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GANZ PRIVAT Zu Hause bei Bruno Burri FREIZEIT Was Junge

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nachbarn
Hauszeitung der ASIG Wohngenossenschaft Nr. 97 / Sommer 2009
GANZ PRIVAT Zu Hause bei Bruno Burri
FREIZEIT Was Junge suchen
SICHERE SPIELPLÄTZE Beispiel Holzerhurd
1 nachbarn 2/09
Liebe Leserinnen und
Leser von «nachbarn»
Bis Anfang April hat uns der Winter hartnäckige Rückzugsgefechte geliefert – so
fest, dass wir die geplante Spielplatz-Reportage aus dem Holzerhurd fast hätten ver-
LEITARTIKEL Bruno Burri, Präsident
schieben müssen. Aber es hat dann doch
noch
geklappt
–
über
Nacht gleichsam hat sich
am 3. April der Frühling
angepirscht! Lesen Sie auf
Seite 4 und 5 über die Be-
Welches ist die richtige Wahl?
mühungen der ASIG für
sichere Spielplätze. Über
die vergangenen drei Jah-
Anlässlich meiner Wahl zum Präsidenten
re hat die ASIG die Spiel-
der ASIG kam es vor drei Jahren zu einer
Versammlung wäre zeitaufwendig und
emotional belastend.
plätze in den Siedlungen
überraschenden Gegenkandidatur aus den
Ein elementares Einfluss-Instrument für
für rund 1,4 Millionen Franken sicherer ge-
Reihen des Vorstandes. Dies, nachdem
die Genossenschafter/innen bleibt beste-
macht, erneuert und verschönert. Gerade
sich der Vorstand vorab für meine Person
hen, indem der Vorstand seine Mitglieder
der Fallschutz ist wichtig, damit Kinder und
entschieden hatte (nicht einstimmig). In der
nicht selber auswählen kann. Zwar erfolgt
Jugendliche unbesorgt herumtoben können
Folge habe ich mich dazu bekannt, der
auch hier aus praktischen Gründen eine
und sich nicht verletzen, wenn sie einmal
GV die Auswahl zu überlassen, falls sich
Empfehlung. Diese bezieht sich auf das
stürzen sollten. Lesen Sie auch auf S. 12,
der Vorstand nicht auf eine einzige Person
Wahlprozedere, indem der Vorstand so
was mit den brauchbaren Bauteilen der
festlegen könne. Aber nur dann. Warum?
viele Kandidat/innen vorschlägt, wie es
ASIG-Häuser in Seebach geschieht, die ab
In erster Linie hat der Vorstand einen Füh-
Sitze zu vergeben gibt. Die Statuten lassen
diesem Sommer rückgebaut werden.
rungsauftrag und damit die Pflicht, der GV
zu, dass sich bis zur GV weitere Mitglieder
einen gut fundierten und annehmbaren
zur Wahl stellen können. Die Frage bleibt
Wahlvorschlag zu unterbreiten. Es ist kein
auch hier bestehen: Ist eine (Aus-)Wahl
Verdienst des Vorstandes, wenn er mit
mit mehr Kandidat/innen als die Anzahl
einem Zweier-Vorschlag antritt, höchstens
zu vergebender Sitze tatsächlich mit einem
Ausdruck von Uneinigkeit.
besseren Ergebnis verbunden? Ich persön-
Ihr Stefan Hartmann, Redaktor
TITELBILD
Kletterturm in der ASIG-Siedlung Im Holzerhurd,
Affoltern. Foto: Ralph Hut
Inhalt
2 Leitartikel von Bruno Burri
3 Umfrage: Wie steht es mit den Freizeit-
Ich gehe davon aus, dass die meisten
lich zweifle daran.
Mitglieder an der GV die einzelnen Per-
Beim Abgabetermin für diesen Artikel
sonen im Vorstand nicht persönlich kennen.
war die Diskussion im Vorstand über die
«Der Vorstand muss der GV einen gut
fundierten Wahlvorschlag unterbreiten»
möglichkeiten für Junge im Rütihof?
Dies im Gegensatz zu den Mitgliedern im
Präsidiumsfrage noch nicht abgeschlossen.
4 Die Spielplatzerneuerung der ASIG
Vorstand selber, der ja während drei Jah-
Den Ausgang dieser Gespräche können
6 Porträt: Bruno Burri privat
ren zusammen gearbeitet hat. Nach wel-
Sie direkt an der Generalversammlung, am
chen besseren Kriterien soll ein Mitglied an
5. Juni 2009, erfahren.
Geselligkeit wird grossgeschrieben
8 Rätselseiten
10 Neues aus der Geschäftsstelle:
Reka-Gratisferien für Alleinerziehende
11 ASIG-Tipp
der GV wählen, als wenn der Vorstand ein
Vorher schon finden Sie die wichtigste
Mitglied aus seinen eigenen Reihen vor-
und beste Kontroll-Möglichkeit über die
schlägt?
Arbeit des Vorstandes in Ihrem Briefkasten:
Jetzt mag der Einwand erhoben werden,
Den gedruckten Jahresbericht. Überzeugen
12 Geschäftsstelle: Wahlen
dass derart die GV vom Vorstand bevor-
Sie sich selber, dass die ASIG im letzten
14 Zu Besuch bei Bauteilverwerter
mundet werde. Ich anerkenne die urdemo-
Jahr wiederum hervorragende Arbeit ge-
kratische Überlegung, die dahinter steckt.
leistet hat. Das ist das Verdienst vieler Ein-
Jedoch zweifle ich daran, dass eine Mehr-
zelner, welche gemeinsam an einem Ziel
heit der Mitglieder es als sinnvoll erachtet,
gearbeitet haben: das ASIG-Team.
17 Foren: Mieterversammlungen
Abstimmungen und Wahlen im Sinne einer
Mit genossenschaftlichen Grüssen
20 Einladung GV
Vollversammlung abzuhalten. Eine solche
Bruno Burri, Präsident
Jürg Köppel
16 Sozialinfo: Gute Nachbarschaft
ist Gold wert
nachbarn 2/09
2
UMF RAGE Christina Gall, Text und Fotos
Freizeit:
Was die Jungen im Rütihof bewegt
Moira Corina, 13 Jahre,
Jan Trümpler, 12 Jahre,
Ismael Ramadan, 12 Jahre,
Rütihofstrasse 47
Rütihofstrasse 57
Rütihofstrasse 59
Im Quartier bin ich nicht oft im Freien.
Ich bin bei fast jedem Wetter draussen.
Gerne gehe ich in die Schür, ein Ge-
Wenn meine Schwester und ich Speedmin-
Am liebsten halte ich mich in der Spielhal-
meinschaftscenter der Stadt. Jeden Diens-
ton, Pingpong oder Wandab spielen, kom-
le auf, spiele Pingpong, Unihockey oder
tagabend können dort Kinder kochen und
men die kleineren Kinder und stören uns
fahre Velo. Gerne gehe ich auch auf den
anschliessend zusammen essen. Man kann
dabei. Seit ich ins Gymnasium gehe, orien-
Fussballplatz im Quartier. Fussball ist mei-
den Raum auch mieten. Ich habe meine
tiere ich mich eher nach Zürich. Ein paar
ne grosse Leidenschaft, ich spiele auch
Geburtstagsparty dort gefeiert. Das war
Freundinnen habe ich aber auch noch im
im Fussballverein Höngg mit. Im Sommer
lustig. Am Mittwochnachmittag gibt es im
Quartier. Im Sommer gehen wir oft ins Frei-
ist der Fussballplatz immer voller Kinder.
Schulhaus einen Spiel- und Sportreff, den
luftbad Hölzli, fünf Minuten von hier ent-
Sicher etwa 30 Kinder halten sich dann
ich vor allem im Winter nutze. Im Sommer
fernt. Und im Winter besuchen wir einan-
dort auf. Das hat auch schon zu Problemen
spiele ich im Freien Fussball oder Tennis an
der zu Hause und lernen. Meistens komme
geführt. Wir Grossen waren am Spielen,
der Wand. Auch der Baumspielplatz wäre
ich spät von der Schule nach Hause und
und da kam eine Frau mit kleinen Kindern.
noch zum Hütten bauen, aber der interes-
muss dann an den 18-Jährigen des Quar-
Sie schickte uns weg, damit die Kleinen auf
siert mich nicht. Im Allgemeinen reklamie-
tiers vorbeigehen, die an der Bushaltestelle
dem Platz spielen konnten. Nach zehn Mi-
ren die Erwachsenen nicht, weil wir zu laut
herumstehen. Angst habe ich nicht, aber es
nuten kamen wir zurück und wollten wieder
wären. Nur ein Nachbar hat sich immer
ist ein wenig unangenehm, weil sie einen
Fussball spielen. Da wurde die Frau hand-
beklagt wegen des Lärms. Der ist nun aber
angucken und pfeifen. Es wäre gut, wenn
greiflich, packte mich am Arm und schick-
weggezogen. Viel eher gibt es im Winter
es für sie etwas gäbe im Quartier, wo sie
te uns erneut weg. Das hat mich genervt.
Konflikte, wenn wir Schneeballschlachten
sich wohl fühlen und beschäftigt sind. Eine
Aber meistens kommen wir Kinder gut
machen oder Schneebälle an die Schei-
Garage wäre gut, in der sie an ihren «Töff-
miteinander aus. Wir spielen sogar ohne
ben werfen. Sonst sind wir aber immer an-
li» herumbauen können. Für mich selber
Schiedsrichter Fussball, und das klappt
ständig, machen auch auf dem Spielplatz
wünsche ich mir, dass wieder ein Basket-
ohne grosse Streitereien. Für den Fussball-
nichts kaputt wie andere Jugendliche. Für
ballkorb aufgehängt wird. Es wäre auch
platz wünsche ich mir, dass er weniger
den Spielplatz wünsche ich mir eine Dreh-
toll, wenn Filmabende stattfinden würden.
holprig wäre. Es hat Löcher im Gras, und
scheibe. Die macht Spass!
vor dem Tor wächst gar kein Gras mehr.
Moira Corina
3 nachbarn 2/09
Jan Trümpler
Ismael Ramadan
REPORTAGE Text St. Hartmann / Fotos Ralph Hut
Sichere ASIG -Spielanlagen:
Beispiel Im Holzerhurd
IN DEN VERGANGENEN ZWEI JAHREN
Die ASIG bietet in allen ihren Siedlungen
rich unterzog die ASIG auf den Vorfall hin
HAT DIE ASIG DIE SPIELPLÄTZE IN IHREN
Spielplätze für verschiedene Altersgruppen
sämtliche Spielplätze einem Sicherheits-
SIEDLUNGEN SANIERT, SICHERER GE-
an. Sie sollen die Bedürfnisse vom Klein-
Check. Die GGZ Zürich fand an verschie-
MACHT UND MODERNEN BEDÜRFNIS-
kind bis zum 16-Jährigen erfüllen. Einzelne
denen Orten Verbesserungsmöglichkeiten.
SEN ANGEPASST. DIE GENOSSENSCHAFT
Plätze mit Hartbelag dienen den Älteren für
Vor allem der Fallschutz wurde daraufhin
HAT SICH DAS RUND 1,4 MILLIONEN
Basketball, Unihockey oder Skateboard.
verbessert.
FRANKEN KOSTEN LASSEN.
«Mit der Spielplatzerneuerung und -erwei-
«Bei den Unterlagen bestand Hand-
terung möchten wir bewusst Mehrwert für
lungsbedarf, wir strebten für alle Anlagen
Freitagabend, 3. April, vor Palmsonntag:
Familien mit Kindern schaffen», sagt André
den hohen Standard der Euro-Norm 1176
Endlich ist der Frühling da! Das Thermome-
Mäder, zuständig für den Liegenschaftenun-
an», erklärt André Mäder. Holzschnitzel
ter ist auf sagenhafte 17 Grad geklettert.
terhalt der ASIG. «Das verstehen wir unter
etwa sind eine gute Unterlage, ihr Nach-
Die Kids vom Holzerhurd drängt es nach
«wohnen und mehr», und das unterschei-
teil; sie vermodern nach zwei bis drei Jah-
draussen auf die Spielplätze. Vor allem der
det uns auch von anderen, privaten Immobi-
ren und müssen ersetzt werden. Kiesplätze
Spielplatz für die «Grossen» ist attraktiv:
lienfirmen.» Die Spielanlagen werden gut
wiederum erfordern Wartung, da das Kies
Er liegt am Waldrand, weist einen tollen
unterhalten von den Hauswarten der ASIG-
in die Umgebung verteilt wird. Ideal seien
Fussballplatz auf und hat als besondere At-
Siedlungen. So wird etwa der Sand in den
Unterlagen aus federndem Gummi.
traktion eine Seilbahn und eine Kletterpyra-
Sandkästen alle zwei Jahre ersetzt.
mide. Nedim (11), Emin (11) und Severin
(12) finden aber auch die mächtige Buche
mit ihren niedrigen ausladenden Ästen attraktiv.
Sicherheitsstandards überall erhöht
Der ASIG-Vorstand hatte 2005 rasch
gehandelt, als ein Kind auf einem Feder-
In den letzten zwei bis drei Jahren hat die
wipp-Spielgerät verunfallte. Zusammen mit
ASIG viel investiert in ihre Spielanlagen.
der Gartenbau-Genossenschaft GGZ Zünachbarn 2/09
4
LINKE SEITE
Im Holzerhurd: Der Fussballplatz am Waldrand
begeistert vor allem die Buben.
RECHTS VON OBEN NACH UNTEN
Joy Vonesch mit Colin (8 Monate) und Kysha (3)
schätzen die neue, kindergerechte Spielanlage
mit Tischen, Rutschbahn, Wippente und Sandkasten.
Die schöne Buche mit ihren ausladenden Ästen ist
für Nedim (11), Severin (12) und Emin (11)
genauso attraktiv wie die Seilbahn.
Emin (11) wohnt gleich nebenan und vergnügt
sich gerne auf der Seilbahn.
Übersicht der ASIG-Spielplatzsanierungen 2006 – 2009
Jahr
Siedlung
2006
Buchs, Ringstrasse, Etappe 1 Komplette Neugestaltung
60 000
2006
Witikon, Wiesliacher
Grosser und kleiner Spielplatz
65 000
2006
Glattstegweg,
Schwamendingen
3 Spielplätze wurden modernisiert
für Alterskategorien 3 bis 12 Jahre.
Totale Umgestaltung:
Spielwiese, Pingpongtisch, Sitzplätze in
Ruhezone, Sandkasten für Kleinkinder
24 000
44 000
62 000
2007
Buchs, Dielsdorferstrasse
Nachrüstung
13 000
2007
Glattbogen,
Grosser Spielplatz für Alterskategorien
Schwamendingen, Etappe 1 3 bis 12 Jahre.
65 000
2007
Effretikon, Etappe 1
2 Spielplätze wurden modernisiert;
die ASIG übernimmt je einen Drittel der Kosten
(ABZ + GBRZ Rest)
15 000
2008
Effretikon, Etappe 2
Bau von 2 komplett neuen Spielplätzen für
Alterskategorien 3 bis 14/15 Jahre;
der Basketballplatz wird noch in der zweiten
Hälfte 2009 modernisiert. Kosten werden
mit ABZ + GBRZ geteilt.
41 750
2008
Glattbogen, 1
Kleinspielplatz
Schwamendingen, Etappe 2
50 000
2008
Buchs,
Ringstrasse, Etappe 2
«Arena» (Steinplatz mit Stadionstufen) als
Siedlungsaufenthaltsplatz
65 000
2008
Im Holzerhurd, Affoltern
Grosser zentraler Spielplatz am Waldrand mit
Hartbelag mit Rutschseilbahn, Balancegerät,
Pingpongtisch, Kletterturm (s. Bild + Text Reportage) sowie Kinderspielplatz
2008
Oberglatt
Komplett überholt und umgestaltet
70 000
2008
Dreispitz, Schwamendingen
Mehrfamilienhäuser
2 Spielplätze
50 000
2008
Witikon,
Steinacher
Nachbesserung
15 000
2009
Effrektikon
Projekt ausstehend
2009
Mattacker I, Seebach
2009
Rütihof, Höngg
Fallschutzanpassung: Giessen einer
homogenen Gummifläche um die Spielgeräte
Projekt ausstehend
5 nachbarn 2/09
Massnahme
Kosten
142 000
160 000
100 000
94 000
250 000
PORTRÄT
BEI DER ASIG DAHEIM, FOLGE 78: BRUNO BURRI, Präsident ASIG
Text Erika Wüest / Fotos Ralph Hut
Genossenschafter
aus Überzeugung
AUSNAHMSWEISE TRIFFT DER TITEL «BEI
DER ASIG DAHEIM» NUR HALBWEGS ZU.
DIE
GENOSSENSCHAFTSWOHNUNG
VON BRUNO BURRI UND SEINER PARTNERIN LIEGT IN NEU-OERLIKON IN EINER
SIEDLUNG DER ABZ. VON DER GROSSEN
TERRASSE IM 6. STOCK IM REGINA-KÄGIHOF GEHT DER BLICK ÜBER ALTE UND
NEUE GEBÄUDE IM NOCH JUNGEN
QUARTIER IN ZÜRICH-NORD.
Am grossen Esstisch erzählt der Gastgeber: «In den 90er-Jahren wohnte ich mit
meiner Familie im Dreispitz in Schwamendingen. Mein Nachbar war der damalige
ASIG-Präsident Otto Nauer. Er fragte mich,
ob ich im Vorstand mitarbeiten möchte.
18 Jahre bin ich nun Vorstandsmitglied,
vor 3 Jahren wurde ich zum Präsidenten
gewählt.»
Ein politischer Mensch
Der gemeinnützige Wohnungsbau und
die Philosophie des langjährigen SP-Mitgliedes ergänzen sich, gehören zusammen. Die Idee, in einer Selbsthilfeorganisation aktiv zu sein und Gruppen von
Menschen zum gemeinsamen Nutzen zu
aktivieren, sei seine Lebenshaltung und
präge seine Arbeit bei der ASIG. Vor 100
Jahren begann die Erfolgsgeschichte des
gemeinnützigen
Wohnungsbaus.
Wich-
tigstes Ziel war damals die Verbesserung
der schlechten Wohnbedingungen für Arbeiterfamilien. Die zweite Welle des gemeinnützigen Wohnungsbaus setzte nach
dem Zweiten Weltkrieg ein: Die Genossenschaften erstellten bezahlbare Wohnungen
für Familien.
nachbarn 2/09
6
Die dritte Phase hat vor einigen Jahren
der 57-jährige Präsident. Die ASIG befin-
begonnen und stellt die heute Aktiven in
de sich heute in einer wirtschaftlich starken
Die nächsten Ferien sind bereits geplant.
der ASIG vor grosse Herausforderungen.
Position mit guten Zukunftsaussichten. So
«Vom Ferienort in Südfrankreich werden
«Neben Sanierungen und Renovationen
könne er beruhigt zurücktreten und sein
wir ausschwärmen, in alle Richtungen, zu
erfordert die Erneuerung des Altbestan-
Amt einer Nachfolgerin, einem Nachfolger
Fuss, mit Auto, Velo und Zelt, das drei Wo-
des eine umsichtige Planung und grosse
übergeben.
chen lang – ohne Laptop». Bis dann wer-
Ein stiller Geniesser
Ja, bestätigt Bruno Burri die Nachfrage,
den noch viele Gäste in den Genuss der
erläutert
er werde per nächste GV als Vorstandsmit-
«Burri/Bachmann-Küche» kommen. Posten,
er das Gesagte. Für Seebach mit den
glied und Präsident zurücktreten. «Gesund-
rüsten und kochen sei Teamwork. Auch in
Häusern aus den 50er-Jahren musste eine
heitliche Gründe haben mich zu diesem
der kleinen Küche auf engstem Platz funk-
optimale, zukunftsorientierte Lösung gefun-
Entschluss bewogen.» Der Terminkalender
tioniere das Miteinander bestens, erklärt
den werden. Ein Wettbewerb wurde aus-
des freischaffenden Kommunikationsbera-
der Hobby-Koch der ungläubigen Besuche-
geschrieben. Das Siegerprojekt wurde an
ters und ehrenamtlich arbeitenden Mannes
rin und schneidet beim Verabschieden ein
der GV 2006 vorgestellt und erhielt grosse
ist randvoll. An vielen Abenden finden Sit-
paar Rosmarinzweige für den Z’Nacht-Bra-
Zustimmung. Besonderer Wert muss heute
zungen und Besprechungen statt. Wieder
ten.
auf das Energiekonzept gelegt werden, da
einmal ohne Laptop und Handy Ferien
die Öl-Ressourcen bald einmal versiegen
verbringen, vermehrt mit Partnerin Ursula
werden. Auch hier sind neue Lösungen
Kulturanlässe besuchen und nicht zuletzt
Vor fünf Jahren fragte mich der damalige
gefragt. In Seebach entsprechen sowohl
Freunde und Bekannte einladen und beko-
Redaktor der Hauszeitung der ASIG an,
die geplanten als auch die bereits reno-
chen, das wünsche er sich. Und lachend
ob ich die Nachfolge der Serie «Bei der
Arbeit», sagt Bruno Burri. Am Beispiel
Ersatzbau
Schaffhauserstrasse
Kleiner Nachtrag
ASIG daheim» übernehmen möchte. Nach
anfänglichem Zögern und vielen Bedenken
«Gesundheitliche Gründe haben
mich zu diesem Entschluss bewogen»
– das kann ich doch nicht, ich bin ja kein
Schreib-Profi – sagte ich Bruno Burri zu.
19 Mal war ich seither mit dem Fotografen Ralph Hut unterwegs zu Besuch bei
sympathischen, speziellen und immer lie-
vierten Gebäude hohen ökologischen An-
fügt er hinzu: «Sollte ich wider Erwarten
benswürdigen ASIG-Mieterinnen und -Mie-
sprüchen; sie weisen Minergie-Standard
wegen Mangelerscheinungen in das be-
tern. Anlässlich unseres zwanzigsten Jubi-
auf. «Die erste Etappe des Rückbaus wird
rühmte Loch fallen, werde ich mir doch
läumsbesuches wünscht das Porträt-Team
schon bald beginnen», sagt ASIG-Präsident
noch ein Fernsehgerät anschaffen.»
Bruno Burri alles Gute für die Zukunft.
Burri, und vergisst dabei nicht, dass Erneuerung für Mieterinnen und Mieter auch
heisst, die eigene Wohnung zu verlassen,
sich neu zu orientieren. «So weit wie möglich unterstützten wir die Menschen; wir
waren bei der Wohnungssuche behilflich
und konnten auf Wunsch Ersatzwohnungen
anbieten».
Professionell handeln
Die ASIG will auch in Zukunft neue bezahlbare Wohnungen bauen können, obwohl es immer schwieriger wird, Bauland
zu erwerben. Der Präsident freut sich über
das Ja an der GV 2007 zum «Fonds für
Landerwerb. «Das ermöglicht uns, neben
privaten Investoren mitzuhalten, in Zusatzrunden mitzubieten und auch zukünftig im
Sinne der ASIG zahlbare Wohnungen erstellen zu können.» Ebenso wichtig ist es,
dass Genossenschaften ihre Reserven auf
dem eigenen Land besser ausnützen können. Dies sei möglich geworden dank der
guten und professionellen Zusammenarbeit
von Geschäftsleitung und Vorstand, betont
7 nachbarn 2/09
LINKE SEITE: Bruno Burri am grossen Esstisch bei sich zu Hause
UNTEN: Rosmarin für den Braten: Hobbykoch Burri
RÄTSELRATEN
LIEBE ASIG-NACHBARINNEN
UND -NACHBARN
Nun hoffen wir, dass Sie auch diesmal
Rangliste: Hegnau und Witikon
wieder ganz zahlreich zu Bleistift oder Kuli
ringen um die Führung!
Hätten nicht 5 Pechvögel den Einsende-
greifen. Die Preise lohnen sich, wie Sie wis-
Die Hegnauer haben mit 17 Einsen-
termin verpasst, könnten wir diesmal einen
sen! Für originelle Karten haben wir einen
dungen sogar etwas zugelegt. Doch sie
Rekord von 93 Einsendungen vermelden!
Sonderpreis. Es warten Reka-Checks von
werden von den Witikern mit ebenfalls
Aber auch so haben wir mit 88 Einsen-
insgesamt 320 Franken auf Sie! Wir freu-
17 Einsendungen hart bedrängt. Ganz
dungen den bisherigen Allzeit-Rekord vom
en uns über jede Einsendung! Knacken Sie
gut geschlagen haben sich diesmal wie-
Oktoberheft 2008 wieder erreicht. Grüezi
auch diesmal wieder das Rätsel und die
derum Holzerhurd mit 10, Buchs mit 9
Sepp – so lautete die Auflösung des Kreuz-
Sudokus, und schicken Sie die Lösungen
und Glattbogen mit 7 Einsendungen.
worträtsels im Februarheft – haben viele
(rechtzeitig bis 15. Juni!) per Post oder E-
Für alle anderen gilt: dranbleiben!
Leser rasch herausgefunden.
Mail an uns.
nachbarn 2/09
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Gewinner Sudoku
Hauptpreis Fr. 50.– geht an:
– M. + H. Fleury,
Wiesliacher 6, 8053 Zürich
Nebenpreise Fr. 20.– gehen an:
– Kazuo Takeshita,
Dreispitz 35, 8050 Zürich
– Rita Meyer,
Trichtenhausenstr. 130, 8053 Zürich
– Beatrice Brotschi, Riethofstr. 10,
Hegnau, 8604 Volkestwil
– Sandra Bräm,
Am Glattbogen 20, 8050 Zürich
– Bernhard Frieden,
Saatlenstr. 208, 8050 Zürich
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Originalitätspreis
Margrit Habegger,
Riethof 3, 8604 Volketswil.
Schmatz! Die feine Linzertorte mit dem
Schriftzug Grüezi Sepp – die Lösung
für unser Kreuzworträtsel im letzten Heft
– hat dem Personal der ASIG den Tag
versüsst! Damit geht der Originalitätspreis
wiederum nach Volketswil!
Gewinner Kreuzworträtsel
Hauptpreis Fr. 50.– geht an:
Yvonne Columberg, Obermattenstr. 31,
8153 Rümlang
Nebenpreise Fr. 20.– gehen an:
– Rita Scheidegger,
Ringstr. 15, 8107 Buchs
– Edeltraut Feucht,
Herbstweg 110/13, 8050 Zürich
– Manuela Galliker,
Reckholderenstr. 29, 8154 Oberglatt
– Joel Stern, Am Glattbogen 22,
8050 Zürich
– Bea Fabig, Rietholz 3, 8604 Hegnau
Einsendetermin nicht verpassen!
Bitte Adresse auf der Einsendekarte
nicht vergessen! Und Bitte berücksichtigen Sie den Einsendetermin! Dieses
Mal sind 5 Karten zu spät eingetroffen.
Jeder Name zählt nur einmal. Das gilt
auch für jene, welche für das Rätsel und
für die Sudokus je eine separate Karte
einschicken! Danke für das Verständnis.
Adresse:
ASIG-Rätsel
Dreispitz 21, 8050 Zürich
Einsendeschluss:
Montag, 15. Juni 2009
Stefan Hartmann,
Redaktor NACHBARN
GESCHÄFTSSTELLE
(Fast) Gratisferien für allein erziehende Mütter
Die Reka (Schweizer Reisekasse) bietet
(GR) und in Urnäsch. Während die Kinder
spezielle Wochen für allein erziehende
betreut werden, finden für die Mütter ver-
Mütter mit ihren Kindern an. Der Aufenthalt
schiedene kostenlose Programme wie Ent-
in einer Ferienwohnung wird von der Reka-
spannungs- und Atemübungen, kreatives
Ferienhilfe subventioniert, daher beträgt
Gestalten, Gedankenaustausch und sogar
der Preis pro Familie und Woche nur 100
ein Tagesausflug statt.
Franken.
Bitte melden Sie sich persönlich bei
Diese Ferienwochen finden statt von
April bis Oktober 2009 in den Reka-Feri-
Reka, Neuengasse 15, 3001 Bern,
Telefon 031 329 66 99, www.reka.ch
endörfern »Rustici della Verzasca», ferner
in Morschach (Swiss Holiday Park), in Pany
GESCHÄFTSSTELLE
Ersatzneubau Schaffhauserstrasse: 83 von 90
sind umgesiedelt
Im Nachbarn Nr. 96 haben wir Sie über
die ausgestellten Kündigungen für die erste
Etappe Ersatzneubau Schaffhauserstrasse
informiert. Dabei handelt es sich grösstenteils um Kündigungen für sogenannte befristete Mietverhältnisse.
Gleichzeitig dürfen wir Sie informieren,
dass wir für unsere 90 langjährigen Mietparteien in der ersten Etappe bis heute
bereits 85 interne oder externe Umsiedlungslösungen gefunden haben.
GESCHÄFTSSTELLE:
PERSONELLES
GESCHÄFTSSTELLE:
PERSONELLES
Verstärkung im Hauswartteam
Kündigung des Geschäftsführers
Dreispitz
Othmar Räbsamen
Othmar Räbsamen, Geschäftsführer
Foto Modell Ersatzneubau: Ralph Hut
Herr Sacha Meyer hat am 1. April 2009
Herr Othmar Räbsamen hat seine An-
unser Hauswartteam am Dreispitz definitiv
stellung gekündigt. Er verlässt die ASIG
verstärkt. Herr Meyer ist gelernter Sani-
per Ende Jahr. Wir verlieren in ihm einen
tärinstallateur und verbringt seine Freizeit
sehr versierten und klugen, stets hilfsbe-
gerne mit seiner Familie und seinen beiden
reiten Geschäftsführer, welcher vom Vor-
Kindern. Auch betätigt er sich sportlich
stand, dem Personal und den Mitgliedern
beim Wandern, Velofahren und im Fami-
sehr geschätzt wird. Wir danken ihm an
liengarten. Wir wünschen Herrn Meyer
dieser Stelle ganz herzlich für seinen un-
einen guten Start im ASIG-Team und viel
ermüdlichen Einsatz für das Gelingen der
Freude und Befriedigung im neuen Job.
Geschäfte in der ASIG.
Othmar Räbsamen, Geschäftsführer
Walter Oertle, Vorstand ASIG
Foto: Ralph Hut
Foto: Ralph Hut
nachbarn 2/09
10
GESCHÄFTSSTELLE
Ablauf Testplanung Dreispitz
Vorsicht mit
Feuerwerk
Vorstand und Geschäftsleitung waren
Planerteams folgte anlässlich der Klausur-
sich von Beginn weg im Klaren, dass die
tagung im Herbst 2008 ein erster Workshop
Testplanung auch eine anspruchsvolle Auf-
mit den Planern und Fachexperten – zur
gabe bezüglich Prozessführung sein wird.
Zwischenbesprechung von Ideen, ersten
Entsprechend hat man sich vor dem Start
Lösungsansätzen und Vorschlägen. Am
Gedanken über deren Ablauf gemacht.
4. März 2009 wurden im Rahmen eines
Feuerwerk fasziniert Kinder gleichermas-
Die einzelnen Schritte und Phasen wurden
weiteren Workshops die zwischenzeit-
sen wie Erwachsene. Doch die Gefahren,
zielführend geplant und vorbereitet. Nach
lich vorliegenden Testplanungsergebnisse
die sich im Umgang mit Feuerwerk verber-
einer Startveranstaltung mit drei externen
einem Gremium aus Vorstand, Geschäfts-
gen, werden meist unterschätzt. Jedes Jahr
leitung, Fachexperten und Amtsstellen-
führt das Abbrennen von Feuerwerk zu
vertretern präsentiert. Wer nun denkt, es
schweren Verletzungen, Bränden und Lärm-
lägen fertige Lösungen auf dem Tisch, der
belästigungen. Allein der Sachschaden be-
irrt! Vielmehr geht es in einem nächsten
trägt jährlich über fünf Millionen Franken.
ASIG-TIPP André Mäder,
Liegenschaftenverwalter
Schritt darum, die inhaltlichen Erkenntnisse
aus der Testplanung auszuwerten und als
Durch einfache und vorbeugende
Syntheseergebnis in Thesen und Leitsätzen
Massnahmen kann die Brandge-
festzuhalten. Danach sollen diese unter
fahr wesentlich reduziert werden:
Einbezug der beteiligten Amtsstellen und
• Lassen Sie sich beim Kauf von Feuer-
Experten konsolidiert und in ein «Leitbild
werk die Handhabung der einzelnen Feu-
Dreispitz» überführt werden. Dieses wäre
erwerkskörper erklären. Lesen Sie die Ge-
dann eine Basis für künftige Planungsaktivi-
brauchsanweisung und befolgen Sie sie.
täten. Verläuft alles nach Plan, so wird das
• Lagern Sie Feuerwerk an einem küh-
«Leitbild oder Masterplan Dreispitz» bis
len, trockenen und vor Kinderhänden ge-
Ende 2009 vorliegen.
schützten Ort.
Peter Hurter, Leiter Bau und Unterhalt
Foto: Stadt Zürich
• Stellen Sie Wasser zum Löschen und
Kühlen von Verbrennungen bereit.
• Je nach Grösse des Feuerwerkskörpers
ist ein Sicherheitsabstand von 40 bis
200 m zu Gebäuden, Getreidefeldern
GESCHÄFTSSTELLE
Mietzinse vorerst unverändert
oder Waldrändern erforderlich.
• Das Abbrennen von Feuerwerkskörpern in unmittelbarer Nähe von Men-
Der Gebäudeversicherungswert wurde
2008/2009 mit sinkenden Finanzierungs-
per 1. Januar 2009 erhöht. Der Referenz-
zinsen der Banken konfrontiert wurden,
• Brennt ein Feuerwerkskörper nicht ab,
zinssatz bleibt jedoch unverändert und wird
gehen wir davon aus, dass sich der für die
darf man sich ihm frühestens nach fünf Mi-
in der Tendenz eher sinken. Wie im Nach-
Mietzinsberechnung relevante Referenz-
nuten nähern. Übergiessen Sie den Blind-
barn Nr. 95 (Winter 2008/09) bereits in-
zinssatz des Bundes ebenfalls in den kom-
gänger mit Wasser. Nachzündversuche
formiert, hat die Gebäudeversicherung des
menden Monaten (nächste Publikationen
sind gefährlich.
Kantons Zürich (GVZ) den Versicherungs-
Juni/September/Dezember) verzögert re-
index aufgrund der gestiegenen Teuerung
duzieren könnte.
schen ist verboten.
• Raketen sind aus einer gut verankerten
Flasche oder einem Rohr abzufeuern. Der
bei den Baukosten von 970 Punkten per
Somit könnte die Mietzinserhöhung von
1. Januar 2009 auf neu 1025 Punkte oder
3 % – ausgelöst durch die gestiegenen In-
um 5,67 % erhöht. Aufgrund dieser Erhö-
dexwerte der GVZ mit dem reduzierten
hung ergibt sich eine rechnerische Miet-
Referenzzinssatz – verrechnet werden. Der
Nach einem Feuerwerk bleiben die Ge-
zinserhöhung von 3% (Kostenmiete-Modell).
Referenzzinsatz wird vom Bundesamt für
binde und die Feuerwerkskörper liegen.
Die ASIG hat diese Mietzinserhöhung (3%)
Wohnungswesen (BWO) aus allen Hypo-
In einer Wohnsiedlung sollte es selbst-
bewusst nicht sofort an die Mieterinnen
thekarprodukten ermittelt. Er gilt seit dem
verständlich sein, dass diese Abfälle von
und Mieter weitergegeben, sondern die
10. September 2008. Wir halten Sie auf
Verursachern spätestens am Tag darauf
Mietzinse unverändert belassen.
dem Laufenden.
fachgerecht entsorgt werden. Ihre Nach-
Da
wir
aufgrund
Weltwirtschaftslage
11 nachbarn 2/09
der
bereits
schwierigen
im
Winter
Othmar Räbsamen, Geschäftsführer
Raketenstab darf nicht in die Erde eingesteckt werden.
barn und Ihr Hauswart werden Ihnen dankbar sein.
GESCHÄFTSSTELLE Text und Fotos Stefan Hartmann
Neue Leute im Vorstand
AN DER GV DER ASIG VOM 5. JUNI WERDEN DIE GV-TEILNEHMENDEN EINIGES ZU WÄHLEN HABEN! NEBEN DEM VAKANTEN
PRÄSIDIUM SIND AUCH VAKANTE SITZE IM 9-KÖPFIGEN ASIG-VORSTAND NEU ZU BESTELLEN. NACHBARN STELLT ZWEI LEUTE VOR, DIE
SICH FÜR DEN VORSTAND ZUR WAHL STELLEN.
Frederik Brun,
Denise Mayer-Rosenberger, Hostess im
dipl. Architekt FH in Zürich und Vater
McDonald’s Rümlang, Hausfrau und Mutter
Der gelernte Hochbauzeichner Frederik Brun ist 35 Jahre alt
Denise Mayer hat eine Lehre als Dentalassistentin absolviert; sie
und hat das Architekturstudium an der Zürcher Hochschule in
ist 28 Jahre alt und lebt mit ihrem Mann und den beiden Kindern
Winterthur absolviert. Er arbeitet als Partner bei KLP Architekten
in der ASIG-Siedlung Ringstrasse in Buchs. Denise Mayer lässt sich
SIA am Römerhof in Zürich-Hottingen, einem Architekturbüro mit
nicht so schnell aus der Ruhe bringen. Auch wenn die beiden leb-
einem Team von 15 Mitarbeitenden. Für ihn ist der Arbeitsplatz in
haften Töchter Selina (4) und Tamara (2) umhertollen, bewahrt sie
zweifacher Hinsicht ideal: Gleich nebenan befindet sich die Kin-
den Überblick. Diese Eigenschaft kommt ihr in ihrer 60prozentigen
derkrippe, in der sein zehn Monate alter Sohn Noe zwei Tage in
Tätigkeit als Hostess im McDonald’s Rümlang zustatten, wo sie seit
der Woche betreut wird, und zudem erreicht er seinen Wohnort
einem Jahr arbeitet. Nach einer Weiterbildung ist sie im 48-köp-
Witikon in kaum 15 Minuten Busfahrt. Frederik Brun wohnt mit sei-
figen Team die rechte Hand des Chefs. Sie ist zuständig für das
ner Frau seit 2005 in der neuen ASIG-Siedlung Steinacher in einer
Kinderprogramm, betreut die Gäste und ist einfach überall, wo Not
4-Zimmer-Wohnung. «Wir sind dort rundum zufrieden; der Ort ist
am Mann oder der Frau ist – an der Kasse, in der Küche, bei der
traumhaft schön.» Der Kontakt im Haus sei gut, nicht zuletzt dank
Bedienung. Sie ist offen und kann gut auf Leute zugehen.
des Nachwuchses, der die Eltern ins Gespräch bringe. Frederik
Oft hat Denise Mayer auch am Wochenende Dienst. Da läuft
Brun war seinerzeit per Zufall bei einem Besuch im Quartier auf die
immer am meisten, erzählt sie. Viele Familien haben Zeit und be-
im Bau befindliche Siedlung aufmerksam geworden. «Wir haben
suchen den McDonald’s am Nachmittag. Die Kinder übernimmt in
uns bei der ASIG gemeldet und erhielten den Zuschlag», freut er
dieser Zeit ihr Mann. Wenn beide arbeiten, springt das Grossmami
sich noch heute.
ein. Denise Mayer ist ein klassisches «ASIG-Kind»; sie ist bei ihren
Der jüngste Aufruf der ASIG für neue Vorstandsleute hat ihn an-
Eltern in einem der Reihenhäuser Am Glattbogen aufgewachsen.
gesprochen. «Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit als Architekt
Schon ihre Eltern und Grosseltern gehörten zu den ersten ASIG-Mit-
beschäftige ich mich ständig mit dem Thema Wohnen, speziell
gliedern. «Nun möchte ich gerne der ASIG etwas zurückgeben»,
mit Wohnen in der Gemeinschaft.» Das sei ein Prozess; er müs-
begründet Frau Mayer ihr Interesse für die Vorstandsarbeit. Bereits
se sich bei jedem Projekt zuerst in die künftigen Bewohner und
früher in Buchs hat sie als Forums-Präsidentin gewirkt. Als junge
ihre Ansprüche hineindenken, betont er. Dabei spielten Aspekte
Mutter könne sie frischen Wind und auch andere Sichtweisen in
wie Kommunikation und Begegnung immer eine wichtige Rolle.
den Vorstand einbringen, ist sie überzeugt. Denise Mayer wird je-
Die Umsetzung und Realisation von Bauobjekten gehört quasi zum
weils mit ihrer grünen Vespa an die Vorstandssitzung in den Drei-
täglichen Brot von Frederik Brun. Hier, so denkt er, könne er sich
spitz flitzen. Natürlich gut ausgerüstet mit Helm und Töffjacke!
ideal im Vorstand einbringen.
nachbarn 2/09
12
VORSTAND Fotos Ralph Hut
2 Kandidaten für das Präsidium
Walter Oertle –
Peter Schneider – Nachhaltigkeit,
Kompetenz, Dialog, Vertrauen
aktives Zusammenleben und neue Wohnformen
WALTER OERTLE (53) WOHNT SEIT BALD 50 JAHREN IN DER ASIG-
PETER SCHNEIDER (50) WOHNT SEIT 1996 MIT SEINER FAMILIE
SIEDLUNG AM GLATTBOGEN, SCHWAMENDINGEN. ER ENGA-
IM RÜTIHOF IN HÖNGG. DER ARCHITEKT ENGAGIERT SICH SEIT
GIERT SICH SEIT 3 JAHREN AKTIV IM VORSTAND UND KANDIDIERT
7 JAHREN AKTIV IM VORSTAND DER ASIG UND KANDIDIERT AN
AN DER GV ALS PRÄSIDENT FÜR DIE GENOSSENSCHAFT.
DER GV ALS PRÄSIDENT FÜR DIE GENOSSENSCHAFT.
Ich fühle mich sehr wohl in dieser Kandidatur, und ich habe
Vor 22 Jahren bin ich in meine erste Genossenschaftswohnung
auch viel zu bieten: Als Immobilienfachmann betreue ich seit 20
eingezogen. Ich engagierte mich sogleich im Siedlungsforum, weil
Jahren in der Stadtverwaltung Opfikon ein grosses Immobilien-
ich begriff, dass ein lebhaftes Siedlungsleben die besondere Quali-
Portefeuille. Meine Grundfähigkeiten kann man auf den Nenner
tät einer Wohngenossenschaft ausmacht. Darum trat ich 2002 auch
bringen: «Kompetenz, Dialog und Vertrauen». Gerne bringe ich
dem ASIG-Vorstand bei, um meine Kenntnisse einzubringen. Ich bin
meine berufliche Erfahrung und mein Wissen sowie meine Lebens-
selbstständiger Architekt und führe mit einem Kollegen ein Büro in
erfahrung zum Wohl der Genossenschaft ein. Ich gehe mit einer
Zürich. Bau- und Wohnfragen sind quasi mein tägliches Brot.
grundsätzlich positiven Haltung ans Werk und vermute stets das
Für mich stehen Fragen der Nachhaltigkeit, des aktiven Zusam-
Gute im Menschen. «Mensch im Mittelpunkt» ist meine Motivation.
menlebens und neue Wohnformen im Zentrum. Die ASIG setzt sich
Nicht ein Parteibuch weist mir den Weg, sondern mein Bauchge-
schon länger mit Nachhaltigkeit auseinander, und das gefällt mir.
fühl, meine Intuition und das gesunde Augenmass. Für mich steht
Sie baut und bewirtschaftet ihre Liegenschaften nach umwelt- und
die ASIG im Mittelpunkt; ihr fühle ich mich verpflichtet. Die ASIG
ressourcenschonenden Kriterien. Diesen Anspruch muss die ASIG
wird mit mir keine grundlegende Veränderung erfahren. Aber Sie,
meiner Meinung nach auch künftig einlösen – wir bauen ja auch
das Personal und meine Kolleginnen und Kollegen im Vorstand,
für kommende Generationen.
werden in mir einen Menschen spüren, mit welchem der eingeschlagene Weg bestens weiterverfolgt werden kann.
Eine verantwortungsbewusste Genossenschaft wie die ASIG
darf sich nicht allein aufs Verwalten von Wohnraum beschränken.
Kontinuität, Weitblick und Mut haben die ASIG dorthin gebracht,
Sie soll ihre Mitglieder darin unterstützen, ein soziales und aktives
wo sie heute steht. Sie ist gut positioniert am Markt. Wir gelten als
Zusammenleben zu pflegen. Mitsprache steigert die Wohn- und
Vorbild. Mit uns will man sich vergleichen. Das gesamte Perso-
Lebensqualität sowie die Verbundenheit mit der Genossenschaft.
nal unserer Geschäftsstelle verdient Lob und Anerkennung. Es hat
Ich traue mir durchaus zu, die ASIG zu führen: Ich arbeite gerne
mit grossem Einsatz diese Erfolgsgeschichte ermöglicht. Desglei-
im Team mit Leuten zusammen. Ich lasse auch mal eine Fünf gera-
chen unsere Hauswarte: Sie tragen massgeblich zum Werterhalt
de stehen, wenn mich gute Argumente überzeugen, denn Sturheit
der Liegenschaften bei. Auch Ihnen, liebe Genossenschafterinnen
ist nicht meine Sache. Ich werde mich tatkräftig dafür einsetzen,
und Genossenschafter, gebührt Anerkennung. Ihre Treue zur ASIG
dass die ASIG weiterhin ihren fortschrittlichen Ruf beibehält. Die
und Ihre Bereitschaft, aktiv am Genossenschaftsgedanken weiterzu
veränderten Lebenssituationen von heute erfordern möglicherweise
bauen, verdient ebenfalls ein dickes Lob. Erst durch Sie lebt unsere
auch neue Wohnformen. Will die ASIG der Zeit wie bisher einen
Genossenschaft! Ich freue mich, Sie an der Generalversammlung
Schritt voraus sein, dann werde ich das Amt des Präsidenten mit
zu begrüssen und bin gespannt auf Ihre Wahl.
Begeisterung übernehmen.
Walter Oertle
Walter Oertle (links)
und Peter Schneider
kandidieren für das
Präsidium der ASIG.
Fotos: Ralph Hut
13 nachbarn 2/09
Peter Schneider
REPORTAGE ERSATZNEUBAU SEEBACH Text St. Hartmann / Fotos Ralph Hut
«Gebrauchte
Fenster sind
anderswo
hochbegehrt»
BALD IST ES SOWEIT: AB JULI WERDEN DIE
MEHRFAMILIENHÄUSER AN DER SCHAFFHAUSERSTRASSE IN SEEBACH ABGEBROCHEN. IM FACHJARGON HEISST DAS
«RÜCKBAU». VIELE HAUSTEILE SIND ANDERSWO HEISS BEGEHRT; DAFÜR SORGT
BAUTEILVERWERTER JÜRG KÖPPEL. WIE
MACHT ER DAS GENAU? WIR HABEN
IHN IN WALLISELLEN BESUCHT.
«Besonders begehrt bei Rückbauten sind
die Gartenplatten oder Verbundsteine», erzählt Bauteilverwerter Jürg Köppel. Auch
Badezimmer, Lavabos oder Heizkörper finden dankbare Abnehmer, wenn er sie im
Internet ausschreibt. Vor zwei Jahren hat
der 42-jährige Jugendarbeiter begonnen,
die brauchbaren Einrichtungen von Altlie-
Jürg Köppel
nachbarn 2/09
14
genschaften zu verwerten. «Es ist ganz er-
die einer grossen Bank gehören. Die
sern oder Umbauten retten konnte – Ju-
staunlich, wie viele Bauteile aus Schweizer
ganzen Eisen-, Holz- und Betonteile wer-
gendstilfenster, Gusseisensäulen, ja ganze
Rückbauten anderswo noch gebraucht wer-
den säuberlich in Mulden getrennt gesam-
Balkonaufbauten. Sein ganzes Haus hat
den können.» Köppel schüttelt den Kopf.
melt. Doch für viele Bauteile bleibt nur der
Jürg Köppel systematisch mit historischen
Viele der «geretteten» Bauteile schreibt er
Altstoffhändler. Und das reut Jürg Köppel
Bauteilen ausgestattet. Die Küche könnte
im Internet aus, wo eine rege Nachfrage
dermassen, dass die Bauteilverwertung zu
glatt als historische Filmkulisse dienen… Im
besteht. Der Liebhabermarkt für historische
einer Leidenschaft geworden ist. Kein Wun-
Garten hat er aus Butzenscheiben, Türen
Baumaterialien sei enorm, verrät er. Die
der: Er selber ist neben einer grossen Alt-
usw. ein eigenes Lusthäuschen gezimmert.
Leute reisten sogar vom Ausland an, wenn
sammelstelle in Dübendorf aufgewachsen.
Eine wahre Augenweide!
er ein bestimmtes Bauteil anbiete.
Später hat der gelernte Landschaftsgärtner
Köppel ist in der Baubranche inzwischen
zufällig den Abbruch von 6 wunderschö-
gut bekannt, sodass ihm Abbruchobjekte
nen Jugendstilvillen in Zürich miterlebt. Da
gemeldet werden. Auch die ASIG ist mit
sei bei ihm der Groschen gefallen; er habe
der Anfrage zum Rückbau in Seebach an
die schönen gusseisernen Balkonstützen
ihn gelangt. Köppel wird ab Sommer 2009
vor dem Alteisen retten können und sorg-
an der Schaffhauserstrasse 561–601 sowie
fältig abgebaut, erzählt er.
Stiglenstrasse 3–7 die rund 400 Fenster
Jürg Köppel ist nicht auf die Maximal-
ausbauen. Sie wurden erst vor 8 Jahren er-
rendite aus. Seine Rechnung geht so: Vom
neuert und sind durchaus noch brauchbar.
Gewinn zieht er seinen Aufwand ab; der
Über seine Kontakte konnte Köppel auch
Rest wird gedrittelt – ein Drittel für den Auf-
im Fall der Katzenbachhäuser (Genossen-
traggeber (in diesem Fall die ASIG), ein
schaft Glattal) innert kurzer Zeit 250 Fens-
Drittel für die Helfer, einen für ihn selber.
ter weitervermitteln – nach Rumänien. In
Wenn der Auftraggeber auf sein Drittel ver-
Rumänien sind die Fenster hochbegehrt,
zichtet, spendet er den Betrag freiwillig ans
denn es gibt dort diese Qualitätsklasse
Kinderhilfswerk UNICEF. Köppels Haupt-
Fenster mit Plastikrahmen gar nicht.
erwerb ist immer noch die Anstellung als
Kaputte Häuser sind für Köppel eigent-
Jugendarbeiter im Jugendtreff Wallisellen.
lich ein Greuel. Dabei werden ausgerech-
Rund um das rote Einfamilienhaus, selber
net hinter seinem Haus in Wallisellen 12
ein kleines Bijou, sind historische Bauteile
ältere Mehrfamilienhäuser abgebrochen,
aufgestapelt, welche er aus Abbruchhäu-
Um Köppels Einfamilienhaus sind viele einmalige Bauteile aufgestapelt,
welche Jürg Köppel aus Rückbauten oder Umbauten retten konnte.
15 nachbarn 2/09
SOZIALINFO Hanne Leu / Foto: Ralph Hut
Gute Nachbarschaft
– ein kostbares Gut!
Sehr oft muss ich mich mit ASIG-Mietern
eine körperbehinderte Mieterin erinnern,
barschaft leben und erleben, spüre ich eine
beschäftigen, die miteinander streiten, un-
deren grösster Wunsch es war, zu Hause
viel grössere Zufriedenheit mit dem Leben
zufrieden und ungeduldig sind. Zum Glück
in ihrer schönen Wohnung sterben zu kön-
als bei streitenden Nachbarn. Die Zufrie-
höre ich auch schöne und berührende
nen. Sie wurde bis zum Tod in regelmäs-
denheit hat nichts damit zu tun, dass diese
Nachbarschaftsgeschichten. Von diesen
sigen Abständen von der Spitex und von
Mieter ohne grosse Probleme durch das
Geschichten höre ich aber oft nur per Zu-
Nachbarn besucht und überwacht.
Leben gehen oder gegangen sind. Da gibt
fall, weil diese sich eher im Verborgenen
Man muss natürlich nicht alt oder ge-
es z.B. die alte Dame, die quasi allein mit
brechlich sein, um bei der ASIG gute Nach-
einem Einkommen als Putzfrau ihre Kinder
Am ehesten höre ich von einer gut funk-
barschaft zu erleben. Da gibt es die nette
(erfolgreich) gross gezogen hat, weil der
tionierenden Nachbarschaft, wenn eine
Frau, die ab und zu den Nachbarn Blumen
Ehemann schwer alkoholkrank war. Sie ist
ASIG-Mieterin (es handelt sich tatsächlich
bringt, einfach um ihnen eine Freude zu be-
im hohen Alter noch gut z wäg und macht
fast nur um Frauen) sich bei mir meldet,
reiten… Oder der Mieter, der regelmässig
regelmässig Besuche oder geht einkaufen
weil sie Ratschläge braucht, in Verbindung
den Hund vom Nachbarn für einen Spa-
für weniger rüstige Mitmenschen.
mit dem Umgang mit einem dementen
ziergang abholt mit der Begründung: Mein
Es gibt auch eher tragisch-komische Ge-
Nachbarn (Frauen und Männer). Beispiel:
Nachbar ist entlastet und der Hund und ich
schichten in Verbindung mit guter Nach-
Frau B. meldet sich bei mir und erzählt von
tun etwas für unsere Gesundheit. Ich höre
barschaft: Eine Mieterin holte jeden Abend
der Nachbarin, Frau R. Man merkt schon
auch regelmässig vom «Mittagstisch» für
ihre Nachbarin in dem nahe gelegenen
lange, dass Frau R. dement wird. Jetzt sei
die eigenen und die Nachbarskinder. Das
Restaurant ab, damit die Nachbarin «den
die Krankheit so weit fortgeschritten, dass
läuft so: Heute essen alle Kinder der Familie
Heimweg fand» und nicht zu viel Alkohol
Frau R. vergesse, ihre geliebten Katzen
A. und B. bei Familie A., und morgen bei
trank. Beide Nachbarinnen schienen sehr
zu füttern. Frau B. will wissen, wie sie mit
der Familie B. Von dieser Abmachung pro-
zufrieden mit diesem «Abholdienst».
Frau R. umgehen soll und was die ASIG
fitieren sowohl die Erwachsenen (ein paar
. . . Und wenn Ihr Nachbar griesgrämig
bzw. ich für Frau R. machen könne/ma-
Stunden frei für andere Aufgaben) wie die
oder psychisch angeschlagen und schwie-
chen soll. In solchen Fällen werden sowohl
Kinder (mehr Spass beim Mittagessen).
rig ist? Probieren Sie doch, den Nachbarn
abspielen.
die Nachbarn wie die ASIG-Sozialbera-
Mit den letzten Beispielen wird klar, dass
mit seinen Problemen ernst zu nehmen,
tung Aufgaben in Verbindung mit der de-
gute Nachbarschaft mit geben und nehmen
ihm Verständnis entgegenzubringen oder
menten Mieterin / mit dem dementen Mie-
zu tun hat. Es hat zu tun mit Freude bereiten
einfach nett mit ihm zu sprechen. Vielleicht
ter übernehmen müssen. Ohne hilfsbereite
und zurückerhalten. Sich Zeit nehmen für
verbessert das Ihr Verhältnis und bringt
Nachbarn müssten demente oder körper-
Spaziergänge oder Gespräche mit Nach-
damit Entspannung und Freude für beide
behinderte ASIG-Mieter oft viel früher ins
barn und wiederum etwas zurückbekom-
Parteien!
Pflegeheim eintreten. Ich mag mich z.B. an
men. Bei den Mietern, die eine gute Nach-
Eine gute Nachbarschaft ist viel Wert.
Sozialberatung der ASIG
Dreispitz 21, 8050 Zürich
Dienstag und
08.00 –11.30 Uhr
Mittwoch
13.30 –17.30 Uhr
Donnerstag
13.30 –19.00 Uhr
Anmeldung bei Hanne Leu-Christiansen
044 325 16 50
hanne.leu@asig-wohnen.ch
nachbarn 2/09
16
FOREN: Mieterversammlungen
Ein aufmerksames Publikum lauscht den Ausführungen von Herbert Schmid.
rts.
Gewiefter Moderator: Kay Schubert
Hegnau, 11. März 2009
In gewohnter Atmosphäre führte Herbert Schmid durch die Mieterversammlung. Anlass
zu Diskussionen bei den etwa 25 anwesenden GenossenschafterInnen gaben die Reinigung, Treppenhausbeleuchtung, schmutzige Fassade und das Wasser im Keller entlang
dem Chimlibach. Diese Anliegen wurden von Herrn Mäder entgegengenommen. Auch
ein Geschenk konnte Herr Mäder ankündigen, 2009 werden die Waschküchen mit einem
Tumbler ausgerüstet. Herbert Schmid kündigte noch das Jubiläum im Jahr 2010 an. 40
Jahre Riethof! Nach 45 Minuten wechselte man mit einem Imbiss zum gemütlichen Teil.
Ruth Kägi, Foto: André Mäder
Witikon, 17. März 2009
Die 32. Mieterversammlung in Witikon
Rümlang, 6. Februar 2009
wurde wiederum vom Forumspräsidenten
Präsidentin Verena Berger führte als Vorsitzende der Versammlung gewandt durch die
und SF DRS-Kommentator Kay Schubert
Traktanden. Leider gab es auch dieses Jahr wieder einen Rücktritt. Markus Grämiger hat
äusserst
sich nach vielen Jahren des Engagements zum Austritt entschieden. Auch von mir ein herz-
wähnte sich in einer Talkshow, in welcher
liches Dankeschön für Deine geleistete Arbeit, lieber Markus!
Kay Schubert möglichst vielen Exponenten
professionell
moderiert.
Man
So sind es also nun nur noch drei Mitglieder, Verena Berger als Präsidentin, Anita Beer,
vom Forum Witikon wie auch von der ASIG
und Rudolf Engel, der Kassier. Auch wenn sie nur ein kleines Team sind, an Ideen fehlt es
-Geschäftsstelle auf den Zahn fühlte. 81
den Dreien nicht. In der offenen Fragerunde gab die Einhaltung der Waschküchenordnung
Teilnehmer wohnten dieser kurzweiligen
auch dieses Jahr wieder Stoff für heisse Diskussionen. Zum Schluss wurden wir mit einem
Veranstaltung bei. Alle Traktanden wurden
feinen Znacht verwöhnt, und wie immer beendeten das grosszügige Dessertbuffet und gute
zwar ausführlich, trotzdem aber zügig ab-
Gespräche den Abend.
gehandelt. Anstelle der abtretenden Susan
Verena Berger mit Kollegen und Kollegin vom Forum
Yvonne Brand, Foto: André Mäder
Steiner, welche die Siedlung verlässt, und
gebührend verdankt wurde, konnte mit Frau
Rosmarie Wehrli eine Nachfolgerin für das
Forum präsentiert und gewählt werden.
Frau Wehrli wohnt bereits 19 Jahre in der
ASIG und möchte nun dem Forum in dieser
Form etwas zurückgeben. Im Anschluss an
die MV wurde wie üblich in Witikon ein
Lotto mit schönen Preisen durchgeführt.
Dem Forum einen herzlichen Dank für ihre
sehr gute Arbeit zum Wohle des Genossenschaftsgedankens.
Marcel Plattner, Foto: André Mäder
17 nachbarn 2/09
FOREN: Mieterversammlungen
Oberglatt, 9. März 2009
In bereits gewohntem Stil hat der Vorstand des Forums Oberglatt unter Führung von
Mark Keller die Mieterversammlung geführt. Gut organisiert und klar strukturiert, konnten
die Traktanden rasch behandelt werden. Der aktive und viel versprechende Jahresveranstaltungskalender 2009 macht wiederum neugierig. Alle sind eingeladen, am einen oder
anderen Anlass teilzunehmen. Unter angeregten Gesprächen, mit einem kleinen Apéro und
im Hinblick auf den bevorstehenden Frühling ist die Mieterversammlung ausgeklungen.
Walter Oertle, Foto: André Mäder
Ruedi Faes leitet die Versammlung.
Schwamendingen, 11. März 2009
«wohnen und mehr», so lautete der Einstieg zur 33. Mieterversammlung. Ruedi
Faes und sein Team führten souverän durch
die Traktanden. Die zahlreichen GenossenschafterInnen brachten auch ihre Anliegen
zur Sprache. Das anschliessende Nachtessen, das traditionelle Lottospiel mit den
Präsident Mark Keller beantwortet Fragen aus dem Publikum (Mitte mit verschränkten Händen).
tollen Preisen war auch dieses Jahr ein Hit!
Dem Forum, das in gleicher Zusammensetzung ein weiteres Jahr in Angriff nimmt,
wünsche ich viele tolle Anlässe mit vielen
begeisterten TeilnehmerInnen.
Ruth Kägi, Foto: André Mäder
Im Holzerhurd, 6. März 2009
Die Mieterversammlung der ASIG-Siedlung Holzerhurd fand wie all die Jahre zuvor im
Restaurant Kronenhof statt. Auf sympathische Weise wurden die Anwesenden durch die
Traktanden geführt. Die langjährigen Forumsmitglieder Judith Karim (Präsidentin) und Ueli
Brand sowie Gabi Senese gaben ihren Rücktritt bekannt. Ihre Arbeit und ihr Engagement
für das Wohl der Siedlung wurden mit einem herzlichen Applaus verdankt. Neu wurden
Buchs, 31. März 2009
Hermann Nievergelt und Daniela Imhof ins Forum gewählt. Im Anschluss an die Versamm-
Der neue Präsident Patrick Gesell führte
lung hatten alle beim offerierten Imbiss genügend Zeit für einen Schwatz unter Nachbarn.
kompetent durch die Mieterversammlung.
Peter Schneider, Foto: Peter Schneider
Alle Traktanden wie auch die Wahlen, in
welcher Denise Meier und Zora Busacca
Den Anwesenden wird ein feiner kalter Teller serviert. Foto: André Mäder
den Austritt gaben und Patricia Döbeli neu
ins Forum eintrat, das umfangreiche Jahresprogramm, die Rechnung 2008 sowie
das Budget 2009 gingen problemlos durch
die Versammlung. Unter dem Traktandum
«Verschiedenes» gab es unter den 23 Teilnehmenden eine aktive Diskussion um die
Vermietung des Forumslokals. Schliesslich
wurde ein salomonischer Kompromiss gefunden, mit welchem alle Beteiligten gut
leben können. Besten Dank dem Forum für
die stets sehr gute Arbeit.
Marcel Plattner
nachbarn 2/09
18
FOREN: Mieterversammlungen
Seebach, 16. März 2009
Der Präsident Max Fröhlich führte geübt
durch die Traktanden, und so war der offizielle Teil schnell zu Ende. Das neue Team
hatte auch im vergangenen Jahr so einiges
auf die Beine gestellt. Besonders freut mich,
dass es in Seebach immer noch viele Mieter und Mieterinnen gibt, die sich aktiv an
den Festen und Ausflügen beteiligen. Allen
widrigen Umständen zum Trotz beteiligen
sich unsere Genossenschafterinnen und
Genossenschafter in Seebach am Gemeinschaftsleben. Der nahende Abbruch der
Siedlung Schaffhauserstrasse war natürlich
ein Thema in der Fragerunde. Doch brennt
das Thema nicht mehr in dem Masse wie
noch vor einem Jahr. Und wie immer gab
es nach der Mieterversammlung ein ausJeanine Petrovic (links) und Silvia Büchi führen routiniert durch die Sitzung.
gezeichnetes Essen, und das Dessertbuffet
lud zum Schlemmen ein.
Rütihof, 3. April 2009
Yvonne Brand, Foto: Max Fröhlich
Die 13. Mieterversammlung im Rütihof ist Vergangenheit. Zirka 30 GenossenschafterInnen begleiteten Silvia Büchi und das Forenteam durch die Traktanden. Leider musste ein
Forenmitglied verabschiedet werden, die Nachfolge ist offen. Aus der Mieterschaft gab es
keine Anliegen, schön, wenn die Mieter zufrieden sind!
Das Forum bedankte sich bei der ASIG für die Abwaschmaschine im Gemeinschaftsraum sowie beim Hauswart, Christoph Erni, für seine Bereitschaft in der Siedlung. Nach
einem Willkommensapéro mit feinen Häppchen und einem anschliessenden Kuchenbuffet
endete der offizielle Teil um 21.15 Uhr.
QVR Effetikon: GV 2009
Die
diesjährige
Generalversammlung
vom Quartierverein Rappenhalde in Effretikon wurde erneut im Stadtsaal durchgeführt.
Im Anschluss an ein feines Abendessen
erlebten die Anwesenden einen unkonventionellen geschäftlichen Teil. Schnell
und unkompliziert wurden die einzelnen
Traktanden behandelt. Die Nachfolge der
zurücktretenden Aktuarin Charlotte Currat
tritt der junge Jean Eberle an. Zusammen
mit den bisherigen Mitgliedern Daniela
Gerber, Martin Bischof und Werner König wählte die Versammlung auch Pascal
Currat, der bereits im vergangenen Jahr
den Quartierverein tatkräftig unterstützte,
in den Vorstand. Bevor Kaffee und Kuchen
serviert wurden, hatten die Vertreter der
drei Genossenschaften ABZ, Röntgenhof
und ASIG die Möglichkeit, die eine oder
andere Frage zu beantworten.
Peter Schneider, Foto: Daniela Gerber
19 nachbarn 2/09
Ruth Kägi, Foto: André Mäder
Zahlreiches Publikum in Effrektikon
Einladung zur
67. ordentlichen Generalversammlung
der ASIG Wohngenossenschaft
Freitag, 5. Juni 2009 um 18.30 Uhr
im Swissôtel Zürich, am Marktplatz, 8050 Zürich-Oerlikon
Türöffnung 17.30/Nachtessen ab 18.30/Rauchfreie GV 20.00
Wir freuen uns, Sie zahlreich begrüssen zu dürfen.
Vor der ordentlichen Generalversammlung wird Ihnen ein Nachtessen mit einem kleinen
AGENDA
Informieren Sie sich auch auf unserer
Webseite: www.asig-wohnen.ch
Dort sind die aktuellen Anlässe zu finden.
Unterhaltungsprogramm offeriert.
1. Wahl der Stimmenzähler
2. Protokoll
der ordentlichen Generalversammlung vom 13. Juni 2008
3. Jahresbericht 2008
4. Abnahme der Jahresrechnung 2008
5. Beschlussfassung
über die Verwendung des Rechnungsüberschusses
6. Wahlen
– bisherige Vorstandsmitglieder
– neue Vorstandsmitglieder
-– des Präsidenten
– der Revisionsstelle (OTG)
-– des Stiftungsrates des ASIG-Hilfsfonds
– des Vertreters der Genossenschaft im Stiftungsrat der Personalfürsorgestiftung
HOLZERHURD
– Kindernachmittag mit Flohmarkt
13.6.
– Holzi-Ausflug
5./6.9.
BUCHS, BAUMACKER
BUCHS, STANGWIS
– Flughafenbesichtigung mit Kindern 23.5.
– Sommernachtfest
15.8.
HEGNAU
– Flohmarkt, 10 –16 Uhr,
Riethof Arena
– Riethof-Fäscht, 15–23.59 Uhr
20.6.
29.8.
HÖNGG
– Kompostgruppen-Nachtessen
– Sommerfest
12.6.
15.8.
SCHWAMENDINGEN
– Seniorenausflug
– Kinderausflug
SEEBACH
– Sommerfest
– Ausflug (Knabenschiessen)
9.5.
5.9.
4. 7.
14.9.
7. Statutenteilrevision
8. Orientierung über Bauvorhaben, Mittelfristplanung 2009–2014
9. ASIG-Spezialfonds
– Projekte 2008 – Realisierung
– Projekte 2009 – Budget
10. Anträge
11. Verschiedenes
Als Stimmausweis gilt der Mitgliederausweis. Dieser ist an der
Türkontrolle zwingend vorzuweisen. Stellvertretung durch volljährige
Familienangehörige ist gestattet.
GV 2008
IMPRESSUM
Nachbarn, die Hauszeitung der
ASIG Wohngenossenschaft, erscheint
vierteljährlich und wird gratis an alle
GenossenschafterInnen verteilt.
Auflage: 2600 Ex.
Herausgeber
ASIG Wohngenossenschaft
Dreispitz 21, 8050 Zürich
Telefon 044 325 16 00
www.asig-wohnen.ch
Redaktion
Stefan Hartmann
Telefon 044 368 40 84
sthartmann@presseladen.ch
LayoutTypografie: Erwin Städeli,
satzForm, e.staedeli@bluewin.ch
Fotos: Ralph Hut, ralphhut@datacomm.ch
Redaktionskommission:
R. Kägi, O. Räbsamen, W. Oertle
Redaktionsschluss Nachbarn 98
11. September 2009
nachbarn 2/09
20
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Seele and Geist
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