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Innovation: Alles Käse oder was? - Landwirtschaftlicher

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Nr. 2793 vom 6. November 2006
FAKTEN | DEBATTEN
Innovation:
Alles Käse oder was?
5
Imker kritisieren
Swissmedic
Seit diesem Sommer dürfen die Imker
ein neues Mittel gegen die gefürchtete Varroamilbe benützen. Doch sie
wollen nicht.
ZAHLEN | KURVEN
Georg Hofstetter
Schweizer haben
am liebsten Gruyère
Die Käsevielfalt in der Schweiz ist so gross, dass auch
ein innovatives Produkt es schwer hat, einen Abnehmer
zu finden. Der Sieg an einem Käsewettbewerb kann die
eine oder andere Türe öffnen, ist jedoch kein Garant für
Erfolg.
3
GEZEICHNET | GELACHT
Vom Bauer zum Caddie
6
NEWS | MAILS
Nachrichten-Überblick
vom 27. Oktober bis 2. November 2006
6
KAUFEN | GENIESSEN
Honig: Der gesunde Wintervorrat der Biene
7
DATEN | TERMINE
vom 13. bis 30. November 2006
9
Der Landwirtschaftliche Informationsdienst LID ist ein von rund 70 landwirtschaftlichen Organisationen
und Firmen getragener Verein mit Sitz in Bern. Sein Ziel ist es, die Öffentlichkeit über alle Belange der
Land- und Ernährungswirtschaft zu informieren und das Verständnis zwischen Stadt und Land zu fördern.
Der LID wurde 1937 gegründet.
Der Mediendienst erscheint wöchentlich;
Der Abdruck ist unter Angabe der Quelle frei;
Online-Archiv unter lid.ch, Redaktionsschluss:
Freitag, 8.00 Uhr
Redaktion: Roland Wyss-Aerni (wy), Karin Iseli-Trösch (ki) | redaktion@lid.ch | Geschäftsführung: Markus Rediger (mr)
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|FOKUS|
3
Innovation: Alles Käse oder was?
Die Käsevielfalt in der Schweiz
ist so gross, dass auch ein innovatives Produkt es schwer hat,
einen Abnehmer zu finden. Der
Sieg an einem Käsewettbewerb
kann die eine oder andere Türe
öffnen, ist jedoch kein Garant
für Erfolg.
Von Karin Iseli-Trösch
Der „Mühlistei”-Käse von Willi Schmid hat die Bezeichnung Innovation verdient. (Rolf Sutter)
„Den Käse neu erfinden, das ist heute nicht
mehr möglich”, sagt Ulrich Schlüchter. Es
auch gesagt werden, dass er die Vermark-
tive Erfahrungen gemacht mit der Migros.
gebe bereits so viele Sorten auf dem Markt,
tung nicht allzu stark vorangetrieben habe.
Er könne das ganze Jahr hindurch konstan-
das es schwierig sei, etwas wirklich Neues
Die Produktions- und Lagerkapazität des Be-
te Mengen absetzen.
herzustellen. Heute unterschieden sich viele
triebes sei zu klein, um die Käsemenge stark
Käse nur noch dem Namen nach. Wie
auszudehnen. Und einen Grossverteiler be-
schwierig es ist, ein bahnbrechendes Pro-
liefern, nein, das wolle er nicht: „Erstens bin
dukt auf den Markt zu bringen, erlebte der
ich so nicht nur von einem Abnehmer abhän-
Käser aus Biglen BE im vergangenen Jahr:
gig und zweitens habe ich von Kollegen, die
„Ich hatte eine Idee für eine neue Käsekrea-
an einen Grossverteiler liefern, gehört, dass
tion. Doch bevor ich das Produkt lancieren
es nicht einfach sei, mit den Grossen zu ge-
konnte, ist mir ein andere Käser mit einem
schäften.” Da müsse das Angebot immer
sehr ähnlichen Käse zuvorgekommen.” Sei-
schön der Nachfrage entsprechen. Brauche
Swiss Cheese Awards
ne Idee ist daraufhin in der Versenkung ver-
der Grossverteiler einmal viel Käse, müsse
ki. Die Schweizer Käsemeisterschaften,
schwunden, „schliesslich will ich nicht als
man diesen auch liefern können, seien die
Swiss Cheese Awards, werden vom Ver-
Nachahmer gelten”.
Abverkäufe hingegen eher gering, bleibe
band der gewerblichen Käsereien From-
man auf seinem Käse hocken.
arte durchgeführt. Erstmals fand der An-
Verkauf dank Auszeichnung
Für ihn ist klar, seinen Erfolg verdankt er
nicht zuletzt den Auszeichnungen, die er
mit seinen Käsespezialitäten gewonnen
hat. „Die Preise, die ich an Prämierungen
gewonnen habe, waren ein Türöffner für
viele Verkaufskanäle.” Insbesondere der
lass im Jahr 2001 statt. Ziel ist es laut
Schlüchter ist im Käsesektor kein Unbe-
Produkte mit Identität
kannter. Vor zwei Jahren gewann er mit sei-
Georg Hofstetter, Käser aus dem luzerni-
nem halbharten Dessertkäse „Ueli‘s Tröimli”
schen Doppelschwand, produziert in seiner
den Käseinnovations-Preis der Swiss Cheese
Käserei 90 Tonnen Emmentaler, doch zu-
Awards (siehe Kasten). Sein Tröimli verkauft
nehmen werden Käse wie der Entlebucher
In diesem Jahr nahmen 436 Käse aus 23
Schlüchter ausschliesslich an Käsereige-
Schnittlauch-Traum, der Goldwäscher-Käse
verschiedenen Kategorien am Wettbe-
schäfte in seiner Region. Daran hat auch die
vom Napf oder der Entlebucher Geisskäse
werb teil. Die Juroren sind Leute aus der
Auszeichnung nichts geändert. Was hat ihm
wichtig. Einige seiner Spezialitäten verkauft
Käsewirtschaft, der Gastronomie, Konsu-
der Preis gebracht? „Dank der Auszeichnung
er an die Migros. „Ich produziere pro Jahr
menten und Medienschaffende. Die Kä-
kann ich etwas mehr Käse verkaufen als vor-
45 Tonnen Käsespezialitäten”, so Hof-
seproben werden jeweils nach Aroma,
her”, sagt Schlüchter. Aber all zu viel dürfe
stetter. Bei solch grossen Mengen sei man
Konsistenz und Aussehen bewertet.
man halt nicht erwarten von so einem Preis.
froh, wenn man an einen Grossverteiler lie-
Fairerweise, so fügt er hinzu, müsse aber
fern könne. Bis anhin hat er durchaus posi-
Nr. 2793 vom 6. November 2006
Fromarte, die Qualität des Schweizer Käses zu fördern und „den KonsumentInnen
dessen Vielfalt näher zu bringen”.
www.cheese-awards.ch
Sämtliche Artikel sind unter lid.ch zu finden.
Der Abdruck ist unter Angabe der Quelle frei.
|FOKUS|
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Käseinnovations-Preis an den Swiss Cheese
dem toggenburgischen Lichtensteig. Seit der
Ziel ist es nicht, Käse zu produzieren, wie es
Awards im Jahr 2001 habe geholfen, die
Eröffnung seiner Käserei im Frühjahr 2006
ihn schon hundertfach gibt. Ich will nicht alt-
Käsehändler und Einkäufer auf sich auf-
lancierte Schmid 18 neue Käsesorten, erfolg-
eingesessene Käse verdrängen, sondern ei-
merksam zu machen. Doch auch Hofstetter
reich, wie er betont. Sein Mühlistei-Käse ist
nen Teil des Importkäses durch einheimische
betont: Einen Preis zu gewinnen ist das
der Innovationsgewinner der diesjährigen
Produkte ersetzen.” Den Schweizer Käsern
Eine, etwas daraus zu machen das Andere.
Swiss Cheese Awards. Der Preis werde die
fehle es vielfach an Einfallsreichtum. Er habe
Vermarktung seiner Käsespezialitäten wohl
Mühe mit Leuten, „die in einen Halbhartkä-
schon ankurbeln, meint Schmid. Es sei sicher
se ein paar Kräutli reintun und dann meinen,
von Vorteil, wenn die Medien positiv über ei-
ihr Produkt sei eine Innovation”.
Wie Schlüchter ist auch Hofstetter überzeugt,
dass der Käsemarkt, vor allem im Hartkäsebereich, übersättigt ist. Da helfe nur, dem
Produkt eine Identität zu verleihen: „Ich will
meinen Käsespezialitäten ein Gesicht geben.
nen berichten würden. „Doch schlussendlich
muss ich mir halt doch selber helfen.”
Überraschend im Geschmack
Der Maître Fromager der Schweiz, Rolf Bee-
Und zwar eines, das von den Konsumenten
Ist sein Mühlistei-Käse wirklich eine Innova-
ler, unterstützt die Ansicht von Schmid. „In-
wiedererkannt wird.” Es habe doch keinen
tion oder einfach nur ein Käse, der zwar an-
novativ wäre aber etwa, wenn der Käse ein
Sinn, Massen zu produzieren, dies sei Aufga-
ders heisst, aber gleich schmeckt wie zehn
Kraut enthält, welches im Körper mithilft,
be der Industrie und nicht der gewerblichen
weitere? „Mein Mühlistei-Käse wird mit
Cholesterin abzubauen”, so Beeler. Ideal
Familienbetriebe. Ein Käse, dessen Name in
Milch von Jersey-Kühen produziert, was ein-
wäre aus seiner Sicht, wenn die Kräuter nicht
seiner Herstellungsregion verwurzelt sei und
malig ist in der Schweiz. Deshalb ist er nicht
bei der Produktion hinzugegeben werden
dessen Verpackung und die Herstellung eine
wie gewöhnlicher Grauschimmelkäse weiss,
müssten, sondern wenn die Kühe dieses
Geschichte erzähle, habe viel eher die Chan-
sondern gelblich. Zudem ist es ein Grau-
Kraut frässen und der Wirkstoff so auf natür-
ce, auf dem hart umkämpften Markt zu be-
schimmelkäse nach italienischer Art, innen
liche Weise in die Milch und den Käse gelan-
stehen, als ein anonymer Allerweltskäse.
schön weich, aber doch nicht flüssig. Einen
gen würde. Aber auch eine überraschende
solchen Frischkäse gab es in der Schweiz bis
Geschmacksnote oder ein aussergewöhn-
anhin noch nicht”, sagt Hofstetter. Die mei-
liches Aussehen könnten innovativ sein. Der
sten Grauschimmelkäse, die man hierzulan-
Mühlistei-Käse sei ein gutes Beispiel einer
de kaufen könne, würden importiert. „Mein
gelungenen Innovation.
Importkäse ersetzen
Einer, der ständig auf der Suche nach Lücken
im Käsemarkt ist, ist Käser Willi Schmid aus
ZAHLEN | KURVEN
SCHWEIZER HABEN AM LIEBSTEN GRUYÈRE
Käsekonsum in den Haushaltungen, Kilogramm pro Kopf 2005
QUELLE: KOS; © GRAFIK: Bruno Wanner, LID; www.lid.ch
1,50
Kilogramm pro Kopf
1,25
1,00
0,75
0,50
0,25
0
Gruyère
Raclette
Mozzarella
Fondue
Weissschimmel
Emmentaler streichfähiger
Frischkäse
Tilsiter
Im Jahr 2005 assen die Schweizer pro Kopf 1,18 Kilogramm Gruyère. Von keiner anderen Käsesorte wurde mehr gegessen. Ebenfalls
sehr beliebt sind Raclettekäse und Mozzarella. Pro Kopf wurde in der Schweiz 2005 mehr als ein halbes Kilogramm Fondue gegessen,
darin enthalten sind die Fonduemischungen sowie die die fixfertigen Fondues. In dieser Grafik ist ausschliesslich der Privatkonsum festgehalten, nicht berücksichtigt ist der Konsum ausser Haus.
Nr. 2793 vom 6. November 2006
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FAKTEN | DEBATTEN
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Imker kritisieren Swissmedic
wy. Seit diesem Sommer dür-
tätsproduktes Honig leiden, heisst es wei-
Wert nach zwei bis drei Jahren durchaus er-
fen die Imker ein neues Mittel
gegen die gefürchtete Varroa-
ter in der „Bienenzeitung”. Man werde
reicht werden könne, sagt Schürer. Aber
deshalb gegen die Zulassung Einsprache
auch wenn die Rückstände weit unter dem
milbe benützen. Doch sie wol-
erheben bei der Rekurskommission für Heil-
Toleranzwert liegen würden, könnte man
len nicht.
mittel. Ferner empfiehlt der Verband seinen
nicht mehr von Qualitätshonig sprechen,
Mitgliedern „dringend” das Mittel nicht zu
meint Schürer. Deshalb müsse alles getan
Erstaunliches geschieht bei den Bienen-
gebrauchen, auch nicht zu Testzwecken.
werden, damit das Mittel gar nicht erst zum
züchtern: Das Heilmittelinstitut Swissmedic
Der Imkereifachhandel wird aufgerufen,
Einsatz komme.
hat im Sommer ein Mittel für die Bekämp-
das Produkt nicht zu verkaufen.
fung der Varroamilbe neu zugelassen,
„CheckMite” von der Firma Bayer. Die Var-
„Kurzfristige Scheinlösung”
roamilbe ist der gefährlichste Schädling für
„Die orale oder dermale Toxizität für Säu-
die Honigbiene und ernährt sich von deren
ger ist sehr gering”, heisst es zum Produkt
Blut. Doch die Imker sind nicht erfreut da-
CheckMite auf der Website des Tierarznei-
rüber, ein neues Instrument gegen einen al-
mittelkompendiums. Das heisst im Klartext:
ten Gegner zu erhalten, im Gegenteil: Sie
Für den Menschen ist das Mittel nicht sehr
protestieren.
gefährlich. Bei der Prüfung durch Swissmedic im Zulassungsverfahren werde sicher-
„Durch den Einsatz des Mittels würden in-
gestellt, „dass der Nutzen des Präparates
nert Kürze Rückstände des Wirkstoffes
deutlich grösser ist als die unerwünschten
Coumaphos im Bienenwachs stark zuneh-
Nebenwirkungen”, meint Alfred Rys von
men”, heisst es in der „Schweizerischen
Swissmedic.
Bienenzeitung”, dem Vereinsblatt der
Deutschschweizerischer und Rätoroma-
Problematisch ist aus Sicht der Bienenzüch-
nischer Bienenfreunde (VDRB). Coumaphos
ter die Resistenzbildung. „In den USA hat
ist eine Art Nervengift, das bei der Varroa-
man bereits grosse Probleme mit resi-
milbe die Übertragung von Nervenreizen
stenten Varroamilben”, sagt Dieter Schürer,
verhindert und letztlich zu ihrem Tod führt.
Ressortleiter Honig beim VDRB. Deshalb sei
Mit Rückständen würde der Ruf des Quali-
das Mittel nur eine kurzfristige Scheinlösung. Ryf sagt dazu: „Eine Resistenzbil-
Gute Honigernte
wy. Die Schweizer Honigernte 2006 ist
besser als nach dem harten Winter 2005
erwartet, der vielen Bienenvölkern den
Garaus machte. Im Schnitt wurden pro
Volk 17,8 Kilogramm Honig geerntet,
gegenüber einem Schnitt von 15 Kilo-
dung ist tatsächlich nicht auszuschliessen,
wie bei vielen anderen Arzneimitteln auch.”
Die Verbreitung von Resistenzen geschehe
aber oft durch unsachgemässe Anwendung. Deshalb sei es wichtig, dass die Dosierungs- und Anwendungshinweise genau
befolgt würden.
gramm im Vorjahr. Die grössten Mengen
Der Toleranzwert für Coumaphos-Rück-
wurde in den Kantonen Basel-Stadt und
stände liegt bei 50 Milligramm pro Kilo-
Graubünden geerntet, mit 29,8 bezie-
gramm Honig. Ergebnisse aus den USA
hungsweise 24,8 Kilogramm.
zeigten, dass bei starkem Einsatz dieser
Nr. 2793 vom 6. November 2006
Die Varroamilbe macht den Imkern das Leben schwer.
(USDA)
Nur noch zur Bestäubung
CheckMite ist derzeit in Griechenland zugelassen und wird in den USA lokal und
befristet eingesetzt. Das Bienengeschäft in
den USA sei ein ganz anderes, sagt Schürer.
Viele Bienen würden dort nur noch für die
Bestäubung genutzt, sie würden auf Lastwagen von Obstplantage zu Obstplantage
gefahren und verrichteten dann während
drei bis vier Wochen ihren Dienst. Der Honig, den sie dabei produzieren, werde meist
entsorgt, wegen den Rückständen von Insektiziden und Antibiotika.
www.tierarzneimittel.ch
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NEWS | MAILS
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Folgende AGRO-NEWS hat der LID
in der letzten Woche auf lid.ch veröffentlicht:
Freitag, 27. Oktober
Dienstag, 31. Oktober
Donnerstag, 2. November
Lernort Bauernhof erstmals
an der Worlddidac
Weiterhin unklar, wie sich GVO
auf die Umwelt auswirkt
Unternehmerische Freiheit
für Zürcher Bauern
Kagfreiland kritisiert die Bauernverbände
Domat/Ems GR: Erste
Rundholz-Lieferung an Grosssägewerk
Kleinbauern für Familienzulagen
Feinstaub: BAFU entlastet die Bauern
Swiss Cheese Awards in Huttwil
Der Gomser Wolf ist tot
Deutsche Bauern wieder optimistischer
COPA/COGECA unterstützen
EU-Alkoholstrategie
Massive Ernteverluste in Australien
Freiburger Staatsrat reicht Strafanzeigen
gegen Verein gegen Tierfabriken ein
Studie: Geflügelimpfung hat
aggressive Vogelgrippelinie gestärkt
Milchpreise sinken in der EU weniger stark
Unterschiedliche Zahlen der
Erwerbstätigen in der EU-Landwirtschaft
Weniger Weizen, mehr Ölsaaten erwartet
Mittwoch, 1. November
Montag, 30. Oktober
Landwirtschaft hat gutes Image
Mont Vully Bio ist bester Schweizer Käse
Bio-Weide Beef:
Neue Produzenten gesucht
Feinstaub: Bundesrat lehnt
parlamentarische Vorstösse ab
Lokales Gewerbe fühlt sich durch
Paralandwirtschaft kaum bedrängt
Ziegenparade mit 3‘000 Ziegen in Bern
Ab 2007 eigenständiges
EU-Kommissariat für Verbraucherschutz
EU: Rohstoffe für Bioethanol gesichert
Hanfbauer Rappaz:
Staatsanwalt fordert 10 Jahre Zuchthaus
Milchkontingente in Deutschland
günstig wie nie
EU: Tierschutzsiegel gefordert
Biotreibstoffe als Klimakiller
und Naturzerstörer?
Die Agro-News finden Sie tagesaktuell unter
lid.ch oder unter www.landwirtschaft.ch.
Dort können Sie auch den Agro-Newsletter
abonnieren, mit dem wir Sie an jedem
Arbeitstag kostenlos bedienen.
BSE-Fall im Amt Konolfingen
SHL: Anzahl Studierende gestiegen
Küchenabfälle gehören in die Biogasanlage
Bienenzüchter kritisieren SwissMedic
Erhöhtes BSE-Risiko
bei genetischer Veranlagung
USA Spitze beim Schweinefleischexport
Tiermehl-Verfütterung in
der EU wieder erlauben
Melkmaschine für Dromedare
Der Erde geht das Wasser aus
GEZEICHNET | GELACHT
Nr. 2793 vom 6. November 2006
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KAUFEN | GENIESSEN
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Honig: Der gesunde Wintervorrat der Biene
Nektar zu produzieren, aus dem letztlich
Tipp der Woche
Wikipedia
150 Gramm Honig hergestellt werden kön-
ki. Herbstzeit ist nicht selten
die Zeit von Erkältungen. Eine
Tasse heisse Milch mit Honig
oder ein Honigbrot helfen, die
Abwehrkräfte des Körpers zu
stärken.
nen. Ein Schweizer Bienenvolk liefert pro
Mit der kälteren Jahreszeit halten auch
Jahr acht Kilogramm Honig, wesentlich we-
Kerzen wieder vermehrt Einzug in die
niger als die Bienen in anderen mitteleuro-
Wohnungen. Trotz aller Vorsicht kann es
päischen Ländern. Grundsätzlich wird zwi-
immer wieder einmal zu Kerzenwachs-
schen Blüten- und Waldhonig unterschie-
flecken kommen. Auf Holz lassen sich di-
den.
Blütenhonig
ese entfernen, indem man sie mit einem
insbesondere aus dem Nektar von Obst, Lö-
mit Olivenöl angefeuchteten, sauberen
wenzahn und Raps gemacht wird, wird der
Lappen ausreibt.
Während
der
dunklere Waldhonig aus zuckerhaltigem
Pflanzensaft gewonnen, den Läuse ausson-
nig gleich viel wert wie ein Esel. Dass Honig
nicht nur schmeckt, sondern auch gesund
dern.
ist, lehrte schon Hippokrates, der bePro Jahr essen Herr und Frau Schweizer
rühmteste Arzt der Antike. An Bedeutung in
rund 1,3 Kilogramm Honig. Mehr als die
der Ernährung verlor der Honig erst durch
Hälfte davon ist Importhonig.
die industrielle Gewinnung von Zucker aus
Den ganzen Frühling und Sommer hindurch
Zuckerrüben.
haben die Bienen fleissig Nektar und Ho-
Süss und doch gesund
nigtau gesammelt. 20‘000 Mal muss eine
Im alten Ägypten galt Honig als Speise der
Honig ist ein reines Naturprodukt. Seine
Biene zwischen ihrem Bienenstock und den
Götter, weshalb man ihn den Pharaonen
Süsse verdankt er dem hohen Anteil an
Pflanzen hin und her fliegen um einen Liter
mit ins Grab legte. Damals war ein Topf Ho-
Frucht- und Traubenzucker. Neben Zucker
Pouletschenkel mit Honig-Sesamkruste
Für 4 Personen
besteht Honig zu einem Fünftel aus Wasser.
Aber auch an Vitaminen und Mineralstoffen
mangelt es der natürlichen Leckerei nicht.
Bratcrème zum Ausbuttern
Honig, Salz und Curry verrühren. Poulet-
Honig wird eine leicht entzündungshem-
2 EL flüssiger Honig
schenkel damit einpinseln. Sesam darauf
mende Wirkung nachgesagt. Er soll helfen
streuen.
bei Schwellungen, erhöhter Temperatur und
3/4 TL Salz
1/2 TL Curry
4 Pouletschenkel
2 EL Sesam
Pouletschenkel in eine mit Bratcrème ausgebutterte Ofenform legen.
lokalen Schmerzen. Wird nach einem Insektenstich sofort etwas Honig aufgetragen,
entzieht er dem Stich etwas von dem Gift.
In der Mitte des auf 220 °C vorgeheizten
Ofens ca. 30 Minuten goldbraun braten.
Pouletschenkel auf vorgewärmten Tellern
anrichten.
Honig eignet sich sowohl für die warme wie
auch für die kalte Küche. Jedoch sollte der
Süsstoff nicht über 40 °C erhitzt werden, da
sonst seine Aromastoffe teilweise verloren
Dazu passt rührgebratenes Chinakohlge-
gehen.
müse.
www.swissmilk.ch/rezepte
Nr. 2793 vom 6. November 2006
Bilder zur Marktrundschau können bei der Redaktion
bestellt werden. redaktion@lid.ch
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DATEN | TERMINE
9
November 2006
Mo 13.11. 20.00 Inforama Bäregg, Bärau
„Europa - der zukünftige Markt für Emmentaler
Produkte?”
www.inforama.ch
Di 14.11. 9.30
Seelandhallen, Kerzers
Delegiertenversammlung Schweizerischer
Getreideproduzentenverband SGPV
www.sgpv.ch
Di 14.11.
ganze Schweiz
Tag der Pausenmilch
www.swissmilk.ch
Mi 15.11. 10.00 Stadttheater Olten
Delegiertenversammlung Bio Suisse
www.biosuisse.ch
Do/Fr 16./17.11. Hochschule Wädenswil
„Lebensqualität durch Lebensmittelqualität? Produktinnovationen bei veränderten Rahmenbedingungen“
2. Wädenswiler Lebensmitteltagung
www.hsw.ch
Mi 15.11. 15.5.
Kursaal, Bern
14. Agro-Preis
www.emmental-versicherung.
ch
Mi 15.11. 9.00
Kultur-Casino, Bern
7. Symposium „Fleisch in der Ernährung”
www.proviande.ch
Mi 15.11. 10.00
Kongresszentrum Arte,
Olten
Generalversammlung IP-Suisse
www.ipsuisse.ch
Do 16.11. 20.00 Landwirtschaft. Zentrum
Ebenrain, Sissach BL
„Gestern Preispolitik, heute Direktzahlungen, morgen
Europäische Union?” Diskussionsveranstaltung
www.bl.ch/lze
Fr 17.11. Di 21.11
Mefa, Fachmesse für die Fleischwirtschaft
www.mefa.ch
Delegiertenversammlung Fromarte Hauptversammlung
Berufsverband Molkereifachleute BVM
www.fromarte.ch
Messe Basel
Fr 17.11. 10.00 Stadtsaal, Wil SG
Fr 17.11. 9.00
Rest. zum Äusseren Stand, Delegiertenversammlung Swisspatat
Bern
www.swisspatat.ch
Sa 18.11.
Inforama Rütti, Zollikofen „Bauern - Spielball der Globalisierung”, Herbsttagung
BE
der Fachstelle für Ökumene, Mission und
Entwicklungszusammenarbeit OeME
oeme@refbejuso.ch
Mi 22.11.
Kongresshaus Zürich
Delegiertenversammlung Schweizer
Braunviehzuchtverband
www.braunvieh.ch
Fr 24.11.
Gersag, Emmen
„Neue Regionalpolitik, Raumplanung und die Zukunft sven-erik.zeidler@lu.ch
der Landwirtschaft”, Veranstaltung der Zentralschweizer
Verinigung für Raumplanung
Do/Fr 23./24.11. Clarion Hotel, Göttingen
„Ländliche Räume zwischen Lissabon-Strategie und
Metropolregionen”, Herbsttagung Agrarsoziale
Gesellschaft ASG
www.asg.goe.de
Mo 27.11.
Swisscofel Tagung, agrarpolitisches Forum
www.swisscofel.ch
Do 30.11. Mo 4.12.
BEA Expo, Bern
Agrama, Schweizerische Landmaschinenschau
www.agrama.ch
Do 30.11.
Kursaal, Bern
Delegiertenversammlung Schweizerischer
Bauernverband SBV
www.bauernverband.ch
Herbstanlass Verband Kompost- und Vergärwerke
Schweiz VKS
www.vks-asic.ch
Do 30.11. 13.45 Chevroux VD
Nr. 2793 vom 6. November 2006
Neue Veranstaltungen sind grau hinterlegt. Besuchen Sie auch Agroevent auf www.lid.ch. Dort finden Sie
zusätzliche Informationen zu den Veranstaltungen sowie weitere Veranstaltungshinweise. Auf Agroevent können
Sie auch ihre eigenen Veranstaltungen eintragen.
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