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Im Osten was Neues - NVS Nahverkehrsservicegesellschaft

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THÜRINGER
TAKTE
REGIO
Oktober
November
2010
2010
DAS MAGAZIN DER NVS THÜRINGEN
Nahverkehrsservicegesellschaft
Thüringen mbH
Titelthema
Im Osten was Neues
Die Erfurter Bahn bringt ab Juni 2012 mehr Komfort und
Service auf die Schienen in Ostthüringen
ln
Rätse
d
n
u
nen:
gewidner ARDESIA in
Reiseziele
Kurstadt Bad Lobenstein
Martinsfest in Erfurt
Partner im SPNV
Die Erfurter Verkehrsbetriebe AG
(EVAG)
Bahnstationen
h in
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Th e r m a n n e n d e M
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Probstzella: Neuer Glanz für alte Dächer
und Bahnhofs- und Streckenjubiläum
Anzeige
Editorial
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
in den letzten Wochen hat die Vergabe des Dieselnetzes Ostthüringen an die Erfurter Bahn für vielfältigen Diskussionsstoff gesorgt. Das ist Grund genug
für uns, das Thema in dieser RegioTakte-Ausgabe
genauer zu betrachten. Denn die Fahrgäste profitieren ab Mitte 2012 nicht nur von Angebotsverbesserungen, wie stündlich durchgehenden Verbindungen
zwischen Leipzig, Gera und Saalfeld, sondern werden
vor allem mehr Qualität und Service vorfinden, die
das Zugfahren in Ostthüringen angenehmer machen.
Worauf sich die Fahrgäste im Einzelnen freuen dürfen
und was bis Mitte 2012 für die Beteiligten noch zu tun
bleibt, erfahren Sie in unserem Titelthema.
Grund zum Feiern gibt es in Probstzella. Der Ort im
Süden Thüringens begeht das 125-jährige Streckenjubiläum der Frankenwaldbahn. Aus diesem Anlass
präsentiert der Heimat- und Trachtenverein eine
umfangreiche Ausstellung, die vor allem die Funktion des Bahnhofs zu DDR-Zeiten zeigt. Damit der
ehemalige Grenzbahnhof heute wieder ansehnlich
erscheint, wurden zahlreiche Maßnahmen über das
Bahnhofsverschönerungsprogramm der NVS – Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH realisiert. Darüber hinaus entsteht derzeit eine moderne
ÖPNV-Verknüpfungsstelle, die über das ÖPNV-Inves­
titionsprogramm des Freistaats Thüringen gefördert
wird und für bessere Verknüpfungen von Bahn- und
Buslinien sowie eine Verbesserung von Park & RideAngeboten sorgen soll.
Wen es an den letzten schönen Tagen im Jahr in die
Natur zieht, dem sei ein Ausflug in den Kurort Bad
Lobenstein empfohlen. Inmitten des Naturparks
Thüringer Schiefergebirge / Obere Saale gelegen, ist
die Kurstadt ein guter Ausgangspunkt für Wanderungen in der Umgebung. Und wenn draußen der
Herbstwind pfeift, lädt die ARDESIA Therme ein, sich
im Thermalwasser aufzuwärmen und zu entspannen.
Ich wünsche Ihnen goldene Herbstausflugstage und
allzeit gute Fahrt.
Ihr
Volker M. Heepen
Geschäftsführer
In dieser Ausgabe
04Thema des Monats
■
b 2012 Verbesserungen für den
A
ostthüringischen Schienenverkehr
06 Reiseziele
ad Lobenstein – Moorheilbad mit
B
fürstlichem Charme
■ Martinsfest in Erfurt
■
08 Poster
■
ogtlandbahn gewinnt europaweite
V
Ausschreibung
10Bahnstationen
■
Bahnhof Probstzella wird aufgewertet
12 Partner im SPNV
■
on der Stadtbahn zum Erfurt City Takt:
V
die Erfurter Verkehrsbetriebe AG (EVAG)
13 Aktuelles
■ Tochter der Deutschen Bahn gewinnt
14
15
■
Mitteldeutsches S-Bahn-Netz
Aktuelle Veranstaltungen in Thüringen
Gewinnspiel
Schüler-Ferien-Ticket Thüringen so beliebt
wie im Vorjahr
■ NVS-Kalender 2011 – jetzt bestellen!
■
■
NVS und die Bahnen in Thüringen
auf Erfurter Outdoor-Messe
■ Baustellen
■ Impressum
■
11.2010
REGIOTAKTE
3
Thema des Monats
Die Regio-Shuttle der Erfurter Bahn verkehren ab 2012 auch in Ostthüringen
Ab 2012 deutliche Verbesserungen im
ostthüringischen Schienenverkehr
Mehr Komfort und Service für die Fahrgäste
Ab Juni 2012 wird die Erfurter Bahn den
Betrieb im Schienenverkehr der Region
Ostthüringen aufnehmen. Das mittelständische Eisenbahnverkehrsunternehmen
(EVU) hatte Ende August den Zuschlag für
die Erbringung des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) zwischen den Städten
Erfurt, Weimar, Jena, Gera, Zeitz, Leipzig,
Saalfeld, Arnstadt und Apolda für eine Vertragslaufzeit von 12,5 Jahren erhalten.
Von der Ausschreibung bis
zur Vergabe
Gestartet war die europaweite Ausschreibung vom Freistaat Thüringen und den
Nachbaraufgabenträgern in Sachsen-Anhalt (Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt
GmbH (NASA)) und Sachsen (Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig)
bereits im November 2009. Damit war
das erste Ausschreibungsprojekt unter der
Federführung des Freistaats Thüringen auf
den Weg gebracht. Die Ausschreibungsunterlagen beinhalteten Regelungen
u. a. zur Ausgestaltung des Fahrplans, den
Anforderungen an die Fahrzeuge und
den Aufgaben des Servicepersonals. Bis
Ende März 2010 hatten die EVU Zeit, die
Auftragsbeschreibung durchzuarbeiten,
Fragen zu stellen und ihr verbindliches Angebot abzugeben. Als Servicegesellschaft
des Freistaats war dabei die NVS Thüringen
mbH mit der Durchführung und sämtlicher
Koordination dieser Ausschreibung beauf-
4
REGIOTAKTE
11.2010
tragt. Aufgrund der Fülle zu beachtender
Regelungen waren die Angebote, die bei
der NVS Thüringen mbH eingingen, sehr
umfangreich, so dass deren Prüfung und
Auswertung bis zum Sommer andauerte.
Was folgte, waren Schritte, die in solchen
Verfahren in der SPNV-Branche durchaus
üblich sind. Mit Bekanntgabe des beabsichtigten Zuschlags hatte zunächst ein
unterlegener Bieter eine Nachprüfung
dieser Entscheidung bei der Vergabekammer angestrengt. Nach Beendigung dieses
Nachprüfungsverfahrens konnte Ende
August der Auftrag an die Erfurter Bahn
erteilt werden (siehe RegioTakte 10 / 2010).
Verbesserungen für
den Fahrgast
Aber was bedeutet dieses Ausschreibungsergebnis nun für die Fahrgäste? Ziel war
es, trotz enger finanzieller Spielräume, in
denen sich Landespolitik bewegen kann,
das Angebot zu verbessern. So werden auf
allen Strecken leistungsstärkere Fahrzeuge
als heute eingesetzt und der gesamte Fahrplan effizienter gestaltet. Damit können
u. a. Fahrplanverbesserungen zwischen
Leipzig, Gera und Saalfeld erreicht werden, wo künftig stündlich durchgehende
Züge verkehren. Zudem wird es zwischen
Weimar und Kranichfeld morgens einen
30-Minuten-Takt und im Spätverkehr zusätzliche Fahrten geben. Natürlich kann
es für den einen oder anderen Fahrgast
auch Einschränkungen geben, dass z. B. gewohnte Zugverbindungen in veränderter
Zeitlage verkehren.
Die grün-weißen Fahrzeuge, die ab 2012
im Ostnetz verkehren, sind den Fahrgäs­
ten bereits bekannt, jedoch wird deren
Fahrgastraum deutliche Verbesserungen
in seiner Ausstattung aufweisen. So werden alle Fahrzeuge niederflurig und damit
der Einstieg bei passender Bahnsteighöhe
barrierefrei sein. Außerdem werden die
Regio-Shuttle bequeme Sitze in komfortabler 2+2-Bestuhlung mit Armlehnen und
Klapptischen sowie zusätzlichem Stauraum für Reisegepäck aufweisen ebenso
wie zwei Mehrzweckbereiche, in denen
Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder
Platz finden. Flachbildschirme informieren
über den nächsten Halt und das Fahrziel,
 Wartung der Fahrzeuge im Betriebshof Erfurt
Thema des Monats
Ansagen zudem über Anschlussmöglichkeiten. Die Erfurter Bahn wird in ihren
Zügen einen Catering- und Zeitungsservice anbieten. Alle Expresszüge und jeder
zweite Regionalzug werden mit Zugbegleitern besetzt sein. Bei ihnen oder aber am
Fahrscheinautomat, der in jedem Fahrzeug
Standard sein wird, können dann auch
Fahrscheine im Zug und ohne Aufschlag
gekauft werden. Daneben wird der Fahrscheinerwerb an vier vom EVU einzurichtenden Vertriebsstellen mit persönlicher
Beratung möglich sein. Besondere Funktionen der künftigen Vertriebsstellen soll
der Standort Gera übernehmen. Als zentrale Kundenkontaktstelle wird hier zusätzlich
die Bearbeitung von Kundengarantie- oder
Beschwerdefällen sowie die Herausgabe
von Fundstücken erfolgen.
Einstiegsgarantie und
Fahrgastbeirat
ringer Schienenverkehrs ändern. Denn mit
Inbetriebnahme dieses Netzes werden
erstmals so genannte Kundengarantien
eingeführt, womit Qualitätsstandards nicht
mehr nur durch die Auftraggeber, sondern
auch durch die Kunden selbst gesteuert
und kontrolliert werden. Die Kundengarantien umfassen eine Informations- und
Vertriebsgarantie, eine Antwort-, Einstiegsund Sauberkeitsgarantie. Um beispielsweise die Sauberkeitsgarantie einzuhalten,
müssen die Fahrzeuge stets sauber sein.
Sollte sich ein Reisender dennoch im Fahrzeug ein Kleidungsstück beschmutzen,
kommt für die Reinigung dann das EVU
auf. Die Aufgabenträger fordern vom neuen Betreiber zudem eine Einstiegsgarantie: Anstatt an einem kalten Wintertag auf
dem Bahnsteig zu frieren, kann – soweit
betrieblich möglich – der Reisende schon
frühzeitig in den am Bahnsteig stehenden
Zug einsteigen, um auf die Abfahrt zu warten. Erfüllt das Unternehmen die Garantie
Fahrradmitnahme
Allen Reisenden, die in der Presse der
vergangenen Wochen die Diskussion
um die künftigen Fahrradmitnahmekapazitäten in Ostthüringen verfolgt
haben, sei der Besuch der NVS-Homepage empfohlen. Dort wird das Thema
noch einmal näher beleuchtet.
www.nvsthueringen.de
nicht, wird der Fahrgast mit einem Garantieticket entschädigt. Darüber hinaus soll
zukünftig ein Fahrgastbeirat für die Ost­
thüringer Region gegründet werden. Er
soll als Sprachrohr zwischen Kunden, EVU
und Aufgabenträger fungieren und in
seiner Mitgliederzusammensetzung die
Kundenstruktur der Region widerspiegeln.
Die Vorbereitungen dazu werden in den
nächsten Monaten starten.
Insbesondere das Verhältnis zwischen
dem Verkehrsunternehmen und den Reisenden wird sich in der Zukunft des Thü-
mind. 2 Jahre
Wie wird ein Streckennetz
vergeben?
Vorbereitungsphase
(Aufgabenträger) Definition
von Streckennetz und Fahrplänen,
Festlegen von Qualitätsstandards;
stete Abstimmung mit den
Nachbaraufgabenträgern bei
grenzüberschreitenden Netzen
mind. 3 Mon.
Veröffentlichung
Angebotsphase
EVU können Nachfragen zu
Regelungen in der Auftragsbeschreibung stellen
0 – x Mon.
mind. 3 Mon.
Angebotsabgabe der EVU
Auswertung der Angebote
durch Auftraggeber
Bekanntgabe des
geplanten Zuschlags
ggf. Nachprüfungs­verfahren,
das unterlegene Bieter
anstreben
mind. 2 Jahre
Zuschlag
Vorbereitung der Betriebsaufnahme
Fahrzeugbeschaffung, Personalakquise, Betriebsorganisation,
Marketing etc.
Drei Fragen an Hans-Christian Hagans,
Eisenbahnbetriebsleiter der Erfurter Bahn GmbH
Was hat die Erfurter Bahn bis zur Betriebsaufnahme im Sommer 2012 zu tun?
Vor jeder Betriebsaufnahme wird ein Betriebsaufnahmekonzept durch das EVU
erstellt und ständig auf Aktualität geprüft. In diesem Konzept sind alle Regelungen zur jeweiligen Betriebsaufnahme
enthalten, beispielsweise die konkreten
Zeitpunkte für die Einstellung und Ausbildung von Personal (u. a. Servicemit­
arbeiter, Triebfahrzeugführer), für die Fahrzeugbeschaffung und -abnahme, für das
Marketing- und Vertriebskonzept sowie
das Betriebsprogramm. Der Zeitpunkt von
der Vergabe der Leistungen bis zur Betriebsaufnahme 2012 ist sehr anspruchsvoll und bedeutet sofortiges Handeln.
Warum hat sich die Erfurter Bahn bei
der Auswahl des Fahrzeugtyps für die
Regio-Shuttle des Unternehmens Stadler
entschieden?
Die Gründe hierfür sind vielfältig. So
wurden die Anforderungen aus der Leis­
tungsbeschreibung für das Dieselnetz
Ostthüringen durch die Firma Stadler
optimal erfüllt. Gemeinsam mit unserem
Tochterunternehmen, der Süd-ThüringenBahn, sind gegenwärtig bereits 55 RegioShuttle auf unseren Strecken im Einsatz.
Positive Erfahrungen liegen u. a. auch in
der Wartung und Instandhaltung vor.
Der Regio-Shuttle zeichnet sich als bewährtes Fahrzeug besonders durch die
Spurtstärke aus. Im Rahmen der Möglichkeit, mit bis zu fünf Fahrzeugen im
Zugverband zu verkehren, können wir
uns schnell an das jeweilige Reisendenaufkommen (zug- und relationsbezogen) anpassen und so die anstehenden
Aufgaben sicher, qualitätsgerecht und
fahrgastfreundlich erfüllen.
Es gibt auch sehr gute Erfahrungen mit
dem „Flügeln“ von Zugteilen. „Flügeln“
bedeutet, einen Zug mit mindestens
zwei Fahrzeugen des gleichen Typs relationsbezogen zu bzw. von mehreren
Ziel- / Abgangsbahnhöfen verschiedener
Richtungen fahren zu lassen.
Für die Betriebsaufnahme wird sicherlich auch zusätzliches Personal benötigt.
Werden Sie dabei auch auf Personal
anderer EVU zurückgreifen? Kann man
sich auf Stellen bewerben?
In der Regel wird bei jeder Betriebsaufnahme zusätzliches Personal benötigt.
Wir werden zeitnah entsprechende Annoncen in der Presse und im Internet
schalten, auf die sich auch gern Mitarbeiter anderer EVU bewerben können.
Gegenwärtig liegen bereits Initiativbewerbungen für die verschiedenen
Tätigkeitsfelder vor.
Start des Fahrbetriebs
11.2010
REGIOTAKTE
5
Reiseziele
Beim Spaziergang um den Stadtteich zieht der
Alte Turm, das Wahrzeichen Bad Lobensteins,
die Blicke auf sich
Moorheilbad mit fürstlichem Charme
Die ehemalige Residenzstadt Bad Lobenstein in Südthüringen lockt nicht nur Kurgäste an,
sondern auch Kulturinteressierte und Erholungssuchende
Gelbe und rote Blätter fallen zu Boden, die
Luft ist feucht-frisch, schwache Sonnenstrahlen blinzeln ab und zu durch die Wolkendecke. Im Kurpark von Bad Lobenstein
nutzen Kurgäste die Zeit zwischen den Behandlungsterminen zum Flanieren, bevor
sie kurz darauf in den Kureinrichtungen
wieder ihre Anwendungen bekommen, wie
Moor- und Bewegungsbäder, Physiotherapie oder Kneippkur.
Erholung in der Kurstadt
Schon vor Jahrhunderten war der Ort im
Thüringer Schiefergebirge für sein Heilwasser bekannt. 1868 startete erstmalig der
Kurbetrieb, allerdings kamen in den ersten
Jahren nur wenige Kurgäste. Als später in
der Nähe der Stadt zusätzlich zu den „Eisensäuerlingen” reiche Moorvorkommen entdeckt wurden, gründete man schließlich ein
Eisenmoorbad. Während der beiden Weltkriege musste der Kurbetrieb ruhen, doch
schon in den 50er Jahren öffnete das Sanatorium erneut seine Türen und die Stadt
nannte sich von nun an „Moorbad“.
Mit der Wende kamen schwere Zeiten auf
den Kurort zu. „Im Dezember 1990 schloss
der Freistaat Thüringen das Sanatorium.
Der gesamte Kurbetrieb wurde eingestellt,
trotz energischem Widerstand und einem
Weiterführungskonzept der Stadt“, erzählt
Peter Oppel, Bürgermeister von Bad Lobenstein. Doch man gab nicht auf und überwand viele Hürden. 1994 dann der erste
Meilenstein: Die MEDIAN-Rehaklinik nahm
den Betrieb auf. Wenig später führten Bohrungen nach Thermalwasser zum Erfolg
und so konnte 2002 die ARDESIA Therme
eröffnen, eine Kur-, Gesundheits- und Wellnesseinrichtung, in der die Heilmittel Moor
und Thermalwasser Anwendung finden. Seit
2005 darf sich die Stadt nun offiziell „Bad
Lobenstein“ nennen. „Heute kommen vor
allem Patienten zu uns, die an Erkrankungen
des Bewegungsapparates, an Rheuma sowie Herz-Kreislauf- und Gefäßkrankheiten
leiden. Aber auch Hautprobleme, Erschöpfungszustände oder psychosomatische Erkrankungen werden behandelt“, erläutert
Peter Oppel. Darüber hinaus richten sich die
vielen Wellness-Angebote an Menschen, die
einfach mal dem Stress des Alltags entfliehen und zu innerer Ruhe und Gelassenheit
finden wollen.
Geschichte und Geschichten
Doch die Kleinstadt zieht nicht nur Kurgäste und Wellness-Besucher aus ganz
Deutschland an, sondern auch Touristen
 Links: Im barocken Neuen Schloss
residierten einst die reußischen Fürsten
 Rechts: Die ARDESIA Therme, eine Kur- und
Wellnesswelt mit zahlreichen Angeboten
6
REGIOTAKTE
11.2010
Reiseziele
und Ausflügler, die mehr über die Gegend
erfahren möchten. Wer sich auf Erkundungstour durch die Stadt begibt, kann ihr
Wahrzeichen, den Alten Turm, eigentlich
von fast überall aus sehen. Der 30 Meter
hohe Bergfried ist neben einem kleineren
Wallturm der letzte Überrest einer mittelalterlichen Burg, die während des Dreißigjährigen Krieges von schwedischen und
kaiserlichen Truppen zerstört wurde. Der auf
einem Bergkegel thronende Alte Turm kann
auch erklommen werden. Von oben hat man
einen herrlichen Blick über die Altstadt mit
dem Markt, den Stadtteich und das Barockschloss samt Park.
Die Schlossanlage ließ Fürst Heinrich XV.
von Reuß-Lobenstein zu Beginn des 18.
Jahrhunderts als Residenz errichten. In dem
dreiflügeligen Bau sind heute Dauer- und
Wechselausstellungen zu sehen, die sich
vorwiegend mit der reußischen Regionalgeschichte befassen. Auch der Schlosspark
mit dem spätbarocken Pavillon erinnert an
die glanzvollen Zeiten der einstigen Residenzstadt. Geht man weiter zum histo-
Raus ins Grüne
rischen Marktplatz, fällt vor allem der Rathausturm ins Auge: Wenig vornehm pinkelt
hier eine männliche Figur in ein Fass. Besser
kann man den Spitznamen der Lobensteiner, die auch die „Fäßleseecher“ genannt
werden, wohl nicht darstellen! Der Beiname
geht auf die jahrhundertelange Tradition
der Tuchmacherei zurück. Um den Ammoniakbedarf für das Walken der Tuche zu
decken, verwendete man früher menschlichen Urin. So gab es im Haus jedes Webers
ein Fässchen, in das die gesamte Familie
„hineinseechen“ musste.
Lichtermeer in der Landeshauptstadt
Erfurt lädt am 10. November zum Martinsfest mit ökumenischem
Gottesdienst und anschließendem Laternenumzug ein
Eine besinnliche Stimmung liegt über
dem Erfurter Domplatz, wenn ihn am Vorabend des Martinstages wieder tausende
Menschen mit ihren Lampions und Laternen erhellen. Das jährliche ökumenische
Martinsfest mit abendlichem Gottesdienst
und Lampionumzug hat hier eine doppelte Tradition. Denn sowohl dem Stadtpatron Martin von Tours als auch dem Reformator Martin Luther, der in Erfurt lebte,
wird damit gedacht.
Luther wurde am 10. November 1483 in
Eisleben geboren und einen Tag später,
am Namenstag des Heiligen Martin von
Tours, getauft. Für ihn war Erfurt eine be-
deutende Lebensstation: Der Reformator studierte von 1501 bis 1505 an der Universität
Erfurt und verbrachte danach einige Jahre
als Mönch im Erfurter Augustinerkloster. 1507
wurde er außerdem im Dom zu Erfurt zum
Pries­ter geweiht.
Durch ihre Lage inmitten des Naturparks
Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale
ist die Stadt ein idealer Ausgangspunkt
für Wanderungen. In den ausgedehnten
Wäldern der Umgebung findet man Ruhe
und Erholung. Nicht weit von hier verläuft
der Rennsteig. Die nahegelegene BleilochTalsperre, welche die Saale anstaut, ist hingegen vor allem im Sommer ein Mekka für
Wassersportler, Badelustige und Angler.
Und auch im Herbst, wenn die Tage kühler
werden und der Nebel über dem Wasser
schwebt, geht von Deutschlands größtem
Stausee ein ganz besonderer Reiz aus.
Anreise
Bad Lobenstein liegt an der Strecke Saalfeld (Saale) – Blankenstein (Saale), auf
der Regionalbahnen im Zwei-StundenTakt verkehren. Mit Umstieg in Saalfeld
(Saale) ist die Kurstadt auch bequem
aus Richtung Erfurt, Jena und Gera zu
erreichen.
Anreisetipp
Die Landeshauptstadt ist mit den Thüringer Nahverkehrszügen aus allen Rich­
tungen mindestens stündlich zu erreichen. Vom Erfurter Hauptbahnhof sind
es dann nur wenige Minuten zu Fuß
zum Domplatz oder Sie nehmen die
Straßenbahnlinien 3, 4 oder 6. In und um
Erfurt gilt der VMT-Verbundtarif. Auch
mit dem Thüringen-Ticket kann in Erfurt
die Stadtbahn oder der Stadtbus genutzt
werden.
Am 10. November lockt auch in diesem Jahr
ab 10.00 Uhr der Martinsmarkt, der nun bereits zum 20. Mal stattfindet. Hier sind typische Waren und Leckereien erhältlich: Von
der Martinsgans bis zur Laterne – wer sich
bislang noch nicht für Martini, wie die Erfurter das Martinsfest auch nennen, gerüstet hat,
wird hier fündig. Den ganzen Tag über sorgen
zudem Bläser und Chöre auf den Domstufen
für eine festliche Einstimmung auf den großen ökumenischen Gottesdienst um 18.00 Uhr.
 Die lebenden Gänse des Thüringer Zoo-
parks Erfurt sind besonders für die kleinen
Besucher des Martinsmarkts ein Highlight
 Imposante Kulisse: Der Erfurter Dom (l.)
wurde um die Mitte des 12. Jahrhunderts
erbaut und beherbergt mit der „Maria
Gloriosa“ die größte frei schwingende mittelalterliche Glocke der Welt. An Martini ist
der sakrale Bau hell erleuchtet.
10.2010
REGIOTAKTE
7
Nahverkehrsservicegesellschaft
Thüringen mbH
Vogtlandbahn setzt sich
bei Wettbewerb durch
Auch in den kommenden Jahren rollt die
Vogtlandbahn weiterhin durch das Vogtland und die angrenzenden Regionen. Im
Rahmen der europaweiten Ausschreibung
hat das private Eisenbahnunternehmen
mit Sitz im sächsischen Neumark (bei Reichenbach) den Zuschlag für die Verkehrsleistungen von 2013 bis 2027 erhalten.
Beschlossen wurde die Vergabe am 4. August 2010 vom Zweckverband Öffentlicher
Personennahverkehr Vogtland. Zuvor hatten die beteiligten Partner, die Bayerische
Eisenbahngesellschaft und das Thüringer
Ministerium für Bau, Landesentwicklung
und Verkehr, ihre Zustimmung erteilt.
Während der gesamten Laufzeit legen die
Züge der Vogtlandbahn insgesamt 47 Mio.
Zugkilometer zurück, in Thüringen und
Bayern jährlich 3,1 Mio.
Alle Informationen zur Vogtlandbahn unter:
www.vogtlandbahn.de
Gerhard Knöbel, Geschäftsführer der Vogtland­bahn, der Landrat des Vogtlandkreises Dr.
Tassilo Lenk und Thorsten Müller, Geschäfts­
führer des Zweckverbands Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (v.l.n.r.) während des
Pressetermins im Triebwagen der Vogtlandbahn am Oberen Bahnhof in Plauen
Vogtlandbahn setzt sich
bei Wettbewerb durch
Auch in den kommenden Jahren rollt die
Vogtlandbahn weiterhin durch das Vogtland und die angrenzenden Regionen. Im
Rahmen der europaweiten Ausschreibung
hat das private Eisenbahnunternehmen
mit Sitz im sächsischen Neumark (bei Reichenbach) den Zuschlag für die Verkehrsleistungen von 2013 bis 2027 erhalten.
Beschlossen wurde die Vergabe am 4. August 2010 vom Zweckverband Öffentlicher
Personennahverkehr Vogtland. Zuvor hatten die beteiligten Partner, die Bayerische
Eisenbahngesellschaft und das Thüringer
Ministerium für Bau, Landesentwicklung
und Verkehr, ihre Zustimmung erteilt.
Während der gesamten Laufzeit legen die
Züge der Vogtlandbahn insgesamt 47 Mio.
Zugkilometer zurück, in Thüringen und
Bayern jährlich 3,1 Mio.
Alle Informationen zur Vogtlandbahn unter:
www.vogtlandbahn.de
Gerhard Knöbel, Geschäftsführer der Vogtland­bahn, der Landrat des Vogtlandkreises Dr.
Tassilo Lenk und Thorsten Müller, Geschäfts­
führer des Zweckverbands Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (v.l.n.r.) während des
Pressetermins im Triebwagen der Vogtlandbahn am Oberen Bahnhof in Plauen
Bahnstationen
Offengelegt: Die Holzlängstragbalken der Dachkonstruktion am Mittelbahnsteig während der Sanierung
Vereinte Kräfte für ein optimales Ergebnis
Der Bahnhof Probstzella erhält mit diversen aufwertenden Arbeiten seinen alten Glanz zurück
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere
Fahrgast, der den Bahnhof Probstzella passiert, noch daran, dass diesem in der jüngeren Geschichte als Grenzbahnhof eine
besondere Bedeutung zukam. Wer aus Richtung Saalfeld anreiste, hätte kurz nach der
Bahnhofsausfahrt und einer steilen Rechtskurve die thüringisch-bayerische Grenze
überquert und am nächsten Halt Ludwigsstadt BRD-Boden betreten. Doch ein solch
simpler Grenzübergang war bekanntlich
nicht zulässig. Das Bahnhofsgelände selbst
wurde streng bewacht, immerhin gab es hier
ein eigenes Gebäude für die DDR-Grenzsicherungsorgane. Auch hatte der Bahnhof ein
eigenes Bahnbetriebswerk, in dem die Züge
mit den Loks der jeweiligen Bahnverwaltung – entweder Bundes- oder Reichsbahn –
bespannt wurden. Nach der Grenzöffnung
reisten schließlich doch tausende Menschen
von Probstzella aus in die BRD.
So bedeutsam der Bahnhof einst war, so
unansprechend ist leider sein heutiger Zustand. Nach dem Wegfall der Fernverkehrshalte und der Schließung des Bahnbetriebswerks Probstzella verwaist er immer mehr.
„Seit mehreren Jahren liegt der Bahnhof mit
seinem Gelände in einem städtebaulichen
Problembereich“, erklärt Probstzellas Bürgermeister Marko Wolfram. „Gerade wenn
ab 2012 dann die neue Regionalexpresslinie
des E-Netzes Franken von Jena nach Nürnberg in Probstzella hält, soll der Bahnhof als
attraktives Aushängeschild Besucher in den
Ort einladen.“
 Die Holzträger des Hausbahnsteigs vor (l.) und nach den Maßnahmen des Bahnhofs­-
Bahnhofsverschönerungen
Erste Schritte in diese Richtung wurden
über das Bahnhofsverschönerungsprogramm 2010 am Bahnhof Probstzella unternommen. Für die Maßnahmen wurde
die HMC Kretzschmar beauftragt, die vor
allem regionale Firmen an den einzelnen
Arbeiten beteiligte. Von Ende Juli bis zum
30. September erfolgten die Sanierung
und die Instandsetzung der Holz- und
Stahlkonstruktion an der Bahnsteigüberdachung des Haus- und Mittelbahnsteigs.
„Erste Varianten dazu haben wir bereits
Mitte 2008 erarbeitet. Von März bis Juli
diesen Jahres erfolgte die detaillierte Planung des Umfangs, der Sperrzeiten in Abstimmung mit der DB, die Kostenkalkulation, Ausschreibung und Vergabe“, erklärt
Geschäftsführer Jens Kretzschmar.
verschönerungsprogramms
Danach sei alles planmäßig umgesetzt
worden, auch die jeweils sechs- bis achtstündigen Sperrpausen an zwei Tagen und
elf Nächten, so der Diplom-Ingenieur. Insgesamt wurden 700 Quadratmeter Dachfläche des Mittelbahnsteigs zurückgebaut,
ebenso viel wieder durch Holzschalung
und eine Bitumenschweißbahn errichtet
und das komplette Tragwerk – Stützen,
Längs- und Querbalken – malermäßig
saniert.
10
REGIOTAKTE
11.2010
Bahnstationen
ÖPNV-Investitionen
Die HMC Kretzschmar ist auch über das
Bahnhofsverschönerungsprogramm hinaus
in Probstzella tätig, denn am 13. Oktober begannen hier die Arbeiten zur neuen ÖPNVVerknüpfungsstelle. Im ersten Bauabschnitt,
der sich noch bis Ende 2010 erstreckt, finden insbesondere vorbereitende Maßnahmen, wie der Rückbau einer Lagerhalle und
das Anlegen provisorischer Stellflächen,
statt. Im Frühjahr 2011 soll dann der nächs­
te Bauabschnitt beginnen. Die Gemeinde
Probstzella investiert ca. 200.000 Euro in
das Projekt, weitere 400.000 Euro fließen
über das ÖPNV-Investitionsprogramm. Für
die gesamte Region rund um Probstzella
entsteht dann ein zentraler Punkt des
öffentlichen Nahverkehrs, der die Verknüpfung von Bahn, Bus und Auto ermöglicht.
So soll die an der B 85 gelegene Baracke
neben dem Bahnhofsgebäude abgerissen
 Der Entwurf der ERCOSPLAN Hoch- und
Tiefbauplanung GmbH zeigt die neue Buswendeschleife neben dem Bahnhof Probstzella
und seinem neugestalteten Vorplatz, der über ausreichend Parkplätze verfügt
werden, damit auf ihrem Gelände und dem
Bahnhofsvorplatz Bushaltepunkte und
Parkplätze für PKW und Busse entstehen
können. Auch eine große Fahrradparkanlage ist vorgesehen. Zudem wird der
Zugang zum Bahnhof barrierefrei gestaltet. „Das derzeit wenig einladende Äußere
entlang der Bahnhofstraße wird mit der
Sanierung des Bahnhofsvorplatzes und
dem neuen Verknüpfungspunkt optisch wie
auch funktional aufgewertet. Dann sind der
Bahnhof wie auch Probstzella selbst hoffentlich wieder stärkere Anziehungspunkte
für Gäste“, so Bürgermeister Wolfram.
Bahnhofs- und Streckenjubiläum in Probstzella
„Probstzella ist mit einem Schlag ein
wichtiger Ort geworden, in dem ein reges Leben pulsiert. Möge sich die neue
Bahnlinie einer gesunden Entwicklung
erfreuen, möge sie Segen bringen der
Gegend, die sie dem Weltverkehr erschlossen hat, und möge sie auch dazu
beitragen, Nord und Süd immer inniger
zu verbinden“, hieß es im Saalfelder
Kreisblatt vom 3. Oktober 1885 anlässlich
des Lückenschlusses zwischen Ludwigsstadt und Probstzella zwei Tage zuvor.
Damit wurde ein „Herzstück“ der Frankenwaldbahn zwischen Saalfeld und
Lichtenfels komplettiert. Probstzella erhielt mit dieser Verkehrsanbindung einen bedeutenden wirtschaftlichen wie
industriellen Aufschwung. Betriebe wie
das Elektrizitätswerk oder die Porzellanfabrik, die von der Anlieferung von
Rohstoffen und dem Abtransport von
gefertigten Produkten abhängig waren,
konnten sich in Probstzella ansiedeln.
Zum 125. Jubiläum präsentiert der Heimat- und Trachtenverein in Probstzella
eine umfangreiche Ausstellung im Alten
Forsthaus, die vor allem auch die Situation
 Highlight der Ausstellung ist eine große Modellbahnanlage, die Probstzella und seinen
Bahnhof im Jahr 1990 mit allen technischen Details, wie der Grenzanlage und einer
Schiebelok, darstellt
des Bahnhofs zu DDR-Zeiten dokumentiert.
Zu sehen gibt es zahlreiche historische Dokumente zum Bau der Strecke, aber auch aktuelle Aufnahmen von Schienenfahrzeugen.
Die Schau kann noch bis Mitte Dezember
besichtigt werden.
Im Zuge des Jubiläums hat der Verlag Barteld zudem eine informative und reich bebilderte Broschüre erstellt, die sich der Geschichte des Bahnhofs widmet. „Probstzella.
Station(en) der großen Nord-Süd-Magistrale“
kann zum Preis von 8 Euro ab sofort erworben werden. Die Broschüre entstand im
Auftrag der Gemeinde Probstzella und
mit Unterstützung der Kreissparkasse
Saalfeld-Rudolstadt.
Kontakt
Bitte wenden Sie sich bezüglich der
Bestellung der Broschüre und der Öffnungszeiten der Ausstellung im Alten
Forsthaus an die Gemeinde Probstzella:
Markt 8, 07330 Probstzella
Tel. 036735 461-0
11.2010
REGIOTAKTE
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Partner im SPNV
Von der Stadtbahn zum Erfurt City Takt
Drei Jahre nach der Fertigstellung der Stadtbahn passen die Erfurter Verkehrsbetriebe
ihr Verkehrsangebot an die veränderte Nachfrage an
Einst als Pferdebahn mit drei Linien gegründet, blickt die Erfurter Verkehrsbetriebe AG
(EVAG) auf eine ereignisreiche Geschichte
zurück. Seit über 125 Jahren sorgt das Unternehmen nun bereits für ein mobiles Erfurt: Anfangs noch Pferdestärken, folgten
kurze Zeit später die ersten elektrischen
Straßenbahnen und heute die moderne
Stadtbahn.
Eine Stadtbahn sollte es sein
Im Jahr 1997 startete mit dem Umbau der
Angerkreuzung das größte Projekt in der
Geschichte des Erfurter Nahverkehrs. Innerhalb von rund zehn Jahren wurde ein
Großteil des Bestandsnetzes der Erfurter
Straßenbahn auf Stadtbahnniveau gebracht
und um fünf Neubaustrecken erweitert. Niederflurgerechte Haltestellen, Wetterschutzdächer sowie optische und akustische
Fahrgastinformationen im gesamten Netz
machen den Nahverkehr in Erfurt zum beispielhaften Vorbild.
 Die Linien im Erfurt City Takt bieten alle 10 Minuten Verbindungen zwischen den Stadtteilen
und dem Zentrum
Inzwischen sorgen die sechs Stadtbahnlinien auf sieben zentralen Achsen und
die Buslinie 9 mit dem Erfurt City Takt für
schnelle Wege ins Stadtzentrum: Sie verkehren montags bis freitags von 6.00 bis 18.00
Uhr im 10-Minuten-Takt. Zudem übernimmt
der Erfurt Stadtbus die Zubringerfunktion
zu den Linien des Erfurt City Takts. Dabei
sind alle Buslinien optimal auf die Fahrzeiten der Stadtbahn abgestimmt. Dass dies
von den Erfurtern gut angenommen wird,
zeigen die Fahrgastzahlen: In Verbindung
mit dem Stadtbusnetz befördert die EVAG
jährlich rund 37 Mio. Fahrgäste. Und damit
diese auch nach wie vor gut angebunden
sind, stimmen die Erfurter Verkehrsbetriebe
ihr Angebot Ende Oktober auf die veränderte Nachfrage ab.
Abends besser unterwegs
Zum Fahrplanwechsel am 31. Oktober 2010
wird das Prinzip des Erfurt City Takts auch
auf die Abend- und Nachtstunden ausgeweitet. Von 18.00 bis 0.30 Uhr fährt die
Stadtbahn dann auf allen Linien im 20-Minuten-Takt, die Linie 9 von 18.00 bis 23.30
Uhr. So ergibt sich auf Abschnitten, die teilweise von zwei Linien befahren werden, ein
10-Minuten-Takt. Während der Abendstunden verkehrt die Stadtbahn dabei auf den
gleichen Linienwegen wie am Tag. Somit
entfällt die bisher bestehende Aufteilung in
Tages- und Nachtnetz. „Veränderte Arbeitszeiten, aber auch verlängerte Ladenöffnungszeiten haben ein anderes Mobilitätsbedürfnis als in der Vergangenheit erzeugt.
Gerade in den frühen Abendstunden sind
heute weitaus mehr Menschen unterwegs
als noch vor wenigen Jahren“, begründet EVAG-Prokurist Hans-Volker Krebs die
veränderten Fahrzeiten. Aber auch der
Nah- und Fernverkehr profitiert vom neuen Angebot, denn für Reisende gibt es ab
dem Hauptbahnhof in den Abendstunden
ab 21.00 Uhr künftig häufiger Anschlüsse.
ERNA kommt
Aufgrund der mangelnden Nachfrage kann
das bisherige Nachtangebot zwischen
Montag und Donnerstag jedoch nicht aufrechterhalten werden. „ERNA – die Erfurt
Nachtlinie am Wochenende“ bringt Nachtschwärmer künftig sicher und bequem
nach Hause. Zwei Stadtbahn- und vier Buslinien bilden in den Nächten von Freitag zu
Samstag, von Samstag zu Sonntag sowie vor
Feiertagen das Verkehrsangebot in Erfurt in
den frühen Morgenstunden. Zwischen 1.00
und 4.30 Uhr verbinden sie die wichtigsten
Stadtteile mit dem Zentrum und steuern die
beliebtesten Clubs an. Außerdem sind die
ERNA-Linien weitestgehend mit den Regionalzügen aus bzw. in Richtung Weimar, Jena,
Arnstadt und Gotha verknüpft.
Kürzungen in der Region
Am 30. Oktober enden gleichzeitig auch
die meisten Liniengenehmigungen für
den Regionalbusverkehr der EVAG. Unternehmen aus den betreffenden Umlandkreisen werden zukünftig den Busverkehr
selbst erbringen. Städtische Verbindungen,
die durch den Wegfall von Regionalbuslinien entfallen, werden mittels bestehender oder neuer Stadtbuslinien weiter
bedient.
 Alle Veränderungen ab 31. Oktober gibt es im Überblick unter: www.evag-erfurt.de
12
REGIOTAKTE
11.2010
Aktuelles
Tochter der Deutschen Bahn gewinnt Mitteldeutsches S-Bahn-Netz
S-Bahn Mitteldeutschland GmbH fährt ab Ende 2013 durch den City-Tunnel Leipzig
Ab Dezember 2013 befährt die S-Bahn
Mitteldeutschland GmbH die Strecken des
neuen Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes.
Dafür erteilten der federführende Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig
(ZVNL), der Zweckverband Verkehrsverbund Oberelbe (Z-VOE), der Zweckverband
Mittelsachsen (ZVMS), das Land SachsenAnhalt, vertreten durch die Nahverkehrsservice Sachen-Anhalt GmbH (NASA), das
Land Brandenburg, vertreten durch den
Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg
(VBB), sowie der Freistaat Thüringen, vertreten durch die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH (NVS), am
21. September den Zuschlag.
Für 12 Jahre ist die DB-Regio-Tochter dann
auf sechs Strecken zwischen Halle, Bitterfeld,
Hoyerswerda und Zwickau unterwegs und
verbindet den Leipziger Wirtschaftsraum
mit dem Umland. Im thüringischen Nahverkehrsraum profitiert zukünftig vor allem
das Altenburger Land, denn mit den Linien
S5 und S5X der S-Bahn Mitteldeutschland
GmbH wird die Skatstadt Altenburg direkt
an die Leipziger Innenstadt, die Saalestadt
Halle und den Flughafen Leipzig / Halle angebunden. In Richtung Süden verkehren
beide Linien bis Zwickau.
Mit der Betriebsaufnahme wird es für die
Fahrgäste zahlreiche Neuerungen geben: So
kommen 51 klimatisierte und umweltfreundliche Triebwagen vom Typ „Talent 2“ (Hersteller Bombardier) zum Einsatz, die über 150
bis 400 Sitzplätze und spezielle Sitzgruppen
für Familien mit Kindern verfügen. Zudem
gibt es künftig Verbesserungen im Kundenservice. In jedem Zug soll es einen Kundenbetreuer geben, der Fahrkarten auch direkt
und ohne Aufpreis im Zug verkauft. Darüber
hinaus verbessert sich die Qualität im personenbedienten Verkauf: In den Mobilitätszentralen (S-Punkt) erhalten Reisende künftig
Fahrkarten sowie Reise- und Tarifinformationen und können Anliegen, Anregungen
und Beschwerden anbringen.
Weitere Informationen gibt es unter:
www.s-bahn-mitteldeutschland.de
 Streckenausschnitt Mitteldeutsches S-Bahn-Netz
Aktuelle Veranstaltungstipps für Thüringen
17. Jazzmeile Thüringen
Unter dem Motto „Borderhopping –
Innen-Außensichten“ finden in 18
thüringischen Städten und Jazzclubs
Konzerte und Workshops statt.
3. Oktober bis 25. November
thüringenweit, www.jazzmeile.org
Rennrodelbahn Oberhof
Deutsche Rennrodelmeisterschaften in Oberhof
Mitfiebern bei den schnittigen
Abfahrten der Profis im Eiskanal.
29. bis 31. Oktober
Rennrodelbahn Oberhof
www.rodelbahn-oberhof.de
sport.aktiv in Erfurt
Auf der Outdoor-Messe präsentieren
Aussteller ihre Produkte, vom Schlafsack
bis zum Segelflugzeug.
NVS ist
30. bis 31. Oktober
Auch die alle 1
H
t:
r
Messe Erfurt
vor O
-507
www.messe-erfurt.de
Stand 1
Ilmenauer TonART-Festival
Hier rockt, soult und swingt Ilmenau
bereits zum 5. Mal zu nationalen und
internationalen A-cappella-Klängen.
6. November
Festhalle Ilmenau
www.tonart-festival.de
Historischer Handwerkermarkt
in Jena
Dem Sattler, Buchbinder, Filzer oder
Korbmacher über die Schulter schauen
und handgefertigte Pralinen naschen.
6. bis 7. November 2010
Lobedaer Kulturhaus Jena
www.bären-lobeda.de
Reinhard Lakomy in Jena
Bereits seit 30 Jahren begeistert der
„Traumzauberbaum“ Kinder und
Erwachsene gleichermaßen.
13. November
Volkshaus Jena
www.traumzauberbaum.de
Arnstädter Flohmarkt
Von 8.00 bis 16.00 Uhr kann hier nach
Lust und Laune gestöbert werden.
13. November
Marktplatz Arnstadt, www.arnstadt.de
1. Schlosskonzert in Sondershausen
Lauschen Sie den Werken von Georg
Philipp Telemann, Felix Mendelssohn
Bartholdy und Johann Sebastian Bach.
28. November
Blauer Saal im Schloss Sondershausen
www.sondershausen.de
9. Liquid Sound Festival in Bad Sulza
Bei der Gala der Unterwassermusik können
Sie sich im Wasser treiben lassen und
gleichzeitig zeitgenössische Multimediakunst, Klänge und Lichter erleben.
6. bis 7. November
Bad Sulza, Toskana Therme
www.liquidsound.com
11.2010
REGIOTAKTE
13
Aktuelles
Gewinnspiel
Bad Lobenstein ist stolz auf den Komponisten und Dichter Heinrich Albert,
der 1604 hier geboren wurde und
1651 als Domorganist in Königsberg
verstarb. Die erste Vertonung welches
bekannten Volksliedes stammt aus seiner Feder?
a) Ännchen von Tharau
b) Auf, auf zum fröhlichen Jagen
c) Geh aus mein Herz und suche Freud
Einsendeschluss ist der 1. November
2010 (Datum des Poststempels). Die
richtige Lösung schicken Sie bitte an:
NVS – Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH
Kennwort: RegioTakte / Gewinnspiel
Schmidtstedter Straße 34
99084 Erfurt
Schüler-Ferien-Ticket
Thüringen 2010 so
beliebt wie im Vorjahr
Auch 2010 wurden das Schüler-FerienTicket (SFT ) und die Schüler-Ferien-Uhr
während der Sommerferien wieder rege
genutzt. So blieben die Verkaufszahlen
beider Angebote im Vergleich zu 2009 mit
etwa 13.600 Verkäufen stabil.
Dies liegt vor allem am konstanten Preis,
der bereits seit drei Jahren 19 Euro für das
SFT und 9 Euro für die Schüler-Ferien-Uhr
beträgt. Das Ticket gilt in den Sommerferien in Zügen, Bussen und Straßenbahnen.
Mit der Uhr kommen die Schüler in den
Bussen und Straßenbahnen der beteiligten
Verkehrsunternehmen durch die Ferien.
Zudem erhalten Inhaber der Ferientickets
bzw. -uhren Rabatte bei über 50 Bonuspartnern, darunter zahlreiche Freizeiteinrichtungen sowie Jugendherbergen.
 Die Sieger des Model-Castings werden dem
SFT 2011 ihr Gesicht geben
An den Ferienangeboten beteiligten sich in
diesem Jahr über 30 Thüringer Verkehrsunternehmen, die Koordination erfolgte durch
die NVS Thüringen, die DB Regio AG sowie
die Marketingkooperation Bus Thüringen
e. V. und die Verkehrsgemeinschaft Mittel­
thüringen GmbH.
Oder per E-Mail an:
gewinnspiel@nvsthueringen.de
Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir einen zweistündigen Aufenthalt im Thermalbad- und Saunabereich
(inkl. Moorsauna) der ARDESIA Therme
in Bad Lobenstein. Hinzu kommt noch
eine Permanent Contour Moorstempelmassage, die für wohlige Entspannung
sorgt. Mit einem Thüringen-Ticket gelangen Sie außerdem bequem in das
Moorheilbad in Südthüringen.
Jetzt den NVS-Jahreskalender 2011 sichern!
Auswertung und Gewinner
Oktober 2010:
Im letzten Heft wollten wir wissen, wie
das Schloss auf dem Hainberg in Gera
heißt. Richtig war Antwort b), Schloss
Osterstein.
Gewonnen hat Barbara Zeller aus
Weikersheim, die sich über die Freikarten für das Ballett „Der Nussknacker“ in
Gera sowie ein Thüringen-Ticket freuen
kann. Karl-Heinz Langbein aus Meiningen erhält ein Gera-Monopoly-Spiel.
Herzlichen Glückwunsch!
Teilnahmebedingungen: Mitarbeitende der NVS – Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH sind nicht
teilnahmeberechtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Gewinner wird aus den eingegangenen richtigen Antworten ausgelost und persönlich benachrichtigt.
14
REGIOTAKTE
11.2010
Für alle Bahnfreunde und diejenigen, die
auf der Suche nach einem passenden Weihnachtsgeschenk sind, gibt es auch 2011
wieder den NVS-Jahreskalender. Dieser
erscheint Mitte November, kann jetzt aber
bereits bestellt werden. Zwölf stimmungsvolle Motive vermitteln einen lebendigen
Eindruck vom Nahverkehr auf Thüringens
Schienen und machen Lust aufs Bahnfahren.
Der Wandkalender im A4-Format erscheint
in limitierter Auflage. Es lohnt sich also, gleich
ein oder mehrere Exemplare zu bestellen (gegen Vorkasse).
Schreiben Sie einfach eine E-Mail an info@
nvsthueringen.de und vergessen Sie nicht,
Ihre Adresse anzugeben. Der Kalender kostet nur 5 Euro pro Stück zzgl. 3,50 Euro
Verpackung und Versand* (alle Preise inkl.
Mehrwertsteuer).
Bitte überweisen Sie den Rechnungsbetrag
unter Angabe Ihres Namens und des Verwendungszwecks „Kalender 2011“ auf unser
Konto:
Sparkasse Mittelthüringen
Bankleitzahl:
820 510 00
Kontonummer: 130078506
*Bei einer Bestellung von mehr als zwei Kalendern erhöhen sich die Verpackungs- und
Versandkosten. Die Versanddauer beträgt
fünf bis sieben Werktage. Die originalverpackte, unbeschädigte Ware kann innerhalb
von 14 Tagen zurückgegeben werden. Der
Kaufpreis, jedoch nicht die Porto- und Verpackungskosten, werden dann selbstverständlich erstattet.
Aktuelles
NVS und die Bahnen in Thüringen auf Erfurter Outdoor-Messe
Freizeitaktivitäten im Freien liegen voll
im Trend. Am 30. und 31. Oktober präsentiert die sport.aktiv auf der Messe Erfurt
verschiedenste Produkte und Dienst­
leitungen im Outdoor-Bereich – von der
Wanderausrüstung bis hin zu Gleitschir-
men und Taucheranzügen. Außerdem
kann man neue Sportarten wie Slackline
oder Hochseilklettern ausprobieren. Auch
die NVS – Nahverkehrsservicegesellschaft
Thü­r ingen mbH ist auf der Messe vertreten. Am Stand 1-507 in Halle 1 stellt sie
gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen, deren Nahverkehrszüge in
Thüringen unterwegs sind, die vielfältigen
Angebote vor. Die sport.aktiv findet parallel zur Thüringer Reisemesse „Reisen &
Caravan“ (28. – 31. Oktober 2010) statt. Baustellen und Schienen­ersatzverkehr (SEV)
Göschwitz (Saale) – Hermsdorf-Klosterlausnitz (– Gera)
(RE 1, RE 3, RB 21)
Sa, 23.10., 19.30 – 24.00 Uhr
(Meiningen –) Themar – Eisfeld
(– Sonneberg)
(STB 1)
Sa, 06.11. – So, 07.11.
•SEV im Abschnitt Göschwitz (Saale) – Hermsdorf-Klosterlausnitz (für einzelne RE 1 in Richtung Göttingen
verlängert bis Erfurt Hbf, für einzelne
RB 21 in Richtung Gera verlängert bis
Gera Hbf )
•Ersatzbusse und Züge im Anschluss
an den SEV fahren überwiegend
später als laut Regelfahrplan, eine
RB 21 (planmäßig Gera Hbf ab 19.33
Uhr) fährt im Abschnitt Gera Hbf –
Hermsdorf-Klosterlausnitz bis zu 24
Min. früher
•Achtung: Anschlussverluste, längere
Fahrzeiten
•SEV im Abschnitt Themar – Eisfeld
•Achtung: Anschlussverluste, längere
Fahrzeiten
Erfurt – Weimar (– Apolda)
(RB 20)
Sa, 30.10. – So, 31.10.
•RB 20 Eisenach – Halle (Saale): SEV für
jeden zweiten Zug im Abschnitt Erfurt – Weimar (einzelne Züge bis / ab
Apolda)
•Achtung: Anschlussverluste, längere
Fahrzeiten
Erfurt – Straußfurt (– Nordhausen)
(RE 5, RB 45)
So, 21.11. – Di, 23.11., jeweils ganztägig
•SEV im Abschnitt Erfurt Hbf – Straußfurt mit Zwischenhalten analog
der RE- und RB-Züge, morgens und
nachmittags zusätzlich Schnellbusse
Erfurt – Straußfurt und zurück ohne
Zwischenhalt im Anschluss von / zu
den RE-Zügen
•Ersatzbusse fahren bis zu 54 Min. früher in Richtung Straußfurt bzw. bis zu
50 Min. später in Richtung Erfurt Hbf
•Ersatzbus für letzten Zug in Richtung
Nordhausen (ab 21.46 Uhr) fährt unverändert ab Erfurt Hbf, Anschlusszug
ab Straußfurt fährt bis zu 47 Min. später nach Nordhausen
•Achtung: Anschlussverluste, längere
Fahrzeiten
Kurzfristige Fahrplanänderungen unter: http://bauarbeiten.bahn.de oder Telefon:
01805 996633 (Regionaler Kundendialog, 14 ct / Min. aus dem deutschen Festnetz)
Erfurt Hbf – Erfurt Nord (– Nordhausen)
(RE 5, RB 45)
Mi, 24.11. – Sa, 11.12., jeweils ganztägig
•SEV Abschnitt Erfurt Hbf – Erfurt Nord
•Ersatzbusse fahren bis zu 16 Min. früher in Richtung Erfurt Nord bzw. bis zu
15 Min. später in Richtung Erfurt Hbf
•Ersatzbus für letzten Zug in Richtung
Nordhausen (ab 21.46 Uhr) fährt unverändert ab Erfurt Hbf, Anschlusszug
ab Erfurt Nord bis zu 17 Min. später
•Anschlussverluste, längere Fahrzeiten
Nachtbaustellen
In den Abend- und Nachtstunden sowie frühmorgens kann es an einzelnen
Tagen zu weiteren Einschränkungen
kommen. Betroffen sind vsl. folgende
Strecken bzw. Streckenabschnitte:
•Weida – Gera (– Erfurt) (22.10. abends)
• Leipzig – Gera (23. / 24.10.)
•Weimar – Erfurt – Neudietendorf
(23. / 24. – 24. / 25.10.)
•Saalfeld (Saale) – Probstzella
(24., 27.10., abends)
•Wernshausen – Meiningen (25.10. – 29.10.,
01.11. – 04.11., 30.11. – 1.12., abends)
• Gera – Altenburg (01. / 2.11. – 7. / 8.11.)
•Hof – Mehltheuer (– Gera) (6.11. abends)
•Weimar – Weimar Berkaer Bf (6. / 7. – 8. / 9.11.)
•Bad Lobenstein – Unterlemnitz (7.11. früh)
Impressum
Herausgeber
NVS – Nahverkehrsservicegesellschaft
Thüringen mbH
Telefon: 0361 34981-0
Schmidtstedter Straße 34, 99084 Erfurt
Geschäftsführer: Volker M. Heepen (v. i. S. d. P.)
© NVS Thüringen Erfurt 2010
Ausgabe 54
Redaktionsschluss: 11. Oktober 2010
Redaktion, Layout, Anzeigenschaltung
Heimrich & Hannot GmbH, Tel. 0341 98278-80
Druck Messedruck Leipzig GmbH
Bildnachweis
Barteld Verlag (Titelbild), NVS – Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH (S. 3, 14),
Deutsche Bahn AG (S. 4 Siegfried Falke, 13 o.),
Erfurter Bahn (S. 4 u.), Bad Lobenstein (S. 6, 7 o.),
ETMG / Barbara Neumann (S. 7 Kasten), Vogtlandbahn GmbH (S. 8 – 9), HMC Kretzschmar GmbH
(S. 10), ERCOSPLAN Hoch- und Tiefbauplanung
GmbH (S. 11 o.), Gemeinde Probstzella (S. 11
Kasten), Erfurter Verkehrsbetriebe AG (S. 12),
M. König (S. 13 u. l.), Ilka Kühn (S. 13 u. r.), www.
sft-thueringen.de (S. 14 o.), Dampflokwerk
Meiningen (S. 16)
Nachdruck bzw. Nutzung in elektronischen Medien, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung
des Herausgebers. Weiterverkauf untersagt.
Trotz sorgfältiger Recherche können wir keine
Gewähr für die Richtigkeit bzw. den Bestand
aller Angaben geben.
Leserservice: Die RegioTakte ab Ausgabe 1
sind unter www.nvsthueringen.de als PDFDatei abrufbar.
Das Jahresabonnement der RegioTakte kostet
19,99 Euro (Verpackung + Versand) und ist unter Angabe Ihrer Postanschrift bei der NVS Thüringen zu beziehen: info@nvsthueringen.de
11.2010
REGIOTAKTE
15
Bereits im Juni 2009 hatten die australische Eisenbahn­
gesellschaft und das Meininger Dampflokwerk den Vertrag
für den Kesselbau unterschrieben. Darauf folgte die Phase
der Konstruktion mit strikt einzuhaltenden australischen
Standards. Als Prüfungsinstanz wurde der TÜV Thüringen
beauftragt. Nach Erteilung der Konstruktionsfreigabe
begann im Dezember 2009 die eigentliche Fertigung des
Großkessels.
Am 31. August 2010 lud das Dampflokwerk Meiningen zur
Wasserdruck- und Dampfprobe des neuen Großkessels für
die Lokomotive 3801 der australischen Eisenbahngesellschaft „Rail Corporation New South Wales“. Bevor der Kessel
per Seefracht seinen Weg nach Australien antrat, musste
dieser seine Betriebstauglichkeit unter Beweis stellen.
Nahverkehrsservicegesellschaft
Thüringen mbH
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