Lufthansa Exclusive: Johannesburg?
Oder vielleicht São Paulo? Ciudad Juárez?
Bosbach: Keineswegs, so weit müssen
Sie nicht reisen. Es ist der Vatikanstaat.
Bezogen auf die Anzahl der Bewohner, es
sind knapp 500, kommt er auf die
Lufthansa Exclusive 08/10
erkleckliche Zahl von annähernd zwei
Delikten jährlich pro Einwohner.
Lufthansa Exclusive: Dan Brown hat
doch recht! Oder werden auch alle Taten
der zahlreichen Touristen auf die Anzahl
der Einwohner umgelegt?
Bosbach: So ist es. Ebenso gehen hierzulande die Straftaten durchreisender Ausländer in die Quote der Ausländerkriminalität ein. Auch dadurch entsteht eine
Verzerrung der öffentlichen Meinung.
Lufthansa Exclusive: Womit wir offensichtlich schon am Ende des heiteren Teils
unseres Gesprächs angekommen sind.
Ein beliebtes Verfahren besteht ja im Beschnitt des Beobachtungszeitraums, um
das gewünschte Resultat zu erzielen.
Bosbach: Hierzu ein schönes – oder eigentlich sehr unschönes – Beispiel: In
einer Untersuchung über Erträge privater
Rentenversicherungen auf Basis von
Ak tienfonds wurde die jährliche Rendite
von Mitte 2002 bis 2007 berechnet.
Lufthansa Exclusive: Damit ist eine Zeitspanne gewählt worden, die von der Nähe
eines Tiefpunkts zu dem historischen
Höchststand der Aktienmärkte führt. Ein
alter Rosstäuschertrick.
Bosbach: Und so hieß es denn auch: „9
Prozent pro Jahr, so viel bringen im Schnitt
die besten Angebote in unserem Test.“
Damit nicht genug: Diese exorbitante Rendite wurde auch gleich noch auf 35 Jahre
hochgerechnet.
30
At novotel.com,
with
kids stay free*
Lounge-Gespräch Statistik
Lufthansa Exclusive: Die Werbung der
Finanzindustrie für ihre Produkte ist ja oft
unseriös, und in diesem Fall …
Bosbach: … handelt es sich nicht um
Werbung. Sondern um eine Veröffentlichung der Zeitschrift Finanztest, in der
nachdrücklich Riester-Fondssparpläne
propagiert wurden.
Lufthansa Exclusive: Die Auswertung von
Vergangenheitsdaten birgt viele Fehlerquellen – ganz haklig wird die Sache allerdings, wenn sie wie hier zur Grundlage
von Prognosen gemacht wird. Denn die
werden ja oft unschärfer, je weiter die
Vorausschau in die Zukunft reichen soll.
Bosbach: Ehrliche Meteorologen zum Beispiel geben mittlerweile bei der Wettervorhersage nur einen Korridor an, in dem sich
die Zukunftswerte bewegen; je weiter die
Vorhersage reicht, desto größer die
Spannbreite, in der sie die Wirklichkeit vermuten. Die Klimaforschung hat es ebenfalls mit einem dynamischen nichtlinearen
System zu tun, was bedeutet, dass kleinste Ungenauigkeiten – etwa die Abrundung
von zehn Nachkommastellen auf drei
Nachkommastellen – bei Zukunftsszenarien zu gänzlich anderen Ergebnissen
führen können.
Lufthansa Exclusive: Auch wenn es um
die Gesellschaft geht, sind Prognosen
heikel. Umso erstaunlicher, wenn Demografen uns heute schon die Bevölkerungszahl und den Altersquotienten von
Deutschland in 50 Jahren verraten. Und
mehr noch, wenn Politiker wissen, wie sich
die prognostizierten Werte ökonomisch
und sozial auswirken werden.
Bosbach: Fairerweise muss man sagen,
dass das Statistische Bundesamt gleich
zwölf Modellvarianten der Bevölkerungsentwicklung vorgelegt hat, die sich ganz
erheblich voneinander unterscheiden. So
schwankt die Zahl der Deutschen im Jahr
2060 je nach Variante zwischen 62 und 77
Millionen. In der Öffentlichkeit steht meist
die sogenannte untere mittlere im Vordergrund, also die pessimistischere der beiden Hauptvarianten.
Lufthansa Exclusive: Je nachdem, welche Annahmen zugrunde gelegt werden,
fallen die Ergebnisse mehr oder weniger
dramatisch aus. Aber Annahmen, die
bestenfalls unseren heutigen Wissensstand widerspiegeln, können doch Faktoren, die erst in Zukunft wirksam werden,
nicht berücksichtigen?
Bosbach: Natürlich nicht – und was das für
Prognosen bedeutet, kann uns die Rückschau zeigen. Konnten wir vor 50 Jahren
abschätzen, wie sich die Antibabypille auf
die Bevölkerungsentwicklung auswirken
würde? Hatten wir den Baby-Boom erwartet, der Anfang der Sechziger einsetzte?
Oder die Migrationsströme aus südlichen
Ländern? Konnten wir den Zusammenbruch des Ostblocks vorhersehen und die
Zuwanderung der Aussiedler? Nein. Lässt
Gerd Bosbach, geboren 1953 in Euskirchen, lehrt Statistik, Mathematik und
Empirie an der FH Koblenz, Standort Remagen. Seine Forschungsschwerpunkte sind Statistikmissbrauch, Arbeitsmarkt- und Bevölkerungsstatistik
sowie volkswirtschaftliche Aspekte der Gesundheitsfinanzierung.
Nach dem Mathematikdiplom im Bereich Statistik hat Bosbach an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Köln promoviert.
Einblicke in die amtliche Statistik
gewann er bei seiner Tätigkeit im
Statistischen Bundesamt, dort vor
allem in der Bonner Beratungsstelle,
wo er das Finanz- und Wirtschaftsministerium beriet. Später war er in
der Abteilung Statistik der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung
tätig. Seit 1999 lehrt er als Professor, zuerst in Ansbach, seit 2002 in
Remagen. Jürgen Drommert sprach
mit Gerd Bosbach in der Lufthansa
Senator Lounge des Flughafens
Köln/Bonn.
Lufthansa Exclusive 08/10
man solche Strukturbrüche beiseite, kommen demografische Vorhersagen allerdings mit wenigen Annahmen aus. Wie
verändert sich eine Bevölkerung? Zur
Beantwortung reichen Annahmen über
Geburtenrate und Lebensdauer, Zu- und
Fortzüge – den Rest machen ein paar
Feinheitsannahmen aus, aber im Prinzip
ist es eine einfache Rechnung.
Lufthansa Exclusive: Im Prinzip?
Bosbach: Nun ja, die Geburtenrate könnte
man problematisieren, ebenso die Lebenserwartung. Bei Zu- und Fortzügen
begibt man sich schon weit in ungewisses
Terrain, das zeigt die Vergangenheit. Jede
demografische Modellberechnung setzt
allerdings eines voraus: dass man den
aktuellen Stand kennt.
Lufthansa Exclusive: Und das ist nicht
der Fall?
Bosbach: Eben nicht. Das liegt unter anderem daran, dass früher MelderegisterAn- und -Abmeldungen getrennt waren. In
der Praxis haben sich viele Menschen
nach einem Umzug zwar am neuen Wohnort angemeldet, allerdings ohne sich vorher abgemeldet zu haben. Und diese Karteileichen im Melderegister des alten
Wohnorts zeichnen sich durch ein interessantes Phänomen aus, falls sie nicht zufällig entdeckt werden: Sie sterben nie.
Lufthansa Exclusive: Die Untoten sind
unter uns! So entsteht Bevölkerungswachstum, und die Lebenserwartung
steigt – allerdings nur auf dem Papier.
Bosbach: Damit das nicht passiert, gibt es
Volkszählungen. Das Problem ist nur, dass
die letzte Volkszählung in Westdeutschland vor weit über 20, in Ostdeutschland
vor bald 30 Jahren stattgefunden hat. Die
Konsequenz ist gravierend: Statistiker
schätzen, dass heute schon 1,5 bis vier
Millionen Menschen weniger in Deutschland leben als angenommen.
Lufthansa Exclusive: Wobei sich dieser
fiktive Überschuss wohl nicht gleichmäßig
auf alle Altersgruppen verteilt.
Bosbach: Nein, es gibt etwa eine Untersuchung des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung in Rostock, die
zum Schluss kommt, dass die Anzahl der
Männer über 90 in Westdeutschland um
40 Prozent zu hoch angesetzt ist.
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Lounge-Gespräch Statistik
Lufthansa Exclusive: Bei solchen Abweichungen sind die amtlichen Sterbetafeln ja
mit größter Vorsicht zu genießen. Und die
noch optimistischeren der Versicherungswirtschaft, mit denen ich die Rentabilität
meiner privaten Rentenversicherung abzuschätzen versuche, erst recht.
Bosbach: Im Datenbestand von Versicherungen finden sich immer mal wieder 115Jährige, die eigentlich leistungsberechtigt
wären, aber diese Versicherungsleistung
natürlich nicht in Anspruch nehmen.
Rechnerisch ist es einfach günstig, solche
Untoten im Bestand zu lassen.
Lufthansa Exclusive: Machen Sie nur
weiter so, bald glaub ich gar nichts mehr.
Bosbach: Damit keine Missverständnisse
aufkommen: Wir brauchen Zahlen, wir
brauchen Statistik. Wir müssen uns nur
der Unschärfe dieser Zahlen bewusst sein
– und darüber, dass wir die Zukunft nicht
berechnen können.
Lufthansa Exclusive: Jetzt also der Trost:
Die Schreckensszenarien eines vergreisten, verarmten, teilentvölkerten Deutschlands im Jahr 2050 oder 2060 …
Bosbach: … sind nicht haltbar. Wenn die
ökonomischen Auswirkungen ins Spiel
kommen, wird es völlig abstrus. Die Bevölkerungsentwicklung wird über Jahrzehnte
hochgerechnet, man tut aber gleichzeitig
so, als würden die wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen konstant bleiben.
Lufthansa Exclusive: Und das sich
daraus ergebende Szenario ist ja wirklich
furchteinflößend. Dabei reichen schon
historische Daten, um zu sehen, dass die
Korrelation von steigendem Altersquotienten und Abnahme des Wohlstands kein
Naturgesetz ist. Im Jahr 1900 waren noch
knapp 50 Prozent der Deutschen unter 20.
Bosbach: Genauer: 44 Prozent.
Lufthansa Exclusive: Im Jahr 2000 waren
dann aber nur noch rund 20 Prozent unter
20 Jahre alt. Es hatte, um den heutigen
Begriff zu benutzen, in diesen 100 Jahren
eine schreckliche Vergreisung gegeben –
und einen enormen Wohlstandszuwachs.
Bosbach: Zu ergänzen wäre noch die
Zunahme der über 65-Jährigen in diesem
Zeitraum: nämlich von fünf auf 17 Prozent.
Grauenhaft! Eines wird jedenfalls klar: Die
unterstellte Zwangsläufigkeit, „weniger
Kinder und Jugendliche führen zu Einschränkungen des Lebensstandards und
machen Sozialabbau notwendig“, ist auch
historisch widerlegt. Wie die Zukunft tatsächlich aussehen wird, hängt in hohem
Maß von der Entwicklung der Produktivität
ab. Und sie wird nicht so sehr davon bestimmt, wie viele Kinder wir haben, sondern wie wir mit diesen Kindern umgehen.
Lufthansa Exclusive: Qualität statt
Quantität?
Bosbach: So kann man es sagen. Schon
heute schreiben wir einen beträchtlichen
Anteil der Kinder und der Jugendlichen als
nicht leistungsfähig ab. Eine jüngst veröf-
II Statt über Geburtenraten oder
steigende Lebenserwartung
zu lamentieren, sollten Politiker
die Stellschrauben anpacken,
mit denen sie
etwas bewegen
können II
Lufthansa Exclusive 08/10
fentlichte Untersuchung prognostiziert,
dass dieser Anteil der „Aussortierten“ im
Jahr 2050 auf 20 bis 30 Prozent ansteigen
kann. Wir haben es dabei mit selbstverschuldeten Problemen zu tun: Die Kinder
sind da, wir tun nur zu wenig, um sie in die
Gesellschaft zu integrieren und zu fördern.
Lufthansa Exclusive: Zynisch formuliert:
Wenn die Ressource Kinder denn wirklich
so knapp ist und immer knapper zu werden droht, warum gehen wir dann so verschwenderisch mit ihr um?
Bosbach: Eben das ist der Grund, weshalb ich alle Politiker, die über eine Überalterung der Gesellschaft jammern, frage:
Warum kümmert ihr euch so herzlich wenig um die Faktoren der gesellschaftlichen
Entwicklung, bei denen ihr wirklich etwas
ausrichten könnt? Statt über Geburtenraten oder steigende Lebenserwartung zu
lamentieren, sollten Politiker die Stellschrauben anpacken, mit denen sie etwas
bewegen können – durch bessere Integration von Migrantenkindern, durch Investitionen in Kinderbetreuung und Bildung,
durch Sozialsysteme, die nicht auf bismarcksches Niveau zurückgeschrumpft
werden. Die demografische Debatte ist zu
einem Ablenkungsmanöver geworden, ich
nenne es mittlerweile „Sündenbock-Demografie“.
Lufthansa Exclusive: Sie haben die
Sozialsysteme angesprochen. Die gesetzliche Rente, heißt es, sei vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung
nicht finanzierbar.
Bosbach: Das ist Unsinn, zielgerichteter
Unsinn. Seit Bismarcks Zeiten, als die
durchschnittliche Lebenserwartung bei 48
Jahren lag und das Renteneintrittsalter bei
70, hat die Zahl der Rentner enorm zugenommen, ebenso der allgemeine Wohlstand. Und zur Illusion, wir könnten heute
alle privat für unser Alter ansparen: Die
Gesellschaft – Kinder, Erwerbstätige, Alte,
Kranke – kann und wird immer nur von
dem leben, was aktuell erwirtschaftet wird.
Angespartes Geld können wir nicht essen!
Trotz dieses und weiterer gewichtiger Argumente haben die Lobbyisten heute die
Oberhand. Nicht nur hier, sondern generell ist es bei Statistiken eine gute Idee zu
fragen: Wem nützt das Ergebnis?
Findet automatisch Ihren Briefkasten.
Und das ohne Navi.
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Lifestyle Weinbars
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Gordon’s Wine Bar
Als wäre die Zeit stehen geblieben: In Londons ältester
Weinbar kümmert sich Manager Gerard Menan (links)
um das Wohl der Gäste. Neben vielen ausgezeichneten Weinen werden auch Sherrys und Ports in historischen Einheiten ausgeschenkt. Dazu kommt perfekt
gereifter Käse auf den Tisch
Guter Wein zum Zapfenstreich
Hereinspaziert! Lassen Sie sich vom deutschen Spitzensommelier Hendrik Thoma durch
die besten Weinbars in London führen. Sie alle bieten beste Qualität, manche von ihnen
sehen allerdings so verrucht aus, als käme gleich Jack the Ripper um die Ecke
Text Hendrik Thoma Fotos Claudia Janke
Lufthansa Exclusive 08/10
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Lifestyle Weinbars
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The Kensington
Wine Rooms
Zapf dir einen ... Wein: Richard
Okroj und sein Partner Thor Gudmundson (rechts) haben sich mit
ihrer Weinbar im schicken Stadtteil
Kensington gerade den Titel „Newcomer of the Year 2010“ erarbeitet.
Schlückchenweise kann man sich
hier durch 50 offene Weine trinken,
die man allesamt am Automaten
(ganz links und oben) zapft. Für all
jene, die persönliche Beratung
schätzen, ist Sommelière Nobuko
Okamura zur Stelle (ganz oben)
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Lifestyle Weinbars
Princess Victoria
Glanzstück: Bevor Master-Sommelier Matt Wilkin den ehemaligen Gin Palace in Sheperd’s
Bush übernahm, war schon eine
Reihe von Leuten an dem Laden
aus dem 19. Jahrhundert gescheitert. Heute gilt der Victoria
Pub als die Weinbar der Stadt.
Und das liegt nicht zuletzt an
der guten englischen Küche
von James McLean (ganz links)
E
s ist ein paar Jahre her, als
jemand vor dem Princess Victoria niedergestochen wurde
und direkt vor der Tür starb.
In dieser Zeit gab es in Shepherd’s Bush
viele Gangs, die sich bis aufs Messer bekämpften. Doch jetzt ist es hier deutlich
freundlicher geworden.
Dennoch durchläuft mich ein kalter
Schauer, als mir Master-Sommelier Matt
Wilkin diese Geschichte erzählt; und mit
dem Finger auf den Ort zeigt, an dem es
passierte. Wilkin ist einer, der sagt, wie es
ist, Attitüden liegen ihm nicht besonders.
Wein um so mehr, der Australier hat schon
so ziemlich jeden Wein verkostet. Er bewertet, was Rang und Namen hat. Ein gestandener Fachmann, der 15 Jahre in den
besten Restaurants Londons gearbeitet hat.
Lufthansa Exclusive 08/10
Nun hat er sich mit dem Princess
Victoria, einem ehemaligen Gin Palace
aus dem 19. Jahrhundert, seinen Lebenstraum erfüllt. Besser gesagt: Er ist ihm
zumindest ein großes Stück näher gekommen. Eine Weinbar in dieser Größe mit
über 150 Plätzen zu betreiben ist eine
mörderische Arbeit.
Der Medienmogul Richard Branson
soll sich hier einst mit einem Pub versucht
haben, in dem Phil Collins im Hinterzimmer gespielt haben soll. Nur der Erfolg
wollte nicht so recht kommen an diesem
verruchten Ort. Jeder Anfang vergebens!
„Als wir hier begannen, mussten wir erst
mal die Fußball-Hooligans loswerden“, sagt
Matt und lächelt. „Aber nach dem Umbau
kamen sie Gott sei Dank nicht mehr.“
Das historische Lokal steht am Ende
der langen Uxbridge Road und ist heute
die angesagteste Weinbar der Stadt. Die
Größen der nahe gelegenen BBC trifft
man dort regelmäßig, am Wochenende ist
der Teufel los. Es geht laut zu, die Stimmung kocht. Ein kunterbunter Haufen: Familien, Freunde, die sich zum geselligen
Beisammensein verabredet haben; auch
ein paar Touristen finden den Weg.
Die Gerichte aus der Küche von
James McLean belehren jeden eines
Besseren, der bisher geglaubt hat, dass
die Franzosen die besten Köche Englands
seien. Kein kulinarischer Firlefanz kommt
auf den Teller, alles wird aus besten regionalen Produkten gekocht. Die Scotch
Eggs sind fantastisch! Wachsweiche
Eier umhüllt von würzigem Wurstbrät und
Weißbrotkrumen werden knusprig ausgebacken. Sie haben nichts mit der in englischen Supermärkten erhältlichen
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VA
N
40
Lifestyle Weinbars
Variante zu tun, die eher an Flusskieselsteine erinnert. Auch viele andere englische Klassiker wie Potted Crab oder Fish
with triple-cooked chips sind den Weg
hierher wert. Dazu gibt es eine Weinkarte,
die auch einem besternten Lokal gut zu
Gesicht stünde.
Matt macht aus seiner Vorliebe für
südfranzösische Weine keinen Hehl. Trotzdem setzt er nicht auf große Namen. Bei
ihm gibt es all die Geheimtipps, die unter
Experten wie auf dem Schwarzmarkt gehandelt werden; und das zu Preisen, die
mehr als fair sind: Brunello di Montalcino
von Ciacci Piccolomini d’Aragona für
70 Pfund oder den seltenen Châteauneufdu-Pape von Henri Bonneau für 90 Pfund.
Es geht aber auch günstiger, die offenen
Weine werden gastfreundlich kalkuliert.
Eine Spezialität sind auch die köstlichen
Ale- und Lager-Biere von kleinen Brauereien, über die Matt wie ein Luchs wacht.
Unweit der geschäftigen Charing Cross
Station trifft man auf eine Institution, die
weltweit ihresgleichen sucht. Gordon’s
Wine Bar wurde 1890 gegründet und ist
damit die älteste der Stadt. Wegen des Essens jedoch lohnt sich der Weg nicht. Es
sei denn, man steht auf Käseteller. Die
Weine sind da schon verlockender, zudem
gibt es hervorragende Sherrys, Ports und
Madeiras glasweise in alter Manier vom
Fass und in historischen Einheiten wie
einem Schooner 12 cl oder dem Beaker
15 cl. Die Magie dieses Orts machen vor
allem die Kellerräume aus, in denen man
sich in das Zeitalter von Charles Dickens
zurückversetzt fühlt. Schummrig ist es in
den Gewölben, dabei geht es laut und
herzlich zu. Am Nachbartisch könnte mit
etwas Fantasie glatt Jack the Ripper sitzen.
Ein paar Straßenzüge weiter findet
sich der Geheimtipp unter den Köchen
und Sommeliers der Stadt. Die Weinbar
Terroirs ist französischer als Frankreich.
Das kleine, gemütliche Lokal im Souterrain
ist ein lockerer Hangout, ideal, um am Tresen ein gut gefülltes Glas Champagner
Philipponnat zu trinken. Dazu werden baskische Schinken und herzhafte Bistroküche in bester Qualität serviert. Selbstredend gibt es, fast ausschließlich
französische Weine aus nahezu unbekannten Regionen. Darüber hinaus finden
sich ein paar italienische Tropfen und das
unglaublich aromatische Olivenöl von Valentini aus den Abruzzen auf der Karte. Im
Terroirs kosten viele der exzellent ausgesuchten Weine 20 bis
50 Pfund pro Flasche (glasweise geht es
bei etwa vier Pfund los), was im teuren
London ziemlich rar ist.
Rund um den ehemaligen historischen Fleischmarkt und heutigen Smithfield Market haben sich schon vor einigen
Jahren viele gastronomische Betriebe angesiedelt. Der Ort atmet Geschichte. Dort,
wo der schottische Freiheitskämpfer William Wallace auf grausamste Art und Weise
hingerichtet wurde. Heute ist die Gegend
einer der trendigsten Plätze Londons. Mittlerweile geht es auch wesentlich zivilisierter zu als noch vor einigen Jahren. Im
Cellar Gascon empfängt den Gast stylischer Retro-Schick aus den achtziger
Jahren, unterlegt mit hipper Lounge-Musik.
Man sitzt auf Clubsessel-Barhockern und
lässt Tapas, geräucherte Gänseleber oder
Baby-Calamaretti mit Meerrettich kommen. Dazu finden sich viele Weine aus
dem französischen Südwesten, die angenehm fair kalkuliert sind.
Weniger elegant, dafür aber sehr
authentisch geht es in der Vinoteca auf der
anderen Seite des Smithfield-Markts zu.
Ein bodenständiger, sehr beliebter Treffpunkt unter den Londonern. Die fast 300
Weine sind international ausgesucht und
wurden entgegen den sonstigen, hohen
Aufschlägen in der Stadt freundlich kalkuliert. Der italienische Kultwein Sassicaia
ist hier für 125 Pfund zu haben. Das ist
die Hälfte von dem, was er sonst in den
einschlägigen Etablissements kostet.
Glasweise geht es schon ab 2,50 Pfund
los, 25 wöchentlich wechselnde Weine
sind im Angebot. Wer möchte, kann sich
eine kleine Probenserie zusammenstellen
lassen.
Im vornehmen, beinahe dörflichen
Kensington mit seinen Antiquitäten, Geschäften und Boutiquen haben sich neuerdings die Kensington Wine Rooms niedergelassen. Eine gelungene Mischung aus
Bistro und Weinbar mit viel dunklem Leder
und modernem, dennoch gemütlichem
Interieur. Eine Neuheit sind die EnomaticMaschinen, an denen man die 50 offenen
Weine selbst zapfen kann. Dazu erwirbt
man eine Karte mit entsprechendem Guthaben und kann sich vorsichtig an die
Weine herantasten. Ein Probeschluck ist
möglich, bevor hier der Château Palmer
für 50 Pfund ins Glas plätschert.
Auf jeden Fall sind die Kensington
Wine Rooms ein Konzept, das Freude und
Lust auf gute Weine macht. Das sieht auch
die einflussreiche englische Weinzeitschrift
Decanter so und hat für dieses Engagement die Auszeichnung „Newcomer of the
Year 2010“ vergeben. Wenn das kein
Grund ist, sich dort einmal selbst ein Gläschen mehr einzuschenken.
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Cellar Gascon
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Tel. +44-20/76 00 75 61
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Vinoteca
7 St. John Street
Tel. +44-20/72 53 87 86
www.vinoteca.com
Terroirs
5 William IV Street
Tel. +44-20/70 36 06 60
www.terroirswinebar.com
Princess Victoria
217 Uxbridge Road
Shepherd’s Bush
Tel. +44-20/87 49 58 86
www.princessvictoria.co.uk
Gordon’s Wine Bar
47 Villiers Street
Tel. +44-20/79 30 14 08
www.gordonswinebar.com
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02
Stefan Riße: Die Inflation kommt! Die
besten Strategien, sich davor zu
schützen, FinanzBuch Verlag, München 2010, 295 Seiten.
Eine riesige Welle aus Geldscheinen, die mit
tobender Wucht anbrandet. Und als wäre das
Cover noch nicht alarmierend genug, lässt der
Titel an der heranrollenden Bedrohung keinen
Zweifel: „Die Inflation kommt!“
Dabei versteht sich Autor Stefan Riße keineswegs als Prophet des Untergangs, seine Analysen, warum die zunehmende Staatsverschuldung
zur Inflation führt und die Anleger durch ihr
Sicherheitsdenken zu falschen Entscheidungen
verleitet werden, sind durchaus von tieferer Einsicht geprägt. Riße, bekannt als Börsenkorrespondent bei n-tv und als Kolumnist bei „Focus
Money“, argumentiert verständlich und legt
ebenso nachvollziehbar wie ausführlich dar, warum demnächst unausweichlich „die Inflation
kommt“. Ein einziges Kapitel am Schluss des
Buchs reicht ihm, seine Vorschläge loszuwerden,
wie Anleger ihr Geld vor inflationsbedingtem
Wertverlust schützen können. Sein Fazit: Gold,
hochwertige Immobilien und Aktien mit Substanz. Das ist beruhigend bodenständig. Umso
beunruhigender wirkt daher die Entschiedenheit,
mit der Riße die Inflation vorhersagt. Ein Buch,
das wegen seiner Klarheit allen Privatanlegern zu
empfehlen ist.
Lufthansa Exclusive 08/10
03
Beat J. Guldimann: Inside Swiss
Banking. The Sudden and Seismic
Transformation of a Global Financial
Brand, 2010, Book on Demand,
www.lulu.com, 236 Seiten.
Seit die finanzielle Transparenz als Geheimwaffe
im Kampf gegen globalen Terrorismus, Steuerbetrug und politische Machtspiele auserkoren
wurde, sieht es mit der ökonomischen Verschwiegenheit der Schweiz auf ihrer privaten Bankinsel
nicht mehr rosig aus. Die Tage der übereifrigen
Betonung von Diskretion und Kundenprivatsphäre
sind gezählt.
In seinem gut recherchierten Band skizziert der
einstige Top-Banker der UBS, Beat J. Guldimann,
die Geschichte der Schweizer Bankenindustrie.
Laut Guldimann führten die ernsthaften globalen
Nachforschungen in den Bereichen Steuerflucht
und politische Veruntreuung zum Ende des
Schweizer Bankgeheimnisses. Der ehemalige juristische Berater und Chef schweizerischer und
kanadischer Finanzinstitutionen räumt zwar ein,
dass die Banken nicht ganz unschuldig seien;
der Niedergang des Schweizer Steuerparadieses
sei jedoch der nachlässigen Schweizer Finanzattitüde zuzuschreiben. Welchen Wettbewerbsvorteil haben die Schweizer Banken jetzt eigentlich
noch? Studenten der Finanzgeschichte werden
sich dieser Frage genauso gern widmen wie
Nummernkontoinhaber – oder solche, die es
gern wären.
04
Susanne Schmidt: Markt ohne Moral. Das Versagen der internationalen Finanzelite, Droemer Knaur,
München 2010, 208 Seiten.
Ziemlich fassungslos stand der Normalbürger
Ende 2008 vor dem gigantischen Schutthaufen,
den die Finanzkrise in vielen Ländern hinterlassen hatte: giftige Papiere, Bankpleiten, Rettungspakete, Verstaatlichungen. Selbst Experten kamen angesichts der sich überschlagenden
Ereignisse kaum noch nach.
Die promovierte Nationalökonomin Susanne
Schmidt, die lange in London tätig war, bringt in
ihrem Buch Ordnung in das Durcheinander.
Auch für Laien verständlich, locker und dennoch
durchdacht erklärt die Tochter von Altbundeskanzler Helmut Schmidt, was alles schiefgelaufen
ist und mit welchen Maßnahmen eine neue Krise
verhindert werden kann. Unverhohlen parteiergreifend und mit persönlicher Note, aber stets
sachlich und niemals polemisch plädiert die Finanzjournalistin dafür, die Macht der Banken, ja
des gesamten Finanzsektors wirksam zu beschneiden. Eine hochinteressante Lektüre. Schade nur, dass die Ereignisse kurz nach der Buchveröffentlichung, wie etwa der Fall Griechenland
und der Euro-Rettungsschirm, nicht mehr berücksichtigt werden konnten.
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Lifestyle Deutsches Museum
„Ich bin immer wieder fasziniert, zu welchen technischen
Meisterleistungen der
Mensch fähig ist. Der
Traum vom Fliegen
besteht vor allem darin, Grenzen zu überwinden.“
Lufthansa Exclusive 08/10
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„Hier sehen Sie das DNA-Besucherlabor. Da habe ich meine eigene DNA aus Mundschleimhautzellen freigesetzt, mit Alkohol
ausgeflockt und in einem Röhrchen als Schmuckstück zum Umhängen mit nach Hause genommen.
Unsere Besucher lernen dort, was
Gene und Erbgut überhaupt sind.
Und was sie für die Entscheidungsprozesse unserer Gesellschaft bedeuten.“
Darf ich Ihnen mein
Haus zeigen? Direktor
Wolfgang M. Heckl ist ein
Glücksfall fürs Deutsche
Museum. Er kämpft gegen dessen Verfall und
macht die Tür weit für die
Zukunft auf. Ein Rundgang mit einem heiteren
Freigeist
Text Michael Schophaus Fotos Enno Kapitza
48
Lifestyle Deutsches Museum
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„Es ist wichtig, bei uns im Museum überall darauf hinzuweisen: Technik ist Kultur! Solche
Werkzeugmaschinen wie hier
sind dabei als Schlüsseltechnologie der Erfolgsfaktor der
deutschen Exportwirtschaft.
Vom Fiedelbogen der Steinzeit
bis zur computergesteuerten
Lasertechnik, all das hat die
Reise in unseren Wohlstand
entscheidend mitbestimmt.“
„Jeder Mensch muss sich die Frage
selbst beantworten, ob er für oder
gegen Gentests ist. Wir wollen ihm
aber mit verständlichen Argumenten im Zentrum Neue Technologien den Dialog über die Zukunft
der Biomedizin ermöglichen. An
dieser Station hier werde ich zum
Beispiel gefragt, wie ich in Einzelfällen entscheiden würde, und bekomme die Wahl der anderen Besucher
zum Vergleich.“
Lufthansa Exclusive 08/10
50
Lifestyle Deutsches Museum
51
„Sich von einer Ariane-5
Rakete mit über 425
Tonnen Treibstoff mit
mehr als 11,2 km/s Richtung Weltall schießen zu
lassen ist mutig. Unglaublich mutig. Ich bewundere Astronauten
sehr.“
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5
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err Heckl erinnert mich an Lehrer Habermüller. Eigentlich war
der ganz nett, aber in der Schule
zählte er zu den natürlichen
Feinden, weil er mein Abitur verhindern
wollte. Er war auch so ein Mannsbild wie
Professor Heckl, und sein großes Wissen
schüchterte mich ein. Ich glaube, für mich
hieß Bildung damals Habermüller. Einfach
nur Habermüller.
Meine schlechtesten Fächer waren Physik und Biologie. In Leibesübungen war
ich dafür sehr gut, Latein konnte sich
sehen lassen; man könnte sagen, dass ich
meine, na ja, geistige Reife der Riesenfelge und dem Gallischen Krieg zu verdanken
habe. Na toll, und was hilft mir das jetzt?
Denn jetzt stehe ich im Deutschen
Museum in München vor einem freundlichen Kerl, der so klug ist, dass er bei
Jauch jeden Joker verschenken könnte.
Wolfgang M. Heckl ist hier Generaldirektor,
er lächelt und will mich gleich herumführen.
Durch sein riesiges Haus des Staunens.
Durch eine Welt, in der die Zukunft auf die
Vergangenheit trifft. Wo wir nicht nur vor
Lufthansa Exclusive 08/10
der Dampfmaschine stehen bleiben werden; vor den von Robert Koch entdeckten
Tuberkelbazillen, dem Otto-Motor oder den
Fischer-Dübeln. Sondern auch, wenn es
für mich miesen Schüler schlecht läuft, vor
einem Rastertunnelmikroskop und der
Frage, wie das so ist mit den zweidimensionalen Kristallen aus den organischen
Molekülen. Das kann ja heiter werden.
Es wird heiter. Weil ich keinen Habermüller treffe. Sondern jemanden, der nicht
mit seinem Wissen prahlt. Der sich bemüht, mir in ein paar Stunden die Welt zu
erklären, und dabei nicht ständig auf die
Uhr guckt. Er spricht gleich an, was ihn
täglich beschäftigt. Viele könnten irgendwas von Goethe zitieren, sagt er, aber
scheitern an den einfachsten Gesetzen
der Physik. Er schaut mich an. Soll ich ihm
etwa mit des Pudels Kern kommen? Ich
nehme mir vor, mir erst mal nichts anmerken zu lassen, und reiche ihm zur Begrüßung ehrfürchtig die Hand. Irgendwas mit
Ohm, Newton oder Galilei wird schon gehen. Oder mit dem Faraday-Käfig und der
Abwehr von Blitzen. Wozu arbeite ich
schließlich beim Lufthansa Magazin?
Er steckt voller Geschichten, wie sein Büro
im Museum. Er kann nicht still sitzen, in
seinen Augen blitzt die Neugier; ich persönlich freue mich sehr darüber, dass er
mit mir nicht sofort über Elementarteilchen
diskutieren will. Wie nett von ihm. Wissenschaftler mit Weltruf habe ich auch schon
anders kennengelernt.
Der Herr Professor wirbelt durch den
Raum. Er habe das Gen von Elvis Presley,
meint er, seit der King 1958, im Geburtsjahr des kleinen Wolfgang, dessen oberpfälzische Heimatstadt Parsberg besuchte.
Also stehen natürlich ein paar schöne Musikboxen bei ihm herum. Die sammelt und
repariert er. „Ich bin ein alter Rock’n’Roller“,
ruft er und schwingt gekonnt seine akademische Hüfte. Es soll ruhig jeder sehen,
was für ein Bauchmensch er trotz seiner
vielen Kopfarbeit geblieben ist.
Dann zeigt er an die Wand. Gucken
Sie mal. Heckl mit Fidel Castro. Heckl mit
Mike Oldfield. Heckl mit Scheich. Neben
seinen eigenen Bildern, die er in der Freizeit malt, und den vergilbten Eintrittskarten
seiner Großeltern. Eingerahmt, versteht
sich, 20 Pfennige kostete der Besuch im
Museum damals. Und schauen Sie hier,
vier kleine bunte Stühle in Form der DNAStruktur, die aussehen wie von Lego.
DNA-Struktur? Die kenne ich sogar.
Ha, Herr Lehrer, ich weiß was! Wolfgang
Heckl war der erste Mensch, der die Bausteine der DNA sichtbar gemacht hat.
1993, lange her, er macht auf bescheiden.
Dann ruft er, nach einer kurzen Zeit des
demütigen Schweigens: „Los, lassen Sie
uns endlich gehen!“
Wir gehen. Eine plappernde Schulklasse kommt uns entgegen. Schulklassen
sind die häufigsten Besucher, sie sind für
Herrn Heckl ganz wichtig. Weil dann die
Zukunft durch die Tür kommt. Selbst in
Zeiten von WLAN oder SMS stirbt die Hoffnung zuletzt. Manchmal frage er sich:
Werden das Juristen später? Oder Volkswirte? Aber wie viele Physiker? Wie viele
Chemiker und Biologen?
Was werden sie tun, solange ein Manager mehr gilt als ein Ingenieur? Wer erforscht später noch Licht, Natur und Energie? Sie kennen früh die Börsenkurse.
Doch lernen nichts vom Urschleim, in
Das Museum
Es wurde 1903 von Bauingenieur Oskar von Miller in München gegründet. 22 Jahre später
wurde das heutige Museumsgebäude auf der
Isarinsel eröffnet. Seitdem ist es das größte
naturwissenschaftliche
Museum der Welt. Die
Sammlungen des
Hauses umfassen mehr
als 100 000 Objekte,
28 000 davon werden
ausgestellt. Im vergangenen Jahr kamen rund
1,3 Millionen Besucher.
Allerdings ist das Museum derzeit stark vom
Verfall bedroht, die Kosten für eine Renovierung
werden von der Unternehmensberatung
McKinsey auf 400 Millionen Euro geschätzt.
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52
lufthansa.com
Lifestyle Deutsches Museum
„Seit vielen Jahren sammle ich
sehr leidenschaftlich. Auch alte
Musikboxen, wenn man sie noch
selber verstehen und reparieren
kann. Musik gibt mir die Energie
für den Tag und gehört für mich zu
den intensivsten Erfahrungen im
Leben. Kinder können bei uns die
Schwingungen einer Gitarrensaite
am ganzen Körper erleben und
sich so ganz früh für die Technik
hinter den Dingen begeistern.“
Wolfgang M. Heckl
wurde 1958 in Parsberg in der Oberpfalz geboren.
Nach seinem Abitur (1,0) studierte Heckl Physik an
der Technischen Universität München bis zur Promotion. Danach betrieb er zahlreiche Forschungen an der Seite des Nobelpreisträgers Gerd Binnig, des Mitbegründers der Nanowissenschaft.
Anschließend folgte Heckls Assistenzzeit bei Theodor Hänsch, ebenfalls Nobelpreisträger, die er
1993 mit seiner Habilitation abschloss. Seit 2004
leitet er als Generaldirektor die Geschäfte des
Deutschen Museums. Da Heckl sich der populären Vermittlung von Wissenschaft verschrieben
hat, ist er oft Gast in Funk und Fersehen. Er ist mit
einer Juristin verheiratet und Vater einer Tochter.
dem Herr Heckl gern herumrührt, weil dort
das Leben entstand. Wo soll ich da beginnen, fragt er sich oft, wenn sie nicht mal
wissen, woraus unser Dasein kroch?
Am Anfang steht für ihn immer die Erfindung. Der Versuch, das Leben einfacher
zu machen. Erfindungen sind für ihn die
Grundlagen der Kultur. Keine Malerei ohne
Physik. Kein Wohlstand ohne Biologie. Mit
seinem Museum will er verhindern, dass
die Menschen ihre Neugier verlieren. Er
will es entstauben, es vom Muff der Dieselloks und Destillate befreien. 400 Millionen Euro soll die Sanierung kosten, der
Professor treibt viele Gelder selbst auf. Bei
Privatpersonen und Unternehmen, die
auch nicht wollen, dass es im Keller des
fast 100 Jahre alten Gebäudes schimmelt.
Herr Heckl ist der größte ernst zu nehmende Glücksfall für sein Haus.
Vor längerer Zeit war er bei Kerner in
der Talkshow. Werbung machen fürs Museum, wie immer, und wurde nach der
sinnvollsten Erfindung der Menschheit gefragt. Das Rad? Von wegen. Die Dampfmaschine? Auch nicht. Nein, er saß da
und sagte: die Toilettenspülung! Da haben
Lufthansa Exclusive 08/10
sie sich schon gewundert über den Heckl.
Er hat beim Nobelpreisträger Theodor
Hänsch habilitiert und sich in seiner Doktorarbeit über die laterale Organisation von
Lipidmonolayern unter dem Einfluss von
amphiphilen Fremdstoffen und Proteinen
ausgelassen. Aber morgens auf dem Klo
ist ihm auch wichtig. Die Toilettenspülung
hat uns vom Schlamm des Mittelalters befreit, sagt er, da freue er sich jeden Morgen drüber. Er ist ein Wissenschaftler, der
das kleinste Loch der Erde gebohrt hat,
aber nie den Blick für den Alltag verliert.
Über elektrische Zahnbürsten kann er sich
herrlich aufregen, weil man bei denen oft
nicht den Akku wechseln kann.
Er will mir das kleinste Loch der Welt
zeigen. Aber vorher gehen wir noch an
den Magdeburger Halbkugeln vorbei, mit
denen Otto von Guericke die Wirkung des
Luftdrucks demonstrierte. Schauen uns ergeben die Glühlampe von Thomas Edison
an und gehen noch kurz bei seinem Nachbarn vorbei, der Werner von Siemens heißt
und mal eben die Elektrotechnik erfand.
Danach ein kleiner Abstecher durch die
Luftfahrt, in ein paar Minuten vom Heißluftballon zum Düsenjet. Anschließend kurz in
die Nebelkammer, um gefälligst der Atomphysik unsere Aufwartung zu machen.
Wozu die Menschheit Jahrhunderte
brauchte, ist hier oft gleich um die Ecke.
Ich schlage mich ganz ordentlich.
Das kleinste Loch der Welt ist so klein,
dass man es nicht sehen kann. Mein wandelndes Lexikon neben mir hat dafür im
Jahr 1994 einen Eintrag ins Guinnessbuch
der Rekorde gekriegt. Aber die Frage
muss kommen, so unter Kollegen. Wofür
braucht man es?
Nach einer halben Stunde kenne ich
den Grund immer noch nicht, doch ich habe ihm fasziniert zugehört. Es geht wohl
darum, dass ein Loch entsteht, indem ein
einzelnes Atom zum Beispiel aus einem
Kristallverband herausgelöst wird. Überhaupt, sagt er, man solle sich lieber an das
Zitat von Alexander von Humboldt halten.
Das mit den Leuten, die zwar Weltanschauungen hätten, aber dabei vergessen
würden, die Welt anzuschauen.
Wir sehen noch viel von ihr. Danke,
Herr Heckl.
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Das Buch heißt „Fehlfunktion“ und ist eine
längst überfällige Streitschrift. Staubsaugerbeutel, Müslipackungen, Einhebelmischer im
Bad. Der Autor Konrad Lischka ist vom Leben
hart geprüft, jetzt hat er seinem Alltagsärger
sehr vergnüglich Luft gemacht
Text Emanuel Eckardt Illustration Maja Nieveler
W
arum muss es 1120 verschiedene Staubsaugerbeutel
geben? Wieso lässt sich kein
Getränkekarton öffnen, ohne
dass es spritzt? Warum reißen Müslipackungen immer so tief ein, dass die Hälfte
des Inhalts auf dem Fußboden landet?
Warum produziert ein Hersteller von Mobiltelefonen für 50 Modelle mehr als 20 verschiedene Akkutypen? Warum machen
Einhebelmischer im Bad nie das, was man
will? Denn mal kommt zu viel oder zu
wenig Wasser aus der Dusche, mal ist es
eisig, mal kochend heiß.
„Mischen impossible“, stöhnt Konrad
Lischka. Ist der Einhebelmischer eine
Fehlkonstruktion? Oder der Mensch, der
damit umzugehen versucht? Der SpiegelOnline-Mann sucht nach Antworten, recherchiert in Archiven und Internetforen
und befragt Firmensprecher, die merkwürdig einsilbig reagieren und keineswegs
Besserung geloben. Warum soll es nicht
1120 verschiedene Staubsaugerbeutel
geben? Immerhin gibt es rund 42 000 verschiedene Staubsauger. Die erste
Staubsaugerbeutelsuchmaschine (www.
staubbeutel.de) registriert 340 000 Suchanfragen monatlich, Tendenz steigend.
Wenn sie nur wollten, könnten die
Hersteller von Mobiltelefonen, Kameras
und Staubsaugern das unüberschaubare
Riesenangebot ihrer Zubehörteile ohne
großen Aufwand in eine übersichtliche und
verbraucherfreundliche Auswahl verwandeln, würden damit aber auf ein lukratives
Lufthansa Exclusive 08/10
Geschäft verzichten. Vehement wehren sie
sich deshalb gegen alle Versuche, das
Chaos einer DIN-Norm zu unterwerfen,
und der Kunde hat das Nachsehen.
Aber man wird ja noch mal fragen
dürfen, oder nicht? Warum muss man das
halbe Auto auseinanderbauen, um eine
Glühbirne zu wechseln? Wie falte ich einen
Kinderwagen, ohne Hände und Füße zu
benutzen? Warum läuft die Schrift auf den
Buchrücken und DVDs mal von unten
nach oben, mal von oben nach unten? Anscheinend hat der Autor auch Rückenärzte
befragt. Sie raten dazu, die Heimbibliothek
am besten nach Laufrichtung des Rückentextes zu sortieren.
Ärgern, bis der Arzt kommt. Wie
knackt man ein Blisterpack, diese extrem
festen Plastikblasen für Speicherkarten,
Spielzeug und Computerzubehör? Wer ist
nicht schon bei dem Versuch rasend geworden, das fest haftende Preisschild von
einer Neuerwerbung zu entfernen? Kratzen, knibbeln, fummeln. Internetforen widmen sich dem Problem: Angeblich helfe
Butter (über Nacht einweichen lassen, am
nächsten Tag abreiben), Zitronensaft oder
Nagellackentferner, vielleicht auch Wasser
und Seife oder schlichtes Erwärmen. „Lassen Sie andere die Etiketten abknibbeln“,
rät der Autor, „die Verkäufer zum Beispiel.“
Beim Kampf mit den Frischhaltefolien
steht der Verbraucher allein. Die Hersteller
säuseln: Hauchzart sollen sie sein, sie atmen, sind anschmiegsam, doch niemand
kriecht dieser verführerischen Prosa noch
auf den Leim. Die Verpackung hat ein
Zahnleiden; wer versucht, die Folie über
die Zackenkante abzureißen, erlebt erst mal
ein Desaster. Slapstick bis zum Filmriss.
Auch Geldautomaten brauchten dringend einen Arzt. Lischka diagnostiziert
Münzdurchfall und Kartenschluckauf, Leseschwäche und Magnetstreifenallergie.
Und wer therapiert die Verbraucher, die
bei der Lektüre von Gebrauchsanleitungen
ins Schwitzen geraten? Aus der Anleitung
für eine Kühl-Gefrier-Kombination: „Das
Geröt (ja, so steht es geschrieben) ist eine
schweißlose Heizung im Wasserspender
installiert und wird es mit schweißloser
Heizung ,On‘ eingeschaltet. Bitte schalten
Sie den schweiß lose Heizung ein, falls die
Oberfläche von Spender den Schweiß vorkommen wird.“
Erklärungsnotstand, wo man hinblickt.
Pure Verzweiflung spricht aus dem Werk,
wenn Lischka zur praktischen Lebenshilfe
übergeht. Vielleicht helfen ja Maschinenbetreuungsgruppen oder Mensch-Maschine-Paarseminare. Jedes seiner Kapitel
endet mit einem Tipp. „Pulen Sie den
Staub aus den vollen, alten Staubsaugerbeuteln“, rät der Autor, „am besten heimlich, nachts und draußen – Sie wollen ja
nicht als Sonderling gelten.“ Wenn gar
nichts mehr geht, hilft nur Satire.
Konrad Lischka: Fehlfunktion. Warum
Frischhaltefolie nie gerade abreißt und
andere Alltagsärgernisse. Goldmann,
München 2010, 224 Seiten, 8,95 Euro.
Inspirations Hab & Gut
Auf dem Eso-Trip:
Chartanalysten destillieren aus vergangenen Kursverläufen
Vorhersagen für die
Zukunft – ein Zauber,
der mit Vorsicht zu
genießen ist, meint
Kolumnist Jürgen
Drommert
Lufthansa Exclusive 08/10
Jetzt zünden wir die Duftkerze mit dem
Zitronengrasöl an, döppern einmal beherzt gegen die Klangschale, deren lang
anhaltende und obertonreiche Klänge uns
im Innersten berühren, und sagen alle mal
„ommm“. Sie merken schon: Diesmal
wird’s esoterisch.
Vorher aber noch einmal eine Banalität, die gar nicht oft genug wiedergekäut
werden kann: Glauben heißt nicht wissen.
Wer beides verwechselt, landet bestenfalls
in der Lächerlichkeit, oft auch geradewegs
in einem Schlamassel. Esoteriker, die verschwurbelten Geheimlehren anhängen,
sind sich natürlich nicht der Haltlosigkeit
ihrer Überzeugungen bewusst, für sie geht
es dabei um veritable Erkenntnisse. Putzig, aber meist harmlos. Bedenklich wird
die Sache, wenn es esoterische Lehren in
die Wirtschafts- und Finanzressorts von
angesehenen Publikationen bringen, denn
dort sollte man es auf gesichertes Wissen
und Plausibilität, wenigstens aber auf korrekte Fakten abgesehen haben.
Dunkel ist die Rede der Esoteriker,
mystische Schauer soll sie auslösen, und
das gilt auch für die Börsenesoterik: „Für
eine kurzfristige Atempause spricht allerdings der bereits wieder überkaufte Stochastik-Oszillator, der in seiner doppelt
geglätteten Form (DSSBR) in den oberen
Extrembereich eingelaufen ist und diesen
anschließend nach unten verlassen hat.“
Vage spricht das Orakel, schemenhaft zeichnet sich die Zukunft ab, auch die
von Aktienkursen: „Solange 47.1 einen
Widerstand bilden, sind wir bearish. In diesem Fall würde durch das Unterschreiten
von 39.4 ein weiterer Kursrückgang in
Richtung 36 ausgelöst. Alternatives Szenario: Ein Überschreiten von 47.1 würde
den Weg auf 50.4 und dann 52.75 frei
machen.“
Solche Börsenesoterik firmiert unter
der Bezeichnung „Chartanalyse“, und
selbst Banken, die gewöhnlich als abgebrüht und aufgeklärt gelten, halten sich
dafür Schamanen, pardon, Chartanalysten. Für ihre Vorhersagen der Entwicklung
von Märkten oder Einzeltiteln greifen sie
auf ein ganzes Arsenal von Techniken zurück; mit ihren Termini von der „SchulterKopf-Schulter-Formation“, kurz SKS, bis zu
besagtem „Stochastik-Oszillator“, der die
Schwungkraft eines Marktes messen soll,
könnten sie ein Wörterbuch füllen. So was
ist bei Geheimlehren üblich. Und bei Wissenschaften auch, setzen jetzt die Anhänger der Charttechnik patzig dagegen.
Bei der Chartanalyse werden, wie der
Name schon andeutet, Charts ausgewertet. Dabei kann man feststellen, dass gewisse Kursentwicklungen, dargestellt als
grafische Formationen, immer mal wieder
auftreten. Das ist ebenso unbestreitbar wie
trivial, abstrus wird die Sache allerdings,
wenn diese Vergangenheitsgrafiken benutzt werden, um künftige Kursverläufe
vorherzusagen – ohne nach Kausalbezügen zu fragen und ohne konkrete Finanzdaten oder Marktperspektiven einzubeziehen. Das ist ein bisschen (wenn auch nicht
ganz) so, als würde man die Treffer der
vergangenen Jahre analysieren, um herauszubekommen, welche sechs Richtige
plus Zusatzzahl denn nun bei der nächsten Lottoziehung kommen.
Das britische Blatt The Economist hat
das Vorgehen der Chartanalysten lakonisch auf den Punkt gebracht: „Menschen
sehen Muster, wo keine sind – und das
ständig: in Wolken, in Lotterien, in Bergrücken, auf der Marsoberfläche und sogar
in den Wurzeln von Rettich.“ Solche Sinnsuche und Zukunftsdeuterei ist allzu
menschlich. Einer in weiten Teilen unkalkulierbaren Wirklichkeit und höchst ungewissen Zukunft ausgesetzt zu sein ist ja
wirklich kein Pappenstiel. Wer allerdings
solche Härten scheut, sollte doch besser
die Börse meiden.
Warum dann die Chartanalysten doch
von Zeit zu Zeit recht behalten? Das liegt
am Phänomen der self-fulfilling prophecy
– wenn nur genug Marktteilnehmer an
einen Humbug glauben, bewahrheitet er
sich. Solche Mirakel treten auch bisweilen
bei obskuren Heilverfahren auf, wenn der
Kranke ihnen nur bedingungslos vertraut.
Und trotzdem würden sich die meisten
Esoteriker hierzulande bei einer akuten
Blinddarmentzündung doch lieber ins
nächstgelegene Kreiskrankenhaus begeben. Warum dann also das Wohlergehen
seines Depots von einer okkulten Lehre
abhängig machen?
Illustration: A. Thienhaus
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bzw. Vor-Ort-Buchung
• inklusive oder exklusive Versicherung
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Bezahlung
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sofort auch für Special Cars wie Cabrios
und Offroader
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wertvolle Prämienmeilen.
* Abhängig von Verfügbarkeit
* * Die neuen Rabatte gelten auch für Sixt rent a truck, sind
abhängig von lokaler Verfügbarkeit und können nicht mit
anderen Aktionen verbunden werden.
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Senatoren erhalten die Sixt Platinum Card. Die Sixt
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Sie dazu einfach die folgende Frage:
Welches neue Ziel in der Türkei fliegt
Lufthansa ab August 2010 an?
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1. Preis: 20 000 Prämienmeilen
2. Preis: 15 000 Prämienmeilen
3. Preis: 10 000 Prämienmeilen
Senden Sie bis zum 31. August 2010
eine E-Mail mit der Lösung, Ihrer
Miles & More Servicekartennummer
und Ihrer vollständigen Adresse an
gewinnspiel@lufthansa.com oder eine
Postkarte an: Miles & More, Rätsel
August 2010, Postfach 90 03 31,
D-60443 Frankfurt/Main
Die Lösung unseres Gewinnspiels im Juli
2010 („Bei welchem Miles & More AirlinePartner können Sie seit seinem Beitritt
zur Star Alliance jetzt auch Statusmeilen
sammeln?“) lautet: Aegean Airlines.
Nicht teilnahmeberechtigt sind Mitarbeiter des Lufthansa
Konzerns und deren Angehörige. Jeder Einsender darf
nur einmal am Gewinnspiel teilnehmen. Der Rechtsweg
ist ausgeschlossen.
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Miles & More Partner
Meilenschnäppchen im August
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sparen Sie bis zu 40 000 Meilen: Im
August bietet Lufthansa Ihnen wieder
zahlreiche attraktive Meilenschnäppchen.
Wenn Sie zwischen dem 1. August und
15. September buchen und zwischen
dem 8. August und 16. September 2010
abheben*, fliegen Sie auf allen innerdeutschen Strecken für nur 10 000
anstatt 25 000 Meilen. Interessante
Europaziele erreichen Sie ebenfalls für
nur 10 000 anstatt regulär 30 000
Meilen und nach China sparen Sie
sogar 40 000 Prämienmeilen.
Die Lufthansa Meilenschnäppchen in den
Nahen Osten für nur 25 000 Prämienmeilen gelten bei Buchung zwischen dem
13. August und 7. September und Flug
zwischen dem 20. August und 8. September
2010.**
Ihr Meilenschnäppchen können Sie schnell
und bequem über den Flugprämienkalender
auf der Miles & More Online-Plattform
buchen. Dort finden Sie alle Flüge auf
einen Blick sowie die Konditionen für Ihre
vergünstigte Flugprämie.
Destination
Reduzierter Meilenpreis
Regulärer Meilenpreis
Innerdeutsche Strecken:
Alle innerdeutschen Lufthansa Strecken
10 000 Meilen Economy Class
25 000 Meilen Economy Class
Europa:
Von allen deutschen Flughäfen nach
London-Heathrow, Mailand, Paris
10 000 Meilen Economy Class
30 000 Meilen Economy Class
China:
Von allen deutschen Flughäfen nach
Guangzhou, Hongkong, Nanjing, Peking,
Shanghai
40 000 Meilen Economy Class
80 000 Meilen Economy Class
Naher Osten:
Von allen deutschen Flughäfen nach
Abu Dhabi, Asmara, Bahrain, Dubai, Jeddah,
Kairo, Khartum, Kuwait, Riad, Teheran, Tunis
25 000 Meilen Economy Class
40 000 Meilen Economy Class
* letzter Rückflug 19.09.2010
** letzter Rückflug 11.09.2010
Star Alliance Partner:
• Adria Airways • Aegean Airlines• Air Canada
• Air China • Air New Zealand • All Nippon Airways
• Asiana Airlines • Austrian Airlines • Blue1
• bmi • Brussels Airlines • Continental Airlines
• Croatia Airlines • EgyptAir • LOT Polish Airlines
• Lufthansa • Scandinavian Airlines • Shanghai Airlines
• Singapore Airlines • South African Airways
• Spanair • Swiss International Air Lines
• TAM Airlines • TAP Portugal
• Thai Airways International • Turkish Airlines
• United • US Airways
Weitere Kooperationspartner:
• Air Astana* • Air Dolomiti
• Air India • Air Malta • Cirrus Airlines
• Condor • Ethiopian Airlines* • Germanwings
• Jat Airways* • Jet Airways • Lufthansa Italia
• Lufthansa Regional** • Luxair • Mexicana
• Qatar Airways • TACA International Airlines
• Althoff Hotel Collection • Anantara • Andaz
• Best Western Hotels • Best Western Premier
• Candlewood Suites • Cham Palaces and Hotels
• Classical Hotels • Conrad Hotels & Resorts
• Courtyard by Marriott • Crowne Plaza • Doubletree
• Dusit International • Embassy Suites Hotels
• Express by Holiday Inn • Fairfield Inn by Marriott
• Fairmont Hotels & Resorts • Four Points by Sheraton
• Golden Tulip Hotels • Grand Hyatt
• Grecotel Hotels & Resorts • Hilton
• Hilton Garden Inn • Hilton Grand Vacations
• Holiday Inn Hotels & Resorts • Hotel Indigo
• Hyatt Place • Hyatt Regency • Hyatt Resorts
• Hyatt Summerfield Suites • Innside Premium Hotels
• InterContinental Hotels & Resorts
• Jumeirah Hotels & Resorts
• JW Marriott Hotels & Resorts • Kempinski Hotels
• Landis Hotels & Resorts • Le Méridien Hotels & Resorts
• Lindner Hotels & Resorts
• Mandarin Oriental The Hotel Group
• Marco Polo Hotels • Marriott Hotels & Resorts
• Marriott Vacation Club International
• Mövenpick Hotels & Resorts • NH Hoteles
• Omni Hotels • Orbis Hotel Group • Pacific International
• Pan Pacific Hotels and Resorts • Park Hyatt
• Park Inn Hotels • Radisson SAS Hotels
• Raffles Hotels & Resorts • Ramada Worldwide
• Regent Hotels & Resorts • Renaissance Hotels & Resorts
• Residence Inn by Marriott • Shangri-La Hotels & Resorts
• Sheraton Hotels & Resorts • Sofitel Hotels & Resorts
• SpringHill Suites by Marriott • Staybridge Suites
• Steigenberger Hotels • St. Regis Hotels & Resorts
• Swissôtel Hotels & Resorts
• Taj Hotels Resorts and Palaces
• The Leading Hotels of the World, Ltd.
• The Leela Palaces, Hotels and Resorts
• The Luxury Collection • The Regent Hotels
• The Waldorf Astoria Collection Hotels
• TownePlace Suites by Marriott • Traders Hotels
• W Hotels • Westin Hotels & Resorts
• WORLDHOTELS • Wyndham Hotels and Resorts
• Avis • Europcar • Hertz • Sixt • Anson’s
• AOT CRUISE • Architectural Digest
• ASSTEL • auto motor und sport • AvD • AXA
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• BUNTE • Capital • Chic Outlet Shopping®
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• Süddeutsche Zeitung • Swarovski • The Economist
• Travel Value & Duty Free • TripAdvisor • TV Spielfilm
• Vogue • Wein Gourmet • WELT am SONNTAG
* Auf ausgewählten Strecken
** Zu Lufthansa Regional gehören Air Dolomiti,
Augsburg Airways, Contact Air, Eurowings,
Lufthansa CityLine
Lufthansa exclusive 08.10
Stand: 28. Juni 2010
Kurzfristige Änderungen vorbehalten
DER NEUE LED TV 9090. ULTIMATIVES DESIGN. ULTIMATIVE TECHNOLOGIE. DAS ULTIMATIVE TV-ERLEBNIS.
DIE WELT SIEHT SAMSUNG.
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Seele and Geist
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