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Kurz und bündig in einem Satz: Was 100 Praktiker vom ESUG halten

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16 Ti t e l
Kurz und bündig
in einem Satz:
Was 100 Praktiker
vom ESUG halten
Köln. Seit gut einem Jahr ist das Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) in Kraft.
Bis heute haben die Gerichte etwa 250 Eigenverwaltungen
(270 a- und 270 b -Verfahren) angeordnet. Und Gläubiger
beteiligen sich an der Auswahl der (vorläufigen) Sachwalter
und Insolvenzverwalter. Viel ist im zurückliegenden Jahr zum
ESUG gesagt und publiziert worden, daher sollen die Resonanzen verdichtet werden: Der INDat-Report hat 100 Praktiker
und Beobachter des Insolvenz- und Restrukturierungsgeschehens gebeten, Lob, Kritik, Bestandsaufnahmen, Erwartungen
und Befürchtungen, Verbesserungsvorschläge und Erfolgsmeldungen in einem Satz kurz und bündig auf den Punkt zu
bringen. Somit ergibt sich aus den pointierten Statements
der Verwalter / Sachwalter, Sanierungsberater, GläubigerRechtsausschuss und weiteren Verfahrensakteure eine
Foto: Aaron Amat/Fotolia
I N D at - R e p o rt 0 2 _ 2 0 1 3
vertreter, Richter, Sachverständigen der ESUG -Anhörung im
breite Palette der Bewertungen und Einschätzungen, wie
das ESUG ankommt und wirkt.
17
RA Prof. Dr. Volker Römermann,
RA Michael Pluta, Pluta Rechtsan-
RiAG Dr. Thorsten Graeber,
Römermann Rechtsanwälte AG,
walts GmbH, Geschäftsführer:
Amtsgericht Potsdam:
»Die Eigenverwaltung führt
nicht mehr zur optimalen
Gläubigerbefriedigung,
sondern zum optimalen
Schuldnerschutz!«
»Neben der Stärkung der
Eigenverwaltung hat das
ESUG eine Stärkung der
Schuldner-(Berater) bei der
Verwalterauswahl bewirkt,
welche zwar unter der
Zielvorgabe der Stärkung
der Gläubigerautonomie
eingeführt wurde, praktisch
jedoch ein Wahlmännergremium der Insolvenzschuldner geschaffen hat,
weshalb das ESUG als
Gesetz zur Eigenverwaltung
und Stärkung der Unternehmensberater bezeichnet
werden dürfte.«
RA Andrew Seidl, Andrew Seidl
Rechtsanwälte, Partner:
»Das ESUG fordert einen
Systemwandel, weg von
der (Insolvenz-) Verwaltung, hin zum (Insolvenz-)
Management.«
Eva Ringelspacher, Commerzbank
AG, Senior Vice President, Group
Intensive Care:
»Anerkennung, auch durch
andere Jurisdiktionen,
dass das deutsche Insolvenzrecht für Sanierungen
geeignet ist.«
Foto: ZIS
Foto: Woltersdorf
»Das ESUG schafft bei
einigen und schärft bei
anderen u. a. durch einen
verunglückten § 56 InsO
das Bewusstsein dafür, dass
es ein eigenes Berufsrecht
der Insolvenzverwalter gibt,
das bisher kaum kodifiziert,
kaum diskutiert und kaum
angewandt wurde – wer die
Augen schließt, spürt dort,
wo man es nicht sofort
vermutet hätte, den Atem
der Rechtsgeschichte.«
Foto: Woltersdorf
Vorstandsmitglied:
Prof. Dr. Georg Bitter, Universität
Mannheim, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Bank- und Kapitalmarktrecht, Insolvenzrecht und
Bei Fotos ohne Vermerk handelt es sich um Pressebilder
der jeweiligen Kanzlei bzw. des Unternehmens.
Vorstandsvorsitzender des ZIS e.V.:
RiAG a. D. Dr. Volker F. Drecktrah,
Ombudsmann des VID e. V.:
»Das ESUG ist ein Schritt
in die richtige Richtung,
weitere werden folgen
(müssen).«
»Das ESUG will den Gesellschaftern durch die vorläufige Eigenverwaltung und
das Schutzschirmverfahren
Anreize zu einem frühen
Gang ins Insolvenzverfahren
geben, ermöglicht es aber
zugleich, ihnen nach der Eröffnung ihre Gesellschaftsanteile zugunsten der Gläubiger
zu entreißen; beides passt
in der Zielrichtung nicht
zusammen.«
RiAG Nicole Langer,
Amtsgericht Aachen:
»Das ESUG braucht ein kommunikatives und offenes
Insolvenzgericht, das mit
kritischem Sachverstand das
Verfahren und die Rechte
der Beteiligten wahrt.«
RA Dr. Volker Beissenhirtz,
Schultze & Braun, Partner:
»Zwischenstand nach einem
Jahr: Gläubiger ante portas
– aber einige Richter halten
(noch) die Tür zu.«
18 Ti t e l
Sandra Bindler, HypoVereinsbank,
RA / WP Andreas Ziegenhagen,
Leiterin Strategie und Geschäfts-
Salans, Partner:
entwicklung:
»Das ESUG ist ein Schritt in
die richtige Richtung, aber
noch ein langer Marsch,
den unsere regionalen
Spezialisten in Intensivbetreuung und den regionalen
Insolvenzverwalterteams
gemeinsam mit unseren
Kunden gehen.«
RA Tobias Hoefer, Hoefer |
RA Dr. Siegfried Beck, Dr. Beck
Schmidt-Thieme, Partner:
& Partner, Seniorpartner:
»ESUG: Restrukturierung
»Made in Germany«, ein
Gütesiegel für die Zukunft!«
»Ein wertvolles Instrument
für Experten – nichts für
Amateure.«
»Wir haben bereits in den
ersten Monaten die neue
Restrukturierungsoption
des Schutzschirmverfahrens
inklusive Insolvenzplanverfahren mit integrierten
Kapitalmaßnahmen erfolgreich genutzt und jeweils
mit vor Ort gelisteten
unabhängigen Sachwaltern
sowie dem jeweiligen Gläubigerausschuss sehr gut
zusammengearbeitet.«
RA Dr. Christoph Niering, Partner
verwaltungen und Vorsitzender
des Verbands Insolvenzverwalter
Deutschlands e. V. (VID):
Foto: Reuter
von Niering Stock Tömp Insolvenz­
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Wirt.-Ing. Burkhard Jung,
»Der Sanierungsansatz des
ESUG ist nach wie vor zu
begrüßen, aber aufgrund
der erkennbaren Fehlentwicklungen bei der Eigenverwaltung, der Verwalterauswahl und der Besetzung
der Gläubigerausschüsse
muss der Gesetzgeber das
Regelwerk in einigen Punkten nachjustieren.«
Partner von hww UnternehmensProf. Dr. Florian Jacoby, Universität
berater und Vorstandsvorsitzender
Dipl-Betriebswirt Henning Graw,
Bielefeld, Lehrstuhl für Bürger-
des Fachverbands Sanierungs- und
Rödl & Partner, Director:
liches Recht, Zivilverfahrens-,
Insolvenzberatung des Bundesver-
Insolvenz- und Gesellschaftsrecht:
bandes Deutscher Unternehmensberater (BDU):
»Das ESUG öffnet Horizonte
– nicht nur dem Wissenschaftler, der Unmengen
neuer Rechtsfragen zu lösen hat, sondern vor allem
der Restrukturierungspraxis,
die die neuen Chancen
nutzt und Herausforderungen meistert.«
»Das ESUG ist mehr als
Eigenverwaltung und
Schutzschirm. Es hat uns
in Deutschland eine neue
Sanierungskultur beschert.«
»Es gibt erste Erfolge im
Markt, allerdings bin ich
skeptisch bei Sanierungen
mittels Schutzschirm und
Eigenverwaltung ohne
Management- bzw. Gesellschafterwechsel mit Blick
auf die Nachhaltigkeit einer
Restrukturierung.«
19
RA Horst Piepenburg, Piepenburg
RA Prof. Dr. Christian Pleister,
& Gerling, Seniorpartner und Vor-
NOERR LLP, Partner:
sitzender der Arge Insolvenzrecht
RA Dr. Klaus Pannen, Pannen
und Sanierung im DAV:
RiAG Dr. Andreas Schmidt,
Rechtsanwälte, Seniorpartner:
»Die Sanierung der
Pfleiderer AG hat gezeigt:
Die professionellen Störer
müssen ihr Geschäftsmodell
ändern, wir nicht.«
»Herausforderung für
die Insolvenzgerichte:
Sicherstellen, dass Anfechtungsansprüche in Zeiten
des ESUG nicht unter den
Teppich gekehrt werden.«
»Wenn auch die Gläubiger
insbesondere in kleineren
und mittleren Verfahren
ihre neuen gestalterischen
Möglichkeiten noch mehr
nutzen müssen, zeigen doch
erfolgreiche Restrukturierungen wie Pfleiderer und
Centrotherm, wie sinnvoll
sich die neuen insolvenzund gesellschaftrechtlichen
Möglichkeiten des ESUG
einsetzen lassen.«
Foto: ZIS
Foto: Euroforum
»ESUG: Erfolg für Schuldner
und Gläubiger – der richtige Weg!«
Amtsgericht Hamburg:
RiAG Prof. Dr. Hans-Ulrich Heyer,
Dr. Walter Bickel, Alvarez & Marsal
Amtsgericht Oldenburg:
Deutschland GmbH, Geschäftsführer:
»Das ESUG hat das Insolvenzrecht in Bezug auf die
Bestellung der Insolvenzverwalter schon nach kurzer
Zeit nachhaltiger verändert,
als ich das erwartet hatte;
es ist zu beobachten, dass
Gläubiger selbst in kleinen
Verfahren ihre Einflussmöglichkeiten bei der Verwalterbestellung sehr aktiv
nutzen – teilweise leider
nicht gerade zugunsten der
Verfahren und der übrigen
Gläubiger.«
»Das ESUG weist in die
richtige Richtung, muss
allerdings in Zukunft noch
weiter ausgestaltet werden,
um derzeitige Komplexitäten
im Bereich Schutzschirm
und Eigenverwaltung zu reduzieren und Möglichkeiten
eines Debt-Equity-Swaps zu
forcieren.«
Foto: VID
Foto: Ille
RA Dr. Michael Malitz,
RAin Angelika Wimmer-Amend,
Taylor Wessing, Partner:
»Das Gesetz ist für viele ein
Gewinn – allerdings nicht
immer für die Gläubiger.«
Amend Rechtsanwälte, Partnerin:
»ESUG – ich such mir mit 'nem Schein 'nen -walter,
den jungen kleinen mit den kurzen Beinen,
will er auch was sagen, werd ichs ihm verneinen,
und hat er seinen Willen kundgetan,
warte nur, du willst doch wieder dran?
Anfechtung gibt’s woanders, sonst gibt’s künftig nix zu billen!
Aber ich hoffe, das ist nicht gegen deinen Willen?
Verhalt ' dich geratewohl und bleib' mir gewogen,
musst nichts tun, ich habs schon zurechtgebogen,
Haftung, Steuern – alles Makulatur,
du läufst gebückt an meiner Schnur,
und wo du grad nix machst und soviel Geld doch hast,
lass uns etwas teilen, sonst kommst du in den Knast.«
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RA Alfred Hagebusch, Wellensiek
RiAG Prof. Dr. Heinz Vallender,
RA Dr. Heiko Tschauner,
Rechtsanwälte, Partner:
Hogan Lovells LLP, Partner:
Amtsgericht Köln:
»Die neue Gesetzeslage
erfordert ein sehr viel
höheres Maß an Abstimmung und Professionalität;
rechtzeitig und gründliche
Vorbereitung der Verfahren
erleichtern die Umsetzung
und fördern signifikant
die Erfolgsaussichten; die
ersten Praxisfälle belegen
dies sehr eindeutig.«
»Bei frühzeitiger Planung
und Einleitung eröffnet
das ESUG aussichtsreiche
Möglichkeiten, ein Unternehmen kontrolliert im
Wege eines Insolvenzplanverfahrens zu sanieren.«
Foto: Euroforum
»Das ESUG leistet einen
wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Sanierungs­
standorts Deutschland.«
WP Tammo Andersch, Andersch AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft,
Vorstandsvorsitzender:
»Das Haftungsrisiko aufgrund oberflächlich und mit
unzureichender Sanierungskompetenz erstellter
270 b-Bescheinigungen
wird durch viele Berater
unterschätzt.«
RA Dr. Jörg Nerlich, GÖRG, Partner:
»Sofern es uns gelingt, im
Zusammenhang mit einer
ESUG-Novelle unzweifelhafte Missbrauchsfälle bei der
Auswahl des Verwalters und
bei der Frage der Geeignetheit des Schutzschirmverfahrens auszuhebeln, ist
das ESUG ein brauchbares
Mittel, um die Sanierung
von Unternehmen zu
fördern.«
WP/ StB Arndt Geiwitz, Schneider
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RAin Dr. Petra Hilgers,
Hilgers & Partner, Partnerin:
»Der Gläubigereinfluss bei
Großverfahren steigt zwar,
aber für die Abwicklung der
meisten Insolvenzverfahren
hat das ESUG bisher keine
Auswirkungen.«
»Eine deutliche Ausweitung der Kompetenzen des
Sachwalters im Schutzschirmverfahren kombiniert mit einer aktiveren
Wahrnehmung der neu
gewährten Rechte durch die
Gläubiger wären wichtige
Änderungen zur Optimierung eines einer modernen
Sanierungskultur dienenden
neuen Insolvenz­rechts in
Deutschland.«
Foto: Woltersdorf
Geiwitz & Partner, Partner:
RA Christian Köhler-Ma,Leonhardt
RA Kolja von Bismarck,
Rechtsanwälte, Partner:
Linklaters, Partner:
»Der Rettende fasst an
und klüngelt nicht.«
(J. W. v. Goethe)
»Insgesamt eine sehr positive und nötige Revolution
– die Kinderkrankheiten
der ersten Monate werden
schon noch überwunden
werden.«
21
RiAG Dr. Helmut Zipperer,
Prof. Dr. Heribert Hirte,Universität
RA WilhelmKlaas, Klaas & Kollegen
Amtsgericht Mannheim:
Hamburg, Geschäftsführender
Rechtsanwälte Rechtsanwalts GmbH,
Geschäftsführender Gesellschafter:
RA Dr. Daniel Bergner, Verband
Direktor des Seminars für Handels-,
»Das ESUG ist kein Wunderheilmittel, aber bei
sachgerechtem Gebrauch
erleichert es die Gesundung
erkrankter Unternehmen;
zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie nach den
bisherigen Erfahrungen,
von denen sich manche
nicht wiederholen sollten.«
Insolvenzverwalter Deutschlands
Schifffahrts- und Wirtschaftsrecht:
»Als Sachwalter sehe und
unterstütze ich die Vorteile
der Eigenverwaltung – ge­rade
deshalb erscheint mir unter
Berücksichtigung der erkannten Schwachstellen des
ESUG die Evaluierungsphase
von fünf Jahren als kontraproduktiv, weil zu lang.«
e. V. (VID), Geschäftsführer:
RiAG a. D. Dr. Klaus-Peter Busch:
»Der Paukenschlag, verursacht durch den Ansturm
der Gläubiger auf die
vorläufigen Gläubigerausschüsse, ist ausgeblieben,
dafür spielt die Musik zu
meinem Erstaunen in der
Eigenverwaltung, wenn
auch nach meinem juristischen Gehör mit manchen
falschen Tönen.«
RA Dr. Frank Girotto, PricewaterhouseCoopers AG, Senior Manager:
»Solvent nach der Insolvenz - mit Transparenz und
Pragmatismus.«
RA Axel Bierbach, MHBK Müller
Foto: Schulzki
Foto: NIVD
Foto: VID
Foto: VID
Foto: ZIS
»Der Gesetzgeber wird
sich wahrscheinlich früher
als gedacht entscheiden
müssen, ob er zur Abwehr
von Missbrauchsversuchen
und zur Klarstellung an
bestimmten Stellen noch
mehr Leitplanken einzieht –
auf einer dieser Leitplanken
könnte dann in Großbuchstaben stehen: Die Unabhängigkeit von Insolvenzverwaltern und Sachwaltern
ist unverzichtbar.«
»Ein Jahr Ansturm der Gläubiger auf die Oberhoheit im
Insolvenzverfahren.«
Foto: Woltersdorf
Heydenreich Beutler & Kollegen,
Partner:
»Das ESUG ist ein weiterer großer Schritt zu einer
Sanierungskultur in Deutschland, es bietet deutlich verbesserte Chancen und Mittel
zur Sanierung; gleichzeitig
sind die Verantwortung und
die Anforderungen an die
Fähigkeiten der Beteiligten gestiegen, dies betrifft
die Berater ebenso wie die
Insolvenz­verwalter, aber
auch die Gerichte.«
Prof. Dr. Manfred Hunkemöller,
ISM International School of
Mangement:
»Ich wünsche mir, dass alle
am Verfahren Beteiligten
verantwortlich mit den sich
aus dem ESUG ergebenden
Chancen umgehen.«
22 Ti t e l
RA Hans-Peter Rechel, WZR Wülfing
RA Joachim Exner,
Zeuner Rechel, Partner:
RA Jens Lieser, Lieser Rechts­
Gleiss Lutz,Partner:
anwälte, Partner:
»Ein Schritt in die richtige
Richtung – insbesondere
wegen der neuen Gestaltungsmöglichkeiten zum
Erhalt von Unternehmen
und bestmöglichen Befriedigung der Gläubiger, auch
wenn die ersten Erfahrungen
zeigen, dass es ein Missbrauchs- und weiteres Verbesserungspotenzial gibt.«
»Das ESUG wird die Insolvenzszene nachhaltig
verändern, zum Vorteil
der Gläubiger und der
Unternehmen.«
»Das ESUG ist kein Allheilmittel, aber in einem
professionellen Umfeld
eine wertvolle Ergänzung
des Sanierungsinstrumen­
tariums.«
Foto: Woltersdorf
»Die Erfahrungen mit dem
ESUG unterstreichen einmal
mehr die entscheidende
Bedeutung der Unabhängigkeit des Verwalters
und der unerschrockenen,
gegenüber nötigender Einflussnahme unabhängigen
Wahrnehmung der insolvenzgerichtlichen Aufsicht
für die Erreichung des
gesetzlichen Verfahrensziels
der Gleichbehandlung aller
Gläubiger.«
Dr. Beck & Partner, Partner:
RA Dr. Andreas Spahlinger,
DirAG a. D. Olaf Messner:
Foto: Schiefer
»Die Gläubigerbeteiligung
bei der Verwalterauswahl,
ein Pyrrussieg für die
Insolvenzverwalter!?«
RAin Dr. Susanne Berner,
Dr. Berner Insolvenzverwaltung,
Vorstandsvorsitzende der Neuen
RA Ottmar Hermann,
Paul Muschiol, HSBC Trinkaus, Leiter
Insolvenzverwaltervereinigung
HERMANN, Seniorpartner:
Betreuung Insolvenzverwalter:
Deutschlands e. V. (NIVD):
»Eine der größten Heraus­
forderungen im Rahmen der
Insolvenzgeldvorfinanzierung ist die gestiegene Anzahl der beteiligten Parteien
und deren Koordination.«
»Ein begrüßenswerter gesetzgeberischer Beitrag zu
einem sanierungsfreundlichen Insolvenzrecht,
der sich in der Praxis noch
bewähren muss!«
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Stefan Lodyga, pronova BKK,
»Am Schachbrett haben
sich die Regeln geändert,
wir haben verstanden und
werden unsere Chancen zur
Sanierung der Unternehmen konsequent nutzen.«
Leiter Vollstreckung:
»Mehr Transparenz und
Kommunikation würde das
ESUG-Ansehen erheblich
steigern – bei den öffentlichen Bekanntmachungen
könnte man anfangen.«
23
RA Dr. Hermann Peter Wohlleben,
Prof. Dr. Moritz Brinkmann,
PSVaG, Vorstand:
Universität Bonn, Lehrstuhl für
»Positiv wirkt die frühzeitige
Einbeziehung der Gläubigerschaft, wenngleich die
Ausschussbesetzung mangels Gerichtskonzentration
mitunter noch etwas hakt.«
RA Christian Graf Brockdorff,
Bürgerliches Recht, deutsches
BBL Brockdorff Bernsau, Partner:
und europäisches Zivilverfahrensrecht sowie Insolvenzrecht:
»Die erfolgreiche Anwendung des EGUG erfordert auf
allen Ebenen Augenmaß und
die Einhaltung bestimmter
Grenzen – eine Einsicht, die
leider noch nicht überall
anzutreffen ist.«
»Hoffentlich bringen einige
der sicher bald in großer
Zahl erscheinenden Dissertationen Antworten auf die
vielen offenen Fragen.«
RA Dirk Hammes, Hammes
Foto: Woltersdorf
Insolvenzverwalter, Partner:
Foto: Woltersdorf
Foto: VID
»ESUG = Extrem Sorgloser
Umgang mit dem Gesetz!«
RA Prof. Dr. Lucas Flöther, Flöther &
Wissing Rechtsanwälte, Partner:
Ass. Jur. Andrej Wroblewski,
IG Metall, Vorstand, FB Sozialpolitik/ Ressort Arbeits- und
Sozialrecht:
RA Prof. Rolf Rattunde,
»Starke vorläufige Gläubigerausschüsse sind eine
sinnvolle Neuerung, insbesondere wenn die Gewerkschaft als Arbeitnehmervertretung beteiligt ist und
»ein Wörtchen mitredet«.«
Leonhardt Rechtsanwälte, Partner:
»Die Kommunikation zwischen Unternehmen, ihren
Beratern, den Gerichten
und den Verwaltern hat
sich verbessert, Unternehmen befassen sich mit
Insolvenzszenarien früher;
Missbräuche gilt es zu
verhindern.«
»Das ESUG bietet Chancen
für die Etablierung einer Sanierungskultur in Deutschland, verlangt aber von den
Akteuren des Verfahrens
ein hohes Maß an Professionalität und Qualität – wo
beides fehlt, steht nicht nur
die Sanierung, sondern der
gesetzgeberische Ansatz
insgesamt in Frage.«
RA Robert Buchalik, Buchalik Brömmekamp Rechtsanwälte, Partner:
»Das ESUG ist ein gelungenes Gesetz, mit dem sich
aber noch nicht alle Richter
und Insolvenzverwalter
identifiziert haben, denn erst, wenn diese Zielgruppen
vollumfänglich eingebunden
sind, wird das gesetzgeberische Ziel einer frühzeitigen
Antragstellung und eines
deutlich gestärkten Gläubigereinflusses erreicht werden,
wobei gesetzgeberische
Maßnahmen, um dorthin zu
kommen, nicht notwendig
sind, da der bestehende
Rechtsrahmen, um dem
Willen des Gesetzgebers zum
Durchbruch zu verhelfen, völlig ausreichend ist.«
24 Ti t e l
RA Alexander Reus,
Max Falckenberg, Roland Berger
Anchor Rechtsanwälte, Partner:
Strategy Consultants GmbH,
RA Dr. Sven-Holger Undritz,
White & Case LLP, Partner:
»Nehmen alle Beteiligten
die ihnen zugewiesene
Verantwortung wahr,
eröffnen die Instrumente
des ESUG bei konsensualer
Anwendung neue Optionen
zur erfolgreichen Unternehmenssanierung, bei der
auch die Gesellschafter eine
Rolle spielen können. Die
Centrotherm-Verfahren sind
hierfür ein gutes Beispiel;
zur konfrontativen Durchsetzung von Gesellschafterinteressen eignen sich
diese Instrumente nicht.«
RA Detlef Specovius,
Schultze & Braun, Partner:
»Mit dem ESUG erhöht sich
die Planungssicherheit
eines Insolvenzverfahrens.«
»Das ESUG ist eine Weiterentwicklung unserer erfolgreichen Insolvenzgesetzgebung und bietet nochmals
verbesserte Rahmenbedingungen, um Unternehmen
effizienter zu sanieren und
sie vor der Zerschlagung zu
bewahren; ein schlüssiges
Fortführungskonzept unter
vorheriger Einbindung aller
Stakeholder ist der Erfolgsfaktor beim Schutzschirmverfahren.«
Foto: Reuter
»Das ESUG hat geholfen,
verkrustete Strukturen aufzubrechen, die Eigenverwaltung wird in Kürze aus dem
deutschen Insolvenzrecht
nicht mehr hinwegzudenken sein!«
Partner:
Foto: privat
RiAG Frank Pollmächer,
Amtsgericht Düsseldorf:
I N D at - R e p o rt 0 2 _ 2 0 1 3
RA Dr. Nils Weiland,
»Die durch das ESUG geänderten Vorschriften der
Insolvenzordnung bieten
seriösen Schuldnern bei
guter Vorbereitung und
zeitiger Abstimmung mit
dem Insolvenzgericht eine
nachhaltige Alternative zu
den bisher bestehenden
Möglichkeiten, wobei den
Gerichten eine verstärkte Kontrollfunktion bei
Einleitung dieser Verfahren
zukommt.«
Dr. Weiland & Partner, Partner:
RA Dr. Dietmar Rendels,
KÜBLER, Partner:
»Mehr Eigenverwaltung und
mehr Gläubigerrechte bedingen mehr gegenseitige Verantwortung, insbesondere in
Form früherer Kommunikation
und früherer, gemeinsamer
Restrukturierungsbemühungen
aller Sanierungsbeteiligten!«
RiAG UlrichSchmerbach,
»Das ESUG hat zu vielen
»schuldnerbestimmten«
Verfahren, nicht aber zu
mehr »gläubigerbestimmten« Verfahren geführt,
denn auch die erweiterten
Mitwirkungsmöglichkeiten
der Gläubiger werden weiterhin nur wenig genutzt;
dieses Ergebnis entspricht
daher nicht der Regelungsabsicht des Gesetzgebers.«
Amtsgericht Göttingen:
»Es ist genug Tinte vergossen worden – wichtig ist
jetzt Kommunikation: frühzeitiger Kontakt mit dem
Insolvenzgericht bereits
vor Antragstellung – und
entsprechende Gesprächsbereitschaft der Gerichte.«
Eugen Angster, Vorstandsvorsitzender
RiAG Martin Horstkotte,
der BRSI e. V. und Geschäftsführer der
Amtsgericht Berlin-Charlottenburg:
Interim International GmbH:
»Ein wichtiger und richtiger
Schritt in Richtung Stärkung
der insolvenzrechtlichen
Sanierungskultur und der
Gläubigerautonomie, von
dem ich mir wünsche, dass
er – gerade weil er technisch leider nicht perfekt
gelungen ist – konstruktiver
und beherzter durch die gerichtlichen Rechtsanwender
befördert würde.«
Prof. Dr. Reinhard Bork,Universität
Hamburg, Geschäftsführender
Direktor des Seminars für Zivilprozess- und Allgemeines Prozessrecht:
»Wie erwartet bewährt sich
das neue Instrumentarium
im Großen und Ganzen in
den wenigen, professionell
begleiteten Verfahren, für
die es sich eignet, wenn
auch entgegen der Intention
des Gesetzgebers weniger gläubigergesteuert als
vielmehr schuldner(berater)gesteuert und um den Preis
einer deutlichen Veränderung
in der Insolvenzverwalterlandschaft.«
Foto: Reuter
»Das ESUG bietet neue
Möglichkeiten für Unternehmer, Gläubiger und Berater,
die lange überfällig waren
und dazu beitragen, dass
volkswirtschaftlich sinnvolle
unternehmerische Leistungen
erhalten bleiben!«
Foto: Schiefer
Foto: Euroforum
25
Dr. Frank Nikolaus, Managing
Foto: Woltersdorf
Partner von Nikolaus & Co. LLP und
Vorsitzender des Berufsverbandes der
Unternehmensrestrukturierer TMA
RA Rüdiger Wienberg, hww Wien-
Foto: Schiefer
»Das ESUG ist nichts weniger
als ein Paradigmenwechsel,
der nach endlos erscheinenden zwölf Jahren der
Besitzstandswahrung ins Werk
setzt, was die Protagonisten
der InsO bereits intendiert
hatten: Vorhersehbarkeit des
Verfahrensablaufs, Bestimmbarkeit der Personen, die
die Geschicke in die Hand
nehmen, und systematischer
Anreiz zum Sanieren lebensfähiger Unternehmen in
einer Weise, die endlich die
Werte der Gläubiger bewahrt
anstatt Verschleuderung bei
vermeintlichem Arbeitsplatzerhalt zu belohnen.«
Foto: Euroforum
Deutschland:
berg Wilhelm, Seniorpartner:
RA Frank Grell, Latham & Watkins,
Partner:
»Mit dem ESUG wird Insolvenz planbarer und verliert
den Charakter als Drohkulisse; Kommunikation
und Koordination der Beteiligten ist dabei der Hebel,
um es effektiv zu nutzen.«
»Das ESUG leitet einen
Bewusstseinswandel ein:
Insolvenz ist Sanierungsoption und nicht Zerschlagungseinbahnstraße.«
RiAG Frank Frind, Amtsgericht
Hamburg, Vorstandsmitglied des
BAKinso e. V.:
»Nicht vergessen: Auch
ein ESUG-Verfahren dient
dem Ziel der bestmöglichen
Gläubigerbefriedigung und
ist kein Selbstzweck!«
26 Ti t e l
Prof. Dr. Hanns Prütting,
RA Dr. habil. Gerrit Hölzle,
Universität zu Köln, Professur für
GÖRG, Partner:
deutsches und ausländisches
RAin Sandra Mitter,
Zivilprozessrecht und Bürgerliches
Westhelle & Partner, Partnerin:
»Das ESUG hat die Restrukturierungslandschaft signifikant verändert. Insbesondere die Möglichkeiten
der gesellschaftsrechtlichen
Restrukturierung z. B. auch
gegen den Widerstand obs­
truierender Gesellschafter
eröffnet bislang ungeahntes Gestaltungspotenzial;
dadurch wird das Insolvenzverfahren zur echten
Gestaltungsoption und hat
die Chance, den Makel des
vermeintlichen »unternehmerischen Versagens« zu
verlieren.«
Recht und Direktor des Instituts
»Das ESUG ist ein Schritt in
die richtige Richtung – dennoch gelten unverändert
die beiden Feststellungen:
Es gibt kein (neues) Gesetz,
das nicht zugleich auch
neue Rechtsanwendungsprobleme schaffen würde –
und: Auch das beste Gesetz
vermehrt nicht von selbst
die Masse.«
Foto: Woltersdorf
für Verfahrensrecht:
»Das ESUG bietet gute
Sanierungsinstrumente und
wird sich bewähren – wenn
die Handelnden sich ihre
unbedingte Unabhängigkeit
bewahren!«
RA Norbert Weber, RSW Runkel
Schneider Weber, Partner:
»ESUG – der Weg zum
Erfolg: Transparenz und
Kommunikation!«
WP/ StB Matthias Beck,
Ernst & Young GmbH Wirtschafts-
I N D at - R e p o rt 0 2 _ 2 0 1 3
RA Dr. Lars Westpfahl, Freshfields
Bruckhaus Deringer LLP, Partner:
»Mit dem ESUG werden
endlich legitimer Gläubigereinfluss einerseits
und notwendiger Schuldnerschutz andererseits zu
einem angemessenen Ausgleich gebracht; die große
Fehlstelle aber bleibt das
vorinsolvenzliche Sanierungsverfahren.«
Foto: Woltersdorf
»Mit dem ESUG ist der
(planbaren) Eigenverwaltung endlich zu deutlich
mehr Bedeutung verholfen
worden – allerdings ist ihre
Anwendung nicht in allen
Fällen hilfreich, genausowenig aber auch der zu
beobachtende Versuch von
Gerichten, durch Umbesetzungen des vorläufigen
Gläubigerausschusses eine
Ablösung des vorläufigen
Sachwalters bei Verfahrenseröffnung durch einen
genehmeren Kandidaten,
selbst gegen die Gläubigermehrheit und selbst unter
Inkaufnahme von Millionenschäden für die Masse,
zu betreiben.«
Foto: VID
prüfungsgesellschaft, Partner:
DirAG Oliver Sporré, Amtsgericht
Bersenbrück, Mitglied des Direktoriums des Deutschen Richterbundes:
»Keine weitere Zuständigkeitskonzentration bei den
Insolvenzgerichten – Justiz
bleibt bürgernah!«
RA Rainer Bähr,
HERMANN, Partner:
»Wir haben bereits mehrfach das breite Spektrum
des ESUG erfolgreich
umgesetzt und hierbei sehr
positive Erfahrungen mit
und für alle Beteiligten
gemacht.«
27
RA Prof. Dr. Georg Streit, Heuking
RA Manuel Sack,
Kühn Lüer Wojtek, Partner:
Brinkmann & Partner, Partner:
»Das ESUG funktioniert, siehe
Neumayer Tekfor, setzt sich
durch, siehe Dailycer – und
das ist gut so!«
»Das ESUG hat nach nur
wenigen Monaten zu einer
deutlichen Veränderung
der Kommunikationskultur in Insolvenzverfahren
geführt.«
RA Dr. Martin Prager,
Pluta Rechtsanwalts GmbH,
Sönke Schulz, Sigma Corporate
Finance GmbH, Geschäftsführer:
»Das ESUG ist insgesamt
ein bedeutsamer Schritt
in Richtung einer
fortführungsorientierten
Insolvenz­kultur.«
Geschäftsführer:
Foto: Euroforum
Foto: Reuter
»Die Fälle, in denen der
Gesellschafter Teil des
Problems ist, können jetzt
auch im Planverfahren gut
angegangen werden.«
RA Peter Hoegen, Allen & Overy
LLP, Partner:
Rüdiger Wolf, The Boston
Consulting Group, Principal:
»Das ESUG bietet zwar –
trotz des Nachbesserungsbedarfs im Detail – bessere
Möglichkeiten zur Unternehmenssanierung als das
alte Recht, hat allerdings
insbesondere bei größeren
Unternehmen bislang nur
geringe praktische Bedeutung; die außergerichtliche
Restrukturierung werden die
aktuellen Regelungen nicht
verdrängen – noch nicht.«
»Bei aller berechtigter
Kritik hat das ESUG das
deutsche Insolvenzrecht
modernisiert und im internationalen Wettbewerb
gestärkt, es kommt nun auf
die Rechtspraxis an, den
vom Gesetzgeber eröffneten Gestaltungsspielraum
zur Restrukturierung und
Forführung von Unternehmensgruppen auch aktiv
zu nutzen; der Gesetzgeber
sollte für notwendige Anpassungen offen sein und
seinen Weg zu einem modernen Konzerninsolvenz­
recht fortsetzen."«
RA Bernd Depping, dnp DEPPING
GmbH & Co. KG, Geschäftsführer:
WP Peter Wiegand,
KPMG AG WPG, Partner:
»Das deutsche ESUG wird in
Zukunft, mit ein paar künftigen Modifikationen, das
deutsche Chapter 11, genauso oft genutzt, genauso
umstritten – aber letztlich
die bessere Alternative.«
»Das ESUG verändert die
Sanierungskultur grundlegend – trotz massiver
Widerstände ist der Prozess
unumkehrbar; die Entscheidung des Gesetzgebers für
eine Stärkung der Gläubigerrechte und die Sicherung
des Unternehmenswertes
erweist sich mehr und mehr
als gut und richtig.«
28 Ti t e l
RA Dr. Jürgen Blersch, BGP Blersch
Goetsch Partner, Partner:
RA Dr. Rolf Leithaus,
RA Wolfgang Bilgery,
CMS Hasche Sigle, Partner:
Grub Brugger & Partner, Partner:
»Das ESUG hat die Insolvenzlandschaft nachhaltig
verändert, überwiegend
zum Guten.«
Ralf Behrens, Deutsche
Bank AG, Director:
»Eine gute Zusammenarbeit
zwischen dem eingesetzten
Unternehmenssanierer und
dem vorläufigen Sachwalter
erhöht die Erfolgschancen
der Sanierung.«
»Die Machtverteilung hat sich
gerade in den interessanten
Mittel- und Großverfahren,
bei denen etwa auch eine
Eigenverwaltung in Betracht
kommt, durch das ESUG von
Gericht und Verwalter auf die
Gläubiger verschoben, ohne
dass es jedoch zu einer Entmachtung gekommen ist;
die Grundstruktur des Verfahrens bleibt unverändert auf
eine gleichmäßige Gläubigerbefriedigung ausgerichtet;
daher ist es auch hinzunehmen, dass die Gläubiger mehr
Einfluss auf die Verwalterbestellung erhalten.«
RA Dr. Bruno M. Kübler,
boldt-­Universität Berlin, Lehrstuhl
KÜBLER, Seniorpartner:
für Bürgerliches Recht, Zivilprozessrecht- und Insolvenz­recht
sowie Römisches Recht, Vorstands-
I N D at - R e p o rt 0 2 _ 2 0 1 3
vorsitzender des iir e. V.:
»Es wäre ein Jammer, wenn
die neuartigen Chancen
zur Restrukturierung mit
Hilfe des ESUG durch eine
allzu sehr am Buchstaben
verhaftete Klein-KleinInterpretation zunichte gemacht würden und darüber
vergessen würde, dass das
oberste Ziel aller im Krisenbereich Tätigen sein sollte,
wirtschaftlich optimale
Ergebnisse zu erzielen.«
Generell verstärkte Zusammenarbeit mit Beratern
(WP, StB, RA und Unternehmensberatern) und
institutionellen Gläubigern,
Übernahme von Sachwalterschaften bei Wahrung
eigener Unabhängigkeit;
vor allem auch Übernahme
operativer Restrukturierungsaufgaben als externer
»Eigenverwalter« (einschließlich CRO-Funktion
oder Organstellung).«
Thomas Harbrecht, Euler Hermes
Deutschland AG, Mitglied der
Foto: Reuter
Prof. Dr. Christoph Paulus, Hum-
Foto: Woltersdorf
Foto: Reuter
»Das ESUG ist ein erster,
aber wichtiger Schritt in
die richtige Richtung zur
besseren Umsetzung der
postulierten Gläubigerautonomie und Anpassung an
die wirtschaftlichen und
organisatorischen Anforderungen in der Insolvenzpraxis.«
Direktion:
»Zusätzliches wirkungsvolles Sanierungsinstrument,
welches die frühzeitigere
Antragstellung fördert und
zu einer engeren Einbindung aller Parteien in den
Sanierungsprozess beiträgt,
wobei sich das noch erforderliche »Finetuning« über
die Zeit einstellen wird.«
RiAG Klaus Neubert,
Amtsgericht Hannover:
»Gut und innovativ gedacht
– handwerklich schlecht
und kompliziert gemacht.«
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RA Dr. Frank Kebekus, Partner von
RA Dr. Biner Bähr,
Kebekus et Zimmermann, Sprecher
des Gravenbrucher Kreises:
White & Case LLP, Partner:
RA/ StB Dr. Heinrich Schimpf,
BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesell-
»Nicht alles ist gut – aber
grundsätzlich ist man mit
dem ESUG auf dem richtigen Weg.«
schaft, Partner:
»Das Schutzschirmverfahren
ermöglicht Krisenunternehmen verstärkt, Sanierungen
mit den Mitteln des Insolvenzrechts in Eigenverwaltung durchzuführen.«
RA Christopher Seagon, Wellensiek
»Es wird noch lange
dauern, bis sich auch in
Deutschland eine Kultur
des »fresh start« oder der
»second chance« im Bewusstsein aller Beteiligten
durchsetzt.«
Rechtsanwälte, Partner:
»Vor allem in den Bereichen Eigenverwaltung und
Schutzschirmverfahren
drohen die neuen Sanierungsmöglichkeiten des
ESUG zu verpuffen, wenn
die Sanierung nicht seriös
und betriebswirtschaftlich
fundiert vorbereitet ist und
keine Sanierungs- / Insolvenzprofis das Management
des Schuldnerunternehmens in der kritischsten
Unternehmenssituation
nach Insolvenzantrag rasch
übernehmen.« 16:39 Uhr Seite 1
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Foto: Reuter
Andreas Fröhlich, perspektiv GmbH,
Senior Partner:
» ... aus der Perspektive eines Schuldnerunternehmens
ein hervorragendes Instrumentarium zur Sanierung
eines Krisenunternehmens,
aus der Perspektive der
Gläubiger ein Restrukturierungsverfahren, das nach
wie vor ohne deren maßgebliche Beteiligung abläuft,
für Missbrauch anfällig ist
und oftmals nur zu Quoten
leicht oberhalb eines Liquidationsszenarios führt.«
RA Dr. Jan Markus Plathner,
Brinkmann & Partner, Partner:
»Das ESUG wird sich in
den nächsten Jahren beweisen müssen, wobei dies
kein Spaziergang wird.«
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