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* 1: Vorwort zur 2. Auflage * 2: Einleitung * 3: Was ist Wahrheit? * 3.1

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* 1: Vorwort zur 2. Auflage
* 2: Einleitung
* 3: Was ist Wahrheit?
* 3.1: Prognose von Berufserfolg durch IQ
* 3.1.1: Randomwalk beim Intelligenzquotienten
* 3.1.2: Risikoabschätzung
* 3.1.3: Glück im IQ-Test
* 3.1.4: Wiederholbarkeit von Intelligenztests
* 3.1.4.1: Kritik
* 3.1.4.2: Random-Walk bei Managern
* 3.1.4.3: Wetten auf Arbeitslose
* 3.2: IQ in der Gesellschaft
* 3.3: Pferdewetten
* 4: Bernstein-Linguistik
* 5: Rummelplatz
* 5.1: Vom Rummel, Schaustellern und Autoscootern
* 5.1.1: Noch mehr Kirmes
* 5.2: Vom Jahrmarkt zum Kapitalismus
* 5.3: Bewerbung als Schausteller
* 5.4: Hochbegabte Arbeitskräfte
* 6: IQ und Arbeitslosigkeit
* 6.1: Ausnahmen bestätigen die Regel
* 6.2: IQ Werte in der Zweidrittel-Gesellschaft
* 6.2.1: Mathematische Fundierung
* 6.2.2: Negative IQ-Werte
* 6.2.2.1: Nachwort
* 6.2.2.2: Rangstufen
* 6.2.2.2.1: Warteschlangen
* 6.3: Wohin mit den Schwachen?
* 6.3.1: Massenselektion in der Gesellschaft
* 6.3.2: Sozial unerwünscht
* 7: Gleichheit
* 7.1: Alternativen zur Leistungsgesellschaft
* 7.2: Was ist Wirtschaft?
* 7.3: Intelligenz
* 7.3.1: IQ Vergleich zwischen Deutschen und Japanern
* 7.3.2: Wehrgerechtigkeit
* 8: Kollektive Intelligenz
* 8.1: Unterordnung unter Autoritäten
* 8.2: Lemmings für Anarchisten
* 8.3: Schwarmintelligenz braucht Führer
* 8.3.1: Wirtschaft als Sekte
* 8.3.2: Der perfekte Führer
* 8.4: Korrelation zwischen IQ und Führungsqualitäten
* 8.4.1: Führungsaufgaben
* 8.5: Christliche Werte
* 9: Hochbegabung und Berufswahl
* 13: Quellen
* 1: Vorwort zur 2. Auflage
Titel: Rechts unter der Glockenkurve -- Einführung in den Intelligenzbegriff
Autor: Manuel Rodriguez
Datum: 20. Jan 2011
Version: 2
Lizenz: Creative Commons
Gegenüber der 1. Auflage (Version 1) habe ich den Umfang des Manuskriptes stärk erhöht.
Waren es vormals 35 Seiten sind es jetzt über 60 eng beschriebene Seiten. Besonderen Wert
habe ich auf die Quellenrecherche gelegt: es sind viele Dissertationen hinzugekommen.
Bewusst habe ich nur online zugängliches Material in das Literaturverzeichnis aufgenommen.
So ist es mit einem Mausklick möglich, das gewünschte Werk im Volltext aufzurufen (ohne
nervige Fernleihe).
Diese Auflage möchte ich Alizee widmen, dem schärfsten cute-girl auf dem Planeten.
* 2: Einleitung
Ich bin etwas verwirrt, was den Intelligenzbegriff betrifft. Auslöser war vermutlich das
Hörbuch "The bell curve" [5]. Dort wird ein Zusammenhang zwischen Intelligenz, Sozialstatus
und Rasse beschrieben. Nach meinen Recherchen ist dieses Buch im Jahr 1994 erschienen. Nur
16 Jahre später hat die Diskussion auch Deutschland erreicht und Sarrazin veröffentlichte
ein ähnliches Buch im Jahr 2010 [2]. Der Tenor ist der gleiche. Es geht um eine Soziologie
des Hasses, gerichtet gegen Außenseiter/Andersdenkende.
* 3: Was ist Wahrheit?
Eine wissenschaftliche Theorie versucht die Wirklichkeit zu beschreiben. Im Unterschied zum
Glauben besteht der Vorteil darin, dass man die Zukunft vorhersagen kann. Beispielsweise
gibt es eine physikalische Theorie über die Kraft (Kraft = Masse x Beschleunigung). Mit
dieser Zauberformel kann man den Ausgang eines Schülerexperiemnts vorhersagen. Der
Versuchsleiter hält einen Stein in die Luft und läßt ihn fallen. Was passieren wird, kann
man ausrechnen ohne den Stein loslassen zu müssen. Die Kenntnis der Formel erlaubt eine
Vorhersage, die Unkenntnis erzeugt Überraschung.
So gibt es keine richtigen oder falschen wissenschaftlichen Theorien, sondern nur gute und
schlechte. Wobei erstere eine Prognose über zukünftiges Verhalten von Steinen, vom Wetter,
von Krankheiten oder von Menschen treffen können.
Auch die Soziologie erhebt den Anspruch der Wissenschaftlichkeit und entwickelte eine ganze
Reihe von Theorien. Beispielsweise gibt es von Jeremy Rifkin die Theorie, dass der
Gesellschaft die Arbeit ausgeht [7]. Er stellt die Behauptung auf, dass durch den Einsatz
von Maschinen immer weniger Arbeitskräfte benötigt werden. Der Produktivitätsanstieg (so
Rifkin) führt zu Massenarbeitslosigkeit.
Diese Theorie macht eine klare Aussage über die Zukunft (Arbeitslosigkeit wird steigen),
deshalb erfüllt sie den Anspruch der Wissenschaft. Rifkin hat Recht, wenn die
Arbeitslosenzahlen weiter ansteigen. Wenn in Zukunft jedoch die Arbeitslosigkeit sinkt dann
hat Rifkin Unrecht; seine Theorie wäre widerlegt.
* 3.1: Prognose von Berufserfolg durch IQ
In der deutschsprachigen Literatur gibt es jede Menge Aufsätze über die Validität von
Intelligenztests zur Personalauswahl. Beispielsweise möchte ich die Arbeit von [3]
aufgreifen. Darin wird (in Anlehnung an die Untersuchung von Schmidt/Hunter 1998) die
Prognostizierbarkeit von Berufserfolg postuliert. Vereinfacht ausgesagt: am besten nur
Leute mit IQ 130 als Manager einstellen, dann läuft alles bestens im Unternehmen. Im
Gegensatz zu [1] geht es der Autorin Mühr nicht darum, eine Gesellschaftsordnung mit
genetischen Unterschieden zu erklären sondern es zählt lediglich die Vorhersage von
Berufserfolg.
Das es einen Zusammenhang zwischen IQ-Wert und Berufserfolg gibt, ist natürlich nur eine
Theorie. Sie ist umso wahrer, je besser damit der Werdegang von Personen vorhergesagt
werden kann. Soetwas ist ganz bestimmt nicht rassistisch oder rechtsextrem. Es ist maximal
konservativ, wenn man nur die Personen in Führungspositionen hievt, die einen IQ von 130
haben und einen Abschluss an einer Universität. Und genau nach diesen Richtwerten wird die
Personalauswahl in Großkonzernen und bei der Bundeswehr getroffen.
Wenn ein Unternehmen für einen neuen Mitarbeiter 100000 EUR im Jahr zahlt, dann will es
dafür eine Gegenleistung. Und wenn es einen Manager mit IQ=130, mehrsprachig und
Uniabschluss bekommen kann, warum sollte das Unternehmen dann ein Risiko eingehen und einen
Bewerber mit IQ=100, einsprachig und Hauptschulabschluss
einstellen? Der IQ-Test dient als Qualitätskontrolle für Menschen. Es ist ein
Bewertungsmaßstab für Human Capital. Wobei in der Zahl IQ=130 nicht nur Leistung zum
Ausdruck kommt, sondern zugleich auch die Bereitschaft sich anzustrengen. Leute, die mit
einer negativ-pessimistischen-Grundhaltung an einen Test herangehen
(Hauptschüler/Sonderschüler etc) werden ganz sicher keine hohe Punktzahl erreichen. So ist
der IQ-Wert ein Messinstrument für Leistung (d.h. Können), Wollen (d.h. Motivation) und
Gewohnheit gleichermaßen. Gemessen wird hauptsächlich wie sehr der Kandidat die Stelle
tatsächlich will. Wer nur einen Wert von IQ=100 erreicht will nicht wirklich etwas leisten.
Wenn es ihm ernst wäre, dann hätte er sich besser vorbereitet, hätte sich mehr angestrengt
und nicht soviel Gras geraucht.
So gibt es nichts daran auszusetzen, den IQ-Test als Schätzer für beruflichen Erfolg zu
verwenden. Interessant wird es jedoch, wenn Personen aussortiert werden, weil ihr IQ zu
niedrig sei. Konkret heißt die Absage: "Wir können sie leider nicht einstellen, weil ihr IQ
nur 100 beträgt." Oder "Wir können sie leider nicht einstellen, weil sie aus der
Unterschicht kommen." (Oha, das klingt schon nach Diskriminierung). Richtig krass wird es,
wenn die Absage lautet "Wir können sie leider nicht einstellen, weil sie ein Ausländer sind
und ihre Hautfarbe zu dunkel ist". (Das ist Rassismus in Reinform). Merke: positive
Selektion ist ok, sobald man jedoch die Ablehnung mit genetischen Eigenschaften deklariert
wird es eine Hass-Botschaft.
Diese merkwürdige Doppelmoral hat zur Folge, dass in den Großkonzernen dieser Welt
ausschließlich hochbegabte weiße Männer arbeiten, jedoch das Gegenteil (dunkelhäutige
Frauen mit niedrigen IQ-Werten) nie der Ablehungsgrund waren. Die wahren Gründen für eine
Nichteinstellung werden wegen Political Correctness nicht offen ausgesprochen.
* 3.1.1: Randomwalk beim Intelligenzquotienten
Nach dem klassischen Intelligenzbegriff werden Personen in eine Intelligenzklasse
einsortiert um dadurch eine Prognose über zukünftiges Verhalten zu erstellen. Es gibt dabei
vier Klassen:
1. Dumm -- diese werden später mal Straßenfeger oder Schwerstalkoholiker
2. Normal -- diese werden später mal Angestellte
3. Intelligent -- diese werde später mal Manager
4. Extrem intelligent -- diese werden später mal Nobelpreisträger
Nun scheinen sich in dieser Sichtweise nahezu alle Psychologen einig zu sein. So daß eine
Kritik am Intelligenzbegriff aussichtslos erscheint. Und doch bleiben leise Zweifel, dass
diese Vorstellung von Intelligenz hoffnungslos veraltet wirkt. Ohne genau benennen zu
können, was veraltet erscheint würde ich den klassischen Intelligenzbegriff in das Jahr
1920'er einordnen. Heute haben wir jedoch 2010; und mittlerweile ist die
Intelligenzforschung wesentlich weiter.
Der Bedarf nach einer sicheren Prognose ist immens hoch. Wer heute schon sagen kann, was
die Zukunft bringen wird, der ist offensichtlich im Besitz einer überlegenen Theorie. Er
kann dadurch bessere Entscheidungen treffen. Und wenn eine Gesellschaft entscheiden soll,
welchen Kinder sie das Studium finanziert, dann wäre es äußerst hilfreich bereits heute zu
wissen, wer in Zukunft mal den Nobelpreis gewinnt. Dann könnte man bereits im Kindergarten
die künftigen Nobelpreisträger eines Landes herausfiltern und sie mit Bodyguards, LuxusSpielzeug und Bio-Essen besonders unterstützen.
Hätte man damals beim kleinen Albert Einstein bereits im Kindergarten gewusst "Ja, der wird
mal die Physik revolutionieren", dann hätte man ihn viel früher fördern können. Er hätte
ein Stipendium bekommen können, einen Privatlehrer und erstklassige Ernährung. Heute muss
man sich Vorwürfe machen: zu welchen Leistungen wäre Einstein fähig gewesen, hätte er eine
frühzeitige Förderung erhalten? Vielleicht hätte er schon viel früher vor der Atombombe
gewarnt, oder hätte gar die einheitliche Feldtheorie erfunden? Wer weiß das schon.
Die Prognose von menschlichen Genies ist jedoch nicht das einzige Problemfeld wo es auf die
Vorhersagbarkeit von zukünftigem Verhalten ankommt. An dieser Stelle komme ich zum
eigentlichen Thema dieses Kapitels: der Anwendung der Effizienz-Markt-Hypothese auf den
Intelligenzquotienten. Dazu ein kleiner Exkurs in die Entwicklung der Random-Walk-Theory.
Um das Jahr 1900 herum gab es bereits eine entwickelte Aktienkultur. Mitsamt den heute für
modern gehaltenen Börsentickern, Anzeigetafeln, Börsen und dazugehörigen Börsenhändlern.
Damals war es unglaublich wichtig die richtigen Investionsentscheidungen zu treffen. D.h.
den zukünftigen Erfolg einer Unternehmung richtig prognostizieren zu können. Es gab sogar
Wahrsager, die für eine Aktiengesellschaft das Horoskop erstellt haben. Und das durchaus
mit Erfolg...
Irgendwann hat jedoch die Wirtschaftswissenschaft das Gebiet der Börsenprognose näher
beleuchtet. Es wurde wissenschaftlich untersucht, ob und wie man den Kurs von Aktien
prognostizieren könne. Das Ziel bestand darin, die künftigen Outperformer zu identifizieren
um dort sein Geld zu investieren. Die Rendite einer Aktie ist vergleichbar mit dem IQ eines
Menschen: hohe Rendite ist gut, niedrige Rendite ist schlecht.
Eine Zahl von 5% Eigenkapitalrendite sagt vielleicht alleine nichts aus. Wenn aber der
Gesamtmarkt nur 3% Eigenkapitalrendite im Durchschnitt hat, dann ist 5%
überdurchschnittlich gut und eine klare Kaufempfehlung. Eine beliebte Anlagestrategie ist
es daher, die Gewinneraktien der Vergangenheit zu ermitteln und in diese dann sein Geld zu
investieren (Top Dogs Strategie).
Ungefähr diese Strategie wird auch bei heutigen Intelligenztests für Menschen angewendet.
Den jahrgangsbesten Schülern (10%) gebe ich ein Stipendium und unterstütze damit die
Gewinner. In der Hoffnung, dass diese Gruppe auch nächstes Jahr wieder zu den besten
gehört. Nun steht in dem Prospekt über Aktienfonds unten im Kleingedruckten, dass Erfolge
der Vergangenheit keine Garantie für zukünftige Renditen sind. Und das aus gutem Grund.
Langfristig ist die Top Dogs Strategie eine schlechte Wahl. Das wurde durch die Efficient
Market Hypothesis eindrucksvoll bestätigt.
Diese besagt, dass sämtliche vorhandenen Informationen bereits im Kurs einer Aktie
vorhanden sind und der Kurs erst durch zukünftige (heute unbekannte) Informationen
beeinflusst wird. In die Populärliteratur ist das Sinnbild mit dem dartspielenden Affen
eingegangen. Bei diesem fiktiven Experiment entscheidet ein Affe per Zufallsgenerator
welche Aktien gekauft werden sollen, und erreicht damit bessere Ergebnisse als ein HarvardAbsolvent.
Vielleicht ein praktisches Beispiel aus der Schule für Random-Walks: Peter ist ein
schüchterner Junge, er hatte im letzten Zeugnis lauter Einsen, und ist Gewinner der
Mathematik-Olympiade (Kreismeisterschaft). Ein offizieller IQ-Test ergab bei ihm einen
Punktwert von 135. Als Skala wurde eine Standardabweichung von 15 gewählt. Damit ist Peter
hochbegabt. Auch ist er bei seinen Mitschülern sehr beliebt.
In der Aktiensprache würde man sagen: Peter ist ein Outperformer, eine Aktie die sich
besser entwickelt als der Gesamtmarkt.
Wegen seiner überaus positiven Leistungen erhält Peter von einer Stiftung ein Stipendium.
Die Geldgeber betrachten seine Förderung als Investition in die Zukunft. Peter ist für sie
ein Anlageobjekt. Nun wird Peter sehr genau beobachtet. Die Geldgeber erwarten einen Return
on Investment. Nur leider beginnt das nächste Schuljahr für Peter unglücklich. Auf dem Weg
von der Schule nach Hause wird er in einen Verkehrsunfall verwickelt und muss daraufhin 2
Wochen im Krankenhaus liegen. Als er wieder entlassen wird, hat er sich verändert. Aus dem
leistungsbereiten Jungen ist ein depressiver Stinkstiefel geworden. Seine Leistungen in der
Schule werden schlechter, er hat an Freundschaften kein Interesse mehr und auf Mathematik
hat er auch keine Lust mehr. Stattdessen beginnt Peter mit dem Rauchen und verschläft
häufig. Der jährliche IQ-Test erbringt nur noch einen Wert von 110. Allenfalls Mittelfeld,
ober nicht mehr Hochbegabt. Dafür ist Jan (ein Klassenkamerad von Peter) plötzlich
aufgestiegen, er ist der neue Mathestar.
Für die Stiftung war die Investion in Peter ein finanzielles Desaster. Ihr sicher
geglaubtes Geld ist weg, es war eine komplette Fehlinvestition. Hätten sie hingegen Jan das
Stipendium gewährt, wäre der Erfolg gewiss. Aber leider war vor einem Jahr noch nicht
abzusehen, dass sich Jan so gut entwickeln würde. Er hatte einen überraschenden
Wachstumsschub hingelegt.
Leider gibt es in der Realität keine flächendeckenden Intelligenztests um diese
Zusammenhänge näher zu beleuchten. So hat sich dann auf diesem Gebiet ein Aberglauben der
Vorhersagbar halten können. Die Stiftungen für Hochbegabte glauben immernoch, sie könnten
bereits vorher sagen wer nächstes Jahr die beste Leistung erbringt. Dabei verläuft der
Intelligenzquotient doch einem Random-Walk. Die Punktzahl gibt ausgezeichnet das aktuelle
Leistungsvermögen wieder, versagt aber wenn es um eine Prognose geht. Ein Wert von 130
Punkten garantiert keineswegs lebenslangen Erfolg.
Ähnlich wie auf Aktienmärkten ergibt der Intelligenzquotient lediglich den Rang innerhalb
des Gesamtmarktes. Wenn sich der Markt ändert, dann ändern sich auch die Intelligenzwerte.
Beispielsweise reicht es aus, dass 9 von 10 Aktien plötzlich Verluste machen um die eine
übriggebliebene Aktie zum neuen Sieger werden zu lassen. Und ebenso reicht es aus, wenn 9
von 10 Schüler plötzlich leistungsmäßig absacken damit der übriggebliebene zum Genie
erklärt wird. Seine Leistung hat er jedoch nicht verbessert, sondern entwickelte sich nur
besser als der Gesamtmarkt.
Es hat sich im Laufe der wissenschaftlichen Untersuchungen herausgestellt, dass der Markt
besser als jeder andere eine Aktie bewerten könne. Wenn laut Angebot und Nachfrage für die
Aktie von General Electric ein Kurs von 135 Dollar je Stück gezahlt, dann ist die Aktie
genau diesen Preis auch wert. Es gibt sicherlich einige Analysten, die die Aktie zu hoch
bewertet sehen; diese Eigenbrödler sehen General Electric bei 100 Dollar fair bewertet. Und
das dürfen sie auch. Nur besagt die Random-Walk-Theory dass sie unrecht haben, der aktuelle
Kurs ist immer die fairste Bewertung für ein Unternehmen.
Und ähnliches gilt auch für Intelligenztest. Wenn eine komplette Schulklasse getestet wird
und Jan 135 IQ-Punkte erreicht, dann wurde er fair bewertet. Klar, es gibt vielleicht
Skeptiker die die Validität des IQ-Testes anzweifeln und damit dem Markt mißtrauen. Sie
würden Jan höchstens auf 100 IQ-Punkte schätzen. Aber leider hat der Markt immer recht. Die
135 Punkte kamen durch eine Gesamteinschätzung aller Schüler zustande, Jan hat einen hohen
Rang erreicht.
Leider verrät IQ-Test nicht, ob Jan auch nächstes Jahr wieder ein Genie sein wird. Denn die
Zukunft ist zufällig. Es kann bis dahin noch jede Menge passieren, Jan könnte
beispielsweise den Erfolg genießen und alles daran setzen dass er erhalten bleibt. Er
könnte auch einfach Glück haben und dadurch seine Leistung konstant hoch halten. Um
mathematisch sicher eine Prognose abgeben zu können, kann der zukünftige Wert von Jan nur
geschätzt werden. Der Erwartungswert für den zukünftigen Erfolg ist 135 mit einer
Standardabweichung entsprechend des Risikos. Aus diesen Werte kann aber nicht abgeleitet
werden, dass Jan wieder den Wert 135 erreicht. Sondern es kann maximal der Wetteinsatz
bestimmt werden. Daran sind Buchmacher besonders interessiert.
Ich hatte schon das Beispiel mit den Pferdewetten erwähnt und will es auch diesmal wieder
bemühen. Die Buchmacher auf der Rennbahn wissen auch nicht, wer das Rennen gewinnen wird.
Bei 10 Pferden gibt es vielleicht ein/zwei Favoriten. Aber trotzdem bleibt das Ergebnis
ungewiss. Der Ausgang eines Pferderennens ist zufallsverteilt. Sonst gäbe es keine Spannung
mehr, niemand würde sich ein Rennen anschauen wenn der Sieger bereits vorher feststeht. Das
bedeutet, auch die Buchmacher wissen nicht wer gewinnt. Und sie würden auch nicht auf die
Favoriten setzen. Stattdessen begleiten sie das Pferderennen auf einer Metaebene. Sie
verteilen das Geld entsprechend der Wettquoten und streichen eine saftige Provision ein.
Wohl wissend, dass sie bei jedem Ausgang gewinnen. Egal ob der Favorit ins Ziel läuft oder
ein Außenseiter.
Nur Glückspieler sind so dumm, auf ein bestimmtes Pferd zu setzen. In der Hoffnung besser
als alle anderen die Pferde und die Rennbahn zu kennen. Erst wenn das Rennen vorbei ist und
die Pferdchen vor Schweiß triefend eine Ehrenrunde drehen kann der Sieger bestimmt werden.
In meinem Beispiel war es der Favorit, Pferd 3 (aber das nur am Rande).
Der Illusion, dass man den Markt für intelligentes Verhalten vorhersagen könne, ist typisch
für die Psychologie. Sie hat die Lehren aus der Efficient Market Hypothesis bis heute nicht
verstanden und versucht sich in der Prognose von Zufallsereignissen. Ähnlich wie die
Kesselgucker glaubt sie ein todsicheres System zu besitzen und wähnt sich im Irrglauben den
zukünftigen Erfolg bereits heute vorhersagen zu können.
Es mag verführerisch klingen, ein Top-Arbeitnehmer mit einem Jahresgehalt von 100000 EUR zu
bescheinigen, dass er auch in Zukunft dieses Jahresgehalt verdienen wird. Es ist aber nur
eine weitere Variante der Idee, dass man den Markt schlagen können. Wenn man einen Bewerber
nur gründlich genug analysiert, möglichst mit IQ-Test, komplizierten Charts und so weiter,
dann ist die Auswahl kein Glückstreffer mehr -- so die Ideologie der
Personalverantwortlichen. Dabei gibt es keine mathematisch fundierte Möglichkeit
vorherzusagen, wie sich ein Kandidat entwickelt. Wie sich der Gesamtmarkt entwickelt;
darauf hat niemand einen Einfluss.
Intelligenztests und Assessment-Center sollen das Risiko eines Unternehmens vermindern.
Konkret das Risiko den falschen Kandidaten die Führung eines Unternehmens anzuvertrauen.
Diese Bedürfnis ist identisch mit dem Bedürfnis von Anlegern die richtigen Aktien zu kaufen
(und nicht etwa ein Looser-Unternehmen ohne Erfolgsaussichten). Das Gesamtmarktrisiko läßt
sich jedoch nicht eliminieren. Jede Messung eines Menschen kann immer nur relativ zu
anderen Menschen erfolgen. Am Ende beurteilt der Markt sehr effizient.
Ich will damit sagen, dass der IQ-Test eine objektive Marktbeurteilung darstellt. Ein
Mensch hat genau den Wert, den er im Test erreicht. Daraus irgendwelche Rückschlüsse auf
die Zukunft zu fällen ist jedoch nicht möglich. Es gibt Menschen, die seit 20 Jahres jedes
Jahr einen IQ-Wert von 135 haben. Es gibt aber auch Fälle, wo die Ergebnisse stark
schwanken. Die Auswahl von Bewerbern könnte man demnach einem dartspielenden Affen
überlassen. Die Trefferquote wäre ähnlich hoch.
* 3.1.2: Risikoabschätzung
Nicht alle Anlageklassen sind gleich; sie unterscheiden sich in ihrer Volatilität.
Beispielsweise ist Gold ein äußerst volatiles Investment, der Preis schwankt bis zu 30% um
seinen Mittelwert. Hingegen sind Bundesanleihen vergleichsweise mit wenig Risiko belastet,
deren Preis schwankt um 1%.
Der Preis eines Menschen ist sein Lohn auf dem Arbeitsmarkt. Beispielsweise bekommt ein
Topmanager im Jahr 100000 EUR ausgezahlt. Diese Zahl sagt alleine jedoch wenig,
entscheidend ist die Schwankung in der Vergangenheit. Dazu eine Tabelle:
--------------------------------Jahr Manager1 Manager2 Sieger
--------------------------------1990 100
50
1
1991 101
100
1
1992 102
70
1
1993 103
130
2
1994 102
80
1
1995 103
150
2
--------------------------------Das Risiko bei Manager2 ist größer, sein Jahresverdient unterliegt starken Schwankungen.
Eine Prognose für künftigen Verdienst ist deshalb ungenauer. Er wird in 1996 vermutlich ein
Gehalt zwischen 80-130 haben. Manager1 hingegen wird 1996 ein Gehalt von 102-104 haben.
Interessiert nicht allein das Jahresgehalt, sondern wer der bessere Manager ist dann ist
die Spalte "Sieger" relevant. Dort steht der Manager mit dem höheren Gehalt. Weil im Jahr
1990 das Jahresgehalt 100 höher als 50 ist, war Manager1 der Sieger.
Psychologen mit dem festen Glauben an den IQ-Test würden auch in Zukunft auf Manager1
setzen. Immerhin konnte er in vier von sechs Jahren seine Überlegenheit demonstrieren. Da
wird er auch in Zukunft Platz 1 haben. So der Irrglaube. Mathematisch ist das jedoch nicht
fundiert, es ist vielmehr ein Märchen. Echte Mathematiker berechnen die Siegchancen
gänzlich über einen Totalisator. Und das geht so:
Die obige Tabelle wird öffentlich ausgehangen, so haben alle Wetter die gleichen
Informationen. Dann werden die Einsätze notiert:
------------------------Kandidat Einsatz Quote
------------------------Manager1 200
1:1,25
Manager2
50
1:5
Summe
250
------------------------Nach dieser Tabelle hat die Mehrheit der Glückspieler so gewettet wie man es von dummen
Anfängern erwartet. Sie räumen dem Manager1 eine höhere Qualifikation ein und setzen
insgesamt 200$ auf ihn. Nur eine Minderheit wettet auf Manager2. In der Summe wurden 250$
gewettet. Daraus berechnet der Buchmacher jetzt die Wettquote (ohne Provision). Die Quote
1:5 berechnet sich aus 250/5=5. Gewinnt jetzt Manager2, dann erhalten die Wetter das
fünffache ihres Einsatzes ausgezahlt. Verliert er, dann wird nichts ausgezahlt. Die
Wettquote errechnet sich ausschließlich aus den Einsätzen und nicht aus den tatsächlichen
Siegchancen.
Klar, eine Wettquote von 1:1,25 bedeutet, dass höchstwahrscheinlich Manager1 im Jahr 1996
ein höheres Gehalt haben wird (also mehr wert ist). Und deshalb betrachten viele ihn auch
als sicheren Tipp. Allerdings ist der echte Ausgang des Wettbewerbs völlig offen. Selbst
der Buchmacher weiß vorher nicht, wer gewinnen wird. Die tatsächliche Chance für jede ist
50%.
Mit all diesen Tabellen und Erklärungen bleibt große Ungewissheit zurück. Ich als
Personalverantwirtlicher stehe jetzt gut informiert vor einer Entscheidung: welchen
Kandidaten soll ich für mein Unternehmen auswählen, Manager1 oder Manager2. Wenn ich
Manager1 auswähle muss ich Manager2 eine Absage schreiben und umgekehrt. Die mathematisch
richtige Entscheidung wäre es, niemanden einzustellen. Denn es ist nicht klar, welcher
besser ist. Stattdessen würde es sich anbieten, Buchmacher zu werden. Und ohne Risiko Geld
zu verdienen.
Der gesamtgesellschaftliche Buchmacher für die Wetten auf Führungskräfte ist der Staat. Er
gewinnt immer. Selbst wenn ein Unternehmen auf den falschen Kandidaten setzt, wird das
Unternehmen Steuern zahlen müssen. Und egal ob Manager1 oder Manager2 eingestellt wird,
einer von beiden wird in die Arbeitslosenversicherung einzahlen und damit seinen nichtgewählten Gegenkandidaten finanziell unterstützen.
Auf den Intelligenztest übertragen bedeutet diese Einsicht: Wer nächstes Jahr den
Intelligenztest gewinnen wird oder wer extrem schlecht abschneidet ist heute noch ungewiss.
Eines ist sicher: es wird Sieger und Verlierer geben. Und Wetten werden gerne angenommen.
Ich selbst weiß genug über Markteffizienz und Wettquoten selber auf niemanden zu setzen.
Auch nicht auf die Favoriten aus der Oberschicht mit perfekten Deutschkenntnissen. Ihr
Erfolg aus der Vergangenheit ist kein Garant für künftigen Erfolg. Mathematisch sicher ist
nur, daß jeder Schüler die gleiche Chance hat auf einen Spitzenplatz. Die
Wahrscheinlichkeit in einem IQ-Test auf Rang1 abzuschneiden liegt bei 20 Schülern für jeden
bei 1/20=5%. Und die Wahrscheinlichkeit unter den 3 Besten zu sein, liegt bei 3/20=15%. Ob
Peter, Jan oder sonstwer dazugehört ist heute noch völlig unklar. Auf dem Roulette-Tisch
sind alle Menschen gleich.
An der realen Einkommensverteilung wird dieser stochastische Prozess deutlich: zu 80%
bleiben die Leute in ihrer angestammten Gehaltsklasse und lediglich 20% der Menschen
wandern auf oder ab. Wenn ich jedoch eine Einzelperson, z.B. Jan herausnehme, dann ist es
völlig ungewiss oder er nächstes Jahr:
a) das gleiche verdient
b) weniger verdient
c) mehr verdient
Der Parameter "Einkommen im nächsten Jahr" ist zufallsverteilt. Es gibt einen
Erwartungswert und eine Standardabweichung. Aber der Ausgang ist offen. Jeder der 80 Mio
Einwohner Deutschlands hat nächstes Jahr die selbe Chance Einkommensmillionär zu werden. Ob
es so wie all die Jahre zuvor wieder die Brüder Albrecht (Besitzer von Aldi) sein werden
ist völlig ungewiss. Ich würde jedenfalls darauf nicht wetten, bin aber bereit als
Totalisator hohe Wetteinsätze anzunehmen und die Wettquoten ordentlich auszurechnen.
Oftmals wird in den Sozialwissenschaften sehr merkwürdig argumentiert, dass nämlich die
Durchlässigkeit des Bildungssystems zu gering sei. Dass die Gewinner von gestern
automatisch die Gewinner von morgen seien. Nach dieser Idee wäre es schon ausgemachte
Sache, dass nächstes Jahr die Brüder Albrecht wieder Einkommensmillionär wären. Sie hätten
eine größere Chance auf Sieg als alle anderen. Tatsache ist jedoch, dass wegen der RandomWalk-Theorie jeder Mensch die gleiche Chance hat, richtig viel Geld zu verdienen. Der
Ausgang ist zufallsgesteuert und nicht vorhersagbar.
Der Beweis ist simpel: noch nie hat ein Buchmacher pleite gemacht. Das Kasino gewinnt
immer. Es gibt nur jede Menge an Glückspielern, die ihr ganzes Hab und Gut verwettet haben
in der irrigen Annahme, dass sie im Besitz eines Wettsystems wären. Und wer weiß, bis
nächstes Jahr kann noch viel passieren: vielleicht wird wegen des Dioxins-Skandal das
Unternehmen Aldi bankrott gehen oder die Inhaber begehen überraschend Selbstmord. Und schon
wäre der sicher geglaubte Sieg plötzlich dahin, der Zufall kann brutal sein.
* 3.1.3: Glück im IQ-Test
Die meisten Menschen würden vermutlich verneinen, dass der IQ-Test ein Glücksspiel sei.
Immerhin hat das Ankreuzen von richtigen oder falschen Antworten etwas mit Können, Übung
und vielleicht auch Intelligenz zu tun. Das mag auf den einzelnen auch zutreffen. Wenn er
sich nicht ordentlich anstellt, wird er keine Aufgabe richtig lösen.
Betrachtet man jedoch das Abschneiden von allen Teilnehmern dann ist der Ausgang eines IQExperimentes ein stochastischer Prozess. Die Zuordnung zwischen einer Einzelperson und dem
erreichten IQ-Wert ist dem Zufall unterworfen. Die Rangfolge der Personen ist vor dem Test
noch unklar. Genau deshalb wird der IQ-Test ja durchgeführt, um Klarheit zu erhalten. Und
genau deshalb wird bei Roulette die Kugel in den Kessel entlassen -- um einen Sieger zu
ermitteln.
Erst nach Abschluss des IQ-Testes, erst wenn alle Fragebögen ausgewertet sind -- erst dann
kann ein Sieger und eine Rangfolge bestimmt werden. Platz 1 geht vielleicht an Jan mit 134
IQ-Punkten; herzlichen Glückwunsch. Die nachfolgenden Ränge verteilen sich gleichmäßig über
die Teilnehmer.
Es gibt Parallelen zu einem Schachturnier. Angetreten sind jede Menge Superheros, alle
davon überzeugt die besten Spieler zu sein. Die Rangfolge entsprechend den ELO-Punkte ist
jedoch niemandem bekannt. Es herrscht große Unsicherheit wer den nun der beste
Schachspieler in diesem Jahr ist. Klar, der Sieger des letzten Jahres tritt sehr
selbstbewusst auf. Er übt sich in Gelassenheit. Jedoch sind seine Herausforderer besonders
aggressiv, sie haben den unbedingten Willen zum Sieg. Gäbe es eine Möglichkeit, bereits vor
dem eigentlichen Schachspiel den Sieger zu ermitteln, könnte man unendlich reich werden.
Man bräuchte nur auf den Sieger zu wetten und würde nie verlieren. Diese Möglichkeit gibt
es jedoch nicht. Eine sichere Wette ist nur ein Wunsch. Sicher ist nur, daß jeder
Schachspieler die gleiche Siegchance hat. Sie steigt, wenn weniger Konkurrenz auf dem Platz
ist. Das bedeutet: in der ersten Runde sind 100 Schachspieler da, jeder hat eine Siegchance
von 1%. Schon in der zweiten Runde sind nur noch 20 Schachspieler da, jeder hat eine Chance
von 5% auf Sieg. Und dann in der letzten Runde gibt es das große Finale: 2 Schachspieler
sitzen sich am Brett gegenüber. Einer Weiß, und einer Schwarz. Jeder hat eine Gewinnchance
von 50%.
Man könnte natürlich im Finale die Siegchance von Spieler 1 massiv steigern, indem man ihm
einen Vorsprung gibt. Beispielsweise könnte er mit 2 Damen auf dem Brett starten. Er hätte
dann einen Figurenvorteil.
Auf den Intelligenztest übertragen, könnte man dort ebenfalls schummeln. Beispielsweise
indem man Jan vor dem Test bereits die Lösung zukommen läßt. Er würde dann einfach
entsprechend der Komplettlösung ankreuzen und wäre der sichere Sieger. Soetwas bezeichnet
man als Betrug, das ist ein unfairer Vorteil gegenüber den anderen.
Einfach nur besser sein im IQ-Test ist jedoch kein Betrug. In jedem guten Spiel gibt es
einen Gewinner, das gehört dazu. Und ein Wettbewerb über die kognitive Leistungsfähigkeit
von Menschen ist ein gutes Spiel. Es macht sehr viel Spaß anderen dabei zuzusehen, wie sie
schwitzend Zahlenreihen vervollständigen, Oberbegriffe finden und nach dem Test heulend
zusammenbrechen weil sie ihren eigenen Anforderungen nicht gerecht wurden.
Jedes Mal wenn eine Schulklasse zu einem IQ-Test gerufen wird, ist es unglaublich spannend
auf den Sieger zu wetten. Meist kann ich dem Reiz nicht widerstehen und setze wieder
besseren Wissens ein wenig meines sauer ersparten Geldes. Meist natürlich auf den
Favoriten. Manchmal wette ich aber auch auf Außenseiter, weil dort die Wettquote höhere
Erträge verspricht. Auf diese Weise habe ich schon viel Geld verdient. Erst neulich kann
ich von einem IQ-Test berichten, wo ich auf einen Schüler namens Robert gewettet habe. Ich
wusste, er hatte sich gut auf den Test vorbereitet und war wirklich motiviert. Er gehörte
nicht zur Elite, hatte aber den Willen dorthin aufzusteigen -- das gefiel mir. Ich setzte
daher 10$ auf Robert und freute mich, als er den IQ-Test auf Rang1 gewann. Sein IQ-Wert
wurde mit 130 taxiert: viel höher als die meisten ihm zugetraut hätten. Auf Robert haben
nur wenig gesetzt, seine Wettquote lag bei 1:4; d.h. ich erhielt 40$ vom Buchmacher
ausgezahlt.
Ist jetzt Robert ein Genie? Mit Sicherheit, immerhin hat sich meine Investition rentiert.
Er gehört jetzt zu den Hochbegabten. Vielleicht glaubt er tatsächlich zu höherem berufen zu
sein, vielleicht steigt durch den Sieg sein Selbstbewusstsein an. Endlich hat er das
erreicht, was er sich immer gewünscht hatte: Erfolg zu haben. Auch ich habe mich von seinem
Erfolg anstecken lassen...
Der Test wurde im Anschluss wiederholt, einige der Schüler hatten sich beschwert. Sie haben
ihre Niederlage nicht akzeptiert und forderten eine Testwiederholung. Es wurden eilig neue
Fragen ausgewählt und wieder haben alle ihre Einsätze platziert. Logischerweise habe ich
wieder auf Robert gesetzt. Diesmal war seine Quote schon bei 1:2. Es scheint sich
herumgesprochen zu haben, dass Robert hochbegabt ist. Doch diesmal hatte ich leider Pech,
ich verlor meinen Einsatz und Robert erreichte nur Rang4. Das entspricht einem IQ-Wert von
115. Nur gut, nicht mehr hochbegabt. Soviel zur Wiederholbarkeit von IQ-Tests.
Ich stellte Robert zur Rede: "Warum hast du dich nicht mehr angestrengt?" wollte ich
wissen. Von meinem Verlust sagte ich nichts. Er lächelte nur müde und erklärte kleinlaut,
dass er beim zweiten Mal unkonzentriert gewesen sei. Ja, und dann sei auf einmal die Zeit
auch vorbei gewesen und er hätte nicht alle Frage beantworten können. Beim nächsten Mal,
würde er bestimmt wieder Sieger werden -- so versprach er mir wenigstens. 'Ja nächstes
Mal', dass half mir nur wenig. Denn mein Geld ist weg. Ich hätte nach dem ersten Treffer
weggehen sollen und wäre dann Gewinner geblieben. Jetzt ärgerte ich mich über meinen
Verlust wie auch das schlechte Abschneiden von Robert gleichermaßen.
* 3.1.4: Wiederholbarkeit von Intelligenztests
Intelligenztests sind nicht wiederholbar. Bei jedem Experiment kommt es zu einer anderen
Verteilung der Ränge. Der Gewinner von Test1 ist nicht zwangsläufig der Gewinner von Test2.
Wären IQ-Tests wiederholbar, bräuchte man lediglich einen Test im Leben machen (gleich im
Krankenhaus nach der Geburt). Die dort ermittelte Zahl hätte dann ein Leben lang
Gültigkeit. In jedem Test (egal ob in der Schule, im Studium, bei der Bundeswehr oder bei
der Bewerberauswahl) hätte man das gleiche Ergebnis wie beim allerersten Test. Dann wären
IQ-Tests komplett überflüssig.
Sind sie aber nicht. IQ-Tests werden ständig durchgeführt und zu allen Gelegenheiten. Die
meisten Menschen erhalten mehrmals in ihrem Leben die Gelegenheit sich mit anderen zu
messen und ihre Rang zu bestimmen. Die meisten machen dabei die Erfahrung, dass sie nicht
bei jedem Test den gleichen Rang haben, und dass sich in einer Testkategorie die Ränge
ändern können. Der IQ-Test ist deshalb so spannend, weil er jedesmal einen anderen Wert
angibt. Seine Aussagekraft ist eng begrenzt.
Wird ein Test fair durchgeführt, kann man ihn beliebig oft wiederholen. D.h. alle
Kandidaten müssen beim zweiten Mal die selben Fragen beantworten, die sie auch schon beim
ersten Mal hatten. Natürlich haben sie zwischendurch die Chance, ihre Fehler zu
analysieren. Weniger Fehler sind die logische Folge. Aber diesen Vorteil haben alle
Kandidaten gleichermaßen. Und trotzdem ist vor dem zweiten Durchlauf der Sieger unbekannt.
Der Ausgang des Experiments ist völlig offen, selbst wenn es wiederholt wird.
Das bedeutet, den Test kann man vielleicht wiederholen. Die Rangfolge jedoch nicht. Sie
bleibt zufällig. Demnach ist der IQ-Wert als Maßzahl für das Abschneiden in einem IQ-Test
nicht wiederholbar. Stattdessen gleicht sie einem Random-Walk; einem Münzwurf mit unklarem
Ausgang. Selbst nachdem der gleiche Test 100 mal durchgeführt wurde, kann nicht
vorhergesagt werden, welcher der Kandidaten den Rangplatz 1 erreichen wird.
Es gibt einfach zu viele Parameter, die fluktuieren können. Der einzelne Teilnehmer mag
subjektiv immer die gleiche Leistung zeigen (das liegt in seinem Einflussbereich). Auf die
Aktivitäten seiner Konkurrenten hat er jedoch keinen Einfluss. Das führt zu der paradoxen
Situation, dass jeder Teilnehmer konstant die gleiche Leistung zeigt, aber trotzdem nach
jedem Durchlauf ein anderer Sieger wird.
Die Übertragung von IQ-Werten auf das zukünftige Abschneiden in IQ-Tests hat etwas mit
einer Fehleinschätzung bezüglich der Wahrscheinlichkeit von Ereignissen zu tun.
* 3.1.4.1: Kritik
Bei Pferdewetten und bei der Weltmeisterschaften im 100m Lauf kann die Prognosequalität
drastisch erhöht werden, wenn man inhomogene Gruppen bildet. Daß man also einen alten
Ackergaul gegen ein junges Rennpferd antreten läßt. Bei jeder Wiederholung des Rennens,
wird der Ackergaul verlieren. Deshalb teilt man bei Turnieren die Kandidaten in
verschiedene Klassen ein: eine Klasse nur für Ackergäule und die Meisterklasse für
Rennpferde. So treten nur gleichstarke Pferde gegeneinander an und der Ausgang bleibt
spannend.
Aber wie soll bei Menschen eine homogene Klasse gebildet werden? Soll nach Rassen
unterschieden werden? (z.B. ein IQ-Test für Neger, einer für Asiaten und einer für
Kaukasier). Oder soll nach Alter aufgeteilt werden (einer für 1970 geborene, einer für 1971
geborene usw)? Ganz findige Detektive kommen vielleicht sogar auf die Idee, für Frauen und
Männer eine extra Klasse zu bilden; andere preferieren wiederum die Einteilung nach dem IQWert selbst: d.h. ein IQ-Test für die Unterschicht, einen für die Mittelschicht und einen
für die Oberschicht.
Das Ziel jeder Klasseneinteilung ist die Homogenität der Ergebnisse. Auf Pferde bezogen
heißt dass: unabhängig von Rasse, Geschlecht oder Alter werden die Pferde zusammen
bewertet, die ähnlich schnell die Bahn entlanglaufen können. Auf den Menschen übertragen
bedeutet dies: nur diejenigen gegeneinander antreten lassen, die ähnlich hohe IQ-Werte
haben. Eine Klasse speziell für hochbegabte IQ=130 Personen ist daher anzuraten. Nur so ist
Homogenität sichergestellt und der Ausgang des Experiments bleibt spannend.
Wie bei jedem sportlichen Wettkampf gibt es auch beim IQ-Test verschiedene Ligen. Ganz
unten natürlich die Klasse der geistig behinderten, dann kommt die Unterschicht und so geht
es hoch bis zur Spitze. Dort wird im Verein Mensa e.V. die Elite ausgebildet. Es tritt eine
homogene Gruppe der Höchstbegabten gegeneinander im Test an. Damit der Ausgang des
Experiments ungewiss bleibt, darf es keine Vermischung geben. Ein Mensa Mitglied würde
jedesmal gegen einen geistig behinderten den IQ-Test gewinnen; egal wie oft man wiederholt.
Gut abschneiden in einem Test bedeutet: "sozial erwünschtes Verhalten zeigen". In der Regel
erhalten die Gewinner eine Belohnung, z.B. ein Stipendium und die Verlierer erhalten eine
Strafe, z.B. den Aufenthalt in einer Sonderschule oder Jugendgefängnis. Was ist "sozial
erwünscht"? Das hängt ganz von der Gesellschaftsordnung ab. Im dritten Reich war
beispielsweise das Abschlachten von Kriegsgefangenen sozial erwünscht. Heute wird dieses
Verhalten sanktioniert. Allenfalls im Horrorfilm dürfen die Darsteller noch ungestraft ein
Blutbad anrichten. Zu den sozial erwünschten Fähigkeiten der Mittelschicht gehört im
Kapitalismus das Sparen. Wer sein Gehalt auf die Bank trägt wird belohnt. Weiterhin sozial
erwünscht ist pünktliches Erscheinen am Arbeitsplatz und gute Noten in der Schule. Mit
diesem Verhalten erntet eine Person in der Regel Beifall, Zustimmung und vielleicht auch
Bewunderung.
In anderen Gesellschaften wie beispielsweise bei den Indianern waren ganz andere
Eigenschaften erwünscht. Von einem Häuptling der Apachen wird etwas anderes erwartet als
von einem modernen Politiker. Erfolg hat daher nur eine lokal begrenzte Aussagekraft. Heute
würde Adolf Hitler vermutlich nicht einmal Lokalpolitiker werden können.
Besonders in Sekten und geschlossenen Gruppen gibt es eine klare Unterscheidung zwischen
"sozial erwünscht" und "verboten". Gerade ungebildete religiöse Gruppen beschränken das
Verhaltensrepertoire ihrer Mitglieder aufs schärfste. In der Extremform eines Gefängnisses
ist nur noch eine Art von Verhalten sozial erwünscht, der Gehorsam gegenüber dem Wärter. In
einer christlichen Bibelgruppe gibt es zwar keine Gehorsamspflicht, aber dafür die Norm der
Bibel. Normabweichung, d.h. sozial unerwünschtes Verhalten, wird im Extremfall mit dem Tode
bestraft.
Ganz besonders wenn keine objektiven Wissensquellen wie Bücher oder Massenmedien vorhanden
sind, sind die Mitglieder einer Gruppe auf das Urteil der anderen angewiesen. Kinder, die
noch nicht lesen können, sind komplett der Einschätzung ihrer Mütter unterworfen. Das
Aufbegehren der Jugend gegenüber den Autoritäten beginnt in der Regel mit dem
Schuleintritt, wenn sie also mit alternativen Normensystemen vertraut gemacht werden.
Auch ein IQ-Test ist so ein Normensystem über sozial erwünschtes Verhalten. Der
Versuchsleiter ist keineswegs an der objektiven Beurteilung interessiert, sondern er will
nach dem Test Lob und Tadel vergeben. Wer im Test lediglich einen IQ-Wert von 80 Punkten
erreicht, wird im Normalfall kein Lob oder Bestätigung erhalten. Vielmehr wird es im
schlimmsten Fall zu negativen Konsequenzen führen. Es gibt jedoch auch Elternhäuser, wo
wenig wert auf den IQ-Test oder Zensuren gelegt wird. Wenn der Sohn mit einem IQ-Wert von
80 nach Hause kommt, dann fragt keiner danach. Der Vater liegt besoffen auf der Couch und
die Mutter ist selber nicht so helle. Wo ist das Problem wenn der Sprößling auf die
Sonderschule muss? Immerhin ist er dann weg von der Straße.
Es gibt sogar Eltern, die bestrafen ihre Kinder wenn sie zuviele Punkte im Test erreicht
haben. "Bist jetzt ein Streber oder was?" Und schon landet die Faust in der Magengegend.
Diese Kinder sollten besser nicht zu gut abschneiden...
In der Mittelschicht hat der IQ-Test nichts von seiner Kontrollfunktion eingebüßt.
Psychologen gelten als heilig, ihr Urteil als wird nicht hinterfragt. Die Orientierung an
Leistung, Zensuren und Beurteilungen hat oberste Priorität. Nur so erlangt man Erfolg auf
dem Arbeitsmarkt. Die Norm der kognitiven Leistungsfähigkeit wird zum Gradmesser für das
Leben. Nicht ausgegrenzt zu werden hat für die Mittelschicht große Relevanz. Gerade wenn
das eigene Selbstbewusstsein nicht vorhanden ist, wird die Bewertung durch Autoritäten zum
Ersatzmaßstab für ein gelungenes Leben. Je höher der IQ, desto angepasster ist man an die
Leistungsanforderungen eines global vernetzten Wirtschaftssystems. Mittelschichten-Kinder
können es sich nicht erlauben im Leistungstest zu versagen. Es wäre gleichbedeutend mit dem
Gruppenausschluss, d.h. mit transzendenter Obdachlosigkeit.
Ein IQ-Test ist ein Gehorsams-Experiment. Wie ein trainierter Hund, der bei Kommando "Sitz"
in die Sitzposition übergeht wird demjenigen Kandidaten eine hohe Intelligenz bescheinigt,
die alle Aufgaben richtig löst. Etwas mit Absicht falsch anzukreuzen wird gleichgesetzt mit
"nicht können". Objektiv hat der Hund falsch reagiert und wird deshalb bestraft. So einfach
ist das.
Wie sehr Mittelschichten-Gruppen über Normen kontrolliert werden, zeigt sich in der
Schulpflicht. Ein durchschnittlicher Junge geht brav in die Schule. Er ist ein guter Junge
und macht große Fortschritte im Lesen. Plötzlich beschließt er jedoch, nicht mehr zu Schule
zu gehen. Nach spätestens 2 Tagen gibt es einen bösen Brief nach Hause, nach 10 Tagen
Abwesenheit kommt die Klassenlehrerin persönlich vorbei und nach 100 Tagen unentschuldigter
Abwesenheit kommt sogar die Polizei und holt den Jungen ab. Der Junge selber hat sich
während dieser Zeit kein bisschen geändert, er macht immernoch Fortschritte im Lesen und
hat die freie Zeit genutzt, bei Wikipedia etwas autonom zu lernen. Trotzdem wird er wegen
der Schulgesetze massiv sanktioniert. Er wird zum Kriminellen gestempelt ohne etwas
falsches getan zu haben. Durch das Fernbleiben von der Schule verliert er die Zustimmung
seiner Gruppe: seine Eltern sind gegen ihn, der Staat ist gegen ihn und er wird mit dem
Gesetz in Konflikt geraten. Die soziale Norm ist aktiv und wird brutal durchgesetzt.
Im Film "Napola" hat mir die Schlussszene besonders gut gefallen. Dort wird ein Verstoß
gegen die Norm thematisiert. Weil der Jungmann nicht boxen will, muss er die Elite-Schule
verlassen. Er wird von den Nazis hinausgeworfen und ist dann obdachlos. Die Strafe für
falsches Verhalten ist die Freiheit. Und die Strafe für Nicht-Bestehen von IQ-Tests ist
ebenfalls die Freiheit.
Es spielt keine Rolle, ob man mit Absicht falsche Antworten gegeben hat oder wirklich die
Antwort nicht wusste. Mit einer niedrigen IQ-Punktzahl bekommst du keinen Job, keinen
Studienplatz und keine Arbeit. Du wirst obdachlos, weil du die Normen der Gruppe verletzt.
Weil die Konsequenzen aus einem schlechten Abschneiden bei IQ-Tests dramatisch sein können,
könnte man das ganze Prozedure als sektenähnlich definieren.
Der IQ-Test erbringt ein Urteil der Gemeinschaft über den Einzelnen. Anhand dieses Urteils
werden dann Privilegien oder Strafen verteilt. Die Toleranz gegenüber schlechten
Ergebnissen ist nicht besonders weit entwickelt. Insbesondere bei staatlichen Institutionen
gibt es kein Erbarmen mit Versagern. Der Zugang zu einer Arbeitsstelle wird durch diesen
Test reglementiert. Eine Ausgrenzung findet statt.
Im Allgemeinen habe ich kein Problem mit Sekten. Ich bin sogar ein Fan von Jim Jones, von
Scientology und von der DDR. Ihnen gemeinsam ist, dass deren Mitglieder nicht gerade helle
in der Birne waren, kein Zugang zu freier Literatur hatten und deshalb auf das Urteil der
anderen angewiesen waren. In solchen isolierten Gemeinschaften haben standardisierte Tests
eine hohe Relevanz. Sie werden zum Ritual erklärt. Es ist eine Probe auf Erfolg, es ist ein
Herstellen von Gemeinschaft das durch Tests ermöglicht wird. In jeder drittklassigen Gang
gibt es Aufnahmerituale, Aufstiegsrituale und Rituale des Abschieds. So auch in der DDR: es
gab bei jeder Gelegenheit ein Urkunde, es gab Belobigungen und es gab Strafen bei
unentschuldigtem Fernbleiben von der Arbeitsstelle. Und jede Art von Gemeinschaft (selbst
wenn sie sich selbst als hochbegabt bezeichnet) birgt die Gefahr von Freiheitsentzug in
sich. So wird der Austausch mit Gleichgesinnten zur Ersatzreligion und der eigene IQ-Wert
als wichtig zur Integration betrachtet.
Intelligente Menschen glauben sich besser integriert als andere. Besser integriert in eine
Gesellschaftsordnung die Andersdenkende systematisch ausgrenzt, Schulschwänzen polizeilich
ahndet und beruflichen Erfolg mit einem gelungenen Leben verwechselt. So kommt es, dass
gerade Menschen ohne Bildung den IQ-Test als Integrationsmöglichkeit begreifen. Er dient
dazu, vermeintlich schwache Menschen bloßzustellen, sie zu kündigen oder sie gar zu
inhaftieren.
Woher ich das alles weiß? Weil ich die Folgen bei Nicht-Bestehen eines IQ-Testes kenne. Als
beispielsweise im Big Brother Haus (RTL2) ein IQ-Test veranstaltet wurde, hat nur eine
einzige Teilnehmerin den Test verweigert. Mehr haben sich nicht getraut, nein zu sagen. Der
Rest ist bereitwillig zur Schlachtbank gegangen. Und dann als die Auswertung veröffentlicht
wurde, wurden bei Leuten mit weniger als 100 IQ-Punkte die Messergebnisse verschwiegen. Die
Aussage war: es gab keine Punktzahl. Die Wahrheit ist: die Punktzahl wurde zensiert. Und so
ist es auch in der Wirklichkeit: verweigerst du den IQ-Test beim Arbeitsamt wird dir der
Regelsatz gekürzt, schneidest du sehr schlecht ab wird dir unterstellt du hättest dich
nicht richtig angestrengt und der Regelsatz wird ebenfalls gekürzt.
Ein IQ-Test für dich allein vor dem Computer ohne Konsequenzen ist ein netter Zeitvertreib.
Es macht Spaß Puzzels zu lösen oder Zahlenreihen fortzusetzen. Gleiches Spiel aber in einen
gesellschaftlichen Kontext eingebettet ergibt ein Folterinstrument zur Normendefinition.
Ich höre schon die mahnenden Stimmen: "Was wenn alle den IQ-Test verweigern?". Ja wo kommen
wir da hin... Vermutlich wird es uns dann ähnlich ergehen, als wenn alle Hartz IV
beantragen. Es ist ein Übertreten der sozialen Norm. Es ist ein Ausstieg aus der Sekte.
* 3.1.4.2: Random-Walk bei Managern
In einem Webforum wurde mit Ironie über die Random-Walk-Theorie abgelästert. Da stand
sinngemäß: "Weil Schachspiel ein zufälliges Spiel ist, macht es keinen Sinn sich mit
Schachregeln zu beschäftigen. Auch bringt es nichts, Strategien zu analysieren oder
Schachbücher zu studieren. Der Ausgang ist sowieso rein zufällig und damit nicht
vorhersagbar."
Das sollte als Hohn auf die Markteffizienz-Theorie gewertet werden. Es wurde argumentiert,
dass mit der gleichen Dummheit auch die Analyse von Aktien sinnlos seien, usw. usw.
Und da jeder Mann weiß, dass es sinnvoll ist beim Schachspiel versuchen besonders gute
Leistung zu bringen, ist es auch sinnvoll bei der Aktienauswahl besonders gute Leistungen
zu bringen. Nur leider ist diese Sichtweise sehr kurzsichtig. Auch beim Schach bringt es
keinen Vorteil, Ahnung vom Schachspiel zu haben, wenn man Wetten will. Der Autor der
süffisanten Paradie könnte ja sein ganzes Geld bei Schachwetten investieren und so immer
gewinnen. Langfristig wird er mit dieser Strategie jedoch keinen Erfolg haben. Weil eben
manchmal (wenn auch selten) es zu Überraschungen kommt.
Vielleicht ein Beispiel aus der Praxis: wenn ich gegen den Weltmeister im Schachspiel
antrete, dürfte das Ergebnis sehr eindeutig zu meinem Nachteil ausfallen. Vermutlich werde
ich nach 15 Zügen bereits schachmatt sein. Scheinbar eine todsichere Sache, da würde es
sich doch anbieten mit dieser sicheren Information auf den Weltmeister zu setzen und damit
reich werden.
Der Zufall verhält sich manchmal jedoch unberechenbar. Mein Siegchance in einer Partie
Schach gegen den Weltmeister liegt niemals bei 0,0 sondern vielleicht bei 1%. Immerhin
könnte der Weltmeister mitten in der Rochade einen Herzinfarkt bekommen und röchelnd über
dem Brett zusammenbrechen. Ich wäre dann unverdienterweise der Sieger. Und wegen dieser
Option, wird es immer Leute geben, die ihr Geld auf einen Außenseiter wie mich setzen.
Obwohl ich keine Ahnung von Schach habe, gibt es eine geringe Chance dennoch zu gewinnen.
Vielleicht noch einige Hinweise auf das Wirtschaftsgeschehen. Als überraschend die Meldung
über den Ticker lief, daß Steve Jobs eine gesundheitliche Auszeit nimmt, sackte der Kurs
der Apple Aktie plötzlich um 9% ab [77]. Und auch die etwas ältere Meldung, dass der
Besitzer der Firma Ratiopharm überraschend Selbstmord beging, hatte einen bitteren
Beigeschmack [78]. Beide Ereignisse waren nicht vorhersagbar, sie traten rein zufällig auf.
Selbst wenn man Jobs und Merckle einer ausführlichen gesundheitlichen Untersuchung
unterzieht und einen IQ von 140 diagnostiziert, selbst dann kann nicht ausgeschlossen
werden, dass die Herren die Erwartungen enttäuschen und nicht die Leistungen bringen die
sie sollen.
Eine hohe ELO-Punktzahl oder ein hoher IQ-Wert erhöht lediglich die Wahrscheinlichkeit bei
einem Wettbewerb als Sieger hervorzugehen. Es bleibt immer ein Restrisiko übrig. In den
Wirtschaftswissenschaften wird dies als Marktrisiko bezeichnet, dass durch Diversifikation
nur bedingt eliminiert werden kann. Es ist demnach eine gute Strategie, immer ein ReserveGenie vorzuhalten wenn die Hauptkraft überraschend Selbstmord begeht.
Das Vieraugen-Prinzip soll die Abhängigkeit von einzelnen Wanna-Bee-Managern vermindern.
Ähnlich wie im Apollo-Raumschiff der NASA sind die Systeme redundant ausgelegt. Sollte das
erste hochintelligente System kaputt gehen, wird problemlos auf das Reserve-System
umgeswitcht.
Will man die Wahrscheinlichkeit steigern, mich im Schach zu besiegen, ist es demnach eine
gute Idee gleich mit einem Team aus den 10 Weltbesten Schachspielern anzurücken. Sollte der
erste einen Herzinfarkt erleiden, dann übernimmt der zweite usw. So kann meine Siegchance
von 1% weiter auf 0,01% reduziert werden. Dadurch verändern sich jedoch die Wettquoten, so
dass immernoch noch keine Geldvermehrungsmaschine gefunden wurde. Die Schachwette bleibt
nach wie vor eine Zufallsentscheidung. Langfristig gewinnt nur der Buchmacher.
Der Knackpunkt von Wettstrategien ist das jedes Gut einen Käufer und einen Verkäufer
besitzt. Das Gut "Siegwette auf Schachweltmeister" ist eine Ware mit einem Preis. Der
Verkäufer glaubt nicht an den Weltmeister, er bezweifelt seine Siegchance. Und das obwohl
ich nur ein Anfänger bin. Der Käufer der Ware "Siegwette auf Schachweltmeister" hingegen
glaubt nicht an mich. Und beide Handelspartner können ihre Sicht der Dinge ausreichend
begründen. Und sie werden sich einig. Die Ware wandert von einem Besitzer auf den anderen
über. Bei Live-Wetten sogar während des laufenden Schachspiels.
Es sind immer 2 Personen beteiligt, einer verkauft den Tippschein, ein anderer kauft ihn.
Um was es dabei geht spielt eigentlich keine Rolle. Wenn die Transaktion abgeschlossen
wird, kann ein objektiver Beobachter nicht entscheiden, wer von beiden ein gutes Geschäft
gemacht hat. (Und das obwohl ich als Anfänger gegen den Schachweltmeister keine Chance
habe.) Vielmehr haben beide, Käufer wie Verkäufer des Tippscheins, ein Bedürfnis
befriedigt. Sie haben auf den Ausgang eines Zufallsexperiments eine Wette abgeschlossen.
Um die Wette fair zu gestalten, muss ich keineswegs meine Siegchancen verbessern. Es reicht
stattdessen, wenn es eine Veröffentlichungspflicht für alle Informationen gibt und InsiderHandel unterbunden wird. Erst dann kann der Preis für den Wettschein beliebig frei floaten.
Erst dann spiegelt der Preis meine tatsächlichen Chancen auf Sieg wieder.
* 3.1.4.3: Wetten auf Arbeitslose
Märkte generieren Informationen. Sie stellen etwas her, was ohne sie nicht vorhanden ist:
eine Wettquote. D.h. eine Risikoabschätzung. Fehlen effiziente Märkte, fehlt auch eine
sichere Methode der Prognose.
Für die Einschätzung von Berufserfolg von Menschen gibt es bisher keine Märkte. Selbst die
Sportwettenanbieter ODDSET und andere habe kein Angebot, um auf Arbeitslose zu wetten.
Vorstellbar wäre zum Beispiel, 1$ darauf zu wetten, dass Arno Dübel (Deutschlands frechster
Arbeitslosen) innerhalb der nächsten 12 Monate einen Job erhält. Der zeitliche Verlauf der
Wettquote würde einen Chart ergeben. Wenn Arno eine Einladung zum Vorstellungsgespräch
erhält steigt die Chance, wenn er eine Absage erhält dann sinkt sie.
Die Ermittlung einer Wettquote würde das erzeugen, was bisher fehlt: eine effiziente
Beurteilung der Chance. Der IQ von Arno Dübel ist dazu nicht in der Lage. Nur den IQ einer
Person zu messen, reicht bei weitem nicht aus, um daraus eine Schätzung für Berufserfolg
abzugeben. Der IQ ist maximal ein Teil der Informationen, die Märkte zur Preisfindung
benötigen.
Angenommen, der IQ von Arno Dübel ist 105. Was sagt das aus? Gar nichts. Aber wenn es eine
Wettquote gäbe, z.B. die Chance dass er in den nächsten 12 Monaten eine Festanstellung
liegt bei 50%, dann ist das eine wissenschaftlich fundierte Aussage.
Die Messung eines IQ basiert einzig auf dem umstrittenen Instrument von Psychologen. Die
Messung von Wettquoten jedoch basiert auf Angebot und Nachfrage auf effizienten Märkte.
Letzteres ist viel besser als Schätzer geeignet.
Würde man den IQ-Test als Methode zur Preisfeststellung von Aktien verwenden, würde es Mord
und Totschlag gäben. Ich stelle mir das so vor:
ab Morgen werden Wallstreet und Frankfurt geschlossen. Die Aktienkurse werden stattdessen
von ausgebildeten Diplomwirtschaftswissenschaftlern festgelegt. Anhand der Kennzahlen wie
Umsatz, Ertrag, Auftragseingänge usw. ermitteln sie für jedes Unternehmen einen IQ-Wert:
IBM erhält 130 (hochbegabt), Microsoft erhält 100 (Durchschnitt) und Apple erhält 110
(gut). Die Messung des IQ-Wertes würde nach streng wissenschaftlichen Kriterien erfolgen,
d.h. nach einem standardisierten Verfahren. So ähnlich vielleicht, wie heute bereits die
Rating-Agenturen arbeiten ...
Die Folge wäre, dass die IQ-Punktzahl von 130 für IBM nicht mehr anfechtbar ist. Wenn ich
als Kleinanleger damit nicht einverstanden habe ich keine Möglichkeit den Preis zu drücken.
Denn nach meinen eigenen Analysen ist IBM nur 95 wert. Aber weil es einen objektiven Preis
gibt, muss auch ich die 130 zahlen. Ich kann nicht mehr gegen den Markt wetten.
Dieses Verfahren würde unmittelbar zum Zusammenbruch der Weltwirtschaft führen. Die Märkte
wäre unfrei und abhängig vom Urteil der Preisfestlegungskommission. Es gäbe plötzlich ein
Monopol auf die Intelligenz.
* 3.2: IQ in der Gesellschaft
Herrnstein und Murray gehen in [8] über eine innerbetriebliche Verwendung von IQ-Tests
hinaus und untersuchen das Phänomen für eine ganze Gesellschaft. Sie postulieren, dass der
soziale Auf- und Abstieg von Individuen durch ihre Intelligenz beeinflusst wird. Dadurch
befinden sich in der Wirtschaft ausschließlich Personen mit hohen IQ-Werten: es ist die
geistige Elite der Gesellschaft. Personen mit niedrigen Werten sind entweder arbeitslos,
krank oder arbeiten im Niedrig-Lohn-Sektor. Weil Herrnstein und Murray im Gegensatz zu [3]
die Sphäre der Personalauswahl verlassen und gesamtgesellschaftliche Schlüsse ziehen, hat
ihre Arbeit den bitteren Beigeschmack eines rassistisch-konservativen Weltbildes. Diese
Stoßrichtung bedient auch Sarrazin (2010) [2], indem er Muslimen die Hoffnung auf Aufstieg
nimmt. Muslime (und andere Mitglieder der Unterschicht) wären genetisch bedingt weniger
wert, könnten weniger leisten und haben daher einen geringeren Wert auf dem Arbeitsmarkt.
* 3.3: Pferdewetten
Ich weiß nicht sicher, ob ich Sarrazin so richtig zitiert habe, deshalb will ich das
Problem am Beispiel der Pferdewetten veranschaulichen. Beim Pferdewetten geht es nicht um
Politik, sondern es geht ums Geld verdienen. Es gewinnt derjenige Hasardeur, der die Pferde
am besten kennt. Er kann dann eine Aussage über die Siegchancen treffen. Ist seine Prognose
richtig, gewinnt er viel Geld. Beim Pferdewetten geht es darum, das Potential von Tieren
richtig einzuschätzen. Die Profis besuchen vor dem Derby sogar den Stall, lassen sich die
Impfprotokolle zeigen und studieren die Statistiken: wie oft hat der Favorit bei früheren
Rennen gewonnen, wie ist sein momentaner Gesundheitszustand, ist es ein Warmblüter usw. Mit
diesen Daten bildet man dann eine Theorie, zum Beispiel in der Form "Pferd A siegt mit 80%
Wahrscheinlichkeit".
Und auf diesem Niveau bewegen sich auch rechtskonservative Soziologen. Sie versuchen die
Siegchancen (d.h. den Berufserfolg, Schulerfolg, Einkommen) von Menschen zu
prognostizieren. Die Wettquote für Schwarze, Ausländer und Unterschichten-Kinder ist dabei
schlecht. Ihnen wird nur eine sehr geringe Chance eingeräumt. Personen hingegen, mit einem
hohen IQ, mit reichen Eltern und mit der Hautfarbe Weiß werden als Favoriten gehandelt. Und
nach diesem Muster werden auch die Personalentscheidungen in Unternehmen getroffen.
* 4: Bernstein-Linguistik
Der Intelligenz-Test mitsamt seiner Glockenkurve hat immer den Beigeschmack von Eugenik. Um
die Jahrhundertwende (1900) begann sein Siegeszug. Schnell wurde er von nationalistischen
Strömungen vereinnahmt und mit darwinistischen Ideen angereichert. Aus einem harmlosen
Spielzeug für die Töchter von Binet wurde ein Instrument zur Messung der Dysgenik. D.h. der
Schwächung von Gesellschaften durch schlechte Gene. Vor allem durch die Verbrechen von
Adolf Hitler ist der Intelligenzbegriff heute umstritten.
Ein wenig unschuldiger kommt ein Artverwandter vom IQ-Test daher: der Sprachtest. Dabei
geht es nicht um Mathematik, Logik oder Kognition. Stattdessen wird ganz unverbindlich das
verbale Ausdrucksvermögen von Personen untersucht. Die Zuordnung von schlechtem
Sprachverständnis zu einer sozialen Gruppe (der Unterschicht) ist selbst in linksprogressiven Zeitschriften en vogue. Konkret meine ich die Bernstein-Hypothese [6], wonach
Unterschichten-Kinder eine ungenaue Ausdrucksweise haben. Letztlich ist aber auch die
Bernstein-Hypothese nichts weiter als ein verfeinerter IQ-Test. Es sieht vielleicht nicht
nach Rassismus aus, diskriminiert aber ähnlich.
Was ist also dran, an den ganzen Theorien? Ich selbst bin der Überzeugung, dass die
Bernstein-Hypothese wahr ist. Ob auch der nächste Schritt (der harte IQ-Test nach Binet)
diesem Wahrheitsanspruch gerecht wird, weiß ich nicht sicher. Logisch wäre es eigentlich:
jemandem der geringe sprachliche Fähigkeiten hat, auch geringe sonstige Fähigkeiten zu
unterstellen. Diese Argumentation läuft jedoch zwingend in einen rechtsextremen Diskurs a
la [8] und [2] hinein.
* 5: Rummelplatz
* 5.1: Vom Rummel, Schaustellern und Autoscootern
Ein Rummelplatz ist soetwas wie eine verkleinerte Ausgabe vom Kapitalismus: es macht sehr
viel Spaß, überall muss man Eintritt zahlen und die Frau an der Losbude hat schon morgens
einen sitzen. Selbstverständlich geht es nur ums Geld, jede Fahrt mit dem Autoscooter
kostet 1 Euro, und auch das Schokoladen-Herz gibt es nicht geschenkt. So ein Rummelplatz
besteht hauptsächlich aus Fahrgeschäften [11]; auf größeren Veranstaltungen wie dem
Oktoberfest gibt es zusätzlich auch noch Essen, Trinken, Unterkunft, käuflicher Sex usw.
Der moderne Kapitalismus hat die ganze Welt in einen riesigen Rummelplatz verwandelt. Die
Ideologie wurde beibehalten: nur wer zahlt, darf eine Runde auf dem Riesenrad drehen. Wer
kein Geld hat, darf nichts. Und wie kommt man an Geld? Durch ehrliche Arbeit natürlich,
ebenfalls auf dem Rummelplatz. Aufgaben gibt es genug: Zuckerwatte verkaufen, Zuckerwatte
herstellen, Würstchen grillen, Autoscooter reparieren, Wasseranschluss für die Wohnwagen
legen, nach Feierabend die Tageseinnahmen zählen, Buch über Gewinn/Verlust führen und noch
vieles mehr.
Auf dem Rummelplatz arbeiten darf natürlich nicht jeder. Vorher gibt es einen
Einstellungstest. Dabei wird nach Schausteller-Qualitäten gefahndet, als
Zuckerwatteverkäufer muss man geboren sein. Sowas ist genetisch determiniert. Und dieses
besondere Etwas zieht sich durch bis zum Eigentümer des Rummels. Im Grunde könnte auch er
sich als einfacher Losbudenverkäufer verdingen. Und viele waren es früher auch. Die Liebe
zum Verkaufen liegt ihnen im Blut.
Der Konkurrenzkampf zwischen den Fahrgeschäften ist groß, hier nimmt einer dem anderen die
Kunden weg. Wer nach Feierabend das meiste Geld in der Tasche hat, wird König. Ein jeder
ist daher bestrebt mittels Werbung sich optimal zu präsentieren. Aber auch zwischen den
Rummelplätzen tobt der Krieg. Es gibt verschiedene Schaustellerfamilien, die sich
abgrundtief hassen und doch alle ähnlich sind. Sie alle wollen mit hochkarätigen Produkten
das Leben der Menschen angenehmer gestalten.
Sich gänzlich in die Welt des oberflächlichen Amüsierbetriebes einzufühlen nennt man
"bürgerliche Grundüberzeugung". Sie basiert darauf, dass man Freude am Geld verdienen und
Geld ausgeben hat; dass man es toll findet 12 Stunden pro Tag an der Losbude bei -3°
Außentemperatur zu arbeiten. Und dementsprechend gegen all jene hetzt, die nur Rumstehen
und nichts kaufen.
* 5.1.1: Noch mehr Kirmes
Helmut Kohl hat in den 1980'er vom kollektiven Freizeitpark Deutschland gesprochen [15,
Seite 13]. Er bezog sich damit auf die viele Freizeit, die in Nichtstun mündet. Ein wenig
erinnert dies an Jeremy Rifkin, der auch davor warnt, dass die Arbeit ausgehe. Eine Senkung
der Wochenarbeitszeit von 40 auf 20 Stunden wäre die Folge.
Ich würde gerne den Topos des Freizeitparkes aufnehmen und neu positionieren. Wahr ist, daß
Deutschland einem Freizeitpark gleicht. Aber einem sehr arbeitsintensivem. Der
Wirtschaftsbetrieb von dem die Manager erzählen dient hauptsächlich der Freizeitgestaltung.
Die Produktion von Gütern und Dienstleistungen ist keineswegs lebensnotwendig sondern ist
eine Freude. Das schöne am Rummelplatz ist, dass man nicht zwangsweise hingehen muss. Auch
ohne den Konsum von Zuckerwatte, Laugengebäck und eine Fahrt auf dem Riesenrad kann man
überleben. Der Zwang, dennoch viel Geld auszugeben beflügelte die Weltwirtschaft seit den
1950'er. Heute ist exzessives Shopping auf Jahrmärkten und Volksfesten ein weit
verbreiteter Freizeitspaß: Mutti interessiert sich für Lippenstifte in der Tombola, die
Jungs sammeln erste Kriegserfahrungen am Stand mit den Luftgewehren und Papi interessiert
sich für die Autoscooter. Erfahrene Jahrmarktbesucher entwickeln ein berufliches Interesse
an den Attraktionen. Spätestens beim zehnten Besuch am Stand mit den Luftgewehren wird beim
Jungen der Wunsch geweckt: "Ich will später mal Soldat werden und Menschen abknallen". Die
Mutti bekommt von den Lippenstiften und den süßen Kosmetika-Produkten nicht genug und will
eine Umschulung als Losbudenverkäuferin machen. Und Papi -- ja der war schon immer ein Fan
von Elektroautos, Fahrgeschäften und Technik. Er beschließt, ein neues Modell von
Autoscooter zu entwickeln, was sportlicher fährt und zugleich weniger Energie verbraucht.
Damit könnten ganz neue Konsumentengruppen angelockt werden.
Auf einem Jahrmarkt gibt es sogar eine kleine Schule wo der Nachwuchs auf das spätere Leben
als Kirmes-DJ vorbereitet wird. Und es gibt ein Architekturbüro, wo neue Wohnwagen-Häuser
entwickelt werden, sowie die Außenfassaden der Attraktionen. Ach ja, es gibt auf größeren
Festen wie dem Münchner Oktoberfest sogar den Beruf des Arztes. "Medizin für Schausteller"
heißt das Studienfach. Als Diplomabsolvent kann man dann die alltäglichen Krankheiten der
Besucher behandeln (Alkoholvergiftung, sexuell ansteckende Krankheiten, Bauchweh von zuviel
Krapfen). Unnötig zu erwähnen, dass ferner die Rummelplatz-eigene Security immer zur Stelle
ist, wenn es kleinere Rangeleien gibt. Sie trägt Schusswaffen und besitzt eine
Nahkampfausbildung. So kann sie die erhitzten Raufbolde trennen, wenn es mal Streit im
Riesenrad gab oder jemand die Freundin blöd angemacht hat.
Der Jahrmarkt als Bonsai-Version des Kapitalismus -- eine schöne Idee.
* 5.2: Vom Jahrmarkt zum Kapitalismus
Um die Eliten-Ideologie der konservativen Vordenker auszuhebeln, will ich ihr eigenes
Arbeitsgebiet näher beleuchten. Ziel ist herauszustellen, dass die Wirtschaftselite einen
billigen Jahrmarktdiskurs zu einem gesellschaftlichen Handlungsmuster ausweitet. Dies
Ausdehnung des Schaustellergewerbes und der damit einhergehenden Ideologie umfasst in
Deutschland derzeit 40 Mio Menschen, soviele sind Erwerbstätig.
Natürlich wird von den Wirtschaftsvordenkern selten der Schausteller-Topos als
Selbstbeschreibung gewählt. Stattdessen wird der Begriff des "ehrbaren Kaufmanns", "des
rationalen Menschen" oder gar des "Fußballprofis" bemüht. Um je nach Anlass, bestimmte
Aspekte des Wirtschaftsbetriebes zu beleuchten. Der Fußballvergleich wird immer dann
bemüht, wenn es um Teamqualitäten geht, das Subjekt des "ehrbaren Kaufmanns" kommt häufig
für White-Collar-Jobs zum Tragen (Bücher führen und Bilanzen erstellen). Und der "rationale
Mensch" kommt dann zum Einsatz, wenn die technologische Weiterentwicklung innerhalb des
Kapitalismus thematisiert wird. All diesen Sinnbildern ist eine große Nähe zur Arbeit
gemeinsam. Wirtschaft wird als etwas schwieriges dargestellt, als Aufgabe für Erwachsene,
als Gegenteil von Spiel. Der Ernst des Lebens beginnt in den Fabriken des Kapitals ...
Und in diese Stoßrichtung geht eine Eliten-Ideologie von [8]. Die Wirtschaftsschaffenden
werden zu Göttern erklärt; als besonderes Menschengeschlecht, daß mit überragenden
Fähigkeiten ausgestattet den Machtanspruch verwirklicht. Um aus dieser aufgeblasenen
Sichtweise ein wenig die Luft herauslassen, will ich den Jahrmarkt als zurückentwickelte
Form des Gewerbetreibenden definieren. Läßt man ihn wachsen bleibt es immernoch ein
Schausteller-Gewerbe nur eben etwas größer.
An Station 1 meiner kleinen Reise besuche ich den Autoscooter.
http://farm3.static.flickr.com/2514/4047932044_1d8cea2286.jpg
Auf dem Foto ist ein typischer Autoscooter bei Nacht abgebildet. Auf einer glatten Fläche
sind fahrbare Elektroautos unterwegs, die über einen Stromabnehmer an der Decke mit Energie
versorgt werden. Überall sind bunte LED-Lampen angebracht, am Rand stehen einige Besucher.
Hinten rechts stehen fahrbereite Scooter, mit einem Plaste-Chip (gegen Entgelt) kannst auch
Du eine Fahrt machen!
Vermutlich dürfte jeder schon Erfahrung mit diesem Fahrgeschäft gesammelt haben. Sogar
Mädchen können das (natürlich mit häufigen Frontalcrashs). Um das Fahrgeschäft weiter zu
professionalisieren könnte ein findiger Kopf auf die Idee kommen, das ganze Areal zu
überdachen und zu beheizen. D.h. einen Indoor Autoscooter zu gründen. Und dann könnten die
Angestellten zwangsweise einen Anzug und Krawatte tragen. Dadurch würden nicht nur Kinder
angelockt, sondern auch reiche Eltern. Diese werden sich kaum mit Elektroautos
zufriedengeben, sondern verlangen nach Benzingetriebenen Modellen und einer Flatrate um
unbegrenzt lange Fahrspaß zu haben. Wenn man all diese Ideen umsetzt, erhält man Abbildung
2, http://farm4.static.flickr.com/3329/3203840858_bdcbb2913a.jpg
Zu sehen ist der "Tokyo Auto Salon 2009". Ein weibliches Model posiert neben einem teuren
Wagen. Miete oder Kauf des Automobils ist jederzeit möglich. Das Model dient der
Verkaufsunterstützung und spricht vor allem die männliche Kundschaft an.
Im nächsten Beispiel er kleiner Blick auf die Losbude, in Abbildung 3 ist die Losbude eines
Jahrmarktes zu sehen, http://farm3.static.flickr.com/2570/3979177233_ce6e84bca3.jpg
Auf dem Schild wird angepriesen "Preishammer, 35 Lose in der Lostasche, nur 5,- EUR". Als
Preise sind Kuscheltiere, Bettwäsche und kleine Plastikfiguren ausgestellt. Will man die
Losbude in Groß sehen, lohnt ein Blick auf Abbildung 4,
http://farm3.static.flickr.com/2004/2059487829_c48353a266.jpg
Zu sehen ist eine Shopping-Mall zu Weihnachten. Alles ist sehr festlich eingerichtet, auf
mehreren Etagen werden Waren verkauft. Es gibt sogar einen Fahrstuhl. Ein Kunde stützt sich
auf die Brüstung und schaut in die Runde. Im Gegensatz zur Losbude haben die Preise jedoch
angezogen, mit 5 Euro bekommt kommt man in der Shopping Mall nicht weit. Um eines der
gewünschten Gadgets zu erwerben sollten man wenigstens 500,- EUR investieren.
* 5.3: Bewerbung als Schausteller
Die Bewerberauswahl im Schaustellergewerbe ist knallhart, nur die besten Männer haben eine
Chance. Als Schlüsselqualifikationen gelten Durchhaltevermögen, Ausdauer, geringes
Schlafbedürfnis und ganz allgemein: die Zugehörigkeit zur Elite. Beispielsweise erläutert
[19] im Kapitel "III. Fallstudie Kraftakrobat - Übermännlichkeit im Fokus" die
gottähnlichen Fähigkeiten der Akrobaten. Nur Übermenschen reinen Blutes können die
Anforderungen erfüllen.
Auch in der Neuzeit werden Schausteller oft mit Helden verglichen, einige Zitate aus [18]:
"Das Schaustellerleben liegt einfach im Blut"
"Um 5 Uhr waren wir fertig, noch drei Stunden geschlafen"
Besonders der Aspekt der Blutlinie scheint mir bedeutsam im Hinblick auf einen
neokonservativen Diskurs, wie er von Sarrazin 2010 geführt wird. Es muss im Körper des
Schausteller ein gewisses Fluidum an Lebensenergie von Geburt aus vorhanden sein, damit er
zu übermenschlichen Fähigkeiten imstande ist. Nur genetisch überlegene Menschen können
Losbudenverkäufer, Elektriker oder Karussellvorsteher werden. Oft hört man, dass man als
Schausteller geboren wird. Die Eigenschaften werden von Familie zu Familie weitergeben. Ein
Test auf Schaustellerblut schon bei der Einstellung ist daher eine gute Möglichkeit die
Bewerberqualitäten abzuschätzen.
Durch die fortschreitende Technisierung hat sich das Anforderungsprofil für Schausteller
verändert. War früher noch Muskelkraft notwendig wird heute vor allem auf Geisteskraft
fokussiert. Der Auf- und Abbau von komplexen Gerätschaften erfordert eine umsichtige
Planung, die rechtlichen Rahmenbedingungen müssen ausgereizt werden und die Reparatur von
Fahrgeschäften erfordert ein technisches Hintergrundwissen -- vergleichbar mit den
Anforderungen bei der NASA oder im Automobilbau. Deshalb haben sich auch die
Einstellungstests gewandelt. Waren früher noch die "Physical Fitness" entscheidet ist es
heute zunehmend die geistige Rüstigkeit. Wer diese mitbringt (zum Beispiel über gute
Schulnoten, einen hohen IQ-Wert und eine positive Lebenseinstellung) der hat im
Schaustellergewerbe Aufstiegschancen. Er kann sich hocharbeiten und eines Tages Besitzer
einer eigenen Achterbahn werden. Der wirtschaftliche Erfolg ist meist auch mit privatem
Erfolg verbunden. Ist man erstmal ganz oben, dann verlieben sich auch die Frauen in einen.
Man heiratet und bekommt Kinder. Diese werden eines Tages ebenfalls Schausteller...
Es entsteht eine Gemeinschaft, ja es bildet sich eine Gesellschaft. Voll mit
hochtalentierten genetisch wertvollen Leistungsträgern, die Arbeitsplätze anbieten, für
Wohlstand sorgen und sogar Sinnlieferant in Form von Rechtsaußen-Polemik sind.
* 5.4: Hochbegabte Arbeitskräfte
Erst neulich bin ich über den Jahrmarkt geschlendert. Ich hatte beruflich in Hamburg zu tun
und wollte noch nicht zurück in mein Hotelzimmer gehen. So gegen Abend liefen meine Beine
von ganz allein in Richtung Jahrmarkt. Wie magisch angezogen vom Weihnachtsgebäck, den
Teigkrapfen und der lauten Musik stand ich plötzlich zwischen Losbude und Riesenrad. Da
traf ich zufällig auf die fette Hochbegabte aus dem Youtube-Video. Ja, genau -- ich meine
das dicke Mädchen, dass rechts in der Sendung auf dem Sessel saß und ihre Opferrolle als
Hochbegabte ausbreitete. Ihren Namen hab ich schon wieder vergessen; jedenfalls war genau
dieses Opfer jetzt Krapfenverkäuferin und noch fetter als im Youtube-Video. Offensichtlich
ist es dem Rummelplatzbesitzer gelungen, für diese anspruchsvolle Aufgabe genau den
richtigen Kandidaten zu finden -- die hochbegabte Elite.
Ich schlenderte zum Krapfenstand: "Einmal die Big-Packung bitte". Sie lächelte mich über
beide Ohren an, wahrscheinlich hatte sie heimlich genascht, ein par Zuckerkrümel waren an
ihrem Mundwinkel zu erkennen. "Das macht 4,50". Ich staunte, das Mädel hatte den Betrag im
Kopf ausgerechnet; ohne die Hilfe eines Taschenrechners. Die Krapfenverkäuferin muss ein
Genie sein, ich selbst hätte das nicht gekonnt. Ich legte ihr den Betrag abgezählt auf das
Tablett.
Mit professioneller Übung sortierte sie die Münzen sorgsam in ihre kleine Kasse ein. Soweit
ich das beurteilen konnte, war sie eine gute Verkäuferin. Sie erwirtschaftete an diesem
Abend sicherlich einen schönen Gewinn für den Besitzer. Und ihre Hochbegabung konnte sie
endlich einer sinnvollen Verwendung zuführen. Mühelos bewältigte sie die Anforderungen: sie
konnte dank ihres Fettgewebes stundenlang in der weihnachtlichen Kälte ausharren, ihre
Rechenfähigkeiten erlaubten den ordentlichen Umgang mit dem Wechselgeld und ihre emotionale
Intelligenz half dabei, die Wünsche der Kunden richtig zu interpretieren...
Ich hingegen bin nicht hochbegabt, mein IQ ist 70,0 (das sind zwei Standardabweichungen
unter normal). Und deshalb wurde ich vermutlich nicht eingestellt. Ich bin daher arbeitslos
und habe viel freie Zeit, die ich auf Jahrmärkten verbringe. Meinen Alg2-Regelsatz verbrate
ich für Kuscheltiere, die ich mit Roboter-Armen aus Bassins herausklaube. Nahezu alles
Geld, was ich vom Jobcenter überwiesen bekomme, wurde von Hochbegabten Rummelplatzbesitzern
erwirtschaftet und genau deshalb gebe ich es dort wieder aus...
Und obwohl mein IQ nur bei 70,0 liegt bin ich schlau genug, lieber nicht zuviel von den
Teigkrapfen zu naschen. Sonst sehe ich nachher noch aus, wie dieser hochbegabte
Schauspieler der die Bingo-Show im Fernsehen moderiert. Oder wie dieser hochbegabte
Politiker Helmut Kohl. So fett will ich nicht werden, das bringt nur Nachteile.
Bluthochdruck, Diabetes und Von-Kanibalen-Zuerst-Geschlachtet-Werden sind nur einige der
negativen Begleiterscheinungen.
Aber immerhin bewundern kann ich die Leistungen der kognitiven Überflieger. Ich staune über
soviel Leistungsvermögen am Krapfenstand. Ich selbst hätte das niemals gekonnt. Allein
schon das viele Multitasking: es waren viele Kunden gleichzeitig da. Und dann muss man sich
all die unterschiedlichen Bestellungen merken. Kein Wunder, im IQ-Test damals bei der Army
wurde mir bescheinigt, dass ich ein schlechtes Gedächtnis hätte... Tja, und jetzt zeigt
sich auch, wo man soetwas braucht.
Ich glaube, dass Mädchen mit dem hohen IQ ist glücklich auf dem Rummelplatz. Sie ist dort
unter Gleichgesinnten, kann ihre Fähigkeiten optimal einsetzen und trägt so zum
wirtschaftlichen Wachstum bei. (Der Jahrmarkt zieht jedes Jahr viele Besucher an, aus dem
In- und Ausland.)
Vor allem aber kann sie für ihren Eigenbedarf soviel futtern, wie sie möchte. Es gibt keine
Grenze: es gibt den ganzen Tag frisches Glasurgebäck for-free. Auch ihr technisches
Verständnis wird optimal gefördert. Ich wurde Zeuge, wie an diesem Abend der Ofen durch ein
neueres Modell ersetzt wurde. Mit veränderter Bedienung. Ich mit meinem Niedrig-IQ hätte
sicherlich Angst gehabt, da irgendwas kaputt zu machen. Sie aber brauchte nur kurz in die
Anleitung schauen (fotografisches Gedächtnis) und schon lief das Teil perfekt. Jubelnde
Kunden, zufriedene Chefs und ein reibungsloser Ablauf waren die Folge. So müssen guten
Mitarbeiter reagieren: sie erkennen Schwierigkeiten, entwickeln eigenständig Lösungen und
handeln vorbildlich.
Ich prognostiziere dem Mädchen mit dem hohen IQ glänzende Aufstiegschancen auf dem
Rummelplatz. Wenn sie weiterhin so gute Leistungen zeigt, wird sie es eines Tages weit
bringen. Sie könnte zu den ganz großen des Schaustellergewerbes gehören. Vielleicht sogar
als Ausbilderin für die IHK tätig werden. Um dann ihre Erfahrungen/Probleme als Hochbegabte
an die nächste Generation weitergeben.
* 6: IQ und Arbeitslosigkeit
Im Buch "The bell curve" von Murray [5] wird die These aufgestellt, dass Arbeitslosigkeit
mit dem Intelligenz-Quotienten in Beziehung steht. Kurz: die dummen kriegen keinen Job,
weil die Wirtschaft nur schlaue Menschen einstellt. Diese These soll im folgenden überprüft
werden.
Zunächst einmal beträgt in den USA und Europa die Arbeitslosenquote ca. 10%. Anders gesagt,
90% der Erwachsenen haben eine Arbeit. Jetzt zum Vergleich die Häufigkeitsverteilung bei
IQ-Werten: der Durchschnitts-IQ-Wert beträgt 100, mit einer Standardabweichung von 15. Über
Prozentränge kann man Aussagen machen in der Art "x Prozent der Bevölkerung haben einen IQ
von 100 oder mehr". Die genaue Umrechnung ist über die Gauß-Verteilung etwas kompliziert,
sodass ich an dieser Stelle einfach auf Quelle [33] verweise. Dort ist zu entnehmen, daß
der Prozentrang 10 mit einem IQ-Wert von 77 verbunden ist. Im Klartext: 90% der Bevölkerung
hat einen IQ-Wert von 77 oder mehr.
Ich unterstelle der Wirtschaft und auch [5], dass sie sich die schlauesten Köpfe
herauspickt. Das Ziel einer Firma ist es, möglichst gute Leute anzuwerben, also Personen
mit einem hohen IQ. Auf den obigen Prozentrang übertragen bedeutet dies, dass in der
Wirtschaft Leute eingestellt werden mit IQ-Wert von 77 oder mehr.
Wenn Murray et al. Recht haben, dann werden bei Einstellungstest lediglich Personen mit
einem IQ-Wert weniger als 77 nicht eingestellt. Nur so ist zu erklären, daß die
Arbeitslosigkeit bei 10% und nicht etwa bei 50% liegt.
Wenn die Arbeitslosenquote auf 5% sinkt (oder gar auf 0% Vollbeschäftigung), dann sinkt
auch die IQ-Schwelle. D.h. es werden Personen auch unter 77 IQ-Punkte eingestellt, die neue
Grenze ist dann vielleicht 70 Punkte.
Für mich etwas überraschend war, dass die Wirtschaft auch Personen mit IQ-Werten von 77 bis
100 einstellt. Vielleicht liegt das daran, dass Erwerbstätigkeit ein Massenphänomen ist.
Der Ausschluss von Arbeit betrifft nur sehr sehr wenige Menschen. Nur 10% der Menschen
haben keine Arbeit und nur 10% der Menschen haben einen IQ von weniger als 77. Zwischen
beiden Werten gibt es keinen Zusammenhang. Begründung: mit einem IQ-Wert kleiner 77 kann
man noch nicht einmal einen Antrag auf Arbeitslosenunterstützung stellen. Da dies aber von
den Arbeitslosen erwartet wird, ist diese Gruppe nicht identisch mit den Minderbegabten.
Der durchschnittliche Arbeitslose mag vielleicht nicht unbedingt helle im Kopf sein, aber
sein IQ-Wert ist höher als 10% der Bevölkerung (d.h. größer 77 Punkte). Dass er mit diesem
Wert dennoch keine Arbeit ist tragisch.
Leider habe ich bisher unterschlagen, dass die Arbeitslosenquote in Wahrheit viel höher
ist. Nicht mitgezählt wurden alte, kranke, Schüler, Studenten usw. Die breiter gefasste
Erwerbsquote von Deutschland beträgt ca. 50%. D.h. 40 Mio von 80 Mio Einwohnern gehen einer
Beschäftigung nach. In den USA ist diese Zahl ähnlich. Bei Prozentrang 50 ist in [33] Seite
8 ein IQ-Wert von 100 eingetragen. D.h. 50% der Bevölkerung hat einen IQ-Wert von 100 oder
mehr. Die Wirtschaft kann es sich erlauben, diesen Personenkreis rechts in der Glockenkurve
einzustellen. Und alle Menschen mit weniger als IQ=100 abzulehnen. Diese Idee
weitergedacht, ist die Gesellschaft zweigeteilt:
1) Arbeitslose, IQ<=100
2) Erwerbstätige, IQ>100
Von der Häufigkeitsverteilung erarbeiten die schlauesten Menschen den gesellschaftlichen
Reichtum. Sie befinden sich rechts in der Glockenkurve. Hingegen ist die Bevölkerungsgruppe
links unter der Glockenkurve unproduktiv, hat einen zu geringen IQ-Wert und hat deshalb
auch keine Arbeit. Es betrifft Alte, Obdachlose, Kriminelle und Arbeitslose.
Auch wenn mir die Konsequenz nicht gefällt, vermute ich dass Murray in "the bell curve"
Recht hatte. Seine Hypothese ist bestätigt.
Die Schwelle zwischen Wirtschaft und Asozial besteht im IQ-Wert von 100. Gelingt es einer
Person, diesen Wert zu überschreiten, dann wird sie auch eingestellt. Denn die Wirtschaft
beschäftigt 50% der Bevölkerung. Und sie verwendet IQ-verwandte Test zur Selektion.
Erreicht eine zufällige Person lediglich einen Wert unterhalb 100 wird sie auch nicht
eingestellt, sie bleibt dann arbeitslos und wird asozial. Diese Hürde ist relativ hoch, wer
schonmal am Heimcomputer einen IQ-Test gemacht hat, der weiß wie leicht man unkonzentriert
wird und nur einen Wert von 95 erreicht. Das passiert überraschend häufig. Einmal falsch
angekreuzt oder zu langsam gewesen und schon zeigt das Barometer auf Niederlage. Man muss
keineswegs ein Volltrottel sein, um abgelehnt zu werden.
* 6.1: Ausnahmen bestätigen die Regel
Sicherlich gibt es Sonderfälle, beispielsweise kennt jeder die Geschichte vom hochbegabten
Jungen, der trotz seiner Intelligenz keine Arbeit findet. Er befindet sich rechts in der
Glockenkurve, also in dem Segment, was vorwiegend erwerbstätig ist. Dennoch gelingt ihm
nicht der Sprung in einen Arbeitsvertrag. Er ist ein Einzelfall.
Ähnlich gibt es sicherlich auch Menschen mit einem IQ Wert von 80, die dennoch einem Beruf
nachgehen. Beispielsweise als Callboy (harter Sex gegen Entgelt). Trotz der
fortschreitenden Technisierung in der Wirtschaft gibt es manchmal kleinere Nischen wo
Intelligenz nicht alles ist. Auch im Bereich Modeling sind Sonderfälle denkbar, wo ein
kleines Dummchen eine steile Karriere hinlegt.
Diese Sonderfälle sind allerdings statistisch nicht relevant. Es gibt sie, aber sie
bestätigen nur die Regel. Im Allgemeinen sind Personen mit IQ Werten unter 100 ohne
Beschäftigung. Sie erfüllen nicht die Anforderungen, um selbstständig Geld zu verdienen.
Sie können nicht mit Computern umgehen, sie haben Probleme mit der deutschen Sprache und
sind daher untauglich.
Klar, ich würde mir wünschen dass jeder eine Chance in der Wirtschaft hat. Daß auch
Personen links unterhalb der Glockenkurve einen Job bekommen. Nur als was? Würde die
Wirtschaft tatsächlich alle Personen bis zu einem IQ Wert von 77 (Prozentrang 10) in Lohn
und Brot bringen, dann wäre niemand mehr arbeitslos. Es würde bedeuten, dass 90% der
Bevölkerung einen Beruf hätte. 90%, das sind bei 80 Mio Einwohnern ziemlich genau 72 Mio
Erwerbstätige. Was sollen die alle tun? Es gibt einfach nicht genug Arbeit um auch die
Minderbegabten zu beschäftigen. Die Wirtschaft hat nur Platz für 40 Mio, nicht mehr.
* 6.2: IQ Werte in der Zweidrittel-Gesellschaft
Bisher bin ich davon ausgegangen, dass
Nichterwerbstätige wäre. Problematisch
und Normalzustand. Beispielsweise sind
kein Arbeitslosengeld. Denn sie lernen
Normalkurs.
die Gesellschaft zweigeteilt in Erwerbstätige und
ist die exakte Abgrenzung zwischen Arbeitslosigkeit
Studenten zwar arbeitslos, bekommen aber dennoch
für den Beruf und befinden sich damit auf
Zur besseren Diskriminierung der Gesellschaftsmitglieder hat sich der Terminus "Zweidrittel
Gesellschaft" etabliert [34]. Damit ist gemeint, ... steht sowieso alles bei Wikipedia.
"Wer lesen kann ist klar im Vorteil". Die Einteilung in Zweidrittel versus Eindrittel ist
besser geeignet, die tatsächliche Spaltung innerhalb von sozialen Gruppen zu beschreiben,
als es eine dumpfe 50:50 Einteilung könnte:
- Zweidritteln: ihnen geht es gut, sie begründen das Normalarbeitsverhältnis, den
Normalkonsum und die Normalbildung
- Eindrittel: geht es schlecht, sie sind arm, sind ungebildet, haben keine Moral
Besonders interessiert bin ich natürlich an der Einordnung in die IQ-Skala. In der Grafik
[33] Seite 8 muss dazu der Prozentrang unten abgelesen werden. Der Wert 33% liegt genau
zwischen 15,81 und 50,0 der Prozentränge. Der dazugehörige IQ-Wert ist 92,5. Das heißt,
Zweidrittel der Gesellschaft haben einen IQ Wert von 92,5 oder mehr. Mit dieser Marke kann
die Zugehörigkeit oder der Ausschluss von der Zweidrittel-Gesellschaft exakt definiert
werden. Liegt dein IQ höher, ist alles im grünen Bereich: Du bekommst einen Job, gründest
eine Familie, bist gut integriert. Wenn du jedoch weniger als 92,5 IQ Punkte im Test
erreichst, gehörst du zu dem miesen Haufen, die keine Aufgabe haben, abhängig von Marihuana
sind und ihre Freizeit in Behindertenwerkstätten, Jugendgefängnissen oder in 1-Euro-Jobs
verbringen.
92,5 IQ Punkte -- das klingt ziemlich viel. Aber auch nicht zuviel. Immerhin gibt es eine
Toleranz zum IQ Wert von 100. Kleinere Fehler sind möglich, ohne dass dadurch die
Zugehörigkeit zur Zweidrittel-Gesellschaft verloren geht. Der Bereich von 92,5 - 100
betrifft jenes Klientel die vielleicht kleine Defizite haben, aber mit Ehrgeiz und Fleiß
dennoch erfolgreich sind. Sie werden von den Stärkeren gefördert.
Darunter jedoch ist die Selektion knallhart. Wer nicht die Mindestanforderungen erfüllt,
der fällt durch: Qualitätskontrolle nicht bestanden. Das gilt in der Schule, bei der
Bundeswehr und auch in der Fahrschule. Wer die Mindestpunktzahl nicht erreicht hat keine
Chance verdient. Er wird für die Firma als Arbeiter keinen Nutzen bringen. Stattdessen
fällt er in die soziale Hängematte wo er mit Nachschulungen, Bewerbertraining, und
Sozialarbeitern bespaßt wird.
Ob diese Selektion gerecht ist, wage ich zu bezweifeln. Immerhin entscheidet über Erfolg /
Mißerfolg die eigene Qualifikation. Aber trotz ihrer Ungerechtigkeit ist die Selektion nach
IQ-Wert eine Tatsache. Der Kapitalismus funktioniert optimal, wenn über Arbeitsmärkte die
Bewerber nach ihren Fähigkeiten bewertet werden. Der Imperialismus beruht darauf, bestimmte
Personengruppen mit geringer wirtschaftlicher Potenz auszusortieren. Sie werden durch die
Personalentscheidungen vom Arbeitsmarkt ferngehalten, sie sind dort nicht erwünscht. Diese
Entscheidungen basieren auf betriebswirtschaftlichen Zielen (Gewinne machen).
Nun kann damit allein noch nicht die soziale Migration erklärt werden (sozialer Aufstieg,
sozialer Abstieg). Im Unterschied zum starren Kastenwesen in Indien bieten demokratische
Gesellschaften ihren Mitgliedern neue Chancen. Man kann aufsteigen und so seine
Statusposition verbessern. Soziale Anerkennung und ein steigendes Selbstwertgefühl sind die
Folge. Aus einem IQ=80 Schüler kann ein IQ=100 Schüler werden. Dadurch erhält er Zutritt
zur Mehrheitsgesellschaft und macht sich ihren Duktus zu eigen. Er lernt den Wert von
Markenprodukten zu schätzen, wird von seinem Vorgesetzen wegen seiner Fähigkeiten geschätzt
und kann sich ein eigenes Auto leisten.
Soziale Migration ist ein Zeichen für das Funktionieren von Selektionsmechanismen. Durch
Beharren auf Normen ("wir stellen nur Personen mit IQ größer 92,5 ein") werden bestimmte
Menschen motiviert ihre Leistung zu steigern. Das tatsächlich vollzogene Aufrücken von
ehemals schlechten Schülern wird so Realität. Im Gegenzug gibt es natürlich auch ehemalige
Studenten mit IQ Werten von 120, die ihren Ehrgeiz verlieren und dann zurückfallen. Sie
lernen nicht für die Prüfung, beginnen mit dem Gras rauchen und verlieren damit ihre
Selbstachtung. Es zählt nicht der frühere IQ, sondern immer nur der aktuelle.
* 6.2.1: Mathematische Fundierung
Eine erste Version meines Textes habe ich ins Usenet gepostet (de.org.mensa) Prompt kam
auch eine Antwort, bemängelt wurde die ungenaue Berechnung des 1/3 Prozentranges für die
IQ-Normalverteilung. Deshalb füge ich an dieser Stelle einen kleinen Exkurs zu den
mathematischen Grundlagen ein.
Als erstes starte ich dazu Excel und suche nach der Funktion "Normalverteilung". Damit wird
eine Tabelle generiert:
-----------------IQ
Häufigkeit
-----------------70
0
75
0.01
80
0.01
85
0.02
90
0.02
95
0.03
100
0.03
105
0.03
110
0.02
115
0.02
120
0.01
125
0.01
130
0
-----------------Die Häufigkeit eines IQ-Wertes wird über die Funktion "Normalverteilung" berechnet. Als
Eingabeparameter verwendet diese Funktion:
a) IQ-Wert = erste Spalte
b) Mittelwert=100
c) Standardabweichung=15
Excel berechnet jetzt zu jedem IQ-Wert die entsprechende Häufigkeit. Der Einfachheit halber
habe ich sehr große Schritte (5 IQ Punkte) gewählt. Markiert man beide Spalten und läßt
sich ein Liniendiagramm zeichnen ergibt sich das typische Glockendiagramm, was auch auf dem
Umschlag von [8] abgebildet ist.
Um den exakten IQ-Wert für den Prozentrang 33 (wegen Zweidrittel-Gesellschaft) numerisch zu
bestimmen, habe ich die Tabelle etwas erweitert:
-------------------------------------------IQ
Häufigkeit Kumuliert
Kumuliert invers
-------------------------------------------70
0
0.02
70
75
0.01
0.05
75
80
0.01
0.09
80
85
0.02
0.16
85
90
0.02
0.25
90
95
0.03
0.37
95
100
0.03
0.5
100
105
0.03
0.63
105
110
0.02
0.75
110
115
0.02
0.84
115
120
0.01
0.91
120
125
0.01
0.95
125
130
0
0.98
130
0.33
93.54
-------------------------------------------Ganz am Ende steht das Ergebnis: zu der kumulierten Häufigkeit 0,3333 ist der IQ-Wert exakt
93,54
Beachten: die Spalten "Kumuliert" und "Kumuliert invers" sind spezielle Excel-Funktionen.
Für Anwender von OpenOffice Calc hier die Formel zu direkten Berechnung des Prozentranges:
=NORMINV(0.3333;100;15)
Ergebnis: 93.54
Parameter:
0.3333 (gesuchter Prozentrang)
100 (Mittelwert)
15 (Standardabweichung)
Zur Veranschaulichung noch ein weiteres Beispiel: Angenommen, ich bin Personalchef eines
kleines Unternehmens. Auf die ausgeschriebene Stelle als Gebäudereiniger haben sich 200
Personen beworben (ja, ja in der Wirtschaftskrise machen die Leute alles). Ich habe aber
nur 10 Stellen frei, d.h. ich werde 190 Personen eine Absage erteilen. Zur
Personalselektion wird ein IQ-Test verwendet. Jeder der 200 Personen nimmt daran teil, und
erreicht einen IQ-Wert. Der erste Bewerber kommt auf 90 Punkte, der nächste auf 110 usw.
Wobei der Mittelwert bei 100 liegt und die Standardabweichung bei 15.
Bei 190 Absagen auf 200 Bewerber ist die Wahrscheinlichkeit genommen zu werden 5% (10/200).
Die dafür nötige IQ-Schwelle ist:
=NORMINV(0.95;100;15)
=124.67
In Worten besagt die Formel: "Berechne den Prozentrang 95 für eine Normalverteilung mit dem
Mittelwert 100 und einer Standardabweichung von 15". Das Ergebnis ist rund 125 IQ Punkte.
Ich als Personalchef suche mir diejenigen Bewerber mit einem IQ-Wert von 125 oder mehr
heraus und kann den Rest nach Hause schicken.
* 6.2.2: Negative IQ-Werte
Im Musikvideo "Randale in der Sonderschule" [63] ist von negative IQ-Werten die Rede. Gibt
es sowas wirklich? Die deutschen Standardtests werden mit dem Mittelwert 100 und der
Standardabweichung 15 bestimmt, hier der Code für Gnuplot (Der IQ-Wert von 100 hat die
größte Häufigkeit):
set xr[0:200]
plot (1/(15*(sqrt(2*pi))))*exp(-.5*((x-100)/15)**2)
In der Bundeswehr wird eine uniforme Intelligenz angestrebt: Jeder Rekrut hat einen
Intelligenzquotienten von 100, es gibt keine Unterschiede. Die Standardabweichung ist
geringer, z.B. 5. Der Mittelwert bleibt bei 100:
plot (1/(5*(sqrt(2*pi))))*exp(-.5*((x-100)/5)**2)
Im Zivilleben ist die Streuung der IQ-Werte allerdings sehr viel größer, die
Standardabweichung liegt bei 50:
plot (1/(50*(sqrt(2*pi))))*exp(-.5*((x-100)/50)**2)
In diesem Fall gibt es sogar negative IQ-Werte. Einen Wert von -50 IQ Punkten erreichen nur
sehr wenige, kommt aber vor. Es sind vor allem Sonderschüler die soweit links liegen... Der
Durchschnitswert wird dadurch nicht gestört, er beträgt immernoch 100.
Inhaltlich liegt der Proband mit dem Wert -50 vom Mittelwert exakt 150 Punkte entfernt (3
Standardabweichungen). Sein Rückstand gegenüber Normal ist riesig. Um den Anschluss zu
finden, müsste er Tag und Nacht lernen. Tut er aber nicht, er raucht Gras / ist dumm wie
ein Eimer Wandfarbe und schaut MTV. Bei sehr inhomogenen Gruppen kommt soetwas vor. Oder
wenn der Test sehr unfair aufgebaut ist ...
Auf den gängigen IQ-Test mit Standardabweichung von 15 umgerechnet, bedeutet es:
-50 = 3 Standardabweichungen entfernt
15*3=45
100-45=55
Nach gängiger Skala wären -50 IQ Punkte (50 Standardabweichung) gleichbedeutend mit 55
Punkten (15 Standardabweichung).
* 6.2.2.1: Nachwort
Soeben habe ich mit Excel ein wenig rumgespielt, um das Phänomen "negative IQ-Werte"
genauer zu untersuchen. Heraus kam dabei folgende Tabelle:
--------------------------------Schüler
Punkte
IQ-Werte
1
2
46,51
2
8
186,05
3
6
139,53
4
2
46,51
5
2
46,51
6
1
23,26
7
5
116,28
8
9
209,30
9
0
0,00
10
8
186,05
Mittelwert 4,30 100
Standardabweichung
3,30 77
Variationskoeffizient
77%
77%
Min
0,00
--------------------------------Erläuterung: 10 Schüler schreiben eine Klassenarbeit, es können Zensuren von 0 bis 15
erreicht werden. 15 Punkte ist 1+, 14 = 1, usw. Zur Umrechnung der Punkte in IQ-Werte habe
ich eine Transformation ähnlich der z-Transformation verwendet. Der Mittelwert wurde nach
100 skaliert, die Standardabweichung auf den gleichen Variationskoeffizienten wie in der
ursprünglichen Punkteverteilung. Dann habe ich Excel mittels des Solver angewiesen, die
Zensuren solange zu fluktuieren, bis ein IQ-Wert möglichst niedrig wird. Das beste Ergebnis
ist in der Tabelle abgebildet, Schüler 9 hat einen IQ-Wert von 0,0 erreicht. Negative IQWerte konnte ich nicht realisieren. Schade eigentlich...
Aber immerhin können die IQ-Werte sehr stark fluktuieren, weit über die häufig verwendete
Standardabweichung von 15 hinaus.
Was ist die Aussage dieser Tabelle? Zunächst einmal kann es wirklich keine negativen IQWerte geben, und es wurde deutlich, was der IQ-Test in Wahrheit mißt: die Rangfolge von
Personen. Je niedriger der IQ-Wert desto niedriger die Rangposition innerhalb der Gruppe.
Deshalb ist es auch so verführerisch einen IQ-Wert in einen Sozialstatus umzurechnen. Es
ist die mathematische Darstellung einer Hackordnung: es gibt Alphatiere, ein Mittelfeld und
ganz unten kommt die Unterschicht. Auch der Begriff Unterschicht symbolisiert einen Rang
innerhalb von Gemeinschaften. Wegen Mangel an Geld, Mangel an Bildung und Mangel an
Motivation befinden sich diese Personen auf einem niedrigen Rangplatz. Als Folge haben sie
keine Macht und können sich keine gesellschaftlichen Ressourcen wie Luxus-Urlaub, LuxusAuto oder Eigenheim aneignen.
Der IQ-Wert selbst sagt eigentlich gar nichts aus, denn wie man ihn mißt ist verhandelbar.
In einer Leistungskontrolle für Schüler wird er über das Verfassen eines Deutsch-Aufsatzes
ermittelt: "Schreiben sie eine Erörterung". Je nach erreichter Zensur (von 0 bis 15) wird
anschließend die Rangordnung definiert. Oder aber der IQ-Wert wird über eine Mathetestat
ermittelt, oder man kann ihn auch über das Einkommen ermitteln: kleine Einkommen bedeutet
dabei eine rangniedere Position.
Ob der Rang in einem Deutsch-Aufsatz mit dem Einkommensrang korreliert sei dahingestellt.
In der Praxis gibt es Schüler, die im Fach Deutsch einen Spitzenplatz einnehmen, und im
Fach Politik dagegen nur Mittelfeld sind. Trotzdem gibt es einen globalen Rang, und zwar
den Rang auf dem Arbeitsmarkt. Er ist wichtiger als jede andere Leistung.
Um die Bedeutung eines sozialen Ranges näher zu beleuchten lohnt der Blick in die MusterGemeinschaft "Jonestown". Zur Erinnerung: das war die ausgeflippte Sekte mitten im
südamerikanischen Urwald, die sich radikalisierte. Auch in dieser Sekte gab es Ränge, ganz
oben stand Jim Jones. Er war die ranghöchste Person. Dann kamen seine engsten Vertrauten;
mit ihnen hatte er homosexuellen Geschlechtsverkehr und sie waren für die Sicherheit im
Lager verantwortlich. Abweichler wurden von diesem engsten Kreis diszipliniert. Eine
Rangstufe niedriger war das normale Volk, d.h. der Durchschnitts-Sektenangehöhrige. Er war
Teil der Gruppe und ein Mitläufer. Ganz unten auf der Leiter standen die Austrittswilligen.
Das waren Personen, die nicht mehr 100% mit Jim Jones konform liefen und mit dem Gedanken
spielten, die Sekte zu verlassen. Aus dieser Schicht rekrutierten sich dann auch die
Überlebenden des Massenselbstmordes. Es waren diejenigen, die nicht den tödlichen Cocktail
schluckten. Dieser Personenkreis hätte auf einer Jonestown-IQ-Skala lediglich Werte von 0
bis 50 erreicht. Jim Jones dagegen hätte einen Wert von 150 IQ-Punkten erreichten (als
Anführer).
Das schöne an der IQ-Verteilung ist, dass damit jedes beliebige Merkmal gemessen werden
kann: einmal natürlich in der Schule die kognitive Leistung. Aber man kann auch die Anzahl
der flachgelegten Mädchen messen, oder die Rangstufe im Spiel "World of Warcraft". So ist
es möglich, dass jemand auf der Macho-IQ-Skala einen Wert von 140 erreicht (hat sehr viele
sexuelle Kontakte) und ein anderer vielleicht nur einen Wert von 80 (sehr wenige sexuelle
Kontakte). Auf der Macho-Skala steht letzterer damit rangmäßig niedriger.
Soetwas wie einen allumfassenden IQ-Wert gibt es nicht; und den kann es auch gar nicht
geben. Definiert sich doch in unterschiedlichen sozialen Gruppen auch eine unterschiedliche
soziale Rangstufe. Aber es gibt bestimmte Personen, die überhaupt nicht an Gruppen
interessiert sind, sondern denen es ausschließlich um Erfolg geht. Ihr Ziel ist unabhängig
von der sozialen Gruppen einfach nur die Anführerschaft zu gewinnen. Solche Menschen
spielen Fußball nicht weil sie Fußball so toll finden, sondern weil sie gewinnen wollen.
Aus diesem Grunde wird in Bewerbungsgesprächen so gerne nach den Freizeitaktivitäten
gefragt. Dabei ist Fußball nicht wirklich wichtig, es geht nur um den Siegeswillen von
Personen. In Firmen werden solche Leute als Führer gesucht, die auch sonst überall die
erste Geige spielen. D.h. in kompetitiven Situationen einen Siegeswillen besitzen. Wobei
natürlich erwähnt werden muss, dass Leute mit dem Wunsch nach Sieg irgendwelche Defizite
kompensieren. Meist das eigene Selbstwertgefühl. So wird "Erfolg zu haben" als
Ersatzbefriedigung für eine narzisstisch gestörte Persönlichkeit.
In einem Buch über das Selbstvertrauen von Kindern wurde als Gegenbeispiel der Roman
"Huckleberry Finn" von Mark Twain genannt. Der Protagonist ist ein Looser: er lebt in einer
Tonne, ist bettelarm und raucht den ganzen Tag Gras. Erfolg ist ihm gänzlich unwichtig, er
kümmert sich nicht um die Meinung der anderen. Ihm ist das Urteil vom Pastor gänzlich egal.
Im Kontext "Persönlichkeitstests" würde man Huck Finn heute als Underarchiver bezeichnen:
er wäre grundsätzlich zu Leistung in der Lage, hat aber ein Motivationsdefizit. Er sieht
keine Notwendigkeit "Erfolg zu haben". Ihm ist Freiheit wichtiger. Huck Finn steht
rangmäßig unterhalb von Tom Sawyer. Sein IQ-Wert ist niedriger.
* 6.2.2.2: Rangstufen
Im konservativen Weltbild wird eine Rangordnung postuliert, die so nicht existiert. Die
Postmoderne zeichnet sich gerade durch den Zerfall von Gemeinschaften aus. Soetwas wie
Kirchen, politisches Leben oder Vereine sind im Auflösen begriffen. Die Zahl der
Nichtwähler steigt und die Zahl der Arbeitslosen ebenfalls. Stattdessen wird eine Autonomie
des Individuums gepredigt. Der einzelne erhebt sich selbst zum Gott, er akzeptiert keine
Vorgesetzten über ihm. Autoritäten werden kritisch hinterfragt, ihre ranghöhere Position
angezweifelt.
In modernen Sozialstaaten ist der Zugriff auf materielle Güter abgekoppelt von Leistung.
Auch die rangniedrigste Person erhält eine Wohnung, etwas zu Essen und eine
Krankenversicherung. In der Eisenbahn sitzen alle im gleichen Abteil. Ein Rang ist nur noch
eine Fiktion aus früheren Zeiten. Das Prinzip der Gleichheit hat sich durchgesetzt.
Heute wird soziale Nähe ausschließlich über Medien realisiert. Big Brother Reality TV
ersetzt echte Freundschaften, und Pornographie ersetzt echten Sex. Virtuelle Realitäten
bilden neue Rangstufen aus, aber auch dort herrscht eine Beliebigkeit vor. Vielen
Mitspielern von "World of Warcraft" ist der eigene Rang egal; manche cheaten und betrügen.
Das einzige Weltbild, indem nach wie vor absolute Rangstufen (im Sinne von höher- und
minderwertig) existieren, sind fanatische Sekten, Ariosophen und die Wirtschaft. So ist es
absolut normal, dass Scientology den Kapitalismus unterwandert. Denn die Wirtschaft ist
Scientology. Ein Haufen von auserwählten Managern haben als Selbstverständnis den EliteBegriff, der sie befähigt die ganze Welt zu beherrschen. Ja bravo, so funktionieren
totalitäre Systeme. Wenn die Politik und die Wirtschaft weiterhin nach Führungskräften
sucht, werden die uns alle umbringen. Ihre Paranoia und der unbedingte Erfolgswahn führt zu
Fehleinschätzungen des Risikos.
Erste Ansätze in dieses Richtung gibt es in Deutschland zu besichtigen. In keinem anderen
Land gibt es mehr Sonderschulen, wo angeblich geistig behinderte Kinder verwahrt werden um
sie später als Erwachsene in 1-Euro Jobs abzuschieben. Wobei die Personen nicht wirklich
behindert sind, sondern ihn wird lediglich eine rangniedrige Position zugeteilt. Sie
erhalten eine rangniedere Ausbildung, eine rangniedere Arbeit und ein rangniederes Geld.
* 6.2.2.2.1: Warteschlangen
Bei begrenzten Ressourcen ist eine Warteschlange ein faires Angebot. Beispielsweise gibt es
im Supermarkt 10 Kunden mit dicken Einkaufskörben, aber nur eine hübsche Kassen-Frau. Es
ist sinnvoll, dass die Kunden sich hintereinander anstellen und so eine Rangordnung bilden.
Der ranghöchste Kunde wird zuerst abkassiert, er hat den besten Platz. Der Nachzügler
bekommt Platz 10 und muss lange warten. Die Rangordnung in einer Warteschlange hat demnach
Auswirkungen auf den Zugriff auf die begehrte Ressource Zeit.
Teilt man Menschen anhand ihrer Arbeitsmarktgängigkeit in eine Rangordnung ein, so bilden
sie ebenfalls eine Warteschlange. Die ranghöchste Person bekommt sofort einen Arbeitsplatz,
die anderen müssen eine Weile suchen. Aber welche Ressource wird hier eigentlich verteilt?
Ist "Recht auf einen Arbeitsplatz" eine einklagbare Leistung? Bei Studienfächern kann man
sich unter Umständen einklagen, man setzt sein Recht auf Ausbildung gewaltsam durch. Einen
Arbeitsplatz kann man hingegen nicht einklagen. Denn dort erbringt der Arbeitnehmer die
Leistung. Lediglich eine leistungsgerechte Bezahlung kann eingeklagt werden. Man kann
niemanden dazu zwingen, Arbeit vorzuhalten, die man selbst ausführen muss.
Auf dem Arbeitsmarkt ist die Rangordnung genau entgegengesetzt. Der Ranghöchste wird als
erstes freigesetzt (in die Freiheit entlassen). Der Rangniedrigste verläßt den Betrieb als
letztes. Man sollte nicht vergessen, daß Arbeit zu haben eine Bürde ist und keineswegs
erstrebenswert.
Lediglich in religiösen Gemeinschaften (Jonestown oder in einem Zen-Tempel) wird Arbeit zum
Selbstzweck verherrlicht. Die Mitglieder erbringen die Leistung freiwillig und fühlen sich
ausgegrenzt, wenn sie keine Arbeit haben. Die ranghöchsten Sektenmitglieder opfern sich den
ganzen Tag für die Gemeinschaft auf (berufsmäßig). Die Arbeitsverweigerung wird zu einer
Verweigerung gegenüber der Sekte. Wobei Arbeit nicht nur die lebensnotwendigen Dinge wie
Holz hacken in einem Zen-Tempel sind, sondern Arbeit ist auch die Teilnahme beim Beten, das
gemeinsame Mittagessen und die Feier. Auch in der Wirtschaft besteht die Arbeit auch aus
sozialen Aktivitäten, wie Betriebsfeier, Mittagessen oder der Urlaub mit den
Arbeitskollegen. Es sind die gleichen sektenähnlichen Muster. Eine Verweigerung an der
Betriebsfeier teilzunehmen ist eine Abkehr von der Gruppe. In strengen Religionen wird
soetwas sanktioniert.
* 6.3: Wohin mit den Schwachen?
Wie ich im Kapitel "IQ-Werte in der Zweidrittel-Gesellschaft" gezeigt habe, ist die
Einstellungsvoraussetzung in der freien Wirtschaft ein IQ von mindestens 92,5 Punkten. Dies
entspricht dem Prozentrang 1/3 der IQ-Normalverteilung und teilt die Gesellschaft in 1/3
Außenseiter und 2/3 Normal. Aber was passiert mit jenen Menschen, die unterhalb der IQSchwelle liegen? Die also unterqualifiziert für eine Arbeit im Monopolkapitalismus sind?
Diese sogenannte Unterschicht könnte man natürlich präventiv ins Gefängnis sperren. Dann
lungern sie nicht auf der Straße herum und betteln die Leistungselite nach Alkohol an.
Wegen der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (und weil Gefängnisse sehr teuer sind)
wird in demokratischen Staaten eine mildere Form des Zuchthauses gewählt: Das Ghetto. In
Armenvierteln sind die Mieten niedrig; dort sammeln sich 1/3 der Gesellschaft. Ihre
Hauptbeschäftigung ist das Fernsehschauen und das Rauchen von selbstangebautem Gras
(Haschisch). Die wenige Sozialhilfe geben sie für Tattoos und Bodybuilding Hosen aus. Der
eigene Körper wird als Kapital betrachtet und sexuelle Aktivität wird zum sozialen
Erfolgserlebnis. Es bildet sich eine Subkultur der Armut. Ihr gemeinsames Merkmal ist ein
IQ Wert kleiner 92,5. Es ist das untere Drittel der Gesellschaft; zu schwach für den
globalen Wirtschaftskrieg.
Dieses Subproletariat ist keineswegs eine industrielle Reserverarmee (wie sie von Karl Marx
beschrieben wurde). Sie steht keineswegs "allzeit bereit um die herrschende Klasse
abzulösen". Sondern sie ist Ausschuss, sie ist durch ihren eingeschränkten IQ Wert als
Arbeiter / Angestellte nicht geeignet. Sie erfüllt die Anforderungen des Wirtschaftskrieges
nicht. Es sind die Verletzten, Schwachen und Frauen hinter der Front. Es wäre unmenschlich,
sie ebenfalls für einen totalen Krieg zu mobilisieren. Sie verbleiben in Warteposition und
dienen allenfalls der Aggressionsabfuhr der echten Krieger. Es kommt vor, wenn auch ethisch
verwerflich, dass Erwerbstätige das Subproletariat diffamieren. Stärke definiert sich durch
das Einprügeln auf Schwächere. Erst durch diese Tat wird der Unterschied deutlich. So dient
das ausgegrenzte 1/3 der Gesellschaft als Sündenbock, auf das man nach Belieben einschlagen
kann:
- Sozialhilfe kürzen
- Wohnungsdurchsuchung wegen Kleinigkeiten
- ins Gefängnis sperren wegen 5 Gramm an Marihuana
- Resteverwertung durch die Tafel (Lebensmittel)
So dienen die sozial Deklassierten Menschen als Negativbeispiel, als Triebabfuhr für eine
ethisch verunsicherte Oberschicht. Es ist eine Knetmasse, beliebig durch Gesetze gängelbar,
weil unfähig zum Widerstand. Ohne Geldmittel, ohne Machtmittel und Willen zum Sieg wird sie
gefügig gehalten. Es ist ein Luxus, sie dennoch mit Lebensmittel und Wohnraum auszustatten.
Ähnlich einem Behinderten, dem man erlaubt weiterzuleben. Bereits bei seiner Geburt ist
offensichtlich, dass er niemals normal werden wird. Er wird die Gesellschaft niemals
unterstützen können. Und dennoch erhält er von dieser eine lebenslange Rente -- das ist
wahre Menschlichkeit.
Am Leben gehalten wird das deklassierte untere Drittel durch die Hoffnung. Es gibt immerhin
eine kleine Chance, dass ihre Kinder den sozialen Aufstieg schaffen und zu den IQ Werten
des Normalbereiches aufschließen. Um diese Chance zu erhöhen wird durch sozialdemokratische
Regierungen die Förderung von Benachteiligten besonders forciert. Hauptschulen und
Sonderschulen erhalten oftmals mehr finanzielle Mittel als Gymnasien. In der Hoffnung, die
Startschwierigkeiten überkompensieren zu können. Und das mit Erfolg; einige wenige schaffen
den sozialen Aufstieg, sie wechseln von der Hauptschule aufs Gymnasium und finden dort
Anschluss an die Leistungsgesellschaft. Ihr IQ-Wert verbessert sich von 80 auf 100 und
sogar auf 110. Das ist deshalb möglich, weil der IQ-Wert veränderlich ist. Er ist
keineswegs von Geburt durch die Gene festgelegt, sondern unterliegt Schwankungen. Eine
spezielle Leseförderung kann beispielsweise die Testergebnisse positiv beeinflussen.
Das
den
der
die
utopische Fernziel einer sozialdemokratischen Gesellschaft ist es, für alle Menschen
sozialen Aufstieg zu ermöglichen. Eine Steigerung der IQ-Werte von Einzelpersonen dafür
notwendige Schritt. Utopisch deshalb, weil in der Praxis es lediglich Einzelfälle sind,
ihre kognitive Leistungsfähigkeit signifikant steigern vermögen.
So bleibt ein großer Block an unterbegabten Personen über, die als Straßenfeger, Müllmann
oder Laubharker einer Aufgabe nachgehen können. Die Tätigkeit 1-Euro-Job ist angemessen für
Personen mit IQ-Werten unterhalb von 92,5 Punkten. Es entspricht ihrem Leistungsvermögen
und überfordert sie nicht. Es ist geradezu ein Akt von Nächstenliebe den Minderbegabten
eine Aufgabe zu geben und sie so zumindest dem Schein nach zu integrieren. In Wahrheit sind
sie durch ihren IQ-Wert praktisch vom 1. Arbeitsmarkt auf Ewig ausgeschlossen. Das ist ein
bisschen so, wie bei den FSK18 Filmen: wer nur 16 Jahre darf nicht ins Kino. Er kommt am
Türsteher nicht vorbei. Und manche Menschen bleiben ein Leben lang 16 Jahre alt. Sie werden
einfach nicht älter.
Der moralische Wert einer Gesellschaft misst sich am Umgang mit den Schwachen. In der BRD
und anderen demokratischen Staaten werden die geistig schwachen hinter der Front gut
gepflegt. Sie erhalten kostenlose Wohnungen, kostenloses Essen und können sogar arbeiten,
wenn sie es denn wollen. Alles ist freiwillig. Aber vor allem werden die Schwachen aus
Kampfhandlungen herausgehalten. Sie müssen sich nicht im Schützengraben beweisen, sie
müssen nicht den Nachschub planen und sie müssen sich auch nicht für das Vaterland
aufopfern. Alles, was die Schwachen tun müssen, ist hinter der Linie in Frieden den Ausgang
des Krieges abwarten und die Normalbürger nicht allzusehr mit dummen Fragen zu belästigen.
Dazu gehört vor allem, dass sie ihre eigene soziale Identität als Schwache anerkennen und
die Helden bewundern. Misstrauen gegenüber der geistigen Elite ist unangebracht und stört
die natürliche Ordnung. Wenn die Väter abends von der Schlacht nach Hause kommen, wollen
sie keinen Stress mit geistig behinderten Söhnen. Sie wollen liebe Söhne, die sie freudig
begrüßen und dankbar für alles sind.
Es ist das Vorrecht der Soldaten mit einem IQ-Wert größer 92,5 das Leben hautnah im Krieg
zu erleben. Einem Krieg, der keine Schwäche duldet; wo die Leistung gefragt ist und der
Ehrgeiz zu Siegen. Einem Krieg, der viele Opfer kennt und mit klaren Regeln agiert. Das
Ziel ist die totale Vernichtung der Maschinen. Erst wenn der letzte Roboter besiegt ist,
erst dann ist der Krieg vorbei. Und es läuft nicht gerade gut für die Menschheit. Trotz
aller Selektionsprozesse, trotz aller Anstrengungen gelang es bisher nicht den Kampf der
Maschinen zu beenden.
* 6.3.1: Massenselektion in der Gesellschaft
Die Bewerberauswahl in den Unternehmen relativiert den puren Intelligenzquotient. Nicht für
jeden Beruf ist ein hoher Intelligenzquotient Einstellungsvoraussetzung. Manche
Personalverantwortlichen erhaben auch darüber keine Werte sondern orientieren sich an
weichen Kriterien wie persönliches Erscheinungsbild oder Hautfarbe. In den meisten Fällen
wird die Auswahl der Rekruten nach marktwirtschaftlichen Kriterien getroffen, d.h. nach
Anforderungen des Arbeitsmarktes.
In manchen Fällen gibt es zwischen IQ und Arbeitslosigkeit eine Korrelation; in anderen
Fällen auch nicht. In jedem Fall wird massenweise eine Auswahl zwischen "Einstellung" und
"Ablehnung" gefällt. Was passiert mit den all den Leuten, die unerwünscht sind? Schlafen
die fortan unter Brücken? Soviele Brücken gibt es doch gar nicht, wie Ablehnungen versand
werden.
Es ist ein bisschen so wie in der Massentierhaltung: es gibt wirtschaftlich begehrte Tiere
(hohe Eierproduktion) und es gibt wirtschaftlich-unerwünschte Tiere (keine Eierproduktion).
Beide Tiere verursachen jedoch Kosten. Der Bauer wird nach Möglichkeit nur die für ihn
gewinnbringenden Tiere in seinem Stall dulden...
Das Kriterium für Menschen ist nicht ihre Fähigkeit Eier zu produzieren, sondern Gewinne zu
erwirtschaften. Gute Mitarbeiter sind ein vielfaches ihrer Lohnkosten wert. Sie kosten den
Sparpreis von 50000,- EUR jährlich, erwirtschaften für das Unternehmen jedoch das
dreifache. Diese Mitarbeiter werden von den Unternehmen bevorzugt eingestellt.
Der Return on Investment von Menschen ist demnach das Hauptkriterium von
Personalentscheidungen. Das Negativbeispiel sind Mitarbeiter, die das Unternehmen pro Jahr
ebenfalls 50000,- EUR an Lohnkosten verursachen. Allerdings keine Gewinne erwirtschaften.
So wie Homer Simpson trinken sie den ganzen Tag nur Kaffee, machen im Büro alles kaputt und
vergraulen die Kunden. Solche Mitarbeiter sind unproduktiv. Ein gutes Unternehmen wird sich
von diesem Klientel nach Möglichkeit trennen.
Nun gibt es ein Großunternehmen, dass sich sehr schwer damit tut, seine unproduktiven
Mitarbeiter zu entlassen: den Staat. Und nein, ich meine nicht die Beamten. Die sind
produktiv. Ich meine die Arbeitslosen. Sie sind Eigentum der Nationalstaaten; sie kosten
ihn sehr viel Geld, erwirtschaften jedoch keine Steuern.
Teilweise versucht der Staat sich von überflüssigen Essern zu entledigen. Beispielsweise
werden arbeitslose Ausländer ganz legal in ihr Heimatland abgeschoben. Wenn ich als
Deutscher beispielsweise in Polen nach 6 Monaten immernoch noch keine Arbeit habe, wird
mich der polnische Staat zurück nach Deutschland abschieben. Er wird mir polnische
Sozialhilfe verweigern.
Jeder Bauer wird bestrebt sein, fremde Tiere abzuschieben. Er wird unproduktive Tiere
dorthin zurückschicken, wo sie herkamen. Nur, wo ist dorthin? Ist es das Geburtsland? Oder
sind es die Familien?
Die Alternative zur Zahlung von Arbeitslosengeld durch den Staat wäre es, die Eltern in
Regress zu nehmen.
* 6.3.2: Sozial unerwünscht
Jeder Bauer wählt nach seinen Kriterien die Tiere aus: der eine ist an hoher Milchleistung
interessiert, der nächste will gesunde Tiere und der dritte sucht ein Kuh mit drei Augen.
Auch der Intelligenztest entspricht einem Auswahlkriterium. Er ist so angelegt, dass der
Versuchsleiter ausschließlich an den Hochbegabten interessiert ist. Die Fragen sind
suggestiv: eine richtige Antwort wird angestrebt. Wie in einem Polizeiverhör stehen die
Antworten bereits vorher fest. Würde der Versuchsleiter nicht daran interessiert sein, wie
eine bestimmte Zahlenfolge fortgesetzt wird oder was der Oberbegriff zu Hund und Katze ist
(Tier), dann hätte er andere Fragen gestellt.
So aber, mit festen Fragen und festen Antworten soll ein bestimmter Kandidat gesucht
werden. Ja, ein Intelligenztest ist wie eine Suchanfrage bei Google: "Suche alle
Kandidaten, die mindestens 12 Fragen richtig beantwortet haben".
Warum will das jemand wissen? Es scheint eine Eigenart von Fallensteller und Trappern zu
sein, dass sie schlauer sind als ihre Beute. Ein IQ-Test soll die Zielperson
identifizieren, verunsichern und fixieren. Der IQ-Test ist ein Köder. Der Versuchsleiter
ist in der Regel überhaupt nicht an mathematischen Rätseln interessiert. Denn er besitzt
als einziger das Lösungsbuch. Er kennt zu jeder Frage die Antwort. Er ist auch an einem
Dialog nicht interessiert. Alles was er will, ist Fallen aufzustellen. Er baut eine
Apparatur, in der sich jede Ratte verfangen muss. Kein Teilnehmer eines Intelligenztestes
wird die volle Punktzahl erreichen. Alle werden in die Falle tapsen. Keiner überblickt den
Apparat vollständig.
Das ist vergleichbar mit einem Zauberkünstler der gerade das Forcieren gelernt hat. Er hat
sich mühsam eine Fähigkeit angeeignet, sein Publikum zu beeinflussen. Er hat sich einen
Kartentrick ausgedacht, den nur er kennt. Nun benötigt er eine Person aus dem Publikum um
mit seinen Fähigkeiten zu blenden. Zuerst zwingt er die Person eine bestimmte Karte zu
wählen, dann tut er so, als ob er die Karte erraten hat. Die Zuschauer sind verblüfft und
bewundern die magischen Fähigkeiten des Zauberkünstlers. Dabei bestand seine Fähigkeit
alleine darin, den Zuschauer im unklaren zu lassen. Er verrät seine Tricks nicht und sagt
auch nicht was er vorhat.
So handhaben es auch gute Schulpsychologen. Sie laden die Eltern mit ihren Sprösslingen
ganz unverbindlich zu einer Darbietung ein. Dann veranstalten sie ihren Hokuspokus und
verkünden am Ende "Ihr Kind muss leider auf die Sonderschule wechseln." Der Trick ist
gelungen, das Publikum applaudiert, der Zauberer hat seine Fähigkeiten eindrucksvoll
demonstriert.
Ja er hätte auch anders vorgehen können. Er hätte beispielsweise dem Kind bei den Antworten
ein bisschen helfen können. Oder es den Test wiederholen lassen. Das war aber nicht sein
eigentliches Ziel. Es ging dem Schulpsychologen von Anfang an darum, seine Mausefalle in
Aktion zu sehen und den Buben als geistig behindert zu klassifizieren. Er tat das, was nur
wenige Zauberkünstler tun: sie mißbrauchen ihr Publikum. Sie machen Witze. Sie holen ein
Kind auf die Bühne um dann Beifall zu erhaschen wie sie es demütigen. Das Kind hatte nie
eine Chance etwas anderes darzustellen als einen Volltrottel. Denn der Zauberer ist der
Regisseur, er trägt die Verantwortung.
Als Besucher eines Zaubertheater bezahlt man viel Geld um einen magischen Abend erleben zu
dürfen. An der Abendkasse legt man 100,- EUR für einen Logenplatz hin. Dafür will man dann
aber was geboten bekommen. Und ein guter Zauberer versucht diesem Anspruch auch gerecht zu
werden. Er entlässt sein Publikum mit einem Funkeln in den Augen, lässt es Eintauchen in
die Welt der Magie. Denn er will ja, dass sein Publikum wiederkommt. Ein glückliches
Publikum ist die beste Werbung.
Manchmal überschätzen sich Zauberer jedoch. Sie glauben um jeden Preis eine große Show
abliefern zu müssen. Sie betrachten ihr Publikum als Feind, überschütten es mit Wasser,
zielen mit scharfkantigen Schwertern auf ihre Hände und zerstückeln ahnungslose Jungfrauen
aus dem Publikum. Aber dafür hat der Gast keine 100,- EUR gezahlt, um dann als Volltrottel
hingestellt zu werden. Er wird an der Kasse sein Geld zurückverlangen.
Komischerweise hat sich der aufgeklärte Konsument im Bereich der Pädagogik noch nicht
durchgesetzt. Da bezahlen die Eltern ein hohes Schulgeld, die Kinder besuchen jede
Vorstellung des Mathezauberkünstlers und dann das: am Schuljahresende wird die Förderschule
empfohlen. Oder beim Kind wird eine Lese-Rechtschreib-Schwäche diagnostiziert. Das ist eine
Publikumsbeschimpfung aller erster Güte.
Niemand läßt sich gerne demütigen. Und Kinder ganz besonders nicht. Mag sein, dass das
Publikum wirklich ein Volltrottel war und jede Herabsetzung verdient hat. Aber mit Kritik
schafft man niemals Vertrauen. Der Kunde hat immer Recht. In den meisten Fällen war er es,
der die Veranstaltung erst möglich gemacht hat. Ein Zauberkünstler ohne Publikum ist ein
ziemlich trauriger Anblick. Mein Rat lautet daher: vergraulen sie niemals ihr Publikum, sie
würden es bereuen.
Ein guter Zauberer bindet seine jungen Zuschauer nach Möglichkeit in die Darbietung ein. Er
holt die Kinder auf die Bühne und läßt sie mitwirken an kleineren Experimenten mit der
Schwerkraft oder bei schwebenden Spielkarten. Darüber freuen sich die meisten Kinder. Und
in der Regel erhalten die Nachwuchszauberkünstler beim Abgang von der Bühne auch einen
kleinen Applaus. Vermeiden sollte man jedoch, das Publikum zu überfordern. Es kann zwar
Teil der Vorführung werden, aber der Zauberer sind sie. Und wenn der Trick mißglückt sind
sie es allein, die daran schuld sind. Jetzt den Zauberlehrling zu beschimpfen und ihn vor
den anderen bloßzustellen, gar als faul/weniger intelligent/oder als verhaltensgestört zu
bezeichnen ist die schlimmste aller Strategien. In der Regel wird das Publikum mit BuhhRufen reagieren. Sie werden die längste Zeit ihres Lebens Zauberkünstler gewesen sein.
In den Schulen hingegen scheint es zum guten Ton zu gehören, wenn man
Nachwuchszauberkünstler vor versammeltem Publikum niedermacht. Es scheint eine Atmosphäre
des Hasses vorzuherrschen, wenn niemand sich traut die Art der Darbietung zu kritisieren.
Alle halten es für völlig normal, dass der Zauberer seinen Nachwuchs mit Zensuren bestraft,
Hausaufgaben verteilt oder sonstwie erzieherisch tätig wird. Vermutlich wird soetwas vom
Publikum nur deshalb toleriert, weil es nicht nach Hause gelassen wird. Sie sind in der
Zaubervorstellung eingesperrt. Draußen vor den Schultoren wartet die Polizei und zwingt
jeden Schüler dazubleiben.
Bei Zaubervorstellungen, die ich bisher geleitet habe gab es soetwas nicht. Bei mir kamen
die Kinder immer freiwillig, und wer keine Lust auf den Zauberer hatte ging eben wieder
weg.
Der Zauberer hat keinen erzieherischen Auftrag, das können die Eltern machen. Vielmehr
unterhält er seine Kunden. Er ist Diener des Publikums, er bietet ihnen eine Vorstellung,
die sie sehen wollen. Wenn die schwebenden Jungfrau gewünscht wird -- bitte sehr, hier ist
sie. Wenn der Trick mit dem Wasserglas nicht so gut ankommt -- auch gut, dann wird er
weggelassen. Einer Zauberer richtet sein Programm entsprechend seiner Kunden aus. Soetwas
wie Rahmenpläne braucht er nur, wenn sein Publikum keine besonderen Wünsche hat.
Aber was, wenn das Publikum
Freiwillige melden, die auf
klügsten zu ermitteln. Soll
der IQ-Trick gewünscht ist,
den IQ-Test unbedingt sehen will? Was wenn sich drei
der Bühne getestet werden wollen? Nur so zum Spaß, um den
der Zauberkünstler etwa sein eigenes Publikum beschützen? Wenn
bitte sehr hier ist er:
"Bitte 3 Nachwuchszauberer auf die Bühne. Ich zeuge Ihnen verehrte Zuschauer jetzt den
sagenumwobenen Intelligenz-Trick."
"Und hier sind auch schon meine Kandidaten, Peter, Hannes und Klaus."
"Ich werde nun vorführen, wie diese drei Personen gegeneinander antreten und die weltweit
schwierigsten Fragen beantworten"
"Und am Ende wird es einen Sieger geben, und die beiden anderen werden im Boden versinken
wollen, weil sie so schlecht abgeschnitten haben."
"Und der Sieger ist ... Hannes! Applaus bitte. Hannes, du bist für heute der klügste von
allen ... Nochmal Applaus bitte."
"Danke an alle fürs Mitmachen. Ich wünsche einen schönen Heimweg. Bis zum nächsten Mal,
wenn es wieder heißt: die wunderbare Welt der telepathischen Magie."
* 7: Gleichheit
In den Verfassungen der meisten Industriestaaten ist eine prinzipielle Gleichheit der
Menschen fest verankert. Natürlich sind Männer nicht identisch mit Frauen, und auch
zwischen Asiaten und Afrikanern gibt es Unterschiede. Ferner gibt es große Differenzen
zwischen einem Manager und einem Arbeitslosen. Trotz dieser offensichtlichen Ungleichheit
postuliert das Grundgesetz eine Gleichheit. Im Grunde lügt es damit, es setzt etwas voraus,
was so nicht wahr ist. Justitia muss blind sein, wenn sie die Unterschiede zwischen den
Menschen nicht sieht, wenn sie nicht erkennt dass es Dumme und Schlaue, fleißige und faule
gibt.
Trotzdem haben sich die Menschenrechte durchgesetzt. Heute spielt es keine Rolle mehr, was
jemand glaubt oder wieviel Geld jemand verdient. Vor dem Gesetz sind alle Menschen gleich.
Aber Justitia regelt nur das öffentliche Recht, in Unternehmen gibt es keine Gleichheit.
Dort wird jeder Mensch nach seiner Hautfarbe, seinem IQ und seinen Schulnoten bewerten. Die
Unternehmen können es sich erlauben, bestimmte Menschen zu diskriminieren. Sie können es
sich erlauben, nur die Hochbegabten einzustellen und den Dummen zu kündigen.
Mehr noch, die Wirtschaft fühlt sich durch Schwäche bedroht. Sie glaubt, daß nur die besten
gewinnen; angesichts von Konkurrenz wollen sie kein Risiko eingehen und sich mit
minderbegabten Unterschichten-Kindern herumärgern. Denn das Ziel lautet: Macht,
Marktanteile sichern, Gewinne machen. Schwäche ist dabei nicht erwünscht.
So sind Intelligenz-Tests nur eine weitere Spielart der Leistungsgesellschaft, in der
Profit alles ist. Ein Unternehmen muss wie das schnellste Pferd sein: hohe Motivation, gute
Gesundheit, optimale Leistung. Nur dann wird es gewinnen und der Sieger sein.
* 7.1: Alternativen zur Leistungsgesellschaft
Angesichts von stringenter Selektion nach IQ-Wert stellt sich die Frage: Geht es auch
anders? Kann man ein Unternehmen auch mit mittelmäßigen Menschen führen? d.h. mit
Hauptschülern die lediglich einen IQ von 100 haben und keine Favoriten sind.
Die Debatte um die Vererbbarkeit von Intelligenz zielt darauf ab, dass ohne Intelligenz der
Ruin droht. Ohne IQ-Werte von 130 und mehr würde das Abendland untergehen, der
Konkurrenzkampf gegen die überlegene asiatische Rasse (Chinesen, Japaner) verloren gehen
und dann würden Europa und die USA in eine Staatspleite schlittern, weil ihre Produkte auf
den Weltmärkten nicht mehr wettbewerbsfähig sind. Das klang doch eben schon ziemlich
verzweifelt, oder? Wie sehr am Abgrund muss man stehen, um sich keine Fehler mehr leisten
zu können? Wie defekt muss ein Großkonzern sein, wenn er sich keine unproduktiven
Mitarbeiter leisten kann?
Es ist die Haupteigenschaft der menschlichen Rasse, dass sie krank ist. Schon das erste
Lebensjahr von Neugeborenen besteht darin, dass sie sinnlos rumsabbern, in Steckdosen
fassen und Krach machen. Dann geht es weiter und im Kindergarten bekommt der Nachwuchs
erstmal Diphtherie oder schlimmeres. Alles das Gegenteil von Perfektion. Und dann beginnt
die Schule, und dass Kind verpasst den Schulbus, bekommt eine Sechs im Zeugnis und
stottert. Alles kein Sonderfall, sondern sowas ist die Regel. Nur wenig später wird der
jetzt 16 jährige Junge seinen ersten Joint rauchen und mit dem Dealen anfangen. Sowas macht
nicht nur die Unterschicht, sondern sowas machen Menschen. Es ist völlig normal wenn man
Fehler macht, keinen Plan hat und depressiv jeden Test verhaut.
Komischerweise erwarten die Unternehmen jedoch von ihren Mitarbeitern, dass sie
Roboterähnliche Wesen sind. Mit überlegener Kraft, Ausdauer und Intelligenz. Wie eine
Handvoll Datas eben (Star Trek, The next generation). Da läuft doch etwas schief!
Nochmal zur Ausgangsfrage in diesem Kapital: Kann man mit Hauptschülern ein Unternehmen
führen? Ich meine damit Personen, aus der Gosse, mit einem IQ von 100 oder sogar weniger.
Leute, die morgens zu spät kommen, die Alkohol während der Arbeitszeit trinken und die
meiste Zeit im Kraftraum verbringen, anstatt vor dem Schreibtisch. Solches Klientel wird
bei Einstellungstests regelmäßig ausgesondert. Selbst für die Bundeswehr sind die
"untauglich". Ich zumindest kenne kein Unternehmen, wo Unterprivilegierte Chef werden
können.
* 7.2: Was ist Wirtschaft?
Im Abschnitt "Gleichheit" habe ich den Unterschied zwischen Wirtschaft und Gesellschaft
versucht herauszuarbeiten. Die gesellschaftlichen Gesetze (Grundgesetz etc) basieren auf
Gleichheit der Menschen; die Wirtschaft hingegen diskriminiert bei ihrer Bewerberauswahl
nach IQ, Rasse, Geschlecht. Neben dem Rechtsstaat und der Wirtschaft gibt es noch eine
dritte Ebene und zwar die Medien. Dort gelten völlig andere Regeln, und zwar die Regeln der
Kunst (Schönheit).
Vereinfacht könnte man sagen: Medien produzieren Informationen, der Rechtsstaat produziert
Gerechtigkeit und die Wirtschaft produziert materielle Güter. Es scheint so, dass sich in
der Wirtschaft mitsamt seiner Fixierung auf das Materielle ein konservativer Rassismus
durchgesetzt hat; der die Menschen nach IQ-Werten einteilt und sich selbst als Elite
bezeichnet. Woher diese Arroganz von CocaCola, IBM, Mircrosoft, Bundeswehr oder Lufthansa
kommt ist mir schleierhaft. Immerhin geht es im Kapitalismus nur um das Herstellen von
Markenprodukten, z.B. Zuckersirup oder auch Waffen. Ein Unternehmen basiert darauf,
vorhandene Rohstoffe wie Wasser, Rüben, Erdöl zu etwas neuem zu verarbeiten um damit die
Massenmärkte zu fluten. Wieso ausgerechnet dabei ein hoher IQ nötig sei, ist mir bis heute
ein Rätsel. Es ist doch in Wahrheit so, dass gerade die Sorte Mensch, die sich komplett
aufgegeben hat sich fortan mit der Produktion von Zuckersirup beschäftigt, anstatt etwas
sinnvolles zu tun.
In weniger materialistisch geprägten Sphären wie Kunst und Wissenschaft ist der IQ eine
Nebensache. Manche Personen der Zeitgeschichte (Andy Warhol) brüsten sich sogar mit einem
niedrigen IQ [9]. Offensichtlich gilt die Regel (hoher IQ = hohe Leistung) nicht überall.
In der Reality-TV Serie "Big Brother" war der IQ von Zlatko aka "the brain" schon legendär.
Dort gab es keinerlei Korrelation zwischen Einschaltquoten und Schichtzugehörigkeit der
Bewohner.
Und auch im Gerichtssaal ist der IQ der Angeklagten regelmäßig kein Thema, niemand darf
straffrei eine Frau vergewaltigen nur weil er hochbegabt ist. So ist es verwunderlich, dass
ausgerechnet in der Welt des Geld soviel Wert auf Schicht, Rasse und IQ-Wert geachtet wird.
Vielleicht wollen sich die Manager damit etwas erobern, wovon sie ausgesperrt sind? -- Den
Zugang zu intellektuellen Gütern.
Ist "The bell curve" [8] gar ein harmloses Buch? Es hat von linker Seite sehr viel Kritik
einstecken müssen, Motto: es gibt keinen Zusammenhang zwischen Rasse und Sozialstruktur.
Die generelle Frage sollte eher lauten: Warum können nur hochbegabte in der Wirtschaft
erfolgreich sein? Vielleicht weil sie auf Intelligenz beruht? Das ist eine sehr
kurzsichtige Antwort, die nichts mit Wirklichkeit zu tun hat. Es ist ein Märchen, dass Geld
verdienen etwas mit Arbeit und damit mit Leistung zu tun hätte. Beispielsweise wird in den
Golfstaaten sehr viel Geld dadurch verdient, dass jemand seinen Bohrrüssel ganz tief in den
Wüstensand reinsteckt und dann das Glibberzeug in die Welt verschifft wird. Ob das Saugrohr
von einem Neger oder einem Weißen gehalten wird dürfte dem Rohr ziemlich egal sein. Fakt es
nur: für Produktionskosten von 5$ je Fass entsteht ein Umsatz von derzeit 70$ je Fass. Der
Gewinn beruht einzig auf dem Monopol des Rohöls. Und so geht es weiter mit Erdgas,
Kernenergie und Biodiesel. Der Energiesektor macht immerhin 30% vom Bruttoinlandsprodukt
aus [12], das bedeutet: es wird sehr viel Geld mit Nichtstun verbracht. Denn die Natur
ausbeuten ist ziemlich einfach, dafür braucht man keine Genies.
Weitere 20% vom Bruttoinlandsprodukt entstehen durch offiziell "Leistungslose Einkommen",
also Erträge aus Pacht, Miete, Zinsen, Kapitaleinkünfte [13]. Wieder braucht es dafür
keinerlei Verstand um eine 10 jährige Bundesanleihe zu kaufen und die Zinsen korrekt zu
buchen. Wie man 3% Zinsen ausrechnet lernen Kinder bereits in der Grundschule. Selbst Leute
mit Sonderschulabschluss können aus 100 Million Euro mittels Zinsgeschäft 103 Mio machen.
Es bleiben noch 50% vom Bruttoinlandsprodukt übrig, was durch echte Arbeit verdient wird.
Dort müssen tatsächlich noch Menschen Entscheidungen treffen, die Marktlage richtig
einschätzen und Innovationen erzeugen. Dafür braucht man Hochbegabte ... möchte man meinen.
Die Wahrheit ist eine andere. Da werden mit allerhand Leistungstests die besten der Besten
ausgewählt (beispielsweise durch die Offizierbewerberprüfzentrale [10]) und dann besteht
der Sinn der IQ 130 Offiziere darin, in Afghanistan unschuldige Zivilisten abzuknallen. Und
deren Vorgesetzte mit einem IQ von 135 manipulieren die Presse, damit die Massenmedien
nichts darüber in der Tagesschau berichten. So läuft das schmutzige Geschäft des Krieges.
Und die Offiziere in der freien Wirtschaft (=Manager) versuchen sich währenddessen in der
Risikomaximierung a la Ackermann und Nick Leeson. Das heimliche Ziel ist der völlige Ruin
der Weltbörsen sowie die Vernichtung sämtlicher Spareinlagen. Bereits heute sind die
meisten Unternehmen haushoch überschuldet, die Eigenkapitalquote liegt bei 20% oder
weniger. Der Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems ist nur eine Frage der Zeit. Bravo,
ihr Hochbegabten. Das hätten Sonderschüler mit schlechten Deutschkenntnissen auch nicht
besser hinkriegen können.
So wage ich an dieser Stelle mal die steile These, dass ein hoher IQ-Wert nicht
zwangsläufig in ein gesundes Unternehmen mündet. Und es macht die Betriebe auch nicht
wettbewerbsfähiger oder gar gesünder. Stattdessen ist das renitente Beharren auf Leistung,
Verantwortung und Intelligenz gerade ein Zeichen dafür, dass es genau daran am meisten
mangelt.
* 7.3: Intelligenz
Der Durchschnittsmensch hat eine Temperatur von 37° Celsius [35]. Zur Aufrechterhaltung des
Wärmehaushaltes werden 10 Megajoule an täglicher Energiezufuhr benötigt. Das ist bei allen
Menschen gleich. Ferner kann der Durchschnittsmensch nicht im Dunkeln sehen und kann nur
über eine kurze Zeit schnell laufen. Auch diese Eigenschaften gelten für alle
gleichermaßen. Genetisch aufgewertete Menschen, die von Natur aus mit Nachtsichtfähigkeit
und mit einer Körpertemperatur von 40° Celsius ausgestattet sind gibt es nicht. Biologisch
gesehen ähnelt sich der Mensch sehr stark, fast kommt der Verdacht von Kloning auf.
Nicht nur die körperlichen Fähigkeiten sind erstaunlich identisch auch die geistigen sind
es. Beispielsweise schaut jeder Mensch gerne "Wetten Dass" im ZDF und mag die Musik von
Michael Jackson. Und wenn eine simple Mathematikaufgabe wie "Wurzel aus 3,7" zu berechnen
ist, dann greift der Mensch instinktiv zum Taschenrechner. Das ist bei allen Menschen
gleich.
Das Leseverhalten ist ebenfalls erstaunlich ähnlich, beispielsweise hören Menschen gerne
Märchen über Zauberer, Ritter und Drachen. Und alle Menschen lieben die Geschichten von
Isaac Asimov und sind Fans von Star Trek. Auch hier gibt es keine Unterschiede. Die
Vorlieben bei Intelligenz sind bei jedem Menschen gleich.
Klar, es gibt manchmal Überraschungen. Beispielsweise spielen Mädchen gerne mit Barbie und
Jungs mit Lego. Aber alle Kinder mögen Spielzeug, da gibt es keinen Unterschied.
Sowohl der Input als auch der Output von Menschen ist bei allen Gleich. Jeder Mensch
benötigt 10 Megajoule an Nahrung und jeder Mensch kann eine mathematische Formel umstellen.
Jedes Jahr werden die unterschiedlichsten Kinder neu eingeschult, und jedes Jahr lernen
alle lesen. Das grenzt fasst an ein Wunder. Und jedes Jahr packen die Kinder in der Pause
ihre Butterbrote aus und schlürfen Schulmilch durch den Strohhalm. Wie geklonte Wesen
sitzen sie im Unterricht. Jeder hat zu Hause das gleiche Spielzeug, jeder hat einen Gameboy
und jeder gibt die gleiche Antwort auf die Frage "1x1" (die richtige Antwort ist 1).
Ein findiger Soziologe könnte jetzt auf die Idee kommen, nach Unterschieden zu suchen wo
keine sind. Beispielsweise brauchen dicke Menschen geringfügig mehr Nahrung als dünne und
schwitzen dafür etwas mehr. Jetzt könnte dieser Soziologe die prinzipielle Gleichheit in
Frage stellen, indem er aufs Gramm bestimmt, was der Einzelne pro Tag so ißt. Er wird dabei
auf Werte von 8-12 Megajoule kommen, und als Mittelwert 10 Megajoule ermitteln (natürlich
Gauß-verteilt über eine Glockenkurve).
Und ähnlich könnte andere Erbsenzähler auf die idiotische Idee kommen, die Rechenleistung
von Menschen zu messen: er wird geringfügige Unterschiede feststellen. (Wieder gibt es
einen Mittelwert und eine Standardabweichung). Aber macht das Sinn? Wozu sollte man einen
Unterschied feststellen, wenn es offensichtlich gar keinen gibt?
Bleiben wir realistisch, jeder Mensch hat einen IQ Wert von 100 (dem Mittelwert). Zwischen
den Menschen gibt es keine Unterschiede, der IQ ist bei allen gleich. Das liegt daran, dass
jeder Mensch geklont wurde und durch den Geburtskanal der Mutter gewandert ist. Wenn er
dort erstmal durch ist, hat er 100 und wird ein Leben lang darauf festgelegt sein.
Selbstverständlich ist mit extrem-genauem Erbsenzählen ein Unterschied feststellbar. Aber
keine Messmethode kann den Wert besser bestimmen als die simple Zahl 100. Spätestens dann,
wenn die IQ-Messung um alternative Kriterien wie emotionale Intelligenz erweitert wird,
erkennt man dessen Sinnlosigkeit. Es gibt in Wahrheit keine Möglichkeit einen Menschen von
anderen zu unterscheiden.
Beispielsweise sehen die Japaner nicht nur alle gleich aus, sondern sie haben auch alle den
gleichen IQ (die Männer und Frauen gleichermaßen). Und wenn die Japaner Autos produzieren,
sehen die Modelle auch alle gleich aus: vorne der Kühler, dann der Fahrgastraum und am Heck
eine Stoßstange. Ferner kosten die Autos alle das gleiche, nämlich 40000 EUR. Das ist der
Preis für ein japanisches Auto.
Nicht zu verstecken in ihrer Ähnlichkeit untereinander brauchen sich die Deutschen. Deren
IQ ist ebenfalls bei allen gleich, und ihre Autos haben alle einen Mercedesstern auf der
Motorhaube. Wenn die Deutschen morgens in der Fabrik antreten, ist jeder unausgeschlafen
und leicht gereizt. Das geht im Laufe des Tages aber vorüber. Und im Gesicht sehen sie alle
gleich aus: sie haben zwei Augen, eine fette Nase und eine helle Haut mit Bart. Ein
typischer Deutscher eben.
Es macht keinen Sinn den einzelnen Deutschen genauer differenzieren zu wollen. Mag sein,
dass mit ultragenauer Messung vielleicht Unterschiede feststellbar sind. Beispielsweise
gibt es Deutsche mit langem Bart und welche mit kurzem Bart. Wo ist da der Unterschied?
Bart bleibt Bart.
* 7.3.1: IQ Vergleich zwischen Deutschen und Japanern
Wenn alle Menschen den gleichen IQ haben, dann dürfte ein Wettkampf zwischen den Nationen
ziemlich sinnlos sein. Japaner und Deutsche habe beide den selben IQ, 100. Wenn man sie
gegeneinander im Kopfrechnen antreten läßt steht das Ergebnis bereits im Vorfeld fest:
Unentschieden. Dieses Experiment kann beliebig oft wiederholt werden, jedesmal wird es in
unentschieden münden. Vielleicht gewinnt in einem Teilmatch mal der Deutsche und mal der
Japaner; am Ende werden sie gleiche Punktzahl erreichen. Ein Unterschied ist nicht
feststellbar.
Und auch wenn man den klügsten Deutschen gegen den dümmsten Japaner im IQ-Test
gegeneinander antreten lässt, wird das Ergebnis eindeutig sein. Wieder wird es ein
Unentschieden geben. Beide haben einen ähnlichen IQ, ein Sieg wäre Erbsenzählerei. Klar,
vielleicht kann der klügste Deutsch 9 von 10 Aufgabe richtig lösen, und der dumme Japaner
nur 6 von 10. Aber wo ist der Unterschied? Die Sechs ist einfach eine umgedrehte 9, das ist
die selbe Zahl... Wichtig ist doch nur, dass beide Menschen an einem Test mitmachen und
dabei Aufgabe lösen. Das ist ein ziemlich menschliches Vergnügen. Daraus irgendwelche
Schlüsse zu ziehen ist sinnlos.
* 7.3.2: Wehrgerechtigkeit
Jeder Rekrut ist gleich, es gibt keine Ausnahmen. Ob Schneewittchen lieber Donuts zum
Frühstück mag, interessiert mich nicht. Hier bei mir kriegen alle das gleiche miese Essen.
Es gibt Brot für jeden, abgezählt aus den Beständen der Army. Hier gibt es keine
Extrawurst. Jeder Rekrut bekommt den gleichen Helm, die gleiche Uniform. Und alle kriegen
die selbe Größe: passt.
Im Leistungstest bringt hier jeder das Ergebnis 100. Und zwar, weil ich das so befehle:
egal ob Hauptschüler, Sonderschüler, Student oder Albert Einstein -- hier wird nicht
geschummelt. Und wenn jemand zuviel richtig ankreuzt -- und ich kriege das mit -- dann
gnade ihm Gott. Er wird den Test solange wiederholen, bis er genau 100 Punkte erreicht. Und
wenn es sein muss, wird er die ganze Nacht üben, solange bis dieser Neunmalklug das
geforderte Ergebnis erzielt. Hier gibt es keine Überflieger, hier gibt es nur dreckige
Rekruten und ihr tut dass, was ich Euch sage.
Die Haarlänge eines jeden Rekruten beträgt exakt 2 Millimeter -- ohne Ausnahme. Die
Körpergröße ist exakt 180 cm -- bei jedem. Der IQ-Wert ist genau 100. Und kein bisschen
darüber. Falls jemand damit ein Problem hat, kann er sich gerne beim Spieß beschweren. Und
der Spieß bin ich. Ich werde euch Maden die Intelligenz schon einprügeln, verlasst euch
darauf. Wenn ich mit euch fertig bin, werdet ihr eine Einheit sein: ihr werdet das gleiche
Frühstück essen, die gleiche Ausbildung absolviert haben und die gleichen Bücher lesen. Ihr
werdet anfangen zu denken wie ein Soldat, zu reden wie ein Soldat und euch verhalten wie
ein Soldat.
Das Korps ist alles, ihr selbst seid nichts.
* 8: Kollektive Intelligenz
Der Abschnitt "Wehrgerechtigkeit" hat auf amüsante Weise das Intelligenz-Dilemma in der
Rekrutenausbildung behandelt. Durch das Anlegen der Uniform werden die Soldaten nicht nur
äußerlich ununterscheidbar, auch ihre geistigen Fähigkeiten nähern sich an. Eigenständiges
Denken ist im Korps nicht notwendig, ein individueller Intelligenzgrad als
Unterscheidungsmerkmal ist unwichtig. Individuelle Eigenschaften können sich nur Zivilisten
leisten.
Als Rekrut hingegen ist Unterordnung unter ein Kollektiv wichtiger als besondere
Fertigkeiten des Einzelnen. Die Grundausbildung vermindert die geistigen und körperlichen
Unterschiede. Erfolgreich kann eine Gruppe nur funktionieren, wenn jeder sich auf den
anderen verlassen kann, und alle über den gleichen Intelligenzgrad verfügen. Abweichler,
Außenseiter, Überflieger oder Drückeberger werden nicht geduldet. Anstatt einer GaußGlockenkurve folgt die Intelligenzverteilung einem Block. D.h. die Standardabweichung (ein
Maß für Fehlertoleranz) sinkt auf 0. 100% der Rekruten verfügen über einen IQ-Wert von 100
Punkten -- totale Gleichheit.
Falls jemand im Kampf stirbt, dann kann er durch jeden anderen ersetzt werden. Und mitunter
ist das Opfern von einzelnen sogar explizit nötig, um das Überleben der Gruppe zu sichern.
Die Fähigkeiten der Individuen werden egalisiert (gleichgemacht) um einen Schwarm zu
bilden. Dieser agiert als Super-Organismus.
Zur Veranschaulichung ist das Computerspiel "Lemmings" empfehlenswert. Jeder Lemming-Rekrut
hat dort das Prinzip "Befehl und Gehorsam" verinnerlicht. Gibt man einen Auftrag, z.B.
Brücken bauen, dann wird das ausgeführt. Diskussion unerwünscht. Selbst der Befehl,
"Sprenge dich in die Luft" wird ausgeführt. Durch geschickte Planung des Spielers kann der
Schwarm aller Lemminge ins Ziel geführt werden. Einem einzelnen Individuum ist das
Überwinden der Hindernisse unmöglich, erst in der Gruppe sind die Lemminge stark.
Jedes Level ist ein Schlachtfeld, das Ziel ist der Sieg. Allerdings geht es hauptsächlich
um defensive Maßnahmen. Lemmings modelliert den Rückzug einer Armee. Der Ausgang im Level
ist der Sammelpunkt, dorthin müssen sich die Einheiten zurückziehen und auf neue Befehle
warten. Überleben mitten im feindlichen Hinterland hat oberste Priorität.
Zur abstrakten Problemlösung hat [41] den Beweis geliefert, dass Lemmings ein np-hartes
Problem ist. Ähnlich wie Schach ist es nur durch vollständige Permutation lösbar. Jede
Zugstrategie muss einzeln analyisiert werden und mit einer Bewertungsfunktion kontrolliert
werden. Will man die Steuerung komplett einem Computer übertragen (Künstliche Intelligenz)
dann muss über Brute-Force jede Strategie durchprobiert werden. Der menschliche
Befehlshaber denkt anders als ein Computer, er löst Lemmings vorwiegend durch Intuition.
Im echten Leben ist es wenig sinnvoll mit Brute-Force zu arbeiten. Denn es würden echte
Soldaten dabei sterben. Um ein Lemmingslevel mit möglichst wenig Verlusten zu beenden, muss
an einem Modell probegehandelt werden. Der Computer braucht dafür zwei Instanzen von
Lemmings: einmal in Realtime das "richtige" Spiel. Und dann auf einem zweiten Bildschirm
rechts eine Spielwiese. In der Spielwiese probiert der Computer verschiedene Strategien
durch; ähnlich wie in dem Film "Wargames" [42]. Erst wenn in der Spielwiese eine gute SiegStrategie gefunden wurde, agiert der Computer im richtigen Realtime-Spiel: er gibt Befehle
zum Brückenbau, verteilt Fallschirme oder setzt Stopper.
* 8.1: Unterordnung unter Autoritäten
Der Intelligenztest ermittelt den individuellen Intelligenzgrad von Individuen. Ein Wert
von 130 oder mehr gilt als Zeichen von besonderer Klugheit. Diese Punktzahl ermöglicht
Freiheit durch autonome Entscheidungen, erlaubt selbstständiges Denken und führt zu
besseren Mitarbeitern in der freien Wirtschaft. Die Förderung der Intelligenz hat gerade in
demokratischen Staaten einen besonderen Stellenwert. Es entstehen mündige Staatsbürger, die
komplexe Probleme lösen, als Mitarbeiter eines Unternehmens Geld verdienen oder Erfolg in
einer Professoren-Karriere haben. Hohe Eigenintelligenz ist immer dann besonders nötig,
wenn es keine äußeren Strukturen gibt. Ohne Führer muss der einzelne selbst entscheiden was
richtig ist.
In einer hierarchischen Gruppe mit Befehl und Gehorsam wird die individuelle Intelligenz
nicht sehr hoch geschätzt. Planung und Ausführung sind streng getrennt. Ein IQ-Wert von 130
oder mehr würde das Kollektiv gefährden. Viel wichtiger sind stramme Soldaten, die sich
einer Autorität unterordnen. Vertrauen in die Weisheit des Führers hat oberste Priorität.
Diese Gegenüberstellung soll verdeutlichen dass in anarchistischen Gesellschaften
(Führerlos) der eigene Intelligenzgrad eine Wichtigkeit besitzt. Die Personalauswahl anhand
von Intelligenztests (wie von [3] untersucht) hat deshalb so hohe Priorität, weil die
Unternehmen keinerlei Struktur vorgeben. Die Unternehmen besitzen keine Führungskräfte die
ein Kollektiv leiten könnten. Deshalb wird von den Bewerbern erwartet, dass sie autonom
denken. Die Anforderung der Unternehmen ist einfach: löse dich aus dem Schwarm heraus,
denke selbstständig, agiere ich-bezogen.
Hätten die Unternehmen stabile Gruppenstrukturen vorzuweisen, dann würde die
Arbeitsleistung nicht länger vom Intelligenzgrad der Mitarbeiter abhängen. In einer
stabilen Gruppe (einem Korps) entsteht die Leistung durch Befehl und Gehorsam; durch
bedingungslose Unterordnung unter das Kollektiv. Anstatt Einzelleistung ist Gruppenleistung
gefragt. Der Intelligenzwert der Mitarbeiter ist im besten Fall genau 100 (wie bei der
Army; totale Gleichheit).
Deshalb komme ich zu dem Schluss, dass sich eine Armee und die freie Wirtschaft fundamental
unterscheiden. Zählt bei der Armee der Korpsgeist / die Unterordnung unter eine Autorität
ist in der freien Wirtschaft mit seiner anarchistischen Struktur vor allem die individuelle
Intelligenz entscheidend. In Betrieben gibt es kein Strammstehen, es gibt keine Ordnung, es
gibt keine Führer. Stattdessen macht jeder was er will, es herrscht das Chaos.
Führerlose Organisationen fehlt Integrationskraft, die 2/3 Gesellschaft entsteht. Es bildet
sich eine diffuse Angst, nicht mehr dazuzugehören. Als Individuum keinen Wert auf dem
Arbeitsmarkt zu besitzen. Schuld hat jedoch nicht der einzelne Rekrut -- sein IQ ist
absolut in Ordnung -- Schuld hat allein das Fehlen einer Führung. Ohne Autoritäten zerfällt
das System, eine Schwarmintelligenz oder gar ein Super-Organismus werden unmöglich.
Emergente Strukturen (das System ist mehr als die Summe seiner Teile) entsteht erst in
Armee-ähnlichen Strukturen. Die Unterordnung unter ein Kollektiv ist zwingende
Voraussetzung für den Erfolg der Gruppe.
Es ist kein Wunder wenn gerade die sozial-Benachteiligten eine rechtsextreme Einstellung
entwickeln. Würde ihnen eine autoritäre Struktur doch das zurückgeben, was sie vermissen:
die Integration. Der Nationalsozialismus ist nicht ohne Grund bei Migranten, Ausländern,
Obdachlosen und Arbeitslosen so beliebt. Immerhin wird durch ein formelles System ein Sinn
produziert. Die Gruppe ist wichtiger als der einzelne, nur durch das Kollektiv bist du
stark.
Der derzeitge Konsens von linker Politik sieht hingegegen eine führerlose Gruppe vor. Der
einzelne soll sich anstrengen, etwas leisten, eine hohe Fitness mitbringen, einen Wert auf
dem Arbeitsmarkt haben. Der linke Konsens bevorzugt jene Ich-bezogenen Einzelgänger, denen
das Kollektiv egal ist. Diese punkten mit hohen IQ-Werten in Vorstellungsgesprächen, denken
autonom und vernichten so jede Art von Superorganismus oder Schwarmintelligenz. Führerlose
Gesellschaften erzeugen Ungleichheit ... die gewünschten Eigenschaften werden am Individuum
festgemacht. Es bildet sich ein Rassismus, der ähnlich wie der Züchterverband nur noch jene
Tiere fördert, die eine hohe Milchleistung bringen. Damit werden Sozialstrukturen zerstört
zugunsten dem Ideal der Ungleichheit.
Paradoxerweise ist "the bell curve" [8] ein linkes Buch. Es erhebt den Intelligenzgrad von
Individuuen zur Religion. Es postuliert einen Kampf jeder gegen jeden um die besten Plätze
auf dem Arbeitsmarkt; alles Anzeichen für eine anarchistische Gesellschaft. In "the bell
curve" muss niemand sich unterordnen, es gibt keine Führer, es gibt keine Befehlsketten. So
ist es ideal geeignet, um die derzeitige Misere der Zivilisten zu beschreiben. Jene
Zivilisten, die glauben dass aus individuellem Reichtum auf magische Weise der Reichtum
einer Gesellschaft erwächst. Jene Menschen, die sich nicht mehr aufopfern für das
Kollektiv, die nicht mehr gelernt haben wie man die eigenen Bedürfnisse zurückstellt.
Stattdessen reglementieren sie die Bedürfnisse von anderen (Randgruppen, Arbeitslosen
usw.). Soetwas erzeugt zwangsläufig Wut und Ohnmacht bei den Unterdrückten.
* 8.2: Lemmings für Anarchisten
Das Computerspiel "Lemmings" ist eine Diktator-Simulation. Der Spieler mutiert zum Führer
und schickt seine Rekruten in den sicheren Tod um das Leben der Gruppe zu sichern. Das
einzelne Leben zählt nichts, das Korps ist alles. So ähnlich muss wohl auch Stalin gefühlt
haben, als er Millionen Russen opferte für den großen vaterländischen Sieg.
* 8.3: Schwarmintelligenz braucht Führer
Die Literatur hat die Auffassung, dass Schwarmintelligenz ohne Führer auskommt:
<Zitat>
Motiviert wurde dieses Forschungsfeld durch die Tatsache, dass bei dieser Art von Schwärmen
keine zentrale Kontrolle vorherrscht. D.h. es gibt keinen „Führer“ des Schwarms, welcher
die einzelnen Individuen kontrolliert und koordiniert. Alle Individuen sind sozusagen
„gleichwertig“. Gerade diese Tatsache macht eine Untersuchung für die Informatik so
interessant, da keine globale Komponente zur Steuerung implementiert werden muss. Die
Individuen handeln in gewissen Grenzen autonom. Vielmehr ist unter diesen Umständen nun
eine Berücksichtigung der Selbst-Organisation und Kommunikation der Individuen
untereinander notwendig, um zufriedenstellende Ergebnisse erreichen zu können, die sich an
natürlichen Schwärmen orientieren.
Quelle: [44] Seite 2
</Zitat>
<Zitat>
Die Bildung von Gruppen und Teams in der Tierwelt ist ein häufig beobachtetes Verhalten,
z.B. in Vogel-, Fisch- und Bienenschwärmen oder Ameisenkolonien. Interessant sind vor allem
solche Gruppen, die von keinem Führer (Alphatier) geleitet werden, sondern ein emergentes
Verhalten zeigen.
Quelle: [45] Seite 26
</Zitat>
<Zitat>
Ein Schwärm erscheint wie ein einziger riesiger Organismus. Vollzieht ein einzelner Fisch
eine Ausweichbewegung, so überträgt sich der Bewegungsimpuls kaskadenartig auf alle anderen
Tiere, und die Masse des Schwarmes vollführt einen einheitlichen Bewegungs- und
Richtungswechsel. Als wichtig erweist sich insoweit, dass hierbei jedes Individuum die
Rolle des Führers einnehmen kann und in diesem Sinne selbstständig agiert.
Quelle: [46]
</Zitat>
Ich halte diese Sichtweise für naiv. Zuallerst sollte untersucht werden, was ein Schwarm
ist. Es ist ein Haufen von uniformierten Rekruten. Ein Schwarm besteht aus gleichartigen,
nicht differenzierbaren Kameraden. Sie sind im besten Fall vermummt, d.h. ohne eigene
Identität. In einem Schwarm mit Lemmingen ist jedes Mitglied ein Lemming. Sie bilden einen
homogene Einheit. Alle Mitglieder haben ihre Individualität aufgegeben zugunsten der
Gruppe; sie ordnen sich unter. Eine autoritäre Führerpersönlichkeit ist zwingend zur
Steuerung nötig. Antreten auf dem Exerzierplatz ist ohne einen Befehlshabenden ist
undenkbar.
Die obigen Literaturstellen [44-46] konstruieren eine Gegensatz zwischen emergentem
Verhalten und zentraler Führung. Es wird unterstellt, dass sich ein Schwarm auflösen würde,
gäbe es denn einen Führer. Das ist Schwachsinn. Am Beispiel "Lemmings" habe ich weiter oben
gezeigt, dass erst durch Verzicht auf Selbstständigkeit (bis hin zum Verzicht auf das
eigene Leben) eine Gruppe erfolgreich funktionieren kann. Die Lemminge würden wohl kaum ins
Ziel finden, wenn der Selbsterhaltungstrieb über das Wohl der Gruppe gestellt wird.
Ähnliches ist auch für eine Armee zutreffend: der einzelne Soldat wird geopfert. Er tut
dies auf Befehl des Führers.
* 8.3.1: Wirtschaft als Sekte
In Diskussionen über Hartz IV und Arbeitslosigkeit wird eines deutlich: es ist ein Tabu.
Darüber darf nicht öffentlich gesprochen werden. Öffentlich thematisiert wird
ausschließlich das Gegenteil: die Berufswahl. Schon im Kindergarten werden die sozialen
Rollen "Feuerwehrmann, Kraftfahrer, Sängerin, Ärztin" vorbereitet. Im Familiengespräch mit
den Eltern dann weiter verfestigt. Das Thema "Studieren oder Ausbildung" ist in 99,9% aller
Familien ein beliebtes Thema beim Abendbrot.
Selbst die Hochschulen belegen bestimmte Gedanken mit einem Tabu. So frei ist die
Wissenschaft dann doch nicht, wenn es um die Thematisierung von Hartz IV Bezug geht. Bafög
wird unter Studenten gerade noch so angesprochen. Aber auch schon mit einem Unwillen.
("Bafög, das kriegen doch nur die armen Studenten"). Gänzlich mit einem Tabu belegt ist
aber Sozialhilfe und Hartz IV. 1-Euro Jobs für Studenten? Nach sowas darfst du noch
nichtmal fragen.
So wird der Problemfall "Arbeitslosigkeit" wie eine heiße Kartoffel in der Gesellschaft
herumgereicht. Wer sie in den Mund nimmt, wird mit einem Bann belegt und von seiner PeerGroup ausgeschlossen. So wird "Arbeitslosigkeit" abgedrängt auf die Webseite der APPD [51]
oder landet im Unterschichtenfernsehen im SAT.1 Mittagstalk "Meine Freundin ist schwanger
und lebt von Stütze".
Themen mit einem Tabu zu belegen ist in Sekten eine gängige Praxis den Zusammenhalt zu
garantieren. Eine Sekte grenzt sich gegenüber ihrer Umwelt ab, die Systemgrenzen sind der
Lebensraum ihrer Mitglieder. Beispielsweise darf im Christentum nicht über den Teufel
gesprochen werden, wer es dennoch tut ist keine Christ mehr sondern ein Satanist. Und im
Kapitalismus darf nicht über Hartz IV gesprochen werden. Jedenfalls nicht ohne Folgen.
Je weiter man ins innere der Sekte "Wirtschaft" vordringt, desto stärker spürt man den
Gegenwind. Sich mit einem Vorgesetzen über ALG2 Regelsätze auszutauschen ist das
Todesurteil eines jeden Mitarbeiters. Soeiner stellt sich außerhalb der Spielregeln, er
bricht die Regeln der Gruppe. Innerhalb der Wirtschaft herscht eine Scheuklappen
Mentalität. Berechtigte Systemkritik wird tabuisiert, der Gruppenzusammenhalt als wichtiger
erachtet.
Als Folge entsteht eine drastische Spaltung, zwischen 1/3 Unterschicht und 2/3 Mainstream
besteht ein unüberwindbarer Graben. Die übriggebliebenen 2/3 der Gesellschaft mit ihren
Sektenführern rücken stark zusammen, sie beschwören die Leistung und verhalten sich
intolerant. Ihre Gruppe ist durch die wenigen Abweichler gefährdet. Die abstrakte
Gefährdung besteht bereits in der verbalen Formulierung von Systemkritik. Die
Andersdenkenden zu identifizieren, sie zu kriminalisieren und dadurch die Gruppe zu
reinigen hat oberste Priorität. Das sind die Anfänge eines totalitären Systems. Es wird
enden wie in Jonestown [50]. Die Sektenmitglieder werden in ihrem Glauben bestärkt, feiern
ihre Erfolge und bringen sich dann alle um. So wie in "Tod eines Handelungsreisenden" von
Arthur Miller. Der Berufsmensch ist innerlich leer und sieht für sich keinen Ausweg aus der
Sekte in die Freiheit. Er hat nicht die Kraft seine Lebenslüge einzusehen. Ihm bleibt als
einziger Ausweg der Weg in den Selbstmord.
In welchem Jonestown-Stadium sich die Sekte "Wirtschaft" derzeit befindet ist schwer
einzuschätzen. Bereits werden Abweichler mit Lebensmittelgutscheinen und Verlust der
Krankenversicherung abgestraft. Und das, obwohl es der Wirtschaft (wie auch damals
Jonestown) finanziell ausgezeichnet geht. Das Sanktionieren von Langzeitarbeitslosen und
U25 Personen hat keine ökonomischen Gründen. Sondern ist Ausdruck einer Ideologie. Diese
wird regelmäßig von den Sozialgerichten bestätigt, sie betrachtet in einzelnen
Arbeitsscheuen eine Gefahr für die Gemeinschaft. In den Urteilsbegründungen schreiben die
Richter daher auch:
"Wir müssen die Interessen des Einzelnen gegen die Interessen der Gemeinschaft abwegen. -die 100% Sanktion ist rechtmäßig. Im Namen des Volkes."
Soetwas ist Anzeichen einer totalitären Sekte.
* 8.3.2: Der perfekte Führer
Wie sieht er denn nun aus, der ideale Führer? Eine Person, die spielend jeden Bewerbertest
besteht und im Assessment-Center überragende Führungsqualitäten demonstriert? Ziemlich
simpel die Antwort: eine Führungskraft ist wie ein Hirte. Er regiert über seine
Gefolgschaft und verlangt von ihr Opfer. Ein guter Führer schickt einzelne Rekruten in den
Tod um das Wohl der Gruppe zu retten. Ausprobieren kann man diesen autoritären Führungsstil
im Computerspiel "Lemmings". Dort erhalten einzelne Lemminge den Befehl sich zu sprengen,
um den Durchmarsch der Gruppe zum Ziel zu ermöglichen.
Das Vertrauen der Gruppe in ihren Anführer ist unbegrenzt. Sie geht über Verehrung weit
hinaus. Beim einzelnen entsteht eine Identifikation mit der Gruppe, das Wohl des Ganzen
wird über das eigene gestellt. Die Gruppenmitglieder opfern sich auf Befehl der
Führungskraft. In der Realität kommt der Sektenführer Jim Jones diesem Ideal ziemlich nahe:
er hat mit seiner Gefolgschaft eine wirtschaftlich eigenständige Stadt aufgebaut und wahr
äußerst paranoid. Überall hat er Feinde gewittert, die der Gruppe schaden wollten. Soetwas
schweißt die Gruppe zusammen. Jim Jones wäre ein ausgezeichneter Politiker gewesen. Auch
diese verorten in Personen außerhalb der Gruppe eine Gefahr. Beispielsweise werden
Langzeitarbeitslose als negativ bewertet. Von Muslimen, Obdachlosen und sonstigen
Randgruppen sehen konservative Politiker eine ständige Gefahr für die Gesellschaft
ausgehen. Die bloße Existenz von Florida-Rolf oder Arno Dübel (Deutschlands frechstem
Arbeitslosen) war Grund genug, die Gesetze für Hartz IV zu verschärfen.
War es früher in der alten Sozialhilfe allgemein üblich, einfach den Regelsatz auszuzahlen
und keine weiteren Fragen zu stellen, wird seit Hartz IV eine umfassende
Bedürftigkeitsprüfung durchgeführt sowie eine breiter Sanktionskatalog von Kürzungen
ermöglicht. Einmal nicht im Jobcenter gemeldet, schon wird der Regelsatz um 10% gekürzt.
Offensichtlich steht der Gruppenzusammenhalt der 2/3 Gesellschaft auf dem Spiel und kann
nur über Härte gegenüber Abweichlern sichergestellt werden. Je verzweifelter eine Sekte
innerlich ist, desto brutaler ist ihr Vorgehen gebenüber Aussteigern. In Jonestown wurde
gegen Ende sogar auf Menschen geschossen, die die Sekte verlassen wollten...
Die derzeitigen Auswahltests in Bundeswehr und Wirtschaft befördern
Führungspersönlichkeiten. Ein hoher IQ-Wert ist gleichbedeutend mit einer Paranoia vor
sozialen Randgruppen. Führungskräfte sind im allgemeinen intolerant gegenüber Schmarotzern,
Nichtstuern und der Unterschichten-Kultur. Sie fühlen sich von ihr bedroht, und ermutigen
ihre Untergebenen es ihnen gleichzutun. So sind Guido Westerwelle und Kurt Beck ein gutes
Vorbild, wenn sie gegen Arbeitslose hetzen. Im Regelfall imitieren die Sektenmitglieder das
Verhalten ihrer Führer ...
* 8.4: Korrelation zwischen IQ und Führungsqualitäten
Zur psychologischen Beurteilung von Menschen gibt es zwei Verfahren: Einzeltest und
Gruppentest.
1) Einzeltest
Der Propand erhält eine Aufgabenstellung (meist einen Zettel) und muss diese eigenständig
lösen. Dies ist der klassische Intelligenztest. Die Aufgaben bestehen aus Logikrätseln,
Zahlenfolgen und Oberbegriffe finden.
2) Gruppentest
Das situative Verhalten eines Propanden in einer Gruppe wird überprüft. Die
Aufgabenstellung besteht darin, eine soziale Rolle auszuüben. Beispielsweise eine
führerlose Gruppendiskussion durchführen, ein Planspiel lösen, oder gemeinsam einen Vortrag
ausarbeiten.
Die Bewertung der Einzeltests ist simpel: die Anzahl der richtigen Antworten wird in einen
IQ-Wert umgerechnet. Ein Wert von 120 besagt beispielsweise: perfekt, fast alle Aufgaben
richtig angekreuzt.
Die Bewertung von Gruppentests ist etwas schwieriger. Meist erfolgt sie durch ein
Assessmentcenter und dort wiederum durch die subjektiven Urteile der Beobachter:
<Zitat>
Die Bewertung der Offiziersbewerber in den o.g. Dimensionen erfolgt auf einer 7-stufigen
Skala. Dabei stellt 1 den besten und 7 den schlechtesten Wert dar. Die 4 soll die Leistung
eines durchschnittlichen Bewerbers des Jahrgangs beschreiben.
[47], Seite 40
</Zitat>
Ein Bewerber kann demnach zwei Urteile erwarten: a) die objektive Messung durch den
Einzeltest b) die subjektive Messung durch Gruppentest. Beide Aussagen fließen dann in eine
Gesamtbeurteilung ein.
An dieser Stelle interessiert natürlich die Korellation beider Meßergebnisse: sind Leute
mit hohen IQ-Werte auch gute Führungskräfte? Und umgekehrt: haben erfolgreiche
Führungskräfte einen hohen IQ?
Beide Fragen kann ich getrost mit ja beantworten. Beweis: Eine Offizierslaufbahn in der
Bundeswehr ist immer mit einem Studium verbunden. Und für die Studierfähigkeiten hat sich
der IQ-Test als ausgezeichneter Schätzer erwiesen. Das bedeutet, Leute die zu blöd für ein
Studium sind (IQ von 95 oder weniger) können bei der Bundeswehr auch kein Offizier werden.
Alle Führungskräfte bei der Bundeswehr haben studiert, und dafür ist einzig die
Einzelintelligenz entscheidend. D.h. der klassische IQ-Test. Führungskräfte rekrutieren
sich aus dieser Gruppe, es sind Personen mit hohen IQ-Werten. Der zusätzliche Gruppentest
(Assessment-Center) soll lediglich innerhalb der hochbegabten Propanden filtern. Es werden
diejenigen Bewerber gesucht, die einen IQ-Wert von 120 haben und zugleich
Führungsqualitäten besitzen. Aus diesen Vorabinformationen läßt sich eine
Entscheidungsmatrix generieren:
---------------------------------Person IQ-Test Assessment-Center
----------------------------------
1
80
keine Einladung
2
80
keine Einladung
3
95
keine Einladung
4
95
keine Einladung
5
120*
schlecht
6
120*
gut
7
120*
gut
---------------------------------* Studierfähigkeit
Im ersten Durchlauf wurden Personen 1..7 zu einem Einzel-IQ-Test eingeladen. Lediglich die
Personen 5-7 konnten ihre Studierfähigkeit durch einen überdurchschnittlich hohen Wert
nachweisen. Diese erhielten eine Einladung zum zweiten Durchlauf, dem Assessment-Center.
Dort wurde über Gruppentest ermittelt, dass Bewerber 5 ein schlechtes Führungsverhalten
zeigt. Er war der Stressbelastung nicht gewachsen. Trotz seines hohen IQ-Wertes versagte
er. Die Bewerber 6-7 machten hingegen einen guten Eindruck und erhielten eine Zusage als
Führungskraft.
Obwohl der IQ-Einzeltest nicht alles ist, kann er doch als zuverlässiger Schätzer
bezeichnet werden. Es gilt der Zusammenhang: hoher IQ = Führungskraft. Die Personen 1-4
können wegen ihres niedrigen IQs keine Offizierslaufbahn einschlagen. Mit einem Wert von 80
Punkten kann man maximal Anführer einer Straßengang werden, um Opfer zu verdreschen.
Kompatibel zur Bundeswehrlaufbahn ist diese Eigenschaft jedoch nicht.
Auch ein Blick auf die freie Wirtschaft bestätigt meine Hypothese, dass zwischen IQ-Wert
und Führungsqualitäten eine 1:1 Korrellation besteht. Es gibt die Untersuchung von
Schmidt/HUnter 1998 wonach hohe IQ-Werte den Berufserfolg vorhersagen können. Dabei
bedeutet Berufserfolg automatisch ein hohes Einkommen. Dieses wird regelmäßig nur in
Führungspositionen bezahlt. Je höher man kommt, desto mehr Geld wird verdient. Im Grunde
könnte man daher auf das Assessment-Center komplett verzichten, und die Führungskräfte
allein nach dem Einzel-IQ-Test ermitteln. Um jedoch den Beispielkanditaten 5
herauszufiltern und die Prognosequalität damit leicht zu steigern, wird das AssessmentCenter eingesetzt. Allerdings wird dort in keinem Fall der IQ-Wert unbedeutend; auch im
Assessment-Center wird die Ablehnung der Bewerber 1-4 nicht revidiert. Es wird lediglich
der vorhandene IQ-Wert von 120 feiner ausdifferenziert.
* 8.4.1: Führungsaufgaben
Der tägliche Arbeitsablauf von Führungskräften besteht ausschließlich in Gruppenaufgaben.
Die Anleitung/Führung von Mitarbeiter hat oberste Priorität. Im Gegensatz dazu wird eine
Führungskraft nur sehr selten Logikrätsel lösen oder ähnliche Aufgaben eines IQ-Testes
bewältigen. Interessanterweise spielt das aber keine Rolle. Die ursprüngliche Aussage des
IQ-Testes "hat Intelligenz" wird erweitert zu "kann führen". Ein IQ-Wert von 120 besagt:
diese Person ist eine Führungskraft. Ein IQ von 80 hingegen besagt: diese Person ist eine
Hilfskraft.
Der IQ-Wert legt die soziale Rangordnung fest. Rechts außen unterhalb der Glockenkurve
befinden sich die ranghöchsten Mitglieder eines Kollektivs. Es sind Offiziere, Manager und
Politiker. Ihnen obliegt es, die rangniedrigen Personen links unterhalb der Glockenkurve zu
beurteilen und mit Aufgaben zu betrauen. Dies ist keineswegs ein Gesetz, sondern stellt
eine Wahrscheinlichkeitsverteilung dar. Durch die tägliche Praxis der Bewerberselektion
wird sie bestätigt. Niemand hat die Personalverantwortlichen dazu aufgefordert, nur
Personen mit hohen IQ-Werten in Führungspositionen zu bringen. Sondern sie tun es einfach,
unabhängig voneinander. Es ist eine zutiefst demokratische Wahl. Jeden Tag aufs neue
getroffen ... Wenn ungeeignete Offiziersbewerber abgelehnt werden, Poltiker die Wahl
verlieren, oder Langzeitarbeitslose mit niedrigen IQ-Werte keine Zusage erhalten dann wird
dieses "Gesetz" Realität.
Das Volk wählt durch Abstimmung die Politiker, die es als Führer haben will. Und ein
Unternehmen wählt sich mittels Assessment-Center die Personen als Nachwuchsführungskraft,
die es dort haben will. Und scheinbar sind Bundeswehr und freie Wirtschaft gleichermaßen
ganz scharf darauf Leute mit IQ-Werten weit oberhalb des Mittelwertes als Führungskräfte zu
verpflichten. Sie prognostizieren diesen Personen hohe Erfolgsaussichten das Unternehmen in
der Gewinnzone zu halten, gute Produkte herzustellen und Verantwortung zu übernehmen.
* 8.5: Christliche Werte
Die Rekruten werden durch den Vorgesetzten kontrolliert, aber wer kontrolliert den
Vorgesetzten? Die Führung der Führer wird in der Bundeswehr mit dem Paradox der inneren
Führung zufriedenstellend aufgedröselt. Damit ist gemeint, dass sich Führer autonom
verhalten. Sie rechtfertigen sich vor sich selbst, ihrem eigenen Gewissen. Es gibt keine
äußere Instanz, sondern die Entscheidung trifft die Führungskraft in eigener Verantwortung.
Klar, der Vorarbeiter einer Truppe mit 100 Mann ist auch jemandem zur Rechenschaft
verpflichtet. Am Ende der Befehlskette steht dann der Verteidungsminister und die
Politiker. Aber der Spielraum für eigenständiges Denken ist bei Führungskräften relativ
hoch. Es muss auch so sein, denn die Frage ob die 100 Rekruten nun ihr Mittag um 12:00 Uhr
oder doch lieber um 12:30 Uhr einnehmen sollen, ist eine Detailangelegenheit und kein
Problem für den Verteidungsminister.
So müssen Vorarbeiter im Gegensatz zu ihren Untergebenen bestimmte Werte verfolgen, an
denen sie ihre Entscheidungen ausrichten. Ein ethischer Kompass für die Entscheidung
zwischen Richtig und Falsch ist dazu nötig. Auch die innere Führung muss natürlich durch
eine Qualitätssicherung permanent überprüft werden. Aber wie prüft man den inneren
Wertekanon von Führungskräften? Dafür gibt es das Maß "Nähe zur christlichen
Glaubensüberzeugung".
Auf dem Kongress christlicher Führungskräfte 2009 [57] wurden ethische Werte behandelt. Und
dessen Umsetzung in Wirtschaft, Militär und Gesellschaft. Ein Führungsoffizier, der nicht
an Gott glaubt hat keine Chance auf Aufstieg in der Bundeswehr. Die Selektion zwischen
Atheisten und Christen ist wichtig, um das Konzept "innere Führung" tatsächlich zu leben.
Aber die Bibel ist nicht das einzige Buch, was Führungskräfte kennen sollten. Zusätzlich
bieten sich die Klassiker der europäischen Geschichte an: Goethe, Heine, vielleicht auch
einige Philosophen aus der Antike (aber bitte nicht Diogenes). An diesem Wertekanon richten
sich Bundeswehroffiziere aus. So zumindest die Hoffnung der Personalabteilung. Im groben
wird dies mit dem Begriff "abendländische Leitkultur" zusammengefasst [58-60].
Der Intelligenz-Wert drückt jetzt bereits drei Bereiche aus:
1. Einzelintelligenz, d.h. Logikrätsel lösen
2. Gruppenintelligenz, d.h. Führungsverhalten im Assessment-Center
3. innere Führung, d.h. Anpassung an die Leitkultur
Der optimale Bewerber für eine Führungsposition kann gut Zahlenreihen fortsetzen, zeigt
ordentliche Leistung im Assessment-Center und artikuliert ein christlich-abendländisches
Weltbild. Mit diesen Eigenschaften erhält er einen IQ-Wert von 130 oder mehr Punkten. Damit
liegt er ziemlich weit rechts auf der Skala und ist Jim Jones aus Jonestown [50] äußerst
ähnlich. Genau solcher Typ Mensch setzt sich für eine Totalüberwachung aller Bürger ein,
zensiert die Presse und tut das, wofür er gewählt wurde: Macht ausüben, Andersdenkende
einsperren, den kollektiven Selbstmord proben, Atomraketen mit Bundeswehr-Flaggeschützen
verschießen.
Das genaue Gegenteil von "christlicher Leitkultur" findet sich in der Unterschicht
(Personen mit IQ-Werten kleiner 93,5). Dort gibt es auch eine Leitkultur, nur dieses Mal
ist es Pornographie. Meist eng verbunden mit Gewaltausübung. Der Erotikthriller ist die
Bibel der Machtlosen. Als logische Konsequenz sind Solarien, Tattoo-Studios und FitnessCenter in Armenvierteln sehr stark verbreitet. Die Unterschicht schaut nicht nur viel
Porno, sie praktiziert ihn auch. Daraus resultiert eine Vermehrung wie bei läufigen
Karnickeln. [61][62]
Führungskräfte hingegen haben noch nie einen Porno gesehen, stattdessen sind sie
verheiratet. Gewaltausübung ist für Führungskraft niemals Fun, sondern nur Mittel zum
Zweck. Alles andere würde ihrer christlichen Leitkultur widersprechen.
* 9: Hochbegabung und Berufswahl
In [74] findet sich ein lesenswerter Aufsatz über Hochbegabung aus Sicht des Arbeitsamtes.
Ganz pragmatisch wird definiert:
<Zitat>
Einig ist man sich darin, dass man von intellektueller Hochbegabung bei Personen spricht,
die einen Intelligenzquotienten (IQ) von 130 oder höher aufweisen. Das betrifft nur etwa
zwei Prozent der Bevölkerung.
Quelle: [74], Seite 3
</Zitat>
Vorgestellt werden in dieser Studie spezielle Förderprogramme für Schüler, Abiturienten und
Studenten die mehr leisten als ihre Altersgenossen. Folgende Optionen haben HighPotentials:
- Schulklassen überspringen
- anderen Lehrstoff aneignen
- außerschulische Wettbewerbe
- Studienförderung über Stiftungen
Geworben wird beispielsweise mit Büchergeld oder einem Stipendium.
Ein wenig depressiv mutet die Beschreibung der inneren Gefühlswelt der kleinen Genies an:
<Zitat>
Da Zugehörigkeit unabdingbar ist für ein basales Sicherheitsgefühl im Leben, kann niemand
ganz darauf verzichten, erst recht
nicht ein Kind mit noch ungefestigter Persönlichkeit. Daher versucht ein Kind die
Bedingungen seiner Umwelt für Zugehörigkeit und Akzeptanz möglichst zu erfüllen, u.U. unter
‚Verzicht’ auf die Erfüllung anderer Bedürfnisse, wenn sie sich mit diesem einen, dem
Zugehörigkeitsbedürfnis, nicht mehr vereinbaren lassen. ... Für Hochbegabte Kinder heißt
dies, dass sie versuchen, ihre offenbar unwillkommene hohe Begabung zu verstecken, sie
kleiner zu machen oder selbst nicht mehr wahrzunehmen.
Quelle: [74], Seite 5.
</Zitat>
Aha, es scheint so, als ob ausgerechnet das Arbeitsamt die ausbeutbare Schwäche von
Hochbegabten gefunden hat: den Wunsch nach Zugehörigkeit. Als Konsequenz wird die Berufsund Studienwelt als ideale Umgebung für hilfslose Kinder verkauft. Weil sie dort nicht mehr
allein sind, und endlich ein Gefühl von Zugehörigkeit erhalten.
Diese Zugehörigkeit basiert jedoch einzig auf der gezeigten Leistung, nicht auf innerer
Verbundenheit. Der Schüler / der Student wird nur solange in die Gemeinschaft der
Erwachsenen aufgenommen, wie er den Anforderungen genügt. Der Preis der Zugehörigkeit ist
permanente Leistung. Das Bedürfnis von depressiv-hochbegabten Heranwachsenen wird
ausgenutzt um sie in leistungsfähige Roboter zu verwandeln. Wobei Leistung nicht im Lösen
von Matheaufgaben oder dem Schreiben von Texten besteht; die geforderte Leistung ist viel
subtiler. Es geht um die Leistung, eine innere Grundüberzeugung aufzubauen. Das bedeutet,
die prinzipielle Richtigkeit des demokratischen Staates zu bejahen, als Multiplikator die
kapitalistische Ideologie weiterzugeben und lieber nicht so genau hinzuschauen, wie das
Arbeitsamt die Nicht-Hochbegabten behandelt.
Wie die Autoren der Studie ganz richtig bemerkt haben, zeichnen sich Hochbegabte durch ein
Autonomiebestreben und ein Ablehnen von Autoritäten aus. Warum sich die gleichen
Hochbegabten dann den Zumutungen des Arbeitsmarktes unterwerfen wird nicht weiter
thematisiert. Es ist ein Zeichen von unendlicher Arroganz, wenn Hochbegabung in Wirtschaft
und Hochschule verortet wird. Als ob es einen Gleichklang zwischen den Bedürfnissen von
Individuuen und dem Staat gäbe.
Bei der Symbiose aus Deutschland und seinen Hochbegabten gibt es nur einen Gewinner: den
Staat. Er profitiert massiv von ausgebrannten Workaholics, von Leuten die sich in die
Leistungsgesellschaft integrieren wollen weil sie sonst nichts mit sich anfangen zu wissen.
Große Lücken weißt die o.g. Studie beim Thema "Hochbegabte auf 1-Euro Jobs" oder
"Hochbegabte mit Lebensmittelgutscheinen" auf. Das einzige, was das Arbeitsamt wirklich
sehr gut kann, ist es Personen aus der Gemeinschaft gänzlich auszuschließen. Über
Sanktionen, Wegfall der Krankenversicherung oder Wegfall der Mietzahlungen. Man sollte
niemals vergesesn, dass es die gesellschaftlichen Eliten waren, die die Hartz IV
Gesetzgebung verabschiedet haben und es ehemals hochbegabten Uniabsolventen sind, welche
menschenverachtende Lebensmittelgutscheine für Ausländer und U25 Bezieher als Mittel der
Wahl propagieren. Scheinbar besteht Hochbegabung hauptsächlich darin, dass Unrecht des
Staates nicht wahrhaben zu wollen, gegen Schwache zu treten und ökonomische
Selektionsprozesse unhinterfragt zu lassen.
Aus dieser naiven Sichtweise heraus, wird dann auch für soziale Probleme eine Kultur der
Leistung als Antwort vorgeschlagen. Daß sich eine ungerechte Verteilung von Gütern, Geld
und Dienstleistungen allein durch mehr mehr mehr lösen lasse. Als ob Deutschland zuwenig
Leistung und zuwenig Geld hätte...
Es ist vollkommen richtig, dass der Marktwert von Sklaven steigt, wenn sie besondere
Fähigkeiten haben: beispielsweise Gesetze interpretieren, einen Brief besonders schön zu
schreiben oder Klavier spielen können. Durch diese Höchstleistungen unterscheidet sich der
geistige Sklave vom körperlichen Sklaven; er dient seinem Herren als effektivieres Mittel.
Er nimmt dem Herren nicht nur Muskelarbeit ab, sondern unterstützt ihn auch auf
intellektuellem Gebiete. Die Spitzengruppe unter den Sklaven sind daher die hochbegabten
Sklaven. Sie haben nicht nur die Dienerideologie komplett verinnerlicht, sondern eigenen
sich als Meta-Sklaven. D.h. sie bilden andere Sklaven aus. Sie wirken als Multiplikator in
die Gesellschaft hinein und ordnen das Chaos. Vielfältig einsetzbar zu Kontrolle von
Abweichlern, zur Paranoia-Produktion oder als Aufseher in Gefängnissen. Ganz besonders bei
Beamtenlaufbahnen wird der IQ-Test als primäres Auswahlinstrument verwendet. Intelligenz
scheint eine unverzichtbare Eigenschaft von Staatsdienern zu sein.
* 13: Quellen
[1] http://en.wikipedia.org/wiki/The_Bell_Curve
[2] http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland_schafft_sich_ab
[3] Melanie Sabrina Mühr: ki.case -- Entwicklung und Validierung eines Tests zum
schlussfolgernden Denken für die eignungsdiagnostische Praxis, Diplomarbeit 2010, 162
Seiten, http://www.ki-bit.com/web/component/option,com_docman/task,doc_view/gid,134/Itemid,
62/
[4] Grosse, Burkhard: Audiovisuelles Lern- Prüfungs- und Quizgerät, 2000,
http://www.patent-de.com/20000831/DE19803874C2.html
[5] The bell curve, Audiobook, http://www.youtube.com/watch?v=xLwpQjYEVgs
[6] http://de.wikipedia.org/wiki/Bernstein-Hypothese
[7] Rifkin-Rezension, http://www.awb.tu-berlin.de/lv/neue-AF/Zukunftsvisionen1/Das%20Ende
%20der%20Arbeit.html
[8] Herrnstein / Murray: The bell curve -- Intelligence and class structure in american
life, 1994
[9] Andy Warhol's low IQ, http://message.snopes.com/showthread.php?t=64654
[10] http://de.wikipedia.org/wiki/Offizierbewerberpr%C3%BCfzentrale
[11] Rummelplatz, http://en.wikipedia.org/wiki/Funfair
[12] Quelle hier einfügen
[13] Quelle hier einfügen
[14] Deutscher Bundestag: Kleine Anfrage -- Freizeitparks und Freizeitunternehmen in
Deutschland, 2010, 4 Seiten, http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/17/009/1700982.pdf
[15] Günter Ogger: Die Abgestellten -- Ein Nachruf auf den festen Arbeitsplatz, 2007, 20
Seiten, http://bilder.buecher.de/zusatz/22/22813/22813402_lese_1.pdf
[16] Beruf Schausteller, http://www.jumpforward.de/beruf/7081/Berufsbild-Schausteller-
in.html
[17] Schausteller -- der gute Laune Beruf, http://www.infos-zum-thema.de/schausteller-dergute-laune-beruf.htm
[18] Stephanie Dircks: Das Schaustellerleben liegt im Blut, 2007, 1 Seite,
http://www.schaustellerverband-noe.at/side/side_Links/Zeitungsberichte/2007%2009%2015%20%20(D)%20Das%20Schaustellerleben%20liegt%20im%20Blut.pdf
[19] Jürgen Laun: 'Männer-Tiere-Sensationen' -- Männlichkeitsentwürfe in deutscher und
dänischer Zirkusliteratur 1837-1913, Dissertation 2006, 187 Seiten, http://eldiss.unikiel.de/macau/servlets/MCRFileNodeServlet/dissertation_derivate_00002384/Diss_Komplett.pdf;
jsessionid=B4E16E45E1CFBBDD7735764FB6C8FC06?hosts=
[20] Gudrun Müller: Die Geldbörse Russlands -- Nižnij Novgorod in Reiseberichten des 17.
bis 20. Jahrhunderts, Diplomarbeit 2009, 130 Seiten,
http://othes.univie.ac.at/7589/1/2009-11-16_0203341.pdf
(Anmerkung: Enthält Beschreibungen der russischen Jahrmärkte)
[21] Buchvorstellung: Deutschland schafft sich ab, Youtube Video 70 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=mYOQwbOjlE0&feature=related
[22] Die Simpsons: Bart wird ein Genie, Youtube Video 30 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=u0pTUzKbCHA
[23] Arbeitslose zur geistig Behinderten diffamiert, Youtube-Video 8 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=CDmv8D3iHbc
[24] Cheerleader Bremen Firegirls -- Kirmes Osterwiese, Youtube Video 5 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=Cwx5Q6m0beY
[25] Limavady Funfair, Youtube Video 7 Minuten, http://www.youtube.com/watch?v=znd_zmvx5yU
[26] Tag der Potenziale in der Wirtschaftskammer Tirol, youtube Video 6 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=Q4qxwRu9plo
(Anmerkung: gleich am Anfang ist ein computergestützter IQ-Test zu sehen)
[27] Das Führungskräftehandbuch des Deutschen Roten Kreuzes, 2007, 8 Seiten,
http://www.zfm-bonn.de/downloads/wissen/artikel/personalauswahl_DRK_1007.pdf
[28] DIN 33430: Anforderungen an Verfahren und deren Einsatz bei berufsbezogenen
Eignungsbeurteilungen, http://de.wikipedia.org/wiki/DIN_33430
[29] Thomas M. Schwarb: Die wissenschaftliche Konstruktion der Personalauswahl, 1996, 230
Seiten,
http://home.datacomm.ch/thomas.schwarb/Die_wissenschaftliche_Konstruktion_der_Personalauswa
hl.pdf
(Anmerkung: enthält viele historische Schaubilder)
[30] Einführung in die Fachdidaktik -- Diagnose Lernprozesse Leistungsbewertung, Audio
Podcast 2009, http://waste.informatik.huberlin.de/Lehre/ws0910/VL_EinfFachdidaktik/Vorlesungen/12_Diagnose_Lernprozesse_Leistungsbe
wertung.mp3
[31] IQ-Werte von Nazi-Größen (Hjalmar Schacht, Göring, usw.),
http://de.metapedia.org/wiki/Intelligenz
(Anmerkung: "Metapedia is a white nationalist and extreme right-wing online
encyclopedia" (zitiert nach [32])
[32] http://en.wikipedia.org/wiki/Metapedia
[33] Wolfgang Lenhard: Diagnostische Verfahren zur Schulleistungsfeststellung in der
Grundschule, Präsentation 2004, 39 Seiten,
http://wolfgang.lenhard.info/leistungsmessung.pdf
[34] http://de.wikipedia.org/wiki/Zwei-Drittel-Gesellschaft
[35] Specht, E.: Der Mensch als wärmetechnisches System -- Mess- und Regelungsmechanismus
der Betriebstemperatur, Wärmeabgabe, Energieerhaltung, Gewichtsänderung, Behaglichkeit,
2005, 11 Seiten, http://www.unimagdeburg.de/isut/TV/Download/Der_Mensch_als_waermetechnisches_System.pdf
[36] DISTRIBUTIONS, SIMULATION, AND EXCEL FUNCTIONS, 4 pages, 2003,
http://www.sba.oakland.edu/faculty/isken/hcm540/Session03_DMUncertainty/DistributionsSimula
tionExcelFunctions.pdf
[37] Neuhauser, C.: The Normal Distribution, 2009, 5 pages,
http://bioquest.org/numberscount/wp-content/blogs.dir//files//2010/01/The-NormalDistribution.pdf
(Anmerkung: Normalverteilung mit Excel)
[38] Graham Kendall: Scripting the Game of Lemmings with a Genetic Algorithm, 2004, 8
pages, http://www.cs.nott.ac.uk/~gxk/papers/cec2004kts.pdf
[39] Kristian Spoerer: The Lemmings Puzzle: Computational Complexity of an Approach and
Identification of Difficult Instances, 2007, 201 pages,
http://www.cs.nott.ac.uk/~gxk/papers/ktsthesis2007.pdf
[40] Graham Cormode: The Hardness of the Lemmings Game, or Oh no, more NP-Completeness
Proofs, 16 pages, 2004, http://dimacs.rutgers.edu/~graham/pubs/papers/cormodelemmings.pdf
[41] Florian Kunze: Lemmings ist NP-vollständig, 22 Seiten, http://web.informatik.unibonn.de/I/Lehre/Seminare/HS0708/Ausarbeitungen/LemmingsInNP.pdf
[42] http://en.wikipedia.org/wiki/WarGames
[43] http://de.wikipedia.org/wiki/Emergenz
[44] Niels Pothmann: Optimierung und Entscheidungsunterstützung -- Vortrag "Swarm
Intelligence", 2006, 15 Seiten, http://ls2-www.cs.tudortmund.de/~jansen/seminare/opt2006/nielspothmann.pdf
[45] Matthias Schneider: Schwarmintelligenz und evolutionäre Algorithmen in
Recommendersystemen, Diplomarbeit 115 Seiten, Mai 2010,
http://www.beached.org/static/diplomarbeit-matthias-schneider.pdf
[46] Sophia Lux: Warum die Masse überlebensfähig ist -- Schwarmintelligenz als Spielart des
Herdenverhaltens, 2010, 6 Seiten,
http://web.mac.com/p_beck/iWeb/BusinessCulture/Lesen_files/BC_Schwarmintelligenz.pdf
[47] Barbara Kolzarek: Die Qualität von Gruppenaufgaben in der Personalauswahl,
Dissertation 2006, 176 Seiten, https://eldorado.tudortmund.de/bitstream/2003/22162/5/PromotionKolzarek280406_oAufgaben_ende.pdf
[48] Roger Moll: Nutzenanalyse von Assessment Centern -- Konzeptionelle Grundlagen
Empirische Ergebnisse Gestaltungsempfehlungen, 2000, 189 Seiten,
http://www.iop.unibe.ch/lehre/lizentiatsarbeiten/Liz-Moll-Roger.PDF
[49] Youtube-Video: Sektenkult und Glaubenswahn, 50 Minuten, http://www.youtube.com/watch?
v=0lF7dpJqG48
[50] Youtube-Video: Jonestown -- Todeswahn einer Sekte, 85 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=57ZYVYffyU4
[51] Anarchistische Pogo-Partei Deutschlands (APPD), http://www.appd.de
[52] Stefan Kühl: Das Scharlatanerieproblem -- Coaching zwischen Qualitätsproblemen und
Professionalisierungsbemühung, 2005, 12 Seiten, http://www.der-rote-faden.com/Coaching
%20Studie.pdf
[53] Jutta Kreyenberg: Persönlichkeitstests im Vergleich, 2004, 17 Seiten,
http://www.hephaistos-netzwerk.de/Dokumente/Inhaltliches/PersoenlichkeitsTests_im_Vergleich.pdf
[54] Dieter Rohmann: Mögliche Prädisposition einer Sekten- Kultmitgliedschaft, Diplomarbeit
2004, 117 Seiten, http://psydok.sulb.unisaarland.de/volltexte/2004/273/pdf/Praedisposition.pdf
[55] A. K. Dewdney: Alles fauler Zauber? -- IQ-Tests, Psychoanalyse und andere umstrittene
Theorien, Birkhäuser Verlag 1998, ISBN 3-7643-5761-4, 60 Seiten Auszug auf
http://webcache.googleusercontent.com/
[56] Der Gänsehaut-Effekt, 2009, 3 Seiten,
http://www.geschichtenwerk.at/fileadmin/geschichtenwerk/files/Prosser_und_Partner/Zum_Nachl
esen_PDFs/Magazin_Gesundheit_der_Gaensehaut-Effekt.pdf
[57] Youtube-Video: Kongress christlicher Führungskräfte 2009, viele Vorträge a 10 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=uVrr25sa-fI
[58] Okel, Hugo-Sebastiaan: Der Bürger, die Tugend und die Republik -- Bürgerliche
Leitkultur in den Niederlanden im 18. Jahrhundert im Spiegel der Moralischen
Wochenschriften, Dissertation 2003, 333 Seiten, http://ubt.opus.hbznrw.de/volltexte/2005/298/pdf/Diss_S_Okel.pdf
[59] Heidrun Stöger: Verhaltensauffälligkeit oder Genialität? Die Bedeutung des Umfeldes,
2009, 65 Seiten, http://www.echa-oesterreich.at/downloads/ECHA%20Tage
%2009/Verhaltensauffaelligkeit%20oder%20Genialitaet.pdf
[60] Michael Schmidt-Salomon: Leitkultur Humanismus und Aufklärung -- Über die notwendige
Begrenzung der weltanschaulichen Neutralität des Staates, Vortrag 2005, 11 Seiten,
http://www.schmidt-salomon.de/leitkultur.pdf
[61] Mike Retz: Die (Re-)Moralisierung von Armut -- Funktionalismus des deutschen
Unterschichtendiskurses, 2010, 63 Seiten, http://oops.unioldenburg.de/volltexte/2010/1137/pdf/Retz_2010_Die_Re_Moralisierung_von_Armut.pdf
[62] Walter Wüllenweber: Voll Porno! -- Sexuelle Verwahrlosung, 9 Seiten, Stern.de 2007,
http://www.students.uni-marburg.de/~Nauj/downloads/02.%20Semester/sozpsy/sexreferat/Sexuelle%20Verwahrlosung_%20Voll%20Porno_%20-%20stern.de.pdf
[63] Olli Banjo: Randale in der Sonderschule, http://www.youtube.com/watch?v=S4MvyjtLfVs
[64] Intelligenz im Horoskop: Der Intelligenzplanet,
http://www.astrosynthese.de/basiskurseapischule/aufbaustudium-integration/intelligenz-imhoroskop/index.html
[65] Radio Farberot, Sarrazin1, 2010,
http://www.farberot.de/mp3/GegenStandpunkt_Sarrazin.mp3
[66] Radio Farberot, Sarrazin2, 2010,
http://www.farberot.de/mp3/GegenStandpunkt_Sarrazin_2_1009.mp3
[67] Rolf Röhrig: Sarrazin und der öffentliche Streit um 'Integration' und eine angemessene
nationale Bevölkerungspolitik, Radio Farberot 2010,
http://www.farberot.de/mp3/GegenStandpunkt_Integration_mit_Diskussion_101124_32.mp3
[68] L. Ron Hubbard: "Wortklären: Ausbildung und Verstehen", http://www.scientologyfakten.de/de/richtigstellung-von-falschinformationen/l-ron-hubbard/192-ausbilder-undmenschenfreund/267-qwortklaeren-ausbildung-und-verstehenq-von-l-ron-hubbard-.html
[69] Scientology: Bessere Bildung für eine bessere Welt, 36 Seiten, 2004,
http://www.effective-education.org/pdf/german.pdf
[70] http://www.reli-on.de/scientology.htm
(Anmerkung: kritische Informationen zu Scientology, der Intelligenztest wird als
Einstiegsangebot erwähnt)
[71] Psychiatry -- Industry of death, Youtube-Video 100 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=ExPxawBa2Ao
[72] Yale Psychology Lecture: Foundations Skinner, Video,
http://academicearth.org/lectures/foundations-skinner
[73] Paul Windolf: Betriebliche Rekrutierungsstrategien, Mitteilungen aus der Arbeitsmarktund Berufsforschung 1983, 15 Seiten,
http://doku.iab.de/mittab/1983/1983_2_mittab_windolf.pdf
[74] Begabtenförderung -- Wie Begabte gefunden und gefördert werden, 2003, 56 Seiten, ibv,
http://doku.iab.de/ibv/2003/ibv0503_605.pdf
(Anmerkung: Auf http://doku.iab.de veröffentlicht das Arbeitsamt wissenschaftliche
Aufsätze)
[75] Tilman Fischer et al: Rechnergesteuerte Leistungsvermögensanalyse mit ABBA in der
beruflichen Rehabilitation, Mitteilungen aus der Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 1997, 16
Seiten, http://doku.iab.de/mittab/1997/1997_2_mittab_fischer_landau_maas_marquard.pdf
[76] Thomas Straubhaar: Das Ende der Sklaverei oder Die Entstehung freier Arbeitsmärkte,
2010, 2 Seiten, http://www.hwwi.org/uploads/tx_wilpubdb/HWWI_Standpunkt_134.pdf
[77] FAZ 17. Jan 2011, Apple -- Aktienkurs erholt sich,
http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc~E059A4398F6694655BAF8BBE1CBE3A
943~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
[78] Spiegel-Online, 6. Jan 2009, Finanzkrise -- Milliardär Merckle begeht Selbstmord,
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,599774,00.html
[79] Spotlight: Intelligent or just clever?, Youtube-Video 26 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=oObL-NJ-SFU
[80] Hochbegabung -- Zwischen Genie und Wahnsinn, Youtube Video 26 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=AUAZ3LqwVFk
(Anmerkung: Vorgestellt werden zwei Konzepte. a) Abschottung der Hochbegabten in einer
Elite-Schule und b) Integration von Hochbegabten in eine Gesamtschule.)
[81] Alpha und Omega (404): Hochbegabung -- Licht- und Schattenseiten, bibelTV, YoutubeVideo 29 Minuten, http://www.youtube.com/watch?v=gmGe3kGRfTs
[82] Es war einmal... Entdecker und Erfinder 07 Leonardo da Vinci, Youtube-Video, 27
Minuten, http://www.youtube.com/watch?v=u0fhHhNtq1w
[83] Autismus -- an mich kommt keiner ran, Youtube-Video, 44 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=uA2WDjd-7GA
[84] YaleCourses: 6. Efficient Markets vs. Excess Volatility, YaleCourses, Youtube-Video,
68 Minuten, http://www.youtube.com/watch?v=pXJb29s3nmY
[85] Teacher Education Pathways: Gifted Children, Youtube-Video 64 Minuten,
http://www.youtube.com/watch?v=FF99qT3UgOc
[86] Astrid Schmid: Adipositastherapie bei Kindern und Jugendlichen -- Validierung der
Qualität anhand einer retrospektiven sowie prospektiven Studie, Dissertation 2008, 166
Seiten, http://edoc.ub.uni-muenchen.de/8386/1/Schmid_Astrid.pdf.pdf
(Anmerkung: Seite 58 Zusammenhang zwischen Body-Mass-Index und Intelligenzquotient)
[87] Franziska Persch: Zur Auswirkung der Angst anorektischer Patientinnen auf die
allgemeine Befindlichkeit, Dissertation 2008, 123 Seiten, http://vts.uniulm.de/docs/2009/6870/vts_6870_9529.pdf
[88] Susanne Mieg: Bulimia Nervosa und Binge Eating Disorder unter extrem adipösen
Jugendlichen und Prädiktoren des Langzeiterfolgs einer konventionellen stationären
Langzeittherapie von extremer Adipositas im Jugendalter, Dissertation 2004, 119 Seiten,
http://archiv.ub.uni-marburg.de/diss/z2005/0271/pdf/dsm.pdf
[89] War Hitler hochbegabt?, Usenet-Diskussion de.org.mensa, 2009,
http://meinews.niuz.biz/war-t428130.html?s=bc9a6d298a69a031cd44f4758913a123&amp;
----English:
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1: Preface to the 2 Edition
2: Introduction
3: What is truth?
3.1: Prediction of occupational success by IQ
3.1.1: Random Walk in the intelligence quotient
3.1.2: Risk Assessment
3.1.3: Lucky IQ Test
3.1.4: repeatability of intelligence tests
3.1.4.1: Criticism
3.1.4.2: Random Walk-in managers
3.1.4.3: Betting on the unemployed
3.2: IQ in society
3.3: horse racing
4: Bernstein-linguistics
5: fairground
5.1: From the hype, and fairground bumper cars
5.1.1: More fair
5.2: From fair to capitalism
5.3: Application as showmen
5.4: Gifted workers
6: IQ and unemployment
6.1: The exception proves the rule
6.2: IQ scores in the two-thirds society
6.2.1: Mathematical foundations
6.2.2: Negative IQ scores
6.2.2.1: Epilogue
6.2.2.2: Ranks
6.2.2.2.1: Queue
6.3: What to do with the weak?
6.3.1: mass selection in society
6.3.2: Social undesirable
7: Equality
7.1: Alternatives to meritocracy
7.2: What is economics?
7.3: Intelligence
7.3.1: IQ comparison between German and Japanese
7.3.2: military justice
8: Collective Intelligence
8.1: submission to authority
8.2: Lemmings for anarchists
8.3: Swarm intelligence needs leaders
8.3.1: Economics as a sect
8.3.2: The Perfect Guide
8.4: Correlation between IQ and leadership qualities
8.4.1: leadership tasks
8.5: Christian values
9: giftedness and career choice
13: sources
* 1: Preface to the 2 Edition
Title: On the right under the bell curve - Introduction
Intelligence concept
Author: Manuel Rodriguez
Date: 20 January 2011
Version: 2
License: Creative Commons
Compared to the 1 Edition (Version 1) I have the level of
Manuscript increased strength. There were formerly 35 pages there are now
over 60 closely written pages. I have special value to the
Source research down: there are many dissertations added.
I'm aware only online available material in the
Bibliography included. So it is with a single click
possible, desired work in full text enter the (no annoying
Interlibrary loan).
This edition, I would like to dedicate Alizee, the hottest cute-girl to
the planet.
* 2: Introduction
I am a little confused as to what concerns the concept of intelligence. Release
was probably the audio book "The bell curve" [5]. There will be a
Relation between intelligence, social status and racial described.
According to my research in 1994, this book appeared. Only 16
Years later, the debate also reached Germany, and Sarrazin
published a similar book in 2010 [2]. The tenor is the
same. It is a sociology of hatred directed against
Outsider / dissenters.
* 3: What is truth?
A scientific theory attempts to reality
. Describe In contrast to the belief of the advantage is the fact
that one can predict the future. For example, there is a
physical theory of the force (Force = mass x acceleration).
This magic formula can be the outcome of a Schülerexperiemnts
predicted. The investigator holds a stone in the air and can
it fall. What will happen, you can figure out without the stone
to have to let go. Knowing the formula used to predict,
ignorance creates surprise.
So there is no right or wrong scientific theories,
but only good and bad. The former being a forecast of
future behavior of rocks, the weather, disease or
People can take from.
Sociology also claims to be scientific and
developed a number of theories. For example, it is of
Jeremy Rifkin, the theory that the company runs out of work
[7]. He is the assertion that the use of
Machines are fewer workers are needed. The
Productivity growth (according to Rifkin) results in mass unemployment.
This theory makes a clear statement about the future
(Unemployment will rise), so it meets the demands of the
Science. Rifkin is right, if unemployment continues to
. Rise If in the future, however, unemployment is down then has
Rifkin wrong, his theory would be refuted.
* 3.1: Prediction of occupational success by IQ
In the German literature, there are plenty of articles on
the validity of intelligence tests for personnel selection. For example,
I would like to work of [3] take up the. It is (in accordance with
the study of Schmidt and Hunter 1998), the predictability of
Career success postulated. Simplified stated: most people only
IQ 130 as a manager with set, everything works well in
Companies. In contrast to [1] is what the author Mühr not about
with genetic differences to explain a social order
but it counts only the prediction of job performance.
That relationship between IQ score and professional success is one that is
of course only a theory. It is especially true, the better so that the
Development of individuals can be predicted. Something like this is very
certainly not racist or extreme right. A maximum
conservative, if the people in positions heaves only
to have an IQ of 130 and a degree from a university.
And just for those benchmarks, the selection of personnel in
and in the army made major corporations.
If a company a new employee EUR 100000 for the year
charged, it will ensure a return. And if there is a
Manager with IQ = 130, and multilingual university degree can get, why
that the company would then enter into a risk and an applicant with
IQ = 100, monolingual and secondary school
Setting? The IQ test is used as a quality control for people. It
is a rating scale for Human Capital. Where in the number IQ = 130
performance not only expressed but also the
Willingness to work hard. People with a negative
-pessimistic attitude to approach a test (lower secondary school
Special schools etc) are certainly not achieve high scores.
Thus, the IQ score, a measurement tool for performance (ie ability) is
Want (ie, motivation) and custom alike. Is measured
primarily how the candidate really wants the place. Who
only one value of IQ = 100 achieved will not really accomplish anything.
If he is serious, then he would have been better prepared had
more hard and do not smoke so much grass.
So there is nothing wrong with the IQ test as an estimator for
career success to be used. Interesting it is, however, if
People are rejected because their IQ was too low. Concretely
the cancellation: "We can not adjust, unfortunately, because their IQ only
100. "Or" We can not adjust, unfortunately, because they
come from the lower class. "(Oops, that sounds after
Discrimination). Correct blatant it is, if the cancellation is "We
Unfortunately they can not adjust because they are a foreigner and
their skin color is too dark "(That is racism in its purest form) Note..:
positive selection is ok, but once you refusing to
genetic characteristics is declared it a hate message.
This curious double standard with the result that in large corporations
this world only highly talented white men to work, but
the opposite (dark-skinned women with low IQ scores) is never the
Able Hung reason was. The real reasons for non-recruitment
be because of political correctness, not very open.
* 3.1.1: Random Walk in the intelligence quotient
According to the classical concept of intelligence people are in a
Intellect sorted thereby a prediction of
to create future behavior. There are four classes:
1. Stupid - they are a late night street sweeper or
Severe alcoholics
2. Normal - they are a late night workers
3. Intelligent - this will later time manager
4. Extremely intelligent - they are later times Nobel Prize winner
Now appear to this view, almost all psychologists agree on
be. So that criticism of the intelligence term prospect of a
appears. And yet remain silent doubt that this notion of
Intelligence has hopelessly out of date. Without naming exactly
can, which seems out of date I would take the classical
Concept of intelligence in the year 1920'er lane. Today we have
and 2010, and now is the intelligence research essential
further.
The need for a reliable prognosis is immense. Anyone who
already can tell what the future will bring, which is obviously
in possession of a superior theory. He can thus better
Decisions. And a society to decide if you want,
which funds the children they studied, then it would be extremely
helpful to know today who in future times the Nobel Prize
wins. Then you could start at nursery school, the future
Nobel laureate to filter out of a country and provide them with bodyguards
Luxury toys and organic food especially support.
Had the time when little Albert Einstein in kindergarten
know "Yes, the times will revolutionize physics," then they would have
it can promote a lot sooner. He could get a scholarship
can a teacher and first-class diet. Today, it is
to blame: for what services would be able Einstein
been, he would have received early support one? Maybe
He had earlier warned much of the atomic bomb, or had even
the unified field theory invented? Who knows.
The prognosis of human genius is not the only
Problem area where it is in the prediction of future behavior
arrives. At this point I turn to the actual topic of this
Chapter: the application of the efficiency market hypothesis on the
Intelligence quotient. This is a small excursion into the development of
Random Walk Theory.
By year 1900, it was the already-developed equity culture.
Together with the modern day held for stock tickers, scoreboards,
Exchanges and associated traders. At that time it was unbelievable
important investment to make the right decisions. Ie
future success of a company to correctly predict
can. There was even fortune-tellers, for a corporation, the
Chart created. And with quite success ...
Eventually, however, the economics of the area
Stock market forecast in more detail. It has been studied scientifically,
whether and how shares can predict the course. The goal
was to identify the future to Outperformer there
his money to invest. The yield on a stock is comparable to
the IQ of a human being: high yield is good, low returns are
bad.
A number of 5% return on equity alone may say nothing
from. But if the overall market is only 3% return on equity
Average is then 5% above average and a clear
Recommended. A popular investment strategy is therefore to the
Past winners to determine the shares of this and then be
invest money (Top Dogs strategy).
About this strategy is also used today's intelligence tests for
People applied. The year's best students (10%) I enter
Scholarship support and therefore the winner. In the hope that
this group again next year among the best again. Now is
in the Prospectus of stock funds in the small print below that
Past successes are no guarantee of future returns.
And for good reason. In the long term, the strategy is a Top Dogs
bad choice. This was the Efficient Market Hypothesis
confirmed.
This means that all available information in the course already
a limited availability and the price only by future (now
unknown) information is affected. In the popular literature
is the symbol of the monkey throwing darts received. This
fictitious experiment which randomly chooses a monkey
Shares will be purchased to achieve better results
as a Harvard graduate.
Perhaps a practical example of the School of Random Walks:
Peter is a shy boy, he was the last witness louder
Ones, and is the winner of the Mathematical Olympiad
(District Championship). An official IQ test showed with him a
Score of 135th As a scale, a standard deviation of 15
selected. Peter is so gifted. He also is on his
Classmates very popular.
In the stock language would say that Peter is a top performer, a
Share, the better developed than the overall market.
Because of its very positive achievements of Peter receives a
Foundation scholarships. The donors consider his promotion as
Investment in the future. Peter is for them an investment. Now
Peter will be watched very closely. The investors expect a return
on investment. Unfortunately, starting the next school year for Peter
unhappy. On the way home from school he is in a
Traffic accident involved and must then 2 weeks in hospital
lie. When he is released again, he has changed. From the
for committed young is a depressed Stinkstiefel become.
His performance in the school are poor, he has to
Friends no more interested in mathematics, he has also
tired. Instead, Peter starts smoking and
oversleeps often. The annual IQ test provides only a value
of 110 At best midfield, everything above is not gifted. This is
Jan (a classmate of Peter) suddenly has gone, he is the
new math star.
The foundation was the investment in Peter a financial disaster.
It seemed to be sure money is gone, it was a complete
Bad investment. If they had granted the scholarship in January, however, would
the guarantee of success. But unfortunately, before a year has not
to see that, Jan would develop good thing. He had a
surprising growth spurt laid.
Unfortunately in reality, no comprehensive intelligence tests
these correlations greater detail. Thus, then on
This area is a superstition can keep predictability. The
Foundations for gifted students still believe they could already
predict who performs next year, the best performance. This
runs the intelligence quotient but a random walk. The score
are awarded the current performance again, but fails
when it comes to a forecast. A value of 130 points guarantees
no means lifelong success.
Similar to stock markets intelligence quotient is the only
the rank within the overall market. If the market changes, then
also change the intelligence scores. For example, it is sufficient,
that 9 of 10 shares suddenly make a loss
new winners are to have the remaining share. And just
it is sufficient if 9 10 students suddenly sink in terms of performance of
so that the remaining states to be genius. Its performance has
However, he does not improve, but developed only better than
the overall market.
It has evolved over the scientific studies
found that the market better than any other one shares
could evaluate. If the offer and demand for the stock of
General Electric price of 135 dollars per paid a piece, then
just that the stock price and value. There are certainly some
Analysts rated the stock look too high and this loner
see General Electric fairly valued at $ 100. And that may
them too. Only states the random walk theory that they are wrong,
the current price is always the most fair valuation for a company.
And the same applies to intelligence test. If a complete
Class is tested and Jan IQ points reaches 135, then was
he valued. Sure, there may be skeptics of the validity
IQ test question, and so distrust the market. They would in January
100 IQ points more than appreciated. But unfortunately the market has always
right. The 135 points were an overall assessment of all
Students reached, Jan has achieved a high rank.
Unfortunately, no IQ test reveals that in January again next year again
his genius is. Because the future is random. It may then still
a lot happen, Jan example, could enjoy the success
and every effort had been received that remains. He could also simply
Lucky and thereby maintain its consistently high performance. To
to mathematically certain to make a forecast, the
future value of Jan only be estimated. The expected value of
the future success is 135 with a standard deviation
according to the risk. For these values can not derived
be that Jan has again reached the value 135th But it can be up
the stakes can be determined. Because bookmakers are particularly
interested.
I had the example of the mention of horse racing and wants it
try again this time. The bookmakers on the racecourse know
not know who will win the race. If there are 10 horses
maybe one or two favorites. But still the result remains
uncertain. The output of a horse race is randomly distributed. Otherwise
there would be no more power, no one would watch a race
when the winner is already determined beforehand. This means the
Bookmakers do not know who wins. And they were not even on the
Favorites set. Instead, they accompany the horse race on a
Meta-level. They distribute the money according to the odds and
Delete a hefty commission. However, knowing that they each
Output gain. No matter if the favorite is the target or
Outsiders.
Only gamblers are so stupid to rely on a particular horse. In
the hope of better than all the other horses and the racetrack
. Know Only when the race is over and the little horse with sweat
can turn a victory lap sopping the winner can be determined. In
my example it was the favorite horse 3 (but only on the outside).
The illusion that the market for intelligent behavior
predict, is typical for psychology. It has the teachings
from the Efficient Market Hypothesis still not understood and
tries in the prediction of random events. Similar to the
Kesselgucker she believes to have a sure-fire system and imagines
to the future success of today predict the mistaken belief
can.
It may sound tempting, top employees with a one
EUR 100000 to certify annual salary that he will continue
This annual salary will earn. But it is just another
Variant of the idea that you can beat the market. If you have a
Candidates only analyzed thoroughly enough, as with IQ test
complicated charts and so on, then the selection is not
Fluke more - as the ideology of the personnel managers.
There are no mathematically sound way to predict
how to develop a candidate. How does the market as a whole;
sure no one has an influence.
Intelligence tests and assessment centers to the risk of
Reduce company. Specifically, the risk of the wrong candidate
Running a business to entrust. This need is
identical to the needs of investors with the right stocks to
Now (and not a loser company without success).
The total market risk can be eliminated not. Each measurement
a person can be with other people always relative. On
End of the market is assessed very efficient.
I want to say that the IQ test an objective assessment of the market
represents. A human being has exactly the value it reached in the test.
Conclusions about the future make any result is
not possible. There are people who for 20 years each year
IQ score of 135 have. There are also cases where the results
strongly fluctuate. The selection of candidates could be therefore a
darts left to apes. The hit rate would be similar.
* 3.1.2: Risk Assessment
Not all asset classes are equal, they differ in their
Volatility. For example, gold is a highly volatile investment,
the price varies up to 30% around its mean. Contrast,
Bunds comparatively little risk burdened with the price of which
around 1%.
The price of a man is his reward in the labor market.
For example, top managers get paid a year: EUR 100,000th
This figure does not indicate little critical is the equalization
in the past. Given a table:
--------------------------------Years Manager1 Manager2 winner
--------------------------------1990 100 50 1
1991 101 100 1
1992 102 70 1
1993 103 130 2
1994 102 80 1
1995 103 150 2
--------------------------------The risk for Manager2 is greater, subject to its year-Worth
strong fluctuations. A forecast for future earnings is
therefore less accurate. He is probably a salary in 1996 between
80-130 have. Manager1 however, is 1996, a content of 102-104
have.
Interested not only the annual salary, but who is the better
Manager is the column is "winning" is relevant. There is the
Manager with the higher salary. Because in 1990, the annual salary 100
higher than 50 was Manager1 the winner.
Psychologists with a firm belief in the IQ test would also
Future Manager1 rely on. After all, he was in four of six
Years to demonstrate its superiority. So he will continue to
1st place have. So the misconception. Mathematics is not
sound, it is rather a fairy tale. Real mathematicians calculate
the chances of winning quite a totalizer. It works like this:
The table above will be hung publicly, all weather
the same information. Then the stakes are noted:
------------------------Candidate utilization rate
------------------------Manager1 200 1:1.25
Manager2 50 1:5
Total 250
------------------------According to this table, the majority of players so lucky bet as
it stupid beginners expected. You can give a Manager1
higher qualification and set a total of $ 200 on him. Only one
Minority bets on Manager2. In total, 250 $ bet.
It calculates the bookmaker now the betting odds (no commission).
The 1:5 ratio calculated from 250 / 5 = 5 Win now Manager2, then
get the weather five times their commitment paid off. Loses
He, then nothing will be paid. The bet ratio is calculated
solely of the operations and not from the actual
Chance to win.
Sure, one odds of 1:1.25 means that most likely
Manager1 salary in 1996 will have higher (that is worth more
is). And that is why many see him as a safe bet.
However, competition is the real output of completely open. Self
The bookmakers do not know ahead who will win. Actual
Opportunity for each is 50%.
With all these tables and Explanatory remains great uncertainty
back. I am Personalverantwirtlicher than now well informed
before a decision is: which candidate should I use for my
Choose a company, or Manager1 Manager2. If I Manager1
I must select Manager2 write a rejection and vice versa. The
mathematically correct decision would be to stop anyone.
For it is not clear which is better. Instead, it would
Offering to be an artist. And to make money without risk.
The global social bookmakers for betting on
Managers is the state. He always wins. Even if a
Companies on the wrong candidate to be assigned the company
Taxes must be paid. And whether or Manager1 Manager2 set
is one of the two will pay into the unemployment insurance
and thus his non-elected opposition candidates financially
. Support
Applied to the intelligence test does this insight: Who
next year's intelligence test, or who will win extremely
performs poorly is still uncertain. One thing is certain: it
will be winners and losers. Betting And gladly accepted.
I myself know enough about market efficiency and betting odds on himself
no one to share. Not even on the favorite from the upper class
with perfect knowledge of German. Your success in the past
no guarantee of future success. Mathematically certain is that
each student has an equal chance at a top position. The
Probability in an IQ test to cut at Rank 1 is
20 students for every 1 / 20 = 5%. And the probability under
the 3 best to be located at 3 / 20 = 15%. Whether Peter, Jan, or anyone else
belongs to is still unclear. are on the roulette table
all people equally.
On the real income distribution, this stochastic process
clear: to 80% people remain in their traditional content class
and only 20% of people move up or down. However, if I
an individual, eg Jan removal, then it is completely uncertain
or it next year:
a) deserves the same
) Earned less b
c) earned more
The parameter 'income next year, "is randomly distributed. It
is a mean and standard deviation. But the
Output is open. of the 80 million inhabitants of Germany Everyone
Income year, the chance to become the next millionaire same. If there is such
like all the years before again the Albrecht brothers (owners of Aldi)
will be is quite uncertain. I would certainly not out
, But am willing to bet high stakes as a totalizer to accept
and properly calculate the odds.
Often, the social sciences very strange argues,
namely that the permeability of the education system is too low.
That the winner yesterday of the automatic winner of tomorrow
be. According to this idea it would be a foregone conclusion that next
Year, the Albrecht brothers were millionaires again. They would
a greater chance of victory than any other. But the fact is
that because of the random walk theory, every man an equal chance
has to make money a lot right. The output is randomly
and unpredictable.
The proof is simple: never has a bookie folded. The
Casino always wins. There are only a lot of gamblers, their
Belongings have bet all in the mistaken belief that, in
Possession of a betting system would be. And who knows, next year may be up
much happen: perhaps is because of the dioxin scandal
Aldi companies go bankrupt or commit the holders surprising
Suicide. And even the supposedly secure victory would suddenly meaning
chance can be brutal.
* 3.1.3: Lucky IQ Test
Most people would probably deny that the IQ test is a
Gambling is. After all, the ticking of right or
something wrong answers with skill, practice, and perhaps
Intelligence to do. This may also apply to the individual. If he
hires are properly not, he will not solve any task properly.
But looking at the performance of all participants then
the output of an IQ-experiment is a stochastic process. The
Association between an individual and the IQ score is reached
subject to chance. The ranking of persons before the test
still unclear. Exactly why is the IQ test so conducted to
Maintain clarity. And exactly why is at the roulette ball in
the boiler fired - to determine the winner.
Only at the end of the IQ test, only if all questionnaires
are evaluated - only then can a winner and a ranking
be determined. No. 1 might be to Jan with 134 IQ points;
Congratulations. The following ranks are spread
uniformly over the participants.
There are parallels to a chess tournament. Fall in are a lot of
Super Heros, all players believe to be the best. The
Ranked according to the ELO points anyone is known. It
There is great uncertainty now who the best chess player in the
this year. Sure, the winner of last year, the incidence is
self-consciously. It is an exercise in serenity. However, its
Particularly aggressive challengers, they have the absolute will
to victory. If there was a possibility, even before the actual
Winners to determine the chess game, you could infinitely rich
be. You would need to bet only the winner and would never
. Lose This option is not. A safe bet
is only a wish. The only certainty is that every chess player
has the same chance to win. It increases when less competition on the
Place is. This means that in the first round are 100 chess players
because everyone has a chance to win by 1%. are already in the second round
only 20 chess players there, everyone has a 5% chance to win.
And then in the last round, there is the grand finale: 2
Chess players sit on the board over. One white and one
Black. Everyone has a chance of winning is 50%.
One could, of course, the final chance for victory by a massive player
To increase by him is a projection. For example, it could
2 ladies on the board to start with. He would then have a figure advantage.
Applied to the intelligence test, there could also
. Cheat For example, by Man Jan prior to the test already
Solution can come. He would then simply the
Tick and complete solution would be the sure winner. Something like
referred to as fraud, that's an unfair advantage over the
other.
Just be better in the IQ test is not a fraud. In each
Game is good it a winner that goes with it. And a
Competition on the cognitive performance of people is a
good game. It makes a lot of other fun to watch as they
sweating complete series of numbers, upper and terms, please refer to
the test break down crying because she needs her own
did not meet.
Each time a class is called an IQ test to it
incredibly exciting to bet on the winner. Usually I can appeal the
not resist and sit back a little better knowledge of my
sour saved money. Most obviously, the favorite. Sometimes
I also bet on an outsider, because there the odds higher
Income promises. This way, I've made a lot of money.
Just the other day, I can report from an IQ test, where I a
I bet student named Robert. I knew he was well on
prepared and the test was really motivated. He did not belong to
Elite, but had the will there to rise - I liked that.
I was therefore 10 $ to Robert and was happy when he's IQ test
won at Rank 1. His IQ score was estimated at 130: much higher than
which would most thought him capable. On Robert have little set,
Bet its ratio was 1:4, ie, I received 40 $ from bookmakers
paid.
Robert is now a genius? Certainly, after all, has my
Investment is profitable. He is now one of the gifted. Maybe
believes he was called to actually be higher, perhaps increasing
by the victory of his self-confidence. At last he has reached,
what he had always wanted to: to be successful. Also, I've
its success can be infected by ...
The test was repeated in the following, some of the students had
complained. You have not accepted defeat and called for
repeat testing. It was hastily selected questions and new
have all placed their bets again. Logically, I have
Robert set to again. This time, his rate was even at 1-2. It
seems to have spread that Robert is very talented.
But this time I was unlucky, I lost my bet and
Robert reached only Rang4. This corresponds to an IQ score of 115 Only
well, not gifted. So much for the repeatability of IQ tests.
I asked Robert to task: "Why did you not
hard? "I wanted to know. From my loss, I said nothing.
He smiled wearily and said sheepishly that he the second time
had been distracted. Yes, and then suddenly the time was also
been over and he would not answer to any question. When
next time he would return winner to be determined - as promised
he gave me at least. 'Yes next time', that helped me very little. For
my money is gone. I should go away after the first hit
and then would have been winners. Now I was annoyed at my
Loss as well as the equally poor performance by Robert.
* 3.1.4: repeatability of intelligence tests
Intelligence tests are not repeatable. In each experiment is
it to a different distribution of ranks. The winner of Test1 is
not necessarily the winner of Test2. IQ tests were
repeatable, would need only a test in life are you
(Equal to the hospital after birth). Thus the calculated number
would have a lifetime validity. In each test (whether in the
School, study, with the army or in the candidate selection)
would have the same result as the very first test. Then would
IQ tests completely unnecessary.
If they are not. IQ tests are carried out continuously and at all
Occasions. Most people get more time in their lives
the opportunity to compete with themselves and others to determine their rank.
Most people make it the experience that they are not in each test
have the same rank, and that in a test category
Ranks can change. The IQ test is so exciting because it
each time a different value indicates. Its significance is closely
limited.
Where testing is conducted fairly, it can be any number of times
. Repeat This means that all candidates have the second time the same
Answer questions, they also had the very first time.
Of course they have the opportunity in between their errors
. Analyze Fewer errors are the logical consequence. But this
Advantage, all candidates equally. And yet before the
second run, the winner unknown. The output of the experiment
is completely open, even if it is repeated.
This means the test can be repeated, perhaps. The ranking
are not. It remains random. Accordingly, value is the IQ as a measure
for cutting in an IQ test is not repeatable. Instead,
it resembles a random walk, a coin flip with an unclear outcome.
Even after the same test was carried out by 100, can not
be predicted, the candidates who reach the rank of No. 1
is.
There are simply too many parameters that can fluctuate. The
individual participants may always show the same performance subjectively
(Which is in its sphere of influence). On the activities of its
Competitors but it has no control. This leads to the paradoxical
Situation that each participant constantly shows the same performance,
but nevertheless each run a different winner after.
The transmission of IQ scores on the future performance in IQ
Testing has something of a misconception regarding the
to do likelihood of events.
* 3.1.4.1: Criticism
Horse racing at the World Championships in the 100m run at the can
Forecast quality can be increased dramatically if you inhomogeneous groups
forms. That one so young an old plow horse against a race horse
can compete. With each repetition of the race, the plow horse
. Lose Therefore, dividing the candidates in tournaments in
different classes a: a class just for Ackergäule and
Master class for race horses. Shall occur only equally strong horses
against each other and the output remains exciting.
But how should people in a homogeneous class are formed? Should
distinguish breeds? (Eg, an IQ test for blacks, a
for Asians and one for Caucasians). Or is split according to age
be (one for 1970 born, one born in 1971, for, etc)? Quite
resourceful detectives are perhaps the idea of women and
men to form an extra class, while others turn preferieren
Division according to the IQ score itself: that is, an IQ test for the
Lower class, one for the middle class and one for the
Upper class.
The goal of any classification, the homogeneity of the results.
In relation to horses is that: regardless of race, gender or
Old horses are assessed together those who like the quick
Train can run along. Applied to humans, this means:
only those who can compete against each other, the similarly high-IQ
Values have. A class for gifted IQ = 130 persons is specifically
therefore advised. Is the only way to ensure homogeneity and the output
the experiment is interesting.
As with any competitive sport, there is the IQ test
different leagues. At the bottom of course, the class of the
disabled, then there is the lower layer and it goes up to
Tip. There, the club Mensa eV formed the elite. It occurs
a homogeneous group of the most talented in the test against
Thus the outcome of the experiment remains uncertain, it may
Mixing type. A Mensa member would always against a
mentally handicapped to win the IQ test, no matter how often
mentally
each other on.
not
repeated.
Do well in a test means "socially desirable behavior
"Show. In general, the winners receive a reward, such as a
Scholarship and the losers get a penalty, eg leave
in a special school or youth prison. What is "socially
desirable? "It depends on the social order. In the third
For example, empire was the slaughter of prisoners of war social
desired. Today, this behavior is sanctioned. All Falls
Horror film actor may still unpunished a bloodbath
cause. To the socially desired skills of the middle class
Capitalism is in the saving. Who content on the bench with his
is rewarded. Furthermore, socially desirable appearance is most punctual
Work and good grades in school. With this behavior reaps
a person in general applause, approval, and perhaps
Admiration.
other companies such as the Indians were in
very different properties desired. By a chief of the Apaches
is something different than expected from a modern politician. Success
therefore only a locally limited information. Today would Adolf
Hitler probably not even be local politicians.
Especially in closed groups, sects and there is a clear
Distinction between "socially desirable" and "prohibited". Straight
uneducated religious groups limit the behavior repertoire
its members sharply. In the extreme form of a prison
Behavior is only one kind of socially desirable, obedience
against the guards. In a Christian Bible study group, there indeed
no duty of obedience, but that the norm of the Bible. Standard deviation,
that is socially undesirable behavior, in extreme cases death
punished.
Especially when no objective knowledge sources such as books or
Mass media are present, the members of a group on the
Judgement of the other dependent. Children who have not read the can,
Mothers are fully assess their subject. The
Rebellion of youth against the authorities usually starts
with the beginning of school, if they so with alternative systems of norms
become familiar.
Even an IQ test is a standard system of socially desirable
Behavior. The investigator is not in the objective
Assess interest, but he wants to test the praise and blame
awarded. Those who test only an IQ of 80 points achieved,
Confirmation will normally be no praise or received. Rather,
worst case, it lead to negative consequences. There are
However, parents' houses, where little value on the IQ test or grades
is set. If the son of an IQ of 80 comes home with;
then no one asks for it. The father is drunk on the couch and
the mother herself is not so bright. Where is the problem if the
Offspring to the special needs school? After all, he is then off the
Street.
There are even parents who punish their children when they are too many
Test have reached the point. "You're now a nerd or something?" And
already own the lands in the stomach. These children should be better
not to do well ...
In the middle layer has the IQ test any of its
Control function is lost. Psychologists are considered sacred, their verdict
as is not questioned. The focus on performance, grades and
Assessments is a top priority. Only then one attains success in the
Labor market. The norm of cognitive performance is the
Indicator of life. Not excluded to be added to the
Middle layer is extremely relevant. Especially when one's own self-confidence
does not exist, the assessment by the authorities
Substitute measure for a successful life. The higher the IQ, the more
one is adjusted to the power requirements of a globally
networked economy. Middle class children can sit
not allow the performance test to fail. It would mean
with the group exclusion, that is, transcendental homelessness.
An IQ test is an obedience experiment. As a trained dog
the command "sit" in the upright position to go on is the one
Candidates a high level of intelligence to certify that all tasks
properly replaced. Something wrong with intent to tick is identified
with "can not". Lens has responded to the wrong dog, and is
therefore punished. It's that simple
How very middle-class groups of controls, standards,
reflected in the compulsory education. An average boy is good
to school. He's a good guy and makes great progress in
Reading. Suddenly it but decided not to go to school.
After 2 days there is a nasty letter home, after 10
Days of absence is the teacher personally and to
100 days unexcused absence is even the police and
picks up the boy. The boy himself did during this time no
little changed, it still makes progress in reading and has
used the free time to learn something on Wikipedia autonomous.
Nevertheless, he is penalized heavily because of the school laws. He is
have branded as criminals did not to anything wrong. By
time off from school, he loses his consent
Group: his parents are against him, the state is against him and he
will come into conflict with the law. The social norm is active
and is enforced brutally.
In the film "Before the Fall" final scene gave me the well-liked in particular. There
is a violation against the standard theme. Because the young man did not
will boxing, he has to leave the elite school. It is used by the Nazis
thrown out, and then homeless. The penalty for false
Behavior is the freedom. And the penalty for non-existence of IQ
Testing is also freedom.
It does not matter whether you intend incorrect answers given with
has or does not really answer the know. With a low IQ
Score you get no job, no place and no study
Work. You will be homeless because you violated the norms of the group.
Because the consequences of poor performance in IQ tests
can be dramatic, it could be the entire procedure as
cult-like define.
The IQ test provides an opinion of community over individual.
Based on this ruling privileges or penalties will be distributed.
The tolerance for poor results is not very far
developed. Particularly when state institutions, there is no
Mercy on failures. Access to a job is
this test regulated. An exclusion takes place.
In general, I have no problem with sects. I am even a fan
Jim Jones, of Scientology and of the GDR. They have in common,
that their members do not just light in the bulb were not
to free literature and therefore had access to the decision of the
others were dependent. In such isolated communities
standardized tests is highly relevant. They are used for ritual
explained. It is a sample of success, it is a production of
Community will allow the tests. In every third-rate
Course there are reception rituals, rites and rituals of the rise
Farewell. So also in the GDR there was any occasion for
Deed, there were commendations and there were penalties for unexcused
Absenteeism from work. And any kind of community
(Even if they themselves gifted called) involves the
Risk of imprisonment in itself. So the exchange with
Like-minded replacement for religion and one's IQ score as an important
Considered for integration.
Intelligent people believe they are better integrated than others.
better integrated into society, the dissenters
systematically excludes, truancy and prosecutes police
successful career with a successful life confused. Sun is
it is that people just forming the IQ test than without
Integration can understand. It is used to supposedly
Expose poor people to terminate them or even to
. Imprisoning
How do I know all this? Because I have the consequences of non-existence of a
IQ test know. As an example, in the Big Brother house (RTL2) an IQ
Test was held, has only a single participant in the test
denied. More have not dared say no to. The rest is
willingly gone to slaughter. And then as the evaluation
was published, were among people with less than 100 IQ points
the results secret. The statement was: there was no
Score. The truth is, the score was censored. And so
it in reality: you refuse the IQ test when
Employment office you will cut the standard rate, you cut very bad
from you, it is assumed you had not brought up properly and
the standard rate is also reduced.
An IQ test for you alone in front of the computer without consequences is a
pleasant pastime. It's fun to solve puzzles and number sequences
continue. Same game but in a social context
embedded instrument of torture is a norm definition.
I can already hear the voices of warning: "What if all the IQ test
? Refuse. "Yes, where do we get there ... then we probably will
similar fare, as if all the Hartz IV apply. It is a
Transgression of social norms. It is a departure from the sect.
* 3.1.4.2: Random Walk-in managers
In a web forum with irony on the Random Walk Theory
be blasphemed. Stood there in spirit, "Because a random chess
Game, it makes no sense to deal with rules of chess.
Also, it does not help to analyze strategies and chess books
. Study The output is purely random and not so anyway
predictable. "
This should be on market efficiency theory be regarded as a mockery. It
has been argued that with the same stupidity and the analysis
shares are meaningless, etc., etc.
And since men, everyone knows that it is useful in chess
try to bring particularly good performance, it is also useful for
particularly well to bring the stock selection. The only problem is
this view is short-sighted. Even in chess, it is of no
Advantage idea of the chess game to have to bet if you will. The
Author of the smug paradise could well be all the money in
Chess bets and invest so always win. Long term that is
with this strategy but have no success. Just because sometimes
(Albeit rarely) it leads to surprises.
Perhaps a practical example: if I against the world champions
in chess, jump, likely the result of very clear to my
Disadvantage fail. I will probably already after 15 moves
be checkmated. It seems a surefire thing, as it were
but offer this information to secure the world championship
and thus give a rich.
The random acts but sometimes unpredictable. My chance for victory
in a chess match against world champion is never at 0.0
but perhaps at 1%. After all, the world champion could be the middle of
castling and getting a heart attack on the board rattling
. Collapse I would be undeserved as the winner. And because
This option will always be people who spend their money on
Outsider like me at all. Although I have no clue about chess,
there is a small chance to win yet.
Maybe some pointers on the economy. As
surprising message on the ticker was running this, that Steve Jobs a
time-health, takes the price of Apple stock plummeted
suddenly increased by 9% from [77]. And the slightly older message that the
Owner of the company Ratiopharm surprisingly committed suicide had
a bitter taste [78]. Both events were not
predictably, they were purely by chance.
Even if Jobs and Merckle a detailed health
Undergoing investigation and an IQ of 140 diagnosed, even
then it can not be excluded that the men's expectations
disappointing and do not bring benefits to which they are.
A high ELO score or a high IQ score only increases the
in a competition as the winner likely to emerge. It
always remains a residual risk remains. In economics
This is called market risk through diversification only
can be eliminated due. It is therefore a good strategy
always a backup Genie hold when the main power surprising
Commits suicide.
The four-eye principle, the dependence of single-Wanna-Bee
Reduce managers. As in the Apollo spacecraft of NASA
the systems redundant. If the first highly intelligent
System will break down, problems on the reserve system
umgeswitcht.
Will it increase the probability for me to beat at chess,
It is therefore a good idea to coincide with a team from the 10
Chess players move to world-beater. If the first one
Suffer heart attacks, then second, etc. Thus, does the mean
Winning chance of 1% to% reduced from 0.01 on. This change
However, the odds, so that there is still no
Money making machine was found. The chess bet will be to
remains a random decision. In the long term gains only
Bookmakers.
The crux of betting strategies that every good and a buyer
a seller has. The good "win bet on world chess champion" is
a commodity with a price. The seller does not believe in the
World Champion, he doubted his chance of victory. And even though I only
am a beginner. The buyer of the goods "to outright
World Chess Champion ", however, does not believe in me. And both
Trading partners can sufficiently justify their view of things. And
they will agree. The product passes from one owner to the
other about. When betting live even during the current
Chess game.
There are 2 people involved always sells a lottery ticket, a
others buy it. What is it about does not really matter.
If the transaction is completed, an objective
Observers can not decide which of the two a good deal
has made. (And even though I as a beginner to the
have no chance of world chess champion.) Rather, both buyers and
Seller of the lottery ticket, a need satisfied. You have to
Output of a random experiment completed a bet.
To be fair to make the bet, I have no means my chances of winning
. Improve Instead, it is enough if there is a
Publication requirement for all the information is and insider
Trade is eliminated. Only then can the price of the betting slip
Any float freely. Only reflects the price of my
real chance of victory again.
* 3.1.4.3: Betting on the unemployed
Markets generate information. You make something without them
does not exist: one odds. That is, a risk assessment.
Absence of efficient markets is missing, also a safe method of
Prognosis.
The assessment of career success of people there so far
no markets. Even the sports betting provider ODDSET and others have
no offer to bet on the unemployed. It would be conceivable to
Example, to bet $ 1 that plugs Arno (Germany's most cheeky
Unemployment) within the next 12 months, a job receives. The
time course of the betting odds would result in a chart. When Arno
receives an invitation to interview increases the chance if
he receives a rejection then it drops.
The calculation of the betting odds would create what is missing so far:
efficient assessment of the opportunity. The IQ of Arno anchor is to
not able to. IQ of a person to measure only the last in
far not sufficient to estimate it for profession to make a success.
The IQ is more than some of the information, the markets for
Pricing need.
Assume that the IQ of Arno anchor is 105th What does it mean? Even
nothing. But if it were a betting odds, for example, the chance that he
the next 12 months, a permanent position is 50%, then
that a scientifically sound statement.
The measurement of IQ is based solely on the controversial tool
by psychologists. The measurement of betting odds, however, based on supply
and demand in efficient markets. The latter is much better than
Suitable estimator.
If one of the IQ test as a method of price determination of shares
Using it and murder would give would murder. I imagine the sosteps:
morning from Frankfurt to Wall Street and closed. Share prices
are instead of trained graduate economists
set. On the basis of indicators such as sales, earnings, new orders
and so they identify for each firm IQ score: IBM give 130
(Gifted), Microsoft receives 100 (average) and Apple replaced 110
(Good). The measurement of the IQ level would be strictly scientific
Criteria occur, ie after a standardized procedure. So
perhaps similar to how today's rating agencies
... Work
The result would be that the IQ scores of 130 not IBM for more
countervailable. If small investors so that I do not agree as
I have to push the price no way. Because according to my
IBM's analysis is worth only 95. But because there is an objective
Price is, I must also pay the 130th I can not be more opposite
the market bet.
This process would immediately collapse the
World economic leaders. The markets were not free and depending on the verdict
Commission setting the price. There would suddenly a monopoly on the
Intelligence.
* 3.2: IQ in society
Herrnstein and Murray go in [8] on an in-house
Use of IQ tests and also investigate the phenomenon for a
whole society. They postulate that social promotion and relegation
their intelligence is influenced by individuals. This
are in business only people with high IQ
Values: it is the intellectual elite of the society. People with
low values are either unemployed, sick, or working in
Low-wage sector. As Herrnstein and Murray, in contrast to [3]
the sphere of personnel selection and leave all of society
Conclusions, has its work to the bitter taste of a
racist-conservative world view. The thrust also served
Sarrazin (2010) [2], by Muslims the hope of advancement
increases. Muslims (and other members of the lower class) would be
genetic worth less, could make less and have
less value on the labor market.
* 3.3: horse racing
I'm not sure if I have correctly quoted as Sarrazin,
so i think the problem using the example of horse racing
illustrate. In the horse betting is not about politics, but
it is money lost. It gambler wins, the
Horse knows best. He can then make a statement about the chance of winning
. Meet His prognosis is correct, he wins a lot of money. When
Horse racing is about the potential of animals correctly
estimate. The pros go before the Derby, even the stable,
can show the vaccination protocols and study the statistics:
how often the favorite has won in previous races, as is his
instantaneous state of health, it is a warm-blooded animals, etc. These
Data, it then forms a theory, for example in the form "A horse
wins with 80% probability ".
And at this level to move quite conservative sociologists.
Try the chance of winning (ie, job performance, school success,
of people to forecast earnings). The betting odds for
Blacks, foreigners and lower-class children is bad.
Your chance is very little given. People, however,
with a high IQ, with rich parents and with the color white
be traded as a favorite. And this pattern will be under the
Personnel decisions made in company.
* 4: Bernstein-linguistics
The intelligence test along with its bell curve always has the
Smacks of eugenics. To turn of the century (1900) began his
Triumph. He quickly became of nationalist movements
collected and enriched with Darwinian ideas. From a
harmless toys for the daughters of Binet was an instrument for
Measurement of dysgenic. That is, the weakening of companies by
bad genes. all through the crimes of Adolf Hitler before
the concept of intelligence is still debated today.
A little innocent is related species from the IQ test therefore: the
Language test. It's not about math, logic and cognition.
Instead, binding is quite the verbal expressiveness of
People studied. The assignment of bad language understanding
a social group (the lower layer) is even in the leftprogressive magazines in vogue. Specifically I am referring to the BernsteinHypothesis [6], that lower class children an inaccurate
Expression have. Ultimately, however, the Bernstein hypothesis
nothing more sophisticated than an IQ test. It does not perhaps
from to racism, discrimination similar.
What, then turn the whole of theories? I myself am the
Convinced that the Bernstein hypothesis is true. Whether the
next step (the hard to Binet IQ test) this
Truth claim is just, I do not know sure. Logically it would be
actually: someone low linguistic abilities of even
other small abilities to provide. This argument
but runs into a compelling right-wing discourse a la [8] and [2]
into it.
* 5: fairground
* 5.1: From the hype, and fairground bumper cars
A fair is something of a scaled-down version of
Capitalism: it makes a lot of fun, all you have to enter
and pay the woman to sit in the morning Losbude has one.
Of course, it's all about money, every journey by
Bumper cars will cost 1 €, and also gives the chocolate heart is not there
given. Thus, a fairground rides consists mainly of
[11], are at major events like the Oktoberfest
in addition also eat, drink, accommodation, buying of sex, etc.
Modern capitalism has the whole world in a huge
Fairground turns. The ideology has been maintained: only those who
pay should a round of the Ferris wheel rotating. Who has no money,
Nothing should. And how to get money? Through honest work
of course, also at the fairground. Tasks, there are enough:
Sell cotton candy, cotton candy manufacture, grilling sausages,
Bumper cars, repair water supply caravans set for after
Closing time the day's takings count on profit or loss, keep records
and much more.
Working at the amusement park should of course not everyone. Forecasts are
there is an employment test. We look at showman qualities
gefahndet as cotton candy seller you have to be born. Something is
genetically determined. And that takes something special by
to the owner of the hype. Basically, he could also be a
simple Losbudenverkäufer hire. And many were there earlier also.
Love for sale is in their blood.
The competition between the rides is great, here taking
of the other customers away. Who after work most of the money
has in his pocket, is king. Everyone is striving through
Advertising to optimally present themselves. But even in the
Fairgrounds raging war. There are several
Fairground families, the abysmal and they all hate each other
similar. They all want top-class products, the life
the people more pleasant.
Completely into the world of superficial light district
calls to empathize "basic civil conviction." It is based
that you make money on joy and has to spend money, that
it takes great 12 hours a day at the Losbude -3 °
work outside temperature. And accordingly all those rails against,
the only standing around and nothing to buy.
* 5.1.1: More fair
Helmut Kohl in the 1980's by the collective theme park
Germany discussed [15, page 13]. He was referring to the
many leisure time, doing nothing leads to. A little like this
Jeremy Rifkin, who also warns that the work go out. A
Reduction of weekly working time of 40 to 20 hours would result.
I would like to topos of the leisure park and take the new
. Position It is true that Germany is like a theme park.
But a very labor intensive. The economic operation of which the
Manager is primarily relate to leisure. The
Production of goods and services is by no means
essential but is a delight. The beauty of amusement park
is that you do not have to go to force. Even without the use
can of cotton candy, pretzels and a ride on the Ferris wheel
to survive. The compulsion, but spend a lot of money boosted the
World economy since the 1950's. Today, excessive shopping to
Fairs and festivals a common leisure activity: Mom
interested in lipsticks in the raffle to collect the boys
first war experience on the stand with the air rifles and dad
interested in the bumper cars. Experienced fair visitors
develop a professional interest in the attractions. Latest
the tenth visit to the state is with the air guns at the boy
Desire aroused: "I want to be a soldier once and people
"Zap. The mom gets from the lipsticks and the sweet
Cosmetics products is not enough, and will as a retraining
Losbudenverkäuferin make. And dad - so that was always a fan
electric cars, rides and technology. He decides a new
to develop model of bumper cars, which runs sport and
while consuming less power. This could completely new
Consumer groups are attracted.
At a fair there is even a small school where the young
later life as a fair-DJ is prepared based on. And there is one
Architectural firm, where new homes houses are developed, and the
Exterior facades of the attractions. Oh yes, there are more festivals
such as the Munich Oktoberfest even the medical profession. "Medicine for
"That means study. As a graduate diploma may be showmen then
Diseases of the daily visitors treated
(Alcohol poisoning, sexually transmissible diseases, stomach ache from
too many donuts). Needless to further that the fairown security is always at, if there are minor skirmishes
There. It carries firearms and has a close combat training. So
they can separate the heated ruffians, when things in dispute
Ferris wheel has been turned on or someone's friend stupid.
The fair as a bonsai version of capitalism - a nice idea.
* 5.2: From fair to capitalism
the ideology of the conservative elite thinkers overturn order will
I explain further their own work area. The goal is
emphasize that the business elite a cheap
Fair discourse into a social action patterns
widens. This extension of the funfair and the
associated ideology in Germany currently comprises 40 million
People, so many are employed.
Of course, the rare Wirtschaftsvordenkern of the Showmen
Topos of self-description elected. Instead, the concept of
"Honest businessman", "rational man" or even the
"Soccer players" tried. Order depending on the occasion, certain aspects of the
to shed light on economic operation. The football comparison is always
then try when it comes to team qualities, the subject of "honest
Merchant is "often for white-collar jobs to wear (books
Create budgets and lead). And the "rational man" is then
used when the technological development within the
Capitalism is discussed. All these symbols is a great
Proximity to work together. Economy as something difficult
represented as a task for adults, as the opposite of game. The
Seriousness of life begins in the factories of the capital ...
And in this thrust is an elite ideology of [8]. The
Business professionals are declared to be gods, as a special
Human race, that's superior ability with the
Claim to power realized. To this inflated view of one of
the air let out a little, I want the fair as
reverse-engineered form of the trader to define. Allowed to him
it is still growing a showman-commercial only just a little
larger.
At station 1 of my little trip I visit the bumper cars.
http://farm3.static.flickr.com/2514/4047932044_1d8cea2286.jpg
In the photo bumper cars, a typical night ready for. On
a smooth surface are portable electric cars on the road, which
a current collector on the ceiling will be supplied with energy. Everywhere
are colored LED lights mounted on the edge are a number of visitors.
Rear right are roadworthy Scooter, with a plastic chip (compared
Fee can) you also make a trip!
Probably everyone has experience with this ride
have collected. Even girls can (of course with frequent
Frontal crashes). To further professionalize the ride
could be a resourceful mind the idea come on, the whole area to
to roof to heat and. Ie to set up an indoor bumper cars.
And then the employees could necessarily a suit and tie
. Who This not only children would be attracted, but also rich
Parents. This will hardly be satisfied with electric cars
but demand for gasoline-powered models and a flat rate
to have unlimited long fun. Given all these ideas
implement, we get Figure 2, http://farm4.static.flickr.com/3329/3203840858_bdcbb2913a.jpg
On display is the "Tokyo Motorshow 2009. A female model posing
next to an expensive car. Rental or purchase of the automobile at any time
possible. The model is used for sales support and speaking to
all the male clientele.
In the next example, he small view of the Losbude in Figure 3
is the Losbude of the fair to see,
http://farm3.static.flickr.com/2570/3979177233_ce6e84bca3.jpg
The sign is being advocated "hammer price, 35 lots in the
Lost ash, 5, - EUR "and. When prices are soft toys, bedding
small plastic pieces on display. If you want to see the Great Losbude,
take a look at Figure 4, http://farm3.static.flickr.com/2004/2059487829_c48353a266.jpg
On display is a shopping mall at Christmas. Everything is very
festively decorated, on several levels, goods are sold. It
even has an elevator. A customer based on the parapet and
viewed in the round. In contrast to Losbude prices but
drawn, 5 € is given to you not in the shopping mall
far. Gadgets desired to purchase should be that of an order
at least 500, - EUR invest.
* 5.3: Application as showmen
The candidate selection in the fairground is tough, only the
best men have a chance. Key skills are considered
Stamina, endurance, and very little need for sleep
General: The membership of the elite. For example, explained [19]
in the chapter "III -. Case study on masculinity acrobat force in Focus
the god-like skills of acrobats. Only people over pure
Blood can meet the requirements.
Even in modern times performers are often compared with heroes,
some quotes from [18]:
"The carnie's life is simply in his blood"
"At 5 clock we were done, three hours of sleep yet"
Especially the aspect of the blood line seems to me important in view
to a neo-conservative discourse, as he led from 2010 Sarrazin
is. It is in the body of the showmen have a certain aura of
Life energy from birth to be present in order for it to
superhuman abilities is capable of. Only genetically superior
People can Losbudenverkäufer, electrician or chief carousel
be. You often hear that one is born as a showman. The
Properties are family to pass by. A test for
Showmen blood already in the setting is a good
qualities of the candidates to assess possible.
the continuing spread of technology has the
Requirements for showmen altered. Formerly yet
Muscle force is necessary today due to prior mental power
focused. The assembly and disassembly of complex equipment requires
careful planning, the legal framework must
be exhausted and the repair of amusement rides requires a
technical background - similar to the requirements
at NASA or in the automotive industry. Therefore have the
Employment tests changed. Whereas in the past nor the "Physical Fitness"
decides it is now increasingly the intellectual vigor. Who are these
bring (for example, have good grades in school, a high IQ score and
a positive attitude to life) who is in the fairground
Opportunities for advancement. It can work your way and one day the owner
be your own roller coaster. The economic success is often
also associated with private success. Once you're on top, then
also the women fall in love with. Man marries and gets
Children. This will one day also showmen ...
It creates a community, so it forms a society.
Full of highly talented performers genetically valuable, the
Provide employment, prosperity and even make sense for supplier
Form of right-wing polemic in.
* 5.4: Gifted workers
Just the other day I strolled through the fair. I had
professionals involved in Hamburg and was not in my back
Hotel rooms go. Indeed, at night my legs were running all by itself
towards fair. Fascinated by the Christmas cookies, the
Teigkrapfen and loud music, I suddenly found between Losbude
and Ferris wheel. Since I happened to meet the fat from the gifted
Youtube video. Yes, exactly - I mean the fat girl that right
in the show sat on the chair and victimization than their gifted
spread. I've already forgotten your name again, in any event
was precisely this sacrifice now donut shop assistant and even fatter than in the
Youtube video. Obviously, it is fair to the owner managed,
for this demanding task with just the right candidates to
find - the talented elite.
I strolled to the donut stand, "the big-box please Once. You
I smiled ear to ear over, they probably had secretly
nibble, a couple sugar crumbs were visible on her mouth.
"That's 4.50". I was amazed at the girl had the amount in the head
calculated, without the aid of a calculator. The
Krapf vendor must be a genius, I would not even
skillfully. I laid the amount counted on the tray.
With professional practice, they sorted the coins into their care
small checkout. As far as I could tell, she was a good
Seller. It delivered that evening certainly a
nice profit for the owner. And their giftedness, they could
finally make good use of. They effortlessly mastered
the requirements: they could of their fat for hours, thanks in
the Christmas cold endure their numeracy skills allowed
the proper handling of the change and their emotional
Intelligence helped the wishes of the customer to properly
... Interpret
But if I'm not gifted, my IQ is 70.0 (that's two
Standard deviations below normal). And so I was probably
not set. I am unemployed and therefore have much free time
I spend at fairs. Alg2 my rule set I frittered
for stuffed animals that I derive it with robot arms from basins.
Almost all the money I get from the job center was transferred from
Gifted fairground owners earned and that is why
I give it here again ...
And even though my IQ is at 70.0 but I'm smart enough, dear
not too much to nibble on the Teigkrapfen. Otherwise I see after
or from which this gifted actor of the bingo show in
TV moderated. Or how this gifted politician Helmut
Kohl. I will not be as fat, which has only disadvantages.
High blood pressure, diabetes, and Von-cannibals-first-Slaughtered-Will
are just some of the negative side effects.
But at least I can enjoy the benefits of cognitive
Overachiever. I marvel at so much performance on donut stand.
I myself would never have been able. Alone the many
Multitasking: there were many customers at the same there. And then you have
remember all the different orders. No wonder the IQ
Test was then in the Army I certify that I am a
poor memory would have ... Well, now is also where you
need something like this.
I think that girl is happy with the high IQ on the
Fairground. She is there with like-minded people can develop their skills
optimal use and contributes to economic growth at Sun (The
Fair attracts many visitors to each, from Germany and
Abroad.)
But above all they can for their own use as much food as they
wants. There is no limit: there are fresh all day
Glaze pastry for-free. Her technical knowledge is best
encouraged. I have witnessed this morning the furnace through a
newer model has been replaced. Modified-operation. I with
my low IQ would certainly have been afraid, there's something broken
to make. But you need only look briefly at the instructions
(Photographic memory) and even the part was perfect. Cheering
Customers satisfied bosses and a smooth functioning were the result.
Good employees must respond: they recognize difficulties
develop its own solutions and act in an exemplary manner.
I predict the girl with the shiny high IQ
Opportunities for advancement at the fairground. If they continue such good
Performance shows that they will one day take it far. It could be
the big part of the funfair. Perhaps even as
Trainer for the Chamber to act. And then their experience /
Problems than the gifted to the next generation to pass on.
* 6: IQ and unemployment
In the book "The Bell Curve" by Murray [5] These will be set up,
that unemployment in the intelligence quotient with respect
stands. In short, the stupid get a job because the economy only
smart people established. This theory is reviewed in the following
be.
First, Europe is in the U.S. and the unemployment
about 10%. In other words, 90% of adults have a job. Now
to compare the frequency distribution of IQ scores: the
Average IQ score is 100, with a standard deviation of
15. About percentile ranks can be made about whether the kind of "x percent
the population have an IQ of 100 or more. "The exact
Conversion is the Gaussian distribution a bit complicated, so I
at this point simply source [33] refer to. There is
found that the percentage rank 10 to an IQ value of 77 associated with
is. In plain language: 90% of the population has an IQ of 77 or
more.
I assume that the economy and also [5] that it is the
best minds picks out. The goal of a company it is possible
to attract good people, so people with a high IQ on the
percentile rank above the same concept that the economy
People are hired with IQ score of 77 or more.
If Murray et al. Be right, then with recruitment test
only people with an IQ value is less than 77 not set.
Is the only way to explain that unemployment at 10% and not
at 50% is about.
If unemployment falls to 5% (or even to 0%
Full employment), then drops the IQ threshold. That means it will
People also below 77 IQ points set the new limit is
maybe 70 points.
For me, a little surprising was that the economy and individuals with
IQ scores of 77 100 sets up. Perhaps this is because
Employed a mass phenomenon. The exclusion of work
only affects very few people. 10% of people have only
no work and only 10% of people have an IQ of less than
77. Between two values, there is no connection. Reason:
with an IQ value below 77 may not even be a request
provide unemployment benefits. Since this is the
Unemployment is expected is not identical to this group
Less gifted.
The average unemployed person may perhaps not be bright
In his head, but his IQ is higher than 10% of the population
(Ie greater than 77 points). The fact that he still does not work with this value
is tragic.
Unfortunately, I have omitted so far that the unemployment rate in
Truth is much higher. Not counted were old, sick,
Pupils, students, etc. The broader participation rate of
Germany is about 50%. Dh 40 million from 80 million to go
a job after. In the U.S. this number is similar. In
Percentile rank 50 [33] Page 8, an IQ score of 100 entered into.
Ie 50% of the population has an IQ of 100 or more. The
Economy can afford to such persons in the right
Bell curve set. And all the people with less than IQ = 100
rejected. This idea further thought, the Company
two parts:
1) Unemployed, IQ <= 100
2) employed, IQ> 100
the frequency distribution of the smartest people work out the
social wealth. You are right in the
Bell curve. Contrast, the population is left under the
Unproductive bell curve has a too low IQ score and has
therefore no work. It affects the elderly, homeless, criminals
and the unemployed.
Even if I do not like consistency, I suspect that Murray
"The Bell Curve" was right. His hypothesis is confirmed.
The threshold between the economy and anti-social IQ is in the value of
100. Manages a person to exceed this value, then
They also set. Because the economy employs 50% of the
Population. And she IQ-related tests used for selection.
If any random person is merely a value below 100
they did not set, it then remains unemployed and is
anti-social. This hurdle is relatively high, who schonmal on a home computer
an IQ test made, who knows how easy it is unfocused
and only reaches a value of 95. This happens surprisingly often.
Was incorrectly marked or have been slow and shows the
Barometer to defeat. You must be an idiot not to
to be rejected.
* 6.1: The exception proves the rule
Certainly, there are special cases, such as everyone knows the
Story of the gifted boy, who despite his intelligence does not
Work place. It is located right in the bell curve, ie in
the segment, which is predominantly employed. Nevertheless, he succeeds
not a leap into an employment contract. He is an individual case.
Similarly, there are certainly people with an IQ of 80, the
still pursue a career. For example, as Callboy (hard sex
paid). Despite the increasing mechanization in the
Economy, there are some small niche where intelligence is not
everything is. Also in the modeling are special cases imaginable where a
silly little lies down a roaring success.
These special cases are not statistically relevant. There are
them, but they only confirm the rule. In general, people
with IQ levels below 100 without jobs. They do not meet the
Requirements to automatically make money. You can not
Deal with computers, they have problems with the German language
and are therefore unsuitable.
Sure, I would hope that everyone has a chance in the economy
added. The fact that people on the left below the bell curve a job
. Get Just as what? If the economy indeed all persons
bring up to an IQ value of 77 (percentile 10) in wages and bread,
then no one would be unemployed. It would mean that 90% of the
Population would have a job. 90%, representing 80 million inhabitants
almost exactly 72 million workers. What to do them all? There are
to deal simply not enough work for the less gifted.
The economy has room for only 40 million, not more.
* 6.2: IQ scores in the two-thirds society
So far I have assumed that the company split in two
Employed and unemployed persons would be. The problem is the
exact demarcation between unemployment and normal condition.
For example, students are out of work, but get
no unemployment benefits. Because they learn the profession and are
thus on normal course.
For better discrimination of members of society has the
Term "two-tier society" established [34]. This is
meant ... anyway everything is on Wikipedia. read "Who can be
clear advantage. "The introduction of two-thirds versus Eindrittel is
better suited to the actual division within social
to describe groups, as it could be a dull 50:50:
- Two thirds: they are fine, they justify the
Normal employment, the normal use and normal education
- Eindrittel: it's bad, they are poor, uneducated,
have no morals
I am of course particularly interested in the classification in the IQ
Scale. In the graph [33] Page 8 percent below the rank must help
be read. The value of 33% is exactly the 15.81-50.0
Percentile ranks. The corresponding IQ value is 92,5. That is,
Two thirds of the company have an IQ value of 92.5 or more.
With this exclusion, the mark of belonging or of the
Two-thirds society are precisely defined. Is your IQ higher
everything is alright: you get a job, founding a
Family, are well integrated. If you but less than 92.5 IQ
Points in the test reach, you are one of the rotten bunch, are not
Task have are dependent on marijuana and its Leisure in
Sheltered workshops, youth prisons or in 1-euro jobs
. Spend
92.5 IQ points - that sounds like a good deal. But not too much.
After all, there is a tolerance to the IQ value of 100 Minor errors
are possible, without affecting the membership of the two-thirds
Society is lost. The range from 92.5 to 100 concerns that
Clients who may have small gaps, but with ambition and
Industry are still successful. They are of the fittest
encouraged.
Among them, however, the selection is tough. Those who are not
Minimum requirements, falling through: Quality Control
failed. This is true at school, in the army and
in driving school. Who has not achieved the minimum score does not
Deserves a chance. It is for the company as workers do not benefit
. Bring Instead, he falls into the social hammock where he
Additional training, application training, and social workers will bespaßt.
Whether this selection is just, I doubt it. After all
determines the success / failure the level of qualification. But
despite their injustice is the selection for IQ value is a
Fact. Capitalism works best when on
Labor markets, candidates are assessed their abilities to. The
Imperialism is based on certain groups of people with low
economic power to sort out. They are affected by
Personnel decisions from the labor market kept away, they are there
not desirable. These decisions are based on
business objectives (making profits).
Now, that alone does not explain the social migration
(Social mobility, social descent). Unlike the rigid
Caste system in India offer their democratic societies
Members new opportunities. You can rise, and so his
Status of the baton. Social recognition and a growing
Self-esteem are the result. may make an IQ = 80 pupils
be IQ = 100 students. This gives it access to the
Mainstream society and make their own characteristic style. He learns
to appreciate the value of brand products, is by his superiors
appreciated for his ability and can own a car
. Make
Social migration is a sign of the functioning of
Selection mechanisms. By insisting on standards ("we only
People with higher IQ 92.5 on "), certain people are motivated
to improve their performance. The pay band actually accomplished by
former students is so bad reality. In return, there are
of course, former students, with IQ values of 120, their
Ambition to lose and then fall back. You do not learn for the
Test start with the grass, smoking and lose their
Self-respect. There is not one of the earlier IQ, but only the
current.
* 6.2.1: Mathematical foundations
A first version of my text I posted to Usenet
(De.org.mensa) prompt came the answer, been criticized for
inaccurate calculation of the 1 / 3 percent range for the IQ-normal distribution.
Therefore, I add at this point a small digression on the
a mathematical basis.
First, I start to Excel and look for the function
"Normal distribution". This table is a generated:
-----------------IQ frequency
-----------------70 0
75 0.01
80 0.01
85 0.02
90 0.02
95 0.03
100 0.03
105 0.03
110 0.02
115 0.02
120 0.01
125 0.01
130 0
-----------------The frequency of an IQ value is the function
"Normal distribution" is calculated. When these input parameters used
Function:
a) IQ-value = first column
b) Mean = 100
c) Standard deviation = 15
Excel now calculated for each IQ value, the corresponding frequency.
For simplicity, I have very large steps (5 IQ points)
selected. If you highlight both columns and can be a line graph
feature is the typical bell diagram, indicating also the
Handling [8] is shown.
To see the exact IQ score for the percentage rank 33 (for two-thirds
Company to determine numerically), I have the table something
extended:
-------------------------------------------IQ Cumulative Cumulative frequency inversely
-------------------------------------------70 0.02 0 70
75 0.01 0.05 75
80 0.01 0.09 80
85 0.02 0.16 85
90 0.02 0.25 90
95 0.03 0.37 95
100 0.03 0.5 100
105 0.03 0.63 105
110 0.02 0.75 110
115 0.02 0.84 115
120 0.01 0.91 120
125 0.01 0.95 125
130 0 0.98 130
0.33 93.54
-------------------------------------------At the very end is the result of the cumulative incidence 0.3333
IQ is the exact value 93.54
Note: the column "Cumulative" and "cumulative inverse" are
special Excel functions. For users of OpenOffice Calc here
Formula for direct calculation of the percentage ranges:
NORMINV = (0.3333, 100, 15)
Score: 93.54
Parameters:
0.3333 (wanted percentile)
100 (average)
15 (standard deviation)
To illustrate yet another example: Suppose I am
Personnel manager of a small company. To the advertised
Office building cleaner than people have applied for 200 (yes, even in
the economic crisis people do everything). But I have only 10
Set free, that I will issue a cancellation 190 people. To
Personnel selection is an IQ test used. Each of the 200 people
takes part in it, and achieved an IQ. The first candidate is
to 90 points, the next on 110, etc. Where the average at 100
and is the standard deviation at 15
Cancellations at 190 to 200 applicants, the probability taken
to 5% (10/200) are. The required IQ threshold is:
NORMINV = (0.95, 100, 15)
= 124.67
In words, the formula says: "Calculate the percent rank 95 for a
Normal distribution with mean 100 and standard deviation
15. The result is about 125 IQ points. I, as head of personnel
search me those candidates with an IQ of 125 or more
out and can send the rest home.
* 6.2.2: Negative IQ scores
In the music video "riots in the special school" [63], is negative IQ
Evaluate the speech. Is there such a thing really? The German standard tests
be the mean 100 and standard deviation 15 determined,
Here is the code for Gnuplot (The IQ score of 100 has the largest
Frequency):
set xr [0:200]
plot (1 / (15 * (sqrt (2 * pi ))))* exp (-. 5 * ((x-100) / 15) ** 2)
In the army intelligence, a uniform given to: Each
Recruit has an IQ of 100, there is no
Differences. The standard deviation is lower, for example, fifth The
Average remains at 100:
plot (1 / (5 * (sqrt (2 * pi ))))* exp (-. 5 * ((x-100) / 5) ** 2)
In civilian life values, the scattering of IQ, however, very much
larger, the standard deviation is 50:
plot (1 / (50 * (sqrt (2 * pi ))))* exp (-. 5 * ((x-100) / 50) ** 2)
In this case, it is even negative IQ scores. A value of -50 IQ
Reach very few points, is yet available. It is mainly
Special students are so far left ... The Durchschnitswert is
not destroyed, he is still 100th
Content is the subject with the value -50 of the mean exactly 150
Points away (3 standard deviations). His gap with
Normal is huge. To find the connection, he would have day and night
. Learn If he does not, he smokes grass / dumb as a bucket
Wall color and looks MTV. For very inhomogeneous groups is something like
before. Or if the test is constructed in a very unfair ...
On the common IQ test with standard deviation of 15 converted
it means:
= 3 standard deviations from -50
15 * 3 = 45
100-45 = 55
By common scale would be -50 IQ points (50 standard deviation)
equivalent to 55 points (15 standard deviation).
* 6.2.2.1: Epilogue
I've just played around a bit with Excel, the phenomenon
"Negative IQ scores" to investigate further. We came up with the following
Table:
--------------------------------Students score IQ scores
1 2 46,51
2 8 186,05
3 6 139,53
4 2 46,51
5 2 46,51
6 1 23,26
7 5 116,28
8 9 209,30
9 0 0,00
10 8 186,05
Average 4.30 100
Standard deviation 3.30 77
Coefficient of variation 77% 77%
0.00 min
--------------------------------Explanation: 10 students write a class work, it can
Grades 0-15 are achieved. 15 points is 1 + 14 = 1, etc.
To convert the points in IQ scores I have a transformation
similar to the z-transform used. The average value was for 100
scales, the standard deviation on the same
Coefficient of variation as in the original scoring model.
Then I have the Excel Solver instructed by the grades
to fluctuate as long as until a low IQ score is possible. The
best result is shown in the table, students 9 has an IQ
Value of 0.0 reached. IQ scores do not realize I was negative.
Too bad ...
But after all, the IQ scores fluctuate very strongly, well above
the commonly used standard deviation of 15 also.
What is the message of this table? First, it can really
no negative IQ-values indicate, and it became clear what the IQ test
in reality shows: the ranking of persons. The lower the IQ score
the lower the rank within the group. Therefore, it is
so tempting to convert an IQ in a social status.
It is the mathematical representation of a pecking order: there is
Alpha animals, a middle and the bottom is the lower class. Also
The term underclass represents a rank within
Communities. Due to lack of money, lack of education and lack
Motivation are these people on a low ranking.
As a result, they have no power and could not
social resources such as luxury vacation, luxury car or
Appropriate home.
The IQ value itself actually says nothing at all, because, as he was
measures is negotiable. In a performance assessment for students, he is
on writing a German essay-determined: "Ask
a discussion ". The after reaching censorship (from 0 to 15)
then defines the hierarchy. Or IQ scores, the
on a math attestation identified, or it can also be about the
Income identify: small income here means a lower-ranking
Position.
Whether the rank-one German paper with income rank correlated
to be seen. In practice, there are students in the art German
take a top position, and in political contrast, only
Midfield are. Nevertheless, there is a global rank, namely the
Rank in the labor market. It is more important than any other performance.
To underscore the importance of social rank is worth closer to illuminate the
Looking into the patterns community, "Jones Town". As a reminder, this was
the freaky cult in the middle of the South American jungle, which
radicalized. Also in this sect, there were ranks, the very top of Jim
Jones. He was the highest-ranking person. Then came his closest
Familiar to, and with them he had homosexual sex and
they were responsible for security in the camp. Deviants
The closest circle were disciplined. A rank
lower was the normal people, ie the average
Sektenangehöhrige. He was part of the group and a follower. Quite
bottom of the ladder were the voluntary exit. These were
People who were not 100% compliant with Jim Jones and the
Thought played to leave the sect. From this layer
then recruited the survivors of the mass suicide.
There were those who did not swallow the deadly cocktail.
These persons would have only on a Jonestown-scale IQ
Values between 0 and reaches 50. Jim Jones on the other hand had a value of
150 IQ points achieved (as leader).
The beauty of the IQ distribution, so that any
Feature can be measured: one course in school
cognitive performance. But you can also set the number of flat
Girls measure, or rank in the game "World of Warcraft". So
is it possible that someone on the macho scale IQ value of 140
reached (has many sexual contacts), and another might
only a value of 80 (very few sexual contacts). On the macho
The latter scale is so low in rank.
Something like an all-inclusive IQ score does not exist, and can
there be not at all. Defined but in different
social groups also have different social rank. But it
are certain individuals not to groups interested at all
, but are concerned only about success. Their goal is
regardless of the social groups simply the leader would be
. Win Such people do not play football because they football so
great find, but because they want to win. For this reason,
in job interviews so much recreational activities asked about.
This football is not really important, it's all about the
Victory will of people. In companies such people as leaders
sought that everywhere else the first violin play. That is, in
competitive situations have a will to win. Where of course
It must be mentioned that people with the desire to win any
Compensate for deficits. Usually the self-esteem. Thus,
"To succeed" as ...
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