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Gewappnet für das, was kommen könnte - Notvorrat

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Montag, 3. Dezember 2012 | zt | www.zofingertagblatt.ch
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Gewappnet für das, was kommen könnte
Zofingen Raphael Scalise verkauft Notvorrat, der sich nicht nur zur Vorbereitung auf den Weltuntergang eignet
Nahrungsmitteln für eine Woche, die
sie ihren Lastwagenfahrern, die regelmässig ins Ausland fahren, mitgeben.
«So können sich diese, falls Nahrungsmittel nicht mehr so leicht erhältlich
sind, eine Woche lang autark durchschlagen und in die Schweiz zurückkehren», sagt Scalise. Ein weiterer
Kundenzweig sind Tunnelbau-Unternehmen, die lang haltbare Nahrungsmittel auf der Baustelle einlagern.
VON LILLY-ANNE BRUGGER
Bei Raphael Scalise, in der Filiale von
Notvorrat24 in Zofingen, laufen die
Telefone heiss. Zeitungen, Radio und
Fernsehen aus der ganzen Schweiz
wollen mit dem Zofinger sprechen,
der Notvorrat-Packages anbietet.
Doch auch Kunden melden sich bei
«Nach Fukushima habe
ich angefangen, mir Gedanken zu machen.»
Raphael Scalise, Notvorrat24
Scalise. Sie möchten sich jetzt noch
einen Notvorrat anlegen, bevor am
21. Dezember, mit dem Ende des Maya-Kalenders, die Welt untergehen
könnte. Doch Scalises Geschäftsmodell ist nicht nur auf die EndzeitAngst der Menschen ausgelegt. Die
Notvorrat-Packages werden schon
seit einigen Jahren von David Reichmuth in der Ostschweiz angeboten.
Damals noch unter dem Namen Innova Langzeitnahrung. Raphael Scalise wurde vor rund zwei Jahren als
Kunde auf die Notvorrat-Packages
aufmerksam, erkannte das Potenzial
des Geschäftsmodells und bot an, eine Homepage aufzubauen. Da er
sonst als Spezialist für Online-Werbung tätig ist, verfügt er über das dafür nötige Know-how. Zuerst arbeitete Scalise selbstständig, seit Anfang
Jahr ist er als Partner von Reichmuth
ins Geschäft eingestiegen.
Bund empfiehlt Notvorrat
«Meine Grossmutter hatte immer
einen Notvorrat mit Butter, Reis oder
Zucker zu Hause. Während des Zweiten Weltkriegs oder auch im Kalten
Krieg war das normal», erzählt Ra-
Raphael Scalise zeigt, was das 30-Tage-Package von Notvorrat24 alles enthält.
phael Scalise. Er selber hatte bis vor
zwei Jahren keinen Notvorrat. Doch
dann wurde er Vater und in Fukushima ereignete sich die dreifache Katastrophe mit Erdbeben, Tsunami und
radioaktiver Verstrahlung. «Da habe
ich angefangen, mir Gedanken zu
machen», sagt er. Aufgeschreckt hat
ihn auch die Tatsache, dass das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung (BWL) seit einiger Zeit
wieder empfiehlt, einen Notvorrat
anzulegen. Laut BWL sollte der Notvorrat für eine Woche reichen und
kann aus Produkten aus dem Supermarkt bestehen, die in regelmässigen Abständen ausgetauscht werden.
Scalise geht einen Schritt weiter:
Sein Notvorrat ist während 15 Jahren
haltbar, da in den Konservendosen
kaum noch Luft vorhanden ist. «Einmal eingelagert muss man sich 15
Jahre lang keine Sorgen machen»,
sagt er. Der Zofinger empfiehlt beispielsweise das 30-Tage-Package, in
dem unter anderem in Dosen abgefüllte Gerichte, Brot, Müesli oder
Energieriegel enthalten sind – genügend Nahrung, um sich während 30
Tagen ein Frühstück, ein Mittagessen
und ein Abendessen zubereiten zu
können. Damit die Zubereitung funktioniert, hat Scalise auch Gaskocher
mit Gaskartuschen im Angebot – und
Wasser, das ebenfalls 15 Jahre haltbar ist. Anstatt Wasser einzulagern,
LBR
könne man sich aber auch einen
Wasserfilter kaufen, erklärt er.
Notvorrat für unsichere Zeiten
Im Moment laufen die Geschäfte
von Raphael Scalise gut. «Der November ist unser bester Monat bisher»,
verrät er. Doch zu Scalises Kunden gehören nicht nur Menschen, die Angst
haben, dass am 21. Dezember die
Welt untergehen könnte. «Es gibt immer mehr Menschen, die befürchten,
dass die politischen Verhältnisse instabil werden könnten und sich deshalb vorbereiten möchten», sagt Scalise. So gehören beispielsweise Speditionsunternehmen zu seinen Kunden.
Diese kaufen Fluchtrucksäcke mit
Gegendarstellung
Strengelbach In einem Zeitungsbericht vom 21. November 2012 wurden die Strukturen des Seniorenzentrums Hardmatt in Strengelbach von
der FDP Strengelbach kritisiert.
Gemäss der kantonalen gesundheitspolitischen Gesamtplanung sind
die Gemeinden für die Planung und
Sicherstellung eines bedarfsgerechten und qualitativ guten Angebotes
der ambulanten und stationären
Langzeitpflege zuständig. Ebenfalls
ist die vermehrte Nutzung des Spitex-Angebotes im Spitexleitbild des
Kantons Aargau konkretisiert. Alle
gesetzlichen Vorgaben werden im Seniorenzentrum Hardmatt in Strengelbach eingehalten und alle Voraussetzungen sind erfüllt.
Das bestätigt das Departement Gesundheit und Soziales vom Kanton
Aargau und erteilte dem Verein Seniorenzentrum am 7. Juni 2012 die Betriebsbewilligung. Das Seniorenzentrum ist verpflichtet, wie übrigens alle anderen Pflegeheime auch, dem
Gesundheits-Departement jährlich
gemäss Vorgaben ein Qualitäts-Reporting einzureichen.
Die Rechtsformen sämtlicher Alters- und Pflegeheime im Kanton Aargau sehen prozentual wie folgt aus:
Vereine 41,5 Prozent, Aktiengesellschaften 23,2 Prozent, Stiftungen
15,9 Prozent und andere 19,5 Prozent. Es haben 41,5 Prozent aller Alters- und Pflegeheime im Kanton Aargau die gleiche Struktur wie wir.
In einem Gemeindevertrag, der
zwischen den Gemeinden Brittnau,
Strengelbach und Vordemwald abgeschlossen wurde, wird unter anderem Folgendes festgehalten: Im Vorstand dieses Vereins müssen die Gemeinderäte der drei Gemeinden vertreten sein und zusammen die Mehrheit bilden. Unsere Vereinsstatuten
entsprechen diesen Vorgaben. Der
Vorstand konstituiert sich selbst, die
Falls ein Unglück passiert und die
Tunnelbauer im Berg eingeschlossen
werden, finden sie in Fluchtnischen
die lang haltbaren Nahrungsmittel.
Weitere Kunden seien Alterszentren,
die für ihre Bewohner einen Notvorrat anlegen, erzählt Scalise und erwähnt, dass Notvorräte auch eine Kapitalanlage darstellen können. «Viele
hoffen, wenn die Lebensmittel knapp
werden, die Notvorräte gegen andere
Dinge eintauschen zu können.»
Dass am 21. Dezember die Welt untergehen wird, glaubt Scalise nicht. Er
geht aber davon aus, dass sich in
nächster Zeit Dinge verändern werden. «Dass dies aber genau am 21. Dezember passieren wird, davon gehe
ich nicht aus», sagt er. Er hat sich jedenfalls vorbereitet und bei sich zu
Hause für seine dreiköpfige Familie
Notvorrat für ein halbes Jahr eingelagert.
Am 21. Dezember endet einer der zahlreichen Maya-Kalender. Dies sehen viele als
Zeichen für einen drohenden Weltuntergang. Diese Zeitung nimmt die Thematik
«Weltuntergang» in losen Folgen auf.
Nachrichten
Wahl des Präsidenten oder der Präsidentin obliegt der Mitgliederversammlung.
Wenn ein Gemeinderat von irgendeiner Gemeinde vom Gesamtgemeinderat als Delegierter in ein
Gremium und dort von der Mitgliederversammlung als Präsident gewählt wird, ist dies ein ganz normaler Ablauf. Und ist überall möglich,
ob als Delegierter in einem Altersheim, bei der erzo oder bei einem
anderen Verband. Befremdend ist eigentlich nur, dass die FDP Strengelbach dies als Machtkonzentration
auslegt.
Im Mai 2011 wurde das Seniorenzentrum Hardmatt mit zusätzlichen
Seniorenwohnungen eingeweiht. Mit
Leistungsvereinbarungen sind die
Aufgaben zwischen dem Verein für
Alterswohnungen und dem Seniorenzentrum klar geregelt worden. Das
Gleiche gilt auch für die Spitex, die
ihren neuen Stützpunkt im Seniorenzentrum ebenfalls im Frühling 2011
bezogen hat. In den vergangenen Monaten wurde die Zusammenarbeit
zwischen dem Seniorenzentrum und
der Spitex vertieft und es hat sich für
beide Seiten eine sehr positive Zusammenarbeit entwickelt. Zudem ist
in der Spitex ein Ambulatorium und
im gleichen Gebäude eine Physiotherapie untergebracht. Im Seniorenzentrum Hardmatt in Strengelbach
sind alle Wohnformen im Alter vorhanden. Andere Gemeinden können
von einem solchen Angebot nur träumen.
Die Behauptung der FDP Strengelbach, dass wir im Seniorenzentrum
Hardmatt mittelalterliche Strukturen haben, trifft somit nicht zu.
JAKOB SCHEIBLER,
VIZEAMMAN STRENGELBACH,
PRÄSIDENT SENIORENZENTRUM
HARDMATT
Zofingen/Oftringen
Fensterbohrer unterwegs
«Studentenfutter» mit v.l. Mario Schuler, Isabel Hammer, Michèle Rubli
und Christian Zürcher brachte Adventsstimmung ins Studio.
JAD
In der Nacht auf Samstag suchten Einbrecher mit der Fensterbohrmethode zwei Einfamilienhäuser heim. Nachdem ein Einbruch an der Weidstrasse in Zofingen gelungen war, scheiterten die Unbekannten eine halbe
Stunde später an der Neuen
Bühnenbergstrasse im benachbarten Oftringen. Trotz sofortiger Fahndung blieben die Einbrecher verschwunden. Die Polizei bittet die Bevölkerung um
erhöhte Vorsicht. (KPA)
INSERAT
Die Finalisten stehen fest
Super-Samschtig Zum letzten Mal
vor dem grossen Finale in zwei Wochen kämpfte sich ein Viererteam
durch das Radio-Inside-Quiz. Das Studio war für die abschliessende Sendung ganz in Zürcher Hand.
Der erste Tag im Dezember war zugleich Jubiläum (20. Sendung) und
letzte reguläre Ausgabe der Quizshow
«Super-Samschtig» auf Radio Inside im
Jahr 2012. Die vier Ex- und Noch-Studenten Mario Schuler, Isabel Hammer, Michèle Rubli und Christian Zürcher aus Zürich stellten sich den kniffligen Aufgaben und Fragen des Quizmasters Dominik Jäggi. Das Klischee,
ein Studentenleben bestehe in erster
Linie aus vielen Kaffeepausen, lange
ausgehen und noch länger schlafen
denn als am Interesse an tagesaktuellem Geschehen wies das Quartett
gleich zu Beginn vom Tisch. Bereits in
der ersten Stunde legte das «Studentenfutter» mächtig vor.
Zum Beginn der Adventszeit musste auch eine vorweihnachtliche Aussenaufgabe her. Trotz klirrender Kälte
konnten Mario und Isabel in Zofingen
innert kürzester Zeit nicht nur einen
Adventskranz auftreiben, sondern
fanden auch drei Passanten, die ein
Weihnachtslied anstimmten. Auch
bei den beiden anderen Kandidaten
im Studio lief alles rund und sie setzten ihren Siegeszug von Runde zu
Runde fort. Doch «Super-Samschtig»
wäre nicht die wohl spannendste
Quizshow der Schweiz, wenn da nicht
noch die alles entscheidende letzte
Spielrunde wäre. Der Advent brachte
den vier bei dieser letzten Frage kein
Glück und so verpasste «Studentenfutter», wenn auch hauchdünn, die Finalteilnahme. «Alles halb so schlimm»,
sagten sie nach der Sendung. «Dafür
freuen wir uns umso mehr über den
Tagespreis und einen gemütlichen
Skitag zu viert.»
Im grossen «Super-Samschtig»Finale am 15. Dezember spielen die
Feuerwehr Zofingen, die «Bros» aus
Olten und die «Sträggelebrätscher»
aus Strengelbach um Badeferien im
Wert von 4000 Franken. (JAD/TWA)
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Seele and Geist
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