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Die Schwestern des Lichts - „Zaubern was das Zeug hält“ Inhalt

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Die Schwestern des Lichts
-
„Zaubern was das Zeug hält“
________________________
Inhalt:
- Aspekte
- Zurückgeschaut
- Teil zwei
- Weiter geht’s
- Fazit
- Sonstige Infos
________________________
Hallo Lesewütige,
wir erinnern uns: Durch meine geliebte Cousine erreichen mich die die unterschiedlichsten
Variationen an Büchern. Sie kauft sie, mag sie oder gibt die unliebsamen Fibeln an ihren
Lieblingsverwandten weiter. So ist sie, die Gute…
===Aspekte===
Dabei ist sie gar nicht so wählerisch. In jeglicher Art ist die frisch gebackene Lehrerin eine Heldin, die
weiß, wichtige Entscheidungen transparent in ihr Leben einzubinden. Manches Mal gerate ich
regelrecht ins Staunen, wenn sie wieder einmal ganz unverblümt den Beweis erbringt Ehe, Kinder,
Beruf, Geld, Verwandte, Eltern, Schwiegereltern, Schule, Kindergarten, Finanzamt, Job, Hausarbeit,
Garten, Freunde uuund Freizeit unter einen Hut bekommen zu haben. Jeder andere würde aus dem
Konzept geworfen. Sie nicht. Offenbar ein pädagogischer Lerneffekt, der ins Blut übergegangen ist.
Lediglich beim Bücherkauf setzen ihre Instinkte aus. Sie wird sozusagen von allen guten Geistern
verlassen. O-Ton: „Jedes Mal wenn ich bei Thalia war, bin ich € 80,00 ärmer!“ Alter Verwalter! Das
muss man sich mal geben. In einem Büchergeschäft so viel Kohle zu lassen, wie meine Frau in einer
Woche beim Friseur!
Ich male mir das mal ganz bildlich aus, wie die Kleine völlig eingeschüchtert an der Kasse bezahlt,
umringt von zig neidischen, anderweitigen Kunden, die keine der heiß begehrten Romane mehr
abbekommen haben. H. war schneller, verdammt! Schon wieder zu langsam! Glaubt man das? Ich
könnte mir sogar vorstellen, dass man sie in dieser Fibelfabrik bereits duzt, mit einer goldenen VIPMitgliedskarte ausstaffiert hat und sie beim Einlass hoch Jubeljauchzend mit ´nem Handschlag vom
Geschäftsführer, anschließend direkt
zu den neusten Werken geführt wird. Von diesen
Fantasiewahrnehmungen meinereiners will meine Cousine allerdings nichts wissen. „Lach nur,
schließlich profitierst du ja auch davon!“ Wo sie recht hat, hat sie recht!
Und wie recht sie hat. Schließlich war ich es ja, der zu ihr „angekrochen“ kam, ob sie nicht auch den
zweiten Teil der Saga rund um das „Schwert der Wahrheit“ ihr Eigen nennt. Ja, dieser erste Teil mit
seinen erstaunlich vielen tausenden Seiten, prall gefüllt mit den Erlebnissen des Richard Cypher,
seiner Geliebten Kahlan, Zauberer Zedd – alle wohlwollend kämpfend gegen den bösen Diktator
Darken Rahl – hat es mir angetan. Wem habe ich dieses Leseerlebnis zu verdanken? Meiner Cousine,
die damals mir diesen Fantasyschinken in die Hand drückte: „Vielleicht liest du sowas ja!“ Nun also
bin ich süchtig nach Teil zwei. Muss wissen, wie es weiter geht. Welche Abenteuer die Helden weiter
erleben. Welch´ ein Glück, dass H. auch hier Vorsorge getroffen hat. Tatsächlich hat sie die
„Schwestern des Lichts“ staubigerweise in irgendeiner Kiste, verwahrlost und vergessen gefunden:
„Hier, schau mal was deine Büchergeile Cousine gefunden hat!“ – Ach ja, maches Mal könnte ich die
Kleine einfach knuddeln….
====Zurückgeschaut===
Um überhaupt irgendwie zu erkennen, um was es sich bei der „Das Schwert der Wahrheit-Saga“
handelt, ist die Grundstory des ersten Teils in jeder Hinsicht unerlässlich. Daher hier noch einmal kurz
und bündig die Selbige. Den ausführlichen Report über das Buch findet ihr ebenfalls auf dieser
Plattform. Aber nun einmal die Grundstory:
***
Richard Cypher, bis dato ein einfacher Sohn eines Bauerns, wohnt in Westland, einem Teil der
Midlands. Hier verdient er sein Geld als Waldführer. So trifft er eines Tages auf Kahlan, die nicht nur
merkwürdig gekleidet ist, sondern auch von vier schwerbewaffneten Männern hoch zu Ross verfolgt
wird. Die Rettung gelingt und er geleitet sie mit ins Heimatdorf, wo er allerdings den Mord an seinem
Vater feststellen muss. In seiner Not geht er zu Zed, einem alten, merkwürdigen Freund und bittet
ihn um Hilfe den Mörder seines Vaters zu finden.
Richard erfährt, dass Zed ein Zauberer ersten Ranges ist, verborgen und auf der Flucht. Die Zeiten
sind schwierig, da Darken Rahl – Diktator und Zauberer in D´Hara die weltliche Macht anstrebt und
alle Gegner eliminiert hat. Vor allem Zauberer. Zed ist also einer der Letzten. Er ernennt Richard zum
Sucher. Dessen Aufgabe ist es nun, zum „Palast des Volkes“ nach D´Hara zu schreiten, um Darken
Rahl von der Welt zu befreien. Nur so kehrt wieder Frieden ein.
Kahlan ist ein Konfessor mit magischem Können. Sie ist die höchste Macht von Midland und daher so
gefährlich für Darken Rahl. Mit ihrer und Zeds Hilfe begibt sich Richard auf den Weg, um das Gute
siegen zu lassen. Erfolgreich. Doch der Weg ist schwierig und alles andere als seriös. So müssen die
drei Freunde durch eine eigene Welt stoßen, die sie zu Gestalten und Wesen führt, die alles andere
als Gutes im Sinn haben. Dennoch. Die Welt ist gerettet und erfährt, dass der Sohn Darken Rahls die
Befreiung vollzogen hat. Und das ist Richard Cypher.
***
Ja, das gute „Schwert der Wahrheit“. Wochen hat es mich gekostet bis ich den Tausendseiter durch
hatte. Zugegeben, trotz der spannenden Abfolge ist man ja nicht satte 24 Stunden mit dem Buch zu
Gange. Aber eins muss man Terry Goodkind, Autor des Fantasyromans, echt lassen: Er hat mit
seinem ersten Teil eine nette Welle an Fantasie losgetreten, die derzeit knappe elf Fortsetzungen
vorweisen kann. Das soll mal einer Nachmachen. Selbst eine Fernsehserie namens „The Legend of
the Seeker“ wurde bereits gedreht. Merkt ihr was? Ich bin wohl nicht der einzige Narr, dem die
Abenteuer rund um das Midland gefallen haben. Aber gut, und nun also, nach solch einem Happy
End, schlägt man das Buch zu und öffnet zeitgleich den zweiten Anlauf auf: „Die Schwestern des
Lichts“….
===Teil zwei===
Auch der zweite Part hat es Seitentechnisch absolut in sich und nimmt seinem großen Bruder nichts
ab. Satte eintausenddreihundert Seiten gilt es in sich hineinzubuttern. Ein gigantisches Werk in Form
einer Taschenbuchausgabe. Kann man hier eigentlich noch von einem Taschenbuch reden? Wohl
kaum. Ein besserer Begriff wäre dann wohl Taschenpaket. „Die Schwestern des Lichts“ benötigen
zwar „ihren“ Platz, der isses dann aber auch wert. Wenn es natürlich keine späteren Nachwirkungen
im Rücken- oder Schulterbereich gibt…
***
Nachdem die Welt vom bösen Darken Rahl befreit ist, kehrt zumindest für die ersten Tage etwas
Ruhe ein. Die Wunden der Soldaten und Verletzten werden verarztet und der „Palast des Volkes“
unter den Schutz des Obersten Rates gestellt. Ja, jetzt scheint dem Bösen ein Ende gesetzt zu sein.
Während Chase und Zed über ein weiteres Vorgehen beraten, taucht ein ewig merkwürdig
dreinschauendes, übergroßes Monstrum im Palast auf und wütet herum: Ein Screeling, herbei
gerufen durch die Unterwelt. Bald ist klar: Der zarte Schleier, der die Grenze zwischen der Welt der
Lebenden sowie der Toten markiert, ist gerissen. Der Hüter der Unterwelt schickt seine Ungetüme
ans Tageslicht. Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis der Schleier reist und der dunkle Hüter die
Macht auch über die Welt der Lebenden ergreift. Zed ist gewarnt, er weiß was zu tun ist. Er muss
erneut eine Armee gründen, die gegen die Anhänger des alten Regimes kämpfen muss, ohne Wenn
und Aber. Zudem muss er einen Diamanten verstecken, dessen gewaltigen Kräfte in falschen Händen
den Verlust des ganzen Landes mit sich bringen würde.
Währenddessen ahnen Kahlan und Richard von dem Unheil im „Palast des Volkes“ nichts. Sie
befinden sich bei den Schlammmenschen und planen ihre Hochzeit. Auch, dass Richard Darken Rahls
Kräfte geerbt hat und nun „die Gabe“ besitzt, bleibt den beiden noch verborgen. Doch irgendetwas
stimmt nicht mit Richard, denn er leidet immer stärker unter heftigen Kopfschmerzen, die unstetig
wiederkehren. Kein Mittel der Schlammmenschen hilft dagegen. Bis eines Tages drei Nonnen
auftauchen, die sich als „die Schwestern des Lichts“ ausgeben. Ihr Job: Richard in den „Palast der
Propheten“ zu bringen. Hier soll er seine endgültige Ausbildung zum Zauberer erhalten, die allerdings
mit der Voraussetzung verknüpft ist, per Halsring als Gefangener den Schwestern unterwürfig zu
sein. Allerdings wird er so auch seine Kopfschmerzen los. Richard lehnt zweimal ab, dann bleibt ihm
keine andere Wahl. Er muss zum „Palast der Propheten“ zum Schutze Kahlans und der
Schlammmenschen.
Auch Kahlan begibt sich auf die beschwerliche Reise. Sie muss Zed finden. Nur der Zauberer kann
ihnen noch helfen. Durch die Hexe Shota haben sie und Richard erfahren, was sich im „Palast des
Volkes“ abgespielt und es mit dem drohenden Schleierriss auf sich hat. Nur weiß niemand, wo sich
der Zauberer derzeit aufhält. Gerüchte verheißen, dass er in Aydindril ist….
***
Leseprobe I:
(…) Kahlan sah, dass Shota die Tränen über die Wangen liefen. Plötzlich überkam sie die
Erkenntniswie eine Flut, die ihr Innerstes in eiskalte Panik versetzte. Shota war nicht verärgert. Sie
hatte Angst.
Deswegen war sie hier: nicht, weil sie verärgert darüber war, dass Kahlan noch lebte oder sie ein Kind
bekommen könnten. Sie war hier, weil sie entsetzliche Angst hatte. Die Vorstellung, dass Shota, eine
Hexe, Angst hatte, war schlimmer als alles, was sie sich vorstellen konnte.
Richard starrte sie mit aufgerissenen Augen an. „Aber…wir müssen doch irgendetwas tun können,
irgendetwas, um das zu verhindern.“
„Wir?“ kreischte sie und stach ihm mit dem Finger in die Brust. „Nein du! Du allein, Richard Rahl.
Ganz allein! Du bist der einzige, der das richten kann!“
„Ich? Warum ich?“
„Das weiß ich nicht“, greinte sie zwischen zusammengebissenen Zähnen hindurch. „Aber du bist der
einzige, der die Kraft dazu hat.“ Sie pochte ihm mit der Faust auf die Brust. „Du!“ Immer wieder
schlug sie gegen seine Brust, während er einfach nur dastand. „Du bist der einzige, der eine Chance
hat. Nur du kannst den Riss im Schleier richten.“Shota schluchzte. „Du allein, du dummes, törichtes
Kind.“
Kahlan war wie benommen von der Ungeheuerlichkeit dessen, was hier geschah. Die Vorstellung, der
Hüter könnte los sein, überstieg ihr Begriffsvermögen. Die Toten in der Welt der Lebenden – dieses
Grauen konnte sie sich kaum vorstellen, doch als sie sah, wie sehr sich Shota fürchtete, bekam ihre
Angst ein Maß.
„Shota …ich weiß nichts darüber. Ich habe keine Ahnung, wie ich…“
Shota trommelte noch immer unter Tränen gegen seine Brust. „Du musst. Du musst einen Weg
finden. Du hast keine Ahnung, was der Hüter mir antun würde, was er einer Hexe antun würde.
Wenn du es nicht für mich tust, dann tu es für dich selbst, tu es für Kahlan. Er würde ihr eine Ewigkeit
voller Qualen bereiten, und das aus keinem anderen Grund als dem, dass du sie liebst. Er würde ihr
das antun, nur um es für dich schlimmer zu machen. Wir werden alle gezwungen werden, bis in alle
Ewigkeit auf der Grenze zwischen Leben und Tod zu verweilen, wo wir uns unter Qualen winden.“ (…)
Zwischenfazit I:
Bis dahin, dass Richard und Kahlan getrennte Wege gehen werden, vergehen einige hundert
Seiten. Das macht das Ganze nicht unbedingt spannender, aber interessanter, auch wenn der ein
oder andere Absatz dann doch droht ins ziemlich Langgezogene zu geraten.
===Weiter gehts===
Während Richard bei den Schwestern des Lichts eintrifft und Kahlan auf ihrer Reise gen Aydindrill das
mörderische Ausmaß der Unterwelt-Verbündeten zu Gesicht bekommt, Begibt sich Zed mit Freundin
Adi auf die Flucht. Es soll in ihren Heimatort Nicobarese gehen. Dort sind Heilerinnen, die Adis
Krankheit heilen können. Zed sowie Adi sind von einem Tier der Unterwelt gebissen und somit
vergiftet worden. Nur mit dem Können der Heilerinnen kann ihr Leben gerettet werden. Doch diese
Heilerinnen können ihnen später tatsächlich das Gift entziehen, mit der Folge, dass Zed und Adi unter
Gedächtnisverlust leiden. Beide fangen nun von vorne an…
Kahlan erreicht eine Armee, die zwar die richtige Seite bekämpft, aber aus tausenden jungen und
unerfahrenen Kriegern besteht. Trotz ihres Mutes würde die Armee gegen die imperiale Macht
untergehen. Kahlan gelingt es dennoch, die übergroße feindliche Macht im Horizont aufzumischen.
Zwar ist die Welt nicht gerettet, dafür aber ein Racheakt gelungen.
Richard wiederum kann im „Palst der Propheten“ Fuß fassen und freundet sich mit den Schwestern
an. Er lernt mit seiner Gabe umzugehen. Schnell findet er heraus, dass hier im Palast etwas nicht
stimmt. Nicht allen Schwestern schwirrt hier Gutes im Kopf herum. Durch einen dort beheimateten
Proheten erfährt Richard, dass er selbst schuld an der Misere ist, da er Darken Rahl – seinen Vatererneut aus einer unbewussten Laune heraus, heraufbeschworen hat! Er ist der Gehilfe des Hüters
und wird dafür sorgen, dass Kahlan demnächst in Aydindrill an den Pranger gestellt und geköpft wird.
Richard kann es gar nicht fassen und möchte wissen, wann er aus seiner „Lehre“ entlassen wird.
Doch die Zeit im „Palast des Propheten“ verläuft zehn Mal langsamer als in der realen Welt.
Unmöglich, seine Kahlan nun noch zu retten! Oder vielleicht doch?
***
Leseprobe II:
Sie hörte die Stimme im Vorzimmer und hoffte, es wäre die, die sie erwartetet. Sie sah dem nicht
gerade freudig entgegen, andererseits wurde ihr die Zeit knapp. Richard hatte inzwischen bestimmt
eine Möglichkeit gefunden, Nathan aufzusuchen, und Nathan hatte seinen Part gewiss gespielt. Jetzt
war es an der Zeit, dass sie den ihren übernahm.
Natürlich konnte sie Nathan nicht vollkommen vertrauen, in dieser Angelegenheit jedoch hatte er
bestimmt das Erforderliche getan. Er kannte die Folgen eines Versagens. Er hatte eine Aufgabe, um
die sie ihn nicht beneidete – er sollte das Gewicht besagter Schneeflocke hinzufügen.
Ein Fingerschnippen von ihr, und die Tür flog auf. Sie hatte den Türrahmen von Schreinern reparieren
lassen müssen. Richard hatte ihn mit seinem Han zertrümmert, ohne überhaupt zu merken, was er
angerichtet hatte. Und das war sogar noch vor seinem Besuch bei Nathan gewesen.
„Schwester Ulicia, Schwester Finella, es ist spät, warum geht ihr nicht in eure Arbeitszimmer und
kümmert euch um den Papierkram. Ich werde sie empfangen. Schwester Verna, bitte tretet ein.“
Ann erhob sich, als Schwester Verna forschen Schrittes ins Zimmer trat. Sie mochte Verna. Ihr war
zuwider, was sie ihr jetzt antun musste, aber die Zeit wurde knapp. Hunderte von Jahren für die
Vorbereitung, und jetzt liefen ihr sowohl die Zeit als auch die Ereignisse davon.
Die Welt stand am Abgrund.
Verna verneigte sich. „Prälatin Annalina.“
„Bitte, Verna, setzt euch. Es ist so lange her.“
Verna zog einen Stuhl an die gegenüberliegende Seite des Tisches. Sie setzte sich, den Rücken
gerade, die Hände im Schoß gefaltet.
„Sehr freundlich von Euch, Eure kostbare Zeit zu opfern, um mich zu empfangen.“
Fast hätte Ann gelächelt. Fast. Geliebter Schöpfer, danke, dass Du sie in gereizter Stimmung zu mir
schickst, das macht meine Aufgabe zwar nicht weniger lästig, aber gewiss einfacher.
„Ich hatte viel zu tun.“
„Ich auch“, fauchte Verna. „In den letzten mehr als zwanzig Jahren.“
„Offensichtlich nicht genug. Wie es scheint, haben wir Schwierigkeiten mit einem jungen Mann, den
Ihr gebracht habt, und der längst, bevor er überhaupt hier eintraf, hätte ins Gebet genommen
werden müssen.“
Vernas Gesicht verfärbte sich tiefrot. „Hättet ihr mir nicht untersagt, meine Pflichten zu tun und mein
Können einzusetzen, dann hätte ich das auch getan.“ (…)
Zwischenfazit II:
Es läuft. Umso mehr sich die Geschichte dem Ende zuneigt, ersehnt man selbiges auch. Immer und
immer wieder kommen Dinge dazwischen, die vielleicht dem Puzzle einen Sinn ergeben, doch dem
Buch ungemein viele (unnütze) Dialogseiten hinzufügen. Das Durchhaltevermögen wird benötigt
und auch belohnt.
===Fazit===
Wieder einmal hat sich Terry Goodkind in eine Welt verstrickt, die es in sich hat. Mit
eintausendreihundert Seiten schickt er mit „Die Schwestern des Lichts“ Richard, Kahlan, Zed und
Chase zum zweiten Mal auf die Reise. Es wurden zwar neue Kreaturen wie zum Beispiel ein Screeling
erfunden, die Geschichte basiert allerdings auf altbekannte Namen wie Rachel, Shota, Darken Rahl
oder Adi, die die Nebencharaktere wie im ersten Teil „Das erste Gesetz der Magie“ besetzen.
Goodkind hat sich auch die Mühe gemacht, Kommandanten der Verbündeten Armeen oder Königen
– die im ersten Teil nur wenig über sich selbst aussagten- ein virtuelles, lesefreundliches Gesicht zu
geben. Der Leser dreht nun seinen eigenen Film und puzzelt sich die bis dato unbekannten Personen
bildlich ins Geschehen.
Dass Kriege keine Kissenschlachten sind, in denen Plüschtiere als einzige Opfer unter den Rebellen
gelten, dürfte jedem klar sein. Goodkind beschreibt schon fast kleinlich die Schlachten, die
ausgehende Gewaltbereitschaft sowie
deren Auswirkungen auf Krieger, Städte
und Ländereien. Etwas zu viel des Guten.
Sicherlich ist es nicht verkehrt, so
bildgetreu wie nur möglich einen Roman
zu verfassen, doch gleich ins Detail zu
gehen halte ich für etwas heftig. Herr der
Ringe lässt grüßen. Somit sei jedes
Elternteil gewarnt, dessen Kind sich für
diese Geschichte interessiert. Es könnte zu
Alpträumen führen.
Sehr süß hingegen ist die Begegnung mit dem kleinen Gar. Richards Haustier wird regelrecht in die
Herzen der Leser beschrieben, so dass man einfach nur hofft, so bald wie möglich wieder von ihm zu
lesen. Allerdings erscheint mir dann doch die Voraussicht zu klar, dass genau dieses Tier einen
gewissen Anteil zum Sieg oder Niederlage gegen das Unterirdische beitragen wird.
„Die Schwestern des Lichts“ ist vielleicht einen Tick zu umschweifend verfasst, dennoch: Jede Zeile ist
das Lesen wert. Neben der Heldengeschichte, dem Kampf gegen das Böse, versucht Goodkind kleine
Nebengeschichten in Sachen Liebe, Sehnsucht, Kriegsführung, magischer Geschichte und
Familiendrama einzubinden. Manches Mal etwas langwierig, dennoch gelungen.
Für den zweiten Teil der Fantasy-Saga rund um das „Schwert der Wahrheit“ kann ich die volle
Punktzahl und somit eine Leseempfehlung vergeben. Allerdings mit dem Vermerk, dass man wirklich
Lust auf solche Romane hat, ein Taschenbuchwälzer wie diesem einem selbst keine Angst einjagt und
(das ist wohl das Wichtigste) den ersten Teil gelesen hat, um der Grundstory auf den Weg kommen.
Wer diese drei Punkte beherzigt ist mit „Die Schwestern des Lichts“ absolut bestens und vor allem
ewig lang bedient. In diesem Sinne werde ich doch gleich einmal bei meiner Cousine nach dem
dritten Teil Ausschau halten…
===Sonstige Infos===
Name: „Die Schwestern des Lichts“
Autor: Terry Goodkind
Genre: Fantasy
Form: Taschenbuch
ISBN: 978-3-442-36968-3
Preis: € 10,00 (Deutschland)/ € 10,30 (Österreich)
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Seele and Geist
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