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200 Jahre Andreas Hofer und 1809 – Was bleibt? TMV

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Bureau de Poste A-6020 Innsbruck (Autriche) Taxe percúre á réduite Erscheinungsort Innsbruck Verlagspostamt 6020 Innsbruck P.b.b. Zulassungsnummer GZ 02Z033528 M Unzustellbare Exemplare zurück an Tiroler Mittelschülerverband, 6020 Innsbruck, Salurnerstraße 6/II
Zeitung des Tiroler Mittelschülerverbandes
Nr. 106 | September 2009
200 Jahre Andreas Hofer und 1809 – Was bleibt?
TMV-Sommerfestkneipe
160 Jahre Vinzenzgemeinschaften in Tirol
INHALTEDITORIAL
Inhalt
Seite
Editorial Inhalt Impressum
Studium generale: uni.com präsentiert erstes
österreichisches Allgemeinbildungs-Studium
Uni
versität Innsbruck und Volkshochschule Tirol gründeten
im Jahr 2007 die Bildungspartnerschaft Tirol. Seit dem
Sommersemester 2008 bietet diese das Weiterbildungsangebot
uni.com an, das allen Interessierten offen steht und die Stärken
beider Institutionen verbindet: die Fülle des auf Forschung beruhenden, führenden Expertinnen- und Expertenwissens der Universität Innsbruck und den breiten Zugang der Volkshochschule Tirol
zu den Menschen in unserem Land.
Mit dem neuen uni.com-Studium generale erhalten Interessierte
nun ein zusätzliches, strukturiertes Weiterbildungsangebot, das
auf jeweils vier Semester durchgeplant ist.
Das Studium generale vereint die Erfahrungen der universitären
Bildung mit den Vorteilen der Bildungstradition der Volkshochschule auf vielfache Weise. Es setzt sich pro Fach aus einem einsemestrigen Einführungs- und drei je einsemestrigen Vertiefungskursen
zusammen (insgesamt vier Semester), wobei zusätzlich noch ausgewählte Lehrveranstaltungen der Universität besucht werden
können. Für jede Lehrveranstaltung und für jedes abgeschlossene
Fach gibt es eine Teilnahmebestätigung, eine Prüfung ist nicht notwendig. Mit den Nachweisen über den Besuch der Lehrveranstaltungen dreier Fächer erhält man eine Bestätigung, dass das Studium generale absolviert wurde.
Das Studium generale wird Kurse in den sechs Fachrichtungen
„Geschichte“, „Kunstgeschichte“, „Archäologien“, „Sprache und
Literaturen“, „Philosophie, Psychologie, Pädagogik“ sowie „Naturwissenschaften“ anbieten. Die genaue Zusammenstellung orientiert sich an der Nachfrage und den Wünschen und Bedürfnissen der Hörerinnen und Hörer. Im Wintersemester 2009/10 startet
das Studium generale mit den Einführungskursen in den Fächern
„Archäologie“, „Sprache und Literaturen“ sowie „Philosophie,
Psychologie, Pädagogik“. Im Sommersemester 2010 folgt dann das
Fach „Kunstgeschichte“.
Die Anmeldung erfolgt in der Volkshochschule Tirol, Marktgraben
10, 6020 Innsbruck (Mo. bis Fr., 08:00 bis 16:00 Uhr). Dort erfolgt
auch die weitere Betreuung und Administration der Hörerinnen
und Hörer des Studium generale.
Tiroler Mittelschülerverband
3
Lieber Kartellbruder, lieber Leser!
Vorworte
des Landesvorsitzenden
des Landesseniors
des Landesphilisterseniors
4
4
5
Thema
200 Jahre Andreas Hofer und 1809
Was bleibt?
Impressionen vom
Landesfestumzug
Studenten im
Tiroler Freiheitskampf
Couleurstudenten 1809
6
9
10
11
Was
war das für ein Tag! Da jubelt die Volksseele und das
Tiroler Herz schlägt Purzelbäume. Und
neben dem perfekten Wetter und der einmaligen Stimmung war da eine allgegenwärtige, starke, friedliche Botschaft: Wir
gehören zusammen! Das wollte gezeigt
und konnte gespürt werden. Der TMV war
beim Landesfestumzug mit seinen Chargierten sehr gut vertreten, wenngleich
das Fehlen einiger katholisch-couleurstudentischer Korporationen – aus dem ICV
noch mehr als aus dem TMV – ein Schönheitsfehler war. Wir berichten in dieser
Ausgabe ausführlich über das Gedenkjahr
und den prachtvollen Landesfestumzug.
Auch sonst gab es einiges zu feiern: Die
Sommerfestkneipe des TMV, 160 Jahre
Vinzenzgemeinschaften etc. Berichte finden sich in dieser Ausgabe.
Während die Verbindungen, nach der
Zahl der eingelangten Berichte beurteilt,
einen augenscheinlich ruhigen Sommer
verbracht haben, wurde das kommende
Wintersemester offenbar umso intensiver
vorbereitet. Wir freuen uns schon auf ein
abwechslungsreiches neues Semester,
das wir wieder mit dem fidibus begleiten
dürfen.
Viel Freude beim Lesen dieser Ausgabe.
die
-Redaktion
Verband
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Couleur Rapid Service
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Projektarbeiten, Diplomarbeiten, uvm.
TMV Sommerfestkneipe
Herz-Jesu Sonntag
160 Jahre Vinzenzgemeinschaft
101 Wörter zum Rethorikseminar
Worte des TMV-Seelsorgers
Teutonengeburtstage
Ideenwerkstatt des TMV
KFS 2009
TMV im Überblick
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Berichte von:
TTI, LBK, TRI, CIK
Diogenes & Bimbo freuen sich
auf Deinen Besuch.
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Leserbriefe
Spenderliste Gratulamur
wird herausgegeben vom Tiroler Mittelschülerverbandverband der farbentragenden
katholischen Studentenverbindungen.
Redaktion:
Chefredakteur:
Mag. Andreas Weimann v/o Nero, TTI (aw)
Stv: Martin Leiter v/o EB Ittelos, RTI (ml)
Mag. Matthias Weger v/o Walli, TTI (mw)
Johannes Ghetta v/o EB Homer, NBH (jg)
Oliver Zettinig v/o Neo, ABI, RTI
Thomas Weickenmeier v/o Gambrinus, CIK
Raimund Zettinig v/o Dr.cer Hannibal, RTI
Redaktionsadresse:
Salurnerstrasse 6/II, 6020 Innsbruck,
Tel. +43-512-58 14 84, E-Mail: fidibus.tmv@mkv.at
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Geburtstage, Familie
Ausbildung, Beruf, Ehrungen
Dr. Julius
IMPRESSUM
Spendenkonto:
Konto: Raika Innsbruck/Amras
BLZ: 36000 Kto-Nr: 151 17 622
Medieninhaber:
TMV-Tiroler Mittelschülerverband
Erscheinungsort Innsbruck
Auflage: 3.000 Stk., erscheint 4x jährlich
Layout:
Mag.(FH) Christian Palfrader v/o EB Wettex, BES
Layoutentwurf: Heumandl::Grafik Design, Igls
Druck:
meindruckportal.at
Bilder:
Titelbild: Christian Palfrader v/o EB Wettex
Nicht extra gekennzeichnetes Bildmaterial
wurde vom Verfasser zur Verfügung gestellt.
Mit Namen gekennzeichnete Beiträge müssen
nicht mit der Meinung der Redaktion oder des
Verbandes übereinstimmen.
Die Zeitung ist nicht für den Verkauf bestimmt.
Nr. 107:
Redaktionsschluss: 20. November 2009
Erscheinungstermin: Dezember 2009
26
| Nr. 106 | September . 2009 | 3
Vorworte
Tiroler Mittelschülerverband
DerLandesvorsitzende
Liebe Bundes- und
Kartellbrüder!
Ich
hoffe,
dass Ihr
und Eure Familien
den Sommer gut verbracht und für das Wintersemester frische
Kräfte getankt habt. Dieses beginnt ja nach
dem Landesfestumzug am 20.September,
bei dem der TMV selbstverständlich auch
durch Chargierte vertreten war, mit dem
Landesantrittskommers am 17. Oktober,
der heuer auch ganz im Zeichen des 200
Jahr Jubiläums stehen wird.
Ebenso hoffe ich aber auch, dass sich gewisse Wellen, die sich gegen Ende des
Sommersemesters bzgl. des Wiener Pennälertages aufgeschaukelt haben, wieder
geglättet haben und der „couleurstuden-
tische Frieden“ wieder hergestellt ist.
Ein etwas missglückter Pennälertag wurde
durch eine etwas missglückte Berichterstattung und unglücklich formulierte Kommentare ergänzt und so hat dann das Eine
das Andere ergeben, sodass nicht immer
(von beiden Seiten) die feine Klinge verwendet wurde.
Jedoch darf ich schon anmerken, dass
es das Vorrecht der Jugend ist, lautstark
(und vielleicht auch zu lautstark) auf lt.
Ihren Verständnis vorhandene Missstände
oder Fehler hinzuweisen und ihre Anliegen
zu 125% zu vertreten; wir alle waren doch
wahrscheinlich früher feuriger und emotionaler, bevor das Rationale des Alltags, das
Altherrendenken, ein wenig übernimmt.
Und vielleicht würde es uns ab und zu auch
nicht schaden, wieder ein wenig dieses Aktivengeistes zu leben?
Nachdem nun aber einiges Wasser den Inn
hinunter in die Donau geflossen ist, hoffe
ich, dass nun wieder der amicale und konstruktive Ton das Geschehen bestimmt und
wieder die alte, starke „Achse Tirol-Wien“
(Zitat Dr. Xerxes) im Sinne unseres gemeinsamen, weltanschaulich starken MKV arbeitet!
In diesem Sinne wünsche ich Euch allen einen schönen Herbst, ein freudiges Wiedereinsteigen in die couleurstudentischen Veranstaltungen und würde mich sehr freuen,
Euch zahlreich in diesem, meinem letzten,
Arbeitsjahr zu sehen!
In unitate firmitas!
Thomas Weickenmeier v/o Gambrinus,
CIK, Landesvorsitzender
DerLandessenior
Liebe Bundes- und
Kartellbrüder!
Die
S o m m e r ferien samt TMVSommerkneipe,
Designierten-Convent und vielfältigen Ferialveranstaltungen der einzelnen Verbindungen sind vorbei. Ein neues Schuljahr hat
begonnen, der jährliche K(r)ampf um die
Schülerkalender ist Geschichte und auch
die Semesterprogramme und Chargenmeldungen der Korporationen haben fast alle
ihre Empfänger ereilt. Motivierte Chargenkabinette des Wintersemesters stehen in
den Startlöchern, und ich freue mich auf
gesellige Kneipen, großartige Kommerse,
interessante Bildungsveranstaltungen und
vor allem gemütliche Zusammenkünfte auf
den Buden.
Die ersten Monate eines Schuljahres sind
jene, in denen besonders für die neuen
Klassen Akzente in der Keilung gesetzt
werden müssen. Ob Stehcafés am ersten
Schultag, personalisierte Schülerkalender
mit Verbindungsflyer, Elternbriefe am El-
4|
| Nr. 106 | September . 2009
ternabend, Kandidaturen für die Schülervertretung oder gar Referate während
des Religionsunterrichtes, die Liste der
erfolgreichen Ideen und Keilungskonzepte
ließe sich beliebig fortsetzen. Potential ist
auf jeden Fall vorhanden, daher mein Apell
an euch: Ruht euch nicht auf den Rezeptionserfolgen der letzten Semester aus, sondern arbeitet kontinuierlich und stetig an
der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit unserer Verbindungen. Der TMV unterstützt
euch hierbei sehr gerne, meldet euch bei
der Landesaktivitas oder beim Keilungsbeauftragten Tyrael.
Mit dem Antrittskommers am 17. Oktober,
wozu ich euch herzlich einladen möchte,
starten wir gemeinsam in ein Semester
mit recht vielfältigem Programm. An Höhepunkten wäre hier natürlich das 90.
Stiftungsfest Cimbriae im November zu
erwähnen, und nach dem Erfolg des Farbenballs im letzten Jahr werden wir auch
heuer wieder aufs Tanzparkett bitten. Weil
uns die Ausbildung ein großes Anliegen ist,
wird erneut das Schulungsangebot des Verbandes erweitert. In puncto Religio sind die
Fixpunkte klar: Die Adventbesinnung wird
heuer zum ersten Mal in der Spitalskirche
stattfinden, und der Verein Pro Christkind
darf sich erneut über Unterstützung aus
unseren Reihen freuen.
Besonders hervorheben möchte ich noch
die Vinzenzgemeinschaft unseres Verbandes mit jenen verlässlichen TMVern,
die unermüdlich Woche für Woche den
Vinzibus personell besetzen. Damit nicht
genug, es werden auch mehrmals jährlich
Veranstaltungen wie die mitterleile schon
traditionelle Oldtimer-Fahrt für die Bewohner des Haus St. Josef auf die Beine gestellt.
Nur schade, dass das soziale Engagement
vieler Aktiver allzu oft zu wünschen übrig
lässt. Ich hoffe auf mehr Freiwillige, die sich
alle paar Wochen einmal am Projekt Vinzibus beteiligen, und würde mich freuen,
wenn sich für Veranstaltungen wie den Adventmarkt mehr Betreuer aus den Verbindungen finden als in den letzten Jahren.
Einmal mehr wünsche ich euch in diesem
Sinne ein schönes Semester. Auf baldiges
Wiedersehen! In unitate firmitas!
Oliver Zettinig v/o Neo,
ABI, Landessenior
Tiroler Mittelschülerverband
DerLandesphilistersenior
Liebe Bundes- und Kartellbrüder!
Bislang
habe ich mich zum
Thema „Pennälertag 2009“ nicht zu
Wort
gemeldet,
jetzt – nachdem seit
dem Pennälertag
drei Monate vergangen sind und nun auch
ein Leserbrief der Organisatoren vorliegt,
gestattet mir doch ein paar Sätze dazu:
Der Leserbrief unserer geschätzten Kartellbrüder Martin Reinelt v/o Frosch und
Wolfgang Ritzberger v/o Amadeus nimmt
Bezug zum Pennälertagsartikel in der Fidibus-Ausgabe Nr. 105. Es ist schon richtig,
dass dieser Artikel mit Kritik nicht spart
und ich persönlich wahrscheinlich die
eine oder andere Passage nicht so formuliert hätte, jedoch findet sich darin weder
eine diffamierende Feststellung noch eine
persönliche Beleidigung. Kritik zu üben,
vielleicht auch in etwas schärferer Form,
halte ich für ein Vorrecht der Jugend. Ich
glaube auch, dass es ein generationsübergreifender Verband schon aushalten wird
müssen, wenn sich die „jungen Herren“
– wie es im Leserbrief formuliert ist - kritisch mit dem auseinandersetzten, was
Alte Herren ihnen vorgeben. Vielleicht ist
die Kritikfähigkeit bei manch einem Philister zu wenig ausgeprägt, sodass man
die verständliche Abwehrreaktion sarkastisch, mit persönlichen Angriffen garniert, in einen Leserbrief einfließen lässt.
Die Leserbriefschreiber begeben sich bedauerlicher Weise selbst auf das von ihnen
angeprangerte Niveau.
Dass sich sehr viele Kartellbrüder aus diversen Landesverbänden und auch Teile
der Verbandsführung mit dieser Kommersgestaltung nicht identifizieren konnten,
müssen wohl auch die Organisatoren des
Pennälertages in Wien zur Kenntnis nehmen. Wenn zum Beispiel ein Theaterstück
beim Großteil des Publikums durchgefallen ist, wird es nicht dadurch zum Erfolg,
dass der Regisseur darauf hinweist, die
anschließende Feier habe lange gedauert
und sei gut besucht gewesen.
Es ist richtig, dass einige Aktive des TMV
die Absicht äußerten, vorzeitig beim Kommers auszuchargieren, aber es mag den
Organisatoren auch entgangen sein, dass
es insbesondere dem hohen Landessenior, dem hohen Landesvorsitzenden und
meiner Personen zuzuschreiben ist, einen
Eklat zu vermeiden, zumal die Landesverbandsführung des TMV der Auffassung
ist, dass derartige Fragen auf den zuständigen Gremien zu klären sind.
Trotz uneingeschränkter Anerkennung
des Bestrebens eines ausrichtenden Landesverbandes, dem Pennälertag eine besondere Note zu verleihen, bin ich doch
der Auffassung, dass es gewisse Mindeststandards geben sollte. Dies sollte
insbesondere für die Festmesse, den Festumzug und den Pennälertagskommers
gelten. Deshalb ist es auch unsere Intention, beim kommenden Herbstkartellrat
über solche Mindesterfordernisse künftiger Pennälertage zu diskutieren.
Gewiss wird da und dort immer wieder
ein coleurstudentisches Fehlverhalten
zu orten sein, das kann aber doch wohl
nicht zum Anlass genommen werden, die
nicht sehr glückliche Kommersplanung zu
rechtfertigen. Es nehmen an den Pennältertagsveranstaltungen auch genügend
Philister teil, bei denen zweifelsohne traditionsorientierte Erwartungen im Vordergrund stehen, wenn sie einen Kommers besuchen. Unseren Verband und
unsere Verbindungen hat es immer ausgezeichnet, einen Spagat zwischen Tradition und Moderne herbeizuführen, was
den Vorstellungen von Aktiven genauso
entspricht wie jener der Alten Herren. Ich
selbst habe bislang an der Gestaltung von
zwei Pennälertagskommersen mitgewirkt
und war immer ein Befürworter innovativer Kommersgestaltungen, aber es gibt
gewisse Grenzen, die bei der Gestaltung
dieses Pennältertagskommerses einfach
überschritten wurden. Unser Ziel muss
es sein, dass man sich bei künftigen Kartellfestkommersen auf unsere Tradition
besinnt, ohne den Sinn für neue Ideen zu
versperren. Wie gesagt, wir sind ein generationsübergreifender Verband und in diesem Sinne sollten wir auch handeln.
Raimund Zettinig
v/o Dr. cer. Hannibal, RTI
Landesphilistersenior
Sterne in ganz Tirol!
Der TMV arbeitet auch heuer wieder mit
dem Verein Pro-Christkind zusammen.
Ziel ist es, am Samstag, 28. November
(dem Vorabend auf des 1. Advent) möglichst viele Betlehem-Sterne in Tirol erstrahlen zu lassen, um die Bevölkerung
auf die Ankunft des Herren hinzuweisen.
Im letzten Jahr wirkten bereits SKH, NBH,
AMI, CII, RTI, RRL und ROI mit.
Interessierte sollen sich bitte bei Kbr.
Martin Leiter v/o EB Ittelos, RTI melden.
(0650/4883567 oder
botschaft.tirol@pro-christkind.at)
Er leitet die Botschaft Tirol und kümmert
sich um die Organisation der Sterne.
| Nr. 106 | September . 2009 | 5
Thema
Tiroler Mittelschülerverband
Tiroler Mittelschülerverband
200 Jahre Andreas Hofer und 1809 – Was bleibt?
2009
wurde und
wird das
200-jährige Jubiläum der Tiroler Erhebungen
1809 mit einer Vielzahl an lokalen und regionalen Feierlichkeiten zelebriert, deren
Höhepunkt die Landesfeierlichkeiten im
September 2009 in Innsbruck waren. Das
Motto Tirol steckt in Dir bzw. Geschichte
trifft Zukunft soll v.a. auch die Jugend mobilisieren an den Feierlichkeiten mitgestaltend teilzunehmen. Doch wie sehen die
Jugendlichen selbst die Feierlichkeiten und
Hintergründe im Gesamtgefüge der Tiroler
Landesgeschichtsschreibung? Im Rahmen
der vom Vizerektorat für Forschung unterstützten Dissertation wurde eine Umfrage unter den Maturanten Nordtirols
durchgeführt, deren Zwischenergebnisse
interessante Facetten der Erinnerung offenbaren.
Menschen entscheiden im Rahmen ihrer
psychologischen und emotionalen Entscheidungsparameter was erinnerungswürdig ist – die Motivationen für die
Integration bzw. Exklusion historischer
Fakten in die Erinnerung sind im Rahmen
des persönlichen Kritizismus individuell
steuerbar. Was wir zur Geschichte machen
entscheiden wir selbst. Das zum Mythos
6|
| Nr. 106 | September . 2009
sich bis in die Gegenwartsdiskussion um
die Symbolik der Dornenkrone. 57% der
Maturanten können das Symbol der Dornenkrone nicht erklären, 37% setzen es mit
einem religiös motivierten Leidenssymbol
Hofers gleich – lediglich 6% können dieser
Symbolik die Entsprechung der Trennung
der Landesteile erklären. Diese Stigmatisierung der Zerrissenheit stellt neben der
Hinrichtung Andreas Hofers ein zentrales
Motiv der Tiroler Landesgeschichte dar.
Zum einen weil die historische Erfahrung
der Nachkriegszeit durch Zeitzeugen und
tatsächliche politische Gegebenheiten präsent ist, zum anderen weil die Diskussionen
u.a. im Rahmen der Minderheitendiskussion und deren Verankerung auch politisch
nicht einheitlich gelöst ist.
gewordene historische Faktum ist der Bezugspunkt der Interaktion zwischen Subjekt und Kollektiv – die Formen der Interaktion sind deskriptiv erfassbar, die dadurch
transportierte Nachricht bzw. Bedeutung
ist durch die oftmals logisch wirkende Argumentation auf den ersten Blick nicht
fassbar. Daher wird der Mythos als etwas
Irrationales verstanden .
Betrachten wir die Rezeptionsgeschichte der Erhebungen 1809 bzw. der Person
Andreas Hofers, so überlagern sich die
drei Begriffe Nation – Freiheit – Volk mit
der Person Andreas Hofers. Er wird als
Freiheitsheld tituliert, der als Symbolfigur
Tirol eint und gegen ausländische Zugriffe
schützt. Andreas Hofer trat für Gott, Kaiser und Vaterland ein, wobei diese Begriffe
eine gewollte Abhängigkeit implizieren,
und zwar vom österreichischen Kaiserhaus
und - auf der metaphysischen Ebene - den
gottgewollten Kampf rechtfertigen. Die
Verbindung zwischen Religion und Nation
wird nicht nur in der nahezu fanatischen
Religionsausübung Andreas Hofers selbst
spürbar, sondern auch in der nachfolgenden Heldenverehrung. Der Erlöserbzw. Märtyrergedanke ist nicht nur der
Landeshymne immanent, sie prolongiert
fidibus: Worin liegen die Ursachen dafür?
Erstens ist die Nordtiroler Bevölkerung von
der Diskussion um die Minderheitenproblematik nicht in der Form betroffen wie
die Südtiroler Bevölkerung, und zweitens
resultiert aus der Heldenverehrung Andreas Hofers auch ein starke Affinität zum
gerechten und gottgewollten Freiheitskampf. Religion hat in den Erhebungen
einen starken Mobilisierungsfaktor dargestellt, zumal auch die Religiosität um 1800
einen hohen Stellenwert in der Bevölkerung hatte. Diese Verbindung des gottgewollten Kampfes mit Andreas Hofer bzw.
den Erhebungen 1809 wird indirekt durch
die Dornenkrone geschaffen – interessant
ist, dass in vielen Klassen eine aktuelle Ausgabe der Tageszeitung vorhanden war, in
welcher über die tagespolitischen Diskussionen der Symbolik der Dornenkrone berichtet worden ist.
fidibus: Welche Bedeutung hatte Bildung im
Zuge der Erhebungen 1809?
Obwohl die Ereignisse 1809 von der Tiroler Landesgeschichtsschreibung immer
als Freiheitskampf transportiert wurden,
kann 1809 nicht von einer Gesamttiroler
Erhebung gesprochen werden. Demographische Gegebenheiten und die tatsäch-
liche Beteiligung der einzelnen sozialen Gruppen an den Kämpfen
zeigen hier, dass es zumeist die langjährige existentielle Not war,
die das Gros zur Erhebung führte, obwohl auch gebildete Schichten die Erhebungen unterstützten. Ein anonymer bayerischer Autor bemerkte bereits 1810, dass es das mangelnde Bindungsniveau
ist, das die Tiroler Bevölkerung die Ziele und Möglichkeiten der
bayerischen Reformen nicht erkennen lasse, weshalb sie auch die
Nutzlosigkeit des Widerstandes nicht erkennen würden. Durch Bildung wird Wissen vermittelt und historische Ereignisse verewigt,
d.h. über das Maß der individuellen Erinnerung hinausgehend festgehalten – bloße Konsumation des vermittelten Wissens ohne kritische
Reflexion kann jedoch zu einer ungenauen bzw. unrichtigen
Geschichtsdarstellung und damit verbunden auch einseitigen Gegenwartsbetrachtung führen. Die geopolitische Einbettung der
Tiroler Erhebung in das europäische Mächtegefüge sowie die
Auswirkungen waren weiten Teilen der Aktanten von 1809 nicht
bewusst, für sie zählten die traditionellen Werte auf die sie sich
bis zur Sattelzeit verlassen konnten – Kaiser, Religion, Heimat,
Freundschaft.
fidibus: Wie wird das 1809er Thema von den Jugendlichen 2009 gesehen?
Bildung als wichtigstes Investitionsgut in unsere Zukunft darf
nicht unterschätzt werden. Wissen und der selbstkritische Umgang damit muss erlernt und geschult werden. Die Ergebnisse
der Umfrage speziell zum Freiheitsbegriff bzw. den Kriegszielen
der Tiroler Erhebung zeigen, dass die Schüler glauben richtige
Geschichtszusammenhänge zu kennen – 76% sind der Meinung,
Geschichtsunterricht
diene der zukünftigen Fehlervermeidung.
Von diesem Personenkreis denken 83% die Ideale des titulierten
Freiheitskampfes wären liberale Vorstellungen, obwohl die konservative Ausrichtung der Erhebungen 1809 offensichtlich ist . Die
Thematik 1809 wird auf die Person Andreas Hofers reduziert – 98%
reduzieren die Person Andreas Hofer auf die äußeren Merkmale
Bart, Hut Lederhose, können aber gleichzeitig nicht mit der gleichen Übereinstimmung das Grab Andreas Hofers in der Hofkirche
lokalisieren bzw. andere landesgeschichtliche Details zu dieser
Thematik nennen.
Sollten Bürger nicht die eigene Geschichte (national bzw. regional)
besser kennen, zumal es die Geschichte der Heimat, des Vaterlandes
ist?
Hierbei sind u.a. zwei Theorien interessant – zum einen Eric Hobsbawms These der Ursachen über historische Bildung, der zufolge
Geschichtsunterricht der positiven Einstellung und der Toleranz
zu Entscheidungen des Landes/der Regierung diene, sowie Harold
Dwight Lasswells´ Theorie über die Intentionen von Regierungen
zur ideologischen Erklärung bzw. Negierung von bestehenden
Problemen. Letztere besagt, dass das Ablenken bzw. Ignorieren
von Problemen
für Regierungen wesentlich einfacher ist, als die
| Nr. 106| September . 2009 | 7
Thema
Tiroler Mittelschülerverband
zur Person: MMag. Wolfgang Knapp wurde
1973 geboren. 2000 schloss er das Studium der
Rechtswissenschaften mit seiner Sponsion ab.
Bis 2007 war er in der Privatwirtschaft tätig und
beendete 2007 sein Studium der Geschichtswissenschaften. Seit 2008 hat er ein Doktoratsstipendium aus der Nachwuchsförderung des
Vizerektorats für Forschung der LFU Innsbruck
für seine Arbeit an: „Die Geschichte des Andreas
Hofer Mythos“ (Fertigstellung Juni 2010) bei
Betreuer Univ.Prof. Dr. Helmut Reinalter. Er ist
mit Gattin Doris verheiratet und hat drei Kinder
(Nena, Kurt und Wilhelm)
Vorträge:
26. Februar 2009, Bruneck - Symposium Bruneck
2009 in der Stadtbibliothek Bruneck: Helmut
Reinalter und Wolfgang Knapp, Thema: Kritische Fragen zum Jahr 1809 und Vorstellung
des Dissertationsprojektes Die Geschichte des
Andreas Hofer Mythos
02.-04. April 2009, Sofia – International
Conference on Political Mythology and History,
Thema: Liberté, Égalité, Fraternité vs. Für Gott
Kaiser Vaterland
01.-05. Juli 2009, 6th. Annual Humanities
Summer Conference, National Human Rights
Commission Mexico City zum Thema Storytelling, Memories and Identity Constructions
Thema: The Evolution from Memory to History
01.-03. Oktober 2009, Belgrad – 13. Jahrestagung
der Gesellschaft für historische und systematische Schulbuchforschung, Thema: Andreas
Hofer in der nationalen Bildungskultur
Publikationen:
Wissenschaftliche Beiträge
Sieben Lexikoneinträge (Andrian-Werburg Victor
Frhr. von, Karl Ludwig Bruck Frhr. von, Franz
Anton Gerstner, Franz Josef Gerstner, Hermann
von Gilm zu Rosenegg, Karl Gleispach, Sebastian
Jenull), in: Reinalter, Helmut/Kuhn, Axel/Ruiz,
Alain (Hg.), Biographisches Lexikon zur Geschichte der demokratischen und liberalen Bewegungen in Mitteleuropa Bd. 2/2.Teil, erscheint
Sommer 2009
heros tyrolensis - Überlegungen zu Methodik,
Inhalt und Begründung des Andreas Hofer Mythos, in: Stadtarchiv Bruneck (Hg.), Die Erhebung
1809 in Bruneck und Umgebung, Athesia Verlag,
erscheint Sommer 2009
zu den internationalen Konferenzen erscheinen
Ende 2009/Anfang 2010 Sammelbände mit den
entsprechenden Beiträgen
8|
| Nr. 106 | September . 2009
effektive Problemerkennung und –bearbeitung, weil dies mit unpopulären Maßnahmen verbunden wäre. Der Begriff
des Vaterlandes hat in der 200-jährigen
Geschichte mehrmals tiefgreifende Umwälzungen erfahren. Interessant in der historischen Forschung ist, dass Vaterlandsbzw. Heimatdiskurse stets emotional
nationalistisch aufgeladen wurden und v.a.
in Krisenzeiten bzw. Kriegsteilnahmen bewusst als Mobilisierungsstrategie verwendet werden. Andreas Hofers historisches
Landl entspricht seit 1918 nicht mehr der
politischen Realität, die Person Andreas
Hofers ist jedoch fixer Bestandteil der Tiroler Identität geworden – diese Identität hat
keine politische Grenze. Die Frage ist also
nicht ob sie die Geschichte besser kennen
sollten, sondern warum sie die Geschichte
in dieser Art und Weise kennen.
fidibus: Warum gerade Andreas Hofer – gibt
es keine anderen Tiroler Heldenfiguren?
Hierfür sind mehrere Gründe ausschlaggebend. Andreas Hofer reiht sich in die
neuentstehenden Heldenfiguren ein, die
sich aus den antinapoleonischen Kriegen
entwickeln konnten. Der Begriff des Volkshelden bekommt eine neue Bedeutung
– Helden können nunmehr auch aus nichtadeligen sozialen Schichten, unabhängig
von Bildung oder sonstigen Bedingungen
hochstilisiert werden. Hofer ist eigentlich
nur einer unter vielen neuzeitlichen Helden– die regionale Bedeutung als Tiroler
Freiheitsheld wird im Laufe der 200-jährigen
Rezeption verfestigt. Maßgeblich dabei ist
die Rolle des Befreiers des Landls, als welcher sich auch Hofer selbst gesehen hat,
sowie auch die Umstände der Hinrichtung,
die zugleich auch den Beginn der Märtyrerrolle darstellt. Der Tod (in der Schlacht oder
durch Exekution) ist ein sehr wichtiger Bestandteil in der beginnenden neuzeitlichen
Heldenverehrung und wird ja auch in der
Tiroler Landeshymne transportiert.
fidibus: Wie sehen die Jugendlichen nationales Denken, den Begriff des Vaterlandes?
Sind das Begriffe mit denen die Jugendlichen
etwas anfangen können?
Die Aussagen hinsichtlich der eigenen
Nationszugehörigkeit variieren dabei
zwischen Tiroler (14%), Europäer (16%),
Österreicher (60%) sowie der Auffassung
nationales Denken sei unzeitgemäß (10%).
Die Nennung der europäischen Nation demonstriert, dass das nationale Denken im
Laufe einer Generation verändert werden
kann – seit dem EU-Beitritt wird die Ausbildung eines Gefühls eines Europas der Regionen forciert. Dass diese Überzeugung
mit dem von Moritz Arndt geforderten
Nationsmerkmal Sprache bricht, ist für die
Zugehörigkeit zur europäischen Nation anscheinend nicht mehr essentiell. Es mutet
an, als ob sich das Nationsgefühl wandelt
und die partikulären nationalen Befindlichkeiten zugunsten eines europäischen WirGefühls in den Hintergrund treten. Befragt
nach den Unterschieden zwischen Tiroler
und anderen sozialen Gruppen gab es folgende Antworten: Erwartungsgemäß gaben 27% das Merkmal Sprache an, 23% die
Unterschiede in Geschichte und Kultur,
die historisch gewachsen sind. Insgesamt
konnten aber nur 17 Befragte die erste
Strophe der Tiroler Landeshymne vollständig wiedergeben.
Tiroler Mittelschülerverband
Impressionen vom Landesfestumzug
am 20. September 2009
fidibus: Wie sind Ihre Schlussfolgerungen?
Die Sichtweise der Jugendlichen resultiert
nicht nur aus dem vermittelten Wissen
durch schulischen Unterricht, sondern ist
vielmehr das Resultat des regionalen kulturellen Sozialisationsprozesses. 78% der
Befragten machten die ersten Erfahrungen
mit Andreas Hofer in der Volksschulzeit
durch den Besuch des Riesenrundgemäldes – die Sicht des heroischen Abwehrkampfes wird durch die bildliche, literarische und mediale Konzeption Realität. Es
ist einfacher und populärer die Geschichte
eines gottgewollten Freiheitskampfes zu
erzählen als die eines unrechtmäßigen
Aufstandes, speziell wenn diese Geschichte eine so wichtige Stellung im regionalen
Nationsdiskurs einnimmt.
Beeindruckt hat mich v.a. die Begeisterung
und Freude mit der die Schüler sich beteiligt und mit eingebracht haben, sowie die
Offenheit sich selbstkritisch mit neuen Zugängen, Ansätzen und schwierigen Fragen
ihrer Stellung im sozialen Verband auseinanderzusetzen. Danke für das Gespräch.
| Nr. 106| September . 2009 | 9
Thema
Tiroler Mittelschülerverband
sich zu stellen. Die Diskussionen darüber zogen sich hin, sodass der neuerliche Einzug der bayerischen Truppen
in Nordtirol Ende Juli der Verwirklichung des Vorhabens zuvorkam.
## Während
Studenten im
Tiroler Freiheitskampf
Im
sächlich aus dem Bauernstand, wurde
am 28. April eine Studentenkompanie
von mehr als 200 Mann gebildet, die
tags darauf nach Scharnitz zur Grenzsicherung ausrückte und am 7. Mai
zur Wiederaufnahme des Studienbetriebs an der Universität zurückkehrte.
Tiroler Gedenkjahr 2009 sollte
man in Erinnerung rufen, dass
an der Erhebung von 1809 im Rahmen des
wehrhaften Landesaufgebotes nicht nur
bewaffnete Einheiten der Schützen und
des Landsturms beteiligt waren, sondern
auch die Studenten.
Schon 1703 beim Bayerneinfall während
des Spanischen Erbfolgekrieges und dann
1797 und 1799, als der Süden des Landes
durch die Streitkräfte Napoleons bedroht
war, gab es Verteidigungseinsätze von
Studenten der Innsbrucker Universität und
von Gymnasialschülern, die dabei auch in
Kampfhandlungen verwickelt waren. So
überrascht es nicht, dass es auch 1809 zu
militärischen Einsätzen von Studenten
kam.
Kurz zusammengefasst ergibt sich aus
dem bekannten Schrifttum über die Ereignisse des Jahres 1809 folgendes Bild, was
die tatsächliche und geplante Teilnahme
der Innsbrucker Studenten am Tiroler Freiheitskampf betrifft:
## Mitte
Mai, als bayerische Streitkräfte wieder in Tirol einmarschierten,
rückte ein Studentenkorps von
80 Teilnehmern nach Schwaz aus,
wurde aber von den feindlichen
Truppen in die Wälder von Georgenberg in die Flucht geschlagen.
## An
den Berg Isel Schlachten vom
25. Mai und 29. Mai, wobei die Tiroler Aufgebote im Verein mit regulären österreichischen Truppen
siegten, kämpften Studenten in
der
freiwilligen
Schützenkompanie Innsbruck-Wilten-Hötting mit.
## Im
## Nach der ersten Befreiung Tirols im April
durch Schützen und Landsturm, haupt-
10 |
| Nr. 106 | September . 2009
Juli befahl Intendant Hormayr
wieder die Errichtung einer Studentenkompanie. Alle waffenfähigen
Studenten, Hochschüler wie auch
Gymnasiasten waren aufgefordert,
an der für die Tiroler siegreichen 3. Berg Isel Schlacht vom 13.
August die Teilnahme von Studenten
nicht bezeugt ist, kämpften an der 4.
Berg Isel Schlacht vom 1. November
wiederum Studenten in einer, zusammen mit Innsbrucker Bürgern gebildeten, freiwilligen Schützenkompanie.
Die 4. Berg Isel Schlacht endete mit einer Niederlage der Tiroler.
Neben diesem Ablauf ist auch die Einstellung der Studenten und ihrer Lehrpersonen zum Freiheitskampf nicht minder
interessant. Bei der Bildung der Studentenkompanie im April ist vom Waffeneifer die
Rede, welcher alles beseelte und auch die
Studierenden nicht unberührt lassen konnte. Bis zum Ende des Einsatzes dürfte die
Kriegsbegeisterung der Studenten freilich
nachgelassen haben. Sie waren mit alten
Musketen aus dem Zeughaus schlecht bewaffnet, erhielten keine Uniform, sondern
trugen ihre eigene städtische Kleidung
ohne militärische Abzeichen. Dazu kamen
ungenügende Verpflegung und schlechtes
Wetter, sodass einige Studenten schon
bald nach dem Abmarsch zurückblieben
und bei denen, die ausharrten, die Stimmung getrübt war.
Dennoch wollten die Studenten Mitte Mai
wieder in den Kampf ziehen („kriegslustig,
wie die Studenten einmal waren“). Nach
ihrer Flucht in die Wälder von Georgenberg
dürfte den meisten Studenten die Kriegslust vergangen sein, sodass an den Berg Isel
Schlachten vom 25. und 29. Mai nur noch
die Härtesten von ihnen teilnahmen.
Noch deutlicher kam der mangelnde
Kriegseifer der Studenten im Juli zum Vorschein, als Intendant Hormayr die Bildung
einer Studentenkompanie befahl, die Studenten aber den Verlust ihrer Studienzeit
befürchteten. Auch den Professoren der
Universität und dem Direktor des Gymna-
Tiroler Mittelschülerverband
siums kam der Aufruf Hormayers ungelegen. Aber auch Argumente zugunsten der
Bildung einer eigenen Studentenkompanie wurden in der Diskussion vorgebracht,
etwa weil die Bauern, die die Hauptlast
des Tiroler Freiheitskampfes trugen, die
mangelnde Kampfbereitschaft u. a. auch
der Studierenden und Studierten beklagten oder weil man verhindern wollte, dass
die Studenten in andere Kompanien eintreten, wo sie zu „verwildern“ drohten.
Wie schon ausgeführt, kam im weiteren
Verlauf des Tiroler Freiheitskampfes keine
Studentenkompanie mehr zustande, sondern nur noch der Einsatz von Studenten
in einer Schützenkompanie bei der letzten
Berg Isel Schlacht, die das Ende des Tiroler
Aufstandes gegen die Bayernherrschaft
einleitete.
Der Universitätsbetrieb in Innsbruck ging
während der Kriegsereignisse und während der wechselnden Herrschaften des
Jahres 1809 – wenn auch gestört – weiter
und setzte sich 1810 fort, nunmehr wieder
unter bayerischer Obrigkeit, bis im November 1910 die bayerische Regierung die befürchtete Schließung der Universität verfügte. In Innsbruck blieb stattdessen nur
ein Lyzeum. Die Studenten, die sich damit
nicht zufrieden gaben, mussten anderswo
studieren, z.B. an der bayerischen Universität in Landshut, wo die Tiroler Studenten
eine eigene Landsmannschaft gründeten,
mit den Farben weiß-grün, den Tiroler
Schützenfarben. Ihr Name ist als „Tirolatia“ oder „Tirolia“ überliefert. Als 1814 Tirol
wieder zu Österreich zurückkehrte und es
sich die Tiroler Studenten nicht mehr nach
Landshut zog, löste sich diese Landsmannschaft wieder auf.
Die Universität Innsbruck wurde aber erst
1826 wieder eröffnet, und zwar vorerst als
„Rumpfuniversität“ mit philosophischer
und iuridischer Fakultät sowie niederen
chirurgisch-medizinischen Studien. Die katholisch-theologische Fakultät wurde 1857
wiedererrichtet, die volle medizinische Fakultät 1869. Dr. Paul Torggler v/o Dr. Mephisto SHK
Couleurstudenten 1809
Diese
Schlagzeile wirkt auf den
ersten Blick wie ein Denkfehler, liegen doch Jahrzehnte zwischen
dem Tiroler Freiheitskampf und der Gründung der ersten katholischen Korporationen. Doch bei genauer Betrachtung gibt
es hierbei tatsächlich eine interessante
Verbindung.
Am 5. Februar 1873 verlieh die – noch junge – Akademische Verbindung Austria
Innsbruck dem Vater des Aktiven Johann
Petzer v/o Petz die Ehrenmitgliedschaft.
Anton Petzer von Rasenheim (geb. 1794)
wurde so zum wohl ältesten Couleurstudenten Österreichs, sein Alter dürfte auch
für den Couleurnamen „Ahasver“ ausschlaggebend gewesen sein. Am 5. Juni
1873, anlässlich des 10. Stiftungsfestes Austriae (alte Zählweise, die Gründung galt als
erstes Stiftungsfest, Anm.) wurde er mit
dem Dr. cer. ausgezeichnet.
Im Alter von nur 15 Jahren wurde Anton
Petzer von Rasenheim von den Brunecker
Stadtschützen zu ihrem Fähnrich gewählt
und führte so die Kompanie in die Tiroler
Anton Petzer von Rasenheim v/o Dr. cer.
Ahasver (1794 – 1887, Ehrenmitglied bei
Austria 1873) (Foto: Austria-Archiv)
Freiheitskämpfe 1809. Er war später erster
Staatsanwatlt in Tirol-Vorarlberg, Abgeordneter Südtirols im Frankfurter Parlament
und viele Jahre Landtagsabgeordneter.
Durch sein hohes Alter war er der letzte
lebende Landsturmoffizier unter Andreas
Hofer. Seine Tochter Therese von Petzer,
Edle von Rasenstein wurde im Rahmen des
10. Stiftungsfestes Austrias erste Fahnenpatin.
In der Gedenkschrift anlässlich des 50.
Stiftungsfestes der Verbindung Austria
im Jahre 1914 wird über das Jahr 1873 geschrieben: „Ehrenmitglieder wie […] Oberlandesgerichtsrat Petzer, ein wackerer
Veteran aus dem Jahre 1809, besuchten regelmäßig die Festkneipe und hielten an die
Studenten ermunternde Ansprachen.“ Er
starb im Alter von 94 Jahren als eine sehr
bekannte und geachtete Persönlichkeit
am 3. Mai 1887. (mw)
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Verband
Tiroler Mittelschülerverband
Tiroler Mittelschülerverband
aus den anderen Bundesländern, darunter
Kxx1 Felix Schotter v/o Che, NMG, lobten
die gewohnt „urige“ Atmosphäre Tiroler
Kneipen. Schade nur, dass nach der Kneipe
nicht der offiziell angekündigte Ausklang
auf der Bude e.v. Ambronia Innsbruck frequentiert wurde, sondern viele auf ihren
eigenen Buden verschwanden. ml und Oliver Zettinig v/o Neo, ABI Lx
Die Altherrenschaft Ambroniae erklomm
das Siegertreppchen quasi im Alleingang.
Lx Neo schlug die Kneipe in bewährter
Manier.
Die Überreichung der Geschenke war wohl
der humorvolle Höhepunkt der Kneipe.
Eifrige Diskussionen bei Andechs, als es um
die Liedauswahl zum Sängerwettstreit ging.
Gespannt wurde das Ergebnis
des Wettstreits abgewartet.
TMV feiert Sommerfest mit ausgelassener Stimmung
Es war ein besonderes Ambiente, das der Stadel des GH Kranebitterhof am Freitag, 31.
Juli 2009 den ca. 90 Bundes- und Kartellbrüdern sowie Farbengeschwistern, Damen
und Gästen bot: Man folgte der Einladung zur TMV-Sommerfestkneipe.
Der Sommer
hatte neben Urlaubsstimmung,
Ferialjobs und einer Wespenepidemie auch couleurstudentisch etwas zu bieten: Die TMV-Sommerfestkneipe am 31.07. war wahrlich
ein Publikumsmagnet für insgesamt 90 Personen.
Besonders erfreulich war dabei, dass sich die Landesaktivitas um
Lx Oliver Zettinig v/o Neo, ABI, der die Kneipe bravourös schlug,
einige Gedanken zur Programmgestaltung gemacht hatte.
Kurz zuvor war die KFS zu Ende gegangen. Da der TMV mit 20 Kartellbrüdern über ein Drittel der Teilnehmer stellte, war dies auch
Thema eines Allgemeinen. Den Teilnehmern wurde nicht nur gratuliert, sondern auch gedankt, dass sie eine Woche ihrer Ferien für
persönliche Fortbildung investierten. Lx Neo sprach auch an, dass
sie nun aufgefordert wären, den Elan, den sie bei der KFS an den
Tag gelegt hatten, in die Verbindungen zu tragen.
Wenngleich die Anmeldemoral zum angekündigten Sängerwettstreit im Vorfeld der Kneipe eher spärlich ausfiel – es hatten sich
0 (in Worten: Null) Verbindungen hierzu angemeldet – meldeten
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sich während der Kneipe beinahe alle anwesenden Verbindungen
um alleine oder als Sänger-Patchwork-Verbund den einen oder anderen richtigen Ton erahnen zu lassen. Der mittels Stechcomment
ermittelte Cantus wurde von der Altherrenschaft Ambroniae am
Besten bewältigt, was der Applaus der Corona bestätigte.
Zur allgemeinen Belustigung und als kleinen Denkanstoß für die
betroffenen Einzelpersonen oder Verbindungen erlaubte sich die
Landesaktivitas Scherzpreise in „Gold“ zu verleihen. Bezug wurde
hierbei auf Vorkommnisse im vergangenen Schuljahr genommen
und so wurde die Verbindung mit den abenteuerlichsten Frisuren
mit einer goldenen Schere belohnt, während eine andere einen
Zugplan (Ischgl hat keinen Bahnhof), wieder eine andere einen
Wecker um die Chargierproben nicht zu verschlafen, oder auch
eine einen goldenen Chargierkoffer (in der Hoffnung, dass keine
Chargierutensilien mehr verloren werden) oder auch eine Flüssigkeitsspeicherungsvorrichtungen verliehen bekamen.
Alles in allem war die Kneipe ein voller Erfolg und passte gut in
das Ferialprogramm unseres Verbandes. Auch die vielen Gäste
Herz-Jesu-Sonntag im Zeichen
des historischen Tirols
Unter
großer Beteiligung des gläubigen Volkes aus allen drei Tiroler Landesteilen fanden am 21. Juni die Feierlichkeiten
anlässlich des Herz-Jesu-Sonntages in
Bozen statt. An katholischen Studentenverbindungen waren von Seiten des TMV
e.v. Teutonia Innsbruck und e.v. Laurins
Tafelrunde Bozen, aus Oberösterreich e.v.
Traungau Wels, aus dem CV e.s.v. Austria
Innsbruck und e.v. Meinardia Bozen sowie
aus dem KÖL e.v. Theresiana Innsbruck mit
Chargierten vertreten.
Unter dem Motto „Im Glauben verbunden“ feierten die vier Bischöfe aus dem historischen Tirol - Erzbischof Luigi Bressan,
Trient, Erzbischof Alois Kothgasser v/o
Stephanus, TTI, Salzburg, Bischof Manfred
Herz-Jesu-Prozession in Bozen unter
Beteiligung zahlreicher Chargierte und
Couleurstudenten. (Fotos: mw)
Scheuer v/o Canisius, ALI, Innsbruck, und
Bischof Karl Golser, Bozen-Brixen – einen
dreisprachigen Gottesdienst im Bozner
Dom.
„Christus will, dass wir dankbar auf sein
geöffnetes Herz schauen, von ihm die
Liebe lernen, uns innerlich tränken lassen
von dem, was aus der Seitenwunde Jesu
entströmt; vom Wasser, das für die Taufe
steht, und vom Blut, das die Eucharistie
symbolisiert“, so Bischof Karl Golser in
seiner Predigt. Nach der Eucharistiefeier
folgte die Herz-Jesu-Prozession durch die
Straßen der Altstadt von Bozen, die insbesondere im heurigen Gedenkjahr für Couleurstudenten einen schönen Anlass bot,
das Bekenntnis zum katholischen Glauben
in der Öffentlichkeit zu zeigen. (mw)
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Verband
Tiroler Mittelschülerverband
160 Jahre Vinzenzgemeinschaften in Tirol
Tiroler Mittelschülerverband
„WAS DU ERERBT…
ERWIRB ES, UM ES ZU BESITZEN“
Dieses
Die Tiroler Vinzenzgemeinschaften
präsentieren den Jahresbericht 2008:
von links Dr. Christian Juranek v/o Juxi,
TTI (stv. Präsident), Dr. Oskar Wötzer v/o
Ossi, AMI (Ehrenpräsident) und Dr. Christoph Wötzer v/o Flip, AMI (Präsident).
(Foto: pro.media)
Eine beliebte Abwechslung für die Bewohner des Hauses St. Josef am Inn ist das
regelmäßig von der Vinzenzgemeinschaft TMV organisierte Oldtimertreffen.
(Foto: VG-TMV)
Innsbruck
gilt als die Wiege der Vinzenzgemeinschaften in Österreich – im Jahr 1849
wurde die erste Gemeinschaft in St. Jakob
gegründet. Die Wurzeln der Vinzenzgemeinschaften reichen bis zu Beginn des
19. Jahrhunderts zurück. In Paris an der
Universität Sorbonne hatte Professor
Frederic Ozanam die revolutionäre Idee,
mit Studenten eine Hilfsorganisation für
Notleidende zu gründen. Heute bilden
1 Mio. Mitglieder in 60.000 Vinzenzgemeinschaften die größte ehrenamtliche
Laienorganisation der Welt. In Tirol sind
650 Mitglieder in 55 Vinzenzgemeinschaften aktiv. Dachorganisation ist der
Zentralrat unter Präsident Dr. Christoph
Wötzer v/o Flip, AMI, der sich unermüdlich für die Belange der Vinzenzgemeinschaften einsetzt.
„Dienst am Nächsten“ steht bei den Vinzenzgemeinschaften im Mittelpunkt. In
101 Wörter zum Rhetorikseminar
Zusätzlich zum bereits vorhandenen Schulungsangebot des TMV und MKV (Landesschulungstage, Seminar „Kein Pfeffer in der Mühle“, Kartellführungsschule) wurde von 4. bis
5. Juli im Stift Fiecht bei Schwaz ein Rhetorikseminar für interessierte Kartellbrüder und
Farbenschwestern veranstaltet. Der Teilnehmerandrang war ideal, Trainer Martin Reismann v/o Virus, ABI (Absolvent der Trainerakademie V) konnte mit seinen zwölf Teilnehmern aus dem TMV und e.v. Veldidena Innsbruck einiges bewegen. Das Programm reichte
von den Grundsätzen der Kommunikation über Rhetorikwerkzeuge bis hin zu Tipps &
Tricks für eine erfolgreiche Rede und war gespickt mit vielen praktischen Übungen. Wir
wünschen den Teilnehmern, das Gelernte erfolgreich einsetzen zu können!
Oliver Zettinig v/o Neo, Lx
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Innsbruck werden Projekte wie der Vinzibus, die Kleinschuldnerberatung oder die
Einsamenbegleitung im Haus St. Josef am
Inn betreut – in finanziellen Notlagen wird
rasch und unkompliziert geholfen. Die
23 Innsbrucker Vinzenzgemeinschaften
gliedern sich in Gemeinschaften der Pfarreien in den Stadtteilen und katholischer
Organisationen wie der Tiroler Mittelschülerverband oder Studentenverbindungen
wie Raeto-Bavaria und Leopoldina.
Die Vinzenzgemeinschaft TMV ist nun
schon seit mehreren Jahren aktiv und
setzt mit Aktionen wie dem „Oldtimertreffen“ oder dem „Adventmakt“ insbesondere im Haus St. Josef am Inn wichtige
Akzente. Regelmäßig werden z.B. Ausfahrten mit dem Vinzibus übernommen.
Die Vinzenzgemeinschaften sind zwar private Vereine, arbeiten aber eng mit der
Kirche zusammen. Altbischof Dr. Reinhold
Stecher, geistlicher Beirat und Ehrenpräsident, meinte: „Heizen wir in einer erkaltenden Welt unverdrossen unseren kleinen Eisenofen der Hilfsbereitschaft und
der Einfühlung.“ (mw) altbekannte Goethewort kommt uns sicher
manchmal in den Sinn, wenn wir über
Vergangenheit und Zukunft uns Gedanken machen. Die meisten von uns sind ja
hineingeboren in die „ Religion der Väter
und Mütter“ und verbleiben auch meistens
ein Leben lang in ihr. Sie ist aber nicht als
eine antiquarisch-wertvolle „Schatztruhe“
gedacht, der man im älteren Teil der Lebenswohnung ein Plätzchen ausgesucht
hat, das man an wenigen bestimmten Situationen des Lebens aufsucht. Religion ist
eine lebendige Lebensquelle, aus der man
immer neue Impulse für das Wachstum im
Glauben holen kann.
In einer Lehrstoffverteilung für eine Schulklasse las ich einmal: „Lebenselement
Wasser- Besuch einer Kläranlage“. Ich
dachte mir: „ Nicht aus dem Abwässern
und schmutzigen Flüssen im Tal lernen wir,
was dieses Lebenselement ist, sondern im
Gang zu den Quellen hoch oben am Berg.“
Die Entfaltung unseres Glaubens geschieht
in vielen kleinen Schritten im Aufsteigen
zur Quelle und Erfahren eines Sonnentages
der Nähe Gottes und dessen, was uns Gott
im Leben zugemessen hat.
Einige Routentipps zur Quelle seien genannt und ich erwarte mir von ihrer Befolgung ein selbstverständlich selbstbewusstes, frohes und einsatzbereites
Christentum.
Nachhaltig
Meine Freunde aus einer Verbindung hatten die Idee, wir könnten den hohen Feiertag mit Gottesdienstbesuch und einem
anschließenden gemeinsamen Abendessen, das sie besorgen würden, begehen.
Ich habe den Vorschlag gemacht, beim
Abendessen etwas über den Festgehalt
zu sagen. Es wurde ein ganz netter Abend.
Es gibt tausend Möglichkeiten und Gelegenheiten, vom faszinierenden Gehalt der
christlichen Botschaft ein wenig sichtbar
zu machen. Es muß einem nur ein Anliegen
sein und auch zu gegebener Zeit einfallen,
Glauben zur Sprache zu bringen. So wäre
etwa der Weg vom selbstkritischen Gespräch zu einer Beichte nicht schwer nachzuvollziehen. Es mag einem manchmal
überdrüssig erscheinen, immer neu auf die
gleichen Fragen Antworten zu geben, aber
mit jeder Generation beginnen halt die Fragen neu.
Auch ist in diesem Zusammenhang ein
gewisser Scharfsinn angefragt. Man muss
schon wissen, was im Glauben wesentlich
ist. Mich stört es schon, wenn auch im
kirchlichen Leben uns sonst nicht ungewohnte Plappertöne und modisch-kurzfristige Einschätzungen um sich greifen
würden. “Bluejean-Theologen“ haben wir
schon genug. Es gilt: Geduldig immer wieder den Glauben zur Sprache zu bringen.
Dies gilt auch für Priester (wir halten ja ein
Priesterjahr): Der Umgang mit dem Wort
Gottes ist ja sein „Kerngeschäft“! Rührt
euch auch in der Religionsstunde!
Unterwegs
Nach einer Messfeier kam ein Chinese aus
Peking zu mir in die Sakristei. Wir haben
uns über das chinesische Christentum unterhalten. Ich habe ihn auch gefragt, wie
viele Erwachsenentaufen es in Peking
gäbe. Er nannte die Zahl 400. Die Motive
zur Taufe können wohl nicht sehr fragwürdig sein in diesem Umfeld.
Auch bei uns soll man denen, die sich für
den katholischen Glauben entscheiden,
gute Weggefährtenschaft zuteil werden
lassen. Ein befreundeter Bischof hat mir
einmal gesagt, dass die Fragen der Taufbewerber eigentlich auch die Fragen derer
sind, die schon als Kind getauft wurden.
Vielleicht können wir von diesen „ Kundschaftern des Glaubens“ viel lernen, vor
allem die unterschiedlichen Zugangsweisen zum Glauben und die Liebe zum Detail.
Wir brauchen „ Nachtherbergen des Glaubens“ (Nelly Sachs). Im Neugetauften
bündeln sich wichtige Fragen, die auch für
Getaufte Bedeutung haben. Die Wegge-
fährtenschaft braucht Zeit und Geduld für
die langsame Annäherung und Wandlung.
Der Konvertitenunterricht von Bundesbrüdern war mir da eine wichtige Lehre.
Generationenübergreifend
Man steht als Fremder ratlos vor einem
Haus, wenn man den Eingang nicht findet.
Ein solcher muss erkennbar sein. Ich frage
mich oft: „Würde ich einem suchenden
Menschen eine Gottesdienstgemeinde
oder sonst eine kirchliche Gemeinschaft
empfehlen?“
Ist der innere Eingang so sympathisch und
erkennbar?
Glaube ist nur „kirchlich“ denkbar. Daher
ist dieser vielschichtige Prozess des Glaubens für viele Kinder und Eltern eine echte
Herausforderung. Oft sind die Kontakte zur
Gemeinde mit großer Distanz zu beschreiben. Auch da wird man sich auf Glaubenszweifel und Vorbehalte gegenüber der
realen Kirche einlassen müssen. Verkürzte
Wege zum Glauben gibt es nicht. Auch da
gilt das Modewort „ Entschleunigung“. Familien mit ihren jungen Menschen und Kindern bilden immerhin die größte Gruppe
derer, die zur Quelle des Glaubens unterwegs sind. So ist eine „spezielle Kommunikation“ (A.Biesinger) angesagt.
In einer oft dürftigen Alltagskommunikation ist dennoch ein große Chance für
generationenübergreifende wichtige Glaubernsbegleitung (in Familie sowie anderen
Gemeinschaften) möglich.
„Hilfe-mein Kind ist fromm“, so lautet der
Titel eines WDR-Fernsehfilmes. Es ist eine
große Herausforderung für die Wegbegleitung im Glauben und die Motivation für die
Suchbewegungen, bis jemand mit leuchtenden Augen aus tiefsten Herzen das Glaubensbekenntnis sprechen kann, wie es
kürzlich eine Neugetaufte getan hat
Trauen wir uns den Weg zur Quelle zu !
Msgr. Dr. Josef Wolsegger v/o Dr. Kuli
Seelsorger des TMV
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Verband
Tiroler Mittelschülerverband
Teutonen feierten runde Geburtstage
Die besten Glückwünsche zum Geburtstag – von Aktivitas und Altherrenschaft: V.l.
Phil-xx2 Fabian Versel v/o Homer, xx Gregor Haas v/o Rudolf, Jubilar Reg.Rat Edmund
Mauracher v/o Dr. Zapp, x Dominik Berchtold v/o Cicero, Jubilar Reg.Rat Georg Harm
v/o Dr. Caesar und FM Armin Arbeiter v/o Hektor. (Fotos: mw)
Für den „Pfiff“-Trinker Dr. Caesar gab’s
einen gravierten Pfiff-Bierkrug.
Zum 60er schenkte die Aktivitas Dr.
Zapp einen Pilgerstab – schließlich steht
nächstes Jahr der Jakobsweg bevor.
Zwei
außergewöhnliche
Teutonen feierten im
Juni ihren insgesamt 140. Geburtstag.
Ehrenringträger des TMV, Regierungsrat
Edmund Mauracher v/o Dr. Zapp wurde
60 und Dr.-Loch-Ehrenringträger Regierungsrat Georg Harm v/o Dr. Caesar feierte seinen 80. Geburtstag. Zu diesem Anlass wurde in den Verbindungen Teutonia
und Andechs ausgiebig gefeiert. Andechs
widmete ihrem Gründer Dr. Zapp eine
Festkneipe und am 20. Juni wurde mit den
beiden Dr.cer. im Rahmen einer TeutonenGeburtstagskneipe gefeiert.
Seit vielen Jahrzehnten sind die beiden aus
dem Tiroler Couleurstudententum nicht
mehr wegzudenken. Dr. Caesar engagier-
16 |
| Nr. 106 | September . 2009
te sich u.a. viele Jahre als Philistersenior,
insbesondere im Jahr 1976, zum 100. Stiftungsfest, und gilt heute als die „gute Seele“ Teutonias. Die zahlreichen Gespräche,
ob tiefsinnig oder humorvoll, bei den vielen Begegnungen mit Dr. Caesar, meist
zu späterer Stunde auf der Teutonen-Bar,
im Gasthaus Anich oder im Krahvogel, gehören zu den fixen Bestandteilen eines
erfüllten couleurstudentischen Lebens in
Innsbruck. Dr. Caesar fühlt sich im Kreise
von Bundes- und Kartellbrüdern wohl –
und das selbe gilt umgekehrt.
Dr. Zapp bildet seit vielen Jahren im TMV
und insbesondere in seinen Verbindungen
Teutonia und Andechs eine Konstante,
dessen Wert nur schwer fassbar ist. Bei
kleinen und größeren Problemen dient
Dr. Zapp als bewährte Anlaufstelle und
offeriert stets seinen umfassenden Erfahrungsschatz und seinen persönlichen
Einsatz – ohne der Erwartung einer Gegenleistung, welcher Art auch immer. Der
TMV dankte ihm sein Engagement mit der
Verleihung des Ehrenrings im Jahre 1997,
im Jahr 2008 wurde er von Papst Benedikt
XVI. mit dem Silvesterorden für seine herausragenden Dienste um die katholische
Kirche ausgezeichnet. „Mit Dr. Zapp wird
ein Weggefährte und Freund der studierenden Jugend ausgezeichnet“, betonte
damals Landesverbandsseelsorger Monsignore Dr. Josef Wolsegger v/o Dr. Kuli,
TTI in seiner Laudatio die Verdienste Dr.
Zapps.
Die Ansprachen und kleinen Aufmerksamkeiten, die im Rahmen der „140. Jahre Dr.
Caesar und Dr. Zapp Kneipe“ gehalten
bzw. überreicht wurden, können nur ein
unscheinbares Symbol der Wertschätzung
und Dankbarkeit sein, die diesen beiden
Persönlichkeiten gebührt. Die Redaktion
des FIDIBUS schließt sich den Gratulationen an – ad multos annos! (mw) Tiroler Mittelschülerverband
Ideenwerkstatt des TMV – Mitgliederbindung
Eine
Verbindung beschäftigt
sich mit vielen Themen.
Das neue Chargenkabinett, das Semesterprogramm, das nächste Stiftungsfest – all
das sind Projekte, die mit jedem Semester
beziehungsweise jedem Jahr neu besprochen werden. Neben diesen Themen gibt
es Themen die Verbindungen über Jahre
beschäftigen. Das Paradebeispiel dafür ist
die Keilung. Wie bekommt die Verbindung
den notwendigen Nachwuchs?
Dabei ist die ganze Verbindung – vom Aktiven bis zum Alten Herren – gefordert.
Ein ähnliches Problem – auch wenn nicht so
omnipräsent – ist die Mitgliederbindung.
Junge Alte Herren sind nach erfolgreicher
Matura an einem anderen Studienort, in
einer Hochschulverbindung aktiv, gründen
eine Familie oder arbeiten an ihrer Karriere. Am Verbindungsleben der Mitschulverbindung nehmen sie oft nicht mehr teil.
Wie schafft es eine Verbindung, die Alten
Herren über den Mitgliederbeitrag hinaus
zu spüren?
Die Situation ist in vielen Verbindungen
gleich. Bundesbrüder, die in ihrer Aktivenzeit engagiert und oft bei Veranstaltungen
waren, fehlen nach Erreichen des Status
Philister mehr und mehr im Verbindungsleben.
Das Landesphilisterium hat sich zum Ziel
gesetzt, neben vielen anderen Problemen,
auch dieses anzugehen.
Zu diesem Zweck wurde die Ideenwerk-
statt des TMV ins Leben gerufen. Dabei
sollen erfahrene Kartellbrüder Themen
besprechen und Lösungsansätze erarbeiten. Der Landesphilistersenior Raimund
Zettinig v/o Dr. Hannibal lud zu diesem
Zweck Ehrenringträger des TMV Reg.Rat
Edmund Mauracher v/o DDr. Zapp, AltPhilistersenior der Sternkorona Hall, Mag.
Helmut Wopfner v/o Dr. Kuno, Ing. Martin
Geisler v/o Dr. Rhesus von der Ambronia
Innsbruck und den Philistersenior der Bernardia Stams Raimund Wurm v/o Aragon
zusammen.
Nach Erläuterung des Problems kamen
die Protagonisten schnell auf die Motive
von Alten Herren, die Veranstaltungen der
Verbindung zu besuchen. Dabei steht verständlicherweise der persönliche Kontakt
im Vordergrund. Das Sehen und Gesehen
werden kann somit bei der Problemlösung
in den Mittelpunkt gestellt werden.
Verschiedenste Verbindungen versuchen
Veranstaltungen unter diesem Motto in ihr
Semesterprogramm einzubauen. Consemester-Barabend, Geburtstags-Barabend
oder ein gemeinsames Abendessen von
Alten Herren und Füchsen sind einige Beispiele für solche Veranstaltungen, an denen Mitstreiter aus vergangenen Tagen
getroffen werden können.
Neben Veranstaltungen stehen noch andere Möglichkeiten, das Interesse am Verbindungsleben aufrecht zu erhalten. So
betreiben viele Verbindungen einen EmailNewsletter mit einer Zusammenfassung
von vergangenen Veranstaltungen, um
die Bundesbrüder auf dem Laufenden zu
halten. Weiters gibt es Couleurkarten zu
Geburtstagen oder eigene Jubilar-Feiern
zu runden Geburtstagen, an denen alle
Geburtstagskinder eines Jahres mit einem
kleinen Präsent überrascht werden. Der
Kreativität sind kaum Grenzen gesetzt.
Der Erfolg dieser Veranstaltungen steht in
engster Verbindung mit dem persönlichen
Kontakt. Eine schriftliche Einladung zu den
Veranstaltungen allein ist meist zu wenig.
Um Bundesbrüder wieder zu reaktivieren
bedarf es eines persönlichen Gespräches.
Ein Anruf von Aktiven kann hierbei schon
den erwünschten Erfolg bringen.
Neben solchen Maßnahmen gibt es noch
andere. Um einen speziellen Bundesbruder
aus der verbindungstechnischen Lethargie
zu holen, stellt eine Charge oder Funktion
im Philisterium eine Option dar.
Oftmals eröffnet ein Hilferuf nach Unterstützung des Philisterseniors fürs Chargenkabinett eine neuerliche Karriere eines
ehemals engagierten Bundesbruders.
Die individuelle Ansprache eines einzelnen
Bundesbruders, um einen wissenschaftlichen Abend mit einem interessanten Thema zu füllen, kann institutionalisiert werden. Einmal im Semester muss ein Alter
Herr einen Abend gestalten. Unterschiedlichste Alte Herren haben unterschiedlichste Berufe oder Hobbys, die es lohnen,
sich über diese zu informieren.
Die Struktur einer Verbindung erlaubt es,
ihren Mitgliedern ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Im Studium können Absolventen den Studienanfängern mit wichtigen Informationen zur Seite stehen. Im
Berufsleben sind Kontakte unumgänglich.
Selbst im Familienleben ist es nicht ausgeschlossen, dass Bundesbrüder mit Rat und
Erfahrung helfen können. Diesen Vorteil
nutzten die Mitglieder viel zu wenig.
Wir sollten diese Vorteile nicht nur bei der
Keilung von neuen Mitgliedern hervorstreichen, sondern auch bei der Mitgliederbindung. Veranstaltungen mit zahlreichen Alten Herren beleben die Verbindung genau
wie eine starke Aktivitas. Beides geht oft
Hand in Hand.
Dieser Artikel ist auch als Aufruf zu verstehen. Wenn sich Veranstaltungen oder
Vorgehensweisen erfolgreich um die Mitgliederbindung bemühen, dann sollte
dies allen Verbindungen bekannt gemacht
werden. Daher die Bitte, die Ideen an das
Landesphilisterium zu richten. Diese Ideen
werden dann über den Newsletter des
TMV verbreitet. Raimund Zettinig
v/o Dr. cer. Hannibal, RTI
Landesphilistersenior
| Nr. 106 | September . 2009 | 17
Leserbriefe
Tiroler Mittelschülerverband
Tiroler Mittelschülerverband
APA-Meldung – die Höhepunkte des Pennälertages. Zur Einsatzbesprechung waren
die Landesseniores und Landesprätoren zu
Mittag ins Rathaus geladen, um sich dort in
einem absolut inakzeptablen Ton von Vertretern des WStV anfahren bzw. behandeln
zu lassen, wodurch die überforderten Kartellbrüder wohl Dampf abließen. Dito bei
der Chargierprobe.
Pennälertag 2009 - Wien
Verfehlung statt Empfehlung
Auf
dem vom 29. Mai bis
01. Juni 2009 veranstalteten Pennälertag in Wien war der TMV
mit einer stattlichen Anzahl von Aktiven
und Altherren vertreten. Die ca. 70 Aktiven
waren in einer von der Landesaktivitas organisierten Jugendherberge untergebracht
und stürzten sich bereits am Freitag in das
Pennälertagsgeschehen. Natürlich pflegte
man vergnüglich couleurstudentischen Umgang mit Gleichgesinnten, von denen es,
wie man später erfahren sollte, wohl keine
Mehrheit mehr gibt.
Obwohl die Vorfreude der Tiroler Farbstudenten groß war, sah man die ersten
enttäuschten Gesichter bereits beim Begutachten des Festpakets. Es gab keinen
couleurstudentischen Übersichtsplan, also
hieß es Adressen suchen im Stadtplan.
Natürlich waren auch einige Mitglieder unserer eben nicht parteipolitischen Verbindungen verwundert, dass man im Festpaket ein Feuerzeug und einen Flyer der JVP
Wien vorfand. Wie es zu einem Preis von
15 Euro kommen konnte, ist für uns nicht
nachvollziehbar.
Traditionsgemäß stand der Samstag im Zeichen der Kartelltagungen. Beim Aktiventag
wurde der vom TMV unterstützte Kandidat
Michael Wilim v/o Diablo, MDK, der zuvor
schon nach Tirol gekommen war um seine
Pläne vorzustellen, zum neuen Kartellsenior gewählt. Beim Altherrenbundtag wurde der bisherige Kartellphilistersenior Dr.
Alexander Kragora v/o Marc Aurel, VDW,
eindrucksvoll in seinem Amt bestätigt. Im
Rahmen der Kartellversammlung wurde
Staatssekretär a. D. Mag. Helmut Kukacka
v/o Orpheus, TGW, mit 95 % der Delegiertenstimmen zum neuen Kartellvorsitzenden
gewählt. Einen noch höheren Stimmenanteil erhielt Kbr. Tobias Obrist v/o Gonzo, TTI,
der zum Kartellorganisationsreferenten
gewählt wurde. Sicherlich auch erwähnenswert: Der MKV hat seit den Tagungen
ein eigenes Gebet, eine eigene Stola mit
Bestickung der Landesverbandswappen,
tritt für mehr Ethik in der Wirtschaft ein und
unterstützt ganz offiziell den Weltfrieden
(Antrag e.v. Liechtenstein Wien).
Ein Lichtblick, der erneut Hoffnung aufkeimen ließ, war die Tirolerkneipe, die der
TMV auf der Bude e.v. K.ö.St.V Austria, die
bald zu bersten drohte, veranstaltete. Landessenior Oliver Zettinig v/o Neo, ABI, der
die Kneipe wie erwartet souverän schlug,
und Landesphilistersenior Raimund Zettinig v/o Dr. cer. Hannibal, RTI, durften den
Kartellseelsorger Pater Prof. Dipl.Ing. Mag.
Gabriel Reiterer v/o Gipsy, GOS, den neu
gewählten Kartellvorsitzenden und den
designierten Kartellsenior, sowie den im
Amt bestätigten Kartellphilistersenior willkommen heißen. Altkartellvorsitzender KR
Helmut Puchebner v/o Dr. cer. Herkules,
TTI, war ebenfalls gekommen, wie auch ein
Großteil der übrigen Verbandsführung des
MKV, sowie die wichtigsten Vertreter der
KFS-Leitung. Ein wirklich wunderschöner
Abend mit einem stilvollen couleurstudentischen Fest, dem ein ebenso angenehmer
Ausklang folgte.
Danach folgte der Marsch zur Augustinerkirche, auf deren Vorplatz die Chargierten
von einer Musikkapelle empfangen wurden, die Lieder wie „17 Jahr, blondes Haar“
spielte. Scheinbar hat man bei den Vorbereitungen vergessen, der Musikkapelle mitzuteilen, zu welchem Anlass sie ausrücken
sollte. Die Kirche selbst war leider viel zu
klein. Um die Platznot noch zu vergrößern,
waren auch noch zahlreiche Touristen anwesend. Es wirkte, als wäre man gerade
ungeplant aufgetaucht und fühlte sich, wie
Hennen in einer Legebatterie. Während
sich der scheidende Kartellsenior DI Peter
Zehetner v/o Augustus, FRL, an die Wand
lehnte, wurden die Chargierten bemuttert,
als ob man jeden Moment ein Massensterben erwartete. Trotzdem war die Festmesse, welche dankenswerterweise von seiner
Eminenz Kbr. Kardinal Christoph Schönborn ehrenvoll zelebriert wurde, ein würdiger Festprogrammpunkt.
Die Route für den anschließenden Festumzug hätte wirklich einen tollen Rahmen
geboten, jedoch musste kurz nach Abmarsch alles wieder angehalten werden.
Die Couleurträger spazierten getrennt von
ihren jeweiligen Landesverbänden in einem
demonstrationsähnlichen Zug hinter dem
TMV-Chargierte bei der Festmesse.
Am nächsten Tag folgten – zumindest laut
| Nr. 105 | Juni . 2009 | 11
Geschätzte Herren Landeschargen,
und trotz allem – liebe Kartellbrüder!
Wir bedanken uns höflich für den Beitrag
in Eurer Landesverbandzeitschrift „Fidibus“ über den vergangenen Pennälertag
in Wien. Dem wäre ja fast nichts hinzuzufügen, aber da ja, wie Ihr völlig richtig vermutet, der Untergang des Abendlandes
kurz bevor steht, hat sich wahrscheinlich
noch niemand gefunden, der Euch völlig
die Contenance verlierende junge Herren
ordentlich eine vor den Latz knallt. Zumindest schriftlich. Denn, mit Verlaub, solche
Töne in einem Verband in dem es gegenseitigen Respekt, Kartellbrüderlichkeit
und vor allem ein entsprechendes Auftreten gegenüber Alten Herren geben sollte,
sind doch ein bisserl unangemessen. Für
diesen entsetzlichen Faux Pax solltet ihr
eigentlich in eine Kanne steigen, die mindestens so groß ist wie der Bodensee.
Um auch gleich zum Punkt zu kommen:
wenn´s Euch nicht gefallen hat in Wien,
schade – man kann es nicht jeden Recht
machen und jedem steht das Recht zu, zu
sagen: „Mir hat das nicht gefallen. Ich hätte mir etwas anderes erwartet. Das war
nicht mein Stil und mein Verständnis von
einem Pennälertag und/oder einem Festcommers.“ Damit können auch wir leben,
schließlich haben wir auch Fehler gemacht
und nicht alles so gut hinbekommen, wie
wir es geplant hatten.
| Nr. 106 | September . 2009
Ganz abgesehen davon, dass Ihr die Abstimmung über „Gut oder Schlecht“ angesichts der Stimmung nach dem Festcommers eindeutig verloren habt. Der Großteil
der Kartellbrüder konnte sich auf genau
diese Stimmung einlassen und die Feier im
Rathaus dauerte bis in die frühen Morgenstunden.
Wenn Ihr, geschätzte, aber doch sehr
vorlaute Tiroler Landesverbandschargen
der Activitas, der „Bierzeltstimmung“ auf
einem Kartellcommers entgegenwirken
wollt, dann fangt am besten bei Euren eigenen Activen an, die noch jeden Pennälertagscommers mit ihren Rufen „Hier regiert der TMV“ und an einen Fußballplatz
gemahnende Jubelgesänge, vor allem
dann beim Auszug, geprägt haben. Dass
hier andere Landesverbände um nichts
nachstehen, macht es nur schlimmer.
Offen gestanden war auch Euer Benehmen während des Festcommerses alles
andere als vorbildlich: wenn der Landesprätor dem Stadtverbands-Philistersenior anflegelt und ihm erklärt „sein Chargiertencorps“ werde sofort ausziehen,
wenn nicht sofort eine Entschuldigung
öffentlich verlautbart werde (im Zusammenhang mit dem Auftritt von Kbr. Karas)
und sich dann mit den Worten „Die Diskussion ist beendet.“ abwendet, ist das
dann schon das würdevolle Benehmen
eines traditionsbewussten Amtsträgers
des TMV? Da fällt schon gar nicht mehr ins
Gewicht, dass der Herr Landesprätor von
„seinem“ Chargiertencorps spricht und
auch, dass er Unmögliches verlangt: oder
glaubt der junge Mann ernsthaft, dass
sich nach seinen Worten und vor allem ob
seiner Drohung sofort ein Vertreter des
Verbandes aufmachen wird und sich vor
versammelter Corona beim Herrn TMV
Landesprätor entschuldigen wird? Gott
sei Dank hatte der TMV Vorsitzende in dieser Stunde ausreichend Autorität und der
hohe WSTV-Philistersenior ausreichend
Toleranz um die Situation nicht eskalieren
zu lassen.
Stichwort Auszug: die Nebelmaschinenorgien sind streng genommen nicht unser
Einfall gewesen. Besucher des Festcom-
merses anlässlich 75 Jahre MKV in Linz
erinnern sich, dass sich die Kartellactivenschaft damals einen besonders dramatisch gestalteten Einzug inszeniert hat:
mit Schweinwerferkegeln von hinten und
einem Auftritt durch eine Nebelwand. Die
Photos davon wurden mehrmals publiziert. Und die Musik, die sich die Kartellactivenschaft zum Einzug in Wien wünschte,
war der Imperial March aus der Star Wars
Suite – bekanntlich das Leitmotiv für die
Imperialen Truppen die im Film die dunkle Seite der Macht verkörpern und die
Regisseur George Lukas sehr bewusst
deutschen Wehrmachtssoldaten nachempfunden hat. Den Kartellsenior darauf
aufmerksam gemacht, hat der gute Augustus gegrinst. Da seid ihr mit dem „Anton
aus Tirol“ ja noch gut weggekommen.
Vor allem: dieser Auszug war vorsätzlich
geplant, ja dahinter steckte eine Idee, ein
Konzept, ein Plan – und kein zufälliges
Zusammenwürfeln von einzelnen Veranstaltungsteilen oder Liedern. Die Idee
war, einen Festcommers in drei Teilen
zu organisieren, jeder Teil erfüllt eine bestimmte Funktion. Der sogenannte „Commers Auftakt“ war zwar eine gute Idee,
aber mangels Verständlichkeit gingen alle
Überlegungen unter, so blieb nur die Gelegenheit sich vor dem Commers ausgiebig
zu unterhalten, was letztlich auch eine
Intention war – und das einem die Liedparodien gefallen müssen, stand nirgends
geschrieben. Wir empfehlen den jungen
Herren im Tiroler Landesverband nur mit
Adjektiven wie „abartig“ ein bisserl vorsichtig zu sein. „Abartige“ Kunst hat einen schon expliziten Beigeschmack und
auch wenn Ihr das nicht glauben mögt, es
gibt absolute Anhänger des „Verjazzten
Commersbuches“. Also Vorsicht mit derartigen Urteilen, nur weil Ihr damit nichts
anfangen könnt.
Diese Dreiteilung erfolgte übrigens, um
den eigentlichen Commers sehr festlich,
aber auch sehr komprimiert über die Bühne gehen zu lassen – und einige Elemente
des Commerses sehr bewusst zu inszenieren: den Ein- und Auszug auf einem Laufsteg und die Aufstellung der Standarten
auf diesem Laufsteg. Und noch etwas:
keine Festrede – denn die waren, bis auf
wenige Ausnahmen, in den letzten Jahren
nicht wirklich gelungen. Vom Schaffen von
Vertrauen in unsere Grundsätze, wie Ihr
schreibt, war selten die Rede. (...)
Noch einmal zum Volksfest – wir stehen
auf dem Standpunkt, dass der Auszug in
Wien diesen Rummel verhindert hat: keine
wild gewordenen Couleurträger, die sich
beim Ausgang sammeln und eine „Salzgasse“ für die Chargierten bilden. Wir haben
Videoaufnahmen vom PT in Feldkirch, auf
denen deutlich zu erkennen ist, was das
für eine Stimmung ist (geprägt vom bierschwangeren Beifalls- und Missfallenskundgebungen, je nach Landesverband,
bis hin zu tätlichen Attacken auf Chargierte – auch von Tiroler Kartellbrüdern). In
Wien habens zum Auszug halt den „Anton aus Tirol“ gesungen, nebst anderen
„Gassenhauern“, die sichtlich einige Jahre
nach dem Kaiserjägermarsch komponiert
wurden. Auch hier: dass muss nicht jedem
Gefallen. Ob das alleine allerdings schon
für eine „disziplinlose, commentverachtende Schande“ reicht? Wenn die couleurstudentische Würde lediglich aus dem
Abspielen der ewig gleichen, uralten Märsche und dem marschieren in Vollwichs
und im Apellschritt (...) besteht, dann ist
diese Würde wirklich nix mehr wert. Und
ob ein paar moderne Lieder eine couleurstudentische Schande darstellen und an
den Werten unseres Verbandes kratzen
können? Wenn das schon dafür ausreicht,
dann wird’s nicht weit her sein, mit den
Werten, bei Euch im heiligen Land Tirol
und auch anderswo. (...)
Daher, liebe Freunde: kein Alter Herr würde sich so einen Ton von einem Activen
gefallen lassen. Wir auch nicht. Ergo: inhaltlich mögt Ihr den Pennälertag halten
wofür Ihr ihn halten wollt, aber für den
Ton Eures Beitrags erwarten wir eine Entschuldigung. (...)
Mit freundlichen und
dennoch kartellbrüderlichen Grüßen,
Martin Reinelt v. Frosch, LIW,
WStV-Philistersenior a.D.,
Leiter des Organisationsteams
Wolfgang Ritzberger v. Amadeus,
FRW, Philistersenior,
Mitglied des Organisationsteam
Bureau de Poste A-6020 Innsbruck (Autriche) Taxe percúre á réduite Erscheinungsort Innsbruck Verlagspostamt 6020 Innsbruck P.b.b. Zulassungsnummer GZ 02Z033528 M Unzustellbare Exemplare zurück an Tiroler Mittelschülerverband, 6020 Innsbruck, Salurnerstraße 6/II
Zeitung des Tiroler Mittelschülerverbandes
Verband
18 |
Tiroler Mittelschülerverband
Nr. 105 | Juni 2009
Jugend und Alkohol
25. Stiftungsfest e.v. Tratzberg Jenbach
Pennälertag 2009 in Wien
Liebe Bundes- und Kartellbrüder,
liebe Verantwortliche des Fidibus,
zum neuen Layout und zur inhaltlichen Gestaltung des Fidibus möchte ich Euch beglückwünschen. Informativ, übersichtlich,
gut zu lesen ... einfach modern!
Seit langem bin ich wieder einmal in Ruhe
dazugekommen, den Fidibus „von vorne
bis hinten“ zu lesen und freue mich über
Euer Werk! Sehr gelungen!
Weiterhin viel Erfolg und viele begeisterte
Leser!
Herzliche kbr. Grüße
Peter M. Haid v/o Pedro, TTI
Die Redaktion behält sich vor Leserbriefe zu kürzen.
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| Nr. 106 | September . 2009 | 19
Tiroler Mittelschülerverband
TMV ÜBERBLICK
DIE KFS
Ein Erfahrungsbericht aus Sicht eines Teilnehmers
TTI
Auch das Chargieren darf nicht zu kurz
kommen: Die Teilnehmer bekommen
den nötigen Feinschliff, den sie dann in
Ihre Landesverbände und Verbindungen
bringen können.
Zusammenhalt wird unter den Teilnehmern der KFS groß geschrieben. Führen
und Teamwork muss gelernt sein und so
üben die Teilnehmer bei gruppendynamischen Spielen/Übungen.
Dieses
Jahr fand - wie auch
in den Jahren zuvor
die Kartellführungsschule des MKV in
Kremsmünster statt. Von 12. Juli bis 19.
Juli hatten viele Kartellbrüder aus allen
Bundesländern Österreichs und sogar
aus Rumänien die Chance sich in Sachen
„Überzeugendes Auftreten“, „Gruppenprozesse“, „Führungsverhalten“ und „Gesprächsführung“ sowie dem Chargieren
und etlichen anderen Dingen fortzubilden. Der TMV war mit 20 Kartell- und Bundesbrüdern der am stärksten vertretene
Verband.
Für uns TMVer begann die Woche recht
schleppend. Als wir uns alle pünktlich am
Hauptbahnhof in Innsbruck getroffen haben, mussten wir feststellen, dass der Zug
ca. 1,5 Stunden Verspätung hatte. Deswegen sind wir auch verspätet in Kremsmün-
20 |
| Nr. 106 | September . 2009
ster angekommen, und hatten nur mehr
ein kleines Brot zur kurzen Stärkung. Wir
mussten uns sofort umziehen, um dann im
Anfangsplenum die Regeln dieser Woche
zu hören – im Anschluss daran fand dann
gleich die Heilige Messe statt. Um 23 Uhr
war Nachtruhe.
Am Montag in der Früh mussten wir uns
dann gleich entscheiden ob wir Morgensport (joggen) oder Morgenlob (beten)
wählen. Nach einem kurzen Frühstück
wurde nationsweise 2 Stunden chargiert.
Jeden Tag hatten wir dann vormittags ein
Seminar, das sich mit unseren Prinzipien/
Grundsätzen auseinander setzt und am
Nachmittag hatten wir dann immer ein nationsweises entspanntes Lernen.
Ich möchte in meinem kurzen Bericht näher auf den - meiner Meinung nach - „Top“
und den „Flop“ dieser KFS eingehen.
Am Besten haben mir persönlich der Traditionsabend und der Entspannungsabend
gefallen. Am Traditionsabend wurde uns
durch lustige Art und Weise das Leben
eines Couleurstudenten näher gebracht.
Unser hoher Lx wurde dabei zuerst gekeilt, danach rezipiert und im Anschluss
auch geburscht. Jede Nation hatte die
Aufgabe der Corona etwas beizubringen.
Meine Nation hatte dabei den „gesprochenen Salamander“ vorzubereiten. Der
Entspannungsabend – gestaltet von Kbr.
EB Mephisto ABI, war wirklich ein wunderschönes Ereignis, das die Nationen noch
einmal richtig miteinander verbunden
hat.
Am Schlechtesten hat mir - und wie ich
mitbekommen habe bin ich mit meiner
Meinung nicht der einzige – die Kartellfragestunde gefallen. Wir durften den hohen
Kx, KPhilx und den KVors. mit unseren Fragen „quälen“, jedoch waren manche Antworten leider nur sehr spärlich.
Alles in allem würde ich jedem ans Herz legen die KFS zu besuchen. Der sogenannte
KFS-Virus hat mich auf jeden Fall infiziert.
Heil KFS, Heil MKV, Heil TMV, Vivat, Crescat, Floreat Bindra Preet v/o Atze, RTI
Teutonia
Innsbruck
20. Teutonen Kulturtage.
CIK
Seite 22
LBK
Ein neues Wappen.
Lebenberg
Kitzbühel
Seite 25
Cimbria
Kufstein
Seite 21
RTI
Der Sommer bei Rhaetia
Die KFS
Norbert Pfurtscheller v. EB Mephisto
Mitarbeiter der KFS
Der Sommer bei Raetia.
Rhaetia Innsbruck
Ehre wem Ehre
gebührt!
2009 war nicht
nur wieder einmal ein besonderer Jahrgang mit einem
wunderbaren Abschlusskommers als Höhepunkt,
nein, diesmal war noch etwas anders: die
Verleihung der Goldenen KFS-Nadel an
den hohen Leiter Kbr. Walter Gröblinger
v. Tasso, OCW. Der Mitarbeiterstab der
KFS verlieh auf der letztjährigen KFS dem
verdienten Kartellbruder Tasso diese
Ehre - heuer wurde die Nadel im Rahmen
des Festkommerses der KFS verliehen.
Somit schliesst sich ein ehrwürdiges tres
faciunt collegium: Kbr. Dr.cer. Tacitus,
BOW, Kbr. Dr.cer. Giselher, BOW und
Kbr. Tasso, OCW. Herzliche Gratulation
und Danke für die Leistungen der letzten
15 Jahre! Rhaetia
Innsbruck
Von den restlichen
TMV-Verbindungen ist bis
Redaktionsschluss kein Artikel
eingegangen!
Tirol-Bayern Kreuzkneipe. Seite 24
Kartellbildungsreferent Bezirksrat
Simon Varga v/o Akira, DMW, verleiht
Walter Gröblinger v/o Tasso, OCW, die
goldene KFS-Nadel für seine Verdienste
um die KFS.
RTI
Angefangen
gr. Bild: Die Corona setzte sich aus unterschiedlichsten Couleurs zusammen,
was Ideenreichtum und Kurzweile mit
sich brachte.
kl. Bild: Im Vorfeld der Steirer-TirolerKneipe wurde im Budengarten ein gut
besuchtes Grillen veranstaltet.
hat alles mit einer gelungenen SaggenKartell-Abschluss-Kneipe, an der zahlreiche Couleurträger teilnahmen. Rhaetia
hatte dabei eine Rezeption zu bedanken.
Direkt eine Woche später hatten wir eine
anstrengende Woche vor uns – den sogenannten jährlich stattfindenden „Budenputz“. Was man drunter verstehen kann?
Wir beginnen im obersten Eck unserer
Bude, und putzen alles bis ins unterste Eck
alles blitzeblank-sauber. Dank vieler (teils
täglich!) anwesender Aktiver, war der Budenputz ein voller Erfolg. Weiterst hatten
wir ein tolles Ferialprogramm gestaltet
von unserer Ferialleitung (Carol Capek
v/o Calidus & Felix Scheil v/o Theoden). In
diesem Programm enthalten waren neben
etlichen Grilllagen auch 2 Lan-Partys sowie
die Tiroler-Steirer-Kneipe am 1. August
2009. Bei der Tiroler-Steirerkneipe – die
diesen Sommer zum 10. mal stattfand sind
unglaublich viele Kneipanten aus allen
Landesteilen - nicht nur aus Tirol und der
Steiermark: Vorarlberg und Salzburg waren ebenso vertreten wie Oberösterreich
(insgesamt eine Corona 50 an der Zahl).
Landesseniores und Landesphilisterseniores von TMV und STMV sorgten für entsprechenden Verbandsrückhalt, der sich
abschließend in den Landesverbandsstrophen manifestierte. Beide Verbindungen
(Normannia Graz sowie Rhaetia Innsbruck) haben vor, im kommenden Semester auf den Conventen einen Antrag zu
formulieren um ein Freundschaftsabkommen herbeizuführen. Ich möchte meinen
Rückblick mit einem Wunsch beenden und
zwar, Dich am 09. Oktober 2009 zu unserer Arabien-Fuchsen-Kneipe begrüßen
zu dürfen, die mir als Fuchsmajor doppelt
am Herzen liegt.
Heil TMV – Heil Rhaetia; Vivat, Crescat, Floreat!
Bindra Preet v/o Atze RTI, FM
| Nr. 106 | September . 2009 | 21
TMV ÜBERBLICK
TMV ÜBERBLICK
Teutonia Innsbruck
TTI
Rückblick: Die 20. Teutonen-Kulturtage
Zweimal lautet das Motto „Reden wir darüber“. Während Dekan Univ.-Prof. Dr. Josef
Niewiadomski am 22. April ein Plädoyer für
die Existenz Gottes im Darwin Jahr hielt,
setzten sich am 6. Mai Univ.-Prof. Dr. Franz
Hye v/o Hermes und Alt-LH Dr. Wendelin
Weingartner v/o Castor über die Frage der
Wehrhaftigkeit Tirols 1809 und 2009 sowie
mit deren Sinn und Aktualität auseinander.
Die Moderation hatte in bewährter Weise
Red. Kurt Arbeiter v/o Pluto übernommen.
Seit
20 Jahren bereichern nun
schon die Kulturtage das
Sommersemester. Mit einer Bilder-Rückschau lässt der FIDIBUS die Jubiläums-Kulturtage 2009 nochmals aufleben:
Für die 20-jährige Organisationstätigkeit von Dr. Orpheus gab es bei der
Eröffnung als Überraschung ein Gitarrensolo von seinem Sohn Patrick Weger
v/o Tano.
Bei der Eröffnung am 17. April: V.l. Künstlerin Renate Ebenbichler-Fuchs, Senior Dominik Berchtold v/o Cicero, Bürgermeisterin Hilde Zach, Abgeordneter zum Europäischen Parlament Dr. Richard Seeber, Sissi Weger, Philisersenior Mag. Ronald Zecha
v/o Rho, Organisator Wolfgang Weger v/o Dr. Orpheus, Neo-Kulturreferent Markus
Troger v/o Peppone und Gittarist Patrick Weger v/o Tano.
Teutonia Innsbruck
Für den würdigen Abschluss am 8. Mai
konnte Önologe Kbr. Klaus Platter von
der Laimburg gewonnen werden, der
wie kein anderer es versteht, Weine
zu präsentieren und deren spezielle
Eigenheiten zu erläutern. Mit interessanten Hintergrundinformationen und
humorvollen Anekdoten umrahmte
Platter den Genuss von insgesamt zehn
verschiedenen Weinsorten aus dem südlichen Landesteil und machte den Wein
über alle Sinne begreiflich.
(Fotos: M. und W. Weger)
Teutonia auf Achse
Ans
Erstmals war auch ein Nachmittag für
Kinder im Programm. Am 26. April lasen
Dr. Verena Wolf und Dr. Sonja Ortner
aus ihrem neuen Kinderbuch „Als ich
Ander Hofer traf“.
Teutonias Kulturreferenten: Peppone
bedankte sich bei seinem Vorgänger Dr.
Orpheus mit einem künstlerischen Gustostückerl von Benno Meliss v/o Flint.
22 |
| Nr. 106 | September . 2009
Ein Blumenstrauß für die Künstlerin Renate Ebenbichler-Fuchs zur gelungenen
Vernissage – überreicht durch Philistersenior Mag. Ronald Zecha v/o Rho.
Ein besonderer Gast zum 20-Jahr Jubiläum war am 24. April Markus Linder
mit seiner „Incredible Southern Blues
Band“, die mit Blues-Rock vom Feinsten
aufhorchen ließ. Als Gast konnte Agostini von der Spolpo-Bluesband Bozen
begrüßt werden.
„Globus am Globus“ - der Dauerbrenner
seit 20 Jahren mit Ing. Georg Hundegger
v/o Globus stand am 4. Mai mit „Erinnerungen an Kuba“ am Programm.
Am 28. April berichtete Dr. Günther
Fuchs v/o Schorsch in Wort und Bild von
seiner Fußwanderung von Innsbruck
nach Rom.
Auch eine Art Kneipe durfte im Programm der Kulturtage nicht fehlen.
Der „Salon Teutonia“ fand am 30. April
als Literatur-Kneipe mit „Innsbruck
liest“- Autor Rudolf Habringer statt.
Habringer las aus seinem Buch „Alles
wird gut“ sowie satirische Texte. Das
Präsidium hatte Philistersenior Mag.
Ronald Zecha v/o Rho übernommen.
andere Ende von Österreich, ins Südburgenland
und in die Südoststeiermark, führte die
heurige Teutonen-Kulturfahrt, organisiert
von Markus Troger v/o Peppone. An die 15
Bundesbrüder mit Begleitung zog es übers
Christi-Himmelfahrts-Wochenende
an
dieses schöne, und doch so andere Eck unseres Landes. Neben dem ausgiebigen Genuss der Weinkultur, am Weingut von Bbr.
Christoph Gratl v/o Bodo und in diversen
Heurigen unter der fachmännischen Leitung von Kbr. Ing. Thomas Schweiger v/o
Daffy, AMI, wurden in der reizvollen Landschaft u.a. die Burgruine Güssing und die
Riegersburg besichtigt.
Sportlich gestaltete sich eine Draisinenfahrt auf den Geleisen von Horitschon
nach Oberpullendorf. Die Fahrraddraisinen
verlangten insbesondere in einigen „Steilstücken“ (mit freiem Auge fast nicht zu
erkennen!) die letzten Kräfte, die jedoch
bei den „Streckentankstellen“ wieder zugeführt werden konnten. Ein kulinarischer
Höhepunkt war die Besichtigung mit Verkostung der Schokoladenfabrik Zotter.
Ein Heurigen-Besuch durfte im Rahmen
der Kulturfahrt natürlich nicht fehlen.
(Foto: Peppone)
Exklusive Schokokreationen konnten mit
allen Sinnen erlebt werden.
Bei der Rückfahrt am Sonntag wurde in
Leoben ein Zwischenstopp eingelegt. Die
Ausstellung „Das Gold der Steppe“ in der
Kunsthalle Leoben bot einen tiefen Einblick in die Kultur der Skythen und anderer
historischer Steppenvölker.
Teutonia hat sich mit Reiseleiter Peppone
als ausgezeichnetes „Reisebüro“ erwiesen – die Kulturfahrt 2010 ist bereits in Planung. (mw)
| Nr. 106 | September . 2009 | 23
TMV ÜBERBLICK
TMV ÜBERBLICK
Cimbria Kufstein
CIK
Tirol-Bayern Kreuzkneipe mit ehv K.D.St.V.
Aenania München im CV und esv K.Ö.St.V.
Austria Innsbruck im ÖCV
Lebenberg Kitzbühel
Lebenberg rüstet sich für die Zukunft!
LBK
Kreuzkneipenpräsidium v.l. Philipp
Werner Ae, Florian Tursky v/o Aeneas
AIn, Klemens Adamer v/o Uthred CIK
In
Festakt im Festungsneuhof mit Kufsteiner und Flintsbacher Schützen,
Stadtmusikkapelle Kufstein und den
Ehrengästen.
Am
Freitag den 4.Juli fand eine
besondere
Kreuzkneipe
auf der Cimbernbude in Kufstein statt.
Denn man feierte mit ehv Aenania München und einer Delegation bayrischer
Schützen „200 Jahre Freundschaft über
die Grenzen!“
Zu einer solchen Festveranstaltung fanden sich natürlich auch einige prominente
Gäste, allen voran der Festredner Cbr.
Staatsminister für Unterricht und Kultus
Dr. Ludwig Spaendle Ae! aus Bayern. Aber
auch Cbr. Thomas Zimmermann v/o Wastl
AIn!, Ae!, Mitglied des bayrischen Landtages erfreute die Tiroler mit seiner Anwesenheit.
Man vergesse allerdings auch nicht die Tiroler Vertreter um drei zu nennen:
Kbr. LH a.D. DI Dr. Alois Partl, TTI, Am!,
Bbr. LT-Vize-Präs. Mag. Hannes Bodner v/o
Sokrates CIK, und Bbr. LAbg. Mag. Hannes
Rauch v/o Aventinus CIK;
24 |
| Nr. 106 | September . 2009
Begonnen wurde der Festakt vor dem Kufsteiner Rathaus wo die Stadtmusikkapelle
und Chargierte aller 3 Verbindungen die
Gäste aus Tirol und Bayern begrüßten.
Danach fand man sich im Festungsneuhof
ein wo Landeshauptmann a. D. Dr. Alois
Partl eine eine Kundgebungsrede hielt.
DABEI wies er auf die zahlreichen Karteller aus CV und MKV hin, die Ihre Prinzipientreue mit dem Leben bezahlten….
Nach dieser ergreifenden Rede wurde ein
Kranz vor den ÖCV-Gedenkstein im Festungsneuhof niedergelegt.
Anschließend fand man sich zu einer
Kreuzkneipe auf dem Bürgerturm der Festung und alle Plätze waren besetzt!
Somit wurde die „Freundschaft über die
Grenzen“ wohl wieder erfrischt und man
kann nur hoffen diese Freundschaft bleibt
bestehen!
den letzten Monaten ist in der
jüngsten Verbindung des MKV
wieder einiges passiert. Zurzeit gilt das
Hauptaugenmerk dem Aufbau von Strukturen, die die Zukunft der jungen Korporation nachhaltig sichern sollen. Im nächsten
Semester werden die jungen Uraktiven
erstmals in Chargenfunktionen geholt, um
den Alltag einer Charge näher kennen zu
lernen. Ab dem kommenden Sommersemester sollen die Ur-Lebenberger das Verbindungsleben alleine gestalten.
Das neue Wappen der
K.Ö.St.V. Lebenberg Kitzbühel
Oben: Der Tiroler Adler als Symbol
des Prinzips Patria und der heimattreuen Gesinnung zum Land Tirol.
Rechts: Die Schneeeule als Symbol
für Scientia, Weisheit, lebenslanges
Lernen
Links: Drei Schifahrer im Stil von
Anton Walde als Symbol der Lebensfreundschaft
Unten: Der hl. Andreas, dach dem die
Pfarrkirche in Kitzbühel geweiht ist.
(Die Aufteilung des Wappens symbolisiert das Andreaskreuz)
Den Sommer gestaltete sich Lebenberg
abwechslungsreich. Mit starker Aktivenund Altherrenpräsenz glänzte Lebenberg
erstmals am traditionellen Kitzbüheler
Jahrmarkt. In Räubercouleur mit Lederhose zeigte sich die junge Korporation der
Kitzbüheler Stadtbevölkerung.
Erstmals fand dieses Jahr auch die nun
alljährlich geplante „Hurra-die-Gams-Kneipe“ auf der Seidlalm mitten am Kitzbüheler Hahnenkamm statt. Knapp 30 Lebenberger scheuten den Marsch auf die 1200
Meter gelegene Alm, auf der 1966 der
Schiweltcup aus der Taufe gehoben wurde
und die seinerzeit zum Schloss Lebenberg
gehörte, nicht. Im Zentrum der dort statt-
findenden Kneipe standen zwei Rezeptionen, wodurch sich der Fuchsenstall
auf 16 Füchse vergrößerte.
Im Vorfeld der Kneipe fand ein Wahlburschenconvent statt, auf dem Michael
Summereder v/o Totti zum neuen Senior gewählt wurde, die Funktionen der
Conseniores werden Thomas Aufschnaiter v/o Duck und Hannes Scheucher v/o
Odin übernehmen. Florian Tursky v/o
Aeneas wurde zum Fuchsmajor gewählt, Christopher Pichler v/o Thor wird
ihm als Fuchsmajor 2 mit dem Aufgabenbereich der Keilung zur Seite stehen.
Zum Schriftführer und Kassier wurden
Lukas Strobl v/o Achilles bzw. Markus
Glößl v/o Lucky gewählt. Highlights des
nächsten Semesters bilden neben dem
traditionellen Weihnachtskommers in
Oberndorf und dem Stiftungsfest im
Schloss Lebenberg bzw. Stiftungsfestausflug zum La Martina World Polo
Cup die so genannte „Lebenberg Golf
Academy 2009“, bei der die Verbindung
den jungen Füchsen und Aktiven einen
günstigen Einstig in den Golfsport gewährleisten will. Florian Tursky v/o Aeneas TTI, LBK
| Nr. 106 | September . 2009 | 25
Gratulamur
Tiroler Mittelschülerverband
Spenderliste: 23.06.2009 bis 25.09.2009
Vergelt´s Gott werte Spender!
Dr. Julius
Der TMV chargierte Hand in Hand
mit fünfundzwanzigtausend
Mander durch das Land.
Es galt Stärke zu beweisen
und das heilige Land zu preisen.
Einheit wollt man präsentieren,
zahlreich galts drum zu chargieren.
Weil wir zum Verwechseln ähnlich sehn,
wollten manche nit
vor den Schlagenden gehn.
Drum habn sie sich
auf Ihrer Bude eingsperrt,
damit ma nit verwechselt werd.
Wir wollen sie nicht beim Namen nennen,
aber Farbe tragen heißt Farbe bekennen!
Besler Wolfgang, Dr.
Betz Clemens Dir iR. HR. Mag.
Birkfellner Franz, Mag. Dr.
Bramböck Christian, Dir.
Dabringer Hartwig Dr.
Freinademetz Peter, DI HR
Fritzer Heinrich DI Prof
Fuchs Günther Dr.
Gerber Hubert Ing. Bmst.
Gort Werner Baumeister
Gruber Josef
Guggenbichler Helmut
Hackl Gerhard OAR iR
Hess Eduard Reg.R.
Höbarth Andreas, Ing.
Hofer Rudolf, HR Mag.
Jesacher Gernot
Kerer Gerold, Dr.
Klingler Roswitha, Dr.
Kothbauer Karl Dr. Mag.HR
Kummer Paul Dr.
Kurz Walter Ing.
Lami Elfriede
Larcher Erwin sen. Bmstr.
Lergetporer Richard Dr.
Lugger L.J. Dr. Unv. Prof.
Mader Helmut Prof. Ing. LT-Pr.aD
Mauracher Edmund OAR
Mayr Walter
Mayrhofer Severin, Pater
Moser Hans DI
Aus organisatorischen Gründen werden
Titel nur abgedruckt, wenn diese auf der
Überweisung angeführt sind!
Wir bitten um Verständnis!
Nigg Eugen HR Dr.
Palfrader Karl, Prof. Mag.
Palfrader Thomas, Mag.
Pelzer Herwig. Dr.
Peschl Wolf Dr. HR
Pichler Peter DDr. Postpräs. iR
Plankensteiner Richard Dr.
Plunger Hermann Dr. OStR. Prof.
Pöll Arnold
Pöschl Heinz. Mag. OSTR
Regnemer Georg Prof.Dr.
Rückauf Johann Reg. R.
Schäfer Helmut OSR Dir iR
Scheichelbauer Thomas
Schneider Lucas, Ing. Bmstr.
Schöpf Johannes Mag. Dr.
Schwitzer Karl, Dr.
Sojer Michael Dr.
Stanger Oswald Dr.
Stelzhammer Helmut Dr.
Thöni Johann
Thoth Adalbert Prof. OStR.
Unterholzner Klaus
Wackerle Karlheinz Reg Rat
Walcher Georg, Ing.
Weidlinger Alois Dr.
Wieser Heinz, HR Dr.
Wirtenberger Bernhard
Wolsegger Josef, Msgr. Dr.
Wötzer Oskar Dr. HR.
Zecha Christoph Mag.
Gesellschaftspolitisches Forum
Kirche - Sozialverein oder Glaubensgemeinschaft
Samstag, 17. Oktober, 9:00 - 17:00 Uhr
Bude e.v. K.Ö.St.V. Ambronia Innsbruck,
Fischnalerstraße 28
Referenten:
◆ Univ.-Prof. Dr. Wilhelm Guggenberger
◆ LSS Msgr. Prof. Dr. Josef Wolsegger
◆ Dr. Christoph Wötzer
Informationen und Anmeldung beim Landesschulungsleiter
(lsl.tmv@mkv.at) oder auf der Homepage.
26 |
| Nr. 106 | September . 2009
Geburtstage von Juli bis September laut MKV-Standesführung
Alles Gute zum Geburtstag!
Tiroler Mittelschülerverband
Wir gratulieren sehr herzlich:
Datum
01.10.
07.10.
09.10.
zum
60.
65.
90.
65.
Name
Heinz Baur, NBH
Dipl.Vw. Dr. Harry Schmid, CIK
Dr.iur. Stefan Lami, BES
Dr.iur. Hubert Grissemann, ROI
Ehrungen:
10.10.
11.10.
12.10.
13.10.
65.
70.
50.
70.
70.
60.
91.
65.
50.
60.
55.
55.
70.
70.
65.
70.
104.
60.
90.
80.
50.
65.
60.
70.
50.
70.
70.
80.
70.
70.
70.
65.
65.
70.
80.
97.
50.
90.
80.
100.
60.
55.
50.
80.
55.
80.
55.
60.
80.
65.
91.
55.
Wolfgang Artner, SKH
Helmuth Mühlbacher, TRJ
Martin Köhle, BES
Heinrich Trenkwalder, TTI
Helmut Loidl, AMI
Dipl.Ing. Josef Manfreda, ABI
Mag. Artur Gutwenger, ALI
Dr.med. Gerbert Schuchter, BES
Mag.iur. Urban Posch, NBH
Dipl.Ing. Erich Längle, ABI
Dr.med. Heinz Werner, GZL
Ing. Peter Feistmantl, ABI
Wilfried Wörter, NBH
Ing. Dipl.Vw. Wolfgang Jicha, ABI
Josef Schlatter, RRL
Mag. Clemens Betz, ABI
Franz Xaver Perkhofer, ALI
Dipl.Ing. Rudolf Schletterer, CII
Dr.med. Ferdinand Jannach, SKH
Dr.iur. Dr.rer.oec. Peter Johann Pichler, RGI
Franz Neuner, HET
Dr.iur. Heinz Moser, RTI
Florian Plattner, TRJ
Hubert Zöhrer, SKH
Mag. Hubert Spöck, TTI
Dipl.Ing. Gerhard Geibel, ARK
Helmut Heiß, RTI
Dr.phil. Nikolaus Vielmetti, NBH
Johannes Karnthaler, ALI
Dr.theol. MAS Franz Mayr, CII
Hans Jörg Grissemann, CII
Oberrauch Eduard, LTR
Ing. Walter Krauss, ABI
Dr.med. Walter Thöni, SKH
Dr.iur. Elmar Zobl, TTI
Dr.phil. Johann Meßner, SKH
Silvan Fügenschuh, CII
Ing. Anton Kröner, ABI
Dr.phil. Paul Torggler, SKH
Franz Ramsauer, NBH
Dipl.Ing. Josef Kiraly, ABI
Dr.med. Herbert Steurer, GZL
Reinhard Löffler, RTI
Hermann Weiskopf, RGI
Werner Apolloner, GZL
Dipl.Ing. Walter Weber, TTI
Dr.iur. Norbert Alois Jenny, HET
Mag. Gert Arnold, TTI
Ing. Franz Robert Krammer, ABI
Hildebert Schatz, RTI
Dr.iur. Ernst Ebenbichler, SKH
Dr.med. Gerhard Wötzer, AMI
Hofrat, DDr. Wolf Peschl Wolf, CIK, zur Verleihung des
Großen Ehrenzeichens der Republik Österreich
15.10.
16.10.
17.10.
20.10.
21.10.
25.10.
27.10.
28.10.
30.10.
31.10.
01.11.
03.11.
04.11.
07.11.
08.11.
09.11.
10.11.
12.11.
13.11.
16.11.
19.11.
21.11.
24.11.
25.11.
28.11.
29.11.
02.12.
05.12.
06.12.
07.12.
10.12.
11.12.
12.12.
18.12.
24.12.
25.12.
26.12.
27.12.
31.12.
Prof. OStR Mag. Kurt Prackwieser, CII, zur Verleihung
der Verdienstmedaille des Landes Tirol.
RA Dr. Hansjörg Zink, CIK, Verdienstkreuz des Landes
Tirol
Zum Abschluss des Studiums:
Mag. Etienne Berchtold BSc, TTI
Mag. Matthias Weger, TTI
Mag. Michael Mungenast, NBH
Benjamin Kopl, CIK: Bachelor
Familie:
Dr. Thomas Klingenschmid, TTI und Gattin Silvia zur
Geburt ihres Sohnes Andreas.
Dipl.Ing. Georg Lukesch ,TTI und Gattin zur Geburt ihrer
Tochter Martha.
TMV-Landesschulungstage
Alle jungen Kartell- und Bundesbrüder sind herzlich zur Teilnahme
an den Landesschulungstagen
am Grillhof eingeladen, denn der
Besuch der vom TMV angebotenen
Schulungen stellt einen wichtigen
Aspekt der Aktivenzeit dar. Er gibt
die Möglichkeit über den Tellerrand
der eigenen Korporation hinauszublicken und mehr über das katholische
Farbstudententum zu erfahren!
Die Kosten übernimmt der TMV.
Beginn:
Ende:
20.11.2009
Ort:
22.11.2009
Haus Marillac
Tiroler Mittelschüler Verband
www.tmv.or.at
Anmeldung: lsl.tmv@mkv.at
Ich freue mich auf Dich.
Der Landesschulungsleiter
| Nr. 106 | September . 2009 | 27
Unser Energieschatz!
TIWAG-Tiroler Wasserkraft AG
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Seele and Geist
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