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Jahresbericht 2008 der LAGPSH Was ist die LAGPSH - lagpsh.de

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Jahresbericht 2008 der LAGPSH
Was ist die LAGPSH?
Unter dem Motto: "Gemeinsam
Leistungserbringerverbände
•
•
•
•
•
•
ist
man
stärker!"
haben
sich
die
privaten
Arbeitgeber- und Berufs Verband e.V. Privater Pflege (ABVP)
Arbeitsgemeinschaft Privater Heime und Ambulanter Dienste Bundesverband e.V.
(APH)
Bundesverband Ambulante Dienste und Stationäre Einrichtungen e.V. (bad)
Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK) Nordwest e.V.
Verband Deutscher Alten- und Behindertenhilfe e.V. (VDAB)
Deutscher Verband der Leitungskräfte von Alten- und Behinderteneinrichtungen e.
V. ( DVLAB) - als beratendes Mitglied ohne eigenes Stimmrecht -
zu einer engen Zusammenarbeit in der "Landesarbeitsgemeinschaft der Verbände
privater Pflegeeinrichtungen in Schleswig-Holstein" (LAGPSH) verpflichtet.
Die LAGPSH wurde am 28.02.2006 in Lübeck gegründet und vertritt die Interessen
ambulanter Pflegedienste, voll- und teilstationärer Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen
der Behindertenhilfe in privater Trägerschaft in Schleswig-Holstein.
Die Gründung wurde insbesondere durch die politische Forderung nach mehr Wettbewerb
im Sozial- und Gesundheitswesen notwendig. Hinzu kommt, dass per Gesetz den
"Vereinigungen der Träger der Einrichtungen" erweiterte Aufgaben zugewiesen wurden.
Die Kooperation der sechs Verbände versteht sich als kompetenter Gesprächspartner der
Politik, um gemeinsam mit dieser die Pflege in Schleswig-Holstein zu gestalten. Die
privaten Träger halten im Bereich der Pflege in Schleswig-Holstein mehr als die Hälfte
(basierend auf dem 3. Bericht: Pflegestatistik 2003- Ländervergleich: ambulante
Pflegedienste,
Statistisches
Bundesamt)
der
ambulanten
und
stationären
Pflegeeinrichtungen vor. Sie sind damit für das Land Schleswig-Holstein sowohl zur
Sicherstellung der flächendeckenden Versorgung kranker und pflegebedürftiger Menschen
als auch als Arbeitgeber ein gewichtiger Faktor.
Bei der Wahl 2008 wurde Michael Zemski (APH) als Sprecher der LAGPSH und Rainer
Kleibs (DVLAB) als Stellvertretender Sprecher bestätigt.
Die Mitglieder der LAGPSH treffen sich zu monatlichen Sitzungen. Diese dienen dem
Informationsaustausch, der Abstimmung von Verhandlungspositionen und der Nutzung
von Synergieeffekten. Dadurch tritt die LAGPSH gegenüber Kranken- und Pflegekassen,
Parteien und sonstigen politischen Vertretungen mit einer gemeinsamen Strategie auf.
Was will die LAGPSH erreichen?
Wir wollen die Leistungskraft der Einrichtungen in privater Trägerschaft verdeutlichen
und setzen uns für eine ihrer Bedeutung angemessene Berücksichtigung der Interessen
privater Pflegeunternehmen auf allen Ebenen ein.
Wir tragen zielgerichtet und verantwortungsbewusst zur Verbesserung der Situation
pflegebedürftiger Menschen bei.
Wir setzen uns für eine qualitativ hochwertige Pflege ein, fördern und unterstützen
jegliche sinnvolle Form der Qualitätsverbesserung.
Wir fordern eine angemessene Anerkennung der Leistungen der Pflegenden.
Wir treten für mehr Wettbewerb und wirtschaftliche Leistungserbringung ein.
Wir unterstützen jede Form der Entbürokratisierung, um den Pflegenden mehr Zeit für
die Betreuung der Pflegebedürftigen, Kranken und Behinderten einzuräumen und ein
effizienteres Arbeiten sicherzustellen.
Wir fordern Regelungen, die ambulante Pflegedienste, voll- und teilstationäre
Pflegeeinrichtungen und Einrichtungen der Behindertenhilfe in privater Trägerschaft vor
Willkür der Kostenträger schützen.
Wir streben einen landeseinheitlichen Rahmenvertrag für die Häusliche Krankenpflege
zwischen allen Krankenkassen und allen Leistungserbringern des Landes an. Im Verlauf
des Jahres 2008 haben dazu bereits mehrere Gespräche mit den Kassenverbänden
stattgefunden.
Wir
setzen
uns
für
eine
leistungserbringerorientierte
Pflegeweiterentwicklungsgesetzes ein.
Umsetzung
des
Wir, die LAGPSH, sind kompetenter, kooperativer und zuverlässiger Partner der Krankenund Pflegekassen sowie Sozialhilfeträger.
Für politische Institutionen und Entscheidungsträger auf Landes-, Kreis- und Ortsebene
sind wir kompetente Ansprechpartner, wenn es um die Gestaltung der Pflege älterer und
behinderter Menschen geht.
Was hat die LAGPSH erreicht? Beispiele für erfolgreiche Arbeit
Mitarbeit in den Gremien
Die LAGPSH hat als Interessenvertreter von ambulanten und stationären
Pflegeeinrichtungen auf der Beteiligung an den Rahmenvertragsverhandlungen in den
Bereichen SGB V und SGB XI bestanden. Bei den Verhandlungen über die Verträge zur
häuslichen Krankenpflege hat sich die LAGPSH als Verhandlungspartner etabliert und eine
Vergütungserhöhung für die Mitglieder der Verbände erreicht. Den Rahmenverträgen
nach § 75 SGB XI sind die Mitglieder der LAGPSH ebenfalls beigetreten und nehmen als
Verhandlungspartner an den Vertragsverhandlungen teil. Hier ist es gelungen, eine
Punktwerterhöhung und die Aufnahme eines neuen Leistungskomplexes 17 zu erreichen.
Mit
der
Unterstützung
des
Sozialministeriums
ist
die
LAGPSH
im
Landespflegeausschuss vertreten. Auch der Mitgliedschaft in der Pflegesatzkommission
ist die LAGPSH ein gutes Stück näher gekommen. Das Sozialministerium sicherte in
diesem Bereich zu, dass die LAGPSH mit Unterstützung rechnen kann. So ist in baldiger
Zukunft von einer positiven Entwicklung auszugehen.
Selbstbestimmungsstärkungsgesetz
Das Land Schleswig-Holstein hat sich entschlossen, die mit der Föderalismusreform
entstandene Möglichkeit zu nutzen, ein neues landesspezifisches Heimgesetz zu
erarbeiten, welches den Namen Selbstbestimmungsstärkungsgesetz tragen soll.
Hierbei griff das federführende Sozialministerium in Kiel auch auf die Hilfe der LAGPSH
zurück, was uns die Möglichkeit eröffnete aktiv an der Entstehung mitzuarbeiten.
Die inhaltlichen Vorschläge der LAGPSH wurden im Rahmen einer Arbeitsgruppe zum
Heimrecht ausgearbeitet und dem zuständigen Sozialministerium übermittelt. Dabei
stand neben der besonderen Betonung der Selbstbestimmung der Pflegebedürftigen
insbesondere die Entbürokratisierung der Pflege in stationären Einrichtungen und damit
die Erleichterung der Arbeit dieser Einrichtungen im Mittelpunkt der Überlegungen der
LAGPSH. Angesichts des starken Praxisbezuges stieß die Stellungnahme der LAGPSH
beim Ministerium auf offene Ohren. Wir sind froh, dass wesentliche Verbesserungen
durch die LAGPSH erreicht werden konnten, auch wenn nicht alle Wünsche erfüllt
wurden.
Weitere erfolgreiche Arbeit
Außerhalb der Mitarbeit in offiziellen Gremien kann die LAGPSH im Jahr 2008 auf eine
erfolgreiche Arbeit in Schleswig-Holstein zurückblicken. So hatte die LAGPSH wiederholt
die Gelegenheit, mit dem Sozialministerium sowie mit Landtagsabgeordneten über die
Umsetzung der Änderungen durch die Reformen der Pflegeversicherung zu beraten.
Im Rahmen der Vertiefung von bestehenden Kontakten zur Politik wurde sich dafür
eingesetzt, dass die Änderungen praxistauglich wurden und sich an den Interessen der
Leistungserbringer orientieren.
Vertreter der LAGPSH haben an regionalen Pflegekonferenzen
Arbeitsgemeinschaften nach § 20 Heimgesetz teilgenommen.
und
den
Die LAGPSH ist beteiligt an den im Sozialministerium stattfindenden Gesprächen über ein
Sonderprogramm zur Förderung der Altenpflegeausbildung. Es wurde eine Vorlage für
die Ausbildungsförderung erarbeitet.
Damit sich Interessierte auch ein eigenes Bild vom Selbstverständnis und der Arbeit der
LAGPSH machen können, ist die Internetpräsenz der LAGPSH weiter vervollständigt
worden. Unter www.lagpsh.de kann sich der Neugierige neben Interessantem über die
Landesarbeitsgemeinschaft selbst auch über die einzelnen Mitgliedsverbände informieren.
Wie geht es weiter?
Die LAGPSH wird sich auf dem Erreichten nicht ausruhen. Die beteiligten Verbände und
deren Mitarbeiter werden auch in Zukunft selbstbewusst die Interessen der privaten
Pflegeeinrichtungen vertreten.
Damit wir auch zukünftig als "Einheit" wahrgenommen werden, plant die LAGPSH einen
Jahresempfang auszurichten, in dem wir mit hochkarätigen Gästen über das dann bereits
zurück liegende "Jahr der Pflege 2008" diskutieren werden. Aber auch außerhalb dieser
Veranstaltung lädt die LAGPSH Mitglieder, Kassenvertreter und politische Vertreter zu
Vorträgen und zum fachlichen Austausch ein.
Um ihre ehrgeizigen Ziele zu erreichen, wird die LAGPSH auch weiterhin die Teilnahme an
allen entscheidenden Gremien im Land Schleswig-Holstein einfordern und wahrnehmen.
Die Mitgliedschaft in der Landespflegesatzkommission wird dabei als besonders wichtig
angesehen, da hier zentrale Weichenstellungen für Schleswig-Holstein erfolgen.
Ein besonderes Augenmerk wird die LAGPSH auf die Zusammenarbeit mit den für die
Altenpflege zuständigen Ministerien und Behörden legen. Dabei soll das positive und
partnerschaftliche Verhältnis der Vergangenheit weiter gepflegt und ausgebaut werden.
Neben der Pflege und dem Ausbau der bestehenden Kontakte im Land Schleswig-Holstein
möchte die LAGPSH auch die Beratung und Information von Pflegeeinrichtungen in
Schleswig-Holstein intensivieren. Dies soll vor allen Dingen durch die Organisation und
Teilnahme an pflegefachlichen Kongressen und Tagungen im Land geschehen. Hier sind
wir für 2009 im Gespräch mit dem Norddeutschen Zentrum.
Ein wichtiges Ziel für die Zukunft ist der Ausbau der Pressearbeit der LAGPSH. Neben der
Darstellung von Positionen und Forderungen der LAGPSH in einschlägigen
Fachzeitschriften und anderen Printmedien soll die Arbeit im Internet verstärkt werden.
Durch die eigene Homepage ist die LAGPSH auch in diesem Bereich präsent.
Die LAGPSH blickt mit diesen ehrgeizigen Zielen optimistisch in die Zukunft und freut sich
auf die an sie gestellten Herausforderungen.
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Bildung
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