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Gestalte mir einen Raum – und ich kann verstehen was - SozDia

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kiez:G:sicht
kiez:G:sicht · Zeitung der Sozialdiakonischen Arbeit in Lichtenberg und Treptow-Köpenick · Ausgabe #1/2010
Gestalte mir einen Raum
– und ich kann verstehen
was Dich interessiert
Qualitätsentwicklung in der Kita
– muss das sein? Silke Mayn
„Wir haben wunderschöne Räume in
unserer Kita, die liebevoll von den ErzieherInnen gestaltet werden. Wir achten
darauf, dass unsere Räume ästhetisch
ansprechen, die Kinder ausreichend Platz zum Spielen haben
und die Funktionalität beachtet wird.“
So oder so ähnlich hätten
wir auf die Frage geantwortet wie unsere Räume
gestaltet sind.
Doch dann haben wir
uns nach der Einführung des Berliner Bildungsprogramms mit
dem Qualitätsschwerpunkt „Räume“ intensiv
beschäftigt. Unser Auftrag war, unsere Räumlichkeiten daraufhin zu
überprüfen inwieweit unsere Räume und deren Gestaltung die Bildungsmöglichkeiten der Kinder anregt.
Das klang nach eine der leichteren Aufgaben! Wir waren uns doch
alle einig, dass dies so ist!
Wir müssten nur schnell eine Selbstund eine Gruppeneinschätzung machen
und fertig! Wir hatten einige Fragen zu
beantworten, wie z.B. „Gestalten Sie mit
den Kindern Räume, die das eigenaktive
und kreative Tätigsein der Kinder ermög­
lichen?“ Nun fingen wir doch ein wenig
zu grübeln an, manchmal traf das zu, aber
nicht immer. Wir kamen darüber intensiv
In dieser Ausgabe
Das Leitthema Seite 1, 2 & 5
SozDia Termine Seite 3
ins Gespräch. Es gab immer wieder Situationen mit denen wir doch nicht zufrieden
waren. Konnten unsere Kinder wirklich ihre
Ideen bei der Gestaltung der Räume einbringen, wurden sie zum eigenständigen
Ausprobieren angeregt, wurde das ästhetische Empfinden durch Materialauswahl
und Raumgestaltung gefördert? Wurden
sie vielleicht doch reizüberflutet mit wertlosen Spiel- und Angebotsmaterialien?
Viele Fragen und wenig Antworten.... und
so wurde aus der scheinbar leichten Aufgabe eine Jahresaufgabe. Wir befragten
die Kinder, welche Wandfarben ihnen gefallen würde. Womit sie gerne spielen würden, welche Spielecken sie gerne hätten...
Ein neues Institut Seite 3
Ein neues Stadtteilzentrum S. 3
Ein neues Spendenprojekt S. 4
Die Kinder hatten genaue Vorstellungen,
z.B. sie wollten Klettern und sie wünschten
sich Orte zum Verstecken, sie träumten von
einem Riesenwasserbett und sie wollten
sich beim Sägen und Reparieren ausprobieren. Nun war es unsere Aufgabe die
Wünsche der Kinder nach der Umsetzbarkeit hin zu überprüfen.
Die Kinder waren durchaus kompromissbereit, aus dem Riesenwasserbett gestalteten wir einen Toberaum, in dem viele
Matten aufeinander lagen und aus dem
Wunsch zu sägen, entstand unsere Kinderholzwerkstatt. Die Kinder haben
in diesem Prozess viel gelernt, sie
haben gelernt ihre Meinung zu
sagen und diese auch zu begründen, sie haben erlebt,
dass ihre Meinung zählt
und eigene Ideen Veränderungen bewirken
können.
Und wir was haben
wir gelernt? Wir haben wieder mal aufs
Neue gelernt, wie
sehr uns unsere Kinder inspirieren können
und wie wichtig es ist
sich immer wieder Fragen zu stellen, Dinge zu
hinterfragen und Zweifel
zuzulassen.
Qualitätsentwicklung in der
Kita – das muss sein!
„Wir müssen unbedingt Raum für
Zweifel lassen, sonst gibt es keinen
Fortschritt, kein Dazulernen. Man kann
nichts Neues heraus­finden, wenn man
nicht vorher eine Frage stellt. Und um zu
fragen, bedarf es des Zweifelns.“
Richard P. Feynman
SozDia News Seite 4
Ehrenamtliches Seite 6
kiez:G:sichT #1 | Seite 1
Leitthema Qualitätsentwicklung
QualiCoach* in den
Jugendklubs der SozDia
Katharina Vetter
Es waren einmal ein paar KollegInnen
der SozDia Jugendklubs, die vor
einigen Jahren zusammen im ProFiHaus
saßen und über verschiedene Inhalte
der Arbeit sprachen. Dabei fiel auf,
dass es unheimlich schwierig war,
zwischen Methoden und Zielen in der
pädagogischen Arbeit zu unterscheiden,
sich dieses aber als sehr notwendig
herausstellte. Darüber entspann sich die
Idee, die Konzepte der SozDia- Klubs auf eine
einheitliche Gliederung unter bestimmten
Gesichtspunkten neu zu schreiben und für
alle Klubs anzugleichen. Das war im Prinzip
der Beginn von vielen anderen Ideen, wie
man in der sehr unterschiedlichen Arbeit
der Jugendklubs einheitliche Standards
– sprich Qualitätskriterien – ent­wickeln
und ein­setzen kann. Das Bezirksamt
hat eine für alle Jugend­freizeiteinrichtungen
gültige Konzeptstruktur ent­wickelt, was
unserer Idee natürlich sehr ent­gegenkam.
Mittlerweile haben alle Klubs der SozDia die
vom Bezirksamt vorgegebene einheitliche
Konzeptstruktur übernommen, die klare
Ziele, Methoden und Arbeitsgrundsätze
aufweist. Trotzdem arbeiten alle Klubs
aufgrund der ganz unterschiedlichen
Jugendlichen und der räumlichen
und örtlichen Gegebenheiten sehr
unterschiedlich. Welche Möglichkeiten
gibt es, hier einheitliche Standards zu
entwickeln? Gibt es einen „gemeinsamen
Nenner“? Wenn ja, wie können wir diesen
definieren? Hier entstand der Begriff des
QualiCoaches.
Was heißt eigentlich QualiCoach?
Dazu müssen wir den Begriff einmal
auseinandernehmen. Zunächst hätten
wir da den Begriff der Qualität oder
auch Qualitätssicherung. Darin steckt
der Anspruch, feste Regelungen und
Vereinbarungen zu treffen, die die
Arbeit eines bestimmten Bereiches
überprüfbar und bewertbar machen –
das heißt, bestimmten Standards eine
Struktur zu geben. Diese Regelungen
werden kontrolliert und evaluiert, um ein
bestimmtes Ziel in der Arbeit zu erreichen.
Zum anderen ist da der Begriff des
Coaching, der eigentlich den Prozess einer
Auseinandersetzung und Entwicklung
begleiten soll. Der Gecoachte gibt vor, in
Seite 2 | kiez:G:sichT #1
welche Richtung die Entwicklung gehen
soll, der Coach als Außenstehender
gibt
Handlungsmöglichkeiten
und
Hilfe­stellungen zum Erreichen des
selbstgesteckten Zieles. Aber ob ein Ziel
erreicht wird, ob das kontrolliert wird, das
legt der Gecoachte selbst fest.
Wie bekommt man diese sich wider­
sprechenden Arbeits­ansätze unter einen
Hut? Und was hat das alles mit unserer
Arbeit zu tun?
Es wurde schnell klar, dass viele Kolle­
gInnen schon einiges über Standards,
Möglichkeiten und Vorgaben wissen,
aber vieles im Arbeitsalltag einfach unter
den Tisch fiel (Sind die Spiele eigentlich
noch vollständig? Wie gehen wir mit
BesucherInnen um, die zum ersten Mal in
den Klub kommen? Gibt es eine Regelung
im Umgang mit z.B. dem Jugendamt?). Dazu
wurde ein ausführlicher und umfassender
Fragebogen entwickelt, anhand dessen
die KollegInnen sich gegenseitig z.B. bei
Hospitationen unterstützen können.
Durch mehrere Mitarbeiterwechsel geriet
der weitere Prozess öfter ins Stocken.
Aber das Thema kam immer wieder in
unseren Klub-Vernetzungsrunden zum
Vorschein, so dass verschiedene Versuche
unternommen wurden, die Ideen in die
Praxis umzusetzen – mit mehr oder weniger
Erfolg. Aber die gemachten Erfahrungen
wurden ausgewertet und in die weiteren
Ideen einbezogen. 2008 kamen noch drei
Jugendklubs dazu, die vom Bezirksamt
an die SozDia übergeben wurden. An
dieser Stelle wurde noch einmal neu
über die Arbeitsweise und Struktur des
sogenannten QualiCoaches diskutiert.
Wir haben uns für die Methode der
gegenseitigen Hospitation entschieden.
Hier hat der Coach zwar schon einen relativ
großen Einblick, da er/sie ja bereits selbst in
der offenen Jugendarbeit tätig ist, aber es
gibt eine Vorgabe des hospitierten Klubs,
zu welchem Thema es Feedback geben soll.
Ein
Feedback
erfolgt
zu
einem
bestimmten Auftrag, was der Arbeit
eines Coaches zumindest in diesem
Punkt entspricht. Der Feedback-Geber
beobachtet die beauftragten Inhalte
und Situationen. Im besten Falle gibt
er Handlungsmöglichkeiten für ganz
konkrete Situationen mit auf den Weg. Was
daraus passiert, entscheidet das besuchte
Team. Das war für alle Jugendklubs eine
akzeptierte Methode, sich in den Klubs
hospitieren zu lassen.
Mit dem Wissen um die bestimmten
Definitionen unseres QualiCoaches haben
wir im Herbst 2009 eine ganze Woche
Ringtausch vereinbart, in der jeweils
ein/e KollegIn einen anderen Jugendklub
besuchte. Im Nachhinein gab der Coach
seine Eindrücke über ein Feedback wieder.
In allen Jugendklubs wurde diese Art der
Hospitation als sehr hilfreich empfunden
– sowohl für die Coaches als auch für die
gecoachten Klubs. Es gab Beobachtungen
und Hinweise über die Art und Weise,
wie ein Team miteinander agiert, über
Entscheidungswege und Umgangsarten
mit den Jugendlichen. Insgesamt wurde
festgestellt, dass der fachliche Anspruch
in der Arbeit ein sehr hoher ist und mit
den Jugendlichen sorgsam und offen
umgegangen wird. Vielleicht ein erster
Standard? Als hilfreich wurden auch
Hinweise empfunden, welche die sich
einschleichende „Betriebsblindheit“ der
KollegInnen aufrüttelte:
Was machen wir eigentlich mit der
Werkstatt? Wozu braucht der eine Klub
27 Fußbälle, wenn der andere gar keinen
hat?
Wir haben entschieden, diese Form der
Qualitätssicherung weiter zu führen. In
diesem Jahr wollen wir wieder über eine
Woche Hospitation durchführen, diesmal
über einen längeren Zeitraum, damit der
Coach einmal das ganze Team erlebt und
nicht nur einzelne KollegInnen. Auf die
Ergebnisse sind wir sehr gespannt.
Damit ist der Prozess aber mit Sicherheit
noch lange nicht abgeschlossen. Es stellt
sich als langwieriger Prozess heraus,
einheitliche Standards für alle Jugendklubs
zu entwickeln, aber wir sind auf einem
guten Weg...
*in den SozDia Jugendklubs verwendeter Arbeitsbegriff
Das SozDia Jugendklub Team
Leitthema Qualitätsentwicklung
Zukunftsgezwitscher aus
der Kita „Spatzenhaus“
Gemeinsam mit dem HEDWIG­
stadtteilzentrum zum Familienzentrum
Justus Durben
Familienleben zu organisieren wird zunehmend schwieriger. Die Gestaltung
der Paarbeziehung, die Versorgung und Erziehung der Kinder, und die Sicherung der
materiellen Existenz erfordern Flexibilität,
zeitliche Verfügbarkeit und Mobilität. Den
Bedürfnissen von Familien und der Sorge
für die Kinder steht dies oft entgegen. Familien brauchen Zeit füreinander, Beständigkeit und Verlässlichkeit.
Kinder brauchen starke Familien um sich
gesund zu entwickeln. Auf diesem Weg
brauchen Familien heute verlässliche Partner, die ihre Bedürfnisse flexibel aufgreifen
und bei Bedarf Hilfe und Unterstützung vor
Ort bieten.
Kita Spatzenhaus, Hedwigstr. 9-10, 13053 Berlin
Ansprechpartner: Justus Durben
Die ersten institutionellen Partner für Eltern
sind in der Regel die Kindertagesstätten.
Durch die Öffnung der Kitas in Richtung
familienorientierter Angebote findet ein
Wandel zu Häusern des Lernens und der
Begegnung für Kinder und Familien statt.
Dieser wichtigen Aufgabe und großen
Verantwortung wollen wir uns zukünftig
in unserem Familienzentrum stellen. Das
bedeutet, dass wir unsere Angebote ausgehend von der Kindertagesbetreuung
konsequent an den Bedürfnissen der ganzen Familie orientieren und entsprechend
erweitern werden.
Die Bildungspartnerschaft mit den Eltern
und eine integrative Familien- und Eltern­
arbeit sind wichtiger Bestandteil unseres
Entwicklungsprozesses. Eltern sollen die
Möglichkeit haben, Betreuung, Bildung,
Beratung und Begegnung vor Ort in Anspruch zu nehmen.
Durch dieses wohnortnahe Angebot
möchten wir Familien bei der Erziehung
ihrer Kinder und bei der Bewältigung des
Leitthema Qualitätsentwicklung
Qualität durch
Selbstevaluation
Thomas Adamczak
Seit August 2006 gibt es in der Schule
an der Victoriastadt die Schulstation
Insel Auguste.
Die Aufgaben sind sehr vielfältig und
reichen von der Krisenintervention, Gewaltprävention, sozialem Lernen und der
Einzelarbeit bis hin zur Projekt- und Vernetzungsarbeit. Wichtig ist uns, sich nicht
auf Bewährtem auszuruhen, sondern die
eigene Arbeit immer wieder qualitativ zu
überprüfen und weiter zu entwickeln.
2009 traten Studenten der Alice-SalomonHochschule an uns heran, mit der Bitte,
„Es braucht ein ganzes Dorf
um ein Kind zu erziehen“
Afrikanische Weisheit
Dadurch sollen Familien, Eltern und Kinder
aus Alt-Hohenschönhausen zukünftig die
Möglichkeit haben, von Dienstleistungen
in Form eines gebündelten und vernetzten
Angebotes vor Ort zu profitieren, dass sich
an ihren persönlichen Bedürfnissen und
den sozialräumlichen Gegebenheiten orientiert.
Schulstation Insel Auguste Nöldnerstr. 44, 10317 Berlin
Ansprechpartner: Thomas Adamczak
eine Schülerbefragung in der Schule an
der Victoriastadt durchführen zu können.
Die Befragung war Teil einer Studie unter
Leitung von Prof. Dr. Thomas Pudelko, welcher die Arbeit verschiedener Schulstationen an Berliner Schulen untersucht. Ziel
war es, das sozialpädagogische Angebot
auf Reichweite und Effektivität hin zu prüfen und auszuwerten.
Die Auswertung der Interviews zeigte, dass
die freiwilligen Angebote der Schulstation
von vielen SchülerInnen gerne genutzt
werden. Dies liegt nicht zuletzt daran,
dass wir uns regelmäßig selbst evaluieren
und unsere Angebote auf die Bedarfe anpassen. So kann es schon mal sein, dass
die Schüler sich einen neuen Workshop
wünschen und wir mit ihnen gemeinsam
Auszug aus der Umfrage Fühlst du dich in der Schulstation verstanden?
Familienalltags unterstützen. Dabei können wir auf vorhandene Ressourcen und
eine gute Angebotsstruktur in unserem
HEDWIGstadtteilzentrum und unserer Kita
Spatzenhaus zurückgreifen, beide miteinander verbinden und quantitativ und qualitativ erweitern.
versuchen, ihren Wunsch umzusetzen.
Auch bei Konfliktfällen nehmen die Schüler gerne das Beratungsangebot der Schul­
station in Anspruch. Sie fühlen sich von
den Mitarbeitern verstanden.
Unser Qualitätsanspruch bedeutet auch,
dass wir uns selbst regelmäßig reflektieren und überlegen, wie wir in bestimmten
Situation reagieren möchten. Dies führt zu
einem professionellen und wertschätzenden Haltung gegenüber den Schülern und
Lehrern.
Wir freuen uns sehr, über das Interesse der
ASH an unserer Arbeit und danken allen
Schülern und Lehrern für die Unterstützung bei der Befragung.
Ist es schöner in der Schule durch die Schulstation?
weiß nicht 8 %
weiß nicht 16 %
manchmal 8 %
manchmal 8 %
nein 0 %
ja 76 %
nein 11 %
ja 73 %
kiez:G:sichT #1 | Seite 5
Neues aus Karlshorst/
Rummelsburger Bucht
Neueröffnung:
iKARUS stadtteilzentrum
Frank Finschow, Jochen Uhländer
„iKARUS“: in KArlshorst und RUmmelsburg, Stadtteilzentrum. Passende Räumlichkeiten wurden in der Wandlitzstraße 13
im Karlshorster Prinzenviertel gefunden, für
die Rummelsburger Bucht wird in Zusammenarbeit mit dem Nachbarschaftsverein
WiR e.V. ein ortsnahes Angebot gemacht
werden.
Als Nachfolger des bisherigen Soziokulturellen Zentrums (SKZ) des Vereins Die Kappe hat sich das Stadtteilzentrum (STZ) vor
allem die Aufgabe gestellt, die vorhandenen Ressourcen zu bündeln, aktive Bürger,
Gruppierungen, Vereine und Träger zum
Gewinn der Lebensqualität in den jeweiligen Ortsteilen zusammen zu bringen.
iKARUS stadtteilzentrum Wandlitzstr. 13
10328 Berlin, Ansprechpartner: Jochen Uhländer
Wir möchten alle Bewohner aktivieren und
motivieren, ihr Lebensumfeld gemeinsam
zu gestalten, wir wollen sie befähigen, ihren Bedürfnissen Gehör zu verschaffen und
wir werden sie begleiten, damit sie nicht
kurz vor dem Ziel abstürzen.
Weitere Aufgaben sind die Organisation
des Bürgerhaushaltes Lichtenberg sowie des neuen Kiezfonds für die Bereiche
Karlshorst und Rummelsburger Bucht. Hier
können jeweils 5000 € direkt im Kiez durch
eine Bürgerjury vergeben werden. Im
iKARUS können formlos Anträge zur Förderung von Projekten abgeben werden.
Schließlich wird es Kunst, Kultur, Film und
viele andere Angebote geben, welche Bürgern für Bürger organisieren. Wir freuen
uns auf jeden, der seine Zeit, sein Können
oder sein Wissen im iKARUS und darüber
hinaus für andere einbringen möchte!
++ SOZDIA TErmine ++
Welche Grenzen brauchen
Kinder und Erwachsene?
Veranstaltung im Rahmen
des SozDia Jahresmottos
Referentin: Antje Grossmann,
familylab-Trainerin
25. März 2010 19.00 Uhr
HEDWIG stadtteilzemtrum
Hedwigstr. 10 13053 Berlin
Die Umweltkontaktstelle
präsentiert:
1. Öko-Aktionstag
zur Verschönerung rund
um den Brunnen
Bernhard-Bästlein-Str. (Fennpfuhl)
10.04.2010 Beginn: 10 Uhr.
Mitgliederversammlung
der Sozialdiakonischen
Jugendarbeit Lichtenberg e.V.
13. April 2010 18.00 Uhr
Ort: Jugend- und Begegnungsstätte alte schmiede,
Spittastr. 40, 10317 Berlin
Pfarrstrassenfest
& Trödelmarkt
8. Mai 2010, 10 bis 16 Uhr
in der Pfarrstraße, 10317 Berlin;
u.a. ist die Kita Buntstift
mit dabei
Neues aus der Victoriastadt
Institut VORSTIEG
Neu in der SozDia:
Institut VORSTIEG Jens Thomas
Vorstieg? Vorsteigen heißt, sich in steilen Bergen auf neues Terrain zu wagen.
Gesichert durch ein Seil, aber nur bis
zur letzten gelegten Sicherung. Von
dieser Sicherung aus wagt man sich kletternd nach oben, bis man den nächsten
Haken erreicht, das Seil ein Stück höher
einklinkt und damit wieder Sicherheit erlangt. Durch das Vorsteigen erschließt man
sich unbekannte Gebiete, lernt neue Techniken, erhält einen ganz neuen Überblick
von oben und kann die anderen des Teams
gesichert nachholen. Manche finden dabei
ganz neue Wege und stehen dann in den
Büchern als „Erstbegeher“...
Ein Institut gibt es schon in der SozDia.
Das Praxisforschungsinstitut hat eine
ganze Reihe von unsere Arbeit begleiten-
Pfarrstr.111, 10317 Berlin
Ansprechpartner: Jens Thomas
den Forschungen betrieben. Unter dem
neuen Namen kommt nun ein weiterer
Arbeitsbereich hinzu. Das Institut VORSTIEG
organisiert praxisnahe Fortbildungen für
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der
SozDia und alle anderen Interessierten, sowohl im Bereich Kinderbetreuung als auch
für die Jugendarbeit. Die ersten Fortbildungen werden in den kommenden Wochen
ausgeschrieben, im Laufe dieses Jahres
werden noch viele hinzu kommen. Meldet
euch bei mir mit euren Fragen und sucht
passenden Angebote heraus! Ich freue
mich über alle Ideen für Fortbildungs­
themen, gute Dozentinnen und Dozenten
oder geeignete Räume. Auch weitere Forschungsprojekte wird es geben.
In diesem Sinne werden wir zusammen
neue Wege entdecken und begehen,
Überblick erlangen, begeistern und inspirieren und damit die Arbeit der SozDia ein
ganzes Stück voran bringen. Vorstieg eben!
Kiez Flohmarkt
15. Mai 2010 ab 14.00 Uhr
Ort: HEDWIGstadtteilzentrum,
Hedwigstr. 10, 13053 Berlin
Tischreservierung unter:
030 - 981 54 80
Pfarrstrassenfest
& Trödelmarkt
8. MAI 2010
Seite 3 | kiez:G:sichT #1
+++ SOZDIA NEWS +++
Energetische Sanierung
Kita Farbklecks in 2010
In 2010 wird die Kita Farbklecks
energetisch saniert; d.h. es werden
das Dach, die Fassade und die Fenster
vollständig erneuert. Hinzu kommen
der Einbau einer Pelletheizung und
eine Be- und Entlüftungsanlage. Wir
fassen also den gesamten Baukörper
an. Das wird für alle Beteiligen, für
die Kinder, die Erzieherinnen und
Erzieher, das hauswirtschaftliche
Personal, die Eltern und die Kita
Leitung eine große Herausforderung.
Finanziert wird die Sanierung im
Rahmen einer Förderung durch das
Umweltentlastungs­programm (UEP
2) also mit Mitteln der Europäischen
Union. Die Sozialdiakonische Arbeit
Lichtenberg Oberspree GmbH trägt
mit 10% Eigenmitteln zur Finanzierung der Sanierung bei.
Bauarbeiten für Jugendklub
TUBE starten in diesem Jahr
Die Vorbereitung für den Baubeginn
des Jugendklubs TUBE laufen auf
Hochtouren. Ein stillgelegter Fußgängertunnel zwischen Herzbergstraße
und Weißenseer Weg (Fennpfuhl)
wird umgebaut zu einem Jugendklub mit verschiedenen Aktions- und
Proberäumen für Jugendliche. Der
nahegelegene Jugendklub BBC wird
dann in die TUBE umziehen. „Wir
möchten die Jugendlichen soweit
es geht mit einbeziehen, denn es ist
ihr Klub, ihr Zuhause!“ so Lars Blüml,
Projektleiter BBC. Wir freuen uns Ihnen
auch in den nächsten Aus­gaben
über den Fortschritt zu berichten.
Ferienreisen 2010 – Der neue
Ferienreisenkatalog ist da!
Sowohl in den Oster- wie auch in
den Sommerferien finden Reisen für
Kinder statt. Auch unser Klassiker, die
Reise zum Werbellinsee, ist wieder im
Programm. Für Kinder ab 10 Jahren
bieten wir eine Reise nach Polen an,
um mit polnischen Jugendlichen
gemeinsam ein Zirkusprojekt zu
gestalten. Weitere Reiseziele und
Informationen erhalten Sie unter
www.ferienreisen.sozdia.de
Dort können Sie auch den aktuellen
Katalog herunterladen.
kiez:G:sichT #1 | Seite 4
Neues aus Hohenschönhausen
UmweltKontaktstelle
UmweltKontaktstelle
Die SozDia ist „grüner“ geworden!
Am 1. November 2009 startete in der
SozDia die UmweltKontaktstelle als Kooperationsprojekt mit dem Bezirksamt
Lichtenberg, ausgestattet mit einer EUund Landesförderung für drei Jahre.
Längst überfällig erscheint dieses Projekt
für den, der weiß, dass die SozDia ein besonders grünes Gesicht hat und Vorreiter
im Bezirk in Sachen Bioessen und Umweltbewusstsein ist. Erinnert sich jemand an
den seltsamen Jahresmotto-Vorschlag „Wir
lassen eine Bio-Kuh fliegen“ ? Ich muss derzeit immer daran denken: Nun tun wir es
tatsächlich und sind gespannt, was in drei
Jahren entstehen kann. Zunächst wird für
die UmweltKontaktstelle ein Büro-/ Veranstaltungspavillion im Interkulturellen Garten gebaut. Sobald der Boden wieder aufgetaut ist, wird es hier fleißig vorangehen.
Wenn es soweit ist, laden wir Euch alle zur
feierlichen Einweihung ein.
Primärer Wunsch und Aufgabe der UmweltKontaktstelle ist es, „das Grüne“ in
Lichtenberg mehr hervorzuheben und Beschäftigungsfelder in der umweltbewussten Branche zu erschließen, sichtbarer zu
machen und zu stärken. Angesetzt wird in
den einzelnen Stadtteilen. Mittels Aktionen
werden Unternehmer, Initiativen und Be-
Neues aus der SOZDIA
SozDia-Spendenprojekt 2010
Schenken Sie Wissen.
Bilden Sie Zukunft.
Für 125 € schenken Sie einem sozial
benachteiligten Schulkind ein Jahr
Nachhilfeunterricht.
Mit dem diesjährigen Spendenprojekt
möchte die Sozialdiakonische Arbeit
Schulkinder unterstützen, die sich bzw.
deren Familien sich kommerzielle Nach­
hilfeangebote nicht leisten können.
Nach der weltweiten Schülerbeurteilung
PISA (Programme for International Student Assessment der OECD) entscheidet
in Deutschland stärker als in jedem anderen Land die soziale Herkunft des Schülers
über Bildungschancen. Die PISA-Studie
2003 berichtete von einer extremen sozialen Benachteiligung von Facharbeiterkindern sowie von Kindern mit Migra­
Heiligenstadter Str. 5, 13055 Berlin
Ansprechpartnerin: Anne Haertel
völkerung vernetzt und dabei unterstützt,
für „das Grüne“ aktiv zu werden. „Das Grüne“ bedeutet dabei, seine eigene Umwelt
bewusst wahrzunehmen und nachhaltig
und zukunftsfähig zu schützen oder zu
gestalten. Das kann Jeder! Parteipolitische
Vorlieben spielen da bei uns keine Rolle.
Die UmweltKontaktstelle wird Befragungen durchführen, einen Wegweiser zu ökologiebewussten Unternehmen, Projekten
und Akteuren herausgeben, einen Kompetenznachweis für Ehrenamtliche entwickeln, Vernetzungsmöglichkeiten herstellen, Veranstaltungen und Beratungen
durchführen. Zurzeit ist Vieles noch in Planung und Vorbereitung. Aber wir können
heute schon zum Langen Tag der Stadtnatur am 19. Juni von 16 bis 18 Uhr in den Interkulturellen Garten einladen. Hier könnt
Ihr einen Lichtenberger Imker mit seinem
Bienenvolk und allerhand Mehr erleben.
Wer sich für das weitere Fortkommen interessiert, schaue einfach auf die Homepage
www.umwelt.sozdia.de oder besuche uns.
In der UmweltKontaktstelle arbeiten:
Anne Haertel, Tanja Niclas, Tatjana Hofmann, Wilfried Platzek
SozDia Geschäftsstelle, Pfarrstr. 92, 10317 Berlin
Ansprechpartnerin: Nina Blankenburg
tionshintergrund im Bundesdurchschnitt.
Dem wollen wir entschieden mit unserem
ehrenamt­lichen Nachhilfeprojekt entgegentreten.
Zunächst an 5 Standorten im Berliner Bezirk
Lichtenberg möchten wir Nachhilfe von
der Grundschule bis zur 10. Klasse erteilen.
Die Gestaltung der Unterrichtseinheiten
übernehmen ehrenamtliche Studenten,
Freiberufler, Lehrer und Senioren aus der
nähren Umgebung. Die Lehrer werden
regelmäßig zu aktuellen Themen weiter­
gebildet. Regelmäßige Teamsitzungen sollen die Qualität der Arbeit garantieren.
Helfen Sie uns helfen! Mit nur 125 € können Sie einem Schulkind eine Perspektive
aufzeigen!
Spendenkonto
Sozialdiakonische Arbeit
Kennwort: „Nachhilfe“
Ev. Darlehnsgenossenschaft
Konto-Nr.: 27 111 87, BLZ: 210 602 37
Vom Träumen…
Signe Siegel
Der Volksmund sagt: Träume sind
Schäume. Ich finde: Träume sind Leben
und Mut und Motor und noch ganz viel
mehr. Sie sind es, die mich meinen inneren
Schweinehund überwinden lassen, mich
nach neuen Lösungswegen suchen lassen
und die vor allem das Leben hinter den
großen und z. T. ziemlich sperrigen Stolpersteinen in jedem Falle lebenswert erscheinen lassen. Um bei den Stolpersteinen zu
bleiben. Goethe hat das einst sehr treffend
formuliert: „Auch aus Steinen, die einem in
den Weg gelegt werden, kann man etwas
Schönes bauen.“
Vorteilhaft ist dabei, wenn an diesem Bauwerk viele Köpfe und Hände mitwirken.
So findet auch das Sprichwort: „Viele Köche verderben den Brei.“ ganz klar meinen
Widerspruch. Vielleicht muss der Topf, in
dem sie rühren einfach nur entsprechend
groß sein oder man teilt einfach mehrere
aus und viele verschiedene Lieblingsbreie
werden gekocht. Vielleicht muss auch nur
das richtige Rezept gefunden werden. Hier
wird schon deutlich: Viele Wege führen
nach Rom bzw., um bei diesem Artikel zu
bleiben, ins reale Traumland.
Als unsere Kita in den 70-er Jahren gebaut
wurde, wurden ganz schnell ganz viele Kitaplätze gebraucht. Eine denkbar schlechte Ausgangsbasis für die Verwirklichung
von Träumen. Und auch die finanziellen
Mittel, ohne die, Idealismus hin oder her,
ein Traum – in Realität – nicht umgesetzt
werden kann, waren nicht gerade üppig
vorhanden. So sind die äußere Hülle un-
serer Kita und auch so manche „Innerei“
noch Zeugen der Vergangenheit. Aber es
ist auch schon sehr vieles anders und vor
allem besser geworden.
Außenstränge, Gruppenräume und Bäder
wurden saniert, neue Möbel, Spielzeug
und Geschirr angeschafft, frischer Wind
hat die pädagogischen Ansätze und deren
Umsetzung ordentlich aufgewirbelt u.v.m..
Die Anträge für Fördermittel zur energetischen Sanierung und Mittelstrangsanierung wurden gerade gestellt und wir sind
guter Hoffnung, dass es in diesem Sinne
auch weiterhin Positives zu berichten gibt.
Doch was hat das alles mit Träumen zu tun?
Es sind die Träume und Wünsche der Kinder, Eltern und MitarbeiterInnen, die der
Kita Leben einhauchen. Und die sind auf
den ersten Blick oft ziemlich verschieden.
Zum Glück haben wir Eltern, die nicht nur
wünschen, sondern auch ganz tüchtig zupacken:
unseren Förderkreis, unsere Elternvertreter
und alle die, die einfach mitdenken und
mitmachen. Ich habe ganz bewusst darauf verzichtet, Namen zu nennen, weil das,
was Eltern für und mit uns zu leisten bereit
und in der Lage sind, sehr verschieden ist.
Und so soll ihnen allen hier und heute ganz
öffentlich gedankt werden.
Manchmal reagiert unser Team auf elterliche Vorstöße noch etwas reserviert
und ratlos. Liebe Eltern, verzagt nicht und
nehmt uns auch in Zukunft mit auf eure
Traumreise!
Bitte genehmigt euch gern mehr als nur
einen Blick in unsere Traumwelt! Habt bitte
Geduld, wenn es zu Startverzögerungen,
ungeplanten Zwischenstopps, abwei-
Gesucht: Ehrenamtliche Nachhilfelehrer/innen
Die SozDia sucht ehrenamtliche Nachhilfelehrer/innen die Schulkinder unterrichten deren Familien sich kommerzielle Nachhilfeangebote nicht leisten
können. Nach der weltweiten Schülerbeurteilung PISA (Programme for International Student Assessment der OECD)
entscheidet in Deutschland stärker als in
jedem anderen Land die soziale Herkunft
des Schülers über Bildungschancen. Die
PISA-Studie 2003 berichtete von einer extremen sozialen Benachteiligung von Facharbeiterkindern sowie von Kindern mit
Migrationshintergrund im Bundesdurchschnitt. Dem wollen wir entschieden mit
unserem ehrenamtlichen Nachhilfeprojekt
entgegentreten. Zunächst an 5 Standorten
Seite 6 | kiez:G:sichT #1
im Berliner Bezirk Lichtenberg möchten wir
Nachhilfe von der Grundschule bis zur 10.
Klasse erteilen. Alle ehrenamtlichen Nachhilfelehrer können an Fortbildungen zu
aktuellen Themen kostenfrei teilnehmen.
Durch regelmäßige Teamsitzungen möchten wir den Austausch und die Qualität der
Arbeit garantieren. Wir freuen uns auf Euch!
Kita Sonnenschein Rudolf-Seiffert Str. 26/28
10369 Berlin, Ansprechpartnerin: Signe Siegel
chender Routenführung und vielleicht Verfehlung des ursprünglichen „Reisezieles“
kommt! Gemeinsam sind wir so ein langer
Zug, die Wünsche – Ladung wiegt ganz
unterschiedlich schwer, das Bordwerkzeug
ist sehr verschieden und die Rollfähigkeit mitunter noch etwas schwergängig.
Manchmal wird dadurch auch kurzzeitig
die Navigation in die Irre geführt.
Im Großen und Ganzen stimmt die Richtung aber: das beweisen Weidentunnel
und -zelte, der Kleinkind – Gartenbereich,
frisch gemalerte Gruppenräume und Garderoben u.v.m.
Bitte nehmt Kurt Martis Frage deshalb als
Antwort und Aufruf zugleich: „Wo kämen
wir hin, wenn alle sagten, wo kämen wir
hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin
wir kämen, wenn wir gingen?“! In diesem
Sinne: Herzlichen Dank für Euer ehrenamtliches Engagement!
kiez:G:sicht · Impressum
Sozialdiakonische Jugendarbeit Lichtenberg e.V.
Sozialdiakonische Arbeit Victoriastadt GmbH
Sozialdiakonische Arbeit Lichtenberg-Oberspree GmbH
Geschäftsführer
Michael Heinisch
Pfarrstraße 97, 10317 Berlin
Redaktionsteam
Nina Blankenburg, Jeannette Günther,
Michael Heinisch, Kristian Liedemit,
Silke Mayn, Signe Siegel
Telefon (030) 577 97 66
email info@sozdia.de
Graphik & Layout
Elephant & Castle
post@elephant-castle.de
Gedruckt auf umweltfreundlichem Recyclingpapier.
Ehrenamtliches Engagement ganz konkret!
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Bildung
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