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Kulturprogramm: „Bei uns ist immer was los!?“ - Der Fürstenfelder

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Der
FürstenFelder
Fürstenfelds einzige unabhängige Stadtzeitung
ABE
AUSG
ERST
Nr. 1
September 2010
Kulturprogramm:
„Bei uns ist immer was los!?“
Jetzt sind sie wieder weg – unsere heißgeliebten und hochgepriesenen Einkaufsdonnerstage, waren sie doch ein fixer
Bestandteil des Fürstenfelder Veranstaltungsjahres. Doch allzu lange braucht
der begeisterte Besucher nicht zu warten,
denn alle Jahre wieder kehrt das umfangreiche Fürstenfelder Kulturprogramm für
ein ganzes Monat zurück, um sich den Bedürfnissen der anspruchsvollen Zielgruppe zu widmen: Den Sommer über hatte
man in der Fürstenfelder Innenstadt jeden Donnerstag die Möglichkeit, sich bis
21 Uhr dem Kaufrausch hinzugeben und
zu shoppen, bevor man sich dann dem
eigentlichen Sinn, beisammen sein und
„kulturell“ das ein oder andere Bier zu
genießen, widmen konnte. Es scheint, als
hätte der Fürstenfelder Gemeinderat den
Begriff Kultur für sich neu definiert.
Ein weiteres Beispiel „kulturellen“, politischen Engagements sind von der Stadtgemeinde stark geförderte Veranstaltungen
wie das Konzerthighlight „Die Paldauer“
oder das leider nicht allzu gut besuchte
„Edlseer“-Konzert im Rahmen der „Augustini Festtage“ am Hauptplatz Fürstenfeld. Die Verantwortlichen scheinen ihre
aus dem Inhalt:
Die umliegenden Städte und Dörfer wie zum Beispiel Fehring, Straden und Gleisdorf füllen ihre Plätze durch ein interessantes Kulturprogramm. Bei uns wartet man vergeblich auf höheres Niveau!
Lieblingsmusik gefunden zu haben und
bleiben anscheinend kompromisslos ihrem Stil treu. Alle anderen Musikrichtungen werden entweder als „zu laut“ oder,
noch schlimmer, „zu wild“ eingestuft oder
überhaupt nicht wahrgenommen. Man
stellt sich die Frage, welcher hochkarätige Künstler nächstes Jahr am Hauptplatz
für eine zünftige Stimmung sorgen wird.
Vielleicht dürfen wir ja Hansi Hinterseer
begrüßen? Scheinbar ist es ja so, dass für
Schlagermusiker selbst die allerhöchsten
Gagen von der Stadtgemeinde problemlos
finanziert werden können ...
Dass der Altersdurchschnitt bei diesen
Events höher ist, ist an sich nicht schlimm,
wenn es wenigstens nur ein vergleichbares Event in dieser Dimension für jugendliches Publikum geben würde. Mit dem
„Campus Rock“ gibt es eigentlich auch
Seite 5
Seite 6
Seite 4
Rauchergesetz
ATW-Gelände
Bgm. Gutzwar wächst
Seit dem 1.7.2010 ist das neue Tabakgesetz in Kraft. Früher oder später wird es
unumgänglich ein einheitliches Rauchverbot in Lokalen geben, aber bis dahin
sind wir mit der perfekten Nichtlösung
der österreichischen Regierung konfrontiert. Wir finden heraus, wie die heimischen Gastronome damit umgehen.
Wenn die in der Region einzigartige historische Silhouette der Stadt renoviert
wäre, könnte man auch Touristen in die
Stadt locken. Der Bürgermeister verspricht der Bevölkerung schon seit Jahren,
dieses Projekt zu beginnen. Die Realität
sieht leider anders aus: Das ATW-Gelände
ist leer, dafür ist der Stadtpark verbaut.
Lässt sich unser Bürgermeister vielleicht
so manches Schnitzel und Bier in den
verschiedensten Gasthäusern auf unsere
Kosten schmecken?
www.der-fuerstenfelder.at
zugestellt durch Post.at, 8280 Fürstenfeld
Impressum
Seite 8
Seite 1
Kultur
ein solches Konzert. Doch war es im Jahr
2009 noch ein 5-stelliger Betrag, mit dem
„Campus Rock“ von der Stadtgemeinde
subventioniert wurde, ist es zum heutigen
Zeitpunkt fraglich, ob es mit dem um ein
Viertel gekürzten Budget nächstes Jahr
überhaupt noch über die Bühne gehen
kann.
Fragwürdig ist auch, warum es keinen
Raum, wie etwa in Gleisdorf den Kulturkeller, gibt, wo engagierte Veranstalter
ihrer Kreativität mittels eines selbstorganisierten Konzertes oder Sonstigem freien
Lauf lassen können ohne dabei ein zu großes finanzielles Risiko tragen zu müssen.
Der Gleisdorfer Kulturkeller wird beispielsweise von der Gemeinde Gleisdorf
gefördert, wodurch erreicht wird, dass
eine Vielzahl von kleinen, alternativen
Veranstaltungen angeboten werden können. Wo sind diese Räumlichkeiten in
Fürstenfeld? Sie sind nur äußerst spärlich
und notdürftig vorhanden. Die Stadthalle Fürstenfeld bietet dem Besucher kein
schönes Ambiente und außerdem fließt
ein Großteil des Budgets in die Hallenmiete und Probleme mit den Anrainern
aufgrund der hohen Lärmbelästigung
sind ebenfalls möglich. Auch das Kulturhaus, welches von einem Verein verwaltet wird, ist natürlich nicht unentgeltlich
zu haben. Keine Vorwürfe gelten den
jeweiligen Betreibern dieser Hallen, sehr
wohl aber jenen Verantwortlichen, denen
die Möglichkeit obliegt, solche Events zu
fördern und dementsprechend Lokations
anzubieten und zu errichten.
Es gibt viele junge Fürstenfelder, die ihr
Herzblut in die Organisation eines Konzertes stecken, ohne unendliche finanzielle Möglichkeiten zur Verfügung zu haben
und denen es einzig und allein darum geht,
den Interessierten ein außergewöhnliches
Kulturprogramm zu bieten. Lokale Veranstalter müssen aber sogar teilweise auf
Konzerthallen und Veranstaltungsräume
in den benachbarten Städten und Dörfer
zurückgreifen, um ihre Ideen umsetzten
zu können ohne einen finanziellen Totalverlust einzufahren. Auch wenn jene
Veranstaltungen oft in kleinstem Rahmen
und noch kleineren Plätzen stattfinden,
erinnert sich die Handvoll Besucher gerne daran zurück und auch oft weiter angereiste Künstler kommen aufgrund des
einzigartigen Flairs gerne wieder. Ohne
Zweifel würden es jene Gastgeber sehr
begrüßen, wenn derartige Räumlichkeiten für solche Veranstaltungen auch von
der Stadt Fürstenfeld in Zukunft zur Verfügung gestellt würden. Aber bislang wird
bei der Kulturförderung der Stadt leider
nicht auf Vielfalt gesetzt.
Was Veranstaltungen generell in Fürstenfeld betrifft, darf man natürlich nicht
auf den aufwändig gestalteten Veranstaltungskalender des Stadtamtes, welcher
monatlich erscheint, vergessen. Dieser
Kalender gewährt unseren Mitbürgerninnen und Mitbürgern einen umfangreichen Einblick in den jeweiligen Veranstaltungsmonat der Stadt Fürstenfeld.
Interessante „Veranstaltungen“, wie der
Stammtisch der FPÖ-Ortsgruppe Fürstenfeld, die unzähligen Gottesdienste der
katholischen und evangelischen Kirchen,
Frühshoppen oder Backhendeltag eines
Gasthauses sind nur einige der angeführten Highlights in diesem Prospekt. Der
Schriftzug „...bei uns ist immer was los!“
auf der Titelseite kann von einem anspruchsvollen Bürger nur als ironischer
Witz interpretiert werden und nicht ernst
gemeint sein. Das Stadtamt Fürstenfeld ist
nicht für Angaben, Inhalte und Termine
verantwortlich, sondern lediglich für die
Herausgabe. Doch damit so eine Broschüre
nicht zwanghaft mit oben genannten Terminen vollgepumpt werden muss, könnte
man sich überlegen, ob man nicht etwas
gegen die in Wirklichkeit herrschende
Veranstaltungsarmut tun will. Einige Anreize wurden bereits genannt: Plätze für
Konzerte und dergleichen schaffen, jene
Räumlichkeiten subventionieren, bei riesigen Events wie den „Paldauern“, etwas
zurückstecken und stattdessen die Vielfalt
fördern, um qualitative, tolle Events in die
Stadt zu bringen!
Ausschnitte aus dem Veranstaltungskalender des
Stadtamtes
„der Fürstenfelder“ alternatives Kulturprogramm:
Veranstaltungskalender
5.September
8. Sep. bis 12. Sep.
12. Sep. bis 26. Okt.
17. September
22. September
22. September
24. September 3. Oktober
6. Oktober
Seite 2
Stradener Straßen Spektakel Most und Jazz - Musikfestival
Auststellung Günter Brus A Blood-Flavourd Holiday: 5th Of November, Inane, u.v.m
Uzbeks (Punk aus Israel)
Endearment (Post Punk aus D)
Mario Berger und Martin Moro
Call for Bands
Herbstzeit Session Blues, Swing , Jazz und Roots
Orgel & Orchester, Abo-Konzert
Ortszentrum Straden
div. Lokations Fehring
Gallerie Gölles
Kulturkeller Gleisdorf
Traverse Königsdorf
Kulturkeller Gleisdorf
Kulturhaus Fürstenfeld
Tschardake Königsdorf
Stadtpfarrkirche
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Aktuell
Lug und Trug rund um die
Schnellstraße S7
LAbg. Franz Majcen sagte bei der
Landtagssitzung am 15.6.2010
die Unwahrheit – Es gilt die Unschuldsvermutung !
Zu einem Schlagabtausch „Allianz gegen
die S7“ vs. LAbg. Majcen kam es kürzlich
wegen der Behauptung des Fürstenfelder
Langzeitpolitikers bei der letzten Landtagssitzung am 15.6.2010 : „… wir hoffen,
dass diese Straße so, wie geplant, möglicherweise im heurigen oder im nächsten
Jahr spätestens zu bauen begonnen wird.
Die UVP ist abgeschlossen ...“. Diese
Äußerung bezog sich auf das beim Bundesministerium für Verkehr anhängige
Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren betreffend das Straßenbauvorhaben
Fürstenfelder Schnellstraße S7. In diesem
UVP-Verfahren ist allerdings bis heute
der das Verfahren beendende Bescheid
nicht ergangen (und ist es selbstverständ-
Unparteilichkeit neu
definiert
Interessant anzusehen sind die freundlich
lachenden Gesichter auf den Plakaten der
Österreichischen Volkspartei zur Landtagswahl am 26. September. Bei schnellem
Hinsehen mag einem nichts Besonderes
auffallen. Doch aufmerksamen Betrachtern wird nicht entgangen sein, dass auf
manchen Plakaten der Burgauer Bürgermeister zu sehen ist. Eigentlich nichts
Eigenartiges - könnte man denken. Wäre
da nicht die Tatsache, dass jener sich mit
der Uniform des Österreichischen Roten
Kreuzes ablichten ließ. Doch ist neben
Menschlichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit und Universalität nicht auch Unparteilichkeit ein
Grundsatz des Roten Kreuzes? Vor allem
als Bezirksstellenleiter in einer solchen
Organisation sollte man diese 7 fundamentalen Grundsätze verinnerlicht haben. Schade, dass derartige Positionen der
eigenen politischen Karriere wegen missbraucht werden.
www.der-fuerstenfelder.at
lich auch am 15.6.2010 nicht der Fall gewesen). LAbg. Majcens Aussage entsprach
also nicht der Wahrheit. Die bei der
Sitzung anwesenden Allianzler machten
ihn unmittelbar darauf aufmerksam, bezichtigten ihn wortwörtlich der Lüge und
staunten anschließend als im Landtagsprotokoll die Aussage des Abgeordneten
abgändert wurde und „... abgeschlossenen
UVP ...“ zu „... fast abgeschlossenen ...“
mutierte. Die „Allianz gegen die S7“ hat
daraufhin eine Sachverhaltsdarstellung
bei der Staatsanwaltschaft wegen Urkundenfälschung eingereicht.
Weiters heißt es in einer daraufhin erfolgten Aussendung der AG S7: „Für uns
setzt sich damit das zweifelhafte Verhalten von Lokal- und RegionalpolitikerInnen im Zusammenhang mit der geplanten
S7 fort: Nicht nur, dass die Meinung des
überwiegenden Teiles der Bevölkerung
zu dieser umweltgefährdenden Transitautobahn einfach ignoriert wird, bestimmen
gezielte Desinformation und Lügen der
politisch Verantwortlichen die Meinungsbildung in der Öffentlichkeit: Der LAbg.
Franz Majcen hat sich unterstanden, in
der gesetzgebenden Körperschaft des Landes Steiermark die Unwahrheit zu sagen
und dies - obwohl über diesen Umstand
aufgeklärt und die Geschäftsordnung des
Landtages diese Möglichkeit einräumt nicht berichtigt. Für die von den nachteiligen Folgen der geplanten Fürstenfelder
Schnellstraße S7 betroffenen Menschen
stellt sich somit wieder einmal die Frage,
welche zwielichtigen Interessen hinter
diesem Straßenbauvorhaben stehen, dass
zu solchen Methoden der Kommunikation
gegriffen wird.“ Ob sich unser Schuldirektor im Ruhestand - dafür neu: Unternehmensberater - das nächste Mal besser
überlegen wird, was er behauptet oder sich
wenigstens vorher genauer informiert?
Knapp vor einer Landtagswahl würde jeder Wähler sich das sicher erwarten.
Hitler in Fürstenfeld
Hochkarätig besetzte
Podiumsdiskussion
SS-Abzeichen, Hakenkreuze oder
Hitler-Büsten aus dem Dritten
Reich werden auf Fürstenfelds
Flohmarkt angeboten.
Schön geschaut haben kürzlich Besucher
des Fürstenfelder Flohmarktes, der jeden
Samstag vor dem Monatsende am Hauptplatz stattfindet. Gleich an mehreren
Ständen waren verschiedene Hitlerbüsten
zwischen Alltagskram und anderem Trödel platziert. Während auch noch Hitlerbilder und -porträts angeboten wurden,
ist auch der Kauf von Ritter- und Mutterkreuzen, sowie Ehrendolchen mit oder
ohne Hakenkreuz ungeniert möglich,
obwohl dies verboten ist. Was sich eine
Tiroler Touristin, die unsere Thermenhauptstadt besuchte, dabei dachte: „Unser
Land hat sehr unter diesem totalitären
System der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg gelitten und ich finde es als
eine Schande.“ Aber das Wegschauen hat
hier vielleicht Methode.
Am Freitag, dem 10.9.2010, diskutierten Hermann Knoflacher (Verkehrswissenschafter), Alexander Van der Bellen
(Wirtschaftswissenschafter, Grüne), Gerald Klug (Bundesrat der SPÖ), Herbert
Paierl (Management Club Österreich)
und Josef Zotter (Chocolatier) unter der
Leitung des Moderators Rainer Rosegger im Jugendgästehaus Fürstenfeld vor
einem Publikum von 150 interessierten
Zuhören. Das vorgegebene Thema dieser
von den Grünen veranstalteten Podiumsdiskussion lautete „Wirtschaftskrise –
Chance für die Regionen!?“. Im Zuge der
Diskussion versetzte sich Alexander Van
der Bellen in die Lage eines Fürstenfelder
Regionalpolitikers. Van der Bellen würde
gegen die geplante Müllverbrennungsanlage in Heiligenkreuz vorgehen und auch
eine Schnellstraße verhindern, die keinen
Anschluss in Ungarn hat. Weiter würde
er die demographische Entwicklung der
Stadt verfolgen (siehe auch Seite 7).
Seite 3
Fürstenfelder des Monats
Rauchen in der Tabakstadt
Seit dem 1.7.2010 ist das neue Tabakgesetz in Kraft. Früher oder
später wird es unumgänglich ein
einheitliches und komplettes
Rauchverbot in Lokalen geben,
aber bis dahin sind wir wohl weiterhin mit der perfekten Nichtlösung der österreichischen Regierung konfrontiert.
Laut Mag. Isabell Bilek von der BH Fürstenfeld gab es bis jetzt drei Anzeigen Lokale in Fürstenfeld betreffend und weitere
drei im restlichen Bezirk.
Wir haben uns deshalb zu einem kleinen
Lokalaugenschein in vier In-Lokalen rund
ums Fürstenfelder Bermudadreieck aufgemacht und waren erstaunt über die Vielfalt der uns gebotenen Einblicke.
Beim Besuch im „Mamamia“ fiel natürlich
sofort die eigens neu eingebaute Trennwand auf, die das Lokal vorbildlich in
zwei Bereiche teilt. Treu gesetzeskonform
möchte man meinen, wäre dann nicht
die Tatsache gewesen, dass nicht nur der
Raucher- sondern auch der Nichtraucherbereich ausreichend mit Aschenbechern
bestückt waren und praktisch überall geraucht wurde. Genauere Auskünfte dazu
wollte uns leider kein Verantwortlicher
geben.
Ein interessantes Bild bot sich auch in der
„Havanna Lounge“. Hier wurden nämlich
wahrlich Kosten und Mühen gescheut.
Ein „Rauchen ist verboten!“-Sticker, gratis von der Wirtschaftskammer verteilt,
wurde angebracht, um den Nebenraum
als Nichtraucherzone auszuweisen. Leider
gegensätzlich deklariert und somit auch
gemäß dem Gesetz falsch (siehe Kasten).
Beim Bier in der „Akte“ fanden wir dann,
wonach wir suchten. Eine Zwischenwand trennt brav die Raucher von den
Nichtrauchern. Von „Akte“-Chef Hannes
Lichtenegger in Eigenregie hochgezogen,
außer Material- und Zeitaufwand, auch
keine zusätzlichen Kosten. Wirklich etabliert hat sich die räumliche Trennung
allerdings noch nicht.
Die kreativste Lösung hat aber eindeutig
das „Maximillian“ gefunden. Hier hat man
kurzerhand eine Wand im Lokal eingezogen, mit der die Grundfläche auf 49,6 m²
reduziert wurde, wodurch das Rauchen
wieder legitimiert ist. „Wir haben 1000
Euro für den Umbau investiert und haben
dadurch auch einige Sitzplätze weniger.
Ein extra Raucherbereich hätte uns aber
ein Vielfaches mehr gekostet und wir hät-
„der Fürstenfelder“ des Monats:
Hannes Lichtenegger
Betreiber der „Alternative Bar Die
Akte“; 35 Jahre alt; vergeben an Ivona
Redaktion: Du bist Veranstalter der legendären „Soundvision“, doch in letzter Zeit
ist es ein wenig ruhig geworden um diese.
Warum?
Johannes Lichtenegger: Wegen des Umbaus des Molkereigeländes war es uns
leider nicht mehr möglich, weitere Konzerte anzubieten. Momentan befinde ich
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mich auf der Suche nach einer neuen Location.
R.: Du bist Betreiber der „Akte“. Würdest
du deine Bar für Konzertveranstaltungen
zur Verfügung stellen?
J. L.: Jugendliche, welche kleinere Kon-
ten nicht einmal gewusst, ob der Raum
von den Rauchern überhaupt angenommen wird“, so Eva Pickl, Besitzerin vom
„Maximillian“.
Fazit: Die Nichtraucher haben es weiterhin schwer zu ihrem Recht zu kommen...
Wie geht’s also weiter? - Wir sind gespannt!
Auszug §13a - Österreichisches Tabakgesetz
In Lokalen mit mehreren Räumen darf das Rauchen in einem Extrazimmer gestattet werden ...
...wenn der Nichtraucherbereich mindestens
50 % des Verabreichungsbereiches einnimmt
...wenn es sich beim Nichtraucherraum um
den Hauptraum handelt
Kleine Lokale mit nur einem Gastraum dürfen
das Rauchen gestatten ...
...wenn die Grundfläche des Gastraumes weniger als 50 m² misst
zerte in Eigenregie organisieren wollen,
können sich gerne bei mir melden.
R.: Wie ist deine Meinung zum kulturellen
Angebot für Jugendliche in Fürstenfeld?
J. L.: Welches Angebot? Kultur ist
immer Auslegungssache, wenn man
„Paldauer“, „Edelseer“ und „Ö3-Discos“
usw. als kulturell bezeichnet, dann ja,
wenn man dies nicht tut, dann nein. ;-)
Hier wären Jugendparteien aufgefordert,
nicht nur zu reden, sondern auch zu
handeln! Jugendliche sollten motiviert
sein und ihnen sollte auch die Möglichkeit gegeben sein, sich zu verwirklichen.
www.der-fuerstenfelder.at
Fürstenfeld Einst und Heute
ATW-Gelände:
Fürstenfeld kann mehr!
Wenn die in der Region einzigartige historische Silhouette der
Stadt renoviert wäre, könnte man
auch Touristen in die Stadt locken.
Die Realität sieht anders aus: Das
ATW-Gelände ist leer, dafür ist der
Stadtpark verbaut.
Stellen Sie sich vor, Sie sind als Tourist
in der Südoststeiermark und fahren von
Ungarn kommend auf der B319 an der
selbsternannten „Hauptstadt des Thermenlandes“ vorbei. Ihr Auge wird nur
von Hallen, Tankstellen, Mega-SuperMärkten und ganz „neuen“, leeren Hallen
geplagt. Zudem werden Sie sich als AutofahrerIn ständig auf den Straßenverkehr
konzentrieren müssen, da Sie durch eine
fehlgeleitete oder eigentlich nie vorhandene Verkehrsplanung, in eine Reihe von
Kreisverkehren gelenkt werden. Neuerdings werden diese Kreisverkehre, Niki
Lauda hätte seine Freude in Fürstenfeld,
so eng aneinander gebaut, dass es möglich
ist, eine Achterschlinge mit dem Auto
nachzufahren. Weiter werden Sie durch
diese Fehlplanungen in eine Reihe von
Verkehr-Staus bugsiert, die auch künftig
durch die herbeigebetete „S7“ nicht ausbleiben werden – ganz im Gegenteil.
Nicht bemerken oder gar würdigen können Sie jenen mächtigen, über dem Tal
herrschenden Gebäudekomplex („Schloss
am Stein“ - ehem. Tabakfabrik), der unsere Stadt in der Vergangenheit immer
das eigentliche Gesicht aus der Ferne gab.
Und dieses, wenn er renoviert wäre, in
Zukunft auch wieder tun könnte, um so
als Wahrzeichen Touristen in die Stadt
zu locken. Außer leeren Versprechungen
und Ankündigungen zu Vorwahlzeiten
ist aber hier nichts passiert. Der Komplex
wurde von der Stadtgemeinde unverantwortlich verscherbelt und somit überlässt
die Gemeinde trauriger Weise die Zukunft
der Gebäude anderen. Anstatt hier Geld
zu investieren und den ATW-Gebäuden
einen Nutzen zu geben, verbaut man die
Naherholungsflächen und Grünstreifen
im Stadtgebiet: den Stadtpark (Kindergarten) und Teile des historischen Stadtgrabens (Augustinerhoferweiterung). Diese
beiden Neubauten hätte man wohl auch
am ATW-Gelände ansiedeln können.
In der Kleinen Zeitung vom 21.12.2009
wird Bgm. Werner Gutzwar zitiert: „Ich
bin sehr optimistisch, dass im Jänner
2010 ein konkretes Projekt auf dem Tisch
liegt.“ Die Wahrheit sieht aber leider
anders aus: Der Dornröschenschlaf geht
weiter und die Zeit zieht vorbei. So wie
auch der Touristenstrom zur Therme oder
von Ungarn an der Stadt vorbeizieht…
und wenn Sie als Tourist in Ihrem Auto
dann an Fürstenfeld vorbei gefahren sind,
haben Sie gar nicht gemerkt, dass die Stadt
eigentlich viel mehr zu bieten hätte und
es sich durchaus lohnen würde, die skurrile Bundesstraße zu verlassen und den
zahlreichen Geschäften und Lokalen der
Altstadt einen Besuch abzustatten.
„der Fürstenfelder“ Rückblicke:
Schloß am Stein
1170 errichtet Marktgraf Ottokar IV. an der Hangstufe des
rechten Feistritzufers zum Schutz der entstandenen Dörfer
eine Burg. Nach zahlreichen Gefechten, unter ihnen die Türkenkriege, war man sich im 18. Jahrhundert dann des Friedens
sicher und es kam im Jahre 1776 zur Auflösung der Festung.
Im selben Jahr kaufte der Staat den Grund und errichtete die
erste Tabakfabrik Europas. Die Zahl der ArbeiterInnen wuchs
auf über 2.000 an. Nach Verkauf der Austria Tabak im Jahr 2001
unter Bundesminister Grasser an den britischen Tabakkonzern
Gallaher Group folgte die Absiedlung und folglich auch die
Schließung der Tabakfabrik Ende 2004.
www.der-fuerstenfelder.at
Seite 5
Regional
Bgm. Gutzwar wächst
Lässt sich unser Bürgermeister
vielleicht so manches Schnitzel
und Bier in den verschiedensten
Gasthäusern auf unsere Kosten
schmecken? Die Steuerzahler übernehmen möglicherweise Werner
Gutzwars Zeche.
Wenn man das äußere Erscheinungsbild
und die Veränderungen unseres Bürgermeisters in den letzten Jahren verfolgt,
so fällt in erster Linie auf, dass vor allem
die Leibesfülle des Mannes sich deutlich
erweitert hat. Die Fürstenfelder Bevölkerung kann sich glücklich schätzen, dass ihr
Oberhaupt mittlerweile zu einer äußerst
stattlichen Erscheinung herangewachsen
ist und dass Fürstenfeld somit nach außen „gewichtig“ repräsentiert wird. Es ist
erfreulich, dass der Bürgermeister offensichtlich nicht über Hunger und zu wenig
Nahrung klagen kann.
Dieser glückliche Umstand ist wahrscheinlich vor allem auf zwei Punkte
zurückzuführen: 1. die hervorragende
Hausmannskost, die im Hause Gutzwar/
Strempfl auf den Tisch kommt und 2. der
Lohnzettel des Bürgermeisters. Der Bürgermeister erhält nämlich zusätzlich zu
seinem normalen Gehalt 13.000 Euro an
„Gemeinschaftspflegekosten“. Diese Summe steht dem Bürgermeister frei für diverse Zahlungen, die zur „Kontaktpflege“ im
öffentlichen Raum dienen, zur Verfügung
und die Ausgaben werden vom Gemeindekassier rückerstattet. In der Praxis dient
diese Summe natürlich hauptsächlich
dafür, offene Getränkerechnungen und
Speisen in den diversen Gasthäusern, bei
Volksfesten oder anderen Veranstaltungen in Fürstenfeld zu bezahlen. Als Stadt-​
oberhaupt muss man ja schließlich nahe
am Volk sein und somit natürlich, wenn
nötig, auch dieses auf ein Getränk oder
dergleichen einladen. Und gerade in dieser Hinsicht ist unser Bürgermeister besonders engagiert und es ist bekannt, dass
er kaum eine Gelegenheit auf ein Freigetränk auslässt. Weiter ist es auch üblich,
dass man nach den Gemeinderatsitzungen die Kollegen GemeinderätInnen in
die nahen Gasthäuser für ihre Mühen mit
einem Freibier oder dergleichen belohnt.
Dass es sich hierbei um Steuergelder handelt, die die Stadt natürlich anders (zum
Beispiel bei dem Projekt ATW-Gelände)
dringend gebrauchen könnte, wird dabei
gerne vergessen. Dabei reicht den edlen
Damen und Herren nicht ein einfaches
Frankfurter mit Senf, um ihren Hunger
zu stillen. Frei nach dem Motto „am besten schmeckt‘s, wenn‘s gratis ist“, werden
* Marie‘s Welt*
schamlos oft auch die teuersten Speisen
auf Gemeindekosten konsumiert und mit
Genuss verzehrt.
Wenn Sie, liebe Leserin/lieber Leser, also
einmal das „Glück“ haben, von unserem
Bürgermeister ein Bier oder dergleichen
spendiert zu bekommen, so glauben Sie
bitte nicht, dass unser Bürgermeister Sie
hier großzügig aus der eigenen Tasche
einlädt. Das Gegenteil ist nämlich der
Fall. Da unser Bürgermeister also mit den
Steuergeldern solche Rechnungen in den
Gasthäusern bezahlt, spendiert jeder Fürstenfelder jedes Jahr also zirka 2,6 Bier um
je 2,5 Euro dem Bürgermeister. Die ein bis
zwei Bier, die sie zurückbekommen, sind
in dieser Rechnung somit vernachlässigbar. Vorschau: In unserer nächsten Ausgabe durchleuchten wir das Budget und
die Ausgaben von Landtagsabgeordnetem
Franz Majcen.
marie@der-fuerstenfelder.at
Lieber Fürstenfelder, liebe Fürstenfelderin,
ich heiße euch herzlich willkommen zu meiner Kolumne. In dieser geht es eigentlich gar nicht um meine Welt, sondern um eure; eure Fragen, eure Vorschläge
und alle Themen, die euch beschäftigen. Wie das funktioniert? Ganz einfach: ihr
schreibt mir ein E-Mail, was euch gerade beschäftigt und ich beantworte Fragen,
forsche nach, ob es möglich ist, deinen Vorschlag zu verwirklichen, und stelle euch
zu allen Themen eine kritische Meinung zur Verfügung. Wir haben in Fürstenfeld
einige problematische Themen, auf die in der restlichen Presse zu wenig eingegangen oder sehr einseitig berichtet wird, was wir wiederum versuchen anders zu
machen. Wir wollen euch einen ungetrübten Einblick in unser Kultur- und Politikgeschehen geben.
Mit meiner Kolumne kann ich euch die Möglichkeit geben mitzuwirken, euch helfen Unverständliches aufzulösen und eure Meinung zur Geltung bringen.
Ich freue mich darauf, euch zu helfen. Willkommen in meiner Welt!
Seite 6
www.der-fuerstenfelder.at
Regional
Fürstenfeld schrumpft
Unter den schwarzen Bürgermeistern ist die Einwohnerzahl der
Stadt Fürstenfeld stets gesunken
und erreicht somit einen historischen Tiefstand! Dennoch beweist
der Bürgermeister keinen Mut und
Probleme werden entweder nicht
erkannt oder auf später verschoben. Die Umgebung wächst durch
bessere Strukturen und attraktivere Angebote.
Während die Zahlen im Bezirk Fürstenfeld konstant bleiben, hat die Stadt seit
der ersten Volkszählung der zweiten Republik konstant verloren (minus 10 %).
Laut letzten Zählungen leben nur noch
5976 Einwohner in Fürstenfeld. Im Jahr
1991 waren es noch über 6.000. Dieser
Rückgang der Bevölkerung ist aus verschiedenen Aspekten sehr alarmierend,
vor allem aber muss die Stadtgemeinde
dadurch auf beträchtliche Steuereinnahmen verzichten. Die Gründe für diesen
Rückgang der Bevölkerung sind vielfältig.
Eins steht jedoch fest: In dem Zeitraum, in
dem die Bevölkerung zurückgegangen ist,
war immer die ÖVP an der Macht. Weder
die Bürgermeister Kospach oder Höllerl
noch der jetzige Bürgermeister Gutzwar
konnten diesen negativen Trend stoppen. Um die Stadt vor dem Aussterben zu
schützen, benötigt man eine Regierung,
die mit Mut die Geschicke der Stadt lenkt,
eine Vision verfolgt und mit Weitsicht
Probleme schon vor deren Entstehen bekämpft. Und nicht, wie im Moment der
Fall, nur passiv im Rathaus sitzt und bestenfalls im Nachhinein auf die akutesten
Probleme reagiert.
Ein aktuelles Beispiel: Es wäre an der Zeit,
das Projekt ATW-Gelände mit einem gut
überlegten Konzept und dem dazu gehörigen Mut endlich zu beginnen, anstatt
darauf zu warten, dass sich jemand anders
der Sache annimmt. Nicht nur durch die
Renovierung des ATW-Geländes könnte
man die Lebensqualität der Stadt steigern
und somit die umliegenden Städte Feldbach, Gleisdorf, Weiz und Hartberg an
Attraktivität überholen. Weitere Maßnahmen zur Steigerung der Lebensqualität wären: Das Verkehrskonzept der Stadt
ist äußerst mangelhaft (altes Radwegenetz, neue Kreisverkehre) und sollte einer
klaren Linie folgen. Für eine nachhaltige
Energiepolitik der Stadt gibt es kein kon-
Sind die Gemeinderäte
schon amtsmüde?
Keine Anträge, wenig Wortmeldungen – sitzen die Gemeinderäte
in den Sitzungen nur die Zeit tot?
Seit März 2010 regiert die ÖVP mit einer monströsen Mehrheit in Fürstenfeld. Viele Gemeinderäte sind seit Jahren
dabei und ein paar sind jung und neu.
Jedoch scheint es vielen ÖVP-GemeinderätInnen an Motivation zu fehlen.
In den Gemeinderatssitzungen besteht
die Möglichkeit, dass jeder Gemeinderat sich zu jedem Tagesordnungspunkt
zu Wort melden, kann. Während die
Oppositionsparteien sich immer wieder
zu Wort melden, kommt in der ÖVPRiege grad mal hier und da ein bereits
www.der-fuerstenfelder.at
vorgedruckter und vorformulierter Antrag aus dem Hauptausschuss. Da stellt
sich doch die Frage, wofür insgesamt 25
GemeinderätInnen in der Gemeindestube sitzen müssen? Oder dürfen die
ÖVPler sich nicht zu Wort melden?
Abgesehen davon, dass so mancher Gemeinderat sich freiwillig auf seiner Liste
weiter hinten aufstellen hat lassen, um
nicht wieder im Gemeinderat zu sitzen, wäre es vielleicht besser gewesen,
Kanditaten ans Ruder kommen zu lassen, die auch gern tätig werden würden.
Junge Ideen bringen immer wieder Aufschwung und Betriebsblindheit kann so
verhindert werden. Oder ist das Ziel der
Alt-Vorderen, dies zu verhindern, um die
eigene Position noch weiter zu festigen?
kretes Konzept, da und dort werden zwar
Investitionen getätigt (80 KWp-Photovoltaik-Anlage auf dem neuen AWZ), dies
stellt aber gerade mal einen Tropfen auf
dem heißen Stein dar. Positiv ist, dass für
Jugendliche und junge Familien preiswerte Wohnungen gebaut werden (StarterWohnungen), das Kulturprogramm und
die Freizeiteinrichtungen in Fürstenfeld
werden für junge Menschen jedoch nicht
erweitert und verbessert. Die regierende
ÖVP ist sich dieser Probleme sehr wohl
auch bewusst, doch aus fehlendem Mut
werden mögliche Lösungen unter den
Teppich gekehrt und anstehende Diskussionen über Probleme auf morgen verschoben. Die Stadtregierung darf nicht
regungslos zusehen, sondern muss heute
verhindern, dass die Einwohnerzahl nicht
weiter sinkt und somit Fürstenfeld weiter
an Bedeutung verliert.
Gemeinde Fürstenfeld
Bezirk Fürstenfeld
1951 1961 1971 1981 1991 2001 2010
Bevölkerungszahlen der Stadt Fürstenfeld und des
Bezirk Fürstenfeld im Vergleich
Sind die ÖVP-Gemeinderäte
Lemminge?
In unserer nächsten Ausgabe behandeln
wir das Verhalten aller ÖVP-GemeinderätInnen bei den Abstimmungen im
Gemeinderat. Bemerkenswert ist hierbei, dass sich diese auffallend oft an den
Vordermann orientieren. Hebt also der
erste ÖVPler die Hand, so wird kurz darauf der dahinter Sitzende mit derselben
Bewegung folgen, dann der dritte, der
vierte und so weiter... Somit kommt es so
gut wie nie vor, dass einer gegen die vorgegebene Linie der Partei stimmen kann.
Seite 7
Wir stellen uns vor
Wofür steht „Der
Fürstenfelder“?
In dieser Zeitung finden Sie nicht
irgendein Grafl-Werk!
Über alles geschätzte Leser!
Sicherlich wundern Sie sich, dass Sie grad
eine Zeitung mit der Aufschrift „Erstausgabe“ in den Händen halten. Um nun
Ihrer Frage Genüge zu tun, möchten wir
Sie hier auf der letzten Seite kurz in unser
Konzept einführen und erklären, warum
wir uns verpflichtet fühlten, ein neues
Blatt herauszubringen.
Bei der Begutachtung der Fürstenfelder
Zeitungen ist uns aufgefallen, dass diese
nicht ganz die wirklichen Grundsätze objektiven Journalismus verfolgen. Der Redakteur der ersten Zeitung hat sein Büro
gleich in das Rathaus verlegt, wird auch
vom Bürgermeister angestellt und bezahlt.
In den redaktionellen Artikeln spiegelt
sich dieser Umstand natürlich auch wider.
Die anderen Blätter beschreiben meist
auch nur das Vergangene, kommentieren
natürlich auch dies, jedoch direkten Journalismus, welcher Missstände aufzeigt
und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam
macht, haben wir nicht gefunden. Besonders die unzähligen Abbildungen der
Bürgermeister und Abgeordneten schlugen uns aufs Auge (siehe Statistik). Alleine das war uns genug, um die Bewohner
mit einem neuen Blatt zu erfreuen, wo
garantiert keine Bilder von Bürgermeistern, Abgeordneten oder anderen Menschen aus abgehobenen gesellschaftlichen
Schichten zu sehen sein werden.
„Der Fürstenfelder“ wird sich mit dem
politischen Geschehen rund um die Stadt
befassen und hier – als einzige unabhängige Zeitung – einen kritischen Blick auf die
handelnden Personen werfen und, falls
Medienanalyse: Abbildungen der Politiker
Ist es möglich als Journalist objektiv zu bleiben, wenn man sein Gehalt von jenen Personen erhält, die man eigentlich zu beurteilen hat? Wir haben zwei lokale Zeitungen
analysiert und die darin auf Fotos abgebildeten Politiker gezählt. Dabei wird ersichtlich,
dass die ÖVP-Politiker um ein Vielfaches häufiger in Erscheinung treten als die der
Opposition. Den Höchstwert erreichte Bgm. Gutzwar in der 4. Ausgabe der „Stadtnachrichten“ im Winter 2009, kurz vor der letzten Gemeinderatswahl, mit 68 Abbildungen.
Grenzlandecho:
Grenzlandecho
10
Gutzwar
8
Majcen
6
nötig, auch Probleme aufzeigen. Weiters
soll „Der Fürstenfelder“ eine Plattform für
die alternative, junge Kunst- und Kulturszene der Stadt sein. Auch ein Appell für
ein besseres kulturelles Angebot – inklusive alternativem Veranstaltungskalender wird nicht fehlen. Ein Artikel wird immer
das historische Fürstenfeld mit der heutigen Situation vergleichen; „Der Fürstenfelder des Monats“ wird von der Redaktion gewählt. Die utopischen Artikel aus
„Maries Welt“ runden den traurigen Alltag ab und die eine oder andere Karikatur
darf natürlich auch nicht fehlen. In den
zukünftigen Ausgaben würden wir uns
natürlich über weitere Werbeeinschaltungen, aber vor allem über Leserbriefe,
freuen!
Somit verbleiben wir mit Spaß an der
Arbeit
Ihre „Der Fürstenfelder“-Redaktion
Prasch
4
Konrad
2
Kogelnik
Brandweiner
0
Nr.1 2010
Nr.2 2010
Stadtnachrichten:
Nr.3 2010
Nr.4 2010
Nr.5 2010
Stadtnachrichten
70
60
Gutzwar
50
Majcen
40
Prasch
30
Konrad
20
Kogelnik
10
Brandweiner
0
Nr.3 2008
Nr.1 2009
Nr.2 2009
www.der-fuerstenfelder.at
Nr.3 2009
Nr.3 2009
Nr.1 2010
Impressum:
Der Fürstenfelder gegründet 2010
Erscheinungsort A-8280 Fürstenfeld
Verlagspostamt A-8280 Fürstenfeld
Herausgeber und Medieninhaber
(Verleger): Verein zur Förderung von
Kultur, Kunst, Freizeit und öffentlichem Geschehen – Vertreten durch
den Obmann und Vereinsvorstand
Vereinssitz: Bogengasse 14 | A-8280
Fürstenfeld
Internet: www.der-fuerstenfelder.at
Email: redaktion@der-fuerstenfelder.at
oder leserbriefe@der-fuerstenfelder.at
Seite 8
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Seele and Geist
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